Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 360131
Vorher
ETTLIN GESELLSCHAFT FÜR SPINNEREI UND WEBEREI AKTIENGESELLSCHAFT
Eingetragen
1.1.1900
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb textiler Produkte sowie Erwerb, Verkauf, Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von bebauten und unbebauten Grundstücken. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte, die der Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung unterliegen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Thorsten Cawein
seit 17.10.2022
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ETTLIN AKTIENGESELLSCHAFT

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell

Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb textiler Produkte sowie der Erwerb, der Verkauf, die Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von bebauten und unbebauten Grundstücken.

Als Spinnerei und Weberei Ettlingen wurde die ETTLIN Aktiengesellschaft 1836 gegründet. Die ETTLIN Aktiengesellschaft erkannte bereits in den 90er Jahren, dass sich die Lage der Produktionsstätten in Ettlingen und Berlin besonders für einen Gewerbepark eignen. Als Gesamtkomplex geplant, stand schon damals die Kombination von Wohnen und Arbeiten im Vordergrund und wurde dementsprechend umgesetzt. Büro-, Produktions- und Lagerflächen sowie Wohnhäuser für Mitarbeiter bilden ein Gebäudeensemble, dessen Baubestand im Laufe der Jahre schonend restauriert und sukzessive um neue, moderne Gebäude erweitert wurde, um die stetig steigende Nachfrage nach attraktiven Mietflächen in zentrumsnaher Lage befriedigen zu können. So entstanden durch Bündelung der Aktivitäten in Ettlingen der Gewerbepark Albtal und in Berlin der Gewerbepark Marienfelde. Beide Objekte wurden im Laufe der Jahre um weitere Immobilienbestände (Gewerbeflächen und Wohnungen) im Raum Karlsruhe und in Berlin erweitert.

Heute verwaltet der Unternehmensbereich ETTLIN Immobilien 360 Wohnungen und 126.000 m² Nutzfläche mit Büros, Produktions- und Lagerhallen im Raum Karlsruhe sowie über 60.000 m² Nutzfläche mit Büros, Produktions- und Lagerhallen in Berlin im eigenen Bestand.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Im Berichtsjahr hatte die Weltwirtschaft einen realen Zuwachs von circa +3,1 % (Vorjahr: +3,3 %) zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Wachstum der Schwellenländer relativ stärker als das der fortgeschrittenen Volkswirtschaften.

Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion hatte einen Zuwachs von etwa +0,5 % zu verzeichnen. Hier wirken die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges wie gestörte Lieferketten, stark gestiegene Transport- und Rohstoffkosten, das hohe Energiepreisniveau sowie gestiegene Zinsen weiterhin als Wachstumsbremsen.

Die deutsche Wirtschaft zeigt mit einem Rückgang um -0,3 % (Vorjahr: +1,8 %) noch keine Erholung der Konjunktur.

Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik Deutschland betrug in 2023 5,7 % (Vorjahr: 5,3 %) und lag damit nahe dem Vorjahresniveau. Aktuelle Entwicklungen in der Welt lassen Prognosen für 2024 schwierig werden.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie hatte im Jahr 2023 einen Umsatzzuwachs von insgesamt +2,7 % (Vorjahr: +11,7 %) zu verzeichnen, wobei das Bekleidungssegment mit +10,8 % (Vorjahr: +19,4 %) zulegen konnte. Das Textilsegment verzeichnete hingegen mit -1,9 % (Vorjahr: +7,7 %) einen Rückgang. Im Bereich Textil sind die Hälfte der Segmente im Plus, jedoch sind die schwachen Umsatzzahlen des vergangenen Jahres im Wesentlichen auf die größten Teilsegmente, die technischen Textilien mit -11,2 % (Vorjahr: +8,8 % ) und Vliesstoffe mit -4,0 % zurückzuführen.

Die Beschäftigtenzahlen in der Branche wurden in etwa gehalten. Im Jahresdurchschnitt 2023 verzeichnet Textil einen Rückgang der Beschäftigung von -1,9 % und Bekleidung eine Erhöhung um +1,5 % gegenüber 2022. Insgesamt sank die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt damit um -0,8 %.

