Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 500702
Eingetragen
7.2.1990
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Betrieb einer Spedition, sowie die Lagerhaltung, auch der Transport im Nahund Fernverkehr, ebenso die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen, wie etwa der Betrieb einer Kfz-Werkstätte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Schroll
seit 5.11.2015
Prokura
Arno Willy Brucker
seit 8.6.2006
Geschäftsführer
Stefan Dr. Brucker
seit 8.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Brucker Verpachtung GmbH
Germany
480.700 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spedition Brucker GmbH

Aalen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

LAGEBERICHT 31.12.2024

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1.1. Entwicklung der Branche und der Gesamtkonjunktur

Das Jahr 2024 spiegelte die allgemeine Verunsicherung auf den Märkten einhergehend mit den politischen Unsicherheiten wider. Im Gesamtverlauf führte dies wie erwartet zu deutlichen Umsatzrückgängen in spezifischen Branchen wie z.B. Automotive oder Baustoffindustrie.

Das erste Halbjahr 2024 war eher positiv geprägt, was sich dann durch die allgemeine Verunsicherung und die anstehenden Wahlen im Verlauf des zweiten Halbjahres ins Negative wandelte. Nach den Sommerferien 2024 spürte man eine deutliche Unruhe an den Märkten. Durch deutlich gestiegene Zinsen, politisch wirre Entscheidungen sowie Entscheidungsfindungen, wurde die Wirtschaft und die Gesellschaft in Deutschland in Unsicherheit versetzt. Über unseren gesamten Kundenstamm hinweg spürten wir die Verunsicherung, was sich in deutlich sinkenden Logistik- und Transportmengen bemerkbar machte.

Insofern war im zweiten Halbjahr in der gesamten Transportbranche Druck auf den Frachtraten zu spüren und dies, obwohl sich die Gesamtkosten allein bedingt durch die anhaltenden Lohnanpassungen deutlich erhöht haben.

1.2. Geschäftsverlauf im Berichtsjahr

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir auf das zurückliegende Jahr 2024 und dürfen feststellen, dass wir uns in einem bekanntermaßen extrem schwachen Marktumfeld doch ganz gut behaupten konnten.

Obwohl die Umsätze vor allem im letzten Quartal bei weitem nicht mehr den Erwartungen entsprachen, haben wir im Jahresumsatz mit knapp 108,3 Mio. EUR nur rund 2,7 Mio. EUR zum Plan verloren (-2,4%). Der Jahresüberschuss mit ca. 1.626 TEUR liegt dann sogar leicht über dem Plan und bestätigt unser umsichtiges Vorgehen bei der Planung 2024.

Der Dezember war erneut durch sehr wenig Arbeitstage sowie viele vorzeitige Betriebsruhen unserer Kunden stark belastet.

Erhebliche Preissteigerungen bei Reifen, Reparaturen und Ersatzteilen sind weitere Stressfaktoren für das Ergebnis. Sehr ärgerlich war die Entwicklung unserer Kfz-Schadensquote, die trotz erheblicher Anstrengungen zu einem außerordentlichen Schadenrückkauf beim Versicherer mit mehr als 200 TEUR geführt hat.

1.3. Lage der Gesellschaft im Berichtsjahr

Nachfolgend stellen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Investitionstätigkeit unserer Gesellschaft dar.

Vermögenslage

Unsere Vermögensstruktur zum Bilanzstichtag ist durch einen Anteil des Anlagevermögens von knapp 47,5% der Bilanzsumme gekennzeichnet. Im Vorjahr waren das noch rd. 49,2%. Der Rückgang ist auf eine gewisse "Normalisierung" bei den Investitionen zurückzuführen. Das Vorjahr lag hier deutlich über dem Mehrjahresdurchschnitt.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 52,3%. Der Schwerpunkt liegt wie jedes Jahr bei den Kundenforderungen. Die Quote "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu Bilanzsumme" ist zwar mit rd. 45,9% gegenüber dem Vorjahr (rd. 46,6%) etwas gesunken, was aber hauptsächlich an der Bilanzverlängerung festzumachen ist. Absolut sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rd. 2,1 Mio. EUR gestiegen, teilweise natürlich bedingt durch den erneut deutlichen Umsatzzuwachs zum Vorjahr (+7,2 Mio. EUR). Der Trend zu immer längeren Zahlungszielen bei Großkunden ist leider nur schwer aufzuhalten. Bei einem Konzernverbund von Großkunden sind wir mittlerweile bei rd. 100 Tagen Zahlungsziel.

