Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 25476
Vorher
Petrotest GmbH
Eingetragen
26.7.2012
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Mess- und Prüfgeräten aller Art, insbesondere aber nicht ausschließlich für die Mineralölindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sören Dr. Gehne
seit 4.4.2022
Prokura
Marcel Berk
seit 15.10.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Anton Paar GmbH
Germany
473.926 €
94.79%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Anton Paar ProveTec GmbH

Blankenfelde-Mahlow

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Anton Paar ProveTec GmbH, Blankenfelde-Mahlow

Der nachstehende Lagebericht stellt den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Prognose der Lage der Anton Paar ProveTec GmbH dar.

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die Anton Paar ProveTec GmbH, im Folgenden "ProveTec" genannt, entwickelt und produziert industrielle Labormessgeräte und Zubehör, welche weltweit hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, im "Downstream"-Sektor der Mineralölindustrie, der petrochemischen und der chemischen Industrie zur Bestimmung von physikochemischen Eigenschaften verwendet werden. Der Downstream-Sektor der Mineralölindustrie befasst sich mit der Verarbeitung von Rohöl in raffinierte Produkte und deren Vertrieb an Endverbraucher. Hierzu gehören Raffinerien, petrochemische Betriebe sowie die Bereiche Transport und Vertrieb von Kraftstoffen, Schmierstoffen, Chemikalien und anderen raffinierten Produkten. Die ProveTec hat bereits in der Vergangenheit begonnen, ihre Geschäftstätigkeit auch auf Anwendungen außerhalb der Mineralölindustrie auszuweiten, indem sie ihre Produkte für solche alternativen Anwendungen auslegt und für diese modifiziert und qualifiziert.

Der Vertrieb zum Endkunden erfolgt nahezu ausschließlich über die zur Anton Paar Gruppe gehörenden Vertriebstöchter sowie über unabhängige Vertriebspartner global in über 100 Ländern.

Forschung und Entwicklung

Die ProveTec betreibt eigene Produktentwicklungsprojekte, um auch zukünftig mit Innovationen das wirtschaftliche Wachstum des Unternehmens voranzutreiben. Die Ausgaben für F&E beliefen sich in 2023 auf über 1,3 Mio.€ und zielen zum einen darauf ab, verbesserte Versionen bestehender Produkte zu entwickeln, als auch für die ProveTec neue Produkte und Applikationen in den Markt zu bringen und damit neue Kundensegmente zu erschließen. Darüber hinaus werden im Rahmen der F&E-Produktpflegeaktivitäten aktuelle Produkte der ProveTec hinsichtlich ihres Herstellungs- und Montageaufwands und ihrer Funktion fortlaufend verbessert

Wirtschaftsbericht

I Darstellung des Geschäftsverlaufs

I.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die europäische Zentralbank (EZB) und die amerikanische Zentralbank (Fed) haben im Jahr 2023 durch schrittweise Erhöhungen der Leitzinsen zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds für Deutschland beigetragen. So entwickelten sich die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft besonders wichtige Außenhandel seit dem Frühjahr nur schwach. Die US-Volkswirtschaft lieferte seither zwar positive außenwirtschaftliche Impulse, dennoch wuchs die Wirtschaft im Euro-Raum insgesamt nur geringfügig. Auch das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft war bis zur Jahresmitte 2023 historisch niedrig. In Deutschland zeigen sich die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung bisher vor allem in einer schwächeren Kreditvergabe an den Bausektor.

Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage verschlechterte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 aufgrund steigender Energie- und Produktionskosten. So lag die Preissteigerung in Deutschland im Jahr 2023 deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften, insbesondere in den USA und China. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige in Deutschland leiden nach der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verursachten Energiepreiskrise besonders unter gestiegenen Produktionskosten. Ihr Produktionsvolumen konnte sich nach dem starken Rückgang des Jahres 2022 kaum erholen, was durch ein weiterhin erhöhtes Energiepreisniveau, aber auch eine hohe Unsicherheit über die zukünftig zu erwartenden Energiepreise zu erklären ist.

Neben diesen Faktoren stellen nach wie vor andauernde Lieferkettenstörungen und der Fachkräftemangel erhebliche Herausforderungen für die ProveTec dar.

"Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" berichtet in seinem "Jahresgutachten 2023/24" für Europa von einem ggü. 2022 nochmals verlangsamten globalen Wirtschaftswachstum in 2023. Demgegenüber wuchs das BIP in Amerika in gleicher Höhe wie in 2022, die asiatischen Volkswirtschaften konnten ihr Wachstum in 2023 gegenüber dem Vorjahr sogar steigern.

Der Sachverständigenrat prognostiziert die folgenden weiteren Entwicklungen der Bruttoinlandsprodukte im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr:

Region BIP-Änd. /
%
Inflation /
%
2023 2024 2023 2024
Europa 0,8 1,1 7,8 4,7
Amerika 2,3 1,5 6,6 4,3
Asien 4,5 3,8 2,0 2,5

Aus der Tabelle oben ist deutlich erkennbar, dass sich hohe Preissteigerungen negativ auf das jeweilige Wirtschaftswachstum auswirken. Es wird erwartet, dass sich die Energie- und Verbraucherpreise im Verlauf des Jahres 2024 auf einem weiterhin hohen Niveau bewegen werden und sich die Inflation ggü. ihrem Höchstwert im Januar 2023 etwas abschwächen wird. Der inflationsbedingte Effekt gesunkener Bruttoreallöhne dürfte sich dennoch weiterhin dämpfend auf die Nachfrage auswirken.

Der für die ProveTec bedeutendste Markt der Mineralölindustrie wurde, über einen längeren Zeitraum gesehen, nur moderat durch die Krise die der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ausgelöst hat, beeinflusst: Nachdem der Ölpreis im Frühjahr 2022 angestiegen war, trat schon in der zweiten Jahreshälfte 2022 eine Erholung ein.

Anfang 2023 lag der Ölpreis dennoch über dem Vorkrisenniveau von Ende 2021:

Ölpreisentwicklung (WTI) in US-Dollar:

Quelle: Statista 2024

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Unternehmen der petrochemischen Industrie in 2023 weiterhin in Ausrüstung investiert haben, wodurch im Berichtsjahr ein konstanter und hoher Auftragseingang bei der ProveTec zu verzeichnen war.

