Alpha RFR GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Bruggner seit 5.2.2024 | Vorstandsmitglied |
Guntram Wildermuth-Reißer seit 9.7.2021 | Vorsitzender des Vorstands |
Marco Hodapp seit 9.7.2021 | Prokura |
Thomas Frommer seit 12.3.2014 | Prokura |
Gino Rocchi seit 12.3.2014 | Prokura |
Robert Färber seit 6.3.2013 | Prokura |
Thomas Reimann seit 6.3.2013 | Prokura |
Bernd Heyder seit 6.3.2013 | Prokura |
Christoph Balzer seit 6.3.2013 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REISSER AGBöblingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die REISSER AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der REISSER AG, Böblingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REISSER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 4 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 24. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Sieder, Wirtschaftsprüfer Mutschler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den Sondervorschriften des AktG sowie nach den einschlägigen Vorschriften der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma REISSER AG mit Sitz in Böblingen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 246104 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Es waren unverändert zum Vorjahr die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird im Ablauf des Zugangsjahres unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für Gegenstände in den Ausstellungsräumen sind Festwerte gebildet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Der Abwertungsbedarf wird ausgehend vom durchschnittlichen Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Lagerkosten zusätzlich der anteiligen Kosten, die nach dem Bilanzstichtag anfallen werden, ermittelt. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Bestände mit einem erhöhten Verkaufsrisiko wurden gesondert abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Verfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde zum 31. Dezember 2023 pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Rentenanpassungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) p. a. berücksichtigt. Gehaltsanpassungen und die Fluktuation sind nicht berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2023 entstandene Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde im Jahr 2023 im Zinsaufwand berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden mit Hilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens berechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % (Vj. 1,44 %) verwendet. Bei der Ermittlung wurde ein Fluktuationssatz von 6,5 % (Vj. 6,50 %) berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Für entgeltlich erworbene Software wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 14 bis 33 Jahre und von anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre. Wir sind mit 50 % (= 25.000,00 EUR) am Stammkapital der Alpha RFR GmbH, Böblingen, beteiligt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von EUR 54.760,43 und einen Jahresüberschuss von EUR 1.664,52 aus. Der restliche Anteilsbesitz wird aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht aufgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 47.275 (Vj. TEUR 56.083), Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 850 (Vj. TEUR 500). Sonstige Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 39.337 (Vj. TEUR 38.107). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Rückstellungen für Pensionen. Die Abweichungen aufgrund temporärer Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz führen zu einem Überhang aktiver latenter Steuern. In Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von rund 29 % zugrunde gelegt. Eigenkapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 26.150.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wurden TEUR 1.833 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 114 und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, Jubiläumszuwendungen, Vertriebsrisiken, ausstehende Rechnungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine Sicherheiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Unsere Umsätze als Großhändler entfallen fast ausschließlich auf die Bereiche Sanitär, Heizung und Installation. Der Auslandsanteil unserer Umsätze ist unerheblich.
Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 140 (Vj. TEUR 233) sowie um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.278 (Vj. TEUR 385). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Warenverkaufskosten in Höhe von TEUR 17.845 (Vj. TEUR 18.821), allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 12.889 (Vj. TEUR 10.777), Haus- und Grundstücksaufwendungen in Höhe von TEUR 13.365 (Vj. TEUR 8.198) sowie Kraftfahrzeugkosten in Höhe von TEUR 3.641 (Vj. TEUR 3.726) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Reisser AG ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Diese Gesetze sind für die Reisser AG nicht relevant, da die Voraussetzungen für deren Anwendung nicht gegeben sind. Gewinnverwendung Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.833 eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 785 vorzunehmen. Der verbleibende Bilanzgewinn wird in voller Höhe vorgetragen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.644 für Gebäudemieten sowie TEUR 2.109 für Maschinenmieten und Fahrzeugleasing. Die Verträge haben Mindestvertragslaufzeiten von 2024 bis 2031. Aufsichtsrat
Vorstand
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 135. Gesamtbezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.751. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Angabe zum Honorar der Abschlussprüfer Für Abschlussprüfungsleistungen wurden in 2023 TEUR 102 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 40 in Rechnung gestellt. Nachtragsbericht Die REISSER AG geht aus heutiger Sicht davon aus, dass der Russland-Ukraine- Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft haben wird. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Lagebericht. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, haben sich nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 nicht ergeben.
