P & P NBG-FÜ Invest GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eva-Maria Zurek seit 27.10.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MP Holding GmbHFürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LAGEBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31.
DEZEMBER 2021
1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands war auch im Jahr 2021 maßgeblich von der anhaltenden Coronapandemie geprägt. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens verzeichnete insbesondere der gesamte Dienst-leistungssektor hohe Einbußen mangels wirtschaftlicher Aktivitäten. Darunter fiel der Einzelhandel (mit Ausnahme von Waren des täglichen Gebrauchs), die Gastronomie sowie andere Branchen rund um Tourismus, Freizeit und Kultur. Damit ging auch ein Rückgang des privaten Konsums einher, der sich erst mit dem Ende des zweiten Lockdowns im Mai 2021 wiederbelebte und zu einer konjunkturellen Erholung der Wirtschaft im Sommer 2021 führte. Im Gesamtverlauf des Jahres waren die privaten Konsumausgaben um -0,3% leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Der wirtschaftliche Erholungsprozess verlor im weiteren Jahresverlauf erneut erheblich an Fahrt. Mit dem Start eines erneuten "Lockdowns light" im November/ Dezember 2021 kam es erneut zu starken wirtschaftlichen Einschnitten, insbesondere in den genannten Branchen. Der Ifo-Geschäftsklima-Index entwickelte sich sichtbar zurück vom Höchstwert im Juni 2021 mit 101,7 auf 94,7 im Dezember 2021. Unternehmensinvestitionen stiegen nach einem negativen Vorjahreswert (2020: -6,7%) im Jahr 2021 insgesamt um 3,0%. Dagegen ist der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr 2020 um 4,2% gesunken. Dem Pandemiegeschehen folgend entwickelte sich auch das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) unterjährig entsprechend dem wirtschaftlichen Gesamtjahresverlauf 2021. Gegenüber dem rezessiven Vorjahr (2020: - 4,9% BIP) erreichte das BIP für das Jahr 2021 laut Statistischem Bundesamt nach revidierter Berechnung vom Februar 2022 ein Wachstum von 2,8%. Trotz steigendem BIP wirkte sich neben der Pandemie auch die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung aus dem 2. Halbjahr 2020 negativ auf das wirtschaftliche Wachstum aus. Am Arbeitsmarkt wurde in 2021 ein deutlicher Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verzeichnet. Gestützt wurde dies wie im Vorjahr auch erneut durch den Einsatz von Kurzarbeit. Die Anzahl der Gesamterwerbstätigen sank in 2021 gegenüber dem Vorjahr durch den pandemiebedingten Wegfall weiterer Minijobs und Selbständigentätigkeiten. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich indes gegenüber dem Vorjahr um 0,2% auf 5,7%. Die Nachfrage nach neuem Personal ist auch in 2021 gegenüber dem Vorjahr und gemessen am BA-Stellenindex (BA-X) erneut im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Demnach werden Arbeitskräfte weiterhin in nahezu allen Bereichen des Arbeitsmarktes gesucht. Auch bei Löhnen und Gehältern konnte nach Angaben des statistischen Bundesamts ein Wachstum der Tariflöhne von 1,3% gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2020 festgestellt werden. Nicht zuletzt die signifikante Teuerung bei Energie- und Transportkosten hat zu einer stetig steigenden Inflationsrate in 2021 geführt. Diese lag in Deutschland im Durchschnitt 2021 bei 3,1% und damit erstmals seit über 10 Jahren wieder über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Zahlungsziel ausgegebenen Wert von 2%. Mit weiter steigender Inflation zeichnet sich auch ein Umdenken hinsichtlich der lockeren Geldpolitik der Notenbanken hin zu entsprechenden Zinserhöhungen ab. Neben der angekündigten Trendwende Ihrer Preispolitik durch die EZB im März 2022 haben andere Notenbanken der G7-Staaten (z.B. die Britische Notenbank sowie die US-Notenbank Federal Reserve) bereits Anfang des Jahres 2022 auf die steigende Inflation mit Erhöhung der Leitzinsen und Reduktion der konjunkturgestützten Anleihekäufe reagiert. Eine Änderung der Zinspolitik wurde für 2022 zu dem Zeitpunkt von der EZB nicht angedeutet, der Leitzins blieb aufgrund der großen Unsicherheit hinsichtlich der Inflationsentwicklung unverändert bei 0,0 % bzw. der Einlagenzins für Geschäftsbanken bei -0,5 %. 2. Bauwirtschaft/ Immobilienwirtschaft Die zunehmende Verknappung von Rohstoffen und Materialien führt bis heute weiterhin zu starken Engpässen in der Produktion und im Bauwesen. So stiegen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im November 2021 um 14,4 % gegenüber dem Vorjahr und verzeichneten damit den höchsten Anstieg seit August 1970. Diese Tendenz spiegelt sich auch im Anstieg des Erzeugerpreisindex für gewerbliche Produkte durch eine Zunahme um 10,5% gegenüber dem Vorjahr 2020 wider. Der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2021 im Durchschnitt dagegen nur leicht um 1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der reale und kalenderbereinigte Auftragseingang stieg 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,3%. Dies ist