Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 723326
Vorher
Campusjäger GmbH
Eingetragen
2.11.2015
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Dienstleistungen im Zusammenhang mit Personalberatung, Personalmarketing und sonstigen Dienstleistungen im Bereich Personalvermittlung und Bewerbungsmanagement einschließlich im Bereich Personalvermittlung und Bewerbungsmanagement einschließlich Bereioch Ausbildung und Fortbildung und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte sowie der Betrieb, die Verwaltung und Entwicklung von Plattformen und Softwarelösungen im Internet. Ausgeschlossen sind erlaubnispflichtige Dienstleistungen, wie z.B. eine Arbeitnehmerüberlassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Ludger Sobing
seit 16.1.2026
Prokura
Lukas Kretzinger
seit 30.7.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

62.84% identifiziert37.16% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
31.42%
31.42%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jannik Keller
Halblech
10.918 €
31.42%
Martin Trenkle
Landau in der Pfalz
10.918 €
31.42%
LEA Venturepartner GmbH & Co. geschlossene Investmentkommanditgesellschaft
Germany
6.455 €
18.58%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Workwise GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Workwise GmbH mit ihrem einzigen Sitz in Karlsruhe betreibt eine innovative Vermittlungsplattform, die über ihre Websites www.workwise.io und www.campusjaeger.de zugänglich ist. Die Plattform richtet sich an eine vielfältige Zielgruppe von Arbeitsuchenden, einschließlich Festangestellten, Studierenden, Auszubildenden, Praktikanten, Berufseinsteigern und Aushilfen. Ziel ist es, diese Kandidaten effektiv mit Unternehmen und Organisationen aus verschiedenen Branchen zu vernetzen.

Für Arbeitgeber stellt Workwise ein leistungsfähiges Recruiting-Tool dar, das ihnen Zugang zu qualifizierten und passenden Kandidaten ermöglicht. Auf der anderen Seite bietet die Plattform den Arbeitssuchenden eine benutzerfreundliche Möglichkeit, relevante Jobangebote und potenzielle Arbeitgeber zu finden. Darüber hinaus werden Kandidaten aktiv im Bewerbungsprozess unterstützt, indem ihnen hilfreiche Ressourcen und Tools zur Verfügung gestellt werden.

Ein besonderes Merkmal der Plattform ist die direkte Kontaktmöglichkeit zwischen Arbeitgebern und Kandidaten. Arbeitgeber können gezielt nach passenden Profilen suchen und diese direkt ansprechen, was den Bewerbungsprozess effizienter gestaltet.

Die Monetarisierungsstrategie der Gesellschaft konzentriert sich auf die Unternehmensseite. Unternehmen zahlen für die Nutzung der Dienstleistungen, während die Plattform für Arbeitssuchende kostenlos bleibt. Dies ermöglicht es, eine breite und diverse Kandidatenbasis anzusprechen und gleichzeitig den Unternehmen relevante Bewerbungen zu liefern.

Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und datengetriebener Ansätze wird die Effektivität der Plattform kontinuierlich gesteigert. Dies umfasst unter anderem den Einsatz von Algorithmen zur besseren Matching-Genauigkeit und die Optimierung der Marketingstrategien, um sowohl aktive als auch passive Kandidaten zu erreichen.

Durch diese umfassende und innovative Herangehensweise positioniert sich die Workwise GmbH als einer der führenden1 Anbieterinnen im Bereich der digitalen Personalvermittlung und unterstützt Unternehmen dabei, ihre offenen Stellen effizient und erfolgreich zu besetzen.

1 https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.jobsuche-auf-welchen-portalen-man-einen- neuen-job-findet.c937e0a7-2f47-4566-ada7- 933e92dff938.html Workwise:%20Einfach%20Arbeit%20finden

Forschung und Entwicklung

Die Workwise GmbH legt einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung, um innovative Lösungen im Bereich der modernen Kommunikationstechnologien zu integrieren und insbesondere den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) voranzutreiben. Ziel ist es, die Prozesse der Personalbeschaffung und -vermittlung kontinuierlich zu optimieren und auf die Bedürfnisse eines dynamischen Arbeitsmarktes anzupassen.

