Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 200188
Eingetragen
8.9.1964
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
1. Der Einkauf und Verkauf, der Export und Import, die Abfüllung und der Vertrieb von Getränken aller Art, insbesondere von Weinen, ferner der Handel mit Flaschen und Kellereibedarfsartikeln. 2. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen. 3. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, solche verwalten oder deren Vertretung übernehmen. Sie ist berechtigt, Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Markus Adolf Volk
seit 25.6.2024
Geschäftsführer
Gregor Brylla
seit 19.1.2018
Prokura
Jochen Sammüller
seit 15.1.2016
Prokura
Sandra Doll
seit 28.12.2012
Prokura
Jutta Egloff
seit 26.6.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.98% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Schenk Suisse S.A.CHE
94.89%
Schenk Holding SACHE
5.09%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schenk Suisse S.A.
Switzerland
5.694.000 €
94.89%
Schenk Holding SA
Switzerland
306.000 €
5.09%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schenk GmbH

Baden-Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

1 Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, der Kaufkraftverluste durch deutlich gestiegene Preise für Energie und Nahrungsmittel, einer schwachen Weltkonjunktur und nicht zuletzt aufgrund der geldpolitischen Straffung weiterhin schwach. Das Jahr schloss in Folge mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent ab.
Insbesondere der private Konsum, der einen Anteil von über 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes widerspiegelt, leidet unter den derzeitigen Unsicherheiten und geopolitischen Konflikten. Insgesamt verminderten sich die Ausgaben preisbereinigt um 0,8 Prozent. Dies, obwohl die Preise für Lebensmittel um 12,8 Prozent, für Gas um 31,3 Prozent und Strom um 21,0 Prozent, gestiegen sind.
Die Umsetzung von Maßnahmen der Bundesregierung wie die Gasumlage, das Heizungsgesetz und nicht zuletzt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes verunsicherte die Verbraucher darüber hinaus.
Der Außenhandel trägt nicht, wie in den Vorjahren, zum Wirtschaftswachstum bei. Die deutschen Exporte sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent gesunken. Nach der Finanzkrise 2009 und der Corona-Krise 2020 ist es das schwächste Ergebnis seit drei Jahrzehnten. Hierfür gibt es primär zwei Gründe: schwache Nachfrage aus dem Ausland, insbesondere China sowie geopolitische Risken.
Das Jahr 2023 hat Deutschlands Verbraucher mit der zweithöchsten Teuerungsrate seit der Wiedervereinigung belastet. Im Jahresdurchschnitt legten die Verbraucherpreise um 5,9 Prozent zu. Nach 6,9 Prozent Inflation 2022 war dies der zweithöchste Wert im wiedervereinigten Deutschland.
Trotz der schwächelnden Wirtschaft und den diversen Krisen zeigte sich auch in 2023 der Arbeitsmarkt im Großen und Ganzen stabil. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 Prozent auf 5,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist auf ein Rekordniveau gestiegen. Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 45,9 Millionen Menschen erwerbstätig. Gründe für die Zunahme waren die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer sowie eine gesteigerte Beschäftigung Einheimischer.

Kennzahlen
2023 P
2022
Kennzahlen
2023 P
2022
BIP real
-0,3 %
+1,8 %
Exporte
-1,4 %
+3,3 %
Verbraucherpreise
+5,9 %
+6,9 %
Importe
-2,7 %
+6,6%
Arbeitslosenquote
5,7 %
5,3 %
Privater Konsum
-0,8 %
+3,9 %


