Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 113261
Vorher
Sisis Informationssysteme GmbHOCLC PICA GmbH
Eingetragen
27.6.1996
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenVerlegen von BüchernErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Erstellung, Pflege und Vermarktung von Informationssystemen für Bibliotheken, Dokumentationsstellen und Informationsanbieter sowie Organisationsberatung und Übernahme von Generalunternehmerschaften als Lösungsanbieter einschließlich Hardware. Die Gesellschaft unterstützt - ohne selbst gemeinnützig zu sein - die Ziele Ihrer gemeinnützigen amerikanischen Muttergesellschaft, der OCLC Inc. mit dem Sitz in Dublin, Ohio, USA, deren Zweck es ist, den Zugang zu literarischen und wissenschaftlichen Informationen und Wissen zu vereinfachen. Hierzu zählt insbesondere: Aufbau und Pflege von computergestützen Bibliotheksnetzwerken; Förderung der Bibliotheksentwicklung und des Bibliothekswesens; Bereitstellung von Diensten, die die Nutzung von Bibliotheken durch Benutzer erleichtert; Verfügbarmachung von Bibliotheksresourcen für Bibliotheksnutzer bei gleichzeitiger Senkung der Bibliotheksbetriebskosten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schmidt
seit 7.7.2016
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OCLC EMEA B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OCLC EMEA B.V.
Netherlands
260.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OCLC GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. Prüfungsauftrag

II. Erklärung der Unabhängigkeit

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Feststellungen zur Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Rechnungslegungsnormen

II. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

ANLAGEN

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund der kaufmännischen Rundung Differenzen auftreten.

Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und anderer Gesetze, die im Prüfungsbericht genannt werden, beziehen sich, soweit nicht anders gekennzeichnet, auf die für das geprüfte Geschäftsjahr geltende Fassung.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Kurzbezeichnung vollständige Bezeichnung
AAB Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
AG Aktiengesellschaft
BAB Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
HR Handelsregister
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
PS Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Gesellschafterversammlung der

OCLC GmbH, Oberhaching

(im Folgenden auch „OCLC“ oder „Gesellschaft“ genannt)

hat uns am 2. Juli 2024 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 gewählt. Daraufhin beauftragte uns die Geschäftsführung der Gesellschaft mit der Prüfung

des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung sowie

des Lageberichts

für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 nach den §§ 317 ff. HGB.

Die Prüfung erfolgte zur Erfüllung der gesetzlichen Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Dieser Bericht ist ausschließlich an die OCLC GmbH gerichtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit unterliegen - auch im Verhältnis zu Dritten - den Besonderen Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (BAB) sowie den Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (AAB), die diesem Bericht als Anlage III beigefügt sind.

II. ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der OCLC GmbH, Oberhaching, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 10. Oktober 2024 in München unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OCLC GmbH, Oberhaching

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der OCLC GmbH, Oberhaching - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OCLC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Der Umsatz ist mit EUR 15,7 Mio. um 4 % gestiegen. Dieser Mehrumsatz resultiert vor allem aus der jährlichen Preissteigerung, und einer um ca. TEUR 320 höheren Development Recharge (konzerninterne Programmierungsleistungen) mit TEUR 1.873 (Vorjahr TEUR 1.552).

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 879) ab. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus höheren Umsatzerlösen (TEUR 603), niedrigerem Materialaufwand (TEUR 400), höheren Personalkosten (TEUR 494), höherer Abschreibung (TEUR 25), gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 339), Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge (TEUR 108) und Erhöhung der Steuern vom Einkommen und Ertrag durch die Erhöhung der Steuerrückstellung (TEUR 41).

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von TEUR 3.393 aus. Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Geschäftsjahr sichergestellt.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 18,9 % (Vorjahr: 18,6 %).

Aufgrund des guten Jahresergebnisses im Geschäftsjahr 2023/2024 beurteilt die Geschäftsführung, trotz der weiterhin anhaltenden Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage, des anhaltenden Krieges in der Ukraine, des Nah-Ost-Konfliktes und der noch immer spürbaren Nachwehen der Corona-Pandemie, den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als durchaus zufriedenstellend.

Das Produkt Sunrise für die wissenschaftlichen Bibliotheken hat seine maximale Marktdauer erreicht und wird nicht weiterentwickelt. Das Nachfolgeprodukt ist WMS; von diesem müssen die Kunden von OCLC unter anderem durch Pilotprojekte wie Uni Heidelberg überzeugt werden. Risiken bestehen hierbei, falls WMS nicht wie erwartet von den Kunden angenommen wird und diese folglich zu Mitbewerbern abwandern, mit entsprechend negativen Konsequenzen für die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Gesellschaft.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird mit nahezu gleichbleibenden Umsätzen geplant. Das Jahresergebnis im nächsten Jahr wird laut Budgetplanung bei einem Jahresüberschuss von TEUR 987 landen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen stellt der Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. FESTSTELLUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

1. BUCHFÜHRUNG UND WEITERE GEPRÜFTE UNTERLAGEN

Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß abgebildet.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unserer Feststellung grundsätzlich geeignet, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

2. JAHRESABSCHLUSS

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen.

Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder.

Der Anhang enthält unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht die geforderte Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt.

Eine Darstellung der für den Jahresabschluss wesentlichen Bewertungsgrundlagen, die zum Verständnis der Gesamtaussage erforderlich sind, findet sich in Abschnitt F.II.

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

3. LAGEBERICHT

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 ist diesem Bericht als Anlage II beigefügt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung und der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Dieser besteht aus

der Bilanz,

der Gewinn- und Verlustrechnung sowie

dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich die Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Verantwortung für Jahresabschluss und Lagebericht haben wir im Bestätigungsvermerk (Abschnitt B.) beschrieben.

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

Wir haben die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens im Bestätigungsvermerk dargestellt (Abschnitt B.). Darüber hinaus geben wir hierzu nachfolgend weitere Erläuterungen:

Risiko- und systemorientierter Prüfungsansatz

Grundlage unseres risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Die hierzu notwendige Risikobeurteilung basiert auf der Einschätzung der Lage, der Geschäftsrisiken und des Umfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft. Darüber hinaus berücksichtigen wir bei dieser Einschätzung unser Verständnis vom Prozess der Aufstellung des Jahresabschlusses und von den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Auf der Grundlage unserer Risikobeurteilung haben wir die relevanten Prüffelder sowie Prüfungsschwerpunkte auf Abschluss- bzw. Aussageebene bestimmt und das Prüfprogramm entwickelt. In unserem Prüfprogramm wurden Art und Umfang der jeweiligen Prüfungshandlungen festgelegt.

Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten Aufbau- und Kontrolltests, aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen (sonstige aussagebezogene Prüfungshandlungen) für die ausgewählten Prüffelder. Dabei wurden Wesentlichkeitsaspekte berücksichtigt.

Beschreibung des Prüfungsprozesses

Unseren Prüfungsprozess haben wir in Phasen unterteilt, die mit der Auftragsannahme/-fortführung beginnen und sich bis zur Berichterstattung erstrecken. Die nachfolgende Abbildung stellt unseren Prüfungsprozess zusammengefasst grafisch dar.

Die dargestellten Phasen berücksichtigen die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.

