Joachim Behrens Scheessel GmbH

Milchstraße 1, 27374 Visselhövede, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 70707
Vorher
Joachim Behrens Scheeßel GmbH
Eingetragen
24.1.1990
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Handel mit chemisch-technischen Produkten, mit Futterzusatzmitteln, mit Arbeits- und Sicherheitsartikeln sowie mit Berufskleidung, sowie Vermietung eigener und fremder Immobilien und damit verbundene Dienstleistungen und der Abschluss aller hiermit im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte, Durchführung von Finanzanlagegeschäften, insbesondere Terminanlagegeschäften und von Darlehensgeschäften mit Gesellschaften, an denen die Gesellschaft oder deren Gesellschafter beteiligt sind, mit Vermögensverwaltungen der Gesellschafter und den Gesellschaftern selbst, soweit diese Finanzanlage- und Darlehensgeschäfte der Gesellschaft zusätzliche Gewinne erbringen und keiner besonderen Genehmigung bedürfen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Vesper
seit 7.2.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Heiko Breunig
seit 7.2.2023
Prokura
Björn Hendrik Seel
seit 7.2.2023
Prokura
Hagen Behrens
seit 13.8.2008
Prokura
Joachim Behrens
seit 17.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

27383 Scheeßel, Wischhoff 4
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Joachim Behrens Scheessel GmbH

Visselhövede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Joachim Behrens Scheessel GmbH, Visselhövede

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Joachim Behrens Scheessel GmbH, Visselhövede, ist ein international agierendes Unternehmen und vertreibt Spezial-Betriebsmittel für landwirtschaftliche Betriebe. Die Gesellschaft war in 2023 an den Standorten Visselhövede und Schönbichl (Österreich) vertreten.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat nach einem kräftigen Jahresauftakt im Sommer 2023 an Schwung verloren. Der Internationale Währungsfond (IWF) geht davon aus, dass sich das globale Wachstum von 3,5% im Jahr 2022 auf 3,1% im Jahr 2023 abgeschwächt hat. Diese Abschwächung wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Corona-Pandemie, den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingen zurückgeführt. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die maßgeblich auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor beruht. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt.

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft verhalten, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsrate (Jahresdurchschnitt 5,4%) und steigender Zinsen. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5%.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wurde 2023 durch die im historischen Vergleich stark erhöhte Inflation (2023: 5,9% / 2022: 6,9%) sowie die auch aus den geldpolitischen Gegenmaßnahmen resultierende Abkühlung der Konjunktur geprägt. Trotz steigender Lohneinkommen blieb eine Erholung des privaten Konsums aus. Das verarbeitende Gewerbe und die Bauwirtschaft verzeichneten angesichts gesunkener Neuaufträge sowie teilweiser Auftragsstornierungen ein Abschmelzen der bis dato hohen Auftragspolster. Die Entwicklung der Aufträge wirkte sich auch auf die Auslastung aus, da die Produktionskapazitäten unter anderem aufgrund der inzwischen wieder guten Verfügbarkeit von Vorprodukten trotz des Arbeitskräftemangels zunahmen. Der Internationale Währungsfond (IWF) und das Statistische Bundesamt weisen für die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,3 % aus (2022: +1,9).

Wir beschreiben uns als Händler für Betriebsmittel, vor allem für Milchviehhalter und angelagerte Betriebe und sehen unsere Aufgabe darin, Innovationen einzuführen und damit Geld zu verdienen. Indem sowohl Kunden als auch Händler und Hersteller unter Druck geraten sind, hat sich der Wettbewerb in unserer Branche tendenziell verschärft. Wir glauben, dass sich unser Handelsvolumen analog zu weiten Teilen unserer Branche entwickelt hat.

2023 war ein regulär gutes Jahr. Die Milchpreise waren angemessen, wenn auch nicht der Inflation entsprechend. Das Wetter hat sich weitgehend positiv auf die Ernte ausgewirkt. Der gefallene Umsatz hatte einen positive und einen negativen Effekt: Positiv ist der gesunkene Lagerbestand zum Jahreswechsel. Nachteilig war, dass dieses Faktum schon am Ende der Erntesaison nach dem Mais bestand. Es ergab sich ein deutlich geringerer Lagerverkauf, da einige Produkte nicht mehr zur Verfügung standen.

