Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 735106
Eingetragen
11.11.2013
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen sowie der Handel mit neuen und gebrauchten Maschinen; die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen, Ersatzteilen und Zubehör für Werkzeugmaschinen; das Erbringen von Servicedienstleistungen für Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme unter Einschluss von Umrüstung, Komplettüberholung, Kalibrierung und der Ferndiagnose von Werkzeugmaschinen; die Leistung von Schulungen im Zusammenhang mit der Wartung, Instandhaltung und Reparaturen von Werkzeugmaschinen; sowie das Erbringen von Leistungen (sogenannte "Shared Services") für Unternehmen, die mit der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar verbunden sind, insbesondere in den Bereichen Personal, Finanz- und Rechnungswesen, Reisekosten, Forschung & Entwicklung, Marketing, außerdem das Halten und Verwalten von Immobilien sowie das Halten und Verwalten von Unternehmen und Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Giuseppe Iossa
seit 2.6.2021
Geschäftsführer
Frank Lierau
seit 3.7.2020
Prokura
Annette Lindner
seit 27.2.2019
Prokura
Markus Schulz
seit 11.7.2017
Prokura
Ralf Hermann
seit 11.7.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert104.86% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Fair Friend International Holdings PTE. Ltd.SGP
90.86%
GOLDEN WEALTH INC. LIMITEDHKG
14.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fair Friend International Holdings PTE. Ltd.
Singapore
430.000 €
86.00%
GOLDEN WEALTH INC. LIMITED
HKG
70.000 €
14.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FFG Werke GmbH

Eislingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

31. Dez. 2023
EURO
31. Dez. 2022
EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 309.721,00 459.380,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.839.528,62 3.847.880,04
4.149.249,62 4.307.260,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.117.958,57 4.197.183,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.134,00 109.938,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 492.131,91 635.018,44
4.706.224,48 4.942.140,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.284.421,32 3.173.581,00
3.284.421,32 3.173.581,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.675.735,11 7.992.548,80
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 44.495.302,75 43.036.335,17
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 619.096,63 828.558,80
4. Geleistete Anzahlungen 586.226,83 79.780,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (35.121.407,51) (33.660.398,85)
19.254.953,81 18.276.823,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.233.906,33 5.407.874,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.671.301,61 3.183.736,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.782.341,57 13.734.465,16
22.687.549,51 22.326.076,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.251.934,05 2.731.077,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.682,50 56.545,53
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 49.713.444,87 46.037.927,58
106.058.460,16 101.851.432,54

PASSIVSEITE

31. Dez. 2023
EURO
31. Dez. 2022
EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 11.598.231,46 8.000.000,00
III. Verlustvortrag (54.537.927,58) (50.565.694,29)
IV. Jahresfehlbetrag (7.273.748,75) (3.972.233,29)
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 49.713.444,87 46.037.927,58
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.359.824,00 1.396.785,00
2. Sonstige Rückstellungen 23.824.546,14 25.285.274,71
25.184.370,14 26.682.059,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 725.910,00 852.190,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.810.463,80 7.420.671,17
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 819.715,51
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.094.936,52 65.815.168,73
5. Sonstige Verbindlichkeiten 242.779,70 261.627,42
davon aus Steuern EURO 138.414,70 (EURO im Vorjahr 153.251,27)
80.874.090,02 75.169.372,83
106.058.460,16 101.851.432,54

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023 (Vorjahr zum Vergleich)

2023
EURO
2022
EURO
1. Umsatzerlöse 50.787.414,55 32.020.563,26
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 944.549,77 11.875.997,15
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.133.965,06 8.353.581,14
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (28.270.514,23) (25.369.089,58)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (5.449.323,99) (4.802.508,88)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (12.142.351,12) (11.980.975,88)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2.836.456,44) (3.194.826,56)
davon für Altersversorgung EURO 413.894,55 (im Vorjahr EURO 813.103,58)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (618.344,38) (573.392,20)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (8.601.946,21) (7.493.711,98)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 126.260,81 156.215,99
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 (1.226.763,25)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3.339.706,13) (1.734.417,20)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7.296,44) (2.905,30)
12. Ergebnis nach Steuern (7.273.748,75) (3.972.233,29)
13. Jahresfehlbetrag (7.273.748,75) (3.972.233,29)

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023 (§ 284 ff. HGB)

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Firma FFG Werke GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Eislingen und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Ulm unter der Reg.-Nr. HRB 735106.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 S. 1 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer operativen Entwicklung stark von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig und ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bilanziell überschuldet. Zum Erstellungszeitpunkt besteht eine harte Patronatserklärung der GOLDEN FRIENDSHIP INTERNATIONAL LIMITED, Hongkong / China, welche wiederum durch eine harte Patronatserklärung durch das oberste Konzernunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., Taipeh / Taiwan, abgesichert ist. Darüber hinaus besteht eine weitere Patronatserklärung von der FFG Global CNC Machinery Co. Ltd., China. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Die Geschäftsführung der FFG Werke GmbH sieht daher eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne nicht vorliegen und die Fortführung des Unternehmens nach den aktuellen Umständen als überwiegend wahrscheinlich an.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde daher unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).

1. Anlagevermögen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB mit den Herstellungskosten in Form der Entwicklungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert, sofern diese eindeutig zugeordnet und abgegrenzt werden können. In die Aktivierung werden die Entwicklungskosten einbezogen, die nach Manifestation der technischen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes anfallen. Die Entwicklungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Materialkosten und Fertigungslöhne. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über deren geplante Nutzungsdauer linear über zehn Jahre linear abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig fünf Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die Nutzungsdauer für Gebäude beläuft sich auf 21 Jahre. Die Nutzungsdauer des beweglichen Anlagevermögens liegt zwischen 2 und 15 Jahren. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten - gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt.

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten (Durchschnittsbewertung) unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei verminderter Verwertungsmöglichkeit werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten sind auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, in die Herstellungskostenkalkulation einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Sind die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten und eines angemessenen Gewinnanteils niedriger, kamen diese zum Ansatz.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt. Auf fremde Währung lautende Anzahlungen sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt und sind zum Nennwert abzüglich Umsatzsteuer angesetzt.

b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gem. § 256a S. 1 HGB mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. Besonderen Ausfallrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wird nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommen.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Gem. § 250 Abs. 1 HGB werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Buchwertunterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen einerseits und steuerlichen Wertansätzen andererseits gebildet, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Steuerliche Verlustvorträge und steuerliche Zinsvorträge werden berücksichtigt, wenn eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwarten ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, besteht ein Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, das von der FFG Werke GmbH nicht ausgeübt wird.

5. Rückstellungen

Die FFG Werke GmbH bewertet die Pensionsverpflichtungen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (project unit credit method) ermittelten Erfüllungsbetrags. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt, sofern dies in der Zusage des Anspruchsberechtigten vorgesehen ist. Der Anwartschaftsbarwert wird auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten externer, unabhängiger Aktuare bestimmt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet. Für die Ermittlung der biometrischen Sterbewahrscheinlichkeit werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt.

7. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind, wie oben dargestellt, umgerechnet. Die Posten des Anlagevermögens sind zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 309.721,00 (im Vorjahr EUR 459.380,00) betreffen mehrere aktivierte Entwicklungsprojekte. Die Abschreibungen erfolgen in Abhängigkeit ihrer Art über eine erwartete Nutzungsdauer von 10 Jahren. Der Gesamtbetrag an Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 1.224.835,00 (im Vorjahr EUR 1.105.450,00). Davon entfallen EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 0,00) auf Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 1. Jan. 2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand am 31. Dez. 2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.816.788,27 0,00 0,00 1.816.788,27
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.428.437,87 0,00 0,00 10.428.437,87
12.245.226,14 0,00 0,00 12.245.226,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.122.338,55 154.500,00 0,00 6.276.838,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 531.485,31 14.975,00 0,00 546.460,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.097.357,63 54.942,57 0,00 2.152.300,20
8.751.181,49 224.417,57 0,00 8.975.599,06
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.226.763,25 0,00 0,00 1.226.763,25
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.173.581,00 110.840,32 0,00 3.284.421,32
4.400.344,25 110.840,32 0,00 4.511.184,57
25.396.751,88 335.257,89 0,00 25.732.009,77
Abschreibungen Restbuchwert
Stand am 1. Jan. 2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand am 31. Dez. 2023
EURO
Stand am 31. Dez. 2023
EURO
Stand am 31. Dez. 2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.357.408,27 149.659,00 0,00 1.507.067,27 309.721,00 459.380,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.580.557,83 8.351,42 0,00 6.588.909,25 3.839.528,62 3.847.880,04
7.937.966,10 158.010,42 0,00 8.095.976,52 4.149.249,62 4.307.260,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.925.154,87 233.725,11 0,00 2.158.879,98 4.117.958,57 4.197.183,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 421.546,56 28.779,75 0,00 450.326,31 96.134,00 109.938,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.462.339,19 197.829,10 0,00 1.660.168,29 492.131,91 635.018,44
3.809.040,62 460.333,96 0,00 4.269.374,58 4.706.224,48 4.942.140,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.226.763,25 0,00 0,00 1.226.763,25 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.284.421,32 3.173.581,00
1.226.763,25 0,00 0,00 1.226.763,25 3.284.421,32 3.173.581,00
12.973.769,97 618.344,38 0,00 13.592.114,35 12.139.895,42 12.422.981,91

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Name Beteiligung
%
Eigenkapital
EURO
Jahresergebnis
EURO
Buchwert
EURO
FFG Russia O.O.O., Moskau, Russland * 100 221.339,00 (418.947,00) 0,00

* ungeprüfte Zahlen des Geschäftsjahrs 2023

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der anhaltenden Sanktionen gegen Russland wurden die Anteile an der FFG Russia im Geschäftsjahr 2022 vollständig abgewertet.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten Darlehen an Gesellschafter in Höhe von EUR 1.010.000,00 (im Vorjahr EUR 1.010.000,00).

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Auf die Vorräte sind Abwertungen in Höhe von EUR 11.148.039,00 (im Vorjahr EUR 8.279.893,84) vorgenommen worden.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft definiert als verbundene Unternehmen alle Unternehmen, welche in den Konzernabschluss der taiwanesischen Fair Friend-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit einer Mehrheit beteiligt ist. Daher sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen laut Bilanz wie folgt zu unterscheiden:

31. Dez. 2023
EURO
31. Dez. 2022
EURO
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.671.301,61 3.183.736,86
davon Forderungen
gegen nahestehende Unternehmen 3.671.301,61 3.183.736,86

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Gesellschafter haben die Übernahme des Zinseffektes aus Pensionsverpflichtungen erklärt. Hieraus resultiert eine Forderung gegen die Gesellschafter in Höhe von EUR 11.876.918,00 (im Vorjahr EUR 11.636.452,00), welche in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen ist.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Latente Steuern

Grundsätzlich ergab sich zum Bilanzstichtag ein Überhang aktiver latenter Steuern für die Gesellschaft. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei immateriellen Vermögensgegenständen, sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich für die Bewertung latenter Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,07% (im Vorjahr 30,07%).

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 500.000,00.

Bei der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 11.598.231,46 (im Vorjahr EUR 8.000.000,00) handelt es sich um eine frei verfügbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Geschäftsjahr haben die Gesellschafter Zuführungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von insgesamt EUR 3.598.231,46 geleistet.

Die Ausschüttungsperre greift aufgrund der Verluste im Geschäftsjahr und des Vorjahres nicht, besteht jedoch ausschließlich in Höhe der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

5. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2023
EURO
2022
EURO
Entwicklung der Pensionsrückstellung -
Stand am 1. Januar 1.396.785,00 22.714.472,00
Umgliederung in sonstige Rückstellungen 0,00 -21.345.472,00
Aufwendungen / (Erträge) für Altersvorsorgung -10.974,00 24.593,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.486,00 42.835,00
Zahlungen von Versorgungsleistungen -40.473,00 -39.643,00
Stand am 31. Dezember 1.359.824,00 1.396.785,00

Es besteht ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 15.370,00 (im Vorjahr EUR 70.980,00).

Folgende Annahmen wurden der Berechnung des Erfüllungsbetrages der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegt:

2023 2022
Zinssatz gem. Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB 1,83 % p. a. 1,78 % p. a.
Einkommensdynamik 2,50 % p. a. 2,50 % p. a.
BBG-Dynamik (Beitragsbemessungsgrenze gesetzl. RV) 2,50 % p. a. 2,50 % p. a.
Rentendynamik 2,00 % p. a. 2,00 % p. a.

Die Gesellschaft hatte im Rahmen des Asset Purchase Agreements im Dezember 2013, im Wege der befreienden Schuldübernahme, alle vorliegenden und alle ungewissen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen, bezogen auf zurückliegende, laufende und künftige Geschäftsvorfälle des ehemaligen Geschäftsbereichs Industrial Equipment der MAG IAS GmbH, einschließlich zugehöriger Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen und Steuerverbindlichkeiten übernommen.

Alle unverfallbaren Versorgungsverpflichtungen gegenüber Pensionären und früheren Mitarbeitern sowie gegenüber Personen, bei denen der Versorgungsfall vor dem Betriebsübergang eingetreten ist oder die das Unternehmen vor dem Betriebsübergang verlassen haben, konnten - obgleich vom Erwerber an Erfüllung statt übernommen worden - aus gesetzlichen Gründen nicht auf den Erwerbe übertragen werden. Daher haben die Parteien vereinbart, dass der Erwerber dem Veräußerer sämtliche an ihn gerichteten Versorgungsansprüche erstattet.

Sowohl die Methode als auch die Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsabgrenzungen aus Schuldenübernahme sind identisch mit deren der Pensionsrückstellung und werden in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Es besteht ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 136.384,00 (im Vorjahr EUR 643.371,00).

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich in folgende Bereiche auf:

31. Dez. 2023
EURO
31. Dez. 2022
EURO
sonstige Rückstellungen laut Bilanz 23.824.546,14 25.285.274,71
darin enthalten:
Pensionsabgrenzungen aus Schuldenübernahme 18.294.897,00 19.114.305,00
Gewährleistungen 769.805,11 632.069,76
Rechtsstreitigkeiten 5.000,00 185.000,00
Projektkosten 953.297,79 1.819.361,02
Rückstellungen für Personal 792.206,92 788.864,19
Ausstehende Rechnungen 3.009.339,32 2.745.674,74

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betreffen im Vorjahr im Wesentlichen einen Einzelgewährleistungsfall. Die Rückstellungen für Personal betreffen im Wesentlichen Gehälter, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben. Die Rückstellung für Jubiläum hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2023
EURO
2022
EURO
Entwicklung der Rückstellung
Stand am 1. Januar 114.151,00 119.435,00
Aufwendungen / (Erträge) für Personal (3.815,00) 824,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (600,00) 892,00
Zahlungen von Jubiläumsleistung (5.250,00) (7.000,00)
Stand am 31. Dezember 104.486,00 114.151,00

6. Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft definiert als verbundene Unternehmen alle Unternehmen, welche in den Konzernabschluss der taiwanesischen Fair Friend-Gruppe einbezogen werden. Somit erstreckt sich der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit einer Mehrheit beteiligt ist. Daher sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen laut Bilanz wie folgt zu unterscheiden:

31. Dez. 2023
EURO
31. Dez. 2022
EURO
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.094.936,52 65.815.168,73
davon Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG 880.472,00 880.472,00
gegenüber nahestehenden Unternehmen 67.214.464,52 64.934.696,73
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.332.685,65 16.070.195,25
aus sonstige Verbindlichkeiten 46.762.250,87 49.744.973,48

Die Aufgliederung und die Fristigkeit der Verbindlichkeiten insgesamt stellen sich wie folgt dar:

Gesamt
EURO
davon Restlaufzeit weniger als 1 Jahr
EURO
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EURO
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EURO
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31. Dez. 2023 725.910,00 126.280,00 505.120,00 94.510,00
31. Dez. 2022 852.190,00 126.280,00 505.120,00 220.790,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
31. Dez. 2023 11.810.463,80 11.810.463,80 0,00 0,00
31. Dez. 2022 7.420.671,17 7.420.671,17 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel
31. Dez. 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
31. Dez. 2022 819.715,51 819.715,51 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
31. Dez. 2023 68.094.936,52 35.308.502,68 32.786.433,84 0,00
31. Dez. 2022 65.815.168,73 49.173.359,60 16.641.809,13 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
31. Dez. 2023 242.779,70 242.779,70 0,00 0,00
31. Dez. 2022 261.627,42 261.627,42 0,00 0,00
Gesamt 31. Dez. 2023 80.874.090,02 47.488.026,18 33.291.553,84 94.510,00
Gesamt 31. Dez. 2022 75.169.372,83 56.981.938,19 17.146.929,13 220.790,00

Zur Absicherung der Verbindlichkeiten hat die Gesellschafterin GOLDEN FRIENDSHIP INTERNATIONAL LIMITED, Hong Kong, eine harte Patronatserklärung abgegeben mit dem Inhalt, die Gesellschaft derart mit Zahlungsmitteln auszustatten, dass sie zu jeder Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Darüber hinaus besteht eine weitere Patronatserklärung von der FFG Global CNC Machinery Co. Ltd., China.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 725.910,00 (im Vorjahr EUR 852.190,00) betreffen ein Darlehen für das Grundstück und Gebäude in Chemnitz. Das Darlehen ist variable verzinst und dient ausschließlich der Finanzierung des Objekterwerbs in Chemnitz.

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Grundschulden in Höhe von EUR 950.000,00 (im Vorjahr EUR 950.000,00) bestellt.

7. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zukünftige Zinsrisiken, welche durch die Aufnahme einer variabel verzinslichen Bankverbindlichkeit entstanden sind, durch einen laufzeitkongruenten Zinsswap abgesichert. Zwischen der Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft in Form eines Zinsswaps wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage eines Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen.

Der Zinsswap weist einen Nominalbetrag von EUR 852.190,00 und einen positiven beizulegenden Wert von EUR 25.813,74 auf. Der Nominalbetrag des Grundgeschäfts beträgt EUR 852.190,00. Der Sicherungsumfang beträgt 100,0%. Zur Bestimmung des beizulegenden Wertes des Zinsswaps wird die Mark to Market-Methode angewandt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

2023
EURO
2022
EURO
Umsatzerlöse laut Gewinn- und Verlustrechnung 50.787.414,55 32.020.563,26
Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten
Bundesrepublik Deutschland (BRD) 23.004.720,36 21.253.717,33
Europa (ohne BRD) 12.849.743,59 7.506.427,51
Volksrepublik China (China) 9.264.412,92 1.154.865,07
Asien (ohne China) 289.965,32 410.552,75
United States of Amerika (USA) 4.842.129,29 596.782,03
Nordamerika (ohne USA) 157.823,38 811.837,43
übrige Länder 378.619,69 286.381,14
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Neumaschinenverkäufe 36.673.915,28 19.914.456,69
Ersatzteile 10.455.530,79 9.366.140,31
Service und Dienstleistungen 3.408.638,84 2.475.523,92
übrige 249.329,64 264.442,34

In der Gesamtbetrachtung liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Das positive Wachstum des Standortes Taunusstein der letzten beiden Jahre trägt nun maßgeblich zur Umsatzsteigerung der FFG Werke GmbH bei. Hierbei hervorzuheben ist das höhere Umsatzvolumen in der EU. Die meisten Umsätze werden nach wie vor in Deutschand erzielt, und auch die Umsätze in China haben sich wieder erholt.

Die Verteilung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen ist dem Grunde nach unverändert zum Vorjahr. Ein deutlicher Anstieg im Neumaschinenbereich konnte verzeichnet werden, was u.a. auf ein Projekt in den USA zurück zu führen ist, das im Geschäftsjahr abgeschlossen werden konnte.

2. Sonstige betriebliche Erträge

2023
EURO
2022
EURO
Sonstige betriebliche Erträge 2.133.965,06 8.353.581,14
darin enthalten:
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.226.408,56 5.021.537,37
Erträge aus der Fremdwährungsbewertung 157.038,04 11.349,19
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 43.581,94 1.890.765,35
Erträge aus konzerninterner Leistungsverrechnung 433.995,29 645.879,35
Erträge aus der Erstattung von Abzinsungseffekten 0,00 510.041,00
übrige Erträge 272.941,23 274.008,88

Im Vorjahr wurden eventuelle Rückabwicklungsansprüche von Verrechnungen im Zusammenhang mit einer Insolvenz eines Geschäftspartners in Höhe von EUR 6.031.568,23 erfolgswirksam aufgelöst. Diese betreffen im Vorjahr im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 4.078.000,00 sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.780.390,13. Erträge in Höhe von EUR 1.269.990,50 (im Vorjahr EUR 6.912.302,72) sind anderen Geschäftsjahren zuzuordnen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
EURO
2022
EURO
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.601.946,21 7.493.711,98
darin enthalten:
Betriebs- bzw. produktionsbedinge Aufwendungen 1.447.243,51 1.346.532,21
Verwaltungsaufwendungen 1.550.283,41 853.644,02
Vertriebsbedingte Aufwendungen 2.566.187,88 2.115.959,12
Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen 229.365,83 203.157,78
Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung 25.615,20 200.208,22
Aufwendung aus konzerninterner Leistungsverrechnung 2.140.480,88 2.115.858,80
Forderungsverluste und Forderungswertberichtigungen 28.183,94 619.592,80
sonstige periodenfremde Aufwendungen 199.285,61 36.837,28
übrige Aufwendungen 415.299,95 1.921,75

4. Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen i.H.v. EUR 108.319,63 (im Vorjahr EUR 156.141,13) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen i.H.v. EUR 2.577.963,24 (im Vorjahr EUR 1.064.584,76) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Abzinsungen von langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 256.603,00 (im Vorjahr EUR 566.241,71), welche im Wesentlichen aus Zinseffekten bezüglich der Pensionsrückstellungen und der Pensionsabgrenzung aus Schuldenübernahme in Höhe von EUR 254.952,00 (im Vorjahr EUR 552.876,00) resultieren.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage in Russland hat die FFG Werke GmbH ihrer Tochtergesellschaft in Russland (Beteiligung von 100%) im Rahmen eines Comfort Letters zugesichert, diese bei Bedarf finanziell zu unterstützen. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung wird derzeit, aufgrund des andauernden Kriegs in der Ukraine und der bestehenden Sanktionen gegen Russland, nicht gerechnet. Die Tochtergesellschaft befindet sich aktuell in der Liquidation.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, bewertet zu Erfüllungsbeträgen, von insgesamt EUR 2.689.681,00 (im Vorjahr EUR 3.062.824,00). Die durchschnittliche Restlaufzeit der am 31. Dezember 2023 bestehenden Verträge beträgt rund 1,3 Jahre (im Vorjahr 1,0 Jahre).

