Beteiligungsgesellschaften
FYSAM Auto Decorative GmbH
Robert-Bosch-Straße 13, 89555 Steinheim am Albuch, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Geiger seit 13.8.2024 | Prokura |
Jun Sun seit 13.8.2024 | Geschäftsführer |
Rui Liu seit 13.8.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Fuyao (Hong Kong) Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FYSAM Auto Decorative GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit FYSAM Auto Decorative GmbH (FYSAM) ist ein weltweit agierender 1st und 2nd Tier-Anbieter für Zier- und Funktionsbauteile mit dem Schwerpunkt auf dem Werkstoff Aluminium. Zum Kundenportfolio zählen namhafte Automobilhersteller/OEMs. Die Auslieferung der Produkte erfolgt großteils aus den deutschen Werken, aber auch für die internationale Kundschaft über das verbundene Unternehmen FYSAM Auto Decorative de México in Mexiko (hier vornehmlich für NAR - nordamerikanischer Raum) sowie über das verbundene Unternehmen FYSAM Auto Decorative Slovakia in der Slowakei für die östlichen Automobil-Produktionsstätten. Im Jahr 2023 übertrug die FYSAM Auto Decorative GmbH ihre Anteile an der FYSAM Auto Decorative de México, S. de R.L. de C.V. für einen Preis von TEUR 1 an die FUYAO AUTOMOTIVE NORTH AMERICA, INC. Darüber hinaus wurden die Anteile an der FYSAM Auto Decorative Slovakia für einen Preis von TEUR 104 an die Fuyao Europe GmbH verkauft. Es sei darauf hingewiesen, dass FYSAM Auto Decorative de México und FYSAM Auto Decorative Slovakia nicht mehr als Tochtergesellschaften der FYSAM Auto Decorative GmbH fungieren. FYSAM hat drei Produktionsstandorte in Baden-Württemberg/Deutschland. Diese sind in Steinheim am Albuch (Zentrale), Böhmenkirch und Feldstetten. Die FYSAM Auto Decorative GmbH gehört zum Konzern des chinesischen Autoglasherstellers Fuyao Glass Industry Group Co., Ltd. (im Folgenden "Fuyao Group" oder "Fuyao-Gruppe"). 1.2. Wirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Der weltweite Autoabsatz erholte sich 2023 nach einer stabilen Phase im Jahr 2022 erheblich und wuchs um fast 10%, wobei er über 72 Millionen Einheiten erreichte, da die Herausforderungen in den Lieferketten nachließen. In Europa stiegen die Verkäufe im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 18,6%. Im Jahr 2023 stieg die Autoproduktion in der EU signifikant an und überschritt die Marke von 12 Millionen Einheiten, was einem Anstieg von 11,3 % im Vergleich zu 2022 entspricht. Diese positive Entwicklung wird auf die allmähliche Entspannung der Lieferkettenprobleme zurückgeführt, wodurch die Produktionsmengen anstiegen. Im Jahr 2023 erlebte die EU einen signifikanten Anstieg des Importwerts und -volumens von Autos, wobei die Werte um 34,6 % und die Volumina um 23,7 % stiegen. Verbesserte Produktion, begünstigt durch die allmähliche Entspannung der Lieferkettenprobleme, führte zu einem Anstieg des Exportwerts um 12,7 % und des Exportvolumens um 12,4 %. Dies resultierte in einem Handelsüberschuss von über 90 Milliarden Euro, was relativ konsistent mit den Zahlen von 2022 ist. (Quelle: ACEA Economic and Market Report: Full year 2023 vom März 2024) Der andauernde Halbleitermangel führt in der Automobilindustrie - sofern keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden - bis 2026 global zu einem Produktionsrückgang von 20 Prozent. Dies entspricht rund 18 Millionen Fahrzeugen. Das geht aus einer vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) beauftragten Studie eines führenden Beratungsunternehmens hervor. Bereits 2021 führte der Mangel laut den Studienautorinnen und Studienautoren zu einem globalen Produktionsrückgang von 9 Prozent. Die Halbleiternachfrage in der Automobilindustrie wird sich der Studie zufolge bis 2030 verdreifachen. Die Nachfrage insgesamt über alle Branchen hinweg steigt im selben Zeitraum jedoch nur um den Faktor 1,8. Das bedeutet: Das Wachstum der Chipnachfrage in der Automobilindustrie ist 1,7-mal höher als im Durchschnitt der anderen Branchen. Die Automobilindustrie ist im Branchenvergleich also am stärksten betroffen. (Quelle: Halbleitermangel | VDA vom 26. Januar 2023) Insgesamt liefen im Jahr 2023 somit 4,1 Mio. Pkw in Deutschland von den Bändern, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert. Im Gesamtjahr 2023 wurden 3,1 Mio. Pkw aus deutschen Werken an Kunden in aller Welt geliefert, 17 Prozent mehr als 2022. Damit bleibt der Export um knapp 11 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019, als 3,5 Mio. neue Pkw aus Deutschland exportiert wurden. Die Bilanz für das Gesamtjahr bleibt im Verhältnis zum Vorjahr positiv: 2023 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt insgesamt rund 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, 7 Prozent mehr als 2022. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ: Im vergangenen Jahr wurden 21 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019. (Quelle: Produktion und Markt im Dezember 2023 | VDA vom 04. Januar 2024) Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 10 Prozent auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. Das Umsatzplus verteilte sich dabei etwa proportional auf das Inlands- (+11 Prozent) und Auslandsgeschäft (+10 Prozent). Knapp 70 Prozent des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30 Prozent davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Der Umsatz aus dem Geschäft mit Kunden innerhalb der Eurozone stieg dabei um 21 Prozent und damit deutlich stärker als der Umsatz mit Kunden außerhalb der Eurozone (+6 Prozent). (Quelle: Umsatzdaten der Automobilindustrie in Deutschland | VDA| VDA vom 29. Mai 2024) 1.3. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Unternehmensentwicklung Im Vergleich zum Jahr 2022 stiegen die Umsatzerlöse im Jahr 2023 um ca. EUR 23,05 Mio., während sich der Jahresfehlbetrag sich um EUR 11,54 Mio. verringerte. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die gesunkenen Energiekosten zurückzuführen. Aufgrund der gesunkenen Strom- und Gaspreise reduzierten sich die Energiekosten im Vergleich zu 2022 um 46%. Trotzdem blieben die Personalkosten im Vergleich zu 2022 hoch und erhöhten sich um EUR 7,49 Mio. Im Jahr 2023 stiegen die gesamten Aufwendungen für das Personalleasing auf EUR 12,57 Mio. (Vj.: EUR 11,71 Mio.) Trotz der Herausforderungen im Jahr 2023 hat FYSAM Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz, zur Energieeinsparung und zur Reduzierung des Ausschusses ergriffen. Darüber hinaus hat FYSAM eine Stromerstattung beantragt. Im Jahr 2023 wurden zudem weiterhin neue Entwicklungsprojekte durchgeführt, darunter die Neuprojektentwicklung für Audi AU59X ZLS, die Neuprojektentwicklung für Daimler C174 C178 DZL, das Update des DR M07 auf einen vollautomatischen 3-Zellen-RTF und die Implementierung eines neuen vollautomatischen RTF- Systems für DZL. 1.4. Investitionstätigkeit FYSAM hat im Jahr 2023 über EUR 14,5 Mio. in Sachanlagen, Projekte und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Besonders bei Projekten wurden insgesamt EUR 8,2 Mio. investiert. Bis zum 31.12.2023 sind noch 60 Projekte aktiv. Davon sind 2 Bau-Projekte, 28 Maschinen-Projekte und 30 Werkzeug-Projekte. Im Jahr 2023 wurden für das wichtige Projekt AU401/402 ZLS WKZ&Lehre 0,85 Mio. aktiviert. Projekte wie die Verbesserung der Feuerwehrausstattung sowie die Optimierung des Dosiersystems für starke Säuren zur Oxidation in der Wasseraufbereitung sind geplant und teilweise bereits gestartet. FYSAM konzentriert sich neben dem Geschäftsbetrieb mit der Optimierung des Produktionsprozesses auch auf den Umweltschutz sowie auf Energieeinsparungen. Neben den zahlreichen laufenden internen Verbesserungsprojekten hat FYSAM im Jahr 2023 weiterhin an bestehenden Werkzeugprojekten gearbeitet. So beliefen sich die Investitionen im Jahr 2023 für das Projekt Audi AU59X auf EUR 2,01 Mio., für das Projekt Daimler C174 auf EUR 1,82 Mio., für das Projekt Beschaffung der Ersatzpolierwerkzeuge auf EUR 1,21 Mio., für das Projekt AU401/402 FSL WKZ&Lehre auf EUR 1,03 Mio. und für das Projekt VW336 auf TEUR 738. Durch Investitionen in die Produktion und in den Umweltschutz möchte FYSAM eine Balance zwischen Profitabilität und Umweltschutz finden. Jedoch reichten diese Maßnahmen bislang noch nicht aus, um hieraus eine Ergebnisverbesserung herbeizuführen. 1.5. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne geleaste Mitarbeiter) hat sich wie folgt entwickelt:
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 hat sich die Anzahl der direkten und indirekten Arbeitnehmer im Jahr 2023 erhöht. Insbesondere ist die Anzahl der direkten Arbeitnehmer um 15,3% gestiegen. 1.6. Finanzierung Alle Investitionen und Restrukturierungsmaßnahmen wurden unverändert zu den Vorjahren aus Darlehen des Konzerns Fuyao finanziert. Der Betrag der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 318,7 Mio. (Vj.: EUR 279,7 Mio.). Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind alle kurzfristig mit einer Laufzeit von einem Jahr und werden am Ende eines jeden Jahres automatisch verlängert. 2. Geschäftsverlauf Eine wesentliche finanzielle Steuerungsgröße stellt der Umsatz dar. Das Betriebsergebnis (EBIT) stellt eine weitere wesentliche finanzielle Steuerungsgröße dar, die auf Basis externer Rechnungslegung im Rahmen der handelsrechtlichen Bilanzierung ermittelt wird. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 163.003. Da die Produktionsabläufe nach der Übernahme noch ineffizient waren und zusätzlich die Investitionen in die Optimierung der Produktionsline nicht sofort ihre volle Wirkung innerhalb des Geschäftsjahres 2023 entfalten, weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR - 35.175 (Vj.: TEUR -46.715) aus. Aufgrund der reduzierten Nachfrage unserer Kunden in Bezug auf den elektronischen Austausch standardisierter Daten (Electronic Data Interchange, EDI), der fortgesetzt hohen Rohstoffpreise sowie gestiegener Personalkosten blieb die Geschäftsleistung im Geschäftsjahr 2023 weiterhin hinter unseren Erwartungen zurück. 2.1. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Die FYSAM hat im Geschäftsjahr 2023 bei Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 163.003 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -35.175 erzielt. Die Umsatzerlöse entsprechen in etwa dem erwarteten Wert in Höhe von EUR 163,6 Mio. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf TEUR -32.107 (Vj.: TEUR -44.217). Im Lagebericht des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein deutlicher Umsatzanstieg und ein leicht verbessertes Betriebsergebnis prognostiziert. Im Berichtsjahr wurde somit die Umsatzprognose erreicht und die Ergebnisprognose deutlich übertroffen. Ursächlich für die Ergebnisverbesserung sind die gesunkenen Kosten für Erdgas und Energie. Die Umsatzerlöse 2023 wurden zu 35,6 % in Deutschland (im Vorjahr 35,19 %), zu 64,4 % in den anderen Ländern (im Vorjahr 64,81 %) erzielt. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 trotz des riskanten Automobilemarkts um 16,47 % bzw. EUR 23,05 Mio. Die Bestände über Fertige Produkte und halbfertige Produkte erhöhten sich um EUR 1,32 Mio (Vorjahr EUR +6,77 Mio).
Im Vergleich zu 2022, obwohl die Produktionsprozesse optimiert und entsprechende Kosteneinsparungen erzielt wurden, liegt die Materialaufwandsquote nach unserer Einschätzung noch nicht auf einem zufriedenstellenden Niveau. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung sank von 71,7 % auf 65,5 %, was hauptsächlich auf die gesunkenen Kosten für Erdgas und Strom zurückzuführen ist. Im Jahr 2023 ist die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Personalleasing) von 909 im Jahr 2022 auf 1.003 gestiegen, und der Personalaufwand hat sich um TEUR 7.488 erhöht. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 31,53 % im Vergleich zu 30,2 % im Vorjahr. Die Abschreibungen sind um TEUR 70. gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 47 erhöht. Das negative Finanzergebnis in Höhe von EUR -3,0 Mio. (Vorjahr EUR -2,5 Mio.) ist im Wesentlichen auf gestiegene Zinsaufwendungen infolge der deutlich höheren Intercompany- Darlehensverbindlichkeiten zurückzuführen. Aufgrund der vorgenannten Entwicklungen hat sich der Jahresfehlbetrag von EUR -46,71 Mio. im Vorjahr auf EUR -35,17 Mio. in der Berichtsperiode verringert. 2.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 309,76 Mio. auf EUR 346,65 Mio. Auf der Aktivseite sind davon 25,1 % im Anlagevermögen und 19,1 % im Umlaufvermögen gebunden. Weitere 55,8 % entfallen auf den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Die Passiva untergliedern sich im Wesentlichen in Finanzierungsverbindlichkeiten (91,94 %), Rückstellungen (3,96 %) und kurzfristige Verbindlichkeiten (4,1 %). Das Anlagevermögen (erhöhte sich auf EUR 87,01 Mio. (Vj.: EUR 86,30 Mio.). Darin enthalten sind geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, die sich auf EUR 21,07 Mio. (Vj.: EUR 11,7 Mio.) erhöht haben. Im Umlaufvermögen werden Vorräte in Höhe von EUR 40,74 Mio. (Vj.: EUR 38,12 Mio.) ausgewiesen, von denen EUR 23,85 Mio. (Vorjahr EUR 22,5 Mio.) auf unfertige Erzeugnisse bzw. fertige Erzeugnisse und Waren entfallen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und RAP betragen EUR 18,17 Mio. (Vj.: EUR 18,2 Mio.). Davon entfallen zum Bilanzstichtag EUR 10,48 Mio. (Vj.: EUR 7,56 Mio.) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, EUR 4,84 Mio. (Vj.: EUR 7,97 Mio.) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und EUR 2,86 Mio. (Vj.: EUR 2,65 Mio.) auf sonstige Vermögensgegenstände und RAP. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen FYSAM Auto Decorative Slovakia in Höhe von EUR 3,6 Mio. (Vj.: EUR 5,67 Mio.) Die FYSAM Auto Decorative GmbH weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 193,41 Mio. aus (Vj.: EUR 158,23 Mio.). Die Erhöhung resultiert aus dem durch die schwierige Branchen- und Konjunkturlage bedingten Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 35,175 Mio. Bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 wurden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 318,7 Mio. (Vj.: EUR 279,7 Mio.) aufgebaut. Wir verweisen auf den folgenden Abschnitt "2.3 Finanzlage". Die Rückstellungen zum Bilanzstichtag betragen EUR 13,73 Mio. (Vj.: EUR 12,91 Mio.). Daneben haben sich die Drohverlustrückstellungen um EUR 0,06 Mio. auf EUR 4,56 Mio. verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind hierbei aufgrund des im Vorjahresvergleich geringeren Bestellvolumens zum Jahresende von EUR 5,15 Mio. auf EUR 4,12 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.997 (Vj.: TEUR 3.469)) und Verbindlichkeiten aus Darlehen nebst aufgelaufenen Zinsen (TEUR 318.700 (Vj.: TEUR 282.204)). 