Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 169832
Vorher
CBP Consulting Engineers AGWSP CBP Consulting Engineers AG
Eingetragen
10.9.2007
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand aufgrund korrigierter Anmeldung berichtigt: Erbringung von Beratungs-, Planungs-, Berechnungs-, Betreuungs-, Steuerungsund sonstigen Leistungen im Bauwesen, soweit diese keiner behördliche Erlaubnis bedürfen, insbesondere in den Bereichen Projektmanagement, Generalplanung, technische Ausrüstung, Tragwerksplanung, Baumanagement, Ingenieurbau, Infrastruktur, Umwelt und Energie, die Erbringung sonstiger Leistungen in der Immobilien- und Baubranche, des Städtebaus, der Energiewirtschaft, des Industrie-, Verkehrs- und sonstigen Anlagenbaus einschließlich technischer Beratung, soweit diese keiner behördliche Erlaubnis bedürfen, die Vermietung bzw. Verpachtung von Immobilien, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, die das Bauträgergeschäft bzw. Maklergeschäft betreiben und an sonstigen Unternehmen, insbesondere aus der Immobilien- und Baubranche, sowie die aktive Konzernleitung, Übernahme von Finanzierungsaufgaben und die Verwaltung von Finanzmitteln innerhalb eines Konzerns.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Thon
seit 24.1.2025
Prokura
Jan de Boom
seit 5.2.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WSP Deutschland AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Organisatorische und rechtliche Struktur

Die WSP Deutschland AG ist ein führender deutscher Anbieter von spezialisierten und integrierten Ingenieurleistungen für Gebäude, Energie und Umwelt. Von sechs Niederlassungen in Deutschland (München, Düsseldorf, Hamburg, Würzburg, Frankfurt am Main, Berlin) aus sowie am Airport Projektstandort Berlin - Schönefeld (BER) erbringt die Gesellschaft mit rund 210 Mitarbeitern, davon rund 144 Ingenieure und Architekten die Planungs-, Beratungs- und Projekt-Managementleistungen für Bauprojekte aller Größenordnungen.

Die WSP Deutschland AG ist ein Konzernunternehmen der WSP Global Inc., Montreal, Kanada, einem internationalen börsennotierten Ingenieurs-, Planungs- und Beratungskonzern mit rund 66.000 Mitarbeitenden auf allen fünf Kontinenten. Die WSP Deutschland AG bietet ihre Dienstleistungen überwiegend an Drittkunden im Inland an.

Grundlage für die Geschäftstätigkeit in Deutschland bilden dabei insbesondere die Honorarordnung der Architekten und Ingenieure (HOAI) sowie der AHO Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. Die Ertragslage bis zum Geschäftsjahr 2022 hatte eine umfassende Reorganisation der Gesellschaft und Kostensenkungsmaßnahmen zur Folge gemacht. Eine Straffung des Angebotsportfolios sowie ein verbessertes Risiko- und Projektmanagement wurden und werden laufend umgesetzt.

Eine Neuausrichtung der Gesellschaft wird sich auf die Erbringung höherwertiger und erfahrungsbasierter Ingenieurdienstleistungen sowie Beratungsleitungen in ausgewählten Zielmärkten (z.B. im Bereich Environ-mental Consulting) fokussieren. Parallel dazu werden wir die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung fortführen.

Zur Jahresmitte 2022 wurde die Leitung der Gesellschaft von Winfried Zuber an Enno Böttcher als Alleinvorstand übergeben.

Niederlassungen, Geschäftsfelder und Dienstleistungen

Die WSP Deutschland AG deckt derzeit das gesamte Spektrum der Ingenieurleistungen im Zusammenhang mit Gebäuden in den Geschäftsbereichen Baumanagement, Projektmanagement, technische Gebäudeausrüstung sowie Energie und Umwelt ab. Es werden Planungs-, Projektsteuerungs- und Beratungsleistungen für Neu- und Umbaumaßnahmen, Altbausanierungen, Bestandsaufnahmen sowie Gutachten und Zertifizierungen angeboten. Die Dienstleistungen erstrecken sich dabei über alle Leistungsphasen der HOAI sowie AHO. Die Niederlassungen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Würzburg sowie das Airport-Projekt in Berlin-Schönefeld werden jeweils als eigenständige Profit Center geführt.

Das Angebotsportfolio umfasst alle bedeutenden Sektoren in der Bauwirtschaft: Bildung, Büro & Verwaltung, Bund & Länder, Flughäfen, Forschung, Gesundheit, Handel & Logistik, Hotel & Gastronomie, Industrie & Anlagen, Infrastruktur und Erschließung, Kultur, Sport & Freizeit, Wohnungsbau, Maritim sowie Umwelt.

Mit dem Erwerb der Golder Group hat die WSP Group ihr Serviceportfolio und das Know-How in dem wachsenden Markt der Umweltdienstleistungen erweitert. Dabei wurde die deutsche Tochtergesellschaft Golder Associates GmbH, Isernhagen, mit notariellem Vertrag vom 28. Juli 2022 rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die WSP Deutschland AG verschmolzen (Side Stream Merger). Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft WSP Deutschland AG erfolgte am 12. August 2022. Insgesamt wurden durch die Verschmelzung der deutschen Golder-Gesellschaft 24 Mitarbeiter übernommen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um ca. 1,9 Prozent zu. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wesentlich von Ukrainekrieg und den damit zusammenhängenden Herausforderungen, insbesondere der Energieversorgung, geprägt. Trotz Lieferkettenengpässen, Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland und schließlich Einschränkungen russischer Gaslieferungen hat sich die deutsche Wirtschaft insgesamt als widerstandsfähig erwiesen. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung, Seite 18, Tz. 35)

Die Nachfrage auf dem Markt der Ingenieurs- und Planungsunternehmen für Gebäude und Infrastruktur spiegelt sich durch die längeren Projektlaufzeiten in der Regel zeitverzögert zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wider.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Typisch für das Geschäft der WSP Deutschland AG sind langfristige Projekte, die im Wesentlichen über Werkverträge realisiert werden und erst bei vollumfänglicher Erbringung der werkvertraglichen Leistung umsatzerlöswirksam werden. Dadurch können sich erhebliche Schwankungen der Umsatzerlöse ergeben. Branchenbedingt zeigt die Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) die wirtschaftliche Wertschöpfung eines Jahres, da sie neben den Umsatzerlösen der schlussgerechneten Projekte auch die Veränderungen der unfertigen Leistungen einschließt.