Ein zentrales Anliegen ist die Optimierung des Matchings zwischen potenziellen Arbeitgebern und Kandidaten. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Arbeitskräfte arbeitet Workwise daran, die Sichtbarkeit und das Employer Branding von Arbeitgebern mit niedriger Bekanntheit zu verbessern. Dies ermöglicht eine optimale Kandidatenverteilung und trägt dazu bei, offene Stellen zu besetzen und die Time-to-Hire-Zeiten für die potenziellen Arbeitgeber zu reduzieren.

Darüber hinaus werden effiziente Bewerbungsprozesse entwickelt, die sowohl für Arbeitgeber als auch für Kandidaten von Vorteil sein können. Ein dynamischer und optimierter Bewerbungsprozess stellt sicher, dass Kandidaten schnell und unkompliziert auf passende Stellen aufmerksam gemacht werden und sich bewerben können.

Im Geschäftsjahr wurden 31% der Personalkosten, das entspricht TEUR 3.627 der insgesamt TEUR 11.601, im Bereich Forschung und Entwicklung allokiert. Dies stellt einen Zuwachs von TEUR 1.724 bzw. 91% im Vergleich zum Vorjahr dar.

Durch diese Investitionen in Forschung und Entwicklung wird die Position als innovativer Marktteilnehmer gestärkt und neue Maßstäbe in der Personalbeschaffungsbranche gesetzt.

Wirtschafts- und Marktlage

Das Jahr 2023 war von einer stagnierenden Wirtschaftsentwicklung in Deutschland gekennzeichnet. Erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) weisen darauf hin, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % niedriger ausfiel als im Vorjahr. Dies entspricht, kalenderbereinigt, einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 %. Wie Ruth Brand, die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, in einer Pressekonferenz in Berlin erklärte, litt die Wirtschaft unter anhaltend hohen Preisen auf allen Wirtschaftsebenen und unter ungünstigen Finanzierungsbedingungen infolge steigender Zinsen. Die Nachfrage sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ließ nach. Diese Faktoren verhinderten eine Fortsetzung der Erholung, die nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 einsetzte2.

Die Bruttowertschöpfung verzeichnete im Jahr 2023 eine heterogene Entwicklung in den verschiedenen Wirtschaftssektoren. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) reduzierte sich die Gesamtleistung um 2,0 %, was hauptsächlich auf einen Rückgang in der Energieversorgung zurückzuführen ist. Trotz positiver Impulse aus der Automobil- und sonstigen Fahrzeugbauindustrie, wurde auch im Verarbeitenden Gewerbe eine leichte Verringerung um 0,4 % festgestellt. Im Gegensatz dazu mussten energieintensive Branchen wie die Chemie- und Metallindustrie erneut Verluste hinnehmen3..

Im Jahr 2023 verschlechterte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt signifikant. Die Anzahl der Arbeitslosen erhöhte sich um 191.000 auf eine Gesamtzahl von 2.609.000 Personen. Parallel dazu stieg die Zahl der Unterbeschäftigten um 264.000 auf insgesamt 3.449.000. Diese Zunahmen spiegeln die herausfordernden wirtschaftlichen Verhältnisse wider, die es den Arbeitslosen erschwert haben, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden4.

Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2022 war eine spürbare Abnahme der Nachfrage nach neuen Mitarbeitern zu verzeichnen, ein Trend, der sich im Jahr 2023 kontinuierlich fortsetzte. Trotz dieser Entwicklung blieb der Personalbedarf im langjährigen Vergleich hoch. Der durchschnittliche Jahresbestand an gemeldeten Arbeitsstellen belief sich 2023 auf 761.000, was einen Rückgang von 84.000 Stellen gegenüber 2022 darstellt. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 1.633.000 Stellen gemeldet, was einen Rückgang von 251.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr bedeutete5.