Böblingen, 21. Juni 2024 Der Vorstand Guntram Wildermuth-Reißer Alexander Bruggner Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 20231 Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur Die REISSER AG ist einer der führenden Fachhändler für Badausstattung, Installations- und Heiztechnik mit derzeit 57 Standorten, hauptsächlich vertreten im Südwesten Deutschlands und den neuen Bundesländern. Als familiengeführtes Unternehmen blickt die REISSER AG auf eine bereits 150-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Als Partner von Industrie- und Handwerksbetrieben für Sanitär, Heizung & Lüftung und Rohrsysteme bietet die REISSER AG Lösungen/Produkte für eine individuelle, moderne und komfortable Badausstattung. Um dem Anspruch als qualifizierter Partner gerecht zu werden, bieten wir durch zahlreiche Logistik- und Vertriebsniederlassungen, Ausstellungsflächen und Abholmärkte eine überregionale Verfügbarkeit für die Fachhandwerker. Nebst einer umfangreichen Produktvielfalt von Markenherstellern, ist REISSER selbst eine Marke. Diese werden in den Ausstellungsräumen der Gesellschaft nicht nur für den Fachkunden selbst, sondern auch für dessen Endkunden ausgestellt. Der im dreistufigen Vertriebsweg agierende Großhändler REISSER, bezieht Produkte direkt von den Herstellern und verkauft diese entsprechend den Kundenbedürfnissen in Menge und Verwendungsdatum an den Fachhandwerkerkunden weiter. 1.1 Internes Steuerungssystem Die Steuerung der REISSER AG erfolgt auf Basis eines umfassenden Berichtswesens und beinhaltet alle Abteilungen und Tätigkeiten. Schwerpunkt ist dabei eine detaillierte Jahresplanung, welche auf Monatsebene erstellt und berichtet wird. Den aktuellen Entwicklungen werden die Planzahlen gegenübergestellt. Abweichungen und deren Ursachen werden analysiert, so dass notwendige Maßnahmen zum Gegensteuern definiert und ergriffen werden können. Neben den finanziellen Größen umfassen diese Berichte operative Kennzahlen, die zur Feinsteuerung der einzelnen Abteilungen und Prozesse für wesentliche kürzere Zeitabschnitte verwendet werden. 1.2 Finanzielle Steuerungsgrößen Das Augenmerk der Unternehmung liegt auf dem Erreichen der geplanten Umsatz- und Ergebnisziele (EBIT/EBITDA) sowie der Steuerung der Investitionen und des Cashflows. Hierzu werden Statusberichte und -meldungen für den Vorstand und die einzelnen Bereiche erstellt. Darüber hinaus werden ebenso die Auftragsentwicklung sowie die Bestandsgröße als wichtige Kennzahl zur Steuerung zu Grunde gelegt. 2 Wirtschaftsbericht Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer überdurchschnittlich hohen Inflation in der deutschen Wirtschaftszone sowie dem damit einhergehenden raschen Anstieg des EZB-Refinanzierungszinssatzes von 2,5% auf 4,5%. Diese Entwicklungen hatten weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Wirtschaftssektoren, insbesondere die Immobilien- und Baubranche, die einen signifikanten Rückgang verzeichnete. Der Anstieg der Refinanzierungszinsen führte zu höheren Fremdfinanzierungskosten, was viele Bauprojekte verzögerte oder angedachte Investitionen zum Erliegen brachte. Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien sank, da potenzielle Käufer und Investoren angesichts der gestiegenen Finanzierungskosten zurückhaltender wurden. Die Bauindustrie kämpfte zusätzlich mit steigenden Materialkosten und Arbeitskräftemangel, was die Bauaktivitäten weiter beeinträchtigte. Die unklaren Förderungsrichtlinien und Änderungen in den Förderprogrammen des Bundes für Bauprojekte schufen Unsicherheit bei Investoren und Bauherren. Verzögerungen bei der Genehmigung und Auszahlung von Fördermitteln führten zu finanziellen Engpässen und Projektverzögerungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2023 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 2,8 %, was einen weiteren Rückgang im Vergleich zu den 3,2 % im Jahr 2022 bedeutet. In Deutschland wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich um 0,3 % schrumpfen. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg 2023 um 6,4 %. Trotz eines Rückgangs im Vergleich zu den 8,1 % im Jahr 2022 bleibt die Inflation auf einem hohen Niveau, insbesondere bei Energie- und Nahrungsmittelpreisen, die weiterhin signifikante Zuwächse verzeichnen. Wie schon im Vorjahr ist die Zahl der Baugenehmigungen für den Wohnungsbau in Deutschland stark zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um über 26,6 % und lag damit auf dem Niveau von 2012. Einen Zuwachs verzeichnet die REISSER AG im Geschäftsjahr 2023 erneut im Sortimentsbereich Heizung, der Umsatzanteil stieg hier auf 36,8%. Dieser Anstieg lässt sich auf die noch bestehenden förderlichen Anreize im ersten Halbjahr 2023 zurückführen, welcher aber in der 2. Jahreshälfte durch die von der Bundesregierung vollzogene Haushaltssperre wegfiel. Dieser Erfolg ist vor allem auf die erfolgreiche Transformation der REISSR AG von einem Sanitär Großhändler hin zu einem Haustechnik Großhändler zurückzuführen. Im Bereich Sanitär hingegen fiel der Umsatz, was zu weitreichenden Maßnahmen wie Kurzarbeit und sogar Entlassungen auf Seiten der Lieferanten führte. Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie gewinnen auch in der SHK-Branche zunehmend an Bedeutung. Als zukunftsorientiertes Unternehmen sieht sich die REISSER AG in der Verantwortung, Geschäftsprozesse hinsichtlich der Nachhaltigkeit zu optimieren und damit einen Beitrag zum Erhalt und Schutz des Ökosystems zu leisten. Auf Seiten der Fachkundschaft war im Geschäftsjahr 2023 ein kleiner werdender Auftragsüberhang zu verzeichnen. Seitens der Handwerker besteht allerdings weiterhin ein Montageengpass, der auch auf Nachwuchsprobleme und den Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Qualifizierte Mitarbeiter sind nicht nur bei den Handwerkern zu einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren geworden. 2.1 Geschäftsverlauf Aufgrund einer hohen Nachfrage im ersten Quartal nach Wärmepumpen, sowie nachhaltiger Haustechnik wurde sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Mit zunehmender Zeit, wurden jedoch die äußeren Rahmenbedingungen schlechter. Im zweiten Quartal entschied sich der Vorstand aufgrund der nicht absehbaren Verbesserung der Rahmenbedingen, sowie der allgemeinen Verunsicherung der Endverbraucher, die Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2023 herabzusenken. Gleichermaßen wurden Kostenreduktionsmaßnahmen eingeleitet, um die Ertragssituation sicherzustellen. Weitere Umsatzeinbußen ergaben sich durch die Implementierung des ERP-Systems und die daraus resultierenden Schulungsaufwendungen für alle Beschäftigten sowie durch Betriebsschließungen während der Migration. Aufgrund von Preissteigerungen konnte jedoch ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresumsatz um 3.652 TEUR verzeichnet werden. Die im Jahr 2023 erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 608.739 TEUR (Vj. 605.087 TEUR) lagen dabei deutlich unter der Prognose des Vorjahres. Die Handelsspanne entwickelte sich negativ auf 26,0 % (Vj. 27,2 %). Diese Reduzierung ist vor allem auf den stark umkämpften Markt im zweiten Halbjahr zurückzuführen. Das EBITDA in Höhe von 15.604 TEUR (Vj. 28.905 TEUR) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, was vor allem auf den nicht erreichten Umsatzplan und den damit verbundenen fehlenden Rohertrag zurückzuführen ist. Das EBIT sank um 13.261 TEUR auf 8.693 TEUR (Vj. 21.954 TEUR) und hat somit die Prognose des Vorjahres verfehlt. Insbesondere unter Berücksichtigung unseres Konjunktur- und Marktumfeldes halten wir den Geschäftsverlauf für befriedigend. Personelle Veränderungen: Seit dem 01.10.2023 ist der neue Aufsichtsratsvorsitzende Herr Marten Hasselblatt, er übernimmt das Aufsichtsratsmandat von Herrn Gianclaudio Sena, welcher zum 30.09.2023 das Aufsichtsratsmandat auf eigenen Wunsch hin niederlegte. Im Vorstand wurde zum 01.12.2023 Herr Alexander Bruggner in den Vorstand der Reisser AG berufen, in sein Ressort fällt das Supply-Chain-Management mit den Bereichen: Einkauf und Produktmanagement, Logistik und IT. Frau Patricia Montalti trat auf eigenen Wunsch hin zum 30.11.2023 aus dem Vorstand der REISSER AG aus. 2.2 Investitionen Die REISSER AG hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 9.865 TEUR getätigt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Anschaffungen in den Bereichen Gebäude, Fuhrpark, Betriebsausstattung und EDV sowie Investitionen in ein neues ERP-System. Die Investitionen werden überwiegend durch Eigenmittel aus dem Cashflow sowie Bankdarlehen finanziert. 2.3 Vermögenslage Die Vermögensstruktur wurde im Geschäftsjahr 2023 überwiegend durch den Abbau der Vorräte um 9.079 TEUR auf 106.879 TEUR, sowie dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8.808 TEUR auf 47.275 TEUR aufgrund eines verbesserten Forderungsmanagements geprägt. Die Kapitalstruktur ist im Wesentlichen durch die Minderung des Eigenkapitals in Höhe von 5.895 TEUR aufgrund des geringeren Bilanzgewinns und einer Dividendenausschüttung von TEUR 9.560 sowie durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.599 TEUR bestimmt. Die Finanzsituation bei der REISSER AG war im Geschäftsjahr 2023 gesichert durch einen hohen Eigenkapitalanteil. Ausreichende liquide Mittel wurden durch die von den Hausbanken zur Verfügung gestellten Betriebsmittelkredite sowie durch ein optimiertes Cashflow-Management sichergestellt. 2.4 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Nachhaltigkeit Für die REISSER AG ist die Sicherstellung der Nachhaltigkeit ihres Geschäftsmodells eine zentrale strategische Aufgabe. Dies umfasst neben dem angestrebten wirtschaftlichen Erfolg auch verantwortungsbewusstes Handeln als Arbeitgeber, als gesetzestreues Mitglied der Gesellschaft und als verlässlicher Partner unserer Kunden und Lieferanten. 