Elma Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jannik-Alexander Schmidbauer seit 22.12.2025 | Prokura |
Mirja Schmidbauer seit 1.10.2021 | Geschäftsführer |
Daniel Sauter seit 1.3.2019 | Prokura |
Lars Koller seit 1.3.2019 | Prokura |
Cornelia Patricia Schmidbauer seit 14.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elma Schmidbauer GmbHSingen HohentwielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023I. Geschäftsgegenstand Die Elma Schmidbauer GmbH entwickelt und fertigt Seriengeräte und Anlagen auf Basis von Ultraschall- und Dampftechnologie zur industriellen Teile- und Feinstreinigung. Die Elma Produkte werden weltweit in verschiedenen Ziel-Branchen vertrieben. Das Portfolio beinhaltet auch Reinigungschemikalien auf wässriger und Lösemittelbasis für die komplette Abdeckung der spezifischen Kundenanforderungen. Der Vertrieb der Serienprodukte und sortimentsergänzender Handelsware erfolgt weltweit über den Fachhandel der entsprechenden Branchen in über 80 Ländern. Der überwiegende Anteil des Exportumsatzes wird innerhalb der EU, Nordamerika und Asien erwirtschaftet. Der Vertrieb der Anlagen erfolgt im Inland im Direktvertrieb, im Export in Kooperation mit Vertragshändlern der jeweiligen Branchen. Der Service und die entsprechenden Dienstleistungen werden durch die Abteilung After-Sales und im Ausland durch die Handelspartner geleistet. II. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022/23 zeichnete sich durch die Erholung der Lieferketten und verbesserte Lieferzeiten aus, während die anhaltend hohe Inflation sowie Leitzinsanhebungen der Zentralbanken die Wirtschaftsleistung beeinträchtigten. Die erhoffte Erholung der globalen Wirtschaftsentwicklung durch das Ende der Coronapandemie wurde von steigenden Zinssätzen, hohen Energiepreisen und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestoppt. Trotz dieses wirtschaftlich schwierigen Umfelds kann die Elma Schmidbauer GmbH auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 erzielte die Elma Schmidbauer GmbH einen Gesamtumsatz in Höhe von annähernd 50 Mio. Euro und liegt somit 6,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von ca. 16% gegenüber dem Vorjahr und stellt im 75. Jubiläumsjahr der Elma Schmidbauer GmbH einen Rekordumsatz dar. Die Rekordwerte in Bezug auf den Umsatz beziehen sich auf beide Geschäftsbereiche und unterstreichen die nachhaltig positive und diversifizierte Entwicklung beider Standbeine. Im Geschäftsbereich Reinigungsgeräte setzte sich der nachhaltig hohe Auftragseingang kontinuierlich über die gesamten Monate fort, so dass erneut ein deutliches Umsatzplus von 7,4% gegenüber Vorjahr erreicht wurde. Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Geschäftsbereich Reinigungsgeräte erstreckt sich auf alle Branchen und Produktkategorien. Im Geschäftsbereich Anlagen konnte der Umsatz gegenüber der Planung deutlich gesteigert werden. Es wurde ein Umsatzplus von 4,5 Mio. Euro erwirtschaftet- eine Steigerung um 21%. Der sehr gute Auftragseingang des Vorjahres wurde im Geschäftsjahr 2022/23 nochmals getoppt und erreichte einen Rekordwert. Dies bedeutet eine Steigerung zum Vorjahr von weiteren 30%. Auch der Bereich After-Sales-Service im Geschäftsbereich Anlagen konnte den Vorjahresumsatz übertreffen. Die erfreuliche Nachfrageintensität in beiden Geschäftsbereichen führte zu einem sehr guten Auftragsbestand für das neue Geschäftsjahr 2023/24. Das Geschäftsjahr konnte mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 953 T€ abgeschlossen werden. Die Exportquote lag im Geschäftsjahr 2022/23 mit ca. 68% etwas über dem Durchschnitt der Vorjahre, da großvolumige Anlagenprojekte unserer Schlüsselkunden in Übersee fakturiert wurden. Die selektive Anpassung unserer Verkaufspreise wurde vom Markt akzeptiert und konnte ohne Schwierigkeiten durchgesetzt werden. Es gab keine nennenswerten Kapazitätsengpässe in den Produktionsbereichen. Die geplanten Markteinführungen von Produktneuentwicklungen konnten wie angekündigt im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt werden. III. Ertragslage Die Gesamtleistung betrug knapp 56 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022/23. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr liegt diese um 13 Mio. Euro höher, was einer Steigerung von über 30% zum Vorjahr entspricht. Dies liegt zum einen im hohen Umsatz und zum anderen in den hohen Fertigstellungsgraden vieler Anlagenprojekte begründet. Die Materialeinsatzquote inkl. Fremdleistungen liegt deutlich über dem Vorjahr, da neben dem weiteren deutlichen Anstieg der Inflationsraten sich auch der Produktmix in Richtung materialintensiverer Anlagenprojekte verschoben hat. Dies haben wir in unseren Kalkulationen berücksichtigt. Zum anderen führen die im Vorratsvermögen befindlichen Anlagenprojekte aufgrund der noch nicht realisierten Gewinnmargen zu einem Anstieg der Quote. Die Personalkostenquote ist gegenüber dem Vorjahr bezogen auf die höhere Gesamtleistung um knapp 4,2 Prozentpunkte gesunken, da das ganze Geschäftsjahr vorausschauend mit geplanten Neueistellungen umgegangen wurde. In den Personalkosten enthalten sind pauschale Gehaltserhöhungen, ein Inflationsausgleich sowie Sonderzahlungen für die Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr u.a. inflationsbedingt gestiegen. Die sonstige betriebliche Aufwandsquote konnte jedoch um 1,7% reduziert werden. Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf und die Ertragslage als gut. Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals auf 953 T€ verbessert. IV. Vermögens- und Finanzlage Das Unternehmen ist in gemieteten Gebäuden tätig. Im Bereich der Sachanlagen wurde in Werkzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie IT-Infrastruktur investiert. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurde weiterhin konsequent in die Digitalisierung investiert. Im Bereich der Vorräte ist bei den unfertigen Erzeugnissen ein deutlicher Bestandsaufbau zu verzeichnen. Dies liegt darin begründet, dass bei vielen Anlagenprojekte ein hoher Fertigstellungsgrad erreicht werden konnte, die Auslieferung der Anlagen jedoch im folgenden Geschäftsjahr erfolgt. Die Rohstoffbestände wurden planmäßig und vorausschauend aufgrund der sehr guten Auftragslage aufgebaut, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen leicht über dem Vorjahresniveau, was im deutlich höheren Umsatz zum Geschäftsjahresende begründet liegt. Die Zahlungsverpflichtungen sind jederzeit gesichert und werden unter vollumfänglicher Ausnutzung der Skontovereinbarungen mit Lieferanten beglichen. Per 30. September 2023 weisen wir Bankguthaben i.H.v. 6,1 Mio. Euro aus. Die Liquiditätssituation war das ganze Geschäftsjahr über auf einem sehr guten Niveau. Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr verspricht weiterhin einen positiven Cashflow. Das Eigenkapital steigt deutlich durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses und des Gewinnvortrags. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,1% (Vorjahr 35,4%). Die erhaltenen Anzahlungen liegen nochmals deutlich über dem bereits hohen Vorjahreswert (+7,2 Mio. Euro zu Vorjahr). Zum weiteren Aufbau der Liquiditätsreserven und Absicherung der Forderungsbestände wird vor allem im Bereich der Seriengeräte und modularen Anlagen Factoring genutzt. Mit der Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage ist die Geschäftsleitung zufrieden. V. Prognosebericht Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Energiekrise haben in Europa, besonders in Deutschland, tiefe Spuren hinterlassen. Die wirtschaftliche Leistung des Landes befindet sich derzeit auf dem Niveau von vor etwa vier Jahren, wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu anderen Euro-Raum-Volkswirtschaften verzeichnet Deutschland seit Beginn der Pandemie das geringste Wachstum. Obwohl Deutschland anfänglich vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie kam, hat die Wirtschaft während der Energiekrise stark gelitten. Es wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft sein wird und ab dem Jahr 2024 langsamer wachsen wird als in den 2010er-Jahren. Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise im letzten Jahr und des hohen Anteils energieintensiver Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung ist diese Entwicklung nicht überraschend. Dank umfassender wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise konnte ein noch drastischerer Einbruch vermieden werden. Trotzdem zeigt das Jahresgutachten des Sachverständigenrats mittel- und langfristig erhebliche Wachstumshemmnisse für die deutsche Wirtschaft auf, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche. (Quelle: Unabhängiger Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html) Der Sachverständigenrat prognostiziert in seinem Jahresgutachten für die Bundesrepublik Deutschland im Kalenderjahr 2024 eine leichte Erholung des Bruttoinlandsprodukts mit einem Wachstum von 0,7%. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen, bleibt aber mit zuletzt 4,5% weiterhin erhöht. Für das Kalenderjahr 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6%. Das außenwirtschaftliche Umfeld Deutschlands ist stark eingetrübt, was dazu führen wird, dass das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Jahren 2023 und 2024 um 2,7 % bzw. 2,2 % zunehmen wird, was weniger ist als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Seit dem Frühjahr 2023 haben die USA zwar positive wirtschaftliche Signale gesendet, jedoch ist das Wachstum der Wirtschaft im Euro-Raum und in China deutlich geringer als erwartet. (Quelle: Unabhängiger Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html) Mit Blick auf den Maschinen- und Anlagenbau sieht der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) nur einen brüchigen Aufschwung voraus. Bereits seit dem zweiten Quartal 2023 verzeichnen die meisten Mitgliedsunternehmen einen Rückgang der Bestellungen im Maschinenbau. Dementsprechend prognostiziert der Verband für das Gesamtjahr 2024 einen Produktionsrückgang von 2 Prozent. Auch hinsichtlich des Umsatzes erwartet der VDMA für die Euro-Länder einen realen Rückgang um ein Prozent, während weltweit ein leichtes Umsatzwachstum von einem Prozent für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert wird. (Quelle: Unabhängiger Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html) Die Geschäftsentwicklung der Elma Schmidbauer GmbH wird für das Geschäftsjahr 2023/24 dennoch recht zuversichtlich bewertet. Die Planung sieht ein weiteres starkes Umsatzwachstum für das neue Geschäftsjahr voraus. Maßgeblich getrieben wird dies von dem hohen Auftragsbestand, welcher dank der reduzierten globalen Lieferengpässe voraussichtlich im höheren Maße als in den Vorjahren abgearbeitet werden kann. Im Geschäftsjahr 2023/24 planen wir deshalb mit einem weiteren Wachstum. Hinsichtlich der Gesamtleistung der Elma Schmidbauer GmbH wird eine weitere Zunahme prognostiziert. Durch die bereits vorhandenen Auftragsbestände im Geschäftsbereich Anlagen können die Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2023/24 in diesem Bereich nahezu als abgesichert betrachtet werden. Im Geschäftsbereich Seriengeräte erwarten wir aufgrund anhaltend hoher Auftragseingänge, unterstützt durch die Einführung überarbeiteter und neuer Produktlinien, ein weiteres Umsatzwachstum. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie steigenden Zinsen, hohen Energiepreisen und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wird eine weitere Verbesserung der Ertragslage erwartet. Wir haben die prognostizierte Inflationsrate in unseren Planungen berücksichtigt, die zu zusätzlichen Steigerungen auf Kostenseite führen wird.Der erwartete EBIT wird sich aufgrund des prognostizierten Umsatzwachstums auch im kommenden Geschäftsjahr positiv entwickeln. VI. Chancenbericht Trotz globaler Herausforderungen sehen wir aufgrund unserer globalen Präsenz nach wie vor gute Chancen von Wachstumsmöglichkeiten in verschiedenen Märkten der globalen Wirtschaft zu profitieren. Alles in allem überwiegen für die Elma Schmidbauer GmbH auch in unsicheren Zeiten die Chancen deutlich. Was sich auch weiterhin positiv in der hohen Anfrageintensität widerspiegelt sowie den daraus resultierenden hohen Auftragseingängen und dem sehr guten Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2023/24. Die Elma Schmidbauer GmbH setzt seit jeher auf die gezielte Investition in innovative Technologien, welche uns kontinuierlich neue Wachstumschancen eröffnen. Die Einführung innovativer, neuer Produkte ermöglichte es uns unsere Marktposition zu stärken. Unsere Innovationsstrategie basiert auf Forschung und Entwicklung als einen wesentlichen Treiber unseres Geschäftserfolgs. So stärken wir unsere Wettbewerbsposition durch das Einbinden von externem Fachwissen und Partnerschaften. Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist eine weitere wichtige Säule, um erfolgreich Innovation voranzutreiben. Die erfolgreiche Einführung bedeutender Produktlinien aus dem Vorjahr wird zusätzliche Wachstumsimpulse geben und die Wettbewerbsposition weiter festigen. Neben diesen bereits erfolgten Markteinführungen werden auch im Jahr 2024 weitere neue Produkte die technologische Spitzenposition von Elma unterstreichen. Das zukünftige Wachstumspotenzial und die Grundlage für unsere starke Wettbewerbsposition beruhen weiterhin auf der konsequenten Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entwicklung neuer Produkte sowie der Verbesserung unserer agilen Produktions- und Verfahrensabläufe. Die Elma Schmidbauer GmbH verfolgt kontinuierlich eine faire Partnerschaft mit ihren Lieferanten. Diese Partnerschaft bildet die Basis für eine zuverlässige Versorgung und ermöglicht uns Stabilität bei den Beschaffungspreisen. Die Elma Schmidbauer GmbH verfolgt eine stringente Digitalisierungsstrategie, in deren Mittelpunkt die Digitalisierung der Prozesse und der Produkte steht. Die Fluktuationsquote der Mitarbeiter liegt bei 2%. Die hohe Mitarbeiterzufriedenheit, Loyalität und das Know-How der Belegschaft ist eine große Stärke des Familienunternehmens. Die erfolgreiche Ausbildung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte wird im Unternehmen erfolgreich praktiziert und wird den Bedarf für die Zukunft zu einem großen Teil absichern. Im Geschäftsjahr 2022/23 bildete Elma insgesamt 13 Auszubildende in den Berufen Industriekaufleute und Produktdesigner aus. Des Weiteren wurden Studenten der Betriebswirtschaftslehre und des Maschinenbaus in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule (DHBW) ausgebildet. Zahlreiche Fortbildungen werden auch zukünftig innerhalb des Mitarbeiterentwicklungskonzeptes angeboten. Über die "Elma-Academy" wird ein intensives Führungsprogramm für alle Führungskräfte durchgeführt. Elma praktiziert sehr erfolgreich ein systematisches Gesundheitsmanagement zur Förderung der Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Der Generationswechsel wurde in den letzten Jahren bei der Elma Schmidbauer GmbH erfolgreich umgesetzt. Somit ist die Zukunft als familiengeführtes Unternehmen weiterhin gewährleistet. VII. Risikobericht Die negative wirtschaftliche Auswirkung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die anhaltend hohe Inflationsrate und die daraus resultierende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken werden voraussichtlich auch im Jahr 2024 spürbar sein. Die Geschäftsführung der Elma Schmidbauer GmbH beobachtet die Risikolage fortlaufend. Zur Risikoeinschätzung analysieren wir im Rahmen der Unternehmensplanung alternative Szenarien der möglichen Entwicklung der Elma-Gruppe. Der Geschäftsführung sowie den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche werden systematische Controllinginstrumente zur zielgerichteten Steuerung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Die Finanzkennzahlen und deren Analyse durch das Controlling bieten die Basis, anhand welcher die Geschäftsführung mögliche Risiken identifizieren, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen beschließen kann. Zusätzlich erhöhen regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen die Risikotransparenz. Risiken auf der Absatzseite sind latent vorhanden und können beispielsweise entstehen durch die zeitliche Verschiebung von Investitionen auf Kundenseite. Die Wettbewerbssituation stellt sich unverändert dar. Das Risiko von gravierenden negativen Veränderungen wird nach wie vor als gering eingestuft, da die Markteintrittsbarrieren in vielen unserer Zielbranchen hoch sind. Beschaffungsrisiken halten wir durch ein umfassendes Monitoring gering, welches unter dem Eindruck der vergangenen Jahre nochmals deutlich weiterentwickelt wurde. Das Beschaffungsrisiko war in den vergangenen Geschäftsjahren als relevant einzustufen, da die Engpässe der globalen Lieferketten zu verlängerten Lieferzeiten führen konnten. Durch ein aktives Bedarfs- und Beschaffungsmanagement konnten die Versorgungsengpässe begrenzt werden. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir davon aus, dass keine maßgeblichen Versorgungsengpässe im Geschäftsjahr 2023/24 auftreten werden und sich die Situation in Summe weiter normalisieren wird. Wir überprüfen regelmäßig das Einkaufsvolumen auf Optimierungspotenziale und führen eine sorgfältige Auswahl und kontinuierliche Bewertung unserer strategischen Lieferanten durch. Aus einem kontinuierlichen Monitoring der Lieferqualität und -zuverlässigkeit leiten wir geeignete Qualitätssicherungs- und Lieferantenentwicklungsmaßnahmen ab. Etwaige Risken versuchen wir durch eine vorausschauende Planung abzufedern, indem wir die benötigten Beschaffungskapazitäten zu vertraglich abgesicherten Preisen rechtzeitig disponieren und reservieren. Kurs- oder Währungsrisiken aufgrund internationaler Aktivitäten sind als unerheblich einzustufen. Großteils werden Geschäfte außerhalb des Euroraums in Euro fakturiert. Es könnte gelegentlich zu negativen Auswirkungen auf den Umsatz aufgrund von Wechselkursschwankungen kommen, diese sind jedoch als geringfügig zu betrachten. Die Liquiditätsreserven der Elma Schmidbauer GmbH befinden sich immer noch auf einem hohen Niveau. Die liquiden Mittel sind zu Teilen kurzfristig angelegt. Wir berücksichtigen dabei ausschließlich Banken mit guter Bonität. Beim Management der Finanzdisposition verfolgt das Unternehmen seit jeher eine konservative Risikopolitik. Ausfallrisiken für den Bestand von Forderungen bestehen latent, sind allerdings weitgehend durch Factoring, Warenkreditversicherung, Vorauskassen und Akkreditive abgesichert. Qualitätsrisiken sowie Risiken aus Produkthaftung und Garantieansprüchen sind bei hoch entwickelten Produkten gegeben, werden aber durch unser durchgängiges Qualitätsmanagement minimiert. Die möglichen Risiken bei der Anwendung unserer Produkte werden innerhalb eines Qualität- und Risikomanagements kontinuierlich analysiert und bewertet und entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet. Die Zertifizierung nach DIN ISO 13485 dokumentiert den hohen Standard unseres Qualitätssicherungssystems. Die IT-Risiken gehören zu den Fokusthemen: Wir überwachen unsere IT-Systeme permanent und passen diese bei Bedarf an die Bedrohungslage und gesetzliche Rahmenbedingungen an. Durch die neu eingeführte regelmäßige Phishing-Simulation und die Umstellung auf ein verpflichtendes E-Learning zum Thema Cyber Security werden alle Mitarbeiter der Elma Schmidbauer GmbH zum sicherheitsbewussten Handeln geschult. Das Risiko aus fehlenden Arbeits- und Fachkräften ist bei in Deutschland rückläufigem Arbeitskräftepotential generell gegeben. VIII. Forschung & Entwicklung Forschung und Entwicklung haben für die Elma Schmidbauer GmbH höchste Priorität und sind so ausgerichtet, dass sie die Wettbewerbsposition als ein führender Hersteller von Reinigungslösungen weiter sichern und nachhaltig ausbauen. Basis ist ein strategisches Innovationsmanagement, welches kontinuierlich Zukunftstechnologien analysiert, bewertet und diese in unsere Technologielandschaft einbindet. Im Vordergrund stehen hierbei die hohe Qualität innovativer Produkte mit hohem Kundennutzen, um nachhaltiges Wachstum der Zukunft zu garantieren. Neben der produktbezogenen Entwicklung ist die Elma Schmidbauer GmbH auch stark in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet von Ultraschallanwendungen engagiert. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Kooperation in Verbundprojekten mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Ziel ist es, mittelfristig die gewonnenen Forschungsergebnisse in konkrete Weiterentwicklungen unserer Produkte umzusetzen. Auf eine Aktivierung der Entwicklungsleistungen wurde im Geschäftsjahr 2022/23, wie auch im Vorjahr, verzichtet. Zuletzt wurde die Elma Schmidbauer GmbH vom Institut der Süddeutschen Zeitung als eines der innovativsten Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. (Quelle: https://www.sueddeutsche.de/advertorial/sz-institut/innovativste-unternehmen-2023) IX. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden vom Unternehmen nicht unterhalten.