2.3. Finanzlage Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 318,7 Mio. (Vorjahr EUR 279,7 Mio.) und haben eine Laufzeit bis zum 31.Dezember 2024. Der Finanzmittelbestand aus flüssigen Mitteln (Bankguthaben und Kassen) weist einen Betrag von EUR 7,31 Mio. (Vj.: EUR 8,93 Mio.) auf und ist damit um EUR 1,62 Mio. gesunken. Die Entwicklung des Finanzmittelbestands stellt sich wie folgt dar:
3. Forschung und Entwicklung Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung liegen im Bereich der Oberflächenforschung und Fertigungstechnik. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind durchschnittlich 3 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2023 sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. (Vj.: EUR 1,9 Mio.) dafür angefallen. 4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) Der Gesellschafter der FYSAM Auto Decorative GmbH hat im Jahr 2022 über die Quote des Frauenanteils in der Geschäftsführung beschlossen. Diese wurde einstimmig auf 0 % festgelegt. Die Zielgrößenfrist wurde einstimmig für die Geschäftsführung bis zum 6. Juni 2027 festgelegt. Für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde die Quote des Frauenanteils einstimmig auf 33 % festgelegt, was auch der Quote zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entspricht. Für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung ist es das Ziel, im Durchschnitt eine Frauenquote von 10 % zu erreichen. Zielgrößenfrist ist auch hier der 6. Juni 2027.
FYSAM Auto Decorative GmbH fertigt für die Premiumklasse namhafter Herstellermontagefertige Komponenten sowie Systeme aus Aluminium. Als Technologie- und Marktführer entwickelt das Unternehmen einzigartige Oberflächenschutzverfahren mit herausragenden Eigenschaften. Die Basis des Geschäfts bilden gut ausgebildete Mitarbeiter in den Gebieten der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Das Unternehmen unterstützt und fördert Frauen in technologischen Berufen. Der Anteil von Frauen in den technologischen Berufen ist leider noch unterrepräsentiert, so dass der Gesellschafter der FYSAM Auto Decorative GmbH für die Geschäftsführung die Zielgröße von Frauen Führungspositionen auf null (0) festlegt. Die Frist zur Zielerreichung dieser Zielgröße wird auf fünf Jahre festgelegt. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1. Risiken der zukünftigen Entwicklung Mögliche Risiken der künftigen Entwicklung betreffen neben konjunkturbedingten Risiken der Automobilbranche vor allem Preiskonditionsrisiken und Kundenausfallrisiken. Für einen Teil des Kundenausfallrisikos besteht eine Kreditversicherung. Weiterhin stellen der sich verschärfende Wettbewerb und die zunehmende Globalisierung Risiken der künftigen Entwicklung dar. Das Risiko hieraus beurteilt FYSAM als gering. Preisänderungsrisiken sind auch während der Laufzeit von Kundenverträgen nicht vollständig auszuschließen. Die Geschäftsführung der FYSAM ist bemüht, diese geringfügigen Risiken bei Prolongation oder Neuverhandlung von Kundenverträgen bestmöglich zu reduzieren und auskömmliche Preiskonditionen zu erzielen. Dabei hilft einerseits die gute Marktposition, aber andererseits hat sich der Preisdruck - insbesondere auch in Verbindung mit den bei Kundenverträgen laufzeitabhängig definierten Savings - weiter erhöht. Das Risiko hieraus beurteilt FYSAM als gering. Ein größeres Risiko stellt die Konzentration des Geschäfts auf wenige Großkunden dar. Der Wegfall einzelner dieser Großkunden hätte einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Geschäftsführung steht in engem Kontakt mit den betreffenden Kunden und arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit den Kunden an Neuprojekten und an entsprechenden Produktneuentwicklungen. Weiterhin arbeitet das Unternehmen daran, weitere namhafte OEM-Kunden in Europa und Nordamerika zu akquirieren. Die Entwicklung der FYSAM im letzten Jahr führt nach unserer Einschätzung zu vertrauensvollen Gesprächen mit potentiellen Kunden. Das Risiko hieraus beurteilt FYSAM als moderat. Aufgrund der anhaltenden Engpässe und Versorgungsprobleme in der Halbleiterindustrie sowie der damit direkt und indirekt verbundenen Produktionseinschränkungen für FYSAM sowie für Kunden und Lieferanten besteht das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte. Dies könnte sich aufgrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens auswirken. Die Abrufe unserer Kunden haben sich