PROJEKTRON
GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
I.
Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Die Projektron GmbH entwickelt und vertreibt seit
2001 mit mehr als 100 Mitarbeitern und Auszubildenden die
webbasierte Projektmanagement-Software Projektron BCS.
Diese wird an insgesamt drei Standorten in zehn Sprachen
vertrieben.
Mit Projektron BCS lassen sich Projekte vorbereiten,
planen, durchführen, auswerten und abrechnen. Durch
den modularen Aufbau und eine Vielzahl von Schnittstellen
lässt sich die Software flexibel in bestehende
Organisationsstrukturen integrieren.
Ergänzend zur Software bietet die Projektron
GmbH umfangreiche Serviceleistungen. Diese reichen von der
intensiven Kundenbetreuung über zielgruppenspezifische
Projektron BCS-Schulungen und individuelle Workshops bis
hin zur passenden Anwenderunterstützung im Support.
Europaweit vertrauen über 800 Kunden der
Projektron GmbH, darunter weltweit agierende Konzerne wie
Volkswagen AG ebenso wie mittelständische Unternehmen
und öffentliche Einrichtungen. Neben
IT-Systemhäusern und Multimedia-Agenturen planen auch
Beratungsunternehmen und Forschungseinrichtungen ihre
Projekte mit Projektron BCS.
Zweigniederlassungen
Die Projektron GmbH verfügt neben dem Hauptsitz
in Berlin über zwei inländische Niederlassungen
in München und Stuttgart.
Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Als Unternehmen ist es der Projektron GmbH wichtig,
dass Umsatz- und Ergebnisentwicklung konstant verlaufen und
dadurch genügend liquide Mittel für eventuelle
Krisen vorhanden sind. Deshalb legen wir bei den
finanziellen Leistungsindikatoren unseren Fokus auf ein
moderat steigendes Ergebnis und dauerhaft
gewährleistete Zahlungsfähigkeit des
Unternehmens.
Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
zählen bei der Projektron GmbH
Mitarbeiterzufriedenheit und Nachhaltigkeit.
II.
Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die Erbringung von Dienstleistungen der
Informationstechnologie gliedert sich nach der
Klassifizierung der Wirtschaftszweige in sechs Bereiche,
und zwar die Programmierungstätigkeit, die Entwicklung
und Programmierung von Internetpräsentationen,
sonstige Softwareentwicklung, Erbringung von
Beratungsleistungen auf dem Gebiet der
Informationstechnologie, Betrieb von
Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte und
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen in der
Informationstechnologie. Die Projektron GmbH erbringt
hauptsächlich Leistungen im Bereich
Softwareentwicklung.
Im Bereich "Software" beherrschen wenige breit und
international aufgestellte Firmen den Markt für
Standard- und Komplettlösungen. Der Markt für
Spezialtechnologien und Individual-Lösungen ist von
zahlreichen kleinen- und mittelständischen Unternehmen
und häufig stark spezialisierten Dienstleistern
gekennzeichnet.
Der Branchenumsatz der Branche Informationstechnik
stieg im Jahr 2023 um 2,2 % auf 142,9 Mrd. EUR, wovon 41,5
Mrd. EUR (29,0 %) auf die Softwareentwicklung und 49,4
Mrd. EUR (34,6 %) auf die IT-Dienstleistungen entfallen.
Somit steigt nicht nur der Gesamtbranchenumsatz, sondern
auch die Quote der Softwaresparte um 9,6 %. Im Jahr 2024
wird diese Quote laut Prognose wieder um 9,4 %
gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Sparte
IT-Dienstleistungen verbucht einen Anstieg von 5,1 %
mit der Prognose von 4,8 % Wachstum für 2024.
Die Branche entwickelte sich somit entgegen dem
Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches im Jahr 2023 um 0,3 %
gefallen ist. Insgesamt hat die gesamte Branche der
Information und Kommunikation einen Anteil von 4,8 %
am deutschen BIP (Stand 2022).
2. Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2023 wurde die erste fachliche Komponente mit
dem neuen React-basierten GUI-Framework realisiert. Weitere
Komponenten befinden sich der Implementierung und werden im
Laufe des Jahres 2024 in Wert gesetzt werden.
Die Umstellung der ersten fachlichen Komponente auf
Domain Driven Design wurde abgeschlossen und befindet sich
jetzt in der Erprobungsphase.