Die wirtschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt des vergangenen Jahres spiegeln die komplexen Herausforderungen wider, denen sich die deutsche Wirtschaft stellen musste. Diese Umstände zwangen die Unternehmen zu einer gründlichen Bewertung der Situation und möglicherweise zu strategischen Anpassungen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Workwise GmbH konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, welches am 31.12.2023 endete, weiterhin auf die Bereitstellung ihrer Dienstleistungen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland, mit einer breiten Streuung über alle Branchen. Dabei waren die 10 größten Kunden für weniger als 7,9 % des Umsatzes verantwortlich, was auf eine gute Kundenverteilung hinweist und das Risiko einer Kundenkonzentration minimiert. Über 80 % des Umsatzes wurden durch die Vermittlung von Festanstellungen generiert. Der verbleibende Teil des Umsatzes stammte aus der Vermittlung von Praktika und Werkstudierendenjobs sowie anderen Dienstleistungen.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

4 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023

Die Workwise GmbH profitiert von langlebigen Kundenbeziehungen und verzeichnet wiederholende Umsätze mit bestehenden Kunden, was die Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells unterstreicht. Zudem bestehen stabile Lieferantenbeziehungen, wobei nur wenige Änderungen bei den Lieferanten zu verzeichnen waren, was zur Kontinuität und Zuverlässigkeit der Geschäftstätigkeit beiträgt.

Im Berichtszeitraum verzeichnete die Workwise GmbH einen leichten Anstieg in der Mitarbeiterentwicklung von knapp 10 %. Innerhalb der letzten 12 Monate ist die Mitarbeiterzahl von 210 auf 230 Personen gestiegen. Bemerkenswert ist, dass das Rohergebnis im gleichen Zeitraum um 44 % gestiegen ist, was auf eine deutliche Steigerung der Produktivität und Effizienz hinweist.

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und der besonderen Herausforderungen des Jahres ist der Verlauf des Geschäftsjahres als gut zu bewerten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung sind der Umsatz bzw. der Rohertrag von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen als wesentliche Kennzahl für die interne Steuerung verwendet. Diese Kennzahlen sind für die interne Steuerung im Hinblick auf die mittel- und langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens von signifikanter Relevanz, welche in den folgenden Abschnitten vorgestellt werden.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen eine merkliche Verbesserung der Umsatzerlöse verbuchen, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.283 gestiegen sind. Das Rohergebnis betrug TEUR 17.262 (Vorjahr: TEUR 12.019).

Diesem Rohergebnis standen jedoch erhöhte Personalkosten in Höhe von TEUR 11.601 und ein gestiegener sonstiger betrieblicher Aufwand von TEUR 11.647 gegenüber. Diese Kostensteigerungen führten zu einem um TEUR -4.194 niedrigeren Ergebnis nach Steuern, welches sich auf TEUR 6.011 belief (Vorjahr: TEUR 1.816).

Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 6.011 ab, was eine Veränderung zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.817 darstellt.

Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 4.902 verringert. Diese Veränderung resultierte aus mehreren Anpassungen innerhalb der Bilanzstruktur.

Das Eigenkapital hat sich von TEUR 10.610 auf TEUR 4.600 reduziert, was einen signifikanten Abbau darstellt. Parallel dazu konnten die liquiden Mittel und Wertpapiere von TEUR 8.122 auf TEUR 9.211 erhöht werden. Diese Veränderungen wurden hauptsächlich durch den Abbau der sonstigen Vermögensgegenstände, die von TEUR 6.277 auf TEUR 194 reduziert wurden, sowie durch eine Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten von TEUR 2.580 auf TEUR 3.473 finanziert. Innerhalb der Lieferverbindlichkeiten stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 503 auf TEUR 707 und die erhaltenen Anzahlungen auf Aufträge von TEUR 2.077 auf TEUR 2.766. Des Weiteren erhöhten sich die Rückstellungen von TEUR 237 auf TEUR 419.