Die US-Amerikanische EIA (US Energy Information Administration) erwartet für 2024 eine flache Entwicklung des weltweiten Verbrauchs und der Produktion von Kraftstoffen:

Daher ist für 2024 keine ausgeprägte bedarfsbedingte Erhöhung der Nachfrage der Produkte der ProveTec zu erwarten. Eine große Herausforderung wird es - wie schon im Vorjahr - auch in 2024 sein, die gestiegenen Energiekosten und vor allem die zusätzlichen Kosten für Zukaufteile zu kompensieren, so dass das Geschäft weiterhin insgesamt profitabel bleibt. Positiv für die weitere Entwicklung der ProveTec ist, dass Energiekosten für das Unternehmen nur eine untergeordnete Bedeutung haben.

Mittelfristig gesehen, wird - trotz der zunehmenden Dekarbonisierungsmaßnahmen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - davon ausgegangen, dass sich der weltweite Bedarf an Mineralölprodukten (insbes. Kraftstoffen) auch in den kommenden 20 - 30 Jahren weiter erhöhen wird, so dass der Bedarf für Messgeräte, die Eigenschaften von Mineralölprodukten bestimmen, tendenziell ebenfalls weiter steigen wird:

Quelle: Annual Energy Outlook 2022, U.S. Energy Information Administration

Diese insgesamt verhalten positiven Aussichten für die weitere Entwicklung der Mineralölindustrie sollten der ProveTec eine stabile Geschäftsbasis für die nächsten Jahrzehnte bieten.

I.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Obwohl der globale Welthandel in 2023 stagnierte (+ 0,9 % ggü. 2022) konnte die ProveTec ihre Umsatzerlöse ggü. dem Vorjahr um 9,37% erhöhen.

Der Auftragseingang des Berichtsjahres und des Vorjahres verteilt sich wie folgt auf die Absatzregionen:

Umsatzerlöse 2023 2022
Inland 7,9 % 6,3 %
EU 20,2 % 19,8 %
Drittländer 71,9 % 73,8 %

Während der Anteil der im Inland und der EU generierten Umsätze im Berichtszeitraum leicht gestiegen ist, ergab sich für 2023 ein leichter Rückgang der anteiligen Erlöse in Drittländern.

In absoluten Zahlen erhöhten sich die Umsätze im Inland (+ 315 T€) und der EU (+ 312 T€) in gleichem Maße. Demgegenüber stiegen die Umsätze in Drittländern (+ 655 T€) deutlich.

Der Anteil der mit den Vertriebstöchtern der Anton Paar Gruppe erzielten Umsätze betrug, ähnlich wie in den Vorjahren, 81%. Ca. 19% der Waren der ProveTec wurden über Vertriebspartner und direkt an Endkunden vertrieben.

Aufgrund einer Cyberattacke auf die Server der Anton Paar GmbH wurden aus Sicherheitsgründen im April 2023 alle relevanten Computersysteme heruntergefahren, alle Server, sämtliche PC und Laptops weltweit neu aufgesetzt. Die Unterbrechung betrug für einige Systeme wie Telefonie und Mail lediglich wenige Tage, nach einem knappen Monat waren auch alle Server, PC und Laptops wieder "online". Relevante Datenverluste waren nicht zu beklagen. Der Auftragseingang war nicht betroffen, Kundenaufträge gingen weiterhin in gewohntem Umfang ein und konnten zumindest manuell für die Produktion und Auslieferung vorgemerkt werden. Da für eine Übergangszeit von knapp vier Wochen keine Ausgangsrechnungen über das ERP-System erstellt werden konnten, wurde der ProveTec im Juli 2023 von der Gesellschafterin ein Überbrückungsdarlehen gewährt, das im Dezember 2023 vollständig zurückgezahlt wurde.

Auf die Höhe der Umsätze hatte die Attacke im Ergebnis keinen Einfluss, alle temporären Umsatzausfälle wurden in den Folgemonaten schon vor dem Jahresende 2023 wieder aufgeholt.

I.3 Geschäftsergebnis

Die ProveTec hat im Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis i. H. v. 9,5 Mio.€ erzielt - das übertrifft das Ergebnis des Vorjahres um 8,9 %.

Jahr
(in Mio. €)
2023 Plan 2023 2022
Umsatzerlöse 15,0 13,9 13,7
Bestandsveränderungen 0,1 0,1 0,3
Sonstige betriebl. Erträge 0,2 0,1 0,1
Materialeinsatz 5,8 5,3 5,4
Rohergebnis 9,5 8,7 8,7
Personalaufwand in Mio.€ 6,1 6,2 5,5
Abschreibungen in Mio.€ 0,3 0,3 0,3
Sonstige betr. Aufwendungen in Mio.€ 2,2 2,2 1,9
Operatives Ergebnis in Mio.€ 0,9 0,1 1,0

Sowohl beim Umsatz (+ 7,75 %) als auch beim operativen Ergebnis konnte eine deutliche Übererfüllung des Budgets für 2023 erreicht werden - gleichzeitig lagen die Materialaufwendungen mit 37,7 % der betrieblichen Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres (37,9 %). Die Personalaufwendungen lagen mit ca. ./. 1 % ggü. dem Budget ebenfalls auf Plan.

Die ProveTec hat auch in 2023 operativ eher auf "Lieferfähigkeit absichern" gesetzt als auf "Lagerbestand minimieren", so dass nahezu alle Aufträge typischerweise innerhalb von einem Monat bedient werden konnten.

Für 2024 wird - vorausgesetzt, es tritt keine weitere (neue) Krise ein - wenig Dynamik im Mineralölproduktemarkt erwartet, daher planen wir vorsichtig mit einem verringerten Umsatz gegenüber 2023 und erwarten, dass dieses Budget in 2024 erreicht werden kann.