Der Geschäftsverlauf 2022 entwickelte sich in Bezug auf die Betriebsleistung und das Betriebsergebnis insgesamt rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Ertragsseitig sind insbesondere die Geschäftsbereiche technische Ausrüstung und Baumanagement durch verlustträchtige Altprojekte beziehungsweise Fluktuation im Personalstamm hinter unseren Erwartungen geblieben. Dem gegenüber entwickelte sich der Geschäftsverlauf im Bereich Projektmanagement positiv. Hier wurden neue Aufträge sowohl bei Bestandskunden als auch bei Neukunden akquiriert. Aus dem Airport-Projekt in Berlin konnte nach Teilabnahme des Kunden durch die Teilschlussrechnung im Vorjahr ein deutlich positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden. Insgesamt haben im Vorjahr die positiven Effekte aus der Ertragsrealisierung durch Schlussrechnungen die negativen Auswirkungen aus der Bereinigung verlustiger Altprojekte (insbesondere im Bereich technische Gebäudeausrüstung) überwogen.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2022 betrug rd. EUR 13,3 Mio.

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Unternehmens sind die Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) sowie das Betriebsergebnis. Im Rahmen der Führung des Unternehmens werden weitere finanzielle Indikatoren auf Projektebene erhoben. Die wesentlichen einzelprojektbezogenen Kennzahlen sind Anteil der bezogenen Leistungen je Projekt, Fakturierungsgrad und Net WIP (erbrachte Leistung abzgl. Zahlungseingänge).

Werte in TEUR Prognose 2022 * IST 2022
Betriebsleistung ca. 19.000 20.339
Betriebsergebnis ca. -2.900 -4.198

* Prognose vom 30.11.2022

Die prognostizierte Betriebsleistung wurde stichtagsbedingt aufgrund der verstärkten Fakturierung von Schlussrechnungen überschritten. Da nach HGB seit Beginn der langfristigen Projekte lediglich die Selbstkosten in den Netto-Vorräten (Unfertige Leistungen abzüglich erhaltener Anzahlungen) ohne Gewinnaufschlag als Bestandserhöhung in der GuV erfasst werden konnten, wurde nach Abnahme der Projekte der Gewinn über die gesamte Projektlaufzeit in 2022 realisiert. Das Betriebsergebnis blieb wegen einmaligen Sondereinflüssen insbesondere aus verlustigen Großprojekten unter den Erwartungen.

Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme (ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag) hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.257 auf TEUR 4.671 vermindert; vgl. die unten angefügte, nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen gegliederte Tabelle. Die Veränderungen der Aktiva stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen blieben bei geringfügig höheren Abschreibungen als Reinvestitionen (im Wesentlichen Softwarelizenzen und Hardware) weitgehend konstant. Die Finanzanlagen des Vorjahres betraf die Tochtergesellschaft WSP CBP Ingenieurbau GmbH i.L., München, deren Beteiligungsbuchwert bereits im Vorjahr auf den erwarteten Liquidationserlös von TEUR 80 gemäß Liquidationsschlussbilanz abgeschrieben wurde. Die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister ist früher als erwartet bereits vor dem Jahresende 2022 erfolgt und bei Löschung im Handelsregister wurde der Beteiligungsbuchwert ausgebucht.

Die Kundenforderungen erhöhten sich stichtagsbedingt um TEUR 119. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen bzw. Leistungen und haben sich um TEUR 342 auf TEUR 626 erhöht. Dem gegenüber reduzierten sich die flüssigen Mittel stichtagsbedingt um TEUR 588 auf TEUR 1.248. Das sonstige Umlaufvermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Rückgangs diverser Einzelposten (u.a. Umsatzsteuer und aktiver Rechnungsabgrenzung) um TEUR 472 auf TEUR 249.

Zusammengefasst stellt sich die Vermögenslage (Aktivseite) in betriebswirtschaftlicher Gliederung wie folgt dar:

  31.12.2022 31.12.2021
  TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen 474 10,4% 482 9,2%
Finanzanlagen 0 0,0% 80 1,5%
Vorräte ./. Erhaltene Anzahlungen 0 0,0% 0 0,0%
Kundenforderungen 2.034 43,2% 1.855 35,3%
Forderungen im Konzern 626 13,7% 284 5,4%
Flüssige Mittel 1.248 27,3% 1.836 34,9%
Sonstiges Umlaufvermögen 289 5,4% 721 13,7%
Aktiva 4.671 100,0% 5.258 100,0%

Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag 2022 vermindert und den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR -6.436 auf TEUR -10.497 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 1.733 im Wesentlichen aufgrund der Abnahme der Gewährleistungsverpflichtungen und Personalrückstellungen auf TEUR 2.089. Die vereinnahmten Anzahlungen (Überhang) erhöhten sich um TEUR 1.472 auf TEUR 2.532, was auf stichtagsbedingte Verschiebungen von Schlussrechnung von Bauprojekten zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.635 überwiegend aufgrund der Aufnahme von konzerninternen Darlehen. Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 betreffen mit TEUR 8.058 Verbindlichkeiten gegenüber dem WSP Konzernverbund.

