bomo trendline Technik GmbH

Gewerbestraße 5, 78739 Hardt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 480424
Eingetragen
27.12.1985
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Gegenstand nun: Die Herstellung und der Vertrieb sowie der Handel von Kunststoffteilen und Werkzeugfertigung und die gewerbliche Verwertung der in die Firma eingebrachten angemeldeten Patente oder sonstigen gewerblichen Schutzrechten sowie die Montage und der Vertrieb von Metall- und Kunststoffteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Halder
seit 13.5.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erbengemeinschaft Sascha Bohnert, Nico King und Marcel Bohnert
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Erbengemeinschaft Sascha Bohnert, Nico King und Marcel Bohnert
Germany
4.151.246 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

bomo trendline Technik GmbH

Hardt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die bomo trendline Technik GmbH ist ein kunststoffverarbeitender Betrieb, in dem die gängigen thermoplastischen Kunststoffe verarbeitet werden. Moderne Spritzgussautomaten sichern qualitative und stabile Fertigungsabläufe. Wir produzieren unter anderem Verzahnungs- und Schneckenwellen, Getriebeteile und Motorenabdeckungen, die in den verschiedensten Branchen Anwendung finden. Zusätzlich bieten wir Spender- und Pumpsysteme sowie hochtransparente Glasklarteile für die Kosmetik an, die auch durch ihre optische Qualität überzeugen. Ein weiteres wichtiges Segment sind Hybridbauteile, bei denen verschiedene Materialien kombiniert werden, sowie Mehrkomponenten-Spritzgussteile.
Wir fertigen zudem Prototypenteile aus speziellen Prototypenwerkzeugen, Vorserienwerkzeugen in Aluminium oder per 3D-Druck-Verfahren, um schnelle Lösungen für die Produktentwicklung zu bieten.

Neben dem Spritzgussbereich hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von hochpräzisen Formen spezialisiert und sieht es als weitere Aufgabe des Bereichs Werkzeugbau an, die Werkzeuge nicht nur herzustellen, sondern sie auch zu warten und zu pflegen.

II. Wirtschaftsbericht

Allgemeine Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war die weltwirtschaftliche Lage von einer Mischung aus Herausforderungen und Chancen geprägt. Der Aufschwung nach der COVID-19-Pandemie setzte sich zwar in vielen Regionen fort, wurde jedoch durch anhaltende Unsicherheiten auf den internationalen Märkten, Lieferkettenstörungen und steigende Energiepreise gedämpft. Vor allem in der Kunststoff- und Fertigungsindustrie wirkten sich geopolitische Spannungen sowie gestiegene Rohstoffkosten auf die Geschäftsentwicklung aus.

Für das Spritzgussunternehmen stellte sich das Umfeld somit als herausfordernd dar, insbesondere im Hinblick auf volatile Rohstoffpreise und die Störungen in der globalen Logistik. Der europäische Markt war von einer mäßigen Konjunkturerholung geprägt, während in Asien und Nordamerika die Produktionskapazitäten wieder ausgeweitet wurden.

Branchenentwicklung

Die Kunststoffverarbeitungsbranche ging im Jahr 2023 in Deutschland durch ein schwieriges Geschäftsjahr. Der Gesamtumsatz reduzierte sich von 77,11 Mrd. € (2022) auf 72,50 Mrd. €. Somit musste man einen Gesamtumsatzrückgang i. H. v. 6% verzeichnen. Hier musste man in den Bereichen Verpackung, Bau und Konsumprodukte Rückgänge feststellen. Lediglich bei technischen Teilen konnte man ein Umsatzwachstum feststellen.

Die Rohstoffpreise für Kunststoffe entspannten sich im Vergleich zu den Vorjahren, welche stark von Lieferengpässen, Pandemie und hohen Nachfragen geprägt wurden. Der Hauptkunststoff für Spritzgussverfahren Polypropylen (PP-Material) reduzierte sich von einem Kilogrammpreis i. H. v. 1,19 €/kg (2022) auf 0,83 €/kg (2023).

