Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 12146
Eingetragen
17.8.2010
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Die Assemblierung und der Vertrieb von individuellen PC-/Server- und Storage- Systemen für die Bereiche Industrieunternehmen, öffentliche Einrichtungen, Systemhäuser, Key Account und Reseller. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligten sowie alle Geschäfte tätigen, die den Gesellschaftszweck fördern. Die Gesellschaft kann ihre Geschäfte sowohl im eigenen Namen führen als auch durch eine oder mehrere Personen oder Handelsgesellschaften führen lassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tilo Unger
seit 13.2.2026
Geschäftsführer
Alexander Janzen
seit 7.8.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

primeLine Solutions GmbH

Bad Oeynhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Personal

1.3 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

2.2.2 Beschaffung

2.2.3 Investitionen

2.2.4 Personal- und Sozial-Bereich

2.2.5 Umweltschutz

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Vermögenslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Ertragslage

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.3.5 Gesamtaussage

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

3.2 Chancenbericht

3.3 Gesamtprognose

4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

5 Bericht über Zweigniederlassungen

Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die primeLine Solutions GmbH (im Folgenden "primeLine" oder "primeLine Solutions") ist ein etablierter Anbieter maßgeschneiderter Server-, Storage- und High-Performance-Computing-Systeme. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Lieferung individueller IT-Infrastrukturlösungen, die auf die spezifischen Anforderungen von Forschungseinrichtungen, Hochschulen, öffentlichen Auftraggebern und industriellen Kunden zugeschnitten sind.

Über den firmeneigenen Webshop mit integriertem Konfigurator können Kunden leistungsfähige Systeme einfach und effizient planen. Durch die Kombination aus intuitiver Benutzerführung und einem umfangreichen Produktspektrum lassen sich komplexe Hardwarelösungen individuell und bedarfsgerecht zusammenstellen.

primeLine Solutions versteht, dass moderne IT-Anforderungen zunehmend durch Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und große Datenmengen geprägt sind. Daher wurden das Produktportfolio und die Beratungsleistung konsequent erweitert. Mit der Gründung einer eigenen KI-Abteilung im Jahr 2024 trägt das Unternehmen diesem technologischen Wandel Rechnung und positioniert sich als kompetenter Partner für zukunftsorientierte Infrastrukturprojekte.

Das Leistungsspektrum umfasst neben der Konfiguration auch die Planung, Lieferung, Installation und Betreuung umfangreicher Rechenzentren und High Performance Computing (HPC) Cluster. Als Full-Service-Dienstleister begleitet primeLine Solutions den gesamten Projektlebenszyklus, von der technischen Konzeption über die Realisierung bis hin zum langfristigen Support.

Hohe Qualitätsstandards, der Einsatz zertifizierter Komponenten und umfassende Belastungs- und Funktionstests garantieren eine zuverlässige Systemperformance. Technische Kompetenz, Innovationsfreude und Kundennähe bilden dabei die Basis für nachhaltige und erfolgreiche Projekte.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterstützt primeLine Solutions ihre Kunden dabei, digitale Herausforderungen zu bewältigen, technologische Chancen zu nutzen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

1.2 Personal

Im Geschäftsjahr 2024 beschäftigte die primeLine Solutions GmbH durchschnittlich 41,25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der personelle Ausbau gegenüber dem Vorjahr reflektiert die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens, insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz (KI) und High Performance Computing (HPC).

Neben der gezielten Rekrutierung erfahrener Fachkräfte setzt das Unternehmen weiterhin auf die Ausbildung eigener Nachwuchstalente. In verschiedenen Schlüsselbereichen, darunter Technik, IT-Systemintegration und Kundenservice, bildet primeLine Solutions kontinuierlich aus und investiert damit aktiv in den eigenen Fachkräftebedarf von morgen.

Ein zentrales Ziel bleibt die langfristige Bindung qualifizierter Arbeitskräfte aus der Region. Die hohe Betriebszugehörigkeit vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestätigt die nachhaltige Ausrichtung der Personalpolitik. Auch im Jahr 2024 wurden erneut alle Auszubildenden übernommen. Diesen Kurs will das Unternehmen auch weiterhin bewusst fortsetzen.

