Koch Gruppe Automobile AG
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph von Czernitzky seit 4.7.2025 | Geschäftsführer |
Uwe Graß seit 1.10.2020 | Prokura |
Kristin Leschinski seit 1.10.2020 | Geschäftsführer |
Thomas Greitzke seit 1.10.2020 | Geschäftsführer |
Torsten Walter seit 1.10.2020 | Geschäftsführer |
Jenny Koch seit 5.6.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Koch seit 20.10.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Koch GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Grundsätzliches zum Jahresabschluss Die Autohaus Koch GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 137372 B eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk grundsätzlich im Anhang gewählt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr und umfasst den Zeitraum vom 1.Januar bis 31.Dezember. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Gebäude werden über 10 bis 25 Jahre, Vorführwagen über 6 Jahre und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Instandhaltungsaufwendungen an Gebäuden und der Betriebsausstattung soweit nach den Bilanzierungsvorschriften möglich, sofort aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der vom Hersteller erhaltenen Zuschüsse und Nachlässe angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren als die Anschaffungskosten, wurden die beizulegenden Werte angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen wurden im notwendigen Umfang berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden erfolgswirksam erfasst. 3. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte und die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Der Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der Vermögensgegenstände eines bestehenden Autohauses einschließlich des Kundenstammes. Die Abschreibung des als Firmenwert ausgewiesenen Kundenstammes erfolgt über eine geschätzte Nutzungsdauer von 5 Jahren, die dem durchschnittlichen Verbleib der Kunden nach dem Erwerb entspricht. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden TEUR 198 (Vj. TEUR 195) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Abgrenzung von Softwaremiete und Versicherungsbeiträgen. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde wegen der Inanspruchnahme der Sonderabschreibung gemäß § 4 FördGG gebildet und in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 3) in 2023 aufgelöst. Die Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rücknahmekosten für Leasingrückläufer TEUR 387 (Vj. TEUR 399), für nicht genommenen Urlaub TEUR 212 (Vj. TEUR 178), für Lohn- und Lohnnebenkosten TEUR 525 (Vj. TEUR 705), für Jahresabschlussprüfung TEUR 43 (Vj. TEUR 50), für Prozesskosten und Rechtsstreitigkeiten TEUR 523 (Vj. TEUR 626), für Gewährleistungskosten TEUR 184 (Vj. TEUR 129), für die Berufsgenossenschaft TEUR 150 (Vj. TEUR 122), für Förderungsausfall Umweltbonus TEUR 124 (Vj. TEUR 295),für Betriebskosten TEUR 59 (Vj. TEUR 0) und für Archivierung TEUR 10 (Vj. TEUR 10). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 3.200 ein Darlehen gegenüber der Gesellschafterin. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Tabelle:
Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 HGB Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, setzt sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch die Sicherungsübereignung von Neu-, Gebraucht- und Vorführwagen, von Maschinen, Werkzeugen, Geräten und Betriebs- und Geschäftsausstattung von insgesamt TEUR 64.823. Ein Tagesgeldkonto in Höhe von TEUR 76 wurde an die Berliner Sparkasse verpfändet als Sicherheit für die von der Berliner Sparkasse übernommenen Bürgschaften in Höhe von TEUR 76 gegenüber der SEAT Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen besichert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet TEUR 149 (Vj. TEUR 260 Zuschüsse der Hersteller Seat und Volvo für Investitionen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. 4. Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse enthalten TEUR 84.846 Erlöse aus Neuwagenverkäufen, TEUR 81.803 Erlöse aus Gebrauchtwagenverkäufen, TEUR 25.752 Erlöse aus Service und TEUR 2.596 sonstige Erlöse. Die Umsätze werden fast ausschließlich in Berlin und im Umland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 52 (Vj. TEUR 73), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 451 (Vj. TEUR 213) und Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 77) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen TEUR 167 (Vj. TEUR 55). Die Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens waren notwendig, da die Anschaffungskosten den voraussichtlichen Veräußerungswert am Abschlussstichtag übersteigen. Die Abschreibungen betragen in 2023 TEUR 742 (Vj. TEUR 575) und sind im Materialaufwand ausgewiesen. 5. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Ausgewiesen werden hier die finanziellen Verpflichtungen bis zum Ende der Vertragslaufzeiten.
