Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 36898
Vorher
DEGERIMA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbHSmartBuchhalter GmbH
Eingetragen
27.5.1993
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1. die Entwicklung, der Vertrieb und das Anbieten von Softwarelösungen und ITbasierten Anwendungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen für Kaufleute, Gewerbetreibende und Freiberufler im Bereich der Buchhaltung, des Bonitätsmonitoring und der Liquiditätsplanung, weiterhin Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten an Kaufleute, Gewerbetreibende, Freiberufler und weitere Unternehmen. 2. Die Gesellschaft ist berechtigt, sämtliche Geschäfte und Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen gründen, erwerben oder sich an solchen in jeder möglichen Rechtsform beteiligen. Die Gesellschaft darf Unternehmensverträge, insbesondere Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge, schließen. 3. Mit ihrer Tätigkeit nach Maßgabe der Absätze 1 und 2 fördert die Gesellschaft die Geschäfte und Interessen der Finanzunternehmen der Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. 4. Die Gesellschaft erbringt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte und Tätigkeiten, insbesondere keine Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen im Sinne von § 1 KWG, keine erlaubnispflichtigen Tätigkeiten nach dem Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG) oder nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in ihrer jeweils aktuellen Fassung, sowie keine erlaubnispflichtige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten und keine unbefugte Hilfeleistung in Steuersachen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jirka Dr. Gehrt
seit 22.2.2024
Prokura
Carsten Schewer
seit 28.9.2022
Geschäftsführer
Mark Dickel
seit 5.1.2021
Prokura
Kerstin Frauke Scholz
seit 30.8.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR Smart Guide GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft, Geschäftsmodell und Strategie

Finanzmanagement, Buchhaltungsassistent und digitaler Kreditvermittler für kleine Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbstständige.

Die VR Smart Guide GmbH (im Folgenden kurz: die VRSG oder GmbH) mit Sitz in Eschborn bietet in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken einen digitalen und multibankfähigen Finanzassistenten für Geschäfts- und Gewerbekunden an, den VR Smart Guide. Der VR Smart Guide ist eine Software-as-a-Service Komplettlösung, die Geschäfts- und Gewerbekunden bei vielfältigen kaufmännischen Themenstellungen von der Rechnungserstellung bis zum Versand der Daten an die zuständige Steuerberatung unterstützt und die den Kunden eine flexible und kosteneffiziente Nutzung ermöglicht.

Das Leistungsangebot des VR Smart Guide beinhaltet:

Rechnungserstellung und -versand: Nutzer können rechtskonforme Angebote und Rechnungen erstellen sowie diese digital versenden.

Auftragsbestätigungen und Lieferscheine: Die Erstellung und Verwaltung von Auftragsbestätigungen und Lieferscheinen ist möglich.

Kassenbuchführung: Bartransaktionen können gemäß den Grundsätzen zur ordnungsgemäßen Buchführung (GoBD) im digitalen Kassenbuch dokumentiert werden.

Verwaltung von Stammdaten: Kunden-, Lieferanten- und Artikelstammdaten können zentral verwaltet werden.

Multibankfähigkeit: Die Software ermöglicht die nahtlose Einbindung sämtlicher Geschäftskonten, Kreditkartenkonten und digitaler Zahlungsdienste, wodurch eine ganzheitliche Finanzübersicht gewährleistet ist.

Liquiditätsmanagement: Die aktuelle und zukünftige Liquiditätssituation wird unter Berücksichtigung aller verfügbaren Datenpunkte der vorbereitenden Buchhaltung dargestellt.

Proaktives Angebot von zur Liquiditätssituation passenden Finanzprodukten: Auf Grundlage der Kontextinformationen der vorbereitenden Buchhaltung erfolgt eine kontinuierliche Analyse des Liquiditätsbedarfs und der Vorschlag von dazu passenden Kreditprodukten.

Die Software wird den Kunden in einer kostenlosen Basisversion und in einer entgeltlichen Premiumversion mit erweitertem Funktionsumfang angeboten.

Im Jahr 2023 hat die VR Smart Guide GmbH bedeutende Weiterentwicklungen in ihrem Geschäftsmodell vorgenommen, um ihre Kunden noch besser durch den Finanz-Alltag zu begleiten. In Ergänzung zu den Funktionen der vorbereitenden Buchhaltung erhalten die Nutzer nun auch proaktive und individualisierte Kreditangebote auf Grundlage der Datenpunkte ihrer Buchhaltung. Dieser Schritt wurde durch den Erhalt der Kreditvermittlerlizenz nach §34c GewO am 4. August 2023 ermöglicht.

Die Vision des VR Smart Guide beinhaltet, kleinen und mittelständischen Unternehmen durch die Begleitung in deren kaufmännischen Geschäftsalltag und im Kontext der dabei gewonnen Datenpunkte, einen proaktiven und digitalen Zugang zu Liquidität sowie anderen Finanzprodukten zu ermöglichen. So soll insbesondere bei Krediten auf Grundlage der verfügbaren Datenpunkte eine kontinuierliche Prüfung gegen die Bonitätsanforderungen der Produktpartner erfolgen, so dass das Kreditprodukt bereits vorgeprüft und passend zu aktuellen Geschäftsvorfällen angeboten werden kann.

Die wesentlichen Meilensteine seit dem Start als digitaler Kreditvermittler im Jahr 2023 waren für die VR Smart Guide die folgenden Entwicklungen / Implementierungen:

Kreditantragsstrecke: Aufbau einer eigenständigen Kreditantragsstrecke zur Platzierung von Finanzierungsanfragen der VRSG-Nutzer beim angeschlossenen Produktpartner.

Datenplattform: Aufbau einer Datenplattform zur OCR-basierten Extraktion von strukturieren und unstrukturierten Buchhaltungsdokumenten, automatisierten Bedürfniserkennung im Hinblick auf Finanzprodukte und Berechnung eines PreScoring auf Grundlage aktueller und prognostizierter Finanz-Kennzahlen des Unternehmens.

Partnerschaft mit VR Smart Finanz: Ende November 2023 wurde ein Kooperations-Vertrag mit der VR Smart Finanz abgeschlossen. Dadurch ist es dem VR Smart Guide nun möglich, den "VR Smart flexibel" (Unternehmerkredit) digital und gegen Provision zu vermitteln. Während der Laufzeit des Kredits übernimmt die VRSG die Bestandskundenbetreuung und kann so den Kunden auch optimal in der Nutzung der verschiedenen Bestandsoptionen beraten.

Verbindung zur Creditreform: Die Kreditantragsstrecke der VRSG ist direkt mit der Creditreform verknüpft. Dies ermöglicht einerseits den Zugriff auf öffentliche Unternehmensinformationen und andererseits die Einholung einer umfassenden Wirtschaftsauskunft für potenzielle Kunden im Rahmen der Vorprüfung.

Integration mit dem CRM "Hubspot": Im vierten Quartal 2023 wurden die Endkundenprozesse erfolgreich mit dem Customer-Relationship-Management-System "Hubspot" verknüpft. Dadurch kann die VRSG ihren Kunden einen umfassenden Kundensupport über verschiedene Kanäle wie Chat, Telefon und E-Mail anbieten. Der Customer Support übernimmt dabei die Kommunikation, Vorabprüfungen von Dokumenten und die Auftragsabwicklung mit den Kunden sowie den Produktpartnern.

