Pott's Brauerei GmbH
In der Geist 120, 59302 Oelde, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Marquardt seit 3.2.2011 | Geschäftsführer |
Jörg Pott seit 3.2.2011 | Geschäftsführer |
Karl Heinz Hohoff seit 5.11.2004 | Prokura |
Michael Heinrich Töpsch seit 5.11.2004 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pott's Brauerei GmbHOeldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschichts- und Strukturdaten Die Pott's Brauerei, seit sieben Generationen im Familienbesitz, ist eine kleine, handwerkliche Privatbrauerei im Münsterland. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Pott's Bierspezialitäten, holzgereiften Jahrgangsbieren, kreativen Genuss- und Erlebnisbieren aus dem Brauatelier und der Eigenmarken "Gesaris" und "Landlimo", die Mineralwasser und hochwertige Erfrischungsgetränke umfassen. Der Absatz mit dem Getränkefachgroßhandel ab Rampe Oelde beträgt ca. 89 % und der Direktvertrieb an die letzte Handelsstufe rund 11 %. Der Absatz eigener Produkte verteilte sich im vergangenen Jahr zu rund 71 % auf Flaschenbier, zu 18 % auf Fassfüllungen und zu 11 % auf Mineralwasser und Erfrischungsgetränke. Weitere Geschäftsfelder sind insbesondere die Lohnabfüllung für namhafte Brauereikollegen, das Auftragsbrauen kreativer Biere für Brauerei-Start-ups, der Vertrieb von Handelswaren und der Verkauf von ausgesuchten Merchandising-Artikeln. Für die Dienstleistung der Lohnabfüllung ist die Pott's Brauerei vom größten Braukonzern der Welt, der AB-InBev-Gruppe, und dem größten Brauer Deutschlands, der Oetker-Gruppe, zertifiziert. 1.2 Branchenentwicklung Der jährliche Bierabsatz geht in Deutschland kontinuierlich zurück. So war er in den Statistiken des Bundesamtes 2023 um 11,5 Prozent niedriger als im Jahr 2013 (95 Millionen Hektoliter) und 25,3 Prozent niedriger als im Jahr 1993 (112 Millionen Hektoliter). Durch massive Preisexplosionen, die Konsumflaute bei den Verbrauchern und einen weitestgehend verregneten Sommer war die Braubranche auch im Jahr 2023 weiterhin kräftig von Krisensituationen gebeutelt. Um fast 4 Millionen Hektoliter und damit rund 4,5 % ging der Bierabsatz im Vergleich zum Vorjahr laut Statistischem Bundesamt (Destatis) zurück. Einen so steilen Rückgang gab es selten. Diese Entwicklung hinterlässt mehr und mehr Spuren in der Brauwirtschaft. Während die Anzahl der Braustätten zwischen der Jahrtausendwende und 2019 um 273 Betriebe bzw. 21,3 % zulegte, sind in den letzten vier Jahren 60 Betriebe verschwunden. Der dauerhafte Krisenmodus ist nicht der einzige Grund dafür. Die Absatzverteilung fällt fatal aus: 4,4 % der Brauereien sorgten für über 83,4 % des Ausstoßes. Die Schere zwischen Groß und Klein öffnet sich immer weiter. Verlierer dieses Prozesses ist der Mittelstand und mit ihm die Bierkultur. Im Münsterland gibt es nur noch drei selbständig geführte Traditionsbrauereien, die für Braukunst und Bierkultur stehen. Davon ist die Pott's Brauerei ca. doppelt so groß wie der nächstfolgende Betrieb. Viele Brauereien haben ihr Portfolio in den letzten Jahren aufgrund des rückläufigen Bierkonsums mit eigenen oder zugekauften Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkemarken ergänzt und versuchen dort Wachstumspotenziale zu ergreifen. Der Konsum von Erfrischungsgetränken in Deutschland legte gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag auf Grundlage vorläufiger Berechnungen der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) bei 124,9 Litern (2022: 121,6 Liter). Positiv entwickelten sich im Jahr 2023 insbesondere Limonaden (30,2 Liter, 2022: 26,1 Liter), was wohl hauptsächlich an der großen Zahl der von diversen Brauereien auf den Markt gebrachten Cola-Mix-Getränke liegen dürfte. Anders sah es im Mineralwassermarkt aus. Während der Mineralwasserabsatz laut Branchendaten des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM) im Vorjahr noch um 6,8 % zulegen konnte, musste 2023 ein Absatzrückgang von 4,5 % hingenommen werden. 