(Quelle: Textil + Mode 02/2024, statista)

Am deutschen Immobilienmarkt hat sich das Konjunkturklima zum Jahresende 2023 stabilisiert. Dabei entwickeln sich Ertrags- und Investmentklima im Vergleich zum Dezember des Vorjahres gegenläufig. Insbesondere das Investmentklima trug mit einem Zuwachs von 3,8 % auf 54,0 Punkte wesentlich zu der positiven Tendenz bei. Das Ertragsklima nahm hingegen um 2,0 % ab und steht jetzt bei 89,0 Punkten.

Der deutsche Hypo-Immobilienkonjunktur-Index hat sich im Jahr 2023 moderat von 69,8 Punkte auf 70,9 Punkte um 1,6 % erhöht. Die 2022 eingeläutete Zinswende und der darauffolgende rasante Zinsanstieg setzten dem Immobilienboom ein Ende. Auch wenn der Zinshöchststand wohl mittlerweile erreicht und die Inflation deutlich zurückgegangen ist, ist eine schnelle Erholung nicht zu erwarten. Probleme bereitet überall Fachkräftemangel und gleichzeitig bestehen viele Chancen durch die Anforderung nach mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

(Quelle: Deutsche Hypo-Immobilienklima)

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die ETTLIN Aktiengesellschaft agiert als Holding mit den beiden operativen Geschäftsbereichen Textil und Immobilien. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft hängt direkt von den operativen Mitgliedern der ETTLIN-Gruppe ab.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 wird im textilen Bereich durch die Tochtergesellschaften ETTLIN Spinnerei und Weberei Produktions GmbH & Co. KG ("Ettlin Produktions KG") und die ETTLIN Smart Textiles (vormals Gebr. Mogler) GmbH dargestellt.

Für die größte Tochtergesellschaft, die ETTLIN Produktions KG in Ettlingen, ist folgendes zu berichten:

Der Geschäftsverlauf 2023 war geprägt von der im September 2022 beschlossenen Schließung und Abwicklung der klassischen Weberei zum 31.03.2023. Nicht betroffen waren die Bereiche Rechnungswesen, Personal, Energie und Teile des Vertriebs.

Der im November 2022 geschlossene Interessenausgleich und Sozialplan wurde umgesetzt. Noch im November 2022 wurden 66 Kündigungen ausgesprochen mit Austrittsterminen zwischen Februar 2023 und Dezember 2023. 33 Kündigungsschutzklagen wurden eingereicht und abgearbeitet.

Der Produktionsauslauf erfolgte stufenweise für das Vorwerk zum 28.02.2023, die Weberei zum 13.03.2023 und die Warenschau zum 30.04.2023.

Die Sozialplankosten betrugen EUR 1,32 Mio. zuzüglich einer Zielerreichungsprämie für den erfolgreichen Produktionsauslauf in Höhe von EUR 200 T. Für Vergleiche im Rahmen der Kündigungsschutzklagen wurden EUR 60 T eingesetzt.

Die Umsätze im Gewebegeschäft im Jahr 2023 beziehen sich vorrangig auf die Auslieferung von Bestandkontrakten aus dem Lagerbestand bzw. aus dem Produktionsauslauf.

Die Räumung der bereits in 2022 verkauften Maschinen wurde nach dem Produktionsende sukzessive durchgeführt. Zum 31.12.2023 wird nur noch die ehemalige Schlichtereihalle mit Maschinen belegt. Hier haben wir eine Mietvereinbarung mit dem Maschinenhändler bis Mitte 2024.

Die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Energie wurde in Angriff genommen. Hierzu wurde eine Photovoltaikanlage mit 2,4 MWp auf den ehemaligen Produktionsgebäuden errichtet. Die Anlage soll bis Mai 2024 in Betrieb gehen. Weiterhin wurden die Wasserkraftanlagen inkl. Wehr- und Rechenanlagen überholt und mit neuen Generatoren und Steuerungen ausgestattet. Als Ersatz für den Dampfkessel wurde in einen Warmwasserkessel mit 4,5 MW Leistung investiert. Die Anlage geht im Januar 2024 in Betrieb. Für den Gewerbepark ist ein neues Wärmekonzept auf Basis eines Nahwärmenetzes mit zwei Flusswasser -Wärmepumpen in Planung.

