Thomas Rank Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Möller seit 27.1.2022 | Prokura |
Christoph Heizmann seit 27.1.2022 | Prokura |
Thomas Wolfgang Rank seit 21.2.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thomas Wolfgang RankThomas Rank Beteiligungs GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ELDEC Induction GmbHDornstettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSI. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Geschäftsfeld der ELDEC Induction GmbH (im Folgenden auch "ELDEC" genannt) beinhaltet Entwicklung, Produktion und Vertrieb von induktiven Härte- und Erwärmungssystemen, Induktoren und Induktionsgeneratoren sowie die dazugehörigen Dienstleistungen wie Technologieberatung, Reparatur, Service und Verleih. Die Herstellung der Generatoren, Komplettsysteme und Induktoren erfolgt in angemieteten Räumlichkeiten am Firmensitz in Dornstetten. Die räumlichen Kapazitäten passen zum aktuellen Umsatzniveau und bieten noch Kapazität für weiteres Wachstum. Der Grad der Fertigungstiefe der Generatoren ist hoch; wesentliche Baugruppen und Komponenten werden im eigenen Haus gefertigt. Im Bereich der Komplettsysteme werden vormontierte Baugruppen sowie Maschinenkomponenten zugekauft und endmontiert. Von wesentlicher Bedeutung ist hier neben der Endmontage der Einzelkomponenten das Customizing, wodurch auf Basis eines modularen Maschinenbaukastens in Verbindung mit werkstückspezifischen Prozessentwicklungen und Werkzeugen jeweils individuelle Komplettsysteme aus Maschine, Generator und Induktor entstehen. Diese Härtesysteme reichen von handbedienten stand-alone-Lösungen über Wärmebehandlungssysteme mit individuellem Automatisierungsgrad bis hin zu linientaktfähigen Härtezellen mit vollständiger Integration in eine Prozesskette zur Weich- und/oder Hartbearbeitung. Rohmaterialien und vorgefertigte Einzelkomponenten werden zu weiten Teilen von regionalen und nationalen Lieferanten bezogen, zu denen langjährige Beziehungen bestehen. Durch den hohen Kupferanteil bei der Herstellung von Induktoren besteht diesbezüglich eine gewisse Abhängigkeit von der Preisentwicklung auf dem Kupferrohstoffmarkt, was jedoch hinsichtlich des Gesamtumsatzanteils von untergeordneter Bedeutung ist. Das Vertriebsfeld für ELDEC-Produkte ist breit gefächert. Größter Markt ist derzeit der Automotiv-Sektor (Verbrenner sowie verstärkt Elektromobilität), jedoch werden auch weitere Branchen wie z. B. Kraftwerksbau, E-Bike, Aerospace, allgemeiner- und Elektromaschinenbau, Heizungsbau, Weiße Ware, Halbleiterindustrie, Handwerkzeuge und regenerative Energien beliefert. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 - 24:00 Uhr bzw. 1. Januar 2022 - 0:00 Uhr (Mitternachtsgeschäft) hat die bisherige Alleingesellschafterin EMAG Systems GmbH, Salach, sämtliche Geschäftsanteile an der ELDEC im Rahmen eines sogenannten "Management-Buy-Out (MBO)" an die Thomas Rank Beteiligungs GmbH, Dornstetten, veräußert. Einige Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der EMAG-Gruppe bestehen fort, insbesondere bei den vormontierten Baugruppen sowie im Vertriebs- und Servicebereich in einigen Märkten außerhalb der EU und China. Durch das Herauslösen aus dem Konzernverbund der EMAG erwartet die Geschäftsführung der ELDEC aufgrund der vergleichsweisen kleinen, nun unabhängigen Einheit und der damit wiedergewonnenen Fokussierung auf Kunde, Produkt und Belegschaft ein organisch getriebenes Wachstum und signifikante Profitabilität. II. Forschung und Entwicklung Unsere Innovationskraft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunft der Gesellschaft. Die drei F&E-Bereiche Elektrotechnik, Mechanik und Anwendungstechnik konzentrieren sich kunden- und auftragsnah auf die von Marktanforderungen getriebenen Neu- und Weiterentwicklungen unserer Produkte und Anwendungen. Gleichzeitig erforschen und entwickeln wir gemeinsam mit wissenschaftlichen Bildungseinrichtungen neue Verfahren und Anwendungen zur mittel- und langfristigen Erweiterung unseres Produktportfolios. Schwerpunktmäßig wird weiterhin am neuen MIND-M 800 Baukasten, an Systemen zur Herstellung von Wärmepumpenkomponenten und bei den Generatoren an einer neuen universellen Wechselrichtersteuerung entwickelt, die zur Stärkung und zum Ausbau unserer Marktposition dienen sollen. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2022 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 1.218 (Vorjahr: TEUR 1.456). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 329 (Vorjahr TEUR 790). B. WIRTSCHAFTSBERICHTI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022 war durch geopolitische und wirtschaftliche Turbulenzen gekennzeichnet, in erster Linie durch den Ukraine-Krieg und seine weltweiten Auswirkungen, die die bereits bestehenden wirtschaftlichen Probleme in vielen Ländern weiter verschärften. Daneben belasteten auch weiterhin die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, wenngleich mit rückläufigem Pandemiegeschehen, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit. Vor allem die in China durchgesetzten Lockdowns führten zu erheblichen Beeinträchtigungen der globalen Lieferketten und verstärkten bestehende Lieferengpässe, insbesondere bei Elektronikbauteilen. Das wirtschaftliche Bild wird dabei von hohen Inflationsraten geprägt, ein Resultat von Nachfrageschocks und gestörten Lieferketten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und Preissteigerungen, vor allem für Energie und Lebensmittel als Folge des Ukraine-Kriegs. Konkret sind die Verbraucherpreise im Jahr 2022 global um 8,8% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Um den anhaltenden Inflationsdruck zu reduzieren, haben die Zentralbanken in den vergangenen Monaten ihre Geldpolitik deutlich gestrafft und die Leitzinsen erhöht. Es wird erwartet, dass das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2023 um rund 2,9% wächst, im Folgejahr 2024 um rund 3,1%. Rechnet man bei den etablierten Industrieländern im Kalenderjahr 2023 lediglich mit einer Wachstumsrate in Höhe von 1,2%, zeigen die Schwellen- und Entwicklungsländer mit 4,0% deutlich mehr Wirtschaftsdynamik. Nach derzeitigen Prognosen könnte mehr als 50% des Wachstums der Weltwirtschaft auf China und Indien basieren. Dieser Ausblick ist nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet. Ein wesentlicher Grund zur Besorgnis bleibt der Ukraine-Krieg mit seinen politischen und wirtschaftlichen Folgen, wie Sanktionen und Gegenmaßnahmen, die sich negativ auf Absatzentwicklung, Produktionsprozesse sowie Einkaufs- und Logistikprozesse auswirken. Ebenso könnte der Konflikt mit erheblichen Auswirkungen auf das Marktumfeld weiter eskalieren und sich auf andere Staaten ausweiten, einschließlich NATO-Staaten, und dabei nichtkonventionelle Waffen zum Einsatz kommen. Daneben gibt es weitere Abwärtsrisiken für die Weltkonjunktur. Dazu gehören unter anderem die Gefahr einer geopolitischen Fragmentierung, unteranderem durch eine Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China, eine unerwartet anhaltende Inflation, Schulden- und Immobilienkrisen und weitere Preisanpassungen an den Finanzmärkten. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9% gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor aufgrund des Nachholeffekts im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie um deutliche 2,6% gestiegen war. Für das Folgejahre 2023 wird aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten lediglich mit einem Wachstum von 0,1% mit allgemeiner Rezessionsgefahr gerechnet. China als wichtiger Absatzmarkt und Lieferant für die ELDEC Induction GmbH erzielte im Gesamtjahr 2022 ein positives Wirtschaftswachstum von 3,0%. Für das Folgejahr 2023 wird ein deutlich verstärktes Wachstum von rund 5,2% vorausgesagt. Zurückzuführen ist dies vor allem auch auf die zum Jahresende 2022 unerwartet plötzlich gelockerten Beschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Nach dem tiefen Einbruch der Maschinenbauindustrie infolge der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 hatte die Branche im zweiten Jahr in Folge gute Auftragseingänge zu verzeichnen. Beispielweise stieg der Auftragseingang bei den Mitgliedern im Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) im Jahr 2022 um insgesamt 18%, nach einem überaus dynamischen Anstieg im Vorjahr von 58%, der vor allem auch auf Nachholeffekte im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen war. Der Auftragsanstieg im Jahr 2022 vollzieht sich dabei in fast allen Märkten gleichermaßen erfreulich. Bestellungen aus dem Inland sind um 18% gestiegen, Bestellungen aus dem Ausland hatten einen Anstieg von 17% zu verzeichnen. Anzumerken ist jedoch, dass die Auftragseingänge dieser Branche aufgrund eines starken Vorjahreswerts und der sinkenden Auslandsnachfrage erwartungsgemäß Ende des Jahres ins Minus gedreht sind. Im vierten Quartal 2022 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3%. Dabei legten die Bestellungen aus dem Inland leicht um 2% zu, die Auslandsorders sanken um 5%. Aufgrund bestehender Unsicherheiten wird von der Werkzeugmaschinenindustrie für das erste Halbjahr 2023 mit einer potenziellen Bestellflaute gerechnet. Die Werkzeugmaschinenindustrie sieht sich hierfür aber gut gewappnet, da sie mit einem deutlichen Auftragsüberhang in das neue Kalenderjahr 2023 startet. Als mögliche Chance für die künftige Entwicklung wird der fundamentale Strukturwandel im Fahrzeugbau und der Umbau der Industrie aufgrund der Energiewende angesehen. Zu den größten Herausforderungen gehören nach Auffassung des VDW die Engpässe in den Lieferketten von Elektronikbauteilen und Metallerzeugnissen sowie der Fachkräftemangel. Für das Branchensegment des Induktionserwärmens liegen keine spezifizierten Kennzahlen vor. Wir gehen davon aus, dass in diesem Nischensegment eine parallel verlaufende Entwicklung wie in den übergeordneten Maschinenbaubranchen zu verzeichnen war. II. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 der ELDEC war von signifikanten Zuwächsen im Auftragseingang, im Umsatz sowie der Profitabilität gegenüber dem Vorjahr geprägt. Die Umsatzerlöse der ELDEC sind in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3% auf TEUR 21.568 gestiegen (Vorjahr: TEUR 19.737). Der Auftragseingang hat sich in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 33,3% auf TEUR 27.424 deutlich erhöht (Vorjahr: TEUR 20.594). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 13.072 und liegt damit um TEUR 4.792 = 57,9% über dem Auftragsbestand des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 8.280) bzw. deckt den Planumsatz 2023 bereits zu ca. 57,7% ab. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres: Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 - 24:00 Uhr bzw. 1. Januar 2022 - 0:00 Uhr (Mitternachtsgeschäft) hat die bisherige Alleingesellschafterin EMAG Systems GmbH, Salach, sämtliche Geschäftsanteile an der ELDEC im Rahmen eines sogenannten "Management-Buy-Out (MBO)" an die Thomas Rank Beteiligungs GmbH, Dornstetten, veräußert. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 hat die ELDEC Induction GmbH in China ein Joint Venture-Unternehmen, die eldec (Suzhou) Induction Co., Ltd., gemeinsam mit der Suzhou Ruixiangheng Mechanical & Electrical Co. Ltd. im Beteiligungsverhältnis von 50/50 gegründet. Dieses Joint Venture-Unternehmen wird sich in den nächsten Jahren auf den Verkauf und Service von ELDEC-Produkten im chinesischen Markt fokussieren sowie ausgesuchte ELDEC-Produkte mit hohem Standardisierungsgrad montieren. Insgesamt war der Geschäftsverlauf in 2022 vor dem Hintergrund der auslaufenden Corona-Pandemie, den Herausforderungen in den Lieferketten, den zum Teil disruptiven Veränderungen in der Automobilindustrie sowie der herausfordernden Situation im Bereich der Fachkräftegewinnung ausgesprochen erfreulich und verlief nach Plan. III. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage: Die Gewinn- und Verlustrechnung der ELDEC stellt sich im Jahresvergleich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse haben sich von im Vorjahr TEUR 19.737 um TEUR 1.831 = 9,3% auf TEUR 21.568 erhöht. Hierbei beläuft sich der Umsatz aus dem Verkauf von Härtesystemen und Generatoren auf TEUR 17.955 (Vorjahr: TEUR 14.881) und der Umsatz aus dem Service- und Ersatzteilgeschäft auf TEUR 3.573 (Vorjahr: TEUR 4.856, dabei ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahreswert entsprechend der EMAG-Gruppenorganisation Induktoren- und Umbauten-Umsatz beinhaltet). Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verbesserte sich von 45,9% im Vorjahr auf nunmehr 42,9%. Zum einen hat sich die Gesamtleistung der ELDEC verbessert und zum anderen konnten Effizienzpotentiale durch Vereinfachung vieler Prozesse außerhalb eines Konzernverbunds gehoben werden. Die ELDEC beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 99 (Vorjahr: 111) gewerbliche Mitarbeiter sowie 36 (Vorjahr: 30) Angestellte (ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Personal in Elternzeit). Die Abschreibungen sind von TEUR 2.858 im Vorjahr deutlich um TEUR 2.481 auf TEUR 377 im Geschäftsjahr 2022 zurückgegangen. Hier waren im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.316 enthalten. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die sonstigen Aufwendungen (einschließlich sonstiger Steuern) bewegen sich mit TEUR 3.865 auf Vorjahresniveau. Insgesamt konnte im laufenden Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 515 erzielt werden. Im Vorjahr wurde ein Verlust vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 2.984 ausgewiesen. Vom Gewinn des Geschäftsjahres 2022 soll eine Ausschüttung an die Thomas Rank Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 350 vorgenommen werden, der verbleibende Gewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Vermögens- und Finanzlage: Die Entwicklung der wichtigsten Bilanzpositionen im Jahresvergleich stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 519 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dabei wurden im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 329 aktiviert. Hierbei handelt es sich um Neuentwicklungen im Bereich der Härtesysteme und Generatoren. Bei den Finanzanlagen gab es Zugänge in Höhe von TEUR 169, die eine 50%-Beteiligung an der eldec (Suzhou) Induction Co., Ltd. betreffen (siehe hierzu auch die Ausführungen unter "II. Geschäftsverlauf"). Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt betrachtet um TEUR 863 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Vorräte erhöhten sich als Reaktion auf die Lieferkettenproblematik von TEUR 6.303 im Vorjahr um TEUR 506 auf TEUR 6.809 zum Bilanzstichtag. Des Weiteren sind die liquiden Mittel auf TEUR 96 angestiegen (Vorjahr: TEUR 1) und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 262 auf TEUR 4.316 erhöht (Vorjahr: TEUR 4.054). Das Eigenkapital ist gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres in Höhe des Jahresüberschusses um TEUR 515 angewachsen. Die Eigenkapitalquote beträgt 21,1% (Vorjahr 19,3%). Die Rückstellungen belaufen sich auf Vorjahresniveau und beinhalten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 48, Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 48 sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.960. Letztere betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Nachlaufkosten (TEUR 405, Vorjahr: TEUR 619), Drohverlustrückstellungen (TEUR 67, Vorjahr: TEUR 271) sowie Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 433, Vorjahr: TEUR 224). Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 802 auf TEUR 8.656 erhöht, wobei die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Vorjahr um TEUR 107 auf TEUR 2.017 (Vorjahr: TEUR 2.124) gesunken sind. Zu Beginn des Jahres 2022 wurde die Finanzierung der ELDEC unabhängig von der EMAG-Gruppe neu strukturiert. Die neue Finanzierung besteht zum einen aus einem Gesellschafterdarlehen und zum anderen aus einer unbefristeten Finanzierung eines lokalen Kreditinstitutes mit ausreichend hoher Kreditlinie. Letztere externe Finanzierung ist dabei durch Globalabtretung aller Außenstände, Sicherungsübereignung des Inventars und des Warenbestands am Standort der Gesellschaft abgesichert. Aus der Änderung der Finanzierung ergeben sich zum Jahresende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 4.326 (Vorjahr: TEUR 0) und eine Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 3.417 auf TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 3.730). Der vereinfacht ermittelte Cashflow der ELDEC stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Der vereinfacht ermittelte Cashflow (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung sowie der Schmalenbach-Gesellschaft) beläuft sich auf TEUR 1.017 (Vorjahr: TEUR -195). Das unterstreicht die Aussage der Geschäftsführung aus dem Vorjahr, im Jahr 2022 einen positiven Cashflow zu erwirtschaften. IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Gesellschaft werden in erster Linie die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "EBIT" (Ergebnis vor Steuern und Zinsen), weitere GuV- und Bilanzpositionen sowie verschiedenste Reportings genutzt. Die Ausrichtung der ELDEC als Engineering- und Montageunternehmen beinhaltet kaum Umweltrisiken. Wir sind bestrebt, sämtliche Umweltauflagen und gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Umweltschutz gehört als integraler Bestandteil unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie zu den wesentlichen Unternehmenszielen der ELDEC. In diesem Zusammenhang möchten wir umweltbelastende Emissionen, Abfallaufkommen, Lärm, Energie- und Ressourcenverbrauch kontinuierlich mit Hilfe der jeweils besten verfügbaren Technik verringern, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die ELDEC strebt an, künftig die Umweltauswirkungen der betrieblichen Abläufe und Produkte regelmäßig durch interne und externe Umwelt-Audits zu überprüfen, zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern. Hierzu ist derzeit die Implementierung eines umfassenden Umweltmanagementsystems (DIN EN ISO 14001) in Planung. Die erste externe Auditierung nach DIN EN ISO 14001 ist für 2023 vorgesehen. Als Zeichen unseres Nachhaltigkeitsbestrebens und Umweltbewusstseins ist ein Projekt aufgesetzt mit dem Ziel, ELDEC bis 2025 klimaneutral zu betreiben. Erste Maßnahmen sind bereits erfolgreich umgesetzt. C. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Die Gesellschaft ist nicht unmittelbar von den wirtschaftlichen Auswirkungen und Wirtschaftssanktionen aufgrund des Russland-Konflikts betroffen. Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung geht die Geschäftsführung jedoch infolge dieses Konflikts - ausgehend von dem bereits sehr hohen Niveau - von weiteren merklichen Steigerungen im Jahresverlauf 2023 aus. D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTI. Chancenbericht Die folgenden Chancen sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft absteigend aufgeführt. Durch den erfolgreichen "Management-Buy-Out" und dem damit grundsätzlichen Herauslösen der ELDEC aus dem Konzernverbund der EMAG hat die Geschäftsführung der ELDEC aufgrund der vergleichsweisen kleinen, nun unabhängigen Einheit und der damit wiedergewonnen Fokussierung auf Kunde, Produkt und Belegschaft organisch getriebenen Wachstums und signifikante Profitabilität erwartet. Diese Effekte sind im Geschäftsjahr bereits eingetreten. Darüber hinaus ergibt sich die Möglichkeit, wesentliche Konzern-Strukturkosten (z. B. Konzernumlagen) durch schlankere Systeme und für die ELDEC maßgeschneiderte Lösungen zu reduzieren. Wesentliche Nachteile infolge der Neuausrichtung der ELDEC als eigenständiges Unternehmen sind nach Ansicht der Geschäftsführung nicht zu erwarten. Die Mobilitäts- und Energiewende bietet für ELDEC wesentliche Chancen aufgrund der Tatsache, dass induktive Erwärmung wesentlich energieeffizienter und umweltfreundlicher als Gas betrieben Prozesse ist. Mit Induktion ist bei entsprechender Stromversorgung eine CO2-freie Produktion möglich. Dieser Sachverhalt zeigt sich bei den Anfragen, die vermehrt mit E-Mobilität (PKW und Fahrrad), Heizungsbau (Wärmepumpe) und weiteren bis dato Gas betriebenen industriellen Erwärmungsprozessen zu tun haben. Ergänzend sind die Anfragen und Aufträge aus der Halbleiterindustrie erheblich angewachsen. Die bis dato angestammten Kunden-Branchen wie Kraftwerksbau, Aerospace, Elektro- und allgemeiner Maschinenbau, Weiße Ware, Handwerkzeuge, regenerative Energien und Automotive-Verbrenner zeigen sich weitestgehend stabil. Darauf angepasste Marketing- und Produktentwicklungsinitiativen sind erfolgreich angelaufen und werden stetig fortgesetzt. Getrieben von diesen Entwicklungen am Markt und einer raschen Umsetzung neuer Produktideen bieten sich für ELDEC in den nächsten Jahren überdurchschnittliche Wachstumschancen. II. Risikobericht Die folgenden Risikofaktoren sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft jeweils absteigend aufgeführt. Die ELDEC Induction GmbH ist in der Branche des Elektromaschinenbaus insbesondere folgenden operativen Risiken ausgesetzt:
Im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Maschinenbauunternehmen in der Auftragsfertigung für die Abnehmer unterliegt die Gesellschaft insbesondere den folgenden, weiteren Risiken:
Ein weiteres wesentliches Risiko stellt die Leistungsfähigkeit des Personalstamms bzw. der Fachkräftemangel dar. Durch eine ausreichende Anzahl hochqualifizierter Arbeitskräfte und deren kontinuierliche Fortbildung sorgen wir für einen ständig leistungsfähigen Personalstamm. Hier finden auch konstant Bedarfsanpassungen statt. Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation: Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation der ELDEC setzt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und -chancen zusammen. Die Neuausrichtung der ELDEC als selbständiges Unternehmen bietet große Chancen und Potentiale für die Geschäftstätigkeit und kann sich somit wesentlich auf die künftige Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Eine deutliche Risikoerhöhung ergibt sich aus den oben aufgeführten Risikopositionen. Darüber hinaus bleibt die Risiko- und Chancensituation der ELDEC in der Gesamtbetrachtung im Wesentlichen unverändert. III. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz von mindestens TEUR 25.000 und ein positives EBIT, das sowohl absolut wie auch prozentual über dem Vorjahr liegen wird. Diese Erwartungen werden durch den zum Jahresende vorhandenen Auftragsbestand und den bisherigen Auftragseingang 2023 unterstützt.
Dornstetten, 12. Mai 2023 Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2022
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Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte: 5 - 8 Jahre; |
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Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 - 6 Jahre. |
Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern wurden - soweit abnutzbare Vermögenswerte vorlagen - für die Ermittlung der Abschreibungen zugrunde gelegt:
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Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: 33 Jahre; |
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Technische Anlagen und Maschinen: 6 - 8 Jahre; |
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Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 - 14 Jahre. |
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.
Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.
Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.
Geleistete und erhaltene Anzahlungen auf die Vorräte werden mit dem Nennwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden
zum Stichtag wie folgt bewertet:
Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem (voraussichtlich) von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79% (Vorjahr: 1,87%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde entsprechend der zugrundeliegenden Einzelzusage keine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung, Rentensteigerung oder Fluktuation unterstellt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden
zum Stichtag wie folgt bewertet:
Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
I. Erläuterungen zu Bilanzposten
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.
Die Abschreibungen enthalten keine (Vorjahr: TEUR 2.316) außerplanmäßigen Abschreibungen auf selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | ||||
| Stand am | Stand am | |||
| 1. Jan. 2022 | Zugänge | Abgänge | 31. Dez. 2022 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.952.793,09 | 328.721,24 | 0,00 | 4.281.514,33 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 992.097,78 | 213.078,46 | 0,00 | 1.205.176,24 |
| 4.944.890,87 | 541.799,70 | 0,00 | 5.486.690,57 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 662.316,83 | 0,00 | 0,00 | 662.316,83 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.317.061,33 | 77.023,25 | 28.197,28 | 1.365.887,30 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.069.784,65 | 144.112,27 | 13.278,80 | 2.200.618,12 |
| 4.049.162,81 | 221.135,52 | 41.476,08 | 4.228.822,25 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.617,08 | 0,00 | 25.617,08 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 169.200,88 | 0,00 | 169.200,88 |
| 25.617,08 | 169.200,88 | 25.617,08 | 169.200,88 | |
| 9.019.670,76 | 932.136,10 | 67.093,16 | 9.884.713,70 | |
| Wertberichtigungen | ||||
| Stand am | Stand am | |||
| 1. Jan. 2022 | Zuführung | Auflösung | 31. Dez. 2022 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.366.001,65 | 31.850,58 | 0,00 | 3.397.852,23 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 942.611,62 | 42.799,94 | 0,00 | 985.411,56 |
| 4.308.613,27 | 74.650,52 | 0,00 | 4.383.263,79 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 297.728,34 | 41.995,02 | 0,00 | 339.723,36 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 964.196,77 | 105.061,85 | 4.407,03 | 1.064.851,59 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.599.657,24 | 155.682,85 | 2.144,67 | 1.753.195,42 |
| 2.861.582,35 | 302.739,72 | 6.551,70 | 3.157.770,37 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.617,08 | 0,00 | 25.617,08 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 25.617,08 | 0,00 | 25.617,08 | 0,00 | |
| 7.195.812,70 | 377.390,24 | 32.168,78 | 7.541.034,16 | |
| Restbuchwert | ||
| Stand am | Stand am | |
| 31. Dez. 2022 | 31. Dez. 2021 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 883.662,10 | 586.791,44 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 219.764,68 | 49.486,16 |
| 1.103.426,78 | 636.277,60 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 322.593,47 | 364.588,49 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 301.035,71 | 352.864,56 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 447.422,70 | 470.127,41 |
| 1.071.051,88 | 1.187.580,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 169.200,88 | 0,00 |
| 169.200,88 | 0,00 | |
| 2.343.679,54 | 1.823.858,06 | |
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 hat die ELDEC Induction GmbH in China ein Joint Venture-Unternehmen, die eldec (Suzhou) Induction Co., Ltd., gemeinsam mit der Suzhou Ruixiangheng Mechanical & Electrical Co. Ltd. im Beteiligungsverhältnis von 50/50 gegründet. Ein Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 der Gesellschaft lag zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vor.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Bilanzstichtag enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen Gesellschafter i. S. d. § 42 GmbHG in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0).
