Scanfil GmbH
Selbe AdresseHerstellung von bestückten Leiterplatten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markku Kosunen seit 20.10.2025 | Geschäftsführer |
Kai Jarmo Valo seit 20.10.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Bruck seit 19.3.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Scanfil Oyj | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scanfil Electronics GmbHWutha-FarnrodaJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht 2023I. Geschäftstätigkeit des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht III. Risiko- und Chancenbericht IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht V. Prognosebericht I. Geschäftstätigkeit des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Scanfil Electronics GmbH (Rechtsnachfolger der HASEC-Elektronik GmbH) ist seit 1991 ein etabliertes Auftragsfertigungsunternehmen und Lieferant von elektronischen Systemen. Seit dem 17. Juni 2019 ist die Scanfil Electronics GmbH Teil der Scanfil Group. Als führender Akteur der EDMS-Branche (Electronic Design and Manufacturing Services), übernimmt das Unternehmen die Industrialisierung, Herstellung und den Vertrieb von mikroelektronischen Baugruppen und Geräten für Ihre Geschäftskunden. Das Unternehmen sieht sich damit als Partner für den gesamten Produktlebenszyklus und deckt selbst, bzw. über Lieferantenstrukturen, alle relevanten Wertschöpfungsbereiche der Produkte ab. Besondere Erfahrungen liegen in den Applikationsmärkten Hausautomation, IoT, Smart Metering, Medizintechnik, Sicherheitstechnik, Hardware für Informationsverarbeitung, Zeit- und Messtechnik sowie Sensorik vor. Die Kunden der Scanfil Electronics GmbH kommen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum sowie den Vereinigten Staaten von Amerika, und sind durch eine breite Streuung innerhalb der diversen Branchen und der geographischen Lage gekennzeichnet. 2. Ziele und Strategien Die Strategie des Unternehmens besteht darin, die Beziehungen zu seinen Kunden weiter auszubauen und zu vertiefen, um langfristige, nachhaltige Beziehungen und Partnerschaften mit ihnen zu schaffen. Wir werden weiterhin Elektronikfertigungsdienstleistungen, Technologie-Know-how und unsere umfangreichen Materialbeschaffungsmöglichkeiten, einschließlich mechanischer Komponenten, die von unseren Kunden nachgefragt werden, entwickeln und anbieten, sowie die Vorteile eines kundennahen Angebots ausbauen. Mit dieser Positionierung, entwickelt sich das Unternehmen weiter vom Systemlieferanten zum Lösungsanbieter für die Umsetzung von Produktideen, in komplett fertige und verkaufsfähige Produkte und deren Begleitung über den gesamten Produktlebenszyklus. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Erholung der Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2023, ist auf einem konstanten Niveau geblieben, sodass das globale Wachstum für das Jahr 2023 bei 3,2 % lag (VJ ./. 3,5%). Mitte des Jahres 2022 wurde auf den globalen Märkten das Inflationspeak erreicht. Die globale Konjunktur entwickelte sich weiterhin stabil. Insbesondere wirkten sich die sinkende Arbeitslosenquote sowie steigende Einkommen aus. Das Tempo der Angleichung von Lebensstandards in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen an die entwickelten Länder, hat sich jedoch wesentlich verlangsamt. [i] Im vierten Quartal des Jahres 2023, ist es global zu einer deutlichen Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik gekommen. Insbesondere ist es zu einer rückläufigen Entwicklung der Produktion in dem Euroraum gekommen. [ii] Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahresvergleich rückläufig mit einer BIP Veränderungsrate von -0,3 %. Insbesondere die weiterhin anhaltenden hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die Finanzierungskosten auf höherem Niveau sowie die zurückgegangene Nachfrage im In und Ausland, waren ursächlich für diese Entwicklung. Die einzelnen Wirtschaftssektoren haben eine differenzierte Entwicklung verzeichnet. Besonders die energieintensiven Bereiche, wie der Chemiesektor, waren von dem Rückgang des Produktionsvolumens signifikant betroffen. Insgesamt verzeichnete das verarbeitende Gewerbe einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Im Weiteren haben sich die Bauinvestitionen um 2,1% preisbereinigt verringert. Darüber hinaus verzeichnete der private Konsum einen weiteren