Die komplette Ablösung des Parallelbetriebs der
Version-Verwaltungen Subversion und GIT wurde technisch
vorbereitet und muss nun nur noch organisatorisch
unterstützt werden. So wird voraussichtlich ab dem
zweiten Quartal 2024 ausschließlich GIT in der
Entwicklung eingesetzt werden.
Für das Jahr 2024 ist weiterhin die Erprobung
von KI-Technologien geplant, insbesondere von Large
Language Models (LLMA) zur Unterstützung der
technischen Kundenbetreuung bei der Beantwortung von
Ticketanfragen und zur Verbesserung der Online-Hilfe.
Im Forschungs- und Entwicklungsbereich arbeiten 23
festangestellte Mitarbeiter (Vorjahr 21) und 7 Studenten
(Vorjahr 7). Für Personalaufwendungen, Sachkosten und
Investitionen sind im Geschäftsjahr 2023 ein Betrag in
Höhe von TEUR 1.653 (Vorjahr TEUR 1.368) angefallen.
3. Geschäftsverlauf und Lage
a) Geschäftsverlauf
Die Projektron GmbH hat das Geschäftsjahr 2023
erfolgreich abgeschlossen. Das durch die Vorjahre um
Online-Workshops und Online-Schulungen erweiterte
Produktportfolio wurde von den Kunden weiterhin gut
angenommen. Durch aufgehobene Reisebeschränkungen
konnte die Geschäftstätigkeit und Kundenakquise,
zwar nicht wie vor der Pandemie üblich, jedoch in
gesteigertem Maße wieder beim Kunden vor Ort
vollzogen werden. Vertriebstätigkeiten blieben
trotzdem stark digital gestützt, um Mitarbeitern
unnötige Reisezeiten zu ersparen und Kunden diese
kostengünstigere Betreuung gut angenommen haben. Diese
digitale Ausrichtung ermöglichte, die
Vertriebstätigkeiten weitestgehend
uneingeschränkt fortzuführen. Durch die IT- und
prozessgestützte Organisation der Projektron GmbH
stellte das verstärkte Nutzen von mobilem Arbeiten
während der letzten Jahre kein Problem dar. Die
Projektron GmbH freut sich im Jahr 2023 über mehr neu
eingestellte Mitarbeiter als ursprünglich erwartet.
b) Ertragslage
Die Projektron GmbH realisierte im Geschäftsjahr
2023 mit TEUR 11.692 um 11,4 % höhere
Umsatzerlöse als im Vorjahr. Die
Geschäftsführung ist in der Planung 2023 von
einem geringfügig niedrigeren Umsatz ausgegangen.
Die Personalaufwendungen sind um TEUR 569
(10,6 %) auf TEUR 5.955 gestiegen. Die
Personalaufwandsquote ist um 0,4 Prozentpunkte auf
50,9 % gesunken.
Die Höhe der Investitionen betrug 2023
TEUR 421 (Vorjahr TEUR 280). Unter anderem wurde in
die Erweiterung und Modernisierung der eigenen
Serverlandschaft investiert, sowie die Meetingräume
vor Ort mit Konferenztechnik ausgestattet. Die
Abschreibungen sind um TEUR 63 (18,2 %) auf
TEUR 410 angestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um
TEUR 146 (6,0 %) auf TEUR 2.585 angestiegen, was
vor allem auf die vorjährigen Auswirkungen der
Coronavirus-Pandemie in Form von ausgefallenen Messen, und
damit reduzierten Messekosten, reduzierten Reisekosten
durch Reisebeschränkungen zurückzuführen
ist. Die Ende des Jahre 2022 begonnene allmähliche
Rückkehr zu den Gegebenheiten vor der Pandemie im Jahr
2019, setzte sich im Jahr 2023 fort.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf
TEUR 2.939 und liegt damit um TEUR 600 (25,6 %)
über dem Ergebnis des letzten Geschäftsjahrs.
Geplant war ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.330.
c) Vermögenslage
Die Vermögenslage wird wie in den Vorjahren
durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
die liquiden Mittel bestimmt.
Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den
sonstigen Vermögensgegenständen und den liquiden
Mitteln von insgesamt TEUR 9.828 (Vorjahr
TEUR 7.642) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von
TEUR 1.534 (Vorjahr TEUR 1.508) und
Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.870
(Vorjahr TEUR 1.949) gegenüber.