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 2.066 (Vj. TEUR 389) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft hat Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungskursrisiken zwischen EUR und HUF in Höhe von insgesamt THUF 34.000 (TEUR 90) abgeschlossen. Die Fälligkeit der Geschäfte wurde zu verschiedenen Zeitpunkten bis längstens zum 17.01.2024 vereinbart. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 89. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte wurden auf Basis der Währungskurse zum Bilanzstichtag ermittelt. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 353 (Vj. 305) Mitarbeiter (Basis für die Ermittlung bildet jeweils das Quartalsende) beschäftigt. Davon waren 180 (Vj. 152) gewerbliche Arbeitnehmer und 173 (Vj. 153) Angestellte. Vergütungen der Geschäftsführung Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEUR 603 (Vj. TEUR 699) gewährt. Namen der Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens wurden im Geschäftsjahr von folgenden Personen geführt: Herrn Thomas Koch, Dipl.-oec., Berlin, Frau Jenny Koch, BBA, Zichow OT Golm, Herr Thomas Greitzke, Dipl.-oec., Berlin Frau Kristin Leschinski, Dipl.-Ing., Woltersdorf Herr Torsten Walter, KfZ-Meister, Woltersdorf. Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils einzeln. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Mutterunternehmen der Gesellschaft Die Autohaus Koch GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Koch Gruppe Automobile AG. Das Mutterunternehmen "Koch Gruppe Automobile AG" hat seinen Sitz in Berlin. Die Autohaus Koch GmbH wurde in den Konzernabschluss der Koch Gruppe Automobile AG, Berlin, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht. Angaben über das Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 50, davon für
Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 902.449,72 auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurde mit der SAIC Motor Deutschland GmbH ein Agentur-, Händler- und Servicevertrag für die Marke MG am Standort Huttenstraße abgeschlossen. Zudem hat das automobile start up-Unternehmen Next.e.Go Mobile SE am 08.03.2024 bekannt gegeben, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt zu haben. Vor diesem Hintergrund geht die Gesellschaft davon aus, dass der bestehende, bisher noch nicht mit operativem Geschäft untersetzte Händlervertrag mit der Gesellschaft nicht umgesetzt wird. Wirtschaftliche Belastungen hieraus sind nicht abzusehen.
Berlin, 31. März 2024 gez. Thomas Koch, Geschäftsführer gez. Jenny Koch, Geschäftsführerin gez. Kristin Leschinski, Geschäftsführerin gez. Torsten Walter, Geschäftsführer gez. Thomas Greitzke, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231.) Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2.) Wirtschaftsbericht 3.) Prognosebericht 4.) Risiko- und Chancenbericht 5.) Forschungs- und Entwicklungsbericht 6.) Zweigniederlassungsbericht 1.) Geschäfts- und Rahmenbedingungen Im Folgenden wird über die Verhältnisse der Autohaus Koch GmbH unter Verwendung des Begriffes "Autohaus Koch" und deren Obergesellschaft unter Verwendung des Begriffes "Koch-Gruppe" berichtet. Bei den nachfolgend dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. Die Autohaus Koch GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Koch Gruppe Automobile AG und somit Verbundgesellschaft der Koch-Gruppe. Die Koch-Gruppe betätigt sich im markengebundenen Automobilhandel und -service in sechs Marken (MAZDA, VOLVO, SKODA, SEAT/ CUPRA, Subaru und LEVC), in den Servicemarken VW, Opel, Polestar und Lynk&Co und zusätzlich in zwei automobilen start up - Projekten (EVUM