preisbereinigten Rückgang um 0,8% im Jahresvergleich. Dies resultierte vornehmlich aus den anhaltend hohen Preisen bei den langlebigen Gütern, die einen Konsumrückgang von 6,2 % verzeichneten. Stützend für die Wirtschaftsleistung wirkten sich vor allem die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,0%, sowie der gesamte Dienstleistungssektor mit Wachstumsraten von bis zu 2,6%, aus. [iii] Die Arbeitsmarktsituation verzeichnete ein sehr hohes Niveau von Erwerbstätigen mit 46,0 Millionen. Damit waren es 0,4%, bzw. 203.000 mehr aktive Erwerbstätige als im Vorjahr. Damit hat sich ein Aufwärtstrend nachlassender Dynamik abgebildet. [iv] Die deutsche Elektroindustrie realisierte im Jahr 2023 einen Umsatz von ca. 238 (VJ 224) Mrd. EUR, was ca. 10 % der deutschen Industrieproduktion ausmachte. Der Branchenumsatz ist im Jahresvergleich um 6,2 % (VJ 12 %) angestiegen. [v] 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs der Scanfil Electronics GmbH, mit einer Umsatzwachstumsrate von 14,4 %, ist im Jahr 2023 deutlich besser ausgefallen als die allgemeine Entwicklung der Wirtschaft. Der Jahresumsatz für das Geschäftsjahr 2023, ist mit TEUR 55.150, um TEUR 6.941 gestiegen. Der Planwert von TEUR 57.900, konnte trotz hohem Auftragsvolumen, insbesondere in den ersten zwei Quartalen, aufgrund rückläufiger Auftragsentwicklung im vierten Quartal 2023, nicht eingehalten werden. Aufgrund von konsequenter Umstrukturierung des Kundenportfolios, sowie der Stabilisierung der Geschäftsabläufe der Gesellschaft, konnte im Geschäftsjahr 2023 ein EBIT in Höhe von TEUR 990 erreicht werden. Die kompliziertere Situation auf den Beschaffungsmärkten aus den Vorjahren, sowie deren Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Materialien und Komponenten in der Produktionsleistung der Gesellschaft, hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres schrittweise stabilisiert. Verstärkt durch die Effekte aus der umgesetzten Marktsegmentierung, konnte eine Reduzierung der Bestände um 18 % (MEUR 4,7) realisiert werden und gleichzeitig die Pünktlichkeit der Lieferungen zum Kunden deutlich verbessert werden. Umsatzerhöhend wirkten sich die in der Vergangenheit umgesetzten Maßnahmen, wie ein konsequentes Investitionsprogramm, die Umstellung der Fertigungs- und Supply-Chain-Prozesse auf LEAN-Strukturen, die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums um die Kompetenz der Produktentwicklung sowie die Etablierung von Box Building Prozessen aus. Im Weiteren werden konsequent die bereits in den Vorjahren initiierten Maßnahmen zur Einführung und Entwicklung von automatisierten Produktions- und Arbeitsabläufen vorangetrieben. Durch die Einbindung der Gesellschaft in die Strukturen der Scanfil Gruppe, werden schrittweise Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Arbeitseffizienz in allen Bereichen der Wertschöpfung systematisch realisiert. Die operativen Effekte dieser Maßnahmen machen sich bereits bemerkbar, insbesondere in den Bereichen des Supply Chains, des Customer Riks Managements, sowie der weiteren Produktionsoptimierung. Im Ergebnis resultierte für das Geschäftsjahr 2023, ein deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR -698 liegendes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von TEUR 990. Damit lag das operative Ergebnis nur leicht unter dem Niveau des Zieles vom unteren einstelligen Millionen EURO-Bereich. Die auf Basis der Gesamtleistung ermittelte EBIT-Marge von 1,8 % (VJ -1,4 %), liegt unterhalb des Planwerts von 3,5 %. Die EBITDA-Marge lag im Berichtsjahr bei 3,6% (VJ 0,7%). Vor diesem Hintergrund schätzen die gesetzlichen Vertreter, die wirtschaftliche Entwicklung, sowie das, was den Geschäftsverlauf, insbesondere die positive Produktions- und Umsatzentwicklung, als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag betrifft, als zufriedenstellend ein. 3. Ertragslage Im Jahresvergleich hat sich der Umsatz von TEUR 48.209 auf TEUR 55.150 sehr positiv entwickelt (Anstieg um TEUR 6.941, 14,4 %). Der Materialaufwand hat sich mit einem Anstieg von 9,2 % von TEUR 34.749 auf TEUR 37.936, leicht unterproportional entwickelt. Bei einer Bestandsverminderung von TEUR -64 (VJ: Bestandserhöhung von TEUR 335) ergab sich im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von TEUR 17.150 (VJ TEUR 13.795). Die positive Rohmargenentwicklung ist vornehmlich auf die