Zusammengefasst stellt sich die betriebswirtschaftliche Finanzlage (Passivseite) wie folgt dar:

  31.12.2022 31.12.2021
  TEUR % TEUR %
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -10.497 -229,6% -6.436 -122,4%
Steuerrückstellungen 1.869 40,9% 1.869 35,5%
Sonstige Rückstellungen 2.089 45,7% 3.822 72,7%
Erhaltene Anzahlungen (Überhang) 2.532 55,4% 1.060 20,2%
Lieferantenverbindlichkeiten 126 1,9% 141 2,7%
Verbindlichkeiten im Konzern 8.058 176,2% 3.919 74,5%
Sonstige Verbindlichkeiten 494 9,5% 883 16,8%
Passiva 4.671 100,0% 5.258 100,0%

Die Finanzierung des langfristigen operativen Projektgeschäfts erfolgt im Wesentlichen über Kundenanzahlungen. Bei Bedarf werden Darlehen innerhalb des Konzernverbundes in Anspruch genommen. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt trotz des negativen bilanziellen Eigenkapitals nicht vor, da die Muttergesellschaft WSP Europe AB, Stockholm (Schweden), eine Patronatserklärung mit Rangrücktrittsvereinbarung bei Inanspruchnahme zugunsten der WSP Deutschland AG abgegeben hat. Die WSP Europe AB stellt bei Bedarf der WSP Deutschland AG bis zu TEUR 25.000 finanzielle Mittel in Form eines "letter of comfort" (Patronatserklärung) zur Verfügung, um ihre fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Die Finanzierung der Gesellschaft ist dadurch unter Berücksichtigung der Liquiditäts- und Ergebnisplanung bis 1. Januar 2026 gesichert.

Bedingt durch das positive Jahresergebnis 2021 wurde eine Mindestbesteuerung trotz ausreichend vorhandener steuerlicher Verlustvorträge ausgelöst. Mit dem Zahlungsabfluss der rückgestellten Gewerbe- und Körperschaftsteuer wird nach Eingang der Bescheide im Geschäftsjahr 2023 gerechnet.

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

  2022 2021
  TEUR % TEUR %
Betriebsleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) 20.339 100,0% 41.030 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 1.999 9,8% 3.983 9,7%
Bezogene Leistungen -3.923 -19,3% -4.273 -10,4%
Personalaufwand -16.214 -79,7% -15.775 -38,4%
Abschreibungen -266 -1,3% -446 -1,1%
Sonstiger betrieblicher Aufwand -6.133 -30,2% -8.203 -20,0%
Betriebsergebnis -4.198 -20,6% 16.314 39,8%
Finanz- und Zinsergebnis -99 -151
Steueraufwand 0 -1.869
Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.297 14.294

Die Betriebsleistung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 20.691 bzw. 50,4% auf TEUR 20.339 gesunken. Der Rückgang der Betriebsleistung ist überwiegend begründet von Schlussrechnungen von langfristigen Großprojekten im Vorjahr, insbesondere dem Projekt Airport Berlin, dessen Umsatzerlöse für 2021 aus der Teilschlussrechnung nach Teilabnahme durch den Kunden die bis zum 31. Dezember 2020 aufgelaufenen unfertigen Leistungen (Bestandsverminderungen) deutlich überstiegen.

Die Veränderung der Materialaufwandsquote (bezogenen Leistungen in Relation zur Betriebsleistung) resultiert aus dem Rückgang der Betriebsleistung sowie dem Abschluss von verlustigen Altprojekten im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und dem damit einhergehenden angepassten Bedarf an Subunternehmern und freien Mitarbeitern. Die Materialaufwandsquote beträgt 19,3% (Vorjahr: 10,4%).

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Betriebsleistung) hat sich mit 79,7% gegenüber 38,4% im Vorjahr erhöht. Der Anstieg des Personalaufwandsquote resultiert aus dem Rückgang der Betriebsleistung und verstärkten Recruiting-Aktivitäten.

Die sonstige Aufwandsquote (sonstiger betrieblicher Aufwand / Betriebsleistung) hat sich mit 30,2% gegenüber dem Vorjahr (20,0%) erhöht. Wesentlich war hier eine erheblich reduzierte Betriebsleistung.

Im Vorjahr ergab sich durch die Ertragsrealisierung bei den Schlussrechnungen von langlaufenden Projekten trotz ausreichend vorhandener steuerlicher Verlustvorträge eine Mindest-Ertragsbesteuerung von 1.869 TEUR. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich keine Ertragssteuerbelastung.

Insgesamt endete das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -4.297 nach einem Jahresüberschuss von TEUR 14.294 im Vorjahr.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand stellt fest, dass das wirtschaftliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 von einmaligen Sondereinflüssen langfristiger Großprojekte, einer weiteren Optimierung der Ablauforganisation und verstärkten Recruiting-Aktivitäten geprägt war.

3. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der Gesellschaft erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG Folgendes:

"Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden."