Diese Veränderungen hatten signifikante Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen der Gesellschaft. Insbesondere reduzierte sich die Eigenkapitalquote um 25,1 Prozentpunkte, was den Rückgang des Eigenkapitals von 69,9 % auf 44,8 % widerspiegelt. Gleichzeitig erhöhte sich die Verbindlichkeitsquote um 22,7 Prozentpunkte, von 27,9 % auf 50,6 %.

Dies wurde ergriffen, um die Liquidität der Gesellschaft zu verbessern und eine stabile finanzielle Grundlage für zukünftige Unternehmensentwicklungen zu sichern.

Finanzlage

Im vergangenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen einen Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit verzeichnet, welcher sich um TEUR 4.361 auf TEUR 4.736 reduzierte (Vorjahr: TEUR -375).

Durch die Anlage in Bundesanleihen ist der Bestand an liquiden Mittel auf TEUR -4.090 (Vorjahr: TEUR -389) gesunken.

Am Ende der Periode verblieb ein Finanzmittelbestand von TEUR 5.198 (Vorjahr: TEUR 8.122). Ergänzend muss berücksichtigt werden, dass die genannten Bundesanleihen in 03/2024 zur Rückzahlung fällig sind, sodass unter Berücksichtigung des Zuflusses der Finanzmittelbestand sich auf etwa TEUR 9.287 erhöhen wird. Diese solide finanzielle Position ermöglicht es dem Unternehmen, sich effektiv auf zukünftige Herausforderungen und Chancen vorzubereiten. Die liquiden Mittel waren und sind zum aktuellen Zeitpunkt jederzeit ausreichend.

Chancen- und Risikobericht

Die Workwise GmbH steht vor signifikanten Herausforderungen und Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, dessen Stabilität trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase bemerkenswert bleibt. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im Jahr 2023 etwa 1,7 Millionen Stellen unbesetzt6, trotz der verhaltenen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dies unterstreicht, dass die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften weiterhin hoch ist, was sowohl Risiken als auch Chancen für die Workwise GmbH birgt.

Die Workwise GmbH hat ihre starke Position im Bereich der Rekrutierung und Vermittlung von Fachkräften durch eine nachhaltige Fokussierung, insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), weiter ausgebaut. Der anhaltende Bedarf an IT-Fachkräften, welcher durch die zunehmende Digitalisierung infolge der Corona-Krise weiter verstärkt wird, bietet besonders im Segment der KMU hervorragende Wachstumschancen. Gerade diese Unternehmen profitieren erheblich von den spezialisierten Personaldienstleistungen der Workwise GmbH, die nicht nur Kosteneffizienz und Flexibilität erhöhen, sondern auch den Zugang zu hochqualifizierten Spezialisten erleichtern.

Eine bedeutende Chance mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit erkennt Workwise darin, sich als bevorzugter Partner für KMU zu etablieren, da dieses Marktsegment noch immer eine hohe Fragmentierung aufweist. Im Einklang mit dieser Strategie hat die Workwise GmbH im vergangenen Geschäftsjahr signifikant in technologische Innovationen investiert, darunter die Automatisierung der Stellenausschreibung und der Bewerbungsprozesse mithilfe künstlicher Intelligenz, um den spezifischen Anforderungen der Kunden optimal gerecht zu werden. Die selbst entwickelte technische Infrastruktur und bewährte Kundenbeziehungen positioniert Workwise ideal, um von den aktuellen Marktentwicklungen und der wachsenden Nachfrage nach flexiblen Personalstrategien profitieren zu können.

Darüber hinaus sehen wir mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit Potenziale zur Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Dienstleistungen in der weiteren Automatisierung von Prozessen und dem Ausbau des Active Sourcing. Die Nutzung unseres über die letzten Jahre aufgebauten Kandidatenpools ermöglicht es Workwise, schneller und zielgerichteter auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren. Zudem arbeitet Workwise kontinuierlich daran, die Lieferantenabhängigkeit weiter zu reduzieren, was mehr Flexibilität und Unabhängigkeit verschafft, um auf Marktveränderungen schneller reagieren zu können.

