AUTOHAUS LISTLE GMBH

86156 Augsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 7501
Eingetragen
28.11.1978
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Kraftfahrzeugen, deren Instandsetzung, Großhandel mit und Verkauf von Ersatzteilen für Kraftfahrzeuge und einschlägigen Artikeln

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Listle
seit 2.1.2015
Geschäftsführer
Oliver Listle
seit 22.12.2011
Geschäftsführer
Fritz Listle
seit 23.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Oliver Listle
86420 Diedorf-Biburg
32.000 €
50.00%
Andreas Listle
89075 Ulm
32.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUTOHAUS LISTLE GMBH

Stadtbergen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Autohaus Listle GmbH, Augsburg

A.  Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Jahr 2023 wuchs die Weltwirtschaft um 2,7% (Vorjahr: 3%), was nur leicht unter dem langfristigen Trend ist. In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaftsleistung nicht auf diesem Niveau und konnte nur ein Plus von 0,5% verzeichnen. Trotz dem Sinken der im Vorjahr sehr hohen Energiepreise schrumpfte der Energiesektor im Berichtsjahr deutlich. Der private Konsum litt weiterhin unter den hohen Inflationsraten und steigender Zinsen. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflation in der Eurozone bei 5,4%, was weiterhin deutlich über dem Notenbankziel von 2,0% liegt. Die Europäische Zentralbank hat daher auch im Jahr 2023 an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festgehalten und den Leitzins im Laufe des Jahres um weitere 200 Basispunkte auf 4,5% angehoben.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland lag gemäß des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Auch hier dämpften die trotz Rückgängen weiterhin hohen Preise sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen die Konjunktur. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom enormen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Branchensituation
Im Jahr 2023 betrugen die Fahrzeugzulassungen 3,7 Millionen und nahmen somit gegenüber dem Vorjahr um 5,5% zu. Die Neuzulassungen von Pkw betrugen 2,84 Mio und wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 7,3% auf. Hierbei waren 48,5% mit einem alternativen Antrieb ausgestattet, wobei die batteriebetriebenen Pkw um 11,4% zunahmen und Plug-in-Hybride um 51,5% abnahmen. Nahezu ein Drittel der neu zugelassenen Pkw war dem Segment der SUVs zuzuordnen.
Der Marktanteil von Renault mit Dacia betrug im Jahr 2023 gemäß Kraftfahrtbundesamt bei den Neuzulassungen rund 4,8% (VJ: 5,3%) und bei Hyundai 3,7% (VJ: 4,0%). Die vorgenannten Marken weisen damit im Jahr 2023 weiterhin ein stabiles aber gegenüber dem Vorjahr geringeres Niveau auf.
In der Zeit von Januar bis Juni 2024 war gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei Hyundai ein Rückgang an Neuzulassungen von 0,8 % und bei Renault von 13,4% zu verzeichnen, wohingegen ein Anstieg bei Dacia von 9,9 % zu vermerken ist.
Wie in den Vorjahren war auch im Berichtsjahr bei den einzelnen Marken und Händlern ein intensiver Wettbewerb gegeben. Weiterhin stellt die geringe Eigenkapitalausstattung bei vielen Mitbewerbern ein anhaltend großes Problem dar, das sich aufgrund der Corona-Pandemie noch weiter verschärft hat.

Geschäftsverlauf und wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr
Um auf dem Automarkt konkurrenzfähig zu bleiben, wurde im Jahr 2011 das Verkaufssortiment um die Automarke Hyundai ergänzt, wobei sich nunmehr der Vertrieb zu einem deutlich überwiegenden Anteil auf die Marke Hyundai konzentriert. Zudem wurde der Online-Handel ausgeweitet, was sich insbesondere während der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen als positiv erwiesen hat.
Im Geschäftsjahr haben sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um TEUR 19.631 vermindert.
Dieser Umsatzrückgang ist hierbei überwiegend auf niedrigere Pkw-Neuwagenverkäufe zurückzuführen.
Darüberhinausgehende wichtige Ereignisse oder Entwicklungen haben sich im Geschäftsjahr nicht ereignet.
Das Jahresergebnis im Berichtsjahr beträgt TEUR 752 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 220 gemindert. Die Geschäftsleitung bewertet den Geschäftsverlauf vor dem Hintergrund der derzeitigen Marktbedingungen als zufriedenstellend.