1.3 Sortenentwicklung Pils behauptete, wie in den vorangegangenen Jahren, die Spitzenposition als beliebteste Biersorte mit rund 50 % Marktanteil. Dieser Anteil ist jedoch bereits seit Jahren rückläufig. Im Trend sind weiterhin vor allem Hellbiere und alkoholfreie Sorten. Das Helle hat mittlerweile mehr als 10 % Marktanteil. 2010 lag es noch bei 4,6 %. Als weiterer Gewinner im Ranking zählt das Segment der alkoholfreien Biere. In den vergangenen zehn Jahren hat sich auch dort die Produktionsmenge in etwa verdoppelt. Der Deutsche Brauer-Bund rechnet damit, dass bald schon jedes zehnte Bier alkoholfrei sein wird, so dass dieses Segment noch eines der wenigen Wachstumsbereiche in einem insgesamt sinkenden Markt ist. Bei Biermischgetränken war im Jahr 2023 hingegen ebenfalls ein Absatzrückgang zu verzeichnen. Gegenüber dem Jahr 2022 wurden 9,2 % weniger Biermischungen abgesetzt, was wohl größtenteils auf den verregneten Sommer zurückzuführen ist. Die Chancen im alkoholfreien Sektor hat Pott's schon frühzeitig erkannt und sein Produktportfolio neben einem eigenen Mineralwasser und alkoholfreien Erfrischungsgetränken, sukzessive auch mit alkoholfreien Bieren wie Radler, Pils und Weizen erweitert. Auch das bei den World Beer Awards prämierte beste Helle Deutschlands "Pott's Landbier Hell" folgt dem Trend und ist mittlerweile das zweitmeistverkaufte Produkt der Brauerei in der Bügelflasche. 1.4 Gaststättengewerbe Das Gastgewerbe in Deutschland hat das Vor-Corona-Niveau im letzten Jahr noch immer nicht erreicht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, setzten die Hoteliers und Gastronomen nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2023 real 11,3 Prozent weniger um als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Coronakrise. Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe ist extrem angespannt. Die Unternehmer leiden unter Umsatzeinbußen bei weiterhin hohem Kostendruck. Eines der größten Probleme war außerdem auch im Jahr 2023 der Personalmangel, der manchen Betrieb zwang, die Öffnungstage zu reduzieren oder gar aufzugeben. Mit der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2024 ist auch der Blick in die Zukunft deutlich getrübt, so dass die Braubranche sich in diesem Geschäftsbereich wohl eher mit weiteren Absatzrückgängen auseinandersetzen muss. 1.5 Handel Der Verbraucher zeigte im Jahr 2023 ein zurückhaltendes Kaufverhalten. Dies führte beim Handel dazu, dass dieser die Fernsehbiere der großen Brauereien noch intensiver mit massiven Angebotspreisen beworben hat, um damit Kaufanreize zu setzen. Die Spreizung zwischen Normal- und Aktionspreis lag teilweise bei bis zu 50% und sorgte bei mittelständischen Brauereien für großen Druck, da diese eine solche Preispolitik nicht unterstützen können. Die aktuelle Strategie der Großbrauereien und des Handels führte dazu, dass der Aktionsanteil bei Bier mittlerweile auf knapp 80 % gestiegen ist. 1.6 Marketing Pott's steht seit 1769 für Braukunst auf höchstem Niveau. Gegründet und mit festem Standort im Münsterland ist das Unternehmen mit seiner Heimat fest verwurzelt. Die Marke und die Produkte verkörpern die Attribute ihrer Region: Sie