Durch die Etablierung einer eigenen AI-Abteilung im Jahr 2024 entstanden zusätzliche Positionen, für die gezielt neue Talente gewonnen und bestehende Teammitglieder weiterqualifiziert wurden. Diese Entwicklung verdeutlicht den Anspruch, Personalstrategie und Innovationskraft eng miteinander zu verknüpfen.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung der primeLine Solutions GmbH war im Jahr 2024 stark durch die technologische Fokussierung auf KI-optimierte Systeme geprägt. Mit der Gründung einer dedizierten AI-Abteilung wurde ein entscheidender Schritt in Richtung strategischer Innovationsausbau unternommen. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf die Weiterentwicklung leistungsfähiger, energieeffizienter Systemlösungen für datenintensive Anwendungen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Analyse und Optimierung neuer Hardwaregenerationen. Dabei wurden insbesondere GPU-basierte Architekturen und HPC-Cluster u.a. für KI-Anwendungen gezielt getestet und weiterentwickelt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten flossen direkt in die Produktentwicklung sowie in kundenindividuelle Systemkonzepte ein.

Zusätzlich setzte das Unternehmen weiterhin auf den Ausbau strategischer Partnerschaften mit führenden Herstellern und Forschungseinrichtungen. Der Austausch von Know-how und Technologie trug wesentlich zur Stärkung der Innovationsfähigkeit bei.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2024 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich der wirtschaftliche Abschwung fort, nachdem bereits 2023 ein Rückgang von 0,3 % verzeichnet wurde. Für das Jahr 2025 prognostiziert die Bundesregierung ein moderates Wachstum von 0,3 %.

Die abflachende Wirtschaftslage und die sich verlangsamende Konjunktur haben jedoch einen spürbaren Einfluss auf die Nachfrage, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung führt dazu, dass viele KMU vorsichtiger agieren und ihre Investitionen zurückhalten. Dies kann zu einem Rückgang der Aufträge und einem insgesamt verhaltenen Geschäftsklima führen. Die primeLine Solutions beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam und passt ihre Strategien entsprechend an. Dank der diversifizierten Kundensegmente ist die primeLine Solutions jedoch in der Lage, eine stabile Nachfrage und ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.

Die Konzentration auf den Markt hochspezialisierter Server-Systeme mit einem Schwerpunkt auf Rechenzentren, Industrie und öffentlichen Forschungseinrichtungen erweist sich weiterhin als eine erfolgreiche Positionierung auf dem Markt. Die Geschäftsführung bestätigt die Marktposition aus dem Vorjahr.

Konflikte und geopolitische Spannungen

Die primeLine Solutions GmbH unterhält weiterhin keine geschäftlichen Aktivitäten in der Ukraine, Russland oder Belarus und betreibt in diesen Regionen weder Tochterunternehmen noch Niederlassungen. Dennoch wirken sich die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Osteuropa indirekt auf globale Wirtschaftsprozesse aus.

Insbesondere gestiegene Energiepreise, volatile Rohstoffmärkte und eine erhöhte Unsicherheit im internationalen Zahlungsverkehr beeinflussen das wirtschaftliche Umfeld. Auch wenn primeLine Solutions nicht unmittelbar betroffen ist, beobachtet die Geschäftsführung diese Entwicklungen fortlaufend und bewertet potenzielle Auswirkungen auf Beschaffung, Lieferketten und Kundennachfrage.

Ein weiteres geopolitisches Risiko stellt die anhaltend angespannte Lage im asiatisch-pazifischen Raum dar. Die verstärkten Spannungen zwischen der Volksrepublik China und Taiwan sowie zwischen China und westlichen Bündnissen bergen das Risiko handelspolitischer Maßnahmen oder eskalierender wirtschaftlicher Sanktionen.

Da Taiwan ein global bedeutender Standort für die Produktion von Halbleitern ist, könnten daraus resultierende Handelshemmnisse erhebliche Auswirkungen auf Lieferzeiten, Preise und Verfügbarkeiten wichtiger IT-Komponenten haben, mit entsprechenden Konsequenzen für die gesamte Elektronik- und IT-Industrie.

Umweltkatastrophen und klimatische Einflüsse

Die Auswirkungen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Das Jahr 2024 war erneut von extremen Wetterereignissen geprägt - darunter langanhaltende Hitzeperioden, Waldbrände in Südeuropa, schwere Überschwemmungen in Asien sowie Sturmereignisse in Zentraleuropa.

Diese Naturkatastrophen stören nicht nur lokale Infrastrukturen, sondern wirken sich immer häufiger auf internationale Lieferketten aus. Produktionsausfälle, Logistikverzögerungen und unterbrochene Lieferflüsse betreffen zunehmend auch die Elektronikbranche - insbesondere im Bereich der Halbleiterproduktion.

primeLine Solutions ist sich der potenziellen Risiken bewusst und verfolgt eine vorausschauende Beschaffungsstrategie. Die Diversifizierung von Lieferanten, eine enge Partnerschaft mit Herstellern und eine vorsorgliche Lagerhaltung sind Teil der Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit auch unter schwierigen Bedingungen zu gewährleisten.

