Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH

Muthmannstraße 10, 80939 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 80870
Eingetragen
18.2.1987
Branche
Rettungs- und KrankentransportdiensteBetrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeErbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.
Gegenstand
Abschlepp- und Bergungsdienst von Personenkraftwagen und Lastkraftwagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gufidauner Str. 46, 81547 München
50000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH, München, gehört in und um München zu den führenden Abschlepp- und Bergungsunternehmen. Für unsere Partner, wie z.B. den ADAC oder die Polizei, erbringen wir Abschlepp- und Bergungsleistungen von liegengebliebenen oder falsch abgestellten Kraftfahrzeugen und räumen Unfall- und Gefahrenstellen.

Als inhabergeführtes Familienunternehmen sind wir seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich am Markt tätig.

Im Laufe der Jahre haben wir uns weiterentwickelt: Heute umfasst das Aufgabengebiet nicht nur den Abschlepp- und Bergungsdienst, sondern den kompletten Kfz-Hilfe Sektor. Von A wie Abschleppen, über M wie Mietwagen und P wie Pannenhilfe, bis Z wie Zwischenlagerung von Fahrzeugen bieten wir das gesamte Portfolio im Bereich der Kraftfahrzeugmobilität.

Mit derzeit über 80 GPS-gesteuerten Einsatzfahrzeugen und moderner EDV-gestützter Einsatzzentrale gewährleisten wir einen 24-Stunden-Service über die Stadtgrenzen Münchens hinaus für Pkw, Lkw und Motorräder. Unsere Mitarbeiter werden im eigenen Schulungs- und Ausbildungscenter durch einen Qualitätsmanager und Trainer systematisch geschult und weitergebildet, damit sie sich motiviert und engagiert den Herausforderungen stellen können.

Das Unternehmen verfügt im Berichtszeitraum in München und Umgebung über insgesamt drei Standorte (Dachau, München-Nord sowie München-West).

II. Darstellung der Rahmenbedingungen, des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Unternehmens

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Laut Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2025 des Statistischen Bundesamtes (abrufbar unter www.destatis.de) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Vorjahr (kalenderbereinigt 0,1 %). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von einem krisengeprägten Umfeld. Zu den nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2023 damit nach wie vor herausfordernd.

2. Branchenentwicklung

Deutschlandweit ist der Markt für Abschlepp- und Bergungsdienstleistungen sehr regional und fragmentiert, wobei sich auf lokaler Ebene ein deutlicher Trend zur Konzentration unter den Anbietern zeigt, der zum Teil weit fortgeschritten ist.

Die Branche ist relativ konjunkturunabhängig. Eine mittelbare Abhängigkeit ist gegeben, da Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in der Regel mit höherem Last- und Individualverkehr einhergehen und sich daraus unsere Erlösmöglichkeiten speisen. Sondersituationen wie die Lock Downs und Reiseeinschränkungen bzw. die allgemeine Reisezurückhaltung während der Corona-Pandemie haben zu einem niedrigeren Verkehrsaufkommen geführt. Von dieser Sondersituation hat sich die Branche mittlerweile erholt.

Generell schlagen sich in der Branchenentwicklung allgemeine Trends nieder: So führen beispielsweise der vielzitierte demographische Wandel und die veränderte berufliche Orientierung junger Menschen dazu, dass Fachkräfte für unsere Branche knapp werden. Auch hat der Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht zur Folge, dass immer weniger Mitarbeiter mit der notwendigen Fahrerlaubnis für Lastkraftwagen auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Die Konsequenz sind allgemein steigende Personalkosten.

3. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Erholung der Wirtschaft ist aufgrund zahlreicher Krisen ins Stocken geraten. Das Verkehrsaufkommen hat jedoch wieder zugenommen und der Abschluss neuer Verträge in den Vorjahren zeigt Wirkung. Unsere Umsätze lagen in 2023 deutlich über der Vor-Corona-Zeit.

In 2023 haben wir kontinuierlich an der weiteren Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse gearbeitet. Digitalisierung erzeugt Transparenz, verschlankt die Wege und reduziert (Anreize zu) Betrug, Ungenauigkeiten, manuelle Erfassungen sowie (Zähl-)Fehler.