Als Schwerpunkte unserer Prüfung haben wir festgelegt:

Prüfung des Prozesses der Jahresabschlussaufstellung

Vollständigkeit, Existenz und Genauigkeit der Umsatzerlöse

Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

Existenz und Vollständigkeit der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge im Konzernverbund

Alle Prüfungshandlungen erfolgten jeweils anhand bewusst oder repräsentativ ausgewählter Elemente. Die Bestimmung der jeweiligen Auswahl erfolgte abhängig von unseren Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der Geschäftsvorfälle.

Aufgrund der nicht wesentlichen Bedeutung der Vorräte für den Jahresabschluss der Gesellschaft haben wir keine Beobachtung der körperlichen Inventur durchgeführt.

Bei der Durchführung von Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen bzw. Mitteilungen und Auskünfte Dritter eingeholt von:

Kunden

Lieferanten

sowie von für die Gesellschaft tätigen

Kreditinstituten

Rechtsanwälten

Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er insgesamt den gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie mit dem Jahresabschluss und mit den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und ob er insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir hierbei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt.

Wir haben die Prüfung in den Monaten Juli bis Oktober 2024 bis zum 10. Oktober 2024 durchgeführt.

Zum Abschluss der Prüfung haben wir von den gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Erklärung eingeholt, in der diese mit Datum vom 10. Oktober 2024 die Vollständigkeit der uns erteilten Aufklärungen und Nachweise sowie von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht bestätigt haben. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erteilten alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN

Der Jahresabschluss war nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen.

II. WESENTLICHE BEWERTUNGSGRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert aufgrund der gesetzlichen Wahlrechte eine Vielzahl von Bilanzierungs- und Bewertungsentscheidungen seitens der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Im Folgenden gehen wir gemäß § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB

auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten ein sowie darauf,

welchen Einfluss die Ausnutzung von Ermessensspielräumen insgesamt auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage I) gemäß § 284 HGB beschrieben.

Im Einzelnen heben wir nachfolgend wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie ausgeübte Bilanzierungswahlrechte sowie die Ausnutzung von Ermessensspielräumen hervor:

Die Leistungserbringung erfolgt in der Regel im Rahmen von Jahresverträgen für die Bereitstellung von Softwareprodukten mit jährlich einmaliger Zahlung durch den Kunden. Umsatzerlöse werden monatlich ratierlich mit erfolgter Leistungserbringung realisiert. Noch nicht realisierte bereits eingenommene Zahlungen werden entsprechend passivisch abgegrenzt.

Für drohende Verluste aus einem schwebenden Arbeitsverhältnis hat die Gesellschaft eine Rückstellung in Höhe von TEUR 200 gebildet. Die Rückstellung umfasst Aufwendungen für Gehälter für den Zeitraum nach dem Abschlussstichtag sowie für eine wahrscheinliche Abfindungszahlung. Aufgrund des zur Steuerbilanz unterschiedlichen Bilanzansatzes der Rückstellung wurde eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 56 zum Abschlussstichtag gebildet.

Der Jahresabschluss enthält wesentliche, in den vorherigen Ausführungen dargestellte Ausnutzungen von Ermessensspielräumen. Ihre Gesamtwirkung auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses kann mangels Bestimmbarkeit repräsentativer Vergleichswerte nicht eindeutig quantifiziert werden.

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 der OCLC GmbH, Oberhaching, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.

 

München, 10. Oktober 2024

BDO
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Salzberger, Wirtschaftsprüfer

Skiadas, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.693,02 313,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.022,62 389.863,87
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.582,01 117.582,01
514.297,65 507.759,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 4.969,40 9.729,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 816.526,23 492.291,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.067.005,29 803.501,60
davon gegen Gesellschafter: EUR 5.859,20 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 81.298,81 54.378,61
2.964.830,33 1.350.171,58
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.393.301,36 4.107.626,28
6.363.101,09 5.467.527,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 112.136,82 158.225,02
D. Aktive latente Steuern 56.000,00 0,00
7.045.535,56 6.133.512,10
30.06.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
III. Jahresüberschuss 1.073.642,84 879.146,11
1.333.642,84 1.139.146,11
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 696.685,89 648.765,94
2. Sonstige Rückstellungen 1.216.785,25 1.023.266,23
1.913.471,14 1.672.032,17
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.600,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.124,35 86.599,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 256.095,77 118.142,54
4. Sonstige Verbindlichkeiten 184.305,11 118.183,44
davon aus Steuern EUR 129.815,09 (Vorjahr: TEUR 96)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 28.064,23 (Vorjahr: TEUR 22)
563.525,23 324.525,79
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.234.896,35 2.997.808,03
7.045.535,56 6.133.512,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

2023/2024 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
davon für Developmentrecharge EUR 1.872.679,81 (Vorjahr TEUR 1.552)
15.670.055,97 15.067.258,70
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.028.493,72 1.192.830,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.019.856,07 1.255.283,27
2.048.349,79 2.448.113,39
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.453.949,12 7.105.041,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.481.636,91 1.336.425,66
davon für Altersversorgung EUR 0 (Vorjahr TEUR 1)
8.935.586,03 8.441.467,50
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 98.551,49 73.657,46
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.187.217,26 2.847.815,93
1.400.351,40 1.256.204,42
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.749,61 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.532,15 24.259,04
66.217,46 -24.259,04
1.466.568,86 1.231.945,38
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 391.800,02 350.698,27
davon aus latenten Steuern EUR -56.000,00 (Vorjahr TEUR 0)
9. Ergebnis nach Steuern 1.074.768,84 881.247,11
10. Sonstige Steuern 1.126,00 2.101,00
11. Jahresüberschuss 1.073.642,84 879.146,11

Anhang Jahresabschluss zum 30. Juni 2024

der Firma OCLC GmbH

Oberhaching

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der OCLC GmbH, Oberhaching, (Amtsgericht München, HRB 113261) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich deren Abweichungen sowie Fremdwährungsumrechnung

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über (gruppeneinheitliche) Nutzungsdauern von 3 bis 7 Jahren vorgenommen.

2. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis. Die Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen: Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 20 bis 30 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 15 Jahre, Betriebs und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Bei geringwertigen Anlagegütern (mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich EUR 1.000 netto) erfolgt zur Vereinfachung der planmäßigen Abschreibung eine Sofortabschreibung der Anschaffungs- und Herstellungskosten im Jahr des Zugangs.

3. Die Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

4. Der Warenbestand wird durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.

6. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

7. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

8. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen (alle kurzfristig und darum keine Abzinsung + Aufzinsung) wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

10. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

11. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt.