Die Workwise GmbH verfügt über ein implementiertes Risikomanagementsystem. Dies beinhaltet ein internes Reporting- und Frühwarnsystem, mittels dessen alle relevanten Risiken regelmäßig von der Unternehmensleitung und dem Beirat analysiert werden und auf dessen Basis Entscheidungen zur Unternehmenssteuerung getroffen werden.

Das Hauptziel des Risikomanagements ist es, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand der Workwise GmbH gefährden könnten. Dazu gehört auch die Einhaltung aller geltenden Gesetze und Vorschriften. Dieses Ziel hat höchste Priorität und wird mit allen vertretbaren Mitteln verfolgt.

Der anhaltende Fachkräftemangel ist eine erhebliche Herausforderung, die die Expansion und das Wachstum von Unternehmen einschränken kann. Die übliche saisonale Frühjahrserholung des Arbeitsmarktes fiel zuletzt schwächer aus, was zusätzliche Unsicherheiten schafft. Jedoch deuten umfragebasierte Frühindikatoren, wie die des IAB und des ifo Instituts, auf eine Verbesserung der Aussichten im weiteren Jahresverlauf hin7,8 Angesichts dieser Indikatoren schätzt die Geschäftsführung die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Auswirkungen als mittel ein, was für die Workwise GmbH strategische Anpassungen und Gelegenheiten zur Mitarbeitersicherung ermöglichen könnte.

Der Eintritt insbesondere großer international tätiger ausländischer Personaldienstleister in den deutschen Markt könnte sich noch verstärken, wodurch sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen würde. Das Szenario wird jedoch von der Geschäftsführung aktuell als wenig wahrscheinlich eingeschätzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch sowohl auf der Einkaufs- als auch auf Kundenseite Risiken entstehen, die den Gewinn der Workwise GmbH negativ beeinflussen können. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind zum einen wegen der diversifizierten Kundenstruktur und zum anderen aufgrund der guten Bonität der Kunden von Workwise GmbH als weniger relevant einzustufen, allerdings ist das Risiko durch die unsichere konjunkturelle Entwicklung für die kommenden Jahre als wesentlich höher einzustufen. Wesentliche Risiken aus Verbindlichkeiten sind nicht zu erkennen, da große Teile aus Lieferungen und Leistungen resultieren und in Euro fakturiert sind. Sie stellen somit kein wesentliches Währungskursrisiko dar. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht.

Ein zusätzliches Risiko stellt die Abhängigkeit von Lieferanten und damit verbundene mögliche Erhöhungen der Einkaufspreise dar. Diese Abhängigkeit kann die Kostenstruktur negativ beeinflussen und somit die Gewinnmargen reduzieren. Die Gesellschaft hat die Lieferantenbasis in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, die Lieferantenbeziehungen werden derzeit als stabil bewertet. Die aktuelle Wirtschaftslage, die durch die globale Unsicherheit und anhaltende Nachwirkungen früherer Krisen beeinträchtigt wird, stellt ein potenzielles Risiko für die Workwise GmbH dar. Insbesondere die allgemeine Vorsicht der Wirtschaftsteilnehmer spiegelt sich in einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft und Verzögerungen bei der Einstellung neuer Mitarbeitenden wider. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Workwise GmbH, vor allem im Bereich der Neukundegewinnung, da Kunden angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten zögern, neue Dienstleister für die Personalgewinnung zu engagieren9.