Unsere Fahrzeugflotte ist mit sum-up-Geräten ausgestattet. Bargeldloses Bezahlen setzt sich seit Jahren immer mehr durch. Bargeld verliert an Bedeutung, weil es gefälscht werden kann, weil es langsam ist und umständlich in der Handhabung und natürlich weil es gestohlen werden kann und hohe Kosten verursacht für seine Zählung, Bewachung und den Transport zur Bank. Auch dem staatlichen Druck, Bargeld aus dem Verkehr zu ziehen, weil es Geldwäsche und Steuerhinterziehung ermöglicht, kommen wir zuvor.

Der Speicher für die Daten unserer Dispositionssoftware liegt bereits seit mehreren Jahren in der Cloud. Wir erhoffen uns eine verbesserte Datengenerierung: Wann bzw. wo wird abgeladen, wo befindet sich das Fahrzeug, wie lange ist es unterwegs. Das gibt Rechtssicherheit und Transparenz, um die eigenen Leistungen nachweisen zu können, sowie einen Vorsprung vor der Konkurrenz, die digital weniger gut aufgestellt ist. Zudem ist diese Form der Transparenz ein Fair Play von uns, da die Abrechnung gerecht und nachvollziehbar erfolgt.

Im letzten Lagebericht hatten wir mit deutlich steigenden Umsatzerlösen und trotz höherer Kosten mit einem erheblich höheren Jahresüberschuss sowie einen erheblich höheren Bestand an liquiden Mitteln erwartet. Den Anlagendeckungsgrad - unter Herausrechnung von Finanzanlagen - haben wir deutlich über dem Niveau des Jahres 2022 prognostiziert. Insgesamt waren wir für 2023 von einer deutlichen Verbesserung der Finanzlage den Cash-Flow betreffend und Ertragslage hinsichtlich Umsatzerlöse und Jahresergebnis ausgegangen. Die Vermögenslage haben wir deutlich verbessert erwartet. Unsere Erwartungen haben sich - bis auf den erheblich höheren Jahresüberschuss - erfüllt. Im Folgenden wird die VFE-Lage näher erläutert.

a) Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen ist aufgrund erheblicher Investitionen (TEUR 1.142) trotz der planmäßigen Abschreibungen angestiegen. Insgesamt stieg das Sachanlagevermögen von TEUR 6.958 im Vorjahr um TEUR 406 auf TEUR 7.364 im Berichtsjahr (5,8 %).

Die Bilanzsumme hat sich mit einem Anstieg von TEUR 12.049 um TEUR 1.519 auf TEUR 13.568 (+ 12,6 %) ausgeweitet. Auf der Aktivseite fand der Zuwachs hauptsächlich im Anstieg des Anlagevermögens und der liquiden Mittel seinen Niederschlag, auf der Passivseite vor allem in der Zunahme des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss 2023.

Mit einer Eigenkapitalquote von 74,8 % (Vorjahr: 74,4 %) ist das Unternehmen sehr solide aufgestellt. Mit dem positiven Jahresergebnis konnten wir unsere Eigenkapitalstruktur erneut stärken.

Wir streben eine hohe Deckung des Anlagevermögens durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital an. Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital / Anlagevermögen) - unter Herausrechnung von Finanzanlagen - verbesserte sich im Berichtsjahr deutlich auf 1,38 nach 1,29 im Vorjahr.

b) Finanzlage

Die Liquidität war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gewährleistet.

Zum 31.12.2023 bestand ein Finanzmittelfonds (Kassenbestand, Kontokorrentguthaben abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten) in Höhe von TEUR 5.474. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum 31.12.2022 um TEUR 1.113 (25,5 %). In dieser Zunahme schlägt sich der positive Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Jahres 2023 nieder.

Der Liquiditätsbestand ist der wesentliche finanzielle Leistungsindikator, den wir zur Steuerung des Unternehmens verwenden. Die erhebliche Zunahme der liquiden Mittel ist wie von uns im Vorjahreslagebericht prognostiziert eingetreten.

