Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 713287
Vorher
Supernova Beteiligungs GmbH
Eingetragen
16.7.2015
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die technische Entwicklung, das Design, die Herstellung und der Vertrieb von Fortbewegungs- / Transportmitteln und deren Komponenten sowie lichttechnischen Produkten, insbesondere transportable Lampen und Leuchten für den dienstlichen, industriellen und freizeitlichen Einsatz sowie alle damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Jaksch
seit 4.2.2026
Prokura
Sebastian Wiedmann
seit 4.2.2026
Prokura
Marcus Wallmeyer
seit 16.7.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

77955 Ettenheim
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Supernova Design GmbH

Gundelfingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Supernova Design GmbH, Gundelfingen

Unternehmensprofil

Die Supernova Design GmbH ist eine auf die technische Entwicklung, das Design, die Herstellung und den Vertrieb von Leuchtmitteln für Fahrräder spezialisiertes Industrieunternehmen in Südbaden. Die Haupttätigkeiten sind

Ø Entwicklung,

Ø Design,

Ø und Vertrieb.

Die Supernova Design GmbH bietet in diesem Warensortiment ein großes und breit gefächertes Produktspektrum an. Es werden u.a. Scheinwerfer für Pedelecs und E-Bikes, Dynamoscheinwerfer sowie akkubetriebene Scheinwerfer und Rücklichter erstellt. In allen Bereichen hat das Unternehmen eine sehr gute Marktstellung erreicht und gehört zu den führenden Herstellern in Deutschland.

Im Bereich der Entwicklung liegen die Schwerpunkte in der Neuentwicklung von Innovationen sowie in der Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Produkte.

Die Supernova Design GmbH ist bereits mehrfach mit Preisen für ihr innovatives Design ausgezeichnet worden.

Im Bereich des Vertriebs werden viele nationale sowie internationale Großkunden beliefert. Aber auch Privatkunden werden international über den eigenen Webshop beliefert.

Die Supernova Design GmbH kann auf allen Gebieten sehr viel Know-how, langjährige Erfahrung und große Leistungsfähigkeiten vorweisen.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den immer noch andauernden Auswirkungen von Material- und Lieferengpässen aufgrund des Krieges in der Ukraine sowie, neu hinzugekommen, eine hohe Inflation und steigende Zinsen. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Vom gestiegenen Preis- und Zinsniveau sind ebenso Auswirkungen auf die Nachfragemärkte und in Folge auch auf die Industrieproduktion zu erwarten, wie von den restriktiveren Kreditbedingungen, die gleichermaßen Investitionen wie Konsum einschränken.

Branchenentwicklung

Die deutsche Fahrradbranche hat sich im Jahr 2023 nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands ZIV und des Verbands des Deutschen Fahrradhandels VDZ nach dem Allzeithoch in der Fahrrad- und E-Bike-Produktion in Deutschland im Jahr 2022, auf dem Niveau des Boom-Jahres 2020 eingependelt. "Mit Blick auf den Markt- und Innovationstreiber E-Bike nehmen die Unternehmen aus der deutschen Fahrradbranche inzwischen weltweit die Vorreiterrolle ein. 'Engineered in Germany' und 'Made in Europe' sind bei E-Bikes die Garanten für Ingenieurskunst, Design, Qualität, Nachhaltigkeit und Werterhalt.", so Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV.

Mit 2,3 Mio. produzierten Fahrrädern und E-Bikes war die Produktion auf einem Niveau des Boom-Jahres 2020. Bei einem leichten Rückgang der Fahrradproduktion von 0,1 Mio. Stück insgesamt sank die E-Bike-Produktion ebenfalls auf 1,6 Mio. Fahrzeuge.

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland mit 53 % erstmals mehr E-Bikes als klassische Fahrräder verkauft. 1,9 Mio. abgesetzte Fahrräder stehen 2023 2,1 Mio. E-Bikes gegenüber. Durch hochwertige Produkte und den hohen E-Bike-Anteil hat sich der Umsatz ebenfalls stabil auf einem hohen Niveau gehalten. Der Wert, der im Jahr 2023 in Deutschland verkauften Fahrräder und E-Bikes betrug 7,06 Mrd. Euro.

Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr 2023 ist durch den Rückgang von Auftragseingängen und -stornierungen geprägt. Hierunter fallen sowohl kleine Aufträge mit einer Volumina < 50 T€ als auch Aufträge jenseits einer Volumina von > 50 T€.

Für alle Abteilungen bestand während des gesamten Berichtsjahres eine gute Auslastung. Zur Sicherung der zukünftigen Auslastung hat das Unternehmen die Produktion von Neuentwicklungen zunächst in Gundelfingen angesiedelt. Sollte die Nachfrage die Produktionskapazitäten übersteigen, besteht die Möglichkeit an diverse Auftragsfertiger weiter zu vermitteln.

Der Auftragsbestand ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Für das Jahr 2024 ist eine Stabilisierung der Markt- und damit auch der Auftragssituation eingetreten.

Der Personalstamm wurde im Jahr 2023 nicht weiter ausgebaut, Personalabgänge lagen nur in geringem Umfang vor.

Als junges, innovatives Unternehmen werden digitale Prozesse und Homeoffice immer stärker ausgebaut.

Die Personalkosten sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um ca. 16 TEUR auf 2.803 TEUR gesunken. Gleichzeitig sank die Gesamtleistung im Berichtsjahr um ca. 5.301 TEUR auf 15.054 TEUR. Dies ist überwiegend auf die verringerte Auftragslage und dem Abbau von Beständen zurückzuführen und entspricht der Marktsituation.

Die Geschäftsführung beurteilt deshalb das Berichtsjahr den äußeren Umständen der Radbranche entsprechend als erfolgreich und sieht die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Supernova Design GmbH ihre wirtschaftlich gute Marktposition erhalten.

Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2023 15.534 TEUR (Vorjahr 19.845 TEUR).

Das EBIT für 2023 weist einen positiven Betrag in Höhe von ca. 840 TEUR auf und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 838 TEUR gesunken. Zu dem beschriebenen Rückgang der Erlöse kam es auch zu einer Verringerung der Materialkosten in Höhe von 3.397 TEUR (Vorjahr 14.141 TEUR). Im Jahr 2023 haben sich die Abschreibungen um 32 TEUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 149 TEUR verringert. Aufgrund der Entwicklungsarbeit konnten 541 TEUR als aktivierte Eigenleistungen verbucht werden.

Der Jahresüberschuss hat sich mit 568 TEUR um 603 TEUR reduziert.

Die im Vorjahr prognostizierten Erwartungen sind damit im Wesentlichen eingetroffen.

Die Anlagenzugänge und Umbuchungen aus den Anlagen im Bau im Jahr 2023 in Höhe von 1.659 TEUR dienten vornehmlich der Expansion, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu sein. Investiert wurde dabei sowohl in Werkzeuge für neue Produktgruppen als auch in Software. Die aktivierten Eigenleistungen beliefen sich dabei auf 33% der Zugänge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 711 TEUR (Vorjahreserhöhung 270 TEUR) erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag, im Vergleich zum Vorjahr, um 19 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind hingegen um 883 TEUR gesunken. Die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert.

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem 31.12.2022 von 4.840 TEUR auf 5.408 TEUR erhöht. Die Erhöhung resultiert aus dem Gewinn in Höhe von 568 TEUR. Damit ist die Eigenkapitalquote auf ca. 69% gestiegen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist geordnet.

Chancen und Risiken

Das Risikomanagement der Supernova Design GmbH orientiert sich an den Zielen einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Die Supernova Design GmbH verfügt über sehr weit gefächerte und vernetzte Arbeitsgebiete in der Leuchtmittelherstellung und ist für eine große Anzahl von Auftraggebern tätig. Die Gesellschaft ist klar strukturiert und besitzt ein transparentes Berichtswesen.

Hauptauftraggeber mit einem Anteil von 60% sind Radhersteller, 13% sind Großhändler mit ebenfalls stabilen Verhältnissen, sodass in der bisherigen Unternehmensgeschichte keine nennenswerten Forderungsausfälle aufgetreten sind. Davon ist trotz der angespannten Marktsituation auch weiterhin auszugehen.

