TTS Holding SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karin Gross seit 19.12.2025 | Prokura |
David Frick seit 5.11.2025 | Prokura |
Patric Clewing seit 16.9.2025 | Prokura |
Christian Bader seit 7.3.2025 | Prokura |
Fabian Ertinger seit 2.7.2024 | Prokura |
Martin Egenrieder seit 2.7.2024 | Prokura |
Steffen Heinrich seit 23.6.2023 | Prokura |
Birgit Dr. Braches seit 27.9.2022 | Geschäftsführer |
Tamara Jooß seit 10.2.2020 | Prokura |
Jörg Wilde seit 16.7.2019 | Prokura |
Michaela Hammer seit 16.7.2019 | Prokura |
Wolfgang Dr.-Ing. Knorr seit 12.7.2017 | Geschäftsführer |
Jens Graner seit 28.2.2017 | Prokura |
Frederica Dr. Gussoni seit 25.8.2014 | Prokura |
Peter Pongratz seit 7.8.2014 | Prokura |
Andreas Lüssem seit 7.8.2014 | Prokura |
Stefan Weber seit 7.8.2014 | Prokura |
Jens Thieme seit 7.8.2014 | Prokura |
Markus Pokorra seit 7.8.2014 | Prokura |
Thomas Stark seit 7.8.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TTS Tooltechnic Systems Holding AGWendlingen am NeckarKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar (Amtsgericht Stuttgart, HRB 225109) für das Geschäftsjahr 2022 wurde gemäß § 264 HGB in Anwendung der Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 244 HGB in TEUR aufgestellt. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die TTS Tooltechnic Systems Holding AG, sowie 13 (Vj. 13) inländische und 41 (Vj. 40) ausländische Tochterunternehmen. Die Equity-Bewertung der Beteiligung an einem inländischen assoziierten Unternehmen nahmen wir für Erstkonsolidierungen, die vor dem 31. Dezember 2009 stattfanden, unverändert (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) nach der Kapitalanteilsmethode vor. Daraus resultierte ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 184, der mit den Rücklagen verrechnet wurde. Es wurden zwei (Vj. zwei) Gesellschaften aufgrund untergeordneter Bedeutung (gemäß § 296 Abs. 2 HGB) für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in die Konsolidierung einbezogen. Zwei Gesellschaften (Vj. drei) wurden gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie aus Konzernsicht einen nur geringen Geschäftsumfang aufweisen und somit insgesamt für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Mit Vertrag vom 8. Februar 2022 errichteten die TANOS Inc. (100%-ige Tochtergesellschaft), Charlotte (North Carolina), und die Bott North America Inc. die Systainer Systems North America, LLC, Lebanon (Indiana), mit 51% bzw. 49% Anteilsbesitz. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der TTS Tooltechnic Systems Holding AG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren vorgenommen. Die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert jeweils auf einer im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb erstellten Unternehmensplanung. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Dabei kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 3 und 40 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Beteiligungen werden zu ihren Anschaffungskosten (oder zum niedrigeren beizulegenden Wert) bilanziert. Der Zugang zu den Anteilen an assoziierten Unternehmen enthält den anteiligen Jahresüberschuss. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden grundsätzlich zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung bedingt ist. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der angemessene Aufwand für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum Nennwert angesetzt. Dem Forderungsbestand inhärente Risiken wird durch Bildung von entsprechenden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei der Bilanzierung von Derivaten wird die Bildung von Bewertungseinheiten berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß des Kapitalkontenplans Festo vom 17. November 1999 werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00% und Rentensteigerungen von jährlich 2,25% unterstellt. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutsche Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt 1,78% (i. V. 1,87%). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 4.515 (Unterschiedsbetrag). Bei den Pensionszusagen gemäß der Betriebsvereinbarung vom 17. Oktober 2014 handelt es sich um rückdeckungsakzessorische Versorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bestimmt. Bilanziell ist die Versorgungszusage somit wie eine wertpapiergebundene Versorgungszusage zu behandeln. Zur Erfüllung der rückdeckungsakzessorischen Versorgungszusagen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Die Rückdeckungsversicherungen sind verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten im Sinne der Stellungnahme IDW RS HFA 30, Tz. 68 angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen und bestehen aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligungen). Sie werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der von der Deutsche Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche, fristenkongruente Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum wurde ein laufzeitadäquater durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Jahre angewendet (Altersteilzeit: 0,52%, Jubiläum: 1,44%). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Handelt es sich um Rentenverpflichtungen, sind diese zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zu Nennwerten angesetzt. Latente Steuern nach § 274 HGB werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (9,0% - 28,4%) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer nach § 274 HGB. Die aktiven Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Pensions- und sonstigen Rückstellungen, Sachanlagevermögen und Verlustvorträgen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag oder zum niedrigeren Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag und bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag oder zum höheren Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag. Konsolidierungsgrundsätze Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bzw. der Stichtag des Teilkonzernabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen (mit Sitz in einem Staat außerhalb der Euro-Zone) nach § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Durch die Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode wurden alle Bilanzposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umgerechnet wurde, zum Euro-Referenzkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich daraus ergebende Umrechnungsdifferenz wird in voller Höhe innerhalb des Konzerneigenkapitals in dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die TTS Tooltechnic Systems Holding AG ist persönlich haftender Gesellschafter ohne Einlage bei der TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG, Wendlingen am Neckar. Da der TTS Tooltechnic Systems Holding AG das Recht zusteht, die Mitglieder der Geschäftsführung bei der TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG zu bestellen und sie gleichzeitig Gesellschafter ist, hat sie nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB einen Konzernabschluss zu erstellen. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für weitere erworbene Kapitalanteile, die erstmals konsolidiert werden, erfolgt seit dem 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Erstkonsolidierungen nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt, zu dem das erworbene Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, durchgeführt. Bei der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des einbezogenen Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach dieser Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert, und wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode verbleibende aktive Unterschiedsbeträge (TEUR 9.001) und passive Unterschiedsbeträge (TEUR 7.081) aus Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wurden erfolgsneutral mit den nicht beherrschenden Anteilen verrechnet. Die Verrechnung der aktiven bzw. passiven Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 hat sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Die Equity-Bilanzierung der Anteile an einem inländischen assoziierten Unternehmen nahmen wir für die Erstkonsolidierung, die vor dem 31. Dezember 2009 stattfand, unverändert (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) nach der Kapitalanteilsmethode, zum Zeitpunkt als das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, vor. Daraus resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 184, der mit den Rücklagen verrechnet wurde. Aufgrund untergeordneter Bedeutung wurde auf eine Zwischenerfolgseliminierung verzichtet. Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Latente Steuern nach § 306 HGB, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen, wurden mit einem konzernindividuellen Steuersatz (28%) im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Unrealisierte Kursverluste bzw. -gewinne, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung als Aufrechnungsunterschiede aufgedeckt werden, werden im Konzernabschluss erfolgswirksam erfasst, sofern hierfür keine Bewertungseinheiten gebildet wurden. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Anlage zum Konzernanhang zu entnehmen. Diese Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Auf die Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird wegen untergeordneter Bedeutung der betreffenden Gesellschaften verzichtet (gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge für erst im Folgejahr abziehbare Vorsteuer in Höhe von TEUR 197 (Vj. TEUR 229), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Geschäfts- und Vorjahr aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Latente Steuern werden im Konzernabschluss abweichend von den Einzelabschlüssen auf temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handelsbilanz II und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung oder Steuerentlastung berücksichtigt. Zusätzlich werden latente Steuern gem. § 306 HGB aus Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt. Die latenten Steuern gem. § 274 i.V.m. §§ 298 und 300 Abs. 2 HGB und die latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen gem. § 306 HGB werden zusammengefasst ausgewiesen. Die latenten Steuern werden konzerneinheitlich mit einem Steuersatz von 28% bewertet. Die latenten Steuern entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Eigenkapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 50.000 Stück nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 368. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.515. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Im Konzern wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 HGB vorgenommen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigt die Anschaffungskosten um TEUR 160. Hieraus ergibt sich nach § 268 Abs. 8 HGB ein ausschüttungsgesperrter Betrag in gleicher Höhe. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile beinhalten aktivische (TEUR 9.001) und passivische (TEUR 7.081) Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen. Pensionsrückstellungen Im Geschäftsjahr wurden Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.816 (Vj. TEUR 4.654), die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen (Deckungsvermögen) sind, gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 116.516 (Vj. TEUR 110.680) verrechnet. Der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entsprich den fortgeführten Anschaffungskosten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für erfolgsabhängige Vergütungen an Mitarbeiter, Urlaubsansprüche, Gleitzeitguthaben und sonstige personalbezogene Rückstellungen sowie Kundenboni, Gewährleistungsverpflichtungen und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten sind vollständig durch Wertpapiere gesichert, die bei der Deutschen Treuinvest Stiftung treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Lebensarbeitszeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten ermitteln sich wie folgt:
Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Vermögenserträge aus Fondsanteilen in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 42) mit den Aufwendungen für Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 42) verrechnet. Für rückdeckungsversicherte Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe von TEUR 25 Erträge aus dem Deckungsvermögen mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 verrechnet. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 14.327 (Vj. TEUR 14.548). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren bzw. resultierten im Berichts- und Vorjahr ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 5.914 (Vj. TEUR 5.785) aus Steuern sowie TEUR 1.074 (Vj. TEUR 1.009) im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 2.728 (Vj. TEUR 1.809) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11.409 (Vj. TEUR 7.223). Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 5.807 (Vj. TEUR 5.268) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 714 (Vj. TEUR 894) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Verluste aus dem Abgang von Vermögengegenständen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17.564 (Vj. TEUR 5.042). Abschreibungen Im aktuellen Jahr sind aufgrund eines Gebäudeabrisses am Standort Wendlingen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.383 angefallen. Finanzergebnis In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung und aus der Zinssatzänderung von Pensionsrückstellungen sowie sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.484 (Vj. TEUR 7.614) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 1.340) enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 48.219, davon im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverhältnissen (TEUR 40.245) sowie aus Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften (TEUR 6.725). Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus Fremdwährungscashflows ein (antizipatives Hedging). Dafür kommen als Sicherungsinstrumente verschiedene Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zins- und Währungsswaps sowie strukturierte Devisenoptionsgeschäfte zum Einsatz. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist es, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse diejenigen Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Die Risiken aus den Grundgeschäften werden im Rahmen von Portfolio Hedges durch mehrere Sicherungsinstrumente gesichert. Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Steuerung des Währungsrisikos werden im Wesentlichen Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Der Marktwert dieser Geschäfte errechnet sich im Wesentlichen auf Basis des am Abschlussstichtag geltenden Devisenterminkurses für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Wenn möglich werden Sicherungsgeschäfte und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Wo diese Zusammenfassung nicht bilanziell dargestellt werden kann, werden mögliche negative Marktwerte zum Bilanzstichtag in Form einer Drohverlustrückstellung dargestellt. Bewertungseinheiten Im Berichtsjahr wurden erwartete Fremdwährungscashflows aus Umsatz in Höhe von umgerechnet TEUR 93.487, insbesondere durch Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte in den gleichen Währungen und erwarteten Fälligkeiten wie die Währungen der Grundgeschäfte abgesichert. Diese Derivate gleichen die Wertänderung der aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu erwartenden Fremdwährungscashflows in zuvor benannter Höhe für einen Zeitraum von bis zu rund zwei Jahren durch die gebildeten Portfolio-Hedges aus. Weiterhin wurden erwartete Fremdwährungscashflows aus Umsatz durch Swaps mit einer Laufzeit bis 2026 durch Portfolio-Hedges gesichert. Der beizulegende Zeitwert der Sicherungsderivate beträgt saldiert TEUR -2.660. Die durch die Bildung der Bewertungseinheiten vermiedene Drohverlustrückstellung für die negativen Marktwerte der Derivate beträgt TEUR 3.410. Die zu bildende Rückstellung für Ineffektivitäten beträgt TEUR 0. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt entsprechend der Einfrierungsmethode. Die Feststellung der Wirksamkeit der in Bewertungseinheiten einbezogenen Finanzinstrumente wird insbesondere mit Hilfe der hypothetischen Derivate Methode nachgewiesen, eventuelle aus dem Derivat resultierende negative Überhänge werden in Form einer Rückstellung passiviert. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für Abschlussprüfungsleistungen (inkl. Auslagen) TEUR 225, die für das Mutter- oder Tochterunternehmen erbracht worden sind. Geschäftsführung und Aufsichtsrat Der Vorstand der TTS Tooltechnic Systems Holding AG setzt sich wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat der TTS Tooltechnic Systems Holding AG setzt sich wie folgt zusammen:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Bezüglich der Offenlegung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls des Lageberichtes der TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG, Wendlingen am Neckar, wird von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht. Bezüglich der Offenlegung der Jahresabschlüsse und gegebenenfalls der Jahresabschlussprüfung und der Lageberichte der Festool GmbH, Wendlingen am Neckar,
wird von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 401 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Wendlingen am Neckar, 16. Juni 2023 Der Vorstand der TTS Tooltechnic Systems Holding AG Sascha Menges Dr. Birgit Braches Dr. Wolfgang Knorr Christian Oltzscher Anteilsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022 1. Konsolidierungskreis
Mit Schlussrechnung und Auskehrung wurde die TTS ZOBO AG aufgelöst. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die TTS-Gruppe (kurz: TTS) entwickelt, produziert und vertreibt innovative, hochwertige und langlebige Elektrowerkzeuge und Systemlösungen. Die TTS unterstützt den Erfolg professioneller Arbeit mit starken Marken im Bereich Elektrowerkzeuge und in angrenzenden Geschäftsfeldern. Die TTS richtet sich dabei auf die Zielkundensegmente der ambitionierte Handwerker:innen und Gestalter:innen aus. Der Fokus liegt auf den Premium- und Endkundenmarken. Neben der Kernmarke Festool umfasst die TTS-Gruppe weitere starke Marken wie die SawStop, Tanos, Shaper und die im Aufbau befindliche ExoIQ. Alle Marken vereinen die Fokussierung auf vier strategische Themen: Digitalisierung, mobile Lösungen, Zukunft des Arbeitens und Nachhaltigkeit. Der weltweite Vertrieb der TTS Produkte erfolgt über konzerneigene Gesellschaften und unabhängige Importpartner. 2. Forschung und Entwicklung Gemäß dem Markenversprechen garantieren wir als TTS Werkzeuge mit maximaler Effizienz bei minimaler Arbeitsbelastung. Die Produktentwicklung ist ein zentraler Bereich der TTS-Gruppe mit ihren Markengesellschaften. Wir investieren in Innovation, Neuprodukte, Software und Serviceangebote. Dabei steht immer die Entwicklung nutzenorientierter Alleinstellungsmerkmale im Vordergrund, um uns vom Wettbewerb abzuheben. Basis für Produkte und Lösungen sind immer die Bedürfnisse der klar definierten Zielgruppen. Dies erreichen wir unter anderem dadurch, dass wir integrierte Systemlösungen entwickeln. Hierfür sind wir im permanenten Dialog mit unseren Endkunden und binden diese auch in die Entwicklung von Prototypen, Tests und neue Dienstleistungen mit ein. Zur Weiterentwicklung unserer Produkt- und Systemlösungen haben wir im Berichtsjahr weiter investiert, insbesondere in den Strategiebereichen mobile Lösungen inklusive 18V und der Digitalisierung. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2022 hat sich die Weltwirtschaft weit weniger von der Corona-Pandemie erholt, als es zu Jahresbeginn erwartet wurde. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr 2022 um 3,4% zu. In der Eurozone lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 bei 3,5%. Dies ist den Folgen des Krieges in der Ukraine und des Zinsanstiegs infolge der hohen Inflationsraten zuzuschreiben. In Deutschland fiel das Konjunkturplus mit 1,8% am geringsten aus. Grund dafür waren vor allem Lieferengpässe sowie die gestiegenen Energiepreise, die die exportorientierte deutsche Wirtschaft stärker trafen. Die Wirtschaft in Frankreich (+2,6%), Italien (+3,9%) und Spanien (+5,5 %) konnte 2022 hingegen jeweils stärker wachsen. Im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland nahm das BIP 2022 um 4,1% zu. In den USA wuchs die Wirtschaft im Berichtszeitraum um 2,1%. Ursache sind die bereits erfolgten und noch zu erwartenden Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der nach wie vor sehr hohen Inflation im Land. In China lag das Wachstum 2022 bei 3,0% und damit deutlich niedriger als noch im Vorjahr. Dies lag insbesondere an den wiederkehrenden Corona-Lockdowns als Maßnahme im Rahmen der Null-COVID-Strategie der chinesischen Regierung. Der Euro verlor im Jahresdurchschnitt gegenüber den meisten Hauptwährungen an Wert. Der durchschnittliche Wechselkurs zum US-Dollar lag um 11% unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Chinesischen Renminbi und dem Schweizer Franken fiel der Euro jeweils um 7%. Zum Britischen Pfund verzeichnete der Euro nur eine leichte Abwertung um 1%. Die Inflationsrate ist im Berichtsjahr deutlich angestiegen. Ende des Jahres lag sie im weltweiten Durchschnitt bei 8,75% (Vorjahr: 4,7%). In Europa lag die Inflationsrate bei 9,2%, in Deutschland bei 8,6%. Als Maßnahme gegen die hohen Inflationsraten hat die US-Notenbank Fed im Berichtsjahr den Leitzins sieben Mal auf 4,5% am Jahresende 2022 erhöht. Auch die Europäische Zentralbank hat den Leitzins vier Mal erhöht, Ende des Berichtsjahres lag er bei 2,5%. Aufgrund der weltweiten Lieferengpässe und des Krieges in der Ukraine war das Jahr 2022 auch von deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen geprägt. Der europäische Bausektor hat sich von der COVID-Pandemie gut erholt. Er sieht sich aber seit dem letzten Jahr mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die zu Unsicherheiten über die künftige Entwicklung geführt haben. Die bereits bestehenden Versorgungsengpässe wurden durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft, was zu steigenden Inflationsraten und der Notwendigkeit von Zinserhöhungen geführt hat. Für 2022 gehen die letzten Prognosen von einem Wachstum von 3% aus. Aufgrund der oben genannten Einflussfaktoren liegt dieser Wert unter den bisher angenommenen Erwartungen. Italien ist im Jahr 2022 mit einem hohen Wachstum von 12,1%, das zum Teil auf EU-Subventionen zurückzuführen ist, das Land mit der besten Leistung in Europa. Das Vereinigte Königreich, derzeit eine der am schlechtesten abschneidenden Volkswirtschaften in Europa, sieht sich 2023 mit einem negativen Wachstumszyklus der Bauproduktion konfrontiert (-0,4%), ebenso wie Deutschland, das sich voraussichtlich bis 2025 mit einem negativen oder stagnierenden Wachstumsausblick gegenübersieht (-0,4%). In acht weiteren Ländern des Euroconstruct Netzwerkes wird das Baugewerbe ebenfalls schrumpfen, am stärksten in Schweden und Finnland. In beiden Ländern war die Bautätigkeit hoch, so dass der Rückgang teilweise eine Rückkehr zu einem normaleren Bauvolumen bedeutet. Die Daten der Melderunde 2022 der teilnehmenden europäischen Powertool Hersteller zeigt folgende Entwicklung. Nach den hohen Wachstumsraten in 2020 (~+16%) und 2021 (~+16%) erlebt der Markt für professionelle Elektrowerkzeuge nach Jahren des zweistelligen Wachstumes im Jahr 2022 eine gewisse Konsolidierung mit einem Rückgang von -4,4% im Wert, gemessen zum Vorjahr 2021. Der Markt schrumpfte vor allem aufgrund der kabelgebundenen Produkte, die einen Rückgang von -13,2% verzeichnen. Akkumaschinen als Wachstumstreiber der letzten Jahre wachsen im Wert nur noch leicht mit 1,5%. Während der Rückgang im Markt im Wert durch Preiserhöhungen gebremst wurde, fällt er in Stück sowohl in Akku (-6,8%) als auch in Netz (-20,2%) sehr deutlich aus. In der Länderbetrachtung konnten lediglich die Märkte in Polen (höchstes Wachstum mit ~12%), Italien und Spanien in 2022 weiter wachsen. In allen anderen europäischen Märkten gab es zum Teil deutliche Rückgänge (bspw. Belgien mit ~21%). Mit einem gesamtheitlichen Strategieansatz orientieren sich alle Marken der TTS an den für das Unternehmen relevantesten externen Trends, um Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu begegnen. Im Jahr 2022 wurden die Fokusthemen überarbeitet und auf alle Marken ausgerichtet. Hierbei stehen künftig vier Strategiethemen im Fokus: a. Mobile Lösungen Die Bedeutung und damit das Portfolio von akkubetriebenen Elektrowerkzeugen nimmt sukzessive zu. Daneben kooperiert die TTS-Gruppe mit anderen Unternehmen, um den Transport der Werkzeuge sowie den Montageort im Hinblick auf Ergonomie, Sicherheit und Gesundheitsschutz weiter zu optimieren. Seit Herbst 2022 wird das Festool 18 Volt-Sortiment um zwei Akku-Kompaktsauger ergänzt: dem CTC MINI und dem CTC MIDI. Die beiden Sauger verbinden mobiles, gesundes und staubfreies Arbeiten. Egal, ob mobile Säge-, Schleif- oder Bohranwendungen - die kompakten Montagesauger passen perfekt ins Festool 18 Volt-System. Sie machen das System noch mobiler, unabhängiger und staubfrei. Ergänzt werden diese Kompaktsauger durch zwei Akku-Sauger im Systainer-Format. Diese kleinen Sauger sind optimal im spontanen Einsatz und bei Service- und Kleinstarbeiten. Die neue, äußerst kompakte und vielseitige Akku-Tischkreissäge CSC SYS 50 von Festool definiert mit ihrer modernen und durchdachten Konstruktion inklusive digitaler Technologien Branchenstandards neu. Dabei ist die neue Akku-Tischkreissäge so kompakt, dass sie perfekt in einen Systainer passt. Die neue CSC SYS 50 ermöglicht somit auch auf der Baustelle eine Schnittpräzision wie eine kabelgebundene Formatkreissäge in der Werkstatt. b. Digitale & smarte Lösungen Seit 2022 ist Festool mit einem eigenen Online-Shop in Deutschland vertreten. Über den Webshop ist mittlerweile das gesamte Festool Sortiment in Deutschland verfügbar und unsere Kunden können Maschinen, Zubehör, Verbrauchsmaterialien, Fan-Shop-Artikel und Ersatzteile (fast 16.000 Produkte) direkt bei Festool kaufen. Mit dem Start des Webshops ist es uns gelungen, noch häufiger mit unseren Endkunden in Kontakt zu treten, so noch stärker auf deren Bedürfnisse einzugehen und das gesamte Festool-Sortiment vollumfänglich verfügbar zu machen. Dabei setzen wir weiterhin auf unsere bestehenden Vertriebskanäle und bleiben dem Händlernetz als wichtigstem Vertriebspartner verpflichtet. Unser neuer Online-Shop ist lediglich eine Ergänzung zu diesem, für den Verkauf erklärungsbedürftiger Produkte unerlässlichen und etablierten Vertriebsweg. Seit dem Marktstart im Jahr 2017 hat Shaper Tools stetig daran gearbeitet, das Fräserlebnis für Schreiner:innen und Holzhandwerker:innen mit seiner handgeführten CNC-Oberfräse zu verbessern. Immer gemäß der Mission, digitale Fräsarbeiten auf einfache und intuitive Weise in die Fertigungsprozesse zu integrieren. Mit der in 2022 vorgestellten Origin Gen2 kam eine überarbeitete Version des Elektrowerkzeuges heraus, welche noch zugänglicher, reaktionsschneller und intuitiver in der Anwendung ist. Ebenfalls neu auf dem Markt ist das Shaper Studio, eine neue Design-Suite für Benutzer von digitalen Fertigungswerkzeugen. Shaper Studio ist mit