Weber Frottier GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Alexander Herz seit 29.11.2023 | Geschäftsführer |
Danielle Wietheger seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Uwe Engelhardt seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Michael Egbers seit 16.9.2015 | Prokura |
Reinhold Hermann Bantleon seit 4.12.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dyckhoff GmbHRheineJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens Die Dyckhoff GmbH ist ein modern geführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Rheine. Seit über 70 Jahren produzieren wir Textilien für Bad-, Bett- und Küchenwelten und haben gleichzeitig über viele Jahre ein stabiles Lieferantennetzwerk auch als Handelsunternehmen aufgebaut. Die Verbindung von textilem Know-how als Produzent und der langjährigen Erfahrung mit unseren Partnern machen uns zu einem umfassenden und stabilen Anbieter auch für die Abwicklung von Großaufträgen. Dabei unterstützen wir unsere Kunden mit einem umfangreichen Service. Unser Handeln wird insbesondere durch Prinzipien eines starken menschlichen Miteinanders geleitet. Innerhalb unserer Organisation und im Umgang mit unseren Geschäftspartnern sind uns ein partnerschaftliches Miteinander, gegenseitiger Respekt, Vertrauen, Fairness, Offenheit und Toleranz wichtig. Dabei wollen wir auf Augenhöhe miteinander arbeiten und kommunizieren. Als Organisation sind wir ein Experte, Produkte zu entwickeln, die wir in unserem Alltag nutzen. Textilien leisten einen erheblichen Beitrag zu unserem Wohlbefinden. Wir sorgen mit den richtigen Textilien dafür, dass sich unsere Kunden im Bad, im Bett, in der Küche, im Wellness Bereich und am Strand rundum wohl fühlen. Neben dem Material, der Größe und dem Gewicht spielen Haptik, Stil und Farbe eine wesentliche Rolle. Uns liegt am Herzen, Qualität zu einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten. Dabei achten wir sowohl auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Produktion als auch auf die Einhaltung von Sozialstandards für alle beteiligten Personen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Uns ist wichtig, dass alle eingesetzten Materialien, Chemikalien und Hilfsstoffe von unabhängigen Behörden und Institutionen auf human-ökologische Unbedenklichkeit und Umweltverträglichkeit kontrolliert werden. Bei uns wird ausschließlich Standard 100 by Oeko-Tex® zertifiziert gefertigt. Wir wollen uns als Menschen und als Organisation stets weiterentwickeln und binden neue Themen der Zukunft wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und New Work unter Einbeziehung neuer Technologien in unseren Arbeitsalltag mit ein. Mit unserer eigenen Abteilung für Produktentwicklung und Qualitätssicherung sind wir ein kompetenter Anbieter von Sortimentsartikeln und gleichzeitig ein starker Partner in der Entwicklung kundenspezifischer Artikel, die wir sowohl in Rheine fertigen als auch bei unseren Lieferanten im europäischen und internationalen Ausland produzieren lassen. 2 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das statistische Bundesamt berichtet Ende Februar 2023, dass im gesamten Jahr 2022 das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,8 % gewachsen ist. Nachdem die deutsche Wirtschaftsleistung in den ersten drei Quartalen 2022 noch gewachsen ist, sank das Bruttoinlandsprodukt im Winter 2022 um 0,4 %. Grund dafür waren u. a. der Wegfall von Vergünstigungen wie Tankrabatt und 9-Euro-Ticket, aber auch die Reduzierung von Ausgaben für Konsumzwecke. Zudem wurde insbesondere im Bereich Bau weniger investiert als im Vorquartal: die Bauinvestitionen nahmen wie schon in den beiden vorangegangenen Quartalen preis-, saison- und kalenderbereinigt ab (-2,9 %). Dabei erstreckte sich der Rückgang über