und e.GO) an 11 Standorten in Berlin und Brandenburg. Der Handels- und Servicevertrag mit der Marke LEVC wurde durch das Unternehmen mangels betriebswirtschaftlicher Perspektiven gekündigt. Die Autohaus Koch GmbH arbeitet in vier Leistungsbereichen: - Neuwagenhandel - An- und Verkauf von Gebrauchtwagen - Kfz-Serviceleistungen - Sonstige Dienstleistungen Der Leistungsbereich Neuwagenhandel untergliedert sich in den Bereich Einzelhandel und Großhandel mit angeschlossenen Handelspartnern. Diese Segmentierung spiegelt sich auch in der internen Führungs- und Berichtsstruktur des Unternehmens wider. 2.) Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäft der Gesellschaft verlief im Jahr 2023 insgesamt in einem weiterhin von Sonderfaktoren beeinflussten, schwierigen und fragilen Umfeld. Hierzu zählten insbesondere die Käuferverunsicherung durch den anhaltenden Ukraine-Krieg, die Nahostkrise, Lieferkettenbeeinträchtigungen durch Piraterie, volatile Energie- und Rohstoffpreissituationen, ein weiterhin hohes Zinsniveau, Strategie- und Technologiewechsel bei nahezu allen Herstellern, beginnender Wandel in den Handelssystemen einzelner Hersteller sowie eine geänderte Förderung der Elektromobilität durch die deutsche Bundesregierung. Das volkswirtschaftliche Umfeld entwickelte sich aufgrund vorgenannter Negativfaktoren insgesamt negativ im Jahr 2023. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3% und kalenderbereinigt um 0,1% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Gleichzeitig erhöhte sich der Nominallohnindex - insbesondere durch die Erhöhung des Mindestlohns und die Inflationsausgleichsprämie - um 6%. Die Reallöhne stiegen - erstmals seit 2019 - um 0,1%. In diesem Umfeld entwickelte sich der PKW-Markt wie folgt: Die Entwicklung des Neuwagenvertriebs zeigt im Vorjahresvergleich am Gesamtmarkt einen deutlichen Aufwärtstrend der Neuzulassungen im Gesamtjahr 2023. Die von der Autohaus Koch GmbH vertretenen Marken haben sich deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Die Zahlen stellten sich wie folgt dar:
In der Marktanteilsentwicklung nach Neuzulassungen wirkten sich diese Neuzulassungen wie folgt aus:
Die von der Autohaus Koch GmbH vertretenen Marken konnten somit ihren Marktanteil insgesamt ausbauen. Das Gebrauchtwagengeschäft liegt im Gesamtmarkt 6,9 % über den Zahlen des Vorjahres und verzeichnet damit einen deutlichen Aufwärtstrend. Die von der Autohaus Koch GmbH vertretenen Marken haben ein über dem Gesamtmarkt liegendes Wachstum realisiert und erzielten folgende Ergebnisse im Einzelnen:
In der Marktanteilsentwicklung nach fahrendem Bestand wirkten sich diese Besitzumschreibungen wie folgt aus:
Die von der Autohaus Koch GmbH vertretenen Marken konnten ihren Marktanteil (nach fahrendem Bestand) mit 9,81% (VJ 9,35%) leicht ausbauen. Lage der Gesellschaft Die Lage der Gesellschaft wurde in 2023 bestimmt durch folgende wesentliche Sachverhalte: - Weitere Beeinträchtigung des Neuwagengeschäfts - Starke Zunahme des Gebrauchtwagengeschäfts - Gesteigertes Volumen in allen Ertragsbereichen des Servicegeschäfts - Bemühungen der Unternehmensleitung zur Integration des neuen Standorts in der Hansastraße Weitere Beeinträchtigung des Neuwagengeschäfts Eine Normalisierung der Produktionskapazitäten nach der weltweiten Mikrochip-Krise und Lieferkettenproblemen erfolgte bei den Herstellern erst in der zweiten Jahreshälfte. Somit wurde der in den Vorjahren aufgebaute sehr hohe Auftragsbestand zum Bilanzstichtag nur um 10,75% abgebaut. Obwohl die Stückmargen über den geplanten Werten lagen, konnte durch ausbleibende Lieferungen der geplante Ertrag aus Neuwagengeschäften