Trotz in absoluten Zahlen gestiegenem Eigenkapital ist die Eigenkapital-Quote aufgrund der höheren Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 53,5% auf jetzt 50,7% gesunken. Dieser Wert stellt aber immer noch ein ordentliches Polster dar. Für 2025 gehen wir wieder von einem leichten Anstieg aus.

Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens war im Jahr 2024 überwiegend sehr gut, so dass wir nur in Einzelfällen kurzfristige Banklinien in Anspruch nehmen mussten. Sämtliche Lieferantenverbindlichkeiten konnten termingerecht und dort, wo entsprechend vereinbart, unter Abzug von Skonto bedient werden. Die Bedienung der Kapitaldienste (Zinsen und Tilgungen) war zu jeder Zeit garantiert.

Investitionen wurden - wie in den Jahren zuvor - über neue Finanzierungen sowie aus dem Cash-Flow getätigt.

Ertragslage

Trotz des am Ende doch deutlichen Umsatz-Rückstandes zum Plan erzielten wir ein Ergebnis nach Steuern von rd. 1.626 TEUR (Vorjahr rd. 1.949 TEUR). In Relation zum Umsatz ergibt das eine Nach-Steuer-Rendite von 1,5% gegenüber dem Vorjahr mit 1,9%. Absolut lag das Ergebnis damit sogar leicht über dem Plan. 2024 war somit trotz des eher schwierigen letzten Quartals ein erfolgreiches Jahr für die Spedition Brucker GmbH.

Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verantwortlich sind für schwierige Marktverhältnisse, haben wir sie auch im Jahr 2024 für ihren tollen Einsatz belohnt und mit dem Dezember-Lohn eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von Gesamt rund 180 TEUR ausgeschüttet.

Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Investitionen in Höhe von rd. 7.677 TEUR getätigt. Diese Summe liegt immer noch über dem Mehrjahresdurchschnitt. Jedoch sind wir weiter bestrebt, unseren Fuhrpark zu Gunsten von Reparatur- und Ersatzteilkosten zu verjüngen. Außerdem stehen auch immer wieder aufgrund neuer Projekte Investitionen in Spezialfahrzeuge an. Bei entsprechenden Verträgen mit unseren Kunden erfolgt hier ein Schwenk vom Mieten zum Kaufen.

Leasing kommt weiterhin nur für Firmen-Pkws und E-Bikes zum Tragen.

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es ist uns gelungen, mit einem Großkunden in der weiteren Nachbarschaft einen 7-Jahresvertrag zu schließen. Dies freut uns umso mehr, weil leider bei einigen anderen Kunden offensichtlich keine nachhaltige Zusammenarbeit mehr gewünscht wird.

3. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Erstmals seit vielen Jahren gehen wir von einem leichten Umsatzrückgang auf nunmehr rund 107 Mio. EUR aus. Wir haben bei drei größeren Projekten auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Kunden verzichtet, weil völlig unrealistische Preisvorstellungen an uns herangetragen wurden. Durch die aktuelle, gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland konnten wir bislang nur einen Teil davon durch Neu-Geschäfte kompensieren.

Auf der Kostenseite ist ebenfalls keine spürbare Verbesserung zu erwarten, im Gegenteil. So sind z.B. die Versicherungsbeiträge um teilweise mehr als 12% gestiegen. Das trifft uns speziell bei der Kfz-Versicherung sehr hart.

Aus diesem Grund gehen wir von einem nochmals etwas schwächeren, aber immer noch deutlich positiven Ergebnis für 2025 aus. Damit erwarten wir für die Eigenkapital-Quote wieder einen leichten Anstieg auf über 51%.

Für Investitionen im Geschäftsjahr 2025 sind rund 6.200 TEUR vorgesehen. Finanziert wird wie immer über einen Mix aus Eigen- und Fremdfinanzierung. Für Letzteres wollen wir ausschließlich unsere vier Hausbanken bzw. deren angeschlossene Finanzpartner konsultieren.

Außerdem arbeiten wir weiter permanent an so wichtigen Themen wie "Cybersicherheit", "Digitalisierung" und "Interne Prozesse".

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Eine realistische Planung sowie eine positive Geschäftsentwicklung vorherzusagen, ist für das Jahr 2025 extrem schwierig. Einerseits bleiben die Mengen im Transport und insbesondere in der Kontraktlogistik weit hinter den Mengen der Vorjahre und andererseits erlauben die daraus resultierenden Überkapazitäten keine Preisanpassungen aufgrund des Wettbewerbs. Die Preisanpassungen jedoch wären notwendig, um insbesondere dem bestehenden Mangel an Kraftfahrern zu begegnen und die vom Staat auferlegten Maßnahmen in Bezug auf Bürokratie und Nachhaltigkeit finanzieren zu können.