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo, liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

3. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen in Form von zinsfreie Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von EUR 8.005.520,00 (im Vorjahr EUR 8.005.520,00), welche in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen sind (davon, wie auch im Vorjahr, EUR 880.472,00 von einem Gesellschafter).

Die Gesellschafter haben die Übernahme des Zinseffektes aus Pensionsverpflichtungen erklärt. Hieraus resultiert eine Forderung gegen die Gesellschafter in Höhe von EUR 11.876.918,00 (im Vorjahr EUR 11.636.452,00), welche in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen ist und faktisch ein zinsfreies Darlehen darstellt.

4. Konzernzugehörigkeit

Die FFG Werke GmbH gehört zur taiwanesischen Fair Friend-Gruppe. Die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., Taipeh, Taiwan, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Fair Friend Enterprise Co. Ltd. ist bei der Muttergesellschaft in Taipeh, Taiwan, erhältlich.

Das Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die Hangzhou Good Friend Precision Machinery Co., Ltd., China (zukünftig: FFG Global CNC Machinery Holding Co., Ltd. genannt). Dieser, unter Einbeziehung der FFG Werke GmbH und ihren verbundenen Unternehmen erstellte Konzernabschluss erfüllt die Voraussetzungen von § 292 HGB und befreit somit die FFG Werke GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

5. Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr war Herr Giuseppe Iossa, Bretten, Mitglied der Geschäftsführung. Auf die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

2023 2022
Produktion 157 161
Marketing und Verkauf 16 19
Verwaltung 6 6
Forschung und Entwicklung 6 6
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 267 HGB 185 192

7. Gebühren des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers bestand aus Leistungen für Abschlussprüfung sowie aus sonstigen Bestätigungsleistungen in Höhe von insgesamt EUR 96.000,00.

8. Nachtragsbericht

Die Gesellschafter haben am 21. Juni 2023 die Schließung des Tochterunternehmens in Russland aufgrund des anhaltenden Krieges und den damit einhergehenden Embargos beschlossen. Die Aufwendungen für die Liquidation wurden auf 355.000,00 EUR geschätzt.

Um Kapazitätsschwankungen im Automobilmarkt in Zukunft besser ausgleichen zu können, hat das Management der MAG GmbH beschlossen, Maschinentypen für andere Märkte von Partnerunternehmen der Fair Friend Gruppe am Standort Eislingen zu produzieren. Dies führte in den ersten Monaten des Jahres 2024 zur Verlagerung der einst in Chemnitz produzierten DUS-Drehmaschinentypen nach Eislingen.

Am 31. März 2024 wurde ein Asset Deal zwischen der Modul MT Verzahntechnik GmbH und der FFG Werke GmbH geschlossen, bei welchem die Marke Modul verkauft wurde. Der daraus entstandene Veräußerungsgewinn in Höhe von 500.000,00 EUR wurde im Geschäftsjahr 20024 realisiert. Für die verbliebenen noch nicht endabgenommen Modul-Projekte bei der FFG Werke wurde ein Rückstellung für Drohverluste in Höhe von 200.000,00 EUR gebildet. Durch die gleichzeitige Verlagerung des Produktes "VDF Boehringer DUS" an die MAG IAS GmbH ist der Standort Chemnitz aufgelöst. Das Gebäude verbleibt bei der FFG Werke GmbH und wird an die Modul MT Verzahntechnik GmbH vermietet.

Nach dem Stichtag 31. Dezember 2023 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 7.273.748,75 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Dies erhöht den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag entsprechend.

10. Unterzeichnung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung

 

Eislingen, den 26. September 2024

Herr Giuseppe Iossa

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die FFG Werke GmbH ("Unternehmen" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Eislingen ist eingebunden in das weltweite Netz von Maschinenbauunternehmen der taiwanischen Fair Friend Gruppe ("FFG-Gruppe"), in welcher die Fair Friend Enterprise Co. Ltd mit Sitz in Taipeh City, Taiwan, die oberste Muttergesellschaft ist. Die FFG Werke GmbH fungiert als direkte Holdinggesellschaft der Ländergesellschaft in Russland.

Als Hersteller von Drehmaschinen, Fräsmaschinen, Rundtaktmaschinen, Schleifmaschinen, Verzahnmaschinen und Systemlösungen zählt die FFG-Gruppe zu den weltweiten Technologieführern für die spanende Fertigung. Das Produktionsprogramm der FFG Werke GmbH umfasst die Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung von Dreh- und Verzahnmaschinen sowie Service-Dienstleistungen, Ersatzteilverkauf und Umbauten bestehender Anlagen. Die Produkte werden unter den Marken Hessapp und Modul vertrieben.

Die Gesellschaft realisiert ihre Umsätze mit Kunden verschiedener Größenordnung aus der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, dem Maschinenbau, der Metallverarbeitung, der Schienenverkehrstechnik, der Energietechnik und der Schwerindustrie.

Die FFG Werke GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 1.225 (i. Vj. TEUR 696) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht 2,4% der Umsatzerlöse (i. Vj. 2,1% der Umsatzerlöse). Zum Jahresende 2023 waren im Bereich der Entwicklungstätigkeiten 6 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 6 Mitarbeiter). Die Gesellschaft betreibt Entwicklungsarbeit an den Produktionsstandorten, deren Ergebnisse in das operative Geschäft einfließen. Zu den Entwicklungsarbeiten gehören vorwettbewerbliche und auftragsbezogene Technologieentwicklung sowie Produktentwicklung.

Die aktuellen Entwicklungstrends basieren größtenteils auf den sich ändernden Bedingungen durch Energieknappheit, Emissionsverringerung und allgemeiner technischer Modernisierung. Zu den Trends, die die Entwicklungsarbeit bei der FFG Werke GmbH prägen, gehören die Komplettbearbeitung, Prozesstechnik, Digitalisierung, Technologieintegration, Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe und Nachhaltigkeit bzw. Ressourceneffizienz.

Die Entwicklungsprojekte des Jahres 2023 fokussierten sich im Wesentlichen auf die Komplettierung der Produktfamilien der horizontalen und vertikalen Drehmaschinen, Wälzfräsmaschinen und neue Bearbeitungstechnologien sowie die Steuerung der Maschinen (Sinumerik One).

Die FFG Werke GmbH war im Jahr 2023 an den deutschen Standorten Eislingen, Göppingen, Chemnitz, Sprockhövel und Taunusstein vertreten. Die Produktion und Verwaltung war ansässig an den Standorten Chemnitz und Taunusstein. An dem Standort in Eislingen befinden sich weitere Teile der Verwaltung. Der Standort Sprockhövel ist ein reiner Service-Stützpunkt. Am Standort in Göppingen befindet sich ein Service-Lager, welches von einem externen Logistikdienstleister betrieben wird.

Ziel der Geschäftsleitung ist, die Technologieführerschaft der Gesellschaft weiter zu festigen. Dies erfolgt insbesondere durch die Weiterentwicklungen der Bremsscheibentechnologie im Automobilsektor sowie durch den Ausbau des Technologie- und Produktportfolios in Richtung Bearbeitung von Eisenbahnrädern, Windkraft und Bau- und Landwirtschaft. Diese Märkte bieten für das Unternehmen erhebliche Chancen zur Absicherung der Finanz- und Ertragslage.