Gesellschafterstruktur

Derzeitig alleiniger Gesellschafter der VRSG ist die VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH (vormals VR-Leasing Beteiligungs GmbH), die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der VR Smart Finanz AG ist.

Die VR Smart Finanz AG ist der digitale Gewerbekundenfinanzierer der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Gemeinsam mit der VR Smart Finanz Bank GmbH bildet sie die VR Smart Finanz Gruppe. Sie ist Teil der DZ BANK Gruppe, zu der ebenfalls die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG mit Sitz in Schwäbisch Hall, die DZ HYP AG mit Sitz in Hamburg, die DZ PRIVATBANK S.A. mit Sitz in Strassen (Luxemburg), die R+V Versicherung AG mit Sitz in Wiesbaden, die TeamBank AG mit Sitz in Nürnberg, die Union Asset Management Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main und andere Spezialinstitute gehören. Die Unternehmen der DZ BANK Gruppe sind damit Bestandteil des Allfinanzangebots der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Geschäftsentwicklung

Im Bereich der Rechnungs- und Buchhaltungssoftware ist im Jahr 2023 die Anzahl der Registrierungen von 26.683 auf 32.708 angestiegen, was einem Anstieg von 22,6 % entspricht.

Im Bereich der digitalen Kreditvermittlung hat die VRSG im Jahr 2023 vier Kredite der VR Smart Finanz Bank GmbH (VR Smart flexibel) an Kunden vermittelt. Diese wurde von der VR Smart Finanz Bank GmbH als Kreditgeber an den Kunden ausgezahlt.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt für digitale Lösungen im Segment "beyond banking" ist weiterhin von zahlreichen gut finanzierten Unternehmen aus dem Fintech-Bereich geprägt, obgleich das Finanzierungsvolumen im Jahr 2023 gesunken ist (Quelle: CBInsights - "State of Fintech Report 2023"). Diese Unternehmen zeichnen sich durch sehr kurze Entwicklungszyklen, eine hohe Veränderungsgeschwindigkeit und beträchtliche Marketingausgaben aus. Trotz dieser herausfordernden Wettbewerbssituation konnte die VRSG im Jahr 2023 erneut ein starkes Kundenwachstum verzeichnen.

Dieser Erfolg bestätigt die fortgesetzte produktstrategische Ausrichtung des Unternehmens sowie das Vertrauen in den Markenauftritt der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Die Integration neuer Funktionen zur datenbasierten Bedürfniserkennung und die Erweiterung um die Kreditvermittlung stellen wichtige Schritte dar, um den sich wandelnden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Gegenüber Wettbewerbern bestehen die wesentliche Vorteile der Gesellschaft darin, auf den Kundenstamm der Genossenschaftsbanken zurückgreifen zu können und so von günstigeren Kunden-Akquisitionskosten zu profitieren. Daneben stellt die proaktive Bereitstellung von Finanzprodukten innerhalb des kaufmännischen Alltags von Gewerbekunden eine innovative und digitale Verbindung zwischen kleinen Unternehmen und Produktpartnern der Finanzindustrie dar. Gleichzeitig bietet die fortlaufende Analyse der Geschäftssituation eine neuartige Möglichkeit zur kontinuierlichen und aktuellen Bonitätsbeurteilung.

B.2 Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Das Ergebnis der VRSG hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verringert. Der Rückgang des Ergebnisses ist im Wesentlichen durch Kosten für Personal getrieben, die in 2023 deutlich höher ausgefallen sind als die im Vorjahr von der VR Smart Finanz AG weiterbelasteten Administrationskosten. Die Erträge aus den Entgelten der registrierten Nutzer konnten im Zuge des gesamthaften Wachstums zwar gesteigert werden, haben die höheren Personalaufwendungen jedoch nicht kompensiert.

Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnispositionen erläutert:

in T€ 2023 2022 Veränderung
Rohertrag 53,6 42,1 11,5
Sonstige Erträge 24,4 9,1 15,3
Personalaufwand -2.083,3 0,0 -2.083,3
Andere Verwaltungsaufwendungen -2.402,4 -3.616,8 1.214,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -1.100,2 -1.078,9 -21,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2,6 -1,5 -1,1
Zinsergebnis 0,0 -0,6 0,6
Ergebnis vor Steuern -5.510,5 -4.646,6 -863,9
Steuern 0,0 0,0 0,0
Ergebnis -5.510,5 -4.646,6 -863,9

Der Rohertrag der Gesellschaft beträgt 53,6 T€ (Vorjahr 42,1 T€) und ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Rohertrag resultiert aus den Entgelten der registrierten Nutzer für die Premiumversion des VR Smart Guide nach Abzug der an die Volksbanken Raiffeisenbanken entrichteten Provisionszahlungen. Ursächlich für den Anstieg des Rohertrages ist die erhöhte Anzahl der Nutzer für die Premiumversion des VR Smart Guide.

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen im Vorjahresvergleich durch höhere Rückstellungsauflösungen an.

Die Personalaufwendungen steigen durch den Aufbau eigener Mitarbeiterkapazitäten in 2023, teils durch Betriebsübergang von der VR Smart Finanz AG, teils durch Neueinstellungen auf -2.083,3 T€ (Vorjahr 0,0 T€). Die anderen Verwaltungsaufwendungen reduzieren sich im Berichtsjahr spürbar auf -2.405,0 T€ (Vorjahr -3.618,3 T€), primär durch eine Senkung der Verwaltungskostenumlage um 1.361,4 T€. Insgesamt erhöhen sich die Verwaltungsaufwendungen stark auf -4.488,3 T€ (Vorjahr -3.618,3 T€).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von -1.100,2 T€ (Vorjahr -1.078,9 T€) sind leicht angestiegen. Grund hierfür sind Zugänge bei den Sachanlagen im Gesamtwert von 64,6 T€.

Die zuvor beschriebenen Entwicklungen führen insgesamt zu einem negativen Ergebnis vor Steuern in Höhe von -5.510,5 T€ (Vorjahr: -4.646,6 T€).