Darüber hinaus werden Umwelt und Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend in unternehmerische Entscheidungen einbezogen, sowohl bei der Auswahl von Lieferanten als auch bei der Produktgestaltung und im täglichen Betrieb.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2024 konnte die primeLine Solutions GmbH ihre Umsatzziele deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um gut 30 % und beliefen sich auf 42,78 Mio. EUR (Vorjahr: 31,92 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf mehrere Großprojekte im Bereich Künstliche Intelligenz (AI) und High Performance Computing (HPC) zurückzuführen, die insbesondere in Forschungseinrichtungen und Rechenzentren realisiert wurden.

Die Auftragslage war über das gesamte Jahr hinweg stabil. Die enge Bindung zu bestehenden Kunden und die gezielte Erweiterung des Kundenportfolios im öffentlichen und wissenschaftlichen Sektor trugen maßgeblich zum anhaltenden Wachstum bei. Auch die kontinuierliche Lieferfähigkeit trotz globaler Herausforderungen stärkte das Vertrauen der Kunden in die Leistungsfähigkeit von primeLine Solutions.

2.2.2 Beschaffung

Wie bereits im Vorjahr, war auch das Geschäftsjahr 2024 durch angespannte globale Lieferketten geprägt. Dies insbesondere im Bereich elektronischer Komponenten und Halbleiterprodukte. Preissteigerungen und verlängerte Lieferzeiten stellten weiterhin operative Herausforderungen dar.

Durch frühzeitig platzierte Forecasts, gezielte Bevorratung sowie einen erhöhten Lagerbestand konnte primeLine Solutions Engpässe jedoch weitgehend kompensieren. Die bestehenden Rahmenverträge mit Herstellern und Distributoren trugen zusätzlich zur Stabilität in der Versorgung bei. Diese proaktive Beschaffungsstrategie bewährte sich einmal mehr und stellte die termingerechte Ausführung aller Projekte sicher.

2.2.3 Investitionen

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung tätigte die primeLine Solutions GmbH im Jahr 2024 Investitionen in Höhe von 199 TEUR (Vorjahr: 356 TEUR). Die Investitionen umfassten primär:

• die Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung

• die technologische Weiterentwicklung interner Systeme

• gezielte Infrastrukturmaßnahmen zur Förderung von KI-Entwicklung und HPC-Kompetenz

• Test- und Entwicklungsumgebungen für neue Hardware- und Softwaregenerationen

Mit diesen Maßnahmen wurde nicht nur die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt, sondern auch die interne Kompetenz im Bereich AI-Technologie nachhaltig gestärkt.

2.2.4 Personal- und Sozialbereich

Die Personalkosten stiegen im Jahr 2024 um 285 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Die Erhöhung ist auf zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen: einerseits die marktbedingte Anpassung der Gehälter, andererseits den gezielten personellen Ausbau - insbesondere im Bereich Vertrieb und Marketing sowie Projektmanagement für KI- und HPC-Projekte.

Neben dem quantitativen Wachstum legte das Unternehmen weiterhin großen Wert auf Mitarbeiterbindung und die persönliche Entwicklung des Teams. Interne Schulungen, flexible Arbeitsmodelle und individuelle Entwicklungspfade sind fester Bestandteil der Personalstrategie.

2.2.5 Umweltschutz

primeLine Solutions engagiert sich weiterhin überdurchschnittlich für ökologische Nachhaltigkeit und orientiert sich dabei nicht nur an gesetzlichen Vorgaben, sondern setzt eigene Maßstäbe.

Die im Vorjahr etablierten Maßnahmen wurden 2024 weiterentwickelt und in der Praxis intensiviert. Besonders hervorzuheben ist die zunehmende Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität. Bei Neuanschaffungen wurde gezielt auf Elektrofahrzeuge gesetzt. Darüber hinaus wurden Lademöglichkeiten am Unternehmensstandort ausgebaut.