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen auf Basis ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren, welche sowohl absolut als auch standortbezogen betrachtet werden. Aufgrund der Konzernzugehörigkeit des Unternehmens zur FFG-Gruppe sind die wesentlichen Kenngrößen zum einen der Umsatz sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IFRS, zum anderen der Auftragseingang als klassischer Frühindikator im Anlagenbau. Die unterschiedlichen Konzepte der Umsatzrealisierung nach HGB (Completed-Contract Methode) und IFRS (Percentage-of-Completion Methode) sind der Hauptgrund für Abweichungen der Kenngrößen, insofern man nur eine Periode von 12 Monaten betrachtet. Bei einer Durchlaufzeit von 12 bis 18 Monaten im Bereich der Großaufträge führt dies lediglich zu periodenverschobenen Darstellungen des gleichen Ergebnisses. Neben der Umsatzrealisierung sind die unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Pensionsrückstellungen ein weiterer Grund für die Abweichungen der Kenngröße EBIT nach HGB im Vergleich zu IFRS.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der Ukraine verläuft weiterhin langsam und ungleichmäßig. Das globale Wirtschaftswachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei schätzungsweise 3,1% in 2023 (Vorjahr 3,5%). Die Wachstumsraten im Euro-Raum lagen bei 0,5% (im Vorjahr 3,5%). In China wuchs die Wirtschaft auf 5,2% (im Vorjahr 3,0%), in den USA blieb sie mit 2,5% fast auf dem Vorjahresniveau (im Vorjahr 2,1%). Die Wirtschaftstätigkeiten sind immer noch weit weg von dem Niveau vor der Pandemie.

(https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40).

Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich laut Bundesamt ein Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent im Jahresvergleich sowie im vierten Quartal. Während es im ersten Quartal noch ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gab, stagnierte das BIP im zweiten und dritten Quartal. Gebremst wurde die Konjunktur vor allem von rückläufigen Investitionen, der Konsum legte hingegen nur leicht zu. Die Inflationsrate lag nach vorläufigen Daten im Jahresschnitt bei 5,9 Prozent. Dies war der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung nach einer Teuerungsrate von 6,9 Prozent im Jahresschnitt 2022. Der Außenhandel sorgte für einen positiven Beitrag, weil die Importe noch stärker sanken als die Exporte.

(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40).

Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. "In den großen Absatzmärkten Europa, den USA, China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde", kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Jahresbilanz der Bestellungen.

(https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/88118235; 24.02.2024 Uhrzeit 13:40)

II.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

2023
IST
TEUR
Budget
TEUR
Auftragseingang 63.177 63.696
IFRS: Umsatzerlöse 50.423 58.883
IFRS: Earnings before interest and taxation (EBIT) -5.033 -1.169

Die in der Planung erwarteten Aufträge haben sich im Geschäftsjahr bestätigt. Aufgrund der Fokussierung auf den globalen Markt und einer erhöhten Präsenz in China konnte der Wegfall der Geschäfte in Russland kompensiert werden.

Der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Nachdem die Störungen in der globalen Lieferkette zu Geschäftsjahresbeginn sich langsam abschwächten, wurden die Probleme des bestehenden Fachkräftemangels in Deutschland deutlich. Daraus resultierten Verzögerungen in der Projektabwicklung.

Aufgrund margenreduzierter Maschinenprojekte im Automotivbereich und fehlender Umsätze, gestiegenen Energie- und Transportkosten sowie erhöhten Kosten für Fremdarbeiter zum Ausgleich fehlender Kapazitäten wurde das ursprünglich budgetierte EBIT nicht erreicht.

Zusammenfassend kann der Geschäftsverlauf der FFG Werke GmbH im Geschäftsjahr 2023, abgesehen vom Auftragseingang, nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden.

II. 3. Lage der Gesellschaft

II. 3.1. Ertragslage

2023 2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 50.787 98,2 32.021 72,9 18.766
Bestandsveränderung 945 1,8 11.876 27,1 -10.931
Gesamtleistung 51.732 100,0 43.897 100,0 7.835
Sonstige betr. Erträge 2.134 4,1 8.354 19,0 -6.220
Materialaufwand -33.720 -65,2 -30.172 -68,7 -3.548
Personalaufwand -14.979 -29,0 -15.176 -34,6 197
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen -618 -1,2 -573 -1,3 -45
Sonstige betr. Aufwendungen -8.602 -16,6 -7.494 -17,1 -1.108
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0 -1.227 -2,8 1.227
Ergebnis vor Zinsen und Steuern -4.053 -7,9 -2.391 -5,5 -1-662
Zinsergebnis -3.214 -6,2 -1.578 -3,6 -1.636
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7 0,0 -3 0,0 -4
Jahresfehlbetrag -7.274 -14,1 -3.972 -9,1 -3.302

In der Gesamtbetrachtung liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der auch im Geschäftsjahr 2022 anhaltenden Reiseeinschränkungen und aufgrund der Corona-Pandemie sowie der zusätzlichen Verunsicherung durch den Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden Turbulenzen am Energiemarkt, hatte sich die geographische Verteilung der Umsatzerlöse zum Hauptanteil auf Deutschland eingegrenzt. Im Geschäftsjahr 2023 konnten deutliche Steigerungen der Umsatzanteile im Europäischen Raum verzeichnet werden und auch der chinesische Markt erholte sich spürbar. Die Verteilung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen ist dem Grunde nach unverändert zum Vorjahr. Auch die Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt.

Im Vorjahr wurden eventuelle Rückabwicklungsansprüche von Verrechnungen im Zusammenhang mit einer Insolvenz eines Geschäftspartners in Höhe von TEUR 6.032 erfolgswirksam aufgelöst. Diese betrafen im Wesentlichen sowohl Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.078 sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.780, welche in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen waren.

Störungen logistischer Lieferketten und deutlich ausgeprägte Steigerungen der Preise für Rohstoffe, Metallerzeugnisse und Energie auf den jeweiligen Märkten waren bereits im ersten Quartal 2022 erkennbar und führten im Geschäftsjahr 2022 dazu, dass sich die Materialquote und somit die Margen der Aufträge verschlechterten. Im Geschäftsjahr 2023 erholte sich die Materialquote spürbar, auch aufgrund der deutlich verbesserten Gesamtleistung, sowie verbesserten Projektmargen.

Der Personalaufwand liegt trotz Tariferhöhung und Sonderzahlungen (Inflationsausgleichzahlung) leicht unter Vorjahresniveau, da sich die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gegenüber 2022 um 7 Arbeitnehmer vermindert hat.

Im Geschäftsjahr 2023 bestand ein erhöhter externer Beratungsaufwand. Dieser hängt einerseits mit dem Verkaufsprozess des Standortes Chemnitz zusammen und andererseits mit Forderungen eines Kunden im Rahmen eines Großprojektes zur Abwicklung und Steuerung des Projektablaufes. Dies führte im Wesentlichen zur Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Mit dem Kriegsbeginn in der Ukraine wurden alle Aktivitäten und geplanten Investitionen in Russland gestoppt. Aufgrund der anhaltenden Lage hat sich die Geschäftsführung im Vorjahr dazu entschlossen die Anteile an der Tochtergesellschaft mit Sitz in Russland in Höhe von TEUR 1.227 vollständig abzuwerten.

Das Jahresergebnis hat sich erneut verschlechtert. Unter Berücksichtigung der positiven Sondereffekte des Vorjahres, hat sich die Ertragslage in 2023 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Entwicklung ist aus Sicht der Geschäftsführung schlussendlich jedoch immer noch nicht zufriedenstellend.

II. 3.2. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist sehr eng mit der gesamten Fair Friend-Gruppe verknüpft. Hierzu besteht eine zentrale Treasury-Abteilung, die die Informationen aus den einzelnen Standorten sammelt, auswertet und entsprechende Steuerungsmaßnahmen initiiert. In Zusammenarbeit mit der obersten Muttergesellschaft stehen die Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele an oberster Stelle.