Quelle: Statischtes Bundesbank Deutsche Bank Research
1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
A: Ernte 2023, Beschaffungsmärkte und Preisentwicklung
Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) hat ihre Ernteschätzung veröffentlicht. Erwartet wird eine Weltweinproduktion von 242-247 Mio. Hektoliter (hl). Die OIV schätzt, dass die Weinproduktion in diesem Jahr auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren fällt. Dies entspricht sieben Prozent weniger als 2022. Damit wäre das niedrigste Niveau seit 1961 erreicht. Extremwetterereignisse - mancherorts Dürre, mancherorts Starkregen, Unwetter, Hagel - beeinflussten die Weinproduktion weltweit.
Die Südhalbkugel hat bereits im Frühjahr 2023 geerntet, hier sind die Zahlen also valider als auf der Nordhalbkugel, wo in manchen Regionen die Lese noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Die Länder der südlichen Hemisphäre kommen zusammen auf rund 45 Mio. Hektoliter - etwa 19 Prozent der Weltweinproduktion. Die Menge liegt 19 Prozent unter der des Vorjahres und ist die niedrigste seit 2003.
Alle relevanten Weinbauländer der Südhalbkugel haben weniger geerntet als im Vorjahr, nur Neuseeland liegt zumindest noch über dem Fünfjahresschnitt (-6% zum Vorjahr). Besonders drastische Verluste verzeichnen Australien (-24%) und die südamerikanischen Länder. Gerade die kleineren Weinbauländer Brasilien (-30%) und Uruguay (-34%) liegen sehr deutlich hinter den Mengen von 2022. Größter Produzent der Südhalbkugel ist Chile mit rund 10 Mio. hl (-20%).
Die EU-Länder sind für rund 60 Prozent der Weltweinproduktion verantwortlich und kommen laut vorläufigen OIV-Zahlen auf insgesamt rund 150 Mio. hl - die drittkleinste Weinernte des laufenden Jahrhunderts. Starke Verluste verzeichnen Italien (-12%) und Spanien (-11%), wodurch Frankreich, dass eine Erntemenge etwa auf Vorjahresniveau erreicht, zum größten Weinproduzenten der Welt wird.
Besonders drastische Verluste erwartet die OIV für Griechenland, wo sich quasi alle denkbaren Witterungsschwierigkeiten von Dürre bis zu Überflutungen kumuliert haben. Hier wird eine Weinproduktionsmenge von 1,1 Mill. Hektoliter (-45%) veranschlagt. Kroatien soll bei der Produktionsmenge 41 Prozent unter dem Vorjahr liegen (0,4 Mio. hl). Produktionssteigerungen gegen den Trend verzeichnen laut OIV Rumänien, Bulgarien und Slowenien. Für Deutschland gibt die Organisation ein Plus von einem Prozent und eine Produktionsmenge von 9 Mio. hl an.
Einen Produktionszuwachs vermutet man für die USA (25,2 Mio. hl. +12%). Das liegt an der kühlen Vegetationsperiode mit ausreichend Niederschlägen in den großen kalifornischen Anbaugebieten. Die Traubenpreise entwickeln sich insgesamt stabil mit regionalen Ausreisern nach oben und unten.
B: Weinimporte nach Deutschland (Zeitraum: Dezember 2022 bis November 2023)

Innerhalb der 12-Monatsperiode von Dezember 2022 bis November 2023 wurden insgesamt 12,41 Mio. hl Wein im Wert von 1,98 Mrd. Euro nach Deutschland eingeführt. Die Menge erhöhte sich leicht um 3,1 Prozent, der Importwert fiel um 3,2 Prozent. Der Durchschnittserlös lag bei 1,59 €/Ltr. Dies sind 6,5 Prozent weniger als der Vorjahresvergleichswert.
Quelle: Deutscher Weinbauverband nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
C: Weinexporte

Deutschland ist nach den großen Weinbaunationen Frankreich, Italien und Spanien der größte Weinexporteur Europas und der achtgrößte weltweit. Im Zeitraum Juli 2022 bis Juni 2023 wurden 1,160 Mio. hl Stillwein (bis 15 % vol.) im Wert von 379 Mio. € aus Deutschland ausgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Mengenänderung von -2,6 Prozent und ein Wertplus von 4,7 Prozent.
*Quelle: Verband deutscher Weinexporteure.

D: Umsatzentwicklung Lebensmitteleinzelhandel und Fachhandel 2023

Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel und Fachhandel (für den Sortimentsbereich "FMCG") stiegen nominal (nicht preisbereinigt) gegenüber 2022 um 7,5 Prozent. Die reale Umsatzentwicklung schätzen wir deutlich negativer ein. Die Steigerung resultiert ausschließlich aufgrund der drastisch gestiegenen Preise. Die Preise lagen Ende 2023 um 9,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz erhöhte sich indes nur um 7,5 Prozent, in der Folge bedeutet dies, dass die Mengennachfrage um knapp 2 Prozent gesunken ist.

Marktanteile hinzugewonnen haben in 2023 die Discounter, die ihren Umsatz gegenüber 2022 (nominal) um 10,3 Prozent gesteigert haben und damit mehr als ein Drittel stärker als beispielsweise die LEH Food-Vollsortimenter (+ 6,2 %).

