Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 7764
Eingetragen
8.3.2013
Branche
Herstellung von FertiggerichtenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Gegenstand
die Herstellung und Verarbeitung von Agrarprodukten, insbesondere die Verarbeitung und Zubereitung von Obst-, Gemüse-, Salat- und Convenienceprodukten, einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Nebengeschäfte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrew Bergmann
seit 29.12.2025
Geschäftsführer
Franz Josef Dörr
seit 15.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

49.00% identifiziert51.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
49.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jochen Schloemer Beteiligungs GmbH in Gründung
51.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gemüsering STUTTGART GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ready Cuts GmbH

Hamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.760.015,91 1.857.910,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.916,80 917.751,00
2.702.932,71 2.775.661,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 246.422,47 167.042,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 366,66 366,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 962,71
3. Sonstige Vermögensgegenstände 153.310,16 55.385,50
153.676,82 56.714,87
III. Flüssige Mittel 57.187,62 29.304,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 780,04 780,04
D. Aktive latente Steuern 6.200,00 267.900,00
3.167.200,66 3.297.404,01

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.328.063,50 1.689.124,62
2.353.063,50 1.714.124,62
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 36.760,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 272.005,60 298.231,17
308.765,60 298.231,17
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 92.264,47 111.871,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 186.907,99 923.737,96
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 5.236,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 226.199,10 244.203,02
505.371,56 1.285.048,22
3.167.200,66 3.297.404,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.768.435,80 13.215.665,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 435.747,20 16.466,46
18.204.183,00 13.232.131,64
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.311.798,13 6.694.386,35
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.307.635,52 3.161.993,60
b) Soziale Abgaben 912.169,45 643.184,17
5.219.804,97 3.805.177,77
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 316.908,72 302.393,89
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.409.290,05 2.156.040,58
946.381,13 274.133,05
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 179,77 537,71
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 443,28 3.578,05
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 301.720,00 84.200,00
-301.983,51 -87.240,34
10. Ergebnis nach Steuern 644.397,62 186.892,71
11. Sonstige Steuern 5.458,74 5.458,74
12. Jahresüberschuss 638.938,88 181.433,97
13. Gewinnvortrag 1.689.124,62 1.507.690,65
14. Bilanzgewinn 2.328.063,50 1.689.124,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben sind soweit wie möglich in den Anhang übernommen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Ready Cuts GmbH hat ihren Sitz in Hamm und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamm (Reg.Nr. HRB 7764).

Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Im Anhang wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für eine mittelgroße Gesellschaft in Anspruch genommen.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Gemüsering STUTTGART GmbH, Stuttgart. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Gemüsering STUTTGART GmbH, Stuttgart.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gemüsering STUTTGART GmbH, Stuttgart, vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht.

Als verbundene Unternehmen (§ 271 Abs. 2 HGB) werden diejenigen Gesellschaften behandelt, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB der Gemüsering STUTTGART GmbH, Stuttgart, einzubeziehen sind.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen aktiviert.

Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 33 Jahren. Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu der Bilanz

Angaben zum Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird am Ende des Anhangs im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zu Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 146 eine Restlaufzeit von bis zu einem 1 Jahr und mit TEUR 7 eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Krankenkassen in Höhe von TEUR 11 enthalten. Die Forderungen aus Steuern betragen TEUR 76.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag betreffen im Wesentlichen die Urlaubsrückstellung mit TEUR 108 (i. Vj. TEUR 115), Überstunden mit TEUR 34 (i. Vj. TEUR 47), Berufsgenossenschaft TEUR 65 (i. Vj. TEUR 48), ausstehende Rechnungen TEUR 41 (i.Vj. TEUR 57) und Jahresabschlusskosten mit TEUR 20 (i. Vj. TEUR 20).

Aktive latente Steuern

Die Position betrifft latente Steuern auf den unterschiedlichen Ansatz in der handelsrechtlichen und in der steuerrechtlichen Bilanz im Bereich sonstige Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32 % angesetzt.