Geschäftsverlauf

Die bomo trendline Technik GmbH startete das Geschäftsjahr 2023 mit einem Auftragsbestand in Höhe von 23,45 Mio EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres konnte man schnell erkennen, dass die Absatzmengen des Eigenprodukts Airlessio hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. Trotz intensiver Bemühungen, die Produktionskosten zu senken, konnte dies im Verlauf des Jahres nicht effizient umgesetzt werden. Dies hatte zur Folge, dass der angestrebte wirtschaftliche Erfolg des Produkts nicht realisiert werden konnte.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde zudem intensiv an der geschäftlichen Neuausrichtung und der strategischen Aufstellung des Unternehmens gearbeitet. Hier unter anderem ein Maßnahmenplan für jede Abteilung erstellt um eingefahrene Prozesse zu durchbrechen, die Effizienz zu steigern. Signifikante Maßnahmen waren beispielsweise die Einstellung des Eigenproduktes Airlessio, sowie die Reduktion von zu hohen Lagerbeständen in allen Bereichen. Dieser Prozess wurde durch externe Experten unterstützt und diente der langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Prognose aus dem Jahr 2022 konnte man leider nicht erreichen und verzeichnete somit ein negatives EBIT. Das EBITDA war wiederum ausgeglichen ohne Berücksichtigung von außergewöhnlichen Aufwendungen

Im Laufe des Jahres verzeichnete die bomo trendline Technik GmbH einen Rückgang der Beschäftigtenzahl auf 160 Mitarbeitende (2022: 190 Personen), was auf strukturelle Anpassungen im Zuge der Neuausrichtung zurückzuführen ist.

Die künftige strategische Produktausrichtung wird sich auf folgende Kernbereiche konzentrieren:

• Verzahnungstechnik für Getriebe und Miniaturgetriebe,

• Spezielle Antriebsteile aus Kunststoff sowie in Kombination mit Metall,

• Produkte für die Kosmetikbranche,

• Baugruppen und Montagedienstleistungen in Verbindung mit Spritzgussprodukten.

Lage

Ertragslage:

Die Ertragssituation für das Jahr 2023 ist nicht zufriedenstellend. Das Jahresdefizit lag 2023 bei 1.771 TEUR. Die Prognose aus dem Jahr 2022 mit leicht steigenden Umsatz im Serienbereich hat sich nicht wie geplant bewahrheitet. Die Gesamtumsatzerlöse nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 1,93% ab. Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,75 % verringert. Aufgrund der fallenden Rohstoffpreise, welche sich im Geschäftsjahr 2022 auf dem Höchststand seit langen befanden, konnte man die Materialaufwandsquote wieder verbessern. Die Materialaufwandsquote konnte man von 57,95% (2022) auf 50,27% deutlich reduzieren. Mit einem Personalaufwand i. H. v. 8.516 TEUR konnte man im Vergleich zum Vorjahr die Kosten halten (Geschäftsjahr 2022 8.601 TEUR). Aufgrund der geringeren Gesamtleistung verschlechterte sich die Personalaufwandsquote von 31,69% auf 33,29%. Durch unter anderem den außerordentlich hohen Kosten der betrieblichen Aufwendungen für die Neuausrichtung der Organisation, sowie außerordentlichen Abschreibungen für die Einstellung des Eigenproduktes Airlessio, war die Ertragslage für das Geschäftsjahr defizitär und somit schlechter als geplant.

Finanzlage:

Im Geschäftsjahr 2023 stand die Liquidität des Unternehmens unter erheblichem Druck. Ein zentraler Faktor hierfür war das Zahlungsverhalten der Debitoren, die ihre Verbindlichkeiten nicht immer fristgerecht begleichen konnten. Dies lag hauptsächlich an schwierigen Preisverhandlungen, die zu Verzögerungen in den Zahlungsprozessen führten. Ein weiterer Punkt waren die hohen außergewöhnlichen betrieblichen Aufwendungen, was im Liquiditätsplan so nicht zu erwarten war.