Grundsätzlich und insgesamt sind wir zufrieden mit 2023, da der Auftragseingang für Lieferung und Berechnung für das Geschäftsjahr 2024 in den Monaten November und Dezember erfreulich war.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 576 T€ auf 8.204 T€ (VJ: 8.780 T€) gesunken. Grundlegende Veränderungen in der Bilanzstruktur haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Das Anlagevermögen sank bei planmäßigen Abschreibungen auf 952 T€ (VJ: 1.089 T€). Wie bereits in den Vorjahren, ist das Anlagevermögen in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt.

Zum 31. Dezember 2023 weisen die Vorräte einen Wert von 3.970 T€ (VJ: 5.656 T€) aus. Die Senkung des Warenbestandes um knapp 1.542 T€ auf 4.937 T€. (VJ: 6.479 T€) resultiert aus den niedrigeren Warenmengen und gefallenen Einkaufspreisen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft verringerte sich auf 2.868 T€ (VJ: 3.096 T€). Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr wie im Vorjahr bei 35 %.

Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus (VJ: 500 T€).

Die Gesamtkapitalrentabilität ist gegenüber dem Vorjahreswert von 11,35 % im Jahr 2022 auf 6,54 % gesunken.

Finanzlage

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt. Neben den vorhandenen liquiden Mitteln, stehen ausreichend verbindliche und derzeit gar nicht in Anspruch genommene Kreditlinien zur Verfügung. Die finanzielle Lage der Gesellschaft ist somit als gut einzustufen.

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen sind von 318 T€ auf 203 T€ gesunken. Überwiegend handelt es hier um Erneuerung des Fuhrparks.

Ertragslage

Der (um Dienstleistungserträge bereinigte) Umsatz liegt um ca. 8 % unter dem Vorjahr. Der Umsatzverlust kam aus dem Bereich Erntekunststoffe mit -14,9 %. und wurde durch einen Umsatzzuwachs bei den Spezialitäten von +13,1 % abgeschwächt. Dabei ist der (um Dienstleistungserträge bereinigte) Inlandsumsatz im Vergleich zum Vorjahresniveau um ca. 6,6 % gesunken. Der (um Dienstleistungserträge bereinigte) Auslandsumsatz ist um ca. 13,5 % gesunken. In der Folge ist dessen Anteil am Gesamtumsatz 28 % (VJ: 30 %) und somit nahezu unverändert.

Die Gesellschaft hat im Vergleich zum Vorjahr ein um 833 T€ schlechteres Rohergebnis in Höhe von 8.434 T€ (VJ 9.267 T€) erzielt.

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 136 T€ auf 3.795 T€ (VJ: 3.931 T€) gesunken.

Für die Joachim Behrens Scheessel GmbH ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 182 T€ (VJ: Jahresüberschuss 818 T€).

IV. Gesamtaussage

Das Hauptthema kritischer Natur bleibt die Personalgewinnung im Verkauf. Wir haben dafür unser Bezahlsystem neu gestaltet und hoffen dadurch effektiver um neue Mitarbeiter werben zu können. Leider hat diese Umstellung in den ersten Monaten des Jahres 2024 zu Irritationen geführt, so ging ein Teil des Auftragsvorsprungs im Frühjahr 2024 wieder verloren.

V. Risiken und Chancen

Wir haben aus verschiedenen Gründen eine recht gute Marge aus den ersten Monaten in 2024 erzielt. Dabei hoffen wir, dass die kalkulatorischen Preissteigerungen, durchzuhalten sind. Ein relativ starker Effekt kommt aus der Seite der Erntekunststoffe. Trotz des virulenten Ukrainekrieges haben sich die Kunststoffpreise etwas beruhigt. Das führt zu geringerem €-Umsatz bei leicht gestiegenem Stückumsatz. Dabei steigt die prozentuale Marge.

Das milde Frühjahr könnte uns, abhängig vom weiteren Jahreslauf, ein gutes Erntevolumen bringen. Allerdings sind noch nicht alle Flächen befahrbar und die Maissaat wird mancherorts möglicherweise verspätet erfolgen. Auch das ist Risiko und Chance. Je später der Mais, desto länger haben wir Zeit die diesbezüglichen Produkte zu verkaufen; aber ein zu später Erntetermin kann Probleme bei der Befahrbarkeit der Äcker mit sich bringen.

Die schon oben erwähnte Problematik der Personalgewinnung beinhaltet leider Risiken und de facto keine Chancen. Wir sehen derzeit davon ab, Azubis mit Schwerpunkt Verkauf anzuwerben, der Aufwand diese auszubilden ist bei ein oder zwei Zugängen uneffektiv in der Begleitung.

Nach wie vor bilanzieren wir "konservativ".

