Dexter Grundstücks GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kurt Robert Käppeler seit 20.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
JPC Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Veritas Thüringen GmbHBenshausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtI. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN Weltwirtschaft in Kürze Die im vierten Quartal 2009 einsetzende Erholung der Weltwirtschaft setzte sich auch im ersten Quartal 2010 unverändert fort. Im Laufe des Jahres verlangsamte sich diese Dynamik. Die konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum zeigte sich im zweiten Quartal 2010 als robust. Jedoch führte die restriktive Finanzpolitik zu einer Abschwächung des Wachstums im Euro-Raum. Dem Institut für Weltwirtschaft zufolge wird trotz der im zweiten Halbjahr eintretenden Abschwächung für 2010 ein Wachstum der Weltproduktion von 4,8 % erwartet. Die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland hob sich positiv von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Bereits zur Jahresmitte 2009 setzte die wirtschaftliche Erholung in Deutschland ein. Diese Dynamik hielt über das ganze Jahr 2010 an. Mit 3,7 % verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt eine deutliche Steigerung und trug wesentlich zu einer schnellen Erholung nach der Weltwirtschaftskrise im Vergleich zu anderen Staaten bei. Zum Ende des Jahres 2010 war jedoch eine Verlangsamung des Anstiegs bei dem Auftragseingang zu verzeichnen. Die Automobilindustrie in Kürze Die Automobilkonjunktur in 2010 hat sich deutlich besser als erwartet entwickelt. Noch zu Beginn des Jahres wurden verhaltene Wachstumsraten für den globalen Pkw-Absatz in einer Spannbreite von 1,5 bis 3,5 % prognostiziert. Dabei wurde unterstellt, dass die USA mit einem Plus von 11,0 %, China mit einem Zuwachs von 10,0 % zum Weltmarkt beitragen werden. Nach Ablauf des Jahres 2010 wird klar, wie unterschiedlich sich die Wachstumsdynamik in den Märkten entwickelt hat. Beinahe monatlich wurden die Prognosen nach oben korrigiert. Der chinesische Pkw-Markt ist um 34,0 % gewachsen. Dieser Zuwachs ist eine Größenordnung, die niemand voraussagen konnte. Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen in ausgewählten Regionen Anzahl in 1.000
In Westeuropa lagen die Neuzulassungen 2010 durch das Ende vieler nationaler Konjunkturprogramme mit knapp 13,0 Mio. Einheiten erwartungsgemäß unter dem prämienbedingten hohen Ergebnis des Vorjahres. In den neuen EU-Ländern konnte sich das Marktgeschehen in der zweiten Jahreshälfte zunehmend stabilisieren. Einen starken Anstieg verzeichnete die globale Fertigung von Kraftwagen nach dem dramatischen Rückgang 2009. Die Pkw-Produktion stieg weltweit um 24,0 %. Im Jahr 2010 wurden weltweit über 77,8 Mio. Kraftfahrzeuge (davon entfallen 63,6 Mio. auf Pkw) gefertigt. Dabei haben sich die Gewichte auch im Jahr 2010 weiter verschoben. Wurden im Jahr 2007 mehr als 62,0 % aller Pkw in den Triademärkten (NAFTA, Japan, Westeuropa) gefertigt, verringerte sich der Anteil 2010 auf nur noch 51,0 %. Das Produktionsvolumen in der NAFTA-Region erreicht annähernd Vorkrisenniveau. Die Gesamtproduktion wuchs um 39,0 % auf 12,2 Mio. Fahrzeuge. Dank der positiven Nachfrageentwicklung ist die Produktion von Light-Vehicles in Brasilien um 12,0 % auf rd. 3,4 Mio. Einheiten angestiegen. Auf mehr als 11,0 Mio. Fahrzeuge - und somit um mehr als ein Drittel - erhöhte sich die Produktion der in China gebauten Pkw. Die japanische Automobilindustrie steigerte ihre Ausbringung um gut ein Fünftel auf ca. 8,2 Mio. Pkw. Rund die Hälfte dieser Fahrzeuge wurden exportiert. Getrieben von der inländischen Nachfrage übertraf die Pkw-Industrie in Indien mit rd. 2,8 Mio. Einheiten das Vorjahr um 30,0 %. Umsatzentwicklung Der Umsatz der Veritas Thüringen GmbH aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr betrug T€ 70.539 und lag somit über dem Umsatz des Vorjahres (T€ 52.382). Das ist ein Anstieg um 34,7 %. Ergebnisentwicklung Die Veritas Thüringen GmbH beendete auch das Geschäftsjahr 2010 mit einem positiven Ergebnis. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ ./.66 konnte auf T€ 4.554 verbessert werden. Die Verbesserung des Jahresergebnisses resultiert zum einen aus dem gestiegenen Umsatzvolumen und zum anderen durch den Rückgang der Personalkostenquote. Forschung und Entwicklung Wir werden weiterhin unsere Investitionen auf die Entwicklung von fortschrittlichen Mobilitätskonzepten sowie Produkten mit großem Wachstums- und Ergebnispotential fokussieren. Entscheidungen werden diesbezüglich in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Muttergesellschaft Veritas AG getroffen. Produktion und Logistik Wir haben die Zeit der Krise genutzt, um uns flexibel aufzustellen. Daher konnten wir die ansteigende Nachfrage seit dem zweiten Halbjahr 2009 bis zum heutigen Tage schnell und wirtschaftlich befriedigen. Um dies auch in Zukunft darstellen zu können, bauen wir unsere Produktion und die dazugehörigen Distributions- und Logistiksysteme gemeinsam mit unseren Partnern aus. Während das zurückliegende Jahr einerseits durch teilweise drastische Umsatzsteigerungen geprägt war, befand sich andererseits die gesamte Lieferkette hinsichtlich der verfügbaren Ressourcen und Bestände noch auf einem niedrigen, zum Teil an die Wirtschaftskrise angepassten Niveau. Nur durch die permanente Synchronisation der gesamten Lieferkette, den sukzessiven Aufbau von Ressourcen und Beständen sowie zahlreiche Sondermaßnahmen war es schließlich möglich, die deutlich über dem Vorjahr liegende Absatzmenge bei gleichzeitig angemessener Termintreue zu bewältigen. Beschaffungsmarkt Geprägt durch einen unerwartet hohen Nachfrageanstieg unserer Kunden konnten unsere Lieferanten nach dem eher verhaltenen Jahr 2009 diesen Nachfrageanstieg nur mit zusätzlichen monetären und kapazitiven Aufwendungen bewältigen. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Logistikpartnern und Lieferanten wurde verhindert, dass die am Rohstoffmarkt dominierenden Allokationsprobleme zu Produktionsausfällen bei uns oder bei unseren Kunden führten. Unsere bereits vorhandenen strategischen Allianzen wurden vertieft, um neue Produkt- und Kundenmärkte zu erschließen. Gegenüber 2009 führten insbesondere die gestiegenen Strompreise zu einer Erhöhung der Aufwendungen für Energie im Jahr 2010. Ein Teil der Mehraufwendungen wurde durch eine signifikante Preisreduzierung bei Gas ab dem vierten Quartal 2010 teilweise ausgeglichen. Das Einkaufsvolumen für Materialien und Leistungen lag 2010 bei über 47 Mio. €. Personal- und Sozialbereich Die Umsatzplanung 2010 zeigte ein deutliches Wachstum für unser Unternehmen, so dass die notwendigen Personalkapazitäten sehr kurzfristig - ganz besonders im letzten Quartal - entsprechend angepasst werden mussten. Zum Ende des Geschäftsjahres waren bei der Veritas Thüringen GmbH 351 (Vorjahr 310) Mitarbeiter beschäftigt. Davon war ein Mitarbeiter in einem ruhenden Arbeitsverhältnis. Im Jahresdurchschnitt 2010 beschäftigte die Veritas Thüringen GmbH 328 (Vorjahr 325) Mitarbeiter. Investitionen Die Investitionen der Veritas Thüringen GmbH beliefen sich auf T€ 1.261. Diese betrafen insbesondere die Erweiterung des Maschinenparks im Bereich der Montagetechnik. Weiterhin wurde in den Ausbau des Produktionsstandorts Benshausen zum Kompetenzzentrum "Ladeluft" investiert. Umweltschutz Potentielle Risikoquellen, die Umweltschäden hervorrufen könnten, sind bewertet und mit entsprechenden Vorbeuge- und Eindämmungsmaßnahmen minimiert. Das bestehende Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 hilft uns bei der Bewertung der Umweltauswirkungen unserer Prozesse. Wir analysieren zudem ständig Änderungen in den relevanten Rechtsgebieten, so dass frühzeitig auf rechtliche Rahmenbedingungen reagiert werden kann. Über Versicherungen wird den monetären Auswirkungen von Umwelt- und Brandschäden bestmöglich entgegengetreten. II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Ertragslage Die Ertragslage der Veritas Thüringen GmbH ist mit den Vergleichszahlen des Vorjahres in der nachfolgenden Übersicht aufgezeigt:
Die in der Veritas Thüringen GmbH ausgewiesenen Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Innenumsätze mit der Konzernmutter Veritas AG. Die Materialaufwandsquote verringerte sich in 2010 nominell von 67,4 % auf 67,0%. Bei gestiegener durchschnittlicher Zahl der Arbeitnehmer von 328 Mitarbeitern (Vorjahr: 325 Mitarbeiter), verringerte sich auf Grund gestiegener Gesamtleistung die Personalaufwandsquote von 16,6% auf 13,8%. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus der Verzinsung des Darlehens der Muttergesellschaft Veritas AG. Finanzlage Die nachstehende Kapitalflussrechnung für die Veritas Thüringen GmbH stellt Mittelzufluss und Mittelabfluss sowie Veränderungen der Finanzmittelbestände für das Jahr 2010 und das Vergleichsjahr 2009 dar.
Gegenüber dem Vorjahr stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit um 80 T€ auf T€ 1.261. Auch in Zukunft wird die Veritas Thüringen GmbH ihren Liquiditätsbedarf über die Konzernmutter, Veritas AG, abdecken. Überwachung und Steuerung der Liquidität erfolgen zentral über die Veritas AG. Vermögenslage Die Passivseite der Bilanz weist Eigenkapital in Höhe von T€ 250 (Vorjahr T€ 250), lang- und mittelfristiges Fremdkapital in Höhe von T€ 10.643 (Vorjahr T€ 12.230) und kurzfristige Fremdmittel in Höhe von T€ 6.848 (Vorjahr T€ 4.885) aus. Die Vermögenslage der Veritas Thüringen GmbH zeigt im Geschäftsjahr 2010 folgende Entwicklung:
Der Anstieg des Umlaufvermögens ist den im Jahresvergleich höheren Vorräten geschuldet. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital besteht aus einem Darlehen der Gesellschafterin und aus den Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. -zulagen, welche beide im Jahresverlauf durch Auflösung vermindert wurden. Das kurzfristige Fremdkapital entfällt im Wesentlichen auf die Gesellschafterin Veritas AG. Der Anstieg um 40,2 % resultiert aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr). Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zusammengefasst hat sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr besser als geplant entwickelt. Eine weitere Verbesserung der Vermögenslage bleibt weiterhin unser Ziel. III. NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind keine besonderen Vorgänge aufgetreten, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Veritas Thüringen GmbH auswirken werden. IV. BERICHT ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN Risikomanagement Die Veritas Thüringen GmbH verfügt im Zusammenhang mit der Einbindung in den Veritas Konzern über ein Risikomanagementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und laufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst wird. Ziel unseres Risikomanagements ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und ihre Auswirkungen zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können. Die Unternehmensleitung der Veritas Thüringen GmbH wird regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Die Effizienz und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sind hierdurch sichergestellt. Umfeld- und Branchenrisiken Der Produktschwerpunkt Ladeluft der Veritas Thüringen GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem unternehmerischen Handeln ergeben können. Aus diesen Risiken können Beeinträchtigungen der Vermögens- und Ertragslage der Veritas Thüringen GmbH resultieren. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu handhaben, wird ein wirksames Kontrollsystem eingesetzt. Aus diesem kann die Veritas Thüringen GmbH entsprechende Steuerungsmaßnahmen ableiten. Das Handeln der Veritas Thüringen GmbH besteht auch darin, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Die sich für das Unternehmen ergebenden Chancen werden in der jährlich zu erstellenden operativen Planung erfasst und im Rahmen des monatlichen Reportings dargestellt. Im Rahmen des Strategieprozesses werden längerfristig die Chancen für ein weiteres profitables Wachstum ermittelt und in den Entscheidungsprozess eingebracht. Aus steuerlichen und wettbewerbsrechtlichen sowie patent- und umweltrechtlichen Regelungen können der Veritas Thüringen GmbH weitere Risiken entstehen. In Form von Rückstellungen wurde im Rahmen des Jahresabschlusses Vorsorge getroffen. Für 2011 erwarten wir an den Rohstoffmärkten eine der Nachfrage nicht angepasste Marktsituation bei erheblichen Preissteigerungen. Veritas Thüringen optimiert kontinuierlich seine Konzepte, um möglichen Risiken aus Qualitätsmängeln entgegenzuwirken. Mit dem Ausbau eines durchgängigen Qualitätsmanagements ist Veritas Thüringen den Herausforderungen des Automobilmarktes gewachsen, die sich durch die zunehmende Komplexität und neue Technologien ergeben. Steigende Kraftstoff- und Energiepreise können Kaufzurückhaltung erzeugen. Gleichzeitig rücken Fahrzeugmodelle mit verbrauchsarmen Aggregaten für den Konsumenten immer mehr in den Fokus. Einen wesentlichen Anteil zur Verbrauchsund Emissionsreduzierung bildet das Motordownsizing. Hierzu notwendige Schlüsseltechnologien wie Direkteinspritzung und Turboaufladung bieten Chancen zum Ausbau der Ladeluft-Produktgruppe. Finanzrisiken Auf Grund der zentralen Steuerung der Finanzen der Veritas Thüringen GmbH durch die Veritas AG, werden die Finanzrisiken bei der Konzernmutter abgebildet. Ebenso wird die Abwicklung der Kundenaufträge über die Veritas AG gesteuert, somit bestehen keine Ausfallrisiken diesbezüglich. Einschätzung der Risikosituation Derzeit ist kein Risiko für die Veritas Thüringen GmbH erkennbar, das den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte. Im Vergleich zu dem Krisenjahr 2009 ist eine spürbare Abnahme der Risiken zu verzeichnen. Aus gesamtwirtschaftlichen und branchenbedingten Risiken können möglicherweise Rückschläge auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Veritas Thüringen GmbH nicht ausgeschlossen werden. Prognosebericht Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2010 überdurchschnittlich stark gewachsen ist und auch die Veritas Thüringen GmbH eine signifikante Umsatz- und Ergebnissteigerung (vor Ergebnisabführung) verzeichnen konnte, geht die Unternehmensleitung auch für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 von einer positiven Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens aus. Die weltweite Nachfrage nach Neufahrzeugen wird in den Jahren 2011 und 2012 voraussichtlich über dem jeweiligen Vorjahresniveau liegen, jedoch wird sich die Verschiebung der Wachstumsdynamik innerhalb der globalen Märkte fortsetzen. Während der traditionelle europäische Markt auch im Jahr 2011 eine uneinheitliche Entwicklung aufweisen wird, werden sich die nord- und südamerikanischen Märkte weiterhin positiv entwickeln. Die größten Zuwächse werden wieder in den asiatischen Märkten, allen voran Indien und China zu verzeichnen sein. Veritas Thüringen partizipiert als etablierter Automobilzulieferer nach wie vor an diesen Wachstumsmärkten. Politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten, die sich im Absatz- bzw. Beschaffungsmarkt auswirken und auf welche die Veritas Thüringen GmbH keinen Einfluss hat, können jedoch dazu führen, dass die zukünftige Unternehmensentwicklung von den Prognosen abweicht. In 2011 erwarten wir ein Umsatzwachstum von rund 6,0 % mit einer Umsatzrendite von circa 4,8 %.