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben mit TEUR 226 (i. Vj.TEUR 244) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sie beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 26 (i. Vj.TEUR 26) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt TEUR 200 (i. Vj.TEUR 123).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 262 (i. Vj.TEUR 84) enthalten.

Erträge / Aufwendungen von außerordentlichen Größenordnung/Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 417 Versicherungsentschädigungen für einen Brandschaden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für den Brandschaden bestehen in Höhe von TEUR 340.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Herr Frank Blume, Auhagen, Kaufmann

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 639 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.689 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.328. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Bilanzgewinn betrifft mit 6 TEUR den ausschüttungsgesperrten Betrag gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB.

Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

2022 2021
Angestellte 7 10
Gewerbliche Arbeitnehmer 156 134
163 144

 

Hamm, den 24. April 2023

Ready Cuts GmbH

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens der Ready Cuts GmbH, Hamm, im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Angänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1.174,79 0,00 0,00 1.174,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.503.356,03 0,00 0,00 2.503.356,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.696.037,46 244.179,52 4.723,70 1.935.493,28
4.199.393,49 244.179,52 4.723,70 4.438.849,31
4.200.568,28 244.179,52 4.723,70 4.440.024,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1.173,79 0,00 0,00 1.173,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 645.445,12 97.895,00 0,00 743.340,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.286,46 219.013,72 4.723,70 992.576,48
1.423.731,58 316.908,72 4.723,70 1.735.916,60
1.424.905,37 316.908,72 4.723,70 1.737.090,39
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.760.015,91 1.857.910,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.916,80 917.751,00
2.702.932,71 2.775.661,91
2.702.933,71 2.775.662,91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft betreibt die Herstellung und Verarbeitung von Agrarprodukten, insbesondere die Verarbeitung und Zubereitung von Obst-, Gemüse-, Salat- und Convenienceprodukten, einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Nebengeschäfte und Dienstleistungen.

Die Gesellschaft hat die Aufgaben des verarbeitenden Betriebes von der Manss GmbH Frischeservice, Hamm, übernommen. Alle Aufträge für die Produktion werden von der Manss GmbH Frischeservice vorgegeben, dabei werden auch die wesentlichen Rohstoffe für die Produktion von der Manss GmbH angekauft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 gab es verschiedene Herausforderungen in Deutschlands Wirtschaft. Zum einen waren die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine spürbar, insbesondere durch die extreme Erhöhung der Energiepreise. Zum anderen gab es Material- und Lieferengpässe, die sich verschärften, sowie erhebliche Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln. 1 Gleichzeitig stiegen die Löhne, auch angetrieben durch die deutliche Erhöhung des Mindestlohnes im Oktober 2022 2 , und damit die gesamten Personalkosten. 3 Zusätzlich ließen Auswirkungen von Corona im Laufe des Jahres zwar nach, aber es gab weiterhin Einschränkungen, insbesondere in der ersten Jahreshälfte. 4

Im Durchschnitt des Jahres 2022 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem Anstieg von 3,1 % im Jahr 2021. Die Energieprodukte verteuerten sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 34,7 %, nachdem sie im Jahr 2021 bereits um 10,4 % gestiegen waren. Durchschnittlich verteuerten sich im Jahr 2022 Nahrungsmittel um 13,4%. 5 Trotz der gestiegenen Lebenshaltungskosten stieg laut ersten Schätzungen das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr. 6

Durch den Wegfall der meisten Corona-Restriktionen kehrten die Verbraucher im Laufe des Jahres überwiegend wieder zu den alten Konsumgewohnheiten zurück. 7 So stieg der Umsatz des Gastgewerbes gegenüber 2021 um 45 % 8 , während im Lebensmittelhandel inflationsbereinigt die Umsätze eher rückläufig waren. 9 Die Haushalte waren und sind mit stark steigenden Preisen in vielen Bereichen des täglichen Lebens konfrontiert, was zu einer gedämpften Konsumlaune und bewussteren Einkäufen führte. Höherpreisige Produkte,insbesondere Spargel, waren davon besonders betroffen. Zuletzt wurden die Aspekte Bio, Regionalität und Nachhaltigkeit nicht mehr so stark betont wie in den Jahren zuvor. Erstmals seit mehreren Jahren stagnierte die Einkaufsmenge an Bio-Gemüse. 10