Unser gekaufter Fuhrpark wurde durch unseren Cash-Flow bzw. aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert.

Grundsätzlich möchten wir so unabhängig wie möglich von kurzfristiger Fremdfinanzierung sein, um in wirtschaftlichen Krisensituationen oder bei plötzlichen Änderungen der Rahmenbedingungen eigenbestimmt agieren zu können.

Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von rund TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 973) dienen vor allem dazu, unseren Fuhrpark aktuell zu halten.

Unsere Firmenzentrale sowie Außenanlagen, IT- und Einrichtungskosten in der Muthmannstraße 10 in München haben wir überschaubar und stabil mittels KfW-Darlehen (KfW-Energieeffizienzprogramm KMU) über TEUR 2.235 sowie einem weiteren Bankdarlehen über TEUR 500 finanziert. Die Laufzeit beträgt jeweils über 10 Jahre, es sind regelmäßige unterjährige Tilgungen zu leisten. Auf diese Weise nutzen wir das niedrige Zinsniveau mit langfristiger Zinsfestschreibung. Die Tilgungen der Bankverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr plangemäß erfolgt.

Der Cash Flow nach DVFA/SG (= Jahresüberschuss + Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens + Änderung der langfristigen Rückstellungen) belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.902 nach TEUR 1.853 im Vorjahr.

c) Ertragslage

Der Umsatz hat um 14,6 % zugenommen. Damit war ein kräftiger Zuwachs zu verzeichnen. Positiv ausgewirkt haben sich auch die in den Vorjahren neuen Vertragsabschlüsse mit Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Vorjahr vor allem die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Versicherungsentschädigungen. In 2023 haben wir fast kein Anlagevermögen veräußert, so dass 2023 im Wesentlichen vor allem Versicherungsentschädigungen ausgewiesen werden.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr erheblich angestiegen.

Die Personalaufwendungen haben von TEUR 3.377 um TEUR 477 auf TEUR 3.854 zugenommen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl war im Jahr 2023 leicht steigend. Insgesamt schlagen an dieser Stelle Gehaltserhöhungen bzw. höhere Kosten für neues Personal durch.

Der Fachkräftemangel erweist sich in der Branche mittlerweile als generelles Problem. Bei Personalabgängen wurde geprüft, ob der entsprechende Mitarbeiter ersetzt werden muss. Hier konnten zum Teil Einsparpotentiale realisiert werden. Die Digitalisierung soll helfen, den Personalbedarf zu reduzieren und Personalkosten einzusparen, z.B. weil händische Erfassungen wegfallen, wenn Daten bereits elektronisch vorliegen.

Unser Ziel ist, die Leerfahrten zu reduzieren. Hier kann die Digitalisierung unserer Fahrzeuge helfen, indem wir z.B. Ortungsmöglichkeiten nutzen. Wir haben die hohen Neuinvestitionen in das Sachanlagevermögen beibehalten, die Abschreibungen bewegen sich in der Folge über dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben mit einer Steigerung um TEUR 184 auf TEUR 2.090 signifikant zugenommen. Hierfür sind vor allem gestiegene Betriebskosten für den eigenen Fuhrpark ausschlaggebend.

Insgesamt ist der Jahresüberschuss von TEUR 1.203 im Vorjahr auf TEUR 1.182 leicht zurück gegangen. Die im Vorjahreslagebericht kommunizierte Erwartung eines deutlich höheren Jahresüberschusses 2023 ist damit nicht eingetreten. Trotz Umsatzanstieg haben die Kostensteigerungen ein besseres Ergebnis verhindert.

Alles in allem verlief das Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung angesichts der Umstände gut.

IV. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Da wir als Mobilitätsdienstleister mit großem Fuhrpark große Mengen Treibstoff benötigen, werden die hohen Energiepreise unsere Ertragslage im Jahr 2024 weiterhin belasten. Hinzu kommen generelle inflationäre Entwicklungen, die im allgemeinen zu Kostensteigerungen führen werden. Wegen steigender Kosten werden wir unseren Kurs mit konsequentem Kostenmanagement beibehalten, z.B. durch die Vermeidung von Leerfahrten unserer Fahrzeuge und der Nutzung von Potentialen, welche die Digitalisierung eröffnet.