B. Lage des Unternehmens
Vermögenslage
AKTIVA


Bilanz zum 31.12.2023
Bilanz zum 31.12.2022
Änderung zum Vorjahr

TEUR
%
TEUR
%
TEUR
%
Immaterielles Anlagevermögen
2,2
0,0
4,6
0,0
-2,4
-52,2
Sachanlagen
3.661,8
11,7
2.542,9
9,4
1.118,9
44,0
Finanzanlagen
100,0
0,3
0,0
0,0
100,0
100,0
Vorräte
18.971,9
60,4
13.470,7
49,5
5.501,2
40,8
Forderungen
3.799,7
12,1
4.498,0
16,5
-698,3
-15,5
Sonstige Vermögensgegenstände
1.575,3
5,0
1.004,7
3,7
570,6
56,8
Flüssige Mittel / Wertpapiere
3.252,5
10,4
5.655,6
20,8
-2.403,1
-42,5
Rechnungsabgrenzungsposten
        28,1
    0,1
14,1
0,1
14,0
99,3
Summe Aktiva
31.391,5
100,0
27.190,6
100,0
4.200,9
15,5


PASSIVA


Bilanz zum 31.12.2023
Bilanz zum 31.12.2022
Änderung zum Vorjahr

TEUR
%
TEUR
%
TEUR
%
Eigenkapital
15.928,2
50,8
15.175,9
55,8
752,3
5,0
Rückstellungen
1.257,4
4,0
973,1
3,6
284,3
29,2
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
12.111,0
38,6
7.209,2
26,5
4.901,8
68,0
Erhaltene Anzahlungen
134,5
0,4
60,1
0,2
74,4
124,0
Lieferantenverbindlichkeiten
663,1
2,1
1.196,3
4,4
-532,2
-44,5
Sonstige Verbindlichkeiten
1.297,3
4,1
2.576,0
9,5
-1.278,7
49,6
Summe Passiva
31.391,5
100,0
27.190,6
100,0
4.200,9
15,5


Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen waren Zugänge in Höhe von TEUR 2.863 zu verzeichnen, welche überwiegend (TEUR 2.585) PKW betreffen. Dem standen planmäßige Abschreibungen von TEUR 817 gegenüber. Die Anlagenabgänge im Berichtsjahr betrugen TEUR 929.
Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.501 erhöht.
Die Forderungen sind um TEUR 698 gesunken und die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 571 gestiegen. Die flüssigen Mittel sind um TEUR 2.403 gesunken.
Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 284 gestiegen. Hierfür ist der Hauptgrund die Erhöhung der Rückstellungen für Leasingverpflichtungen sowie die Bildung von Steuerrückstellungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 4.902 erhöht und die Lieferantenverbindlichkeiten sind um TEUR 532 gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 1.279 gemindert und die erhaltenen Anzahlungen sind  um TEUR 75 gestiegen.
Die Verbindlichkeiten bewegen sich in dem vom Geschäftsverlauf bedingten Rahmen.

Finanzlage


                    2023
                     2022
                     2021
Jahresüberschuss
752.703,73
971.900,57
1.986.362,49
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen
816.671,41
700.864,27
698.368,54
+ Veränderungen der Pensionsrückstellungen
      18.550,69
      19.784,51
      49.219,15
= Cash Flow
1.587.925,83
1.692.549,35
2.733.950,18


Der Cash-Flow hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.693 auf TEUR 1.588 vermindert.
Die erforderliche Liquidität war stets vorhanden. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum 31.12.2023 betrug TEUR 3.253 (VJ: TEUR 5.656) bei erhöhten Bankverbindlichkeiten von TEUR 12.111 (VJ: TEUR 7.209).
Die Fähigkeit, laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gegeben.

Ertragslage
Der Umsatz reduzierte sich von TEUR 74.458 auf TEUR 54.828.
Der Rohertrag lag mit TEUR 9.076 über dem Vorjahreswert von TEUR 8.353. Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 3.921 und lagen damit über dem Wert des Jahres 2022 (TEUR 3.649). Die Abschreibungen sind mit TEUR 817 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 701) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 2.348 auf TEUR 2.710.
Das Jahresergebnis liegt mit TEUR 752 unter dem Vorjahreswert von TEUR 971.
Die Situation der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts war positiv, jedoch durch die derzeitige wirtschaftliche Lage mit Inflation und Zinssteigerung weiterhin beeinträchtigt.
Unternehmenssteuerung anhand nicht-finanzieller Leistungsindikatoren
Neben den zuvor dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren beachten wir im Rahmen der Unternehmenssteuerung grundsätzlich auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Zu diesen zählen die interne Unternehmenskultur, Nachhaltigkeitsgesichtspunkte und ein hohes Qualitätsmanagement bei beispielsweise Wartungsaufträgen, sowie soziale und gesellschaftliche Belange. Unsere Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen und die Mitarbeiterfluktuation ist gering. Gerne bilden wir in unserem Unternehmen aus. Wir können einen Großteil unserer Auszubildenden nach Beendigung der Lehre in eine Festanstellung übernehmen. Zudem kommen wir mit dem Angebot von Teilzeitstellen nicht nur den betrieblichen Anforderungen, sondern auch den Wünschen unserer Mitarbeiter nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach.
Wir können auf einen festen Kundenstamm vertrauen und erhalten durch zufriedene Kunden Weiterempfehlungen unseres Unternehmens.