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.131 194
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -316 476
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.968 -230
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -479 440
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.731 2.291
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.252 2.731

Die flüssigen Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 2.252 (i. Vj. TEUR 2.731) und setzen sich wie im Vorjahr aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie in unwesentlicher Höhe aus Kassenbestand zusammen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist stark negativ, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt von den Rückzahlungen konzerninterner Ausleihungen, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hingegen ist geprägt der Kapitalerhöhung durch den Gesellschafter.

Die Liquidität der FFG Werke GmbH wird jederzeit durch das Cash-Management in Verbindung mit dem Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Verbundbereich innerhalb der FFG-Gruppe gesteuert. Zum Stichtag bestanden kurzfristige Forderungen aus Verbund in Höhe von TEUR 3.671 (i. Vj. TEUR 3.184) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.309 (i. Vj. TEUR 49.173).

Eine weitere Finanzierungsquelle für das Umlaufvermögen der Gesellschaft sind Kundenanzahlungen. Diese beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 35.121 (i. Vj. TEUR 33.660). Aufgrund der Zugehörigkeit zur FFG-Gruppe konnte die Gesellschaft Avallinien bei ausländischen Banken in Höhe von TEUR 18.685 zum Bilanzstichtag nutzen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 726 (im Vorjahr TEUR 852) betreffen ein Darlehen für das Grundstück und Gebäude in Chemnitz. Das Darlehen wird variabel in Abhängigkeit des 3-Monats-Euribor verzinst und dient ausschließlich der Finanzierung des Objekterwerbs in Chemnitz. Das Darlehen ist grundschuldgesichert.

II. 3.3. Vermögenslage und Kapitalstruktur

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Anlagevermögen 12.139 11,4 12.423 12,2 -284
Forderungen gegen Gesellschafter 11.877 11,2 11.636 11,4 241
Vorräte 19.255 18,2 18.277 18,0 978
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.234 4,0 5.408 5,3 -1.173
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.671 3,5 3.184 3,1 487
übrige Aktiva 2.916 2,7 2.155 2,1 52
Flüssige Mittel 2.252 2,1 2.731 2,7 -479
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 49.713 46,9 46.038 45,2 3.675
Bilanzsumme 106.057 100,0 101.852 100,0 4.206

Das Anlagevermögen reduziert sich im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung einer Ausleihung im Finanzanlagevermögen sowie planmäßiger Abschreibungen.

Bedingt durch die Einkaufspreisentwicklung am Beschaffungsmarkt sowie das hohe Auftragsvolumen sind die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gestiegen. Aufgrund eines hohen Bestandes an offenen Projekten sind sowohl die Bestände an unfertigen Erzeugnissen als auch die erhaltenen Anzahlungen gestiegen. Dies führt auch zu einem geringeren Bestand an offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Bilanzstichtag.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 0. Durch den Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von TEUR -7.274 erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von TEUR 46.038 auf TEUR 49.713 entsprechend.

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 0 0,0 0 0,0 0
Pensionsrückstellungen und Pensionsabgrenzungen aus Schuldenübernahme 19.655 18,5 20.511 20,1 -856
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen - Darlehen 46.762 44,1 49.745 48,8 -2.983
Summe mittelfristiges Fremdkapital 66.417 62,6 70.256 68,9 -3.839
Sonstige Rückstellungen -übrige- 5.530 5,3 6.171 6,1 -641
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 726 0,7 852 0,8 -126
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.809 11,1 7.421 7,3 4.388
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen - übrige 21.333 20,1 16.070 15,8 5.263
Übrige Passiva 242 0,2 1.082 1,1 -840
Summe kurzfristiges Fremdkaptial 39.640 37,4 31.596 31,1 8.045
Bilanzsumme 106.057 100,0 101.852 100,0 4.206

Die Verringerung an Darlehensverbindlichkeiten im Verbundbereich hängt mit dem Anstieg an übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen und ist auf konzerninterne Umstrukturierungen zurückzuführen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist auf das gestiegene Umsatzvolumen und die damit verbundenen Großaufträge zurück zu führen.

Zusammenfassend hat sich die Finanz- und Vermögenslage der FFG Werke GmbH aus Sicht der Geschäftsführung vor allem aufgrund der negativen Ertragslage in 2023 nicht zufriedenstellend entwickelt.

Zu Ausführungen bezüglich der liquiditäts- und bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf den Abschnitt III.1. Risikobericht.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

III. 1. Risikobericht

Die FFG Werke GmbH unterliegt sowohl im strategischen als auch im operativen Handeln beeinflussbaren und unbeeinflussbaren Risiken und Chancen. Das interne Controlling sorgt für eine systematische Identifizierung, effektive Klassifizierung und ein bewusstes Ergreifen von Maßnahmen und dient damit insgesamt der Risikominimierung. Aufgrund interner Regularien - wie beispielsweise der Jahresbudgetplanung oder monatliche Finanzberichtserstattung an das Mutterunternehmen - werden finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken weitgehend erfasst und adressiert.

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschrieben. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Liquiditätsrisiken/Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 726 aus. Die fälligen Raten wurden bis zum August 2024 planmäßig getilgt.

Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2023 Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 46.744 (im Vorjahr TEUR 49.745). Durch die Unterstützung der Gesellschafter konnten auch im Geschäftsjahr 2023 aufgetretene temporäre Zahlungsstockungen überbrückt werden. Es bestehen mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 32.786 mit Laufzeiten bis mindestens September 2027 sowie kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.976. Ausgehend von der obersten Konzernmutter, Fair Friend Enterprise, Taiwan, sind weltweite Umstrukturierungen innerhalb der Konzernstrukturen geplant und mit der Umsetzung wurde bereits begonnen. Diese Pläne beinhalten, die konzerninternen Darlehen umzustrukturieren und gegebenenfalls durch Eigenkapitalmaßnahmen zu ersetzen.

Der Gesellschaft wurde am 16. Mai 2017 eine harte Patronatserklärung des Gesellschafters GOLDEN FRIENDSHIP INTERNATIONAL LIMITED, Hongkong/China, gewährt. Darin verpflichtet sich dieser, die Gesellschaft jederzeit derart mit finanziellen Mitteln auszustatten, dass sie zu jeder Zeit ihren Verbindlichkeiten nachkommen kann und er garantiert, dass die FFG Werke GmbH zu jeder Zeit zahlungsfähig bleibt und nicht in eine Überschuldungslage gerät. Die Patronatserklärung hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 31. Dezember 2018, sie verlängert sich jedoch automatisch um weitere 12 Monate, sollte die Patronatserklärung nicht durch den Patron oder die FFG Werke GmbH innerhalb einer Kündigungsfrist von 12 Monaten zum Jahresende gekündigt worden sein. Da die Patronatserklärung zum 31. Dezember 2023 nicht gekündigt wurde, verlängerte sich die Laufzeit automatisch bis zum 31. Dezember 2025.

Der GOLDEN FRIENDSHIP INTERNATIONAL LIMITED, Hongkong/China, wiederum wurde am 19. Mai 2021 eine Patronatserklärung durch das oberste Konzernunternehmen, die Fair Friend Enterprise Co. Ltd., Taipeh/Taiwan, gewährt. Auch diese garantiert, dass die Gesellschaft zu jeder Zeit zahlungsfähig bleibt und ihren Verbindlichkeiten, insbesondere denen aus ihrer Verpflichtung gegenüber der FFG Werke GmbH, nachkommen kann. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 und verlängert sich danach automatisch um 12 Monate, sofern keine Kündigung erfolgt. Da die Patronatserklärung zum 31. Dezember 2023 nicht gekündigt wurde, verlängerte sich die Laufzeit automatisch bis zum 31. Dezember 2025.