Glowforge, Cricut und anderen CNC-Maschinen kompatibel und vereinfacht Designprozesse, insbesondere für Menschen mit wenig CAD-Erfahrung. Shaper Studio funktioniert auf jedem Gerät, erfordert keine CAD-Erfahrung und ist so, als hätte man ein komplettes Designstudio in der Tasche. Seit 2022 beschäftigt sich ein Team mit möglichen digitalen Geschäftsmodellen für Festool. Dabei bestimmen die Kundenbedürfnisse sowie Trends und verfügbare Technologien unseren Wirkungskreis. c. Zukunft des Arbeitens Durch höchste Produktsicherheit und besten Gesundheitsschutz der Anwender hilft die TTS den Kunden, langfristige Arbeitsausfälle zu vermeiden, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und langfristig die Produktivität zu steigern. Mit dem neuen ExoActive präsentiert Festool ein aktives und mit 18 Volt-Akkupower betriebenes Exoskelett. Eine Revolution für das Bauhandwerk und nahezu all seine Gewerke: denn das Exoskelett ExoActive greift Handwerkerinnen und Handwerkern - im Gegensatz zu den bislang am Markt erhältlichen Systemen - aktiv unter die Arme, damit es bei allen Arbeiten an Wand und Decke gar nicht erst beschwerlich wird. d. Nachhaltigkeit Bei der Integration der Nachhaltigkeit in den Unternehmenszielen werden Kunden, die Gesellschaft, Mitarbeiter und Lieferanten in die Betrachtung mit einbezogen. Als TTS-Gruppe begreifen wir Nachhaltigkeit als Teil unserer Unternehmensmission. Deshalb erarbeiten wir derzeit eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie für die gesamte Gruppe, in die alle Funktionen und Gesellschaften eingebunden sind. Dafür leiten wir aus den für uns wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten strategische Handlungsfelder ab. Im Jahr 2022 hat die TTS ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Auf über 60 Seiten informieren wir mit konkreten Zahlen, Daten und Fakten über unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Themenbereichen Unternehmensführung, Produkte & Kunden, Produktion & Lieferkette sowie Mitarbeitende & Gesellschaft. Als fast 100-jähriges Familienunternehmen sind wir stolz, damit eine fundierte Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu schaffen und diese stets weiterzuentwickeln. 2. Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr 2022 beeinflussen die weltweit angespannte Versorgungssituation und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, wie höhere Material- und Energiepreise, den Geschäftsverlauf der TTS. Im ersten Halbjahr verzeichnete die TTS-Gruppe noch ein moderates Umsatzwachstum, obwohl ein Nachfragerückgang in den europäischen Märkten bereits erkennbar war. Die weiterhin positive Entwicklung in den USA unterstützte die Umsatzentwicklung ganzjährig, hier war noch keine Verunsicherung am Markt aufgrund der geopolitischen Entwicklung spürbar. Zudem gelang es einen durch die Versorgungssituation entstandenen Rückstand in allen Märkten aufzuholen. In Übereinstimmung mit dem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum konnten wir insbesondere in Spanien und Italien eine sehr positive Umsatzentwicklung verzeichnen. Aufgrund der Null-Covid Strategie war das Geschäft in China dagegen rückläufig. Wegen des Krieges gegen die Ukraine hat die TTS das Geschäft in Russland gestoppt, kommt aber ihren vertraglichen Verpflichtungen nach. Im Jahresverlauf war eine Verlangsamung des Auftragseinganges im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Trotz der geopolitischen Entwicklung und vorsichtigerem Verhalten der Verbraucher gelingt der TTS ein Umsatzplus von 4,9% in 2022, maßgeblich auch durch Währungseffekte. Der Kostendruck aufgrund gestiegener Material- und Energiepreise konnte nur teilweise mit unterjährigen Marktpreisanpassungen aufgefangen werden. Insbesondere aufgrund der Entwicklung in den USA und Kanada wächst der Umsatz der TTS-Gruppe im Ausland mit 6,8%. In Deutschland geht er um -1,4% zurück. Der Anteil an Auslandsumsätzen erhöhte sich somit um 1,4 Prozentpunkte auf 78,4%. Der Umsatz im Bereich der Marke Festool wächst um 4,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die TTS-Gruppe blickt trotz eines volatilen Geschäftsumfeldes, geprägt von Engpässen und Teuerungen am Beschaffungsmarkt, sowie dem Krieg in der Ukraine auf ein positives Ergebnis im Berichtsjahr 2022 zurück. In der Prognose für 2022 aus dem Konzernlagebericht des Berichtsjahres 2021 wurde trotz der zu erwartenden Unsicherheiten mit einem moderaten Umsatzwachstum gerechnet. Dies wurde durch den Abbau von Lieferrückständen, Preissteigerungen und der Einführung von Neuheiten insbesondere im Akku-Portfolio erfüllt. Investitionstätigkeiten waren durch Engpässe bei den Lieferanten beeinflusst und wurden entsprechend der Geschäftsentwicklung auf ihre strategische Bedeutung überprüft und angepasst. Aufgrund der nicht antizipierten Preisentwicklung in den Bereichen Material und Energie war die rückläufige Entwicklung im Ergebnis vor Steuern und Jahresüberschuss stärker als noch im Lagebericht 2021 prognostiziert. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist weiterhin positiv. a. Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern war im Geschäftsjahr erneut positiv. Obwohl sich die Nachfrage im Laufe des Jahres 2022 abschwächte, haben der Abbau von Lieferrückständen, Preissteigerungen und die Einführung von Neuheiten insbesondere im Akku-Portfolio zu dem prognostizierten Anstieg im Umsatz geführt. Externe Faktoren wie die Entwicklung der Preise am Beschaffungsmarkt, Deckungskäufe und Sonderfrachten belasten das Ergebnis im Berichtsjahr. Die Verkaufspreise wurden unterjährig der Entwicklung am Markt angepasst. Die Personalkosten stiegen im Geschäftsjahr 2022 an, blieben aber im Verhältnis zum Umsatz auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr. Die gestiegenen Personalaufwendungen reflektieren die Gehaltssteigerungen im Berichtsjahr. Geplante Einstellungen wurden der zu erwarteten Geschäftsentwicklung angepasst. Die absoluten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere beeinflusst durch die Umstellung des ERP-Systems auf S/4 HANA und den Abriss eines Gebäudes. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Das Ergebnis enthält erhöhte Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die rückläufigen Zinsaufwendungen aus der Diskontierung der Pensionsrückstellungen kompensieren diesen Effekt teilweise. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Herausforderungen an den Beschaffungsmärkten verlängerten sich insbesondere im ersten Halbjahr des Berichtsjahres die Lieferfristen. Die Umsatzrendite vor Steuern (=Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) ist von 16,2% auf 10,9% und der Jahresüberschuss ist um 32 Mio. EUR gesunken. b. Finanzlage Der Finanzmittelfonds geht gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 26 Mio. EUR zurück und beträgt zum Ende des Berichtsjahres 63 Mio. EUR. Fällige Zahlungsverpflichtungen werden fristgerecht beglichen. Darüber hinaus stehen optionale Kreditlinien zur Verfügung. Die rückläufige Entwicklung des Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem gesunkenen operativen Cashflow aufgrund der Zunahme an Vorräten und höheren Ertragsteuerzahlungen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthielt in 2021 die Auszahlung eines Förderdarlehen von 10 Mio. EUR, das im Zusammenhang mit den Bauaktivitäten am Standort Weilheim aufgenommen wurde, im Berichtsjahr in Höhe von 2,5 Mio. EUR getilgt wurde und die rückläufige Entwicklung dieses Cashflows erklärt. Das Darlehen belief sich am Bilanzstichtag auf 6 Mio. EUR. In Folge des verminderten operativen Cashflows wurden die Investitionstätigkeiten angepasst, so dass auch der Cashflow aus der Investitionstätigkeit niedriger als im Vorjahr ist. c. Vermögenslage Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um 5 Mio. EUR gestiegen. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände (-8 Mio. EUR) ist im Wesentlichen bedingt durch planmäßige Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte und die Entwicklung der Währungskurse, insbesondere des US-Dollars. Die für die Umstellung des ERP-Systems auf SAP S/4 HANA geleitsteten Anzahlungen wurden in Folge der Inbetriebnahme, in den Posten "selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" umgegliedert. Das Sachanlagevermögen steigt um 3 Mio. EUR, es erfolgten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (+4 Mio. EUR), sowie andere Anlagen (+4 Mio. EUR). Der Rückgang der Position Gebäude und Grundstücke (-5 Mio. EUR) enthält den Abriss eines Gebäudes am Standort Wendlingen. Die Finanzanlagen steigen (+9 Mio. EUR) aufgrund der Erhöhung der Anteile an dem verbundenen, nicht in die Konsolidierung des TTS-Konzerns mit einbezogenen Unternehmen ExoIQ GmbH, Hamburg. Der Aufbau des Vorratsvermögens um 62 Mio. EUR ist einem gezielten Bestandsaufbau zur Sicherung der Lieferfähigkeit, gestiegenen Beschaffungspreisen und der Vorbereitung auf Kundenaktionen und Produktneueinführungen für das Folgejahr zuzuschreiben. Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 3 Mio. EUR zu und folgen somit dem relativen Umsatzwachstum. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 14 Mio. EUR. Der Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten (-26 Mio. EUR) ergibt sich aus dem gesunkenen operativen Cashflow aufgrund der Zunahme an Vorräten und höheren Ertragsteuerzahlungen. Letztere enthalten Vorauszahlungen, für die Rückforderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst sind. Zudem wurde ein Förderdarlehen, das im Jahr 2021 aufgenommen wurde, planmäßig getilgt. Angepasste Investitionstätigkeiten fangen diese Effekte teilweise ab. Die Bilanzsumme im Konzern erhöhte sich um 4,6% auf 958 Mio. EUR. Wesentlicher Grund für die Erhöhung der Bilanzsumme war auf der Passivseite, analog zum Vorjahr, die Erhöhung des Eigenkapitals (+60 Mio. EUR). Die Rückstellungen (-23 Mio. EUR) verringern sich aufgrund der Anpassung der Steuerrückstellungen (-15 Mio. EUR) sowie sonstigen Rückstellungen (-12 Mio. EUR), die dem rückläufigen Ergebnis zuzuschreiben sind. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen steigen aufgrund der Anpassung der Zinssätze und planmäßigen Zuführungen (+4 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten steigen um 5 Mio. EUR, davon -3 Mio. EUR Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für ein KfW-Förderdarlehen im Zusammenhang mit den Bauaktivitäten am Standort Weilheim. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wachsen aufgrund gestiegener Geschäftsaktivitäten und der Entwicklung der Vorräte (+6 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich um 7 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung und dadurch niedrigeren Händlerboni zu sehen. Die Eigenkapitalquote ist von 63,4% auf 67,0% gestiegen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung des Konzerns werden Umsatz und Ergebnis vor Steuern herangezogen. Anhand dieser Größen werden auch die einzelnen Gesellschaften im Konzern sowie die geographischen Märkte gesteuert. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr um 4,9% auf 932 Mio. EUR gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern hat sich um 29,4% auf 102 Mio. EUR verringert. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen des Berichtswesens werden für den Konzern auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch für die Steuerung des Gesamtunternehmens untergeordnet verwendet werden. Im Wesentlichen werden Leistungskennzahlen in allen Bereichen definiert, regelmäßig überwacht und weiterentwickelt. III. Prognosebericht Die Prognose enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basiert auf Erwartungen und Einschätzungen der TTS-Gruppe und kann von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen veränderter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch des weiteren Verlaufs in der Corona-Pandemie oder des Konflikts Russlands mit der Ukraine, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Im April des laufenden Jahres senkte der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose für das Jahr 2023 auf 2,8%. Damit dürfte die Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich schwächer wachsen als noch 2022. Der IWF hat in die Prognose mit einbezogen, dass sich die Wirtschaft langsam von dem russischen Einmarsch in die Ukraine erholt und auch die Folgen der Pandemie überwindet. Als Gründe hierfür werden der Rückgang der "kriegsbedingten" negativen Entwicklungen im Energie- und Lebensmittelmarkt und das Ende der Null-Covid-Strategie in China genannt. Dennoch zeigt die jüngste Instabilität im Bankensektor, dass die Situation recht fragil ist. Der Kampf gegen die Inflation scheint deutlich zäher zu sein als noch vor einigen Monaten erwartet. Der Bericht des Internationen Währungsfonds sieht erhebliche Risiken, die eine wirtschaftliche Erholung gefährden können. In der Eurozone wird den Prognosen zufolge 2023 mit einem BIP-Wachstum von rund 0,8% gerechnet. Für Deutschland erwartet der IWF eine Rezession. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich um 0,1% schrumpfen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute schätzen die Lage anders ein. Anfang April lag die Prognose für Deutschland bei +0,3%. Für das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland wird für 2023 ebenso eine Rezession (-0,3%) prognostiziert. Für Frankreich und Italien wird ein Wachstum von jeweils 0,7% erwartet, Spanien soll sogar um 1,5% wachsen. In den USA wird das Wachstum geringer ausfallen wie im Vorjahr, aber mit 1,6% weiterhin positiv. Für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erwartet der IWF eine Wachstumsrate von 5,2%. Der IWF geht momentan nicht von einem weltweiten Abschwung aus. Es sei dennoch besorgniserregend, dass die Inflation weniger deutlich zurückgeht als zunächst vorhergesagt. Für 2023 rechnet der IWF weltweit mit einer Teuerungsrate von im Durchschnitt 7%. Für die Industrienationen rechnet der IWF im Jahr 2023 mit einer Inflationsrate von 4,7 Prozent. Diese Werte sind von der Zielmarke von 2 Prozent noch deutlich entfernt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt die sechste Verbesserung in Folge, jedoch ausgehend von einem geringen Niveau. Trotz weiter im Trend aufgehellter Konjunkturerwartungen zeigt sich die deutsche Binnenwirtschaft weiter in Moll. Die Baubranche kommt wegen hoher Kosten und gestiegener Kreditzinsen auch nicht weiter auf die Beine. Und der Handel spürt den Kaufkraftverlust der Verbraucher nach wie vor. Der Verbrauchervertrauensindex in der Europäischen Union erreichte im September 2022 den niedrigsten Wert seit seiner Erhebung. Dieser verbesserte sich kontinuierlich bis März 2023. Im März tritt wieder eine leichte Verschlechterung ein. Ein Grund hierfür können die Turbulenzen im Bankensektor sein. Im Gegensatz hierzu scheinen die Finanzmarktturbulenzen in den Vereinigten Staaten die Stimmung der Verbraucher nicht einzutrüben. Die Werte im März 2023 haben sich verbessert. Die jüngsten Wirtschaftsprognosen von EUROCONSTRUCT deuten auf zwei schwierige Jahre für das Baugewerbe in ganz Europa hin. Die Wachstumsprognosen sinken auf 0,2% im Jahr 2023 und stagnieren bei 0% im Jahr 2024, verglichen mit zuvor 2%. Trotz eines positiveren Jahres 2022, für das ein Wachstum von 3,0% erwartet wird, dürfte die Bauproduktion schwächer ausfallen als bisher angenommen, und eine Erholung wird nicht vor 2025 erwartet. Ein Großteil der negativen Aussichten ist auf die Sektoren Neubau und Renovierung von Wohngebäuden zurückzuführen. Die Ära der niedrigen Zinsen führte zu einem Boom im Wohnungsneubau in ganz Europa, aber die Situation hat sich in den letzten sechs Monaten grundlegend geändert. Der Verkauf von Wohnungen hat sich verlangsamt, das Verbrauchervertrauen ist gesunken, und in vielen Ländern gibt es jetzt ein Überangebot. Das Ergebnis ist, dass sich die Wachstumsaussichten für den Wohnungsneubau im nächsten Jahr ins Negative gedreht haben. Das Bild verbessert sich nicht, wenn man den Bausektor als Ganzes betrachtet. Übereinstimmend mit den weltwirtschaftlichen Prognosen erwartet die TTS-Gruppe eine Stagnation der Umsätze in 2023. Zwar wird in den USA weiterhin mit einer ungebrochenen Nachfrage nach Elektrowerkzeugen gerechnet, insbesondere in Deutschland aber ist eine Abschwächung zu erwarten. Die Einführung von Neuheiten, insbesondere im Akku-Bereich wird den Umsatz und die strategische Ausrichtung der TTS unterstützen. Des Weiteren ist eine adäquate Preissteigerung in 2023 umgesetzt worden, um die vergangenen Entwicklungen am Beschaffungsmarkt aufzufangen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten der Prognosen und der Entwicklung der Konjunktur werden Investitionen weiterhin genau geprüft. Die TTS-Gruppe wird ihre solide Finanzlage nutzen, um weiterhin in innovative Lösungen und in strategische Felder zu investieren und dadurch die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum in der Zukunft zu legen. Es wird erwartet, dass das Investitionsvolumen mindestens auf dem Niveau der Abschreibungen liegen wird. Es wird prognostiziert, dass sich die Materialpreise etwas erholen und die Materialaufwendungen proportional, sogar leicht unterproportional zum Umsatz entwickeln werden. Dies ist der zwischenzeitlich spürbaren Entlastung auf der Beschaffungsmarktseite und den Preisanpassungen auf der Marktseite zuzuschreiben. Abschreibungen werden aufgrund der Investitionen in das Anlagevermögen steigen. Personalaufwendungen werden durch gezielte Personalpolitik insbesondere in den strategischen Bereichen leicht überproportional wachsen. Das Marktumfeld für die TTS-Gruppe wird auch im Jahr 2023 herausfordernd bleiben. Das globale Wirtschaftswachstum wird sich voraussichtlich verlangsamen. Die Inflation wird sich auf weiterhin hohem Niveau bewegen. Dennoch ist die TTS gut aufgestellt und erwartet wieder für 2023 ein solides, positives Ergebnis vor Steuern, das aufgrund der bestehenden Risiken und der angestrebten Investitionen voraussichtlich aber leicht niedriger sein wird als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Vorstand geht daher - gestützt auf die solide Finanz- und Vermögenspolitik und die bewährten Führungsinstrumente - von einer weiterhin profitablen Entwicklung der TTS-Gruppe im Jahr 2023 und darüber hinaus aus. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Basis des Erfolgs der TTS-Gruppe ist nach wie vor die entschlossene Nutzung sich bietender Chancen im Markt. Zwangsläufig muss der Konzern dabei auch Risiken eingehen. Ziel des Risikomanagements der TTS-Gruppe ist es, die eingegangenen Risiken transparent und beherrschbar zu machen. Hierzu besteht ein umfassendes und aussagefähiges Controlling- und Kennzahlensystem, welches einen weitreichenden Überblick über den Status der zur TTS-Gruppe gehörenden Unternehmen und Marken und damit auch über die damit verbundenen Geschäftsrisiken gibt. Ein weiteres erfolgreiches Mittel zur Risikobegrenzung sind klar definierte, dokumentierte und regelmäßig auditierte Prozesse für alle wesentlichen Unternehmensfunktionen. Hierdurch wird sichergestellt, dass keine unkontrollierten Zusatzrisiken durch ungeplantes und unkoordiniertes Handeln entstehen. Die interne Revision prüft regelmäßig die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der Geschäftsprozesse sowie die Wirksamkeit der Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Bei Bedarf werden daraufhin Maßnahmen mit dem jeweiligen Management initiiert. Das Management des Zins- und Währungsrisikos sowie des Risikos von Rohstoffpreisschwankungen ist durch eine Konzernrahmenrichtlinie geregelt. Mit einer aktiven Kurssicherungspolitik wirkt die TTS dem mit der internationalen Ausrichtung der TTS-Gruppe verbundenen Fremdwährungsrisiko entgegen. Für das wachsende Geschäft in den USA und in Großbritannien, sowie den wichtigen Absatzmärkten, wie der Schweiz, werden Währungssicherungsgeschäfte durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten getätigt. Hierbei wird ein Großteil der erwarteten zukünftigen Cashflows aus Umsatz durch antizipativen Portfolio-Hedge mit Dritten gesichert. Dadurch können und konnten die Kursverluste trotz erheblicher zunehmender Volatilität auf einem stabilen und planbaren Niveau gehalten werden und die Schwankungen aus den Kurseffekten positiv wie auch negativ reduziert werden. Aktuell sind die Kurse für die Fremdwährungsgeschäfte im Wesentlichen bis zu einem Jahr im Voraus gesichert. Die Währungssicherungen werden bilanziell über Bewertungseinheiten berücksichtigt. Neben