sind bodenständig, ehrlich und charakterstark wie das Münsterland - und natürlich voller Tradition. Die Regionalität zählt im Segment der Biere und Biermischgetränke laut der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) immer noch zu den stärksten Kaufkriterien. Mit der täglich frei zugänglichen gläsernen Brauerei transportiert Pott's die Werte Regionalität und Vertrauen auf ideale Art und Weise. Ergänzt durch das Georg-Lechner-Biermuseum, das Gesaris Brunnenkino und die Schatzkammer wurde Pott's konsequent zur Erlebnisbrauerei ausgebaut. Für kulinarischen Genuss sorgt der angeschlossene Braugasthof "Pott's Brau- & Backhaus", der dem Konzept der Brauerei folgend über eine eigene gläserne Bäckerei und Metzgerei verfügt und damit die Gesamtdarstellung der Brauerei ideal komplettiert. Dies fand auch Anerkennung bei der internationalen Jury der World Beer Awards, die Pott's 2022 als "Brauerei des Jahres" prämierte. 1.7 Verantwortung für die Umwelt Als Familienunternehmen mit mehr als 250 Jahren Geschichte liegt Pott's das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Deshalb gibt es klare Werte und Zielsetzungen, um zu einer guten und lebenswerten Zukunft beizutragen. Hierzu zählen vor allem die Fokussierung auf regionalen Vertrieb und die Abfüllung in Mehrwegflaschen. Auch zahlreiche energetische Projekte wie die vollständige Dachbelegung mit Photovoltaikmodulen oder die Einbindung von Energiespeichertanks sorgen für eine stetige Reduzierung der Treibhausgasemissionen. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss von TEUR 194 aus und übertrifft unsere Erwartungen. Gesamtleistung 2023: Die Gesamtleistung der Gesellschaft (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) ist im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 4,1 % gestiegen. Der Zuwachs im Eigenbierumsatz resultiert eindeutig aus dem Fassbiergeschäft, wohingegen im Bereich Flaschenbier trotz Preiserhöhung kein Zuwachs erzielt werden konnte. Im Lohnabfüllgeschäft konnten erforderliche Preiserhöhungen durchgesetzt werden, sodass der Umsatz trotz Mengenrückgangs gesteigert wurde. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf das Ausklingen der Corona-Krise zurückzuführen, die in den Vorjahren das umgekehrte Bild geprägt hat. Betriebsaufwand: Der Materialaufwand ist im Jahr 2023 aufgrund gesunkener Energiekosten unter Vorjahresniveau. Die Personalkosten inklusive Fremdpersonal sind um 5,7 % gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind planmäßig leicht gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand (ohne Kosten für Fremdpersonal) entspricht der Planung und ist insbesondere durch Ausweitung der Werbemaßnahmen gestiegen. Das Betriebsergebnis ist von TEUR 223 in 2022 um TEUR 8 auf TEUR 215 in 2023 gesunken. Finanzergebnis: Das Finanzergebnis hat sich aufgrund rückläufiger Zinsen bedingt durch Darlehenstilgungsleistungen verbessert. Außerdem konnten am Kapitalmarkt für Festgelder durch das gestiegene Zinsniveau Erträge erzielt werden. Vermögens- und Finanzlage: Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag auf 71,6 % gestiegen. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens beträgt 66,67 % und ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Alle Anlagen befinden sich im Eigentum der Brauerei. Außendienstfahrzeuge wurden im Geschäftsjahr erstmalig geleast. Die Gesamtliquidität von Besitz- und Betriebsgesellschaft ist durch ausreichende Finanzmittelbestände, insbesondere begründet durch die in der Vergangenheit thesaurierten Gewinne, durch Privateinlagen und nicht in Anspruch genommene Kreditlinien gesichert. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Betriebswirtschaftliches Risiko-Management Die Datenverarbeitung mit der getränkespezifischen Software "INTEGRA" bietet gute Auswertungsmöglichkeiten. Der Verkauf und, wenn nötig, die Unternehmensleitung, werden zeitnah von Zahlungsausfällen und Veränderungen des Zahlungsflusses informiert. Mit der Meldung an den Verkauf geht die Wiederherstellung für eine tragfähige Zusammenarbeit mit dem Kunden auf den Verkauf über. Die Überwachung der Wiederherstellung verbleibt bei der Verwaltung. Zahlungs- und Darlehenstilgungsausfälle bei den Abnehmern sind trotz Früherkennungsmaßnahmen nicht gänzlich zu vermeiden. Jeder neue Kunde wird im Vorfeld der Geschäftsbeziehung verpflichtend einer Bonitätsprüfung unterzogen. Durch die beim überwiegenden Teil der Stammkunden durchgesetzte Zahlungsweise per Bankabbuchungsauftrag innerhalb von 8 Tagen werden sehr schnell Zahlungsschwierigkeiten bei den Abnehmern festgestellt und es können so frühzeitig Präventivmaßnahmen eingeleitet werden. Das größte Ausfallrisiko besteht auf Grund der langen Laufzeiten bei den Darlehen an die Gastronomie, die sich heutzutage bei den Banken nur noch bei bester Bonität finanzieren kann. Die Darlehensvergaberichtlinien der Brauerei sind entsprechend stringent. Dennoch sind Ausfälle nicht gänzlich zu vermeiden. 3.2 Unternehmensleitungs-Risiko Zu Beginn des Jahres 2011 ist die von langer Hand geplante Unternehmensnachfolge umgesetzt worden. Mit Jörg Pott, der nach Brauerlehre, Braumeisterschule und BWL-Studium bereits seit 2008 im Betrieb als Marketingleiter gearbeitet hat, hat die 7. Generation die Geschäftsführung (Einzelvertretungsbefugnis) übernommen. Per 1. Januar 2012 hat Jörg Pott das Betriebsvermögen zu 99 % von seinem Vater Rainer Pott übertragen bekommen. Mit Wirkung zum 30. Dezember 2022 wurden die übrigen Anteile von Herrn Rainer Pott an Herrn Jörg Pott übertragen, so dass die Geschäftsanteile per 31.12.2022 zu 100% von Herrn Jörg Pott gehalten werden. Die personelle Besetzung in den Schlüsselpositionen der Brauerei ist so gestellt, dass bei Ausfall von Herrn Jörg Pott als Geschäftsführer der ordentliche Betrieb für eine Übergangszeit sichergestellt ist. Im Falle des dauerhaften Ausscheidens von Herrn Jörg Pott als Geschäftsführer obliegt die Einsetzung eines Nachfolgers dem Beirat. Die formelle Einsetzung des Beirats ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007 erfolgt und gilt personenidentisch auch bei der Wilhelm Pott-Feldmann GmbH & Co. KG, der Pott Verwaltungs-GmbH, der Pott ́s Brau- und Backhaus GmbH & Co. KG und der Westfalen Culinarium Verwaltungs GmbH. Dem Beirat gehörten in 2023 an: • der Geschäftsführer des Verbandes Privater Brauereien Deutschlands, Herr Rechtsanwalt Roland Demleitner (Sprecher); • und für Absatz und Marketing: Herr Dipl.-Kfm. Jochen Kampmann Für die Pott's Brauerei GmbH ist Rainer Pott 2011 bis zur Vollendung seines 75. Lebensjahres als zusätzliches Mitglied eingetreten und seitdem als kooptiertes Mitglied Teil des Beirats. Die Beiratsmitglieder werden über die jährlich stattfindenden zwei Beiratssitzungen hinaus individuell nach ihren Schwerpunkten bei wichtigen Entscheidungen des Unternehmens aktiv eingebunden und stellen für das Unternehmen eine wichtige Lenkungsfunktion dar. 3.3 Versicherte Gefahren Die Brauerei ist mit individuellen Verträgen für die spezifischen Risiken der Brauerei und deren Nebenbetriebe versichert. Zu den Versicherungen gehören die klassischen Gebäude- und Inhaltsversicherungen (technische und kfm. Betriebseinrichtungen, Waren und Vorräte), eine Versicherung gegen Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus nach einem Einbruch, Elektronikversicherungen (Daten- u. Informationstechnik, Brunnenkino, PV-Anlagen), eine Betriebsunterbrechungsversicherung, eine Haftpflichtversicherung einschließlich einer Umwelthaftungsversicherung, eine Cyberversicherung und eine D&O-Versicherung. Der Versicherungsumfang wird jährlich aktualisiert. 