Diese gesamte Unsicherheit und somit fehlende Planbarkeit bei gleichzeitig sinkenden Transportmengen führt zu einem deutlichen Preisdruck, insbesondere auf die Frachtraten. Wir erleben, dass immer mehr Unternehmen Transportausschreibungen an den Markt geben und sich erhoffen, damit die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Transportkosten wieder ein wenig abzusenken.

Zusammenfassend lässt sich für das Jahr 2025 nur sehr schwer eine realistische Prognose wagen. Die anhaltenden Koalitionsverhandlungen scheinen auch nicht die erhofften Resultate für die heimische Wirtschaft zu bewirken und so bleibt es spannend, wie sich die allgemeine Wirtschaft entwickeln wird. In vielen Bereichen haben wir auch auf unserer Kundenseite bereits Signale, dass die Produktion und somit die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen ins Ausland abwandern wird. Die Ursachen hierfür sind jedoch kurz- und mittelfristig kaum zu ändern, da wir einerseits unter viel zu viel Bürokratie und Verwaltungsaufwand leiden und sich andererseits das gesellschaftliche Wertedenken deutlich ändern müsste, damit sich die Produktivität im Inland wieder erhöht.

5. Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Tatsachen

Aufgrund der dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Berichtsjahr sowie der bisherigen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr sind wir für die bevorstehenden Herausforderungen gewappnet, auch unter der Maßgabe einer niedrigeren Renditeerwartung.

Die Optimierung der bestehenden Prozesse hat weiterhin oberste Priorität, um trotz eines schwierigen Marktumfeldes positive Ergebnisse zu erzielen.

Bestandsgefährdende Probleme sehen wir derzeit nicht auf uns zukommen.

 

Aalen, den 4. April 2025

Arno Brucker, Geschäftsführer

Dr. Stefan Brucker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 19.292.602,74 17.461.926,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.063,00 20.480,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.063,00 10.480,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 10.000,00
II. Sachanlagen 18.998.579,40 17.158.486,37
1. technische Anlagen und Maschinen 148.286,00 45.015,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.746.293,40 15.963.228,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.000,00 1.150.242,85
III. Finanzanlagen 282.960,34 282.960,34
1. Beteiligungen 263.870,00 263.870,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.090,34 14.090,34
3. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 21.256.890,82 17.904.711,16
I. Vorräte 122.228,00 135.250,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 122.228,00 135.250,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.237.741,15 17.347.148,04
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.660.982,44 16.548.494,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 80.000,00 210.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 496.758,71 588.653,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.896.921,67 422.313,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 104.945,57 114.129,50
Aktiva 40.654.439,13 35.480.767,37

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 20.612.486,78 18.986.567,98
I. Gezeichnetes Kapital 480.700,00 480.700,00
II. Kapitalrücklage 30.677,51 30.677,51
III. Gewinnrücklagen 52.994,00 52.994,00
1. andere Gewinnrücklagen 52.994,00 52.994,00
IV. Gewinnvortrag 18.422.196,47 16.473.578,99
V. Jahresüberschuss 1.625.918,80 1.948.617,48
B. Rückstellungen 1.449.815,49 1.094.507,74
1. sonstige Rückstellungen 1.449.815,49 1.094.507,74
C. Verbindlichkeiten 18.592.136,86 15.399.691,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.926.930,78 7.125.792,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.813.985,98 4.973.890,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 876.411,69 412.029,91
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.974.808,41 2.887.979,05
davon aus Steuern 469.354,87 505.341,49
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 64.116,38 78.157,82
Passiva 40.654.439,13 35.480.767,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 108.274.800,87 101.075.735,56
2. sonstige betriebliche Erträge 1.540.098,58 1.483.079,58
3. Materialaufwand 28.181.491,22 25.352.725,58
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 894.729,00 821.014,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.286.762,22 24.531.711,58
4. Personalaufwand 39.601.340,48 37.836.986,31
a) Löhne und Gehälter 32.774.781,07 31.278.987,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.826.559,41 6.557.999,00
davon für Altersversorgung 151.534,46 149.956,87
5. Abschreibungen 5.585.731,77 4.540.544,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.585.731,77 4.540.544,36
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 33.668.681,10 31.720.984,50
7. Erträge aus Beteiligungen 320.000,00 200.000,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 787,50 750,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.785,30 18.890,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 476.061,95 210.744,20
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 742.550,76 904.940,50
12. Ergebnis nach Steuern 1.894.614,97 2.211.530,31
13. sonstige Steuern 268.696,17 262.912,83
14. Jahresüberschuss 1.625.918,80 1.948.617,48

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Spedition Brucker GmbH (nachfolgend kurz: Brucker GmbH) mit Sitz in Aalen wird beim Registergericht Ulm mit der Registernummer HRB 500702 geführt.