Die prinzipiell vorhandenen Risiken hinsichtlich der Bonität unserer Kunden begleiten wir durch intensive Bonitätskontrolle, eine Warenkreditversicherung für das Gros der größeren Posten und ein intensives Forderungsmanagement.

Potentielle Währungsrisiken im Absatzgeschäft mit Polen und Tschechien sind von den Volumina her zu gering, als dass sich Sicherungsgeschäfte als Kompensation anbieten würden. Aus Kosten-Nutzen-Erwägungen wurde auf den Abschluss von Sicherungsgeschäften verzichtet.

Im Bereich E-Commerce arbeiten wir an der Einführung einer neuen Shop-Ware; dieses soll insbesondere die internen Abläufe nach Auftragseingang optimieren. Die derzeitigen Freiräume des E-com-Teams fließen in Social-Media und wir haben daraus sehr erfreuliche Resonanzen für unsere Telefonverkäufer. Der Sohn des Inhabers, Michel Behrens, ist im Frühjahr ́24 mit in die Firma eingestiegen und leitet aufgrund seines Werdegangs (Ausbildung als Sparkassen-Kaufmann und anschließend in Internet-Startups) unseren E-Commerce; ferner eine kleine Verkaufsgruppe im Bereich Kunststoffe und wird im Bereich Einkauf von seinem Onkel, Hagen Behrens bei Lieferanten eingeführt. Er ist Teil der jetzt 5-köpfigen Leitungsrunde.

Über eine Prokura für Michel Behrens soll nach einer kurzen Zeit des Miteinanders in der Leitung entschieden werden.

Der Verkauf über Kataloge und Webshop erweist sich durchaus als gutes Tool zur Gewinnung neuer Kunden und Rückgewinnung ehemaliger Käufer. Telefon-Akquise, Katalog und Web-Shop befruchten sich gegenseitig. Wie schon im Vorjahr beschrieben: generell wollen wir der abnehmenden Anzahl, aber zunehmenden Größe unserer potentiellen Kunden dadurch gerecht werden, indem wir jbs Schritt für Schritt in ein Multi-Channel-Unternehmen umbauen. Die regionalen Messen finden wieder statt.

Es besteht eine Vertrauensschadens-Versicherung für Eigen- und Fremdpersonal. Zur Absicherung existenzieller betrieblicher Risiken besteht Deckung durch eine umfassende Firmen-Police.

Das Unternehmen betreibt seit einigen Jahren ein aktives Risikomanagement. Dies beinhaltet weniger einzelne mathematisch-statistische Bewertungs- und Berechnungsmodelle, sondern fokussiert sich auf die qualitative Bewertung der Risiken selbst.

Insgesamt sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft.

VI. Prognosebericht

Der Umsatz-Auftragsbestand des Kalenderjahres 2024 (Stand 16. April 2024) bestehend aus geschriebenen Rechnungen und erteilten, noch nicht ausgeführten Aufträgen, liegt rund 3,3 % unter dem Vorjahresstand. Das resultiert, wie oben erwähnt, primär aus Preisrückgängen im Bereich Kunststoffe. Wir betreiben unser Unternehmen mit besonders intensiver Betrachtung der jeweiligen aktuellen Zahlen.

 

Visselhövede, 30. April 2024

Geschäftsführung

David Vesper

Hans-Hinrich Hastedt

Joachim Behrens

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 951.544,93 1.089.247,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 121.927,00 174.615,00
II. Sachanlagen 829.217,93 914.232,15
III. Finanzanlagen 400,00 400,00
B. Umlaufvermögen 7.200.210,99 7.633.585,96
I. Vorräte 3.970.322,86 5.656.177,85
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.041.053,18 1.019.641,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.444.526,23 1.545.669,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.785.361,90 431.738,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.075,99 57.360,23
Aktiva 8.203.831,91 8.780.193,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.868.391,66 3.095.873,75
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnvortrag 186.777,87 -222.318,01
III. Jahresüberschuss 181.613,79 818.191,76
B. Rückstellungen 1.755.133,40 2.062.186,63
C. Verbindlichkeiten 3.578.832,63 3.617.953,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.474,22 4.179,19
Passiva 8.203.831,91 8.780.193,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.433.911,24 9.267.421,52
2. Personalaufwand 3.794.860,82 3.930.607,72
a) Löhne und Gehälter 3.181.321,41 3.327.602,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 613.539,41 603.005,46
davon für Altersversorgung 14.642,00 34.702,00
3. Abschreibungen 329.379,90 332.826,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 329.379,90 332.826,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.611.320,51 3.611.063,76
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,50 4,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.723,02 15.004,97
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 354.669,85 178.505,59
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 16.590,00 15.565,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 105.470,22 358.710,80
9. Ergebnis nach Steuern 255.937,46 870.716,50
10. sonstige Steuern 74.323,67 52.524,74
11. Jahresüberschuss 181.613,79 818.191,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Joachim Behrens Scheessel GmbH hat ihren Sitz in Visselhövede. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRB 70707 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Alle übrigen Aktiva sind zum Nennwert angesetzt.