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Personalstand 23 Mitarbeiter inklusive Azubis sowie dauerhaft erkrankter Personen (Vorjahr: 90).

Die ETTLIN Smart Textiles GmbH produziert und vertreibt Architekturgewebe für den Außeneinsatz, Lichtgewebe, Komponenten und komplette Lichtinstallationen sowie Leuchten und Spiegel auf Basis des patentierten Lichtgewebes ETTLIN lux®. Die Fertigprodukte werden unter der Marke ambiloom® über den Handel sowie über unterschiedliche Online-Kanäle vertrieben. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Gewebehandel mit ehemaligen Kunden der Ettlin Produktions KG, der seit der Schließung sukzessive ausgebaut wird.

Während die Architekturgewebe ein etabliertes Geschäft darstellen, befinden sich der Bereich Licht und der Handel in 2023 noch im Aufbau bzw. Übergang. Der Geschäftsverlauf in 2023 war nicht zufriedenstellend. Insbesondere in den letzten beiden Quartalen lag der Umsatz unter den Erwartungen.

Im Immobilienbereich konnten bei allen Gesellschaften die Umsatzerlöse gesteigert werden. Der durchschnittliche Leerstand betrug 0,33 % (Vorjahr: 0,12 %), die Fluktuation bewegte sich bei 4,7 % (Vorjahr: 9,3 %). Sowohl die Leerstandsquote als auch die Fluktuationsquote liegt deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Bei den Gewerbeimmobilien haben wir im Berichtsjahr eine Leerstandsquote von 4,6 % (Vorjahr: 3,7 %). Auch dies ist ein sehr niedriger Wert.

Die Nachfrage nach Wohnungen, insbesondere nach kleinen Einheiten, war im Berichtsjahr sehr hoch. Rückläufig entwickelte sich die Nachfrage nach Büro-, Produktions- und Lagerflächen.

3. Lage der Gesellschaft

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit EUR 73,9 Mio. um EUR 6,0 Mio. höher als im Vorjahr.

Das Anlagevermögen hat sich um EUR 3,1 Mio. erhöht. Ursächlich für den Anstieg waren die Investitionen in eine Photovoltaikanlage sowie einen Warmwasserkessel zur Umsetzung des geplanten Wärmekonzepts. Gegenläufig haben sich hauptsächlich die planmäßigen Abschreibungen von TEUR 507 ausgewirkt.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf EUR 48,7 Mio. (+ EUR 2,9 Mio.). Der Anstieg ergibt sich zum einen durch den weiterhin steigenden Finanzierungsbedarf der Tochtergesellschaften im Textilbereich. Zum anderen haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände um Steuerforderungen für das Geschäftsjahr 2023 erhöht.

Auf der Passiv-Seite ist das bilanzielle Eigenkapital mit EUR 24,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 22,5 Mio.) ergebnisbedingt leicht angestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich nur unwesentlich von 33,1 % im Vorjahr auf 32,5 % verringert.

Die Rückstellungen betragen EUR 2,0 Mio. und betreffen überwiegend die Altersversorgungsverpflichtungen. Diese sind um TEUR 36 gesunken.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 48,0 Mio. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,6 Mio. ist zum größten Teil auf gestiegene Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften aus dem Immobilienbereich zurückzuführen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Ettlin AG ist gesichert. Die Gesellschaft erzielt nachhaltig positive Ergebnisse. Zusätzlich erfolgt die Finanzierung über kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen. Die flüssigen Mittel betragen EUR 1,2 Mio. bzw. 1,6 % der Bilanzsumme. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen EUR 2,1 Mio. und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,1 Mio. leicht höher. Hier haben sich unter anderem höhere Mieterträge aus laufenden Mieterhöhungen ausgewirkt.

Die Materialaufwendungen haben sich durch höhere Instandhaltungsaufwendungen auf EUR 1,1 Mio. reduziert.