4. Chancen- und Risikobericht

Die WSP Deutschland AG ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Gesellschaft verfolgt systematisch die Entwicklung aller relevanten Risiken und ist ebenfalls in das konzernweite Risikomanagement der WSP Group eingebunden. Der Vorstand setzt Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um drohende Risiken laufend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Gleichzeitig werden sich bietende Chancen erschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

Im Einzelnen stellen sich Risiken und Chancen wie folgt dar und sind nach abnehmender Bedeutung geordnet:

4.1. Risiken aus Großprojekten

Größere Projekte bergen aufgrund ihrer höheren Komplexität auch größere Abwicklungsrisiken. Diese sind insbesondere die Fähigkeit zur Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen, die Gefahr unvergüteter Mehrleistungen und das Auslastungsrisiko nach Ende großer Projekte. Durch eine kontinuierliche Beobachtung der Projekte erkennen wir etwaige Probleme frühzeitig und können unmittelbar Gegenmaßnahmen ergreifen. Zur Risikovorsorge werden bei Bedarf in einzelnen Projekten Wertberichtigungen vorgenommen bzw. Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Dem Auslastungsrisiko wird insbesondere durch gezielte Akquise Rechnung getragen. Potentielle Gewährleistungsrisiken sind grundsätzlich bis auf einen geringen Selbstbehalt über die Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt. Darüber hinaus werden bei erhöhten Risiken gesonderte Projektversicherungen abgeschlossen.

Das Risiko wird - entsprechend unserer konzernweiten Risikokategorisierung - als "hoch" eingestuft.

4.2. Volkswirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Unverändert bestehen im Euroraum Unsicherheiten über den Fortgang der konjunkturellen Entwicklung. Die Nachfrage nach Planungsleistungen ist stark konjunkturabhängig, wobei sich die Auswirkungen durch längere Projektlaufzeiten erst zeitverzögert auswirken. Daraus resultierende Auslastungsrisiken müssen durch eine kurzfristige Anpassung der Kapazitäten auf zeitweise stark schwankende Auftragslagen vermieden werden. Zudem kann die hohe Verschuldung der staatlichen Haushalte die Nachfrage nach Bauleistungen im öffentlichen Bereich dämpfen.

Das Risiko wird - entsprechend unserer konzernweiten Risikokategorisierung - als "mittel" eingestuft.

4.3. Finanzrisiken

Die WSP Deutschland AG ist als Dienstleistungsunternehmen verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Die Risiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen.

Zur Vermeidung von Ausfallrisiken wird die Bonität des Kunden vor Vertragsabschluss überprüft. Ausstehende Honorarforderungen sind mit der kaufmännisch notwendigen Vorsicht in die Bilanz eingeflossen. Einzelrisiken wurde mit der Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken werden für die Projekte Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Zahlungsausgänge an Personal und Fremdleistungen vermitteln. Bei Unterdeckung werden im Rahmen des Debitorenmanagements Anzahlungen von den Kunden angefordert.

Risiken aus Wechselkursschwankungen bestehen nur in unbedeutenden Umfang, da die Gesellschaft nur in Euro fakturiert. Lediglich Eingangsrechnungen in ausländischer Währung wurden vereinzelt an die WSP Deutschland AG gestellt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Zinsrisiken bestehen in geringem Umfang. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen über Anzahlungen von Kunden. Es werden bei Bedarf ausschließlich Darlehen von Konzerngesellschaften der WSP Gruppe in Anspruch genommen.

Das Risiko wird - entsprechend unserer konzernweiten Risikokategorisierung - als "mittel" eingestuft.

4.4. Personalrisiken

Die stetige Rekrutierung von qualifiziertem Personal sowie die Fortbildung der Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Knowhows und die Unternehmensentwicklung. Mangelnde Verfügbarkeit und Fluktuation von qualifiziertem Personal kann die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.

Das Risiko wird - entsprechend unserer konzernweiten Risikokategorisierung - als "mittel" eingestuft.

4.5. Going Concern

Die angepasste Ausrichtung der Gesellschaft, mit einem verstärkten Fokus auf einer effizienteren Projektabwicklung, der Konzentration auf ertragsstarke Geschäftsbereiche, verbunden mit der Restabwicklung verlustträchtiger Altprojekte, erfordern erhebliche finanzielle Mittel, welche ggf. nicht vollständig mit dem eigen erwirtschafteten Cash-Flow gedeckt werden können. Die WSP Deutschland AG ist deshalb mittelfristig auf die weitere finanzielle Unterstützung durch ihre Gesellschafterin bzw. den Konzernverbund angewiesen. Die Gewährung dieser finanziellen Unterstützung wird durch einen "letter of comfort" (Patronatserklärung) mit einer Kreditlinie in Höhe von 25,0 Mio. EUR und einer Laufzeit bis zum 1. Januar 2026 gewährleistet.

Das Risiko wird - entsprechend unserer konzernweiten Risikokategorisierung - als "gering" eingestuft.

4.6. Chancen der künftigen Entwicklung

Für Großprojekte sind Frühindikatoren implementiert, um Schieflagen rechtzeitig zu erkennen und ggf. gegensteuern zu können. Dies beinhaltet auch die Chance, frühzeitig Potentiale für Nachverhandlungen zu erkennen und zu nutzen. Ebenso wird die Steigerung der Effizienz in den Projekten sich positiv auf die Ertragslage auswirken. Durch die Fokussierung des Projekt-Controllings in regelmäßiger enger Abstimmung mit dem operativen Führungs- und Projektmanagement der Geschäftsbereiche sollen zukünftig die Leistung, Flexibilität und insbesondere Ertragsstärke in den Projekten gesteigert werden.

Der einheitliche Marktauftritt unter dem globalen Netzwerk der WSP ermöglicht uns eine deutliche Verbesserung in der Projektgewinnung und -realisierung. Die WSP Deutschland AG konzentriert sich insbesondere auf beratungsintensive Dienstleitungen und wird zukünftig im Zuge der Neuausrichtung den Fokus verstärkt auf weitere Schlüsselsektoren im Bereich privater wie öffentlicher Auftraggeber richten. Zudem werden wir unser Angebotsportfolio um den stark wachsenden Bereich Umweltdienstleistungen erweitern.