nur zu 91% erreicht werden. Gleichzeitig erfolgte jedoch in den letzten Wochen des Geschäftsjahres eine sehr starke Belieferung mit verkauften Neuwagen (insbesondere Volvo), die aus Zeit- und Kapazitätsgründen nicht vollständig ausgeliefert und damit fakturiert werden konnten. Hierdurch ergab sich eine erhebliche Auswirkung auf die stichtagsbezogene Bestandssituation (s.u.) Starke Zunahme des Gebrauchtwagengeschäfts Bedingt durch ausgebaute Kapazitäten im Fahrzeugeinkauf und verstärkte Bemühungen zur Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen konnte eine deutliche Ausweitung des Gebrauchtwagengeschäfts erreicht werden. Dies schlug sich in einer 26%igen Steigerung bei der Stückzahl der ausgelieferten Gebrauchtwagen nieder. Bei jedoch gleichzeitig gesunkenen Stückmargen führte dies zu einem Wachstum der Gesamtmarge von 6,2%. Insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres war wieder ein deutlich verstärktes Angebot von Gebrauchtwagen zu verzeichnen, so dass von einem zunehmenden Wettbewerb im Folgejahr auszugehen ist. Gesteigertes Volumen in allen Ertragsbereichen des Servicegeschäfts Der Servicebereiche konnte Zuwächse in allen Ertragsbereichen erzielen. Dies hatte auch, aber nicht ausschließlich mit der Integration des neuen Standorts in der Hansastraße zu tun (s.u.). Umsätze aus dem Ersatzteilverkauf konnten um 24,5% gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Die Erlöse aus dem Verkauf inkl. Ersatzteilboni konnten um 29,8% gesteigert werden. Die Lohnleistungen wurden um 19,4% gesteigert und die Erträge aus dem Weiterverkauf von Fremdleistungen um 24,7%. Diese Entwicklung wurde im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres verzeichnet. Die Unternehmensleitung sieht als Ursache hierfür weiterhin einerseits eine höhere Investitionsbereitschaft von Bestandskunden in den Service ihrer Fahrzeuge und gleichzeitig die Nutzung neuer Potenziale zur Erbringung von Services für Mobilitätsdienstleister. Bemühungen der Unternehmensleitung zur Integration des neuen Standorts in der Hansastraße Zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres wurde der Standort Hansastr. 212 in Berlin-Hohenschönhausen übernommen. Der Standort war bis zum Zeitpunkt der Übernahme als Opel- und Subaru-Vertriebs- und Servicestandort aktiv. Durch die Übernahme des Standortes im Rahmen eines asset deals erfolgte keine automatische Weiterführung dieser vorhandenen Verträge. Während mit der Marke Subaru sehr zügig eine Fortführung des Vertriebs- und Servicevertrages vereinbart werden konnte, konnte die gewünschte Fortführung des Opel-Servicevertrages aufgrund der unklaren Vertragssituation im Stellantis - Konzern erst in den letzten Tagen des Geschäftsjahres vereinbart und dann in den ersten Wochen des folgenden Jahres umgesetzt werden. Durch diese Tatsache und durch die im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres laufenden Umbau- und Modernisierungsarbeiten konnte der Standort nicht sein gesamtes Potenzial entfalten und trug noch nicht zum Ergebnis des Unternehmens bei. Die Anteile des Standortes an einzelnen Umsatzbereichen des Unternehmens stellt sich wie folgt dar:
Vermögenslage Das Bilanzbild der Autohaus Koch GmbH änderte sich in 2023 deutlich gegenüber 2022. Die Bilanzsumme stieg von T€ 55.523 in 2022 um 54,1% auf T€ 85.542 in 2023. Die Veränderung der Bilanzsumme spiegelt sich einerseits im Anlagevermögen (Bestand an Vorführwagen) und im Umlaufvermögen (Fahrzeugbestand) und andererseits in gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen wider. Die Gesellschaft verzeichnet in 2023 eine gesunkene Eigenkapitalquote. Nach einer Eigenkapitalquote von 12,7 % im Vorjahr lag die Eigenkapitalquote im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 9,3%. Sie liegt damit in einem nicht zufriedenstellenden Bereich. Aufgrund der vorgenannten Sondersituation bezüglich der hohen Anlieferungen von verkauften Kundenfahrzeugen erfolgt in diesem Jahr eine Sonderbetrachtung der Eigenkapitalquote, bei der der verkaufte Fahrzeugbestand aus der Bilanzsumme herausgerechnet wird. Bei einem Bestand von T€ 17.658 an verkauften Kundenfahrzeugen würde die Eigenkapitalquote bei gleichzeitiger Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11,7% betragen. Ertragslage Die Autohaus Koch-eigenen Filialen verkauften im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.783 Neuwagen (2022 - 2.833). Das entspricht einem Rückgang von 1,8%. Über die angeschlossenen Partner wurden 390 Neuwagen verkauft (2022 - 482). Das entspricht einem Rückgang von 19,1%. Die hier genannten Stückzahlen beziehen sich auf die im Jahr 2023 abgeschlossenen Kaufverträge. In den Verkaufszahlen sind verbindliche Bestellungen von 1.157 Fahrzeugen enthalten (Vorjahr 1.444), die nicht ausgeliefert und somit auch nicht ergebniswirksam im Jahr 2023 gebucht wurden, da Abweichungen zwischen Marktnachfragen und Produktionsplanungen bei den Fahrzeugherstellern auftraten. Die Verkaufszahlen im Gebrauchtwagenbereich sind gegenüber dem Vorjahr um 862 Fahrzeuge gestiegen, so dass insgesamt 3.811 gebrauchte Fahrzeuge verkauft werden konnten. Dies entspricht einer Steigerung von 29,2%. Dies wirkte sich wie folgt auf die Umsatzentwicklung aus: Der Jahresumsatz für 2023 betrug € 194.996.977,43. Das bedeutet einen Umsatzzuwachs von € 39.468.530,21 (+ 25,4%) gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Es erfolgte eine Abwertung der Gebrauchtwagenbestände, um einen marktgerechten Wert zu erhalten. Die sonstigen Erlöse umfassen Vermietungen, Vermittlung von Versicherungen, Finanzierungen und Leasing im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fahrzeugen sowie Kostenweiterberechnungen und Zuschüsse. Die für das laufende Geschäftsjahr geplante Umsatzrentabilität im operativen Geschäft von 1,3% wurde mit 0,5% nicht erreicht. Die Ertragssituation der Gesellschaft lag damit in einem nicht zufriedenstellenden Bereich. Finanzlage Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen zum Jahresende T€ 683 nach T€ 1.189 im Vorjahr. Die Finanzlage der Gesellschaft kann trotzdem als stabil angesehen werden. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte per 31.12.2023 folgende Mitarbeiter:
3.) Prognosebericht Zukunftsbezogene Aussagen Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen/ Chancen für Autohaus Koch Auf Dreijahressicht ist davon auszugehen, dass nach den pandemie-, kriegs- und chipmangelbedingten deutlichen Rückgängen im Bereich der Neuwagenzulassungen seit 2019 sich die künftige Entwicklung der Neuwagenzulassungen in einer Spanne von +/- 3% bis 5% bewegen wird und sich im Bereich von 2,8 Mio - 3,0 Mio. Neuzulassungen bewegen wird. Hierfür spricht vor allem der politisch angestrebte Wechsel hin zur Elektromobilität. Neben dem zu erwartenden weiterhin starken Wettbewerb der vorhandenen Hersteller über Produkte und Preise werden neue Mobilitäts- und Vertriebskonzepte sowie neue Fahrzeuganbieter den Markt beeinflussen. Gleichzeitig sind aufgrund der nach wie vor vorhandenen weltweiten politischen Unwägbarkeiten und der vorhandenen Inflations- und Zinsentwicklungen Szenarien denkbar, die einen deutlicheren, mittelfristigen Abwärtstrend erwarten lassen, auf den die Gesellschaft durch Anpassungen der Kostenstrukturen und/oder die