Beteiligungsgesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olivier Demarthe seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Stéphanie Rousseau-Playe seit 14.1.2026 | Prokura |
Iris Hieronymus seit 2.10.2024 | Prokura |
Ralf Hoppe seit 4.6.2021 | Prokura |
Jörgen Kurt Märzke seit 4.6.2021 | Prokura |
Marie-France Sylvia Pommaret seit 13.11.2017 | Prokura |
Stefan Popp seit 4.12.2013 | Geschäftsführer |
Enno Kramer seit 7.11.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Reel Nederland B.V. | 90.91% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REEL GmbHVeitshöchheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die REEL GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der REEL GmbH, Veitshöchheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REEL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Allgemeine Hinweise" und "Nachtragsbericht" im Anhang sowie in dem Abschnitt "Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung" des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund fehlender Großaufträge aus Russland und Kostensteigerungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, Zahlungsmittelabflüsse aus der Geschäftstätigkeit im Prognosezeitraum erwartet, die möglicherweise nicht durch vorhandene liquide Mittel der Gesellschaft gedeckt werden können. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist daher von der finanziellen Unterstützung durch die REEL International SAS, Saint-Cyr-au-Mont-d'Or/Frankreich, abhängig. Diese hat am 22. März 2023 eine betragsmäßig unbeschränkte und bis zum 30. Juni 2024 befristete Patronatserklärung zugunsten der REEL GmbH ausgesprochen. Am 2. Mai 2024 wurde eine weitere gleichlautende und betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung ausgesprochen, die bis zum 30. September 2025 befristet ist. Danach verpflichtet sich die REEL International SAS, Saint-Cyr-au-Mont-d'Or/Frankreich, die Gesellschaft so mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, alle Forderungen ihrer Gläubiger zu begleichen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 30. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Süppel, Wirtschaftsprüferin Bierwirth, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Die REEL GmbH (im Folgenden kurz "Unternehmen" oder "REEL") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen Rechts mit Sitz in Veitshöchheim, Rudolf-Diesel-Straße 1. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Würzburg im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 7690, eingetragen. Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu Grunde. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB) Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Der Jahresabschluss wird daher unter der Annahme und gemäß dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich vorliegender bestandsgefährdender Tatsachen wird auf die weiteren Erläuterungen im Abschnitt "Nachtragsbericht" sowie im Lagebericht in dem Abschnitt "Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung" verwiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264 bis 288 HGB, erstellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, dazu zählen auch der Geschäfts- oder Firmenwert sowie der Kundenstamm, sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Für den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem mit Metso Outotec, Köln, am 1. April 2021 abgeschlossenen Asset Deal wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren (von 2021 bis 2036) entsprechend der steuerlichen Abschreibung gem. § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zeitanteilig abgeschrieben. Hierbei findet die lineare Abschreibung Anwendung. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 800,00, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 800,00 werden nach der gesetzlich vorgeschriebenen Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Im Bereich des beweglichen Sachanlagevermögens wird von dem Wahlrecht der Bildung eines Festwertes gem. § 240 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie fertige Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von Dritten werden, soweit sie durch unfertige Erzeugnisse und Leistungen gedeckt sind, von diesen nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen auf der Aktivseite abgesetzt. Erhaltene Anzahlungen verbundener Unternehmen werden nicht saldiert ausgewiesen, sondern unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Überbrückungsgeld und Jubiläumsverpflichtungen sind nach den Grundsätzen des BilMOG durch versicherungsmathematische Sachverständigengutachten zum 31. Dezember 2023 ermittelt worden. Die Bewertung erfolgte nach einem modifizierten Teilwertverfahren. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %). Erwartete Gehaltssteigerungen (bei Überbrückungsgeld und Jubiläumsverpflichtungen) wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) sowie erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % (Vj. 1,75 %) berücksichtigt. Weiterhin wurde eine Fluktuationsrate von 3,00 % (Vj. 2,0 %) zugrunde gelegt. Bei den Rückstellungen für Pensionen wurde auf Grundlage des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" vom 11. März 2016 der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zusätzlich ermittelt. Dieser beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4 und ist mit einer Ausschüttungssperre belegt. Altersteilzeit-Rückstellungen beinhalten die handelsrechtlich vorgeschriebenen Erfüllungsrückstände sowie die künftig anfallenden Aufstockungsbeträge. Die Rückstellung für Altersteilzeit wird mit einem durchschnittlichen Zinssatz, bekannt gegeben durch die Deutsche Bundesbank, gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für eine Restlaufzeit von 2 Jahren abgezinst. Der Erfüllungsbetrag zum Stichtag aus Altersteilzeitzusagen beläuft sich auf TEUR 461 (Vj. TEUR 166). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,05 % sowie durchschnittlicher Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % per annum. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Überbrückungsgeld und Jubiläumsverpflichtungen werden mit einem Rechnungszinsfuß von 1,76 % abgezinst. Das bestehende Altersteilzeitguthaben gemäß dem Altersteilzeitgesetz mit einem beizulegendem Zeitwert von TEUR 101 (Anschaffungskosten TEUR 112), das ausschließlich der Insolvenzabsicherung dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubigern entzogen ist (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurde im Sinne von § 255 Abs. 4 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwerts mit der entsprechenden Rückstellung für Altersversorgung verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Das Ansatzwahlrecht von Aktivüberhängen der latenten Steuern wurde nicht ausgeübt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zu Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen folgende Gesellschaften:
Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die an die chinesische Tochtergesellschaft NKM Noell (Xiamen) Special Cranes Co., Ltd ausgegebenen Darlehen, die bereits in Vorjahren zu 100 % wertberichtig waren, wurden im Geschäftsjahr ausgebucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 27 (Vj. TEUR 27). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 14.147 bestehen aus kurzfristigen Cashpool-Darlehen in Höhe von TEUR 8.349 gegen die deutschen und das finnische Tochterunternehmen, welche mit EURIBOR + 0,5 %, mindestens jedoch 0,5 % verzinst werden. Des Weiteren bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.144 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen aus Forderungen gegen Finanzämter, die sich insbesondere aus Umsatzsteuerforderungen von TEUR 255 gegen die rumänischen Finanzbehörden und aus TEUR 40 gegen die isländischen Finanzbehörden zusammensetzen. Des Weiteren bestehen Hinterlegungen von insgesamt TEUR 134 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die zu TEUR 101 der Alterszeitregelung-Insolvenzabsicherung dienen und darüber hinaus debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 219. Aktive latente Steuern Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bilanzieller Wertansätze bei den unfertigen Leistungen und aus temporären Differenzen zwischen der Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, wobei auf das Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern verzichtet wird. Mögliche latente Steuern würden sich mit einem kombinierten Ertragsteuersatz von 23% abbauen. Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.002.000 und ist voll eingezahlt. Mit notarieller Beurkundung vom 28. März 2012 übertrug die Groupe Reel S.A.S., Frankreich, ihre Anteile auf die Reel Nederland B.V., Hoofddorp, Niederlande, die seit diesem Zeitpunkt alleinige Gesellschafterin ist. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der Groupe Reel S.A.S., Saint-Cyr-au-Mont-d'Or, Frankreich (REEL). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr und beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 12.735.435,13. Steuerrückstellungen In 2023 wurde keine Steuerrückstellung gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.166 (Vj. TEUR 8.162) wurden für noch ausstehende Lieferantenrechnungen für abgerechnete Aufträge TEUR 4.088 (Vj. TEUR 2.449), für personalbezogene Kosten TEUR 3.248 (Vj. TEUR 2.636), für Garantieverpflichtungen TEUR 924 (Vj. TEUR 1.540), ausstehende Rechnungen für Gemeinkosten TEUR 760 (Vj. TEUR 755), für Rechtsstreitigkeiten TEUR 1.000 (Vj. TEUR 700) und für Jahresabschlusskosten TEUR 146 (Vj. TEUR 82) gebildet. Verbindlichkeiten Folgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in TEUR:
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 71.000 sind in der Bilanz TEUR 63.899 von den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen offen abgesetzt. Diese entfallen vollständig auf Projekte, die mit Dritten abgewickelt werden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 71.000 sind zum Teil durch Bankgarantien gesichert. Das Bankgarantievolumen für Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- sowie Gewährleistungsbürgschaften verteilt sich auf die Banken zum Stichtag 31. Dezember 2023 wie folgt: TEUR 23.804 auf die Commerzbank AG, München, TEUR 5.463 auf die HSBC France, TEUR 817 auf die BNP Paribas, Lyon, Frankreich, TEUR 3.081 auf die BNP Germany und TEUR 121 auf ein von der Natixis, Paris, Frankreich, geführtes Bankenkonsortium. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich insbesondere aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und verbesserter Liquidität. Derivative Finanzinstrumente In 2023 wurden Devisentermingeschäfte mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, abgeschlossen, um sich gegen Währungsrisiken zukünftiger Kunden- und Lieferantenzahlungen aus dem Auftragsbestand beschaffungs- und absatzseitg abzusichern. Die erwarteten Umsatzerlöse aus dem Auftragsbestand und das Sicherungsgeschäft werden zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren Fremdwährungseinkaufskontrakte in CNY im Gesamtkontraktwert von TEUR 1.887 noch nicht erfüllt. Aus dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag ergibt sich ein unrealisierter Verlust aufgrund der Einfrierungsmethode in Höhe von TEUR 30. Zum Bilanzstichtag lagen keine noch offenen Fremdwährungsverkaufskontrakte vor. Ausschüttungssperre In Höhe des folgenden Betrages ergibt sich eine Gewinnausschüttungssperre:
Diese kann aufgrund der frei verfügbaren, für Ausschüttungen auflösbaren Rücklagen entsperrt werden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsätze
Die Aufteilung nach Regionen entspricht der Region, in der die Anlage errichtet worden ist. Die Abweichungen zum Vorjahr sind projekt- und stichtagsbedingt. Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Es bestehen keine periodenfremde Aufwendungen. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 133 (Vj. TEUR 128) beinhalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung für langfristige Rückstellungen in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 19). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 14). Die Gesellschaft hat die Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes oder vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. Sonstige Angaben Beirat Gemäß der Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2020 besteht der Beirat der Gesellschaft aus bis zu sieben Mitgliedern, davon sind bis zu fünf Mitglieder stimmberechtigt und bis zu vier nicht stimmberechtigt. Als Mitglieder des Beirats sind bestellt:
Der Beirat erhält keinerlei Vergütungen von der Gesellschaft. Geschäftsführer im Berichtsjahr 2023 waren:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Der Geschäftsführer Herr Patrik Ernst wurde von der Schwestergesellschaft REEL Alesa AG, Zürich, Schweiz und Herr Cédric Schmuck wird vom Mutterunternehmen Groupe Réel S.A.S, Saint-Cyr-au-Mont-d'Or, Frankreich, vergütet und anteilig der Gesellschaft belastet. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter pro Standort:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter nach Geschlechtern:
Konzernverhältnisse (§ 285 Nr. 14 HGB) Der Jahresabschluss der REEL GmbH wird in den Konzernabschluss der Groupe Reel S.A.S, Saint-Cyr-au-Mont-d'Or, Frankreich, (Groupe REEL) als oberste Muttergesellschaft einbezogen. Dieser ist am Sitz der Groupe REEL erhältlich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den nach fränzösichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Groupe REEL mit Sitz in Saint-Cyr-au-Mont-d'Or, Frankreich, einbezogen. Diese stellt sowohl für den größten als auch für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Honorare des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 153. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von EUR -774.779,49 zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen worden. Nachtragsbericht Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind die folgenden Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben: Seit dem Ausbruch des Russisch-Ukrainischen Krieges am 24. Februar 2022 hat die EU eine Reihe von Sanktionen gegen Russland verhängt, die auch in 2024 weiterhin Auswirkungen auf unser Unternehmen haben. In Folge haben sich die Beschaffung und Fertigung von Bauteilen mitunter erschwert und auch verteuert, was die gesamte Supply Chain des Unternehmens betrifft bis hin zu gestiegenen Kosten bei der Auslieferung des fertigen Endprodukts an die jeweiligen Endkunden. Preissteigerungen und Verzögerungen bei der Fertigstellung von Projekten haben negative Auswirkungen speziell auf den Umsatz und den Cash Flow des Asiengeschäfts und somit auf das Gesamtjahresergebnis, das Eigenkapital und die Liquidität. Aufgrund des Wegfalls von neuen Großaufträgen aus Russland sowie Kostensteigerungen in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wurde in 2024 der Liquiditätsbedarf, der nicht aus vorhandenen liquiden Mitteln der Gesellschaft bestritten werden konnte durch den Cash Pool mit der REEL International gedeckt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sind somit von der finanziellen Unterstützung der REEL International SAS abhängig. Die REEL International SAS als oberste Muttergesellschaft des Reel Konzerns hat am 22. März 2023 eine Patronatserklärung zugunsten der Reel GmbH ausgesprochen. Danach verpflichtet sich die REEL International SAS das Unternehmen so mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass es jederzeit in der Lage ist, alle Forderungen seiner Gläubiger zu begleichen. Sollte die Patronin ihrer Ausstattungsverpflichtung durch Gewährung eines Darlehens nachkommen, tritt der Darlehensrückzahlungsanspruch (§ 39 Abs. 2 InsO) im Rang hinter alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen anderer Gläubiger zurück. Die Patronatserklärung ist betragsmäßig unlimitiert und galt bis einschließlich 30. Juni 2024. Am 2. Mai 2024 wurde eine neue Patronatserklärung zu denselben Konditionen ausgesprochen, die bis zum 30. September 2025 befristet ist. Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind der Gesellschaft keine weiteren wesentlichen Vorgänge bekannt geworden, die sich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage negativ auswirken könnten.