2.4.1 Innovation Wichtig für die REISSER AG ist die aktive Einbindung unserer bestehenden Mitarbeiter, aber auch der Einsatz neuer Mitarbeiter, um Geschäftsprozesse zu verbessern und deren Komplexität zu reduzieren. Innovation, neue Geschäftsfelder und neue Technologien sind ein wichtiger Baustein der strategischen Weiterentwicklung. Mitarbeitende haben jederzeit die Möglichkeit, Vorschläge zur Optimierung von Prozessen oder innovative Ideen einzureichen. 2.4.2 Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt bei 459 Arbeitern, 1.249 Angestellten und 181 Auszubildenden und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 23 Mitarbeiter verringert. Die Personalkosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR 91.550 auf TEUR 93.527 erhöht. Um ständig den sich wechselnden Anforderungen eines dynamischen Markts und politischen Situationen gerecht zu werden und den Kunden und dessen Bedürfnisse optimal betreuen zu können, fand im Geschäftsjahr 2023 u.a. eine Neuausrichtung des Vertriebs statt und der personelle Aufbau strategisch wichtiger Abteilungen. Die Ausbildung der Mitarbeiter hat bei der REISSER AG auch weiterhin einen hohen Stellenwert. Unternehmensweit werden an unseren Standorten durchschnittlich 70 Auszubildende pro Jahr eingestellt. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden Studenten der Dualen Hochschule ausgebildet. Die Ausbildungsquote von mehr als 10 % bezogen auf die Gesamtarbeitnehmer im Unternehmen, liegt weit über dem nationalen Durchschnitt. 3 Prognosebericht Dieser Bericht enthält Aussagen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs (z.B. gesetzliche & politische Rahmenbedingungen) der REISSER AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg und die Ergebnisse. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Geschäftsplänen, Zielen, Schätzungen und Prognosen und berücksichtigen Erkenntnisse nur bis einschließlich des Datums der Erstellung dieses Berichts. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Aussagen abweichen. 3.1 Chancen Mit steigenden Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bietet der Markt für grüne und energieeffiziente Gebäude enorme Chancen. Dies umfasst sowohl Neubauten als auch die energetische Sanierung bestehender Gebäude. Förderprogramme und steuerliche Anreize können die Investitionen in nachhaltige Baulösungen weiter stimulieren. Diesen Trend wird die REISSER AG durch ein angepasstes Produktportfolio sowie Schulungen der Mitarbeiter begleiten. Die geringe Sanierungsquote in Deutschland bietet erhebliche Wachstumschancen für Bauunternehmen und Investoren. Viele Bestandsgebäude sind energetisch veraltet und entsprechen nicht den aktuellen Standards für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Sanierung dieser Gebäude stellt eine enorme Marktchance dar. Die Bundesregierung sowie Landesregierungen bieten verschiedene Förderprogramme zur Unterstützung des Wohnungsbaus an. Dies umfasst finanzielle Anreize für den Bau von Sozialwohnungen, Zuschüsse für energetische Sanierungen und Förderungen für innovative Bauprojekte. In vielen deutschen Großstädten herrscht ein akuter Wohnraummangel, der die Preise in die Höhe treibt und die Nachfrage nach neuen Wohnungen ankurbelt. Entwickler und Investoren können von dieser Nachfrage profitieren, indem sie neue Wohnprojekte in diesen stark nachgefragten Regionen realisieren. REISSER geht intensiv auf den dynamischen Markt ein und steht ständig im direkten Kontakt mit unseren Kunden. Durch die Neuausrichtung unseres Vertriebs und der Ausstellungsräumlichkeiten, nicht nur personell, sondern auch konzeptionell, werden wir die verschiedensten Kundenwünsche und deren Anforderungen an uns als zuverlässiger Partner auch in der Zukunft bedienen können. Durch ständige Prüfung und Optimierung unserer Prozesse möchten wir jederzeit sicherstellen, sowohl in Richtung Kunde als auch gegenüber den Herstellern ein starker und verlässlicher Geschäftspartner zu sein. Die zunehmende Wichtigkeit der Digitalisierung und der Vereinfachung von Prozessen wird unsere Effizienz und Effektivität voranbringen. Ein neues ERP- System, das zum Jahreswechsel 2023/2024 eingeführt wurde, wird zudem die Prozesse standardisieren und optimieren. Das neue ERP-System wird auch zu einer transparenteren Organisationsstruktur beitragen. Die Transformation zu einem Haustechnik-Großhändler bietet der REISSER AG die Chance, ihre Marktposition weiter auszubauen. Ein erweitertes Produktportfolio trägt durch Risikodiversifizierung zur Minimierung des unternehmerischen Risikos bei. Unser Auftreten in den Sozialen aber auch Print Medien ist nicht nur zeitgemäß, sondern ein zentraler Bestandteil unserer zukünftigen Kommunikationsstrategie. Obwohl als Großhändler unser Kunde das Fachhandwerk ist, stehen wir diesem als zuverlässiger Partner und Unterstützer, auch bei der Betreuung und Information des Endkunden zur Seite. Die REISSER AG ist als traditionsträchtiges mittelständisches Familienunternehmen