Weitere Maßnahmen im Überblick:

1. Effizientes Abfallmanagement und fachgerechte Entsorgung elektronischer Altgeräte

2. Regelmäßige Überprüfung der Nachhaltigkeitskriterien in der Lieferkette

3. Job-Bike-Angebote für Mitarbeitende zur Förderung nachhaltiger Mobilität

4. Eigenstromerzeugung durch Photovoltaikanlagen, zur Deckung eines Teils des Stromverbrauchs

Das Unternehmen sieht den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen als festen Bestandteil seiner Unternehmenskultur und bekennt sich klar zum Ziel der CO 2 -Reduktion im operativen Geschäft.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 390 (= 3,4%) auf TEUR 12.021 erhöht. Insbesondere standen Ende 2024 deutlich mehr liquide Mittel zur Verfügung (+ TEUR 1.240 auf TEUR 1.320). Daneben war ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen durch Ausreichung von Darlehn an die Muttergesellschaft zu verzeichnen (um 933 TEUR auf 2.866 TEUR). Hingegen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 1.075 auf TEUR 3.602) und die Vorräte (um TEUR 675 auf TEUR 3.277) vermindert. Die Eigenkapitalquote am Bilanzstichtag beträgt 50,5% (Vorjahr 46,9%). Die Struktur der Passiva ist weitestgehend konstant. Kreditverbindlichkeiten machen mit TEUR 2.203 18,3% der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 20,0%). Die Lieferantenverbindlichkeiten betragen TEUR 2.911 EUR (= 24,2%) im Vergleich zu TEUR 2.870 EUR (= 24,7%) im Vorjahr. Rückstellungen spielen mit TEUR 344 (= 2,9%) wie im Vorjahr eine untergeordnete Rolle (TEUR 329 = 2,8%).

2.3.2 Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres 2024 und bis zur Aufstellung des Lageberichts jederzeit sichergestellt.

2.3.3 Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 1.296) erzielt. Die Gesamtleistung ist um 31,29% auf TEUR 42.188 gestiegen. Unser Rohergebnis (Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge ./. Materialaufwand) konnten wir um TEUR 747 auf TEUR 8.193 verbessern. Die Personalaufwendungen sind nochmals (um 11,61%) gestiegen. Sie betragen TEUR 2.743 im Vergleich zu TEUR 2.458 im Vorjahr. Deutlich gestiegen sind - korrespondierend zur höheren Gesamtleistung - die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bei Kosten von TEUR 3.682 (Vorjahr: TEUR 2.955) verzeichnen wir einen Anstieg von 24,61%.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2024 und bis zur Aufstellung des Lageberichts angesichts der Rahmenbedingungen als positiv.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Finanzverwaltungssystem des Unternehmens ermittelt wichtige Zahlen, die für die Beurteilung des Erfolgs unserer Tätigkeit entscheidend sind. Die Überwachung dieser Zahlen ermöglicht die frühzeitige Erkennung unerwünschter Entwicklungen und die Durchführung von Korrekturmaßnahmen. Außerdem können so Wachstumschancen erkannt und die richtigen Investitionen eingeleitet werden.

Wir haben die folgenden finanziellen Erfolgsindikatoren ermittelt:

- Umsatz

- EBT

- Cashflow aus der Geschäftstätigkeit

In Bezug auf das Wirtschaftsjahr 2024 zeigt die Beurteilung der finanziellen Leistungsindikatoren eine positive Entwicklung. Der Umsatz verzeichnete ein starkes Wachstum; prognostiziert war eine ähnliches Niveau wie 2023. Ein ähnliches Niveau wie 2023 hatten wir auch beim EBT angestrebt; dieses Ziel konnten wir nicht ganz erreichen. Die Einkünfte vor Steuern liegen leicht unter denen des Vorjahres. Unser Ziel einen positiven Cashflow auf der Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften haben wir deutlich übertroffen. Durch konsequente Forderungsrealisierung und gezieltes Lagermanagement konnte der Cashflow verdoppelt werden. Die Analyse dieser Leistungsindikatoren bestätigt: Die primeLine Solutions beendet ein erfolgreiches Geschäftsjahr, welches die Position am Markt festigt, den Wachstumskurs fortsetzt und eine hohe Rentabilität sicherstellt.