Obwohl die Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH alle Hausaufgaben gemacht hat und sich gut gerüstet sieht, haben die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg gezeigt, dass externe Faktoren eine überragende Rolle spielen und man sich schwer auf solche Ausnahmesituationen vorbereiten kann.

Wir erschließen die Ölspurbeseitigung als neues Geschäftsfeld und werden damit zusätzlich als Entsorgungsfachbetrieb tätig. Die letzten Genehmigungen hierfür wurden in 2024 erteilt.

Unsere Markteinschätzung für 2024 ist trotz steigender Kosten positiv, da wir durch unseren modernen Fuhrpark und technische Ausstattung sowie Lösungen auch im Bereich E-Mobilität unsere Umsatzbasis verbreitern. Für 2023 rechnen wir daher mit moderat steigenden Umsatzerlösen und trotz höherer Kosten mit einem in etwa gleichbleibenden Jahresüberschuss. Den Bestand an liquiden Mitteln erwarten wir aufgrund von Investitionen erheblich unter dem Niveau des Jahres 2023. Der Anlagendeckungsgrad dürfte - unter Herausrechnung von Finanzanlagen - aufgrund der Investitionen deutlich sinken. Der operative Cash Flow sollte sich ebenfalls in etwa auf Vorjahresniveau bewegen.

Die Geschäftsführung sieht aktuell weder für das Jahr 2024 noch für die Zeit darüber hinaus Anzeichen für eine Bestandsgefährdung des Unternehmens.

Unsere Ziele sind die Stärkung unserer Eigenkapitalbasis, die ständige Modernisierung unserer Fahrzeugflotte und die Effizienz unserer Mitarbeiter. Die höchste Umweltzone darf für unsere Fahrzeuge kein Problem darstellen. Zu denken ist an den Einsatz alternativer Antriebe etc. Wir werden die sich bietenden Möglichkeiten ständig prüfen. Generell streben wir die Reduzierung der Umweltbelastung durch unsere Fahrzeuge auf ein Minimum an.

Auch steigern wir soziale Leistungen für unsere Mitarbeiter, um diese dauerhaft zu binden.

Möglichkeiten, die der Ausbau der Digitalisierung bietet, werden und müssen wir nutzen. Dazu zählen u.a. die standardmäßige Ausrüstung unserer Fahrzeuge mit Tablets sowie der Einsatz von Apps. Ziel ist, unsere Leistungsprozesse weitgehend papierlos abzuwickeln. Z.B. werden Rechnungen per E-Mail verschickt. Mit der Digitalisierung sammelt das Unternehmen bislang äußerst positive Erfahrungen. Wir forcieren die digitale Anbindung zu den Auftraggebern und richten selbst Schnittstellen zu deren Software ein, so dass die Aufträge nicht mehr über Anrufe eingehen, sondern direkt digital eingespielt werden können. Die konsequente Digitalisierung bleibt eine Daueraufgabe. Während die digitale Anbindung von Autohäusern gut funktioniert, ist dies bei der Anbindung von Behörden bislang noch nicht der Fall.

Wir betrachten uns als digitalen Pionier in diesem Bereich. Mit unserer Digitalisierungsstrategie gehen wir in Vorleistung in der Hoffnung auf zukünftige Kosteneinsparungen. Wir nehmen an, dass viele unserer Konkurrenten hier nicht mithalten können. Vor allem agieren wir mit einem sehr soliden bilanziellen Hintergrund, der es uns erlaubt finanziell diese Vorleistungen weitgehend aus eigener Kraft stemmen zu können.

Wir wollen in der Region München die Benchmark sein. Mit unserem Call-Center sowie der Überwachung der Standorte hinsichtlich Einbruch und Sicherheit. Eventuelle Schäden bei Lagerung von Fahrzeugen am Hof durch eigene LkW oder Fremd-LkW können nachgewiesen werden.