Hier wurden durch Finanzmittel der Gesellschafter entgegengewirkt. Zudem wurden durch die Kreditinstitute Stundungen bewilligt um den Kapitaldienst zu entlasten. Um auch die Liquidität trotz dieser Herausforderungen zu stabilisieren, hat das Unternehmen seine Zahlungsbedingungen angepasst. Es wurde von der Möglichkeit des Skonto-Abzugs auf reine Nettozahlungen umgestellt. Diese Maßnahme trug dazu bei, die Zahlungsströme planbarer und verlässlicher zu gestalten, was einen positiven Effekt auf die kurzfristige Liquiditätssituation hatte.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 keine nennenswerten Investitionen getätigt. Die Vermeidung von größeren Ausgaben war Teil der Strategie, um die Liquiditätslage zu sichern und unnötige Belastungen zu vermeiden.

Zur Verbesserung der Steuerung und Überwachung der Liquidität wurden ausführliche Liquiditätspläne erarbeitet. Diese dienten als Basis für präzise Liquiditätsprognosen, um frühzeitig eventuelle Engpässe zu erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Vermögenslage:

Die Vermögenslage hat sich im Berichtszeitraum deutlich verschlechtert, was insbesondere auf den hohen Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist. Die Bilanzsumme wurde dadurch signifikant beeinträchtigt. Im ersten Halbjahr blieben Neuinvestitionen überwiegend aus, wurden jedoch zum Jahresende wiederaufgenommen. Insgesamt konnte ein Investitionsvolumen in Höhe von 362 TEUR verzeichnet werden.

Die Neuinvestitionen konzentrierten sich auf die Modernisierung der technischen Ausstattung, insbesondere durch die Anschaffung neuer Brandschutztüren sowie Trockner, Mühlen und Handlingsysteme, um in diesen Bereichen den neuesten technischen Standard zu erreichen.

Das Umlaufvermögen wurde durch bewusste Maßnahmen von einem Vorratswert der Warenbestände von 4.660 TEUR auf 3.325 TEUR reduziert.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund des negativen Jahresabschlusses von 29,27% auf 24,60%.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Zuge der Neuaufstellung der Geschäftsführung sowie der Einbindung externer Berater wurde eine umfassende Unternehmensstrategie entwickelt. Diese beinhaltet unter anderem eine detaillierte Unternehmensplanung, bei der regelmäßige Soll/Ist-Auswertungen zur Überwachung der Zielerreichung durchgeführt werden.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Neuausrichtung ist die Einführung eines neuen Liquiditätsplans sowie eines entsprechenden Forecasts, der die Liquidität des Unternehmens auf eine langfristige und nachhaltige Basis stellt. Des Weiteren wurde das Programm "Bomo-Fit" initiiert, welches darauf abzielt, monetäre Einflussfaktoren in der Produktion zu identifizieren und zu optimieren.

Zur Steuerung des Unternehmens setzt die Geschäftsführung folgende finanzielle Leistungsindikatoren ein:

• Umsatzforecast zur Prognose der künftigen Ertragslage,

• Ausführliche Liquiditätspläne zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit,

• Strukturelle Investitionspläne für die gezielte Kapitalverwendung,

• Material- und Personalaufwandsquoten zur Effizienzüberwachung,

• Fremdleistungsquoten zur Bewertung der Nutzung externer Dienstleistungen.

Diese Kennzahlen dienen der Geschäftsführung als zentrale Instrumente zur Planung, Kontrolle und Steuerung der Unternehmensperformance. Der Austausch über die Leistungsindikatoren wird mit entsprechenden Planungstools umgesetzt bzw. im engen Austausch mit den externen Beratern anhand von Quartalsreporting, sowie SOLL/IST Abgleich des Maßnahmenplan, mit Erfüllungsgrad.

Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2023 befand sich das Unternehmen in einer äußerst schwierigen Situation. Es verfehlte nicht nur die angestrebten Verkaufsziele, sondern sah sich auch mit enormen Beratungskosten konfrontiert, die das finanzielle Ergebnis stark belasteten. Diese Entwicklungen stellten das Unternehmen vor eine ernsthafte Herausforderung. Die Probleme, die sich in den turbulenten Vorjahren angesammelt hatten, waren deutlich spürbar, und die Effizienz der Organisation lag merklich unter dem gewohnten Niveau. In dieser kritischen Phase entschloss sich das Unternehmen, einen Wechsel in der externen Beratung vorzunehmen, um die Krise zu bewältigen und den Weg zurück zu erfolgreichem Handeln zu finden. Es bedurfte viel Zeit und Anstrengung, um die internen Strukturen wieder auf eine stabile Basis zu stellen.

Trotz der gravierenden Schwierigkeiten konnte mit Hilfe der externen Berater eine gründliche Analyse der Schwachstellen durchgeführt und die Kernkompetenzen des Unternehmens gezielt gestärkt werden. Bereits jetzt sind erste positive Veränderungen im Unternehmen spürbar, da interne Prozesse effizienter ablaufen und eine neue Dynamik entstanden ist. Es ist zu erwarten, dass diese Verbesserungen bald auch in einer stabilen finanziellen Performance resultieren werden und das Unternehmen in der Lage ist, seine Marktposition zu festigen und wieder auszubauen.

III. Prognosebericht

Aufgrund der Neuaufstellung der Geschäftsleitung sowie der intensiven Ausarbeitung und Entwicklung einer neuen Unternehmensstrategie blickt das Unternehmen zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2024. Durch die erfolgreiche Bearbeitung interner Prozessschwierigkeiten und den strategischen Entschluss, das Eigenprodukt "Airlessio" einzustellen, konnte eine umfassende Kostenanalyse durchgeführt werden, die positive Schlussfolgerungen für das kommende Geschäftsjahr erwarten lässt.

Der Fokus liegt nun wieder stärker auf den Kernbereichen der Automobil- und Kosmetikbranche, was eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Kompetenzen des Unternehmens darstellt. In diesem Zusammenhang wurden die Auftragsbestände bereinigt, die zuvor durch hohe Forecastzahlen des eingestellten Eigenprodukts "Airlessio" beeinflusst waren. Am 01.01.2024 startet das Unternehmen mit einem bereinigten Auftragsbestand von 19,35 Mio. Euro. Diese Korrekturen werden das Geschäftsjahr 2024 nicht negativ beeinflussen und somit geht man mit einer Erwartungshaltung von einem gleichbleibenden Umsatz für das Geschäftsjahr 2024 aus. Bei den Rohstoffpreisen geht man von eher leicht fallenden Preisen aus und somit von einer Quote von ca. 46% aus. Bei der Personalaufwandsquote geht man von einem kleinen Anstieg aus, aufgrund steigender Löhne und der gewährten Inflationsausgleichsprämie, welche den Mitarbeitern der Organisation ausbezahlt wurde. Bei der Fremdleistungsquote bewegte man sich im abgelaufen Geschäftsjahr bei 1,77%. In Zukunft werden verstärkt Werkzeuge extern bezogen, aus diesem Grund geht man von einer Steigerung der Fremdleistungsquote aus.

Trotz der anfänglich hohen Beratungskosten im ersten Quartal hat sich die Neuausrichtung der Geschäftsführung als richtungsweisend erwiesen. Die getroffenen Maßnahmen lenken die Organisation in die richtige Richtung und fördern einen verstärkten Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus bestehen Wachstumspotenziale bei den Bestandskunden, und Verlagerungsgeschäfte bieten Chancen zur Gewinnung von Neukunden. Dies stärkt nicht nur die Produktdiversifikation, sondern reduziert auch das Klumpenrisiko, wodurch das Unternehmen für die Herausforderungen im Jahr 2024 gut aufgestellt ist.

Durch die klare Fokussierung auf die Kernmärkte, die Verbesserung interner Prozesse und die strategische Neuausrichtung erwarten wir eine deutliche Stärkung der Wettbewerbsposition.