C.  Risikomanagement und Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft setzt im Wesentlichen Bankkredite, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten und Forderungen als Finanzinstrumente im laufenden Geschäft ein. Im Geschäftsbereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien.
Das bewährte Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft dient dabei der Absicherung gegenüber finanziellen Risiken jeglicher Art. Die Liquiditätsplanung wird laufend und engmaschig von der Gesellschaft erstellt, um alle relevanten Liquiditätszu- und -abflüsse zu steuern.
Damit die Gesellschaft laufend eine hohe Liquidität zur Verfügung hat, hat der ehemalige Gesellschafter dem Unternehmen Darlehen zur Verfügung gestellt. Hierdurch ist der Einkauf auch mit geringerer Fremdfinanzierung möglich.
Weiterhin wird die Geschäftstätigkeit im Rahmen mehrjähriger Ergebnisplanungen erfasst, um Risiken durch Preis- oder Zinsänderungen sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten.
Forderungsausfälle sind Ausnahmefälle. Verbindlichkeiten werden von der Gesellschaft innerhalb der vertraglichen Fristen beglichen.
Eine Standardisierung von Abläufen zum Zwecke der Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagementsystem der Gesellschaft.

D.  Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht).
Wie in den Vorjahren liegt das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft unverändert in drei Sparten, die in einer Gruppe zusammengefasst werden können. Dies ist der nach wie vor äußerst fragile Gebrauchtwagenmarkt, damit verknüpft der unmittelbar darauf einwirkende Bereich der Leasingrückläufer im Verbund mit den Rückgaben aus dem Neuwagen-Finanzierungsbereich. Hinzu kam im Jahr 2020 die Corona-Pandemie. Gleiches trifft auf den Ukrainekrieg zu sowie auf die damit zusammenhängenden Lieferengpässe bei Mikrochips, die Energiekrise und die steigenden Kraftstoffpreise. Durch die steigende Inflation und Zinsen müssen wir von einer Kaufzurückhaltung von Seiten der Kunden in den kommenden Monaten ausgehen und hoffen, dass sich die Situation im Laufe des Jahres 2025 entspannt.

Unsere Branche ist weniger stark von den steigenden Energiekosten betroffen. Wir müssen aber von auch zukünftig höheren Kosten ausgehen und werden versuchen, diese zum Teil weiterzugeben.

Zur Verminderung der o.g. Risiken ist ein funktionierender Gebrauchtwagenmarkt mit einem konstanten und stabilen Preisniveau unabdingbar. Aktuell werden zwar noch hohe Verkaufspreise erzielt, allerdings werden die Preise in den nächsten Monaten fallen, was man aktuell schon beobachten kann. Im Neuwagenbereich sind die Fahrzeugpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen und die Nachlässe der Hersteller wurden zurückgefahren. Dementsprechend können die Verbraucher sich die Fahrzeuge zum Teil nicht mehr leisten und fahren Ihre aktuellen Fahrzeuge weiter. Aktuell ist aber festzustellen, dass die Nachlässe der Hersteller wieder hoch gefahren werden, um die Verkaufsziele zu erreichen.

Wie aus den o.g. Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes ersichtlich, sind die Zulassungszahlen derzeit abnehmend. Dies scheint sich nach derzeitiger Geschäftslage bei uns auch zu bestätigen. Insbesondere aufgrund der starken Kaufzurückhaltung werden wir im Jahr 2024 deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen als in den Jahren vor 2023. Gegenüber 2023 ist mit einem leichten Fahrzeugrückgang zu rechnen. Positiv ist die sehr gute Werkstattauslastung.
Chancen könnten sich im gesamten PKW-Sektor weiterhin durch den wachsenden EU-Binnenmarkt ergeben, dürften sich jedoch überwiegend auf den Gebrauchtwagenmarkt auswirken. Durch Re-importe ist allerdings auch hier mit einem gewissen Preisdruck von außen sowie entsprechender Konkurrenz zu rechnen.

