Herne.Digital GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Dr. Burgl Kalkühler seit 2.2.2024 | Prokura |
Ulrich Koch seit 4.1.2008 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Herne | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Herne AktiengesellschaftHerneJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Stadtwerke Herne AG mit Sitz in Herne wird beim Amtsgericht Bochum unter der Nummer HRB 9354 geführt. Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Ausweis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) folgt den handelsrechtlichen Vorschriften. Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung erworbener Software erfolgt über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie ggf. unter Berücksichtigung angemessener Teile der Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie notwendige Material- und Lohngemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen beim Sachanlagevermögen erfolgen nach linearer Methode. Geringwertige Vermögensgegenstände von 250 € bis zu 800 € werden aktiviert und sofort abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die bis 2002 von Kunden erhaltenen Baukostenzuschüsse für den Anschluss an die Energieverteilnetze sind passiviert worden und werden zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die von 2003 bis 2009 erhaltenen Baukostenzuschüsse wurden direkt vom Anlagevermögen abgesetzt und mindern die Abschreibungen über die jeweilige Nutzungsdauer. Die ab 2010 vereinnahmten Baukostenzuschüsse werden wieder als passiver Sonderposten abgegrenzt und über die jeweilige Nutzungsdauer der Hausanschlüsse zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unverzinslichen sonstigen Ausleihungen sind entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die unfertigen Leistungen und die Waren sind zu Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Es erfolgten Wertberichtigungen in Form der verlustfreien Bewertung durch retrograde Ermittlung des am Abschlussstichtag beizulegenden Werts. Hierbei werden die zum Verkauf bestimmten Vorräte so bewertet, dass nach dem Abschlussstichtag kein Verlust mehr entsteht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten ausgewiesen. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen einschließlich der Rückstellungen aus der Unterdeckung der Versorgungsverpflichtungen in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und den Rückstellungen für Energiepreisvergünstigungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) verwendet. Der Berechnung werden erwartete Gehalts- und Rententrends von jeweils 2,00 % bzw. 1,00 % zugrunde gelegt. Die Berücksichtigung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 und 6 HGB zum 31. Dezember 2023 bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren (1,83 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt insgesamt 346 T€. Die Unterdeckung bei der VBL für das Unternehmen betrifft den Anteil der Stadtwerke Herne AG an der Gesamtunterdeckung der VBL und stellt somit eine mittelbare Verpflichtung des Unternehmens dar, für die ein Passivierungswahlrecht besteht. Hierzu wurden die sich aus handelsrechtlicher Sicht nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Versorgungsverpflichtungen des Unternehmens mit dem Deckungsgrad der VBL gewichtet. Dieser Deckungsgrad berechnet sich aus dem Vergleich des Barwerts der gesamten Verpflichtungen der VBL mit den tatsächlich bei der VBL gebildeten Rücklagen. Die Rückstellungen für Jubiläen und Beihilfen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) verwendet. Der Berechnung werden erwartete Gehaltstrends bzw. Kostensteigerungen von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Berücksichtigung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung erfolgte mit dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2023 bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren (1,75 %). Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag berechnet. Dabei werden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum Erfüllungszeitpunkt berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr sind nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt. Anteilsbesitz
(2) Vorräte
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich überwiegend um Kraftstoffe und Öle. Die unfertigen Leistungen und Erzeugnisse enthalten nicht abgerechnete Baumaßnahmen im Bereich Straßenbeleuchtung. Von den unfertigen Leistungen wurden dafür erhaltene Anzahlungen abgesetzt. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Gesellschaft hat für die Verbrauchsabrechnung eine Hochrechnung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen Tarifkunden und Energieversorger aufgrund hoch- bzw. rückgerechneter Energieabgabemengen von 103.534 T€, die mit den entsprechenden Abschlagszahlungen saldiert sind. Es bestehen Zahlungsvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 54 T€. Der Eingang der übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird innerhalb eines Jahres erwartet. Die erforderlichen Wertberichtigungen in Höhe von 2.030 T€ (Vorjahr: 1.781 T€) orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Gewinnanteilen und aus gestundeten Zinsen. Auf die Zinsen wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 456 T€ gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen und Vorschüsse von 48 T€ mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (4) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
(5) Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Abgrenzungen für Leistungen der Folgejahre im Bereich Vertrieb (25 T€), IT (55 T€) und Sonstige (29 T€) sowie 3 T€ aus Heizungsumstellungszuschüssen mit langjähriger vertraglicher Erdgasbezugsbindung enthalten, die entsprechend der Vertragsdauer aufgelöst werden. (6) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital ist in vollem Umfang eingezahlt und in 26.800 Namensaktien zum Nennbetrag von je 512,00 € eingeteilt. (7) Kapitalrücklage
(8) Gewinnrücklagen Es erfolgte eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 3.168 T€. Einer weiteren Erhöhung der hier enthaltenen gesetzlichen Rücklage bedarf es nicht, da sie zusammen mit der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB mehr als 10 % des Grundkapitals ausmacht. (9) Empfangene Ertragszuschüsse Die bis 2002 empfangenen Ertragszuschüsse werden jährlich mit 5 % des Ursprungswertes aufgelöst; für die ab 2010 erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt die Auflösung entsprechend der Abschreibungsdauer. (10) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Die anteilige Deckungslücke in der VBL beträgt laut versicherungsmathematischem Gutachten 41.693 T€. Die bei der Stadtwerke Herne AG entsprechend dem Wahlrecht nach Art. 28 EGHGB bilanzierte mittelbare Pensionsverpflichtung beträgt 25.069 T€, so dass eine Unterdeckung von 16.624 T€ vorhanden ist. Bei der Rückstellung für die Unterdeckung in der VBL wurden die Pflichtversicherten bis Jahrgang 1966 sowie Rentner und Hinterbliebene, soweit für sie zuvor eine Rückstellung gebildet worden war, berücksichtigt. Im Vorjahr waren nur die Pflichtversicherten bis zum Jahrgang 1965 enthalten. Es erfolgte die Aufnahme eines weiteren Jahrgangs im aktuellen Geschäftsjahr. Dies führte per Saldo zu einer Erhöhung der bilanzierten mittelbaren Pensionsverpflichtung in Höhe von 442 T€. Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die Rückstellungen für den Personal- und Sozialleistungsbereich umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Leistungsentgelt, Resturlaub und Gleitzeitguthaben, Ausbildung sowie Jubiläumszuwendungen. Die Rückstellungen für Drohverluste enthalten Risiken aus langfristigen Abnahmeverpflichtungen von Biogas, die durch den gesunkenen Marktpreis verlustträchtig geworden sind, in Höhe von 1.519 T€. Außerdem sind 963 T€ für drohende Verluste aus Ausbauverpflichtungen intelligenter Messsysteme zurückgestellt worden. Darüber hinaus sind drohende Verluste aus langfristigen Strom- und Gaslieferverträgen mit Großkunden, bei denen der Strombezugspreis zuzüglich anteiliger Gemeinkosten über dem vereinbarten Verkaufspreis liegt, in Höhe von 1.876 T€ zurückgestellt. Für drohende Verluste bei SLP-Kunden wurden Rückstellungen von 6.253 T€ gebildet. In den Rückstellungen für den Sachleistungsbereich sind u. a. Abrechnungs- und Aufbewahrungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen für ausstehende Kreditorenrechnungen und Rückstellungen für Aufwendungen zur Umsetzung gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtungen enthalten. (11) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen 16.810 T€ Gewinnabführung abzgl. bereits getätigter Vorauszahlungen auf den Gewinn von 1.650 T€. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten gegenüber der Glasfaser Ruhr GmbH & Co. KG aus einem Darlehen in Höhe von 1.763 T€ sowie Verbindlichkeiten aus der Energiebeschaffung gegenüber der ewmr in Höhe von 10.347 T€ enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Gewinnanteile saldiert mit der Abrechnung von Energie- und Wasserlieferungen mit der Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG sowie Verbindlichkeiten aus der Strombeschaffung gegenüber der Trianel GmbH. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 469 T€ mit einer Fälligkeit zum 31.12.2023 sowie 3 T€ mit einer Fälligkeit zum 31.12.2020 enthalten, bei denen die Urkunden noch nicht eingereicht wurden. Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen überwiegend Energiesteuer, Stromsteuer und die Umsatzsteuer sowie Kapitalertrag-, Lohn- und Kirchensteuer. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (12) Umsatzerlöse