den bereits genannten Derivaten zählen zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im Debitorenbereich besteht kein nennenswertes Ausfallrisiko. Dieses wird durch ein regelmäßiges Management der Kundenstruktur, durch ein konsequentes Forderungsmanagement sowie durch die abgeschlossene Warenkreditversicherung auf ein Minimum begrenzt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Gegen mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken ist die TTS-Gruppe ausreichend versichert. Risiken aus dem Einkauf beziehen sich vor allem auf Versorgungsengpässe in den Beschaffungsmärkten und die momentane Entwicklung der Preise. Engpässe auf der Beschaffungsseite können zu Produktionsunterbrechungen für einzelne Produkte führen. Es befinden sich weder auf dem Gebiet der Ukraine noch in Russland Schlüssellieferanten, deren Ausfall zu weitreichenden Produktionsunterbrechungen führen könnten. Das Lieferantenmanagement wurde weiter ausgebaut und verbessert, um den aktuellen Entwicklungen und deren negativen Einfluss auf die Produktion und den Bezug von Handelswaren zu begegnen. Durch die Implementierung von passenden Maßnahmen, auch mit externer Unterstützung, wird der Bedrohung von Cyberangriffen entgegengewirkt. Cyberangriffe können gesamte Unternehmensnetzwerke lahmlegen und zu Produktionsausfällen führen. Für Mitarbeitende sind verpflichtende IT-Sicherheitsschulungen vorgesehen, um den im Fokus der Angreifer stehenden Faktor Mensch zu stärken und zu sensibilisieren. Der Fachkräftemangel ist ein weiterer limitierender Faktor. Als Ausbildungsbetrieb für technische wie auch kaufmännische Berufe wirkt die TTS diesem Risiko entgegen. 2. Chancenbericht Die Liquidität der TTS-Gruppe ist durch den positiven operativen Cashflow, die gute Eigenkapitalausstattung und die damit verbundenen, ausreichend hohen Kreditlinien auch in Zukunft sichergestellt. Somit können aus heutiger Sicht auch in Zukunft alle erforderlichen Investitionen in die dynamische Weiterentwicklung der TTS-Gruppe finanziert werden. Wachstumschancen sehen wir weiterhin insbesondere in der konsequenten Weiterentwicklung maßgeschneiderter Lösungen, insbesondere im Bereich Mobile Lösungen inklusive der Akkuprodukte, der Digitalisierung unserer Produkte und Dienstleistungen und nachhaltige Innovationen. Dem Wettbewerb am Markt werden wir durch nutzenorientierte Systemlösungen und langlebigen und qualitativ hochwertigen Produkte begegnen. Darüber hinaus bleibt eine konsequente Ausrichtung unseres Leistungsversprechens an den Bedürfnissen unserer Zielgruppen einer der wesentlichen Faktoren für den Markterfolg der TTS-Gruppe. 3. Gesamtaussage Die TTS-Gruppe blickt trotz der globalen Herausforderungen auf der Beschaffungsmarktseite und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf einen positiven Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2022 zurück. Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ist Ausdruck der soliden finanziellen Basis des Konzerns. Der Unternehmensausblick ist allerdings auch weiterhin Unsicherheiten unterworfen. So stellen der Ukraine-Krieg und dessen politische und wirtschaftliche Folgen ein Risiko für den Geschäftsverlauf der TTS-Gruppe dar. Ebenso beinhalten die Maßnahmen der Zentralbanken weltweit das Risiko, dass die Bekämpfung der Inflation kurzfristig zulasten des Wirtschaftswachstums geht. Mögliche Folgen der geopolitischen Auseinandersetzungen können Einfluss auf den Geschäftsverlauf der TTS haben und werden deshalb konstant beobachtet. Es werden Maßnahmen initiiert, um den erwarteten Auswirkungen entgegenzuwirken. Vor dem Hintergrund der dargestellten Annahmen ist die TTS für das Jahr 2023 zuversichtlich, dass die positive Entwicklung fortgesetzt werden kann. Darüber hinaus sehen wir uns vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. In Summe sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
Wendlingen am Neckar, 16. Juni 2023 TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG vertreten durch den Vorstand der TTS Tooltechnic Systems Holding AG Sascha Menges Dr. Birgit Braches Dr. Wolfgang Knorr Christian Oltzscher Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die gebildeten Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands des Mutterunternehmens nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 20. Juni 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer Katja Schickle, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Bericht des Aufsichtsrats am 27. Juli 2023mit Sitz in Wendlingen am Neckargemäß § 171 Absatz 2 AktGDer Aufsichtsrat der TTS Tooltechnic Systems Holding AG hat während des vergangenen Geschäftsjahres 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und insbesondere die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands in seinen Sitzungen behandelt. Die Entwicklung der Gesellschaft wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere die vom Vorstand geplanten Investitionen, Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage, wichtige geschäftliche Einzelvorgänge sowie allgemeine und spezielle personalpolitische Fragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 wurde nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft; ein Lagebericht war nicht zu erstellen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist unter der Einbeziehung der Buchführung und des Konzernlageberichts von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft in Stuttgart geprüft worden. Die Prüfung hat, mit Ausnahme der Einschränkung, dass entgegen § 314 Absatz 1 Nr. 6a und 6b HGB im Anhang die Gesamtvergütung der Vorstände und der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die gebildeten Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands nicht angegeben sind, zu keinen Einwendungen geführt. Wir haben den Jahresabschluss und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Wir haben ferner Einblick in die Wirtschaftsprüfer-Berichte der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften genommen. Der Abschlussprüfer hat an unseren Beratungen teilgenommen und über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Dem Ergebnis der Prüfung des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer treten wir auf Grund unserer eigenen Prüfungen bei. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließen wir uns an.
Wendlingen am Neckar, den 19. Juli 2023 Barbara Austel, Vorsitzende Dr. Axel Kniehl Michael Kalmbach, stellvertretender Vorsitzender Rüdiger Hahn Stefanie Luik Werner Mülle Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanlagenspiegel der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar, für das Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der TTS Tooltechnic Systems Holding AG, Wendlingen am Neckar, für das Geschäftsjahr 2022
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