Singen, den 21. Februar 2024 gez. Cornelia Schmidbauer gez. Mirja Schmidbauer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangElma Schmidbauer GmbH, mit Sitz in 78224 Singen/Htwl.Registergericht Freiburg i. Brsg. HRB 540149 A. Allgemeines Der Jahresabschluss der Elma Schmidbauer GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. B. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel. Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um die Aktivierung von internen Entwicklungsprojekten, die zu Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung angesetzt wurden. Seit dem Geschäftsjahr 2019/2020 werden keine Aufwendungen mehr aktiviert. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zugänge wurden pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei der Schätzung der Nutzungsdauern werden die amtlichen Abschreibungstabellen angewandt. Als Nutzungsdauer für Hard- und Software wird für handelsrechtliche Zwecke nicht von der steuerlich möglichen verkürzten Nutzungsdauer von 12 Monaten Gebrauch gemacht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst. Die Finanzanlagen wurden zum Nennwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelsware wurden zu nicht über den Stichtagspreisen liegenden Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ungängiges und schwer verwertbares Material wurde mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten kommt die gleitende Durchschnittsbewertung zur Anwendung. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Entsprechend dem Fertigungsgrad der zu bewertenden Produkte wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich der ermittelten Gemeinkosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen kamen nicht zum Ansatz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr belaufen sich auf TEUR 2.103 (Vj. TEUR 1.877). Forderungen in fremder Währung bestehen nicht. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeitenspiegel
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 597.388 durch Sicherungsübereignungen an Maschinen gesichert. Teilweise bestehen für sonstige Verbindlichkeiten Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen, nicht näher ermittelten Umfang. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind gleichzeitig Sonstige Verbindlichkeiten. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die passiven latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr von T€ 979 auf T€ 863 verringert. C. Weitere Angaben Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es bestehen nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.198 sowie Gebäudemieten in Höhe von T€ 1.195. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.584 enthalten. Aus der Aktivierung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände resultiert eine Ausschüttungssperre in Höhe T€ 1.796 (Buchwert TEUR 2.659 abzüglich passive latente Steuern TEUR 863). In den Löhnen und Gehältern ist ein Aufwand in Höhe von TEUR 66 enthalten, der dem Vorjahr zuzurechnen ist. Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Während des Geschäftsjahres waren bei der Elma Schmidbauer GmbH durchschnittlich beschäftigt:
Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bestellt: Cornelia Schmidbauer, Vorsitzende der Geschäftsführung Mirja Schmidbauer, Geschäftsführerin
Singen, 21. Februar 2024 gez. Cornelia Schmidbauer gez. Mirja Schmidbauer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht des Geschäftsjahres 2022/2023 wurde am 21. Februar 2024 in Villingen-Schwenningen der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Elma Schmidbauer GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Elma Schmidbauer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Elma Schmidbauer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Villingen-Schwenningen, 21. Februar 2024 gez. Dr. Gundula Bolanz, Wirtschaftsprüferin |
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