Gemäß § 267 HGB ist die Spedition Brucker GmbH (kurz: Brucker GmbH) eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

3.1 Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses der Brucker GmbH wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsrechts sowie ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Zudem wurden die besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt.

3.2 Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um lineare Abschreibungen (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bis zu zehn Jahren) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 und 33 Jahre) vorgenommen. Die Zugänge im Berichtsjahr wurden linear abgeschrieben (Vorjahr ebenfalls linear).

Vermögensgegenstände mit einem Wert von 250,00 Euro bis 800,00 Euro werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen 5.585,7 TEuro.

Die Finanzanlagen betreffen eine Beteiligung, Wertpapiere sowie Genossenschaftsanteile und wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden grundsätzlich mit ihrem Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im erforderlichen Maße gebildet. Aufgrund des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Netto-Forderungen (nach Abzug der Einzelwertberichtigungen) gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Der Fehlbetrag aus nicht bilanzierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 170,4 TEuro 1Buksbaum, Tim | LIEBSiehe "NÜRNBERGER Versicherung Altersversorgung AB SB.pdf"

(Vorjahr 40,6 TEuro).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen wurden mit dem Barwert zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen und aktivierte Aufwendungen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Positionen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr in Höhe von insgesamt 31,3 TEuro (Vorjahr 217,5 TEuro).

4.2 Finanzanlagen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über Beteiligungen berichtet, von denen die Spedition Brucker GmbH mindestens den fünften Teil der Anteile hält:

Firma Sitz Rechtsform Eigenkapital Beteiligung
%
Jahresergebnis
Euro
Geschäftsjahr
RoRo Reifenservice GmbH Aalen GmbH 25.000,00 Euro 100% 279.759,63 2024

4.3 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf insgesamt 80,0 TEuro (Vorjahr: 210,0 TEuro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf insgesamt 876,4 TEuro (Vorjahr: 412,0 TEuro). Es handelt sich hierbei um Umsatzsteuerverbindlichkeiten (Organschaft).

4.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen, Personal, andere Rückstellungen, Berufsgenossenschaft, Aufbewahrung, Jahresabschluss und Prüfung, Schwerbehindertenabgabe sowie Betriebsprüfung.

4.5 Verbindlichkeiten

31.12.2024
TEuro
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEuro
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.926,9 2.976,9 6.950,0 0,0
Vorjahr 7.125,8 2.078,8 5.047,0 0,0
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.814,0 3.814,0 0,0 0,0
Vorjahr 4.973,9 4.973,9 0,0 0,0
3 Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 876,4 876,4 0,0 0,0
Vorjahr 412,0 412,0 0,0 0,0
4 Sonstige Verbindlichkeiten 3.974,8 1.787,8 2.187,0 0,0
Vorjahr 2.888,0 1.545,0 1.343,0 0,0
- davon aus Steuern 469,4 469,4 0,0 0,0
Vorjahr 505,3 505,3 0,0 0,0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 64,1 64,1 0,0 0,0
Vorjahr 78,2 78,2 0,0 0,0
Summe 18.592,1 9.455,1 9.137,0 0,0
Vorjahr 15.399,7 9.009,7 6.390,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag 31.12.2024 in Höhe von 9.926,9 TEuro durch die nachfolgenden Vermögensgegenstände besichert:

31.12.2024
TEuro
Sicherungsübereignung von Anlagevermögen (Restbuchwert) 8.318,7
8.318,7

Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen (enthalten in der Position "sonstige Verbindlichkeiten") und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zudem durch Eigentumsvorbehalt der erworbenen Fahrzeuge gesichert.

4.6 Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag 31.12.2024 bestanden die nachfolgend dargestellten Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB:

TEuro
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 525,0
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 525,0

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein.

4.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen im nachfolgend dargestellten Umfang:

Sonstige finanzielle Verpflichtung i.S.v. § 285 Nr. 3 HGB TEuro davon gegenüber verb. Unternehmen oder assoziierten Unternehmen
TEuro
Miet- und Pachtverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 24.806,6 1.200,0
Leasingverträge (Zahlungen bis Laufzeitende) 494,5 0,0
Summe 25.301,1 1.200,0

5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 108.274,8 TEuro verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Erlöse aus Dienstleistungen, Vermietungen u.a.
in TEuro
Umsatzerlöse gesamt
in TEuro
Inland 95.278,7 95.278,7
Ausland 12.996,1 12.996,1
Gesamt 108.274,8 108.274,8

5.2 Periodenfremde Aufwendungen bzw. Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 183,1 TEuro enthalten. Die Erträge wurden im Posten "übrige sonstige betriebliche Erträge" erfasst und stehen im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren.