fast alle Wirtschaftsbereiche. Lediglich in den Bereichen Information und Kommunikation, Grundstücks- und Wohnungswesen sowie bei den Unternehmensdienstleistern gab es leichte Zuwächse. Die privaten Konsumausgaben stiegen moderat um preisbereinigt 0,4 %. Dabei wurden die negativen Auswirkungen der hohen Preissteigerungen durch die Nachholeffekte der Corona-Krise überlagert, die sich zum Jahresende besonders durch gestiegene Ausgaben für Reisen und Gastronomie zeigten. Die staatlichen Konsumausgaben nahmen mit preisbereinigt 0,5 % ebenfalls moderat zu. Der Staat gab zwar deutlich mehr aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten unterzubringen, zu verpflegen und zu unterrichten. Gleichzeitig reduzierten sich aber die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahr noch leicht zu, verlor aber insbesondere im Warenhandel deutlich an Dynamik: Im 4. Quartal 2022 wurden preisbereinigt insgesamt 0,5 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 4. Quartal 2021, wobei die Warenexporte leicht rückläufig waren. Die Importe nahmen insgesamt im selben Zeitraum preisbereinigt um 1,9 % zu, was vor allem an kräftig gestiegenen Reiseverkehrsausgaben der Inländer im Ausland und anderen Dienstleistungsimporten lag, während die Warenimporte nur leicht stiegen. Im 4. Quartal 2022 waren rund 45,9 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig und damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen erneut einen historischen Höchststand. 2.2 Entwicklung der Branche Die Branche Textil und Mode verzeichnete im vergangenen Jahr 2022 mit insgesamt +11,7 % weiter steigende Umsätze (2021: +5,5 %). Dabei betrug das Wachstum im Bekleidungsbereich +19,4 % und im Textilbereich +7,7 %. Dabei verzeichnen alle Segmente des Bereiches Textil Wachstum. Nach zwei Jahren (2020 und 2021) des Rückgangs der Beschäftigung in der Branche stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2022 leicht an (+0,2 %). Dabei trug der Bereich Bekleidung überproportional zu diesem Wachstum bei (+0,6 %). Im Bereich Textil stieg die Zahl der Beschäftigten leicht (+0,1 %). 2.3 Entwicklung des Unternehmens 2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz lag für das Geschäftsjahr 2022 mit 20,2 % über dem Wert des Vorjahres. Dies resultierte überwiegend aus der Steigerung von Aktionsaufträgen bei Bestandskunden. Im Geschäftsjahr 2022 wuchsen die Handelswarenumsätze um +26,5 % und die Umsätze mit den Waren aus der Eigenproduktion sanken bedingt durch eine entschiedene Angebotsreduzierung im Bereich Wirkerei um -18,0 %. Im Bereich der Kundenauftragsartikel ist die Steuerung des Unternehmens nicht an der Höhe der Umsatzerlöse orientiert, da diese angebotsseitig ohne Minderung der Profitabilität stark schwankend sein kann. Der Auftragsbestand zum Ende des Jahres war deutlich erhöht im Vergleich zum Vorjahr. 2.3.2 Produktion/Versand/Beschaffung: Die Auslastung der Produktion war sinkend. In der Zeit zwischen Januar und Juni 2022 bestand Kurzarbeit in unterschiedlicher Höhe. In der Versandabteilung war im Jahr 2022 weiterhin eine starke Auslastung durch die kundenspezifische Konfektionierung der Versandeinheiten sowie das Internetgeschäft zu verzeichnen. Die Baumwollpreise veränderten sich sehr stark im Laufe des Jahres 2022. Zu Beginn des Jahres startete der Baumwollpreis mit 1,13 USD/lb, stieg im Laufe des Jahres auf ein Jahreshoch von 1,58 USD/lb und sank dann zum 31. Dezember 2022 auf 0,83 USD/Ib. Bei dieser Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass sich die Garn- und Fertigwarenpreise zum Teil völlig losgelöst zu diesen ́Börsenwerten ́ entwickeln, da die Preise in erster Linie mit den zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten zusammenhängen. Die Entwicklung des Wechselkurses war im Jahr 2022 durch eine Stärkung des US-Dollars geprägt. Der EUR/USD Referenzkurs startete am Anfang des Jahres bei ca. 1,13 USD und fiel bis Jahresende auf ca. 1,07 USD. 2.3.3 Investitionen: Im Jahr 2022 wurde in Betriebs- und Geschäftsausstattung, insb. EDV, investiert. 