insbesondere auf den gewerblichen Hoch- und Tiefbau zurückzuführen. Der Wohnungsbau insgesamt dagegen hat sich zum zweiten Mal in Folge deutlich abgekühlt. Von den 400.000 neu von der Bundesregierung geplanten Wohnungen wurden in 2021 lediglich 293 393 Wohnungen fertiggestellt. Damit ging die Anzahl der neuen Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um -4,2% zurück. Gründe für die erneuten Rückgänge liegen unter anderem auch in den signifikant gestiegenen Neubaupreisen für private Bauherren sowie im Auslaufen der Bau-Kindergeldförderung (Ende März 2021) und der kürzlich ad hoc ausgelaufenen BEG-Förderung für energieeffizienten Neubau (Januar 2022). Des Weiteren sind bei den Neubauaktivitäten stark regionale Unterschiede zu erkennen. Die höchsten Neubauquoten lagen gemäß Nachfrage in Wachstumsregionen und deren Umkreisen. Zwar handelte es sich bei etwa der Hälfte der neu gebauten Wohnungen, die zur Vermietung bereitgestellt wurden, dennoch konnte die Nachfrage nicht gedeckt werden. Bundesweit wurden 2019 rund 293.000 Wohnungen fertiggestellt, das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2020 dürften rund 300.000 neue Wohnungen fertiggestellt worden sein, im Jahr 2021 ist mit rund 310.000 neuen Wohnungen final zu rechnen. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ist in den A-Städten 2021 dagegen erstmals seit dem Jahr 2009 wieder leicht um 3,2 Prozent auf rund 47.000 Wohnungen zurückgegangen. Der ländliche Raum wird als Wohnstandort zumindest teilweise und für bestimmte Gruppen der Gesellschaft bereits seit Jahren wieder attraktiver. Die Pandemie verstärkt diesen Trend. Auch die breite Nutzung von Home-Office Möglichkeiten stützt diesen Trend. Vor allem ab einem Lebensalter von etwa 30 Jahren zieht es die Menschen und Familien wieder verstärkt in den ländlichen Raum, und zwar auch in von Metropolen weiter entfernt gelegene Regionen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die Wohnungsmieten in Deutschland auch in 2021 weiter. Gegenüber dem kalkulatorischen Basisjahr 2015 beträgt der Anstieg seither 9% im Durchschnitt. Die Dynamik der Mietsteigerungen jedoch flachte in 2021 gegenüber den Vorjahren ab. Insbesondere im Preissegment der Spitzenmieten scheint mittlerweile eine gewisse Sättigung eingetreten zu sein. Diese beträgt in Städten wie München im 4. Quartal 2021 rund 19,37 Euro/m². Die Durchschnittsmiete im Wohnungsbestand in Deutschland ist im vierten Quartal 2021 nach ersten Studien auf rund 7,57 Euro/m² gestiegen; dies entspricht einem Anstieg von 3,3 % zum Vorjahr. Während bei den Mieten das Wachstum langsam abflacht, ist im Vergleich dazu die Dynamik bei den Kaufpreisen weiter ungebrochen. Im Bundesmittel betrug der Anstieg bei Eigentumswohnungen für 2021 rund 8,6%, womit im Schnitt pro Quadratmeter 2.280 Euro fällig wurden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern betrug der Anstieg 7,3%, womit der Quadratmeterpreis im Mittel 2.750 Euro beträgt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im 4. Quartal 2021 für neugebaute Eigentumswohnungen im Landesdurchschnitt bis zu 4.555 Euro/m² bezahlt. Die Preisgestaltung war dabei je nach Lage und Region sehr unterschiedlich. Nach Angaben des CBRE-Empirica-Leerstandsindex (Messung vom Dez 2021) ging die Zahl leerstehender, vermietbarer Wohnungen in Deutschland im vergangenen Jahr geringfügig um zirka 8.000 Einheiten auf rund 611.000 Einheiten zurück - die Leerstandsquote liegt bei 2,8%. In Schrumpfungsregionen beträgt der Leerstand derzeit 7,4%, in Wachstumsregionen immer noch unterdurchschnittliche 1,4%. Die Coronapandemie hat den deutschen Wohninvestmentmarkt 2021 nicht negativ belastet. Die deutsche Wohnimmobilie galt in 2021 national und international weiterhin als krisensichere Anlageklasse. Nach Angaben von CBRE hat das Transaktionsvolumen 2021 mit einer 140% Steigerung zum Vorjahr auf insgesamt 49,1 Mrd. Euro ein absolutes Rekordjahr erzielt. Die ungebrochen hohe Nachfrage (aufgrund fehlender Anlagealternativen) hat das bestehende Angebot bei weitem übertroffen und auch im Jahr 2021 Einfluss auf die Renditen genommen. So ging die Nettorendite in den Top-7-Städten im Schnitt um -0,1% auf rund 2,2% in 2021 zurück. Auch für 2022 wird eine grundsätzliche Fortsetzung dieser Dynamik erwartet. Jedoch stehen zahlreiche Herausforderungen diesen Entwicklungen auch entgegen. In Punkto ESG-Kriterien beispielsweise steht die Branche vor der Aufgabe, alle Aspekte der Nachhaltigkeit beim Bauen und Wohnen zu beachten und im Hinblick auf die Profitabilität für Investoren in Einklang zu bringen. Durch die im September 2021 neu gewählte Bundesregierung sollen die stetig steigenden Baupreise durch die Förderung von Sozialbauprojekten abgemindert werden. So plant die Bundesregierung gemäß Koalitionsvertrag eine jährliche Bauquote von 100.000 Sozialwohnungen. Der Bedarf an Wohnflächen liegt signifikant höher. Dieser Beschluss bürgt das Risiko, dass noch vorhandene Bauplätze weiter im Preis steigen werden, neue Bauplätze und Nachverdichtungsmöglichkeiten müssen dringend geschaffen bzw. genehmigt werden. Die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau kann jedoch durch die Privatwirtschaft nur geleistet werden, wenn die staatlichen Förderungen im Rahmen von KfW-Programmen ausgeweitet bzw. aufrechterhalten werden. Nach Einstellung der BEG-Förderung für energieeffizientes Bauen müssen schnell neue Programme von staatlicher Seite aufgesetzt werden. 