1 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023
2 https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mindestlohn-2023-so-hat-sich-der-mindestlohn-in-deutschland-bis-heute-entwickelt
3 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 78 vom 01. März 2023
4 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023
5 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 22 vom 17. Januar 2023
6 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023
7 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 01/2023 Seite 11
8 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 66 vom 17. Februar 2023
9 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023

10 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 01/2023 Seite 11

Die Einkaufsmengen der Haushalte in Deutschland an Frischgemüse gingen im Jahr 2022 nach vorläufigen Schätzungen, im Vergleich zu Vorjahr um circa 6,9 % auf 85 kg pro Haushalt in 2022 zurück. 11 Im Durchschnitt zahlte ein Haushalt mit 2,90 EUR pro kg bei Frischgemüse knapp 3% mehr als im Jahr 2021. Allerdings gab es nicht bei allen Gemüsearten eine Preissteigerung. So zahlten die Verbraucher geringfügig weniger für Paprika. Ebenso lagen die Preise für Blumenkohl und Spargel unter denen von 2021. Im Vergleich dazu fiel der Preisanstieg bezogen auf das Vorjahr am stärksten bei Gurken und Zucchini aus. Es entwickelte sich ein gewisser Trend hin zu preisgünstigerem Gemüse. Die Liste der TOP-10 der meistgekauften Gemüsearten hat sich weiterhin hinsichtlich Menge und Preis verschoben. Bei den Möhren betrug der Preisanstieg 0,3 % bei einem Mengenverlust von 2,2 %, die Tomaten verzeichneten ein Preisanstieg von 4,2 % bei einem Mengenverlust von 6,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Weiterhin stieg der Preis für Eissalat um 8,5 % bei einem Mengenverlust von 10,2 % im Vergleich zu 2021. 12

Der Tomatenpreis hat durchschnittlich im Jahresrückblick einen Aufwärtstrend erfahren. Allerdings gab es starke Schwankungen innerhalb des Jahres. Die gestiegenen Energiekosten führten bei den Erzeugern zu einer späteren Bepflanzung im Jahr und folglich zu einer Mengenverschiebung und ein deutliches Überangebot in den Sommermonaten. Das hatte zur Folge, dass der Tomatenpreis zeitweise bis zu 7 Basispunkte gegenüber den Index 2015 gefallen ist. 13

Der Konsum von frischem Obst der privaten Haushalte in Deutschland ist im vergangenen Jahr 2022 im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021 deutlich gesunken. In fast allen Monaten des Jahres 2022 waren die Obstkäufe im Vergleich zu den Vergleichsmonaten im Vorjahr geringer. Im Jahr 2022 kaufte ein Haushalt durchschnittlich 92,6 kg frisches Obst ein, was nicht nur 4,5 kg je Haushalt weniger als im Jahr 2021 ist, sondern auch 1,1 kg je Haushalt weniger als der Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Trotz eines weitgehend stabilen Preisniveaus von durchschnittlich 2,50 EUR pro Kilogramm Obst gingen die Ausgaben für Frischobst aufgrund einer deutlich reduzierten Einkaufsmenge um 8 % auf im Schnitt 231,44 EUR zurück. 14

Beim Beerenobst zeichnete sich im Vergleich zum Vorjahr dennoch ein Wachstum ab. Im Durchschnitt landeten zuletzt 7,4 kg je Haushalt im Einkaufswagen, was einem Anstieg an Menge von 400 Gramm oder auch einem Plus von 5 % entspricht im Vergleich zum Vorjahr. Neben Erdbeeren wurden auch größere Mengen an Heidelbeeren und Himbeeren gekauft, die ihre positive Mengenentwicklung in den Vorjahren fortsetzen konnten. Heidelbeeren machten wie im Vorjahr einen Anteil von 70 % an den gesamten Strauchbeerenkäufen aus, während Himbeeren ihren Anteil bei 21 % halten konnten. Die positive Entwicklung beim Beerenobst wird weiterhin durch Importe angetrieben. 15

