Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 98758
Vorher
Hyder Consulting GmbH Deutschland
Eingetragen
15.8.1990
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Erbringung von Beratungs-, Management- und Ingenieursleistungen sowie die Bereitstellung von digitalen Lösungen auf allen Gebieten des Bauwesens, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Wasser, Umwelt und Immobilien. Die Gesellschaft darf als Generalunternehmer und Generalübernehmer sowie als Immobilienvermittler tätig werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Ruoff
seit 16.7.2025
Geschäftsführer
Janneke den Braber
seit 3.4.2025
Prokura
Prokura
Manuel Biebermann
seit 17.4.2024
Prokura
Rob Snijders
seit 17.4.2024
Geschäftsführer
Elisabeth Bagehorn
seit 14.2.2024
Prokura
Karl Dr. Noé
seit 18.12.2023
Prokura
Jürgen Boenecke
seit 27.9.2023
Prokura
Frank Ehwald
seit 11.7.2023
Prokura
Christian Ebenrecht
seit 11.7.2023
Prokura
Ulrike Knorr
seit 11.7.2023
Prokura
Frank Dünkel
seit 11.7.2023
Prokura
Uwe Beyer-Schuch
seit 11.7.2023
Prokura
Gordon Mauer
seit 11.7.2023
Prokura
Anke Seelige
seit 11.7.2023
Prokura
Andrea Prasse
seit 11.7.2023
Prokura
Andreas Röhr
seit 11.7.2023
Prokura
Harald Dr.-Ing. Vogel
seit 11.7.2023
Prokura
Ingo Berndt
seit 11.7.2023
Prokura
Arno Heemskerk
seit 11.7.2023
Prokura
Silke Schönthaler
seit 11.7.2023
Prokura
Thomas Portmann
seit 11.7.2023
Prokura
Florian Koch
seit 11.7.2023
Prokura
Stephan Dolata
seit 11.7.2023
Prokura
Jörg Müller
seit 11.7.2023
Prokura
Ulrike Mecklenburg
seit 11.7.2023
Prokura
Dietmar Reiersloh
seit 11.7.2023
Prokura
Oliver Bartz
seit 11.7.2023
Prokura
Gabi Dietz
seit 11.7.2023
Prokura
Markus Reppenhagen
seit 11.7.2023
Geschäftsführer
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Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arcadis Germany GmbH (vormals: Hyder Consulting GmbH Deutschland)

Darmstadt

Jahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Gesellschaftliche Strukturanpassungen

Die bisherige Arcadis Germany GmbH wurde per 01.08.2023 rückwirkend zum 01.01.2023 in einem Downstream Merger mit ihrer Tochtergesellschaft Hyder Consulting GmbH Deutschland (jetzt: Arcadis Germany GmbH) verschmolzen. In einer logischen Sekunde danach wurde die Hyder Consulting GmbH Deutschland in Arcadis Germany GmbH umbenannt. Die operative Geschäftsorganisation und unser Kundengeschäft werden dadurch nicht beeinträchtigt. Die buchhalterische Erfassung der Verschmelzung erfolgte dabei unter Inanspruchnahme des Wahlrechts zur Buchwertfortführung. Das so übernommene Reinvermögen hatte einen positiven Saldo von € 22,0 Mio, der in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Um eine Aussage über den Vergleich zum Vorjahr zu treffen, wurden die Vorjahreszahlen zum 31. Dezember 2022 bzw. des Geschäftsjahres 2022 der Arcadis Germany GmbH sowie der Hyder Consulting GmbH Deutschland konsolidiert dargestellt. Die Konsolidierung erfolgte vor allem durch die Eliminierung des Beteiligungsbuchwerts an der Hyder Consulting GmbH, Einstellung des verbliebenen positiven Reinvermögen-Saldo der ehemaligen Arcadis Deutschland GmbH in die Kapitalrücklage (€ 22,0 Mio) sowie der Verrechnung von Intercompany Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Projektbewertung wurde für das Geschäftsjahr 2023 auf einer noch granulareren Projektdetailtiefe durchgeführt, um eine periodengenauere Teilgewinnrealisierung nach HGB zu ermitteln. Daher ist ein Vorjahresvergleich trotz der konsolidierten Darstellung dennoch eingeschränkt.

Die Bilanzsumme der ehemals Hyder Consulting GmbH Deutschland betrug zum 31. Dezember 2022 € 5,3 Mio. Davon wies die Gesellschaft auf der Aktiva Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 4,3 Mio auf. Die Passiva betraf vor allem Eigenkapital von € 3,9 Mio sowie Pensionsrückstellungen von € 0,9 Mio. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von € 0,4 Mio sowie Materialaufwand von € 0,3 Mio. Es ergab sich im Jahr 2022 ein Jahresfehlbetrag von T€ 81.

Arcadis Germany GmbH hat 100% der Anteile der CallisonRTKL Germany GmbH mit Sitz in Berlin zum 26.09.23 übernommen. CallisonRTKL Germany GmbH ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 177380). Der Anteilskauf wird unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen in der Bilanz ausgewiesen.

1.2 Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs-, Management- und Ingenieurleistungen auf allen Gebieten des Bauwesens, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Wasser, Umwelt und Immobilien. Die Gesellschaft darf als Generalunternehmer und Generalübernehmer sowie als Immobilienvermittler tätig werden.

Die Gesellschaft gliedert sich in die drei operativen Sparten Resilience, Places und Mobility. Die deutschen Supportfunktionen sind in den Enabling Functions zusammengefasst. Alle Bereiche berichten direkt an ihre globalen Produkt- oder Funktionssparten. Der Fokus auf Nachhaltigkeit, die fortlaufende Digitalisierung des Geschäfts und eine zunehmende Standardisierung und Automatisierung von Prozessen wird Arcadis zukunftssicher aufstellen und reagiert auf die Bedürfnisse des Marktes und unserer Kunden.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft besteht sowohl aus öffentlichen als auch privaten Auftraggebern, die vorrangig im Inland aber auch im Ausland aktiv sind.

1.3 Steuerungssystem der Gesellschaft

Die interne Steuerung des Ergebnisses erfolgt auf Basis der konzernweit verwendeten derzeit geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), hierzu wird auf die Darstellungen unter Punkt 2.3 verwiesen. Die bedeutsamsten zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren, die nach IFRS ermittelt werden, sind:

Betriebliche Eigenleistung: Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge abzüglich bezogener Leistungen ("Net revenue")
Operating EBITA: Ergebnis vor dem Finanzergebnis, Steuern und Firmenwertabschreibungen ohne Restrukturierungs- und M&A Aufwendungen
Auftragsbestand: basierend auf dem geschlossenen Vertrag

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den finanziellen Leistungsindikatoren nach IFRS und HGB können aus der periodengenauen Teilgewinnrealisierung nach HGB und der Percentage of Complition Gewinnrealisierung nach IFRS entstehen. Die Percentage-of-Completion-Methode ist eine Rechnungslegungsmethode für langfristige Projekte, bei der Einnahmen und Ausgaben auf der Grundlage des Prozentsatzes der während des Zeitraums abgeschlossenen Arbeiten verbucht werden. Mit dieser Methode wird die laufende Erfassung von Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit längerfristigen Projekten auf der Grundlage des Anteils der abgeschlossenen Arbeiten berechnet. Sie steht im Gegensatz zur Completed-Contract-Methode nach HGB, die die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen bis zum Abschluss eines Projekts verschiebt.Die Fluktuationsrate wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße genutzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Gesamtwirtschaftliche Erholung nach dem Einbruch im Jahr 2020 zu Beginn der Corona Pandemie konnte 2023 nicht fortgesetzt werden. Nach einem Wachstum von 3,2% (2021) und 1,8% (2022) ist das Bruttoinlandsprodukt 2023 leicht rückläufig gewesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland nach Angaben des statistischen Bundesamtes 2023 um 0,3% gefallen. Hohe Preise, teure Finanzierungskosten in Folge des hohen Zinsniveaus sowie eine geringe Nachfrage im In- und Ausland sind laut ersten Einschätzungen des statistischen Bundesamtes die wesentlichen Gründe hierfür. Die für Arcadis wichtigen Bauinvestitionen hingegen stiegen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7% und wirkten stützend auf die Wirtschaft (Quelle: Destatis, Statistisches Bundesamt). Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Trotz einer Reduktion der Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Verbraucherpreise auf einem hohen Niveau, wenngleich laut Statistiken des Statistischen Bundesamtes ein fallender Trend im Jahr 2023 zu verzeichnen ist. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,9 % im Vergleich zu 8,7% im Januar zu Jahresanfang. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, sank bei Berechnung auf dieser Grundlage von 3,1 % auf 2,9 % im Dezember 2023. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 % (Quelle: Statista).

