Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 201813
Eingetragen
12.11.2012
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten zur computergestützten Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Erbringung von Dienstleistungen aller Art in diesem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Heiny
seit 12.11.2012
Geschäftsführer
Vincenz Dölle
seit 12.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
2.36%
A******** F******
2.36%
2.36%

Ungelöste Beteiligungen (16)

Gesellschafter
Beta

25 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 25 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Insigth Luxembourg XI S.a r.l.
Luxembourg
42.206 €
24.92%
Earlybird GmbH & Co. Beteiligungs KG 2012
Germany
22.560 €
13.32%
USV SimScale A, LLC
United States
21.681 €
12.80%
June Fund 17 GmbH & Co. KG
Germany
10.855 €
6.41%
High-Tech-Gründerfonds II
Germany
10.316 €
6.09%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SimScale GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.394.822,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 6,00
5.394.828,00 6,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.897,00 37.498,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,01 0,01
5.415.725,01 37.504,01
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 770.725,97 623.450,18
2. Sonstige Vermögensgegenstände 923.177,23 506.681,72
1.693.903,20 1.130.131,90
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.708.467,19 26.002.729,99
16.402.370,39 27.132.861,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 438.708,83 825.188,54
22.256.804,23 27.995.554,44

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 161.124,00 161.124,00
II. Kapitalrücklage 73.588.659,27 73.588.659,27
III. Verlustvortrag -48.127.617,26 -36.222.248,86
IV. Jahresfehlbetrag -6.571.452,10 -11.905.368,40
19.050.713,91 25.622.166,01
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 664.940,31 472.245,16
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.858,85 14.555,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 373.272,52 297.139,57
3. Sonstige Verbindlichkeiten 155.733,02 145.124,64
davon aus Steuern: EUR 98.822,03 (Vorjahr: EUR 97.634,05)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 36.178,40 (EUR 37.715,60)
559.864,39 456.819,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.981.285,62 1.444.323,66
22.256.804,23 27.995.554,44

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.443.387,65 3.358.817,36
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.394.822,00 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 408.781,90 871.829,74
davon aus Währungsumrechnung: EUR 307.605,87 (Vorjahr: EUR 580.991,83)
10.246.991,55 4.230.647,10
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.467.833,06 -6.785.145,37
6.779.158,49 -2.554.498,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.252.458,53 -5.843.349,73
b) Soziale Abgaben -1.098.605,55 -1.045.763,55
-7.351.064,08 -6.889.113,28
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -26.812,24 -19.155,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.123.636,88 -2.415.171,53
davon aus Währungsumrechnung: EUR 170.374,81 (Vorjahr: EUR 157.842,47)
-13.501.513,20 -9.323.440,12
-6.722.354,71 -11.877.938,39
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 151.218,19 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -44.992,36
10. Ergebnis nach Steuern -6.571.136,52 -11.922.930,75
11. Sonstige Steuern -315,58 17.562,35
12. Jahresfehlbetrag -6.571.452,10 -11.905.368,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der SimScale GmbH

München

Amtsgericht München, HRB 201813

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Demnach wendet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB an. Für die Angaben im Anhang nimmt die Gesellschaft die Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesellschaft eine Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft dadurch bis über das Geschäftsjahr 2024 gesichert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Dabei wurden im Geschäftsjahr 2023 aus einem Gesamtbetrag an Entwicklungskosten in Höhe von 7.693.162 EUR ein Betrag in Höhe von insgesamt 5.394.822 EUR aktiviert. Dieser umfasst die direkt zuordenbaren Personalaufwendungen, externe Entwicklungskosten und Aufwendungen für Entwicklungssoftware sowie anteilig zugeordnete Aufwendungen für Dienstleistungen und Büromiete. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern die Wertminderung von Dauer ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie das Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten angesetzt. Zur Berücksichtigung des Ausfallrisikos wurden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberechtigungen gebildet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Zahlungen, die in Folgejahren zu Aufwendungen bzw. Erträgen führen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag, die Kapitalrücklage den Gesellschafterbeschlüssen.