Wir möchten unsere Marktstellung durch kundengerechte Lösungen mit fairer Partnerschaft ausbauen. Klein- und Großkunden wollen wir an unser Unternehmen binden. Dies kann unter anderem durch die Bildung einer Wertschöpfungskette erfolgen, weil wir den Kunden eine Vielzahl von Lösungen aus einer Hand bieten können.

Ferner versuchen wir Abhängigkeiten von Großkunden zu vermeiden und arbeiten daran, unsere Kundenbasis zu verbreitern.

Nach dem Bilanzstichtag wurde ein Grundstück erworben, das zu einem weiteren Firmenstandort ausgebaut werden soll. Es werden für den Kauf und den Ausbau voraussichtlich erhebliche finanzielle Mittel investiert. Mit Durchführung der Investitionen wird das Anlagevermögen deutlich zunehmen. Die Liquidität des Unternehmens wird stark belastet werden.

Bestandsgefährdende Risiken für den Betrieb sehen wir aktuell nicht.

Die dargestellten zukunftsbezogenen Planungen und Einschätzungen der Geschäftsführung beruhen auf Schätzungen und Informationen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts vorgenommen wurden bzw. zur Verfügung standen.

Die daraus abgeleiteten Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Ungewissheiten verbunden. Daher ist es möglich, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten abweichen.

2. Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Wir betreiben eine große Fahrzeugflotte und hängen daher unmittelbar von der Entwicklung der Treibstoffpreise ab. Höhere Preise für Diesel und Benzin schlagen sich als höherer Aufwand in unseren Büchern nieder. Gerade die letzten Jahre mit den extrem gestiegenen Treibstoffkosten und den Inflationstendenzen haben uns vor enorme Herausforderungen gestellt. Leerfahrten müssen konsequent vermieden werden, da die Abwicklung von Aufträgen sonst sehr schnell unwirtschaftlich wird.

Politische Entscheidungen können unsere Entwicklung und/oder unsere Kostenseite ebenfalls negativ beeinflussen. Zu denken wäre etwa an Fahrverbote für den eigenen Fuhrpark ganz oder in Teilen wegen neuer Umweltvorschriften (Fahrzeugemissionen) als auch an generelle Fahrverbote in der Stadt München und/oder die Einführung einer Citymaut.

Zusätzliche behördliche Regulatorik oder Bürokratiekosten bedeuten mehr Aufwand, ohne dass die Erlöse steigen. Dadurch sinkt die Profitabilität unseres Geschäfts.

Erwähnt wurde bereits der vorhandene Fachkräftemangel, insbesondere von Fahrern mit der entsprechenden Fahrerlaubnis. Er führt zu höheren Personalkosten oder - wenn kein geeignetes Personal gefunden werden kann - negativen Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung.

Eine zunehmende Verdichtung des Verkehrsaufkommens führt zu längeren Streckenzeiten unserer Fahrer pro Auftrag. Gleichzeitig bestehen mit unseren großen Partnern Festpreisaufträge. Umso länger die Streckenzeiten, desto geringer bei festgeschriebenen Preisen die Marge. Hier sehen wir zum einen das Risiko, dass die Verdichtung des Straßenverkehrs weiter zunimmt sowie dass keine Erhöhung der Festpreise gegenüber unseren Partnern durchgesetzt werden kann. Dies kann zu Umsatz- und in der Folge zu Ergebnisrückgängen führen.

Generell erfordert unsere Branche einen hohen Investitionsbedarf, um beispielsweise stets alle Umweltvorgaben erfüllen und die Betriebsbereitschaft aufrecht erhalten zu können. Das bedeutet, dass zu jeder Zeit ausreichende Finanzierungen vorhanden sein müssen. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, weil zum Beispiel keine Finanzreserven mehr da sind oder kein Fremdkapital beschaffbar ist, wäre die Existenzgrundlage des Unternehmens gefährdet.