2.2 Geschäftsverlauf

Das operative Geschäft entwickelt sich bei gleichzeitigen Herausforderungen, wie z. B. die anhaltend starke Inflation zum Teil hervorgerufen durch den Krieg in der Ukraine, dennoch weiter positiv für Arcadis Germany. Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und es konnte die Belegschaft ausgebaut werden, um die gewonnen Kundenaufträge bestmöglich abzuarbeiten. Der positive EBITA übertraf am Ende des Jahres die Erwartungen und konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Etwaige Einmalkosten im Zuge der Transformation unserer Aufbauorganisation wie in den vorangegangenen zwei Jahren entfielen 2023. Außerdem verliefen die indirekten Sachkosten wie zum Beispiel Housingkosten unter den Erwartungen aufgrund der zurückgehenden Inflation sowie die anhaltende Nutzung der mobilen Arbeit. Alle drei operativen Bereiche beendeten das Jahr 2023 mit einem positiven Ergebnisbeitrag (Operating EBITA) nach IFRS. Die Mitarbeiteranzahl konnte um 9,1% angehoben werden. Daraus resultiert ebenfalls ein Anstieg im gleichen Maße in den Personalkosten. Administrativ war das Jahr geprägt von der Verschmelzung der Arcadis Germany GmbH im Zuge eines Downstream Mergers mit ihrer Tochtergesellschaft Hyder Consulting GmbH Deutschland und anschließender Umbenennung der Hyder Consulting GmbH Deutschland in Arcadis Germany GmbH. Zudem wurde der anstehende Merger mit der im September 2022 erworbenen Gesellschaft Giftge Consult GmbH vorbereitet. Das Ziel ist, die deutsche Organisationsstruktur weiter zu verschlanken und so die administrativen Kostenblöcke zu reduzieren.

Vorhandene Aufträge wurden abgearbeitet und durch den stabilen Auftragseingang auf hohem Niveau kompensiert. Der Auftragseingang lag im Jahr 2023 insgesamt über dem Vorjahreswert (2022: EUR 144 Mio, 2023: EUR 151 Mio).

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Im Bereich der betrieblichen Leistung als Summe der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstiger betrieblicher Erträge (EUR 201,9 Mio vs. EUR 162,8 Mio) ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die betriebliche Eigenleistung 2023 stieg nach HGB auf EUR 146,6 von einem Wert von EUR 120,7 Mio . Im Geschäftsjahr konnte das operative EBITA nach HGB auf EUR 11,9 Mio (Vorjahr: EUR 1,6 Mio) signifikant gesteigert werden. Die Profitabilität (Ergebnis vor Steuern / betriebliche Eigenleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen (9,6 % im Jahr 2023 vs. 1,3% im Vorjahr). Die Steigerung der Eigenleistung wurde hauptsächlich durch den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl i.H.v. 9,1% sowie eine erhöhte Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhätnis zur betrieblichen Eigenleistung) im Geschäftsjahr 2023 erzielt. Dabei stieg die Materialaufwandquote von 34,9 % auf 37,7% im Jahr 2023. Um den Auftragsbestand bestmöglich zu bedienen, wurden Subunternehmer zur Unterstützung hinzugezogen. Die Personalkosten entwickelten sich analog zu der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter inklusive der anhaltenden Inflation. Damit stiegen die Personalaufwendungen auf EUR 100,9 Mio (+14,4% im Vergleich zum Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen moderat an und stiegen um knapp 10%, was dem allgemeinen Anstieg des Preisniveaus entspricht. Etwaige einmalige Transformationskosten im administrativen Bereich wie in dem vergangenen Jahr fielen nicht an, wodurch der Jahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr anstieg.

Die Arcadis Germany GmbH verzeichnete 2023 nach IFRS eine gesamte Eigenleistung von EUR 146,9 Mio und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um 20,7% gesteigert werden (Vorjahr: EUR 121,7 Mio). Der Auftragsbestand verzeichnete einen leichten Anstieg um ungefähr 1,5% auf nun EUR 117,3 Mio (Vorjahr: EUR 115,5 Mio). Nachfolgend werden die einzelnen Geschäfstbereiche detailliert dargestellt:

Der Geschäftsbereich Resilience verzeichnete 2023 nach IFRS eine Eigenleistung von EUR 57,8 Mio und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um 19,3% gesteigert werden (Vorjahr: EUR 48,4 Mio). Der Auftragsbestand verzeichnete einen Anstieg um ungefähr 12 % auf nun EUR 48,5 Mio (Vorjahr: EUR 43,5 Mio).

Auch der Bereich Mobility konnte seine Eigenleistung nach IFRS im Jahr 2023 weiter steigern. Dabei stieg die Eigenleistung von EUR 22,9 Mio um 20,2 % auf EUR 27,6 Mio im aktuellen Jahr an. Der Auftragsbestand konnte mit dem deutlichen Umsatzwachstum auf konstantem Niveau gehalten werden und liegt zum Jahresende bei EUR 17,2 Mio (Vorjahr: EUR 17,0 Mio).

Die Sparte Places verzeichnete nach IFRS für 2023 einen Aufschwung der Eigenleistung um 26,3% auf nun EUR 62,2 Mio im Vergleich zum Vorjahr (EUR 49,2 Mio). Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 55,0 Mio) leicht gefallen und lag zum Jahresende bei EUR 51,6 Mio.

Die Personalaufwendungen der Arcadis Germany GmbH sind total um ca. 14% gestiegen, der größte Teil des Anstieges kommt aus dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl um circa 9%.

Die Abschreibungen i. H. v. TEUR 1.521 haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.302) leicht erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.894 bzw. 9,8% gestiegen. Der größte Teil des Anstieges entfällt auf die Bildung einer Litigation Rückstellung für einen Rechtstreit in Höhe von 1.806 TEUR. Weiter entfallen 580 TEUR auf den Anstieg der Kosten für externe Mitarbeiter. Die sonstigen Beratungskosten sind um 214 TEUR (+16%) auf Grund des erhöhten Bedarfs durch die geplanten Firmenzusammenlegungen gestiegen. Die Housingkosten, wie beispielsweise Mieten, sind zu weitem Teil inflationsbedingt um TEUR 309 gestiegen, was einem prozentualen Anstieg von 6% entspricht. Auch unsere Versicherungskosten sind um 83 TEUR (+8%) gewachsen. Sonstige Kosten, wie Training, Rekrutierung oder Mitarbeiterevents, stiegen um 285 TEUR leicht an im Rahmen des allgemeinen Geschäftswachstums. Auf der anderen Seite reduzierten sich die IT-Kosten um TEUR 563 im Vergleich zum Vorjahr. Durch eine verbesserte Forderungsstruktur konnten weniger Einzelwertberichtigungen gebildet werden als im Vorjahr, was zu einer Reduktion des Aufwandes in Höhe von TEUR 206 führte.

Die Tochtergesellschaft Giftge Consult GmbH zahlte für das Jahr 2023 eine Dividende in Höhe von TEUR 1.600.