Der Personalaufwand liegt bei TEUR 323 und somit um TEUR 422 über dem Vorjahr. Dies resultiert aus dem Sondereffekt der Anpassung der Versorgungsverpflichtungen im Vorjahr.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf Forderungsverluste in Höhe von EUR 15,0 Mio. im Vorjahr zurückzuführen. Diese betrafen die ETTLIN Produktions KG und standen in Zusammenhang mit der Stilllegung der Weberei.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,6 Mio.) deutlich unter dem Vorjahr bedingt durch geringere Ausschüttungen aus den Tochtergesellschaften im Immobilienbereich.

Der Steuerertrag beträgt TEUR 121 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 487 reduziert. Ursächlich für den höheren Steuerertrag im Vorjahr war die Auflösung von passiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 624.

Das Jahresergebnis beträgt EUR 1,66 Mio. (Vorjahr: TEUR 14).

d) Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung im Textilbereich ist 2023 nur teilweise entsprechend der Erwartung verlaufen:

Das Geschäftsjahr war erwartungsgemäß stark durch die Schließung der Produktion beeinflusst. Der Abfluss der Lagermengen an Gewebe ist wie prognostiziert noch nicht abgeschlossen. Der Abverkauf der Vorräte, die Veräußerung von Maschinen sowie der Abbau des Personalbestands haben sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

Entgegen der Planung konnte der neue Warmwasserkessel (Muttergesellschaft) noch nicht in Betrieb gehen. Der Bereich Energieversorgung befindet sich in einer Übergangsphase und konnte sein Potential noch nicht voll ausschöpfen. Die Entwicklung dieses Bereichs liegt aktuell noch hinter den Erwartungen.

Das im Vorjahr prognostizierte ausgeglichene Ergebnis konnte deutlich übertroffen werden. Der Verlauf des Geschäftsjahres ist damit insgesamt als positiv zu beurteilen.

Die Ergebnisse im Immobilienbereich, der neben der Gesellschaft durch verschiedene Tochter- und Beteiligungsunternehmen dargestellt wird, bewegen sich plangemäß auf Vorjahresniveau. Die Entwicklung wird daher als zufriedenstellend beurteilt.

4. Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der ETTLIN Aktiengesellschaft sind die operativen Ergebnisse der Tochterunternehmen.

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem unter Beachtung der Vorschriften des KonTraG eingerichtet. Dies stellt einen integralen Bestandteil der Geschäftsführung dar, welcher laufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem zielt primär auf die Vermeidung von Risiken ab und erstreckt sich über alle Unternehmensbereiche.

Die größten Risiken im Textilbereich liegen in Verlusten der Tochtergesellschaften, die zu deren Insolvenz und zum Verlust unseres finanziellen Engagements führen können. Entscheidend hierfür sind weiterhin die Risiken für die Tochtergesellschaften im Absatz der Produkte und in der Entwicklung der Marktpreise im weltweiten Umfeld.

Da sich das Geschäft auf wenige Großkunden konzentriert, besteht das Risiko erheblicher Umsatzeinbrüche bei Wegfall einzelner Kunden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch eine Kreditversicherung abgesichert. Die Chancen im Textilbereich bestehen in der Entwicklung neuer Produkte außerhalb des bisherigen textilen Spektrums.

Risiken im Energiebereich bestehen vorrangig in Preisschwankungen für Strom und Gas, welche durch zeitlich verteilte Einkäufe minimiert und letztendlich auch an unsere Kunden weitergegeben werden.

Die Chancen im Energiebereich bestehen in der Modernisierung unserer Erzeugungs- und Verteilanlagen sowie einem zunehmenden Anteil an selbsterzeugter, regenerativer Energie in unserem Mix. Hier fährt das Unternehmen eine klare Vorwärtsstrategie.

Als Gesellschafter und durch Personalunion des Vorstands mit der Geschäftsführung der Töchter des Textilbereichs nehmen wir aktiv Einfluss auf das Risikomanagement und die Bewältigung der genannten Risiken bei den Tochterunternehmen.