Bestehenden und möglichen Risiken begegnen wir generell mit unseren betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten, unserer aktuellen Liquiditäts- und Investitionsplanung sowie detaillierten monatlichen Reportings. Damit gelingt es uns, frühzeitig gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Durch die ebenfalls weiterbestehenden Schuldenkrisen, verbunden mit einem hohen Zinsniveau, sind Belastungsproben für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Weltwirtschaft für die Zukunft zu befürchten. Sollte hier keine Lösungen gefunden werden, könnte dies einen massiv negativen Effekt auf jeglichen Privatkonsum und die meisten Unternehmensbranchen nach sich ziehen. Aussagen zu möglichen Auswirkungen sind hierzu nicht möglich.

Was die "VW-Abgasaffäre" bzw. die immer noch laufende "Diesel-Affäre" für die Hersteller und die Bereitschaft zur Neuanschaffung von PKWs anbelangt, kann derzeit noch nicht final abgeschätzt werden. Nach anfänglich großen Einbrüchen beim Verkauf von Dieselfahrzeugen erholt sich gemäß Kraftfahrt-Bundesamt seit dem Jahr 2019 der Dieselmarkt. Die weitere Entwicklung hängt auch von den zukünftigen Dieselpreisen ab.

Weiterhin sind keine einheitlichen Lösungen ohne Zuhilfenahme von fossilen Treibstoffen klar und zweifelsfrei erkennbar. Vor diesem Hintergrund bleibt die Einführung der Elektrofahrzeuge, deren weiterhin sehr verhaltene Akzeptanz am Markt sowie die Auswirkung auf unsere Geschäftsentwicklung abzuwarten. Langlebige Batterien, große Reichweiten und ein dichtes Tankstellennetz mit kurzer Ladezeit als wohl erforderliche Akzeptanzvoraussetzungen sind derzeit noch nicht in ausreichendem Maße gegeben. Diese Entwicklung wird weiterhin kritisch zu beobachten sein. Es bleibt abzuwarten, welche Hersteller sich durchsetzen bzw. wie hoch die erzielten Marktanteile sein werden. Hier sind wir aber mit der Marke Hyundai sehr gut aufgestellt, wir haben alle Antriebsarten inklusive Wasserstoff im Portfolio. Aufgrund des steigenden Strompreises wird der Vorteil gegenüber Verbrennern voraussichtlich in Zukunft nicht mehr so attraktiv sein wie aktuell.

Zu den genannten Punkten ist eine abschließende Prognose nicht möglich. Jedoch werden dies die zentralen Punkte für die zukünftige Entwicklung der Branche sein.

Wir rechnen damit, dass es zukünftig zu Geschäftsaufgaben vieler Autohändler und somit zu einer Konzentration in der Branche kommen wird. Dieser Trend wurde durch die Corona-Krise noch beschleunigt. Diesem Bereinigungsprozess versuchen wir entgegenzuwirken, indem wir durch das Anbieten einer breiten Modellpalette des Herstellers in Verbindung mit einer ausreichenden Stückzahl der zum Verkauf bestimmten Modelle eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen.

In diesem schwierigen Umfeld werden wir sowohl die kommenden Geschäftsjahre als auch die mittelfristige Zukunft kritisch betrachten und Rückschlüsse ziehen. Unerlässlich ist hierbei die flexible Reaktion des vertretenen Herstellers auf die jeweiligen vom Markt gestellten Anforderungen an das Vertriebsprodukt. Dies gilt für vielfältige Entwicklungen wie z.B. im Bereich der Abgasreduzierung, der Möglichkeiten zur Treibstoffeinsparung bis hin zum Design und der Werthaltigkeit. Insbesondere die Entscheidung bezüglich der zukünftigen Energieträger wird wichtig für die weitere Unternehmensentwicklung sein.

Die Berichterstattung zu den Chancen und Risiken bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes.

Gemäß unserer Einschätzung wird das Unternehmen aufgrund seiner gesunden Struktur die kommenden Herausforderungen bewältigen können. Vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten der diversen Einflussfaktoren geht die Geschäftsleitung davon aus, in den nächsten Geschäftsjahren trotz leichtem Absatzrückgang gleichbleibende Umsatzzahlen zu erzielen, welche in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen. Es wird mit einem positiven Jahresergebnis unter dem Wert von 2023 gerechnet.

Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2020 konnte um 7,7 % übertroffen werden. Das Ergebnis lag um 6,8 % über der Prognose. Gründe hierfür sind die doch etwas bessere Marge und erfreulicherweise höhere Umsatzzahlen als angenommen.

 

Augsburg den 30. September 2024

Fritz Listle
Geschäftsführer

Oliver Listle
Geschäftsführer

Andreas Listle
Geschäftsführer


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.764.040,74 2.547.490,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.208,00 4.626,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.208,00 4.626,00
II. Sachanlagen 3.661.832,74 2.542.864,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.945,00 35.092,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.628,00 228.048,00
3. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 3.210.330,00 2.241.387,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.929,74 38.337,37
III. Finanzanlagen 100.000,00  
1. sonstige Ausleihungen 100.000,00  
B. Umlaufvermögen 27.599.357,57 24.628.969,64
I. Vorräte 18.971.861,73 13.470.657,53
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.841,89 41.167,09
2. fertige Erzeugnisse und Waren 18.923.019,84 13.429.490,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.374.982,21 5.502.746,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.799.744,59 4.497.978,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.575.237,62 1.004.768,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.252.513,63 5.655.565,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.130,26 14.177,69
Aktiva 31.391.528,57 27.190.637,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.928.158,90 15.175.955,17
I. Gezeichnetes Kapital 64.000,00 64.000,00
II. Gewinnvortrag 15.111.955,17 14.140.054,60
III. Jahresüberschuss 752.203,73 971.900,57
B. Rückstellungen 1.257.453,82 973.051,56
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 468.998,04 450.447,35
2. Steuerrückstellungen 78.004,32  
3. sonstige Rückstellungen 710.451,46 522.604,21
C. Verbindlichkeiten 14.205.915,85 11.041.630,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.110.964,61 7.209.232,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12.110.964,61 7.209.232,33
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 134.576,37 60.096,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 134.576,37 60.096,63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 663.088,68 1.196.299,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 663.088,68 1.196.299,76
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.297.286,19 2.576.002,25
davon aus Steuern 182.741,16 1.644.945,40
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.936,27 5.765,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.297.286,19 2.576.002,25
Passiva 31.391.528,57 27.190.637,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 54.827.954,73 74.458.472,38
2. sonstige betriebliche Erträge 696.438,66 403.447,00
3. Materialaufwand 46.448.715,78 66.509.193,05
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.791.960,78 66.122.598,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 656.755,00 386.594,13
4. Personalaufwand 3.920.959,32 3.649.418,80
a) Löhne und Gehälter 3.317.345,91 3.044.164,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 603.613,41 605.254,15
davon für Altersversorgung 10.314,32 16.575,69
5. Abschreibungen 816.671,41 700.864,27
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 816.671,41 700.864,27
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.710.325,30 2.348.155,78
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 644,63  
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.213,15 1.076,35
davon Erträge aus Abzinsung 5.541,23 611,17
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 540.591,94 180.366,24
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 11.879,00 11.291,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 316.391,60 389.858,29
11. Ergebnis nach Steuern 792.595,82 1.085.139,30
12. sonstige Steuern 40.392,09 113.238,73
13. Jahresüberschuss 752.203,73 971.900,57

Anhang

zum 31. Dezember 2023

Autohaus Listle GmbH
 Kriegshaberstraße 58
 86156 Augsburg

INHALTSVERZEICHNIS

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

III. Angaben zur Bilanz

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB

VI. Sonstige finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

VII. Sonstige Erläuterungs- und Angabepflichten

I.  Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Autohaus Listle GmbH. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in 86156 Augsburg, Kriegshaberstraße 58. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Augsburg unter HRB 7501 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

II.  Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsneben-kosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis jeweils EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Der Ansatz der Handelsware und der sonstigen Vorräte erfolgte gem. § 253 Abs. 4 HGB zu den Anschaffungskosten, dem niedrigeren Marktpreis bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände um 1,0 v.H. ihres Nettobetrages wertberichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den Regelungen nach dem BilMoG durchgeführt. Dem Gutachten liegen für die Bewertung folgende Annahmen zu Grunde:
a) Versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren PUC-Methode b) Sterbetafel Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck c) Zinssatz 1,82 % p.a. (Vj.: 1,78 % p.a.)
d) Fluktuationswahrscheinlichkeiten keine
e) Gehaltstrend nicht gehaltsabhängig f) Rententrend 0,0 % p.a. (Vj.: 0,0 % p.a.)