Nachdem die Discounter in den letzten Jahren Marktanteile an die Vollsortimenter abgeben mussten, sind sie dieses Jahr wieder Gewinner.
E: Entwicklung Marken im Lebensmitteleinzelhandel

Die Herstellermarken mussten auch in 2023 Marktanteile an die Handelsmarken abgeben. Die Umsätze stiegen nur um 4 Prozent, bei einer Preissteigerung von knapp 9 Prozent. Dies bedeutet ein Mengenminus von knapp 5 Prozent. Dagegen stiegen die Umsätze der Handelsmarken um knapp 14 Prozent, bei einer Preissteigerung von ca. 12 Prozent. Damit verzeichnen die Handelsmarken ein Mengenwachstum von gut 2 Prozent.
F: alkoholische Getränkeentwicklung und Weinkonsum

Getränkeentwicklung 2023 (Wein und Spirituosen)
Die alkoholischen Getränke durchlebten im Lebensmitteleinzelhandel ein durchwachsenes Jahr. Die Nachfrage war geprägt von inflationsbedingten Einschränkungen der Ausgabenbudgets. Gleichzeitig waren die Verbraucher auch bei den Alkoholika mit merklich höheren Preisen konfrontiert.
Dank der Jahresend-Rallye ist die Getränkesparte Sekt und Champagner noch mit einem blauen Auge davongekommen. Auf Jahresbasis bleibt die mengen- und wertmäßige Nachfrage mit etwa minus 1 Prozent nur knapp hinter dem Vorjahr zurück.

Für den Weinmarkt ergibt sich eine deutlich schlechtere Jahresbilanz, da der erhoffte Nachfrageimpuls zum Jahresendgeschäft ausgeblieben ist. Insbesondere das höherpreisige Marktsegment außerhalb des LEH, wie Fachhandel und E-Commerce leidet anhaltend unter den Budgetrestriktionen. Die Verbraucher haben auch im Lebensmitteleinzelhandel ihre Weineinkäufe in 2023 reduziert. Nach einem Rückgang 2022 zu 2021 von knapp 10 Prozent verminderten sich die Mengen in 2023 nochmals um über 5 Prozent. Insbesondere wurden die Weine aus Deutschland (- 9,5 %), Frankreich (-11,4 %) und aus Übersee (-14,4 %) in 2023 weniger nachgefragt. Lediglich die Nachfrage nach Weinen aus Italien blieb mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent stabil.
Insgesamt blickt auch der Spirituosenmarkt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Die Mengen verringerten sich um fast 4 Prozent bei einer Umsatzsteigerung von knapp 1 Prozent.

G: Weinkonsum in Deutschland

Die Deutschen haben im vergangenen Weinwirtschaftsjahr erneut rund eine Flasche Wein pro Person weniger getrunken als im Vorjahr. Dies gab das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der aktuellen Weinkonsumbilanz bekannt, die sich auf den Zwölfmonatszeitraum vom 01.08.2022 bis 31.07.2023 bezieht. Demnach ist der Weinkonsum bezogen auf die Gesamtbevölkerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 19,9 auf 19,2 Litern pro Person gesunken. Bezieht man nur die über 16-jährigen, die laut Gesetz Wein trinken dürfen, in die Statistik ein, ist der Weinkonsum pro Person um einen ganzen Liter von 23,6 auf 22,6 Liter im Jahr zurückgegangen.

Der Schaumwein-Pro-Kopf-Konsum ist im gleichen Zeitraum mit einem Volumen von 3,2 Litern bezogen auf die Gesamtbevölkerung konstant geblieben. Bei der Gruppe der über 16-jährigen belief sich die Menge auf unveränderte 3,8 Liter im Jahr.
Quelle: Deutsches Weininstitut GmbH
H: Entwicklung Wein und Schaumwein 2023 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel

Insgesamt verminderten sich die Wein- und Schaumweinkäufe im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr nach Menge betrachtet um 5,2 Prozent. Das Umsatzvolumen ist gegenüber 2022 stabil.
Nach Vertriebslinien betrachtet haben im Lebensmitteleinzelhandel alle Einkaufsstätten und hierbei insbesondere die Edeka Gruppe und Markant deutliche Verluste verzeichnen müssen.
1.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich im Geschäftsjahr 2023 um rund 1,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr und liegt per 31.12.2023 bei 22,6 Mio. Euro.

Das Sachanlagevermögen weist im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um knapp 50 Tsd. Euro aus. Dies sind im Wesentlichen die im laufenden Geschäftsjahr planmäßig erfolgten Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen, saldiert um die Zugänge. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und liegen bei knapp 154 Tsd. Euro.

Das Vorratsvermögen (Waren) erhöhte sich um rund 925 Tsd. Euro gegenüber 2022. Die Werterhöhung resultiert durch höhere Bestände (+ 10% Menge) und gestiegener Beschaffungspreisen (+ 0,29 €/Flasche). Die geleisteten Anzahlungen verzeichnen einen Anstieg um 27 Tsd. Euro auf 48 Tsd. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich gegenüber Vorjahr um knapp 1,4 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 0,6 Mio. Euro) sowie einer Verminderung der sonstigen Vermögensgegenstände (-0,7 Mio. Euro).

Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich um 1,7 Mio. Euro auf rund 3,4 Mio. Euro.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verminderten sich, aufgrund einer teilweisen Auflösung um 190 Tsd. Euro. Das Bewertungsverfahren ist seit Stichtag 31.12.2022 auf den neuen IDW-Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB1.021 abgestellt. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um gut 110 Tsd. Euro auf fast 1,02 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten liegen mit rund 11,4 Mio. Euro gut 1,6 Mio. Euro über Vorjahresstand. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen weder zum Stichtag noch zum Vorjahresstichtag vor. Mit 3,6 Mio. Euro sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen knapp 2,1 Mio. Euro höher als 2022. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen in etwa auf Vorjahresniveau (- 24 Tsd. Euro).
1.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital von knapp 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro) unterliegt seit Jahren nur leichten Schwankungen. Die Minderung (- 87 Tsd. Euro) zum Vorjahresstichtag resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres. Mit einer Eigenkapitalquote von fast 29 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent) verfügt die Gesellschaft über eine solide Kapitalstruktur. Aufgrund eines sehr guten Working Capital Managements (welches im Wesentlichen auf ausgewogene Lieferanten- und Kundenzahlungsziele sowie einem stringenten Forderungsmanagement beruht) und mangels der Notwendigkeit von langfristigen Krediten, ist das Unternehmen grundsätzlich unabhängig vom Kapitalmarkt.

Fremdkapitalaufnahmen erfolgen ausschließlich zur Deckung kurzfristiger Finanzierungsspitzen. Aufgrund des stringenten Liquiditätsmanagements werden Zwischenfinanzierungen durch Banken nur temporär benötigt.

Die liquiden Mittel werden bis auf 535 Tsd. Euro kurzfristig in Form von Tages- oder Festgeld angelegt.

1.3.3 Ertragslage

Die Schenk GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 57,0 Mio. Euro (+ 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr). Die Umsätze stiegen primär durch höhere Abverkäufe (+ 7,1 Prozent) und niedrigere Delcredereaufwendungen.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise verminderten sich Vergleich zu 2022 um 17 Cent. Der Rückgang resultiert primär aufgrund niedrigerer Abverkäufe verbrauchssteuerpflichtiger (Schaumweine) Artikel.

Bedingt durch höhere Beschaffung- und Logistikpreise erhöhten die die Materialaufwendungen für bezogene Waren und Leistungen um gut 1 Mio. Euro.

Die Aufwendungen für Personal belaufen sich auf 2,824 Mio. Euro (Vorjahr: 2,774 Mio. Euro) und damit knapp 50 Tsd. Euro über Vorjahresniveau.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen wir eine Kostensteigerung von über 500 Tsd. €. Diese resultiert primär aufgrund der Teilnahme an Weinmessen sowie Preissteigerungen.
Die Zinsaufwendungen sind aufgrund niedrigerer Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsrück-stellungen um knapp 45 Tsd. Euro gefallen. Positiv haben sich, aufgrund höherer Zinssätze, die Zinserträge entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr weisen wir eine Steigerung um knapp 40 Tsd. Euro aus.

Insgesamt erwirtschaftete die Schenk GmbH einen Jahresfehlbetrag von 87 Tsd. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 134 Tsd. Euro) nach Steuern.

1.3.4 Prognose-Ist-Vergleich

Mit dem erzielten Ergebnis verfehlte die Schenk GmbH leicht ihre ursprüngliche Prognose. Die Verkäufe wurden um knapp 3 Prozent und die Umsatzerlöse um 8 Prozent verfehlt. Das Betriebsergebnis 1 wurde um knapp 220 Tsd. Euro verfehlt.

Die Minderungen gegenüber der Prognose resultieren insbesondere aufgrund nachfolgender Punkte:

• Nicht geplante Erhöhungen innerhalb der fixen Kosten (+190 Tsd. Euro)
• Geringere Weinverkäufe des deutschen Lebensmitteleinzelhandel in allen Vertriebslinien (-5,2 Prozent)
• Der Weinkonsum in Deutschland ist gesunken
• Verlagerung der Weineinkäufe zu Gunsten der Discounter und Handelsmarken

Die Entwicklung im Bereich der Kosten (Personal-, fixe Kosten, Afa, etc.) liegen in etwa auf Planniveau. Die Geldkosten liegen aufgrund niedrigerer Zinsaufwendungen (Pensionsrückstellungen) unter Plan.

Insgesamt beurteile ich die Lage der Gesellschaft als stabil.