3. Krieg in der Ukraine: Folgen für den Immobilienmarkt Im Februar 2022 kam es durch Russland zu einem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die NATO und die EU-Staaten haben darauf mit weitreichenden finanziellen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland reagiert. Die tatsächlichen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft, gerade auf dem Beschaffungs- und Energiesektor sind noch nicht abschließend abschätzbar. Deutschland beizieht mehr als die Hälfte seiner notwendigen Energie aus Russland. Neben der Wohnungswirtschaft sind auch die privaten Haushalte und die Industrie von dieser Abhängigkeit betroffen. Die weiter abnehmende Verfügbarkeit und der wachsende zeitliche Verzug bei der Beschaffung und dem Einsatz von Energie, Materialien und Ressourcen lassen die allgemeine Preisentwicklung verschiedenster Güter und Dienstleistungen bereits sichtbar weiter steigen. Dies dürfte Sachwerte (wie Immobilien) insbesondere in der Kombination mit ESG-Kriterien erneut verstärkt in den Fokus der Investoren rücken. Neben der Wirtschaft und den Unternehmen sind auch die privaten Haushalte und damit Mieter stark von diesen Entwicklungen betroffen. Vor allem für Heizöl (Steigerung um 41,8%) und Kraftstoffe (Steigerung um 22,6%) mussten Verbraucher in Deutschland im Vergleich zum Kalenderjahr 2020 signifikant mehr Geld ausgeben. Damit einhergehend könnte auch die Zahlungsfähigkeit der Mieter sich verschlechtern und zu entsprechenden Mietausfällen bei den Eigentümern führen und damit auch direkt und indirekt auf die Immobilienwirtschaft Einfluss nehmen. 4. Organisation des Unternehmens / der Unternehmensgruppe Die MP Holding GmbH ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Die MP Holding GmbH selbst hält keine Immobilien, sondern fungiert ausschließlich als Holdinggesellschaft, welche Beteiligungen an verschiedenen Gesellschaften / Plattformen hält. Das Management, das kaufmännische Personal sowie andere Stabsstellen des Konzerns sind überwiegend bei der Tochtergesellschaft P&P Group GmbH angestellt, die MP Holding GmbH selbst hat keine Mitarbeiter. Die Kerngeschäftsbereiche des Konzerns sind: "Real Estate":
Der Konzern ist ein vollstufiges Immobilienunternehmen mit umfassendem Know-How entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Konzern erbringt mit eigenem Personal Dienstleistungen und Services für die verbundenen Unternehmen und Objektgesellschaften. Die Objekte und Gesellschaften verbleiben teilweise im Eigenbestand oder werden nach Hebung der Potentiale wertmaximierend veräußert. "Venture Capital - Beteiligungen"
Wir möchten mit visionären und starken Persönlichkeiten gemeinsam über unsere Plattform "Rivus" nachhaltig erfolgreiche Unternehmen aus- und aufbauen. Als Investor unterstützen wir die Unternehmen neben Kapital mit Netzwerk strategisch und Expansionskompetenz. Ziel ist es, ein diversifiziertes Portfolio an Beteiligungen aufzubauen sowie an den Wertsteigerungen der einzelnen Investments über mehrere Jahre zu partizipieren. "Unternehmensbeteiligungen"
"Trading"
Ziel ist die vorhandene Liquidität profitabel zu binden, kurzfristig verfügbar zu halten sowie anteilig renditeoptimiert zu agieren. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Konzernbilanzsumme der MP Holding GmbH erhöht sich zum 31.12.2021 auf rd. € 608 Mio. (Vj.: € 380 Mio.). Die Erhöhung ergibt sich aus vielen Zukäufen, bei welchen wir die Chance sehen unternehmensseitig zu wachsen. Diese sind teils durch Eigenkapital aber auch durch Erhöhung des Fremdkapitals finanziert. Das Immobilienvermögen erhöht sich um rd. € 160,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Dies setzt sich aus Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von € 108,8 Mio. sowie Zukäufe in Immobilienvorratsvermögen von rd. € 51,5 Mio. Der Konzernjahresüberschuss des Vorjahres von € 19,4 Mio. wurde dem Gewinnvortrag zugewiesen. Zusammen mit der Konzernkapitalrücklage, dem Konzerngewinnvortrag und dem Konzernjahresüberschuss stellt sich ein Eigenkapital von € 290,4 Mio. (Vj.: € 247,0 Mio.) dar. Die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote beträgt somit rund 47,78 % und liegt aufgrund der neuen Kredite um 17,15 % unter der des Vorjahres (64,93%). Die Immobilienbestände sind zum 31.12.2021 teils mit Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Stark unterbewertete Immobilien werden als Wachstumschance aufgegriffen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr auf € 282 Mio. (VJ.: € 88 Mio.), dies entspricht 46% der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen steigen um € 2,3 Mio. insbesondere aus