ads-tec Zweite Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Oliver Klee seit 2.10.2025 | Prokura |
Christoph Ulrich Fehrenbacher seit 23.1.2025 | Prokura |
Michael Frank Rudloff seit 7.12.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Schypulla seit 13.6.2022 | Prokura |
Thomas Speidel seit 13.11.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ads-tec Energy plc | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ads-tec Energy GmbHNürtingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Unterlagen gemäß §§ 325, 327, 276, 288 HGBHandelsregister des Amtsgerichts StuttgartHRB 762810Bilanz zum 31. Dezember 2022(zum Zwecke der Offenlegung nach §§ 325, 327 HGB)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022(zum Zwecke der Offenlegung gem. §§ 325, 327, 276 HGB)
Anhang für das Geschäftsjahr 2022(zum Zwecke der Offenlegung nach § 325, 327, 288 HGB)I. Allgemeine Angaben Die ads-tec Energy GmbH mit dem Sitz in Nürtingen wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB 762810 geführt. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des GmbH-Gesetzes sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nicht anders vermerkt, in Tausend Euro; Angaben in Klammern betreffen das Vorjahr. Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der ads-tec Energy plc, Dublin/Irland (Mutterunternehmen). Die ads-tec Energy plc erstellt den befreienden Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, in den die ads-tec Energy GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Dieser Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind, und beim Unternehmensregister eingereicht. Die ads-tec Energy plc, Dublin, Irland, ist im Jahr 2021 im Zusammenhang eines Unternehmenszusammenschlusses als Mutterunternehmen der ads-tec Energy GmbH hervorgegangen und ist an der NASDAQ in New York, USA, notiert. Die bisherigen Gesellschafter der ads-tec Energy GmbH, die ads-tec Holding GmbH, Nürtingen, sowie die Bosch Thermotechnik GmbH, Wetzlar, schieden im Rahmen der Transaktion als Gesellschafter der ads-tec Energy GmbH aus und übertrugen ihre Anteile an die ads-tec Energy plc. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Die Bilanzgliederung erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. In der Vergangenheit hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit hauptsächlich durch Kapitalerhöhungen und Darlehen von Gesellschaftern finanziert. Seit der Gründung hat die Gesellschaft wiederkehrende Verluste und negative Kapitalflüsse aus der Geschäftstätigkeit erlitten, darunter Nettoverluste in Höhe von T€ 19.418 für das Jahr 2022 und T€ 27.181 für das Jahr 2021, was zu einer angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft geführt hat. Die Gesellschaft hat ihren Lagerbestand von T€ 15.713 zum 31. Dezember 2021 auf T€ 35.593 zum 31. Dezember 2022 erhöht. Zum 31. Dezember 2022 hat die Gesellschaft weitere Kaufverpflichtungen in Höhe von € 106,1 Mio. für das Jahr 2023. Die angespannte Liquiditätslage begründet eine wesentliche Unsicherheit für die unterstellte Fortführung der Gesellschaft. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie ihre Kapitalfluss-Generierung und ihr Betriebsergebnis in den Jahren 2023 und 2024 deutlich verbessern wird. Um diesen Turnaround zu unterstützen, hat die Gesellschaft im März 2023 einen Restrukturierungsplan für die Tochtergesellschaft, ads-tec Energy, Inc., durchgeführt. Darüber hinaus plant die Gesellschaft, weiterhin in die Entwicklung von aktuellen und neuen Produkten zu investieren. Der Auftragsbestand zum 31. März 2023 in Höhe von € 89 Mio. untermauert den Wachstumsplan der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften für 2023 und 2024, und die erforderliche Reduzierung des Betriebskapitalbedarfs. Der rechtzeitige Abbau von Vorräten bei der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaft durch die Erzielung ausreichender Umsätze und/oder die Verschiebung oder Stornierung von Kaufverpflichtungen für Vorräte ist eine entscheidende Voraussetzung für die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Geschäfte zu führen und den Betrieb fortzusetzen. Um die Abhängigkeit davon zu minimieren, hat die Muttergesellschaft bei den Gesellschaftern mehrere Überbrückungsdarlehen in Höhe von insgesamt TUSD 12.875 ab dem 5. Mai 2023 aufgenommen. Sollte - wovon wir allerdings nicht ausgehen - die geplante Reduzierung des Betriebskapitals durch den Verkauf der bestehenden Vorräte und/oder die Verschiebung oder Stornierung für Kaufverpflichtungen der Vorräte nicht gelingen bzw. die bestehenden Aufträge nicht erfüllt werden und somit keine liquiden Mittel zufließen, und die gewährten Überbrückungsdarlehen der Gesellschafter nicht ausreichen, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Es kann nicht garantiert werden, dass das Unternehmen bei der Umsetzung seiner strategischen Pläne erfolgreich sein wird und dass eine zusätzliche Finanzierung rechtzeitig oder zu akzeptablen Bedingungen zur Verfügung steht. Das Management geht aktuell davon aus, dass die Liquidität für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausreichend ist. Auf dieser Basis und der Beurteilung eines erfolgreichen Abbaus der Vorräte und einer Verbesserung der Kapitalfluss-Generierung und des Betriebsergebnisses in den Jahren 2023 und 2024 sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als