in der zweiten Jahreshälfte 2024 nur geringfügig stabilisieren können, da auch unsere Kunden von der schwierigen Versorgungslage und den Lieferengpässen betroffen sind. In Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine sind die Preise für Erdgas im Jahr 2022 in immense Höhen geschnellt und haben gerade Deutschland die Folgen seiner starken Abhängigkeit von Russland spüren lassen. Die Preisspitzen sind inzwischen zwar abgeklungen, die europäische Erdgaswirtschaft hat die Unsicherheit des Energiekrisenjahres 2022 überwunden und den Einbruch der russischen Erdgasimporte ohne Versorgungsunterbrechung verkraftet. Russland bleibt jedoch Exporteur von Flüssiggas nach Europa und hat hierdurch Einfluss aufeinige Länder Mittel- und Osteuropas, die bisher EU-Sanktionen auf russische Erdgasexporte verhindert haben. Der Erholungsprozess der deutschen Wirtschaft von dem durch die Coronavirus-Pandemie und die Energiekrise ausgelösten Einbruch dauert länger als erwartet, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts der Regierung für 2024. "Wir verlassen die Krise langsamer als erhofft", sagte Habeck und fügte hinzu, dass die Regierung ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,3 Prozent auf 0,2 Prozent nach unten korrigiert habe. Der Minister erklärte, es gebe mehrere Gründe für die langsame Erholung, darunter historisch niedrige globale Wachstumsraten und eine geringere Nachfrage nach deutschen Exporten, anhaltende Inflation und hohe Zinssätze, die Investitionen insbesondere im Bausektor hemmen, sowie der andauernde Krieg in der Ukraine. Die erhöhten Kosten versucht FYSAM durch folgende Maßnahmen zu bewältigen: Einerseits haben wir im August 2022 Fördermittel aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) beantragt; andererseits wurden ab 2024 Verhandlungen mit Kunden über finanzielle Unterstützung geführt. Bis zum 31. Dezember 2023 wurden staatliche Zuschüsse aus dem Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) in Höhe von TEUR 886,9 vereinnahmt. Es werden weitere Hilfen beantragt bzw. Verhandlungen mit Kunden vorgenommen. Die Energiekosten sind in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ein erneuter Anstieg der Energiekosten kann sich zukünftig negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FYSAM auswirken. Zur Absicherung wirtschaftlicher Risiken im Bereich Produkt- oder Haftpflichtschäden wurden angemessene Versicherungen abgeschlossen, deren Policen regelmäßig an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Wesentliche rechtliche Risiken, die nicht im Jahresabschluss 2023 abgebildet wurden, sind derzeit nicht bekannt. Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Risiken der Fortführung der Unternehmenstätigkeit FYSAM hat zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von EUR 193,4 Mio. Damit ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Zur Liquiditätssicherung der Gesellschaft hat die indirekte Muttergesellschaft Fuyao (Hong Kong) Limited mit Datum vom 27. Juni 2024 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung an die Gesellschaft ausgegeben. Diese Patronatserklärung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Die Geschäftsführung betont, dass die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Patronatserklärung in der Mindestlaufzeit allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann, sofern die entsprechenden finanziellen Mittel zeitgerecht durch die indirekte Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Damit ist aus Sicht der Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert, auch wenn die Gesellschaft aufgrund der operativen Verluste in den Jahren 2019, 2020, 2021, 2022 und 2023 von der künftigen Aufrechterhaltung der Finanzierung durch Konzernunternehmen abhängig ist. Nichtsdestotrotz besteht aufgrund der dargestellten Gegebenheiten eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und das Unternehmen ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. FYSAM hat keinen externen Kredit aufgenommen. Die Finanzierung erfolgt durch konzerninterne Darlehen der Konzerngesellschaft Fuyao Group (Hong Kong) Limited und durch weitere verbundene Unternehmen. 5.2. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die starke Wettbewerbsstellung, das bestehende Produktportfolio, die nachhaltige Unterstützung des Mutterkonzerns Fuyao Group und vor allem die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in allen Bereichen zeigen positive Wirkung. Trotz der Krise sieht die Geschäftsführung der FYSAM realistische Chancen, weitere Kunden zu gewinnen und das langfristig angestrebte Unternehmenswachstum zu ermöglichen. FYSAM versteht sich nach unserer Einschätzung weiterhin als Innovations- und Qualitätsführer in seinem Marktsegment. Beispiel ist das Aluceram-Verfahren, das Aluminiumteilen unter anderem einen besonderen Oberflächenschutz gegen chemische Einwirkungen etc. bietet. Die FYSAM Auto Decorative GmbH hat nach unserer Einschätzung durch die konstante Weiterentwicklung, insbesondere bei der Oberflächenveredelung und mit dem ALUCERAM sowie Aluceram AC II schwarz Hochglanz einen sehr guten Qualitätsstandard für Oberflächen gesetzt. Das entwickelte ALUCERAM ist für Zier- und Funktionsbauteile aus Aluminium schon seit 2006 Standard. Darauf baut unser Technologievorteil, den wir für uns in diesem Bereich sehen. Die Chance hieraus bewertet FYSAM als hoch. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere neue Oberflächentechnologien weiterentwickelt, um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten zu erhalten. Zudem zeigen aktive Aufforderungen zur Erarbeitung neuer Produkte durch die Kunden, dass diese die hausinternen Kompetenzen beim Werkstoff Aluminium schätzen. Die Chance hieraus bewertet FYSAM als hoch. 5.3. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Die Betrachtung des aktuellen Marktes und der weiteren Entwicklung der Automobilindustrie zeigt, dass das Potential von Aluminium allgemein und die weitere Verfolgung des Leichtbaus in der Automobilindustrie sowie die Oberflächenveredelung im Speziellen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Die derzeitigen Fahrzeugmodelle, unabhängig von den Antriebsarten, zeigen, dass weiterhin die Designelemente und Funktionsbauteile seitens der Kunden gefragt sind. Risiken birgt der Markt derzeit durchaus, bedingt durch die sehr konsequente Kosteneinsparung der Automobilindustrie und der latenten Gefahr von alternativen Werkstoffen wie Edelstahl und Kunststoff. In dem Kontext ist auch der Marktdruck seitens asiatischer und osteuropäischer Marktbegleiter nicht zu vernachlässigen. Weitere Risiken bestehen in den Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, die zu deutlichen Nachfragerückgängen bzw. der zeitlichen Verschiebung geplanter Abrufvolumina seitens der Kunden führen könnten. Insgesamt hat sich die Risiko- und Chancensituation der FYSAM zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt. 5.4. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung Im späten Jahr 2023 näherte sich die Kerninflation in den meisten Volkswirtschaften den Vorkrisenniveaus an, was das erste Mal seit dem Beginn des globalen Inflationsanstiegs war. Im vierten Quartal 2023 verzeichneten fortgeschrittene Volkswirtschaften eine auf das Jahr hochgerechnete Kerninflation von 2,3%, ein Rückgang vom Höchststand von 9,5% im zweiten Quartal 2022. Ebenso sank die Inflation in den Schwellen- und Entwicklungsländern bis zum letzten Quartal 2023 auf 9,9%, verglichen mit dem Höchststand von 13,7% im ersten Quartal 2022. Diese Durchschnittswerte wurden jedoch durch hohe Inflationsraten in einigen Ländern beeinflusst, während die mittlere Inflationsrate für Schwellen- und Entwicklungsländer auf 3,9% sank. Trotz dieser Verbesserungen bleibt die Inflation in vielen Volkswirtschaften unter dem Zielwert. Die globale Kerninflation soll von einem jährlichen Durchschnitt von 6,8% im Jahr 2023 auf 5,9% im Jahr 2024 und weiter auf 4,5% im Jahr 2025 zurückgehen. Für fortgeschrittene Volkswirtschaften wird eine schnellere Reduzierung erwartet, wobei die Inflation im Jahr 2024 um 2,0 Prozentpunkte sinken soll. Im Gegensatz dazu wird erwartet, dass sich die Inflation in den Schwellen- und Entwicklungsländern erst im Jahr 2025 verringern wird. Auch wird prognostiziert, dass fortgeschrittene Volkswirtschaften bis zum Jahr 2025 früher zu Inflationsraten nahe dem Vorkrisendurchschnitt von 2,0% zurückkehren, etwa ein Jahr früher als Schwellen- und Entwicklungsländer, die sich ihrem Vorkrisendurchschnitt von etwa 5,0% nähern sollen. Mit dem Rückgang der globalen Inflation zeigte die wirtschaftliche Aktivität ein stabiles Wachstum, widerstand dabei Bedenken hinsichtlich Stagflation oder einer globalen Rezession. Von 2022 bis 2023 stieg das globale reale BIP kumulativ um 6,7%, was die vorherigen Prognosen des Weltwirtschaftsausblicks (WEO) von Oktober 2022 um 0,8 Prozentpunkte übertraf. Diese Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Aktivität fiel mit einem Rückgang der Inflation zusammen, gestützt durch postpandemische Erweiterungen auf der Angebotsseite. Robustes Wachstum in Beschäftigung und eine stärker als erwartete Zunahme der Arbeitskräfte stützten die Aktivität und trugen zur Desinflation in fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie in mehreren bedeutenden Schwellen- und mittleren Einkommensländern bei. Die wirtschaftliche Erholung der Eurozone soll von einem geschätzten Tiefstand von 0,4% im Jahr 2023, bedingt durch beträchtliche Belastungen durch den Konflikt in der Ukraine, auf 