gebildeter Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungsrückstellungen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert der Abbau im Wesentlich auf Tilgungen von sonstigen Darlehen Dritter und der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Steuern. Die Liquidität der MP Holding GmbH war im Geschäftsjahr 2021 zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit € -77,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, wobei dies im Wesentlichen auf die - dem operativen Cashflow zugeordneten - Aufbau der Vorräte von € 59,4 Mio. zurückzuführen ist. Die weiteren Investitionen des Geschäftsjahrs wurden durch die vorhandenen Mittel sowie zu einem geringen Teil mit Fremdkapital finanziert. Der Finanzmittelbestand hat sich um € 21,6 Mio. auf € 77,9 Mio. erhöht (Vj. € 56,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Gewinne aus der Veräußerung von Immobilien des Anlagevermögens und Wertpapier-Verkäufe. Darüber hinaus sind Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 917 (Vj.: T€ 337) enthalten. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich auf Basis der sehr guten Ergebnisses des Vorjahres gegenüber der Vorjahre von 61,2 % auf 74,15% erhöht und damit im Durchschnitt der letzten vier Jahre normalisiert, die Personalaufwandsquote aufgrund der organisatorischen Erweiterungen von 4,0 % auf 6,3 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen aufgrund mehrerer einmaliger Effekte und dem Aktienhandel von € 10,9 Mio. auf € 24,9 Mio. erhöht. Zu den einmaligen Effekten gehören im Wesentlichen Anlaufkosten im Zusammenhang mit einer Bestandsimmobilie. Die Wertminderungen und Verluste für Umlaufvermögen in Höhe von € 4,4 Mio. sind der Gegenposten zu den Erträgen aus Aktien in Höhe von €12,9 Mio. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von € 42,9 Mio. erwirtschaftet. Das Jahr der Coronapandemie war für den Konzern ein Jahr der Chancen und Investitionen. 6. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Aufgesetzt auf den bereits in 2020 begonnen organisatorischen Änderungen konnten die Restrukturierungen im Geschäftsjahr 2021 erfolgreich fortgeführt werden. Die neu geschaffenen Geschäftsbereiche "Unternehmensbeteiligungen und Wertpapierdepot" wurden in 2021 weiter ausgebaut und konnten diversifiziert in die Bereiche "Venture Capital - Beteiligungen", "Unternehmensbeteiligungen" und "Trading" überführt werden. Auch für 2021 lag der Fokus weiterhin im Bereich "Real Estate". Im 3. Quartal 2021 konnte im Rahmen eines Share Deals ein großes Wohnprojekt in München erfolgreich veräußert werden. In Bezug auf die einzelnen Geschäftsbereiche stellte sich der Verlauf wie folgt dar: Real Estate Im Bereich Handel ist der Immobilienbestand im An- und Umlaufvermögen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Wir konnten - aufgrund der soliden Kapitalausstattung - die Chancen der weiterhin pandemiegeprägten Zeit nutzen und größere Portfolios zu attraktiven Konditionen beurkunden. Zukäufe wurden hauptsächlich in der Metropolregion Nürnberg getätigt, aber auch in München, Frankfurt und Leipzig. Die bereits erwähnten Portfolioankäufe haben zur geographischen Diversifikation beigetragen. Die Umsatzerlöse im Rahmen des Verkaufs von Immobilien beliefen sich auf € 95,1 Mio. (Vj.: € 143 Mio.). Neben diversen Projekten wurde in München eine große Projektentwicklung im Rahmen eines Share Deals veräußert, welche maßgeblich zum Erfolg 2021 beigetragen hat. Im Bereich Bestandshaltung wurden durch die Vermietung eigener Objekte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von € 13,8 Mio. (Vj.: € 8,2 Mio.) erzielt. Die Immobilienbewirtschaftung im vergangenen Geschäftsjahr erfolgte durch den Konzern. Der Mietausfall bei Flächen, die nicht aus strategischen Gründen leer stehen, ist weiterhin nicht wesentlich. Venture Capital - Beteiligungen Neben der im 1. Quartal 2021 getätigten Beteiligungsinvestition wurde noch in weitere drei Beteiligungen im Venture Capital Bereich investiert. Insgesamt belief sich die Investitionssumme in 2021 damit auf € 3,5 Mio. (Anschaffungswerte). Auch 2021 wurde eine Vielzahl an Opportunitäten aktiv geprüft. Seit Ende 2021 kamen weitere Beteiligungen hinzu. Unternehmensbeteiligungen Die in 2020 erworbenen Joint Venture Beteiligungen mit Immobilien in Leipzig, Berlin und Madrid wurden operativ in 2021 weiter projektiert. Ferner wurden Finanzmittel in Höhe von € 8,5 Mio. investiert. Neu hinzu kamen zwei weitere Beteiligungen in Jena sowie Neuss. Trading In 2021 wurden in Wertpapierbestände in den Depots von 29.395 T€ (Anschaffungswerte Anfang 2021) auf 27.335 T€ bis Ende 2021 (Anschaffungswerte Ende 2021) investiert. Insgesamt wurden in 2021 Gewinne in Höhe von 8.092 T€ realisiert. Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse von € 109,0 Mio. gegenüber € 153,0 Mio. im Vorjahr erzielt. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im Vorjahr überwiegend Erträge aus Immobilienbeständen im Umlaufvermögen erwirtschaftet wurden. Im Berichtsjahr wurden neben den Umsatzerlösen sonstige betriebliche Erträge z.B. aus dem Abgang des Sachanlagevermögens und aus Wertpapierhandel in Höhe von € 54,3 Mio. (Vj. € 12,7 Mio.) erzielt. Auch in 2021 bremste die Corona-Pandemie die Märkte facettenreich, z.B. waren auch weiterhin Möglichkeiten einer Besichtigung stark eingeschränkt. Insgesamt wurde daher die Prognose des Vorjahrs hinsichtlich der Umsatzerlöse nicht erreicht. Jedoch konnten die Erwartungen an die Ertragssituation in 2021 umfänglich erfüllt werden. Die in 2021 beurkundeten Ankäufe von Immobilien werden sich positiv auf die zukünftige Umsatzentwicklung auswirken. Für einige dieser Immobilien konnten bereits Verkäufe zu attraktiven Margen beurkundet werden. Darüber hinaus prüft der Konzern den Verkauf weiterer Bestandsobjekte und ist teilweise in fortgeschrittenen Verhandlungen. Zur Steuerung des Konzerns stellen wir - neben den Umsatzerlösen - ein "Adjusted EBITDA" in den Fokus unserer Kennzahlen. "Adjusted EBITDA" bezeichnet hinsichtlich eines Konzerngeschäftsjahres die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns gem. § 275 Abs. 2 Nr. 1 HGB:
Bereinigt wird die Kennzahl noch um wesentliche
jeweils ohne doppelte Berücksichtigung einer Position. Mangels zu korrigierender Aufwendungen/Erträge beläuft sich das Adjusted EBITDA in 2021 auf € 52,0 Mio (Vorjahr 40,0 Mio). Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass wir als diversifizierte, dynamische und eigenkapitalstarke Unternehmensgruppe auch schwere Zeiten unbeschadet durchstehen konnten. Auch der im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verschärft fortlaufend die marktlichen Entwicklungen weltweit. Allgemein haben wir eine große Verunsicherung verspürt, konnten jedoch ein zufriedenstellendes Ergebnis in 2021 erzielen. Wir konnten die Chancen dieser Zeit bisher nutzen und größere Immobilienbestände zu attraktiven Konditionen beurkunden. Diese Zeiten und die daraus entstehende Schwierigkeiten zahlreicher Marktteilnehmer bringt für den Konzern mehr Chancen als Risiken, welche wir aktiv nutzen möchten. 7. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 7.1 Allgemeine Risiken Angesichts der globalen Auswirkungen der Coronapandemie sowie der neu eingetretenen Kriegssituation im Osten von Europa auf die Wirtschaft, Gesellschaft und auf die Politik können zum jetzigen Zeitpunkt Prognosen - insbesondere aufgrund der internationalen Verflechtungen und gegenseitigen Wechselwirkungen der Märkte - nur unter der Annahme von Unsicherheit gegeben werden. Der weiterhin bestehende Einfluss der Coronapandemie auf unser tägliches Leben kann derzeit ebenfalls nicht ausreichend sicher beurteilt werden. Jedoch kann wie im Vorjahr davon ausgegangen werden, dass der Pandemiefall ein temporäres Ereignis bleibt. Aufgrund von Schutzmaßnahmen (z.B. reduzierter Vor-Ort-Einsatz, Home-Office-Möglich-keiten, Zurverfügungstellen von Selbsttests, Vermeidung von Kontakten, Raumtrennern) besteht für die Mitarbeiter ein reduziertes Infektionsrisiko. Auf das Pandemiegeschehen kann der Konzern schnell reagieren. Der Konzern sieht daher keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. Aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können insgesamt sogar Chancen für den Konzern entstehen. Preise für Wohnraum werden auch weiterhin von Angebot und Nachfrage abhängig sein. Es ist weiter davon auszugehen, dass die Angebotssituation weiterhin knapp sein wird und die Nachfrage ungebrochen steigen könnte, nicht zuletzt aufgrund der demografischen Situation und dem zu erwartenden Zuzug. Allein aufgrund des Angriffs auf die Ukraine und der damit einhergehenden Flüchtlingsbewegung rechnet der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) nach einer internen Analyse (März 2022) mit einem kurzfristigen Wohnungsbedarf von über 300.000 Wohnungen, welcher in Teilen durch Neubau kompensiert werden müsste. Auch mit erhöhten Wohnungsleerständen ist daher nicht zu rechnen. Mietausfälle könnten aufgrund der stetig steigenden Preise ein zunehmendes Risiko für die Immobilieneigentümer darstellen. Jedoch lassen sich heute bereits erste Anzeichen von situativ bedingten staatlichen Transferleistungen zur realen Eindämmung der Preissituation erkennen (z.B. Erweiterung der steuerlichen Freigrenzen, Heizkostenzuschüsse oder Verlängerung von Kurzarbeitergeld-Regelungen). Steigende Mietausfälle im gewerblichen Mietbereich sind für den Konzern nicht als wesentliche Risiken zu benennen, da die Portfolien überwiegend aus Wohnimmobilien bestehen. Insgesamt betrachten wir die Erwartung an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für den Konzern als positiv. Insbesondere die sehr gute Liquiditätslage des Konzerns erhöht die Chancen, auch künftig in nachhaltige und profitable Immobilien und Unternehmen investieren zu können. 