Stabilisierung der Work Flow Prozesse sowie erfolgten Preisanpassungen zurückzuführen. Insbesondere sind die Kosten für Fremdmitarbeiter nicht mehr überproportional gestiegen (13,1 %, VJ 23,9 %). Im Weiteren trug die schrittweise Normalisierung des Beschaffungsmarktes positiv zu der Rohergebnisentwicklung bei. Belastend wirkten sich die Aufwendungen für Rückstellungen aus Materialbestandsrisiken aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 126 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, was im Wesentlichen aus den geringeren Erträgen aus Währungsdifferenzen im Jahresvergleich (TEUR -104) resultiert. Der Personalaufwand ist um 18,3 % mit TEUR 1.658 (GJ 2023 TEUR 10.733; VJ TEUR 9.075) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den höheren Mitarbeiterbestand - im Jahresdurchschnitt 49 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr - zurückzuführen. Der Anstieg der Mitarbeiter resultiert aus dem signifikanten Anstieg des Geschäftsvolumens und der Abwicklung der Auftragsrückstände. Im Weiteren wirkte sich mit TEUR 305, als Einmaleffekt der Aufwand aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen aus. Die Abschreibungen lagen in dem Geschäftsjahr bei TEUR 1.001 (VJ TEUR 1.031) und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr bei TEUR 4.715 und damit um 1,8% unter dem Vorjahresniveau (2022 TEUR 4.802). Die angestiegenen Aufwendungen in den Bereichen IT-Sicherheitsinfrastruktur, Rechts und Beratungsaufwendungen sowie Aufwendungen für die Energie und Mitarbeitertrainings konnten durch deutlich zurückgegangene Aufwendungen aus Währungsumrechnung sowie reduzierten Aufwendungen für Reisetätigkeit kompensiert werden. Das Zinsergebnis lag mit TEUR -1.255 (VJ TEUR -376) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Zinszahlungen für das in der zweiten Hälfte des Vorjahres hinzugekommene Gesellschafterdarlehen wirkten sich im Geschäftsjahr 2023 erstmals ganzjährig aus. Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, ist im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Verlustausgleich in Höhe von TEUR -294 (VJ TEUR -1.091) realisiert worden. Das Jahresergebnis wird auf Grund eines am 13.03.2020 mit unserem Gesellschafter, der Scanfil Holding Germany GmbH, geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages, entsprechend liquiditätstechnisch ausgeglichen. 4. Finanzlage Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bankguthaben und den bei der Konzernmutter geführten Cashpoolkonten zusammen, die jederzeit fällig sind. Demnach ergibt sich per 31.12.2023 ein negativer Finanzmittelbestand von TEUR -2.596 (VJ: TEUR -736). Der Rückgang des Finanzmittelbestands, resultiert aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -2.033), sowie dem CashFlow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -2.262). Der positive CashFlow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 2.436 (VJ TEUR-7.728) und konnte im Wesentlichen durch den konsequenten Abbau der Vorratsbestände (TEUR 4.653) realisiert werden. Die Aufnahme einer zusätzlichen, langfristigen Finanzierungslinie in Höhe von MEUR 15 von der Konzernmutter in der zweiten Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres, stellt einen stabilen Rahmen zur Überbrückung der Zeit dar, bis das Working Capital noch weiter reduziert werden kann. Dies ist im Wesentlichen durch einen weiteren Abbau der Vorratsbestände in kommenden Geschäftsjahren geplant. Die Scanfil Electronics GmbH ist zu 100% in das Cash Management System des Konzerns eingebunden. Damit ist die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu jederzeit sichergestellt. Aufgrund der verstärkten Inanspruchnahme des Konzern-Cashpoolings, partizipieren wir zukünftig von einer Reduzierung der Nebenkosten aus dem Bankgeschäft. Die Finanzierung des Anlagevermögens, sowie eines Teils der Vorratsbestände, ist durch die langfristigen Darlehenslinien gesichert. Damit stellen insbesondere die Darlehenslinien der Konzern-Muttergesellschaft mit MEUR 15 und MEUR 5 (von der zum Stichtag noch MEUR 1 abrufbar sind), die Hauptfinanzierungsquellen der Gesellschaft dar. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von MEUR 38,7 auf MEUR 35,9 im Jahresvergleich zurückgegangen (MEUR -2,7; -7,1%). Der Rückgang ist auf der Aktivseite zum Großteil auf den Abbau des Working Capitals zurückzuführen. Hierbei wurden im Wesentlichen die Bestände an Rohmaterialien um MEUR 4,6 (2023 MEUR 16,9; VJ MEUR 21,5) reduziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, sind insgesamt um MEUR 2,5 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Der Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von MEUR 3,4 (2023 MEUR 6,4; VJ MEUR 3,0) resultiert hauptsächlich aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen und aus der geringeren Inanspruchnahme von Factoring und wurde teilweise durch den Rückgang um MEUR 0,8 der Forderung an die Gesellschafterin aus dem Verlustausgleich kompensiert. Das Anlagevermögen ist, beeinflusst durch die höhere Investitionstätigkeit in Höhe von MEUR 2,0, um MEUR 1,0 angestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf MEUR 1,0. Die Passivseite der Bilanz ist durch einen Abbau der Verbindlichkeiten von insgesamt MEUR 2,3 gekennzeichnet. Dazu hat die stichtagsbedingte Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von MEUR 1,2 beigetragen. Im Weiteren wirkte sich die Tilgung der Kreditlinie gegenüber der Konzernmutter mit MEUR -1,0 aus. Aufgrund der Stabilisierung des Beschaffungsmarktes haben sich die Anzahlungen auf Materialbestellungen um MEUR -0,5 rückläufig entwickelt. Der Rückgang der Rückstellungen (MEUR -0,5) ist insbesondere auf die Reduzierung der Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen zurückzuführen. Aufgrund des wesentlichen Rückgangs der Vorräte sowie der Verbindlichkeiten und damit einer einhergehenden Reduktion der Bilanzsumme (MEUR -2,8), ist die Eigenkapitalquote von 16,1 % auf die 17,3 % angestiegen. 6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Von den finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse und das EBIT die wesentlichen, für die Steuerung des Unternehmens, relevanten Kenngrößen dar. Die Scanfil Electronics GmbH setzt zudem weitere nicht-finanzielle Leistungsindikatoren ein. Zu diesen geben wir nachfolgende Erläuterungen: Die im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems durchgeführten Kundenzufriedenheitsanalysen geben uns eine verlässliche Basis für die Ausrichtung unserer Qualitätsprozesse und einer dauerhaft vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die Reklamationsquote befindet sich mit 0,02 % (VJ 0,08 %) der Betriebsleistung auf einem niedrigen Niveau und konnte weiterhin verbessert werden. Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtsjahr eine hohe Auftragslage. Dies führte zum Ausbau von weiteren Kapazitäten, die zur Wachstumsentwicklung in den kommenden Jahren führen werden. Insbesondere wird hiervon der Bereich SMT (Surface Mount Technology) profitieren. Seit dem Jahr 2020 bestehen durch die Überführungsaudits in die Zertifizierungsgesellschaft der Gruppe: Bureau Veritas, gemäß den Normen DIN EN ISO 9001, 13485 (Medizin), entsprechende Zertifizierungsnachweise. Mit der EMAS - Zertifizierung konnte die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung mit einem Umweltmanagementsystem nach der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 und EN ISO 14001:2015 nachgewiesen werden. Darüber hinaus wurden weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen für die Etablierung eines Knowhow-Managementsystems in der Produktion, wie auch anderen administrativen Arbeitsbereichen implementiert. Wir unterhalten für unsere Mitarbeiter - neben den extern überwachten Arbeitsschutzmaßnahmen - ein aktives Gesundheitsmanagementsystem. Die Mitarbeiterfluktuation lag im Berichtsjahr auf dem Niveau von 1,3% (VJ 1,4%). Der Bedarf an Technikern und qualifizierten Mitarbeitern im administrativen Bereich konnte durch engagiertes Recruiting bedient werden. III. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der Scanfil Group einbezogen. Darüber hinaus, erfolgt auf Ebene der Gesellschaft, die Identifikation und Steuerung von Risiken nach Maßgabe der Geschäftsführung. a) Branchenrisiken Das Jahr 2024 ist von einer rückläufigen Entwicklung der Elektroindustrie geprägt. Die Branche verzeichnete, in dem Zeitraum Januar bis März 2024, einen Rückgang der Auftragseingänge von 13,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das preisbereinigte Produktionsvolumen im März 2024 ist im Jahresvergleich um 19,1 % niedriger ausgefallen als per Ende März 2023. Auch die Erlöse haben sich in dem ersten Quartal um 8,9 % bei den Elektro- und Digitalunternehmen rückläufig