Das Stammkapital ist mit dem Nominalwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 966.025,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rücknahmekosten, Ergebnisbeteiligungen und Personalkosten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (folgende Seite) zu entnehmen.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.043.655,78 0,00 19.694,08
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.043.655,78 0,00 19.694,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 485.326,95 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.161.766,14 198.081,25 243.102,72
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.001,65 5.396,43 0,00
Summe Sachanlagen 2.668.094,74 203.477,68 243.102,72
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 400,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 400,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.712.150,52 203.477,68 262.796,80
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.023.961,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.023.961,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 485.326,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.001,65 2.137.746,32
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -21.001,65 5.396,43
Summe Sachanlagen 0,00 2.628.469,70
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 400,00
Summe Finanzanlagen 0,00 400,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.652.831,40
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869.040,78 52.683,00 19.689,08 0,00 902.034,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 869.040,78 52.683,00 19.689,08 0,00 902.034,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.281,95 22.811,00 0,00 0,00 163.092,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.613.580,64 253.885,90 231.307,72 0,00 1.636.158,82
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.753.862,59 276.696,90 231.307,72 0,00 1.799.251,77
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.622.903,37 329.379,90 250.996,80 0,00 2.701.286,47
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 121.927,00 174.615,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 121.927,00 174.615,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 322.234,00 345.045,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 501.587,50 548.185,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.396,43 21.001,65
Summe Sachanlagen 0,00 829.217,93 914.232,15
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 400,00 400,00
Summe Finanzanlagen 0,00 400,00 400,00
Summe Anlagevermögen 0,00 951.544,93 1.089.247,15

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,-- EUR (Vorjahr: 1.684,79 EUR).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck Richttafeln 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 11.450,00 EUR.(Vorjahr: 50.058,00 EUR).

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (500,0) (500,0) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 377,1 377,1 0,0
(Vorjahr) (474,3) (474,3) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 3.201,6 1.641,2 1.560,4
(Vorjahr) (2.643,6) (1.562,1) (1.081,5)
Summe 3.578,7 2.018,3 1.560,4
(Vorjahr) (3.617,9) (2.536,4) (1.081,5)

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 362.973,35 EUR. Diese Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich die sonstigen Verbindlichkeiten.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Sicherheiten in Form von Raumsicherungsübereignungen von Waren mit Abtretung der Verkaufsforderungen sowie Globalabtretungen gegen alle Kunden.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
EUR
2022
EUR
Sonstige Verbindlichkeiten 284.000,00 284.000,00

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Es besteht eine Mithaft für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 966.929,28.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist wegen guter Bonität nicht zu rechnen, zudem bestehen werthaltige Rückgriffsansprüche in Form von Grundschuldeintragungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von ca. 1.172.300,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die jährliche Verpflichtung beträgt rd. 590.700,00 EUR.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sind in Höhe von EUR 16.590,00 (Vorjahr EUR 15.565,00) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 18.686,73 (Vorjahr EUR 14.477,53) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwand aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 41.566,21 (Vorjahr EUR 41.499,06).

VI. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 89
Auszubildende 5
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 94
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 25

Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Joachim Behrens ausgeübter Beruf: Groß- und Außenhandelskaufmann
Hans-Hinrich Hastedt ausgeübter Beruf: Groß- und Außenhandelskaufmann

(ab dem 26. Januar 2023)

David Vesper ausgeübter Beruf: Groß- und Außenhandelskaufmann

(ab dem 26. Januar 2023)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Visselhövede, 12.04.2024

Joachim Behrens

 

Visselhövede, 12.04.2024

Hans-Hinrich Hastedt

 

Visselhövede, 12.04.2024

David Vesper

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"An die Joachim Behrens Scheessel GmbH, Visselhövede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Joachim Behrens Scheessel GmbH, Visselhövede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Joachim Behrens Scheessel GmbH, Visselhövede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bremen, 2. Mai 2024

Gräwe & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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