2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Qualität ist ein Erfolgsfaktor des Unternehmens. Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen unserer Kunden sowie der lebensmittelrechtlichen Standards werden durch laufende Kontrollen jederzeit sichergestellt.

Zum Qualitätsanspruch gehören qualifizierte Mitarbeiter. Die Mitarbeiter werden daher kontinuierlich geschult. Die Fluktuation der Mitarbeiter ist auf einem sehr niedrigen Niveau.

3 Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft hat ihre gefestigte Marktposition und ihre Leistungsfähigkeit durch die Konzentration auf große Abnehmer sowie durch ihr straffes Kostenmanagement erreicht.

Die Ausrichtung auf die großen Abnehmer im Lebensmittelhandel birgt auch Risiken (z.B. Ausfall eines großen Handelskonzerns und/oder Lieferanten), wobei die Geschäftsführung diese jedoch als gering einschätzt. Risiken in der Beschaffung werden vorausschauend durch eine breit aufgestellte Qualitätssicherung sowie durch gezielte Lieferantenauswahl und -betreuung begegnet.
Entsprechend kann den Handelskunden ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bei hoher Flexibilität und umfangreichem Service geboten werden. Zudem werden Beschaffungsrisiken durch die langjährigen Lieferantenbeziehungen minimiert.

Wir schätzen die Risiken durch den Konflikt in der Ukraine für das Jahr 2024 als geringer im Vergleich zu den Vorjahren ein. Trotz der weltweit geringeren Weinlese schätzen wir den Beschaffungsmarkt als stabil ein. Die Kontraktvereinbarungen für das Jahr 2024 mit den größten Lieferanten und Logistikern sind vereinbart, die Preise bei unseren großen Abnehmern sind verhandelt, sodass die Risiken überschaubar sind. Diese Kompetenz bietet der Gesellschaft besondere Chancen für die künftige Entwicklung und stärkt ihre stabile Stellung im Wettbewerbsumfeld.

Noch nicht absehbar ist, wie die Verbraucher zukünftig ihren Weinkonsum gestalten werden. Wir schätzen, dass die Konsumenten ihre Weineinkäufe weiter reduzieren und vermehrt preisgünstige Einkaufsstätten aufsuchen werden.

Die Absatzrisiken, die aus einem aggressiven Wettbewerbsumfeld sowie einer zunehmenden Umstellung auf Eigenmarken im deutschen Lebensmittelhandel resultieren, werden ebenfalls durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte gemindert. Die Gesellschaft erreicht dies durch konsequentes Kostenmanagement, insbesondere im Vertrieb und in der Beschaffung, sowie durch permanente Prozessoptimierung.

Preisrisiken werden dadurch begrenzt, dass Beschaffungskontrakte in den Laufzeiten den Verkaufskontrakten entsprechen.

Wein als Naturprodukt und Lebensmittel birgt das Risiko, dass die Qualität natürlichen Schwankungen unterliegt oder nicht den Erwartungen entspricht. Diesen Qualitätsrisiken wird durch kontinuierliche Überprüfung der Bestände auf Qualität und Haltbarkeit begegnet. Mit externen Laboren und eigenem Qualitätsmanagement überwacht die Gesellschaft kontinuierlich die Chargen von der Abfüllung bis zur Auslieferung und stellt somit sicher, dass Kunden- und Endverbrauchererwartungen vollends erfüllt werden.

Risiken aus Kursschwankungen spielen keine tragende Rolle. In der Regel werden die Importe aus dem US-Dollar-Raum in Euro berechnet. Sollten Kontraktabschlüsse in Fremdwährungen vorliegen, werden diese mittels Devisentermingeschäften und Devisenoptionen gesichert.

Die Ausfallrisiken im Forderungsbestand sind begrenzt, da die Handelskunden eine gute bis sehr gute Bonität aufweisen, Delkredereverträge (rückversicherte Forderungen) abgeschlossen werden und ein konsequentes Debitorenmanagement geführt wird.

Generell werden auf dubiose oder kritisch eingestufte Forderungen Wertberichtigungen in Form von pauschalen Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund des intensiven und durchgängigen Liquiditätsmanagements begrenzt. Die Gesellschaft greift nur zeitweise und kurzfristig auf die bestehenden Kreditlinien zurück.