Die Rückstellungen wurden in ausreichender Höhe mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern beruhen auf zeitlichen Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Fremdwährungsguthaben, Urlaubsrückstellungen und immateriellen Vermögensgegenständen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt mit einem Steuersatz von 33,0 %. Passive latente Steuern infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind in der Bilanz aufgrund der Aktivüberhangs latenter Steuern nicht ausgewiesen.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ein Betrag in Höhe von 5.394.822 EUR (Vorjahr: 0 EUR) ausschüttungsgesperrt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft aktiviert im Geschäftsjahr 2023 erstmalig selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Es handelt sich um selbstentwickelte Software.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage erstmals Aufwendungen in Höhe von 2.657 TEUR (Vorjahr: 2.817 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus, die bislang in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen wurden. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Aufwendungen im Kontext der Kundengewinnung.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023" ersichtlich.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 176.600,00 EUR (Vorjahr: 176.600,00 EUR).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind:

Aus einem Mietvertrag bestehen Verpflichtungen über die verbleibende Gesamtmietdauer von drei Jahren und fünf Monaten von 855 TEUR (ohne Nebenkosten).

Es bestehen sogenannte Phantom Shares, aus denen sich bei künftigen Ereignissen Auszahlungsverpflichtungen für die Gesellschaft ergeben könnten.

2. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 78 Mitarbeiter beschäftigt.

Anteilsbesitz

Anteilsbesitz Anteil Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis 2023
in %
SimScale Inc Wilmington, Delaware, USA 100,00 18.785,50 USD 0 USD

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an:

Vincenz Dölle ausgeübter Beruf: Kaufmann
David Heiny ausgeübter Beruf: Kaufmann

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

Mindestbesteuerung (Pillar 2) (§ 285 Nr. 30a HGB)

Auf den Jahresabschluss der Gesellschaft ergeben sich aus dem am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie aus ähnlichen ausländischen Mindeststeuergesetzen keine Auswirkungen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.571.452,10 EUR (Vorjahr: 11.905.368,40 EUR) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 6. September 2024

SimScale GmbH

gez. Vincenz Dölle, Geschäftsführer

gez. David Heiny, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 5.394.822,00 0,00 5.394.822,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.577,97 0,00 0,00 8.577,97
8.577,97 5.394.822,00 0,00 5.403.399,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 195.274,82 10.211,24 0,00 205.486,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,01 0,00 0,00 0,01
203.852,80 5.405.033,24 0,00 5.608.886,04
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.571,97 0,00 0,00 8.571,97
8.571,97 0,00 0,00 8.571,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.776,82 26.812,24 0,00 184.589,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
166.348,79 26.812,24 0,00 193.161,03
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.394.822,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 6,00
5.394.828,00 6,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.897,00 37.498,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,01 0,01
5.415.725,01 37.504,01

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Grundlagen des Unternehmens

Angaben zum Unternehmen

Die SimScale GmbH, kurz auch "SimScale" genannt, entwickelt und vermarktet Software für ingenieurtechnische Simulation.

Der Hauptsitz der SimScale GmbH ist in der Ridlerstraße 31b, München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 201813 registriert. Geschäftsführer sind Herr Vincenz Dölle und Herr David Heiny.

Die 100-prozentige Tochter SimScale Inc, registriert in Wilmington, Delaware, hat ihren Hauptsitz in der 68 Harrison Avenue #605, Boston, Massachusetts, 02111, USA.

Gegenüber dem Vorjahr gab es keine wesentlichen Veränderungen in der Unternehmensstruktur.

Geschäftsmodell

SimScale entwickelte eine cloud-basierte Plattform für ingenieurtechnische Simulation, die Ingenieuren und Konstrukteuren ermöglicht, die Qualität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz ihrer Konstruktionsprozesse zu steigern. Die Plattform nutzt eine webbasierte Benutzeroberfläche und externe Cloud-Rechenzentren.