entwickelt. [vi] Die kurzfristigen Geschäftserwartungen (6 Monate) der Branche, fallen im Monat April, nach rückläufiger Entwicklung der Geschäftslage in den letzten Monaten, weiterhin verhalten aus. Auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau des Geschäftsklimas erwarten immer noch 81% der Unternehmen kein Anziehen der Geschäftslage. [vii] Die breite Diversifikation unserer Gesellschaft in Bezug auf die Branchen unserer Kunden, trägt dazu bei, die Risiken einer konjunkturellen Abschwächung zu minimieren. Insbesondere die Kunden aus den Branchen der Medizintechnik, Energieversorgung sowie Anlagen für öffentlichen Investitionen, stellen einen stabilisierenden Anker dar. Wir schätzen dieses Risiko daher als niedrig ein, nehmen jedoch weiteren Fokus auf die Steigerung der Effizienz unserer Tätigkeit. b) Finanzwirtschaftliche Risiken Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird, neben den Einzahlungen aus dem operativen Geschäft, weiterhin durch Eigenkapital, Konzerndarlehen sowie die Cashpooling-Linien, wie auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich solcher gegenüber verbundenen Unternehmen finanziert. Dies birgt insofern gewisse Liquiditätsrisiken, da die Gesellschaft auf die Finanzierungslinien der Konzernmuttergesellschaft, in Form der zur Verfügung gestellten Cashpooling-Linien, wie auch der Konzerndarlehensfinanzierung, dauerhaft angewiesen sein wird. Die Unterstützung durch die Konzernmutter ist jedoch weiterhin sichergestellt. Zum Zwecke der Finanzierung des steigenden Kapitalbedarfs, hauptsächlich zur Finanzierung des Working Capitals, wurde im letzten Quartal 2022 eine Konzerndarlehenslinie über MEUR 15 gewährt. Aufgrund der variablen Verzinslichkeit bestehen im Hinblick auf das bestehende Gesellschafterdarlehen entsprechende Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die jedoch nicht als wesentlich anzusehen sind. Im Hinblick auf unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bestehen die üblichen Ausfallrisiken, die jedoch durch eine Warenkreditversicherung sowie durch das Factoring begrenzt werden. Im Weiteren wird durch die laufende Überwachung der Bonität unserer Kunden das Risiko im Weiteren eingegrenzt. Das Risiko wird daher insgesamt als niedrig eingeschätzt. c) Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Angaben zum Finanzierungsmix in unserem Unternehmen sind in Abschnitt II. dieses Lageberichtes enthalten. Währungs- und Zinssicherungsinstrumente werden derzeit zur Absicherung der Risiken aus offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen eingesetzt. Das Risiko ist deshalb an sich als niedrig einzustufen. d) Makroökonomische und politische Risiken Die Risiken für unser Unternehmen bestanden in der Vergangenheit darin, dass die Marktproduktion von hochvolumigen, technisch stabilen Produkten ins Ausland verlagert wurde. Durch die Einbettung in ein internationales Unternehmensnetzwerk der Scanfil Gruppe, stehen wir heute in einer verbesserten Position da. Unser Hauptrisiko verschiebt sich damit in Richtung einer möglichen konjunkturellen Abschwächung der Nachfrage sowie der weltpolitischen Risiken in Osteuropa sowie im Ostpazifik. Im Geschäftsjahr 2023 stellte die Materialknappheit auf dem Markt weiterhin ein wesentliches, zusätzliches Risiko dar. Dadurch ist es zu verlängerten Liefer- und Produktionszeiten von unseren Produkten gekommen. Im Weiteren ist extensiver Druck auf der Kostenseite von Materialien, wie auch Dienstleistungen spürbar gewesen. Im Jahr 2023 hat die COVID-19 Pandemie, an Intensität Ihrer Auswirkungen im Verlauf des Geschäftsjahres deutlich verloren. Es sind weitere Risiken in Form des bewaffneten Konflikts im osteuropäischen Raum, weiterer Spannungen im Nahen Osten wie auch im Ostpazifik, sowie teilweise, weiterhin anhaltender Materialknappheit, und die Folgen der hohen Inflation, welche die Märkte verunsichern, entstanden. Unser Kundenspektrum ist von den politischen Risiken nicht unmittelbar betroffen, so dass aus deren Folgen für uns keine direkten Umsatzverluste entstehen. Die schwierigere Beschaffungssituation und die steigenden Kosten sind zwar Herausforderungen für die Profitabilität und die Sicherstellung der Lieferzusagen, sie stellen aber keinen wesentlichen Wettbewerbsnachteil dar. Alle Marktteilnehmer sind von den weltweit auftretenden Risiken betroffen. Zusätzlich wirken