Im Unternehmen ist durch die regelmäßige Abstimmung der Abteilungsleiter eine laufende Kontrolle gewährleistet, um möglicherweise auftretende, finanzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Ebenso erfolgt kontinuierlich ein Überwachen der Angebotsaufforderungen und der Auftragseingänge. Das Risikomanagement- und die Controlling-Methoden werden regelmäßig überprüft und an sich verändernde Situationen angepasst.

Für das laufende Geschäftsjahr wurde die Risikobewertung fortgeschrieben. Als bedeutende Risikofaktoren sind Auftragsstornierungen infolge der Marktsituation und die im Warenbestand gebundenen liquiden Mittel zu nennen. Derzeit dient der hohe Warenbestand der reibungslosen Produktion, wodurch die Abhängigkeit gegenüber Lieferanten sinkt.

Die Chancen auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Supernova Design GmbH werden aber trotz dieser Umstände weiterhin als sehr gut eingeschätzt, da das Unternehmen sich auf hochqualifiziertes Personal und langjährige Erfahrungen stützen kann. Es besteht eine anhaltend sehr große Nachfrage an den Produkten des Unternehmens.

Prognosebericht

Die Geschäftstätigkeiten im Jahr 2024 entwickelt sich trotz hoher Inflationsrate und hohem Kostendruck bei den Auftraggebern positiv. Durch ständige Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten konnten bereits die Aufträge für das Jahr 2025 gesichert werden.

Die Erwartungen hinsichtlich der Umsatzerlöse und des Ergebnisses in den Jahren 2024 und 2025 ist aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage mit Unsicherheiten behaftet, sodass mit einer weiteren Konsolidierung sowie einem leichten Rückgang zu rechnen ist.

Das Unternehmen blickt weiterhin positiv in die Zukunft. Die Liquidität wird durch die Betriebsmittelkredite der Deutschen Bank sichergestellt.

 

Gundelfingen, 31. März 2025

Die Geschäftsführung

Marcus Wallmeyer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.776.822,63 795.517,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 567.106,00 80.420,00
II. Sachanlagen 1.209.716,63 715.097,66
B. Umlaufvermögen 6.088.987,13 6.619.229,20
I. Vorräte 4.681.350,91 5.072.688,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.117.405,82 1.148.960,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 290.230,40 397.580,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.231,17 27.235,01
Summe Aktiva 7.883.040,93 7.441.981,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.408.270,36 4.839.828,52
I. eingefordertes Kapital 387.500,00 387.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
II. Kapitalrücklage 189.631,46 189.631,46
III. Gewinnvortrag 4.262.697,06 3.091.162,63
IV. Jahresüberschuss 568.441,84 1.171.534,43
B. Rückstellungen 284.198,00 288.387,00
C. Verbindlichkeiten 2.012.041,57 2.272.523,35
D. Passive latente Steuern 178.531,00 41.243,00
Summe Passiva 7.883.040,93 7.441.981,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.447.410,84 6.419.398,95
2. Personalaufwand 2.802.716,11 2.819.067,10
a) Löhne und Gehälter 2.401.624,01 2.415.039,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 401.092,10 404.027,82
davon für Altersversorgung 4.615,53 4.579,77
3. Abschreibungen 299.637,81 268.252,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 299.637,81 268.252,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.504.867,65 1.653.689,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.161,19 1.211,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.511,85 25.069,65
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 231.454,32 482.970,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 137.288,00 10.966,00
8. Ergebnis nach Steuern 568.384,29 1.171.562,38
9. sonstige Steuern -57,55 27,95
10. Jahresüberschuss 568.441,84 1.171.534,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Supernova Design GmbH, Gundelfingen

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Supernova Design GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gundelfingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: 713287

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Handelsbilanz und den Wertansätzen in der Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern gebildet.

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währungen werden im Zeitpunkt des Zugangs mit dem Monatskurs in Euro umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt ein Abgleich mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro.

II. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurde erstmalig vom Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht, um einen besseren Einblick in die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft zu gewähren. Die Vermögensgegenstände wurden in Höhe von 809.599,00 Euro mit ihren Entwicklungskosten aktiviert und unter den Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" sowie "In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Nach Fertigstellung werden die Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände betragen im Berichtsjahr 2.359,00 Euro. Somit ergibt sich aus der Wahlrechtsausübung für das Berichtsjahr eine Erhöhung des Vermögens und des Jahresüberschusses von 807.240,00 Euro.