fortführungsfähig an. Entsprechend wurde der Jahresabschluss der ads-tec Energy GmbH von der Geschäftsführung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer von im Wesentlichen 3 Jahren linear und im Zugangsjahr pro rata temporis. Die Sachanlagen sind auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear und im Zugangsjahr pro rata temporis. Die Nutzungsdauern entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzung (im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren) und sind an die steuerlichen Abschreibungstabellen angelehnt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sind die Gründe für eine Wertminderung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach dem gewogenen Durchschnitt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten, die neben direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten, nach dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen. Die verlustfreie Bewertung wird ausgehend von ermittelten Herstellungskosten im Vergleich zu den durchschnittlichen am Markt zu realisierenden Verkaufspreisen ermittelt. Alle erkennbaren Risiken bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie fertigen und unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen und Handelswaren, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Darüber hinaus werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Jubiläumsrückstellung wird in Anlehnung an das Pauschalwertverfahren ratierlich angesammelt und mit einem Zinssatz von 1,44 % (Vj. 1,35 %) unter Verwendung der Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB (7-Jahresdurchschnitt, Restlaufzeit 15 Jahre) abgezinst. Es wird eine Fluktuationsrate von 10 % p.a. unterstellt. Die Gewährleistungsrückstellungen wurden sowohl für einzelne Sachverhalte als auch pauschal gebildet. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei den Entsorgungsverpflichtungen wird von einer Entsorgungswahrscheinlichkeit von 50 % ausgegangen und mit Ausgleich von Kostensteigerungen in Höhe der Abzinsung gerechnet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden, soweit bestandsgedeckt, bei den Vorräten offen abgesetzt. Erhaltene Anzahlungen, bei denen eine Rückzahlung aufgrund von Auftragsstorno in Betracht kommen könnte, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Ausweis der Anzahlungen erfolgt ohne Umsatzsteuer. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz ausgewiesene kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, wird das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang. Der Beteiligungsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ergibt sich nach den letzten vorliegenden Jahresabschlüssen der Beteiligungsgesellschaften wie folgt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 22.392 (Vj. T€ 2.206) ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen T€ 535 (Vj. T€ 1.334) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Durch den Gesellschafter wurde am 23. Dezember 2021 eine Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 9.968 beschlossen und zur Eintragung im Handelsregister angemeldet. Am 01.03.2022 erfolgte die Eintragung in das Handelsregister. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 35.621 (Vj. T€ 0), davon mit Rangrücktritt T€ 35.621 (Vj. T€ 0). In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen T€ 1.821 (Vj. T€ 2.980) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Angaben zu den Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 HGB sowie Sicherheiten durch Pfandrechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Anhang. Der Rahmenkredit gegenüber Kreditinstituten mit wechselnder Inanspruchnahme ist im Vorjahr entsprechend der frühesten planmäßigen Rückforderungsmöglichkeit des Kreditgebers einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren zugeordnet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht der handelsübliche Eigentumsvorbehalt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) betreffen Preiserhöhungen und eine Kostenbeteiligung von insgesamt T€ 12.690 (Vj. T€ 13.350). Diese bedingten Verbindlichkeiten sind später bis 31. Dezember 2024 an Stückzahlen gekoppelt rückzahlbar, wenn die Gesellschaft zukünftig solche Produkte verkauft, und mindern zukünftige Erträge der Gesellschaft in Folgejahren. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) gliedern sich wie folgt:
Vorteile von Miet- und Leasingverträgen liegen in der Liquiditätsoptimierung. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Besondere Risiken aus den Leasingverhältnissen sind nicht ersichtlich. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Beträge außergewöhnlicher Größenordnung, die anderen Perioden zuzuordnen sind, in Höhe von T€ 881 (Vj. T€ 1.642) enthalten. Davon entfallen T€ 482 (Vj. T€ 1.456) auf die Auflösung im Vorjahr gebildeter Rückstellungen. Die periodenfremden Erträge enthalten außerdem T€ 399 (Vj. T€ 0) abzugsfähige Vorsteuer auf Transaktionskosten, aus der im Vorjahr durchgeführten Due Diligence zur Kapitalbeschaffung, die im Jahr 2021 nicht geltend gemacht werden konnte, sowie T€ 529 (Vj. T€ 2.537) periodische Erträge aus Schadenersatz. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 0) enthalten. Sonstige Steuern wurden aus Gründen der Klarheit in Höhe von T€ 4 (Vj. T€ 3) mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammengefasst. Das Ergebnis nach Steuern entspricht dem Jahresfehlbetrag und wurde aus Gründen der Klarheit in einem Posten ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Die Geschäftsführung der ads-tec Energy GmbH, Nürtingen, erfolgte durch Herrn Thomas Speidel, Ingenieur, Geschäftsführer der ads-tec Holding, Nürtingen (Vorsitzender der Geschäftsführung), und Herrn Robert Vogt, Betriebswirt. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Es wurden durchschnittlich 131 (Vj. 97) Mitarbeiter beschäftigt, die sich nach Gruppen wie folgt gliedern:
Aufgrund des Bilanzverlustes ist kein Ergebnisverwendungsvorschlag angezeigt. VI. Nachtragsbericht Am 19. Januar 2023 wurde der Gesellschaftsvertrag für die neu gegründete Tochtergesellschaft, ads-tec Energy Service GmbH, notariell beurkundet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 19. April 2023. Am 24. April 2023 wurde der Gesellschaftsvertrag für die neu gegründete Tochtergesellschaft, ads-tec Energy Schweiz GmbH, notariell beurkundet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 25.04.2023. Am 28. April 2023 gewährte die ads-tec Energy plc ein kurzfristiges, nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von T$ 5.000. Am 05. Mai 2023 wurde das von der ads-tec Energy GmbH an einen Kunden gewährte Wandeldarlehen in Höhe von T€ 4.520 vollständig an die ADSE zurückgezahlt, einschließlich des Kapitalanteils und der aufgelaufenen Zinsen. Im Zeitraum 1. Januar 2023 bis 15. Mai 2023 erfolgten Kapitalerhöhungen durch die Gesellschaft bei der ads-tec Energy, Inc. in Höhe von T$ 2.100. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Nürtingen, den 30. Mai 2023 Die Geschäftsführung gez. Thomas Speidel gez. Robert Vogt Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss wurde durch Beschluss des einzigen Gesellschafters vom 1. Dezember 2023 festgestellt. Ergebnisverwendung: Eine Gewinnausschüttung wurde aufgrund des bestehenden Bilanzverlustes nicht beschlossen. Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2022
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft ist als spezialisierter Entwickler und Produzent von batteriebasierten, dezentralen Energieplattformen für Multi-Use-Cases in den Geschäftsfeldern "Energy" und "eMobility" tätig. Die Einsatzbereiche umfassen sowohl den Bereich "Residential" mit kleineren Speicherlösungen mit geringen kW/kWh-Kapazitäten, wie auch den Bereich "Industrial" mit Leistungsbandbreiten bis zu mehreren MW/MWh sowie Einsatzgebiete des Ultra-Schnellladens mit Ladelösungen für den Ausbau der eMobility-Infrastruktur an leistungsbegrenzten Netzpunkten. Die Gesellschaft bietet neben den Systemplattformen Softwarelösungen zur intelligenten Steuerung und Überwachung von Batterie-Speichersystemen auch digitale und physikalische Serviceleistungen hierfür an. Angaben in Klammern betreffen das Vorjahr. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland Die gesamtwirtschaftliche Lage - und damit auch die der Gesellschaft - sind durch die zahlreichen Herausforderungen im Jahr 2022 geprägt. Das dritte Jahr der COVID 19 Pandemie, die in diesem Zuge flächendeckenden Lockdowns und Null-Covid Politik China's, und insbesondere der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine haben zu erheblichen Verwerfungen auf den weltweiten Märkten, insbesondere den Rohstoff- und Energiemärkten und in den Lieferketten geführt. Dem daraus resultierenden Anstieg der Inflationsraten begegneten die internationalen Notenbanken mit einer Serie von deutlichen Zinserhöhungen. Zudem prägte das Jahr 2022 Materialknappheit, insbesondere für elektronische Bauteile. Die Kombination der beschriebenen Ereignisse stellte die Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen und Unsicherheiten, die mit dem Erfordernis von schwerwiegenden Anpassungsprozessen einhergehen. Im Dezember 2022 erwartete die Bundesbank für 2023 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,5 % (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 12/2022). In 2022 wuchs das preisbereinigte BIP in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 1/2023). Die reale (preisbereinigte, vorläufige) Produktion im produzierenden Gewerbe lag im gesamten Kalenderjahr 2022 um 0,6 % niedriger als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 7.2.2023). Nach Angaben des Branchenverbandes BVES (Bundesverband Energiespeicher e.V.) wächst die deutsche Energiespeicher-Branche stetig. Das Konjunkturpaket der Bundesrepublik Deutschland legt einen besonderen Fokus auf "grüne" Technologien und insbesondere auch auf Energie- und Mobilitätstechnik. Der Umsatz der Energiespeicher- Branche wuchs in Deutschland um 30 % gegenüber 2021 (BVES, Branchenzahlen 2023). Die Anzahl von Elektrofahrzeugen in 2022 verdoppelte sich im Vergleich zu 2021 nahezu in Deutschland und die Anzahl der öffentlich zugänglichen Schnellladepunkte wuchs um rd. 4.600 Ladepunkte (Statista, Elektromobilität in Deutschland; Bundesnetzagentur, E- Mobilität). Zudem ist auch die steigende Förderung beim Aufbau der Schnell- Ladeinfrastruktur hervorzuheben, dabei insbesondere von DC-Ladestationen. Hier ist ein starkes Marktwachstum in den nächsten Jahren zu erwarten. Wenn es um Ultra- Schnellladestationen geht, ist häufig ein erforderlicher Netzausbau zu berücksichtigen. Gerade dieser lässt sich durch die Produkte der Gesellschaft in vielen Fällen vermeiden. Europa Das reale BIP in der Europäischen Union wuchs um 3,5 % gegenüber dem Vorjahr (eurostat 29/2023 vom 8.3.2023). Auch der "Green Deal" der Europäischen Union legt einen Schwerpunkt auf "grüne" Technologien und deren Förderungen. Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen wuchs allein im vierten Quartal 2022 um 32 % in der Europäischen Union (ecomento, 2.2.2023). 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft waren wesentlich durch die Auswirkungen der Börsennotierung der Muttergesellschaft ads-tec Energy PLC in 2021, der in 2021 gegründeten Tochtergesellschaft ads-tec Energy, Inc. in den USA und der Realisierung der Einführung des angekündigten ChargePost in Europa bestimmt. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine sowie die COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung der Kunden sowie der Energiekostensteigerung, konnten zwar die Umsatzziele und die Liquiditätsentwicklung nicht erreicht werden, jedoch hat die Gesellschaft den angestrebten Jahresfehlbetrag trotz Preissteigerung bei bezogenen Waren und den enormen Lieferengpässen das Vorjahresergebnis übertroffen. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz lag mit € 50 Mio. deutlich über dem Vorjahr von € 33 Mio. Maßgeblich war im Wesentlichen die Belieferung der Tochtergesellschaft mit € 20 Mio. (€ 0 Mio.). Das Drittgeschäft mit Ladeinfrastruktur wurde mit einem Umsatzbetrag in Höhe von € 18,5 Mio. (€ 8,0 Mio.) ebenso wie der Umsatz mit Gewerbe- und Industriespeichern in Höhe von € 8,4 Mio. (€ 6,0 Mio.) deutlich ausgebaut. Das Servicegeschäft wird aktuell weiter ausgebaut und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Umsatz von € 1,8 Mio. (€ 2,4 Mio.) geführt. Der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen liegt insgesamt auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand mit Dritten lag am 31. Dezember 2022 bei € 54 Mio. (€ 32 Mio.) und ist im Wesentlichen durch Aufträge für die CBX, den CPT und durch Industrial Kundenprojekte geprägt. Zum 31.3.2023 lag der Auftragsbestand bei € 89 Mio. Kriegs- und Pandemiebedingt war die ads-tec Energy GmbH im vergangenen Jahr in geringerem Umfang als geplant als Aussteller auf Fachmessen sowie auf Kongressen und branchenbezogenen Veranstaltungen vertreten. 4. Produktion, Beschaffung und Investitionen Bei der Beschaffung arbeitet die Gesellschaft mit weltweit tätigen Lieferanten, auch aus Fernost, zusammen. Platinenbestückung und Montageleistungen von Vorprodukten werden meist an Partnerfirmen in Deutschland vergeben. Wesentliche Komponenten für den im Geschäftsjahr erfüllten und abschließend abgerechneten Großauftrag wurden ebenfalls bei Partnern vorgefertigt. Das "final assembly" unserer Produkte wiederum erfolgte durch das Werk der Gesellschaft in Klipphausen. Shared-Services, Komponenten sowie Engineering Dienstleistungen werden von Gesellschaften der ads-tec Administration GmbH, ads-tec Industrial IT GmbH und ads-tec Engineering GmbH, aber auch extern bezogen. Operativ wurden im Wesentlichen Investitionen in Höhe von € 2,9 Mio. in den Aufbau des eigenen Produktionsstandorts in Klipphausen bei Dresden, Werkzeuge und Laborausstattung getätigt. 5. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Jahr 2022 im Wesentlichen durch die Barkapitalerhöhung der Muttergesellschaft in 2021 in Höhe von € 56 Mio. und die Umwandlung von Darlehen in Höhe von € 43 Mio. (€ 10 Mio. Kapitalerhöhung und € 89 Mio. Agio, gesamt € 99 Mio,) sowie durch langfristige, nachrangige Darlehen der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 35,6 Mio. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig getilgt. Mit den Kunden werden Anzahlungen vereinbart. 6. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist um 34 auf 131 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Personalaufbau im Jahr 2022 erfolgte vorrangig in der zweiten Jahreshälfte in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Dies folgt dem angestrebten Wachstum und dient im Wesentlichen dem Aufbau von Know-how und Integration der Verwaltung und Fertigung. 7. Forschung und Entwicklung Die konsequente Unternehmensentwicklung ist im Wesentlichen durch die weitere Fokussierung auf hoch integrierte Multi-Use-Case-Produkte mit den zugehörigen Services und die damit verbundene Wachstumsstrategie bestimmt. Dafür wurden erhebliche Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen in Höhe von € 4,5 Mio. durchgeführt. Die Ressourcen wurden im Berichtsjahr wesentlich für die Entwicklung von Ersatzkomponenten im Zusammenhang mit den Materialengpässen und für die Entwicklung des in 2022 im Markt eingeführten Produktes ChargePost verwendet. Zudem wurden Batteriespeicher-Produkte für die Anwendungsbereiche "Industrial" entwickelt. 8. Ertragslage Durch die wesentlich gesteigerte Gesamtleistung (Umsatz plus Bestandsveränderungen) in Höhe von € 49 Mio. (€ 30 Mio.) konnte ein Rohertrag von € 15 Mio. (€ 11 Mio.) erreicht werden. Wesentlich sind dafür die sonstigen betrieblichen Erträge. Das Jahresergebnis ist wesentlich durch erheblich angestiegene Materialkosten in Verbindung mit der Inflation und Preisanstieg für elektrische Bauteile sowie erhöhte Fixkosten für das Unternehmenswachstum geprägt. Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von € -1,3 Mio. (€ -2,9 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Optimierung der Lagerhaltung zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 7,3 Mio. (€ 5,9 Mio.) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursgewinnen, im Wesentlichen auf Grund der Barkapitaleinlage in USD, sowie aus Schadenersatz. Im Vorjahr sind die genannten Wechselkursgewinne nicht angefallen. Im Materialaufwand von € 41 Mio. (€ 25 Mio.) schlagen sich insbesondere die Beschaffung von Material und der Bezug von Leistungen zur Fertigstellung von Projekten und Lieferung von ChargeBox und ChargePost nieder. Die Erhöhung des Aufwandes gegenüber dem Vorjahr ist einerseits auf den gestiegenen Umsatz (€ 17 Mio.) und andererseits auf die gestiegenen Materialkosten zurückzuführen. Der Personalaufwand ist durch den gestiegenen höheren Personalbestand und Gehaltserhöhungen auf € 11,7 Mio. (€ 8,2 Mio.) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich auf € 20 Mio. (€ 27 Mio.) In 2021 war ein außergewöhnlicher Aufwand in Höhe von € 6,3 Mio. und einmalige Transaktionskosten von € 7,5 Mio. enthalten. Im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie sind in 2022 die Aufwendungen für allgemeine Personalkosten, Werbe- und Vertriebskosten und für Verwaltung gestiegen. Im Finanzergebnis sind Zinsen auf die erhaltenen Rangrücktrittsdarlehen der Muttergesellschaft sowie Avalprovisionen für erhaltene Anzahlungen enthalten. In Summe ergab sich insgesamt ein erheblicher Jahresfehlbetrag von € 19,4 Mio. (€ 27,2 Mio.). Das erzielte EBIT betrug € -18,3 Mio. (€ -24,7 Mio.). 9. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war aufgrund des laufenden Geschäfts und des Transformationsprozesses mit rund € 46 Mio. (€ 22 Mio.) negativ. Für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden rund € 3,6 Mio. (€ 1,6 Mio.) und bei den Finanzanlagen für die Einbringung von Eigenkapital in die ads-tec Energy, Inc. rund € 5,2 Mio. und Gewährung eines Kundendarlehens rund € 3,3 Mio. aufgewendet. Der insgesamt positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die in 2022 zusätzlich aufgenommenen Gesellschafterdarlehen von € 36 Mio. und der Rückführung eines Rahmenkredits gekennzeichnet. Die Fähigkeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war aufgrund der Gesellschafterdarlehen jederzeit gegeben. Die seit der Gründung im Jahr 2017 wiederkehrenden Verluste, die negativen operativen CashFlows und die in 2022 stark reduzierten Barmittel führen zu einer angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in Abschnitt "III. Risikobericht". 10. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr von € 82,3 Mio. auf € 105,2 Mio. Das Anlagevermögen erhöhte sich um € 11,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich auf Grund der Investitionen in Sachanlagen, Kapitalerhöhung bei der ads-tec Energy, Inc und der Gewährung eines Kundendarlehens. Das Umlaufvermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf € 89 Mio. (€ 77 Mio.) und ist insbesondere auf Grund der signifikanten Erhöhung von Vorräten auf € 26,7 Mio. (€ 8,4 Mio.) und der Forderungen auf € 37,5 (€ 14,0) angestiegen. Gegenläufig reduzierten sich die Barmittel auf € 25,0 Mio. (€ 55,1 Mio.), insbesondere bedingt durch den negativen operativen CashFlow und die Kapitalerhöhung bei der ads-tec Energy, Inc. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich auf € 37,5 Mio. (€ 14 Mio.), im Wesentlichen auf Grund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ +8,6 Mio.) bedingt durch den höheren Umsatz im Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat sowie auf Grund gestiegener Forderungen gegenüber der ads-tec Energy, Inc. (€ +20,2 Mio.). Auf der Passivseite betrugen zum 31. Dezember 2022 die Rückstellungen € 13 Mio. (€ 13 Mio.). Wesentlicher Bestandteil sind die im Geschäftsjahr 2021 gebildeten Rückstellungen in Höhe von € 6,1 Mio. für das potenzielle Leiterplattenrisiko. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um € 42 Mio. und belaufen sich auf € 59 Mio. zum Stichtag. Einerseits erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber der ads-tec Energy plc (€ +36 Mio.) auf Grund der gewährten nachrangigen Gesellschafterdarlehen und die erhaltenen Kundenanzahlungen (€ +11 Mio.), anderseits reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Rückzahlung eines Rahmenkredits (€ -7,5 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um € 3,1 Mio. auf € 3,3 Mio. im Wesentlichen bedingt durch Vorsteuer gestiegen. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf € 33 Mio. (€ 52 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 31,5 % (63,8 %). 11. Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch die bereits in 2020 eingeleitete Unternehmensstrukturierung, die im Vorjahr eingeleitete Vertriebsgebietserweiterung und Wachstumsstrategie, insbesondere mit der Gründung und Aufbau der ads-tec Energy, Inc., und die aus der Lieferketten- sowie Materialkrise resultierenden zusätzlichen Aufwendungen, ergab sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein erheblicher Jahresfehlbetrag. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz im oberen zweistelligen Millionenbereich konnte auf Grund der Materialengpässe und dem Wegfall eines Kundenauftrages in den USA nicht erreicht werden. Dagegen wurde das für 2022 prognostizierte negative EBIT von € 20 Mio. bis zu € 30 Mio. mit einen negativen EBIT in Höhe von € 18 Mio. übertroffen. Die seit der Gründung wiederkehrenden Verluste, die negativen operativen CashFlows und die in 2022 stark reduzierten Barmittel führen zu einer angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft. Insgesamt blickt die Geschäftsleitung auf ein durchwachsenes und herausforderndes Jahr 2022 zurück. 12. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird seit dem Geschäftsjahr 2021 anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT (Earnings before Interest & Taxes) gesteuert. III. Risikobericht Die nachfolgend dargestellten Risiken sind absteigend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit In der Vergangenheit hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit hauptsächlich durch Kapitalerhöhungen und Darlehen von Gesellschaftern finanziert. Seit der Gründung hat die Gesellschaft wiederkehrende Verluste und negative Kapitalflüsse aus der Geschäftstätigkeit erlitten, darunter Nettoverluste in Höhe von T€ 19.418 für das Jahr 2022 und T€ 27.181 für das Jahr 2021, was zu einer angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft geführt hat. Die Gesellschaft hat ihren Lagerbestand von T€ 15.713 zum 31. Dezember 2021 auf T€ 35.593 zum 31. Dezember 2022 erhöht. Zum 31. Dezember 2022 hat die Gesellschaft weitere Kaufverpflichtungen in Höhe von € 106,1 Mio. für das Jahr 2023. Die angespannte Liquiditätslage begründet eine wesentliche Unsicherheit für die unterstellte Fortführung der Gesellschaft. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie ihre Kapitalfluss-Generierung und ihr Betriebsergebnis in den Jahren 2023 und 2024 deutlich verbessern wird. Um diesen Turnaround zu unterstützen, hat die Gesellschaft im März 2023 einen Restrukturierungsplan für die Tochtergesellschaft, ads-tec Energy, Inc., durchgeführt. Darüber hinaus plant die Gesellschaft, weiterhin in die Entwicklung von aktuellen und neuen Produkten zu investieren. Der Auftragsbestand zum 31. März 2023 in Höhe von € 89 Mio. untermauert den Wachstumsplan der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften für 2023 und 2024, und die erforderliche Reduzierung des Betriebskapitalbedarfs. Der rechtzeitige Abbau von Vorräten bei der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaft durch die Erzielung ausreichender Umsätze und/oder die Verschiebung oder Stornierung von Kaufverpflichtungen für Vorräte ist eine entscheidende Voraussetzung für die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Geschäfte zu führen und den Betrieb fortzusetzen. Um die Abhängigkeit davon zu minimieren, hat die Muttergesellschaft bei den Gesellschaftern mehrere Überbrückungsdarlehen in Höhe von insgesamt TUSD 12.875 ab dem 5. Mai 2023 aufgenommen. Sollte - wovon wir allerdings nicht ausgehen - die geplante Reduzierung des Betriebskapitals durch den Verkauf der bestehenden Vorräte und/oder die Verschiebung oder Stornierung für Kaufverpflichtungen der Vorräte nicht gelingen bzw. die bestehenden Aufträge nicht erfüllt werden und somit keine liquiden Mittel zufließen, und die gewährten Überbrückungsdarlehen der Gesellschafter nicht ausreichen, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Es kann nicht garantiert werden, dass das Unternehmen bei der Umsetzung seiner strategischen Pläne erfolgreich sein wird und dass eine zusätzliche Finanzierung rechtzeitig oder zu akzeptablen Bedingungen zur Verfügung steht. Das Management geht aktuell davon aus, dass die Liquidität für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausreichend ist. Auf dieser Basis und der Beurteilung eines erfolgreichen Abbaus der Vorräte und einer Verbesserung der Kapitalfluss-Generierung und des Betriebsergebnisses in den Jahren 2023 und 2024 sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als fortführungsfähig an. Entsprechend wurde der Jahresabschluss der ads-tec Energy GmbH von der Geschäftsführung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Beschaffungsrisiken Bestehenden Lieferrisiken bei der Beschaffung von erforderlichen Bauteilen wird durch optimierte Lagerhaltung und Losgrößenbestellungen begegnet, was allerdings das Working Capital beansprucht und zu höheren Logistikkosten führt. Zudem werden zunehmend Alternativlieferanten und Alternativbauteile entwickelt. Die COVID-19- Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben wesentliche Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Materialien und Materialpreise, die für die Produktion benötigt werden. Durch die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität erwarten wir auch weiterhin eine Verknappung von Leiterplatten und Batteriezellen und den für unsere Produktion erforderlichen Rohmaterialien. Wir begegnen dieser Entwicklung durch vorausschauende Bedarfsplanung entsprechend der kundenseitigen Auftragseingänge und der Vertriebsvorschau sowie durch Rahmenverträge und Partnerschaften mit asiatischen und europäischen Herstellern und Zulieferern. Hohe Unsicherheiten hinsichtlich der regulatorischen Entwicklung wirken sich als großer Investitionshemmer in Deutschland aus. Risiken der künftigen Entwicklung Die ads-tec Energy GmbH ist aufgrund der globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurden, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, angemessen Vorsorge getroffen. Auf bestehende Risiken wird im Folgenden eingegangen. Den bestehenden Risiken begegnen wir mit Planungsszenarien, die eine konservative Absatz-, Kapazitäts- und Personalplanung und einen kostengetriebenen Produktentwicklungsprozess berücksichtigen. Zudem wurde durch die Markteinführung des ChargePosts die angestrebte Diversifikation des Produktportfolios vorangetrieben. Hierdurch sollen die Kapazitäten grundsätzlich variabel gehalten werden, um auf Veränderungen im Marktumfeld rasch reagieren zu können. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Preisrisiken Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat grundsätzlich auch einen Einfluss auf das Wachstum der Gesellschaft. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der COVID 19- Pandemie, des Krieges zwischen der Ukraine und Russland, die hohen Inflationsraten und die Zinserhöhungen auf die Marktentwicklung sowohl für die Abnehmer-, als auch für die Beschaffungsseite kann immer noch nicht mit Sicherheit vollständig eingeschätzt werden. Kurzfristig sind weiterhin Lieferengpässe von Materialen und Logistikleistungen, sowie eine hohe allgemeine Inflation in Deutschland (April 2023: 7,2% zum Vorjahresmonat gem. Statistischem Bundesamt) und eine erhebliche Erhöhung von Materialpreisen für Batteriezellen und elektronische Bauteile zu erwarten. In unseren Planungsszenarien gehen wir von einem weiterhin schwierigen und schwer einschätzbaren Gesamtumfeld der Wirtschaft aus. Produktrisiken Eine wesentliche Komponente der Wachstumsstrategie bildet die Gewinnung von neuen Aufträgen für das Produkt ChargeBox und ChargePost, die Markteinführung der neuen Produktgeneration Powerbooster für das Segment Gewerbespeicher. Die strategischen Risiken in diesen Bereichen liegen insbesondere in einer Verzögerung bei der Produkteinführung und des zunehmenden Wettbewerbs aus China. Um eine optimale Auslastung der flexiblen Produktion in den folgenden Monaten sicherzustellen ist die Gewinnung von weiteren Aufträgen wichtig. Sonstige Risiken Gewährte Preiserhöhungen und Zuschüsse von ursprünglich insgesamt € 14 Mio. sind an die Abnahme von Stückzahlen gekoppelt. Bei Überschreiten der Schwellenwerte für den Absatz werden bereits vereinnahmte Verkaufspreise rückzahlbar und mindern damit zukünftige Erträge der Gesellschaft. Risikomanagement Es ist uns bewusst, dass unternehmerisches Handeln mit Risiken verbunden ist. Nicht jedes Risiko kann eliminiert werden. Vielmehr soll der bewusste Umgang mit potenziellen Risiken und eine verbesserte Kontrolle zur Identifizierung von Risiken erreicht werden. Insbesondere wegen der Bestandsgefährdung sind wir zur kontinuierlichen Beurteilung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit der Unternehmensfortführung verpflichtet und haben ein System von Steuerungs- und Kontrollinstrumenten eingeführt. Die Liquiditätssteuerung ist hierbei eine wesentliche Systemkomponente. Eine kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung für die folgenden 13 Wochen auf Wochenbasis erfolgt alle zwei Wochen. Eine mittelfristige Liquiditätsplanung bis Ende des folgenden Geschäftsjahres wird monatlich auf Monatsbasis erarbeitet. Des Weiteren wird der monatliche Geschäftsbericht um Liquiditätskennzahlen ergänzt. Eine enge Steuerung der Kundenbeziehung durch ein Customer-Relationship- Management Tool (CRM) und des Auftragseingangs dient zur frühen Einschätzung der zukünftigen Liquiditätsströme. Das Forderungsausfallrisiko wird nach wie vor durch Prüfungen der Kreditwürdigkeit der Kunden vor Vertragsabschluss und eine Versicherung des Forderungsausfallrisikos durch einen Warenkreditversicherer begrenzt. Sofern keine Absicherung möglich ist, werden Anzahlungen gefordert bzw. verlängerter Eigentumsvorbehalt und sonstige Sicherungen verhandelt. IV. Prognose- und Chancenbericht Chancen der künftigen Entwicklung Die nachfolgend dargestellten Chancen der künftigen Entwicklung werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt. In unseren Planungsszenarien gehen wir weiterhin trotz der gesamtwirtschaftlichen Risiken von einem überdurchschnittlichen Wachstum der Märkte für eMobility und Energiespeichersysteme aus. Dies ist begründet auf den starken Fokus der Mobilitäts- und Energiewende nahezu aller weltweiten Regierungen und der damit verbundenen Investitionsnotwendigkeit in "grüne" Technologien mit deren zunehmender Förderung oder gar Vorgabe. Weitere Chancen bestehen in der Möglichkeit, nach der bereits erfolgreichen Markteinführung des ChargePost, weitere Aufträge zu gewinnen. Dazu erfolgten bereits erste erfolgreiche Gespräche und Validierungen für potenzielle Großaufträge. In 2022 und 2023 konnten bereits Aufträge in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe gewonnen werden. Das Servicegeschäft wird kontinuierlich weiter ausgebaut und zudem gehört auch ein noch abzuschließender langfristiger umfangreicher Servicevertrag. Die Marketing- und Vertriebsaktivitäten werden weiter ausgebaut, um die signifikant steigenden Marktchancen in Umsatz zu wandeln. Insbesondere die Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene mit Partnern ermöglicht der Gesellschaft auch außerhalb des bisherigen Tätigkeitsraumes neue und nachhaltige Marktchancen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei der kontinuierliche Aufbau der US-Tochtergesellschaft ein. Der Vertrieb von HPC-Produkten wurde und wird seit 2020 weiter ausgebaut und konzentrierte Marketingaktionen