Das Ziel der Entwicklung technischer Produkte im Maschinenbau ist stets, komplexe technische Systeme in kurzer Zeit zu beherrschen und zur Marktreife zu bringen. Ingenieurtechnische Simulation (Computer Aided Engineering, "CAE") stellt ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem lange Zyklen vom Konstruktionsentwurf über den Prototypenbau und Test bis zur Anpassung durch virtuelles Testen von Entwürfen deutlich verkürzt werden können. Mit Simulation können Industrieunternehmen ihre Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse schneller und kostengünstiger gestalten und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielen.

Trotz des Wettbewerbsvorteils, den Simulation ermöglicht, wird sie als Produktentwicklungsmethodik noch nicht flächendeckend eingesetzt. Dies liegt hauptsächlich an den hohen Einstiegshürden in Bezug auf Kosten, Technik und Know-how.

Die SimScale-Plattform bietet einen neuen Ansatz zur ingenieurtechnischen Simulation. Der Anwender benötigt lediglich einen Webbrowser und eine Internetverbindung, wodurch jeglicher Aufwand für Inbetriebnahme und Wartung entfällt. Die Rechenkapazität wird dynamisch von externen Rechenzentren gemietet, sodass dem Anwender stets skalierbare Simulationskapazität zur Verfügung steht, ohne Fixkosten für Hardware tragen zu müssen. Dies ermöglicht eine neue Kostenstruktur in der Bereitstellung von Simulationskapazität, wodurch der Anwender eine Simulationslösung für einen Bruchteil der traditionellen Kosten nutzen kann.

Kunden von SimScale bezahlen einen Mietpreis, um Zugriff auf die SimScale-Plattform und deren Simulationsfunktionalität zu erhalten (Software-as-a-Service). Im Preis inbegriffen ist ein je nach Tarif festgelegtes Rechenzeitkontingent, über das der Benutzer frei verfügen und nach Bedarf minutengenau erweitern kann.

II Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 expandierte die globale Wirtschaft in einem moderaten Tempo, wobei das Wachstum mit 3,5% etwa auf dem Niveau von 2022 blieb. Trotz der anhaltenden Straffung der Geldpolitik und hoher Unsicherheit war das Wachstum höher als zu Beginn des Jahres erwartet. Dies war insbesondere auf starke Arbeitsmärkte und eine robuste Nachfrage nach Dienstleistungen zurückzuführen. Die globalen Wirtschaftsaktivitäten wurden hauptsächlich von Schwellenländern und den Vereinigten Staaten angetrieben, während in den meisten anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften strenge Finanzierungsbedingungen und geopolitische Faktoren das Wachstum stärker belasteten.

Europäische Wirtschaft

In der Eurozone schwächte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 ab. Das BIP-Wachstum im Jahr 2023 sank auf moderate 0,4%, verglichen mit 3,4% im Jahr davor. In Deutschland sank das BIP hingegen um 0,3%.

Besonders betroffen war der Industriesektor, der unter den strafferen Finanzierungsbedingungen, hohen Energiekosten und schwacher globaler Nachfrage litt. Der Dienstleistungssektor profitierte hingegen zunächst noch von den Nachwirkungen der pandemiebedingten Wiedereröffnung der Wirtschaft. Die Arbeitsmärkte blieben relativ widerstandsfähig, was die Binnennachfrage unterstützte.

Die Eurozone sah einen scharfen Rückgang der Gesamtinflation (von 10,6 % im Oktober 2022 auf 2,6 % im Februar 2024), insbesondere aufgrund negativer Energiekosteninflation. Diese Entwicklung war auf das Nachlassen vergangener Schocks und die zunehmenden Auswirkungen der strafferen Geldpolitik zurückzuführen. Allerdings blieben inländische Preistreiber bedeutend, da die Löhne aufgrund starker Arbeitsmärkte und der Kompensation vergangener inflationsbedingter Kaufkraftverluste stiegen.