Die kalkulierten Steuerabgaben sind auf Grund des gesteigerten operativen Ergebnisses um TEUR 953 auf TEUR 1.523 gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14.034 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr um 12.418 TEUR angewachsen; die Gründe liegen in dem zuvor genannten Anstieg der Eigenleistung, welche den Anstieg der Kosten übersteigt.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 70.859 auf TEUR 92.096 erhöht.

Die Sach- und Finanzanlagen sind weitgehend unverändert.

Die unfertigen Leistungen haben sich um EUR 26,0 Mio auf EUR 129,2 Mio (Vorjahr: EUR 103,3 Mio) erhöht. Die korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um EUR 29,9 Mio auf EUR 149,2 Mio (Vorjahr: EUR 118,9 Mio). Der Überhang an erhaltenen Anzahlungen wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten gezeigt. Der Anstieg der unfertigen Leistungen um 25% ist auf die zuvor genannte Steigerung der betrieblichen Leistung und des Auftragsbestandes zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,7 Mio auf EUR 28,1 Mio verringert. Die Senkung der Forderungen ist das Ergebnis der Anstrengungen durch verstärkte Mahnaktivitäten und direktem Kundenkontakt, die Forderungen zu reduzieren, insbesondere vor dem Hintergrund des insgesamt gestiegenen Umsatzvolumens.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen hingegen sind signifikant angestiegen. Diese sind um EUR 30,6 Mio im Vergleich zum Vorjahr auf nun EUR 49,0 Mio angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderung aus dem Konzerncashpooling zurückzuführen, was auf den Anstieg der Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich deutlich. Im Vorjahr wurden Steuerforderungen in Höhe von EUR 4,3 Mio ausgewiesen, die nun beglichen sind. Insgesamt haben sich damit die sonstigen Vermögensgegenstände von EUR 6,9 Mio auf EUR 1,7 Mio reduziert.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 0,5 Mio im Vergleich zu EUR 1,1 Mio im Vorjahr.

Wie im Vorjahr ist die Gesellschaft in das Konzerncashpooling eingebunden und weist das Bankguthaben bei der BNP Paribas S.A. in Höhe von TEUR 46.049 (Vorjahr: TEUR 16.922) unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

Der Net Working Capital Prozentsatz (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen im Verhältnis zur betrieblichen Leistung) hat sich im Jahr 2023 aufgrund der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen und dem Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der Erhöhung der betrieblichen Leistung verbessert und liegt bei 0,8 % (Vorjahr: 6,4 %).

Die Bilanzsumme der Passivseite stieg von EUR 70,9 Mio auf EUR 92,1 Mio (Steigerung um EUR 21.2 Mio). Die Veränderung der Bilanzsumme auf der Passivseite ist auf die folgenden Positionen zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von EUR 9,5 Mio im Jahr 2022 auf EUR 12,5 Mio. Dies ist auf höhere Rückstellungen für nachkommende Rechnungen aufgrund der gestiegenen Subunternehmerkosten zum Jahresende sowie zusätzliche Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen werden - soweit sie die unfertigen Leistungen übersteigen - unter den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 20 Mio ausgewiesen und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,3 Mio erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen senkten sich von EUR 6,6 Mio auf EUR 3,7 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit erhöht und sind von EUR 4,7 Mio auf EUR 6,5 Mio angestiegen.

Die Gesellschaft nutzt eine vorhandene Avallinie bei der BNP Paribas S.A. in Höhe von EUR 19,8 Mio sowie Avallinien bei der R+V Versicherung in Höhe von EUR 1,2 Mio sowie der Euler Hermes in Höhe von EUR 0,7 Mio.

31.12.2023 31.12.2022
% %
Eigenkapitalquote 41,7 36,6
Liquiditätsgrad I 132,7 66,1

Dabei gelten folgende Definitionen:

Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme
Liquiditätsgrad I: Verhältnis der liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) und Guthaben aus Konzerncashpooling zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen)

Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 41,7 % und ist durch den Jahresüberschuss 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.

Die deutliche Verbesserung des Liquiditätsgrades I ist primär durch den gestärkten Geldmittelbestand, welcher sich in vor allem in dem Guthaben aus Konzerncashpooling darstellt, zurückzuführen.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt nachkommen.

Der ARCADIS Konzern wird durch wenige großvolumige und originär durch die ARCADIS N.V., Amsterdam/Niederlande, vereinbarte Darlehens- und Bankbürgschaftsverträge finanziert. Die Arcadis Germany GmbH ist den globalen Finanzierungsvereinbarungen mit der BNP Paribas S.A., Amsterdam/Niederlande, beigetreten. Die Gesellschaft selbst ist ausschließlich konzernintern finanziert. Die Liquiditätsausstattung ist damit jederzeit sichergestellt.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Die Gesellschaft wird aus Konzernsicht der Muttergesellschaft nach IFRS gesteuert. Dies betrifft das operating EBITA, sowie die betriebliche Eigenleistung. Der Unterschied zu HGB resultiert im Wesentlichen aus der Anwendung der Percentage of Completion Methode zur Bilanzierung des Projektgeschäfts. Somit erfolgt eine anteilige Vereinnahmung von Umsatzerlösen mit dem Fortschritt der Projekte wohingegen nach HGB die Projekte in Abhängigkeit von den vertraglichen Regelungen in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Sollte es sich um ein Projektgeschäft im Sinne eines Dienstvertrages handeln, gibt es in der Projektbewertung keine Unterschiede zwischen IFRS und HGB. Bei einem Werkvertrag kommt es zu einer unterschiedlichen Bewertung, sofern das Projekt nicht abgeschlossen bzw. vom Kunden abgenommen wurde. In diesem Fall erfolgt die Bewertung nach HGB nach dem Vorsichtsprinzip zu Selbstkosten. Die betriebliche Eigenleistung 2023 nach HGB stieg auf EUR 146,6 Mio von einem Wert von EUR 120,7 Mio. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf unsere detaillierte Analyse der betrieblichen Eigenleistung unter Punkt 2.3.1 Ertragslage verweisen. Im Geschäftsjahr konnte das operative EBITA nach IFRS auf EUR 15,6 Mio (Vorjahr: EUR 3,8 Mio) signifikant gesteigert werden. Das Ergebnis lag dabei über den prognostizierten Erwartungen. Das Mitarbeiterwachstum in den verschiedenen operativen Bereichen, eine starke Positionierung im Bereich der Energiewende sowie eine erfolgreiche Transformation sind wesentliche Gründe für den Ergebnisanstieg. Außerdem entfielen im Jahr 2023 Einmalkosten für die Transformation.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 117,3 Mio und konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden (Vorjahr: 115,5 Mio) und übertrifft unsere ursprüngliche Prognose aus dem Vorjahr von EUR 97,4 Mio deutlich. Insbesondere im Geschäftsbereich Resilience mit Projekten der Energiewende wurden die Erwartungen übertroffen, was sich in der positiven Abweichung zu unserer Prognose widerspiegelt. Für das kommende Jahr 2024 wird ein größerer Anstieg des Auftragsbestandes im Vergleich zu 2023 erwartet; Ende Juni lag dieser bereits bei EUR 164,0 Mio durch neue Aufträge in der Sparte Resilience im Bereich der Energiewende.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Arcadis Germany GmbH 1.575 Mitarbeiter (Köpfe), davon 45 % weibliche und 55 % männliche Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate lag am Jahresende bei 10.3 % und ist im Vergleich zum vorangegangenen Jahr gefallen (Vorjahr: 12,3 %).

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die deutsche Volkswirtschaft ist im Jahr 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig anhaltend hohen - wenn auch rückläufigen - Inflationsraten geprägt. Von dem wirtschaftlichen Abschwung ist Arcadis Germany nur wenig betroffen. Insgesamt verzeichnet Arcadis Germany einen Anstieg der Eigenleistung in allen drei Sparten.

Trotz des weiterhin starken Wettbewerb- und Preisdrucks im Markt der Beratungs-, Management- und Ingenieurleistungen weist die Entwicklung der Gesellschaft in der betrieblichen Eigenleistung und im operativen Ergebnis eine positive Tendenz auf. Dieser positive Trend soll 2024 weitergeführt werden, was im ersten Halbjahr des Jahres 2024 zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bestätigt worden ist.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts wird insgesamt als positiv bewertet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung für das Jahr 2023 lagen noch keine endgültigen HGB-Zahlen als Vorjahresreferenz für unsere Prognose 2024 vor. Daher wird im Folgenden auf die Vorjahreszahlen nach IFRS-Bezug genommen. Umsätze und Aufwendungen von der erworbenen Giftge Consulting GmbH wurden für 2024 nicht separat geplant, da die Verschmelzung bereits Anfang 2024 erfolgt ist. Arcadis Germany plant einen Anstieg der betrieblichen Eigenleistung nach IFRS von EUR 20,6 Mio. Dies entspricht einen ca. Anstieg um 14% gegenüber Vorjahr. Dieses Wachstum soll im Wesentlichen über eine weitere Steigerung der Mitarbeiteranzahl erzielt werden sowie über die Weitergabe der Inflation an unsere Kunden. Die indirekten Kosten steigen im Wesentlichen durch höhere Personalkosten im Personalbereich im Zuge des angestrebten Wachstums. Analog dazu werden auch höhere IT-Kosten erwartet, welche sich in etwa proportional zum Mitarbeiterwachstum entwickeln. Im Bereich der Housingkosten werden durch das vermehrte mobile Arbeiten moderate Kostensteigerungen erwartet. Insgesamt ist für 2024 ein Anstieg des nach IFRS ermittelten operativen EBITAs i. H. v. EUR 4,6 Mio geplant, alle Business Areas planen mit einem weiteren Anstieg der Mitarbeiter für das Jahr 2024. Wir gehen weiterhin von einer gleichbleibenden Fluktuationsrate aus. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 117,3 Mio. Für das aktuelle Jahr 2024 wird ein deutlicher Anstieg des Auftragsbestands im Vergleich zu 2023 erwartet; Ende Juni lag dieser bereits bei EUR 164,0 Mio durch neue Aufträge in der Sparte Resilience im Bereich der Energiewende.

3.2 Risikomanagement

Der ARCADIS Konzern überarbeitet seine Risikomanagementsysteme regelmäßig und. überprüft durch Management Tests und Audits die Effektivität. Durch einen abgestuften Authority Chart sind die Handlungsvolumen der verschiedenen Konzernebenen beschrieben.

Im Rahmen von dem Arcadis Risk Control Framework wurden die kritischen Prozesse auf ihr Wirksamkeit geprüft. Das Management-Testing betraf in dieses Jahr insbesondere die folgenden Themenbereiche:

GO-/No-GO Prozess bei Abgabe von Angeboten: Risikoanalyse bei Angebotsabgabe

Project Startup im Hinblick auf vereinbarten Leistungsumfang und Risiken und Abmilderungsmaßnahmen

Project Reviews im Hinblick auf die Durchführung und inhaltliche Qualität: Kontinuierliche Überprüfung, ob die angefallenen Kosten des Projekts im Budget gedeckt sind.

Sublieferantenbewertung mit Fokus auf die größten, kritischen Lieferanten

Cash collections: Kontinuierliche Überprüfung, ob Kundenzahlungen pünktlich eingegangen sind.

Datenschutzrichtlinie für Mitarbeiterdaten und eine Datenschutzrichtlinie für Kunden-, Lieferanten- und Geschäftspartnerdaten

Das Enterprise Risk Register (ERR), dass die Risiken des Unternehmens abbilden, wurde vom Management aktualisiert.

Neben den durch das deutsche Management vorgenommenen Kontrollen werden im Rahmen des QM- Managementsystems ISO 9001 und des Health & Safety Systems weitere Audits und Reviews wie zum Beispiel ISO 14001 (Umweltmanagementsystemnorm), ISO 45001 oder ISO 50001 (Internationale Energiemanagementnorm) durch Externe ausgeführt.

Grundsätzlich wird die Geschäftsentwicklung durch monatliche Soll-/Ist-Vergleiche der Erfolgsrechnungen und wesentlichen Kennzahlen überwacht und in den zuständigen Teams besprochen. Auftragseingang und Produktivität (Gesamtzahl der verfügbaren Stunden, die auf Projekte abgerechnet werden können) werden regelmäßig im Rahmen der Projektreviews ausgewertet. Alle wesentlichen Daten zur Unternehmenssteuerung werden seit 2021 durch das ERP-System Oracle Cloud bereitgestellt. Zur Überwachung der Marktentwicklung besteht seit 2012 ein verfeinertes "Sales Reporting" und eine eigene Client Development Abteilung.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch die Fakturierung von Anzahlungs- und Abschlagsrechnungen auf Teilleistungen und eine generell leistungsnahe Abrechnung begegnet. Insbesondere bei den Auslandsprojekten wurden Zahlungsvereinbarungen getroffen, die angemessene Vorauszahlungen vorsehen. Aufgrund der breiten Streuung der Leistungen und Kunden besteht grundsätzlich keine Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Hinsichtlich Regressforderungen aus potenziellen Mängeln in der eigenen Leistungserbringung besteht Versicherungsschutz.

Nachhaltigkeit ist eines unserer zentralen Prinzipien unserer Unternehmensstrategie. Wir zielen mit unseren Projekten weltweit auf ein nachhaltiges Wachstum in bestmöglicher Harmonie mit Natur und Umwelt. Die Lebensqualität zu verbessern, ist einer unserer Kernwerte. Um diese Prinzipien bei Arcadis in Deutschland systematisch in die Unternehmensprozesse zu integrieren, haben wir ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) und Umweltmanagement (ISO 14001) in unsere Unternehmensprozesse eingeführt. Beide Systeme sind zertifiziert und werden jährlich überwacht.

3.3 Chancen- und Risikobericht

Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin von Inflationsentwicklungen, zum Teil hervorgerufen durch die Ukraine-Krise, beeinflusst werden. Hierzu wird die Geschäftsführung weiterhin zusammen mit einer internen Aufgabengruppe die Lage beobachten und Maßnahmen ergreifen.

Des Weiteren sehen wir keine wesentliche Veränderung der Chancen und Risiken.

Als besondere Stärken für das Geschäft sehen wir:

Starke lokale Präsenz,

Hohe Qualifizierung unserer Mitarbeiter/-innen,

Exzellente Referenzen sowie

unser internationales Netzwerk, das durch die Zusammenfassung der europäischen Landesgesellschaften unter einer einheitlichen Führung weiter gestärkt wurde.

Die Fokussierung der vertrieblichen Aktivitäten auf Key Clients, Key Market Sectors und Produkte/Leistungen, mit denen wir dem Kunden einen besonderen Marktwert bieten können (Core Value Propositiones), wird als ein weiterer wichtiger Faktor zur Wachstumssicherung angesehen.

Durch diese Maßnahmen will das Unternehmen die Basis für weiteres ertragsstarkes Wachstum legen, um für mögliche Konjunktureinflüsse besser gewappnet zu sein.

Die wesentlichen Risiken resultieren aus:

einer potenziellen negativen Auftragsentwicklung,

Stopp langlaufender Projekte,

Verlustrisiken aus den Projekten,

Margenrisiko bei langfristigen Projekten durch unvorhergesehene Preissteigerungen

Regressforderungen aufgrund von Mängeln bei der Leistungserbringung sowie

Bonitätsrisiken von Kunden.

Das Risiko aus einer potenziell negativen Auftragsentwicklung, insbesondere auf dem deutschen Markt, sehen wir als ein Risiko mit wesentlicher Bedeutung an. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts wird als gering eingeschätzt.

Zur Früherkennung wird regelmäßig der Angebotsausgang im Hinblick auf Marge und Preisqualität je Einheit überwacht und in den Gremien Management Team und (Sparten-) Business Teams diskutiert.

Die Ursachen für den Stopp langlaufender Projekte können vielfältig sein, beispielsweise politische, wirtschaftliche Unsicherheiten, und können daher nur schwer eingeschätzt werden.

Die Entwicklung großer und risikoreicher Projekte wird regelmäßig in den Gremien der Gesellschaft besprochen. Dies gilt insbesondere für Auslandsprojekte und solche, bei denen wir als Generalunternehmen tätig sind.

Wegen der besonderen Risiken des Auslandsgeschäfts bedürfen Aufträge mit entsprechenden Projektstandorten oder Kundensitz der Zustimmung von CEO oder CFO im Rahmen des "GO/No-GO Prozesses".

Im QM-System ist u.a. ein Auswahlverfahren für Subunternehmer festgelegt. Dadurch wird das Risiko aus Regressforderungen minimiert. Zudem bestehen die oben genannten Versicherungen, die das finanzielle Risiko aus potenziellen Regressforderungen auf ein kalkulierbares Maß reduzieren.

Arcadis Germany GmbH ist über den Mutterkonzern und einer globalen Police gegen Sach-, Vermögens- und Personenschäden versichert. Es existiert ebenso eine globale Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung.

Das Bonitätsrisiko der Kunden kann insgesamt als gering eingeschätzt werden, da eine hohe Diversifikation der Kunden besteht und eine Vielzahl der Kunden dem öffentlichen Bereich angehören oder multinationale Konzerne sind. Darüber hinaus wird durch das Anfordern von Anzahlungen von Kunden das Risiko von Forderungsausfällen minimiert. Über neue Kunden, Partner und Subunternehmen werden bei größeren zu erwartenden Auftragsvolumina Auskünfte bei Dun & Bradstreet Deutschland und/oder Informationen über den Bundesanzeiger eingeholt.

Bei langfristigen Projekten können Zinsänderungsrisiken aufgrund marktbedingter Schwankungen des Zinsniveaus entstehen, woraus sich in der Folge entsprechende Auswirkungen auf die Finanzierung von Investitionen ergeben könnten.

Aus dem von Russland seit dem 24. Februar 2022 geführten Angriffskrieg auf die Ukraine ergeben sich keine direkten Auswirkungen auf das Projektgeschäft der Gesellschaft. Demgegenüber sieht sich Arcadis aufgrund der gestiegenen Inflation Preisrisiken ausgesetzt, die sich insbesondere in Form von steigenden Preisen in den Lieferketten auswirken könnten. Ein großer Teil unserer Projekte basiert auf der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (kurz HOAI), daher wird das Inflationsrisiko (teilweise) gemildert.

Angabe zu bestandsgefährdenden Risiken

Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken.

3.4 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)

Mit der Einführung des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst, müssen sich Unternehmen für die zukünftige Beteiligung von Frauen für die obersten Führungsebenen einsetzen, also für Aufsichtsrat, Vorstand sowie die erste und zweite Managementebene. So soll die Wirksamkeit des Gesetzes in der Privatwirtschaft verbessert und der Anteil von Frauen an Führungspositionen weiter gesteigert werden.

Am Jahresende 2023 bestand unser Führungskräfte Team mit Job Level 9 bis 11 aus insgesamt 273 Mitarbeitern, von denen 75 Frauen waren. Dies ergibt einen Frauenanteil von 27%. Das deutsche Country Management Team, bestehend aus der originären Geschäftsführung und Bereichsleitern, durchschnittlich aus 10 ständigen Mitgliedern, von denen im Durchschnitt 3 Mitglieder Frauen waren (30%). Die Geschäftsführung bestand zum Ende des Geschäftsjahres aus drei Geschäftsführern, Herrn Markus Reppenhagen, Frau Dr. Birgit Guhse und Herrn Niels Matthijs Schallenberg. Rob Snijders ist im April 2024 zusätzlich zum Geschäftsführer ernannt worden.

Die Geschäftsführung strebt danach, dass bis zum 31. Dezember 2026 mindestens 35 Prozent der Sitze von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung besetzt werden. Die gleichen Zielgrößen werden auch für die Geschäftsführung bis zum 31. Dezember 2026 angestrebt. Diversität, einschließlich geschlechtsspezifischer Aspekte, war und wird auch weiterhin ein wichtiger Aspekt bei den Auswahlverfahren für die (Wieder-)Bestellung von unseren Führungskräften sein. Darüber hinaus sind unsere Prioritäten bei der Prüfung von Vakanzen in allen Führungspositionen Qualität, Fachwissen und Erfahrung.

 

Darmstadt, den 12. September 2024

ARCADIS Germany GmbH

Gez. Dr. Birgit Guhse

Gez. Markus Reppenhagen

Gez. Niels Matthijs Schallenberg

Gez. Rob Snijders

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022 *
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 32.788 38.594
32.788 38.594
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083.262 3.431.952
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.919 346.102
3.094.182 3.778.054
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.364.380 9.389.459
9.364.380 9.389.459
12.491.350 13.206.108
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 129.221.930 103.237.820
2. Erhaltene Anzahlungen -129.221.930 -103.237.820
0 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.054.452 30.792.687
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.021.442 18.461.410
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.744.140 6.906.131
78.820.033 56.160.228
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 540.135 1.065.444
79.360.169 57.225.673
C. Rechnungsabgrenzungsposten 244.488 265.216
D. Aktive latente Steuern 0 162.000
92.096.006 70.858.996

* Vorjahreszahlen angepasst, siehe unter allgemeine Angaben im Anhang

Passiva

31.12.2023 31.12.2022 *
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.840.000 3.840.000
II. Kapitalrücklage 35.472.882 34.346.440
III. Verlustvortrag -13.406.167 -13.325.347
IV. Jahresüberschuss 12.511.395 1.045.622
38.418.110 25.906.715
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.598.024 1.714.649
2. Steuerrückstellungen 838.846 0
3. Sonstige Rückstellungen 12.456.079 9.444.669
14.892.949 11.159.317
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 19.966.445 15.631.263
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.544.052 4.711.224
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.670.310 6.577.741
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.604.139 6.872.735
(davon aus Steuern € 1.515.035 ; Vorjahr € 471.739)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 112.357 ; Vorjahr € 87.387)
38.784.947 33.792.963
92.096.006 70.858.996

* Vorjahreszahlen angepasst, siehe unter allgemeine Angaben im Anhang

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022 *
1. Umsatzerlöse 174.611.219 117.273.486
2. Erhöhung oder Minderung des Bestands an unfertigen Leistungen 25.984.110 44.290.725
3. sonstige betriebliche Erträge 1.333.274 1.202.309
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 66.627,37, Vorjahr € 110.913,11
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -55.298.442 -42.100.058
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -85.848.365 -75.160.421
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für -15.040.014 -13.045.294
Altersversorgung und für Unterstützung -100.888.379 -88.205.715
- davon für Altersversorgung € 126.757,25, Vorjahr € 55.932,83
6. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.521.291 -1.302.094
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -32.324.360 -29.429.897
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 137.479,08, Vorjahr € 60.224,46
8. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.600.000, Vorjahr € 0 1.600.000 0
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 538.579 1.723
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00, Vorjahr € 0,00
- davon Erträge aus der Abzinsung € 26.482, Vorjahr € 108.904
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -132 -114.217
- davon an verbundenen Unternehmen € 0,00, Vorjahr € 0,00
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung € 0,00, Vorjahr € 108.904
11. Ergebnis vor Steuern 14.034.579 1.616.262
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.523.184 -570.641
- davon aus der Veränderung latenter Steuern € 162.000, Vorjahr €0,00
13. Ergebnis nach Steuern 12.511.395 1.045.622
14. sonstige Steuern 0 0
15. Jahresüberschuss 12.511.395 1.045.622

* Vorjahreszahlen angepasst, siehe unter allgemeine Angaben im Anhang

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die bisherige Arcadis Germany GmbH wurde per 01.08.2023 rückwirkend zum 01.01.2023 in einem Downstream Merger mit ihrer Tochtergesellschaft Hyder Consulting GmbH Deutschland (jetzt: Arcadis Germany GmbH) verschmolzen. In einer logischen Sekunde danach wurde die Hyder Consulting GmbH Deutschland in Arcadis Germany GmbH umbenannt. Die operative Geschäftsorganisation und unser Kundengeschäft werden dadurch nicht beeinträchtigt. Die buchhalterische Erfassung der Verschmelzung erfolgte dabei unter Inanspruchnahme des Wahlrechts zur Buchwertfortführung. Das so übernommene Reinvermögen hatte einen positiven Saldo von € 22,0 Mio, der in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.

Um eine Aussage über den Vergleich zum Vorjahr zu treffen, wurden die Vorjahreszahlen (einschließlich Anhangangaben für das Vorjahr) zum 31. Dezember 2022 der Arcadis Germany GmbH sowie der Hyder Consulting GmbH Deutschland konsolidiert dargestellt. Die Konsolidierung erfolgte vor allem durch die Eliminierung des Beteiligungsbuchwerts an der Hyder Consulting GmbH, Einstellung des verbliebenen positiven Reinvermögen-Saldo der ehemaligen Arcadis Germany GmbH in die Kapitalrücklage (€ 22,0 Mio) sowie der Verrechnung von Intercompany Forderungen und Verbindlichkeiten. Dies führt dazu, dass die Zahlen des Jahres 2023 nicht vergleichbar mit den Vorjahreszahlen der Hyder Consulting GmbH Deutschland sind.

Die Projektbewertung wurde für das Geschäftsjahr 2023 auf einer noch granulareren Projektdetailtiefe durchgeführt, um eine periodengenauere Teilgewinnrealisierung nach HGB zu ermitteln. Daher ist ein Vorjahresvergleich trotz der konsolidierten Darstellung dennoch eingeschränkt.

Die Bilanzsumme der ehemals Hyder Consulting GmbH Deutschland betrug zum 31. Dezember 2022 € 5,3 Mio. Davon wies die Gesellschaft auf der Aktiva Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 4,3 Mio aus. Die Passiva betraf vor allem Eigenkapital von € 3,9 Mio sowie Pensionsrückstellungen von € 0,9 Mio. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von € 0,4 Mio sowie Materialaufwand von € 0,3 Mio. Es ergab sich im Jahr 2022 ein Jahresfehlbetrag von T€ 81.

Die "neue" Arcadis Germany GmbH hat ihren Sitz weiterhin in Darmstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 98758). Vor Verschmelzung war die Arcadis Germany GmbH unter der HRB Nr. 98096 ebenfalls beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen. Die neue Steuernummer lautet 007 278 10023 und die neue USt .- ID ist DE139 650 612.

Arcadis Germany GmbH hat 100% der Anteile der CallisonRTKL Germany GmbH mit Sitz in Berlin zum 26.09.23 übernommen. CallisonRTKL Germany GmbH ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 177380). Der Anteilskauf wird unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen in der Bilanz ausgewiesen.

Die Arcadis Germany GmbH ist im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Der zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren linear vollständig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen über die planmäßige Nutzungsdauer vermindert.

Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear mit 20 % pro Jahr abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Eine Außerplanmäßige Abschreibung ist anzusetzen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB), wenn der Grund dafür weggefallen ist, erfolgt eine Zuschreibung.

Die unfertigen Leistungen beinhalten bis zum Bilanzstichtag erbrachte Leistungen für noch nicht abgeschlossene Projekte und werden grundsätzlich zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert.

Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten beinhalten die Herstellungskosten auch notwendige Gemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

Für solche Projekte, die sich über mehrere Geschäftsjahre erstrecken, werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips die anteiligen Selbstkosten als unfertige Leistungen angesetzt, soweit absehbar ist, dass die zukünftigen Erlöse abzüglich der noch anfallenden Herstellungs- und sonstigen Aufwendungen (Verwaltungs- und Vertriebskosten) und abzüglich eines Gewinnzuschlages den Wertansatz decken. Teilgewinnrealisierung wird angewendet, sofern Einzelpakete des Gesamtprojektes bereits abgearbeitet worden sind.

Für Projekte, bei denen voraussichtlich ein Verlust entstehen wird (die zu erwartenden Aufwendungen sind größer als das zu erwartende Honorar), werden die Herstellungskosten um diesen voraussichtlichen Verlust gemindert. Soweit der voraussichtlich noch entstehende Verlust die zum Stichtag aktivierten Kosten übersteigt, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennbetrag in Höhe der unfertigen Leistungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt bzw. soweit sie die unfertigen Leistungen übersteigen auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie das gezeichnete Kapital wurden zum Nennwert bewertet.

Die aktiven latenten Steuern werden nach der Verschmelzung zwischen der Hyder Consulting GmbH Deutschland und Arcadis Germany GmbH nicht mehr bilanziert. Das Wahlrecht wird nicht mehr ausgeübt, da wir uns an der Darstellung der Arcadis Germany GmbH als primäre Gesellschaftseinheit orientiert haben.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird für Auszahlungen vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine gewisse Zeit nach diesem Stichtag darstellen, gebildet.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie bei einer entsprechenden vertraglichen Vereinbarung unter Berücksichtigung einer zukünftigen Rentensteigerung von 2 % p.a bzw. 3%, falls dieser garantiert ist. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen blieben aufgrund der Ausgestaltung der Pensionszusagen zukünftig erwartete Gehalts- und Karrieretrends unberücksichtigt. Zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen (1,83 % p.a. auf Basis der veröffentlichten Werte aus Nov 2023; Vorjahr: 1,78%). Aus der Verwendung von prognostizierten Abzinsungssätzen haben sich keine wesentlichen Abweichungen ergeben. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt entsprechend § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, der zum 31. Dezember 2023 den Anschaffungskosten entspricht.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 20,6 (Vj. TEUR 51)

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen wurden neben der Arcadis N.V. (Konzernobergesellschaft) alle Unternehmen angesehen, an denen die Konzernobergesellschaft direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Latente Steuern können auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt werden, sofern diese sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft verzichtet auf das Wahlrecht nach § 274 HGB. In der operativen Gesellschaft vor Downstream Merger wurde auf das Wahlrecht verzichtet und keine latenten Steuern ausgewiesen. Dieser Bilanzstetigkeit bleibt die neugeordnete Gesellschaft treu und zeigt keinen Unterschiedsbetrag im aktuellen Geschäftsjahr.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, aus dem sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben. Der Anlagespiegel ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 33 39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083 3.432
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 346
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.364 9.389
12.491 13.206

Siehe Anteilsbesitzsliste unter E.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 2.972 (Vj. TEUR 1.540) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 46.049 (Vj. TEUR 16.921) Forderungen aus dem Konzerncashpooling. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Im Zuge der vollständigen Eingliederung in das Konzerncashpooling werden Guthaben auf den Konten der BNP Paribas unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Cashpooling 46.049 16.921
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.972 1.540
49.021 18.461

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 165 (Vj. TEUR 163), der Übernahme von Pensionsverpflichtungen TEUR 427 (VJ TEUR 435) sowie die Umgliederung der debitorischen Kreditoren TEUR 1.114 (VJ 1.260).

Mit Ausnahme von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 427 (VJ TEUR 435) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderung Übernahme Pensionsverpflichtungen 427 435
Forderungen aus Kautionen 165 163
Forderungen aus Ertragsteuervorauszahlungen 0 4.259
Sonstige Forderungen 1.152 2.049
1.744 6.906

Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von TEUR 0 (VJ TEUR 162). Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden nicht aktiviert.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von TEUR 3.840 ist zum Vorjahr unverändert geblieben.

Gemäß §253 Abs. 6 S.2 HGB sind TEUR 20,6 (Vj. TEUR 51) aus dem Unterschiedsbetrag der Pensionen ausschüttungsgesperrt. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Zeitwert des Deckungsvermögen.

Der erzielte Jahresüberschuss 2022 der bisherigen Arcadis Germany GmbH wurde entsprechend des übrigen positiven Saldos des übernommenen Reinvermögens ebenfalls in die Kapitalrücklage dargestellt, so dass sich die Kapitalrücklage im Vergleich zu den im Vorjahresabschluss dargestellten Beträgen um € 22,0 Mio durch die Verschmelzung erhöht hat

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 3.840 3.840
Kapitalrücklage 35.473 34.346
Verlustvortrag -13406 -13.325
Jahresergebnis 12.511 1.046
38418 25.907

Pensionsrückstellungen

Das mit den Rückstellungen für Pensionen saldiert ausgewiesene Deckungsvermögen betrifft Rückdeckungsversicherungen. Die Verpflichtung aus Pensionszusagen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.086 (i. Vj. TEUR 3.243). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.488 (i. Vj. TEUR 1.529), sodass sich ein saldierter Ausweis in Höhe von TEUR 1.598 (i. Vj. TEUR 1.714) ergibt. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Erträge und Aufwendungen werden ebenfalls saldiert ausgewiesen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Pensionsverpflichtung 3.086 3.243
Deckungsvermögen 1.488 1.529
Rückstellung 1.598 1.714
Aufwand im Zusammenhang mit Pensionen 283 216
Ertrag im Zusammenhang mit Pensionen 384 427
Ergebnis 101 211

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Prozesskosten 2.914 1.108
Urlaub 2.246 2.232
Boni 1.398 1.685
Überstunden 40 23
Berufsgenossenschaft 77 32
Abschluss- und Prüfungskosten 265 275
Mietverpflichtungen 559 525
Sonstige nachkommende Rechnungen 4.957 3.542
Sonstiges 0 23
Summe 12.456 9.445

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens bestehen wie folgt:

Verbindlichkeitsspiegel 2023

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen 19.967 15.631
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.544 4.711
Verbindlichkeiten aus LuL gegen verbundene Unternehmen 3.670 6.578
Sonstige Verbindlichkeiten 8.604 6.873
38.785 33.793

Sämtliche Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten sowie aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Laufzeit bis zu einem Jahr aus.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023 teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

01 2023 2022
TEUR TEUR
Inland 172.826 113.672
Europa 1.578 2.908
Sonstiges Ausland 207 693
174.611 117.273

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Mobility 20.410 17.074
Places 78.464 45.153
Resilience 75.737 55.046
174.611 117.273

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 163), aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen TEUR 31 sowie aus der Auflösung aus Pensionsrückstellung TEUR 92 (VJ TEUR 57).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden Aufwendungen (Vj TEUR 0).

E. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB in Verbindung mit § 251 HGB zum 31. Dezember 2023:

2023 TEUR 2022 TEUR
Euler Hermes SA 695 695 Inanspruchnahme der Avallinie
Sparkasse Darmstadt 32 32 Inanspruchnahme der Avallinie
BNP Paribas S.A. 19.763 16.310 Inanspruchnahme der Avallinie
R+V Versicherung 1.210 1.210 Inanspruchnahme der Avallinie

Die Arcadis Germany GmbH ist einem Darlehensvertrag zwischen Arcadis N.V., Amsterdam/Niederlande, und der BNP Paribas S.A., Amsterdam/Niederlande beigetreten. Die Kreditlinie dient zur zentralen Finanzierung zahlreicher Arcadis Gesellschaften, die über den Beitritt zum Darlehensvertrag einen Teilbetrag der Gesamtkreditlinie erhalten. Der nach niederländischem Recht geschlossene Darlehensvertrag sieht eine Haftung der Arcadis N.V. sowie eine gesamtschuldnerische Haftung aller beigetretenen Gesellschaften vor. Der Haftungsbetrag der Arcadis Germany GmbH ist auf den tagesgleichen Betrag des Cash pool Konto beschränkt.

Die bilanzierten Forderungen aus dem Finanzverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen auf Konten bei der BNP Paribas S.A. sind der BNP Paribas S.A. als Sicherheit verpfändet.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der finanziellen Ausstattung des Arcadis Konzerns als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.808. Von diesem Betrag sind TEUR 5.102 innerhalb eines Jahres, TEUR 10.998 innerhalb von zwei bis fünf Jahren und TEUR 1.708 nach fünf Jahren fällig. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für die Miete von Gebäuden (TEUR 15.562), für Kfz-Leasing (TEUR 1.975) sowie für IT- und Büroausstattung (TEUR 271). Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Neben den dargelegten Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Es besteht zum 31. Dezember 2023 folgender Anteilsbesitz:

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Giftge Consult GmbH / Hildesheim / Deutschland 100 4.582 2.124
Arcadis Espana Design & Consultancy S.L. / Madrid / Spanien 100 7.923 697
CallisonRTKL Germany GmbH / Berlin / Deutschland 100 89 31

Im Geschäftsjahr 2023 waren bzw. wurden bis zur Bilanzaufstellung als Geschäftsführer bestellt:

1.

Herr Markus Reppenhagen, Grünwald (Client Development Director), ab 01.07.23

2.

Herr Michael Hanita, Bonn (Business Area Director Mobility) 01.07.24 bis 28.02.24

3.

Herr Dr. Karl Noe, Haßmersheim (Business Area Director Resilience) bis 31.10.23

4.

Frau Dr. Birgit Guhse, Kaiserslautern (Business Area Director Places) ab 01.07.23

5.

Herr Niels Matthijs Schallenberg, Oeffelt / Niederlande (Business Area Director Resilience) ab 01.11.23

6.

Rob Snijders Duiven / Niederlande (Business Area Director Mobility) ab 17.04.24

Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Gesamtbezüge der Geschäftsführung auf insgesamt 1.026 TEUR.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.529 angestellte Mitarbeiter (i. Vj 1.401) beschäftigt. Davon waren 2023 durchschnittlich 183 Mitarbeiter befristet beschäftigt (i. VJ 171). Am Jahresende 2023 waren insgesamt 434 Mitarbeiter in Teilzeit angestellt (i. Vj 392).

Für den bestellten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Frankfurt am Main, fiel im Berichtsjahr ein Gesamthonorar von TEUR 147 (Vj. TEUR 130) für Abschlussprüfungsleistungen an.

Die Arcadis Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der Arcadis Europe B.V., Amsterdam, und wird über diese in den Konzernabschluss der Arcadis N.V., Amsterdam/Niederlande, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der Handelskammer in Amsterdam/Niederlande unter der KVK Registernummer 09051284 erhältlich. Veröffentlichung des Annual Integrated Report 2023 war am 05.03.2024.

Dieser Konzernabschluss ist nach IFRS aufgestellt. Unterschiede zwischen den IFRS und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Realisierung von Umsatzerlösen (percentage-of-completion- versus completed-contract-Methode), den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften sowie dem Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen. Dieser Konzernabschluss befreit die Gesellschaft gemäß § 292 HGB von der Verpflichtung, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Aufgrund der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen ergeben sich keine wesentlichen unmittelbaren Risiken für die Gesellschaft. Die weiteren Auswirkungen des Russland- Ukraine-Krieges auf die Lieferketten, die Rohstoffpreise und die Inflation sind aktuell nicht absehbar. Ein großer Teil unserer Projekte basiert auf der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (kurz HOAI), daher wird das Inflationsrisiko (teilweise) gemildert.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor den Jahresüberschuss i. H. v. 12.511 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen..