Die Marktanteile der unterschiedlichen Einzelhandelsformate näherten sich wieder dem Vor- Corona-Niveau an. Den größten Anteil beim Absatz von frischem Gemüse stellten mit 51,1 % Marktanteil die Discounter mit einem prozentualen Anstieg von 0,7 %. Der Anteil der Food-Vollsortimenter sank im Verhältnis um 0,5 % auf 40,5 % in 2022. 16 Der Anstieg der Marktanteile der Discounter im Absatz von frischem Obst war mit einem Anstieg von 1,4 % auf 52 % in 2022 noch größer. Der Marktanteil der Food-Vollsortimenter ging um 0,7 % auf 28,6 % in 2022 zurück. 17

Insgesamt betrachtet hatten die Vollsortimenter damit im Bereich Obst & Gemüse einen deutlichen Umsatzrückgang zu verkraften. Dieser war durch den Wegfall der Corona-Restriktionen und dem damit zunehmenden Außer-Haus-Verzehr zwar zu erwarten, dennoch war das Jahr 2022 bei den Vollsortimentern geprägt von einem stärkeren Aktionsfokus, um diesem Umsatz- und Marktanteilsrückgang entgegenzuwirken. 18

Im Jahr 2022 stiegen die realen Umsätze in der Gastronomie im Vergleich zum Vorjahr um 38,7 %. Allerdings betrug der Umsatzrückgang im Vergleich zu 2019 noch immer 12,8 %. 19

11 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 01/2023 Seite 11
12 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 04/2023 Seite 4
13 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579301/umfrage/monatliche-verbraucherpreise-fuer-tomaten-in-deutschland
14 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 4/2023, Seite 9
15 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe Nr. 4/2023, Seite 12
16 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe 04/2023, Seite 7

17 AMI, Markt Woche Obst & Gemüse, Ausgabe 04/2023, Seite 13
18 https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/nachrichten/preispolitik-edeka-waechst-mit-sonderangeboten-169768
19 DESTATIS, Pressemitteilung Nr. 66 vom 17. Februar 2023

2. Geschäftsverlauf

Trotz der Anfang des Jahres anhaltenden pandemiebedingten zeitweiligen Schließung der Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie der Betriebskantinen und der Schulverpflegung ist der Warenumsatz des Geschäftsjahres 2022 um 34,45 % gestiegen. Ursprünglich wurde mit einem leicht besseren Ergebnis und einem leicht besseren Umsatz geplant. Aufgrund der Aufhebungen aller Restriktionen (Schließungen) konnten die Umsätze und Erträge gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich gesteigert werden.

Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Ready Cuts GmbH Umsatzerlöse in Höhe von EUR 17,8 Mio. (Vj. EUR 13,2 Mio.) generieren. Das Ergebnis konnte aufgrund der Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 458 gesteigert werden.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ready Cuts GmbH hat im Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung um 34,45 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im Jahr 2022 ergibt sich ein Jahresumsatz in Höhe von TEUR 17.768 und liegt mit TEUR 4.553 über dem Vorjahreswert.

Die Aufwendungen für bezogene Waren haben sich in 2022 entsprechend der Umsatzentwicklung um TEUR 1.617 auf TEUR 8.312 erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 24,16 % zum Vorjahr.

Die Personalkosten sind ebenfalls um TEUR 1.415 auf TEUR 5.220 gestiegen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die deutliche Umsatzsteigerung sowie die schwierige Personallage und damit verbunden anfallende Überstunden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.253 auf TEUR 3.409 gestiegen. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem gesteigerten Umsatz und zusätzlichen Einsatz von Leiharbeitskräften.

Die steuerlichen Veränderungen sind auf das deutlich gestiegene Jahresergebnis zurück zu führen.

Die Ready Cuts GmbH zeigt im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 639. Im Vorjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 181.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 3.167. Im Jahr 2021 TEUR 3.297.