Finanzlage

Die Liquiditätslage ist zum Bilanzstichtag und während des zurückliegenden Jahres auf Grundlage der Patronatserklärung der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH jederzeit geordnet. Die Gesellschaft finanziert das Geschäft über das Eigenkapital. Aus den zugeführten Kapitalerhöhungen konnten die Ausgaben für die Weiterentwicklung und den Betrieb der Software zu jedem Zeitpunkt bedient werden. Das Liquiditätsmanagement wird durch die VR Smart Finanz überwacht und regelmäßig an die VR Smart Guide berichtet. Die Verantwortung und die Entscheidungen im Liquiditätsmanagement liegen bei der Geschäftsführung des VR Smart Guide.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der VR Smart Guide GmbH liegt 2023 bei 1.056,8 T€ und damit stark unter dem Niveau des Vorjahres (4.902,0 T€)

Nachfolgend werden die wesentlichen Bilanzpositionen erläutert:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktivseite
Forderungen an Kreditinstitute 66,3 2.906,2 -2.839,9
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 956,5 1.992,1 -1.035,6
Übrige Aktiva 34,1 3,7 30,4
Summe Aktiva 1.056,8 4.902,0 -3.845,2
Passivseite
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 166,5 3.438,9 -3.272,4
Sonstige Verbindlichkeiten 27,8 0,0 27,8
Rückstellungen 338,0 328,0 10,0
Eigenkapital 524,5 1.135,1 -610,6
Summe Passiva 1.056,8 4.902,0 -3.845,2

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 66,3 T€ (Vorjahr 2.906,2 T€) umfassen die Bankguthaben der VRSG. Diese Bilanzposition ist in 2023 stark zurückgegangen. Im Vorjahr hatte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage für einen starken Anstieg der Bankguthaben gesorgt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 956,5 T€ (Vorjahr 1.992,1 T€) beinhalten vorwiegend die aktivierte Software für den VR Smart Guide. Im Jahr 2023 wurden Sachanlagen im Wert von 64,6 T€ neu angeschafft. Die im Berichtsjahr aktivierten Sachanlagen waren geringer als die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres, was zu einem rückläufigen Buchwert führte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 166,5 T€ (Vorjahr 3.438,9 T€) bestehen im Wesentlichen gegenüber der VR Smart Finanz AG und sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

Ursächlich für die starke Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ist eine geringere Weiterbelastung von Administrationskosten durch die Muttergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 27,8 T€ bestehen gegenüber dem Finanzamt und haben eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten.

Insgesamt erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 der Bestand an Rückstellungen leicht auf 338,0 T€ (Vorjahr 328,0 T€). Zentrale Komponenten der Bilanzposition sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und Abschlussprüfungsleistungen.

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die VRSG hat aufgrund der geschäftsstrategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft in 2023 ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 5.510,5 T€. (Vorjahr 4.646,6 T€) erwirtschaftet. Die Kapitalausstattung wird bei der aktuellen Bilanzsumme auf Grundlage der Patronatserklärung der VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH als solide beurteilt. Als Mitglied der VR Smart Finanz Gruppe stehen der VRSG ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um den laufenden Betrieb der Software und die Erweiterungsinvestitionen zu ermöglichen.

B.3 Unternehmensentwicklung

B.3.1 Leistungsindikatoren

Im Jahr 2023 wurde die Gesellschaft anhand der Kennzahlen Cashflow, vermittelte Kreditverträge, Anzahl der aktiven Kunden und Anzahl der umgesetzten Omnikanalplattform (OKP) UseCases gesteuert. Die aktiven Kunden sind definiert mit mindestens einer Aktivität mit den Lösungen bzw. dem Customer-Service der VRSG. Bei der OKP handelt es sich um die zentrale Plattform für alle Geschäfts- und Gewerbekunden sowie Kundenberater:innen der Genossenschaftsbanken.

Cashflow

Durch die regelmäßige Diskussion des CashFlows wird die Liquiditätssituation des Unternehmens gesteuert, um so eine ausreichende Kapitalausstattung und plangemäßes Kostenmanagement zu gewährleisten. Darüber hinaus fließen im CashFlow ebenso die erzielten Umsätze mit ein, so dass auch der wirtschaftliche Erfolg der Marktseite von der Geschäftsleitung beurteilt werden kann. Ein Vorjahresvergleich existiert auf Grundlage der Neueinführung dieses Indikators nicht.

Anzahl der vermittelten Kreditverträge

Diese Kennzahl gibt an, wie viele endabgerechnete Kreditverträge die VR Smart Guide erfolgreich an Endkunden vermittelt hat. Zum Stichtag 31.12.2023 waren 4 Kreditverträge an Kunden vermittelt. Einen Vorjahresvergleich existiert auf Grund der geschilderten Weiterentwicklung der Gesellschaft nicht.

Kundenanzahl (gesamt und aktive Kunden)

Mit dieser Kennzahl steuert die GmbH die Marktdurchdringung in ihrem Kundensegment. Definiert ist diese Kennzahl als Anzahl der Registrierungen im VR Smart Guide zum jeweiligen Betrachtungsstichtag.

Zum Stichtag 31.12.2023 hat die VR Smart Guide 32.708 Registrierungen, davon 2.843 aktive Nutzer. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Anzahl der registrierten und aktiven Kunden jeweils um rund 23 % (Vorjahr 26.683 registrierte bzw. 3.192 aktive Kunden) gesteigert werden. Die aktiven Kunden sind dagegen um rund 11% gesunken, da die Zählweise seit 2023 restriktiver gehandhabt wird. Für die aktiven Kunden wurde der Plan-Wert von 3.300 um 13,8% verfehlt. Einen Plan-Wert für die Registrierungen gab es in 2023 nicht.

Anzahl der OKP UseCases

Diese Kennzahl gibt an, wie viele UseCases mit der OKP / dem Online-Banking umgesetzt wurden. In 2023 wurden zwei neue Verknüpfungen zwischen dem VR Smart Guide und der OKP implementiert. Dabei handelt es sich um die Integration als eigenständiger Baustein für die Gesprächsvorbereitung im Beratungsprozess von Geschäfts- und Gewerbekunden sowie die Möglichkeit im digitalen Kontoeröffnungsprozess ebenso einen Zugang für den VR Smart Guide zu beantragen. Da die OKP-Strategie erst seit 2023 umgesetzt wird, existiert kein Vorjahresvergleich.

B.3.2 Organisatorische Weiterentwicklung

Personal- und Organisationsentwicklung

Die Tätigkeiten der VRSG werden seit dem 01.01.2023 durch Mitarbeiter, die an dem Betriebsübergang von der VR Smart Finanz AG zum VRSG teilgenommen haben, sowie Neueinstellungen geeigneter Fachkräfte, übernommen. Nach dem der Betriebsübergang nehmen die Mitarbeitenden der VRSG an geeigneten Schulungs- und Gesundheitsmaßnahmen der VR Smart Finanz Gruppe teil. Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur steht im Zentrum der Personal- und Organisationsentwicklung der VR Smart Finanz Gruppe. Die Leitplanken Eigenverantwortung, Selbststeuerung und kontinuierliches Lernen bilden den Rahmen für Angebote und Formate zur persönlichen und gemeinschaftlichen Weiterentwicklung von Mitarbeiter und Teams.

Im Jahr 2023 hat die VRSG ihren Mitarbeitenden Trainings und Fortbildungen zur nachhaltigen Stärkung von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen angeboten. Diese Trainings fokussieren auf die Beteiligung an der Gestaltung von Kooperations- und Planungsprozessen. Im Schwerpunkt erfolgte dies durch die Durchführung von gemeinschaftlichen "Planning Weeks", "Retrospektiven" und Offsites zur Produktentwicklung und Teamkollaboration.

Für das Jahr 2024 ist die Einführung eines "Learning & Development Budgets" vorgesehen, um die individuelle Weiterentwicklung der Mitarbeitenden des VR Smart Guide verstärkt zu fördern.

Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit aller Mitarbeiter aktiv und nachhaltig zu stärken, ist der VRSG ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen unserer engagierten Bemühungen um Personal- und Organisationsentwicklung erkennt die GmbH die Bedeutung des Gesundheitsmanagements als integralen Bestandteil unserer Unternehmenskultur an. Unser Fokus liegt darauf, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen und die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Unsere Maßnahmen werden transparent und partizipativ gestaltet und gemeinsam mit dem Team identifiziert, in unseren regelmäßigen Vollversammlungen angekündigt, im Chatprogramm kommuniziert und auf unserer zentralen Dokumentationsplattform dokumentiert. Durch diese integrativen Ansätze streben wir an, eine gesunde und unterstützende Arbeitsumgebung zu schaffen, die das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter fördert.

Verantwortungsvoll unternehmerisch handeln

In der VRSG ist verantwortungsvolles, nachhaltiges und rechtskonformes Handeln im unternehmerischen Alltag fest verankert.

Bei der VRSG besteht eine Compliance-Funktion sowie eine zentrale Stelle mit Geldwäschebeauftragten. Zu deren Aufgaben gehört die Prävention gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und gegen externe und interne strafbare Handlungen sowie jährliche Mitarbeiterschulungen zu diesen Themen. Daneben erlässt Compliance verbindliche Regelungen für die Belegschaft, wie beispielsweise eine Geschenkerichtlinie oder einen Verhaltenskodex (Code of Conduct). Dieser gibt Regeln zum richtigen und werteorientierten Verhalten vor und wurde in seiner 2023 aktualisierten Form auf der Website und in der schriftlich fixierten Ordnung (SFO) des Unternehmens veröffentlicht. Der Verhaltenskodex orientiert sich inhaltlich an dem gemeinsamen Verhaltenskodex der Unternehmen der DZ Bank Gruppe. Dieser gemeinsame Kodex wurde 2023 aktualisiert und veröffentlicht. Neben dem Verhaltenskodex wurden gemeinsam mit anderen Unternehmen der DZ BANK Gruppe außerdem folgende Dokumente veröffentlicht: Leitlinie Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte sowie ein Positionspapier Klima.

Klima- und Umweltschutz

Gemeinsam mit den anderen Unternehmen der DZ BANK Gruppe hat sich die VRSG ambitionierte Ziele gesetzt, um die Treibhausgasemissionen im Betrieb weiter zu reduzieren. Zum einen verpflichten sich alle Institute der Gruppe bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein - wobei bis 2030 bereits 65 Prozent der Treibhausgase gegenüber 2009 eingespart werden sollen. Die Klimaneutralität bis 2045 stellt dabei das konzernweite Mindestziel dar.

Um die Emissionssenkung voranzutreiben und damit zur Erreichung des Klimaziels beizutragen, wird die Hauptverwaltung der VR Smart Finanz, in der die VR Smart Guide GmbH Büroflächen nutzt, seit 2019 über Ökostrom aus erneuerbaren Energien versorgt. Ein subventioniertes Jobticket für die Belegschaft sowie die Möglichkeit, ein Dienstrad über JobRad zu leasen, unterstützen einen emissionsfreien Pendlerverkehr.

Anzahl der Mitarbeitenden

Die VRSG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 19 Mitarbeitende (Vorjahr: 0 Mitarbeitende), es wurden in 2023 zum ersten Mal eigene Personalkapazitäten eingestellt. In der untenstehenden Tabelle sind darüber hinaus weitere Personalkennzahlen der VRSG zusammengestellt.

2023
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 0,6 Jahre
Durchschnittliches Alter 33,5

Anteil des unterrepräsentierten Geschlechts (Frauen)

Anteil des unterrepräsentierten Geschlechts 31.12.2023
Absolut 3
% 14 %

C. Risikobericht

Einleitung

Die VRSG bietet eine digitale Buchhaltungs- und Finanzlösung für Gewerbetreibende und Selbständige an. Darüber hinaus betreibt sie im Zuge ihrer strategischen Weiterentwicklung auch eine Plattform zur Vermittlung von Kreditangeboten an ihre Nutzerschaft. Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie liegen wesentliche Risiken der Gesellschaft daher im IT-Risiko, dem Auslagerungsrisiko sowie dem operativen & reputativen Risiko. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen.

C.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen

Basierend auf ihrem Geschäftsmodell handelt es sich bei der VRSG um einen Kontoinformationsdienst (KID) gemäß §1 Satz 2 Nr. 8 ZAG sowie seit August 2023 um einen Kreditvermittler nach §34c GewO.

Die Gesellschaft hat per 21.08.2019 eine Registrierung gemäß dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) bei der BaFin erhalten und unterliegt somit allen relevanten regulatorischen Anforderungen gemäß ZAG sowie den einschlägigen Rechtsverordnungen der BaFin und / oder Bundesbank.

Da in der VRSG keine Agenten zum Einsatz kommen, findet die AGNwV (Agentennachweisverordnung) keine Anwendung.

Die VRSG nutzt den Zahlungsauslösedienst der VR Smart Finanz Bank GmbH. Als CRR-Institut gilt die VR Smart Finanz Bank auch als Zahlungsdienstleister nach dem ZAG und unterliegt damit grundsätzlich auch dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz.

C.2 Organisatorischer Aufbau

Allgemeine Geschäftsorganisation

Die Gesellschaft konzentriert sich abgeleitet aus ihrer Geschäftsstrategie (die für den Zeitraum 2023-2026 noch Bestandteil der VRSF Geschäftsstrategie ist) in ihrer eigenständigen Leistungserbringung auf die Bereiche Produktentwicklung, Technologie- & Dateninfrastruktur, Kundenbetreuung, Organisations- und Unternehmensentwicklung, Marketing und Auslagerungsmanagement.

Andere Unternehmensfunktionen wie die Compliance- und Beauftragten-Funktionen, die Revision sowie das Rechnungswesen werden im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen von der VRSF bzw. der DZ BANK AG erbracht. Weitere wesentliche Funktionen wie der Betrieb der technischen Infrastruktur und die PSD2-basierte Anbindung von Kontoinformationen sind an externe Dienstleister ausgelagert.

Die Geschäftsführung der VRSG besteht seit dem 15.09.2022 aus Carsten Schewer (ehemals Leiter IT der VR Smart Finanz AG) und Kerstin Scholz. Kerstin Scholz ist auch Teil des Vorstands der VR Smart Finanz AG und der Geschäftsführung der VR Smart Finanz Bank GmbH. Diese Personenidentität in der Unternehmensführung gewährleistet eine enge Verzahnung zwischen den Gesellschaften.

Die Kernaufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsführung der Gesellschaft verantwortet. Die Geschäftsführung verschafft sich über regelmäßige Berichte der jeweiligen operativen Prozesse einen Überblick zur Risikosituation der Gesellschaft.

Innerhalb der VRSG ist die Rolle des Auslagerungsmanagers verankert, die direkt an die Geschäftsführung berichtet. Dieser Rolle sind sämtliche Kontroll- und Auslagerungsmanagementfunktionen zugeordnet. Damit werden eine durchgängige Überwachung der Auslagerungen und ein Frühwarnsystem für die Steuerung des Auslagerungsrisiko sichergestellt.