Maschinenbau

Der Maschinenbau in Deutschland und Europa zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Entwicklung. Die Exporte der EU-27 stiegen, wobei Deutschland als wichtigstes Herkunftsland seine Maschinenexporte stabil halten konnte. Allerdings sanken die Maschinenimporte aus China zweistellig, was vermutlich auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die strengen Finanzierungsbedingungen zurückzuführen ist. Geopolitische Risiken durch Konflikte wie den Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten sowie restriktive Finanzierungsbedingungen führten zu Unsicherheiten und Handelshemmnissen, die den Import von Maschinen aus China potentiell beeinträchtigten. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der europäische Maschinenbau ein bedeutender Akteur auf dem Weltmarkt und konnte seine Wettbewerbsposition in mehreren Teilbereichen halten.

Quellen: VDMA 1 , EZB 2

1 https://www.vdma.org/maschinenbau-zahl-bild
2 https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financial-statements/annual/html/ecb.ar2023~d033c21ac2.de.html, https://www.bundesbank.de/de/publikationen/ezb/wirtschaftsberichte

Branchenkonjunktur

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau durchlief im Jahr 2023 eine herausfordernde Phase, gekennzeichnet durch rückläufige Auftragseingänge und eine gedämpfte Produktionsentwicklung. Trotz nominalem Umsatzwachstum und robusten Exportzahlen blieben die realen Wachstumsraten hinter den Erwartungen zurück. Die Branche muss weiterhin auf die sich verändernden globalen und wirtschaftlichen Bedingungen reagieren, um ihre starke Position zu behaupten und zukünftiges Wachstum zu sichern.

Auftragseingang und Produktionsentwicklung

Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche Maschinen- und Anlagenbau einen signifikanten Rückgang der Auftragseingänge um real 12% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und die Auswirkungen geopolitischer Spannungen, die die globale Konjunktur belasteten. Die Auftragseingänge aus den EURO-Partnerländern gingen um 16% zurück, während die Bestellungen aus Nicht-EURO-Ländern um 11% sanken. Auch im Inland gab es keine Wachstumsimpulse, hier verzeichnete der Auftragseingang einen Rückgang um 11%.

Branchenentwicklung nach Fachzweigen

Die verschiedenen Fachzweige im Maschinenbau zeigten bis auf wenige Ausnahmen durchweg Minusraten. Besonders stark betroffen waren Bereiche wie Bergbaumaschinen, Textilmaschinen und Holzbearbeitungsmaschinen mit einem Rückgang von über 30% und die elektrische Automation mit einem Minus von 26%. Einzig der Bereich Power Systems konnte ein Wachstum von 16% verzeichnen. Insgesamt reichten die Veränderungsraten von plus 16 bis minus 37%.

Umsatz und Export

Der Umsatz im deutschen Maschinenbau stieg nominal um 7,7% auf 262,9 Milliarden Euro, während das reale Wachstum lediglich bei 0,5% lag. Der Export von Maschinen erreichte 206,9 Milliarden Euro, was einem nominalen Anstieg von 5,9% entspricht, jedoch real einem Rückgang von 0,7%. Besonders die Exporte in Nicht- EU-Länder stiegen um 9,2%, während die Importe aus diesen Ländern um 5,4% sanken.

Beschäftigung und Kapazitätsauslastung

Der Maschinen- und Anlagenbau bleibt einer der größten Arbeitgeber in Deutschland mit mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten. Die Kapazitätsauslastung lag im Jahr 2023 bei 85,9%, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, denen sich die Branche gegenübersieht, einschließlich der Anpassung an veränderte Marktbedingungen und der Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene.

Quellen: VDMA 3 , EZB 4

3 https://www.vdma.org/maschinenbau-zahl-bild
4 https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financial-statements/annual/html/ecb.ar2023~d033c21ac2.de.html, https://www.bundesbank.de/de/publikationen/ezb/wirtschaftsberichte

Wettbewerbssituation

SimScale ist nach unserem Wissen weltweit die erste generische, cloud-basierte Simulationsumgebung.