2.3.5. Gesamtaussage

Die finanzielle Situation ist solide, mit stabilen Erträgen und einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. Unser Finanzmanagement zielt darauf ab, Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen und Forderungen termingerecht einzunehmen. Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind ausreichend durch liquide Mittel und Vermögenswerte gedeckt. Unsere Liquiditätssituation gewährleistet sichere Zahlungsfähigkeit. Zudem legen wir Wert auf einen soliden Lagerbestand, um Kundenanforderungen zeitnah und zuverlässig zu erfüllen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Die primeLine Solutions GmbH identifiziert und bewertet auch im Geschäftsjahr 2024 kontinuierlich alle relevanten Risiken im Rahmen ihres etablierten Risikomanagementsystems. Die wesentlichen Risikofelder bleiben gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert:

Beschaffungsrisiko:

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum stellen ein weiterhin relevantes Risiko für globale Lieferketten dar. Der Fokus liegt nach wie vor auf der stabilen Verfügbarkeit von Halbleiter- und Serverkomponenten. primeLine Solutions setzt auf strategische Partnerschaften mit langjährigen Lieferanten, eine sorgfältige Produktauswahl sowie eine vorausschauende, mehrstufige Beschaffungsplanung. Ziel ist es, Qualität, Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit trotz internationaler Unsicherheiten sicherzustellen.

Verfügbarkeitsrisiko:

Auch 2024 bleibt die eingeschränkte Verfügbarkeit einzelner Systemkomponenten eine Herausforderung. Um möglichen Engpässen vorzubeugen, unterhält primeLine Solutions weiterhin einen umfangreichen Lagerbestand an Standardkomponenten und Ersatzteilen. Diese Maßnahmen ermöglichen eine flexible, kundenorientierte Projektabwicklung. Dennoch können Verzögerungen in internationalen Lieferketten nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Forderungsausfallrisiko:

Forderungsausfälle stellen ein grundsätzliches Risiko für die Liquidität und Stabilität mittelständischer Unternehmen dar. primeLine Solutions begegnet diesem Risiko durch systematisches Forderungsmanagement, regelmäßige Bonitätsprüfungen von Neu- und Bestandskunden sowie durch vertraglich geregelte Zahlungsbedingungen, wie z. B. Vorkasse oder Teilzahlungsmodelle.

Investitionszurückhaltung im Mittelstand:

Die Investitionsbereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist weiterhin schwankend und stark abhängig von der konjunkturellen Gesamtlage. Politische Unsicherheiten, geopolitische Konflikte und gestiegene Finanzierungskosten wirken dämpfend. primeLine Solutions begegnet dieser Entwicklung mit differenzierter Marktkommunikation, passgenauen Angeboten und intensiver Beratung, um auch unter erschwerten Rahmenbedingungen stabile Kundenbeziehungen zu sichern.

Fazit: Die Risikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. primeLine Solutions beobachtet alle Entwicklungen kontinuierlich, analysiert frühzeitig potenzielle Auswirkungen und passt ihre Maßnahmen entsprechend an. Ziel ist es, Risiken aktiv zu steuern und durch strategische Resilienz den Geschäftsbetrieb jederzeit aufrechtzuerhalten.

3.2 Chancenbericht

Die primeLine Solutions GmbH sieht sich auch im Geschäftsjahr 2025 in einer sehr guten Position, um von aktuellen Marktchancen zu profitieren. Die Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung und Forschung schreitet weiter voran und mit ihr wächst der Bedarf an hochspezialisierten IT-Lösungen - insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und High Performance Computing (HPC).

Wachstumspotenziale:

Erwartet wird ein jährliches Wachstum von über 5 %, was über dem Branchendurchschnitt liegt.

Neue Geschäftsfelder wie AI-Infrastruktur, GPU-optimierte Systeme und Edge-Computing eröffnen zusätzliche Umsatzquellen.

Die Gründung einer eigenen KI-Abteilung im Vorjahr ermöglicht es, neue Kundenbedarfe frühzeitig zu adressieren und Lösungen zielgerichtet zu entwickeln.

Technologische und strukturelle Chancen:

Der Ausbau dedizierter Engineering- und Entwicklungsteams erlaubt die passgenaue Integration von Hardware, Software und kundenindividuellen Anforderungen.

Zielbranchen wie die Automobilindustrie, Architektur & Engineering (AEC), Medien und Life Sciences zeigen steigenden Bedarf an performanter, zuverlässiger Systemtechnik.

Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stärkt die Wettbewerbsposition von primeLine Solutions, da die angebotenen Systeme energieoptimiert entwickelt und betrieben werden.

Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe:

Durch die enge Zusammenarbeit mit verbundenen Unternehmen kann primeLine Solutions über den gesamten Lebenszyklus der IT-Infrastruktur hinweg Leistungen anbieten, von der Planung über die Umsetzung bis zur Wartung und Entsorgung. Dies schafft eine einzigartige Marktstellung als Komplettanbieter.

Fazit: Die Chancenlage für primeLine Solutions hat sich im Jahr 2024 verbessert. Innovation, technologische Exzellenz und strategische Partnerschaften sichern die Wettbewerbsfähigkeit und ermöglichen weiteres organisches Wachstum.