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem zugrunde gelegten 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4).
4. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachlaufkosten (TEUR 405, Vorjahr: TEUR 619), für Provisionen (TEUR 210, Vorjahr: TEUR 142) sowie für Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 433, Vorjahr: TEUR 224).
5. Verbindlichkeiten
Zum Stichtag sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.326 wie folgt besichert:
| • |
Abtretung der Außenstände in Form einer Globalzession |
| • |
Sicherungsübereignung des Inventars am Standort der Gesellschaft |
| • |
Sicherungsübereignung des Warenbestands am Standort der Gesellschaft |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in der Bilanz unter der entsprechenden Bezeichnung gesondert ausgewiesen. Im Vorjahresabschluss waren diese unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und im Anhang war die Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern vermerkt. Zur besseren Vergleichbarkeit der Zahlen wird im aktuellen Abschluss die Vorjahreszahl bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ebenfalls gesondert ausgewiesen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.000) haben zum Stichtag TEUR 1.778 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und TEUR 889 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 100) Steuern.
Die Verbindlichkeiten enthalten - mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern - wie im Vorjahr ausschließlich kurzfristige Posten, welche innerhalb eines Jahres fällig sind.
II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge im Zusammenhang mit Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit gewährten Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Diese belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 184). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
2. Personalaufwand
Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 70).
3. Abschreibungen
Im Vorjahr waren in den Abschreibungen außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.316 enthalten.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - wie im Vorjahr - keine Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.
5. Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4).
1. Forschungs- und Entwicklungskosten
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2022 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 1.218 (Vorjahr: TEUR 1.456). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 329 (Vorjahr TEUR 790).
2. Arbeitnehmer
Die ELDEC beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 99 (Vorjahr: 111) gewerbliche Mitarbeiter sowie 36 (Vorjahr: 30) Angestellte.
3. Geschäftsführung
Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Thomas Rank, Freudenstadt.
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe dieser Bezüge verzichtet. Dem Geschäftsführer wurde ein unverzinster Reisekostenvorschuss in Höhe von TEUR 10 gewährt.
4. Haftungsverhältnisse
Zum Stichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.000 in Form einer selbstschuldnerischen Höchstbürgschaft.
Aufgrund der gegenwärtigen und zukünftig erwarteten Ergebnis- und Liquiditätssituation des Schuldners wird derzeit das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.
5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 3.245. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 709 und eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 504.
6. Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB)
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre grundsätzlich der Differenzbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 3 sowie die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 884. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt somit TEUR 887.
7. Ergebnisverwendung
Es wird vorgeschlagen, TEUR 350 auszuschütten und den verbleibenden Jahresüberschuss zuzüglich des Gewinnvortrags auf neue Rechnung vorzutragen.
8. Unterzeichnung des Jahresabschlusses (§ 245 HGB)
Dornstetten, den 12. Mai 2023
Geschäftsführer
Thomas Rank
Die Gesellschafterversammlung vom 19. Juli 2023 hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt und beschlossen, vom Jahresergebnis EUR 350.000,00 auszuschütten und das restliche Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ELDEC Induction GmbH:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ELDEC Induction GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELDEC Induction GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, den 12. Mai 2023
RSM
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez.
Huber
Wirtschaftsprüfer
gez. Wagner
Wirtschaftsprüfer
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