Trotzdem gibt es direkten und indirekten Wettbewerb, der sich in folgende Gruppen einteilen lässt:

Dedizierte CAE-Software: Der Markt wird derzeit von Unternehmen dominiert, die seit Jahrzehnten aktiv sind. Die Ursprünge dieser Software liegen oft in staatlichen Forschungsinstituten oder Universitäten, wo sie entwickelt und später kommerzialisiert wurde. Die Hauptkunden dieser Firmen sind in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie tätig, da die Lizenzkosten für einen Arbeitsplatz sehr hoch sind und daher meist nur von großen Konzernen getragen werden können.

CAD-Plugins: Hersteller von CAD-Software bieten teilweise kostenpflichtige Zusatzpakete an, die Simulationen innerhalb der CAD-Anwendung ermöglichen. Diese sind zwar günstiger als umfassende Simulationsanwendungen, jedoch deutlich teurer als die CAD-Anwendung selbst und im Allgemeinen weniger leistungsfähig als dedizierte CAE-Software.

Andere SaaS-Angebote: Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es nur wenige SaaS-Angebote im Simulationsbereich. Diese bieten entweder nur spezielle, limitierte Funktionalitäten oder nur Rechnerhardware ohne die dazugehörige Software.

Die allgemeine Wettbewerbssituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für SimScale erfreulich. Der Umsatz konnte um 32,3% gesteigert werden.

Es gab 2023 keine wesentlichen Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Auch die Markt- und Wettbewerbsbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Im Jahr 2023 gab es keine Unternehmenskäufe oder -verkäufe. Alle Kooperationsverträge mit wichtigen OEM- Partnern wurden erfolgreich verlängert.

Insgesamt stuft die Geschäftsführung von SimScale die Entwicklungen und Ereignisse als positiv ein.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 32,3% um 1.084.571,- Euro auf 4.443.388,- Euro gestiegen (Vorjahr: 3.358.817,- Euro). Die Umsatzsteigerung resultiert aus der Gewinnung diverser Neukunden im Geschäftsjahr.

Das EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt -6.722.355,- Euro (Vorjahr: -11.877.938,- Euro). Der Anstieg des EBIT ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der Eigenleistungen zurückzuführen.

Die EBIT-Marge beträgt -151% (Vorjahr: -354%).

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von 6.571.452,- Euro abgeschlossen, was im Vergleich zum Vorjahr (11.905.368,- Euro) einer Verlustminderung von 44,8 % entspricht. Die Verlustminderung resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung der Eigenleistungen.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 um 6,7% auf 7.351.064,- Euro (Vorjahr: 6.889.113,- Euro). Im Vergleich zum Vorjahr waren durchschnittlich 5% mehr Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Umsatzerlöse) betrug 2023 165,4%. Sie sank gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Prozentpunkte (Vorjahr: 205,1%).

Der Materialaufwand belief sich auf 3.467.833,- Euro (Vorjahr: 6.785.145,- Euro). Der Materialaufwand ist im Wesentlichen aufgrund einer überarbeiteten Zuordnung der entsprechenden Aufwandskonten gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich 2023 entsprechend erhöht.

Die Abschreibungen lagen mit 26.812,- Euro 140,0% über dem Vorjahresniveau von 19.155,- Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 153,6% auf 6.123.637,- Euro. Der Anstieg resultieren im Wesentlichen aus der überarbeiteten Kontenzuordnung zwischen Materialaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.429.922,- Euro auf -6.040.448,- Euro (Vorjahr: - 11.470.370,- Euro). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch die Aktivierung der Eigenleistungen bestimmt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich von -26.392,- Euro im Vorjahr um 5.227.423,- Euro auf -5.253.815,- Euro im Jahr 2023. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Eigenleistungen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 44.992,- Euro auf 0,- Euro gesunken. Der Rückgang resultiert aus dem Wegfall der Negativzinsen.

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände der Gesellschaft wurden, wie im Vorjahr zu 100% aus Eigenmitteln finanziert.

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wechselkurs- und bewertungsbedingten Änderungen ist um 11.294.263,- Euro auf 14.708.467,- Euro gesunken (Vorjahr: 26.002.730,- Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.738.750,- Euro verringert. Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite resultieren aus dem Rückgang des Finanzmittelfonds um 11.294.263,- Euro sowie gegenläufig der Aktivierung von Eigenleistungen in Höhe von 5.394.822,- Euro.