Die Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse ist den Erlössparten zugeordnet. In der Sparte Strom sind neben der Stromsteuer Erlöse aus der Straßenbeleuchtung von 2.343 T€ (Vorjahr: 1.893 T€) enthalten. In den Umsatzerlösen aus Strom, Gas und Wärme sind periodenfremde Erträge und Aufwendungen aus Rückrechnungsdifferenzen der durchgeführten Vorjahres-Hochrechnung in Höhe von -395 T€ enthalten. (13) Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen Die Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen resultiert insbesondere aus der Entwicklung von unfertigen Arbeiten an Straßenbeleuchtungsanlagen. (14) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge - u.a. aus der Auflösung von Rückstellungen und ausgebuchten Forderungen - von insgesamt 1.348 T€ enthalten. (15) Materialaufwand
Die Aufwendungen für RHB-Stoffe und bezogene Waren resultieren insbesondere aus dem Energiebezug (262.135 T€). In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind u. a. Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen (8.458 T€) sowie bezogene Billingdienstleistungen (6.159 T€), die durch das verbundene Unternehmen evu zählwerk durchgeführt wurden, enthalten. (16) Personalaufwand
In den Entgelten sind Buchungen zur Anpassung von Rückstellungen in Höhe von - 940 T€ (Vorjahr: 877 T€) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten die Veränderungen von Rückstellungen in Höhe von 820 T€ (Vorjahr: 462 T€). Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
(17) Abschreibungen
Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betreffen ausschließlich die Abschreibung der Biogas-Zertifikate innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände. (18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(19) Erträge aus Beteiligungen
(20) Erträge aus Gewinnabführung Es handelt sich um die Gewinnabführung der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE), Herne, von 1.219 T€ (Vorjahr: 1.008 T€) für das abgelaufene Wirtschaftsjahr abzüglich einer Ausgleichszahlung an außenstehende Gesellschafter von 40 T€. (21) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(22) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(23) Abschreibungen auf Finanzanlagen Es handelt sich um die Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der Shamrock Energie GmbH und die Abschreibung eines Darlehens an die Trianel Windpark Borkum GmbH & Co. KG. (24) Aufwendungen aus Verlustübernahme
Es handelt sich um die vertraglich festgelegte Verlustübernahme. (25) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Im Zinsaufwand sind 551 T€ aus Aufzinsungen von Rückstellungen enthalten. (26) Sonstige Steuern
Sonstige Angaben Geschäfte größeren Umfanges Gemäß § 6b EnWG 2022 sind folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 und § 311 HGB getätigt worden:
Angaben über die Zuordnungsregeln einschließlich Abschreibungsmethoden gemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG Grundsätzlich werden die Konten der GuV und der Bilanz - soweit möglich - direkt den jeweiligen Tätigkeiten zugeordnet. Wenn dies nicht möglich ist, z.B. für gemeinsame Konten, gilt folgende Vorgehensweise: Die Bereiche Gebäude, EDV und Fuhrpark sind in den Bereich Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors eingegliedert. Bereiche, die den Großteil ihrer Tätigkeit für das Netz erbringen und die somit für das Netz unerlässlich sind, wurden diesem direkt zugeordnet (z.B. Personalabrechnung und Sozialleistungen, Rechnungswesen, Betriebsrestaurant). Leistungen, die für andere Bereiche erbracht wurden, wurden zu Marktpreisen bewertet und als Interne Leistungsverrechnung weiterberechnet. Die verbleibenden Konten außer des Vertriebsaufwandes und den Zinsaufwendungen werden als Gemeinkosten nach einem Mischschlüssel aus Personalaufwand und Anschaffungs-/ Herstellungskosten (je 50 %) auf alle Bereiche verteilt. Der allgemeine Zinsaufwand wird nach Restbuchwerten verteilt. Die gemeinsamen Kosten des Strom- und Gasnetzes werden ebenfalls nach dem Mischschlüssel aus Personalaufwand und Anschaffungs-/Herstellungskosten auf die beiden Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung umgelegt. Die allgemeinen Vertriebskosten werden nach einem Mischschlüssel aus Zählern, Kundenservice und Anzahl der Preisanpassungen auf Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors und Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors umgelegt. Wie bereits ausgeführt, erfolgt die Verteilung der Bilanzpositionen weitestgehend analog zur Verteilung der GuV-Konten. Dort, wo es möglich ist, erfolgt eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten. Sollte eine Schlüsselung notwendig werden, wird in erster Linie versucht, die Schlüssellogik der GuV auf die Bilanz zu übertragen. Die für die Gewinnabführung notwendigen liquiden Mittel wurden, soweit für diesen Zweck verfügbar, den Sparten im Verhältnis der entsprechenden Verbindlichkeiten zugeordnet. Die den Netzaktivitäten zugeordneten Rückstellungen für Altersversorgung sind von der Hauptabteilung Technik (Netzbetreiber) an die Hauptabteilung Finanzen und Controlling (Shared Service) übertragen worden. Hierfür wurde das Instrument des Schuldbeitritts mit Erfüllungszusage genutzt. Diese innerbetriebliche Transaktion hat zur Folge, dass die vorgenannten Bilanzpositionen den sonstigen Aktivitäten zugeordnet werden. In gleicher Höhe erfolgt eine Zuordnung der korrespondierenden Position im Umlaufvermögen (Kapitalverrechnungsposten) bei den sonstigen Aktivitäten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde schriftlich zwischen beiden Hauptabteilungen geschlossen. Die sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten bleiben hiervon unberührt und werden weiterhin allen Aktivitäten mittels des ermittelten Schlüssels zugeordnet. Analog wurden auf der Aktivseite die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen subsummierten erhalten Abschläge in den Netzaktivitäten im Rahmen einer Schuldabtretung in den sonstigen Bereich überführt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen von 162 T€, 40 T€ an Ausgleichzahlungen sowie 888 T€ für Verwaltungskostenumlagen von verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft hat gegenüber der Terminal-Infrastrukturgesellschaft Herne mbH (TIH), einer 100%-igen Tochtergesellschaft der WHE, eine harte Patronatserklärung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 146 T€ valutiert. Mit Vertrag vom 7.12.2016 und Wirkung zum 1.1.2017 hat die Gesellschaft 6,864 % der Geschäftsanteile an der Trianel GmbH, Aachen (Trianel) übernommen. Mit Übernahme der Beteiligung ist die Stadtwerke Herne AG einem Kreditsicherungspoolvertrag und einer Sicherungsvereinbarung zwischen den Gesellschaftern der Trianel und der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften beigetreten. Aufgrund des Kreditsicherungspoolvertrags haftet die Stadtwerke Herne AG gegenüber der Trianel für ausgefallene Forderungen der Trianel gegen Geschäftspartner. Nach der Sicherungsvereinbarung stellt die Gesellschaft Sicherheiten zugunsten der Trianel. Die Höhe der Haftung bzw. der Sicherheit richtet sich nach dem Geschäftsvolumen mit der Trianel und wird regelmäßig angepasst. Zum Stichtag bestehen hieraus folgende Haftungsverhältnisse:
Weitere Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, bestanden zum Stichtag nicht. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Vermögensverwaltungsgesellschaft für Versorgung und Verkehr der Stadt Herne mbH (VVH) mit Sitz in Herne (Amtsgericht Bochum HRB 9355), stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen (Teilkonzernabschluss) auf. Gleichzeitig stellt die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH mit Sitz in Bochum (Amtsgericht Bochum HRB 6191) als Mutterunternehmen der VVH einen befreienden Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH wird im Unternehmensregister elektronisch veröffentlicht. Angaben zum Jahresergebnis Aus dem Gewinn werden 16.810 T€ aufgrund des mit dem Mutterunternehmen VVH geschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.168 T€ wurde in die Gewinnrücklage eingestellt. Mitglieder des Vorstandes Ulrich Koch Mitglieder des Aufsichtsrates
Bezüge der Organe Der alleinige Vorstand Ulrich Koch hat eine feste Vergütung von 259.835,02 €, eine variable Vergütung von 60.404,00 € sowie Sachbezüge von 6.022,92 € erhalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben jeweils eine Festvergütung von 750 € zuzüglich Sachbezüge von je 27 € erhalten, so dass sich eine Gesamtsumme von 15 T€ ergibt. Versorgungszusagen an Organe Für den alleinigen Vorstand Herrn Ulrich Koch besteht eine Versorgungszusage. Nach dieser erhält er nach Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft nach Vollendung des 65. Lebensjahres oder aufgrund von Dienstunfähigkeit ein lebenslängliches Ruhegeld. Nach dem Tod des Vorstands haben seine Ehefrau und seine Kinder Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung. Das monatliche Ruhegeld beträgt zunächst 35 % der monatlichen Festvergütung. Es erhöht sich mit jedem weiteren vollendeten Vertragsjahr für die Dauer von 5 Jahren um je zwei Prozentpunkte und anschließend für die Dauer von 10 Jahren um je einen Prozentpunkt. Das monatliche Witwengeld beträgt 60 %, das monatliche Waisengeld für Halbwaisen 12 % und für Vollwaisen 20 % des Ruhegeldes. Die hierfür gebildete Rückstellung dotiert zum 31.12.2023 mit 3.366 T€. Der hierfür im Berichtsjahr aufgewendete Betrag beträgt 977 T€. Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden an Pensionen 51 T€ und an Beihilfen 22 T€ aufgewendet; für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 285 T€. Darlehen und Vorschüsse an Organe An Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat waren zum Bilanzstichtag im Rahmen einer allgemeinen Betriebsvereinbarung Darlehen und Vorschüsse von 37 T€ vergeben, die Tilgung betrug insgesamt 6 T€. Die Darlehen haben eine Laufzeit von 25 Jahren und werden zu 50 % mit 4,5 % verzinst. Die unverzinslichen Vorschüsse haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Darlehen an andere Personen im Aufsichtsrat wurden nicht gewährt. Angaben zum Prüfungshonorar Die Angaben zu dem berechneten Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH enthalten.