C. Angaben zur Bilanz

I. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 187.000,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 353.779,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.985,46 0,00 23.490,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 277.985,46 540.779,00 23.490,61
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 22.029,69 18.858,58 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.591.947,80 197.233,57 128.329,51
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.693,66 524.124,63 0,00
Summe Sachanlagen 1.634.671,15 740.216,78 128.329,51
Summe Anlagevermögen 1.912.656,61 1.280.995,78 151.820,12
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 187.000,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 353.779,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 254.494,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 795.273,85
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 40.888,27
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 377.531,66 2.038.383,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -377.531,66 167.286,63
Summe Sachanlagen 0,00 2.246.558,42
Summe Anlagevermögen 0,00 3.041.832,27
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.559,00 0,00 0,00 1.559,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.565,46 52.530,00 23.486,61 0,00 226.608,85
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 197.565,46 54.089,00 23.486,61 0,00 228.167,85
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 13.208,69 3.027,58 0,00 0,00 16.236,27
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.364,80 242.521,23 128.280,51 0,00 1.020.605,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 919.573,49 245.548,81 128.280,51 0,00 1.036.841,79
Summe Anlagevermögen 1.117.138,95 299.637,81 151.767,12 0,00 1.265.009,64
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 185.441,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 353.779,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 27.886,00 80.420,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 567.106,00 80.420,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 24.652,00 8.821,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.017.778,00 685.583,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 167.286,63 20.693,66
Summe Sachanlagen 0,00 1.209.716,63 715.097,66
Summe Anlagevermögen 0,00 1.776.822,63 795.517,66

II. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr 1.258.939,21 EUR. Davon entfallen 809.599,00 EUR auf die Entwicklungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

III. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 16.710,00 EUR (Vorjahr: 16.710,00 EUR).

IV. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 135.893,07 EUR (Vorjahr: 123.924,79 EUR).

V. Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

VI. Eigenkapital

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von 807.240,00 Euro abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern von 231.940,00 Euro unterliegen in Höhe von 575.300,00 Euro der Ausschüttungssperre.

VI. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

VII. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

VIII. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit >5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR.

IX. Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.635,5 389,6 1.245,9 0,0
erhaltene Anzahlungen 14,0 14,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 255,4 255,4 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 107,2 107,2 0,0 0,0
Summe 2.012,1 766,2 1.245,9 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften des Gesellschafter-Geschäftsführers sowie der Bürgschaftsbank, Raumsicherungsübereignung der Warenlager in Gundelfingen, Abtretung von Forderungen und einer Risiko-Lebensversicherung besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

X. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

XI. Latente Steuern

Im Berichtsjahr ergeben sich passive latente Steuern aufgrund der Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung von Entwicklungskosten auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Handelsbilanz sowie aufgrund unterschiedlicher Nutzungsdauern bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 28,70 %. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar.

Bezeichnung Wert zum 01.01.
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Wert zum 31.12.
EURO
Aktive latente Steuern 0,00 0,00 0,00 0,00
Passive latente Steuern 41.243,00 137.288,00 0,00 178.531,00
Summe 41.243,00 137.288,00 0,00 178.531,00

XII. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 136.800,51 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 89.226,41 EUR (Vorjahr: 141.076,97 EUR).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 87.803,94 EUR (Vorjahr: 166.364,61 EUR).

E. Sonstige Angaben

I. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 5,00
leitende Angestellte 47,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 52,00

II. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name ausgeübter Beruf
Marcus Wallmeyer Industriedesigner

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

III. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 123.924,79
Rückzahlungen im Berichtsjahr 1.201,85
Neuvergaben im Berichtsjahr 13.170,13
= neuer Kreditbestand 135.893,07

Die Verbindlichkeiten werden mit einem Zinssatz von 1,0 % p.a. verzinst.

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht ergeben.

V. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gundelfingen, den 31. März 2025

Marcus Wallmeyer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht. Auf § 328 HGB wird hingewiesen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Supernova Design GmbH, Gundelfingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Supernova Design GmbH, Gundelfingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Supernova Design GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl, 16. April 2025

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