Die datenschutzrechtlichen Verpflichtungen der VRSG werden durch einen bestellten Datenschutzbeauftragten begleitet und überwacht. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde der Datenschutzbeauftragte der VR Smart Finanz auch für die VRSG bestellt.

Ordnungsgemäßer Geschäfts- und IT-Betrieb der VRSG

Zentrale wesentliche Aspekte für den ordnungsgemäßen Geschäfts- und IT-Betrieb der VR Smart Guide sind in den Prozesshandbüchern, dem Notfallhandbuch, dem Betriebskonzept und in dem Infrastruktur- und Sicherheitskonzept festgelegt. Für die Betriebsabläufe nach ZAG wurde eine A&O mit allen relevanten Funktionen und Aufgaben erstellt. Die technischen und betrieblichen Verfahren bei einem Notfall, einschließlich der Regelungen zur Geschäftsfortführung im Krisenfall sind schriftlich fixiert. Die VRSG hat zentrale Sicherheitsvorgaben in einer IT-Governance festgehalten. Diese zentralen Sicherheitsvorgaben werden auf einzelne Kontrollen heruntergebrochen und vertraglich geregelt.

Ein etablierter Customer Support dient dem Umgang mit Kundenfragen, -anliegen und -beschwerden. Das Beschwerdemanagement ist ein zentraler Bestandteil der VRSG-eigenen Customer-Support-Funktion, in dem alle Themen abgebildet werden.

Die VRSG sieht sich aufgrund dieser Mechanismen und vorbereitenden Maßnahmen in der Lage, schwere Betriebs- oder Sicherheitsvorfälle zu beherrschen.

C.3 Risikoarten

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie liegen in der VR Smart Guide folgende Risikoarten vor.

Operationelles Risiko

Unter operationellem Risiko wird das Risiko eines unerwarteten Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind nicht enthalten.

IT-Risiko

In der Risikounterart IT-Risiko haben das IT-Sicherheitsrisiko und das Business Continuity Management (BCM) die größte Bedeutung. In der VRSG wird das IT-Risiko über professionelle und ITILv4-basierte Betriebsprozesse gemanagt. Diese Prozesse unterliegen einem regelmäßigen Review, um die Aktualität und operative Wirksamkeit sicherzustellen. Darüber hinaus sind die Vorgehensweisen bei Sicherheitsvorfällen und Systemausfällen im Notfallhandbuch geregelt. Die gesamte IT-Sicherheitsinfrastruktur als auch die eingesetzten Softwarekomponenten (Quellcode) werden regelmäßig über Sourcecode-Reviews und externe Penetrationstests auf Sicherheitslücken überprüft und die ggf. daraus resultierenden Maßnahmen werden umgesetzt. Das Business Continuity Management (BCM) ist technisch durch ein externes Dienstleistungsunternehmen sichergestellt. Folgende Themengebiete sind vertraglich über SLAs (Service Level Agreements) geregelt: Laufendes Monitoring, Verfügbarkeit, Wiederanlauf und Wiederherstellung.

Rechtsrisiko

Das Rechtsrisiko bezeichnet die Verletzung vertraglicher Regelungen und deren Folgen für das Geschäft der VR Smart Guide und ist eine Unterart des operationellen Risikos. Ebenfalls sind aufsichtsrechtliche Konsequenzen im Zusammenhang mit dem Geschäftsbetrieb und datenschutzrechtliche Verstöße hierunter zu verstehen. Hinsichtlich externer Dienstleistungs- und Partnerunternehmen für den VR Smart Guide wird die Einhaltung der vertraglichen Regelungen über den Abschluss entsprechender SLAs geregelt und die Überwachung durch das Auslagerungsmanagement gewährleistet. Durch eine ordentliche und schriftlich fixierte Aufbau- und Ablauforganisation stellt die VR Smart Guide die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Regelungen, insbesondere deren Meldevorschriften, sicher.

Prozessrisiko

Das Prozessrisiko, als weitere Unterart des operationellen Risikos, bezeichnet Risiken, welche aus fehlerhaften oder fehlerhaft implementierten Prozessen oder Prozessteilen entstehen. Die VRSG hat ein Prozessmodell auf Basis des ITILv4-Frameworks im Einsatz. ITILv4 stellt einen Rahmen zur Verfügung, welcher zum einen lückenlose Prozessketten sicherstellt und zum anderen einen Deutungsrahmen bietet, der etwaige Regelungslücken abfangen kann. Diese Eigenschaft unterstützt insbesondere den Einsatz von umfangreichen Auslagerungen.

Personalrisiko

Das Personalrisiko, ebenso eine Unterart des operationellen Risikos, bezeichnet das Risiko des Weggangs von Leistungs- und Wissensträgern und das Fehlen von nötigem Spezialwissen, sowie möglicherweise unzureichende Qualität im Personalmanagementprozess. Aufgrund der starken Nachfrage nach erfahrenen Fachkräften insbesondere in den Bereichen Produkt-Entwicklung und Data Science am Markt, wird das Fluktuationsrisiko als leicht erhöht bewertet. Als Gegenmaßnahmen hat die VRSG eine eigenständige Funktion zur Personal- und Organisationsentwicklung ausgeprägt, so dass über strukturierte Beschaffungsprozesse und entsprechende professionelle Netzwerke ausreichende Skillverfügbarkeit gewährleistet ist.

Auslagerungsrisiko

Das Auslagerungsrisiko, ebenso eine Unterart des operationellen Risikos, bezeichnet die Gefahr von Verlusten bei ausgelagerten Leistungen durch eine Verletzung der strategischen Grundsätze oder operativer Vorgaben. Zur Reduktion dieses Risikos sind bei der VR Smart Guide die Auslagerungen weitgehend standardisiert und austauschbar, so dass der Ausfall eines externen Dienstleistungsunternehmens schnell durch ein anderes kompensiert werden kann. Innerhalb der VR Smart Guide ist die Rolle des Auslagerungsmanagers verankert. Dieser Rolle sind sämtliche Kontroll- und Auslagerungsmanagementfunktionen zugeordnet. Damit wird eine durchgängige Überwachung der Auslagerungen und ein internes Risikomanagement sichergestellt.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die VRSG oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Partnern (hierzu zählen auch die Genossenschaftsbanken), Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf dem Arbeitsmarkt, in der Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen. Reputationsrisiken werden in der VRSG kontinuierlich überwacht und, sofern erforderlich, Gegenmaßnahmen ergriffen. Reputationsrisiken entstehen als Folgeeffekte aus den Auswirkungen anderer Risikoarten.

Ein wesentliches Risiko resultiert insbesondere aus der Gefahr von Datenverlusten und / oder unberechtigtem Datenzugriff als Folgeeffekt des IT-Risikos. Datenverlust liegt vor, wenn Daten der Kunden durch diese nicht mehr verarbeitet werden können und dadurch wichtige Arbeitsergebnisse (Buchungsergebnisse) verloren gehen. Der unberechtigte Datenzugriff umfasst die unberechtigte Datennutzung oder den Datenzugang durch unberechtigte Dritte.