Wir müssen die Veränderung der Mobilität ständig beobachten und frühzeitig reagieren. Sofern wir Markttrends und -entwicklungen übersehen, beeinträchtigt das unsere Wettbewerbssituation nachteilig.

3. Chancenbericht

München wächst. Für die nächsten Jahre wird ein weiterer Bevölkerungszuwachs in und um München herum prognostiziert. Mehr Bevölkerung "produziert" mehr Individualverkehr. Mehr Individualverkehr führt zu mehr Umsatzchancen für uns. Wirtschaftswachstum mit mehr Warentransporten und Lkw- sowie Schwerlastverkehr bietet Chancen auf Umsatzsteigerungen. Insgesamt gilt: Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen und ein Megatrend.

Abschleppleistungen werden zukünftig nach unserer Einschätzung insgesamt mehr nachgefragt wegen der Zunahme von technischen Problemen, während wir gleichzeitig wegen ständig verbesserter elektronischer Assistenz- und Sicherheitssysteme mit einem Rückgang bei den Unfallzahlen rechnen. Die Branche erweist sich damit als verhältnismäßig zukunftssicher - vorbehaltlich stabiler politischer Rahmenbedingungen.

Der Markt für Abschleppdienste in und um München ist bereits konzentriert. Konkurrenten haben es aufgrund des hohen Investitionsbedarfs nicht leicht, die Markteintrittsbarrieren als Full-Service-Mobilitätsdienstleister sind entsprechend hoch. Gleichzeitig arbeiten wir mit modernster Ausstattung und haben keinen Investitionsstau: Alle unsere Großfahrzeuge verfügen über Radfahrer-Abbiege-Warnsysteme. Der Fuhrpark ist komplett auf Euro6 und Euro 6+ umgestellt. Wir profitieren in hohem Maße von unserer digitalen Vernetzung.

Die Angebotsverknappung bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie die wirtschaftlichen Unsicherheiten bieten Chancen: Nach unserer Einschätzung unterbleibt derzeit eine Modernisierung der Fahrzeugflotten, d.h. die Überalterung des Bestands nimmt zu. Ältere Fahrzeuge auf der Straße sind fehleranfälliger und führen vermehrt zu Ausfällen, das Aufkommen an defekten und liegen gebliebenen Kfz wird steigen. Daraus generieren sich Umsatzchancen für uns.

Die E-Mobilität bietet Chancen für Umsätze: Wir tätigen erhebliche Investitionen, um auch batteriebetriebene Autos abschleppen und lagern zu können. Wir schulen unsere Mitarbeiter in diesem Bereich. Dadurch dürften wir der Konkurrenz ein Stück voraus sein und uns neue Ertragspotentiale erschließen.

Unsere solide Bilanzstruktur eröffnet Spielräume im Falle kurzfristig auftretender Schocks. Selbstfinanziertes Eigentum sowie langfristige Fremdinanzierungen wirken in unsicheren Zeiten stabilisierend. Das Unternehmen hat die Kraft, plötzliche Änderungen im Markt für eine begrenzte Zeit zu überstehen und sich in dieser Zeit anzupassen und sich gegebenenfalls eröffnende neue Marktchancen zu nutzen.

Es bieten sich Möglichkeiten für neue Märkte bzw. der Erweiterung bestehender Geschäftsfelder. Das Unternehmen kann sich weiter in Richtung 24-Stunden-Mobilitätsdienstleister entwickeln.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Beim Management der Finanzpositionen strebt das Unternehmen eine hohe Eigenfinanzierung bzw. eine langfristige Absicherung von Finanzierungen an. Verbindlichkeiten sollen stets innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden.

Die Liquiditätslage ist sehr gut. Die Gesellschaft erwartet keine Engpässe. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.

Das Unternehmen versucht, sich möglichst unabhängig von Fremdkapitalgebern, wie z.B. Banken, aufzustellen. Auf Leasing wird weitestgehend verzichtet. Für die Investition in unsere Firmenzentrale in der Muthmannstraße 10 in München haben wir aufgrund des attraktiven Zinsumfeldes u.a. Bankdarlehen mit niedrigen Zinsen aufgenommen. Die Finanzierung samt Zinskonditionen ist langfristig gesichert und der Kapitaldienst für das Unternehmen gut zu bewältigen.