III. Bilanzierungsgrundsätze zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. Zinsen für Fremdkapital werden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von € 180.358,03 (Vorjahr 804 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag in Höhe von € 1.886.647,26 entfällt auf ein Darlehen an die OCLC Inc. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von € 5.859,20 (Vorjahr 0 TEUR) Forderungen gegen den Gesellschafter.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben mit € 816.526,23 (Vorjahr 492 TEUR) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus dem Ansatz einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

1.7.2023 Zugang Ausschüttung 30.6.2024
EUR EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 260.000,00 0,00 0,00 260.000,00
Jahresüberschuss 879.146,11 1.073.642,84 879.146,11 1.073.642,84
Summe 1.139.146,11 1.073.642,84 879.146,11 1.333.642,84

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungsspiegel

Stand 01.07.2023 Verbrauch Zuführung Stand 30.6.2024
Steuerrückstellung 648.765,94 152.629,23 200.549,18 696.685,89
sonstige Rückstellungen
MIP/LTIP und SIP/Spotbonus 137.037,00 137.037,00 150.426,67 150.426,67
13. Gehälter 315.793,00 315.793,00 322.057,42 322.057,42
nicht genommener Urlaub 276.478,00 0,00 36.953,00 313.431,00
Abschluss- / Prüfungskosten 52.300,00 52.300,00 49.620,00 49.620,00
Mehrarbeitsstunden 128.459,00 0,00 9.523,00 137.982,00
übrige sonstige Rückstellungen 113.199,23 69.486,34 199.555,27 243.268,16
sonstige Rückstellungen 1.023.266,23 574.616,34 768.135,36 1.216.785,25
Rückstellungen gesamt 1.672.032,17 727.245,57 968.684,54 1.913.471,14

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Art und Betrag der Sicherung
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr davon von mehr als fünf Jahren Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.600,00) (0,00) (0,00) (1.600,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.124,35 0,00 0,00 123.124,35 0,00
(Vorjahr) (86.599,81) (0,00) (0,00) (86.599,81) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 256.095,77 0,00 0,00 256.095,77 0,00
(Vorjahr) (118.142,54) (0,00) (0,00) (118.142,54) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 184.305,11 0,00 0,00 184.305,11 0,00
(Vorjahr) (118.183,44) (0,00) (0,00) (118.183,44) (0,00)
davon aus Steuern 129.815,09 0,00 0,00 129.815,09 0,00
(Vorjahr) (95.854,10) (0,00) (0,00) (95.854,10) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 28.064,23 0,00 0,00 28.064,23 0,00
(Vorjahr) (21.972,79) (0,00) (0,00) (21.972,79) (0,00)
Summe 563.525,23 0,00 0,00 563.525,23 0,00
(Vorjahr) (324.525,79) (0,00) (0,00) (324.525,79) (0,00)

In Klammer angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

V. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn und Verlustrechnung

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 77 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

VI. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen des Jahresabschlusses

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.07.2023 Zugänge Abgänge 30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgelt. erworbene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.913.506,34 3.877,94 0,00 5.917.384,28
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.322.581,92 122.206,02 461.355,83 983.432,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.582,01 0,00 0,00 117.582,01
Anlagevermögen 7.353.670,27 126.083,96 461.355,83 7.018.398,40
Abschreibungen
01.07.2023 Zugänge Abgänge/+- Zuschreibungen 30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgelt. erworbene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.913.192,85 1.498,41 0,00 5.914.691,26
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.088,41 97.053,08 440.732,00 589.409,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 6.846.281,26 98.551,49 440.732,00 6.504.100,75
Buchwerte
30.06.2024 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgelt. erworbene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.693,02 313,49
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.022,62 389.493,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.582,01 117.582,01
Anlagevermögen 514.297,65 507.389,01

VII. Sonstige Angaben

1. Angabe zu den Organen

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Eric van Lubeek, Managing Director, Leitender Geschäftsführer

Unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a) HGB nicht angegeben.

Im Geschäftsjahr gewährte die Gesellschaft an ihre Mitglieder der Geschäftsführung keine Vorschüsse auf künftige Gehaltszahlungen oder Kredite. Die Gesellschaft ging zugunsten dieser Personen auch keine Haftungsverhältnisse ein.

2. Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten bestehen nicht. Finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestehen in Form der Mietverträge für die beiden Betriebsstätten in Oberhaching und Böhl-Iggelheim sowie ein Büro in Berlin, der Leasingverträge für PKW und E-Bikes sowie der Wartungs- und Leasingverträge für Büromaschinen.

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB.

Restlaufzeit
Erfolgsposition bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren über fünf Jahre Summe
Raummiete 282.710,00 555.130,00 0,00 837.840,00
Kfz/E-Bike-Leasing 90.133,92 123.698,64 0,00 213.832,56
Wartung / Leasing Büroausst. 20.903,00 1.924,00 0,00 22.827,00
Verpflichtungen 393.746,92 680.752,64 0,00 1.074.499,56

3. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 113 Arbeitnehmer beschäftigt; diese teilen sich auf in 53 Frauen und 60 Männer; 111 der Arbeitnehmer sind Angestellte und 2 sind Leitende Angestellte.

4. Die OCLC GmbH ist zu 100 % Tochter der OCLC EMEA B.V. mit Sitz in Leiden, Niederlande, deren Anteile wiederum zu 100% von der OCLC Inc. mit Sitz in Dublin OH, USA gehalten werden. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt die OCLC Inc., Dublin OH, USA. Der Konzernabschluss ist dort erhältlich.

5. Die Gesellschaft hält an folgenden Unternehmen mindestens 20% der Anteile:

Da die Bilanz zum 30.06.2024 bei Abschlusserstellung noch nicht vorlag, werden die Werte des vorangehenden Geschäftsjahres angegeben.

Name: OCLC AG
Sitz: Basel, Schweiz
Anteil am Kapital: 100%
Eigenkapital 30.06.2023: 102.007,28 sFr
Jahresüberschuss 2022/2023: 13.208,82 sFr

6. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

7. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar setzt sich aufgeschlüsselt nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 42,3
Andere Bestätigungsleistungen 1,9
Steuerberatungsleistungen 5,0
Sonstige Leistungen 0,0
Gesamthonorar 49,2

8. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung ergeben.

9. Es wird folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen:

Jahresüberschuss € 1.073.642,84
zuzüglich Gewinnvortrag € 0,00
€ 1.073.642,84
Ausschüttung € 1.017.642,84
Gewinnvortrag € 56.000,00

 

Oberhaching, 10. Oktober 2024

Eric van Lubeek, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

A. Grundlagen der Gesellschaft und Geschäftsverlauf

1. Allgemein

Die OCLC GmbH ist eine globale, auf Mitgliedschaft basierende Bibliotheksorganisation, die eine Vielzahl von Produkten und Services für alle Aspekte des Bibliotheksmanagements - unter anderem für wissenschaftliche sowie öffentliche Bibliotheken - bietet. Neben Lösungen für Katalogisierung und Metadaten, Discovery Services und anderen Zusatzprodukten beinhaltet das Portfolio der OCLC GmbH vor allem Bibliotheksmanagementsysteme.

Die Software- und IT-Dienstleistungsbranche ist in Deutschland seit Jahren ein starker Wirtschaftsfaktor, dessen Beschäftigungswachstum auch in schwächeren wirtschaftlichen Phasen überdurchschnittlich hoch ist. Der Software-Cluster im Südwesten Deutschlands ist Europas „Silicon Valley für Unternehmenssoftware“. In der Region rund um die Zentren der Software-Entwicklung Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken arbeiten laut aktuell übermittelten Zahlen mehr als 134.000 Beschäftigte in über 11.000 Software-Unternehmen. (Quelle: https://www.clusterplattform.de/CLUSTER/Redaktion/DE/Cluster/software_cluster.html)

Capgemini SE mit Sitz in Paris, ein börsennotiertes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten auf Informationstechnik und Spitzentechnologie gibt in der aktuellen Studie 24 an:

Technologieausgaben und -ziele

Der öffentliche Bereich profitiert nicht mehr von den Fördergeldern für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Stimmung in der Wirtschaft ist gedämpft. Dementsprechend erhöhen nicht mehr so viele Organisationen wie im Vorjahr die IT-Budgets, es wird aber auch nicht massiv gekürzt. Unternehmen investieren jetzt einen größeren Anteil der IT-Budgets in die Implementierung und Entwicklung neuer Systeme, während der öffentliche Bereich an dieser Stelle kürzen muss. Die Ziele für die IT sind in diesem Jahr die Erhöhung von Sicherheit und Geschwindigkeit sowie die bessere Integration von Anwendungen und Systemen.