Als risikomitigierende Maßnahmen kommen in der VRSG Konzepte zur Datensicherung und Datenverarbeitung (mehrfache Redundanz) zum Einsatz. Sowohl Datenspeicherung als auch -verarbeitung finden gespiegelt an physikalisch mehreren Standorten statt (räumlich getrennte Rechenzentren / Server). Die Rechenzentren sind entsprechend zertifiziert. Ebenfalls wird in der VR Smart Guide für die Datensicherheit, d.h. Abschottung gegen unberechtigte Zugriffe, wie z.B. Cyber-Attacken, ein mehrstufiges Sicherheitskonzept eingesetzt. Das Konzept entspricht sehr hohen (banküblichen) Sicherheitsstandards, welche über detaillierte technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden. Über eine ITILv4-basierte Prozessorganisation ist zudem gewährleistet, dass auch organisatorische Abläufe und Kontrollhandlungen risikomitigierend wirken.

Strategisches Geschäftsrisiko

Das strategische Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko im Zusammenhang mit der Funktionsfähigkeit und Robustheit des Geschäftsmodells. Eine Mitigation dieses Risikos findet über die kontinuierliche Vertestung und inkrementelle Weiterentwicklung des Leistungsangebots in schnellen Iterationen sowie über verschiedene Akquisitionskanäle statt, um so kurzfristige Rückkopplungen zu erhalten und die gewonnenen Erfahrungen für die weitere Produktentwicklung einzusetzen. Dadurch ist sichergestellt, dass das neuartige Geschäftsmodell eng am Kundenbedarf ausgerichtet ist und über profitable Akquisitionskanäle skaliert werden kann.

Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Da das Geschäftsmodell der VRSG sich derzeit noch im Aufbau befindet, genügen die Zahlungsströme aus den Vermittlungsprovisionen und den Entgelten der Premiumnutzer noch nicht, um die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die ausreichende Kapitalausstattung wird über Kapitalerhöhungen der Gesellschafterin sowie zukünftig auch weiterer Gesellschafter sichergestellt. Ergänzend hat die Gesellschafterin mit Datum vom 20.03.2024 die VR Smart Guide GmbH mit einer Patronatserklärung i. H. v. 8 Mio. Euro ausgestattet. Damit wird sichergestellt, dass die Gesellschaft über die notwendigen finanziellen Mittel zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten verfügt. Die Erklärung ist befristet bis zum 31.12.2025.

Durch eine professionelle Finanz- und Liquiditätsplanung, über die die Geschäftsleitung regelmäßig unterrichtet wird, erfolgt eine ausreichende Mitigation des Liquiditätsrisikos.

Unerwartete Zahlungsverpflichtungen werden durch eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abgedeckt. Hierbei fällt die VRSG aufgrund des Geschäftsumfangs derzeit in allen Bereichen in die Pauschalregelungen der EBA- Guidelines. Insbesondere das durch die Haftpflichtversicherung abgesicherte (Rück-)Erstattungsbegehren an Kunden spielt aufgrund des aktuellen Geschäftsumfangs der VRSG derzeit keine Rolle.

Kreditrisiko und Marktpreisrisiko

Das Geschäftsmodell der VRSG sieht keine Geschäfte oder Dienstleistungen vor, für die Marktpreis- oder Kreditrisiken auftreten können. Es existieren daher keine Marktpreis- oder Kreditrisiken.

Risikokonzentrationen

Risikokonzentrationen im Sinne von Kundenkonzentrationen sind derzeit für die VRSG nicht erkennbar. Risikokonzentrationen liegen vor allem im Auslagerungsmanagement vor.

Zusammenfassung

Die vorstehend beschriebenen Risiken sind nach Ansicht der Geschäftsführung in Anbetracht ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit für das Geschäftsjahr 2023 sowie das künftige Geschäftsjahr 2024 bestandsgefährdend.

D. Prognose- und Chancenbericht

D.1 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die VRSG eine positive Entwicklung, die auf den Eckpfeilern der weiterentwickelten Geschäftsstrategie und dem bewährten Fundament basiert. Unter Berücksichtigung des steigenden Digitalisierungsgrades und der akuten Problematik von kleinen Unternehmen an geeignete Finanzprodukte zu gelangen, wird ein starkes Nutzerwachstum auf Grundlage der verabschiedeten Operativen Planung angestrebt.

Weiterentwicklung des Leistungsangebots

Im Bereich von Rechnungsmanagement und vorbereitender Buchhaltung ist eine gezielte Optimierung geplant, um der Zielgruppe der Geschäfts- und Gewerbekunden eine noch effizientere und benutzerfreundlichere Lösung zu bieten. Durch eine gezielte Partner- und Kooperationsstrategie sollen dafür relevante Bausteine hinzugefügt und so die Attraktivität gesteigert werden. Eine intensivere Weiterentwicklung ist für den Funktionsumfang im Bereich des Liquiditätsmanagements vorgesehen, um auch Kundengruppen adressieren zu können, die bereits eine (branchenspezifische) Lösung für das Rechnungsmanagement und die vorbereitende Buchhaltung einsetzen.

Ausbau der Strecke für Finanzprodukte

Ein zentraler Schwerpunkt für das Jahr 2024 liegt auf der Optimierung des Kundenerlebnis der Kreditanfragestrecke und der Erweiterung unseres Portfolios an Finanzprodukten. Hierzu ist vorgesehen, neue Finanzprodukte und Produktpartner zu integrieren, um den Liquiditätsbedarf unserer Zielgruppe möglichst umfassend abdecken zu können. Darüber hinaus ist perspektivisch geplant auch Finanzprodukte für kundenseitige Geschäftssituationen mit überschüssiger Liquidität anzubieten, so dass eine ganzheitliche Begleitung des Liquiditätsmanagements sichergestellt ist.

Verknüpfung der Produkte für maximale Synergien

Um maximale Synergien und Vorteile zu realisieren, werden die verschiedenen Leistungsangebote immer stärker ineinander integriert, um so eine ganzheitliche Begleitung entlang des Finanzalltags von kleinen Unternehmen zu gewährleisten. So soll eine nahtlose Integration sicherstellen, dass Unternehmen unsere Lösungen für die vorbereitende Buchhaltung oder die kontinuierliche Liquiditätsoptimierung nutzen können und dabei unmittelbar passgenaue und vorgeprüfte Finanzprodukte vorgeschlagen zu bekommen, welche zur Verbesserung der Geschäftssituation beitragen können.

Ausbau der Anbindungen und Kooperationen

Es sollen kontinuierlich weitere Datenquellen angebunden werden, um das Leistungsangebot zu optimieren und die Kompatibilität zu anderen Systemen zu verbessern. Auf der Grundlage der fortschreitenden Integration in die OKP, soll in 2024 die Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken intensiviert werden. Es werden Kooperationen und gemeinsame Kampagnen angestrebt, um die Bestandskunden digital zu betreuen, die Beratungsprozesse durch gezielte Impulse zu verbessern, die Finanzprodukte der Genossenschaftsbanken in die Plattform zu integrieren und die Bündelung des VR Smart Guide mit Geschäftskonten voranzutreiben. Für 2024 ist vorgesehen, dass zehn Genossenschaftsbanken im weiterentwickelten Kooperationsmodell mit der Gesellschaft zusammenarbeiten.