Die langjährige Branchenerfahrung, das intensive Konditionscontrolling sowie die langjährigen, verlässlichen, flexiblen und treuen Geschäftspartner stellen eine besondere Chance der Gesellschaft zum Erhalt und Ausbau ihrer Marktposition dar.
4 Voraussichtliche Entwicklung unserer Gesellschaft

Weinmarkt
Der Weinmarkt bzw. der Weinverbrauch hat sich im Jahr 2023 nochmals vermindert. Die Schwankungen im Weinverbrauch sind anders als bei anderen alkoholischen Getränken noch moderat, sodass wir mit einer stabilen Nachfrage rechnen können. Der Wettbewerb ist weiterhin von einer hohen Aggressivität und Preissensibilität geprägt.

Die Schenk GmbH versucht mit der Intensivierung der Markenaktivitäten und Produktneuheiten sowie durch konsequentes Kostenmanagement ihre Marktstellung im Handel zu sichern, bzw. auszubauen. Hierbei haben bzw. werden wir folgende Schritte umsetzen:

•Ausbau der Aktivitäten des eigenen Webshop und Aufschaltung weiterer Online-Marktplätze
•Ausbau der Aktivitäten im Fachhandel und in der Gastronomie
•Intensivierung des Bekanntheitsgrades über soziale Medien
•Stärkung der eigenen und exklusiv vertretenen Marken
•Produktinnovationen

Die Preissensibilität der Endverbraucher ist trotz der gestiegenen verfügbaren Einkommen weiterhin ungebrochen und wird durch die Preispolitik des Handels hierbei unterstützt. Um Preise und Wertschöpfung ausbauen zu können, muss unseres Erachtens der Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam mit den Lieferanten und Produzenten andere Wege einschlagen.

Beschaffungsmarkt
Die historisch niedrigere Weinlese in in den wichtigen Weinbauländern, wird teilweise zu höheren Einkaufspreisen führen, die jedoch aufgrund der in Europa schwächeren Nachfrage moderat ausfallen wird.

Absatzmarkt
Die Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel schreitet nach dem Verkauf von Real (Metro Tochter) weiter voran.

Die Situation an den Logistik- und Beschaffungsmärkten sind bekannt und die Schenk GmbH hat sich darauf eingestellt und Maßnahmen ergriffen. Angesichts der aktuellen Krisen (Ukraine, nahen Osten) hoffen wir, dass die angespannte und gefährliche Lage nicht weiter eskaliert und es zu einem Flächenbrand kommt. Sollte dies der Fall sein, ist die wirtschaftliche Erholung in Europa bedroht und weitere Preisturbulenzen an den Rohstoffmärkten zu befürchten.
Um die Nachfrage der Kunden im In- und Ausland zu befriedigen, ist es unbedingt erforderlich, Mengen und Qualitäten sicherzustellen. Hierauf ist die Schenk GmbH gut vorbereitet. Ein nicht unwesentlicher Teil der kontrahierten Mengen wird von verbundenen Unternehmen geliefert. Darüber hinaus setzt die Schenk GmbH auf langjährige und zuverlässige Fremdlieferanten. Bedingt durch die genannten Marktverhältnisse setzt die Schenk GmbH die Umsatzplanung für das Jahr 2024 vorsichtig an und rechnet, vorausgesetzt die weltpolitische und wirtschaftliche Lage entspannt sich, mit einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung.

 

Baden-Baden, 9. Februar 2024


SCHENK GMBH
Baden-Baden

gez. Dirk Schneider

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.675.875,03 1.681.613,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.440,67 28.818,00
II. Sachanlagen 1.453.046,81 1.499.407,81
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.403.206,81 1.456.105,81
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.840,00 43.302,00
III. Finanzanlagen 153.387,55 153.387,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 153.387,55 153.387,55
B. Umlaufvermögen 20.873.662,21 19.612.714,52
I. Vorräte 4.468.393,30 3.516.730,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.973.055,00 14.331.305,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.432.213,91 1.764.678,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.573,56 105.923,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 22.637.110,80 21.400.251,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.547.453,28 6.634.819,41
I. gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 800.452,96 800.452,96
III. Verlustvortrag 165.633,55 32.053,77
IV. Jahresfehlbetrag 87.366,13 133.579,78
B. Rückstellungen 4.668.936,12 4.968.790,31
C. Verbindlichkeiten 11.418.856,40 9.794.777,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.556.450,44 1.492.431,94
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.862.405,96 8.302.345,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.865,00 1.865,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 22.637.110,80 21.400.251,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.018.015,19 4.520.502,34
2. Personalaufwand 2.823.683,34 2.774.347,64
a) Löhne und Gehälter 2.405.849,68 2.232.325,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 417.833,66 542.022,03
davon für Altersversorgung 41.343,83 191.895,11
3. Abschreibungen 104.151,68 188.704,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.130.624,83 1.586.698,72
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung -0,02 -3.771,96
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 12.047,12 12.734,86
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.221,75 6.099,33
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 4.550,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.594,79 132.216,97
davon an verbundene Unternehmen 12.782,38 12.782,38
davon aus Abzinsung 47.064,00 88.679,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -5,61 -24.652,76
9. sonstige Steuern 15.601,16 15.601,16
Jahresfehlbetrag 87.366,13 133.579,78