Besetzung neuer Geschäftsfelder reagieren wird. Angesichts der kompetitiven Produktpalette im Portfolio der Gesellschaft und der Aktivitäten der vertretenen Hersteller bei neuen Mobilitäts- und Vertriebskonzepten wird erwartet, dass die Gesellschaft weiterhin positiv an der Marktentwicklung partizipieren kann. Die derzeitige und künftige Zinslandschaft (Dreijahreszeitraum) stellt für das Handelsgeschäft der Gesellschaft eher einen Belastungsfaktor dar, wobei dies im Bereich des Servicegeschäfts eher positive Auswirkungen haben sollte (Trend zum Halten von Bestandsfahrzeugen erhöht das Servicepotenzial). Das aktuelle Zinsniveau wirkt sich sowohl auf der Beschaffungs- und Lagerhaltungsseite kostenerhöhend aus, wogegen das Unternehmen mit Bestandsoptimierungen agiert. Weitere Erhöhungen werden derzeit als nicht geschäftsgefährdend eingeschätzt. Den aktuell zu verzeichnenden Steigerungen auf der Kostenseite (Energiekosten, Kraftstoffkosten, weitere Roh-, Hilfs- und Betriebsmittel sowie weitere Dienstleistungen) wird das Unternehmen durch Verbrauchssenkungen und Preisanpassungen entgegnen. Das Alter des Fahrzeugparks verbleibt weiter auf einem hohen Niveau, was einerseits für einen anhaltenden Beschaffungsdruck und damit eine stabile Preissituation im GW-Markt spricht und andererseits den Markt im Bereich der KfZ-Instandhaltung stabil bleiben lässt. Es besteht eine deutliche Chance, dass Autohaus Koch an beiden Entwicklungen in einem Maße profitieren kann, welches über dem Branchendurchschnitt liegt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft Angesichts der oben beschriebenen Trends, der im Verlaufe des Jahres erreichten Routine im Umgang mit Krisenfolgen, den Effekten aus der Verschmelzung mit den Schwestergesellschaften in 2019 sowie den erzielten Vorteilen aus dem weiter umgesetzten Standortkonzept sieht sich die Gesellschaft für die zukünftige Entwicklung gut aufgestellt. Da sich die vorhandenen Krisen und Unwägbarkeiten nicht nur auf die Kunden-, sondern auch auf die Wettbewerbssituation auswirken wird, kann aufgrund der erreichten Marktposition der Gesellschaft in Berlin und Brandenburg auch erwartet werden, dass die Gesellschaft stärker von der zukünftigen Entwicklung profitieren kann als der Wettbewerb. Erwartete Geschäfts- und Umsatzentwicklung Die Planansätze der Gesellschaft für das dem Berichtsjahr folgende Geschäftsjahr (Planungsstand 02/2024) gehen im Umsatzbereich Neuwagenhandel von einem Wachstum von 30,2% basierend auf den Prognosen der Hersteller über ihre Produktionskapazitäten aus. Die o.e. nach dem Bilanzstichtag und vor der Berichtserstellung eingetretenen besonderen Ereignisse lassen jedoch erwarten, dass diese Planungen durch Lieferverzögerungen nicht erreicht werden können. Im Umsatzbereich Gebrauchtwagenhandel wird ein Wachstum von 30,7% erwartet, im Servicebereich geht man von einem Wachstum von 6,1% aus. Die Gesellschaft plant bei der beschriebenen Umsatzentwicklung für das Jahr 2024 mit einem gegenüber dem Berichtsjahr höherem Ergebnis vor Ertragsteuern aufgrund steigender Kosten in allen Bereichen. Die Planansätze der Gesellschaft haben das zum Zeitpunkt der Aufstellung der Planung bekannte Ausmaß der Unwägbarkeiten bei der Belieferung durch Neuwagen durch den immer noch vorhandenen Engpass bei Halbleitern und deren Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt berücksichtigt. Aus heutiger Sicht hält die Unternehmensleitung die Risiken für beherrschbar, da bei Produktknappheit gleichzeitig das Potenzial der Kompensation von Ertragsverschiebungen und -ausfällen durch die Erhöhung von Fahrzeugmargen bestehen bleibt. 