Fachkräftemangel und demografischer Wandel

In den nächsten zehn Jahren gehen laut Prognosen der Befragten knapp 20 Prozent der Mitarbeitenden in den Ruhestand. Die Schätzungen sind niedriger als im Vorjahr und auch die Folgen des demografischen Wandels werden jetzt als weniger gravierend eingeschätzt. Als negative Folgen erwarten die meisten Teilnehmenden den Verlust von Know-how, Fachkräftemangel und einen höheren Recruiting-Aufwand.

Citizen Development

Das Konzept, versierte Business-Anwender der eigenen Organisation an der Softwareentwicklung zu beteiligen, ist noch relativ neu. Der öffentliche Bereich nutzt es kaum, die Wirtschaft etwas häufiger. Die Erfahrungen sind überwiegend positiv: Die Zusammenarbeit zwischen Business und IT wurde besser, die Entwicklungsgeschwindigkeit höher und der Entwicklungsaufwand für die IT-Abteilung geringer.

Intelligente Technologien

Die Nutzungsquote intelligenter Technologien ist nach zwei Jahren Stagnation deutlich gestiegen. Das ist aber nur bedingt auf die jüngsten Erfolge Generativer Kl-Systeme wie ChatGPT zurückzuführen. Auf Organisationen, die noch keine intelligenten Systeme einsetzten, war der Einfluss gering. Anwenderorganisationen hingegen haben reagiert: Viele von ihnen investierten mehr und weiteten den Einsatz von Kl aus. Die höchsten Zuwachsraten erwarten sie bei der Erstellung von Texten, Bildern, Audio- und Videodateien sowie Vorhersagen und Simulationen. Die größten Risiken beim Einsatz intelligenter Systeme sehen die Befragten in den Bereichen IT-Sicherheit und Haftung. Executive Summary 02 5 Das Business fordert mehr Flexibilität | Studie IT-Trends 2024

Daten

Eine Voraussetzung für die Nutzung intelligenter Technologien sind Daten. In Unternehmen und Behörden können allerdings immer weniger Daten organisationsweit genutzt werden: Ihr Anteil ist von durchschnittlich 53 auf 41 Prozent gefallen. Die Ursachen sind Datensilos sowie Gesetzesvorgaben und interne Vorschriften. Der Wandel zur Data-driven Organization könnte das Problem verringern oder lösen, das Konzept hat bei den Teilnehmenden allerdings noch keine allzu große Bedeutung. Die größte Hürde ist das Fehlen einer datenaffinen Kultur.

Cloud-Services

Der Anteil der Cloud-Services wird in den kommenden fünf Jahren deutlich auf insgesamt knapp 84 Prozent steigen. Die Verschiebung findet hauptsächlich zulasten von IT im Rechenzentrum vor Ort und zugunsten von Cloud-Services von großen internationalen CloudAnbietern statt, den sogenannten Hyperscalern. Dafür sollen viele Anwendungen neu entwickelt werden, was den Anteil cloudnativer Applikationen von heute knapp 29 Prozent auf knapp 63 Prozent erhöhen wird.

Reduzierung der Treibhausgasemissionen

Etwa jeder vierte Studienteilnehmende aus der Wirtschaft gibt an, die Treibhausgasemissionen in Teilbereichen zu erheben. Ein vollständiges Bild über die Emissionen des Unternehmens haben inzwischen knapp 44 Prozent der Befragten, im Vorjahr waren es erst 36 Prozent. Die Quote ist umso höher, je größer das Unternehmen ist. Ihre Reduktionsziele hat die Wirtschaft seit dem vergangenen Jahr nur marginal erhöht: Im Durchschnitt sollen die Treibhausgasemissionen in fünf Jahren 43 Prozent geringer sein als heute.

Flexibilitätsindex

Die vergangenen Jahre waren von großen Veränderungen geprägt. Um herauszufinden, wie flexibel Organisationen darauf reagieren können, wurde die Anpassungsfähigkeit der IT-Systeme und die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden untersucht. Die Teilnehmenden gaben Auskunft über die Ist-Situation in ihrer Organisation und darüber, welche Werte sie für optimal halten. Die Ergebnisse zeigen, dass im Mittel vier von zehn Frontend- und Backend-Systemen zu unflexibel sind, wobei die Diskrepanz zwischen Ist und Soll im öffentlichen Bereich größer als in der Wirtschaft ist. Die Veränderungsbereitschaft ihrer Mitarbeitenden schätzen die Teilnehmenden aus der Wirtschaft höher ein als der öffentliche Bereich. Besonders groß ist die Differenz in Bezug auf die Leitungsebene: Während das Management von Unternehmen auf einer Skala von 0 (nicht veränderungsfähig) bis 100 (extrem veränderungsfähig) rund 51 Punkte erhält, werden Leitende von Behörden mit 38 Punkten als deutlich unflexibler eingestuft. Im Vorjahr hatten sie noch rund 52 Punkte erhalten.

Technologie-Trends

Von den 26 abgefragten Technologien und Methoden schreiben CIOs in diesem Jahr dem Sicherheitskonzept Zero Trust, dem Schutz gegen Angriffe mit KI-Lösungen, Multicloud-Lösungen, Generativer Künstlicher Intelligenz sowie intelligenter Prozessautomatisierung die höchste Bedeutung zu. Am wenigsten wichtig sind in ihren Augen der Aufbau und die Nutzung von Marktplätzen beispielsweise für Cloud-Services oder Daten, 5G, Virtual & Augmented Reality, Graphdatenbanken und Quanten-Computing.

Quelle: https://www.capgemini.com/de-de/wp-content/uploads/sites/8/2024/02/Studie-IT-Trends- 2024_15.02.2024_final.pdf

Allgemeine Marktentwicklung zur Digitalisierung im Bibliotheksverband

Am 19.10.23 wurde der Jahresbericht zur Lage der Bibliotheken 2023 veröffentlicht. Darin findet sich folgendes Editorial von Volker Heller, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbands e.V.:

„Liebe*r Leser*in, wo waren Sie letzten Sonntag? Vielleicht im Museum, Kino oder Theater? Menschen, die gerne die vielfältigen Freizeit-, Begegnungs- und Bildungsmöglichkeiten einer Öffentlichen Bibliothek nutzen möchten, können dies am Sonntag bislang nicht tun. Denn die Öffnung am Sonntag mit Bibliothekspersonal ist Öffentlichen Bibliotheken derzeit gesetzlich untersagt. Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, diesen Missstand zu beheben. Es ist an der Zeit, das Versprechen an die Bevölkerung einzulösen und bundesweit Rechtssicherheit für die Sonntagsöffnung Öffentlicher Bibliotheken zu schaffen. Denn aus Pilotprojekten wissen wir, dass der Bedarf an einem freizugänglichen nicht-kommerziellen Ort riesig ist: Gerade Familien, Berufstätige, aber auch Alleinstehende strömen am Sonntag in die Bibliothek, um dort Zeit zu verbringen. Der gesellschaftliche Auftrag von Bibliotheken ist es, der Öffentlichkeit den Zugang zu Wissen und Information zu gewährleisten: Noch fehlt ihnen aber die Möglichkeit, diesem auch im Digitalen vollumfänglich gerecht zu werden. So bedarf es weiterhin einer gesetzlichen Regelung für den Verleih von E-Books, um das digitale Lesen für alle zu ermöglichen. Und auch der so wichtige Zugang zu Daten für Forschende muss verlässlich und für die Bibliotheken rechtssicher geregelt werden.