Als weitere Sicherheit wurde dem Unternehmen am 17. Juli 2023 eine zusätzliche Patronatserklärung von der Muttergesellschaft FFG Global CNC Machinery Co. Ltd. gegeben. In der Patronatserklärung garantiert die Patronin, dass die FFG Werke GmbH ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Diese Patronatserklärung hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und verlängert sich danach automatisch um 12 Monate, sofern keine Kündigung erfolgt. Da die Patronatserklärung zum 31. Dezember 2023 nicht gekündigt wurde, verlängerte sich die Laufzeit automatisch bis zum 31. Dezember 2025.

Die Patronatserklärungen sind betragsmäßig nicht begrenzt.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sowohl die kurzfristigen als auch die mittelfristigen Darlehensbeträge erforderlichenfalls auch über die derzeitigen Fälligkeitstermine hinaus der Gesellschaft weiterhin zur Verfügung gestellt werden. Basierend auf dieser Annahme und in Verbindung mit den harten Patronatserklärungen wird die Liquidität der Gesellschaft als gesichert angesehen. Auf Basis der Planung geht die Geschäftsführung davon aus, dass in den folgenden zwölf Monaten keine weitere finanzielle Unterstützung erforderlich sein wird. Die Gesellschaft ist jedoch derzeit nicht in der Lage, die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Rückzahlung der Darlehen aus dem eigenen operativen Geschäft zu den derzeitigen Fälligkeitsterminen zu generieren.

Bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Gesellschaft wieder positive operative Ergebnisse und ausreichende Zahlungsmittelüberschüsse zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs sowie zur Rückführung der bestehenden Verbunddarlehen erzielt, ist daher die Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch den Konzernverbund und die Gesellschafter weiterhin unabdingbar, um eine positive Fortführungsprognose für die FFG Werke GmbH aufrechtzuerhalten. Sollten keine Maßnahmen mit Gesellschaftern oder verbundenen Unternehmen vereinbart werden, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu sichern, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertragslage und infolgedessen auch in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und deshalb von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig ist. Daher wurden der Gesellschaft von den (mittelbaren) Gesellschaftern Patronatserklärungen erteilt. Insoweit besteht ein bestandsgefährdendes Risiko.

Überschuldung

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Insbesondere durch die oben geschilderte Unterstützung durch den Konzernverbund und die Gesellschafter in Form von kurz- und mittelfristiger Darlehensbegebung sowie durch die bestehenden harten Patronatserklärungen wird garantiert, dass die FFG Werke GmbH zu jeder Zeit zahlungsfähig bleibt und nicht in eine Überschuldungslage gerät. Die Geschäftsführung der FFG Werke GmbH sieht daher eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne nicht vorliegen und die Fortführung des Unternehmens nach den aktuellen Umständen als überwiegend wahrscheinlich an.

Risiken auf Kunden- und Wettbewerberseite

Die FFG Werke GmbH ist als international agierendes Unternehmen in verschiedenen Kernmärkten, Branchen und Regionen tätig. Die typischen Geschäftsrisiken und -chancen dieser Kundenbranche können auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken ergeben sich aus der technischen Realisierbarkeit sowie der kosten- und termingerechten Durchführung der Kundenprojekte, die oft zu einem Festpreis vereinbart sind (Kalkulations-, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken). Die sich hieraus ergebenden Risiken werden im Rahmen des Auftragsmanagements erfasst, verfolgt und bewertet. Sofern mit einem tatsächlichen Eintritt gerechnet wird, werden im Rahmen der handelsrechtlichen Erfordernisse Rückstellungen gebildet. Insbesondere die Bildung von Drohverlustrückstellungen bzw. verlustfreien Bewertung auf Vorräte stellen regelmäßig ein hohes Risiko dar.

Beschaffungsmarktrisiken

Aus kundenseitigen Festpreisverträgen resultieren Risiken durch Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt. Diese werden, soweit möglich, durch lieferantenseitige Preisbindungen, Preisgleitklauseln und kalkulatorische Posten in der Planung kompensiert.

Der Einkaufspreis und die Einkaufskonditionen - wie z. B. die Lieferzeit - stellen ein allgemeines Risiko dar, beispielsweise basierend auf der Nachfrage nach Spezialkomponenten des Maschinenbaus. Zur Minimierung des Risikos wurden für gewisse Grundmengen vertragliche Vereinbarungen getroffen. Die Rohmaterialien sind am freien Markt in der EU verfügbar. Der Einkauf sichert Schlüsselkomponenten über langfristige Lieferantenkontrakte und eine Dual-Supplier-Strategie ab. Die Gesellschaft beschafft einen großen Teil ihrer Materialien in Euro, sodass beschaffungsseitig keine wesentlichen Währungsrisiken bestehen.

Im Geschäftsjahr 2022 bestanden Risiken in Bezug auf Preisstabilität und Liefertreue am Beschaffungsmarkt aufgrund der durch die Pandemiesituation, sowie des Ukrainekriegs aufgetretenen Lieferengpässe. Das Risiko wird aus Sicht der Geschäftsführung als "mittel" eingestuft, da sich die Lage am Beschaffungsmarkt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt entspannt hat. Einkaufspreise sind jedoch auf einem hohen Niveau geblieben. Zusätzlich ist festzustellen, dass viele Lieferanten umstrukturieren und sich auf deren Kernkompetenzen konzentrieren. Dies hat zur Folge, dass in bestimmten Bereichen der Beschaffung neue Lieferanten aufgebaut werden müssen und dabei insbesondere das Qualitätsmanagement der Gesellschaft gefordert ist.

Risiken des Forderungsmanagements

Der Anlagenbau ist geprägt von Großprojekten und hohen Auftragsvolumen. Dem Ausfallrisiko wird durch den Erhalt von Kundenanzahlungen gegengewirkt. Für den Erhalt der Kundenanzahlungen ist die Verfügbarkeit entsprechender Avallinien erforderlich. Die Gesellschaft fakturiert einen großen Teil ihrer Umsätze in Euro, so dass bei diesen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro, d. h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Risiken des Forderungsmanagements werden insgesamt als gering einstuft.

Zinsrisiken

Die Gesellschaft hat zukünftige Zinsrisiken, welche durch die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden sind, durch einen laufzeitkongruenten Zinsswap abgesichert. Zwischen den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft in Form eines Zinsswaps wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage eines Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabler Zinsen. Es besteht das Risiko, dass der variable Zinssatz niedriger ist als der feste Swap-Zinssatz und durch den Swap negative Zahlungsströme erzeugt werden. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wies der Swap einen positiven Zeitwert auf. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung als gering eingestuft. Auch das Zinsrisiko bezüglich der bestehenden Darlehen im Verbund wird aus Sicht der Geschäftsführung als gering eingestuft.

Zusammenfassende Bewertung

Die Gesamtbetrachtung der Risiken zeigt, dass die FFG Werke GmbH überwiegend Liquiditätsrisiken und Absatzmarktrisiken ausgesetzt ist. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation bei der FFG Werke GmbH ist für die Aufrechterhaltung einer positiven Fortführungsprognose ein konsequentes Kosten- und Liquiditätsmanagement sowie ggfs. die Unterstützung durch die Gesellschafter weiterhin unabdingbar.

III. 2. Chancenbericht

Die FFG Werke GmbH ist mit ihren High-Tech-Maschinen in einem hochwertigen Produktbereich tätig. Maßgeblich beeinflusst wird dies durch die effiziente Projektabwicklung dieser hochkomplexen Anlagen. Innerhalb dieses sich verändernden Marktumfeldes eröffnen sich fortwährend neue Chancen. Ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, ständige Weiterentwicklung und Innovation der Produkte und auch insbesondere qualifizierte Mitarbeiter unterstützen im Zusammenhang mit unserem Geschäftsmodell den Ausbau der bestehenden Marktstellung im In- und Ausland.