bekannt. Diese familiäre Bindung pflegen wir auch zu unseren Kunden. So erhalten wir auch weiterhin unmittelbar die neusten Anforderungen und Trends aus dem Markt. Um nicht nur auf Trends zu reagieren, sondern auch diese als Treiber einsetzen zu können, hat sich die Unternehmung auch in diesem strategisch wichtigen Bereich personell und konzeptionell verstärkt. All dies ist nur mit dem qualifizierten Personal der REISSER AG möglich. Trotz des Fachkräftemangels steht REISSER als attraktiver, moderner, aber traditionsbewusster Arbeitgeber für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 3.2 Risiken REISSER hat ein Risikomanagement installiert, welches alle wichtigen externen und internen Risiken erfasst, analysiert und bewertet. 3.2.1 Externe Risiken Das Risiko von Cyberangriffen besteht stetig. Diese wurden durch den russischen Angriff auf die Ukraine verstärkt. Daher sind technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sowie die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für den sorgsamen Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen und dem E-Mailverkehr zentrale Themen im Arbeitsalltag. Mit Blick auf die aktuelle Sicherheitssituation und unseren Schutzmaßnahmen ist dieses Risiko als mittel einzuschätzen. Änderungen oder Kürzungen bei staatlichen Fördermitteln und Subventionen können die Finanzierung von Bauprojekten beeinflussen. Dies betrifft insbesondere Projekte im sozialen Wohnungsbau oder bei der energetischen Sanierung, die stark von öffentlichen Förderprogrammen abhängig sind. Hierbei ist das Risiko als mittel zu bewerten. Um Risiken durch Änderungen oder Kürzungen staatlicher Fördermittel zu mindern, diversifizieren wir unser Produktportfolio, um weniger abhängig von subventionierten Produkten zu sein. Ein externes Risiko stellt die Verunsicherung der Endverbraucher aufgrund der rezessiven Marktlage, der hohen Zinsen und der sinkenden Reallöhne dar. Diese Faktoren können zu einer geringeren Nachfrage und zurückhaltenderen Investitionen seitens der Konsumenten führen, was das Umsatzwachstum negativ beeinflussen könnte. Ein weiteres externes Risiko besteht bei Zahlungsausfall unserer Kunden. Dies kann auftreten, wenn Kunden aus verschiedenen Gründen wie Zahlungsschwierigkeiten, Insolvenz oder unvorhergesehenen wirtschaftlichen Herausforderungen ihre Rechnungen nicht begleichen können. Ein solcher Ausfall kann zu erheblichen finanziellen Verlusten führen und die Liquidität des Unternehmens beeinträchtigen. Aufgrund der diversifizierten Kundenstruktur der REISSER AG ist dieses Risiko als mäßig zu betrachten. Zur Minderung des Risikos von Zahlungsausfällen bei Kunden setzt die REISSER AG auf Bonitätsprüfungen, Kreditlimits, strikte Zahlungsbedingungen, effektives Forderungsmanagement, Warenkreditversicherungen, Diversifizierung des Kundenportfolios sowie kontinuierliches Risikomanagement. Es zeichnen sich weitere Zinsänderungen ab. Die Finanzierung einer Immobilie ist hierdurch deutlich in der Finanzierung teurer. Weitere Zinserhöhungen sind aufgrund der sich positiv entwickelnden Konjunkturdaten jedoch nicht zu erwarten. Dieses Risiko ist daher ebenfalls als mittel anzusehen Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risken. 3.2.2 Interne Risiken 3.2.2.1 Risiken aus Organisation und Struktur Die REISSER AG setzt weiterhin ihren Fokus auf die Früherkennung von Risiken mithilfe des Risikomanagements mit seinen Steuerungs- und Überwachungsprozessen. Diese dient der Verhinderung von Beeinträchtigungen der Geschäftserzielungserreichung, sowie die Ausgestaltung und Umsetzung angemessener Gegenmaßnahmen und -strategien. Das Risikomanagement der REISSER AG umfasst die verwandten Themengebiete Compliance Management, Internes Kontrollsystem und Interne Revision. Hier hat die REISSER AG im Geschäftsjahr 2023 nochmals personell aufgestockt, um ein gesetzeskonformes, transparentes und effizientes Agieren zu gewährleisten. Neben Internal Audits wurden im Geschäftsjahr 2023 Regelwerke für die Mitarbeiter erweitert, um ein lückenloses gesetzeskonformes Verhalten zu gewährleisten. Ebenfalls wurden die gesetzlichen Bestimmungen zur Whistleblower Richtlinie vollständig umgesetzt. 3.2.2.2 Rechtliche Risiken Zu den Risiken zählen im Wesentlichen Risiken aus Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Antikorruptionsrecht, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht, Steuer- und Arbeitsrecht. Schadensfälle und Haftungsrisken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind bilanziell berücksichtigt. Gegen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen Verfahren wurde angemessene Vorsorge getroffen. Die Resultate steuerlicher Betriebsprüfungen könnten zu Steuernachzahlungen führen. Nach unserer Einschätzung sind die internen Risiken als unverändert gering zu betrachten. 