Der Deutsche Bibliotheksverband stellt folgende Forderungen auf:

Bibliotheksbudgets gemäß der Inflation anpassen und Infrastrukturmaßnahmen fördern

Sonntagsöffnung von Öffentlichen Bibliotheken rechtlich ermöglichen

E-Book-Ausleihen in Bibliotheken endlich gesetzlich regeln

Bibliotheken beim Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung konsequent mitdenken

Mehr Flexibilität, Offenheit und Tempo bei der Personalgewinnung schaffen

Durch ein Forschungsdatengesetz den Zugang zu Daten rechtlich sichern

Förderprogramme zur Stärkung des wissenschaftlichen Open-Access-Publizierens für Bibliotheken aufsetzen“

Quelle: https://www.bibliotheksverband.de/publikationen#Bericht2022-23

Die OCLC GmbH unterstützt diese und weitere Forderungen durch innovative und individuelle Lösungen, sowohl für physikalische (Bibliotheca/WISE) als auch cloud-basierte (WorldShare Management Service, WMS) Bibliotheken. Außerdem arbeiten wir permanent an einer vereinfachten Nutzung unseres Angebots und erweitern stetig unser Portfolio, um auch in Zukunft die passende Technologie für alle aufkommenden Themenbereiche und Kundenwünsche bereit zu haben.

2. Ausführung zur Kundenentwicklung der OCLC GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024

Die OCLC GmbH bedient hauptsächlich zwei größere Bereiche: Öffentliche Bibliotheken und Wissenschaftliche Bibliotheken. Daneben auch kleinere Sektionen wie Spezial- und Kirchenbibliotheken.

Öffentliche Bibliotheken

Mit etwa 4.000 Kunden (von 8.860 öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland) hat die OCLC GmbH die Marktführerschaft inne. Der Markt ist so weit gesättigt und das Geschäft ist stabil. Die Anzahl der Kündigungen wird durch neugewonnene Kunden ausgeglichen. Konzentration liegt auf up- und cross-selling. Das neue geplante Produkt WISE hat nach der Markteinführung in den Niederlanden und in den USA die Erwartungen für Deutschland bislang nicht erfüllt und noch keine Marktreife erlangt.

Deshalb wird weiterhin in die Produktentwicklung von BIBLIOTHECAnext investiert und das Produkt modernisiert.

Die nächste Generation des erfolgreichen Bibliothekssystems bietet moderne E-Government- Funktionen, eine brandneue Bibliotheks-App, Hosting-Möglichkeiten und eine Überarbeitung der Plattform.

Wissenschaftliche Bibliotheken

Von 400 wissenschaftlichen Bibliotheken nutzen weit über 200 Bibliotheken Services von der OCLC GmbH, hauptsächlich LBS und SISIS-SunRise. Beide Produkte werden vom hausinternen Next- Generation-System WMS über die kommenden Jahre abgelöst werden.

B. Lage der Gesellschaft

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung und des Unternehmenserfolgs verwenden wir die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden demgegenüber grundsätzlich nicht zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

1. Ertragslage

Der Umsatz ist mit 15,7 Mio. EUR um 4 % gestiegen (Vergleichsposition im Vorjahr 15,1 Mio. EUR). Dieser Mehrumsatz resultiert vor allem aus der jährlichen Preissteigerung, und einer um ca. 320 TEUR höheren Development Recharge (konzerninterne Programmierungsleistungen) mit 1.873 TEUR (Vorjahr 1.552 TEUR)

Der Materialaufwand ist um 400 TEUR niedriger als zum Vorjahr; dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen RFID - Einkäufen für Bibliotheken.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund von Gehaltserhöhungen angestiegen.

Die Abschreibungen sind nahezu unverändert geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum Vorjahr um 339 TEUR gestiegen.Die Veränderung zum Vorjahr setzt sich im Wesentlichen zusammen aus einer gebildeten Rückstellung für eine - drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 200 TEUR, lfd. Kfz-Kosten (+18 TEUR), gestiegenen Netzgebühren (+24 TEUR), Corp.- Systems und PC-Ausstattung (+30 TEUR), Reisekosten (+ 16 TEUR), Eventkosten (+13 TEUR), Intercompany Data Center Service Fee (+45 TEUR) und einer Absenkung von Intercompany Service Fees (-159 TEUR).

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind die Zinsen für das Darlehen an die OCLC Inc. mit 77 TEUR und die bei der Bewertung des Darlehens entstandenen, noch nicht realisierten Währungsgewinne, in Höhe von 29 TEUR enthalten.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.074 TEUR (Vorjahr 879 TEUR) ab.

Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus höheren Umsatzerlösen (603 TEUR), niedrigerem Materialaufwand (400 TEUR), höheren Personalkosten (494 TEUR), höherer Abschreibung (25 TEUR), gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (339 TEUR), Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge (108 TEUR)- und Erhöhung der Steuern vom Einkommen und Ertrag durch die Erhöhung Steuerrückstellung (41 TEUR).

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum Vorjahr um 912 TEUR gestiegen und liegt nun bei 7.046 TEUR. Auf der Aktivseite sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 324 TEUR gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 1.264 TEUR gestiegen. Verantwortlich hierfür ist hauptsächlich ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 1.867 TEUR, ausgereicht an die OCLC Inc ..

Dafür ist der Kassenbestand um 714 TEUR gesunken.

Auf der Passivseite der Bilanz wirken sich vor allem der Jahresüberschuss in Höhe von 1.074 TEUR (Vorjahr 879 TEUR), die neu gebildete Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 200 TEUR, die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 138 TEUR) und der um 237 TEUR gestiegene Rechnungsabgrenzungsposten aus.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von 3.393 TEUR aus. Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Geschäftsjahr sichergestellt.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 18,9 % (Vorjahr: 18,6 %).

3. Gesamteinschätzung zum Geschäftsverlauf und der Entwicklung der Gesellschaft in 2023/2024

Aufgrund des guten Jahresergebnisses im Geschäftsjahr 2023/2024 beurteilen wir, trotz der weiterhin anhaltenden Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage, des anhaltenden Krieges in der Ukraine, des Nah-Ost-Konfliktes und die noch immer spürbaren Nachwehen der Corona - Pandemie, den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als durchaus zufriedenstellend.