3.3 Gesamtprognose

Die primeLine Solutions GmbH sieht sich zum Jahresende 2024 gut aufgestellt, um die identifizierten Risiken erfolgreich zu steuern und gleichzeitig von vorhandenen Marktchancen zu profitieren. Das Risikomanagement ermöglicht eine frühzeitige Identifikation potenzieller Gefahren und die Einleitung wirksamer Gegenmaßnahmen.

Die internen Ressourcen bestehend aus qualifizierten Fachkräften, etablierter Infrastruktur und gewachsenen Kundenbeziehungen, bilden die Grundlage für eine stabile und dynamische Unternehmensentwicklung.

Investitionen in Forschung, Entwicklung und Personal zahlen sich bereits aus und bilden die Basis für zukünftige Innovationen. Auch die technologische Weiterentwicklung in den Bereichen KI, HPC und Nachhaltigkeit wird konsequent vorangetrieben.

Für das Jahr 2025 erwartet die Geschäftsführung eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung auf dem Niveau von 2024. Die Umsatzerlöse sollen um etwa 5% steigen. Das EBT planen wir wie 2024. Durch eine erwartete Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen rechnet das Unternehmen auch für 2025 mit einem positiven operativen Cashflow, der aber unter dem des Jahres 2024 liegen wird.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Finanzinstrumenten, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, besteht für die primeLine Solutions GmbH ein Ausfallrisiko. Zur Risikominimierung werden folgende Maßnahmen angewendet:

Fortlaufende Bonitätsprüfung aller Geschäftspartner

Konsequentes Mahnwesen und inkassobegleitende Prozesse

Vorkassenregelungen bei Risikopositionen

Ein weiteres Risiko ergibt sich durch Wechselkursschwankungen, da IT-Komponenten in der Regel in US-Dollar beschafft werden. Um potenzielle Auswirkungen auf die Einkaufspreise abzufedern, beobachtet die primeLine Solutions GmbH den Devisenmarkt in enger Abstimmung mit externen Experten. Auf Basis dieser Marktanalysen werden zu geeigneten Zeitpunkten gezielt US-Dollar-Positionen abgesichert, um Kursschwankungen entgegenzuwirken und Kalkulationssicherheit zu gewährleisten.

5. Bericht über Zweigniederlassungen

Seit April 2022 betreibt die primeLine Solutions GmbH eine Betriebsstätte in 65552 Limburg an der Lahn. Diese dient dem personellen Ausbau insbesondere in den Bereichen Einkauf, Projektabwicklung und Vertrieb. Die Zweigniederlassung trug auch 2024 zur Effizienzsteigerung und besseren Marktnähe bei.

 

Bad Oeynhausen, 13. Mai 2025

Stefan Bangel, Geschäftsführer

Petros Jossifidis, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 513.217,00 481.721,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.423,00 15.969,00
II. Sachanlagen 491.794,00 465.752,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.171,00 11.146,00
2. technische Anlagen und Maschinen 221.341,00 269.265,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.282,00 185.341,00
B. Umlaufvermögen 11.479.947,18 11.127.390,77
I. Vorräte 3.277.428,52 3.952.196,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.882.771,82 7.095.575,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.865.835,91 1.932.779,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.016.935,91 5.162.795,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.319.746,84 79.619,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.891,85 22.119,02
Summe Aktiva 12.021.056,03 11.631.230,79

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 6.070.992,94 5.455.697,19
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 4.655.697,19 3.858.915,05
III. Jahresüberschuss 1.115.295,75 1.296.782,14
B. Rückstellungen 344.429,24 329.349,20
C. Verbindlichkeiten 5.602.726,55 5.839.172,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.203.682,91 2.321.622,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 354.043,73 582.987,83
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.044.999,91 2.934.562,42
D. Passive latente Steuern 2.907,30 7.011,90
Summe Passiva 12.021.056,03 11.631.230,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 8.192.501,47 7.445.399,35
2. Personalaufwand 2.743.490,67 2.458.003,68
a) Löhne und Gehälter 2.310.388,24 2.084.303,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 433.102,43 373.700,44
davon für Altersversorgung 29.332,29 24.922,10
3. Abschreibungen 167.545,96 127.085,46
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.545,96 127.085,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.682.107,54 2.954.855,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 524.450,27 384.204,26
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.712,40 47.468,38
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113.723,39 79.302,08
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 507.442,56 575.777,66
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.104,60 944,10
8. Ergebnis nach Steuern 1.116.903,75 1.297.843,14
9. sonstige Steuern 1.608,00 1.061,00
10. Jahresüberschuss 1.115.295,75 1.296.782,14

Anhang zum 31. Dezember 2024

1. Rechtliche Verhältnisse

Firmenname laut Registergericht: primeLine Solutions GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Oeynhausen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bad Oeynhausen
Register-Nr.: HRB 12146

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der primeLine Solutions GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. den niedrigeren Tagespreisen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs 1 Satz 2 HGB).

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Netto-Nennwert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Passive latente Steuern berücksichtigen die sich aus den temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen voraussichtlich ergebende steuerliche Belastung.

3.2 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Geschäftsvorgänge in ausländischer Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die nicht Teil einer Bewertungseinheit sind, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wird das Niederstwertprinzip bzw. das Höchstwertprinzip beachtet.

3.3 Bewertungseinheiten

Für die Währungsrisiken bei den Fremdwährungsverbindlichkeiten in USD wurden Bewertungseinheiten nach den Grundsätzen der Einfrierungsmethode gebildet. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte von insgesamt TUSD 7.200. Die für die Bewertung einbezogenen Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte ("Macro-Hedging") wurden im Januar 2025 i.H.v. TUSD 1.600 und im März 2025 i.H.v. TUSD 1.600 durch die zugrunde gelegten Zahlungen in USD planmäßig bedient. Weitere Beträge sind im Juni 2025 (TUSD 2.000) und im Juli 2025 (TUSD 2.000) fällig und werden voraussichtlich planmäßig bedient werden.

Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TUSD 1.274 wurden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungskosten bewertet. Dadurch sollen die vorstehenden Positionen und die nach der Planung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen in Form von Materialaufwendungen vollständig abgesichert werden. Zwischen den oben genannten Positionen sowie den erwarteten Transaktionen und den Sicherungsgeschäften besteht jeweils Währungsidentität. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird anhand der geplanten Einkaufsvolumina sowie nach Rücksprache mit den Banken anhand der zu erwartenden Kursentwicklungen beurteilt. Unter Zugrundelegung der Bilanzstichtagskurse von EUR/USD ergibt sich ein negativer Marktwert von TEUR 59. Die Bewertung gibt die Einschätzung der ausreichenden Banken über den Wert der betreffenden Devisentermingeschäfte unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder und leitet sich vom Geld- und Briefkurs ab, zu dem die Banken das Devisentermingeschäft beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte, und zwar jeweils zum Geschäftsschluss am jeweils angegebenen Bewertungstag.

3.4 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

4. Angaben zur Bilanz

4.1 Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 147.640,13 EUR (im Vorjahr: 129.307,05 EUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.834,90 EUR (im Vorjahr: 1.834,90 EUR) sind zugleich Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.062,01 EUR (im Vorjahr 558,90 EUR) sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

4.2 Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.677,15 25.680,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 45.677,15 25.680,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.541,37 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 448.267,31 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 679.984,85 173.361,96 0,00
Summe Sachanlagen 1.154.793,53 173.361,96 0,00
Summe Anlagevermögen 1.200.470,68 199.041,96 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 71.357,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 71.357,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 26.541,37
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 448.267,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 853.346,81
Summe Sachanlagen 0,00 1.328.155,49
Summe Anlagevermögen 0,00 1.399.512,64
kumulierte Abschreibung 01.01.2024
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.708,15 20.226,00 0,00 0,00 49.934,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.708,15 20.226,00 0,00 0,00 49.934,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.395,37 1.975,00 0,00 0,00 17.370,37
2. technische Anlagen und Maschinen 179.002,31 47.924,00 0,00 0,00 226.926,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.643,85 97.420,96 0,00 0,00 592.064,81
Summe Sachanlagen 689.041,53 147.319,96 0,00 0,00 836.361,49
Summe Anlagevermögen 718.749,68 167.545,96 0,00 0,00 886.295,64
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 21.423,00 15.969,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 21.423,00 15.969,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.171,00 11.146,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 221.341,00 269.265,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 261.282,00 185.341,00
Summe Sachanlagen 0,00 491.794,00 465.752,00
Summe Anlagevermögen 0,00 513.217,00 481.721,00

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen 2.863.142,32 EUR (im Vorjahr: 1.929.954,10 EUR).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Ein Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Forderung aus Gewerbesteuerüberzahlung: 22.727,00 EUR
Körperschaftsteuerrückforderung: 35.688,84 EUR