2.3.4 Personal- und Sozialbereich: Die Mitarbeiterzahl hat sich zum Vorjahr um zwei Personen verringert. Der Personalaufwand sank um 124 TEUR. Die Personalaufwandsquote sank um 2,3 %-Punkte. Wie auch in den vorherigen Jahren wurden in dem Bereich Personal besondere Anstrengungen unternommen, um in erster Linie die Motivation der Mitarbeiter zu fördern und zu verbessern. Die konsequente Durchführung von Mitarbeitergesprächen sowie interne und externe Schulungen haben uns gezeigt, wie wichtig und unabdingbar es ist, dass die Mitarbeiter das Unternehmen mitgestalten. 2.4 Forschung und Entwicklung: Für die Dyckhoff GmbH ist es selbstverständlich, eine intensive Entwicklungsarbeit für unsere Kunden zu leisten. Die Produktentwicklung, die sich immer sehr nahe am Markt orientieren muss, wird ergänzt durch immer neue Optimierungsprozesse, die eine wirtschaftliche Produktion am deutschen Produktionsstandort möglich machen. Um unsere aufwendige Entwicklungsarbeit wenigstens teilweise zu schützen, werden seit Jahren alle neu entwickelten Dessins als Geschmacksmuster beim Patentamt angemeldet. 3 Darstellung der Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme steigerte sich zum Vorjahr um 129 TEUR und lag nun bei 14.507 TEUR. Das Anlagevermögen sank zum Vorjahr auf 575 T€. Das Umlaufvermögen lag leicht über dem Niveau des Vorjahres bei nun 13.921 TEUR. Gründe dafür waren die Erhöhung der Forderungen und liquiden Mittel, entgegen wirkten die Vorräte. 3.2 Finanzlage Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres belief sich auf 1.994 TEUR (Vorjahr: 1.567 TEUR) und war mit 427 TEUR über dem Vorjahr. Ursache für die Steigerung des Finanzmittelbestandes war in erster Linie die Reduzierung der Vorräte. Zudem erhöhten sich die Sonstigen Verbindlichkeiten. 3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2022 deutlich gesteigert werden. Trotzdem hat sich die Ertragslage verschlechtert, da der Rohertrag von 4.484 TEUR auf 4.403 TEUR sank. Durch die gleichbleibend hohe Vorfinanzierung von Großaufträgen, sowie den extrem niedrigen Zinsen am Markt waren die Zinserträge weiter niedrig. Das Betriebsergebnis stieg leicht von 245 TEUR auf 270 TEUR. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg des Betriebsergebnisses konnte erreicht werden. 4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ende des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 5 Risikobericht Die Identifikation und Bewertung von Risiken erfolgt sowohl fortlaufend durch die Geschäftsführung als auch durch quartalsweise durchgeführte Gespräche zusammen mit den leitenden Angestellten des Unternehmens. Dabei werden die identifizierten Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr bewertet. Daraus als signifikant oder wesentlich bewertete Risiken werden hier beschrieben. Die konjunkturelle Entwicklung sowohl in unseren Absatzländern, insbesondere Deutschland, als auch in den weltweiten Beschaffungsländern können einen wesentlichen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage der Dyckhoff GmbH haben. Für unser Geschäftsmodell sind vor allem die Konsum- und die Anschaffungsneigung der privaten Haushalte von besonderer Bedeutung. Diese werden unter anderem durch die Konjunkturerwartungen, die Einkommensverhältnisse der privaten Haushalte, aber auch durch die Arbeitslosenzahlen beeinflusst. Auch geopolitische Ereignisse und Änderungen des regulatorischen Umfelds, wie z. B. Handelssanktionen oder politische Unruhen könnten sich negativ auf die Nachfrage der Verbraucher und somit auf die Geschäftsentwicklung der Dyckhoff GmbH auswirken. Ein solcher Negativtrend in der Konsumneigung könnte neben einem Absatzrückgang auch zu einem erhöhten Margendruck führen. Ein Ausfallrisiko von Forderungen entsteht, wenn ein Kunde oder ein Geschäftspartner seinen finanziellen Verpflichtungen nicht, nur teilweise oder mit zeitlicher Verzögerung nachkommt. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen wird die notwendige Bonität unserer Kunden vor Abschluss der Leistungserbringung und auch während der Geschäftsbeziehung kontinuierlich durch externe Bonitätsabfragen überwacht. Bei unzureichender Kreditversicherung potenzieller und bestehender Kunden verlangen wir von unseren Kunden die Zahlung durch Vorkasse. Außerdem beobachten und kontrollieren wir kontinuierlich das Zahlungsverhalten unserer Kunden. Um die Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards sicherzustellen, durchlaufen alle unsere Fertigungspartner und auch wir als Produzent umfangreiche Prüfungen. Neben der Prüfung der Fertigungsmöglichkeiten und des Wissens des Partners wird auch die Einhaltung der nationalen und internationalen Gesetze und Sozialstandards kontrolliert. Während der Herstellung erhalten wir Produktionsmuster zur internen und externen Prüfung. Abschließend wird unsere Ware nochmals durch interne und externe Experten auf Qualitätsstandards hin überprüft. Unsere hohen Ansprüche an Qualität sowie die Einhaltung der Liefertermine bedingen hohe Anforderungen an unsere Lieferanten. Vor Aufnahme in unseren Lieferantenpool müssen sich alle potenziellen Produktionspartner verschiedenen Überprüfungen unterziehen, um unseren strengen Auswahlkriterien zu entsprechen. Neben technischen Fertigungsstandards und umfangreichem Wissen, einer Kapazitäts- und Bonitätsprüfung wird insbesondere auch die Einhaltung sozialer Standards überprüft. Die Vergabe zur Herstellung von unseren Produkten wird zentral durch unseren Bereich Einkauf gesteuert. Dabei werden unterschiedliche Aufträge auf verschiedene, bereits durch uns geprüfte Lieferanten in unterschiedlichen Regionen verteilt und somit das Ausfallrisiko minimiert. Risiken bei der Beschaffung können durch den Ausfall von Lieferanten oder verspätete Lieferungen entstehen. Ein kurzfristig notwendiger Lieferantenwechsel könnte zu Verzögerungen in der Belieferung und/oder zu erhöhten Beschaffungspreisen führen. Darüber hinaus besteht trotz umfassender Qualitätsprüfungen das Risiko, dass Materialien oder Verarbeitungstechniken verwendet werden, die nicht unseren Vorgaben und damit unseren Qualitätsversprechen entsprechen. Um dem Beschaffungsrisiko vorzubeugen, verfügen wir über ein verlässliches und geprüftes Netzwerk aus strategischen Zulieferpartnern. Dank der hauseigenen Produktentwicklung und den umfangreichen technischen und langjährigen Produktionskenntnissen können wir das Beschaffungsrisiko deutlich reduzieren. Vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie und den Erfahrungen im Geschäftsjahr 2020 konnten und können wir Verwerfungen bei unseren Beschaffungspartnern und Verspätungen bei der Beschaffung der Ware nicht ausschließen. Jede Störung der Logistikprozesse kann sich negativ auf unsere Fähigkeit, termingerecht und vollständig Ware auszuliefern, auswirken. Die Folge wären Umsatzausfälle, zusätzliche Kosten sowie möglicherweise auch eine Verschlechterung der Kundenbeziehungen. Dem begegnen wir durch die langjährige Zusammenarbeit mit unterschiedlichen strategischen Logistikdienstleistern. Das Engagement und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg der Dyckhoff GmbH. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation der Mitarbeiter. Scheiden Mitarbeiter in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus oder fallen sie krankheitsbedingt aus, fließen wichtiges Know-how, Erfahrungen und Kompetenzen ab und es kann, gerade bei Führungspositionen, ein Vakuum entstehen, das zu Unsicherheiten nach innen wie außen führt. Diese Positionen nachzubesetzen, aber auch die Zeit der Überbrückung, kann die Ertragslage des Unternehmens belasten. Um diese Risiken zu begrenzen, verfolgen wir unterschiedliche Ansätze: attraktive Vergütungs- und flexible Arbeitszeitmodelle, regelmäßige Feedbackgespräche sowie spannende und herausfordernde Aufgaben. Unsere Arbeitskultur ist geprägt von Kooperation, Spaß und Leistung, um so unsere Attraktivität als Arbeitgeber und die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen und Mitarbeiter längerfristig an uns zu binden. Dazu investieren wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter mit dem klaren Ziel, die Führungskultur zu stärken, Unternehmertum bei der Dyckhoff GmbH zu fördern und gleichzeitig die psychologische Sicherheit zu verbessern. 6 Prognosebericht Der Prognosebericht entspricht dem Kenntnisstand der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes. Die Dyckhoff GmbH ist ein international agierendes Unternehmen mit Absatz-, aber insbesondere Beschaffungsstrukturen im In- und Ausland. Infolgedessen sind die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen auch außerhalb unseres Heimatmarktes Deutschland von herausragender Bedeutung. Seit Sommer 2021 geht die Verbraucherstimmung in Deutschland kontinuierlich zurück und hat im Oktober 2022 seinen Tiefpunkt erreicht. Seitdem ist die Stimmung im Aufwärtstrend: das HDE-Konsumbarometer sank im Oktober 2022 auf 84,1 Punkte und stieg anschließend auf mittlerweile 93,2 Punkte (März 2023). Im Verlauf des Jahres 2023 dürfte der Angriff Russlands auf die Ukraine weiterhin einen großen Einfluss auf die Verbraucherstimmung haben. Die geopolitische Weltlage als auch Energieverknappungen sowohl im Gas- als auch im Strombereich und die daraus resultierenden Folgen für die Aufrechterhaltung der Lieferketten können nur schwer prognostiziert werden. Im Hinblick auf die Verbraucherpreisentwicklung in der EU ist zu erwarten, dass die Teuerungsrate im Jahr 2023 auf hohem Niveau bleiben wird. Dies ist unter anderem auf höhere Löhne und Gehälter zurückzuführen. Die Erwartung, dass die Inflation noch mindestens bis 2025 über dem Inflationsziel der EZB liegen wird, könnte sich in der Folge auch negativ auf die Konsumausgaben für Textilien auswirken, da Verbraucher möglicherweise ihre Ausgaben zunächst auf andere Lebensbereiche wie Wohnen, Lebensmittel und Fortbewegung konzentrieren könnten. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir ein weiterhin volatiles Marktumfeld, das in drei wesentlichen Faktoren begründet liegt: • erstens, einer gedämpften Konsumstimmung im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, den weiteren Verlauf des Kriegsgeschehens in der Ukraine; • zweitens, anhaltend angespannten Lieferketten, die in bestimmten Regionen Engpässe und Verzögerungen verursachen; und • drittens, zunehmenden Inflationssorgen, die die Verbrauchernachfrage im Allgemeinen und die diskretionäre Konsumausgaben im Besonderen zusätzlich dämpfen könnten. Wir werden uns zwar nicht vollständig von diesen temporären Marktentwicklungen entkoppeln können, sind jedoch zuversichtlich, dass wir durch unsere langfristig gewachsenen Kunden- und Lieferantenstrukturen, die Agilität unseres Unternehmens sowie kontinuierliche Effizienzsteigerungen in der Lage sein werden, auch in diesem volatilen Marktumfeld erfolgreich zu agieren. Die Anzahl der Aktionsaufträge wird mindestens das Niveau von 2022 erreichen. Daher erwarten wir ein ähnliches Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 wie für das Geschäftsjahr 2022.