C. Risiken- und Chancenbericht

OCLC führt ein internes Risikocontrolling. Dieses findet sich insbesondere in einem detaillierten Budgetprozess mit Soll-Ist-Vergleichen wieder. Die Umsatzerlöse werden nach Produktgruppen aufgeschlüsselt und detailliert mit den budgetierten Werten verglichen. Bei größeren Abweichungen wird nach der Ursache geforscht und notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen. Es könnte sich zum Beispiel um einen Personalengpass bei den Implementierungen von Kundenprojekten handeln. Wenn dies der Fall ist, können Personal-Ressourcen auch länderübergreifend unterstützend eingesetzt werden. Ebenso wird monatlich der Forecast betrachtet und kontinuierlich fortgeschrieben.

Außerdem gibt es monatliche, ausführliche Berichterstattung aus allen Bereichen des Führungskreises, regelmäßige Liquiditätsplanungen und unterjährige Rückstellungs- und Abgrenzungsbuchungen, um einen permanenten Überblick zu gewährleisten.

Was die Kundenzufriedenheit angeht, haben wir sog. Frühindikatoren. Im Ticketsystem unseres Supports haben wir eine Zufriedenheitsabfrage für unsere Kunden eingebaut.

Nach jedem Anwendertreffen oder Webinar, das von uns veranstaltet wird, gibt es Feedbackbögen, in denen sich die Kunden zum Produkt oder zu unserem Service äußern können und es werden Wünsche abgefragt.

1. Risiken

a. Die Folgen der Corona-Krise

Corona hat laut Untersuchungen die Digitalisierung der Arbeitswelt beschleunigt.

Trotzdem hinkt Deutschland der Digitalisierung hinterher, vor allem im öffentlichen Bereich. Das führt generell zu einem Wettbewerbsnachteil, wenn man sich die gesamte wirtschaftliche Entwicklung am Standort Deutschland anschaut.

Auf jeden Fall hat die Corona-Krise die Entwicklung von Homeoffice Arbeitsplätzen befeuert.

Der Anteil aller Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, ist durch Corona von zwölf auf 25 Prozent gestiegen. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet- Arbeit/Dimension-3/home-office.html) Das erhöht nicht nur auf Unternehmen den Druck, eine digitale Infrastruktur für das Arbeiten von zuhause zu schaffen. Es kommt auch die politisch diskutierte Frage auf, ob ein Recht auf Homeoffice gesetzlich verankert werden muss.

Laut Studien wird Homeoffice überwiegend als positiv bewertet.

Bei OCLC sind bereits mehr als 25 % der Mitarbeiter*innen im permanenten Homeoffice. Die Infrastruktur hierzu durch gute Vernetzung und Anbindung an die Systeme ist sichergestellt.

Bei Neueinstellungen können wir vermehrt die Anfrage nach einem Homeoffice-Arbeitsplatz feststellen. Es ist fast schon selten, dass ein Bewerber sich äußert, täglich im Office präsent sein zu wollen. Mit Zunahme der Arbeiten im Home-Office geht aus unserer Sicht die individuelle Firmenkultur, das Firmenzugehörigkeitsgefühl und die sozialen Kontakte unter der Belegschaft nach und nach verloren.

b. Weltpolitische Lage - Krieg in der Ukraine, Konflikt in Nah-Ost

Der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel hat die Welt erschüttert. Jenseits der damit verbundenen humanitären Krise, die Millionen von Menschenleben betrifft, hinterlässt der Nahostkonflikt auch dauerhafte Spuren auf das Wirtschaftsgeschehen, zuerst in der betroffenen Region, aber auch in Deutschland und der Welt insgesamt. Der vorliegende Report des Institutes für deutsche Wirtschaft: https://www.iwkoeln.de/studien/galina-kolev-schaefer-thomas-obst-thomaspuls-auswirkungen-des-nahostkonflikts-auf-die-deutsche-wirtschaft.html erörtert die verschiedenen Kanäle, über die sich der Konflikt auf die deutsche Wirtschaft auswirken kann. So führte der geopolitische Konflikt im Oktober 2023 zu Turbulenzen sowohl auf den Finanzmärkten als auch auf dem Ölmarkt. Gestiegene Risikoaufschläge erhöhten die Finanzierungskosten für verschuldete Staaten, die steigende Unsicherheit trieb viele Investoren in die Suche nach sicheren Häfen, was sich etwa in einem dauerhaft höheren Goldpreis spiegelte. Das bereits durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gestiegene Risiko einer Blockbildung in der Weltwirtschaft nimmt eine neue Dimension an, was das auf internationaler Arbeitsteilung aufgebaute Geschäftsmodell vieler deutscher Unternehmen erneut erschüttert.

Von den Konflikten in der Ukraine und in Nahost sind wir nicht direkt betroffen, da die OCLC GmbH keine Geschäftsbeziehungen zu Kunden oder Lieferanten aus der Kriegsregion unterhält. Auch mittelbar über die Leistungsbeziehungen in der OCLC-Gruppe sehen wir dahingehend keine signifikanten Risiken.

c. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Inflation

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli 2024 gegenüber dem Juli des Vorjahres um 2,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat lag die Teuerungsrate etwas höher. Ab Juli 2021 stieg die Inflation in Deutschland an und erreichte in den Jahren 2022 und 2023 ein Rekordniveau. Verantwortlich dafür waren unter anderem Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen Gütern zurückzuführen waren. Im Vergleich zum Vorjahr waren zudem die Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe stark gestiegen, diese Entwicklung wurde durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt. Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 ist die Inflationsrate wieder deutlich zurückgegangen. Laut Destatis hat sich insbesondere die Situation bei den Energiepreisen entspannt, der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich ebenfalls verlangsamt. Der Vergleich von Inflationsrate und Kerninflation zeigt, dass die Gesamtteuerung von Anfang 2022 bis Mitte 2023 von den Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energie angetrieben wurde, in den letzten Monaten wirkte die Preisentwicklung in diesen Bereichen hingegen preisdämpfend.

Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung von Nahrungsmitteln und Energie lag die Teuerungsrate bei drei Prozent. Veröffentlicht von J. Rudnicka, 09.08.2024

Diese Rate entspricht auch in etwa der Preiserhöhung, die wir an unsere Kunden weitergeben. Diese liegt bei 3,5 %. Da viele kleinere Bibliotheken eher mit gekürzten finanziellen Mitteln auskommen müssen, kann jede Preiserhöhung ein Anlass für eine Vertragskündigung sein.

d. Branchenrisiko

Bibliotheken tragen dazu bei, zentrale Herausforderungen unseres demokratischen Gemeinwesens zu bearbeiten. Damit alle Menschen zeitgemäße Bibliotheksangebote nutzen können, bedarf es einer verlässlichen, bedarfsorientierten Finanzierung von Personal, Infrastruktur und Programmangeboten durch die öffentliche Hand. Diese Investition ist wichtiger denn je. Mit gezielten Angeboten für Familien, Kitas und Schulen fördern Bibliotheken das Lesen, stellen gesicherte Informationen bereit und stärken die Medien und Informationskompetenz. Zugleich bieten sie einen öffentlichen Begegnungsort für alle Generationen, Bevölkerungsgruppen und Milieus. Doch ungeachtet neuer Aufgaben und steigender Kosten stagnieren die Bibliotheksbudgets seit Jahren, wie die aktuelle dbv-Umfrage zur Finanzsituation Öffentlicher Bibliotheken unter seinen Mitgliedern zeigt2: 81 % der Bibliotheken geben an, dass ihr Gesamtbudget gleichbleibt oder sinkt. Trotz immenser Investitionskosten für die Bereitstellung digitaler Medien ergänzend zum Printbestand sagen 84 % der Bibliotheken, dass ihr Medienetat stagniert bzw. sich reduziert hat. In unserer postdigitalen Gesellschaft, in der die Digitalisierung selbstverständlicher Bestandteil des Alltagslebens ist, erklären 41 % der Bibliotheken, dass ihnen nicht ausreichend Mittel für zeitgemäße digitale Angebote zur Verfügung stehen. Der dbv fordert daher die Träger von Bibliotheken auf, die Budgets ihrer Einrichtungen gemäß der Inflation anzupassen und entsprechend den aktuellen Bildungsbedarfen sukzessive zu erhöhen. Aufgrund der angespannten Finanzlage der Kommunen ist der Bund dringend gefordert, weitere Förderprogramme zur Modernisierung der Infrastruktur und zum Auf- und Ausbau digitaler Angebote aufzulegen.