I.4 Produkte und Produktion

Die ProveTec hat sich auf hochgradig automatisierte Messinstrumente für die Mineralöl- und die chemische Industrie spezialisiert. Die Instrumente werden in Laboren der Entwicklung, Qualitätskontrolle und bei der Absicherung von Lagerung und Transport von insbesondere flüchtigen und brennbaren, zumeist flüssigen, Gütern eingesetzt. Die Produktfamilien umfassen insbesondere Instrumente zur Flammpunktprüfung, Destillationsanalyse, Oxidationsstabilitätsmessung und Konsistenzprüfung.

Das Portfolio der ProveTec umfasste per Ende 2023 zwei Instrumente zur atmosphärischen Destillationsanalyse, vier unterschiedliche Flammpunkt-Tester-Typen, die gemäß der Methoden nach "Pensky-Martens", "Cleveland", "Abel" und "Tagliabue" arbeiten, ein Penetrometer, drei Instrumente zur Ermittlung der Oxidationsstabilität, einen sog. "Gum-Tester", mit dem sich Verdampfungsrückstände bestimmen lassen, einen Brechpunktprüfer, der nach der Methode von "Fraas" arbeitet sowie ein Instrument zur Bestimmung der Kaltfließeigenschaften. Hinzu kommen für alle Instrumente angebotenes Zubehör sowie Ersatzteile.

Die umsatzstärksten Produkte der ProveTec waren 2023, wie schon im letzten Jahr, Instrumente der Produktfamilie "Diana" zur automatischen atmosphärischen Destillationsanalyse, die Flammpunkt-Tester vom Typ "Pensky-Martens" und das sog. Penetrometer, welches zur Konsistenzprüfung für halbfeste Materialien verwendet wird.

Die Produktion der ProveTec, die seit 2021 im Wesentlichen nur noch die Montage der Geräte umfasst, wurde in 2022 mit dem Ziel der besseren Ausnutzung der Flächen sowie einem stärker digitalisierten (nahezu papierlosen) Prozess und einer effizienteren Materialbereitstellung umorganisiert. Dadurch sind ausreichend Montageplätze für die zukünftigen Produkte entstanden. Die Baugruppen- und Gerätemontage war personell das ganze Jahr 2023 über gut ausgelastet.

Die strategische Geschäftsausrichtung der ProveTec bleibt unverändert und sieht weiterhin den Aufbau eines modernen und für typische petrochemische Materialtestlabors attraktiven Produktportfolios vor, indem Nischenprodukte, die nur in kleinen Stückzahlen verkauft werden und damit wenig zum Umsatz beitragen, durch Produkte mit höherer Nachfrage ersetzt werden. Zudem wurden und werden weiterhin Initiativen ausgeführt, um Anwendungen und Abnehmer der ProveTec-Produkte außerhalb des petrochemischen Kerngeschäfts zu gewinnen.

I.5 Beschaffung

Materialwirtschaft

Der Einkauf der ProveTec ist lokal am Standort organisiert und wickelt sowohl die konzerninterne Beschaffung als auch den externen Zukauf von Montagebauteilen ab. Die Lieferketten umfassen ein breites Spektrum mechanischer, optischer und elektronischer Einzelteile und Baugruppen sowie von Investitionsgütern für den gesamten Standort der ProveTec. Das Warengruppen-, Lieferanten- und Vertragsmanagement erfolgt gemäß Konzernvorgaben und in Abstimmung mit dem zentralen strategischen Einkauf des Konzerns, so dass die Anforderungen an Qualität, Logistik und Preis bestmöglich erfüllt werden.

Das Beschaffungsvolumen für Materialien hat sich in 2023 mit 5,0 Mio.€ ggü. 4,6 Mio.€ im Vorjahr um 10 % erhöht. Es verteilte sich 2023 auf die Warengruppen elektronische Bauteile und Baugruppen (27 %), mechanische Bauteile (34 %), sonstige Zukaufteile und Rohmaterial (35 %) sowie sonstige Verbrauchsmaterialien (4 %).

Um Lieferfähigkeit in der derzeitig schwierigen Beschaffungssituation für elektronische Bauteile sicherzustellen, wurde in 2022 die Vorplanung für Platinen bis 2025 eingestellt, wodurch sich der Bestellwert für elektronische Bauteile nahezu verdreifacht hat. Zudem hat die ProveTec den Bestand von Roh- Hilfs und Betriebsstoffen sowie halbfertigen Erzeugnissen (Baugruppen) ggü. dem Vorjahr weiter erhöht, um in der Produktion schnell und flexibel mit der Herstellung von Fertigerzeugnissen auf die unterjährig schwankende Nachfrage reagieren zu können.

Infolge dieser Maßnahmen hat sich der Lagerbestandswert per Ende 2023 um knapp 17 % ggü. dem Vorjahr auf 4,4 Mio.€ erhöht.

Preisentwicklung

Die Preise der von der ProveTec in 2023 ca. 2515 zugekauften unterschiedlichen Materialien, Halb- und Fertigwaren haben sich im Vergleich zu 2022 im Betrachtungszeitraum um ca. 11 % erhöht. Gründe für diese Entwicklung sind erhöhte Herstellkosten bei den Lieferanten und auch Lieferengpässe innerhalb der globalen Lieferketten.

Als Gegenmaßnahmen wurden im Verlauf des Jahres 2023, in dem die Preise kontinuierlich gestiegen sind, zum einen die Bestellmengen erhöht und zum anderen Rahmenverträge über einen längeren Zeitraum abgeschlossen. Es wird erwartet, dass die Verfügbarkeit und preisliche Entwicklung von Zukaufteilen für die ProveTec auch in 2024 kritisch bleiben wird. Den Beginn einer Entspannung dieser Situation erwarten wir nicht vor Ende 2024. Bei einigen zentralen elektronischen Bauteilen wie z. B. Platinen war gegen Ende 2023 bereits eine Entspannung der Beschaffungskosten nachweisbar.

Weiterhin werden die Möglichkeiten genutzt, insbesondere elektronische und mechanische Bauteile und Baugruppen innerhalb des Anton Paar Fertigungsverbundes zu beziehen.