Herne, den 31. März 2024 Ulrich Koch, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens I. Rechtliche Verhältnisse Die Stadtwerke Herne AG (stwh) wurde am 1. Januar 1976 aus der Zusammenlegung der Stadtwerke Wanne-Eickel AG mit der Stadtwerke Herne GmbH im Rahmen der kommunalen Gebietsreform gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter der Nummer HRB 9354 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit Energie und Wasser, Energiehandel sowie alle Neben-, Hilfs- und Ergänzungsgeschäfte, der Kauf, Verkauf, die Vorhaltung und die Verpachtung von Immobilien für die Stadt Herne, ihrer Einrichtungen oder Gesellschaften, an denen sie beteiligt ist, die Betriebsführung kommunaler Einrichtungen der Stadt Herne. Alleinaktionärin der Gesellschaft ist die Vermögensverwaltungsgesellschaft für Versorgung und Verkehr der Stadt Herne mbH (VVH), Herne. Die VVH stellt einen Teilkonzernabschluss auf, der zugleich von der Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Unternehmen durch die Stadtwerke Herne AG befreit. Mit der Alleinaktionärin VVH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft ist u.a. zu 94,9 % an der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) beteiligt, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Daneben besteht eine weitere für den eigenen Geschäftsbetrieb bedeutsame Beteiligung an der Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG (WVH). Die Stadt Herne hat mit der Gesellschaft einen Konzessionsvertrag für die Versorgung der Stadt, ihrer Einwohner und Betriebe mit elektrischer Energie und Gas geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2036. II. Ziele und Strategie des Unternehmens Der Energiesektor befindet sich in Deutschland - insbesondere aufgrund der Energiewende - in einem stetig wandelnden Umfeld. Die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen verändern sich schneller und umfassender als in den vergangenen Dekaden. Dies nimmt erheblichen Einfluss auf die Markt- und Wettbewerbsstrukturen. Der Wettbewerb im Privat- und Geschäftskundensegment, aber auch im Gewerbe- und Industriekundengeschäft hat sich weiter intensiviert. Treibende Faktoren sind hier die hohe Preissensibilität der Kunden und eine steigende Anzahl von branchenfremden Anbietern. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft gehalten, ihr Geschäftsmodell ständig zu prüfen und ggf. auf neue Marktgegebenheiten auszurichten. Dezentrale Erzeugungskonzepte sowie eine Ausweitung von Energiedienstleistungen sind politisch erwünscht und werden gefördert. Diese Rahmenbedingungen sind für die Geschäftsentwicklung grundsätzlich positiv, da hieraus eine zunehmende Nachfrage nach Energieeffizienzdienstleistungen zu erwarten ist. Wesentliche Elemente der strategischen Unternehmensausrichtung spiegeln sich auch im Unternehmensleitbild der Gesellschaft wider, bei der zufriedene Kunden und Mitarbeiter sowie eine konsequente Marktausrichtung und Achtung der Umwelt im Mittelpunkt stehen. Durch das Beteiligungsportfolio der Gesellschaft sollen abseits der Energieverteilung weitere positive Ergebnisbeiträge erwirtschaftet werden. Chancengleichheit als Ziel: Leitbild der Stadtwerke Herne AG ist, dass sich jeder Einzelne frei entfalten kann, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, religiösem Bekenntnis, politischen oder sonstigen Überzeugungen, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität oder anderen Eigenschaften. Die Gesellschaft bekennt sich zu einer zukunftsorientierten, chancengerechten Zusammenarbeit der Geschlechter. Sie wird weiterhin weibliche Beschäftigte entsprechend ihrer Qualifikation und Fertigkeiten in allen Ebenen und Aufgabenbereichen gezielt fördern. Dies gilt insbesondere für die Zusammensetzung im Aufsichtsrat sowie in den Führungsebenen unter dem Vorstand der Gesellschaft. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft soll bis zum 25.10.2027 mindestens 6 % betragen, auf der Vorstandsebene 0 %. Die mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 06.12.2017 festgesetzten Zielgrößen des Frauenanteils im Aufsichtsrat und Vorstand wurden erreicht. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 26.10.2022 wurde die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand erneut auf Null festgesetzt, vgl. § 289f Abs. 4 HGB. Eine andere Zielgröße ist nicht möglich, da der Vorstand derzeit nur aus einer Person besteht und der derzeitige Vorstand bereits für die nächsten vier Jahre (bis zum 31.12.2027) neubestellt wurde. Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands besteht am 31.12.2023 aus 4 Mitgliedern, davon 3 weibliche Mitglieder. Dies entspricht 75 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands besteht aus 9 männlichen und einem weiblichen Mitglied. Dies entspricht 10 %. Es ist beabsichtigt, die genannten Zielgrößen entsprechend dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" beizubehalten. III. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist an einem 3 Jahre laufenden Forschungsprojekt namens SEGuRo - SEcure Grids for Redispatch 2.0 beteiligt, um herauszufinden, wie schwankende Einspeisung und steigende Nachfrage mit digitalen Mitteln effizient und sicher in Einklang gebracht werden können. Dabei wird Herne-Sodingen zum Reallabor für das mit 1,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt. Weitere Beteiligte sind die Hochschule Bochum, die RWTH Aachen, die Herne Digital GmbH und der Fachbereich Digitalisierung der Stadt Herne sowie Start-ups aus der Branche. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft tritt seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar haben im Verlauf des Jahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte ihre Talfahrt bis zuletzt fort. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten zudem auf dem in Teilen überhitzten deutschen Immobilienmarkt eine Abkühlung ein. Bis zuletzt gingen deshalb die Investitionen in Wohnbauten trendmäßig zurück. Schließlich verharrt die Produktion in der chemischen Industrie auf dem niedrigen Niveau, auf das sie Ende des Jahres 2022 im Zuge der Energiekrise gedrosselt wurde. Der dortige Stellenabbau deutet an, dass trotz der mittlerweile wieder gesunkenen Gas- und Strompreise für industrielle Großabnehmer ein struktureller Wandel eingesetzt hat, im Zuge dessen Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte verlagert worden sind. Kräftige expansive Impulse kamen lediglich von den staatlichen Investitionen. Hier macht sich vor allem die Beschaffung von Rüstungsgütern aus dem Sondervermögen Bundeswehr bemerkbar. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. Unternehmen klagen zunehmend über eine zu geringe Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Die hohen Auftragspolster insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft schmolzen ab, da Neuaufträge sanken und einige bestehende Aufträge storniert wurden. Zudem verloren die angebotsseitigen Produktionshemmnisse weiter an Bedeutung. Zwar hält der demografisch bedingte Arbeitskräftemangel weiter an, aber Vorprodukte sind mittlerweile in vielen Bereichen so gut verfügbar wie vor Ausbruch der Coronakrise. Die Stärkung der Produktionskapazitäten und der gleichzeitige Rückgang der Nachfrage haben dazu beigetragen, dass die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten mittlerweile unterausgelastet sind. (Quelle: ifo Schnelldienst: ifo Konjunkturprognose Winter 2023 S. 8, Herausgeber: ifo Institut) II. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich stabilisiert und zeigte sich sehr robust. Zusätzliche Gaslieferungen aus Westeuropa und zuverlässige LNG-Importe sorgten für eine gesicherte Gasversorgung. Seit Beginn 2023 sanken die Energiepreise wieder, liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau. 2023 stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Sowohl die Stromerzeugung als auch der Stromverbrauch waren rückläufig. Günstigere Erzeugungsoptionen im Ausland führten zu einem Stromimportüberschuss. Die CO 2 -Emissionen der Energiewirtschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gesunken. Die wichtigsten Punkte des Jahres 2023 waren dabei:
(Quelle: BDEW; Die Energieversorgung 2023 - Jahresbericht) III. Geschäftsverlauf 2023 a) Allgemeine Entwicklung Die Umsatzerlöse stiegen um 126.817 T€ bzw. 56,5 % und stellen sich mit den Nebengeschäften wie folgt dar:
Stromversorgung Der Stromverbrauch im Netzgebiet der Gesellschaft ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Aufgrund des seit Jahren festzustellenden Trends zu energiebewusstem Stromverbrauch gewinnt aus Vertriebssicht die Akquise von Kunden in fremden Versorgungsgebieten immer mehr an Bedeutung. Im Bereich der Stromversorgung stieg der Umsatz aus der berechneten Abgabe vor allem preisbedingt um 64,3 %, wobei die Menge deutlich unterproportional um lediglich 5,3 % zunahm. Das Preisniveau im Basistarif wurde im Geschäftsjahr wie folgt angepasst:
Die Umsatzerlöse bei den Tarifkunden stiegen deutlich um 45,4 %, wobei die entsprechende Menge um 1,5 % sank. Bei den Sondervertragskunden stieg der Absatz um 9,4 % und der Umsatz überproportional um 80,7 %. Gasversorgung Die Netzabgabemenge bewegt sich witterungsbedingt nahezu auf dem Vorjahresniveau. Lediglich durch Energieeinsparungen vor dem Hintergrund der Energiekrise ist ein leichter Rückgang in der Sparte Gasversorgung für das Herner Netzgebiet von 2,5 % zu verzeichnen. Die Vertriebserlöse stiegen preisbedingt bei den Tarifkunden um 76,5 % und bei den Sondervertragskunden um 127,1 %. Das Preisniveau (brutto) im Basistarif wurde im Geschäftsjahr mehrmals, und zwar folgendermaßen angepasst:
Erzeugung Die Erzeugungserlöse sind geprägt vom Ende der EEG-Förderung und Betriebsproblemen älterer Bestandsanlagen bei gleichzeitigem Zubau im Rahmen der Energiewende sowie hoher Marktpreise im Rahmen der Direktvermarktung (auch hier Energiekrise) und liegen um 2,8 % unter dem Vorjahresniveau. Wärmeversorgung Bei der Nahwärme stieg die Abgabemenge aufgrund einer größeren Korrektur im letzten Jahr im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen preisbedingt. Die Erlöse aus der Fernwärmeversorgung haben sich in 2023 preisbedingt um 28,4 % erhöht, wobei die abgesetzte Menge um 7,5 % gesunken ist. Sonstige Erlöse Die sonstigen Erlöse liegen mit - 1,8 % leicht unter dem Vorjahresniveau. b) Bedarfsdeckung Die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr) zeigt sich als Konzernmuttergesellschaft vorwiegend für den Erdgasbezug zu wettbewerbsfähigen Bedingungen verantwortlich. Lediglich eine geringe Menge Biomethangas wird über den Biogaspool 1, an dem die Stadtwerke Herne AG beteiligt ist, bezogen. Der Strom wird primär über die Trianel GmbH sowie andere Lieferanten bezogen. Die Materialaufwendungen für Strom stiegen vor allem preis-, aber auch mengenbedingt um 70,1 %, die für Gas aus den gleichen Gründen um 115,5 %. Der Bezug von Strom und Gas verlief zu jeder Zeit störungsfrei. Die in das Fernwärmenetz eingespeiste Wärme wurde von der Uniper Wärme GmbH und der INEOS Solvents Germany GmbH bezogen. Die Einspeisung erfolgte aus dem Wärmeverbundnetz der Uniper Wärme GmbH sowie durch Abwärme aus den chemischen Prozessen des INEOS-Werks an der Shamrockstraße in Herne. Insgesamt stiegen die Materialaufwendungen um 72,3 %. c) Investitionen/Anlagevermögen Die Investitionen bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Bei den Verteilungsanlagen wurden im Wesentlichen in das Mittel- und Niederspannungsnetz 802 T€, in das Mittel- und Niederdrucknetz 11 T€ und in das Fernwärmenetz 487 T€ investiert. Die Ausgaben für Stromhausanschlüsse betrugen 956 T€, für Gashausanschlüsse 136 T€ und für Fernwärmehausanschlüsse 718 T€. Für die Zähler und Messgeräte wurden bei der Stromversorgung 128 T€ und bei der Gasversorgung 124 T€ investiert. Bei den Finanzanlagen gab es Zugänge von 6.187 T€, was bei gleichzeitigen Abschreibungen von 101 T€ zu einem Saldo von 78.566 T€ führt. IV. Lage des Unternehmens Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt durch das operative Strom-, Gas- und Wärmevertriebsgeschäft sowie die Bewirtschaftung des Strom-, Gas- und Wärmeverteilnetzes im Stadtgebiet Herne. Die im Wirtschaftsplan gesetzten Ziele wurden überschritten. Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund dieser besonderen Situation der Ukrainekrise und der damit verbundenen Preisverwerfungen im Strom- und Gasmarkt im abgelaufenen Geschäftsjahr als zufriedenstellend bezeichnet werden. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 126.817 T€ bzw. 56,5 % auf 351.401 T€. Die Erlöse aus der Strom- (+ 80.627 T€) und Gasversorgung (+ 43.468 T€) erhöhten sich preis- und mengenbedingt. Des Weiteren erhöhten sich die Erlöse aus der Wärmeversorgung/Contracting (+ 2.919 T€), während die Erlöse aus der Erzeugung (- 56 T€) rückläufig waren. Die Bestandsveränderungen beinhalten angearbeitete Aufträge des Bereichs Straßenbeleuchtung. Die Gesamtleistung der Gesellschaft erhöhte sich dadurch um 126.835 T€ auf 351.270 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 2.067 T€ auf 3.297 T€, insbesondere durch gestiegene Erträge aus Schadenersatz und Versicherungen (+ 903 T€) sowie durch erhöhte Auflösungen von Rückstellungen (+ 944 T€). Der Materialaufwand erhöhte sich korrespondierend zur Entwicklung der Umsatzerlöse um 118.423 T€ auf 282.321 T€, insbesondere durch die gestiegenen Energiebezugskosten (+ 116.090 T€). Der Aufwand für eingekaufte Fremdleistungen stieg insbesondere preisbedingt um 1.671 T€. Die Personalaufwendungen sanken um 419 T€ auf 22.690 T€ insbesondere durch Anpassungen der Rückstellungen im Personal- und Sozialbereich (- 1.628 T€) gegenläufig zu erhöhten Entgelten (+ 1.055 T€) bei einem leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterbestand. Die Abschreibungen stiegen um 1.202 T€ auf 6.914 T€. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren planmäßigen Abschreibungen im immateriellen und Sachanlagevermögen (+ 470 T€) sowie erhöhten Abschreibungen der Biogas-Zertifikate (+ 634 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 7.620 T€ auf 29.539 T€. Die Konzessionsabgaben für Strom, Gas und Fernwärme in Höhe von 5.970 T€ (+ 95 T€) und die Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen von 6.428 T€ (+ 4.261 T€) stellen dabei die wesentlichen Posten dar. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3.264 T€ aufgrund gegenläufiger Effekte. Kostensteigerungen gab es in den Bereichen IT-Kosten (+ 2.020 T€), Versicherungskosten (+ 833 T€) und Verwaltungskostenbeiträge (+ 82 T€). Dagegen konnten Einsparungen bzw. Reduzierungen im Bereich Abschreibungen auf Forderungen (- 454 T€) sowie Gerichts-, Gutachten- und Beratungskosten (- 135 T€) erzielt werden. Das Finanzergebnis erhöhte sich um 3.977 T€ auf 7.294 T€. Die Erträge aus Finanzanlagen, bestehend aus Erträgen aus Beteiligungen, aus Gewinnabführung und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens erhöhten sich um 3.414 T€, insbesondere durch gesteigerte Erträge aus der Beteiligung an der Trianel GmbH (+ 2.659 T€), das verbesserte Ergebnis der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) (+ 211 T€) sowie gestiegenen Erträgen aus Ausleihungen an die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr) (+ 352 T€). Die Aufwendungen aus Finanzanlagen in Form von außerplanmäßigen Abschreibungen verringerten sich um 697 T€. Das Zinsergebnis verschlechterte sich um 135 T€ auf - 1.089 T€, insbesondere aufgrund der Aufnahme eines neuen Darlehens bei der Herner Sparkasse. Durch die oben genannten Entwicklungen verbesserte sich das Ergebnis vor Ertrag- und sonstigen Steuern sowie der Gewinnabführung um 6.052 T€ auf 20.397 T€. Es lag damit um 13.402 T€ über dem Planergebnis für 2023. Die Gesellschaft wird als Organgesellschaft in den Organkreis der ewmr einbezogen. Unter Berücksichtigung, dass die seitens der Organträgerin weiterbelasteten Steuerumlagen nur noch auf Ebene der Muttergesellschaft VVH ausgewiesen werden, verbesserte sich das Ergebnis vor Gewinnabführung an die VVH um 6.044 T€ auf 19.978 T€. Es ist eine Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 3.168 T€ erfolgt. b) Vermögenslage Kapitalstruktur In der Übersicht ist die Bilanz nach wirtschaftlichen und finanziellen Grundsätzen zusammengefasst bzw. wurden Bilanzpositionen miteinander verrechnet.
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 20.448 T€ auf 219.992 T€. Auf der Vermögensseite erhöhte sich das langfristige Vermögen um 10.473 T€. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 9.975 T€. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen stiegen um 5.151 T€. Dabei überstiegen die Neuinvestitionen die Abschreibungen um 5.250 T€. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um 5.322 T€, insbesondere durch ein neu an die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr) vergebenes Darlehen (+ 6.000 T€) und durch planmäßige Tilgung von bestehenden Darlehen gegenüber der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH (WHE) (- 569 T€). Das Anlagevermögen macht mit 76,9 % unverändert den Großteil des Vermögens aus. Die Vorräte haben sich signifikant um 3.964 T€ erhöht, was sich insbesondere durch den Ausweis der nEHS-Zertifikate ergibt. Die kurzfristigen Forderungen stiegen deutlich durch einen größeren Anteil an Hochrechnungen von Kundenforderungen, denen keine entsprechenden Abschläge gegenüberstehen. Zudem gab es größere Kundenforderungen im Bereich RLM Sondervertragskunden auf Grund von höheren Absatzmengen und Preisen, die zum Jahresende abgerechnet aber noch offen waren. Für die Entwicklung der flüssigen Mittel wird auf den Abschnitt IV. c) verwiesen. Der Abbau hängt ebenfalls maßgeblich mit dem beschriebenen Effekt bei den kurzfristigen Forderungen zusammen. Die Kapitalstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 38,6 % aus unserer Sicht solide. Die langfristig verfügbaren Mittel erhöhten sich insbesondere durch die Aufnahme eines zusätzlichen Darlehens bei der Herner Sparkasse. Die kurzfristigen Fremdmittel stiegen um 6.562 T€, insbesondere durch einen höheren Stichtagsbestand an kurzfristigen Drohverlustrückstellungen für die Bereiche Biogas, Großkunden und SLP-Kunden sowie den Ausbau intelligenter Messsysteme. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen stiegen stichtagsbedingt um 8.793 T€, während die Bankverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgungen sanken. Das langfristig gebundene Vermögen ist damit zu 82,3 % durch langfristig verfügbares Kapital gedeckt. Die kurzfristigen Fremdmittel betragen 158,7 % der kurzfristigen Vermögenswerte. Die Zahlungsfähigkeit wird durch eine detaillierte Finanzplanung täglich überwacht. Durch Steuerung der Liquidität im Konzern der VVH sowie der Kontakte zu Banken ist eine ausreichende Liquidität gewährleistet. Eigenkapitalspiegel Das Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 3.168 T€ auf insgesamt 84.897 T€ erhöht. Fremdkapital Die Gesellschaft hat bei verschiedenen Kreditgebern Darlehen aufgenommen. Sie verfügt über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. In 2023 gab es Darlehenstilgungen von 9.898 T€, davon 150 T€ an verbundene Unternehmen und 8.174 T€ für Inhaberschuldverschreibungen. c) Finanzlage Die Zahlungsströme der Gesellschaft sind in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung nach dem Gliederungsschema des DRS 21 dargestellt:
Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten die Mittelabflüsse aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nicht decken, was im Saldo zu einem Abbau des Finanzmittelfonds um 15.475 T€ führte. V. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt vorwiegend über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Jahresüberschuss vor Gewinnabführung sowie Cashflow. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 56,5 % auf 351.401 T€ und liegen damit um 25.098 T€ über dem Wirtschaftsplan, während sich das Ergebnis vor Gewinnabführung gegenüber dem Vorjahr um 43,4 % auf 19.978 T€ verbesserte und damit 13.173 T€ über dem Wirtschaftsplan liegt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Wirtschaftsplans waren die Auswirkungen des Ukrainekonflikts nicht abschätzbar und erklären die größeren Planabweichungen. Die Cashflows sind bereits im Abschnitt Finanzlage dargestellt. Der Cashflow des Jahres liegt mit 31.230 T€ insgesamt 17.483 T€ über dem Wirtschaftsplan in Höhe von 13.747 T€. Die Bruttoumsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis der Gesellschaft verringerte sich von 4,7 % auf 3,6 %, während die Nettoumsatzrendite (Jahresergebnis zu Umsatzerlösen) von 6,2 % auf 5,8 % gesunken ist. Dies resultiert insbesondere aus den preisbedingt gestiegenen Umsatzerlösen, denen keine Margenverbesserung zu Grunde liegt. Das Controlling stellt dem Management in regelmäßigen Reportings und in Prognoserechnungen sowie in darüberhinausgehenden Analysen ein umfassendes Bild der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zukünftigen Entwicklung bereit. VI. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören insbesondere die Kundenzufriedenheit, die Mitarbeiterqualität und -zufriedenheit sowie ein nachhaltiges ökologisches Handeln. Kundenzufriedenheit Die Zufriedenheit der Kunden steht im Mittelpunkt des Handelns der Gesellschaft. Produkte und Dienstleistungen werden ständig kundenorientiert weiterentwickelt, um eine hohe Attraktivität zu bieten. Dazu tragen auch eine gute Servicequalität sowie eine sichere, ökonomische und ökologisch verantwortungsvolle Energieversorgung bei. Auch in 2023 hat die Stadtwerke Herne AG das Siegel "TOP-Lokalversorger" des Energieverbraucherportals erhalten. Ausgezeichnet wird dasjenige Energieversorgungsunternehmen, das einen der ersten drei Plätze im Ranking seines regionalen Versorgungsgebietes auf dem unabhängigen Internetportal www.energieverbraucherportal.de belegt. Das größte Gewicht bei der Bewertung spielen der Preis, ein gutes Tarifangebot und faire Vertragsbedingungen. Das unabhängige Internetportal legt bei der Bewertung aber auch Kriterien wie Service, Nachhaltigkeit, Engagement und Transparenz zu Grunde. Hier konnte die Gesellschaft unter anderem mit dem stetigen Ausbau des Fernwärmenetzes, der persönlichen Beratung im Kundencenter, den Sponsoring-Aktivitäten und ihrem Klimaschutz-Engagement punkten. Die Stadtwerke Herne AG sieht sich durch den wiederholten Gewinn der Auszeichnung auf ihrem Weg bestätigt, die Qualität ihrer Angebote permanent weiterzuentwickeln. Personal Der Abschluss der Tarifverhandlungen 2023 beinhaltete steuerfreie Inflationsausgleichszahlungen in Höhe von 1.240 € für Juni 2023 und jeweils 220 € monatlich in den Folgemonaten bis 02/2024 (Basis. tarifliche Vollzeitkräfte), die bereits umgesetzt wurden. Ab März 2024 ist eine tabellenwirksame Erhöhung um 200 € und anschließende prozentuale Erhöhung um 5,5 % vorgesehen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2024. Im Ausbildungsbereich hat die Gesellschaft auch 2023 wieder den Fokus auf die Nachwuchskräftegewinnung gelegt: Es wurden vier neue Auszubildende zum 01.09.2023 eingestellt. Sehr stolz ist man auf die wiederholte Auszeichnung "Beste Ausbilder Deutschlands 2023", die vom Wirtschaftsmagazin Capital verliehen wird. 4 von 5 möglichen Sternen und damit die Note sehr gut erhielt die Gesellschaft in den beiden Kategorien Ausbildung und duales Studium. Zusätzlich konnte das Ausbildungsportfolio mit dem neuen Ausbildungsgang Kfz-Mechatroniker für System- und Hochvolttechnik zukunftsorientierter ausgerichtet werden. Der Personalstand entwickelte sich wie folgt:
Das Durchschnittsalter liegt mit 44,65 Jahre (Vorjahr 44,70 Jahre) in etwa auf Vorjahresniveau. Die geburtenstarken Jahrgänge ziehen den Durchschnitt hoch, so dass die durchaus häufigen Einstellungen junger Mitarbeiter dieses immer noch nicht kompensieren können. Zum 31. Dezember 2023 befand sich 1 Mitarbeiter in der Arbeitsphase der gesetzlichen Altersteilzeit. Der Altersaufbau der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Die Krankenquote 2023 ist mit 6,1 % (ohne Langzeitkranke) gegenüber dem Vorjahr (6,1 %) konstant auf hohem Niveau geblieben. Unter Einbezug von Langzeitkranken fiel die Quote von 9,2 % auf 8,3 %, aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die Entwicklung der Krankenquote bewegt sich im Deutschlandtrend. Laut Bericht der DAK hat der Krankenstand in Deutschland das zweite Jahr in Folge auf Rekordniveau gelegen. Der Frauenanteil der Gesamtbeschäftigtenzahl der Gesellschaft beträgt konstant 21 %. Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands besteht am 31.12.2023 aus 4 Mitgliedern. Die dazu gehörenden 3 Frauen führten zu einem Frauenanteil von 75 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands besteht aus 9 männlichen und einem weiblichen Mitglied. Dies entspricht 10 %. Es ist beabsichtigt, die genannten Zielgrößen entsprechend dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" beizubehalten. Umwelt / Nachhaltigkeit / Corporate Sustainability Reporting Das Ziel ist klar definiert, die Schritte dahin festgelegt: Für die Treibhausgasneutralität bis 2045 haben die Stadtwerke Herne sieben Themenfelder definiert, an denen sie ihr Handeln ausrichten. Im Bewusstsein der besonderen gesellschaftlichen Verantwortung als kommunaler Energieversorger hat das Unternehmen sich vorgenommen, eine Vorreiterrolle in der Stadt einzunehmen. Dazu gehört, dass die Stadtwerke mit Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und alle Akteure der Stadtgesellschaft bei der nachhaltigen Nutzung von Energie unterstützen. Bei der gemeinsamen schrittweisen Dekarbonisierung des Energiesystems bleibt der Anspruch des Unternehmens, Energie weiterhin zuverlässig und zu einem angemessenen Preis bereitzustellen. Um den Pfad zum klimaneutralen Wirtschaften mit Nachdruck zu verfolgen, hat sich die Gesellschaft bereits Anfang 2022 der Stadtwerke-Initiative "Klimaschutz" angeschlossen, die von der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ins Leben gerufen wurde. Der Initiative, die mittlerweile auf 78 Mitglieder angewachsen ist, geht es um einen kontinuierlichen Austausch und eine produktive Zusammenarbeit, um den Klimaschutz gemeinschaftlich voranzutreiben. Ein wichtiger Schritt dabei ist die regelmäßige und transparente Erfassung der klimarelevanten Emissionen des Unternehmens in der sogenannten Treibhausgasbilanz. Diese wurde nach den einheitlichen Standards des Greenhouse Gas Protocol im Geschäftsjahr 2023 für das zurückliegende Jahr bereits zum dritten Mal erstellt:
Die fortschreitende Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks führte dabei zu einer Reduzierung der CO 2 -Belastung um -10,5 % (Scope 1) im Vergleich zu 2020. Zur Fortsetzung dieser positiven Entwicklung hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr die Zahl seiner umweltfreundlichen Fahrzeuge auf nunmehr 27 reine Elektro- und 7 Hybrid-Autos aufgestockt. Für die E-Mobilität der Hernerinnen und Herner haben die Stadtwerke an zentraler Stelle in der Innenstadt eine zweite Schnellladesäule installiert. Ein deutlicher Rückgang der Emissionen um 37,1 % ließ sich dank Arbeiten 4.0 auch bei den Dienstreisen im Scope 3 feststellen. Nach wie vor macht mit 86 % der Stadtwerke-Gesamtemissionen der Absatz von Strom, Gas und Wärme an die Kunden den größten Teil der Belastung in der Treibhausgas-Bilanz aus. Um auch hier die selbstgesteckten Reduktionsziele der Dekarbonisierungsstrategie zu erreichen, hat das Unternehmen im Geschäftsjahr zahlreiche Projekte vor Ort weiterentwickelt bzw. neu realisiert: Grubengasnutzung Im Herner Stadtteil Horsthausen haben die Stadtwerke den begonnenen Bau eines grünen Wärmenetzes fortgesetzt. Die Wärme wird vor Ort in Blockheizkraftwerken (BHKW) durch den Einsatz von Grubengas produziert. Das Grubengas aus einer ehemaligen Zeche ist 21-mal klimaschädlicher als CO 2 und würde ohne die energetische Nutzung in die Atmosphäre entweichen. Die Wärme hat mit 0,22 einen äußerst geringen, zertifizierten Primärenergiefaktor. Diesen Vorteil nutzen neben einer großen Wohnungsbaugesellschaft mit allein rund 300 Mieteinheiten auch zahlreiche Privathaushalte. Insgesamt wurden so im vergangenen Jahr 2,4 GWh Wärme bei einer CO 2 -Ersparnis von rund 600 Tonnen produziert. In einem zweiten grubengasbetrieben Wärmenetz, das schon seit über 20 Jahren von den Stadtwerken betrieben wird, sind es nochmals 138 MW Wärme. Biogasnutzung Über ihre Beteiligung an einem Biogaspool stehen den Stadtwerken jährlich rund 18,3 GWh Biogas zur Verfügung. Es wird den Kundinnen und Kunden als ökologische Variante zur Wärmeerzeugung angeboten und in unternehmenseignen Wärmepumpen und BHKWs - unter anderem im Hallen- und Freibad "Südpool" - eingesetzt. Fernwärmeausbau Ausgelöst durch die Energiekrise rückt der Ausbau der Fernwärme als ein Baustein der Wärmewende in dichtbesiedelten Gebieten immer stärker in den Blickpunkt. Für eine Studie zum Ausbau der nachhaltigen Wärmeversorgung östlich der Autobahn A43 haben die Stadtwerke im Februar 2023 eine Teilfinanzierung durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) erhalten. Unabhängig davon liefen die Arbeiten zur Verbindung und Verdichtung der beiden Innenstadtnetze weiter. Zudem hat das Unternehmen im Oktober mit Bauarbeiten zur Netzerweiterung im Bereich Herne-Süd begonnen. Hier entsteht bis Ende 2026 ein neuer Fernwärmering mit einer Länge von 2,6 Kilometern. Fünf Herner Wohnungsbau-Gesellschaften werden über 850 Wohneinheiten ans Wärmenetz anschließen und dank des Wegfalls von Gasheizungen für eine jährliche CO 2 -Reduktion von etwa 10.500 Tonnen sorgen. Photovoltaik Auf dem Werksgelände der Gesellschaft am Grenzweg wurden die Solarkapazitäten erheblich ausgeweitet. Noch offene Flächen auf dem Dach des Betriebsgebäudes der Abwasser-Tochter SEH, auf dem Rechenzentrum und der neuen 10-kV-Schaltanlage wurden mit Modulen aus dem Angebot der stadtwerkeeigenen Energiedienstleistungsmarke Smart Tec ausgestattet. Ertüchtigung der Netze Um die erforderliche Kapazitätserweiterung des Stromnetzes bei voranschreitender Elektrifizierung möglichst effizient umzusetzen, haben die Stadtwerke im Berichtsjahr das Forschungsprojekt SEGuRo (SEcure Grids for Redispatch 2.0) intensiv weiterverfolgt. Zusammen mit sieben Projektpartnern will man im Stadtteil Sodingen unter realen Bedingungen herausfinden, wie man mittels Digitalisierung das Stromnetz auch bei schwankender Einspeisung von erneuerbaren Energien datensicher und in Echtzeit optimiert steuern kann. Weitere Aktivitäten Daneben unterstützt die Gesellschaft durch ein breites Beratungsangebot die Herner Bürgerinnen und Bürger bei ihrer individuellen Energiewende. Darunter fallen die nach Corona wieder verstärkt aufgenommenen Veranstaltungen und Aktionen mit Innovation City Herne. Dabei ging es im abgelaufenen Jahr unter anderem um Themen wie Wärmepumpe, Batteriespeicher oder E-Mobilität. Auch auf Veranstaltungen wie dem Herner Umwelttag oder bei der Mobilitätswoche zeigen die Stadtwerke Präsenz. Das eigene Förderprogramm hat die Gesellschaft um einen Zuschuss für LED-Leuchtmittel erweitert. Das städtische Förderprogramm für Balkonkraftwerke, die seit Ende 2023 auch von den Stadtwerken angeboten werden, wurde mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Zusammen mit dem kommunalen Integrationsrat haben die Stadtwerke fremdsprachige Energiespar-Flyer entwickelt und in die Verteilung gebracht, um mit diesem wichtigen Thema auch nicht-deutschsprechende Hernerinnen und Herner zu erreichen. C. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kommunaler Unternehmen gem. § 108 Abs. 3 GO NRW Die Stadt Herne hat durch die Festlegung des Unternehmensgegenstandes in der Satzung der Stadtwerke Herne AG die öffentliche Zwecksetzung vorgeschrieben. Gemäß § 3 der Satzung ist der Gegenstand des Unternehmens die Versorgung mit Energie und Wasser, Energiehandel sowie alle Neben-, Hilfs- und Ergänzungsgeschäfte, der Kauf, Verkauf, die Vorhaltung und Verpachtung von Immobilien für die Stadt Herne, ihre Einrichtungen oder Gesellschaften, an denen sie beteiligt ist, die Betriebsführung kommunaler Einrichtungen der Stadt Herne, die Durchführung von Aufgaben der Telekommunikation, die Entsorgung von Abwasser und Abfällen sowie Beförderung von Personen und Gütern. Dem Gebot der wirtschaftlichen Betriebsführung wurde konsequent gefolgt. Im Berichtsjahr war die Versorgung der Herner Bürgerinnen und Bürger und der Herner Wirtschaft mit Energie jederzeit durch die Gesellschaft sichergestellt. D. Prognose, Risiko- und Chancenbericht I. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wird laut beschlossenem Wirtschaftsplan mit Umsatzerlösen von 346.977 T€ und einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 14.755 T€ gerechnet. Für die Folgejahre weist der Wirtschaftsplan vergleichbare Entwicklungen aus. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen von 24.018 T€ geplant. Dabei belaufen sich die Investitionen in die Stromversorgung auf 6.788 T€, in die Gasversorgung auf 690 T€ und in die Wärmeverteilung auf 4.289 T€. Es sind Investitionen in die Erzeugung von 6.850 T€, in den Messstellenbetrieb von 857 T€, in gemeinsame Betriebsmittel von 1.724 T€ und in Grundstücke und Gebäude von 2.770 T€ sowie 50 T€ in das Bad Südpool vorgesehen. In das Finanzanlagevermögen sollen 965 T€ investiert werden. Der Wirtschaftsplan und die Prognose beinhalten bereits die Auswirkungen des laufenden Ukraine Konflikts mit erhöhtem Preisniveau und Problemen bei Materialverfügbarkeiten. Dennoch ist die Entwicklung an den Märkten sehr dynamisch und daher nicht beständig. Auch im Jahr 2024 ist es dem Unternehmen bezüglich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren daran gelegen, den Krankenstand zu reduzieren bzw. nicht ansteigen zu lassen sowie nachhaltige Projekte und Maßnahmen für einen positiven Beitrag zum Thema Umwelt und Dekarbonisierung umzusetzen. II. Risikobericht a) Risikomanagementsystem Aufgrund der hohen Sicherheitsstandards, der regelmäßigen Wartung der Stationen und Umspannwerke sowie der soliden Bauweise der Strom- und Gasnetze ist eine stabile und bedarfsgerechte Versorgung der Kunden gewährleistet. Das Technische Sicherheitsmanagement (TSM) wurde von unabhängigen Experten geprüft und ohne Beanstandungen bestätigt. Hierdurch wird das Risiko von Störungen und Ausfällen im Versorgungsnetz verringert. Der Risikobericht für die Gesellschaft wird regelmäßig fortgeschrieben und ist Bestandteil des Risikomanagementsystems. Hier erfolgt die regelmäßige Information von Aufsichtsrat, Vorstand und Unternehmensbereichen sowie im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses der Anstoß von Maßnahmen zur Risikofrüherkennung bzw. -vermeidung. Zur Steuerung der Risiken hat die Gesellschaft Instrumente geschaffen, die im Wesentlichen ein internes Kontrollsystem umfassen. Darüber hinaus sind zwei Risikoausschüsse implementiert, die sich jeweils mit den allgemeinen Unternehmensrisiken sowie den Risiken aus Energiebeschaffung befassen. Diese Ausschüsse - besetzt mit dem Vorstand, den Risikobeauftragten sowie den relevanten Bereichs- und Abteilungsleitern - kommen regelmäßig zusammen und beaufsichtigen die Einhaltung der vorgegebenen Risikopolitik. Sie berichten turnusgemäß oder im Bedarfsfall dem Risikokomitee, das für die Leitungsebene entsprechende risikorelevante Entscheidungen vorbereitet bzw. Handlungsoptionen vorlegt. Für die Quantifizierung bestimmter Risiken nutzt die Gesellschaft die Kennzahl des Schadenserwartungswerts (SEW) zur Risikosteuerung, Risikoüberwachung und zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit. Die Gesellschaft ist weiterhin im aktuellen Berichtsjahr mittelbar und unmittelbar an verschiedenen Projekten beteiligt. Um den jeweiligen Projektrisiken angemessen Sorge zu tragen, werden diese sowohl im Risikomanagement der Gesellschaft einem exakten Monitoring unterzogen als auch detailliert aus Sicht der Unternehmensentwicklung beobachtet. Alle Leistungen und Sachverhalte, aus denen ein Haftungsrisiko entstehen kann, sind durch entsprechende Haftpflichtversicherungen abgedeckt. Die Sachversicherungen sind zum gleitenden Neuwert abgeschlossen. b) Risiken Die Risiken der Gesellschaft lassen sich in die Felder Finanzen, Technik (Netz und Sonstiges), Projekte, Vertrieb/Beschaffung und Allgemeines (IT, Personal, Verwaltung und Recht und Steuern) einteilen. Finanzen Bei den Finanzen werden insbesondere Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sowie Beteiligungsrisiken beobachtet. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ihren Bedarf an finanziellen Mitteln decken. Wichtige Elemente waren dabei die stabile Innenfinanzierung der Gesellschaft und fest zugesagte Kreditlinien. Die Gesellschaft sieht derzeit keine Liquiditätsengpässe auf den Kapitalmärkten. Die hohen Preise und Volatilitäten am Markt bedeuten einen höheren notwendigen Liquiditätsbedarf. Durch Mengen- und Kundengewinne insbesondere im Großkundensegment, kommt es durch den zeitlichen Versatz zwischen fälligen Bezugsrechnungen der Vorlieferanten und eingehenden Kundenzahlungen, zu einem steigenden Liquiditätsbedarf, den es kontinuierlich vorzuhalten gilt. Die Energiepreisbremsen sind zum Jahresende ausgelaufen und somit auch die Unterstützung der Bundesregierung für die davon partizipierenden Kunden, die nun die immer noch hohen Preise an den Märkten selbst zu tragen haben. Hierdurch könnten Ausfallrisiken resultieren, die auch die Liquidität belasten. Auch die Endabrechnung der Energiepreisbremsen birgt Risiken in Form von Rückzahlungsansprüchen, die es bei den Kunden zu erheben und an den Bund weiterzuleiten gilt. Das Unternehmen begegnet den o.g. Risiken mit einer zeitlich sehr engmaschigen Liquiditätsplanung- und Steuerung. Dennoch kommt es aus den vorgenannten Gründen aufgrund der saisonalen Asymmetrie zwischen Kundenabschlägen und Bezugsrechnungen gerade im Winterhalbjahr zu einem Abbau von Liquidität, die im Sommerhalbjahr wieder aufgebaut wird. Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften bilden für die Gesellschaft einen wichtigen Ergebnisfaktor. Wesentlichen Einfluss auf das Beteiligungsergebnis haben dabei folgende Gesellschaften:
Die Ergebnisse der Wasserversorgung Herne GmbH & Co. KG geben aufgrund einer Absatzpreiserhöhung in 2023 und sinkenden Bezugsaufwendungen Anlass zu Optimismus. Nach wie vor positiv stellt sich auch die Entwicklung der Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH dar. So konnte die Stadtwerke Herne AG erneut eine Gewinnabführung aus der Beteiligung verzeichnen. Zukünftig werden weitere positive Ergebnisse erwartet. Technik Der Zustand und das Alter der technischen Anlagen sind wichtige Kriterien für die Planung der Instandhaltung und der Erneuerung. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit investiert die Gesellschaft kontinuierlich in die Netzinfrastruktur. Bei den Mittelspannungsstationen und den Kabelverteilerschränken werden zustandsorientierte Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Die Notwendigkeit einer Wartung ist hierbei das Ergebnis einer regelmäßigen Inspektion. Bei besonders wichtigen Anlagenteilen, wie z.B. den Leistungsschaltern, wird die Funktionsfähigkeit durch regelmäßige Wartungs- und Revisionsarbeiten sichergestellt. Notwendige Investitionen in technische Anlagen der Stromverteilung machen das Netz fit für steigende Anforderungen, die aus dem Ausbau von Wärmepumpen und Elektro-Mobilität resultieren. Bei den Gasübernahme- und Bezirksregelstationen werden entsprechend des DVGW-Regelwerkes turnusmäßig Inspektionen, Funktionsprüfungen und Wartungsarbeiten durch-geführt. Das gesamte Rohrnetz der Gasversorgung wird in regelmäßigen Abständen regelwerkskonform auf Undichtheiten hin überprüft. Die Gesellschaft intensiviert im Hinblick auf die Wärmewende Ihre Anstrengungen im Bereich der Wärmeverteilnetze. Dies beinhaltet sowohl die Erschließung neuer Versorgungsgebiete mit begleitender Trassierung als auch die Instandsetzung sowie -haltung bestehender Leitungsstränge. Projekte GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Zukünftige Risiken der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG sind eng verbunden mit der zugehörigen Finanz- und Ertragslage. Risiken ergeben sich bei den Windparks aus dem Wind- bzw. Energieertrag und den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie bei der Projektgesellschaft "An Suidhe" aus der Strompreisentwicklung in Großbritannien, der Preisentwicklung der Renewables Obligation Certificats (ROCs) sowie der Entwicklung des Britischen Pfundes zum Euro. Dieses Währungsrisiko wurde jedoch im Herbst 2012 langfristig durch die Green GECCO GmbH & Co. KG, Essen, abgesichert. Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB) Es werden regelmäßig im Rahmen eines umfassenden Risikomanagementsystems für interne und externe Zwecke Berichte zur wirtschaftlichen und technischen Entwicklung durch die TWB erstellt. Sie werden kontinuierlich gemeinsam von technischen und juristischen Sachverständigen kontrolliert. In einem erweiterten Risikocontrolling werden alle bekannten Risiken in unterschiedlichen Szenarien regelmäßig und eingehend bewertet. Biogas Pool 1 für Stadtwerke GmbH & Co. KG Die Gesellschaft hat sich positiv entwickelt und kann konstante Jahresüberschüsse vorweisen. Vertrieb/Beschaffung Die operative Tätigkeit der Gesellschaft in den Bereichen Erzeugung, Handel und Vertrieb ist Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Die Bewertung und Steuerung des aus Marktpreisänderungen entstehenden Gewinn- oder Verlustpotenzials zählen zu den Hauptaufgaben des Risikomanagements. Aus der Marktentwicklung entstehen Preisänderungsrisiken im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas. Zudem bestehen Wettbewerbs- und Preisrisiken durch den weiterhin steigenden Wettbewerb sowohl im Strom- als auch im Gasmarkt, so dass das Risiko von Kundenverlusten weiterhin Bestand hat. Aufgrund des ausgeprägten Wettbewerbs ergeben sich ebenfalls erhöhte Preis- und Margenrisiken. Durch die Vielzahl der Beschaffungsalternativen und Energie-Großhandelsprodukte bei zunehmend unsicherer Preisentwicklung hat handelsnahes Risikomanagement und -controlling für Energieversorger eine große Bedeutung. Die geeignete Verknüpfung von Beschaffungs- und Versorgungsaufgaben und die notwendige Berücksichtigung von wachsenden Absatzrisiken stellen ferner besondere Anforderungen dar. Die Energiebeschaffung erfolgt unter folgenden Prämissen: Versorgung der Kunden zu günstigen Preisen und Befolgen einer Beschaffungsstrategie gemäß den Maßgaben des Kundenportfolios. In jedem Fall aber werden die Beschaffungsvorgänge nach den Regeln des Risikohandbuchs Energiebeschaffung durchgeführt. Für den Bezug von Fernwärme besteht eine starke Abhängigkeit von den beiden Wärmelieferanten, die nur mittel- bis langfristig ausgetauscht werden können. Allgemeine Unternehmensrisiken IT-Management Kommunikations- und Informationssysteme sind für den reibungslosen Ablauf zahlreicher Geschäftsprozesse der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Die störungsfreie Bereitstellung von IT-Netzwerken und -Applikationen und die optimale Unterstützung der Durchführung der Prozesse sind oberste Ziele. Die Bereitstellung und die Integration der Soft- und Hardwarelösungen werden durch eine zentrale Stelle in Verbindung mit verschiedenen Service-Providern gesteuert. In der gesamten Gesellschaft besitzt die IT-Sicherheit eine hohe Priorität. Mögliche IT-Risiken werden durch hohe Sicherheitsstandards minimiert und im Risikomanagement dokumentiert. Das Bestehen einer Cyber-Risk-Versicherung vervollständigt die risikobewusste Steuerung dieses Bereichs. Personal-Management Zur Entwicklung der Gesellschaft leisten die erfahrenen Mitarbeiter einen wesentlichen Beitrag. Das Risiko besteht für die Gesellschaft darin, künftig nicht in ausreichendem Maß über Mitarbeiter mit der erforderlichen Qualifikation zu verfügen, um die operativen und strategischen Anforderungen umzusetzen. Dieses Risiko resultiert aus dem Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt mit anderen Unternehmen und wird durch demografische Entwicklungen verschärft. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch zahlreiche interne Personalentwicklungsmaßnahmen sowie der Positionierung der Gesellschaft als attraktivem Arbeitgeber. Rechtliche Situation Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit der Gesellschaft entsteht eine Vielzahl rechtlicher Risiken aus vertraglichen Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern sowie aus der rechtspolitischen Entwicklung. Im operativen Geschäft sind die rechtlichen Risiken vor allem auf Fragen der Preisgestaltung für Energielieferungen, die Bedingungen der Netznutzung sowie versicherungs- und genehmigungsrechtlicher Sachverhalte zurückzuführen. Zu zivilrechtlichen Auseinandersetzungen mit Vertragspartnern treten auch kartell- und regulierungsrechtliche Maßnahmen hinzu. Gerichtliche Verfahren und sonstige rechtliche Auseinandersetzungen werden im zivilrechtlichen, aber auch im öffentlich-rechtlichen Bereich geführt, teilweise mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Drohverlustrückstellungen Das Unternehmen begegnet Risiken im Kundenverhältnis mit der Bildung von Drohverlustrückstellungen. Hier sind insbesondere Rückstellungen aufgrund von drohenden Verlusten aus Geschäftsbeziehungen zu Kunden sowohl mit Standardlastprofilen aber auch aus dem Bereich der registrierenden Leistungsmessung (RLM) zu nennen. Aber auch die Umstellung auf intelligente Messsysteme (iMSys) birgt Risiken, die unter den Drohverlustrückstellungen subsummiert werden. Zudem wurde im Geschäftsjahr bei der Stadtwerke Herne AG aus der bestehenden Drohverlustrückstellung für die Abnahmeverpflichtung von Biogas, dessen Abnahmepreis über dem Marktpreis liegt, ein Betrag in Höhe von 331 T€ in Anspruch genommen. Aufgelöst wurde ein Betrag in Höhe von 682 T€. Der Rückstellungen wurden 1.009 T€ neu zugeführt; hinzu kommt eine Aufzinsung über 4 T€. Die Rückstellung notiert in Höhe von 1.009 T€. Steuerliche Situation Die Globalisierung sowie die europarechtliche Harmonisierung erfordern kontinuierliche Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, auch, um missbräuchlichen Gestaltungen entgegenzuwirken. Gesetzesänderungen - insbesondere im Bereich steuerlicher Tatbestände - lassen sich oftmals, auch mangels notwendiger Übergangsfristen, nur mit erheblichem Aufwand umsetzen. Dadurch bedingte Handlungserfordernisse beinhalten ein erhöhtes steuerliches Risiko. III. Chancenbericht Der ständige Wandel der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird auch weiterhin die künftige Ertragslage beeinflussen. Es bestehen auch Chancen für einen Mengen- und Umsatzzuwachs in angrenzenden Regionen aufgrund der kontinuierlich steigenden Akquisitionstätigkeit. So wird durch einen kontinuierlichen Ausbau des Strom- und Gasliefergeschäfts in der Region bei Geschäftskunden und Privatkunden unter der Marke "energie von nebenan" ein wichtiger Wachstumsbeitrag geleistet und gleichzeitig erhebliche Erfahrungen im Aufbau eines digitalisierten Vertriebs gesammelt. Damit kann sichergestellt werden, dass auch zukünftig eine wachstums- und wertorientierte Akquisition von Privat- und Geschäftskunden wirtschaftlich erfolgen kann. Zudem zeigt insbesondere das Großkundengeschäft eine positive Entwicklung, die weiterverfolgt wird. Die Themen aus der Energiewende werden durch unsere Smart-Tec Dienstleistungen bedient. Wir sehen hier insbesondere, dass Kunden uns als kompetenten Ansprechpartner für die Wärmeversorgung der Zukunft in der Region sehen. Wir möchten den Kunden daher vermehrt lösungsorientierte Angebote im Bereich Wärme, Kälte, Solar und LED sowie weiterer Zukunftsthemen machen und diese sowohl im Contracting auch als im klassischen Verkauf anbieten. Dabei setzen wir auf innovative und effiziente Technologien, regenerative Energien wie Ökostrom und Biogas in Kombination mit Finanzierung, Fördermittelberatung und Anlagenbetrieb. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wird ein Vertriebsgebiet weit über Herne hinaus betreut. Auch im Bereich der kommunalen Wärmeplanung nehmen wir eine gestaltende Rolle ein, um zum einen eine sinnvolle zukünftige Wärmeversorgung für den Kunden aufzuzeigen und Antworten zu liefern sowie zudem Sicherheit für den notwendigen Ausbau unserer Fernwärmenetze und -anschlüsse zu generieren. Der Produktbereich Fernwärme wird für das Unternehmen in der Zukunft eine wesentliche Rolle einnehmen und wir sehen hier Chancen unser Geschäft und unsere Expertise auszubauen. Bei neuen Erschließungsgebieten bzw. größeren Bestandssanierungen werden mit den Bauherren Überlegungen angestellt, Quartiersentwicklungen mit z.B. BHKW, Wärmepumpen, PV etc. durch die Stadtwerke Herne AG aufzubauen. Damit verbunden ist auch eine intensive Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklung. Die Zukunftschancen der Gesellschaft basieren auf der Erhaltung und weiteren Optimierung des integrierten Energie-Portfolios Erzeugung, Beschaffung, Netz und Vertrieb. Die Gestaltung künftiger Produkte und Dienstleistungen von E-Mobilität, bis Energiespeicher bildet die Basis für Wachstum, Kundennähe und effiziente Prozesse. Damit einher geht auch die konsequente Digitalisierung und Kopplung der Sektoren mit einer gut ausgebauten und validen Datenbasis, um hier Mehrwerte für das Unternehmen aber auch die Umwelt, Unternehmen und Bürger der Stadt zu generieren. Insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der Herner Wohnungswirtschaft ermöglicht die weitere Entwicklung und Umsetzung effizienter und lösungsorientierter Technologien im Wärmemarkt. Dabei spielt unsere digitale Plattform in der Zusammenarbeit eine steigende Rolle, gleichwohl wird über zentrale wohnungswirtschaftliche Ansprechpartner eine persönliche und individuelle Betreuung sichergestellt. So findet im Zuge der Modernisierung und des Ausbaus der wohnungswirtschaftlichen Liegenschaftsbestände auch ein kontinuierliches Wachstum für die Stadtwerke statt, trotz steigender Effizienz und sinkender Verbräuche. Für die zahlreichen Projekte in der städtischen Entwicklungsplanung gibt es stadtwerkeseitig innovative Versorgungskonzepte, mit denen bei Realisierung der Entwicklungsplanung weiteres Wachstum mit hohen Dienstleistungskomponenten für die Stadtwerke ermöglicht wird. Das gleiche gilt für die Modernisierung der städtischen Liegenschaften. Die Berücksichtigung der Stadtwerke, insbesondere bei der Sanierung der Schulen, ermöglicht es mit zukunftsweisenden Versorgungskonzepten im Wärme- und Energiebereich, insbesondere auch mit Erneuerbaren Energien, zu wachsen. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der Gesellschaft zählen neben Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen insbesondere auch Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten sowie mit anderen Gesellschaften innerhalb des ewmr-Konzerns. Grundsätzliches Ziel der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Finanzplanung kontinuierlich überwacht. Die Überwachung der verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungen erfolgt unter Berücksichtigung der Anforderungen des Unbundling. Die Gesellschaft verfügt für sich selbst und ihre Beteiligungen über gute Finanzierungsmöglichkeiten und -modelle. Mit der Budgetplanung für das Folgejahr und der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung wird die Gesellschaft erfolgreich gesteuert. Dies zeigt sich bei turnusmäßigen Aktualisierungen und den in diesem Zusammenhang angefertigten Plan-Ist-Vergleichen sowie Abweichungsanalysen. Derivative Finanzinstrumente kommen bei der Gesellschaft nicht zum Einsatz. F. Erläuterung zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die Gesellschaft garantiert entsprechend den Regelungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) eine diskriminierungsfreie Nutzung ihrer Netze nach objektiven und transparenten Kriterien. Die Erlösobergrenzen für die Netznutzungsentgelte werden durch die zuständige Regulierungsbehörde festgelegt, aktuell für das Stromnetz bis 2023, für das Gasnetz bis 2027. Gemäß EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen zur Vermeidung von Diskriminierung jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Zu den Tätigkeitsbereichen zählen zum einen die Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung oder der Betrieb von Flüssiggas-Anlagen (LNG-Anlagen), zum anderen gehört zu den Tätigkeiten darüber hinaus jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen, Gasspeichern oder LNG-Anlagen sowie Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2 EnWG. Die Tätigkeitsabschlüsse sind mit dem geprüften Jahresabschluss beim Bundesanzeiger elektronisch zur Veröffentlichung einzureichen. Nach § 3 Abs. 4 Satz 2 Messstellenbetriebsgesetz - MsbG gelten die genannten Verpflichtungen auch für den Betrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen. Mit der Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse 2023 erfüllt die Gesellschaft die Berichtspflicht des EnWG und MsbG: In der internen Rechnungslegung führt die Gesellschaft gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für den Betrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie den Tätigkeitsbereich Ladeinfrastruktur. Für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung, den Betrieb von Ladepunkten sowie den Betrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen erstellt die Gesellschaft darüber hinaus jeweils eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung und einen Anlagenspiegel. Vom Gesamtumsatz der Tätigkeitsbereichs Strom in Höhe von 263.436 T€ entfallen 47.734 T€ auf den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung hat einen Umsatz von 17.305 T€, der Gesamtumsatz Gas beläuft sich auf 118.583 T€. Die Elektrizitätsverteilung weist für das Berichtsjahr eine Unterdeckung vor Ergebnisabführung von 2.158 T€ (Vorjahr: -947 T€) auf, der Tätigkeitsbereich Gasverteilung eine Unterdeckung von 2.556 T€ (Vorjahr: -951 T€). Die Durchleitungsmenge betrug im Tätigkeitsbereich Stromverteilung im Berichtsjahr 428,0 GWh (Vorjahr: 447,7 GWh) und im Tätigkeitsbereich Gasverteilung im gleichen Zeitraum 885,9 GWh (Vorjahr: 908,7 GWh). Auf den assoziierten Vertrieb der Gesellschaft bezogen sich davon im Strom 279,8 GWh (Vorjahr: 278,2 GWh) und im Gas 617,8 GWh (Vorjahr: 617,9 GWh). Die den Netzaktivitäten zugeordneten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind von der Hauptabteilung Technik (Netzbetreiber) an die Hauptabteilung Finanzen und Controlling (Shared Service) übertragen worden und werden daher bei den sonstigen Aktivitäten ausgewiesen. Analog wurden auf der Aktivseite die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen subsummierten erhalten Abschläge in den Netzaktivitäten im Rahmen einer Schuldabtretung in den sonstigen Bereich überführt. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Stromverteilung 42.041 T€ (Vorjahr: 39.920 T€). Das Sachanlagevermögen belief sich auf 26.613 T€ (Vorjahr: 25.484 T€). Die Investitionen in der Elektrizitätsverteilung (3.179 T€) betreffen im Wesentlichen die Netzinfrastruktur. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten, die 11,6 % der Bilanzsumme ausmachen, von 4.870 T€ auf 4.887 T€ erhöht; es werden sonstige Rückstellungen in Höhe von 5.535 T€ ausgewiesen. Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung beträgt 17.707 T€ (Vorjahr: 16.553 T€). Auf das Sachanlagevermögen (11.627 T€, Vorjahr: 12.111 T€) entfallen 65,7 % der Bilanzsumme. Die Investitionen in Gasanlagen betrugen im Berichtsjahr 512 T€. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 1.003 T€ auf 3.451 T€; es werden sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.621 T€ ausgewiesen. Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Ladeinfrastruktur beläuft sich auf 341 T€. Für das Berichtsjahr wird eine Unterdeckung in Höhe von 48 T€ ausgewiesen. Die modernen Messeinrichtungen weisen Umsatzerlöse in Höhe von 679 T€ (Vorjahr: 500 T€) aus. Die steigenden Erlöse korrespondieren mit der ebenfalls gestiegenen Anzahl installierter Einheiten (2023: 38.249 St., 2022: 33.558 St.). Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Moderne Messeinrichtungen belief sich zum 31.12.2023 auf 1.365 T€, einem Plus von 1.045 T€ im Vergleich zum Vorjahr.
Herne, den 31. März 2024 Ulrich Koch, Vorstand Bilanz nach AktivitätenElektrizitätsverteilungAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung nach AktivitätenElektrizitätsverteilung
Entwicklung des AnlagevermögensElektrizitätsverteilung
Bilanz nach AktivitätenGasverteilung
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung nach AktivitätenGasverteilung
Entwicklung des AnlagevermögensGasverteilung
Bilanz nach AktivitätenModerne MesseinrichtungenAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung nach AktivitätenModerne Messeinrichtungen
Entwicklung des AnlagevermögensModerne Messeinrichtungen
Bilanz nach AktivitätenLadeinfrastrukturAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung nach AktivitätenLadeinfrastruktur
Entwicklung des AnlagevermögensLadeinfrastruktur
Bericht des AufsichtsratsDas abgelaufene Geschäftsjahr 2023 hat sich für die Stadtwerke Herne zwischen Energiekrise und Transformation bewegt. Der Beginn des Jahres war geprägt von massiven Verunsicherungen über die Versorgungssicherheit nach dem Ausfall russischer Gaslieferungen. Nicht minder gravierend waren die daraus folgenden Auswirkungen auf die Preise für Strom, Gas und Wärme für die Herner Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen. Dementsprechend gehörten die Entwicklungen an den Energiemärkten sowie die Umsetzung der Preisbremsen zu den zentralen Themen der Beratungen im Aufsichtsrat. In vier ordentlichen Sitzungen und einem Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren ging es verstärkt um die strategische Neuausrichtung im Bereich Fernwärme mit den Ausbauplänen für Alt-Herne. Auch zwei Fernwärmebezugsverträge konnten verlängert werden. Der Aufsichtsrat hat sich ferner mit den Berichten zur Corporate Public Governance und zur Cybersicherheit befasst. Der Vorstand hat die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig, zeitnah und umfassend über diese und weitere Themen schriftlich und mündlich informiert. Auch zwischen den Sitzungen stand der Vorstand in ständigem Kontakt mit dem Vorsitzenden. So war der Aufsichtsrat jederzeit in alle Vorgänge von besonderer Bedeutung involviert. Er hatte ausreichend Gelegenheit, den Gang der Geschäfte kontinuierlich zu begleiten und zu überwachen. Auf dieser Basis konnte das Gremium seine Aufsichtsfunktion nach Gesetz und Satzung ordnungsgemäß wahrnehmen. Zudem ergab sich eine Änderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Der Stadtverordnete Timon Radicke ist zum 16.10.2023 aus dem Gremium ausgeschieden. Der Aufsichtsrat bedankt sich für seine Mitwirkung. Nachgerückt ist der Stadtverordnete Christoph Bußmann. Die Hauptversammlung der Stadtwerke hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG mit der Prüfung des nach den Regeln des Handelsgesetzbuches zum 31.12.2023 aufgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichts beauftragt. Nach abschließender Prüfung wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Die Jahresabschlussunterlagen und der Prüfbericht lagen rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und konnten dort ausführlich erläutert werden. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke, ihren Vertretungen und dem Vorstand für Ihre engagierte Arbeit. Auf Ihrem Einsatz beruht der Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Herne, 11. Juni 2024 Dr. Frank Dudda, Vorsitzender BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Herne AG VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Herne AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Herne AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Stadtwerke Herne AG für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 9. Mai 2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile sowie Messstellenbetrieb für moderne und intelligente Messsysteme nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die im Anhang gemachten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Dortmund, den 8. Mai 2024 Dr.
Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG
Knöller, Wirtschaftsprüfer ppa. Strauß, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 11.06.2024 festgestellt. |
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