Zum Abschlussstichtag erfolgte eine Verrechnung der Verpflichtung mit zugunsten dem Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungen.

Der Ausweis der Pensionsrückstellung erfolgt durch Saldierung von Deckungsvermögen wie folgt:


2023
          2022
Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB
664.567,00
645.604,00
./. Zeitwert Deckungsvermögen § 246 Abs. 2 HGB
195.568,96
195.156,6

468.998,04
450.447,35


Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten. Das Deckungsvermögen ist in Form eines Festgeldes angelegt.

Die Versorgungszusage ist nicht von der Bilanzierungsänderung gem. IDW RH FAB 1.021 betroffen, da die Auszahlungsoption des Festgeldes nicht der Auszahlungsoption der Zusage entspricht.

Der Rechnungszins entspricht dem durchschnittlichen Marktzins der letzten 10 Geschäftsjahre.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (1,74 %, Vj: 1,44 %)  beträgt EUR 7.471. Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Steuerrückstellungen bestehen für erwartete Steuernachzahlungen (Körperschaft-steuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) für das Jahr 2023.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III.  Angaben zur Bilanz

Die Darstellungund Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus der Anlage zum Anhang. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich ebenfalls aus der Anlage (§ 268 II HGB).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten (Kautionen) in Höhe von EUR 10.000,00 (Vj: EUR 10.000,00) mit einer Restlaufzeit über einem Jahr. Diese bestehen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:


31.12.2023
TEUR

31.12.2022
TEUR
Leasingverpflichtungen
287

81
Personalkosten
240

240
Aufbewahrungsverpflichtungen
8

8
Urlaub
71

81
Gewährleistungen
37

31
Abschluss- und Prüfungskosten
52

52
Ausstehende Rechnungen
0

30
Sonstige Rückstellungen
16

0

711

523


Verbindlichkeitenspiegel


Stand:
Restlaufzeiten:

31.12.2023
bis 1 Jahr
mehr als 1 Jahr
davon mehr
als 5 Jahre

EUR
EUR
EUR
EUR
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
12.110.964,61
(7.209.232,33)
12.110.964,61
(7.209.232,33)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Erhaltene
Anzahlungen auf
Bestellungen
134.576,37
(60.096,63)
134.576,37
(60.096,63)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
663.088,68
(1.196.299,76)
663.088,68
(1.196.299,76)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Sonstige
Verbindlichkeiten
1.297.286,19
(2.576.002,25)
1.297.286,19
(2.576.002,25)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)

14.205.915,85
(11.041.630,97)
14.205.915,85
(11.041.630,97)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)


In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen / Eigentumsvorbehalte weitgehend abgesichert.

IV.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens betragen TEUR 172 (Vj.: TEUR 176). Die Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens betragen TEUR 123 (Vj: TEUR 7). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 26 (Vj.: TEUR 28). Versicherungsentschädigungen betragen im Berichtsjahr TEUR 49 (Vj.: TEUR 8). Die Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen betragen TEUR 0 (Vj.: TEUR 10)

Forderungsverluste bestehen in Höhe von TEUR 31 (Vj.: TEUR 45). Die Zuführung zu den Einzelwertberichtigungen beträgt TEUR 18 (Vj.: TEUR 0).

Die sonstigen Zinsen und Erträge enthalten Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 5.541,23 (Vj.: EUR 611,17).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 11.879,00 (i.Vj.: EUR 11.291,00). Davon entfallen auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen EUR 11.879,00 (i.Vj.: EUR 11.291,00).

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen für Lagerwagenhilfen in Höhe von EUR 363.051,77 (VJ.: EUR 96.547,10). Die Lagerwagenhilfe ist in gleicher Höhe in den sonstigen Erträgen erfasst.

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märken gem. § 285 Nr. 4 HGB erfolgt nicht, da sich diese untereinander nicht erheblich unterscheiden und somit mit dieser Angabe kein Hinweis auf mögliche Ergebnisrisiken geliefert werden könnte.

V.  Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB

Am Bilanzstichtag haben keine derartigen Haftungsverhältnisse bestanden.

VI.  Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Mehrjährige Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für die zum 31.12.2023 bestehenden Verträge verteilen sich wie folgt:

Fälligkeit in 2024: TEUR 524 Gesamt in TEUR 532
Weiterhin bestehen Rücknahmeverpflichtungen von PKW mit einem Volumen von TEUR 1.317,23 (i.Vj.: TEUR 368,60). Diese beziehen sich auf einen Zeitraum von bis zu 60 Monaten.