3.4 Technisches Risiko-Management Die gemeinsam mit anderen Brauereien und führenden Bügelverschlussabfüllern ausgetauschten und verarbeiteten Benchmarks zeigen aufbauend auf dem QS-Handbuch im Vergleich eine durchaus gute Position von Pott's Brauerei. Negative Positionen in einzelnen Bereichen werden auf Verbesserungen geprüft. Dies gilt vergleichbar auch für die Produktion. In die QS sind externe Branchenexperten laufend eingebunden. 3.5 Technische Ausstattung und Abläufe Im Spätsommer 2018 wurde der Erweiterungsbau von Pott's eröffnet und damit die Vision der vollständigen gläsernen Brauerei Realität. Gleichzeitig wurde damit die im Jahr 1996 gestartete Teilaussiedlung aus der Oelder Altstadt auf das neue Gelände der Pott's Naturparkbrauerei vollendet. In den gläsern gestalteten Räumlichkeiten befinden sich seitdem ein neues Sudwerk mit integrierter Gastronomie- und Veranstaltungsfläche, ein neues Malzhaus sowie mehrere Gär- und Lagertankabteilungen für unter- und obergärige Bierspezialitäten. Um Genuss, Erlebnis und Kreativität noch weiter in den Vordergrund zu rücken, wurde zudem eine eigenständige Mikrobrauerei im Neubau integriert - das Brauatelier. Auch im Jahr 2023 gab es weitere zukunftsgerichtete Investitionen, die sich mit einem LKW, einem Kühlanhänger und zwei Elektrogabelstaplern vor allem auf den Logistikbereich fokussierten. Zusätzlich wurde in ein umfangreiches neues Energiemanagementsystem investiert und ein digitaler Rechnungs-Workflow implementiert. Darüber hinaus wurde ein öffentlicher Elektroschnellladepark an der Brauerei eröffnet. Allgemein ist die Ausstattung der Brauerei auf einem sehr hohen technischen Niveau. Um den technischen Führungsanspruch zu halten, werden auch in anderen Bereichen ständig Modernisierungen vorgenommen. Basis für Investitionsentscheidungen ist generell eine klare Zieldefinition. Zu den Hauptzielen gehören hierbei: Weitere Verbesserung der Qualität, Gewährleistung der ständigen Betriebsbereitschaft des gesamten Maschinenparks samt Peripherie, energetische Verbesserungen und Kosteneinsparungen sowie die Erhöhung des Anlagenwirkungsgrades in der Flaschenabfüllung. Alle Investitionen werden auch im Hinblick auf ökologische Einsparungen bewertet. 4. Ausblick Das Jahr 2024 ist geprägt von weiteren Kostensteigerungen und Unsicherheiten bei der Bevölkerung aufgrund der weltpolitischen Lage. Dennoch blickt die Geschäftsleitung zuversichtlich in das Jahr 2024, da neben der Produkteinführung von Pott's Landbier alkoholfrei und einer Erweiterung des Vertriebsgebietes auch konzentrierte Verkaufsförderungsmaßnahmen im Bereich Vertrieb und Marketing vollzogen werden. Hinzu kommen Großsportereignisse, wie u.a. die Fußball-EM in Deutschland und die Olympischen Spiele in Frankreich, die traditionell zu einem Anstieg des Bierkonsums führen. Durch die verschiedenen Maßnahmen und Ereignisse plant die Geschäftsleitung mit einem leicht positiven Absatzergebnis, aufgrund der Kostensteigerungen und der strategischen Investitionen im Marketing und Vertrieb jedoch mit einem negativen Betriebsergebnis.