Zusätzlich besteht ein geringes Risiko potenzieller Zahlungsschwierigkeiten bei Kunden, die aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Verhältnisse und der Erschöpfung ihrer Liquiditätsreserven entstehen können. Diese Risikofaktoren sind aufgrund der fortwährenden wirtschaftlichen Unsicherheiten schwer zu quantifizieren und erfordern eine kontinuierliche Überwachung und flexible Anpassung der Geschäftsstrategien der Workwise GmbH.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

5 https://www.iab-forum.de/einschaetzung-des-iab-zur-wirtschaftlichen-lage-januar-2024/ 6 https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-01-24/ifo-institut-kappt-wachstumsprognose-fuer- 2024 :~:text=Das%20ifo%20Institut%20hat%20seine,noch%20Mitte%20Dezember%20vorhergesagt%20hatte. 9 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023

Prognosebericht

Aufgrund der Marktlage rechnet die Workwise GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit einem etwas niedrigeren Umsatzniveau. Die Verwaltungskosten und Personalausgaben werden sich aufgrund von Optimierungsmaßnahmen voraussichtlich um mindestens 5% reduzieren. Aufgrund dieser Einsparungen und der Investitionen im Bereich Automatisierung und Prozessoptimierung erwartet die Workwise GmbH eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um TEUR 1.803 (EBITDA).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird voraussichtlich ausreichen, um weitere Investitionen zu finanzieren und die langfristigen Wachstumsziele zu erreichen. Obwohl die Branche sich in einem zurückhaltenden Marktumfeld befindet, ist die Ausgangslage solide. Die zukunftsorientierte Ausrichtung der Workwise GmbH ermöglicht es, sowohl bei einer stagnierenden Wirtschaft als auch bei einer positiven konjunkturellen Entwicklung erfolgreich zu agieren.

Das Engagement und die Expertise der Mitarbeiter stellt den weiteren Expansionskurs der Workwise GmbH sicher. Wesentliche Risiken für die Entwicklung ergeben sich hauptsächlich aus externen Faktoren, die außerhalb der Kontrolle der Workwise GmbH liegen. Diese werden kontinuierlich überwacht, um frühzeitig reagieren zu können.

Die Workwise GmbH ist insgesamt gut aufgestellt, um die Herausforderungen des kommenden Jahres zu meistern und ihre Ziele zu erreichen.

 

gez. am 30.05.2024

Jannik Keller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 259.293,28 348.605,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.063,28 1.125,85
II. Sachanlagen 254.230,00 347.479,73
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 254.230,00 347.479,73
B. Umlaufvermögen 9.816.258,52 14.694.798,53
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 605.720,24 6.573.092,86
1. Forderungen gegen Gesellschafter 6.000.746,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 605.720,24 572.346,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 70.120,00 70.120,00
II. Wertpapiere 4.010.652,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.199.886,05 8.121.705,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 203.471,99 137.556,73
Aktiva 10.279.023,79 15.180.960,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.599.896,97 10.610.381,38
I. Gezeichnetes Kapital 34.746,00 34.746,00
II. Kapitalrücklage 11.993.131,80 11.993.131,80
III. Verlustvortrag 1.417.496,42 -399.184,54
IV. Jahresfehlbetrag 6.010.484,41 1.816.680,96
B. Rückstellungen 419.200,00 237.040,00
C. Verbindlichkeiten 5.198.226,82 4.236.339,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.225.288,32 1.250.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 250.288,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 975.000,00 1.250.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.711,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.711,97
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.971.226,53 2.986.339,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.971.226,53 2.986.339,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.499,94
E. Passive latente Steuern 61.700,00 94.700,00
Passiva 10.279.023,79 15.180.960,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.261.994,35 12.018.956,32
2. Personalaufwand 11.601.088,23 7.189.637,27
a) Löhne und Gehälter 9.676.694,65 6.003.965,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.924.393,58 1.185.671,73
davon für Altersversorgung 14.534,80 7.453,35
3. Abschreibungen 168.197,13 160.460,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 168.197,13 160.460,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.647.408,12 6.488.589,72
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.533,92 191,62
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116.593,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.107,89 2.635,32
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -33.000,64 -5.958,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 33.000,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.900,00
8. Ergebnis nach Steuern -6.010.212,41 -1.816.408,96
9. sonstige Steuern 272,00 272,00
10. Jahresfehlbetrag 6.010.484,41 1.816.680,96

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Workwise GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Karlsruhe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 723326