I.6 Investitionen

Die Sachinvestitionen des Geschäftsjahrs beliefen sich auf gut 460 T€ und erfolgten im Wesentlichen im Zusammenhang mit der weiteren Digitalisierung sowie im Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen Betriebs- und Bürogebäudes, dessen Fertigstellung für Ende Juli 2025 geplant ist. Die gesamte Investition hat ein Volumen von 15,3 Mio.€. Auf die Baukosten des Gebäudes wurden im Jahr 2023 Anzahlungen geleistet für Planungskosten und Genehmigungen in Höhe von 180 T€.

Die Planung sieht vor, dass die derzeit noch in angemieteten Räumen im Umkreis des Standortes der ProveTec ausgelagerten Abteilungen Entwicklung und Montage sowie die ausgelagerten Teile des Lagers und das Archiv ebenso wie alle restlichen Abteilungen in das neue Hauptgebäude einziehen.

Das bereits bestehende Gebäude soll - soweit notwendig - saniert und anschließend fremdvermietet werden.

I.7 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die Volumina der bei Banken in Anspruch genommenen Kreditlinien nicht erhöht. Für das Kalenderjahr 2023 wurden für das Überbrückungsdarlehen, das der ProveTec von der Gesellschafterin gewährt worden war, insgesamt Zinsen i. H. v. 13 T€ berechnet, die zum Berichtszeitpunkt bereits ausgekehrt waren.

Die Gesellschafterin der ProveTec, die Anton Paar GmbH, hat im November eine Kapitalerhöhung in Höhe von 5,0 Mio.€ zugunsten der ProveTec beschlossen, von der 2,0 Mio.€ bereits im Dezember 2023 ausgezahlt wurden. Die restlichen 3,0 Mio.€ sind in zwei gleich hohen Zahlungen à 1,5 Mio.€ für April und November 2024 vorgesehen.

Die Kapitalerhöhung dient zum größten Teil als Eigenkapital für den Bau des neuen Betriebsgebäudes, seine Innenausstattung sowie zur Sicherung des allgemeinen mit dem Bau verbundenen Wagnisses.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in 2023 ist aus diesem Grund deutlich positiv. Aber auch ohne die Kapitalerhöhung verfügte die Firma während des gesamten Jahres 2023 über eine solide Ausstattung mit sofort verfügbarer Liquidität.

Im Zusammenhang mit dem im Januar 2024 begonnenen Bau des neuen Geschäftsgebäudes sollen planmäßig im April 2024 erste Teile eines Darlehens ausgezahlt werden. Für die Finanzierung wurde von der KfW ein zinsgünstiges Darlehen aus dem Programm "klimafreundlicher Neubau - Nichtwohngebäude" in Höhe von 8,0 Mio.€ gewährt. Zusätzlich wurde der ProveTec von der Gesellschafterin ein Darlehen über 2,3 Mio.€ zugesagt. Eine erste Auszahlungsrate aus dem Gesellschafterdarlehen ist für den Mai 2025 geplant.

I.8 Personal- und Sozialbereich

Die Personalkosten des Berichtszeitraums lagen mit 6,12 Mio.€ um ca. 12 % über dem Vorjahreswert von 5,47 Mio.€, aber unter dem Planwert von 6,18 Mio.€.

Die ProveTec setzt in ihrer mitarbeiterorientierten Firmenpolitik auf die langjährige Bindung engagierter Fachkräfte und bildet seit 2020 auch wieder selbst im Bereich der Montage aus.

Die bisher schon bestehenden Möglichkeiten der betrieblichen Weiterbildung und des flexiblen Gleitzeitsystems wurden fortgeführt. Die Betriebsvereinbarung, die mobiles Arbeiten erlaubt, wurde ungekündigt weitergeführt.

Da sich für die anstehende Neuwahl des Betriebsrats in 2022 keine ausreichende Anzahl Kandidaten beworben hat, werden die Mitarbeiter seit Mai 2022 nicht mehr von einem Betriebsrat vertreten.

Die Qualifikation der Mitarbeiter wird durch interne und externe Schulungen kontinuierlich verbessert und befindet sich insgesamt auf gutem Niveau. Im Jahr 2023 wurden insgesamt etwa 54 Vollzeit-Tage für die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert, davon

8 Tage für Führungskräfteseminare,

8 Tage für Erste-Hilfe-Kurse,

2 Tage für Luftsicherheitsschulungen und

36 Tage für fachliche und sonstige Schulungen.

II Darstellung der Lage

II.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ProveTec hat sich im Berichtszeitraum zum Jahresende 2023 im Vergleich zum Bilanzstichtag 2022 von 9,1 Mio.€ auf 12,2 Mio.€ um knapp 35 % erhöht. Das Anlagevermögen - mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau - nahm im gleichen Zeitraum von 2,4 Mio.€ auf 2,3 Mio.€ um ca. 8 % ab, weil Abschreibungen und Abgänge die Investitionen überstiegen. Die geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau beliefen sich per 31.12.2023 auf 203 T€. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr von 6,7 Mio.€ im Vorjahr auf 9,7 Mio.€ um knapp 45 %. Den weitaus größten Anteil an dieser Steigerung hatte der deutliche Zuwachs der Guthaben bei Kreditinstituten aufgrund der Kapitalerhöhung (+ 2,0 Mio.€) und der Zuwachs bei den Vorräten (+ 626 T€). Die Zahlungsfristen für Lieferungen innerhalb des Konzerns wurden schon in 2022 von 30 Tagen auf 60 Tage erhöht, so dass sich in der Konsequenz die Forderungssumme dauerhaft erhöht hat.

Die Vermögenslage der Gesellschaft war ganzjährig als sehr stabil zu bezeichnen.

II.2 Finanzlage

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr durch den Jahresüberschuss und die Kapitalerhöhung um 36 % gestiegen. Damit ergibt sich für 2023 eine Eigenkapitalquote in Höhe von 91 % (Vorjahr: 90 %), die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.

Die Rückstellungen haben um 58 % zugenommen, die Verbindlichkeiten erhöhten sich in 2023 ggü. 2022 um 19 %.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen Ende 2023 mit ca. 221 T€ etwa 44 % über dem Vorjahresbilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind von 278 T€ per Ende 2022 auf 397 T€ um 56 % gestiegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Kapitalerhöhung positiv: + 1.986 T€ (Vorjahr: ./. 1.239 T€). Die Finanzlage war ganzjährig als stabil zu bezeichnen.