Oelde, den 30. August 2024 gez. Jörg Pott, Geschäftsführer gez. Guido Marquardt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft mit der Firma "Pott's Brauerei GmbH" hat ihren Sitz in Oelde und ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes Münster unter HRB 7484 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhanges werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB vollständig in Anspruch genommen. Bei dieser Offenlegung werden die Erleichterungsvorschriften gemäß § 327 HGB bezüglich der Bilanz sowie die Erleichterungsvorschriften gemäß § 276 HGB bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung in Anspruch genommen. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände, die entgeltlich erworben wurden, und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach diesem Grundsatz ermittelte Wert über dem Wert liegt, der den Finanzanlagen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Abschreibungen werden im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für die einzelnen Posten des Anlagevermögens vorgenommen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzipes. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung der Erzeugnisse veranlasst ist, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden. Die Auflösung erfolgt periodengerecht über die entsprechenden Aufwandskonten. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel.
Der Ausweis innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft folgende Gesellschaft:
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Zusammensetzung sowie die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 sind wie folgt dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der zum Betrieb der Brauerei erforderlichen maschinellen Anlagen, technische Ausstattung sowie Einrichtungen besichert. 4. Sonstige Angaben 4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag. Der Pachtvertrag ist mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr jeweils zum 31. Dezember kündbar. Der Pachtzins bemisst sich an den Abschreibungen der überlassenen Wirtschaftsgüter zuzüglich Kapitalverzinsung und zuzüglich einer Pacht auf den Firmenwert. Der Pachtzins betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 625. Des Weiteren bestehen Abnahmeverträge für Malz und Hopfen in folgendem Umfang:
4.2 Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Jörg Pott, Dipl.-Betriebswirt und Braumeister, Oelde. Er ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Weiterer Geschäftsführer ist Herr Guido Marquardt, Kaufmann, Gütersloh. Er vertritt die Gesellschaft zusammen mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Er ist ebenfalls von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 4.3 Beirat Für die Gesellschaft ist ein Beirat eingerichtet. Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Beiratsmitglieder bestellt: Herr Rechtsanwalt Roland Demleitner (Vorsitzender), Herr Dipl.-Kfm. Jochen Kampmann, Herr Dipl.-Braumeister Rainer Pott (seit Mai 2021 kooptiertes Mitglied). Herr Rainer Pott ist im Mai 2021 aus dem Beirat ausgeschieden und wurde als kooptiertes Mitglied ohne Stimmrecht erneut in den Beirat berufen. Die im Geschäftsjahr bezogenen Beiratsvergütungen betragen TEUR 11. 4.4 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der während des Jahres beschäftigen Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:
Oelde, den 30. August 2024 gez. Jörg Pott, Geschäftsführer gez. Guido Marquardt, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Pott's Brauerei GmbH, Oelde: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pott's Brauerei GmbH, Oelde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pott's Brauerei GmbH, Oelde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Rheda-Wiedenbrück, den 30. August 2024 Wortmann
& Partner & Co. KG
Hendrik Auge, Wirtschaftsprüfer Thorsten Kleinemeier, Wirtschaftsprüfer |
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