Steigerung der aktiven Nutzer und vermittelten Finanzprodukte

Diese Maßnahmen dienen dazu, die Anzahl der aktiven Nutzer und vermittelten Finanzprodukte im Jahr 2024 kräftig zu steigern. Durch eine verstärkte Marktpräsenz gezieltes Marketing und die strukturierte Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken und anderen Kooperationspartnern ist die Umsetzung der Operativen Planung gewährleistet.

Weiterentwicklung der Anteilseigner-Struktur

Für 2024 ist vorgesehen die Anteilseigner-Struktur der Gesellschaft zu diversifizieren, um die Refinanzierung des benötigten Wachstumskapitals für 2024 und die Folgejahre zu gewährleisten. Darüber hinaus besteht auch über den Zeitraum der Patronatserklärung hinausgehend ein Commitment der bisherigen Gesellschafterin die Refinanzierung der Gesellschaft zusammen mit den zusätzlichen Gesellschaftern sicherzustellen.

D.2 Gesamtaussage zur erwarteten Entwicklung in 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die VR Smart Guide GmbH eine deutliche Steigerung der aktiven Nutzer und der Erträge aus der Vermittlung von Krediten und Finanzprodukten sowie der Anbindung von Genossenschaftsbanken im weiterentwickelten Kooperationsmodell. Die Kosten werden in 2024 leicht ansteigen und durch die stark gesteigerten Umsätze auf einem vergleichbaren CashFlow-Niveau wie 2023 resultieren. Dennoch soll dabei durch einen optimierten Budgeteinsatz und gesteigerte Produktivität die inhaltliche Weiterentwicklung gegenüber 2023 deutlich steigen.

 

Eschborn, den 31.05.2024

VR Smart Guide GmbH

Kerstin Frauke Scholz

Carsten Schewer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der VR Smart Guide GmbH

Aktivseite

31.12.2023
31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute 66.262,63 2.906.158,97
a) aus sonstigen Tätigkeiten 66.262,63 2.906.158,97
aa) täglich fällig 66.262,63 2.906.158,97
2. Immaterielle Anlagewerte
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 901.214,44 1.986.788,63
aa) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 901.214,44 1.986.788,63
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 901.214,44 1.986.788,63
3. Sachanlagen 55.271,52 5.261,83
a) aus sonstigen Tätigkeiten 55.271,52 5.261,83
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.267,05 185,28
a) aus sonstigen Tätigkeiten 7.267,05 185,28
5. Rechnungsabgrenzungsposten 26.784,34 3.504,67
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 26.784,34 3.504,67
Summe der Aktiva 1.056.799,98 4.901.899,38

Passivseite

31.12.2023
31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 166.544,78 3.438.865,14
a) aus sonstigen Tätigkeiten 166.544,78 3.438.865,14
2. Sonstige Verbindlichkeiten 27.751,65 0,00
a) aus sonstigen Tätigkeiten 27.751,65 0,00
3. Rückstellungen 337.991,06 327.992,00
a) andere Rückstellungen 337.991,06 327.992,00
aa) aus sonstigen Tätigkeiten 337.991,06 327.992,00
4. Eigenkapital 524.512,49 1.135.042,24
a) Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
b) Kapitalrücklage 11.500.000,00 6.600.000,00
c) Bilanzverlust -11.001.487,51 -5.490.957,76
Summe der Passiva 1.056.799,98 4.901.899,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der VR Smart Guide GmbH

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 3,00 -494,36
a) aus sonstigen Tätigkeiten 3,00 -494,36
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäfte 3,00 -494,36
2. Zinsaufwendungen 8,88 83,17
a) aus sonstigen Tätigkeiten 8,88 83,17
3. Provisionserträge 60.284,92 46.184,32
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 60.284,92 46.184,32
4. Provisionsaufwendungen 6.700,54 4.042,08
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 6.700,54 4.042,08
5. Sonstige betriebliche Erträge 24.374,60 9.061,14
a) aus sonstigen Tätigkeiten 24.374,60 9.061,14
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 4.485.718,70 3.616.825,30
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 4.485.718,70 3.616.825,30
aa) Personalaufwand 2.083.270,84 0,00
aaa) Löhne und Gehälter 1.799.441,03 0,00
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 283.829,81 0,00
darunter: für Altersversorgung 6.795,89 0,00
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 2.402.447,86 3.616.825,30
7. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.100.207,71 1.078.943,70
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.100.207,71 1.078.943,70
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.556,44 1.451,84
a) aus sonstigen Tätigkeiten 2.556,44 1.451,84
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -5.510.529,75 -4.646.594,99
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -5.532.342,03 -4.653.626,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten 21.812,28 7.031,77
11. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -5.510.529,75 -4.646.594,99
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -5.532.342,03 -4.653.626,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten 21.812,28 7.031,77
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.490.957,76 -844.362,77
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -17.629.305,78 -12.975.679,02
b) aus sonstigen Tätigkeiten 12.138.348,02 12.131.316,25
13. Bilanzverlust -11.001.487,51 -5.490.957,76

Anhang 2023

1. Allgemeine Angaben

Die VR Smart Guide GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter HRB 36898 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Eschborn.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 26,0 T€ (Vorjahr: 26,0 T€). Alleinige Gesellschafterin der VR Smart Guide GmbH ist die VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH (vormals VR-Leasing Beteiligungs GmbH), Eschborn.

Der Jahresabschluss der VR Smart Guide GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des § 340a i.V.m. den §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) i.V.m. der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (Zahlungsinstituts-Rechnungslegungsverordnung, RechZahlV) sowie den einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr erfolgte erstmals die Bildung von Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen, die aufgrund ihrer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr mit dem fristadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst werden.

Für die weitere Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind gemäß § 340e Abs. 1 S. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 4 zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Der entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewert wird zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 S. 2 HGB ausgewiesen. Die Abschreibung des immateriellen Anlagewertes erfolgt linear (pro rata temporis) über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren. Nachträgliche Anschaffungskosten werden über die verbleibende ursprüngliche Restnutzungsdauer abgeschrieben. Bei einer dauerhaften Wertminderung wird der immaterielle Anlagewert außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear (pro rata temporis) über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis zu 7 Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB passiviert.

Die anderen Rückstellungen werden nach den handelsrechtlichen Vorgaben in Höhe des Erfüllungsbetrages bilanziert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die Bewertung der unter den anderen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen aus Zusagen anlässlich Dienstjubiläen erfolgte nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze. In die Kalkulation fließt die Lebenserwartung über die HEUBECK-Richttafeln 2018 G ein. Der Rechnungszins für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1,75 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,44 Prozent p.a.).

3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

3.1 Erläuterung zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11,6 T€ (Vorjahr: 730,0 T€) enthalten. Die Forderungen an Kreditinstitute sind unverbrieft. Wie im Vorjahr sind die Forderungen innerhalb von 3 Monaten fällig.