wurden in Q4/2022 und Q1/2023 unter Einbezug des neuen Produktes ChargePost gestartet. EU und Bundesregierung fordern einen massiven Ausbau von Schnellladesystemen, auch in der Fläche. Auch batteriebasierte Speichersysteme sind von der Förderung umfasst. Zudem bietet insbesondere der ChargePost mehre Ertragsmöglichkeiten für die Kunden und Partner der Gesellschaft. Eine weitere Absatzmöglichkeit in der Fläche besteht im Abschluss von Rahmenverträgen mit Großkunden für die weltweite Zusammenarbeit im Bereich der Industrie- und Gewerbespeicher. In 2023 werden neue Produkte für Industrie- und Gewerbespeicher entwickelt und in den Markt eingeführt. Die neuen Produkte werden zusätzliche Anwendungsfälle bedienen können und ermöglichen der Gesellschaft neue Absatzmöglichkeiten. Die dynamische Marktentwicklung in den Bereichen eMobility und Energiespeicher führen zu einer großen Bandbreite und Flexibilität der unternehmerischen Aktivitäten. Dafür bereitet sich die Gesellschaft mit dem Aufsetzen agiler Fertigungsstrukturen und dem Abschluss von Lieferrahmenverträgen vor. Die bisherige Erfahrung aus der Fertigung hat bewiesen, dass die Produktion hoher Stückzahlen in wenigen Monaten möglich ist. Die umfassende technische Handlungsfähigkeit in den jeweiligen Produktbereichen der Gesellschaft wird zunehmend zu einem wichtigen Faktor am Markt. In der Energiewirtschaft ist eine langfristige Orientierung von großer Bedeutung. Die Gesellschaft deckt dies von der Batterie über die Wechselrichter bis zu den Steuerungen und der Systemsicht vollumfänglich ab. Digitale Dienste und Servicemöglichkeiten sind ein weiterer Pfad zur Gewinnung von Neukunden. Die stark wachsenden Bedarfe an dezentralen Energiesystemen in Verbindung mit der zwingend erforderlichen Infrastruktur für die Elektromobilität sowie der weiteren Sektorenkopplung bieten weitreichende Wachstumsmöglichkeiten für die Gesellschaft. Durch die Entwicklung von weiteren hoch optimierten und wirtschaftlich attraktiven Produkten im Bereich "Residential" kann die Gesellschaft auch an diesem bereits heute sehr stark wachsenden Flächenmarkt mit partizipieren. Voraussichtliche Entwicklung In Anbetracht der weltweiten Entwicklungen und insbesondere den Krieg in der Ukraine, der hohen Inflationsrate und ansteigenden Zinsen, muss auch weiterhin mit einer unsicheren Wirtschaftslage gerechnet werden. Nach Beurteilung der Gesellschaft haben der Ukrainekrieg, die hohen Inflationsraten und ansteigende Zinsen unter Berücksichtigung der Gegenmaßnahmen der Bundesregierung jedoch keinen negativen Effekt auf die prognostizierte Zulassungsmenge von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor in Deutschland. Insbesondere erscheinen Schnellladelösungen für den Einzelhandel, Restaurants und Tankstellen sehr attraktiv. Im Jahr 2022 konnten Aufträge im mittleren Millionenbereichen im Sektor eMobility und im unteren zweistelligen Millionenbereich im Sektor Industrie akquiriert werden. Der gesicherte Auftragsbestand Stand Ende März 2023 in oberer zweistelliger Millionenhöhe, der zu rund 80 % aus dem Sektor eMobility besteht, deckt rund 90% des in 2023 erwarteten Umsatzes. In 2023 widmet sich die Gesellschaft dem weiteren Aufbau des Geschäfts für das Produkt ChargePost und ChargeBox in Europa und den Aufbau der Tochtergesellschaft in den USA sowie die Markteinführung der Powerbooster im Sektor Industrie. In der Folge erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2023 einen Umsatz von etwas mehr als € 100 Mio. Für das Geschäftsjahr 2023 wird noch nicht von einem positiven Jahresergebnis ausgegangen, erwartet wird ein negatives EBIT im unteren einstelligen Millionenbereich. Zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag wird auf den Anhang verwiesen.
Nürtingen, den 30. Mai 2023 Die Geschäftsführung gez. Thomas Speidel gez. Robert Vogt Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach §§ 325, 327, 276, 288 HGB für Zwecke der Offenlegung verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss 31.12.2022 und Lagebericht 2022 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ads-tec Energy GmbH, Nürtingen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der ads-tec Energy GmbH, Nürtingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ads-tec Energy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie die Angaben in Abschnitt "III. Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass wiederkehrende Verluste und negative Kapitalflüsse aus der Geschäftstätigkeit zu einer angespannten Liquiditätslage geführt haben und dass der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist, sollte - wovon die gesetzlichen Vertreter allerdings nicht ausgehen - die geplante Reduzierung des Betriebskapitals durch den Verkauf der bestehenden Vorräte und/oder die Verschiebung oder Stornierung für Kaufverpflichtungen der Vorräte nicht gelingen bzw. die bestehenden Aufträge nicht erfüllt werden und somit keine liquiden Mittel zufließen und die gewährten Überbrückungsdarlehen der Gesellschafter nicht ausreichen. Wie in den Angaben in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" des Anhangs und in Abschnitt "III. Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 21. Juni 2023 BDO
AG
gez. Dr. Freiberg, Wirtschaftsprüfer gez. Stephan, Wirtschaftsprüfer |
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