7.2 Unternehmensspezifische Risiken Die aktuelle Zinspolitik der Europäischen Zentralbank rückt auf Grund der aktuell erhöhten Inflationslage immer mehr in den Mittelpunkt. Bereits zum Jahreswechsel 2021/2022 wurde durch die EZB eine mittelfristig veränderte Zinspolitik angekündigt. Ein weiterer negativer Aspekt dabei ist die neu ausgebrochene Kriegssituation. Es ist daher zu erwarten, dass es zwar zu verzögerten, jedoch im Laufe des Kalenderjahres 2022 zu ersten faktischen Anpassungen der Zinslasten für die Unternehmen und Privatpersonen kommen wird. Generell begegnet der Konzern dieser Entwicklung mit einem hohen Eigenkapitalanteil zwischen 45% und 50% gemessen an der Gesamtkapitalisierung der Gruppe sowie einer ausgewogenen Fristigkeit der eingegangenen Fremdfinanzierungen. Weitere Absicherungs-maßnahmen zur drohend steigenden Zinsbelastung wird der Konzern im Laufe des Jahres 2022 umsetzen. Auch negative Auswirkungen auf heute gesund erscheinende Finanzinstitute sind nicht ausgeschlossen. Die Stabilität der Kernbanken in Punkto Geschäftskontinuität und wirtschaftliche Substanz ist für den unternehmerischen Mittelstand aber auch Privatpersonen in Deutschland ein zentrales Element in der Kapitalversorgung. Aufgrund des diversifizierten Finanzierungsportfolios des Konzerns mit überwiegend Sparkassen sowie genossenschaftlichen Banken können etwaige Zinsänderungsrisiken, restriktivere Kreditvergabeprozesse oder steigende Kapitalkosten der Banken mehrheitlich kompensiert werden. Überhitzungstendenzen an lokalen Immobilienmärkten, die aktuell für einige Großstädte in Deutschland diskutiert werden, sind in unserem regionalen Markt, der Metropolregion Nürnberg/ Fürth, aber auch für Teile Münchens und Frankfurt am Main erkennbar, jedoch noch nicht zu beziffern. Die Immobilienbranche zählt zu einem der vielfältigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Neben der Immobilienbewirtschaftung gehören auch das Baugewerbe sowie die mit der Immobilienverwaltung verbundenen Tätigkeiten dazu. Im Rahmen von Entwicklungs-maßnahmen ist auch das Baukostenrisiko hervorzuheben. Durch gewachsene Vertragsbeziehungen zu Bau- und Handwerksunternehmen, frühzeitige, vorausschauende und langfristige vertragliche Vereinbarungen kann der Konzern die Preisrisiken reduzieren. Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten können damit frühzeitig einbezogen werden. Zudem wird durch die langjährige Expertise bei P&P sowie der tiefen Wertschöpfungskette bis hin zur Vermarktung das Unternehmensrisiko im Bereich Bau und Planung dadurch gemindert. Insgesamt bleibt für den Markt das Risiko, dass die Anzahl baureifer Wohnimmobilienprojekte aufgrund zunehmender gesetzlicher Anforderungen (z.B. ESG Kriterien), mangelnder Bezuschussung (z.B. Wegfall KFW Förderprogramme) und stetig steigender Baukosten nicht weiter ansteigt, sondern sogar sinken könnte. Der Konzern kann diesen Mangel mittelfristig durch Vorhalten geeigneter Grundstücke im Immobilienportfolio für sich vorteilhaft nutzen und im Rahmen der Vermarktung sehr gute Preise erzielen. Für den Bereich Immobilienhandel geht P&P davon aus, dass es zunehmend anspruchsvoller werden wird, geeignete Objekte mit entsprechenden Zielrenditen zu erwerben. Aus diesem Grunde unterziehen wir potenzielle Investitionsobjekte einer genauen und gründlichen Prüfung. Dies umfasst auch eine regelmäßige Hold-/Sell Analyse der im Portfolio befindlichen Immobilienbestände. Im Vermietungsmarkt könnten ein Flächenüberangebot zu Preisdruck und Leerstand führen. Im Gegenzug dazu könnte eine Knappheit an geeigneten Flächen zu einer steigenden Nachfrage und damit zu steigenden Preisen führen. Aufgrund des aktiven Leerstands-Managements des Konzerns können keine signifikanten Leerstandsrisiken identifiziert werden. Neben Gewährleistungssachverhalten und Rechtsrisiken werden auch für gewährte Mietgarantien adäquate Rückstellungen gebildet. Die sich hieraus ergebenden finanziellen Risiken werden dadurch berücksichtigt. Insgesamt erachten wir die Risiken für den Konzern für überschaubar und gut beherrschbar. Für den Konzern ergeben sich insbesondere Chancen. 8. Prognose der zukünftigen Entwicklung für 2022 Der Konzern konnte die Ergebnisziele, die sie sich für das Geschäftsjahr 2021 gesetzt hatte, umfänglich erreichen. Der derzeit herausfordernden Situation in Europa, der Wirtschaft und auf dem Immobilienmarkt entgegnet die Geschäftsleitung mit einer sehr soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Intensivierung der Immobilienaktivitäten in lokalen Märkten wurde in 2021 ein weiteres Büro in guter Lage in Frankfurt am Main eröffnet. Neben dem Immobiliengeschäft soll der Standort Frankfurt für den Konzern darüber hinaus die Brücke zum Kapitalmarkt, weiteren institutionellen und internationalen Investoren bilden. Erste Immobilieninvestments konnten in der Region in 2021 bereits getätigt werden, weitere sind aktuell in Prüfung. Im Bereich "Real Estate" kann der Konzern auch im Jahr 2022 auf ein diversifiziertes Bestands-Immobilienportfolio für den Immobilienhandel zurückgreifen. Die geographischen Schwerpunkte bilden weiterhin die Metropolregionen Nürnberg, München und neu Frankfurt am Main mit dem Fokus auf der Asset Klasse Wohnen. Aufgrund der diversen Ankäufe im Jahr 2021 wurde auch die Niederlassung in München räumlich vergrößert und ausgebaut. Den Erfolgskurs der vergangenen Jahre konnte der Konzern auch in den ersten Monaten des Jahres 2022 bereits fortsetzen und die ersten Immobilienverkäufe im zweistelligen Millionenbetrag beurkunden. Ferner befindet sich die Gruppe stetig in Prüfprozessen weiterer Zukäufe. Der Konzern hat zur Diversifizierung der Immobilienbestände bereits Ende 2020 den Entschluss gefasst, die Marktpräsenz im Immobilienbereich neben Deutschland auch auf weitere Staaten für die Assetklasse Wohnen auszudehnen. Besonders wichtig erscheinen hier aufgrund der Coronapandemie derzeit wirtschaftlich stark getroffene Märkte wie Spanien oder mögliche Core-Märkte in Nicht-EU und Nicht-Euro Ländern wie z.B. das Vereinigte Königreich (UK). So wurden in 2021 bereits die ersten drei Immobilien in Spanien erworben. Seit Mitte 2021 fokussiert sich der Konzern darüber hinaus auf erste Immobilienerwerbe im Londoner Großraum; insbesondere auch um die Währungsrisiken der Gruppe weiter zu diversifizieren. Der Konzern sieht sich gesellschaftlich in der Verpflichtung auch mögliche Innovationen zu fördern und unternehmerisch in solche zu investieren. Im Immobilienbereich ist der Konzern bestrebt, zukunftsweisende und nachhaltige Immobilienkonzepte durch planerische und bautechnische Neuerungen neben der Assetklasse Wohnen auch im logistischen Hallenbereich durch modulare und energieeffiziente Bauweise zu schaffen. Neben ausschließlich immobilienbezogenen Projekten sehen wir eine wachsende und zukunftsweisende Start-up Szene rund um das Thema "Immobilien -und immobiliennahe Leistungen". Mit dem Glauben an die Konzepte und an das Management dieser "Ideengeber" investieren wir mit unserem Team der Rivus Ventures GmbH hier frühzeitig in die jeweiligen Geschäftsmodelle, um der Modernisierung der Immobilienwirtschaft, der Digitalisierung und der Ökologisierung unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen. Zur Erweiterung unserer Immobilienexpertise sowie Ausdehnung unserer Immobilien-aktivitäten wird der Konzern in 2022 den Bereich M&A neu aufbauen, um auch anorganisches Wachstum bzw. aktives Beteiligungsgeschäft rund um die Immobilienwirtschaft strategisch zu erschließen. Der Bereich Trading konnte im Vorjahr mit wirtschaftlichem Erfolg ausgebaut werden. In einem nächsten Schritt wird der Konzern 2022 die Investitionsallokation und das Management mit einer eigenen Stabstelle für den Bereich stärken. Um das weitere Wachstum des Konzerns sowie die nächsten strategischen Schritte zu gewährleisten, wurde in diesem Zuge eine Vielzahl von strategischen Personaleinstellungen getätigt, um Stabstellen und die Niederlassungen in München und Frankfurt personell und fachlich zu verstärken bzw. auf- und auszubauen. Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für unseren Konzern erachten wir auch für die künftigen Jahre als stabil und mit positiven Zukunftsaussichten versehen. Ziel bleibt es, in der gesamten Unternehmensgruppe über eine solide wirtschaftliche Eigenkapitalbasis zu verfügen und in den nächsten Jahren ein stetiges und solides Wachstum fortzusetzen. Die Unternehmensstruktur soll weiterhin dahingehend optimiert werden, dass die Kerngeschäftsbereiche möglichst unabhängig voneinander in abgegrenzten Gesellschaften ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen können und die MP Holding GmbH sowie die P&P Group GmbH als zentrale Gesellschaften sich auf Unternehmensleitung, Unternehmensentwicklung und zentralen Dienste konzentrieren. Grundsätzlich ist die Unternehmensgruppe sowohl wirtschaftlich als auch personell hervorragend aufgestellt. Die seit nunmehr 27 Jahren gelebten Werte wie Flexibilität, Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit helfen dem Konzern in dieser Marktphase weiter zu wachsen, Chancen zu erkennen, diese zu realisieren und dabei attraktive wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Insgesamt erwarten wir für 2022 trotz der zugespitzten allgemeinen, wirtschaftlichen und politischen Lage erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit leicht steigenden Umsatzerlösen sowie einem leicht steigenden Adjusted EBITDA gegenüber 2021.
Fürth, den 24. Mai 2022 gez.
Michael Peter
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021A k t i v s e i t e
P a s s i v s e i t e
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
ANHANG FÜR
DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
A. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Mutterunternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HRB 16348 eingetragen. Das Geschäftsjahr der MP Holding GmbH und der einbezogenen Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. B. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 umfasst die MP Holding GmbH sowie alle Tochtergesellschaften, an der die MP Holding GmbH direkt oder indirekt zu mehr als der Hälfte am stimmberechtigten Kapital beteiligt ist. Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften umfasst die nachfolgenden inländischen Tochterunternehmen.