Ebenso sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 126,7 TEuro enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst und stehen im Zusammenhang mit der Nachzahlung von Mietnebenkosten.

6. Sonstige Pflichtangaben

6.1 Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane

Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte die Geschäftsführung der Spedition Brucker GmbH durch:

Name, Vorname Ausgeübter Beruf
Brucker, Arno administrative Geschäftsführung
Dr. Brucker, Stefan operative Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge von Geschäftsführungs- bzw. Aufsichtsorganen gemäß § 285 Nr. 9a) und b) HGB wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

An Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Die Spedition Brucker GmbH ist auch keine Haftungsverhältnisse für diese Personen eingegangen.

Auf die Angabe der für frühere Organe und ihrer Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe b Satz 3 HGB gebildeten oder nicht gebildeten Pensionsrückstellungen wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6.2 Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar beträgt 15,5 TEuro und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (15,0 TEuro) und sonstige Leistungen (0,5 TEuro).

6.3 Konzernzugehörigkeit

Die Spedition Brucker GmbH wurde in den Konzernabschluss der Brucker Verpachtung GmbH, mit Sitz in Aalen, einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

6.4 Arbeitnehmer

Die Spedition Brucker GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2024 die nachfolgend dargestellten Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführer und Auszubildende):

Arbeiter 634
Angestellte 123
Teilzeitkräfte (voll berücksichtigt) 38
Aushilfen auf Minijob - Basis (voll berücksichtigt) 60
Summe 855

6.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag (§ 285 Nr. 33 HGB)

Es haben sich keine Vorgänge von Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

6.6 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Verwendung des im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss vor:

Euro
Vortrag auf neue Rechnung 1.625.918,8
Jahresüberschuss 1.625.918,80

 

Aalen, den 4. April 2025

Arno Brucker, Geschäftsführer

Dr. Stefan Brucker, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31.12.2024

Bilanzposten AHK 01.01.2024
EUR
Zugänge gesamter AHK Geschäftsjahr
EUR
Abgänge gesamter AHK Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen gesamter AHK (+/-) Geschäftsjahr
EUR
AHK 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 343.831,60 € 5.172,00 € 61.180,41 € 12.310,00 € 300.133,19 €
2. geleistete Anzahlungen 10.000,00 € 2.310,00 € - € - 12.310,00 € - €
353.831,60 € 7.482,00 € 61.180,41 € - € 300.133,19 €
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 67.165,10 € 81.032,71 € - € 40.730,15 € 188.927,96 €
2. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung 45.088.028,71 € 7.484.742,09 € 5.684.534,57 € 919.532,70 € 47.807.768,93 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.150.242,85 € 104.000,00 € 189.980,00 € -960.262,85 € 104.000,00 €
46.305.436,66 € 7.669.774,80 € 5.874.514,57 € - € 48.100.696,89 €
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 282.960,34 € - € - € - € 282.960,34 €
282.960,34 € - € - € - € 282.960,34 €
Gesamtsumme 46.942.228,60 € 7.677.256,80 € 5.935.694,98 € - € 48.683.790,42 €
Bilanzposten Abschreibungen 01.01.2024
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen iZm Abgängen 31.12.2024
EUR
Abschreibungen 31.12.2024
EUR
Buchwert 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.351,60 € 16.897,00 € 61.178,41 € 289.070,19 € 11.063,00 €
2. geleistete Anzahlungen - € - € - € - € - €
333.351,60 € 16.897,00 € 61.178,41 € 289.070,19 € 11.063,00 €
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 22.150,10 € 18.491,86 € - € 40.641,96 € 148.286,00 €
2. Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung 29.124.800,19 € 5.550.342,91 € 5.613.667,57 € 29.061.475,53 € 18.746.293,40 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € - € - € 104.000,00 €
29.146.950,29 € 5.568.834,77 € 5.613.667,57 € 29.102.117,49 € 18.998.579,40 €
III. Finanzanlagen
Beteiligungen - € - € - € - € 282.960,34 €
- € - € - € - € 282.960,34 €
Gesamtsumme 29.480.301,89 € 5.585.731,77 € 5.674.845,98 € 29.391.187,68 € 19.292.602,74 €

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2025 festgestellt.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Spedition Brucker GmbH, Aalen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spedition Brucker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spedition Brucker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www. idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v3-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."

 

Aalen, den 4. April 2025

LIEB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Lieb, Wirtschaftsprüfer

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