4.) Risiko- und Chancenbericht Die Gesellschaft hat ein Risikokontrollsystem implementiert, welches sicherstellt, dass einerseits operationelle Risiken unmittelbar aufgedeckt und überwacht werden können und andererseits gewährleistet wird, dass Geschäftsvorgänge tatsachengemäß in der Rechnungslegung abgebildet werden. Das Risikokontrollsystem beinhaltet im Einzelnen u.a. folgende Elemente: - ein System von Tages-, Wochen- und Monatsberichten bezüglich der Erreichung wesentlicher Leistungsparameter und Unternehmenskennzahlen - Verwendung fest fixierter Rechnungslegungs-, Kontierungs- und Bilanzierungsrichtlinien - Verwendung geeigneter, weitgehend einheitlicher IT-Finanzsysteme mit Anwendung detaillierter Berechtigungskonzepte - konsequente Durchsetzung des "Vier-Augen" - Prinzips - klare Vorgaben für den Prozess der Vorratsinventur - Kooperation mit externen Sachverständigen Beschreibung einzelner Risiken - Markt, Wettbewerb, neue Produkte und Technologien Die Gesellschaft unterliegt einem Wettbewerbsrisiko durch ein vergleichbares Angebot mehrerer Wettbewerber. Dem tritt die Gesellschaft entgegen durch eine intensive Nutzung des vorhandenen Kundenstammes und Nutzung von Kundenbindungsprogrammen. Preisänderungsrisiken begegnet die Gesellschaft mit einer strikt angewendeten dynamischen Preisstrategie. - Bezugsrisiken Das Geschäft der Autohaus Koch GmbH basiert auf der Beschaffungsseite auf den bestehenden PKW-Neuwagen und/ oder -Serviceverträgen mit den Herstellern Mazda, Volvo, Skoda, Seat/CUPRA, VW, Subaru, Opel, Polestar, EVUM und Lynk&Co. Das Risiko des Ausfalls dieser Lieferanten wird als gering beurteilt. - Kundenrisiko Auf der Absatzseite ist das Geschäft der Koch-Gruppe stark fragmentiert. Es besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Die Koch-Gruppe verfügt über eine breite Basis an aktiven Kundenkontakten, die täglich in operatives Geschäft umgesetzt werden können. Hierbei nutzt die Gesellschaft entsprechend den Kundenbedürfnissen in zunehmendem Maße digitale Formen des Handels. - Datenschutzrisiko Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Unternehmen ab einer bestimmten Größenordnung über einen Datenschutzbeauftragten verfügen müssen. Die Pflicht gilt für die Autohaus Koch GmbH und dieser Verpflichtung ist die Autohaus Koch GmbH mit der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten nachgekommen. Das Datenschutzniveau konnte nach Einsatz des Datenschutzbeauftragten weiter erhöht werden. - Finanzierungsrisiko Aufgrund der Hochpreisigkeit der Waren und der erforderlichen Warenvielfalt besteht ein hoher Fremdfinanzierungsbedarf in der Autohaus Koch GmbH. Es bestehen bei der Finanzierung der Vorräte deutliche Abhängigkeiten von einzelnen Fremdkapitalgebern. Das Risiko wird relativiert durch eine Festlegung in den Händlerverträgen, wonach sich der Hersteller verpflichtet, seinem deutschen Händlernetz eine Finanzierungsmöglichkeit für Vorräte (Fahrzeuge, Ersatzteile) anzubieten. Weiterhin unternimmt die Gesellschaft umfangreiche Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Finanzierungsbereitschaft der Fremdkapitalgeber (regelmäßiges Finanz- und Vertriebsreporting sowie Quartalsberichterstattung). - rechtliche Risiken Das Geschäft der Autohaus Koch GmbH basiert auf abgeschlossenen Händler- und Serviceverträgen mit den vertretenen Herstellern. Diese Verträge wurden im Jahr 2012/13 und den darauf folgenden Jahren neu gefasst und unterzeichnet und entsprechen damit den rechtlichen Rahmenbedingungen der aktuellen EU-Gruppenfreistellungsverordnung. - Mitarbeiterrisiko Das Geschäft der Koch-Gruppe ist im Wesentlichen abhängig von einem breiten, gut