Gelnhausen, 31. März 2011 gez. Uwe Hehl BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN Der Jahresabschluss der Veritas Thüringen GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind im Wesentlichen in den Anhang übernommen worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Veritas Thüringen GmbH hat im Geschäftsjahr 2010 erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewendet. Gemäß der Über-gangsvorschriften des EGHGB werden die Auswirkungen aus der Umstellung zum 1. Januar 2010 im außerordentlichen Ergebnis erfasst. Die Vorjahresvergleichszahlen sind gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst worden. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSVERFAHREN Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer und Abschreibungssätze basieren auf den allgemeinen Abschreibungstabellen und der Abschreibungstabelle der Kautschukindustrie. Die seit dem 01.01.2008 aktivierten Wirtschaftsgüter werden linear abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, welche vor dem 01.01.2008 in das Anlagevermögen aufgenommen wurden, werden weiterhin degressiv abgeschrieben. Ein Übergang auf Abschreibung in gleichen Jahresraten erfolgt, sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Gebäude, welche die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, werden gemäß § 7 Abs. 4 EStG abgeschrieben. Wirtschaftgüter mit einem Anschaffungswert von unter 150 € netto, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand verbucht. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von 150 € bis 1000 € netto werden zu einem Pool zusammengefasst und über 5 Jahre hinweg abgeschrieben. Abgänge werden während des Abschreibungszeitraums nicht gesondert erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gleiche Qualitäten aus unterschiedlichen Einkäufen gemäß § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt. Sollte der letzte Bezugspreis zum Stichtag 31.12.2010 unter dem gewogenen Durchschnittspreis gelegen haben, wurden Abschreibungen auf den letzten Bezugspreis vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bewertet. Die Rückstellungen enthalten alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 ist im Anlagespiegel dargestellt. Das Anlagevermögen weist im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von rd. T€ 1.261 aus. Den Anlagezugängen stehen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von T€ 1.747 gegenüber. Diese Zugänge betrafen hauptsächlich Investitionen im Bereich Automatisierung - Montagetechnik durch die Anschaffung neuer Maschinen. Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital betrug zum Bilanzstichtag wie in den Vorjahren T€ 250. Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. -zulagen zum Anlagevermögen Der Ausweis betrifft Investitionszuschüsse des Freistaats Thüringen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Höhe von T€ 1.316, sowie Investitionszulagen nach dem Investitionszulagegesetz über T€ 227. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend den Nutzungsdauern der bezuschussten Investitionsgüter aufgelöst. Investitionszulagen werden über 7 Jahre aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Verträgen (T€ 550), Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (T€ 171) für Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 150) und ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 136). Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Alleingesellschafterin Veritas AG, Gelnhausen und betreffen im Wesentlichen ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Restlaufzeit von 8 Jahren. Die Darlehen werden marktüblich verzinst. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Innenumsätze mit der Veritas AG. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an die Muttergesellschaft (T€ 2.407), aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 620), aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (T€ 130), aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulage (T€ 156), sowie Steuerentlastungen nach ÖkoStG für das Jahr 2008, welche im Posten sonstige Erlöse zusammengefasst sind (T€ 111). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Weiterbelastungen der Muttergesellschaft für Verwaltungs- und Vertriebskosten (T€ 4.095), Frachtkosten (T€ 1.479), Instandhaltungskosten (T€ 959), Energiekosten (T€ 302) und Kosten für Leiharbeit (T€ 2.406). Teile der Energiekosten wurden von dem sonstigen betrieblichen Aufwand in die bezogene Leistungen umgegliedert. Des weiteren wurden Energiekosten aus dem Materialaufwand in die bezogene Leistungen umgegliedert. Der Ausweis des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. V. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse Für Verbindlichkeiten der Veritas AG (T€ 2.625 zum 31.12.10) wurden Grundschulden der Veritas Thüringen GmbH in Höhe von T€ 3.000 als Sicherheit gestellt. Die Veritas Thüringen GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit seiner eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Veritas Thüringen GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Veritas Thüringen GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinliche ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 22. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Alleinige Gesellschafterin ist die Veritas AG, Gelnhausen, die einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss für den größeren Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG, Gelnhausen erstellt. Die Offenlegung erfolgt beim Amtsgericht Hanau. Die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB ist im Konzernabschluss der Veritas AG enthalten. Organe Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl.-Ing. (FH) Uwe Hehl. Der Geschäftsführer hat für die Führung der Geschäfte der Veritas Thüringen GmbH im Geschäftsjahr 2010 keine Bezüge erhalten. Angaben zur Belegschaft Die Veritas Thüringen GmbH beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 328 (Vorjahr 325) Mitarbeiter.
Gelnhausen, 31. März 2011 gez. Uwe Hehl Nachrichtlich weisen wir gemäß § 328 Ziffer 1 Satz 2 HGB darauf hin, dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 mit Gesellschafterbeschluss vom 25. Juli 2011 festgestellt wurde. Anlagespiegel
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Veritas Thüringen GmbH, Benshausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gießen, den 31. März 2011 W
E S T P R Ü F U N G
gez. ppa. Mäurer, Wirtschaftsprüfer gez. Huttel, Wirtschaftsprüfer |
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