Rheine, den 30. Mai 2023 Dyckhoff
GmbH
Sven Boer-Weber Hendrike Weber BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Dyckhoff GmbH, Rheine, Amtsgericht Steinfurt, HRB 3694, zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses die Davon-Vermerke der Bilanz in den Anhang übernommen. B. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen (§§ 252 bis 256a HGB) vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer gewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Bei den Gegenständen des Sachanlagevermögens sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Gebraucht erworbene bewegliche Anlagegegenstände werden verkürzt abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet bzw. entsprechend dem strengen Niederstwertprinzip mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie Waren erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zur Berücksichtigung des Zinsrisikos und des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 4 % (abzüglich der Forderungen gegen bestimmte Großkunden) aktivisch abgesetzt worden. Die Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten. Guthaben in Fremdwährungen wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte im Berichtsjahr unter Anwendung des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Gehaltstrend wird mit 2 %, der Rententrend mit 1,25 % angenommen. Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,78 % abgezinst worden (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zu einer Bewertung auf Basis eines 7-jährigen Zinssatzes beträgt EUR 189.939,00 (Vorjahr: EUR 291.308,00) (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Für ungewisse oder der Höhe nach unbekannte Verbindlichkeiten werden Rückstellungen auf der Grundlage des § 249 Abs. 1 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem Betrag gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für notwendig erachtet wird. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden regelmäßig durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs (§ 256a HGB) am Bilanzstichtag. C. Informationen zum Jahresabschluss I. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im gesonderten Anlagenspiegel als Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 104.191,90 (Vorjahr: EUR 163.644,42) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.375.395,04 (Vorjahr: EUR 870.817,46) aus Steuern. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Devisentermingeschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Wartungsverträgen belaufen sich auf EUR 53.635,36 (Vorjahr: EUR 71.964,14). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Wartungsverträgen betreffen Vereinbarungen über Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Des Weiteren besteht ein Mietvertrag über eine Werkhalle zur Lagerung von Handelswaren. Der Mietvertrag wurde abgeschlossen, um die bestehende Liquiditätssituation zu erhalten und um weitere geschäftspolitische Gesichtspunkte zu erfüllen. Zum 31. Dezember 2022 bestanden bei der Dyckhoff GmbH schwebende Devisentermingeschäfte zur Absicherung von USD-Devisen. T-USD 3.450 sind zu einem Wert von T-EUR 3.368 abgesichert worden. Der beizulegende Zeitwert der schwebenden Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf T-EUR 3.210. Die Bewertung erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise. Der Zeitwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Es handelt sich nicht um eine Bewertungseinheit im Sinne der Vorschriften zum Handelsgesetzbuch. IV. Sonstige Angaben Geschäftsführung Herr Kfm. Alexander Oetken (bis 31. März 2023) Herr Dipl.-Kfm. Sven Boer-Weber Frau Dipl.-Wirtschaftswissenschaftlerin Hendrike Weber Die Geschäftsführer sind zur gemeinschaftlichen Vertretung der Gesellschaft ermächtigt. Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung sowie Hinterbliebenen im Jahr 2022 belaufen sich auf EUR 13.444,62 (Vorjahr: EUR 15.739,20). Die für diesen Personenkreis gebildete Rückstellung für Pensionsverpflichtungen besteht in Höhe von EUR 103.163,00 (Vorjahr: EUR 103.108,00). Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Rheine, den 30. Mai 2023 Dyckhoff
GmbH
Sven Boer-Weber Hendrike Weber Entwicklung des Anlagevermögens auf den 31. Dezember
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.10.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dyckhoff GmbH, Rheine Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dyckhoff GmbH, Rheine, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dyckhoff GmbH, Rheine, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 3. Juli 2023 FALK
GmbH & Co KG
Thomas Rohling, Wirtschaftsprüfer Friedemann Ullner, Wirtschaftsprüfer |
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