Die Organisation ist nun besser aufgestellt, um neue Marktchancen zu nutzen und bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen. Zusätzlich wird das Unternehmen von der anhaltenden Nachfrage in der Automobil- und Kosmetikbranche profitieren, während die gesteigerte Effizienz und die gezielten Investitionen in innovative Technologien eine nachhaltige Ertragssteigerung ermöglichen.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die geplanten Maßnahmen zu einer stabilen Umsatzentwicklung und einer deutlich verbesserten Ertragslage führen, was die Basis für ein langfristiges Wachstum schafft.

Die allgemeinen Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 waren insgesamt positiv, dies wiederspiegelt sich auch im aktuellen Geschäftsverlauf, bei dem man aktuell über den Planwerten wirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Personalveränderungen gezielt umgesetzt, Preisanpassungen mit Kunden vorangetrieben und die Verlagerung des Eigenprodukts Airlessio bis Ende 1. Quartal erfolgreich abgeschlossen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens sowie umfassende Veränderungen in den Bereichen Personal und Prozesse eröffnen erhebliche Chancen für zukünftiges Wachstum und Stabilität. Die Optimierung interner Abläufe und die Restrukturierung des Personalwesens haben das Unternehmen effizienter und anpassungsfähiger gemacht. Diese neu gewonnenen Strukturen stärken nicht nur die operative Effizienz, sondern ermöglichen auch eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen.

Durch diese internen Verbesserungen ist das Unternehmen nun besser aufgestellt, um Marktchancen zu erkennen und zu nutzen. Die Fokussierung auf Kernbereiche sowie gezielte Kostenoptimierung schaffen eine solide Grundlage für nachhaltige Ertragssteigerungen und stärken die Wettbewerbsfähigkeit.

Dennoch bestehen Risiken aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheiten und schwankender Marktbedingungen. Das etablierte Risikomanagementsystem ermöglicht eine frühzeitige Identifikation potenzieller Gefahren. Regelmäßige Überwachung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie internes Controlling tragen dazu bei, Risiken rechtzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

Ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements ist die regelmäßige Berichterstattung durch die Geschäftsbereiche an die Geschäftsführung, was eine fortlaufende Analyse des Geschäftsverlaufs gewährleistet. Zudem werden Haftungsrisiken durch entsprechende Versicherungen minimiert, was zusätzliche Sicherheit bietet.

Aufgrund der ereignisreichen Geschäftsjahre muss die Organisation noch die Ergebnisse diverser Betriebsprüfungen abwarten, welche die Verlustvorträge oder die Liquidität in einem gewissen Rahmen beinträchtigen können. Zur Minimierung dieser Risiken pflegt man einen intensiven Austausch mit den Prüfern, Rechtsanwälten und Spezialisten.

In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es entscheidend, die Umsätze in den verschiedenen Branchensegmenten zu stabilisieren und zu steigern. Die neu gewonnenen Strukturen, gepaart mit einem umfassenden Risikomanagement, bieten eine solide Basis, um Chancen effektiv zu nutzen und Risiken zu begegnen.

Konjunkturelle Risiken:

Spritzgussunternehmen in den Automobil- und Kosmetikbranchen sind mit verschiedenen konjunkturellen Risiken konfrontiert. Die wirtschaftliche Lage hat einen direkten Einfluss auf die Nachfrage in beiden Sektoren, was in der Automobilbranche häufig zu Rückgängen führt. Darüber hinaus unterliegen die Preise für Rohstoffe starken Schwankungen, die sich negativ auf die Produktionskosten auswirken.

Globale Ereignisse wie geopolitische Spannungen oder Pandemien können Lieferketten stören und Materialengpässe verursachen. Neue gesetzliche Anforderungen im Bereich Umweltschutz erhöhen den Aufwand und die Kosten. Zudem kann hoher Wettbewerbsdruck die Rentabilität gefährden, und in Krisenzeiten könnten Verbraucher ihre Ausgaben reduzieren oder auf günstigere Alternativen umsteigen. Um diesen Risiken zu begegnen, sind flexible Produktionsplanungen und stabile Lieferbeziehungen entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Kundenrisiken:

Spritzgussunternehmen in den Automobil- und Kosmetikbranchen sind mit verschiedenen Kundenrisiken konfrontiert, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken können. Dazu zählt vor allem die Abhängigkeit von wenigen Großkunden, die das Unternehmen anfällig für Umsatzschwankungen macht. Ein Verlust oder eine Reduzierung der Bestellungen eines wichtigen Kunden kann erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Zudem können Veränderungen im Kaufverhalten der Verbraucher, wie etwa der Trend zu nachhaltigeren oder günstigeren Produkten, die Nachfrage nach bestimmten Produktlinien beeinträchtigen. Auch die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft der Kunden stellen ein Risiko dar, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen die Liquidität der Kunden unter Druck stehen kann. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist es wichtig, eine diversifizierte Kundenbasis aufzubauen, den Kontakt zu bestehenden Kunden zu pflegen und potenzielle neue Kunden zu identifizieren

Lieferantenrisiko:

In der Spritzgussindustrie gibt es zahlreiche Lieferantenrisiken, die Unternehmen berücksichtigen müssen. Zu den häufigsten gehören Lieferverzögerungen, die zu Produktionsausfällen führen können, sowie Qualitätsprobleme, die die Endprodukte beeinträchtigen. Preisschwankungen bei Rohstoffen und die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten stellen ebenfalls Risiken dar, da sie die Kosten und die Stabilität der Lieferkette gefährden. Darüber hinaus können geopolitische Risiken und Nachhaltigkeitsprobleme das Unternehmen negativ beeinflussen.

Auf der anderen Seite bieten sich Spritzgussunternehmen durch strategische Partnerschaften mit Lieferanten auch zahlreiche Chancen. Enge Kooperationen können nicht nur zu besseren Preisen und Konditionen führen, sondern auch den Zugang zu innovativen Technologien und Materialien ermöglichen. Eine nachhaltige Beschaffung kann zudem das Unternehmensimage stärken und umweltbewusste Kunden ansprechen.

Lohnkostenrisiko:

Neben den Materialkosten sind die Lohnkosten für das Unternehmen der größte Aufwandsposten. Steigende Löhne und Gehälter, sei es durch gesetzliche Vorgaben wie Mindestlohnerhöhungen oder durch Tarifverhandlungen, können die Gesamtkosten für die Produktion erheblich erhöhen. Insbesondere in Zeiten von Fachkräftemangel kann der Druck, wettbewerbsfähige Gehälter zu zahlen steigen, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten.

Um entgegenzuwirken, bildet die Firma Fachkräfte für die Zukunft aus. Durch die Ausbildung eigener Mitarbeiter wird nicht nur die langfristige Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal sichergestellt, sondern auch die Abhängigkeit von externen Arbeitskräften verringert. Diese Strategie ermöglicht es dem Unternehmen, die Lohnkosten besser zu kontrollieren und gleichzeitig eine hohe Produktivität und Qualität in der Produktion zu gewährleisten.

Umwelt- und Klimarisiken:

Für ein Spritzgussunternehmen birgt der Klimawandel verschiedene Risiken, die die Geschäftstätigkeit beeinflussen können. Strengere Umweltauflagen und Vorschriften zur Reduzierung von Kunststoffabfällen, sowie hohe Umweltauflagen erhöhen die Produktionskosten und erfordern Investitionen in nachhaltigere Technologien. Zudem könnte der Trend zu alternativen Materialien, die weniger umweltschädlich sind, die Nachfrage nach herkömmlichen Kunststoffen verringern. Extreme Wetterereignisse, wie zum Beispiel Hochwasser und Stürme die durch den Klimawandel verstärkt werden, können zudem die Lieferketten stören und die Produktionsabläufe gefährden, was zu Verzögerungen und erhöhten Betriebskosten führen kann. Aufgrund der geografischen Lage sieht man die Risiken für extreme Wetterereignisse für den eigenen Standort gering an.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.096.851,51 13.952.626,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.432,00 25.941,00
II. Sachanlagen 12.090.119,51 13.923.385,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.226.552,51 8.516.671,55
2. technische Anlagen und Maschinen 2.614.005,00 3.347.883,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.249.562,00 2.058.831,00
III. Finanzanlagen 3.300,00 3.300,00
B. Umlaufvermögen 6.716.160,22 7.835.683,94
I. Vorräte 3.325.795,03 4.660.405,04
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.186.882,70 1.375.831,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.390.354,72 3.149.108,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10,47 26.170,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.778,81 135.469,87
D. Aktive latente Steuern 56.621,35 52.582,37
Summe Aktiva 18.950.411,89 21.976.362,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.661.037,53 6.432.606,42
I. Gezeichnetes Kapital 4.151.246,00 4.151.246,00
II. Gewinnrücklagen 602.500,00 602.500,00
III. Bilanzverlust 92.708,47 -1.678.860,42
davon Gewinnvortrag 1.678.860,42 3.391.208,55
B. Rückstellungen 415.204,89 470.426,87
C. Verbindlichkeiten 13.862.199,47 15.060.389,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.372.447,08 10.606.795,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 578.830,14 252.500,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.910.922,25 4.201.093,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.970,00 12.940,00
Summe Passiva 18.950.411,89 21.976.362,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.384.688,66 11.780.957,83
2. Personalaufwand 8.516.469,89 8.601.535,15
a) Löhne und Gehälter 6.975.826,19 7.033.515,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.540.643,70 1.568.020,11
davon für Altersversorgung 122.261,93 153.062,10
3. Abschreibungen 2.064.442,32 1.597.573,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.064.442,32 1.597.573,36
davon außerplanmäßige Abschreibungen 570.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.039.009,16 3.124.552,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 27.015,81 6.393,00
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 4.058,00 4.058,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67,50 10.896,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 518.237,48 288.105,83
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 6.143,00 6.044,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.021,18 -131.214,21
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.038,98
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.782,36
8. Ergebnis nach Steuern -1.749.381,51 -1.688.698,91
9. sonstige Steuern 14.687,38 16.149,22
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.500,00 7.500,00
11. Jahresfehlbetrag 1.771.568,89 1.712.348,13
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.678.860,42 3.391.208,55
13. Bilanzverlust 92.708,47 -1.678.860,42

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: bomo trendline Technik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hardt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 480424

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu 800 EUR wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Abgang dieser Vermögensgegenstände wird nach 3 Jahren unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren gem. § 256 S. 1 HGB nach der Fifo Methode angewendet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den jeweiligen Anschaffungskosten.

Die unfertigen Erzeugnisse und die in Arbeit befindlichen Aufträge werden entsprechend dem Fertigungsgrad bewertet. In die Bewertung fließen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der anteilige Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst gem. § 255 Abs. 2 S. 2 HGB ein. Soweit erforderlich wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, der retrograd vom Verkaufserlös ermittelt wurde.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, die sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten, den angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des anteiligen Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, zusammensetzen

Die Ermittlung erfolgt retrograd ausgehend vom Verkaufserlös.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abzusetzen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 91.964,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Abschlusskosten, Archivierungskosten und ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 612.023,45 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 612.023,45 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.835.306,92 47.886,96 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 9.474.242,94 271.185,72 95.268,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.413.120,42 42.778,60 468.851,60
Summe Sachanlagen 29.722.670,28 361.851,28 564.120,35
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 3.300,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.300,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 30.337.993,73 361.851,28 564.120,35
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 612.023,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 612.023,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.883.193,88
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.650.159,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.987.047,42
Summe Sachanlagen 0,00 29.520.401,21
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 3.300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 3.300,00
Summe Anlagevermögen 0,00 30.135.724,66
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 586.082,45 22.509,00 0,00 0,00 608.591,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 586.082,45 22.509,00 0,00 0,00 608.591,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.318.635,37 338.006,00 0,00 0,00 3.656.641,37
2. technische Anlagen und Maschinen 6.126.359,94 1.005.049,72 95.254,75 0,00 7.036.154,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.354.289,42 698.877,60 315.681,60 0,00 6.737.485,42
Summe Sachanlagen 15.799.284,73 2.041.933,32 410.936,35 0,00 17.430.281,70
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 16.385.367,18 2.064.442,32 410.936,35 0,00 18.038.873,15
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3.432,00 25.941,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.432,00 25.941,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 8.226.552,51 8.516.671,55
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.614.005,00 3.347.883,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.249.562,00 2.058.831,00
Summe Sachanlagen 0,00 12.090.119,51 13.923.385,55
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 3.300,00 3.300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 3.300,00 3.300,00
Summe Anlagevermögen 0,00 12.096.851,51 13.952.626,55