Bei einem Eigenkapital von TEUR 6.640 ist die
Eigenkapitalquote um 8,1 Prozentpunkte auf 62,0 %
angestiegen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die
Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.153
(Vorjahr TEUR 1.942) sind durch liquide Mittel gedeckt.
d) Finanzlage
Aufgrund des Jahresüberschusses von
TEUR 2.061 und eines positiven Cash-Flows von TEUR
2.463 ist die Finanzlage der Projektron GmbH als gut zu
bezeichnen. Der Cash-Flow im Vorjahr belief sich auf
TEUR 1.987 und ist um TEUR 476 angestiegen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und
Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um TEUR 53 auf
TEUR 3.404 vermindert.
e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur
Lage
Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und
Ergebnisentwicklung ist planmäßig gestiegen.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen
Lieferverbindlichkeiten durch vorzeitige Zahlungen
angebotene Skontoabzüge realisieren. Die Gesellschaft
war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen
Verpflichtungen nachzukommen.
4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Es besteht unverändert die Absicht die
erwirtschafteten Gewinne in die Weiterentwicklung der
Mitarbeiter und Verbesserung der Arbeitsumgebung zu
reinvestieren. So bildet Projektron seit 2003 aus und hat
sich durch flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle (59,8 %
Teilzeitquote bei Festangestellten), bezahlte
Überstunden und eine faire Entlohnung als attraktiver
Arbeitgeber etabliert. Die Mitarbeiter schätzen
außerdem die vielfältigen Firmenveranstaltungen,
Gesundheitstrainings und ein auf den Mitarbeiter
abgestimmtes Weiterbildungsangebot. Dabei ist es Projektron
wichtig, Chancengleichheit zu gewährleisten. So hat
das Unternehmen schon immer einen für die IT-Branchen
hohen Frauenanteil unter Festangestellten. Im Jahr 2023 lag
dieser bei 44,6 %. Durch die regelmäßige
Teilnahme an Arbeitgeber-Wettbewerben wie Great Place To
Work und TotalEQuality stellt Projektron sicher, dass die
Qualität der Rahmenbedingungen der Arbeit hoch ist.
Nachhaltigkeit spielt eine Rolle im alltäglichen
Arbeitsumfeld. Aus diesem Grund versucht die Projektron
GmbH nachhaltig zu handeln. Seit 2011 bezieht das
Unternehmen 100 % des Stroms aus erneuerbaren
Energiequellen. Zusätzlich wird über biologische
Großhändler die Verpflegung der Mitarbeiter mit
Müsli, Obst und Getränken mit regionalen
Erzeugnissen gewährleistet.
Die Projektron GmbH präsentiert und berät
online. Dies entlastet nicht nur die Mitarbeiter von
Reisen, sondern kommt auch der Umwelt zugute. Der
CO2-Ausstoß und der entsprechende Kompensationsbetrag
aller Firmenflüge werden über Atmosfair berechnet
und akkumuliert am Ende des Jahres einem Verein gespendet,
welcher sich der Bekämpfung des Klimawandels,
Artensterben und anderen ökologischen Problematiken
angenommen hat. Im Zuge des Bienenprojektes wurden auf dem
Dach des Standortes in Berlin 2 Bienenvölker
angesiedelt und mit der firmeneigenen Aufbereitung von
Leitungswasser statt kommerziell abgefülltem
Trinkwasser wird von der Projektron GmbH ein Beitrag zur
regionalen Nachhaltigkeit geleistet. Die Evaluierung und
Konzeption moderner und effizienterer Heiz- und
Solarsysteme wurden im Jahr 2023 begonnen und wird in den
folgenden Jahren fortgesetzt.
III.
Prognosebericht
Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass der
Umsatz in den Geschäftsjahren 2024 um 10% und 2025 um
5% ansteigen wird. Die Steigerung wird 2024 über das
Geschäft mit Neukunden geplant und aus der
Erhöhung der Updategebühren. Durch den
Fachkräftemangel werden weiterhin die Personalkosten
ansteigen. Generell erwarten wir weitere Kostensteigerungen
durch die Inflation. Wir rechnen daher für 2024 mit
einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.935. Bei der
Planung wurde auf Grund der Erfahrung der
zurückliegenden Jahre eher risikoavers kalkuliert.
Das Eigenkapital ist für das bestehende
Geschäftsvolumen ausreichend. Die Liquiditätslage
der Gesellschaft ist durch den hohen Bestand an liquiden
Mittel gesichert.