Quelle: https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2023-10/Bibliotheken%202023_final_web.pdf

Da die Kunden der OCLC vorwiegend aus dem Kreis der öffentlichen Hand kommen, sehen wir trotz deren knappen Mittel ein Ausfallrisiko bei den Forderungen als grundsätzlich äußerst gering an.

Aufgrund der unterschiedlichen Marktsegmente (öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken) ist das Risiko außerdem weiter gestreut. Wir sehen es als unwahrscheinlich an, dass in beiden Segmenten gleichzeitig Umsatzrückgänge zu verzeichnen sind.

Trotzdem könnte es in der näheren Zukunft bei der öffentlichen Hand, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Lage zu Einsparmaßnahmen oder Kürzung der Mittel kommen.

Damit wäre das Risiko verstärkt, dass unsere Kunden zu Konkurrenzunternehmen abwandern könnten, die ihre Software und Dienstleistungen günstiger anbieten können.

e. Leistungswirtschaftliche Risiken

Erst vor kurzem konnte OCLC bekannt geben, dass die Universitätsbibliothek Heidelberg WorldShare Management Services (WMS) als cloudbasierte Bibliotheksservice-Plattform ausgewählt hat. Die Entscheidung der UB Heidelberg für WMS erfolgte nach einer umfassenden Prüfung der modernen Plattform der nächsten Generation.

Die Universitätsbibliothek Heidelberg ist die älteste und eine der größten Universitätsbibliotheken in Deutschland. Ihre Anfänge gehen auf die Gründung der Universität im Jahr 1386 zurück. Zusammen mit 36 Instituts- und Fakultätsbibliotheken bilden die Hauptbibliothek in der Altstadt und die medizinisch-naturwissenschaftliche Zweigstelle im Neuenheimer Feld das Bibliothekssystem der Universität und versorgen 30.000 Studierende und 6.500 Wissenschaftler. Der Bestand erstreckt sich über alle Fachgebiete und umfasst neben 6,1 Millionen gedruckten Bänden 920.000 E-Books, 156.000 E-Journals und 3.900 Datenbanken.

WMS ist eine vollständig integrierte Bibliotheksservice-Plattform, die auf WorldCat basiert und den Anforderungen moderner Bibliotheken gerecht wird. WMS ermöglicht es Bibliotheken, ihre Arbeitsabläufe und Prozesse flexibler und effizienter zu gestalten, Ressourcen zu sparen und begrenzte Mittel optimal zu nutzen. Maßgeschneidert auf die lokalen Bedürfnisse deutscher wissenschaftlicher Bibliotheken, vereint WMS alle Arbeitsabläufe modular unter einer Oberfläche.

Damit wurde für die Produktlinie WMS ein großer Erfolg und Fortschritt erzielt und das Produktrisiko, am deutschen Markt nicht angenommen zu werden, sehr deutlich minimiert.

Gleichzeitig muss berichtet werden, dass mit dem Produkt WISE, dass für größere, öffentliche Bibliotheken angedacht war, nicht der gewünschte Fortschritt erzielt werden konnte.

WISE, das zuerst im amerikanischen Markt angeboten werden sollte, erweist sich als noch nicht marktreif für Deutschland. Auch am amerikanischen Markt bleiben die erwünschten Erfolge aus.

Deshalb haben wir für die öffentlichen Bibliotheken weiterhin in die Modernisierung unseres bestehenden Produktes BIBLIOTHECAnext investiert. Hier wollen wir mit Hosting Angeboten und attraktiven neuen Features die bestehenden Kunden halten.

Das Produkt Sunrise für die wissenschaftlichen Bibliotheken hat seine maximale Marktdauer erreicht und wird nicht weiterentwickelt. Das Nachfolgeprodukt ist WMS; von diesem müssen unsere Kunden unter anderem durch Pilotprojekte wie Uni Heidelberg überzeugt werden.

Risiken bestehen hierbei, falls WMS nicht wie erwartet von den Kunden angenommen wird und diese folglich zu Mitbewerbern abwandern, mit entsprechend negativen Konsequenzen für unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse.

f. Fachkräftemangel

Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom, die in Berlin am 11. April 2024 veröffentlicht wurde, werden in Deutschland im Jahr 2040 rund 663.000 IT-Fachleute fehlen, wenn die Politik nicht massiv gegensteuert. Im vergangenen Jahr gab es 149.000 unbesetzte IT-Stellen in deutschen Unternehmen, fünf Jahre zuvor waren es erst 82.000. Hinzu kommen tausende offene Stellen mit IT-Schwerpunkt in Verwaltungen, Schulen oder Wissenschaftseinrichtungen. „Der sich seit Jahren verschärfende Mangel an IT-Fachkräften betrifft das ganze Land und bremst die dringend notwendige Digitalisierung. Eine immer größer werdende Fachkräftelücke in der IT bedeutet einen Verlust von Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand. Ohne IT-Spezialistinnen und -Spezialisten verspielt Deutschland seine digitale Zukunft“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Die gute Nachricht ist: Wenn wir jetzt konsequent handeln, muss diese Projektion nicht Realität werden. Notwendig ist, dass in allen Bereichen gleichzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden.“ Die drohende Fachkräftelücke lässt sich nach den Berechnungen des Bitkom nur schließen, wenn umgehend massiv gegengesteuert wird. So könnten bis 2040 durch die Förderung des Quereinstiegs rund 129.500 zusätzliche IT-Fachkräfte gewonnen werden, durch Maßnahmen im Bereich Studium und Ausbildung kämen weitere rund 108.000 hinzu und 68.500 ließen sich aktivieren, indem ältere Beschäftigte länger im Job bleiben. Unverzichtbar ist aus Bitkom-Sicht, weitere 321.000 IT-Expertinnen und -Experten über bessere Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland zu holen. Wintergerst: „Wenn wir uns extrem anstrengen, können wir die absehbare Fachkräftelücke etwa zur Hälfte aus dem Inland schließen. Die andere Hälfte aber braucht zwingend qualifizierte Zuwanderung aus allen Teilen der Welt.“

Auch bei OCLC ist der Fachkräftemangel deutlich spürbar. Wenn wir im Bereich der Softwareentwicklung oder Internal IT eine offene Stelle zu besetzen haben, müssen wir deutlich mehr Zeit einplanen, bis ein/e geeignete/r Kandidat/in gefunden wird, als dies noch vor fünf Jahren oder länger der Fall war. Und wir müssen deutlich mehr bieten neben einem guten Gehalt; da sind Angebote zu permanentem Homeoffice, zusätzliche Benefits, kürzere Arbeitszeiten usw. wichtige Argumente.