II.3 Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern beträgt für 2023: 909 T€ und ist damit noch deutlich positiver ausgefallen als geplant, hauptsächlich weil der Auftragseingang und damit der Umsatz ca. 7,75 % über den Planwerten liegt. Ohne den außerplanmäßigen Aufwand einer Dachsanierung (213 T€) an unserem Bestandsgebäude hätte das Ergebnis bei 1.112 T€ gelegen. Auch das Rohergebnis übertrifft die Planung um 8,8 %. Gleichzeitig gelang ggü. der Planung eine Kostenreduktion bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,2 %.

II.4 Gesamtaussage

Das Jahr 2023 war - ähnlich wie die Vorjahre - durch einen im letzten Jahresdrittel sehr deutlich erhöhten Auftragseingang und Umsatz gekennzeichnet, so dass die Ertrags- und Liquiditätslage der ProveTec im Ergebnis insgesamt als sehr gut zu bezeichnen ist.

II.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der ProveTec auf dem EBITDA. Das EBITDA betrug 2023 1.213 T€ (Vorjahr 1.328 T€).

Neben der o. g. Kennzahl sind DSO (Debitorenlaufzeit) und DPO (Kreditorenlaufzeit) wichtige finanzielle Leistungsindikatoren, die einen Einfluss auf die Liquidität haben. Die Entwicklung der DPO war im Vergleich zum Vorjahr unauffällig, die DSO erhöhten sich leicht aufgrund des wegen der Cyber-Attacke für knapp vier Wochen unterbrochenen Zahlungsverkehrs innerhalb des Konzerns, der spätere Zahlungseingänge, aber keine Zahlungsausfälle, zur Folge hatte.

1.

Prognosebericht

III.1 Voraussichtliche Entwicklung

Da die Inflationsraten weltweit zurückgehen, dürfte die geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken in den USA, im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ihren Höhepunkt nahezu erreicht haben. Es ist trotzdem davon auszugehen, dass die außenwirtschaftlichen Impulse für Deutschland im Jahr 2024 weiterhin schwach bleiben und sich gegenüber dem Jahr 2023 nur wenig aufhellen werden. Für das Jahr 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,2 % wachsen wird und damit um ca. 0,5% geringer ausfallen wird als für 2023 erwartet. Nach einem abflauenden Welthandel in 2023 wird für 2024 mit einer Erholung gerechnet, die das Niveau von 2022 aber nicht übertreffen wird.

In der Kurzfrist-Prognose dominieren die Abwärtsrisiken. So ist die Entwicklung der Weltwirtschaft schwer abzusehen, insbesondere aufgrund der Binnenkonjunktur in China. Eine unerwartete Verschlechterung könnte insbesondere die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten geopolitische Risiken wie eine Ausweitung und Eskalation des Nahost-Konflikts nach den Terrorangriffen der Hamas auf Israel oder eine weitere Verknappung des Energieangebots im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen.

Für die Mineralölindustrie und die petrochemische Industrie wird ein solider Start im Jahr 2024 erwartet, was zum Teil auf ihre nach Monaten hoher Energiepreise in 2022/23 starke Finanzlage und die aktuell hohen Ölpreise zurückzuführen ist. Diese Stärke der Branche wird es ihr wahrscheinlich ermöglichen, weitere Investitionen zu finanzieren.

Mittelfristig wird für die Branche der Mineralöl- und petrochemischen Industrie erwartet, dass sie den Kräften der Energiewende, der Einführung neuer Technologien und dem Wandel der Nachfragemuster unterworfen sein wird.

Die Raffinerieindustrie befindet sich im Umbruch, den erwarteten längerfristigen Rückgang der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen auszugleichen. Die erfolgreiche Umstellung hin zu CO 2 -neutralen Kraftstoffalternativen, wie Biokraftstoffen und Wasserstoff bis hin zu Chemikalien wird für den Erfolg dieser Industrie entscheidend sein. Langfristig wird erwartet, dass sich die weltweite Ölnachfrage verlangsamt und bis 2027 jährlich nur um 0,4 Mio. Barrel pro Tag steigen wird, verglichen mit 1,6 Mio. Barrel pro Tag bis 2023. Unterdessen wird die weltweite Nachfrage nach Biokraftstoffen zwischen 2022 und 2027 voraussichtlich um 44 % steigen, da erdölbasierte Produkte zunehmend ersetzt werden.

Verschärfend kommt speziell in Deutschland, am Standort der ProveTec hinzu, dass es immer schwieriger wird, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Die Alterung der Bevölkerung und das Nachrücken von geburtenschwachen Jahrgängen im erwerbsfähigen Alter führen bereits jetzt zu einem spürbaren Rückgang des inländischen Arbeitskräfteangebots, das in den kommenden Jahren weiter abnehmen wird.

Der wesentliche Absatzmarkt der ProveTec, der Instrumentenmarkt für die petrochemische Industrie, zeigte in den vergangenen Jahren mit Ausnahme des Pandemiejahrs 2020 ein zwar begrenztes, aber stetiges Wachstum von ca. 2 - 3 % pro Jahr. Die ProveTec setzt ihren Kurs fort, Produkte, die nur wenig zum Unternehmenserfolg beitragen, durch Produkte zu ersetzen, deren Stückzahl- und Umsatzpotenzial am Markt deutlich höher sind. Ziel ist es, weiterhin mit neuen Produkten (Markteinführung nicht länger als 3 Jahre in der Vergangenheit) mehr als 1/3 des Umsatzes zu erzielen. Hierzu wurden nach den Produkteinführungen in 2018 und 2020 weitere Produktentwicklungsprojekte begonnen, die in 2023 zu Produkteinführungen führen sollten. Aufgrund von Personalmangel und aufgetretener technischer Herausforderungen konnte eines von vier Entwicklungsprojekten noch nicht in 2023 abgeschlossen werden. Die Produkteinführung ist nun für Ende 2024 geplant.