sich jedoch auf den deutschen Markt, die im internationalen Vergleich höheren Energiepreise, sowie die hohe Abhängigkeit von internationaler Aktivität auf dem Anlage-/Investitionsmarkt aus. Das Unternehmen hat aufgrund der eigenen Personalstruktur, die Möglichkeiten, auf die zukünftigen Risiken der konjunkturellen Schwankungen zu reagieren. Insgesamt werden die Auswirkungen aus makroökonomisch bzw. politisch bedingten Risiken jedoch als hoch eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses, insbesondere vor dem Hintergrund der durch den Konzern sichergestellten Finanzierung, nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Die Chancen der Marktentwicklung liegen darin, dass unser Unternehmen aufgrund seines marktgerechten Leistungsspektrums und den Ergänzungen des Portfolios aus der Gruppe, bei der Akquisition von Aufträgen für innovative Produkte Wettbewerbsvorteile hat und daraus profitiert. Die Erweiterung unseres Leistungsportfolios, um den Prozess "Entwicklung", hat uns bereits neue Marktchancen bei Kunden eröffnet. Im Weiteren wurden in den letzten Geschäftsjahren, die Kompetenzen und Fähigkeiten aus dem Bereich Box-Building signifikant ausgebaut. Die solide Finanzsituation mit einer starken Gruppenstruktur als Stabilitätsfaktor ist ein zusätzlicher, positiver Wettbewerbsfaktor und Chance für die Realisierung eines weiteren profitablen Wachstums der Gesellschaft. Der Zugriff auf das Produktportfolio und die Technologien der Gruppe, mit mehreren Werken in Best-Cost-Ländern, eröffnet uns zukünftig eine verbesserte Position im Bestandskundengeschäft und erweitert signifikant unsere Vertriebsreichweite. Insbesondere das effektive Management der Auftragslage, sowie weiterer Ausbau der Kundenakquise - Aktivitäten, sichern das Entwicklungspotential der Gesellschaft. Um die Bewältigung des Auftragsbedarfs sicherzustellen, ist ein konsequentes Investitionsprogramm sowohl in unsere Standortinfrastruktur wie auch in den Maschinenpark in Umsetzung. Der Ausbau der Produktionskapazitäten, sowie weiterer kundenorientierter Dienstleistungsbereiche, bildet ein wesentliches Wachstums- und Profitabilitätspotential für die Gesellschaft. IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht Das Unternehmen unterhält keine Forschungstätigkeit. Die Gesellschaft betreibt Entwicklungsleistungen, die zur Serienreife des jeweiligen Kundenproduktes (Industrialisierung) führen und deren Produktion nach sich ziehen. Darin ist die nachfolgende Begleitung des Produktlebenszyklus im Hinblick auf technologische und technische Verbesserungen inkludiert. Es wurden im Berichtsjahr keine Entwicklungskosten aktiviert. V. Prognosebericht Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses, verzeichnete die Gesellschaft im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023, eine rückläufige Geschäftsentwicklung, so dass der Umsatz im ersten Quartal 2024 im Jahresvergleich um 5,1 % (TEUR -751) niedriger ausgefallen ist. Damit haben sich die ersten Anzeichen der Abschwächung der Kundenbedarfsprognosen zum Zeitpunkt der letzten Abschlussaufstellung realisiert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2024, wird mit weiter rückläufigen Kundenbedarfsprognosen gerechnet. Trotzdem konnte aufgrund der rechtzeitig eingeleiteten Maßnahmen zu strukturellen Anpassungen der Gesellschaft an die Marktgegebenheiten, die Rentabilität stabilisiert werden. Zusammenfassend besteht die wesentliche Herausforderung für das Geschäftsjahr 2024, weiterhin in der Realisierung bereits vorhandener Aufträge, sowie konsequentem Management unserer WorkFlow Prozesse. Dies wird insbesondere durch konsequente Investitionen in den Maschinenpark realisiert. Im Weiteren werden die Aktivitäten zur weiteren Kundengewinnung und dem Geschäftsausbau verstärkt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem EBIT im unteren einstelligen Millionen EURO-Bereich, bei einem Gesamtumsatz von MEUR 44 bis 47 gerechnet. Quellenverzeichnis
i International Monetary Fund - World Economic
Outlook April 2024
Wutha-Farnroda, den 28.06.2024 Jarmo Kolehmainen, Geschäftsführer Scanfil Electronics GmbH Christophe Sut, Geschäftsführer Scanfil Electronics GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss I. Angaben zur Gesellschaft laut Registergericht