4.7. Gesamteinschätzung

In Bezug auf die vorgenommene Kategorisierung zeigt sich ein Schwerpunkt der Risiken im Zusammenhang mit größeren und langfristigen Projekten. Die WSP Deutschland hat ein Frühwarnsystem eingerichtet. Es informiert das Management, die bestehenden Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnamen einzuleiten. Dabei werden fortlaufend die externen und internen Einflussfaktoren - insbesondere Auftragsbestand, Auftragsreichweite, Zahlungsverhalten, Liquiditätsstatus, Kostenentwicklung und Angebotspotentiale - überprüft sowie Chancen und Risiken für alle unternehmerischen Entscheidungen und Aktivitäten abgewogen.

Wir überprüfen in regelmäßigen Abständen unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken und haben festgestellt, dass diese geeignet sind zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Die Patronatserklärung mit einer Kreditfazilität in Höhe von 25,0 Mio. EUR durch die WSP Europe AB gewährleistet angemessene finanzielle Mittel zur Bedienung der fälligen Verbindlichkeiten.

Die Risiken im allgemeinen Geschäftsverlauf bewegen sich insgesamt im branchenüblichen Rahmen. Es liegen sowohl einzeln als auch in Summe keine bestandsgefährdenden Risiken vor.

5. Prognosebericht

5.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesregierung geht weiterhin mit wirtschaftlichen Belastungen aufgrund des Ukrainekriegs und dessen Folgen, einer schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten aus. Angesichts dieser Belastungen rechnet die Bundesregierung für den Jahresdurchschnitt 2023 mit einem nur geringen Wachstum des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent.

Die Investitionstätigkeit in den Unternehmen ist aufgrund der globalen Wachstumsschwäche durch die Unsicherheiten im Zuge des Ukraine-Kriegs und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen wie den Energiepreisanstieg und die Energieversorgungslage gedämpft. Investitionen werden zudem von weiterhin bestehenden, etwas nachlassenden Materialknappheiten, fehlenden Fachkräften, Genehmigungsverfahren sowie steigenden Finanzierungskosten beeinträchtigt. Demgegenüber stehen ein solider Auftragsbestand, eine gesamtwirtschaftlich insgesamt günstige Situation und die Notwendigkeit zu zusätzlichen Investitionen im Rahmen der Transformation hin zu einer sozial-ökologischen und stärker digitalisierten Marktwirtschaft. Positiv wirken auch die zusätzlichen Investitionszuschüsse im Klima- und Transformationsfonds. Ein weiterer Impulsgeber sind die staatlichen Investitionen; 2023 steigen hier insbesondere die Bauinvestitionen und die Investitionen im Rahmen des Sondervermögens der Bundeswehr.

Quelle:
Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023 S. 135 / 141 (Tz. 360, 371)

Der Hauptverband der Bauindustrie erwartet ein Rückgang der Produktion im Baugewerbe um real -2,7% für 2023 und einen weiteren Rückgang in 2024 um -2,71%. Im Wohnungsbau fällt der Rückgang stärker aus als im Wirtschafts- / Gewerbebau und im öffentlichen Bereich. Im Einzelnen stellt sich die Aufteilung nach Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau wie folgt dar:

Quelle:
www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/baukonjunktur/prognosen

5.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Bisher hat der Ukrainekrieg keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsindikatoren des Unternehmens. In der zweiten Jahreshälfte wurde von Seiten der Kunden wurden einige Projekte gestoppt. Zum Jahresende 2023 und für die ersten Monate des Jahres 2024 ergaben sich daraus eine schwächere Personalauslastung sowie auch geringere Rechnungsstellungen und Zahlungseingänge. Darauf wurde mit einer ersten Restrukturierung zum Jahresende 2023 reagiert, die gegebenenfalls im Jahr 2024 durch weitere Maßnahmen ergänzt werden wird.

Wegen des sich schnell veränderbaren Marktumfeldes und der nicht vorhersehbaren Einflüsse des Ukrainekrieges auf die Binnenwirtschaft und die aktuelle weltweite Wirtschaftskrise ist derzeit eine Prognose von zukünftigen Entwicklungen mit wesentlichen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Mit dem vorhandenen Auftragsbestand von rd. 13,76 Mio. EUR (Stand September 2023) und den überwiegend langfristigen Projekten zum Großteil im öffentlichen Sektor haben wir jedoch eine gute Basisauslastung.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einer Betriebsleistung in Höhe von ca. 23 Mio. EUR. Auf Basis vorläufiger Zahlen für 2023 rechnet der Vorstand der WSP Deutschland AG mit einem Betriebsergebnis in Höhe von -2,1 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die WSP aktuell von einem leichten Rückgang der Betriebsleistung gegenüber dem Vorjahr auf 19,8 Mio. EUR und einem um knapp 2 Mio. EUR verbesserten Betriebsergebnis im Vergleich zu 2023 aus. Diesen positiven Aussichten steht die erforderliche Aufarbeitung diverser Altvorgänge entgegen, die in den vergangenen Jahren nach dem jeweils vorliegenden Kenntnisstand bilanziell berücksichtigt wurden, deren abschließende Beurteilung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich ist und die das Unternehmen in Zukunft sowohl in seiner Ertragsstärke wie auch seiner Liquidität belasten könnten.

Das Investitionsniveau wird auch in den kommenden Geschäftsjahren weiterhin branchenbedingt auf einem niedrigen Niveau bleiben. Durch den zunehmend angespannten Arbeitsmarkt und den erhöhten Rekrutierungsaufwand werden die Personalkosten perspektivisch um jährlich 2 - 5% steigen. Die allgemeinen Kosten werden aufgrund anhaltender "Home-Office" Arbeitsregelungen und damit langfristig abnehmender Raumkosten sinken. Demgegenüber stehen steigende Ausgaben für Soft- und Hardware.