Es wurden Szenarioanalysen durchgeführt, um potenzielle Auswirkungen weiterer Produktentwicklungsverzögerungen (interner Faktor) und Marktschwankungen (externer Faktor) zu bewerten. Basierend auf diesen Prognosen plant die ProveTec einen Umsatzrückgang von 5 - 7 % für das kommende Jahr. Spezifisch sind in dem Zusammenhang zwei Faktoren zu nennen: (i) eine große Produktneueinführung ist für Ende des Jahres 2024 geplant und damit voraussichtlich nicht mehr umsatzrelevant für 2024 und (ii) Investitionsschübe in China und Indien sind als Einmaleffekte in 2023 für 2024 nicht wieder zu erwarten.

Neben der Realisierung der Umsatz- und Ertragsziele für 2024 und der Fertigstellung neuer Produkte steht die weitere Verbesserung der Produkt- und Servicequalität. Die systematische Analyse und kontinuierliche Anpassung innerbetrieblicher Prozesse zur Ertragssteigerung durch konsequente Kostenverfolgung im Einkauf und Optimierung der Fertigungs- und Montageprozesse flankiert diese Ziele.

Wir sind zuversichtlich, dass wir einerseits mit dem erweiterten Vertriebsnetz von Anton Paar und andererseits mit dem aktuellen Produktportfolio das budgetierte Umsatzziel für 2024, das unter dem Vorjahresniveau liegt, erreichen werden. Wir haben vor, im Jahr 2024 die noch offenen Stellen vollständig zu besetzen und weiter in Produktentwicklungsprojekte zu investieren. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude oder der betrieblichen Ausstattung notwendig sein werden. Aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs, der weiterhin steigenden Personalkosten (4 - 5 %) und der in 2024 voraussichtlich zu zahlenden Zinsen in Höhe von 150 T€ (KfW-Darlehen) erwarten wir einen Jahresüberschuss für 2024 in Höhe von ca. 340 T€ und damit ein deutlich niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr.

III.2 Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Ausblick auf 2024 ist aufgrund der Invasion Russlands in die Ukraine und der damit verbundenen Energiekrise sowie der weiterhin hohen Inflation global mit ebenso großen Unsicherheiten verbunden wie im Vorjahr. Wir erwarten für die ProveTec zudem insbesondere bei Einkaufsteilen und Frachtaufwendungen in 2024 weitere Preisanstiege im Mittel von ca. + 5 %.

Unserer Einschätzung nach wird die Mineralölindustrie, die mit Ihren Produkten (z. B. den Kraft- und Schmierstoffen) trotz aller Bemühungen zum Erreichen von CO 2 -Neutralität, in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten weiterhin einen großen Anteil an der Deckung des Energiebedarfs haben wird, als bedeutendes Kundensegment für die Produkte der ProveTec global weiter bestehen oder sogar leicht wachsen. Trotz dieser Erwartung achten wir bereits jetzt darauf, mit unseren Neuentwicklungen auch Applikationen anderer Industriezweige, wie die der Chemie-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie anzusprechen. Als Beispiel sei die Anwendung von unseren Flammpunktprüfern in der Duftstoff- oder Speiseölcharakterisierung genannt. Eine der Neuentwicklungen, die voraussichtlich in 2024 auf den Markt kommen wird, ist auch auf die Bedürfnisse des nicht-petrochemischen Marktes ausgerichtet.

Zusätzlich ergeben sich durch das professionelle After-Sales-Geschäft der Anton Paar Vertriebstöchter weitere Chancen und Absatzmöglichkeiten im Service- und Ersatzteilgeschäft.

III.3 Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die ProveTec setzt keine Finanzinstrumente ein und plant dies auch nicht für die nähere Zukunft.

 