3.2.2.3 Finanzierungsrisiken Aufgrund der rückläufigen Ertragsentwicklung wird die Liquidität stetig beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig erkennen zu können. Über den erwirtschafteten Cashflow sowie den Abschluss von Finanzkrediten wird die Liquiditätsversorgung rechtzeitig sichergestellt. Die aktuelle Zinsentwicklung wird sich naturgemäß auch auf künftige Finanzierungen auswirken. Hier ist zu erwarten, dass ähnliche Zinsaufwendungen zum Tragen kommen. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir auch zukünftig unser Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko auf einem abgesicherten Niveau halten können. 3.3 Ausblick Derzeit erwartet die REISSER AG ein Herausforderndes Marktumfeld. Aufgrund der Verunsicherten Endverbraucher, als auch den für Investoren nicht lukrativen Refinanzierungszinssätzen gerät die gesamte Baubranche unter Druck. Hinzu kommt die allgemeine rezessive wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Wirtschaftsraumes. Diese negative Tendenz wird sich das gesamte Jahr hinweg fortsetzen, jedoch voraussichtlich gegen Ende dieses Jahres in leicht abgemilderter Form. Aufgrund der aktuellen Marktsituation und dem damit verbundenen verringerten Marktvolumen ist die Wettbewerbssituation derzeit stark umkämpft, was unweigerlich zu einem Preisverfall führt. Um den hieraus entstehenden reduzierten Margen entgegen wirken zu können setzt die Unternehmung primär auf ertragsstarke Produkte, vor allem auf die REISSER Marke. Ebenfalls werden die geplanten Betriebsausgaben reduziert. Aktuell erwartet die Wirtschaft eine Zinssenkung der EZB, welches gleichermaßen ein positives Signal für eine optimale Preisstabilität ist, aber auch neue Anreize für Endverbraucher sowie Investoren setzt wieder vermehrt in den Neubau oder die Sanierung der Immobilie zu investieren. Auch sind die Auswirkungen des Angriffskriegs in der Ukraine, in Form von Endkundenverunsicherung, für die REISSER AG wahrzunehmen. Die Unternehmung geht davon aus, dass diese Entwicklungen sich auch im Geschäftsjahr 2024 fortlaufen werden und mit volatilen Marktverhältnissen aufgrund dessen gerechnet werden muss. Die erheblichen Preissteigerungsraten der Lieferanten aus den Jahren 2021 und 2022 wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht fortgeführt. Vereinzelt gab es vor allem im Heizungssortiment Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr, jedoch nicht mehr mit dem Ausmaß der vergangenen Geschäftsjahre. Ein weiterer Aspekt, der die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen könnte, ist der gegenwärtige Personalabbau in zahlreichen Branchen aufgrund ausbleibender Aufträge. Diese Maßnahme könnte bei vielen Menschen zu einer verstärkten Kaufzurückhaltung führen. Die Unternehmung setzt sich fortlaufend mit der den andauernden und hinzukommenden wirtschaftlichen Herausforderungen auseinander. Dies wird auch bei der Erstellung der Bilanzierung und Berichterstattung berücksichtigt. In den Ballungsräumen wird preiswerter und bezahlbarer Wohnraum, wie prognostiziert, immer knapper. Die Fertigstellung von Wohnungen ist erforderlich, um die Nachfrage am Wohnungsmarkt zu decken, was langfristig zu einem Wachstum der gesamten Baubranche führen wird. Die Immobilie bleibt als Eigen- oder Investitionsobjekt für Privatpersonen und Unternehmen interessant, weshalb für das Ausstellungsgeschäft in den nächsten Jahren grundsätzlich leicht positive Entwicklungen zu erwarten sind. Materialbedürfnisse aus dem Renovierungsgeschäft heraus werden auch künftig immer noch die tragende Säule unseres Geschäftsgebarens sein. Das 2022 gegründete Tochterunternehmen Pikster, ein Online-Händler im B2B-Geschäft, der den überregionalen E-Commerce vorantreibt, wird dazu beitragen, das Umsatzwachstum der REISSER-Gruppe nachhaltig zu steigern und über die bisherigen Liefergrenzen hinaus zu expandieren. Der Vorstand rechnet aufgrund der wieder bestehenden Subventionspolitik weiterhin mit Chancen im regenerativen Heizungsbereich (Renovierungen). Positiv hervorzuheben ist die erfolgreiche Umsetzung des neuen Ausstellungskonzeptes. Erste Indikatoren deuten darauf hin, dass diese Maßnahme zu einem signifikanten Anstieg des Ausstellungsumsatzes führen wird. Durch die innovative Gestaltung und die verbesserte Besucherführung konnten bereits in den ersten Wochen nach der Einführung eine erhöhte Besucherzahl und positive Rückmeldungen verzeichnet werden. Diese Entwicklung stärkt nicht nur die Position unseres Unternehmens im Markt, sondern eröffnet auch neue Wachstumschancen für die kommenden Monate. Auch die im Zuge der Transformation eingerichteten Schulungszentren für nachhaltige Heizkonzepte in Tübingen und Wittenberg werden langfristig das Umsatzwachstum im Bereich Wärmepumpen fördern. Weitere Schulungsräume sind derzeit in der Planung, eine Umsetzung ist für das 4. Quartal geplant. Der Vorstand rechnet im Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Umsatzrückgang im zweistelligen Millionenbereich). Beim EBIT erwartet der Vorstand ebenfalls einen deutlichen Rückgang im unteren negativen zweistelligen Millionenbereich. Die Einschätzung beruht auf der Entwicklung der ersten vier Monate. Es ist unser Ziel, im Geschäftsjahr 2024 die bedeutende Marktposition im Südwesten durch die bereits eingeleiteten bzw. durchgeführten Maßnahmen trotz des rückläufigen Marktes zu sichern. 