Wir erwarten auch für das Jahr 2025 eine
positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage.
IV.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Projektron GmbH ist in ihrem unternehmerischen
Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt.
Unser Chancen- und Risikomanagement hilft dabei, diese
frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Durch die
Ermittlung von Chancen und Risiken und durch ein
vorhandenes Planungs- und Controllingsystem ist
sichergestellt, dass die Risiken frühzeitig erkannt
und auf ein Minimum reduziert werden können.
Mitarbeiter und Geschäftsführer werden
regelmäßig über die aktuelle
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der einzelnen
Unternehmensbereiche informiert.
1. Risikobericht
Die wirtschaftliche Lage ist für das
Geschäftsjahr 2024 durch die schwache
Inlandskonjunktur und den anhaltenden Ukraine-Krieg
weiterhin mit Risiken belastet.
Die Auswirkung dieser Risiken auf die
Zahlungsfähigkeit und Bereitschaft zur
Softwareeinführung bei unseren Kunden und potentiellen
Neukunden bleibt als Risiko bestehen.
Die Lage in der Ukraine wirkt sich
ausschließlich indirekt auf die Risikobewertung der
Projektron GmbH aus, da keine direkten Kunden- und
Lieferantenbeziehungen in der Ukraine vorliegen. Zwar ist
die Projektron GmbH kein energiekostenintensives
Unternehmen, jedoch kann sich die gesamtwirtschaftliche
Lage und das allgemein steigende Preisniveau auf die
Geschäftstätigkeit des Unternehmens auswirken. Um
dem entgegenzuwirken wird ein monatliches Kosten- und
Liquiditätscontrolling durchgeführt, um
frühzeitig potenzielle Risiken erkennen zu
können. Eine Unterbrechung der Lieferketten durch
verstärkt weltweite Konflikte kann zu
Verzögerungen in der Beschaffung von Ausstattung
führen. Die Projektron GmbH hat den Großteil der
notwendigen Anschaffungen bereits in den letzten Jahren
getätigt und die Ausstattung ist auf einem modernen
Stand. Folglich ist dieser Verzögerung kein
erhöhtes Risiko anzurechnen.
Durch eine breite Streuung der größten
Kunden über alle Branchen ist das Risiko eines
gleichzeitigen Ausfalls mehrerer Großkunden gering.
Die zehn Kunden, welche den größten Umsatz
generieren, kommen aus der Softwareentwicklung,
Automobilbranche und Beratung. Zusammen generieren diese
Kunden 23,5 % des Gesamtumsatzes im Jahr 2023. Der
größte Kunde generiert dabei lediglich
4,9 % des Gesamtumsatzes.
Der in Deutschland allgegenwärtige
Fachkräftemangel, betrifft auch unsere Branche.
Besonders durch den großen Bedarf an
hochqualifizierten Softwareentwicklern ist dies für
das Wachstum der Projektron GmbH ein Risiko. Um dem
entgegen zu wirken, setzt die Projektron GmbH seit Jahren
auf ein ausführliches und erprobtes Angebot an Dualen
Studiengängen, Ausbildungsplätzen und
Weiterbildungen. Im Jahr 2023 beschäftigte die
Projektron GmbH 20 Studenten und Auszubildende. Die
Mitarbeiterzufriedenheit wird in regelmäßigen
Umfragen und durch offenes Feedback sichergestellt und
erfragt. Aus diesem Feedback und dem Abgleich durch
Teilnahme an diversen Arbeitgeberwettbewerben wird
gewährleistet, dass eine stetige Verbesserung der
Arbeitsatmosphäre priorisiert wird. Dies spiegelt sich
anhand der geringen Fluktuationsrate (2,80 %) wider.
Um die hohe Teilzeitquote ohne Effizienzverlust
gewährleisten zu können, sind alle kritischen
Tätigkeiten mindestens doppelt besetzt. Das reduziert
gleichzeitig Ausfallzeiten durch eventuellen Personalabgang
auf ein Minimum.
Gerade IT-Unternehmen sind verpflichtet, die
Sicherheit digitaler Daten zu gewährleisten. Folglich
stellt dies ein konstantes und branchenweites Risiko dar.
Durch regelmäßige System- und
Überwachungsaudits zur ISO 27001 wird die
Datensicherheit bei der Projektron GmbH gewährleistet.