Veitshöchheim, den 30. September 2024 Die Geschäftsführung Cédric Schmuck Stefan Popp Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 2.1 Wirtschaftliche Gegebenheiten der Primäraluminiumindustrie (weltweit) 2.2 Wirtschaftliche Gegebenheiten in der Nuklearindustrie 2.3 Wirtschaftliche Gegebenheiten im Bereich "Sonstige Kräne". 2.4 Auftragseingang 2023 und Auftragsbestand 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4. Forschung und Entwicklung 5. Personalentwicklung 6. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung 7. Prognosebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Die REEL GmbH, im Folgenden kurz "Unternehmen" oder "REEL", ist im Bereich Bau, Planung, Vertrieb, Inbetriebnahme und Wartung - von Spezialkränen, insbesondere für Kernkraftwerke, Hüttenwerke, Müllverbrennungsanlagen und für die Aluminiumindustrie sowie - von Maschinen und Anlagen zur Herstellung, Aufbereitung und Handhabung von Anoden, erforderlich für die Herstellung von Primäraluminium, tätig. Die REEL ist eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Groupe Réel S.A.S, Saint- Cyr-au-Mont-d'Or, Frankreich (Groupe REEL) und wird in deren französischen Konzernabschluss einbezogen. Die REEL ist alleinige Gesellschafterin von neun Tochterunternehmen im In- und Ausland und unterhält Betriebsstätten in den Niederlanden und Indien (in Abwicklung) 2. Wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 2.1 Wirtschaftliche Gegebenheiten der Primäraluminiumindustrie (weltweit) 2023 fiel der Aluminiumpreis unter die Marke von 2.500 USD pro Tonne erholte sich jedoch zum Jahresende und Anfang 2024. 1 2.2 Wirtschaftliche Gegebenheiten in der Nuklearindustrie Der Markt in Deutschland ist gekennzeichnet durch die Situation, dass die Kernkraftwerke Ende April 2023 abgeschaltet wurden. Modernisierungsmaßnahmen werden nur durchgeführt, wenn dies für den Rückbau und die Stilllegung erforderlich ist. 2 In den europäischen Ländern außerhalb Deutschlands nimmt der Beginn des Baus von schon lang geplanten Kernkraftwerken konkrete Gestalt an. Modernisierungsmaßnahmen bei bestehenden Anlagen werden weiterhin durchgeführt. Die Energiekrise, die 2022 nach dem Krieg in der Ukraine und den als Reaktion darauf beschlossenen Sanktionen gegen Russland begann, wird den Bau neuer Kraftwerke beschleunigen. China treibt die Expansion im Bereich der Kerntechnik voran, wobei die Ausschreibungen nur noch landesintern in chinesischer Sprache veröffentlicht werden. 3
1 ROHSTOFFE - boerse.de
a. Deutschland Neue Krananlagen für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen haben in den meisten Fällen keine besonderen technischen Anforderungen zu erfüllen, wodurch die Chancen für REEL begrenzt sind. Aufgrund der Tatsache, dass kein Kernkraftwerk mehr in Betrieb ist, wird der Markt zunehmend von Stilllegungstätigkeiten geprägt. Der Ort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle ist noch nicht definiert und wird noch untersucht. Daher werden die bestehenden Zwischenlager länger als geplant in Betrieb sein und wir erwarten in den kommenden Jahren Modernisierungsbedarf. 4 b. Europa und weltweit Die Länder, die den Neubau von kerntechnischen Anlagen aufgegeben haben, richten ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die Sicherheit der vorhandenen Reaktoren. Andererseits halten die meisten Länder, die den Bau von kerntechnischen Anlagen geplant haben, an ihren Plänen fest, und neue Länder schließen sich ihnen an. 5 Neben dem heimischen Markt in Deutschland verstärkten wir daher unsere internationale Marktausrichtung mit besonderem Fokus auf Skandinavien durch die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft in Finnland Ende des Geschäftsjahres 2022, die sowohl den finnischen als auch den schwedischen Markt direkt anspricht. 2.3 Wirtschaftliche Gegebenheiten im Bereich "Sonstige Kräne" 2023 hielten sich die Aktivitäten im Offshore-Bereich weiterhin auf niedrigem Niveau, aber wir glauben, dass sich der Markt in diesem Segment wieder erholen wird, und aus diesem Grund werden wir unsere Entwicklungsaktivitäten und unsere Investitionen in Vertrieb und Marketing fortführen. Wir sehen ein zunehmendes Interesse im sogenannten Schüttgutbereich an Pontonkränen zur Ablösung herkömmlicher Umlader. Die Aktivitäten im Produktsegment Entsorgung nehmen zu, vor allem bei der Modernisierung von alten Kränen, die vor 20 - 25 Jahren ausgeliefert wurden. Ein weiterer Trend ist die Automatisierung von alten Kränen zur Verbesserung der Effizienz. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird.
4 BASE - Verlängerte Zwischenlagerung
(bund.de)
2.4 Auftragseingang 2023 und Auftragsbestand Der im Geschäftsjahr 2023 bei REEL verzeichnete Auftragseingang belief sich auf 112,0 Mio. EUR (Vorjahr: 66,9 Mio. EUR). Das Auftragsvolumen resultiert aus den Produktbereichen Aluminium (Business Unit (BU) Aluminium und BU Anode und Casting), Nuklear, "Sonstige Kräne" (Spezialkräne, Müllkräne, Schwimmkräne / sonstige Offshore-Krananlagen, Luft- und Raumfahrt) und dem Service-Bereich. Geschäftsbereich Aluminiumindustrie (Elektrolyse, Carbon, Anode und Casting) Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf ca. 52,4 Mio. EUR (Vorjahr: 50,5 Mio. EUR), davon 24,8 Mio. EUR für das Anoden- und Gussgeschäft. Der Auftragsbestand am Ende des Jahres 2023 belief sich auf ca. 104,9 Mio. EUR für Großprojekte im Aluminiumbereich, hierin sind u.a. russische Projekte enthalten. Geschäftsbereich Nuklearindustrie Vornehmlich aufgrund der begrenzten Restlaufzeiten der Kernkraftwerke vor ihrer Stilllegung ist das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland schwierig. Der Trend der letzten Jahre auf dem internationalen Markt setzt sich fort und wir rechnen mit einer Verlagerung des Geschäfts vom nationalen auf den internationalen Markt. Dies beinhaltet eine Mischung aus Ertüchtigung/Modernisierung/Ersatz bestehender Anlagen und Versorgung neu zu errichtender Kernkraftwerke. 