4 Erklärung zur Unternehmensführung Die REISSER AG hat sich Zielgrößen und -fristen zum Anteil von Frauen in Aufsichtsrat, im Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gesetzt. Bis zum 31.12.2023 sollen folgende Zielgrößen erreicht werden: Anteil der Frauen im Aufsichtsrat 33 % Anteil der Frauen im Vorstand 0% Die Begründung der Festlegung der Zielgröße von null für den Vorstand lautet wie folgt: Der aus zwei Personen bestehende Vorstand muss neben den erforderlichen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch die branchenspezifischen Kenntnisse in den Geschäftsfeldern der REISSER AG vereinen. In der Branche der REISSER AG, dem Fachhandel für Badausstattung, Installations- und Heiztechnik, sind Frauen branchenweit unterrepräsentiert. Auch vergleichbare Unternehmen in der Branche haben nach Einschätzung des Aufsichtsrats meist entweder keinen oder - eher bei größeren Geschäftsführungsgremien - einen geringen Frauenanteil in der Geschäftsführung. Aufgrund des Ausscheidens einer Vorständin im Geschäftsjahr 2023 und der Nachbesetzung durch einen männlichen Vorstand beträgt die derzeitige Quote 0 %. Im Aufsichtsrat beträgt die aktuelle Quote 33 %. Bis zum 31.12.2025 soll folgende Zielgröße erreicht werden: Anteil der Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands 10 % Der Anteil konnte im Geschäftsjahr 2023 mit 20,0 % übertroffen werden.
Böblingen, 21. Juni 2024 Der Vorstand Guntram Wildermuth-Reißer Alexander Bruggner Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Bericht des Aufsichtsratsder REISSER AG für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit Sorgfalt wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und überwacht. Maßstab waren dabei insbesondere die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand. Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben während des Berichtsjahres erneut sehr vertrauensvoll und intensiv zusammengearbeitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl mündlich als auch schriftlich zeitnah und umfassend unterrichtet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand einbezogen. Der jeweilige Aufsichtsratsvorsitzende wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats vom Vorstand ausführlich informiert. Der jeweilige Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorstand haben sich eng über aktuelle Themen und besondere Geschäftsvorfälle ausgetauscht und Entscheidungen für das Plenum vorbereitet. Die Zusammenarbeit zwischen den Anteilseignervertretern und dem Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 nahezu ausschließlich Präsenzsitzungen mit unmittelbarer Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder abgehalten. Eine Aufsichtsratssitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt. Außerdem wurden mehrere Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Aufsichtsrat hat sich in mehreren Sitzungen und Besprechungen sowie anhand schriftlicher Berichte des Vorstands über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens informiert. Der Aufsichtsrat hat sich insbesondere über die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage in den einzelnen Geschäftsbereichen unterrichten lassen. Der Vorstand sowie weitere Führungskräfte standen insbesondere in den Aufsichtsratssitzungen zur Erörterung und zur Beantwortung aller Fragen zur Verfügung. Auf diese Weise konnte sich der Aufsichtsrat laufend über die Planung, die Umsetzung der Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage einschließlich der Risikolage, das Risikomanagement, die Compliance sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen informieren. Der Vorstand ging in seinen Berichten auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Gründe für diese Abweichungen. Die vom Vorstand erteilten Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt. Insbesondere die Unternehmensplanung, die Risikosituation und deren Steuerung und Kontrolle wurden besprochen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich zudem über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und den jeweiligen Stand der Strategieumsetzung erörtert. Im Berichtsjahr befasste sich der Aufsichtsrat abgesehen von den routinemäßigen Tagesordnungspunkten der Information über die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung erneut mehrfach mit der SAP-Einführung, der Entwicklung von Eigenmarken, der Produktpalette, Vertriebsthemen, Kooperationen und Neubau- bzw. Umbauvorhaben. Darüber hinaus wurden beispielsweise Nachhaltigkeitsthemen sowie regulatorische Herausforderungen, z.B. wegen des Lieferkettengesetzes, mit dem Aufsichtsrat beraten. In der