Es wurden Maschinen zur Kapazitäts- und Effizienz-Steigerung beschafft. Die Zugänge im Bereich Anlagevermögen betrugen TEUR 244.

Entsprechend der Umsatzentwicklung wurden die Warenbestände im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 79 erhöht. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände beruht im Wesentlichen auf Umsatzsteuerrückforderungen.

Die Eigenkapitalquote stieg auf 74,3 %, im Vorjahr betrug die Eigenkapitalquote 52,0 %. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden nicht aufgenommen. Die Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen wurde um TEUR 737 auf TEUR 187 reduziert.

Die Liquiditätsbedarfsspitzen sind durch die Manss GmbH Frischeservice gesichert.

c) Gesamtaussage

Zusammenfassend würden wir die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nach der Corona Pandemie als gut erachten.

III. Prognosebericht

Wir planen insgesamt mit gleichbleibenden Umsätzen und einem deutlich niedrigeren, aber dennoch positiven Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Positiv wirkt sich aus, dass die Corona Pandemie endgültig als beendet erklärt wurde und alle damit verbundenen Einschränkungen entfallen. Allerdings werden sich u. a. deutlich gestiegene Kosten im Personalbereich aufgrund der schwierigen Personallage als auch im Bereich Energie, Rohstoffe und Logistik auf die Betriebskosten auswirken. Auch können die zum Teil deutlich gestiegenen Rohwarenkosten aufgrund des Wettbewerbs nicht in Gänze an unsere Kunden weitergegeben werden. Weiterhin wird sich erst im Laufe des Jahres einschätzen lassen, welche Bedeutung eine mögliche Kaufzurückhaltung unserer Kunden auf unsere Umsatzentwicklung nehmen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen tätigt seine gesamten Umsätze mit der Manss GmbH Frischeservice.

Die nachfolgenden Chancen sehen wir für die Gesellschaft im folgenden Jahr.

Wir sehen eine große Chance, dass der Foodservice-Bereich über das Jahr 2023 hinaus weiter in vielen Bereichen gewinnt und gleichzeitig der Konsum zu Hause nicht auf das Niveau aus der Vor-Corona-Zeit zurückgeht. Frische und Nachhaltigkeit sind Themen, die in unserer Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Fleischkonsum wird aus gesundheitlichen- und aus Gründen des Klimaschutzes zunehmend kritisch gesehen, zudem wird die Diskussion rund um das Tierwohl breit geführt. Vegane und vegetarische Lebensweisen nehmen zu. Davon sollte der Bereich Obst- & Gemüse profitieren.

Nachhaltige, regionale aber auch conveniente Lösungen sind gefragt, gleichzeitig spielen Flexibilität und Schnelligkeit für unsere Kunden aufgrund der personellen Herausforderungen in diesem Bereich eine zunehmende Rolle. Deshalb sehen wir aufgrund unserer regionalen Verankerung große Chancen weitere Kunden zu gewinnen und das Geschäft mit den bestehenden Kunden und so unseren Marktanteil auszubauen.

Regionale Produkte spielen auch bei den Kunden des Lebensmitteleinzelhandels sowie bei den Wochenmarktbeschickern eine große Rolle. Hier sehen wir gute Chancen, unsere Marktposition weiter auszubauen.

Mit unserer eigenen Logistik sehen wir bei regionalen Kunden weiter viel Potential. Mittlere Chancen liegen in der gegenüber dem Wettbewerb höheren Lieferfrequenz und dem Ausbau der Sortimente zur Erzielung höherer Umsätze je Belieferung.

Mit beleglosem Warenfluss, digitalem Informationsfluss sowie der Möglichkeit der Bestellannahme und Kommunikation mit unseren Kunden über App und Webshop sehen wir uns im Bereich Digitalisierung gut für die Anforderungen der Zukunft aufgestellt. Zumindest in Teilen stellt dies eine gute Chance im Wettbewerb dar, da sich kleinere Wettbewerber hier schwertun.

Die nachfolgenden Risiken sind vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt.

