StEP Stuttgarter EngineeringPark GmbH

Wankelstraße 12, 70563 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 21212
Eingetragen
24.8.2000
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
1. Die Planung, Entwicklung und Realisierung eines Dienstleistungs- und Gewerbeparks auf dem Gebiet "Unterer Grund" in Stuttgart-Vaihingen. 2. Der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, die Bauträgertätigkeit, die Vermarktung einschließlich Vermietung und Veräußerung sowie die Verwaltung und der Betrieb gewerblicher Objekte. 3. Die Errichtung von Gebäuden auf eigenen oder auf Grundstücken Dritter, die Entwicklung von Grundstücken, der Erwerb von Grundstücken, die Bauträgertätigkeit, die Verwaltung, die Vermittlung und Vermarktung im Auftrag Dritter.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Iris Gerke
seit 7.2.2023
Prokura
Harald Blum
seit 30.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -
Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

StEP Stuttgarter EngineeringPark GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftstätigkeit:

Gegenstand des Unternehmens ist

a) die Planung, Entwicklung und Realisierung eines Dienstleistungs- und Gewerbeparks auf dem Gebiet "STEP" in Stuttgart-Vaihingen,
b) der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, die Bauträgertätigkeit, die Vermarktung einschließlich Vermietung und Veräußerung sowie die Verwaltung und der Betrieb gewerblicher Objekte,
c) die Errichtung von Gebäuden auf eigenen oder auf Grundstücken Dritter, die Entwicklung von Grundstücken, der Erwerb von Grundstücken, die Bauträgertätigkeit, die Verwaltung, die Vermietung und Vermarktung im Auftrag Dritter.

Die Tätigkeit ist dabei nicht auf den Standort Stuttgart begrenzt.

Die StEP GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank -, Karlsruhe (L-Bank), und wurde mit einem Stammkapital von EUR 2,5 Mio. gegründet. Der Stand der Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 1,5 Mio.

Im Berichtsjahr war Herr Harald Blum als Geschäftsführer bestellt.

2. Geschäftsentwicklung 2023:

Ertragslage:

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.391 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -1.474) erzielt, der sich im Wesentlichen aus Folgenden Ergebniskomponenten zusammensetzt:

Umsatzerlöse aus im Wesentlichen Provisionseinnahmen im Rahmen des Parkmanagements sowie Mieterlösen in Höhe von insgesamt TEUR 1.671 (Vj. TEUR 818).

Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 11).

Personalaufwand in Höhe von TEUR 348 (Vj. TEUR 492).

Abschreibungen auf Sachanlagenvermögen in Höhe von TEUR 1.046 (Vj. TEUR 655).

Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 824 (Vj. TEUR 640), die in 2023 auch den Erbbauzins für das Erbbaurecht des FRIZ beinhalten.

Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 878 (Vj. TEUR 295).

Das genehmigte Jahresergebnis i.H.v. TEUR -1.431 wurde mit dem aktuellen Jahresfehlbetrag i.H.v. -1.391 TEUR eingehalten.

Der Jahresfehlbetrag im Jahr 2023 ergab sich damit unter anderem durch die Personalkosten, die Abschreibungen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Darlehenszinsen, die durch die erwirtschafteten Erträge nicht vollständig gedeckt werden konnten.

Von den Auswirkungen der makroökonomischen Herausforderungen insbesondere durch die Nachwirkungen der Corona Krise, den Krieg in der Ukraine, die gestiegenen Inflationszahlen sowie dem damit verbundenen Zinsanstieg sowie den Folgen der Knappheit von Baustoffen, war die STEP entsprechend betroffen.

Vermögens- und Finanzlage:

Die Aktivseite der Gesellschaft mit einem Betrag von insgesamt TEUR 34.327 (Vj. TEUR 35.695) besteht aus Anlagevermögen (TEUR 30.968; Vj. TEUR 29.509), Umlaufvermögen (TEUR 3.342; Vj. TEUR 6.154) und einem Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 17; Vj. TEUR 31).

Das Anlagevermögen beinhaltet neben dem Inventar der Gesellschaft im Wesentlichen die unbebauten Grundstücke (Erweiterung STEP 3 und Grünfläche STEP 8.0) und das Objekt FRIZ inklusive Erbaurecht in Freiburg (insgesamt TEUR 30.889; Vj. TEUR 29.412). Das Umlaufvermögen wird durch das Bankguthaben (TEUR 2.767; Vj. TEUR 5.903) geprägt. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet neben anderen Posten die bereits in 2023 für Januar 2024 gezahlten Personalaufwendungen.

Den Vermögenswerten stehen das Eigenkapital (TEUR 11.948; Vj. TEUR 13.339), die Rückstellungen (TEUR 142; Vj. TEUR 66), die Verbindlichkeiten (TEUR 22.201; Vj. TEUR 22.288) und der Passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 35; Vj. TEUR 2) gegenüber. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt durch Fremd- und Eigenkapital.

Das Eigenkapital setzt sich aus Gesellschaftereinlagen in Höhe von TEUR 4.000 in das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen, aus Gewinnvorträgen (TEUR 9.339; Vj. TEUR 10.813) sowie dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres (TEUR -1.391; Vj. Jahresfehlbetrag TEUR -1.474) zusammen.
Die Verbindlichkeiten bestehen neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 21.559; Vj. EUR 22.002) aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 482; Vj. TEUR 132) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 160; Vj. TEUR 154). Die Gesellschaft hat keine Kontokorrentkreditlinien.
34 % der Bilanzsumme der Gesellschaft werden somit durch Eigenkapital finanziert.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorrauszahlungen, die im Folgejahr ertragswirksam werden.

Liquiditätslage:

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt gegeben. Der Zahlungsmittelbestand hat sich von TEUR 5.903 auf TEUR 2.767 reduziert. Ursache ist der endgültige Ausbau des Innovationszentrums FRIZ.

3. Status bestehender und geplanter Gebäude:

Insgesamt wurden bisher auf dem Gelände "STEP" in Stuttgart-Vaihingen Büro- sowie ein Dienstleistungs- und Konferenzgebäude mit einem Volumen von 121.014 m² Mietfläche errichtet.
Im Eigentum der Gesellschaft befinden sich noch das Erweiterungsgrundstück STEP 3 und die Grünfläche Grundstück STEP 8.0.

Für die im Fremdeigentum befindlichen Gebäude STEP 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7.1, 7.2, 8.2, 8.3 und 9 führt die StEP GmbH auf der Grundlage entsprechender Verträge Parkmanagementdienstleistungen durch. Die Verträge für die Gebäude STEP 1, STEP 2 und STEP 3 beinhalten eine fixe jährliche Vergütung. Die Laufzeit wurde für STEP 1 und STEP 2 im Jahr 2021 bis 31. Dezember 2024 und für STEP 3 im Jahr 2023 bis 31.12.2026 verlängert. Für die Gebäude STEP 4, STEP 6, STEP 8.3 und STEP 9 wurde die Laufzeit im Jahr 2021 bis zum 30. Juni 2024 verlängert. Der jährlich pauschal vergütete Vertrag zum Gebäude STEP 5 hat sich automatisch verlängert und kann frühestens zum 31. Dezember 2024 gekündigt werden. Die Gebäude STEP 7.1 und STEP 7.2 mit einer fixen jährlichen Vergütung haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2024. Der Parkmanagementvertrag für das Gebäude STEP 8.2 beinhaltet eine monatlich variable, von den Sollmieten abhängige Vergütung. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein Jahr, wobei der Vertrag frühestens zum 31. März 2024 gekündigt werden kann. Darüber hinaus werden für die Fremdeigentümer bei Bedarf Vermietungsdienstleistungen gegen eine separate Vergütung erbracht. Dies gewährleistet ein zentrales Vermietungsmanagement, um die Qualität für Mieter und der jeweiligen Gebäude sowie den Mietpreis am Standort stabil zu erhalten.

Das Innovationszentrum FRIZ auf einem Erbbaugrundstück in Freiburg ist im Wesentlichen bis auf den Ausbau der Laborflächen fertiggestellt und hat eine Geschossfläche (BGF) von ca. 12.160 m² vor. Die öffentlich-rechtliche Abnahme ist erfolgt. Der Vermietungsstand zum 31. Dezember 2023 ist 96 %. Mit weiteren Interessenten werden konkrete Verhandlungen geführt.

4. Wesentliche Unternehmensverträge:

Es besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der L-Bank vom 17./22. Dezember 2014, mit Anpassungen vom 24. Mai 2018 sowie zum 01.Juli 2020, zur Durchführung von IT-Dienstleistungen, der Buchführung, der Erstellung von handels- und steuerrechtlichen Abschlüssen, der rechtlichen und steuerrechtlichen Betreuung, der Personalverwaltung und der Betreuung in den Bereichen Marketing, Pressearbeit, allgemeine Verwaltung und Organisation. Zentral werden alle Bereiche zwischen der L-Bank und der StEP GmbH in der Stabsstelle Standortentwicklung gebündelt.
Mit der Technologiepark Karlsruhe GmbH wurde am 14/28. November 2022 und mit Anpassungen am 04./09. Mai 2023 ein Managementvertrag für das Innovationszentrum FRIZ mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2024 geschlossen.

Mit der Landeshauptstadt Stuttgart besteht weiterhin ein Kooperationsvertrag zur Entwicklung des Geländes "STEP" in Stuttgart-Vaihingen.

Weiter gibt es einen Mietvertrag für die eigengenutzte Bürofläche der StEP GmbH im Gebäude STEP 4 mit der Union Investment Real Estate Austria AG. Die Laufzeit endet am 30. Juni 2025. Die StEP GmbH hat die einseitige Option den Vertrag noch zweimal um jeweils zwei Jahre zu verlängern. Der monatliche Mietzins beträgt inkl. Nebenkosten EUR 8.453 (ohne MwSt).

Zur Finanzierung des Bauprojekts FRIZ wurde im November 2019 ein Darlehen über EUR 22 Mio. bei der L-Bank beantragt und seitens der L-Bank zugesagt. Der Mittelabruf zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 22 Mio. Für den zusätzlichen Ausbau der Laborflächen im Innovationszentrum FRIZ wurde im Dezember 2022 ein Darlehen über EUR 2 Mio. bei der L-Bank beantragt und seitens der L-Bank zugesagt. Zum 31. Dezember 2023 wurden noch keine Mittel abgerufen.

5. Chancen- und Risikobericht

Im Risikohandbuch (letzter Stand vom Dezember 2021) werden die Regelungen, Maßnahmen und Prozesse des in der Gesellschaft implementierten Risikomanagementsystems zur Steuerung und Überwachung der verschiedenen Risikoarten dokumentiert.

Mit Quartalsberichten und bei regelmäßigen Geschäftsführersitzungen erhält der Gesellschafter ein umfängliches Bild der aktuellen Risikosituation und des Risikomanagements der Gesellschaft.

Das Risikomanagement der Gesellschaft definiert folgende Unternehmensrisiken:

Marktpreisrisiko:

Die Gesellschaft legt die Marktpreisrisikostrategie im Rahmen der einzelnen Budgetbeschlüsse für Baumaßnahmen und der Wirtschaftsplanung, die die beabsichtigte Investitionstätigkeit der Gesellschaft darlegen, fest. Dabei wird auf aktuelle Mietentwicklungen, Zinsänderungen, Bau- und sonstige Preisänderungen eingegangen.

Durch die in den Mietverträgen geregelten Indexklauseln bietet die Inflation die Möglichkeit einer Erhöhung der Mieteinnahmen.

Eine ständige Marktbeobachtung ermöglicht eine ausreichend präzise Einschätzung zu Nachfrage, Mietniveau und Verkaufswerten. Mit seinem attraktiven Gesamtparkkonzept ist der Mietpreis im STEP weniger volatil als an anderen Standorten am Teilmarkt Stuttgart. Somit sind die Einkünfte aus Managementverträgen und der Infrastrukturabgabe stabil.
Im Innovationszentrum FRIZ sind die Mietverträge zum aktuellen Mietpreisniveau abgeschlossen. Die Nachfrage nach Flächen ist stabil.

Adressenausfallrisiko:

Im Rahmen der Akquisition neuer Mieter wird bei wesentlichen Mietverträgen vor Abschluss des Mietvertrages eine Bonitätsanalyse angefertigt. Zu kleineren Mietverträgen wird vor Vertragsabschluss eine Creditreform-Auskunft eingeholt. Gleiches gilt für den Abschluss von wesentlichen Verträgen mit anderen Geschäftspartnern.

Bei der Übergabe von Räumlichkeiten an Mieter wird in der Regel eine Mietkaution von ca. 2 bis 3 Monatsmieten in Form einer Bürgschaft hinterlegt. Zusätzlich wird ein Vermieterpfandrecht auf eingebrachte Gegenstände vereinbart. Darüber hinaus findet eine permanente, systematische Überwachung des aktuellen Zahlungsverhaltens (OP-Liste Mieter) statt.

Zur Beauftragung der Baumaßnahmen finden Ausschreibungen statt, bei denen jeweils mehrere Unternehmen angefragt werden. Mit den beauftragten Unternehmen werden in der Regel Pauschalfestpreise zur schlüsselfertigen Erstellung betriebs- und funktionsbereiter Gebäude vereinbart. Zur Absicherung der Bauleistung erhält die Gesellschaft eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von bis zu 10 % des Bruttopauschalfestpreises.
Mit Fertigstellung der jeweiligen Gebäude wird die Vertragserfüllungsbürgschaft auf bis zu 5 % reduziert oder in eine Gewährleistungsbürgschaft umgewandelt.

Liquiditätsrisiko:

Die Liquidität der Gesellschaft wird durch den Liquiditätsplan abgebildet. Dieser Plan enthält die monatliche Darstellung von Ein- und Auszahlungen und wird regelmäßig in der Gesellschaft überwacht im Wege eines Plan-/Ist-Abgleichs.
Zusätzlich werden laufend die Kontostände der Gesellschaft überwacht.

Operationelles Risiko:

Die Geschäftsführung beobachtet kontinuierlich durch regelmäßig stattfindende Mitarbeiterbesprechungen operationelle Risiken.

Der Organisation der Gesellschaft liegt eine Kompetenz- und Vertretungsordnung zu Grunde. Im Geschäftsjahr 2023 war eine Prokuristin benannt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt, trotzdem gilt intern das "Vier-Augen-Prinzip".

Rechtsrisiken werden bei der Gesellschaft durch die Dokumentation der Geschäftsabschlüsse und der Verwendung von rechtlich durchsetzbaren Rahmenverträgen minimiert. Bei der Verwendung von individuellen Verträgen werden diese in der Regel vom Bereich Justiziariat der Gesellschafterin oder von einem beauftragten Rechtsanwalt geprüft bzw. erstellt.

Bezüglich der EDV-Risiken stellt die Gesellschaft durch entsprechende Maßnahmen wie z.B. einer Cloud-Lösung sicher, dass der letzte vollständige Datenbestand gesichert ist und die notwendigen Systeme funktionsfähig sind.


6. Prognosebericht

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn bestehende Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Insbesondere die Folgen des Ukraine Kriegs und die aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen mit steigenden Zinsen, Inflation, gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen und die sich daraus ergebenden Lieferengpässen und Baupreiserhöhungen stellen eine solche Unsicherheit dar.

Im Geschäftsjahr 2024 ist der endgültige Ausbau der Laborflächen des Innovationszentrums FRIZ in Freiburg geplant.

Risiken bestehen durch mögliche Mietausfälle (z.B. durch Insolvenz).

Gleichzeitig bietet die Inflation Chancen durch höhere Mieteinnahmen. Eine mögliche Anpassung ergibt sich durch die in den Mietverträgen geregelten Indexklauseln.

Die Gesellschaft plant im Jahr 2024 ein negatives Jahresergebnis i.H.v. TEUR -1.136 zu erzielen.

Die Ergebnisprognose für 2024 ergibt sich aufgrund des Ukrainekriegs, des aktuellen Wirtschaftlichen Umfelds, der weiteren Energiepreisentwicklung, den Baumaterialverfügbarkeiten und der daraus folgenden möglichen Auswirkungen auf die StEP GmbH.
Der Fortbestand der Gesellschaft ist auf Grund der Eigenkapitalausstattung in Zusammenhang mit der Liquiditätsplanung gesichert.

 

Stuttgart, den 30. Juli 2024

Harald Blum

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Anlagevermögen

I. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.888.827,82 29.412.147,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.129,05 87.014,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.044,00 10.044,00

30.968.000,87 29.509.205,87
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Unfertige Leistungen 459.252,88 80.914,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.184,78 32.804,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 83.336,16 137.629,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:

EUR 23.899,59 (Vj. EUR 23.899,59)

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.767.021,70 5.903.041,43

3.341.795,52 6.154.389,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.828,08 31.098,91

34.326.624,47 35.694.694,42

Passiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 9.338.996,73 10.812.560,50
IV. Jahresfehlbetrag -1.390.753,85 -1.473.563,77

11.948.242,88 13.338.996,73
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 142.450,00 65.650,00

142.450,00 65.650,00
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.559.185,51 22.002.186,80
davon gegenüber Gesellschafter

EUR 21.559.185,51 (Vj. EUR 22.002.186,80)

davon gegenüber verbundenen Unternehmen

EUR 21.559.185,51 (Vj. EUR 22.002.186,80)

davon sonstige Verbindlichkeiten

EUR 19.238,25 (Vj. EUR 9.117,01)

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.037,41 153.931,55
3. sonstige Verbindlichkeiten 482.013,90 131.953,19
davon aus Steuern EUR 5.511,88 (Vj. EUR 29.952,26)


22.201.236,82 22.288.071,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 34.694,77 1.976,15

34.326.624,47 35.694.694,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023



2023
2022

EUR EUR
EUR
1. Umsatzerlöse
1.670.755,35
817.697,59
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an zum Verkauf



bestimmten Grundstücken mit fertigen oder unfertigen



Bauten sowie unfertige Leistungen
378.338,15
80.914,73
3. sonstige betriebliche Erträge
11.646,14
10.709,88
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen
-338.214,24
-283.459,19
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter -292.532,82
-409.275,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung



und für Unterstützung -55.657,38 -348.190,20 -82.839,54 -492.115,11
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vj. EUR 4.921,12)



6. Abschreibungen



a) auf Sachanlagen
-1.046.191,82
-654.543,52
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
-824.337,66
-640.376,62
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge



a) Sonstige Zinsen 0,00
0,00
b) Negative Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00 -10.519,85 -10.519,85
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen



davon an verbundene Unternehmen



EUR -877.877,51 (Vj. EUR -294.994,50)
-877.877,51
-294.994,50
10. Ergebnis nach Steuern
-1.374.071,79
-1.466.686,59
11. sonstige Steuern
-16.682,06
-6.877,18
12. Jahresfehlbetrag
-1.390.753,85
-1.473.563,77

Anhang für das Jahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Stuttgart und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 21212 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der § 242 ff. HGB und § 264 ff. HGB erstellt. Die Gesellschaft zählt entsprechend § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB zu den verbundenen Unternehmen der Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank-(L-Bank), Karlsruhe.

In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Postenbezeichnungen gemäß § 265 Abs. 5 bzw. Abs. 6 HGB an die Besonderheiten der Gesellschaft angepasst.

Im Hinblick auf § 65 Abs. 1 Nr. 4 der Landeshaushaltsordnung hat die Gesellschaft die handelsrechtlichen Vorgaben für große Kapitalgesellschaften beachtet. Für die Offenlegung des Jahresabschlusses werden die Erleichterungen nach § 326 Abs.2 HGB für Kleinstkapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den gleichen Grundsätzen wie im Vorjahr.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Sofern notwendig, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Einzeln aktivierte Anlagen werden linear über die unterstellte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden grundsätzlich aus den steuerlichen Abschreibungstabellen abgeleitet.

Die Vorräte in Form von unfertigen Leistungen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Die Bewertung erfolgt nach § 253 Abs. 4 HGB. Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zeitanteilig linear aufgelöst.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten wird zeitanteilig linear aufgelöst.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel


Bruttowerte der Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte
Abschreibungen

Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0
Grundstücke und Bauten 30.193.061,21 2.504.986,82 0,00 0,00 32.698.048,03 1.809.220,21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.145,69 0,00 1.589,99 0,00 254.555,70 185.426,65
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
10.044,00 0,00 0,00 0,00 10.044,00 0,00
Summe 30.459.250,90 2.504.986,82 1.589,99 0,00 32.962.647,73 1.994.646,86

Buchwerte Entwicklung der kumulierten Abschreibungen

Buchwerte
31.12.2023
Stand
1.1.2023
Abschreibung
im
Geschäftsjahr
Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Grundstücke und Bauten 30.888.827,82 780.913,39 1.028.306,82 0,00 0,00 1.809.220,21
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.129,05 169.131,64 17.885,00 1.589,99 0,00 185.426,65
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
10.044,00




Summe 30.968.000,87 950.045,03 1.046.191,82 1.589,99 0,00 1.994.646,86


In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von TEUR 24 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Im Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind Bankguthaben in Höhe von TEUR 2.767 (Vorjahr: TEUR 5.903) enthalten.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Gehaltsvorauszahlungen für den Januar 2024.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem Prüfungskosten, Archivierungskosten, Mitarbeiterverpflichtungen und Betriebskosten.

Angaben zu den Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023:


Gesamtbetrag
2023
bis 1 Jahr
2023
über einem Jahr
2023
davon über fünf Jahre fällig

EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.559.185,51 561.922,51 20.997.263,00 18.914.146,42
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.037,41 160.037,41 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 482.013,90 482.013,90 0,00 0,00
Summe 22.201.236,82 1.203.973,82 20.997.263,00 18.914.146,42


Art und Form
der Sicherheit
Vorjahr bis
1 Jahr
2022
Vorjahr über
einem Jahr
2022


Keine EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

534.692,33 21.467.494,47
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

153.931,55 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten

131.953,19 0,00
Summe

820.577,07 21.467.494,47


Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen Mieterträge, Erträge aus der Verwaltung von Immobilien und Vermittlungsprovisionen enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die STEP GmbH hat zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 1.770) aus der Beauftragung von externen Bauunternehmern.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden in der Gesellschaft durchschnittlich 3 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft verzichtet auf die Darstellung der Gesamtbezüge für Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug im Geschäftsjahr TEUR 24.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.390.753,85 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Geschäftsführer

Harald Blum, Diplom-Betriebswirt, Bietigheim-Bissingen

Stuttgart, den 30. Juli 2024

 

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die StEP Stuttgarter EngineeringPark GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der StEP Stuttgarter EngineeringPark GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der StEP Stuttgarter EngineeringPark GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dielehner, Wirtschaftsprüfer

Immesberger, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss wurde am 13. August 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

33 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.