Auf der Passivseite stiegen die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 192.695,- Euro. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um 536.962,- Euro erhöht.

Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um den Jahresfehlbetrag von 6.571.452,- Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 85,6% (Vorjahr: 91,5%).

Das gezeichnete Kapital hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vermögenslage der Gesellschaft nach wie vor stabil ist. Infolge der somit vorhandenen soliden Vermögensstruktur und gesicherten Finanzierungssituation bestehen aus heutiger Sicht geringe Liquiditätsrisiken für die Gesellschaft.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens dienen, gehören insbesondere:

Umsatz

EBITDA

freie Liquidität

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr, entsprechend der Vorjahresprognose einer deutlichen Umsatzsteigerung, von 3.358.817,- Euro im Jahr 2022 auf 4.443.388,- Euro im Jahr 2023 gestiegen. Das Wachstum von SimScale basiert hauptsächlich auf der kontinuierlichen Erweiterung der Anwendungsbereiche und Reife des Produkts, was die Erschließung neuer Kundengruppen in verschiedenen Industriezweigen ermöglicht. Zusätzlich haben auch Fortschritte im Bereich Marketing und Vertrieb zum positiven Ergebnis beigetragen.

Der Indikator EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Aktivierung von Eigenleistungen positiv entwickelt, von -11.841.221 ,- Euro im Jahr 2022 auf -6.695.858,- Euro im Jahr 2023 und liegt damit auch deutlich über der Vorjahresprognose, die die Aktivierung der selbst geschaffenen Software noch nicht berücksichtigt hatte.

Die freie Liquidität war 2023 wie prognostiziert rückläufig, da es im Jahr 2023 keine neue Finanzierungsrunde gab und kein Kapital eingezahlt wurde.

Insgesamt ist das Jahr 2023 als positiv für SimScale zu bewerten.

III Chancen- und Risikobericht

Risiken

Ähnlich wie im Geschäftsjahr 2023 sind die wirtschaftlichen Risiken im Jahr 2024 vielfältig. Ein zentrales Risiko war und ist die anhaltend hohe Inflation, die sowohl die Betriebskosten erhöht als auch die Kaufkraft der Kunden beeinträchtigt. Dies führte zu einer allgemeinen Zurückhaltung bei Investitionen in neue Softwarelösungen. Die steigenden Zinsen verstärken dieses Risiko, da sie die Finanzierungskosten für unsere Kunden erhöhen und somit die Nachfrage nach unseren Produkten potenziell verringert. Dank unseres flexiblen Preismodells und der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden konnten wir jedoch diese Herausforderungen bisher erfolgreich meistern und die negative Wirkung auf unser Geschäft minimieren.

Wir schätzen insgesamt die gesamtwirtschaftlichen Risiken für die Entwicklung des Maschinenbau-Sektors als nicht unerheblich ein. Daher wurde ein Risikomanagement implementiert, um die Geschäftsleitung und die Gesellschafter dabei zu unterstützen, die wichtigsten Risiken und deren Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die gestiegenen Zinsen und das sich verschlechternde gesamtwirtschaftliche Umfeld können auch Auswirkungen auf die Refinanzierung der Gesellschaft durch Fremd- oder Eigenmittel haben, da es sowohl schwieriger sein kann, Zugriff auf finanzielle Mittel zu erhalten als auch die Kosten hierfür steigen.

SimScale führt ein aktives Mahnwesen und viele Kunden werden mit Vorkasse fakturiert, wodurch die Risiken durch Zahlungsstrom-Schwankungen und Zahlungsausfälle trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung als eher gering einzuschätzen sind.

Darüber hinaus war und ist auch der Fachkräftemangel weiterhin ein Risiko für SimScale. Branchenweit blieb die Nachfrage nach hochqualifizierten IT-Fachkräften und Ingenieuren hoch. Die demografische Entwicklung und die Verrentung der Babyboomer verschärfen dieses Problem zusätzlich. Dennoch konnten wir durch verstärkte Investitionen in Mitarbeiterentwicklung und gezielter Maßnahmen zur Anwerbung und Bindung von Talenten unsere Teams erfolgreich stärken und planen dies auch für die Zukunft.