indirekte Beteiligung der MP Holding GmbH durch die 94,9
%-Beteiligung an der P&P Gruppe GmbH
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die
94,9 %-Beteiligung an der PFO GmbH
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die 100 %-Beteiligung an der P&P International GmbH (Anteile innerhalb der P&P International GmbH)
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die 100 %-Beteiligung an der P&P Living GmbH (Anteile innerhalb der P&P Living GmbH)
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die 100 %-Beteiligung an der Peter Family Equity GmbH (Anteile innerhalb der Peter Family Equity GmbH))
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die 100 %-Beteiligung an der P&P München Invest GmbH (Anteile innerhalb der P&P München Invest GmbH)
indirekte Beteiligungen der MP Holding GmbH durch die 100 %-Beteiligung an der Peter Family Office Objekt 13 GmbH (Anteile innerhalb der Peter Family Office Objekt 13 GmbH)
Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus der Gründung oder dem Ankauf folgender Gesellschaften: Franconia Immobilien Verwaltung GmbH MPNX Immobilien GmbH MPNX Neuss GmbH (ehem. Lowland Neuss GmbH) Anvis Capital GmbH Anvis Verwaltungs GmbH Anvis Management GmbH & Co. KGAC 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG AC 2. Beteiligungs GmbH & Co. KGP&P International GmbHP&P UK Invest GmbHP&P UK Invest 1 Ltd. P&P Spain Invest GmbH Rivus Fonds Investment GmbH Rivus Ventures GmbH Abgänge aus dem Konsolidierungskreis P&P Moosach (Verschmelzung) P&P Objekt 25 (Verkauf von Anteilen) Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochterunternehmen auf Ebene der P&P Gruppe GmbH hat sich insgesamt im Berichtsjahr wie folgt verändert:
An folgenden assoziierten Unternehmen ist die MP Holding GmbH beteiligt:
Im Vorjahr wurden die oben genannten Gesellschaften mit Beteiligungsquoten von 50 % anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 31.12.2021 wurden sie als assoziierte Unternehmen nach § 312 HGB erfasst. Diese Änderung beruht auf der Entscheidung möglichst nur Unternehmen zu konsolidieren, welche direkt der Verwaltung der P&P Gruppe unterliegen. Durch unterschiedliche Bewertungs- und Buchungsmethoden der assoziierten Unternehmen wurde die Entscheidung getroffen auf Basis der Assoziation eine Einbindung vorzunehmen, um die Auswirkungen der Unterschiede zu minimieren und einheitliche Bewertungsmethoden innerhalb der Bilanz zu sichern. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB sowie ergänzende Regelungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen werden erstmalig zu den Anschaffungskosten angesetzt und gemäß § 312 HGB fortentwickelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten entsprechend den Grundsätzen zur verlustfreien Bewertung bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden bis zur Höhe der auf sie entfallenden Vorräte von diesen offen abgesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden, sofern vorhanden, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden, sofern vorhanden, in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die sich ergebende Steuerbelastung wird nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und, sofern vorhanden, drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der sich die ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr - außer des genannten Übergangs von Quotenkonsolidierung auf Equity-Bewertung - fand nicht statt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für vollkonsolidierte Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-) Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs-posten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Bei einer vorliegenden Unterbewertung der Beteiligung am Tochterunternehmen infolge des Erwerbs von Tochterunternehmen im Rahmen von Sacheinlagen wird ein entstehender passiver Unterschiedsbetrag als Kapitalrücklage erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Des Weiteren sind die Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises im Anlagenspiegel ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen Der in der Konzernbilanz nicht erfasste negative Equity-Wert beläuft sich zum 31.12.2021 auf TEUR 436. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 4.691 enthalten Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 402. Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,23 % (Vj. 31,23 %) zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Rückstellungen und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite sind passive latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe von TEUR 2.072 (Vj. TEUR 12) ausgewiesen. Diese bestehen im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven bei Firmenzukäufen. Die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich in 2021 wie folgt dar:
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Von den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 77.947 (Vj. TEUR 56.343) sind 73.787 TEUR (Vj. TEUR 56.343) unbeschränkt verfügbar. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 (Vj. TEUR 25) entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Kapitalrücklage betrifft die erhöhten Wertansätze von Vermögensgegenständen, die im Rahmen von Sacheinlagen erworben wurden. Sie umfasst ferner die Kapitalrücklage der Muttergesellschaft. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste, ausstehende Lieferantenrechnungen, Mietgarantien, Vermietungsprovisionen und Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen durch Grundschulden gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.824 (Vj. TEUR 2.200). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2025. E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Der Gesamtbetrag der Umsatzerlöse gliedert sich in TEUR 95.084 (Vj. TEUR 142.574) Umsatz aus Immobilienverkäufen, TEUR 13.769 (Vj. TEUR 8.163) Mieterträge und TEUR 153 (Vj. TEUR 2.259) sonstige Umsatzerlöse. Bestandsveränderung Die Bestandsveränderung in Höhe von TEUR 6.784 stellt nicht die Veränderung der Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse dar. Die Abweichung ergibt sich aus unterjährigen Umgliederungen von solchen Erzeugnissen ins Anlagevermögen aufgrund von Nutzungsänderungen. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Sonstige betriebliche Erträge betreffen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 38.258 (Vj. TEUR 4.447), Aktiengewinne in Höhe von TEUR 11.984 (Vj. TEUR 7.275), Entschädigungen in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 454), Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 917 (Vj. TEUR 337) sowie übrige sonstige Erträge in Höhe von TEUR 2.936 (Vj. TEUR 218). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEUR 3.097 (Vj. TEUR 10.906), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 4.453 (Vj. TEUR 0) und Verluste aus dem Abgang von Umlaufvermögen in Höhe von 4.424 (Vj. TEUR 0). F. Sonstige Angaben Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 76 (Vj. 54) Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 (Vj. 6) Teilzeitkräfte und 2 (Vj. 3) Auszubildende. Bezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird die Befreiung in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Minderheitsanteile Bei einigen Gesellschaften mit außenstehendem Anteilseigner und einem Ergebnisabtretungsvertrag verzichtet dieser auf dem ihm zustehenden angemessenen Ausgleich, da er der alleinige Gesellschafter des Mutterunternehmens ist. Aufgrund dieser Tatsache reduziert sich der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Konzernjahresüberschuss. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021 des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 44.777.567,65 auf neue Rechnung vorzutragen. Ein entsprechender Beschluss wurde noch nicht gefasst. Kapitalflussrechnung Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21. Der Finanzmittelfonds ist identisch mit dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Fürth, 24.05.2022 Michael
Peter
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MP Holding GmbH, Fürth: Prüfungsurteile "Wir haben den Konzernabschluss der MP Holding GmbH, Fürth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MP Holding GmbH, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 24. Mai 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez.
Prof. Dr. Keller
gez.
Appel
(An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)" |
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