Der zunehmende Konzentrationsprozess, sowohl auf Anbieter- als auch auf Abnehmerseite erhöht den Wettbewerbsdruck. Diesem Risiko stellen wir uns durch intensiven Austausch in der Gemüsering-Gruppe und durch das Schaffen von Effizienzen in unserer Zusammenarbeit. Insofern sehen wir dieses Risiko als gering an.

Nach dem Auslaufen der Corona-Unterstützung, den höheren Kosten für Finanzierungen sowie für die Betriebskosten gehen wir wieder von einer leichten Zunahme von Kunden aus, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Wir haben für alle Kunden ein sehr enges Monitoring der Außenstände. Außerdem sind die Umsatzanteile auch großer Kunden überschaubar, so dass wir hier allenfalls von einem geringen Risiko für unser Unternehmen ausgehen.

Zudem sehen wir aufgrund unserer Kundenstruktur das Risiko von gravierenden Umsatz- und Ertragsausfällen als gering an. Geht der Außer-Haus-Verzehr zurück, steigt normalerweise der Absatz bei den anderen Kundengruppen.

Im Bereich von Obst und Gemüse haben wir es immer wieder mit kurzfristigen Ernte- und Preisschwankungen zu tun. Auch hier hilft uns unser großes Netzwerk, mit diesen Situationen umzugehen und die daraus entstehenden Risiken abzumildern. Deshalb sehen wir dieses Risiko als gering an.

Aufgrund einer möglichen inflationsbedingten Kaufzurückhaltung sehen wir ein mittleres Risiko möglicher Umsatzrückgänge in den höherpreisigen Bio-Sortimenten.

Ein weiteres Risiko unserer Geschäftstätigkeit stellt die Entwicklung von Rohstoff- und Energiepreisen insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges dar. Dies kann sich auf die Kostenstruktur des Unternehmens auswirken. Wir versuchen hier mit einer Mischung aus Terminkontrakten und der Nutzung von Spotmärkten die bestmöglichen Preise zu erzielen. Auch die Personal- und Logistikkosten steigen weiter. Es bleibt ein gewisses Risiko, dass wir Kostensteigerungen nicht immer sofort und in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können.

Wir lassen uns regelmäßig zertifizieren, unter anderem nach IFS (International Featured Standard). Damit sind unsere Prozesse und die Anforderungen an unsere Produkte klar definiert. Unsere Risiken im Bereich der Lebensmittelhygiene sehen wir damit als bestmöglich reduziert und damit gering an.

Mitarbeitende sind für unsere Dienstleistung ein entscheidender Faktor. Der Wettbewerb um qualifizierte und motivierte Mitarbeitende ist auch in unserer Branche ausgeprägt. Dies kann zu einem Risiko für unser Geschäft werden. Die Bereitschaft in Bereichen zu arbeiten, in denen Sonntags- und Nachtarbeit üblich sind, nimmt in der jüngeren Generation ab. Wir sehen es weiterhin als unsere Aufgabe, durch Ausbildung und Qualifikation aber auch durch ein gutes Miteinander unsere Mitarbeitenden zu binden und neue Mitarbeitende für uns zu gewinnen. Deshalb sehen wir dieses Risiko als gering bis mittel an.

 

Hamm, den 24. April 2023

Ready Cuts GmbH

Frank Blume, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ready Cuts GmbH, Hamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ready Cuts GmbH, Hamm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ready Cuts GmbH, Hamm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Stuttgart, 24. April 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Katja Schickle, Wirtschaftsprüferin

Ingo Reinelt, Wirtschaftsprüfer

Protokoll über die Gesellschafterversammlung am 28. 04.2023 der Ready Cuts GmbH

Der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2022 mit einer Bilanzsumme von € 3.167.200,66 und einem Jahresüberschuss von € 638.938,88 wird festgestellt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 2.328.063,50 wird auf neue Rechnungen vorgetragen.

 

Stuttgart, den 28.04.2023

gez. Thorsten Beckmann, Geschäftsführer der Gemüsering Stuttgart GmbH

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