Soweit bei finanziellen Vermögensgegenständen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

München, den 10. April 2025

Werner Eichenseher

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.425.335,55 6.991.147,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.334,00 15.334,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 7.333,50 15.333,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,50 0,50
II. Sachanlagen 7.364.163,49 6.958.313,49
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.998.394,49 5.116.489,49
2. technische Anlagen und Maschinen 24.436,50 28.801,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.341.332,50 1.813.022,50
III. Finanzanlagen 53.838,06 17.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00 17.500,00
2. Sonstige Finanzanlagen 36.338,06 0,00
B. Umlaufvermögen 6.129.393,86 5.041.975,83
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 655.144,88 680.859,19
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.474.248,98 4.361.116,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.342,95 15.819,29
Summe Aktiva 13.568.072,36 12.048.942,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.149.158,71 8.966.936,92
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 8.941.372,33 7.738.296,23
III. Jahresüberschuss 1.182.221,79 1.203.076,10
B. Rückstellungen 1.696.636,96 1.401.886,83
C. Verbindlichkeiten 1.722.276,69 1.680.118,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.278.403,42 1.480.349,94
2. sonstige Verbindlichkeiten 443.873,27 199.768,92
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.467,88 2.467,88
Summe Passiva 13.568.072,36 12.048.942,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.421.378,22 7.753.487,00
2. Personalaufwand 3.853.705,73 3.377.299,31
a) Löhne und Gehälter 3.188.299,99 2.798.528,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 665.405,74 578.771,25
davon für Altersversorgung 2.900,00 3.800,00
3. Abschreibungen 744.203,85 665.986,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 744.203,85 665.986,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.089.616,94 1.905.196,76
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.338,06
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.345,61 1.114,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.612,08 38.901,45
davon an verbundene Unternehmen 6.977,68
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 10.700,00 10.890,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 528.344,84 537.342,26
9. Ergebnis nach Steuern 1.210.578,45 1.229.875,76
10. sonstige Steuern 28.356,66 26.799,66
11. Jahresüberschuss 1.182.221,79 1.203.076,10

Anhang zum 31. Dezember 2023

Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 80870

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG zu beachten. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entgeltlich erworbene Firmwerte wurden aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über eine angenommene betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Ein Firmenwert wird in 2023 noch abgeschrieben und stammt aus dem Zukauf eines Abschleppunternehmens im Jahr 2019. Das Geschäftsfeld ist eine Ergänzung zur bestehenden Tätigkeit und es ist damit zu rechnen, dass die Kunden treu bleiben. Allerdings ist das Wettbewerbsumfeld hoch, zudem ist der übernommene Betrieb hinsichtlich Standort etwas außerhalb Münchens angesiedelt und hat die Erwartungen nicht erfüllen können, so dass der Standort abgewickelt wurde. Der Nutzen wird dennoch als über mehrere Jahre gegeben eingeschätzt.

Im Übrigen werden die immateriellen Anlagewerte über eine Laufzeit von vier Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über einen Zeitraum von 10 bis 50 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über einen Zeitraum von 5 bis 14 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Rückstellung wurde nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Die Gehaltsdynamik beträgt 0,00 %, die Rentendynamik 0,00% und der technische Zinsfuß 1,82 %.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Das Abzinsungswahlrecht bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde nicht ausgeübt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern

In den sonstigen Ausleihungen sind Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 36.338,06 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellungen / Ausschüttungssperre

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 4.393,00. Für den Unterschiedsbetrag besteht eine Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 297.151,08. Davon entfallen EUR 297.151,08 auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 1.278.403,42. Besichert sind ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in einer maximalen Höhe von EUR 2.350.000,00. Die Besicherung erfolgt durch Grundschulden.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 195.413,80 (Vorjahr: EUR 201.946,52) und der Betrag mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beläuft sich auf EUR 1.082.989,62 (Vorjahr: EUR 1.278.403,42).