Zum Jahresende 2023 wurde mit einer ersten Restrukturierung auf die schwächeren Konjunkturaussichten reagiert und die Personalstärke um ca. 10% reduziert. Eine Ergänzung durch weitere Maßnahmen im Jahr 2024 kann nicht ausgeschlossen werden.

Personal

Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt für die WSP Deutschland AG eine wichtige Ressource dar. Mit gezielten Rekrutierungs-Aktivitäten für qualifiziertes Fachpersonal und Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, den stetig wachsenden und komplexen Projekt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden. Spezialisierte Fachkompetenz, langjährige Erfahrung und persönlicher Einsatz machen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem bedeutenden Faktor für unseren Unternehmenserfolg. Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktsituation werden wir einer möglichen Mitarbeiterfluktuation mit verstärkten Rekrutierungskampagnen begegnen.

Gesamtaussage über die voraussichtliche Entwicklung

Wir beobachten kontinuierlich den Markt sowie die eigenen Kennzahlen und stellen so sicher, dass zeitnah auf sich verändernde Marktdynamiken reagiert werden kann und so eine gute Wettbewerbsstellung zu erreichen und die Effizienz im Unternehmen zu verbessern. Durch fokussiertes Projekt-Controlling beabsichtigt das Unternehmen Risiken frühzeitiger zu erkennen, angemessener zu bewerten und adäquater darauf reagieren zu können. Eine nach Schlüsselsektoren zielgerichtete und kundenorientierte Marktbearbeitung sowie die Nutzung der globalen WSP Key Account Infrastruktur werden uns ein breites Wachstumspotential ermöglichen.

 

München, den 15. Mai 2024

WSP Deutschland AG

Jan de Boom

Bilanz zum 31. Dezember 2022

A k t i v a

  31.12.2022 31.12.2021
  EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   181.090,92   170.637,95
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung   292.893,28   310.898,99
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00   80.000,00
    473.984,20   561.536,94
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. In Arbeit befindliche Aufträge 40.322.116,99   34.047.995,73  
2. Geleistete Anzahlungen 1.552,56   0,00  
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -40.323.669,55 0,00 -34.047.995,73 0,00
II. Forderungen und sonstige        
Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.033.860,06   1.854.516,41  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 625.982,50   284.040,62  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 150.448,60 2.810.291,16 195.095,27 2.333.652,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.248.087,77   1.836.075,80
    4.058.378,93   4.169.728,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten   139.000,07   525.432,68
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   10.497.175,84   6.436.304,05
    15.168.539,04   11.693.001,77

P a s s i v a

  31.12.2022 31.12.2021
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 18.185.853,98 17.950.000,00
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 6.089,52 6.089,52
2. Andere Gewinnrücklagen 450.000,00 450.000,00
IV. Bilanzverlust -29.639.119,34 -25.342.393,57
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 10.497.175,84 6.436.304,05
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 1.869.000,00 1.869.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.088.984,45 3.822.473,99
  3.957.984,45 5.691.473,99
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.531.560,20 1.059.685,31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.856,44 140.710,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.058.193,84 3.919.068,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 493.944,11 882.064,02
(davon aus Steuern € 465.696,63; Vj. € 668.157,18)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit€ 733,18; Vj. € 6.038,28)    
  11.210.554,59 6.001.527,78
  15.168.539,04 11.693.001,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

  2022 2021
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   14.278.334,08   140.783.833,46
2. Erhöhung bzw. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   6.060.581,98   -99.753.885,87
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.999.414,76   3.983.057,31
(davon aus Währungsumrechnung € 35.003,60; Vorjahr € 316.494,32)        
    22.338.330,82   45.013.004,90
4. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -3.922.788,29   -4.273.134,59
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -13.914.170,20   -13.493.504,81  
b) Soziale Abgaben -2.300.440,39 -16.214.610,59 -2.281.930,28 -15.775.435,09
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -265.850,03   -446.452,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.132.945,12   -8.203.705,77
(davon aus Währungsumrechnung € 17.054,09; Vorjahr € 98.867,07)        
    -4.197.863,21   16.314.276,55
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -98.505,56   -151.319,53
(davon an verbundene Unternehmen € 70.433,39; Vorjahr € 55.500,00)        
    -4.296.368,77   16.162.957,02
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00   -1.869.000,00
10. Ergebnis nach Steuern   -4.296.368,77   14.293.957,02
11. Sonstige Steuern   -357,00   0,00
12. Jahresfehlbetrag / -überschuss   -4.296.725,77   14.293.957,02
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -25.342.393,57   -39.636.350,59
14. Bilanzverlust   -29.639.119,34   -25.342.393,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die WSP Deutschland AG mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 169832 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt jedoch nicht vor, da die Muttergesellschaft WSP Europe AB, Stockholm / Schweden, eine Patronatserklärung mit Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von TEUR 25.000 zugunsten der WSP Deutschland AG abgegeben hat. Darüber hinaus sind im Großteil der bestehenden Projekte stille Reserven enthalten. Entsprechend wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Auf Veranlassung der Alleingesellschafterin WSP Europe AB wurde zwischen der WSP Deutschland AG und der Golder Associates GmbH (HRB 100483, AG Lüneburg), Isernhagen, am 28. Juli 2022 ein Verschmelzungsvertrag (Side Stream Merger) geschlossen. Die Verschmelzung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2022 mit Eintragung ins Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft WSP Deutschland AG am 12. August 2022 wirksam.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Nutzungsdauer beträgt für immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre und für Sachanlagen 3 bis 15 Jahre.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ausgewiesen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Kosten der allgemeinen Verwaltung (angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit angesetzt.

Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind netto mit ihrem Auszahlungsbetrag ausgewiesen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abzusetzen. Ein nach Verrechnung verbleibender passivischer Saldo wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Vom Ansatzwahlrecht aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital ist mit den Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem gültigen Zinssatz der Bundesbank abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr aus Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die vertraglich geschuldeten Leistungen durch Kundenabnahme bzw. die vertragliche Dokumentation vorliegen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Für die Tochtergesellschaft WSP CBP Ingenieurbau GmbH i.L., München, wurde eine Liquidationsschlussbilanz zum 30. September 2022 erstellt. Anschließend wurde die Gesellschaft abgewickelt und die Löschung im Handelsregister beantragt. Mit Eintragung im Handelsregister ist die Tochtergesellschaft am 19. Dezember 2022 erloschen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr TEUR 71) Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 490 Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEU 136 Cash Pooling.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022 unverändert in 500.000 Stück auf den Namen lautende vinkulierte Stückaktien mit einem Nennbetrag von je 1,00 EUR pro Stück eingeteilt.

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich durch die Verschmelzung (Side Stream Merger) mit der Golder Associates GmbH, Isernhagen, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 236 auf TEUR 18.186.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Personal 530 861
Jahresabschluss, Steuerberatung 158 176
Fremdleistungen 180 303
Gewährleistungen 580 1.378
Sonstige 641 1.104
2.089 3.822

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

mit einer Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127 127 0 0
(Vorjahr) (141) (141) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.058 8.058 0 0
(Vorjahr) (3.919) (3.919) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 494 494 0 0
(Vorjahr) (882) (882) (0) (0)
8.679 8.679 0 0

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.058 setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.437 und Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 5.621 zusammen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft erbringt Ingenieurleistungen und erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen im Inland.

Periodenfremde bzw. besondere Erträge / Aufwendungen sind in folgenden Posten enthalten:

2022 2021
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 1.999 3.983
davon aus Auflösung von Rückstellungen 1.511 485
davon aus der Auflösung von EWBs 87 2.672
davon außergewöhnliche Erträge 15 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.133 -8.204
davon aus der Zuführung vom EWB 0 -563
davon Abschreibungen auf Forderungen -13 -2.719

Sonstige Angaben

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mieten für Gebäude 823 1.857 873 3.553
Übrige Verpflichtungen 312 507 0 819
1.135 2.364 873 4.372

Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 210 Angestellte (Vorjahr 213), davon 16 Führungskräfte, 144 technische und 34 administrative Angestellte und 16 Aushilfen, Studenten oder Praktikanten beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die WSP Europe AB, Stockholm-Globen / Schweden, hat uns im Oktober 2007 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der WSP Deutschland AG, München (damals firmierend als CBP Consulting Engineers AG), und zwar eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG, unmittelbar gehört.

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen veröffentlicht, ist die WSP Global Inc., Montreal / Kanada. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage www.wspgroup.com veröffentlicht. Der Abschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird durch die WSP Europe AB, Stockholm, Schweden, aufgestellt.

Organe der Gesellschaft

Als Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr bestellt:

Winfried Zuber, Knittlingen, Diplom-Ingenieur (bis 18. Juli 2022)

Enno Böttcher, Malente, Diplom-Ingenieur (bis 13. Oktober 2023)

Eric van den Broek, Berlicum, Niederlande, (bis 5. Februar 2024)

Jan de Boom, Warschau, Polen (ab 5. Februar 2024)

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus drei Mitgliedern. Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr waren:

Eva Aspengren, Saltsjö-Bo / Schweden, CFO WSP Europe AB, Stockholm / Schweden (Vorsitzende des Aufsichtsrats) - bis 30. April 2022

Eric van den Broek, Berlicum, Niederlande, CEO WSP Central Europe (Vorsitzende des Aufsichtsrats) - ab 1. Mai 2022

Petr Kurka, Horgen / Schweiz, Business Development Director Central Europe (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Sibille Vinzens, München, Finance & HR Director WSP Central Europe

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzverlust von insgesamt TEUR 29.639 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im Laufe des Jahres 2023 zeichnete sich ein schwächere Geschäftsverlauf ab, als im Budget für das Jahr 2023 erwartet wurde. Daraufhin wurde mit einer ersten Restrukturierung reagiert und zum Jahresende eine Anpassung der Kapazitäten begonnen. Im Jahr 2024 werden gegebenenfalls weitere Schritte folgen.

 

München, den 15. Mai 2024

Jan de Boom Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

  Anschaffungs- und Herstellungskosten    
    Zugänge aus      
  1.1.2022 Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2022
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.802.376,54 66.601,63 60.675,61 0,00 1.929.653,78
II. Sachanlagen          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.557.890,45 160.447,97 141.743,04 0,00 3.860.081,46
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 0,00
  5.358.749,15 227.049,60 202.418,65 100.000,00 5.789.735,24
  Kumulierte Abschreibungen  
      Abschreibungen    
    Zugänge aus des    
  1.1.2022 Verschmelzung Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2022
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.631.738,59 66.600,63 50.223,64 0,00 1.748.562,86
II. Sachanlagen          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.246.991,46 104.570,33 215.626,39 0,00 3.567.188,18
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00 0,00
  4.526.947,29 171.170,96 265.850,03 20.000,00 5.315.751,04
  Buchwerte
  31.12.2022 31.12.2021
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 181.090,92 170.637,95
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 292.893,28 310.898,99
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 80.000,00
  473.984,20 561.536,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WSP Deutschland AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WSP Deutschland AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WSP Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 16. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hubert Ahlers, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Mersch, Wirtschaftsprüfer



Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der WSP Deutschland AG ist im Berichtsjahr den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstandes insbesondere auf Grundlage seiner Berichte, die zeitnah und umfassend in mündlicher Form und Vorlage von Unterlagen erstattet wurden, regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates sowie dem Vorstand statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets über die Lage der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften informiert.