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Schenk GmbH, Alemannenstraße 33, 76532 Baden-Baden, hat ihren Sitz in Baden-Baden und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB. 200188) eingetragen. Der Jahresabschluss der Schenk GmbH zum 31. Dezember 2023 wird gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Abschlussstichtag der Schenk GmbH ist der 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um die kumulierten Abschreibungen angesetzt. Es erfolgt eine planmäßig lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Die unter dem Posten "Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen" ausgewiesene Software wird linear zwischen drei und sieben Jahren abgeschrieben.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden auf Basis einer Nutzungsdauer von 33 bzw. 50 Jahren angesetzt. Die Abschreibungen bei Mietereinbauten erfolgen über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer der Anlagegegenstände drei bis 11 Jahre.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden ab dem Wirtschaftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

2. Finanzanlagen
Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen im Falle dauernder oder vorübergehender Wertminderungen.

3. Vorräte, geleistete Anzahlungen
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt artikelgenau. Es wird unterstellt, dass die zuletzt eingekauften Handelswaren zuerst verbraucht werden (Lifo-Verfahren).
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer (oder geminderter Verwertbarkeit) ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten aktiviert. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch angemessene pauschale Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sofern erforderlich, werden zusätzlich angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Das Rückdeckungsvermögen wird mit den Anschaffungskosten bzw. nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten angesetzt, die sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag ergeben. Saldierungspflichtiges zweckgebundenes Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB liegt nicht vor.

5. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Festgelder werden zu den Nennwerten bzw. nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten am Bilanzstichtag erfasst.

6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
7. Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und werden mit ihrem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (Methode der laufenden Einmalprämien) auf der Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens der Debeka und unter Verwendung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet worden. Der der Bewertung zu Grunde liegende Zinssatz ist den durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätzen entnommen. Der Rententrend ist mit 1,00 %, der langfristige Gehaltstrend mit 2,00 % berücksichtigt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden gemäß der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt.
Die Jubiläumsrückstellungen sind auf der Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens des Gutachters Wolfgang Moritz und unter Verwendung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet worden.
Die weiteren sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

9. Latente Steuern
Latente Steuern werden, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist, für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der aktivische Überhang der latenten Steuern nicht ausgewiesen.
10. Bewertungseinheiten
Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Zur Beurteilung der Effektivität wird die Critical Term Match Methode verwendet. Die buchhalterische Abbildung der Sicherungsbeziehung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Antizipative Bewertungseinheiten bestehen nicht.

III. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen wird in dem Anla­genspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten die entgeltlich erworbenen EDV-Programme der Gesellschaft sowie Lizenzen.
Das Sachanlagevermögen enthält im Wesentlichen das Verwaltungsgebäude der Gesellschaft.
Die Finanzanlagen werden in der Anteilsbesitzliste am Ende des Anhangs gesondert dargestellt.

2. Weitere Aktivposten
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt nach dem Verbrauchsfolgeverfahren "Lifo". Der Unterschiedsbetrag zur Bewertung zu Anschaffungskosten beläuft sich auf T€ 1.061 (Vorjahr: T€ 970).
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 1.485 (Vorjahr: T€ 1.497) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

3. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:


Stammkapital
Gewinnrück- lage
Jahresüberschuss
Gesamt





Stand 1. Januar 2023
6.000.000,00
800.452,96
-165.633,55
6.634.819,41
Ausschüttung




Einstellung in die Gewinnrücklage




Jahresüberschuss 2023


-87.366,13
-87.366,13
Stand 31. Dezember 2023
6.000.000,00
800.452,96
-252.999,68
6.547.453,28

Stammkapital
Gewinn- rücklage
Jahres-
überschuss
Gesamt





Stand 1. Januar 2022
6.000.000,00
800.452,96
-32.053,77
6.768.399,19
Ausschüttung




Einstellung in die Gewinnrücklage




Jahresüberschuss 2022


-133.579,78
-133.579,78
Stand 31. Dezember 2022
6.000.000,00
800.452,96
-165.633,55
6.634.819,41



 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen des Vertriebs- und Personalbereichs.