Der immaterielle Anlagewert beinhaltet den Buchwert der Software des VR Smart Guide, die dem Geschäftszweck dient. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem untenstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus der folgenden Übersicht:

Anlagegitter VR Smart Guide GmbH zum 31.12.2023 Kumulierte Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Angaben
in €
Stand zu Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge zu Anschaffungskosten Abgänge zu Anschaffungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.931.067,50 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.571,34 64.643,21 0,00
Summe Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 4.936.638.84 64.643,21 0,00
Anlagegitter VR Smart Guide GmbH zum 31.12.2023 Kumulierte Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Angaben
in €
Umbuchungen zu Anschaffungskosten Stand zu Anschaffungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.931.067,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 70.214,55
Summe Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.001.282,05
Anlagegitter VR Smart Guide GmbH zum 31.12.2023 Kumulierte Abschreibungen
Angaben
in €
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Zu Schreibungen Geschäftsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.944.278,87 1.085.574,19 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309,51 14.633,52 0,00
Summe Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 2.944.588,38 1.100.207,71 0,00
Anlagegitter VR Smart Guide GmbH zum 31.12.2023 Kumulierte Abschreibungen
Angaben
in €
Abgänge kumulierte Abschreibungen Umbuchungen kumulierte Abschreibungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 4.029.853,06
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 14.943,03
Summe Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 4.044.796,09
Anlagegitter VR Smart Guide GmbH zum 31.12.2023 Restbuchwerte
Angaben
in €
Endbestand am 31.12.2023 Endbestand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 901.214,44 1.986.788,63
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.271,52 5.261,83
Summe Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 956.485,96 1.992.050,46

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 166,5 T€ (Vorjahr: 3.438,9 T€) entfallen 160,8 T€ (Vorjahr: 3.438,9 T€) auf verbundene Unternehmen.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 338,0 T€ (Vorjahr: 328,0 T€) beinhalten insbesondere Rückstellungen für Unternehmensbonus in Höhe von 188,4 T€ (Vorjahr: 0,0 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 105,8 T€ (Vorjahr: 290,5 T€) sowie Rückstellungen in Höhe von 37,5 T€ (Vorjahr: 37,5 T€) für Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen.

Das Eigenkapital, bestehend aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage und dem Bilanzverlust, beträgt zum Stichtag 524,5 T€ (Vorjahr: 1.135,0 T€). Die Kapitalrücklage enthält Zuzahlungen des Gesellschafters, für die der Gesellschafter keine Gegenleistung erhalten hat (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB).

3.2 Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen übrigen Zinserträge werden ausschließlich im Inland erwirtschaftet.

Unter den Provisionserträgen werden die Entgelte für die Nutzung der Premiumversion des VR Smart Guide in Höhe von 60,3 T€ (Vorjahr: 46,2 T€) ausgewiesen.

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von 6,7 T€ (Vorjahr: 4,0 T€) resultieren aus den Zahlungen an die Volksbanken Raiffeisenbanken für aktive Nutzer des VR Smart Guide.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 24,4 T€ (Vorjahr: 9,1 T€) beinhalten insbesondere periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Verbindlichkeiten.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 4.485,7 T€ (Vorjahr 3.616,8 T€) beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen (2.083,3 T€; Vorjahr: 0,0 T€), externe Beratungskosten (1.526,8 T€; Vorjahr: 1.315,9 T€), per Umlage von der VR Smart Finanz AG weiterbelastete Verwaltungskosten (169,2 T€; Vorjahr: 1.530,6 T€), Kosten für Werbung (139,0 T€; Vorjahr: 201,5 T€) sowie laufende Kosten für den Betrieb der Software (229,2 T€; Vorjahr 450,8 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,6 T€ (Vorjahr 1,5 T€) beinhalten insbesondere die Kosten des Geldverkehrs.

Die Abschreibungen in Höhe von 1.100,2 T€ (Vorjahr 1.078,9 T€) beinhalten die planmäßige Abschreibung des immateriellen Vermögensgegenstandes in Höhe von 1.085,6 T€ (Vorjahr: 1.078,6 T€) sowie Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 14,6 T€ (Vorjahr: 0,3 T€).

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 5.491,0 T€ enthalten (Vorjahr Verlustvortag aus 2021: 844,4 T€). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Sonstige Angaben

Die VR Smart Guide GmbH nutzt den Zahlungsauslösedienst der VR Smart Finanz Bank GmbH, welche die operative Ausführung wiederum an den Subdienstleister finleap connect ausgelagert hat. Während des Berichtszeitraums wurden 4.782 Zahlungsvorgänge (Vorjahr: 2.375 Zahlungsvorgänge) mit einen Gesamtvolumen von 3.067,7 T€ (Vorjahr: 1.927,5 T€) ausgelöst.

Im Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Das Honorar für den Abschlussprüfer einschließlich Auslagen beträgt 37,5 T€ und betrifft ausschließlich Jahresabschlussprüfungsleistungen.

Die VR Smart Guide GmbH beschäftigte zum Bilanzstichtag 18,0 Mitarbeiterkapazitäten (Vorjahr: 1,5 Mitarbeiterkapazitäten).

Geschäftsführer waren im Jahr 2023:

Frau Kerstin Frauke Scholz, Frankfurt am Main, Vorstand der VR Smart Finanz AG, Ressort Marktfolge

Herr Carsten Schewer, Scheuring

Der Geschäftsführer Herr Carsten Schewer erhielt im Jahr 2023 seine Vergütung von der VR Smart Guide GmbH. Die Angabe der Vergütung unterbleibt gem. § 286 Abs.4 HGB. Die Geschäftsführerin Frau Kerstin Frauke Scholz bezog von der Gesellschaft keine Vergütung.

5. Nachtragsbericht

Mit Datum vom 27. März 2024 hat die Gesellschafterin die VR Smart Guide GmbH mit einer Patronatserklärung ausgestattet. Damit wird sichergestellt, dass die Gesellschaft über die notwendigen finanziellen Mittel zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten verfügt. Die Erklärung ist befristet bis zum 31.12.2025.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen eingetreten.

 

Eschborn, den 31.05.2024

VR Smart Guide GmbH

Kerstin Frauke Scholz

Carsten Schewer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VR Smart Guide GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR Smart Guide GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VR Smart Guide GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Henneberger, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carina Wittenberg, Wirtschaftsprüferin

Protokoll der Gesellschafterversammlung der VR Smart Guide GmbH, Eschborn

Die VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH, Eschborn, fasst als einzige Gesellschafterin der VR Smart Guide GmbH, Eschborn, - unter Verzicht auf sämtliche gesetzliche und satzungsmäßige Form- und Fristbestimmungen sowie unter Zustimmung zum schriftlichen Verfahren - hiermit folgenden Gesellschafterbeschluss:

Feststellung des Jahresabschlusses 2023

Der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Bericht "Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023" wird der Gesellschafterversammlung vorgelegt.

Der dem Prüfungsbericht zu Grunde liegende Jahresabschluss mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 1.056.799,98 wird festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.510.529,75 erhöht den Bilanzverlust aus dem Vorjahr (EUR 5.490.957,76). Der Bilanzverlust beträgt nunmehr EUR 11.001.487,51.

Den Geschäftsführern

Kerstin Frauke Scholz

Carsten Schewer

wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

 

Eschborn, den 10.06.2024

VR Smart Finanz Beteiligungs GmbH

Dr. Frank Matthäus

ppa. Lutz Köper

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