II. Anwendung gesetzlicher Regelungen Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) sowie nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich im Berichtsjahr erstmalig um eine prüfungspflichtige sog. "große" Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 3 HGB i. d. F. vom 11. April 2024. Gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 S. 1 HGB treten die Rechtsfolgen der Überschreitung zum 31. Dezember 2023 noch nicht ein. Der Jahresabschluss wurde daher nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erfordern bzw. sich durch den Ansatz neuer HGB-Vorschriften ergeben. Die gesetzlichen Vertreter gehen, davon aus, dass die Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllen kann. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird zusätzlich, zu dem von der Scanfil Unternehmensgruppe zur Verfügung gestellten Überziehungslinie des CashPools, durch langfristige Darlehenslinien sichergestellt. Ein im Geschäftsjahr 2022 geschlossener Darlehensvertrag mit der Scanfil Oyi über € 15 Mio. wird ab 2025 in Raten getilgt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Bilanzierungsgrundsätze Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften in §§ 265, 268 - 274a, 276 - 277 HGB aufgestellt. Für die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 HGB und 275 HGB sowie § 42 GmbH-Gesetz angewandt. Die Davon-Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Anhang angegeben. Die Mitzugehörigkeit - falls vorhanden - zu anderen Posten ist im Anhang vermerkt. Die Haftungsverhältnisse werden - soweit vorhanden - im Anhang angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze Die Bewertungen erfolgen nach den Vorschriften des HGB und entsprechenden Bewertungsmethoden der §§ 252 - 256a HGB. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem entgeltlichen Erwerb des Kundenstamms und Auftragsbestands. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über folgende Zeiträume (in Jahren):
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts wurde auf Basis der erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus den erworbenen Kundenbeziehungen ermittelt. Sachanlagen Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Selbst erstellte Sachanlagen wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung der handelsrechtlichen Wertuntergrenze aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über folgende Zeiträume (in Jahren):
Finanzanlagen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. beim Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Absatz 4 HGB mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den letzten Einkaufspreisen bewertet. Notwendige Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen. Unfertige Leistungen, unfertige Leistungen Die unfertigen Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrads mit anteiligen Herstellungskosten unter Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips gemäß der handelsrechtlichen Wertuntergrenze bewertet. Fertige Erzeugnisse Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips gemäß der handelsrechtlichen Wertuntergrenze bewertet. Bestandsrisiken aus Lagerdauer und Gängigkeit werden angemessen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; notwendige Einzelwertberichtigungen wurden direkt vorgenommen. Die kurzfristigen Forderungen in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital/Stammkapital der Gesellschaft ist zum Nennwert angesetzt und beträgt € 1.858.500,00 und ist unverändert zum Vorjahr. Die Zusammensetzung des Eigenkapitals wird nachstehend unter Abschnitt C. dargestellt. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie des nach der Erkenntnis zum Bilanzstichtag notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Sonstige Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die darauf entfallenden Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2023 sind gemäß § 284 Absatz 3 HGB in anbei liegendem Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter, der auch ein verbundenes Unternehmen ist, aus Verlustausgleichsverpflichtungen in Höhe von EUR 294.039,66 (VJ EUR 1.091.216,10). Der Ausgleich für das Jahresergebnis 2022 fand im Juli 2023 statt. Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen
Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Bereich der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die Zusammensetzung und Höhe der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten-Spiegel.