Besondere Risiken im Immobilienbereich bestehen nicht. Wir, sowie die Geschäftsführungen der Immobilientöchter, überwachen laufend die Leerstandsquoten unserer Objekte. Unsere Instandhaltungsmaßnahmen sichern deren Vermietbarkeit langfristig ab. Mietausfallrisiken sichern wir durch Kautionen und laufende Überwachung der Mietzahlungen ab.

Die Chancen im Immobilienbereich bestehen in der kompetenten Verwaltung der Bestandsimmobilien, die Nutzung von Mieterhöhungspotenzial und in der Akquisition neuer Objekte. Die vorgesehene Aufteilung bestehender großer Büroflächen in kleinere Einheiten wird die Vermietbarkeit der Objekte verbessern und das Mietausfallrisiko mindern.

Ein betriebliches Umweltmanagement ist eingerichtet. Über den üblichen Betrieb hinausgehende Gefahren bestehen nicht.

Bestandsgefährdende Risiken sehen wir für unsere Gesellschaft nicht.

IV. Ausblick 2024 und 2025

Beteiligungen Textilbereich

Das Jahr 2024 wird weiter durch die Schließung der Produktion beeinflusst werden. Der Abfluss der Lagermengen an Gewebe wird sich bis ins Jahr 2025 hinziehen. Gleiches gilt für die Restmengen an Webereigarn und Hilfsmitteln, wie Schlichten. Hier gilt es den richtigen Kompromiss aus Preis und Geschwindigkeit zu treffen.

Wir erwarten aus dem Abverkauf der Vorräte einen positiven Ergebnisbeitrag.

Die Demontage und der Abtransport der Maschinen werden bis Jahresmitte laufen. Dabei können einzelne Hallen und Gebäudeteile bereits vorher zurückgegeben werden. Es bleiben Belastungen durch Mietzahlungen für die nur noch teilweise genutzten Flächen.

Im Personalbereich sind 2 Klagen auf Teilnahme am Abfindungsprogramm anhängig. Alle Kündigungsschutzklagen sind erledigt.

Die verbleibenden Geschäftsaktivitäten der Ettlin Produktions KG bestehen aus Dienstleistungen für allgemeine Verwaltungstätigkeiten für den Gesamtkonzern sowie die Entwicklung von neuen Produkten für die Schwestergesellschaft ETTLIN Smart Textiles GmbH. Diese Tätigkeiten werden intern verrechnet.

Weiterhin verbleibt der Geschäftsbereich Energieversorgung mit Stromeinkauf, Stromerzeugung durch Photovoltaik und Wasserkraft sowie Stromverkauf und darüber hinaus die Versorgung des Gewerbepark Albtal mit Strom, Wasser und Wärme.

Im Bereich Wärmeerzeugung wird in 2024 ein neuer Warmwasserkessel in Betrieb gehen. Die existierende Dampfanlage wird zum Jahresende dauerhaft stillgelegt und soll in 2025/2026 durch eine neue Gesamtanlage auf Basis von Flusswasserwärmepumpen, Gaskesseln und Elektroheizpatronen ersetzt werden. Die Ferndampfleitung soll durch eine moderne Fernwärmeleitung ersetzt werden und dann wieder den gesamten Gewerbepark versorgen. Es ist eine Förderung des Gesamtprojektes beantragt und in der 1. Stufe bewilligt. Voraussetzung für die Förderung ist ein Primärenergieeinsatz von maximal 10 %.

Eine weitere PV Anlage mit 2,4 MWp wird in 2024 in Betrieb gehen und als zusätzliche Stromquelle für die Versorgung des Gewerbeparks Albtal dienen. Weiterhin wird die Technik unserer Trinkwasserversorgung auf einen aktuellen Stand gebracht, die eine effiziente und sichere Versorgung unserer Mieter gewährleisten soll. Diese Arbeiten sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Die erforderlichen Umbaumaßnahmen an den Außenanlagen unserer Wasserkrafterzeugung zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen in 2024 beginnen.

Wir erwarten für die Jahre 2024 und 2025 eine Stabilisierung am Energiemarkt bei Strom und Gas aufgrund der Abkoppelung von Importen aus Russland.