Blankenfelde-Mahlow, den 23. Februar 2024

Dr. Piotr Marczuk, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.543.382,93 2.382.144,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.623,28 10.681,51
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.623,28 10.681,51
a. EDV-Software 7.623,28 10.681,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen 2.535.759,65 2.371.462,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.604.889,40 1.660.533,20
a. Unbebaute Grundstücke 246.839,75 246.839,75
b. Bauten auf eigenen Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten 1.358.049,65 1.413.693,45
• Grund und Boden-Anteil 233.149,00 233.149,00
• nicht zuordenbar 4.789,02 8.128,28
• Gebäude-Anteil 1.120.111,63 1.172.416,17
2. technische Anlagen und Maschinen 250.987,51 272.350,08
a. technische Anlagen 250.987,51 272.350,08
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.107,20 415.469,31
a. PKW 3.397,05 6.308,82
b. LKW 0,00 0,00
c. sonstige Transportmittel 5.362,15 7.365,09
d. Betriebsausstattung 468.348,00 401.795,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 202.775,54 23.110,00
a. Gebäude im Bau 202.775,54 23.110,00
B. Umlaufvermögen 9.658.504,16 6.681.553,87
I. Vorräte 4.389.358,65 3.870.461,38
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.822.690,39 2.313.755,30
a. Rohstoffe 2.822.690,39 2.313.755,30
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 828.224,77 671.097,29
a. unfertige Erzeugnisse 828.224,77 671.097,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 729.866,38 769.817,73
a. Fertige Erzeugnisse 729.866,38 769.817,73
4. geleistete Anzahlungen 8.577,11 115.791,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.321.662,67 1.871.305,52
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 337.903,39 408.270,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 337.903,39 408.270,81
a. übrige Forderungen 337.903,39 408.270,81
2. Forderungen gegen Gesellschafter 43.239,02 72.082,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 43.239,02
davon aus Lieferungen und Leistungen 43.239,02 72.082,69
a. Forderungen gegen GmbH-Gesellschafter 43.239,02 72.082,69
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.747.714,02 1.208.266,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.747.714,02 1.208.266,56
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.747.714,02 1.208.266,56
4. sonstige Vermögensgegenstände 192.806,24 182.685,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 192.806,24 182.685,46
a. Umsatzsteuerforderungen 147.353,69 104.981,14
b. Körperschaftsteuerüberzahlungen 2.493,15 289,59
c. übrige sonstige Vermögensgegenstände 42.959,40 77.414,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.947.482,84 939.786,97
1. Kasse 515,31 2.034,14
2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.946.967,53 937.752,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.285,46 1.562,18
I. sonstige aktive Rechnungsabgrenzung 2.285,46 1.562,18
Summe Aktiva 12.204.172,55 9.065.260,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.078.201,69 8.168.814,96
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 500.000,00 500.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
a. Schlusskapital des letzten Stichtags 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 6.090.047,46 4.090.047,46
1. des letzten Stichtags 4.090.047,46 4.090.047,46
2. Zuführungen/Minderungen lfd. Jahr 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.578.767,50 2.546.899,94
1. Des letzten Stichtags 2.546.899,94 1.502.941,68
2. Umschichtung Jahresergebnis 1.031.867,56 1.043.958,26
IV. Jahresüberschuss 909.386,73 1.031.867,56
B. Rückstellungen 241.289,83 152.946,33
1. sonstige Rückstellungen 241.289,83 152.946,33
a. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 58.626,00 0,00
• Rückstellung für Altersteilzeit 58.626,00 0,00
b. Aufwandsrückstellungen 182.663,83 152.946,33
C. Verbindlichkeiten 884.681,03 743.498,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 884.681,03 743.498,86
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21.800,00 23.002,00
davon Vorauszahlungen 21.800,00 23.002,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.800,00 23.002,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 676.929,33 559.780,97
davon gegenüber Gesellschaftern 396.906,17 278.917,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 396.906,17 278.917,78
a. übrige Verbindlichkeiten 280.023,16 280.863,19
3. sonstige Verbindlichkeiten 185.951,70 160.715,89
davon aus Steuern 68.758,49 59.013,87
• Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 68.758,49 59.013,87
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30.025,88 2.047,82
a. gegenüber Mitarbeitern 4.012,03 19.980,60
b. übrige sonstige Verbindlichkeiten 83.155,30 79.673,60
Summe Passiva 12.204.172,55 9.065.260,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 914.117,02 1.037.577,14
a) Rohergebnis 9.512.924,88 8.737.050,46
Gesamtleistung 15.203.641,00 14.008.630,60
Umsatzerlöse 14.973.537,09 13.691.094,72
in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert 14.973.537,09 13.691.094,72
Ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen 14.973.537,09 13.691.094,72
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 140.993,63 275.656,63
Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 140.993,63 275.656,63
andere aktivierte Eigenleistungen 89.110,28 41.879,25
selbsterstellte Sachanlagen 89.110,28 41.879,25
sonstige betriebliche Erträge 65.344,23 73.094,73
davon Erträge aus Währungsumrechnung 1.899,13 2.576,09
Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens 12.496,24 3.013,24
Erlöse aus Verkäufen des Anlagevermögens 25.497,24 9.684,70
Erlöse aus Verkäufen von Sachanlagen 25.497,24 9.684,70
Erlöse aus Verkäufen von sonstigen Sachanlagen 25.497,24 9.684,70
Anlagenabgänge Anlagevermögen 13.001,00 6.671,46
Anlagenabgänge Sachanlagen 13.001,00 6.671,46
Anlagenabgänge sonstige Sachanlagen 13.001,00 6.671,46
Erträge aus der Herabsetzung / Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 11.895,00 10.650,00
Einzelwertberichtigungen 11.895,00 10.650,00
Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen 7.086,58 0,00
Kurs-/Währungsgewinne 1.899,13 2.576,09
Erträge aus Eigenverbrauch und Sachbezügen 12.917,02 11.432,69
sonstige Sach-, Nutzungs- und Leistungsentnahmen 12.917,02 11.432,69
andere sonstige betriebliche Erträge 18.416,26 32.409,53
nicht zuordenbar 634,00 13.013,18
Materialaufwand 5.756.060,35 5.344.674,87
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.038.558,89 4.573.426,41
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.038.558,89 4.573.426,41
nicht zuordenbar 5.038.558,89 4.573.426,41
nicht zuordenbar 717.501,46 771.248,46
b) Personalaufwand 6.119.504,81 5.465.063,98
Löhne und Gehälter 4.922.726,40 4.401.733,59
nicht zuordenbar 4.922.726,40 4.401.733,59
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.196.778,41 1.063.330,39
soziale Abgaben 1.165.739,89 1.030.559,80
für übrige Arbeitnehmer 1.165.739,89 1.030.559,80
nicht zuordenbar 31.038,52 32.770,59
c) Abschreibungen 299.057,41 290.770,92
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 299.057,41 290.770,92
auf andere immaterielle Vermögensgegenstände 4.591,94 5.214,01
auf Sachanlagen 294.465,47 285.556,91
Sofortabschreibung GWG 15.881,81 19.985,79
Abschreibungen auf Gebäude 55.643,80 55.643,79
übrige Abschreibungen auf Sachanlagen 222.939,86 209.927,33
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.180.245,64 1.943.638,42
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 3.022,91 3.870,23
davon gegen verbundene Unternehmen 512.233,60 575.638,75
nicht zuordenbar 2.180.245,64 1.943.638,42
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -2.120,40 -3.087,69
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.117,05 2.612,14
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 625,76 2.015,35
übrige sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.117,05 2.612,14
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.237,45 5.699,83
Zinsen 14.237,45 5.699,83
Zinsen für Gesellschafterdarlehen 13.200,43 1.547,81
Zinsen an Gesellschafter mit einer Beteiligung von mehr als 25 % bzw. diesen nahe stehenden Personen 13.200,43 1.547,81
Übrige Zinsaufwendungen 1.037,02 4.152,02
3. Ergebnis nach Steuern 911.996,62 1.034.489,45
4. sonstige Steuern 2.609,89 2.621,89
a) übrige sonstige Steuern 2.609,89 2.621,89
Jahresüberschuss 909.386,73 1.031.867,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Anton Paar ProveTec GmbH

A. Allgemeine Angaben

Die Anton Paar ProveTec GmbH hat ihren Sitz in 15827 Blankenfelde-Mahlow und ist eingetragen beim Amtsgericht Potsdam in das Handelsregister HRB 25476 P.

Wie schon im Vorjahr wurde in der Bilanz des Geschäftsjahres auf die Verrechnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin mit gleichartigen Verbindlichkeiten verzichtet.

Die Zusammensetzungen der Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist unter Beachtung der §§ 238 ff. HGB, 42 GmbHG, des Gesellschaftsvertrages sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Erworbene I mmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen (linear) vermindert.