Neue Leasingverträge wurden überwiegend im Bereich Fahrzeugleasing abgeschlossen. Durch die bestehenden Leasingverträge ist ein unkomplizierter und zeitsparender Austausch der Leasinggegenstände möglich. Bedeutende Risiken aus den getätigten Leasinggeschäften liegen nicht vor.

VII.  Sonstige Erläuterungs- und Angabepflichten

Gesamthonorar Abschlussprüfer
Das Gesamthonorar für die Abschlussprüfung der Gesellschaft beträgt im Wirtschaftsjahr TEUR 18 (Vj.: TEUR 17) (§ 285 Nr. 17a HGB).

Arbeitnehmer
Im Jahresdurchschnitt 2023 sind durchschnittlich 61 (i.Vj.: 57) Mitarbeiter ohne Auszubildende beschäftigt worden (§ 285 Nr. 7 HGB).

Davon entfallen auf:


2023
2022
Angestellte
33
31
Arbeiter
28
26



Geschäftsführung
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Fritz Listle, Kfz-Betriebswirt, Herr Oliver Listle, Kfz-Betriebswirt und Herr Andreas Listle, Kfz-Betriebswirt.

Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss 2023 von EUR 752.203,73 in den Gewinnvortrag einzustellen und diesen in Höhe von EUR 15.864.158,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Augsburg, den 30. September 2024

Fritz Listle
Geschäftsführer

Oliver Listle
Geschäftsführer

Andreas Listle
Geschäftsführer


Autohaus Listle GmbH
Kriegshaberstr. 58
86156 Augsburg
Mandant 1000

Anlagespiegel

Wirtschaftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bilpos Konto
Bezeichnung
Anschaffungskosten / Herstellungskosten



Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I.
Immatrielle Vermögensgegenstände





1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
27
EDV-Software
62.508,17
0,00
0,00

62.508,17
Summe
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
62.508,17
0,00
0,00

62.508,17
Summe
Immatrielle Vermögensgegenstände
62.508,17
0,00
0,00

62.508,17
II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
160
Bauten auf fremden Grundstücken
59.374,77
0,00
0,00

59.374,77
176
Außenanlagen
17.904,86
0,00
0,00

17.904,86
Summe
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
77.279,63
0,00
0,00

77.279,63
2.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung



300
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
269.115,80
17.825,14
0,00
1.082,00
288.022,94
310
Technische Anlagen / Außenwerbung
61.271,36
61.010,66
0,00

122.282,02
321
Vorführwagen (Pkw)
2.163.821,15
2.026.062,44
1.183.719,42
0,00
3.006.164,17
322
Eigene Vermietfahrzeuge (Pkw)
1.401.926,36
558.800,90
365.387,21
0,00
1.595.340,05
380
Sonstige Transportmittel
198.951,79
929,85
0,00

199.881,64
400
Betriebsausstattung
9.407,02
8.128,03
0,00

17.535,05
420
Büroeinrichtung
187.336,81
66.830,77
0,00
9.290,50
263.458,08
440
Maschinen und maschinelle Anlagen
344.209,26
89.574,56
0,00

433.783,82
450
Einbauten
162.256,60
0,00
0,00

162.256,60
480
Geringwertige Wirtschaftsgüter
0,00
15.416,56
15.416,56

0,00
Summe
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.798.296,15
2.844.578,91
1.564.523,19
10.372,50
6.088.724,37
3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau




290
Technische Anlagen und Maschinen im Bau
17.964,87
17.964,87
0,00

35.929,74
499
Anzahlungen auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
20.372,50
0,00
10.000,00
-10.372,50
0,00
Summe
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
38.337,37
17.964,87
10.000,00
-10.372,50
35.929,74
Summe
Sachanlagen
4.913.913,15
2.862.543,78
1.574.523,19
0,00
6.201.933,74
III.
Finanzanlagen





1.
Sonstige Ausleihungen





540
Übrige Sonstige Ausleihungen
0,00
100.000,00
0,00
0,00
100.000,00
Summe
Sonstige Ausleihungen
0,00
100.000,00
0,00

100.000,00
Summe
Finanzanlagen
0,00
100.000,00
0,00

100.000,00
SUMME
ANLAGEVERMÖGEN
4.976.421,32
2.962.543,78
1.574.523,19
0,00
6.364.441,91
Bilpos Konto
Bezeichnung
Abschreibungen





Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I.
Immatrielle Vermögensgegenstände