Um die Sicherheit der Daten und Informationen im System
noch besser zu schützen, ist eine Netzwerkseparierung
geplant. Durch Schulungen und Weiterbildungen wird von der
Projektron GmbH sichergestellt, dass die Angestellten in
den relevanten Positionen für Datensicherheit
sensibilisiert werden und sicherheitskonform arbeiten.
Um der steigenden gesellschaftlichen Bedeutung des
Datenschutzes gerecht zu werden, ist die Projektron GmbH an
einer stetigen Verbesserung des Produktes und der eigenen
Prozesse interessiert.
Im Rahmen der Informationssicherheit ist für
Projektron der Schutz personenbezogener Daten von
wesentlicher Bedeutung.
Um diesen Schutz zu gewährleisten und die
Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung zu
erfüllen, hat Projektron ein
Datenschutzmanagementsystem eingeführt, das durch
einen externen Datenschutzbeauftragten
regelmäßigen Audits unterzogen wird. Die
Risiken, die sich im Hinblick auf den Schutz von
personenbezogenen Daten ergeben, werden fortlaufend im
Rahmen des Datenschutzmanagementsystems bewertet und durch
geeignete technische und organisatorische Maßnahmen
verbessert. Darüber hinaus werden die den Schutz der
Daten unterstützenden Funktionen der Software
Projektron BCS kontinuierlich weiterentwickelt.
2. Chancenbericht
Durch die bestehenden Lizenz- und
Beratungsverträge kann eine stabile wirtschaftliche
Lage des Unternehmens für einen längeren Zeitraum
in der Zukunft gewährleistet werden.
Der Trend der Industrie, öffentliche Verwaltung
und des Staates im größeren Umfang Prozesse zu
digitalisieren, wirkt sich positiv auf den weiteren
Geschäftsverlauf aus. Ob sich durch diese Situation
eine größere Preissteigerung realisieren
lässt, ist noch nicht absehbar.
Es konnte aus der Entwicklung der letzten Jahre
analysiert werden, dass die Pandemie und
gesamtwirtschaftliche Entwicklung zwar mit
Herausforderungen verbunden war, diese aber durch die
flexible Prozessstruktur und offene Arbeitsweise der
Projektron GmbH bewältigt werden konnten. Aus diesen
Optimierungen konnte auch im Jahr 2023 ein deutlicher
Mehrwert gewonnen werden, von welchem auszugehen ist, dass
dieser sich in zukünftige Jahre erweitern lässt.
Die Kernkompetenz der Projektron GmbH liegt in der
Softwareentwicklung und der zugehörigen Beratung auf
hohem Niveau. Diese Kompetenz kann auch in weiteren
Auslandsmärkten mit Ausbaupotential genutzt werden.
Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet
und die Chancen für einen Markteintritt
sorgfältig geprüft. Die in 2022
veröffentlichten neuen Oberflächensprachen
Chinesisch und Tschechisch stellen dabei einen weiteren
Schritt zur Internationalisierung der Projektron GmbH dar.
3. Gesamtaussage zu den Chancen und Risiken der
künftigen Entwicklung
Insgesamt haben sich Umfang und
Gefährdungspotential der Risiken nach
Einschätzung der Geschäftsführung
gegenüber dem 31. Dezember 2022 durch die
überstandene Corona-Pandemie verringert. Die
zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des
Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung
jedoch mit dem Ausbau des Produktportfolios und den zu
erwartenden Fortschritten in der Softwareentwicklung als
gut zu bezeichnen. Somit ist nach Einschätzung der
Geschäftsführung auch in den kommenden
Geschäftsjahren mit einer positiven
Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht
ersichtlich.
Handelsbilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
803.345,27 |
792.795,27 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
13.810,00 |
29.509,00 |
| II.
Sachanlagen |
789.535,27 |
763.286,27 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
789.535,27 |
763.286,27 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.827.878,16 |
7.641.982,22 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
993.439,37 |
1.887.567,97 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
8.834.438,79 |
5.754.414,25 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
68.960,08 |
57.438,81 |
| Aktiva |
10.700.183,51 |
8.492.216,30 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.639.965,02 |
4.578.595,56 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
80.000,00 |
80.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
5.300.000,00 |
3.400.000,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
1.259.965,02 |
1.098.595,56 |
| B.