Regelmäßiger Gegenstand der Berichterstattung waren insbesondere die aktuelle Lage der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft, die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung und -Strategie, die Rentabilität der Gesellschaft, die Risikolage, das Risikomanagement, das Compliance-Management und die Personalentwicklung. Über wichtige Geschäftsvorfälle hat der Vorstand den Aufsichtsrat informiert und diese mit dem Aufsichtsrat erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden im Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert.

Der Aufsichtsrat ist in alle für das Unternehmen bedeutsame Entscheidungen einbezogen worden. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab.

1. Beratung und Überwachung des Vorstandes

Im Berichtsjahr 2022 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig ausgetauscht und bei Bedarf Entscheidungen telefonisch oder in Textform getroffen. Gegenstand aller Sitzungen waren unter anderem die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage sowie die Unternehmensstrategie.

Der Geschäftsverlauf 2022 entwickelte sich in Bezug auf die Betriebsleistung und das Betriebsergebnis insgesamt rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Ertragsseitig sind insbesondere die Geschäftsbereiche technische Ausrüstung und Baumanagement durch verlustträchtige Altprojekte beziehungsweise Fluktuation im Personalstamm hinter unseren Erwartungen geblieben. Dem gegenüber entwickelte sich der Geschäftsverlauf im Bereich Projektmanagement positiv. Hier wurden neue Aufträge sowohl bei Bestandskunden als auch bei Neukunden akquiriert.

Auch das Geschäftsjahr 2022 wurde durch eine weitere Bereinigung des Auftragsbestandes sowie Korrekturen in den Leistungsständen vereinzelter Projekte die Betriebsleistung im Jahr 2022 beeinflusste. Das Betriebsergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück.

Die Mitarbeiterfluktuation, welche im gesamten Markt zu sehen ist, ist auch in der WSP Deutschland AG stark bemerkbar. Diesem Markttrend entgegenzuwirken bleibt weiterhin eine große Aufgabe für das Führungsteam der WSP Deutschland AG in den nächsten Jahren. Der Aufsichtsrat unterstützt alle dahingehenden Bemühungen. Die COVID-Pandemie hatte wenig bis keinen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der WSP Deutschland AG. Die bauberatende Branche insgesamt konnte ihre Aufträge weitgehend kontinuierlich durchführen.

Die von der Muttergesellschaft WSP Europe AB im Februar 2015 ausgelegte Patronatserklärung in Höhe von 6,Sm Euro wurde wie folgt erhöht:

Im April 2017 um 3,0m Euro auf 9,Sm Euro,

im Februar 2018 um weitere l,Sm Euro auf 11m Euro,

im Mai 2019 um weitere 4,0m Euro auf 15,0m Euro,

im Mai 2020 um weitere 4,0m Euro auf 19,0 m Euro und

im Dezember 2021 um weitere 6m Euro auf 25m Euro.

Mit dem 6. Nachtrag vom 14. März 2023 wurde die Patronatserklärung bis zum l. Januar 2026 verlängert.

2. Prüfung des Jahresabschlusses und des Abhängigkeitsberichtes

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München (PWC) hat den nach dem Rechnungslegungsstandard des HGB aufgestellten Jahresabschluss der WSP Deutschland AG einschließlich Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Gegenüber dem Aufsichtsrat hat PWC versichert, dass alle anwendbaren Vorschriften zur Sicherung der Unabhängigkeit für die Abschlussprüfung beachtet wurden.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht selbst geprüft. Die Prüfberichte einschließlich Jahresabschluss sowie Lagebericht lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden in der Sitzung am 28.06.2024 intensiv diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer angeschlossen und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 in der heutigen Sitzung gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Abschlussprüfer hat auch den vom Vorstand nach §312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und am 16.05.2024 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Auftragsgemäß haben wir den Bericht des Vorstands nach § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 313 AktG für den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Da nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind, erteilen wir nach§ 313 Abs. 3 Satz 1 AktG folgenden Bestätigungsvermerk:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wird, dass

1.

Die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

Bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Die WSP Deutschland AG ist eine 100%ige Tochter der WSP Europe AB, Stockholm­ Globen, Schweden. Die oberste Konzernmutter ist die WSP Global lnc. Montreal, Kanada. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, das der Vorstand den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt hat. Er hat die notwendigen Vorkehrungen zur Erfassung der Rechtsgeschäfte und sonstigen Maßnahmen getroffen, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit der WSP Europe AB sowie weiteren Unternehmen der WSP Gruppe vorgenommen oder unterlassen hat. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtliche, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes sind nicht zu erheben.

3. Änderungen in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022

Herr Eric van den Broek wurde am 7. September 2023 zum Vorstand ernannt, Herr Enno Boettcher schied zum 7. September 2023 als Vorstand aus dem Unternehmen aus.

Zum 1. Januar 2024 wurde Herr Jan de Boom zum Vorstand ernannt, Herr Eric van den Broek schied zum 31. Dezember 2023 als Vorstand aus dem Unternehmen aus.

Zum 30. April 2022 legte Eva Aspengren ihr Aufsichtsratsmandat nieder. Am 7. April 2022 wurde Eric van den Broek in den Aufsichtsrat berufen und zum Vorsitzenden gewählt. Peter Kurka und Sibille Vinzens schieden zum 9. Mai 2023 aus dem Aufsichtsrat aus und zeitgleich rückten Miles Barnard und Marco Dalle Grave in den Aufsichtsrat nach.

Am 14. August legte Eric van den Broek sein Aufsichtsratsmandat nieder und Ciaran Thompson wurde in den Aufsichtsrat berufen und zum Vorsitzenden gewählt.

 

München, den28.06.2024

Ciaran Thompson Aufsichtsratsvorsitzender


Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 28.06.2024 festgestellt.

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