1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
27
EDV-Software
57.882,17
2.418,00
0,00

60.300,17
Summe
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
57.882,17
2.418,00
0,00

60.300,17
Summe
Immatrielle Vermögensgegenstände
57.882,17
2.418,00
0,00

60.300,17
II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
160
Bauten auf fremden Grundstücken
31.306,77
12.954,00
0,00

44.260,77
176
Außenanlagen
10.880,86
1.193,00
0,00

12.073,86
Summe
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
42.187,63
14.147,00
0,00

56.334,63
2.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung



300
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
188.427,80
26.567,14
0,00

214.994,94
310
Technische Anlagen / Außenwerbung
50.241,36
8.439,66
0,00

58.681,02
321
Vorführwagen (Pkw)
672.191,15
438.125,44
446.190,42
0,00
664.126,17
322
Eigene Vermietfahrzeuge (Pkw)
652.169,36
258.472,90
183.594,21
0,00
727.048,05
380
Sonstige Transportmittel
148.359,79
16.295,85
0,00

164.655,64
400
Betriebsausstattung
6.907,02
1.401,03
0,00

8.308,05
420
Büroeinrichtung
162.097,81
12.759,27
0,00

174.857,08
440
Maschinen und maschinelle Anlagen
292.287,26
20.750,56
0,00

313.037,82
450
Einbauten
156.179,60
1.878,00
0,00

158.057,60
480
Geringwertige Wirtschaftsgüter
0,00
15.416,56
15.416,56

0,00
Summe
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.328.861,15
800.106,41
645.201,19

2.483.766,37
3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau




290
Technische Anlagen und Maschinen im Bau
0,00
0,00
0,00

0,00
499
Anzahlungen auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
0,00
0,00
0,00

0,00
Summe
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00

0,00
Summe
Sachanlagen
2.371.048,78
814.253,41
645.201,19
0,00
2.540.101,00
III.
Finanzanlagen





1.
Sonstige Ausleihungen





540
Übrige Sonstige Ausleihungen





Summe
Sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00

0,00
Summe
Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00

0,00


0,00
0,00
0,00

0,00
SUMME
ANLAGEVERMÖGEN
2.428.930,95
816.671,41
645.201,19

2.600.401,17
Bilpos Konto
Bezeichnung
Buchwerte






Zuschreibung Wirtschaftsjahr
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022

I.
Immatrielle Vermögensgegenstände





1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
27
EDV-Software

2.208,00
4.626,00


Summe
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.208,00
4.626,00


Summe
Immatrielle Vermögensgegenstände

2.208,00
4.626,00


II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
160
Bauten auf fremden Grundstücken

15.114,00
28.068,00


176
Außenanlagen

5.831,00
7.024,00


Summe
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
20.945,00
35.092,00


2.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung



300
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
73.028,00
80.688,00


310
Technische Anlagen / Außenwerbung

63.601,00
11.030,00


321
Vorführwagen (Pkw)

2.342.038,00
1.491.630,00


322
Eigene Vermietfahrzeuge (Pkw)

868.292,00
749.757,00


380
Sonstige Transportmittel

35.226,00
50.592,00


400
Betriebsausstattung

9.227,00
2.500,00


420
Büroeinrichtung

88.601,00
25.239,00


440
Maschinen und maschinelle Anlagen
120.746,00
51.922,00


450
Einbauten

4.199,00
6.077,00


480
Geringwertige Wirtschaftsgüter

0,00
0,00


Summe
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.604.958,00
2.469.435,00


3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau




290
Technische Anlagen und Maschinen im Bau
35.929,74
17.964,87


499
Anzahlungen auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung
0,00
20.372,50


Summe
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
35.929,74
38.337,37


Summe
Sachanlagen

3.661.832,74
2.542.864,37


III.
Finanzanlagen





1.
Sonstige Ausleihungen





540
Übrige Sonstige Ausleihungen

100.000,00
0,00


Summe
Sonstige Ausleihungen

100.000,00
0,00


Summe
Finanzanlagen

100.000,00
0,00


SUMME
ANLAGEVERMÖGEN

3.764.040,74
2.547.490,37


sonstige Berichtsbestandteile


 

gez. Fritz Listle
Geschäftsführer

gez. Oliver Listle
Geschäftsführer

gez. Andreas Listle
Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Autohaus Listle GmbH
Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Autohaus Listle GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der  Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Autohaus Listle GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifiziere und beurteile ich die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Neusäß, den 30. September 2024

Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger
Wirtschaftsprüfer


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