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus zwei Darlehen der Scanfil Oyj. (TEUR 16.000; VJ TEUR 17.000), aus Cashpooling (TEUR 3.545; VJ TEUR 3.325), aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 319; VJ TEUR 572) sowie Finanzverbindlichkeiten (TEUR 163, VJ TEUR 55). D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angabe zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB): -Keine- E. Angaben zu Haftungsverhältnissen und nicht bilanzierten Verpflichtungen 1. Angabe der Art und des Zwecks sowie Risiken, Vorteilen und finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, soweit die Risiken und Vorteile wesentlich sind und die Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens erforderlich ist (§ 285 Nr. 3 HGB): Die Gesellschaft hat im Rahmen eines "sale-and-lease-back" Vorgangs eine betriebliche Software geleast. Der Gesamtbetrag der aus dem Sale-and-lease-back-Vertrag resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtung beträgt TEUR 30. Zwischen der Gesellschaft und der Deutsche Factoring GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Bremen wurde unter dem 08.05.2006 bzw. 16.05.2006 ein "Factoring-Vertrag" abgeschlossen. Es handelt sich dabei um "echtes Factoring", d. h. das rechtliche Eigentum an den verkauften Forderungen geht vollständig auf die Factoringgesellschaft über. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Betrag des verfügungsbeschränkten Guthabens ("Sperrkonto") TEUR 425. Für die am betrieblichen Standort angemieteten Betriebsräume bestehen Mietsicherheiten, die zu 100% durch einer Bankbürgschaft abgesichert sind. 2. Angabe des Gesamtbetrags der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind (§ 285 Nr. 3a HGB): Am Bilanzstichtag bestanden wesentliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 7.156.653,07, davon entfallen EUR 6.829.161,12 auf mehrere Mietverträge über Gebäude mit einer Restvertragslaufzeit von 12 Jahren. F. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich 265 Arbeitnehmer zuzüglich 5 Auszubildenden beschäftigt, zum 31.12.2023 waren 260 Arbeitnehmer zuzüglich 5 Auszubildenden beschäftigt. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während des Berichtsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Im Berichtszeitraum waren als Geschäftsführer bestellt und tätig: Herr Petteri Jokitalo, Master Ingenieurwissenschaften (bis 19. Januar 2024) Herr Jarmo Kolehmainen, Master Ingenieurwissenschaften Herr Christophe Sut (seit 19. Januar 2024) Jeder Geschäftsführer ist stets einzelvertretungsberechtigt und Herr Kolehmainen und Herr Sut sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von den Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde in Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag Zwischen der Gesellschaft als Organgesellschaft (OG) und der alleinigen Gesellschafterin, der Firma Scanfil Holding Germany GmbH, wurde am 13.03.2020 ein Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) abgeschlossen. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde am 27.03.2020 im Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Zum Bilanzstichtag entsteht bei der Scanfil Electronics GmbH eine Forderung gegen die Scanfil Holding Germany GmbH in Höhe von EUR 294.039,66. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile (§ 285 Nr. 11 HGB) Die Gesellschaft besitzt Geschäftsanteile in Höhe von 20% am Stammkapital von EUR 25.000,00 an der Firma IMG Electronic & Power Systems GmbH mit dem Sitz in Nordhausen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.538, das Jahresergebnis TEUR 298. Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB - Nachtragsberichterstattung) Wertaufhellende Tatsachen von wesentlicher Bedeutung, über welche zu berichten wäre, sind nicht bekannt. Verwendung des Jahresergebnisses (§ 285 Nr. 34 HGB) Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt EUR 294.039,66 welcher aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der Gesellschaftergesellschaft (Organträgerin) übernommen wird. Konzernzugehörigkeit (§ 284 Nr. 14, 14a HGB): Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Scanfil Oyi, Sievi/Finnland, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird als Teil des Geschäftsberichts der Scanfil-Gruppe auf der Internetseite des Konzernes veröffentlicht.
Wutha-Farnroda, den 28. Juni 2024 Jarmo Kolehmainen, Geschäftsführer Christophe Sut, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Scanfil Electronics GmbH, Wutha-Farnroda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scanfil Electronics GmbH, Wutha-Farnroda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scanfil Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Jena, den 28. Juni 2024 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Leser, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Scanfil Electronics GmbH, Wutha-Farnroda, wurde am 19. Juli 2024 festgestellt. |
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