Rückstellungen |
619.028,00 |
434.043,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.533.600,56 |
1.508.294,39 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
383.181,01 |
324.574,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.150.419,55 |
1.183.719,55 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.870.453,93 |
1.948.852,35 |
| E.
Passive latente Steuern |
37.136,00 |
22.431,00 |
| Passiva |
10.700.183,51 |
8.492.216,30 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.776.337,25 |
10.519.309,27 |
| 2.
Personalaufwand |
5.954.759,33 |
5.385.789,14 |
| a)
Löhne und Gehälter |
5.025.217,89 |
4.583.060,44 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
929.541,44 |
802.728,70 |
| davon
für Altersversorgung |
21.840,49 |
14.446,60 |
| 3.
Abschreibungen |
410.102,38 |
346.720,49 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
410.102,38 |
346.720,49 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.584.578,80 |
2.448.135,13 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
111.902,08 |
667,31 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
209,90 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
877.026,36 |
697.376,56 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
14.705,00 |
3.097,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
2.061.772,46 |
1.641.745,36 |
| 9.
sonstige Steuern |
403,00 |
149,50 |
| 10.
Jahresüberschuss |
2.061.369,46 |
1.641.595,86 |
| 11.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
1.098.595,56 |
1.036.999,70 |
| 12.
Entnahmen aus Gewinnrücklagen |
|
2.000.000,00 |
| a)
aus anderen Gewinnrücklagen |
|
2.000.000,00 |
| 13.
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
1.900.000,00 |
580.000,00 |
| a)
in andere Gewinnrücklagen |
1.900.000,00 |
580.000,00 |
| 14.
Ausschüttung |
|
3.000.000,00 |
| 15.
Bilanzgewinn |
1.259.965,02 |
1.098.595,56 |
Anhang
I.
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Das gesetzliche Gliederungsschema für die Bilanz
und die Gewinn- und Verlustrechnung wurde übernommen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die
Form des Gesamtkostenverfahrens gewählt.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren
die nachfolgenden gegenüber dem
Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs-
und Bewertungsme- thoden maßgebend.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände
wurden zu Anschaffungskosten im Sinne von § 255 Abs. 1
HGB vermindert um planmäßige Abschreibungen
angesetzt. Die festgesetzte Nutzungsdauer beträgt drei
Jahre.
Sachanlagen
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibungen bewertet.
Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde von
einer Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren ausgegangen.
Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter
wurde die Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 EStG in
Anspruch genommen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem
Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Alle vorhersehbaren Ausfallrisiken wurden
berücksichtigt.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei
Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag
angesetzt.
Rechungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten zum
Bilanzstichtag Auszahlungen und fällige Ausgaben bzw.
Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Auf- wendungen
bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach
darstellen.
Eigenkapital
Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und unge- wissen Verpflichtungen.
Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen
erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend
Rechnung getragen. Ihre Höhe wurde auf der Grundlage
von Erfahrungswerten und sorgfältigen Schätzungen
ermittelt. Die Bewertung erfolgte zum
Erfüllungsbetrag.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden mit den
Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern betreffen die latente
Steuerbelastungen von Bewertungsunterschieden im
Anlagevermögen zwischen Handels-
und Steuerbilanz. Der zugrunde gelegte
Steuersatz beträgt 30 %.
III.
Erläuterungen zur Bilanz
1.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
Mietkautionen in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr TEUR 235)
enthalten, die eine Laufzeit von über einem Jahr
haben.
2.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
IV.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
nach § 285 Nr. 3 HGB
Die finanziellen Verpflichtungen aus
Mietverträgen belaufen sich im nächsten
Geschäftsjahr auf TEUR 1.278.
V.
Sitz und Handelsregister
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist
beim Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter
HRB 79669 B registriert.
VI.
Sonstige Angaben
Geschäftsführer der Gesellschaft sind die
Herren Maik Dorl und Francisco Josué Dorl.
Beide sind hauptberuflich für die Gesellschaft
tätig.
Berlin, den 22. Juli
2024
gez.
Herr Maik Dorl
gez.
Herr Francisco Josué Dorl,
Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden
größenabhängige Erleichterung in Anspruch
genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem
Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk
erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Projektron GmbH, Berlin
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Projektron GmbH
- bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
Projektron GmbH für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und · vermittelt
der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Leipzig, den 29. Juli
2024
Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
Tobias
Adler
Wirtschaftsprüfer
Dirk
Luther
Wirtschaftsprüfer
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