4.4 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

• Rückstellungen für Gewährleistungen (176.800 EUR; Vorjahr: 152.500 EUR)
• Rückstellungen für Personalkosten (110.729,24 EUR; Vorjahr: 52.195,20 EUR)
• Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (27.000 EUR; Vorjahr: 22.000 EUR)
• Rückstellungen für Prüfungskosten (18.900 EUR; Vorjahr: 18.900 EUR)

4.5 Angaben zu Verbindlichkeiten und Sicherungsrechten

Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften und Sicherungsübereignungen besichert. Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche Eigentumsvorbehalte bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 358.520,55 EUR (im Vorjahr: 580.197,68 EUR)

Bilanzposten Restlaufzeit bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
2024 Gesamtbetrag
2023 Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Deutsche Bank Herford 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00 1.000.000,00
Darlehen Konto-Nr.: 330 245 806 500
Deutsche Bank Herford 100.000,00 150.000,00 0,00 250.000,00 350.000,00
Darlehen Konto-Nr.: 330 245 806 509
Deutsche Bank Herford 0,00 0,00 0,00 0,00 21.622,25
Konto-Nr.: 245 8065 00
Volksbank Herford-Mindener Land eG 450.000,00 0,00 0,00 450.000,00 450.000,00
Darlehen Konto-Nr.: 7105 246 526
Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00 500.000,00
Darlehen Konto-Nr.: 670 125 293
Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica 503.682,91 0,00 0,00 503.682,91 0,00
Konto-Nr.: 600 147 92
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 216.240,82 0,00 0,00 216.240,82 135.848,89
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.694.483,05 0,00 0,00 2.694.483,05 2.734.395,33
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 354.043,73 0,00 0,00 354.043,73 582.987,83
5. sonstige Verbindlichkeiten 134.276,04 0,00 0,00 134.276,04 64.318,20
- davon aus Steuern (47.606,92) (47.606,92) (45.624,91)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5.112,38) (5.112,38) (5.742,12)
5.452.726,55 150.000,00 0,00 5.602.726,55 5.839.172,50

4.6 Haftungsverhältnisse

Es besteht eine persönliche Mitverpflichtung für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft gegenüber Kreditinstituten (Stand der besicherten Darlehen zum 31.12.2024: 3.393 T€). Aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaft besteht kein Risiko der Inanspruchnahme.

Es besteht daneben eine persönliche Mitverpflichtung für Verbindlichkeiten eines weiteren verbundenen Unternehmens gegenüber Kreditinstituten (Stand des besicherten Darlehns zum 31.12.2024: 1.499 T€). Aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaft besteht kein Risiko der Inanspruchnahme.

4.7 sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen für Grundstück/Gebäude und Fahrzeuge. Die Leasingverpflichtungen sowie die Mieten betrugen im Berichtsjahr 343.429,65 EUR und werden im Folgejahr in Höhe von 355.074,34 EUR erwartet.

Bei der Gesellschaft bestanden am Bilanzstichtag 11 Leasingverträge über bewegliche Anlagegüter mit Restlaufzeiten bis zu 35 Monaten. Die Leasingverpflichtungen betragen über die Restlaufzeit insgesamt 188 T€.

Die finanzielle Verpflichtung für die Mieten beträgt T€ 239 jährlich. Die Verträge wurden auf unbestimmte Dauer abgeschlossen.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 475.126,81 EUR (Vorjahr: 343.881,75 EUR) ausgewiesen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 524.450,27 EUR (Vorjahr: 384.204,26 EUR).

5.2 Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sowie Erträge aus der Auflösung von latenten Steuern in Höhe von 4.104,60 EUR (Vorjahr: 944,10 EUR) enthalten.

6. Sonstige Angaben

6.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 41 (Vorjahr 36).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 28
Arbeiter 6
Geringfügig Beschäftigte 7
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 41

6.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Stefan Bangel ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Petros Jossifidis ausgeübter Beruf: Kaufmann

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

6.3 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite 42.500,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditbestand 42.500,00

Die Kredite sind verzinslich (Zinssatz: 2,0%). Tilgungen wurden im Berichtsjahr nicht geleistet. Eine jederzeitige vollständige oder teilweise Tilgung ist möglich.

6.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.115.295,75 €.

Auf neue Rechnung werden 1.115.295,75 € vorgetragen.

6.5 Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bad Oeynhausen, 13. Mai 2025

gez. Stefan Bangel, Geschäftsführer

gez. Petros Jossifidis, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die primeLine Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der primeLine Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der primeLine Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 26. Mai 2025

fitas audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Brandt, Wirtschaftsprüfer

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