qualifizierten Mitarbeiterstamm. Dem zunehmenden Risiko der natürlichen Fluktuation und der Abwanderung von Fachkräften tritt die Koch-Gruppe entgegen durch eine hohe Anzahl von Auszubildenden und durch ein leistungsgerechtes Vergütungssystem sowie durch umfangreiche Maßnahmen zur Schaffung eines Rufs als attraktiver Arbeitgeber. Insgesamt wird das Risiko der erfolgreichen Beschaffung von neuen Mitarbeitern als erhöht eingeschätzt. Gesamtaussage zur Risikosituation Derzeit sind für die zukünftige Entwicklung aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Sondersituationen Risiken erkennbar, die zu einer temporären und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Nach Ansicht der Unternehmensleitung führt die Entwicklung zu einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit der identifizierten Risiken, jedoch wurden keine zusätzlichen Risiken identifiziert. Die Unternehmensleitung hat sich hierauf eingestellt und hält die Risiken für beherrschbar. Chancen Das Chancenmanagement wird in der Gesellschaft in enger Verzahnung zwischen Unternehmens- und Konzernleitung sowie der Controllingabteilung durchgeführt. Dabei erfolgt kontinuierlich eine systematische Analyse von Chancen und Potenzialen im Unternehmen, in deren Ergebnis Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen getroffen werden. Strategische Chancen Die Analyse der strategischen Chancen erfolgt regelmäßig im Rahmen der Quartalsberichterstattung und umfasst im Wesentlichen die Untersuchung von Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten über bestehende, bereits bearbeitete regionale Märkte hinaus sowie die Untersuchung von Chancen bei der Bearbeitung von Produktfeldern, die mit den vorhandenen Leistungsbereichen verwandt sind. Operative Chancen Die Analyse der operativen Chancen erfolgt laufend wöchentlich auf Basis der vorhandenen Wochenberichterstattung und umfasst die Beurteilung der Unternehmensleitung zu den vorhandenen Chancentrends in den bearbeiteten Leistungsbereichen. Im Ergebnis dieser Analyse erfolgt eine laufende Verteilung von Kapazitäten, Ressourcen und Waren. Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage Die Gesellschaft sieht in den beschriebenen Chancen attraktive Opportunitäten, die erreichte Profitabilität zu stabilisieren und zu erhöhen. Der in der Branche vorhandenen Gefahr des Verlustes von Geschäftsfeldern und damit Ertragspotenzialen wird die Gesellschaft entgegenwirken durch Aktivitäten in neuen Vertriebsformaten und digitalen Konzepten, in neuen Fahrzeugsegmenten (z. B. Nutzfahrzeuge und/oder Kleinstwagen) und/ oder -marken und in neuen Mobilitätskonzepten (z. B. Fahrzeugabos). 5.) Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Es werden keine Mitarbeiter im Bereich der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Auch künftig sind keine derartigen Aktivitäten geplant. 6.) Zweigniederlassungsbericht Die Autohaus Koch GmbH ist zum Bilanzstichtag an folgenden Standorten vertreten:
Berlin, den 31. März 2024 gez. Thomas Koch, Geschäftsführer gez. Jenny Koch, Geschäftsführerin gez. Kristin Leschinski, Geschäftsführerin gez. Torsten Walter, Geschäftsführer gez. Thomas Greitzke, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Koch GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Koch GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Koch GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 15. Mai 2024 bdp
Revision und Treuhand GmbH
gez. Hagemeier, Wirtschaftsprüfer gez. Wulff, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023Der Jahresabschluss wurde am 28. Mai 2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen