Fissler Retail GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Bauer seit 2.1.2025 | Prokura |
Andreas Erich Sauer seit 12.7.2024 | Prokura |
Frank Peter Böttcher seit 19.2.2024 | Geschäftsführer |
Georg Martin Thaller seit 19.1.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FIBEG Beteiligungsgesellschaft mbH (zukünftig: „VESTA GmbH“) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fissler GmbHIdar-ObersteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die Fissler GmbH ist unter HRB Nr. 10230 im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da unter Berücksichtigung der durch die Muttergesellschaft Vesta GmbH, Idar-Oberstein, abgegebenen Patronatserklärung und der Unternehmen- und Liquiditätsplanung von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen wird. Bezüglich der bestandsgefährdenden Risiken verweist die Geschäftsführung der Fissler GmbH auf den Abschnitt "Ausblick, Chancen und Risiken" des Lageberichts. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen unverändert maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert (lineare Methode). Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Berichtsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Bei verkaufsfähigen Waren wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB und basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten mittels des modifizierten Teilwertverfahrens unter Berücksichtigung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,13 % für eine Restlaufzeit von fünf Jahren und 1,74 % für eine Restlaufzeit von 13 Jahren gebildet. Die entsprechenden Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre liegen bei 1,18 % und 1,67 %, der Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 HGB beträgt TEUR 231. Es kommen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Gehaltserhöhungen werden aufgrund der erreichten Obergrenze für den Gehaltstrend nicht eingerechnet, während Rentenanpassungen mit 3,2 % p.a. berücksichtigt wurden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der durch die Deutsche Bundesbank für den Abschlussstichtag ermittelt und bekanntgegeben wurde, abgezinst. Aufwand/Ertrag aus einer Änderung des Abzinsungssatzes sowie Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit sind im Finanzergebnis enthalten. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines aktiven Überhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Umlaufvermögen Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - nach Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.700 einen Wert von TEUR 15.530 und betreffen im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Wie in den Vorjahren haben diese Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gegen die Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 342 (Vj. TEUR 320). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Versicherungsträger aus einem Brandschaden (TEUR 2.050) sowie aus debitorischen Kreditoren TEUR 390, Rückdeckungsversicherungen (TEUR 647) sowie Anzahlungen auf Lieferungen und Leistungen (TEUR 278). Insgesamt haben TEUR 647 (Vj. TEUR 634) dieser Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ist eine Termingeldanlage enthalten, die in Höhe von TEUR 2.200 (Vj. TEUR 1.500) zur Absicherung der Altersteilzeitansprüche hinterlegt worden ist. Eigenkapital Das Stammkapital ist in voller Höhe erbracht. Latente Steuern Der Steuersatz für latente Steuern beträgt 30,0 %. Zum Stichtag besteht ein Aktivüberhang im Wesentlichen aufgrund des Unterschiedes in der Bewertung des Sachanlagevermögens sowie der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz und Steuerbilanz, welcher in Ausübung des bestehenden Aktivierungswahlrechts nicht bilanziert wird. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen insbesondere auf Personalrückstellungen (TEUR 6.778) und Garantieverpflichtungen (TEUR 3.135). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Der Posten beinhaltet kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 563 (Vj. TEUR 1.232) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Cashpooling-Vertrag von TEUR 15.926 (Vj. TEUR 13.634). Sonstige Verbindlichkeiten Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 1.992 sowie um Steuern in Höhe von TEUR 329 (Vj. TEUR 406). Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Davon Umsatz aus Warenverkauf mit Dritten TEUR 57.860 (Vj. TEUR 51.442) und mit verbunden Unternehmen TEUR 39.116 (Vj. TEUR 47.491). Die Umsatzerlöse stammen im Wesentlichen aus der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigem Kochgeschirr mit Dritten und mit Gruppengesellschaften. Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten den Wareneinsatz für Handelswaren, die Aufwendungen für die Materialverbräuche, die zur Generierung der Umsatzerlöse mit Dritten sowie mit Gruppengesellschaften benötigt werden, den Personalaufwand der Produktion sowie die weiteren der Produktion zurechenbaren Kosten. Die Vertriebskosten beinhalten größtenteils Provisionen und Aufwendungen zur Verkaufsförderung und den Personalaufwand des Vertriebs. In den allgemeinen Verwaltungskosten sind alle der Verwaltung zurechenbaren Kosten enthalten. Die Personalkosten der Verwaltung inkl. Sozialaufwand sind dabei der größte Kostenbereich. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von TEUR 5.048 und Erträge von Versicherungsträgern aus einem Brandschaden in Höhe von TEUR 2.050. Angaben gemäß § 285 Nr. 8 HGB
Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für ein verbundenes Unternehmen in Höhe von EUR 1,0 Mio. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der derzeit ausreichenden Vermögenslage des betreffenden Tochterunternehmens als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die jährlichen Verpflichtungen aus längerfristigen Mietverträgen für Gebäude betragen TEUR 1.200 und bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Mietverträge enden zum 1. Januar 2029. Weiterhin bestehen jährliche Verpflichtungen aus kurzfristigen Dienstleistungsverträgen (im Wesentlichen IT-Wartung und Hosting) in Höhe von TEUR 2.969, welche ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen für PKW-Leasing in Höhe von TEUR 289 p.a. bei maximalen Vertragslaufzeiten von 4 Jahren. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz ergibt sich aus einer gesonderten Aufstellung, die dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren und sind bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Berichterstattung über die Organbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von TEUR 1. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wurden im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 286 bezahlt. Die für diesen Personenkreis in voller Höhe gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.782. Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 552 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Die Aufteilung der Beschäftigten wird, wie auch im Vorjahr nach dem Funktionsbereich "Fertigung" inkl. der dort eingesetzten technischen Angestellten und "Restliche" vorgenommen. Demnach waren 378 Mitarbeiter in der Fertigung und 174 Mitarbeiter in den restlichen Bereichen beschäftigt. Angaben zum Mutterunternehmen Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der VESTA Beteiligungs GmbH, Idar-Oberstein, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, einbezogen. Die Vesta Beteiligungs GmbH erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangaben des Konzernabschlusses der VESTA Beteiligungs GmbH, Idar-Oberstein, enthalten. Nachtragsbericht Es besteht eine Patronatserklärung seitens der Vesta GmbH vom 21. März 2024 über EUR 35,0 Mio. Es wird auf den Abschnitt "Ausblick, Chancen und Risiken" im Lagebericht verwiesen. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr zuzurechnen.
Idar-Oberstein, 26. Juni 2024 Die Geschäftsführung Frank Peter Böttcher Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anteilsbesitzliste 2023 gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Wirtschaftliche Grundlagen Die Geschäftstätigkeit der Fissler GmbH beinhaltet die Herstellung und den Vertrieb von Kochtopf- und Pfannenserien sowie Edelstahlgeschirrsätzen. Der Vertrieb erfolgt weltweit durch den Verkauf durch eigenständige Tochtergesellschaften oder durch ausgewählte Distributionspartner. Die wichtigsten Absatzmärkte sind neben den großen asiatischen Volkswirtschaften, Deutschland und die Länder der Europäischen Union. Die Fissler GmbH steuert zudem über die ansässigen Zentralfunktionen den globalen Markenauftritt und wichtige globale Prozesse wie Supply Chain und Einkauf. Strategische Ausrichtung Die Gesellschaft hält unverändert an der im Jahr 2020 entwickelten Strategie "Operation Core" fest, deren wesentlichen Ziele wie folgt sind:
Zur Erreichung der Ziele der Operation Core wurden die folgenden fünf maßgeblichen Fokusgebiete definiert. Diese werden mit Hilfe von strategischen Initiativen, die im Geschäftsjahr 2021 definiert und kontinuierlich weiterentwickelt wurden, konsequent umgesetzt: 1. One Fissler Fissler wird sich als eine globale Firmengruppe mit starken internationalen Teams in den Zentralfunktionen aufstellen. Die globale Ausrichtung beinhaltet die Definition von gemeinsamen Unternehmenswerten, nach denen alle Mitarbeiter handeln. 2. Hohes Wachstum im Kerngeschäft Fissler wird zuerst das Hauptaugenmerk auf die Stärkung des Kerngeschäftes legen und dort mit nachhaltigen Produkten die Effizienz des Portfolios steigern und die Innovationswirkung erhöhen. 3. Kernmärkte gewinnen und neue aufbauen Die Zielsetzung liegt auf großem Zuwachs in China, Wachstum in Korea und Deutschland sowie dem nachhaltigen Aufbau von guten Marktpositionen in Japan und den USA. Die globale Positionierung wird verbessert. 4. Markenerlebnis stärken Das Markenerlebnis Fissler wird neu, in erster Linie digital erfunden. Dabei wurde in den Jahren 2021 und 2022 bereits das digitale Erlebnis umgestaltet durch die Kooperation mit verschiedenen Influencern und Markenbildnern. Dazu wurde im Jahr 2023 mit dem neuen Internetauftritt und Webshop dieses Erlebnis weiter ausgebaut. 5. Leistungsstarkes Unternehmen Alle Ausgaben, die nicht Marketing und Vertrieb dienen, werden gesenkt. Hebel dabei werden die stetige Verbesserung von Prozessen und eine hohe Geschwindigkeit bei der Digitalisierung sein. Geschäftsverlauf 2023 Im Jahr 2023 beeinflussten mehrere Schlüsselfaktoren die Weltwirtschaft. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie war ein zentraler Aspekt und verlief in den Regionen der Welt sehr unterschiedlich. Während sich Europa sehr schnell von den Einschränkungen erholte, zeigte sich insbesondere in China eine Verschiebung des privaten Konsums weg von Investitionen hin zu Tourismusausgaben. Gleichzeitig belasteten Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheiten zwischen den USA, Russland, China und anderen Ländern den globalen Handel und Investitionen. Dies wirkte sich weiterhin auf die Rohstoff- und Energiepreise aus, die zwar generell einen Abwärtstrend zeigten, jedoch weiterhin sehr volatil blieben. Die deutsche Wirtschaftsleistung entwickelte sich im Jahr 2023, gegenüber dem prognostizierten moderaten Wachstum von 0,2 %, nachteilig und schrumpfte um -0,3 %. Die privaten Konsumausgaben in Deutschland stiegen im Jahr 2023 an, was sich auch in einem Anstieg der Inlandsumsätze aus Warenverkäufen von 6,3 % in Höhe von 2,4 Mio. EUR zeigte. Wesentliche Treiber waren hierbei die Vertriebskanäle Möbelhäuser (+12,8 %) und E-Commerce (+24,6 %). Im übrigen Europa konnte der Umsatz aus Warenverkäufen um 26,3 % in Höhe von 5,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Treiber waren dabei insbesondere die Exporte in die Türkei und in die Niederlande. Der Export an Tochtergesellschaften wird weiterhin durch den gruppenweiten Fokus auf "Made in Germany" forciert. Trotzdem verzeichneten die Umsatzerlöse mit den Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr einen Rückgang um -28 % in Höhe von 10,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Als wesentlicher Grund hierfür ist das rückläufige Kaufverhalten der Kunden in China sowie die Reduzierung von Lagerbeständen in Korea anzumerken. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Der Umsatz in Höhe von 99,9 Mio. EUR, übertrifft leicht den geplanten Umsatz von 99,6 Mio. EUR, fällt jedoch gegenüber dem Vorjahr (101,8 Mio. EUR) um 1,9 Mio. EUR (1,9%) geringer aus. Das Drittgeschäft in den Kernmärkten sowie das Exportgeschäft stiegen um 7,7 Mio. EUR (13%), konnten jedoch den Rückgang der Verkäufe an die Tochtergesellschaften in Höhe von -10,3 Mio. EUR (-28%) nicht gänzlich kompensieren. Wesentlicher Grund hierfür sind das rückläufige Kaufverhalten der Kunden in China sowie die Reduzierung von Lagerbeständen in Korea. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von 75,2 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio. EUR gestiegen. Damit konnte die geplante Kostenreduktion nicht erreicht werden. Die Ursache hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Energiekosten und Materialkosten in der Produktion. Die Bruttomarge vom Umsatz ist dadurch um 4%-Punkte auf 24,7 % (Vorjahr 28,8 %) zurückgegangen. Die Vertriebskosten in Höhe von 30,3 Mio. EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. EUR bzw. 17,7 % erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, in Summe in Höhe von 2,7 Mio. EUR, begründet. Weiter stiegen die Personalkosten um 1,0 Mio. EUR an, da vakante Positionen besetzt wurden. Die Verwaltungskosten in Höhe von 9,7 Mio. EUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 Mio. EUR bzw. 42 % reduziert. Wesentliche Treiber hierfür waren die Reduzierung von Personalkosten, in Höhe von 2,4 Mio. EUR, sowie um 0,9 Mio. EUR geringere Beratungskosten. Weiter wurde im Jahr 2023 eine interne Leistungsverrechnung von IT-Kosten (Hard- und Software) implementiert. Die IT-Kosten wurden bis 2022 komplett in den Verwaltungskosten ausgewiesen und ab dem Jahr 2023 verursachungsgerecht in die Funktionen Produktion und Vertrieb umgelegt. Dies führt zu einer Verschiebung der IT-Kosten von den Verwaltungskosten (-3,6 Mio. EUR) in die Herstellungskosten (2,0 Mio. EUR) und die Vertriebskosten (1,6 Mio. EUR). Weiterhin konnten Kosten für Berater um 1,0 Mio. EUR (45 %) und Personalaufwand um 0,6 Mio. EUR (11,4 %) reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Jahr 2023 auf über 7,5 Mio. EUR und enthalten einen Ertrag aus einer Versicherungsentschädigung in Höhe von 2,0 Mio. EUR, sowie Auflösungen für nicht mehr benötigte Rückstellungen in Höhe von 5,0 Mio. EUR. Im Vorjahr war eine Auflösung von früheren Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12,2 Mio. EUR enthalten, wodurch die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr geringer ausfallen. Das Finanzergebnis weist im Geschäftsjahr einen Ertrag in Höhe von 2,1 Mio. EUR aus und wurde im Wesentlichen durch die Ergebnisausschüttung von Tochtergesellschaften erzielt. Im Vorjahr waren Anteile an verbundenen Unternehmen um 13,8 Mio. EUR abgeschrieben worden, weswegen das Finanzergebnis im Geschäftsjahr deutlich positiver ausfällt. Das Ergebnis vor Steuern zeigt einen Verlust von 5,9 Mio. EUR und war damit geringer als der geplante Verlust von 8,3 Mio. EUR. Hierbei konnten insbesondere die oben beschriebenen, nicht geplanten, sonstigen betrieblichen Erträge die höheren Produktions- und Vertriebskosten überkompensieren. Hinzu kam eine um 0,4 Mio. EUR höhere Ergebnisausschüttung von Tochtergesellschaften. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,0 Mio. EUR. Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, mit 1,6 Mio. EUR ausgewiesen. Abschreibungen auf Software stehen geleistete Anzahlungen für das S4/HANA Konversion Projekt in Höhe von 0,5 Mio. EUR gegenüber. Das Sachanlagevermögen hat sich geringfügig um 0,5 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR erhöht. Die Investitionen, im Wesentlichen für den Bau und die Inbetriebnahme einer neuen Roboterschleifanlage, haben die Abschreibungen im Geschäftsjahr überstiegen. Das Finanzanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 1,4 Mio. EUR. Die Vorräte wurden im Jahr 2023 wieder auf das Niveau von vor 2022 verringert. Als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine und damit verbundener möglicher Produktionsausfälle wurden die Sicherheitsbestände von strategisch wichtigen Fertigerzeugnissen im Vorjahr erhöht. Zudem wurden im Vorjahr die Bestände an Rohstoffen signifikant erhöht, um Engpässen auf den Beschaffungsmärkten und weiteren Preisanpassungen aufgrund der hohen Inflation vorzubeugen. Insgesamt sind die Vorräte um 4,9 Mio. EUR auf 27,3 Mio. EUR reduziert worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um 8%, in Höhe von 2,3 Mio. EUR, verringert. Hierin sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, wie auch die Umsätzen mit Drittkunden, um 1,5 Mio.EUR gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 28 % auf 6,0 Mio. EUR verringert. Gründe dafür sind verringerte Warenverkäufe an die Tochterunternehmen in Korea und China, sowie die Wertberichtigung in Höhe von 2,7 Mio. EUR von Forderungen gegen weitere Tochtergesellschaften. Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages 2023 in Höhe von 6,0 Mio. EUR von 13,0 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR verringert. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind aufgrund der wieder geringeren langfristigen Inflationserwartung und aufgrund von Auszahlungen an Anspruchsberechtigte von 34,8 Mio. EUR auf 29,8 Mio. EUR zurückgegangen. Die Sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Garantierückstellungen und sind mit 11,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR niedriger. Die Verbindlichkeiten sind um 6,8 Mio. EUR auf 27,4 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 3,3 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund einer stärkeren Inanspruchnahme des bei der Gesellschafterin unterhaltenen Cash-Pool-Kontos angestiegen. Die ausreichende Ausstattung mit Liquidität war durch das Cash-Pooling mit der Gesellschafterin ganzjährig gegeben. Zum Bilanzstichtag betrugen die flüssigen Mittel 2,3 Mio. EUR. Zum Ende des ersten Quartals 2024 befinden sich die liquiden Mittel auf gleichem Niveau. Im Jahr 2023 stellte die Gesellschafterin der Fissler GmbH über einen Cash-Pool, der grundsätzlich kurzfristig kündbar ist, weitere Liquidität zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme 15,9 Mio. EUR. Zusätzlich hat die Gesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Abschnitt "Ausblick, Chancen und Risiken". Weitere Liquiditätsreserven liegen in Form der in den Tochtergesellschaften gehaltenen Bankbestände in Höhe von 3,6 Mio. EUR vor. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Inanspruchnahme des Cash-Pools mit der Gesellschafterin zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 reduziert werden kann. Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung einer Verbesserung des Cashflows in den nächsten Jahren, einer Verbesserung der Jahresergebnisse und weiterer Unterstützung durch die Muttergesellschaft von einer positiven Fortführungsprognose aus. Wesentliche Investitionen Im Rahmen des Großprojektes der Produktionszusammenlegung am Standort Hoppstädten-Weiersbach wurden in den Vorjahren umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur des Standortes (Druckluft, Energie, Boden etc.) und diverse Fertigungsanlagen, wie Pfannenvorfertigung, Pfannenbeschichtung, Laser zur Beschriftung von Edelstahltöpfen, Schweißanlagen für Topfgriffe usw. getätigt und konnten erfolgreich fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Weitere Investitionen zur Automatisierung der Produktion waren im Jahr 2022 geplant, konnten aber durch Lieferkettenprobleme nicht vollständig umgesetzt werden. Ein wesentliches Projekt hierbei ist die Roboterschleifanlage, die nun im November 2023 in den vollen Betrieb genommen werden konnte. Im Bereich Ladenbau wurden Investitionen vorgenommen, um in der Außendarstellung den neuen Markenanspruch umzusetzen. Dies beinhaltete auch ein, in 2022 entwickeltes Shop-Konzept, welches im Jahr 2023 in einigen Shops der Cookmal GmbH & Co. KG, Idar-Oberstein, sowie der Fissler Retail GmbH, Idar-Oberstein, umgesetzt wurden. In diesem Zusammenhang wurde weiterhin auch im E-Commerce Bereich investiert. Im Bereich der IT-Systeme wurde das S4/HANA Konversion-Projekt gestartet, welches zu Beginn im sog. Greenfield-Ansatz das Entwickeln eines globalen Templates sowie ein Rollout in die Tochtergesellschaft in Korea vorsieht. In der 2. Projektphase wird dieses für die Gesellschaften in Deutschland weiterentwickelt und ausgerollt, um dieses danach, in der letzten Projektphase, auch in die Tochtergesellschaft in China auszurollen. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt eine eigene Entwicklungsabteilung zur Entwicklung neuer Produkte und Bearbeitungsverfahren. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 1,6 Mio. EUR bzw. 1,6 % des Umsatzes. Im Fokus der Entwicklungsarbeit 2023 standen diverse Pfannen-Projekte, z.B. eine neue Keramikbeschichtung, mehrere neue Premium-Serien in den Produktbereichen Töpfe und Schnellkochtöpfe sowie eine neue Produktkategorie mit gusseisernen Produkten, die als Handelsware bezogen werden. Risikomanagementsystem Risiken und Chancen werden kontinuierlich überprüft und mit der Geschäftsführung regelmäßig besprochen. Das Management identifiziert folgende Risikobereiche: Die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise, die fortschreitende Konzentration auf Lieferanten- und Kundenseite sowie die tarifvertraglichen Lohn- und Gehaltssteigerungen stellen Risiken für die Fissler GmbH dar, denen u.a. durch preisfixierende Kontingentbestellungen, gezielte Vorratshaltung sowie Erschließung neuer Lieferquellen entgegnet wird. Die Risiken aus Sach-, Transport- und Haftpflichtschäden sowie das Risiko der Betriebsunterbrechung sind durch ausreichend dotierte Versicherungen abgedeckt. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein aktives Kreditmanagement, Delkrederevereinbarungen und Kreditversicherungen begegnet. Die Angemessenheit der vorhandenen Policen in allen Versicherungssparten wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Das Wechselkursrisiko wird, soweit möglich, durch Abschluss von Verträgen in Euro ausgeschlossen. Für die Fremdwährungsvorgänge wird die Vorteilhaftigkeit von Kurssicherungsgeschäften laufend beurteilt. Das Qualitätsmanagement sichert die frühzeitige Erkennung von Garantie- und Produkthaftungsrisiken. Personal Im Personalbereich sind die Themen Arbeitssicherheit (Arbeitsunfälle), Gesundheit der Beschäftigten (Krankenstand), Mitarbeiterqualifikation, Mitarbeitermotivation/-zufriedenheit und Personalbeschaffung als Risiken identifiziert. Durch eine regelmäßige Fissler konzernweite Mitarbeiterbefragung wird insbesondere die Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit abgefragt. Aufbauend auf den Resultaten werden geeignete Maßnahmenkataloge abgeleitet und durch regelmäßige Befragungen nachgehalten. Der Vermeidung von Arbeitsunfällen wird seitens der Fertigungsleitung und der Geschäftsführung große Aufmerksamkeit geschenkt und identifizierte Risikoquellen werden zeitnah beseitigt. Ein zentrales Gesundheitsmanagement, aber auch die Mithilfe der Abteilungsleiter durch entsprechende Zielsetzung soll helfen, den Krankenstand zu senken. Der Krankenstand konnte im Jahr 2023 stabil auf einem sehr guten Niveau gehalten werden. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB Die Fissler GmbH hat folgende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat Die Zielgröße für beide Gremien beträgt jeweils null Prozent und soll bis zum 30. Juni 2024 erreicht werden. Die Erfüllung oder Nichterfüllung der Frauenquote im dreiköpfigen Aufsichtsrat hängt maßgeblich von der Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat ab. Würde keine Frau von der Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat gewählt, müsste die Arbeitgeberseite eine Frauenquote von 50 % einhalten, sollte noch eine Zielquote von 33 % erreicht werden. Die Geschäftsführung der Fissler GmbH besteht für gewöhnlich nur aus ein bis zwei Personen. Im Falle einer Einpersonengeschäftsführung würde eine Festlegung auf eine Zielgröße größer null Prozent unweigerlich zu einer Benachteiligung von männlichen Bewerbern führen, wenn es zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung käme. Ähnliches gälte bei einer Zielgröße von 50 % in einer Zweipersonengeschäftsführung, sobald es zu einem Wechsel eines der beiden Geschäftsführer käme. Ausblick, Chancen und Risiken Die Entwicklung der Marktstrukturen wird in jedem Absatzmarkt genau beobachtet, wodurch es zu Anpassungen bei Sortiment, Vertriebskanälen und Preispositionierung bis hin zu Umstellungen des Geschäftsmodelles kommen kann. Generell ist die weitere Anpassung der Strukturen und effizientere Gestaltung von Prozessen zur Umsetzung der definierten Strategie im Fokus. Die funktionsübergreifende Zusammenarbeit als "One Fissler" wird auch im Jahr 2024 weiter intensiviert. So kann durch effizientere und zielgerichtete Zusammenarbeit die zunehmende Internationalisierung der Märkte genutzt werden. Weiterhin bleiben der Aufbau und die langfristige Stärkung des Online-Handels ein Thema. Die Abgrenzung jeweils passender Sortimente nach Kanälen und Ländern, der Ausbau der Organisation und Systeme im Bereich Internethandel, aber auch die Digitalisierung der internen Prozesse wird auf globaler Ebene fortgeführt. Einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung 2024 haben neben den Inflationsauswirkungen und Störungen der Lieferketten auch weiterhin die Folgen der russischen Aggression in der Ukraine. Wirtschaftlich ist die Fissler GmbH weiterhin weder vom Geschäft in und mit Russland noch der Ukraine abhängig. Es wird kein nennenswerter Umsatz in beiden Ländern erzielt. Vielmehr ist das Unternehmen durch die weiterhin volatilen Energie- und Rohstoffpreise, sowie weiteren Einschränkungen des Lieferweges von und nach Asien betroffen. Hinzu kommt das weiterhin rückläufige Kaufverhalten der Kunden im chinesischen Einzelhandel. Im Inland werden die zunehmende Insolvenzgefahr und weitere Konzentration im Handel, insbesondere bei Warenhäusern und Einrichtungshäusern, weiterhin genau beobachtet. Der tendenziellen Verschlechterung der Konditionen wird durch Produktinnovation, Stärkung der Marke und schlagkräftiger Vermarktungsaktionen begegnet. Produktseitig wird strategiekonform ein starker Fokus auf die Kernproduktkategorien der Unternehmung gesetzt. In der Produktkategorie Pfannen werden neue Serien und Sub-Serien mit verbesserten Beschichtungen im In- und Ausland gelauncht. International erfolgt die Konzentration auf die starke Topfserie "Original Profi Collection", die ebenfalls unter dem Siegel "Made in Germany" vertrieben wird. Schnellkochtöpfe werden verstärkt beworben und durch gezielte punktuelle Neuprodukte unterstützt. Dazu wird eine neue Produktkategorie auf den Markt gebracht und in zwei Linien gusseiserne Töpfe und Pfannen, in verschiedenen Formen und Farben, vertrieben. Zum einen eine Einstiegsserie "Moments" im mittleren Preissegment und eine Linie, die unter dem Hero Label "Original Profi Collection", im Premium-Preissegment liegt. Die Aktivitäten der Entwicklung werden auf einem hohen Niveau gehalten, um die notwendigen Produktinnovationen auf allen Märkten sicher zu stellen. Aufgrund der verbesserten Lieferfähigkeiten der Lieferanten bzw. Transportdienstleister wird mit sinkenden Materialkosten gerechnet. Durch den weiterhin bestehenden Ergebnisdruck werden im Jahr 2024 Ausgaben im Marketing sowie der allgemeinen Verwaltung gekürzt werden. Die Ergebnisbelastung aus Investitionsprojekten durch anschließende erhöhte Abschreibungen, insbesondere in der Fertigung und der Informationstechnologie, wird anhalten. In der Planung für das Jahr 2024 wird mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von etwa 9,6 % bzw. um 9,6 Mio. EUR gerechnet, der im Wesentlichen durch einen weiterhin wachsenden Umsatz in den Kernmärkten sowie der Exportmärkte gefördert wird. Hinzu kommt ein wieder normalisierter Absatz an die Tochtergesellschaft in Korea, die im Jahr 2023 geringere Mengen bezogen hat zur Reduzierung der Lagerbestände. Durch strikte Kostensenkungsprogramme wird mit einem ausgeglichenem Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2024 geplant. Im ersten Quartal 2024 liegt die Fissler GmbH in der Entwicklung der Umsatzerlöse leicht über der Erwartung. Durch einen weiterhin hohen Preisdruck am Markt, der sich negativ auf die Bruttomarge auswirkt, konnten diese höheren Umsatzerlöse nicht zu einem höheren Ergebnis vor Steuern konvertiert werden. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich jedoch wie geplant sehr dicht an der Gewinnschwelle. Allerdings ist zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum, insbesondere in investitionsstarken Zeiträumen in Kombination mit Monaten in denen ein schwächeres Ergebnis erzielt wird, die Fissler GmbH für eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit weiterhin auf ausreichende Liquiditätszuführung von außen angewiesen. Die Gesellschafterin hat hierfür eine auf 35,0 Mio. EUR begrenzte und bis zum 30. Juni 2025 laufende Patronatserklärung ausgesprochen, wonach sie die Fissler GmbH auf erste Anforderung mit ausreichend liquiden Mitteln unterstützen wird, um zu gewährleisten, dass die Fissler GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Die Geschäftsführung der Fissler GmbH geht unter Berücksichtigung der Patronatserklärung und der Unternehmens- und Liquiditätsplanung von einer positiven Fortführungsprognose des Unternehmens aus.
Idar-Oberstein, 26. Juni 2024 Die Geschäftsführung Frank Peter Böttcher Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fissler GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fissler GmbH, Idar-Oberstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fissler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen unter "Allgemeine Hinweise" im Anhang und die Angaben in Abschnitt "Ausblick, Chancen und Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum, insbesondere in investitionsstarken Zeiträumen in Kombination mit Monaten in denen ein schwächeres Ergebnis erzielt wird, und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit weiterhin auf ausreichende Liquiditätszuführung von außen angewiesen sein wird. Die Muttergesellschaft Vesta GmbH, Idar-Oberstein, hat hierfür eine auf EUR 35,0 Mio. begrenzte und bis zum 30. Juni 2025 laufende Patronatserklärung ausgesprochen, wonach sie die Fissler GmbH auf erste Anforderung mit ausreichend liquiden Mitteln unterstützen wird, um zu gewährleisten, dass die Fissler GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 27. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Grathwol, Wirtschaftsprüfer Kerber, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres durch mündliche und schriftliche Berichte von der Geschäftsführung über den Gang der Geschäfte und über die Lage des Unternehmens unterrichten lassen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist durch die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat billigt den von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss per 31.12.2023 und den von der Geschäftsführung abgegebenen Bericht. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis und dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns zustimmend Kenntnis genommen.
Idar-Oberstein, den 26. Juni 2024 Die Vorsitzende Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023In der Gesellschafterversammlung vom 28.06.2024 wurde beschlossen, dass der Jahresfehlbetrag von EUR 5.999.904,91 mit dem Verlustvortrag von EUR 33.196.769,13 EUR aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen wird. |
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