Weitere gesamtwirtschaftliche Risiken, rechtliche Risiken sowie sonstige operationelle Risiken infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Mitarbeitern, Technologie oder externer Ereignisse, die nicht schon unter den anderen Punkten beschrieben wurden, werden derzeit nicht gesehen. Auch in der Gesamtschau ergibt sich keine von vorstehender Darstellung und Risikoerläuterung abweichende Risikoeinschätzung.

g. Finanzwirtschaftliche Risiken

Um die Produktentwicklung schnell voranzutreiben und das Servicelevel für bestehende Wartungsverträge zu gewährleisten, ist ein hoher Personaleinsatz nötig. Die Lohnkosten wachsen schneller an, als eine Erhöhung unserer Wartungsumsätze am Markt durchgesetzt werden kann.

Dies kann dazu führen, dass der Erfolg von Jahr zu Jahr schmäler wird. Deshalb ist es wichtig, an der Neukundengewinnung mit überzeugenden Produkten zu arbeiten und Bestandskunden zu halten. Dies erreichen wir insbesondere durch unser breites Portfolio an Produkten sowie unserer angestrebten hohen Servicequalität.

Währungsrisiken bestehen nicht, da die meisten Fakturierungen in Euro erfolgen.

Durch die Einbettung in den Konzern ist eine gute Kapitaldecke gegeben und die Liquidität wird auf globaler Ebene ausgeglichen, sollte es bei der ein oder anderen Gesellschaft zu kurzfristigen Engpässen kommen. Kreditlinien bei Banken sind derzeit für die OCLC GmbH nicht erforderlich.

h. Sonstige Risiken

Ein sehr wichtiges Thema für uns ist der Datenschutz.

Unsere Kunden beobachten, wie wir innerhalb der global tätigen OCLC-Gruppe den Datenschutz sicherstellen, insbesondere bei einem cloudbasierten Produkt. Die Regelungen hierzu müssen eindeutig sein, um Akzeptanz zu finden.

OCLC hat eine Rechtsabteilung, die auf Datenschutz geschult ist und sämtliche Vereinbarungen und zu treffende Absprachen mit Kunden dahingehend prüft. Seit Einführung der EU-Datenschutz- Grundverordnung im Mai 2018 wurde unsere Auftragsdatenvereinbarung bilingual erstellt und für unsere Kunden online auf die Homepage gestellt.

Personal

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter hat sich mit 113 zum Vorjahr nicht verändert. Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Eine wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Bestandteile unserer bisherigen Personalpolitik gewesen. Im nächsten Jahr wird es erneut Gehaltssteigerungen geben, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten. Auch Schulungsmaßnahmen werden unter Beachtung von Kosteneinschränkungen durchgeführt werden. Das Management führt jährliche Performance Review Gespräche zur Abstimmung der Unternehmensziele mit allen Beteiligten durch.

2. Chancen

Die OCLC GmbH ist mit mehr als 4.000 Kunden einer der führenden Anbieter im deutschen Bibliotheksmarkt. Durch unsere langjährige Marktpräsenz haben wir profunde Kenntnisse über den Markt und unsere Kunden gewinnen können, sodass wir uns mit der gebotenen Schnelligkeit neuen Entwicklungen anpassen können.

Als innerhalb der OCLC-Gruppe weltweit tätiges Unternehmen können auch internationale Produkte angeboten werden. Über Arbeitskreise sind die Mitarbeiter innerhalb der Unternehmensgruppe weltweit vernetzt und profitieren so gegenseitig von ihren Erfahrungen. OCLC verfügt über auskömmliche finanzielle Reserven, sodass wir uns in der Lage sehen, längere Zeiträume zu überstehen, in denen die Investitionstätigkeit im Fokus steht und deshalb nur geringe Erträge erwirtschaftet werden können.

OCLC hält im Produktportfolio auch Angebote bereit, z.B. Katalogleistungen oder Vernetzungen innerhalb der Bibliotheken, die sogar Kunden nutzen können, die als Software ein Konkurrenzprodukt einsetzen.

Die nun durch die Corona Pandemie verstärkte Fokussierung der Bibliotheken auf die Digitalisierung, sehen wir weiterhin als Wettbewerbsvorteil für uns, da wir unseren Kunden entsprechende Leistungen anbieten können.

Mit dem Gewinn der Universitätsbibliothek Heidelberg für unser Produkt WMS können wir ein Pilotprojekt starten und weitere Bibliotheken dieser Größenordnung für uns gewinnen.

Weiteres Umsatzpotential erwarten wir im Hosting - Geschäft, im Webportal mit OPAC-Funktion und im Zukunftsprodukt Bibliotheksverwaltung in der Cloud. Die OCLC WorldShareTM Management Services (WMS) bieten eine neue Form der Zusammenarbeit. Bibliotheken sollen künftig beim Erledigen von Bibliotheksaufgaben wie Erwerbung, Katalogisierung, Ausleihe sowie Kunden- und Ressourcenverwaltung voneinander profitierten. Effizienzen entstehen, wenn diese Aufgaben nicht mehr jede Bibliothek abgeschottet für sich erledigen muss. Künftig können alle die Anwendungen, Services und Fortschritte der anderen mitnutzen. Einschränkungen und Aufwände durch lokale Hard- und Software entfallen. Und so bleibt mehr Zeit für den Benutzer.

Da wir mit dem ursprünglich geplanten Produkt Wise keine kurzfristigen Erfolge erzielen werden, investieren und arbeiten wir aktuell daran, die bestehende - durch unsere Kunden weiterhin nachgefragte Produktlinie BIBLIOTHECAnext - zu modernisieren. Über 4.000 Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen seit vielen Jahren auf BIBLOTHECA.

D. Prognose

Wir blicken auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück, das durch Anstrengungen in der Umsatzzielerreichung und enge Überwachung der Kosten ein gutes Ergebnis erreichen konnte, die Umsatzziele wurden sogar übertroffen. Tendenziell ist aber absehbar, dass unsere Kunden, besonders im öffentlichen Sektor, langfristig betrachtet, auf die neuen Produktlinien warten und es immer schwieriger wird, Neukundengewinnung mit den herkömmlichen, bestehenden Produkten zu generieren.

Wir müssen also weiter in die Produktentwicklung investieren, um mit neuen cloudbasierten Produkten überzeugend Marktreife für die deutschen öffentlichen Bibliotheken zu erlangen.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird mit nahezu gleichbleibenden Umsätzen geplant. Das Jahresergebnis im nächsten Jahr wird laut Budgetplanung bei einem Jahresüberschuss von 987 TEUR landen.

E. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft führt Entwicklungstätigkeiten für Softwareneuerungen für andere Gesellschaften im OCLC-Verbund aus. Dieser Umsatz lag im Geschäftsjahr bei 1.873 TEUR (Vj. 1.552 TEUR).

Die Gesellschaft hat Zweigniederlassungen in Berlin und Böhl-Iggelheim. Die Niederlassungen dienen zur Abdeckung des Vertriebsnetzes in ganz Deutschland.

 

Oberhaching, 10. Oktober 2024

Eric van Lubeek, Geschäftsführer

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