Chancen

Digitalisierung und Industrie 4.0

Für SimScale bieten die fortschreitende Digitalisierung und der Wandel hin zur Industrie 4.0 erhebliche Chancen. Die steigende Nachfrage nach cloud-basierten Simulationslösungen und digitalen Zwillingen eröffnet neue Marktpotenziale. Durch unsere fortschrittliche Simulationsplattform können wir Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen und ihnen helfen, effizientere und innovativere Produkte zu entwickeln. Diese Entwicklungen bieten uns die Möglichkeit, unsere Marktposition weiter zu stärken und neue Kundensegmente zu erschließen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz stellt für SimScale eine große Chance dar. Unsere Simulationslösungen ermöglichen es Kunden, nachhaltigere und energieeffizientere Produkte zu entwickeln. Dies ist besonders relevant in Branchen wie dem Maschinenbau, wo der Druck zur Reduzierung des CO 2 - Ausstoßes und zur Verbesserung der Energieeffizienz zunimmt. Durch die Fokussierung auf grüne Technologien und nachhaltige Praktiken können wir nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern, sondern auch einen positiven Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten.

Globale Märkte und Exportmöglichkeiten

Die fortschreitende Globalisierung und die Öffnung neuer Märkte bieten SimScale erhebliche Wachstumsmöglichkeiten. Unsere internationale Präsenz und die Fähigkeit, unsere Dienstleistungen weltweit anzubieten, ermöglichen es uns, von der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Simulationslösungen in aufstrebenden Märkten zu profitieren. Besonders in Regionen wie Asien und Südamerika sehen wir großes Potenzial für weiteres Wachstum und Expansion.

Fachkräftesicherung durch attraktive Arbeitsmodelle

Trotz des allgemeinen Fachkräftemangels bietet die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsmodelle eine Chance für SimScale. Durch die Einführung moderner Arbeitsmodelle, wie Remote-Arbeit und flexible Arbeitszeiten, können wir Talente weltweit anziehen und binden. Dies ermöglicht uns, ein breites Spektrum hochqualifizierter Fachkräfte zu rekrutieren und unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

IV Prognosebericht

Die Geschäftsführung der SimScale GmbH sieht dem Jahr 2024, trotz bestehender Herausforderungen wie Inflation und geopolitischer Unsicherheiten, sehr positiv entgegen.

Zusammenfassend erwarten wir für das Jahr 2024 eine positive Geschäftsentwicklung mit deutlich steigenden Umsatzerlösen und einem EBITDA auf Vorjahresniveau. Die freie Liquidität wird aufgrund der geplanten Investitionen spürbar sinken. Trotz der Herausforderungen wird das Unternehmen durch strategische Anpassungen und gezielte Investitionen in Personal, Technologie und Prozessoptimierung gut positioniert sein, um zukünftiges Wachstum zu sichern und seine Marktposition weiter zu stärken. Durch unsere strategische Ausrichtung auf Innovation, Nachhaltigkeit und digitale Transformation sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen und unser Geschäft weiter ausbauen können.

Der Fokus des Unternehmens wird nicht nur auf dem weiteren Aufbau von Marketing- und Vertriebskapazitäten liegen, sondern vor allem auch auf der Beschleunigung der Produktentwicklung, um mehr Industriezweige und Kundensegmente bedienen zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Ausbau von qualifiziertem Personal liegen. In den vergangenen Geschäftsjahren haben wir erfolgreich Recruiting-Aktivitäten durchgeführt und setzen systematisch darauf, uns als attraktiver, flexibler und vielfältiger Arbeitgeber zu positionieren.

 

München, den 6. September 2024

gez. Vincenz Dölle, Geschäftsführer

gez. David Heiny, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 07.11.2024 festgestellt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SimScale GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SimScale GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimScale GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Anton Schreitt, Wirtschaftsprüfer

gez. Martin Kolb, Wirtschaftsprüfer

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