0,8% im Jahr 2024 und 1,5% im Jahr 2025 steigen. Diese Erholung soll durch stärkere Haushaltskonsumausgaben getrieben werden, da die Auswirkungen der Energiepreisschocks abnehmen und fallende Inflation das Wachstum der realen Einkommen unterstützt. Die globalen Wirtschaftsprognosen hängen von Vorhersagen zu Rohstoffpreisen, Zinssätzen und Haushaltspolitiken ab. Insbesondere wird erwartet, dass sich die Preise für Brennstoffrohstoffe im Jahr 2024 aufgrund erheblicher Rückgänge bei den Ölpreisen und fortgesetzter Reduzierungen bei Kohle- und Erdgaspreisen aufgrund erhöhter Angebotsmengen, gedämpfter Nachfrage und ausreichender Lagerbestände verringern werden. (Quelle: IMF World Economic Outlook April 2024) Nach einem sehr schwachen Autojahr 2022 konnte sich der deutsche Markt 2023 leicht erholen, die Verfügbarkeiten von Fahrzeugen stiegen wieder. Im vergangenen Jahr wechselten 6,03 Mio. Pkw den Fahrzeughalter. Gleichzeitig gab es 2,84 Mio. Neuzulassungen, von denen nur in etwa ein Drittel (944.032) privat zugelassen wurde. Sowohl die Besitzumschreibungen als auch die Neu-zulassungen stiegen um 7% im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: DAT REPORT 2024/50 Jahre DAT Report Ein halbes Jahrhundert automobile Marktforschung aus Sicht der Endverbrauche) Voraussichtliche Entwicklung der Branche Seit Januar 2024 wurden in Deutschland 2,1 Mio. Pkw hergestellt. Das sind 6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion nach dem ersten Halbjahr des aktuellen Jahres immer noch um 16 Prozent unter dem damaligen Wert. Seit Januar wurden gut 1,6 Mio. neue Pkw exportiert, 2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Export befindet sich nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch knapp 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 stiegen die Pkw-Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw- Markt - auch aufgrund eines im historischen Vergleich nach wie vor schwachen Vorjahresniveaus - an. In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 1,47 Mio. Pkw neu zugelassen, gut 5 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr des Vorjahres. Trotz des jüngsten Anstiegs der Pkw- Registrierungen bleibt der Abstand zum Vorkrisenniveau weiterhin hoch: Das aktuelle Volumen liegt rund 20 Prozent unter dem Absatzniveau von 2019. Der Absatz im Monat Juni war im Vergleich zum Vorjahresmonat positiv, profitierte allerdings von einem Sondereffekt. Die Implementierung einer neuen EU-Typengenehmigungsverordnung ab dem 7. Juli 2024 hatte zu einigen vorgezogenen Neuzulassungen geführt. Betroffen sind insbesondere Fahrzeuge, welche noch nicht mit den laut der neuen EU-Verordnung verpflichtenden Assistenzsystemen ausgestattet sind. (Quelle: Produktion und Markt im Juni 2024| VDA, Pkw- Inlandsproduktion im ersten Halbjahr rückläufig vom 03.Juli 2024) Im Rahmen der Pressekonferenz gibt VDA-Chefvolkswirt Dr. Manuel Kallweit zudem die wichtigsten Prognosen für das Jahr 2024 bekannt: "Für den deutschen Markt rechnen wir 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei gehen wir von einem niedrigeren Absatz von Elektro- Pkw aus (Minus 9 Prozent auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, gehen wir bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für dieses Jahr eine Seitwärtsbewegung (+ 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Eine erfreuliche Entwicklung wird erwartet bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw. Diese dürfte 2024 weiter steigen. Hier wird ein deutliches Plus in Höhe von 19 Prozent (BEV: + 25 Prozent, PHEV: + 0 Prozent) erwartet. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Mio. Pkw um 4 Prozent zulegen. (Quelle:, VDA-fordert Paradigmenwechsel: Reformen statt Regulierung und strategische Weitsicht für erfolgreiche Transformation, 30. Januar 2024) Prognose der Entwicklung der Geschäftstätigkeit der FYSAM Im Geschäftsjahr 2024 nutzte FYSAM den stagnierenden Automobilmarkt für die weitere Reorganisation im Unternehmen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde erneut angepasst, die Anlagen wurden optimiert und gewartet und die Ausbeute (der Anteil der Teile, die die Qualitätstests bestanden haben und nicht ausgeschieden wurden, an der Gesamtproduktion) wurde erhöht. In Kombination mit diesen betrieblichen und organisatorischen Verbesserungen und auf der Grundlage wirtschaftlicher und branchenbezogener Einschätzungen werden sich die oben genannten Probleme, die das Unternehmen und die Branche im Jahr 2023 beschäftigten, im Jahr 2024 abschwächen, sodass FYSAM für das nächste Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich besseren Betriebsergebnis, dennoch signifikant im negativen Bereich und moderat sinkenden Umsatzerlösen jeweils im Vergleich zur Berichtsperiode rechnet.