Wir rechnen 2024 mit moderat sinkenden Umsätzen sowie deutlich niedrigeren, aber dennoch positiven, Ergebnissen durch den fortlaufenden Abbau der Gewerbebestände in der ETTLIN Produktions KG, der erst in 2025 durch die geplanten Absatzsteigerungen der ETTLIN Smart Textiles GmbH kompensiert werden kann.

Immobilienbereich einschließlich Beteiligungen

Das Jahr 2023 hat die Immobilienwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Durch die multiplen Krisen bis ins Jahr 2022 ist die Branche noch ohne Blessuren gekommen. Die 2022 eingeläutete Zinswende und der darauffolgende rasante Zinsanstieg waren jedoch eine Zäsur und setzten dem Immobilienboom ein Ende. In der Vergangenheit hat sich der deutsche Immobilienmarkt grundsätzlich gesund und robust präsentiert, sodass selbst im aktuellen Umfeld das Immobilienklima stabil bleibt.

Während bei den Büroimmobilien die Nachfrage rückläufig ist, zeigt sich der Wohnungsmarkt krisenfest und lebendig. Nach einem kurzen temporären Rückgang sind Nachfrage und Angebot wieder erheblich gestiegen. Die Preise entwickeln sich seitwärts bis leicht fallend.

Auch wenn die Inflation deutlich zurückgegangen und der Zinshöchststand im Geldmarkt mittlerweile wohl erreicht ist, sind Zinssenkungen der EZB noch nicht in Sicht. Es wird deshalb wohl noch etwas dauern bis die Transaktions- und Mietmärkte wieder anspringen.

Mit den stabilen Ergebnissen aus den Immobilienfirmen rechnen wir für 2024 mit einem positiven Ergebnis auf Vorjahresniveau.

 

Ettlingen, den 28. Mai 2024

Der Vorstand

Anke Lumpp

Dr. Oliver Maetschke

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.758,00 59.671
II. Sachanlagen 7.867.662,48 4.732.093
III. Finanzanlagen 17.345.272,26 17.345.272
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 299.082,91 183.725
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 47.156.099,10 45.308.429
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.209.660,38 307.587
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.649,36 50.309
73.947.184,49 67.987.086

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.294.851,80 4.294.852
II. Kapitalrücklage 802.728,25 802.728
III. Gewinnrücklagen 17.350.716,54 17.350.717
IV. Bilanzgewinn 1.685.610,57 25.851
B. Rückstellungen 1.795.578,00 2.072.019
C. Verbindlichkeiten 48.017.342,33 43.440.919
D. Passive latente Steuern 357,00 0
73.947.184,49 67.987.086

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der ETTLIN AKTIENGESELLSCHAFT, Ettlingen, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB und daher nicht prüfungspflichtig.

Die ETTLIN AKTIENGSELLSCHAFT mit Sitz in 76275 Ettlingen, Pforzheimer Str. 202, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 360131 eingetragen

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden - soweit handelsrechtlich zulässig unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze - bei Immobilien und den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach der linearen, bei den beweglichen Sachanlagen nach der degressiven mit Übergang zur linearen Methode und bei Anschaffungen seit 2011 ausschließlich nach der linearen Methode errechnet. Die Nutzungsdauern umfassen fünf Jahre bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, 10 bis 50 Jahre bei Immobilien und ein bis 19 Jahre bei beweglichen Sachanlagen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen verschiedene Beteiligungen an Aktiengesellschaften; die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wertansatz gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB anzusetzen war.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen beinhalten nicht abgerechnete Nebenkosten aus der Vermietung und sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten direkt zurechenbare Kosten; Gemeinkosten waren nicht zu berücksichtigen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben des Geschäftsjahres zeitanteilig abgegrenzt, soweit sie Aufwand folgender Geschäftsjahre darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind zum Teilwert nach der Projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit - Method) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) passiviert. Als Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Dynamik der anrechenbaren Bezüge und Anpassung der laufenden Renten wurde ein Steigerungssatz von 2 % verwendet. Die Personalaufwandskomponente resultiert aus einer Zuführung in Höhe von EUR 13.183,00. Die Zinsaufwandskomponente der Regelzuführung beträgt EUR 23.127,00.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit unter einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen enthalten, die Erträge für Folgejahre darstellen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern berücksichtigen sämtliche Wertdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz zum 31. Dezember 2023. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden in dem Umfang, wie mit einer Nutzung in den nächsten fünf Jahren zu rechnen ist, angesetzt. Zur Berechnung der latenten Steuern zum 01.01.2023 und zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 wurden nur die Körperschaftsteuer- sowie Solidaritätszuschlagbelastung berücksichtigt, da bei der Gewerbesteuer Verlustvorträge bestehen, mit deren Nutzung langfristig nicht zu rechnen ist, und insofern eine Gewerbesteuerbelastung nicht zu berücksichtigen war. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Aktivüberhang. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Kurzfristige monetäre Posten in fremder Währung (Forderungen, Bankguthaben, Verbindlichkeiten) wurden mit den am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Umrechnungskursen in Euro umgerechnet und gebucht. Im Jahresabschluss erfolgt grundsätzlich eine Umrechnung noch bestehender Posten zu Devisenkassamittelkurs am Stichtag. Zum 31.12.2023 bestehen keine Währungsforderungen oder -verbindlichkeiten mehr.

III. Bilanzerläuterungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr, mit Ausnahme von unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Genossenschaftsanteilen von EUR 20.510,00 (Vorjahr: EUR 20.510,00).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 44.692 (Vorjahr: TEUR 43.142) sonstige Forderungen (Finanzierungen und Gewinnansprüche) und mit TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.555) sonstige Forderungen (Gewinnansprüche) und mit TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche.

Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Kontokorrent- und Festgeldguthaben.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt am 31. Dezember 2023 EUR 4.294.851,80. Es ist in 16.800 Stückaktien eingeteilt. Der rechnerisch auf eine Aktie entfallende Anteil am Grundkapital beträgt EUR 255,65. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Jahresüberschuss/Gewinnrücklagen/-vortrag

2023 2022
EUR EUR
Jahresüberschuss 1.659.759,27 13.696,69
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
Bilanzgewinn 01.01. 25.851,30 852.154,61
Gewinnausschüttung 0,00 -840.000,00
25.851,30 12.154,61
Entnahmen aus/Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00
Bilanzgewinn 1.685.610,57 25.851,30

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen Einzelzusagen und Zusagen gemäß der Versorgungsordnung der Gesellschaft. Ein versicherungsmathematisches Gutachten liegt vor. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 12.179,00 (Vorjahr: EUR 53.611,00). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die internen und externen Kosten für den Jahresabschluss einschließlich der Prüfung, ausstehende Abrechnungen und die Rückstellung für Aufbewahrungspflicht.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr alle Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 47.329 (Vorjahr: TEUR 43.302) sonstige Verbindlichkeiten (Finanzierung) und mit TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0) Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen, wie im Vorjahr, in voller Höhe sonstige Verbindlichkeiten.

Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten.

Haftungsverhältnisse

Die Haftsumme aus Genossenschaftsanteilen beträgt EUR 20.510,00 (Vorjahr: EUR 20.510,00). Gegenwärtig bestehen keine Anhaltspunkte für finanzielle Schwierigkeiten, so dass mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet wird.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Mitglieder des Aufsichtsrats

Rolf Heitlinger, Betriebswirt, Ettlingen
- Vorsitzender -

Herr Michael Pieper, Kaufmann, Hergiswil/ Schweiz
- stellvertretender Vorsitzender -

Herr Matthias Häcker, Kaufmann, München

Mitglieder des Vorstands

Dr. Oliver Maetschke, Diplomingenieur (Maschinenbau), Ettlingen

Anke Lumpp, Diplom-Betriebswirtin (FH), Ettlingen

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben.

 

Ettlingen, den 28. Mai 2024

Der Vorstand

Anke Lumpp

Dr. Oliver Maetschke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ETTLIN Aktiengesellschaft, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ETTLIN Aktiengesellschaft, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ETTLIN Aktiengesellschaft, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 29. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christiane Keßler
Wirtschaftsprüferin

Carmen Witte
Wirtschaftsprüferin

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