 

Darmstadt, den 12. September 2024

Arcadis Germany GmbH

Gez. Dr. Birgit Guhse

Gez. Markus Reppenhagen

Gez. Niels Matthijs Schallenberg

Gez. Rob Snijders

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Verschmelzung Arcadis Germany Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 159.558 16.665
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 8.826.456 0
0 8.986.014 16.665
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 8.454.087 812.589
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 346.102 0
0 8.800.189 812.589
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 35.686.211 91.000
0 35.686.211 91.000
0 53.472.414 920.254
ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 176.223
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 8.826.456
0 0 9.002.679
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 335.183 9.601.859
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -335.183 10.919
0 0 9.612.778
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 116.079 0 35.661.132
116.079 0 35.661.132
116.079 0 54.276.589
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Verschmelzung Arcadis Germany Zugänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 120.964 22.471 143.435
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 8.826.456 0 8.826.456
0 8.947.420 22.471 8.969.891
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 5.019.777 1.498.820 6.518.597
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
0 5.019.777 1.498.820 6.518.597
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 26.296.752 0 26.296.752
0 26.296.752 0 26.296.752
0 40.263.949 1.521.291 41.785.240
BUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 32.788 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
32.788 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.083.262 0
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.919 0
3.094.181 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.364.380 0
9.364.380 0
12.491.349 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arcadis Germany GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arcadis Germany GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arcadis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 12. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Oliver Fließ, Wirtschaftsprüfer

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß §21 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) für das Geschäftsjahr 2023

Gemäß des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG) ist Arcadis Germany GmbH dazu angehalten, einen Entgeltbericht zu erstellen. Dieser bildet ab, welche Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ergriffen werden. Zudem werden Maßnahmen, welche zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer dienen, abgebildet. Anschließend folgen statistische Angaben zu der Gesamtzahl der Beschäftigten sowie der Anzahl an Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten. Dieser Entgeltbericht ist nach § 22 Abs. 4 EntgTransG mit dem nächsten Lagebericht zu veröffentlichen, der dem Berichtszeitraum i.S.v. § 22 EntgTranspG folgt. Allerdings stellt er eine reine Anlage zum Lagebericht dar und wird insoweit kein Bestandteil desselben.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Möglichkeit zum Teilzeitarbeitsmodell

Flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeit

Möglichkeit zu Homeoffice für bessere Vereinbarung von Familie und Beruf

Nutzung eines Employee Assistance Programs zur Unterstützung bei Mental Load (auch für Familienmitglieder)

Angestrebte Frauenquote bei den Führungskräften von 35 %

Interne Gender Affinity Group zur Förderung der Geschlechtergleichstellung

Betrachtung der Mitarbeiterumfrageergebnisse nach Geschlechtern zur Maßnahmenableitung

Allgemeine Geschäftsgrundsätze bei Arcadis Germany GmbH, die regelmäßig geschult werden (Gleichberechtigung)

Arcadis Germany GmbH bietet den Mitarbeiter: innen verschiedene Möglichkeiten, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Das vorherrschende Gleitzeitmodell schafft flexible Arbeitszeiten, was sich positiv auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auswirkt. Auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, ermöglicht eine verbesserte Vereinbarkeit von Arbeit und Privatem. Zudem bietet Arcadis Germany GmbH die Option des Teilzeitmodells an, was unter anderem für Frauen nach der Elternzeit attraktiv sein kann und den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert.

Arcadis Germany GmbH nutzt ein Employee Assistance Program (EAP), welches als (anonyme) Beratungsanlaufstelle dient, wenn es persönliche bzw. private Herausforderungen bei den Mitarbeiter:innen gibt. Das EAP kann bspw. genutzt werden, um Unterstützung bei der Suche eines Kindergartenplatzes zu erhalten. Dieses Programm kann auch von direkten Familienangehörigen wahrgenommen werden.

Als Ziel für das Jahr 2023 besteht bei Arcadis Germany GmbH das Erreichen einer Frauenquote von 35 % in der Führungskräfteebene. Der Anteil an Frauen unter den Führungskräften lag im Durchschnitt im Jahr 2023 bei 27 %. Die von Arcadis Germany GmbH erstellten Stellenanzeigen werden vor Veröffentlichung durch einen sogenannten Gender Decoder geprüft. Dieser prüft, ob die Stellenanzeige gender-fair formuliert ist und sich Männer und Frauen gleichermaßen angesprochen fühlen. Dadurch sollen auch Frauen sich vermehrt von den Stellenanzeigen angesprochen fühlen.

Die Arcadis Gender Affinity Gruppe ist eine Gruppe, die sich für die Förderung der Geschlechtergleichstellung in allen Bereichen einsetzt. Sie setzt sich aus Personen zusammen, die sich für eine Welt ohne Diskriminierung aufgrund des Geschlechts einsetzen und die offene Diskussion bzw. den Austausch zu Themen dieser Art fördern.

Die Gruppe arbeitet auf verschiedenen Ebenen zusammen. Dazu gehören beispielsweise das Empowerment der Geschlechter, Unterstützung von Frauen in Führungspositionen und eine immer größer werdende Frauennetzwerkgruppe. Zudem organisiert die Gender AG zum internationalen Frauentag Veranstaltungen mit benachbarten Arcadis Standorten, wie bspw. die Niederlande und Belgien. Des Weiteren veröffentlicht die Gruppe redaktionelle Beiträge und Awareness-Momente zu genderrelevanten Themen, die einen Fokus auf gesellschaftlich relevante Themen und auf Mitarbeiter: innen von Arcadis setzen. Insgesamt hat die Gender AG das Ziel, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der die Geschlechter gleichberechtigt sind und die Geschlechtergleichstellung eine Selbstverständlichkeit ist.

Bei der Arcadis-internen anonymen Mitarbeiterumfrage werden sich vom People Team und der Geschäftsführung die Ergebnisse detailliert angeschaut und nach Geschlechtern analysiert, um mögliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen und ggf. Maßnahmen abzuleiten.

Laut der Allgemeinen Geschäftsgrundsätze von Arcadis Germany GmbH wird jegliche Art von Diskriminierung bezogen auf Geschlechtsidentität, Religion, Alter, und Herkunft innerhalb des Unternehmens nicht toleriert. Es soll eine Kultur der Diversität, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit geschaffen werden, um ein Unternehmen aufzubauen, in dem sich Mitarbeiter: innen mit unterschiedlichem Hintergrund willkommen und sicher fühlen. Diese Allgemeinen Geschäftsgrundsätze werden jeder Person, die als Neueinsteiger: in bei Arcadis Germany GmbH anfängt, im Rahmen des Onboardings in Form eines E-Learnings vermittelt. Zusätzlich wird das Wissen auch bei den bestehenden Mitarbeiter:innen regelmäßig aufgefrischt, indem verpflichtende Schulungen zu diesen Allgemeinen Geschäftsgrundsätzen stattfinden.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Bei Arcadis Germany GmbH arbeitet inklusiv. Das Geschlecht der Person hat keinerlei Auswirkungen bei der Festlegung des Gehalts. Das Gehalt ist abhängig von Qualifikation und Erfahrung sowie die Anforderungen an die zu besetzende Stelle.

Statistische Angaben

Anzahl der Beschäftigten bei Arcadis Germany GmbH von 2021-2023

Anzahl Gesamt Anzahl Männer Anzahl Frauen
2021 1167 623 544
davon Vollzeit 945 571 374
davon Teilzeit 222 52 170
2022 1230 649 581
davon Vollzeit 989 589 400
davon Teilzeit 241 60 181
2023 1575 862 713
davon Vollzeit 1141 684 457
davon Teilzeit 434 178 256

Der Jahresabschluss der Arcadis Germany GmbH zum 31.12.2023 wurde am 21.10.2024 von der Gesellschafterversammlung per Beschluss festgestellt.

Nachrichten & Medien

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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Organisationen an dieser Adresse

27 nahegelegene Organisationen

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