Bilanzsitzung für das Geschäftsjahr 2022 am 14. Juni 2023 wurden der Jahresabschluss sowie der Lagebericht zum 31. Dezember 2022 erörtert und durch den Aufsichtsrat gebilligt. Ebenso schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022 an. Im Berichtsjahr wurde ferner der Geschäftsverteilungsplan zweimal angepasst und hat der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats zu zustimmungsbedürftigen Geschäften, beispielsweise dem Abschluss von Beraterverträgen, eingeholt. Zudem wurden auf personeller Ebene die Weichen für die zukünftige Aufstellung des Unternehmens neu gestellt. Herr Alexander Bruggner wurde im Juli 2023 mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2023 als neues Mitglied des Vorstandes bestellt. Er ist verantwortlich für die Ressorts Einkauf, Produktmanagement, Logistik sowie IT-EDV. Frau Patricia Montalti ist zum 30. November 2023 in bestem gegenseitigem Einvernehmen aus dem Vorstand der REISSER AG ausgeschieden. Der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Gianclaudio Sena, hatte im August 2023 auf eigenen Wunsch und in Abstimmung mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Gesellschaft seine Ämter mit Wirkung auf den 30. September 2023 niedergelegt. Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 26. September 2023 Herrn Marten Hasselblatt für die restliche Amtszeit von Herrn Sena, also bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt, zum Mitglied des Aufsichtsrates gewählt. Herr Hasselblatt wurde sodann durch den Aufsichtsrat zu dessen Vorsitzendem gewählt. Frau Evelyn Reißer blieb stellvertretende Vorsitzende. Herr Wildermuth-Reißer wurde mit Wirkung ab dem Ende seiner bisherigen Bestellung am 30. Juni 2024 für drei weitere Jahre, also bis zum 30. Juni 2027, zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes wiederbestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht der AG sind von dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Buchführung keine Einwände erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das Ergebnis dieser Prüfung hält der Aufsichtsrat nach seiner eigenen Prüfung für zutreffend. Die Mitglieder des Aufsichtsrates prüften selbst die Unterlagen des Jahresabschlusses unter Verwendung des Prüfungsberichts der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend. Die Jahresabschlussunterlagen, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern vor. Mit diesen Unterlagen befasste sich der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 27. Juni 2024. An der Bilanzsitzung nahm der Abschlussprüfer teil und erstattete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht. Der Aufsichtsrat diskutierte die Prüfungsergebnisse mit dem Abschlussprüfer, der für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand und Fragen beantwortete. Der Abschlussprüfer wurde vom Aufsichtsrat eingehend zu den Prüfungsergebnissen und zu Art und Umfang der Prüfungstätigkeit befragt. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass die Prüfung durch den Abschlussprüfer ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Im Gespräch mit dem Abschlussprüfer wurde auch die Frage der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung, von der sich der Aufsichtsrat überzeugt hat, erörtert. Der Aufsichtsrat hat geprüft, ob die vom Vorstand im Lagebericht getroffenen Einschätzungen mit seinen Berichten an den Aufsichtsrat sowie der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats übereinstimmten. Der Aufsichtsrat kam zu dem Ergebnis, dass dies der Fall ist. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der REISSER AG für das Geschäftsjahr 2023, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes und der Prüfungsbericht nebst den dazu erteilten Auskünften wurden erörtert und geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren vom Aufsichtsrat hinsichtlich des Jahresabschlusses und des Lageberichts keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der REISSER AG für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den vom Vorstand erläuterten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat insbesondere unter den Gesichtspunkten der Ausschüttungspolitik, der Auswirkungen auf die Liquidität und der Investitionsplanung der REISSER AG sowie der Aktionärsinteressen geprüft und gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes schloss sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat erkennt die Leistung des Vorstandes, der Führungskräfte und aller Mitarbeitenden sowie des Betriebsrats im Jahr 2023 an und bedankt sich bei allen herzlich dafür.
Böblingen, den 27. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Marten Hasselblatt, Vorsitzender des Aufsichtsrats Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2023Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.832.737,14 wird wie folgt verwendet:
Böblingen, 24. Juni 2024 Der Vorstand |
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