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sämtliche Sonstige Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 2.467,88 (Vorjahr: EUR 2.467,88) an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden gemäß § 274 HGB in der Bilanz nicht angesetzt. Passive latente Steuern waren nicht zu bilden.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsräume in Höhe von insgesamt EUR 422.796,00, davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 119.496,00 und mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren von EUR 297.284,00 und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren von EUR 6.016,00. Ferner bestehen Leasingverträge für bewegliche Vermögensgegenstände, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft nicht von Bedeutung sind.

VI. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 78 , davon 53 gewerbliche Arbeitnehmer und 25 angestellte Arbeitnehmer.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane

An den Geschäftsführer wurde im Jahr 2023 ein Kredit in Höhe von EUR 150.000,00 ausgereicht. Der Zinssatz beträgt 2,0 % p.a. Das Darlehen ist nicht besichert. Laufzeitende ist der 30.3.2025. Die monatlich zu leistende Annuität beträgt EUR 2.500,00. Im Jahr 2023 wurden inklusive Sondertilgung EUR 113.661,94 getilgt. Zum 31.12.2023 beläuft sich der Kredit auf EUR 36.338,06.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Werner Eichenseher, Alleingeschäftsführer der Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH, geführt.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Die Gesellschaft hält 70 % der Anteile an der Tischer Fahrzeugbau GmbH, Waldmünchen. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt EUR 7.326.623,68, das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt EUR 321.842,40.

Nachtragsbericht

Zukünftig wird die Ölspurbeseitigung als neues Geschäftsfeld erschlossen. Die letzten Genehmigungen hierfür wurden in 2024 erteilt. Das Unternehmen erwartet positive Auswirkungen auf die Ertragslage, die derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden können.

Nach dem Bilanzstichtag wurde ein Grundstück erworben, das zu einem weiteren Firmenstandort ausgebaut werden soll. Es werden für den Kauf und den Ausbau voraussichtlich erhebliche finanzielle Mittel investiert. Mit Durchführung der Investitionen wird das Anlagevermögen deutlich zunehmen. Die Liquidität des Unternehmens wird stark belastet werden.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.182.221,79 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, den 10. April 2025

gez. Werner Eichenseher

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.200,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 91.600,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 96.800,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.136.390,44
2. technische Anlagen und Maschinen 69.046,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.612.984,82 1.142.054,35 18.107,34
Summe Sachanlagen 12.818.421,72 1.142.054,35 18.107,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 150.000,00 113.661,94
Summe Finanzanlagen 17.500,00 150.000,00 113.661,94
Summe Anlagevermögen 12.932.721,72 1.292.054,35 131.769,28
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.200,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 91.600,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 96.800,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.136.390,44
2. technische Anlagen und Maschinen 69.046,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.736.931,83
Summe Sachanlagen 13.942.368,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00
2. sonstige Ausleihungen 36.338,06
Summe Finanzanlagen 53.838,06
Summe Anlagevermögen 14.093.006,79
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.199,50 5.199,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 76.266,50 8.000,00 84.266,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 81.466,00 8.000,00 89.466,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.019.900,95 118.095,00 1.137.995,95
2. technische Anlagen und Maschinen 40.244,96 4.365,00 44.609,96
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.799.962,32 613.743,85 18.106,84 5.395.599,33
Summe Sachanlagen 5.860.108,23 736.203,85 18.106,84 6.578.205,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.941.574,23 744.203,85 18.106,84 6.667.671,24
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,50 0,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.333,50 15.333,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.334,00 15.334,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.998.394,49 5.116.489,49
2. technische Anlagen und Maschinen 24.436,50 28.801,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.341.332,50 1.813.022,50
Summe Sachanlagen 7.364.163,49 6.958.313,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00 17.500,00
2. sonstige Ausleihungen 36.338,06 0,00
Summe Finanzanlagen 53.838,06 17.500,00
Summe Anlagevermögen 7.425.335,55 6.991.147,49

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Abschleppdienst Josef Eichenseher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Geretsried, den 10. April 2025

Franz Stöger, Wirtschaftsprüfer

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