6 Am Ende des Jahres 2023 belief sich der Auftragsbestand auf rund 25,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22 Mio. EUR) für Großprojekte im Nuklearbereich. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf ca. 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) für größere Projekte. Geschäftsbereich "Sonstige Kräne" und Industrie Der Auftragsbestand in diesem Bereich betrug zum Jahresende 52,3 Mio. EUR ausschließlich für Großprojekte, wobei der Auftragseingang im Jahr 2023 bei insgesamt 50,4 Mio. EUR lag. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Infolge des Jahresfehlbetrags von 775 TEUR sank die Eigenkapitalquote von 18,9 % im Jahr 2022 auf 17,7 % im Jahr 2023. Die Bilanzsumme wird durch den Jahresfehlbetrag belastet und ist auf 45.116 TEUR gesunken. Das Anlagevermögen hat sich um 1.258 TEUR auf 15.984 TEUR im Geschäftsjahr verringert. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.298 TEUR aufgrund der laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 200 TEUR erhöht. Basierend auf dem Projektfortschritt und der dadurch bedingte Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen bei gleichzeitiger Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich die Vorräte um 662 TEUR auf 4.026 TEUR erhöht. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um 445 TEUR auf 22.155 TEUR erhöht, was sich aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.024 TEUR ergibt, bei gleichzeitigem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (227 TEUR) und der sonstigen Vermögensgegenstände (352 TEUR). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet sich aufgrund des Projektstatus einiger Projekte, wobei die Rechnungsstellung erst zum Ende des Jahres erfolgte. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten den kurzfristigen Cashpool mit der REEL International SAS in Höhe von 654 TEUR, was gegenüber dem Vorjahr eine Rückführung des kurzfristigen Cashpools von insgesamt 8.772 TEUR bedeutet. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 352 TEUR begründet sich im Wesentlichen aus der deutschen USt-Verbindlichkeit zum Jahresende 2023, welche sich zum Vorjahresende noch als Forderung darstellte. Überwiegend aus der Zuführung von auftragsbezogenen Rückstellungen ergibt sich eine Zunahme der sonstigen Rückstellungen um 2.004 TEUR auf 10.166 TEUR im Geschäftsjahr. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 2.417 TEUR auf 26.446 TEUR im Geschäftsjahr basiert auf einer Erhöhung von 5.885 TEUR bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und einem Anstieg von 1.074 TEUR der sonstigen Verbindlichkeiten, die jeweils auf dem Projektfortschritt basieren, bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 9.342 TEUR. Letzterer beruht im Wesentlichen aus dem Rückgang der Cashpool Verbindlichkeiten um 8.772 TEUR gegenüber der Muttergesellschaft. Finanzlage Die Finanzierung des Unternehmens wird durch die eigenen liquiden Mittel des Unternehmens und gegebenenfalls durch die REEL International SAS als oberste Muttergesellschaft des Reel Konzerns gedeckt. Zum Jahresende 2023 hat sich die Liquidität gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel verringert hauptsächlich begründet aus der Rückzahlung des Cashpools. Jeder weitere Bedarf an liquiden Mitteln würde von der REEL International SAS gedeckt werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 7.680 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR), was im Wesentlichen auf die hohen erhaltenen Anzahlungen, teilweise kompensiert durch den Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen, zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -9.189 TEUR stammt aus Auszahlungen im Rahmen des kurzfristigen Cashpools mit verbundenen Unternehmen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 477 TEUR beinhaltet im Wesentlichen die Ergebnisabführungsverträge mit den deutschen Tochtergesellschaften und Zukäufe bei Finanz- und Sachanlagen. Der gesamte Cashflow des Geschäftsjahres beträgt somit -1.032 TEUR und führt zu einem Finanzmittelfonds von 2.951 TEUR (Vorjahr: 3.983 TEUR) zum Ende des Geschäftsjahres. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge und abzüglich Materialaufwand) sowie das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern (EBIT). Die REEL ist in den französischen Konzern der Groupe REEL eingebunden, somit erfolgt die Steuerung im Wesentlichen nach den dort vorgegebenen Leistungsindikatoren und französischer Rechnungslegung. Für HGB- Zwecke beschränken wir uns auf die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Das Geschäftsjahr 2023 hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich verbessert, was das Jahresergebnis betrifft. Das Jahresergebnis nach Ergebnisübernahmen verringerte sich von einem Verlust von 3.982 TEUR im Jahr 2022 auf einen Verlust von 775 TEUR im Jahr 2023. Begünstigt wurde das Ergebnis durch die Gewinnübernahmen der deutschen Tochtergesellschaften REEL Möller GmbH, Hamburg, und der REEL Handling & Lifting Systems GmbH, Hamburg.