6. Verbindlichkeiten
Es bestehen ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 21 (Vorjahr: T€ 33) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 3.391 (Vorjahr: T€ 1.331) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von T€ 252 (Vorjahr: T€ 223), die in Höhe von T€ 171 (Vorjahr: T€ 146) kurzfristig fällig sind.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 535 (Vorjahr: T€ 535) zugunsten Dritter verpfändet und damit nicht frei verfügbar.

8. Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse überwiegend im Inland.

IV. Sonstige Angaben
 
1. Ausschüttungssperre
Der aus der Änderung des Rechnungszinssatzes (über 10 statt 7 Jahre) resultierende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB i. H. v. T€ 21 unterliegt der Ausschüttungssperre

2. Personal
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 41 Mitarbeiter (Vorjahr: 40) (ohne Geschäftsführer und ohne die zu ihrer Ausbildung Beschäftigten).
Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:


31.12.2023

31.12.2022
Angestellte im Vertrieb
18

17
Angestellte in der Administration
16

17
Angestellte im Einkauf
7

6

41

40


3. Gesellschaftsorgan
Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Dirk Schneider, Diplom Betriebswirt, Gaggenau.
Von der Angabe der Bezüge jetziger und eines früheren Mitglieds der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

4. Mutterunternehmen
Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Schenk Holding S. A., Rolle/Schweiz. Sie ist mit der Schenk S.A., Rolle /Schweiz, zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.

5. Verbundene Unternehmen und Anteilsbesitz
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen zu mindestens 20 % direkt und indirekt beteiligt:

6. Verbundene Unternehmen und Anteilsbesitz
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen zu mindestens 20 % direkt und indirekt beteiligt:


Anteil
Eigenkapital

Name, Sitz    
    %    
  Nennwert  
  Gesamt  
 Jahresüberschuss 
Turmkellerei Kehl GmbH, Kehl
100,0
€ 25.564
€ 25.564
€ 0
Domaines Schenk GmbH, Baden-Baden
100,0
€ 25.564
€ 25.564
€ 0
Wein-Direkt-Import WDI GmbH, Baden-Baden
100,0
€ 25.564
€ 25.564
€ 0
IWA Internationale Wein-Agentur GmbH, Baden-Baden
100,0
€ 51.129
€ 51.129
€ 0
WVB Weinvertriebsgesellschaft Baden-Baden mbH,
Baden-Baden
100,0
€ 25.564
€ 39.237
€ 0
Johannes Wilhelm Ahles Sohn gegründet 1714 GmbH, Baden-Baden
100,0
€ 25.564
€ -3.283 
€ -198



Da mit allen Beteiligungsgesellschaften (mit Ausnahme der letztgenannten Gesellschaft) Ergebnisabführungsverträge bestehen, betragen deren Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres jeweils € 0,00.

8. Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 87 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht
Es liegen nach Abschluss des Jahres 2023 keine wesentlichen Vorkommnisse und/oder Ereignisse vor.

 

Baden-Baden, den 9. Februar 2024

gez. Dirk Schneider

Anlagespiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten




01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen
797.309,69
4.035,00
0,00
0,00
801.344,69
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
47.704,67
0,00
0,00
47.704,67

797.309,69
51.739,67
0,00
0,00
849.049,36
II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten
2.372.742,16
0,00
0,00
0,00
2.372.742,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
446.230,84
46.673,68
0,00
0,00
492.904,52

2.818.973,00
46.673,68
0,00
0,00
2.865.646,68
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
153.387,55
0,00
0,00
0,00
153.387,55

153.387,55
0,00
0,00
0,00
153.387,55

3.769.670,24
98.413,35
0,00
0,00
3.868.083,59

Kumulierte Abschreibungen




01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen
768.491,69
11.117,00
0,00
0,00
779.608,69
2. Geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

768.491,69
11.117,00
0,00
0,00
779.608,69
II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten
916.636,35
52.899,00
0,00
0,00
969.535,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
402.928,84
40.135,68
0,00
0,00
443.064,52

1.319.565,19
93.034,68
0,00
0,00
1.412.599,87
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

2.088.056,88
104.151,68
0,00
0,00
2.192.208,56

Buchwerte





31.12.2023
31.12.2022




EUR
EUR



I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen
21.736,00
29



2. Geleistete Anzahlungen
47.704,67
0




69.440,67
29



II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten
1.403.206,81
1.456



2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
49.840,00
43




1.453.046,81
1.499



III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
153.387,55
153




153.387,55
153




1.675.875,03
1.682



sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Schenk GmbH, Baden-Baden:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Schenk GmbH, Baden-Baden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schenk GmbH, Baden-Baden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 15. Februar 2024

ESC Wirtschaftsprüfung GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wolfgang Sälzer
gez. Florian Ludwig
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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