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Stromsteuererstattung 2023 in Höhe von 76.761,55€

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 58.222,35 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung latenter Steuern 56.621,35
Vermögensgegenstände §246 Abs. 2 HGB 1.601,00
Gesamtbetrag 58.222,35

Pensionsrückstellungen

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel 2018G Heubeck

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 365.056,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 273.092,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 91.964,00

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 60.862,00 Euro. Wir haben von der Übergangsregelung des Art. 67 I 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Demnach wird dieser Zuführungsbetrag jährlich mit 1/15 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum Abschlussstichtag beträgt 4.054,00 Euro.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 473.818,30 EUR (Vorjahr: 746.286,83 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 9.372.447,08 EUR.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 9.372,4 5.433,2 3.465,4 473,8
aus Lieferungen und Leistungen 2.015,7 2.015,7 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 578,8 11,5 317,3 250,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.895,2 662,3 1.232,9 0,0
Summe 13.862,2 8.122,8 5.015,6 723,8

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich auflösen. Im Fall der sich ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB werden die latenten Steuern nach der Netto-Methode saldiert ausgewiesen.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 56.621,35 Euro (Vorjahr: 52.582,37 Euro)

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 4.038,98 Euro.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 840.863,14 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Der Jahreswert beträgt 364.352,80 EUR.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Langfristige Leasing- und Mietverträge

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zusammenhang mit nach § 246 Abs. 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenständen und Schulden (Pensionsrückstellung) entstanden nachfolgende Aufwendungen und Erträge, die saldiert im Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen werden:

EURO
Erträge Deckungsvermögen 16.128,00
Zuführung Pensionsrückstellung - 8.555,00
Zinsaufwand Pensionsrückstellung - 6.143,00
Zuführung § 67 EGHGB - 4.058,00
Nettoprämie Deckungsvermögen - 11.678,11
Saldo - 14.306,11

Unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind Euro 50.789,46 (Vorjahr: Euro 44.700,89) aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Euro 27.015,81 (Vorjahr: Euro 6.393,00) aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Berichtsjahr wurden insgesamt Geschäfte mit nahestehenden Personen ausgeführt:

Art Verkäufe Erbringung von Dienstleistungen Bezug von Dienstleistungen
Beziehung Personen mit beherrschenden Einfluss 1.440.544 Euro 35.507 Euro 21.995 Euro

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr 2023 sind außergewöhnliche Erträge von 361.723,00 € angefallen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Weiterhin sind außergewöhnliche Aufwendungen für Interimsmanagement in Höhe von 493.485,97€, Restrukturierungsaufwand in Höhe von 383.678,09€ sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 570.000 € angefallen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 111,25
Angestellte 36,75
geringfügig Beschäftigte 16,50
Auszubildende 6,25
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 164,50

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Sascha Bohnert, Industriemeister Metall IHK (bis 26.07.2023)

Daniel Blansjaar, Betriebswirt (vom 26.07.2023 bis 18.01.2024)

André Krichel, Executive MBA (ab 18.01.2024)

Die Geschäftsführer waren jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

Andreas Wagner

Arnold Klausmann

Drummond Jacoy, Vorsitzender

Heinz Sarnau

Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich den Angaben über die Gesamtbezüge der in § 285 Nr. 9 HGB genannten Personen wird in Anspruch genommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag wird mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hardt, 10.10.2024

André Krichel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"Der nachfolgende Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den erstellten Jahresabschluss 2023 vor Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen "

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die bomo trendline Technik GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der bomo trendline Technik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der bomo trendline Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitgehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Dachsberg, den 25.10.2024

Uwe Kaiser, Wirtschaftsprüfer

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