Wie die obige Tabelle deutlich zeigt, ist die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) gegenüber 2022 um 19,3 % gestiegen. Das Rohergebnis stieg im Geschäftsjahr 2023 von 32.066 TEUR auf 35.820 TEUR (11,7%) bedingt durch den Projektfortschritt im Jahr 2023 mit einhergehender Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen bei gleichzeitiger Zunahme des Materialaufwands. In Konsequenz verbesserte sich das EBIT um 1.171 TEUR (25,5%) auf -3.422 TEUR. Der im Jahr 2023 verbuchte Verlust von 775 TEUR (Verlust im Vorjahr: 3.982 TEUR) verteilte sich auf die Standorte/Betriebsstätten wie folgt:
Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 betragen 65,2 Mio. EUR (Vorjahr 64,6 Mio. EUR). Auf den Teilverkauf von Ersatzteilen entfielen 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR), was 29,4% (Vorjahr: 24,5%) der Umsatzerlöse entspricht. Mit diversen Projektarbeiten konnten Erlöse in Höhe von 30,5 Mio. EUR (Vorjahr: 37,9 Mio. EUR) erzielt werden. Die Projektumsätze umfassen damit im aktuellen Geschäftsjahr 46,8% der Umsatzerlöse (Vorjahr 58,7%). Aus Serviceprojekten sind Umsatzerlöse in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR) erzielt worden; dies entspricht 13,3% (Vorjahr 11,1%) der Umsatzerlöse. Die Veränderung der Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen beträgt 10,9 Mio. EUR (Vorjahr: Verringerung 24,0 Mio. EUR) aufgrund von Projektrealisierungen im Geschäftsjahr. Größter Bestandteil der Materialaufwendungen sind mit 31,5 Mio. EUR (Vorjahr: 25,9 Mio. EUR) die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren, die gegenüber dem Vorjahr um 21,3% angestiegen sind. Zudem sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) in den Materialaufwendungen enthalten. Aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiteranzahl stiegen die Personalaufwendungen im Jahr 2023 absolut um 9,0% auf 25,5 Mio. EUR (Vorjahr: 23,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf 1,4 Mio. EUR deutlich gesunken und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 11,7 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR nur marginal gestiegen. Gesamtaussage Insgesamt ist die Situation des Unternehmens in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz eines schwierigen Umfeldes als zufriedenstellend zu bezeichnen, da das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich besser ausgefallen ist, was das Unternehmensergebnis betrifft. Konkrete Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Umsatzrealisierung werden auch für das kommende Geschäftsjahr geplant. Hierbei handelt es sich um die weitere Nutzung der Synergieeffekte in der deutschen REEL Gruppe, die die Bereiche Vertrieb, Engineering und Beschaffung im Fokus haben. Mit einer weiterhin geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um im kommenden Geschäftsjahr erfolgreich am Markt zu agieren und vermehrt Projekte zu realisieren. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft sind die Arbeitnehmerbelange (Weiterbildung und Sicherheit). Das Unternehmen bietet für seine Mitarbeiter Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Darunter sind verpflichtende Maßnahmen und Unterweisungen im Bereich Arbeitssicherheit, aber auch Maßnahmen zur Weiterentwicklung der vorhandenen Kenntnisse beinhaltet. Die Bereiche sind dabei sehr breit gefächert, z.B. IT, Recht, Betriebsrat, Arbeitssicherheit, Sozialkompetenz und Sprachen. Die Zufriedenheitsrate der Mitarbeiter bei den realisierten Trainings beträgt fast 97% bei Schulungskosten von ca. 151 TEUR. Die Mitarbeiterfluktuation liegt im Jahr 2023 knapp über 6%, dementsprechend ist eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu erkennen. Darüber hinaus wird die Anzahl der Arbeitsunfälle sowie die daraus resultierenden Ausfalltage ermittelt, aufgezeichnet und nachverfolgt. Sowohl die Anzahl der Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage lagen bei 0. Neben den Arbeitnehmerbelangen ist die Zufriedenheit der Kunden mit den von der Gesellschaft gelieferten Produkten oder erbrachten Dienstleistungen, die im Rahmen von Kundenbefragungen regelmäßig ermittelt und aufgezeichnet wird, von Bedeutung. Die Kundenzufriedenheit lag bei 91,9%. Der Schutz der Umwelt und der sparsame Umgang mit Ressourcen ist wichtig für die Gesellschaft. Aus diesem Grund wird der Energieverbrauch in den Betriebsstätten regelmäßig aufgezeichnet, überwacht und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs getroffen. 4. Forschung und Entwicklung Die wesentlichen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden aufgrund von Kundenanforderungen sowie bei der Beteiligung an Entwicklungsprojekten umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl unserer Kunden und der daraus resultierenden recht unterschiedlichen Anforderungen halten wir unsere Qualitätsstandards und damit die Qualität unserer Technologie auf höchstem Niveau. Dieses hohe technische Niveau spielt eine wichtige Rolle bei der künftigen Verbesserung unserer Wettbewerbsposition auf dem Elektrolyse-, Carbon- Nuklear- und Offshore-Anlagenmarkt. 5. Personalentwicklung Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 betrug die Mitarbeiterzahl 232 und stieg zum 31. Dezember 2023 auf 233 an.
6. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Risiken REEL ist in seiner Geschäftstätigkeit projektbezogenen Risiken ausgesetzt, unter anderem in folgenden Risikoklassen: • Technische Risiken Beispielsweise in Verbindung mit Prototypen (Entwicklungsrisiken), technischen Spezifikationen (Gefahren bei Herstellung, Aufstellung und Transport) und Wartungsintervallen für bereits gelieferte Kräne (Betriebsrisiken). • Wirtschaftliche Risiken Beispielsweise in Verbindung mit Lieferzeiten (Strafzahlungen), Haftung, Schlusszahlungsakzeptanz (Bürgschaften), Ausfallrisiken bei Forderungen, Entwicklung der Rohstoffpreise sowie Wechselkursschwankungen. • Liquiditätsrisiken Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt durch eigene Mittel und bei Bedarf werden liquide Mittel von der REEL International SAS zur Verfügung gestellt. Aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage führen fehlende Großaufträge und Verluste zu Liquiditätslücken. • Bestandsgefährdende Risiken Aufgrund der fehlenden Großaufträge aus Russland sowie Kostensteigerungen in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine besteht eine Unsicherheit darüber, ob im Prognosezeitraum erwartete Zahlungsmittelabflüsse aus der Geschäftstätigkeit möglicherweise nicht durch die vorhandenen liquiden Mittel der Gesellschaft gedeckt werden können. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist dann von der finanziellen Unterstützung der REEL International SAS abhängig. Das Unternehmen hat die volle Unterstützung der Groupe REEL. Die REEL International SAS als oberste Muttergesellschaft des Reel Konzerns hat am 22. März 2023 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung zugunsten der Reel GmbH ausgesprochen, die bis zum 30. Juni 2024 befristet war. Danach verpflichtet sich die REEL International SAS, das Unternehmen so mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass es jederzeit in der Lage ist, alle Forderungen seiner Gläubiger zu begleichen. Sollte die REEL International SAS ihrer Ausstattungsverpflichtung durch Gewährung eines Darlehens nachkommen, tritt der Darlehensrückzahlungsanspruch (§ 39 Abs. 2 InsO) im Rang hinter alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen anderer Gläubiger zurück. Zum 2. Mai 2024 wurde eine weitere gleichlautende und betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung zugunsten der Reel GmbH ausgesprochen, die bis zum 30. September 2025 befristet ist. Die Patronatserklärung wurde zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nicht in Anspruch genommen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und die Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird somit künftig von der finanziellen Unterstützung des REEL Konzerns abhängig sein. Die Geschäftsführung hat sich anhand des Konzernabschlusses der Groupe REEL zum 31. Dezember 2023, des Budgets 2024 und der Cashflow Prognose für 2024 der REEL International SAS von der Werthaltigkeit der Patronatserklärung überzeugt und schätzt, dass die Kapitalausstattung und die liquiden Mittel der REEL International SAS zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts ausreichend sind, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum zu unterstützen. Die finanzielle Unterstützung der obersten Muttergesellschaft wäre nur dann erforderlich, wenn die Zahlungseingänge nicht wie geplant eintreten. Die Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der obersten Muttergesellschaft stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Dies stellt somit ein bestandsgefährdendes Risiko dar. • Marktrisiken Ein Großteil des Umsatzes wird mit wenigen Hauptkunden erwirtschaftet. • Politische Risiken Eine Reihe unserer Kunden ist in Regionen ansässig, die potenziell von politischen Krisen betroffen sind, die Sanktionen oder Embargos zur Folge haben (z. B. Russland, Naher Osten und Südamerika). Darüber hinaus birgt der Nuklearmarkt selbst ein hohes politisches Risiko: politische Entscheidungen wie der vollständige Ausstieg aus der Kernenergie oder Marktzutrittsschranken, vor allem für den chinesischen Markt, da die heimische Kernindustrie von der Regierung gefördert und/oder geschützt wird. • Umweltrisiken Schwerwiegende Ereignisse wie der Atomunfall in Fukushima (Japan), der dazu führte, dass sich das komplette Marktumfeld verändert hat. Die internationale REEL Gruppe verfügt über einen internen Standardfragebogen zur Risikoanalyse für das jeweilige Projekt, um in der Lage zu sein, die o. g. technischen, wirtschaftlichen, marktbedingten, politischen und umweltbedingten Risiken im Auge zu behalten, und um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können, die diese Risiken minimieren und nach Möglichkeit ausschließen. Wenn die potenziellen Risiken mit der von der Geschäftsleitung der REEL GmbH und der Gruppe verfolgten Risikopolitik nicht vereinbar sind, werden neue Projekte, die beantragt wurden, von vornherein nicht zugelassen. Neben der Vermeidung von Risiken durch die Projektbewertung während der Angebotsphase ist die frühzeitige Erkennung und die Kontrolle von Risiken ein wesentlicher Teil der Unternehmenspolitik. Dazu gehört eine regelmäßige monatliche Berichterstattung bzgl. folgender Aspekte:
Unter besonderer Beobachtung des Managements stehen die weltweit geplanten und in der Ausführung befindlichen Neuinvestitionen von Aluminiumherstellern und der Nuklearindustrie, um die eigenen Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten bei Bedarf entsprechend daran anpassen zu können. Die Risikostrategie wird neben den Controlling-Instrumenten des Berichtswesens durch Unternehmensrichtlinien z. B. für die Angebotserstellung und Auftragsabwicklung oder für die Absicherung von Währungsrisiken (einkaufs- und verkaufsseitig) mittels Hedging- Instrumenten unterstützt. Es besteht ein verzinslicher Cash Pool mit REEL International SAS, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken. Chancen und Möglichkeiten Angesichts des anhaltenden jährlichen Wachstums des Aluminiumverbrauchs 7 auf dem Weltmarkt und der Anwendung höherer Umweltstandards und trotz der unvorhersehbaren Schwankungen der Marktpreise rechnet das Management für die Zukunft mit Investitionen in neue und bestehende Werke zur Aluminiumherstellung. Da die Gesellschaft im Bereich Krantechnologie und Handhabungssysteme qualitativ hochwertige Lösungen anbietet, werden wir in der Lage sein, alternative Technologien zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Die dabei zu erzielenden Preise werden sich positiv auf die Gewinnspanne auswirken. Was den Nuklearbereich anbelangt, erwarten wir nur eine begrenzte Nachfrage nach unseren Produkten in Deutschland, weshalb wir uns auf die weitere Internationalisierung und auf die Zusammenarbeit bei der Bearbeitung und Durchführung von Projekten mit unserer Muttergesellschaft konzentrieren, um international erfolgreich zu sein. Dies veranlasst die Geschäftsführung zu der Annahme, den Umsatz im Bereich Nuklear auf stabilem Niveau halten zu können. Im Bereich sonstiger Spezialkräne ist die Gesellschaft ebenfalls gut positioniert und sieht auch hier gute Chancen, mit technisch anspruchsvollen Produkten lukrative Projekte akquirieren zu können. Durch die recht internationale Positionierung des Gesamtkonzerns, vor allem durch die ständige Präsenz im mittleren Osten (Reel Middle East), werden enge Kundenbeziehungen gepflegt und ständig ausgebaut, insbesondere im Aluminiumbereich. Die REEL GmbH verfügt über ein eigenes weitreichendes Netzwerk sowie enge Kunden- und Lieferantenbeziehungen durch ihre beiden Tochtergesellschaften in Russland und China sowie ihre Betriebsstätten in den Niederlanden und Indien, auch wenn derzeit in Indien keine Serviceaktivitäten mehr ausgeführt werden. Darüber hinaus stärkt unsere deutsche Tochtergesellschaft REEL Handling & Lifting Systems GmbH in Hamburg weiterhin ihre Marktposition mit einem guten Auftragseingang. Dies betrifft die Märkte in der Luft- und Raumfahrtindustrie, den norddeutschen Kerntechnikbereich und Abfallaufbereitungsanlagen in Norddeutschland. Die Geschäftsleitung sieht weiterhin hervorragende Chancen für einen Ausbau dieses Marktanteils, wobei die Auswirkungen der COVID 19-Krise abgeklungen sind und die Luftfahrtindustrie wieder auf Wachstumskurs ist.
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www.aluminiumkurse.com/aluminiumnachfrage-erreicht-weltweit-neue-hoechststaende/
7. Prognosebericht Das im Februar 2023 von der Europäischen Union veröffentlichte zehnte Sanktionspaket hat ein Exportverbot für unsere Produkte nach Russland ab dem 27. März 2023 verhängt. Die Abwicklung aller Verträge, die bis zu diesem Datum nicht abgeschlossen werden konnten, wurde daher mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Das verbleibende Risiko im Zusammenhang mit der Nichtbeendigung dieser Verträge wird für das Unternehmen als unwesentlich angesehen. Der Krieg in der Ukraine hat auch den bestehenden Druck (Preise und Vorlaufzeiten) auf bestimmte Komponenten und Rohstoffe verschärft, was zu unvorhergesehenen Kostensteigerungen, Schwierigkeiten bei der Deckung der in unseren Angeboten kalkulierten Kosten oder den Aufschub von Entscheidungen seitens der Käufer von Ausrüstungen geführt hat. Andererseits ist davon auszugehen, dass die Aussetzung der Aluminiumlieferungen aus Russland das Geschäft anderer Hersteller ankurbeln und damit längerfristig neue Absatzmöglichkeiten schaffen wird. Auch in Zukunft werden Projekte standort- und firmenübergreifend abgewickelt werden, um einen schnelleren und kostengünstigeren Wissenstransfer zu ermöglichen, was wiederum auch zu einer Verkürzung der Projektzeiten führen wird. Die Gesellschaft ist weiterhin bestrebt, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und auszubilden. Generell ist eine stets steigende Internationalisierung der Projekte zu erwarten. Im Jahr 2024 erwartet REEL einen Umsatz von ca. 51,8 Mio. EUR bei einem EBIT von ca. - 3,2 Mio. EUR und einem Jahresfehlbetrag von ca. 3,3 Mio. EUR zu erzielen. Zum 31. Dezember 2024 wird prognostiziert, dass sich die Liquidität der REEL GmbH auf ca. 2,9 Mio. EUR belaufen wird. Dies würde der Liquidität von 2,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 entsprechen. Im Jahr 2025 wird aufgrund von Projektabschlüssen eine mehr als Verdoppelung des Umsatzes auf ca. 111,8 Mio. EUR prognostiziert bei einem EBIT von ca. 4,6 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von ca. 2,6 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2025 wird eine Liquidität der REEL GmbH von ca. 7,5 Mio. EUR gegenüber 2,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 prognostiziert. Die Prognosen für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 basieren auf einem Budget- und Mehrjahres- Businessplan zum Berichtszeitpunkt. Hinsichtlich des Nachtragsberichts verweisen wir auf unseren Anhang.
Veitshöchheim, den 30. September 2024 Die Geschäftsführung Cédric Schmuck Stefan Popp |
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