Neben den zuvor dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre gleichermaßen über alle Bereiche der FFG Werke GmbH hinweg Chancen. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen innerhalb der Kategorien spiegelt auch hier die gegenwärtige Priorisierung und damit Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Produkt- und Marktstrategie

Als Zulieferer für verschiedene Branchen der fertigenden Industrie, durch das international geprägte Kundenportfolio und das breite Anwendungsspektrum der Produkte und Lösungen können regionale und sektorale Nachfragerückgänge kompensiert werden. Durch den Verkauf der Marke Modul konzentriert sich das Unternehmen zukünftig auf die Kernmarke HESSAPP und dessen Anwendungsmöglichkeiten. Zusammen mit dem Servicegeschäft will die Geschäftsführung die Marktanteile ausbauen und die Kosten und Qualitätsvorteile gegenüber den Mitbewerbern ausschöpfen. Der Markt in Asien und Indien bietet Chancen im Bereich des Personentransportwesens und der Eisenbahn. In diesem Markt ist die FFG Werke GmbH mit der Marke HESSAPP stark vertreten. Diese Chancen insgesamt werden als hoch eingestuft.

Die FFG Werke GmbH sieht sich mit der Marke HESSAPP als einer der technologisch führenden Anbieter auf ihrem Marktsegment. Durch kontinuierliche Entwicklungsarbeit an neuen Technologien und Weiterentwicklung der bestehenden Verfahren kann die FFG Werke GmbH ihren Kunden qualitativ hochwertige und individuell auf die Bedürfnisse maßgeschneiderte Lösungen bieten. Dies bietet die Möglichkeit, im bestehenden Markt den Marktanteil zu steigern und auch neue Marktsegmente zu erschließen. Im Bereich der E-Mobilität konnte bereits erfolgreich ein innovatives Projekt mit einem führenden deutschen Automobilisten umgesetzt werden. Darüber hinaus werden mit langjährigen Kunden Lösungen für den Ausbau und die Erhöhung von Automatisierungsprozessen entwickelt. Die Chancen werden langfristig betrachtet als mittel eingestuft.

Ausbau renditestarker Bereiche (Service, Teile, Training, Retooling)

Das After-Sales-Business (Service, Teile, Training, Retooling) soll als Zentralbereich weiter stabilisiert werden. Dieser Bereich hat das Potential, höhere Margen zu generieren, da hier die Wettbewerbssituation bei Weitem nicht so angespannt ist wie im Neumaschinengeschäft. Mit der vorhandenen Fachkompetenz im Bereich Service erwartet man in Summe für die nächsten drei Jahre ein kontinuierliches Wachstum. Zusätzlich zu geplanten Neuinvestitionen auf Kundenseite bietet die FFG Werke GmbH Überholungen (sogenanntes Retooling) der vorhandenen Anlagen an und es wird mit einem Auftragsanstieg in diesem Bereich, bezogen auf die vorhandenen Produktionsanlagen bei unseren Kunden, gerechnet. Die Chancen in diesem Bereich werden als hoch eingestuft.

Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung ergeben sich Chancen insbesondere durch die Forschung und Entwicklung neuer Technologien, die Weiterentwicklung der bestehenden Verfahren sowie die Konzentration auf renditestarke Bereiche.

Neben der Realisierung von Effizienzsteigerungen und dem Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios ermöglicht die Nutzung dieser Chancen auch die Erschließung neuer Marktsegmente und leichteren Zugang zu den Märkten in Asien.

III. 3. Prognosebericht

Die Basisprognose geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 weiterhin mit 3,2 Prozent wachsen wird, und zwar mit der gleichen Geschwindigkeit wie im Jahr 2023.

(https://www.imf.org/en/Publications/WEO)

Aktuelle Indikatoren zeichnen noch ein verhaltenes Bild der deutschen Wirtschaft zu Beginn des Sommers. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe zeigt noch keine nachhaltige Belebung. Im April stagnierte sie gegenüber dem Vormonat mit einem Rückgang um 0,1 % nahezu. Während die Bauproduktion im April erneut deutlich um 2,1 % zurückging, lag die Ausbringung in der Industrie mit +0,2 % leicht im Plus. Die Inflationsrate stieg im Mai leicht auf 2,4 %. Der Arbeitsmarkt ist im Mai weiterhin von der schwachen konjunkturellen Dynamik geprägt.

(https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240613-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2024.html)

IST 2023
TEUR
Budget 2024
TEUR
Auftragseingang 63.177 40.835
IFRS: Umsatzerlöse 50.423 44.335
IFRS: Earnings before interest and taxation (EBIT) -5.033 1.644

Die Budgetplanung für 2024 wurde ohne den Standort Chemnitz zu berücksichtigen aufgestellt.

Die Geschäftsführung ist für den Auftragseingang von einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr ausgegangen, da sich die wirtschaftliche Lage und die Resonanz am Maschinenbaumarkt im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Im August 2024 liegt der Auftragseingang unter Budgetniveau.

Durch einen in 2023 deutlich gestiegenen Auftragseingang wurde in der Budgetplanung für 2024 ein hoher Umsatz erwartet, obwohl dabei der Standort Chemnitz nicht berücksichtig ist. Dieser gestiegene Umsatz führt im Budget aufgrund margenverbesserter Projekte und Serviceaufträgen aufgrund höherer Absatzpreise zu einer wesentlichen Verbesserung des EBIT. Die Umsatzerlöse und das EBIT liegen im August 2024 im Budget.

Zum 31.03.2024 wurde der Standort Chemnitz in Form von 2 Asset Deals aufgelöst. Der Geschäftszweig MODUL ist an die Modul MT Verzahntechnik veräußert wurden. Der Geschäftsbereich VDF Boehringer DUS an die MAG IAS GmbH. Bis zum Verkauf des Standortes wurden TEUR 5.039 Umsatz mit einem negativen EBIT von TEUR -1.083 erzielt. Es konnten noch TEUR 1.484 Auftragseingang generiert werden. Der Auftragseingang bezog sich vorrangig auf das DUS-Geschäft, den Service sowie Nachträge. Es wurde kein Neumaschinenprojekt der Marke MODUL mehr gewonnen. Aus dem Asset Deal mit der Modul MT Verzahntechnik GmbH konnte ein positiver Verkaufseffekt von TEUR 959 erzielt werden.

Aufgrund von verbliebenen noch nicht endabgenommen Modul-Projekte bei der FFG Werke GmbH wird aktuell ein Risiko in Höhe von TEUR 694 abgeschätzt.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen können nicht abschließend beurteilt werden, das Management und der Gesellschafter sind in enger Abstimmung bezüglich der laufenden Entwicklungen und entschlossen, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.

 

Eislingen/Fils, 26. September 2024

Die Geschäftsführung

Giuseppe Iossa

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FFG Werke GmbH, Eislingen/Fils

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FFG Werke GmbH, Eislingen/Fils, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FFG Werke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe A. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt III. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und sich in einer angespannten Ertragslage und infolgedessen auch in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und deshalb stark von der finanziellen Unterstützung ihrer Muttergesellschaften abhängig ist. Daher wurden der Gesellschaft von den (mittelbaren) Gesellschaftern Patronatserklärungen erteilt. Wie in Angabe A. im Anhang und Abschnitt III. im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 27. September 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Göttgens, 30.09.2024, Wirtschaftsprüfer

Tolga Kusdil, 30.09.2024, Wirtschaftsprüfer

"Per Gesellschafterbeschluss vom 29.11.2024 wurde der FFG Werke GmbH Abschluss zum 31.12.2023 festgestellt."

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.