Auf den durch entgeltlichen Erwerb gebildeten Firmenwert wurde im Jahr 2012 eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von TEUR 2.908 vorgenommen. Die Nutzungsdauer des Firmenwerts wurde auf fünf Jahre festgelegt. Die weiteren Abschreibungen der Jahre 2013 - 2017 erfolgten auf der neuen Bemessungsgrundlage nach Abzug der außerplanmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung des Firmenwertes endete im Februar 2017.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, und, soweit es der Abnutzung unterliegt, um planmäßige Abschreibungen (linear) vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 1 und 33 Jahren.

Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Nettoanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und der Konzernvorgaben bilanziert. Zugekaufte Materialien im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden auf der Basis gleitender Durchschnittspreise bilanziert. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Rabatte und Skonti wurden abgezogen, Anschaffungsnebenkosten wurden zugerechnet.

Innerhalb der Vorräte werden die Abwertungen gemäß dem konzerneinheitlichen Abwertungsschema ermittelt, welches in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der letzten Lagerentnahme Abschlagssätze von 33 %, 66 % und 100 % vorsieht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Umrechnung von Positionen in fremder Währung erfolgte entsprechend § 256a HGB mit dem Devisen-Kassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Flüssige Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen für Aufwendungen nach dem Geschäftsjahresschluss.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der "Projected Unit Credit" Methode mit einem Rechnungszins von 1,12 % (4 Jahre Restlaufzeit) und einem Gehaltstrend von 3,00 % berechnet; es erfolgte eine Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den entsprechenden Rückkaufswerten der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 31.

Steuerrückstellungen waren aufgrund von Verlustvorträgen nicht zu bilden.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integrierter Bestandteil des Anhangs.

Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Zugänge an erworbenen und selbst hergestellten Laborgeräten sowie Anschaffungen für die Erweiterung und fortdauernde Modernisierung der betrieblichen EDV.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.791 (Vorjahr TEUR 1.280) enthalten nur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 72) sind darin enthalten.

3. Latente Steuern

Aktive latente Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) waren u. a. aufgrund der noch bestehenden Verlustvorträge nicht anzusetzen.

4. Kapitalrücklage

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28.11.2023 wurde eine Kapitalerhöhung für die Gesellschaft in Höhe von 2,0 Mio EUR beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 15.12.2023 durch Überweisung auf das Geschäftskonto zur Verfügung gestellt.

5. Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für

TEUR
Aufwendungen für Boni Mitarbeiter 44
Aufwendungen für ausstehenden Urlaub und Überstunden 139

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis zu 1 Jahr Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
- aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 21.800,00 23.002,00
- aus Lieferungen und Leistungen 221.169,97 153.423,87
- gegenüber verbundenen Unternehmen 58.853,19 127.439,32
- gegenüber Gesellschaftern 396.906,17 278.917,78
- sonstige Verbindlichkeiten 185.951,70 160.715,89
Summe 884.681,03 743.498,86
bis 5 Jahre
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
- aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
- gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
- gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00
über 5 Jahre Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
- aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
- gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
- gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00

Im Rahmen eines in 2022 von der Gesellschaft gekündigten Kreditrahmenkontingentes bestanden am 31.12.2023 noch Bankbürgschaften in Form von Avalen in Höhe von TEUR 3. Diese wurden am 07.02.2024 durch Kündigung aufgelöst.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen nahezu ausschließlich Verbindlichkeiten für die Lieferung von Baugruppen und Materialien sowie konzerninternen Dienstleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Zinsen in Höhe von TEUR 13 aus einem Überbrückungsdarlehen, das im Juli 2023 aufgenommen und im Dezember 2023 vollständig zurückgezahlt wurde sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 384.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen solche aus Steuern TEUR 69 (Vorjahr TEUR 59) und aus sozialer Sicherheit TEUR 30 (Vorjahr TEUR 2).

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Außerbilanzielle Geschäfte i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB bestehen darüber hinaus in Form von Miet- und Leasingverträgen. Zweck dieser Geschäfte war die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände zur Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die Gesellschaft hat als Leasingnehmer Ende 2020 einen Vertrag über die Nutzung eines PKW abgeschlossen, der zum Ende des Jahres 2024 auslaufen wird. Weiterhin hat die Gesellschaft bis 31.12.2023 insgesamt 23 Verträge über Fahrradleasing abgeschlossen. Diese Verträge haben jeweils eine Laufzeit von 36 Monaten.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft weitere Räumlichkeiten im unmittelbaren Umkreis ihres Sitzes angemietet. Diese werden für die Entwicklungsabteilung, einen Teil des Lagers und die Montage genutzt. Die Laufzeiten dieser Mietverträge wurden nicht im Voraus vertraglich festgelegt, die Kündigungsfristen betragen in keinem Fall mehr als ein Jahr.

Die vorgenannten Verpflichtungen belaufen sich auf derzeit TEUR 187 p. a.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Durch das BilRUG wurden die Umsatzerlöse neu definiert; die entsprechenden Anpassungen, auch in Bezug auf den Vorjahresvergleich, wurden bereits in 2016 vorgenommen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist daher gegeben.

Außergewöhnliche Erträge bzw. Aufwendungen lagen im Berichtsjahr nicht vor.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Während des Geschäftsjahres 2023 waren im Jahresdurchschnitt 87 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Am 31.12.2023 waren insgesamt 88 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 24 Mitarbeiter in der Entwicklung, 41 Mitarbeiter in der Verwaltung und 23 Mitarbeiter in Produktion und Lager.

2. Organe der Gesellschaft

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist bestellt:

Dr. Piotr Marczuk (Dr. rer. nat., Geschäftsführer)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde in Anwendung von 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Anton Paar Group AG, Graz, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird.

4. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf das Folgejahr vorzutragen.

 

Blankenfelde-Mahlow, 23. Februar 2024

Anton Paar ProveTec GmbH

Der Geschäftsführer

Dr. Piotr Marczuk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Anton Paar ProveTec GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Anton Paar ProveTec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anton Paar ProveTec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 27. Februar 2024

ADSCENDA GmbH
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