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 264.630,44

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.125,85 3.937,43 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.125,85 3.937,43 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.110,17 74.948,40 840,71
Summe Sachanlagen 612.110,17 74.948,40 840,71
Summe Anlagevermögen 613.236,02 78.885,83 840,71
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.063,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.063,28
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 686.217,86
Summe Sachanlagen 0,00 686.217,86
Summe Anlagevermögen 0,00 691.281,14
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.630,44 168.197,13 839,71 0,00 431.987,86
Summe Sachanlagen 264.630,44 168.197,13 839,71 0,00 431.987,86
Summe Anlagevermögen 264.630,44 168.197,13 839,71 0,00 431.987,86
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.063,28 1.125,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.063,28 1.125,85
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 254.230,00 347.479,73
Summe Sachanlagen 0,00 254.230,00 347.479,73
Summe Anlagevermögen 0,00 259.293,28 348.605,58

Hinweis: Soweit im Anlagespiegel Felder nicht gefüllt sind, entspricht dies der Angabe EUR 0,00.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 1.225.000,00.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Globalzession Kundenforderungen, Verpfändung Wertpapierdepot und Wertpapierverrechnungskonto.

Latente Steuern

Der Posten Passive latente Steuern hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Gj Veränderung Stand zum Ende des Gj
Passive latente Steuern 94.700,00 -33.000,00 61.700,00

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von rund EUR 2.996.700,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Marketingverpflichtung 1: Dauer: 13.08.2026 jährlich rund EUR 1.596.900,00

Marketingverpflichtung 2: Dauer: 31.05.2024 rund EUR 654.500,00

Dauermietverhältnis: Dauer: 31.07.2025 jährlich rund EUR 745.300,00

Darüber hinaus besteht ein Virtuelles Optionen Programm (VSOP) insbesondere für Mitarbeiter-/innen. Über das Programm partizipieren die Anspruchsberechtigten, wenn bestimmte Bedingungen eintreten (Exit-Vergütung). Die Bedingungen, die zu einer Zahlungsverpflichtung für die Gesellschaft führen, waren nach Angaben der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllt. Es werden entsprechend zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen gebildet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Bedingungen bewertet die Geschäftsführung derzeit als gering. Nichtsdestotrotz ist die Gesellschaft in Zukunft aus dem Beteiligungsprogramm belastet, wenn und soweit ein entsprechendes Ereignis eintritt.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 29.341,05 enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

Nebenkostennachzahlung Büroräume 20.260,41
Google Ads 8.831,10
Sonstige 249,54
Gesamt 29.341,05

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 229.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 222,00
leitende Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 229,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 182,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 47,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Jannik Keller ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Martin Trenkle ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Dem Beirat gehörten an:

Martin Trenkle ausgeübter Beruf: Vorsitzender
Jannik Keller ausgeübter Beruf: stellvert. Vorsitzender
Nils Seele ausgeübter Beruf: Partner bei Lea Partnes GmbH
Florian Tappreiner ausgeüber Beruf: Managing Partner bei Amira Growth GP GmbH
Ralf Baumann (nicht stimmberechtigt) ausgeübter Beruf: Beirat / Aufsichtsrat

Vergütung der Geschäftsführer

Auf die Angabe des Gesamtbetrags der Organbezüge wird mit Verweis auf die Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Des Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von EUR 32.000,00 bezieht sich ausschließlich auf die Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Herr Martin Trenkle legte sein Amt als Geschäftsführer zum 31. Januar 2024 nieder. Es haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahrs ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -6.010.484,41 wird zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -1.417.496,42 auf neue Rechnung vorgetragen,

Bericht des Aufsichtsrats

Es wurden kein Bericht des Aufsichtsrats beigefügt, da die Gesellschaft über keinen Aufsichtsrat verfügt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Karlsruhe, den 05.07.2024

gez. Jannik Keller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Workwise GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Workwise GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesell schaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be schrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Be rufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt- Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihrer Unternehmenstätigkeit nich mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von Ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annnahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorierntierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörten mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unser Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer

gez. Annabelle Hünlich, Wirtschaftsprüfer

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