Steinheim am Albuch, 16. August 2024 Jun Sun Bilanz zum 31. Dezember 2023Amtsgericht Stuttgart HRB 767202Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die FYSAM Auto Decorative GmbH, mit Sitz in Heilbronn und Geschäftsanschrift in Steinheim am Albuch, ist unter HRB 767202 beim Handelsregister Stuttgart eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der aktuellen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriftendes GmbHG aufgestellt. Die FYSAM Auto Decorative GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gemäß § 252 Abs. 1 Satz 6 HGB beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Wesentlichen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses sind wir von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. FYSAM hat zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 193.406 (Vj.: TEUR 158.231). Damit ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Die signifikanten operativen Verluste in den Jahren 2019, 2020, 2021, 2022 und 2023 sowie für 2024 weiterhin prognostizierte Verluste stellen ein bestandsgefährdendes Risiko dar. FYSAM ist wie in der Vergangenheit von der künftigen Aufrechterhaltung der Finanzierung durch Konzernunternehmen abhängig. Zur Liquiditätssicherung der Gesellschaft hat die indirekte Muttergesellschaft Fuyao (Hong Kong) Limited, Hong Kong, mit Datum vom 27. Juni 2024 eine betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung an die Gesellschaft ausgegeben. Diese Patronatserklärung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Die Geschäftsführung betont, dass die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Patronatserklärung in der Mindestlaufzeit allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann, sofern die entsprechenden finanziellen Mittel zeitgerecht durch die indirekte Muttergesellschaft in Hong Kong zur Verfügung gestellt werden. Damit kann aus Sicht der Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Nichtsdestotrotz besteht aufgrund der dargestellten Gegebenheiten eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und das Unternehmen ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen der abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgen planmäßig nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen wurden zugrunde gelegt:
Soweit für Anlagen private Zuschüsse (z.B. für Werkzeuge) gewährt wurden, sind diese unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung der die Zuschüsse betreffenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt grundsätzlich parallel zur Abschreibung der bezuschussten Anlagengüter. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von EUR 250 werden mit der Anschaffung bzw. Herstellung als Aufwand gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, deren Wert über EUR 250 liegt, jedoch EUR 1.000 nicht übersteigt, werden im Anlagenspiegel als Sammelposten dargestellt und über fünf Jahre bzw. ein Jahr abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurde für diesen Sammelposten eine Abschreibung in Höhe von TEUR 104 (Vj.: TEUR 142) erfasst. Im Sachanlagevermögen sind zum Bilanzstichtag weiterhin Festwerte in Höhe von TEUR 1.154 (Vj.: TEUR 1.125) aktiviert. Die Finanzanlagen wurden im Vorjahr zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Als niedrigerer beizulegender Wert gilt für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der niedrigere Beschaffungspreis zum Bilanzstichtag und für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse der vom voraussichtlichen Verkaufserlös nach Abzug noch anfallender Kosten realisierbare Wert. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Zur Berücksichtigung der Risiken aus längerer Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit sowie zur verlustfreien Bewertung werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzip bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Gewinne bilanziert. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Wahlrecht nach § 254 HGB zur Bildung von Bewertungseinheiten wird nicht ausgeübt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und auch wahrscheinliche, aber noch unbestimmte, der Vergangenheit zuzuordnende Aufwendungen in ausreichendem Umfang. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Bundesbank ermittelten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Rückstellung für Drohverluste aus schwebenden Absatzgeschäften erfolgt unter Berücksichtigung der aus der Abwicklung der Geschäfte zu erwartenden Erlösen und der diesen gegenüberstehenden Kosten (Vollkosten). Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit für Anlagen (z.B. für Werkzeuge) private Zuschüsse gewährt wurden, sind diese unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung der die Zuschüsse betreffenden passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt grundsätzlich parallel zur Abschreibung der bezuschussten Anlagengüter. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen grundsätzlich auch Steuerminderungsansprüche aus bestehenden Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften, sofern innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbare steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich sind bzw. auch über diesen Fünfjahreszeitraum hinaus, soweit ein Überhang passiver latenter Steuern dadurch vermieden wird. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, aus denen sich aktive latente Steuern ergeben würden, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen und Abschreibungen im Anlagevermögen, steuerlichen Passivierungsverboten bei sonstigen Rückstellungen (im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen) und steuerlichen Verlustvorträgen. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, aus denen sich passive latente Steuern ergeben würden, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen und Abschreibungen im Anlagevermögen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,5 %. Ein eventuell entstehender Aktivüberhang wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Gewinne bzw. Verluste aus Kursänderungen werden bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wird am Abschlussstichtag das Vorsichts- und Imparitätsprinzip beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Im Jahr 2023 wurden die Anteile von 99 % der FYSAM Auto Decorative GmbH an der FYSAM Auto Decorative de Mexico, S. de R.L. de C.V. Puebla, Mexiko, für einen Preis von TEUR 1 an FUYAO AUTOMOTIVE NORTH AMERICA, INC. übertragen. Zusätzlich wurden die Anteile von 100% an der FYSAM Auto Decorative Slovakia s.r.o., Velky Krtis, Slowakei, für einen Preis von TEUR 104 an die Fuyao Europe GmbH verkauft. 3. Vorräte Das Vorratsvermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 40.741 (Vj.: TEUR 38.124). Darin enthalten sind unter anderem Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 15.870 (Vj.: TEUR 14.765)). Unfertige Erzeugnisse sanken von TEUR 13.152 auf TEUR 11.963. Des Weiteren sind Fertige Erzeugnisse (TEUR 11.888 (Vj.: TEUR 9.375) sowie geleistete Anzahlungen (TEUR 1.020 (Vj.: TEUR 833)) enthalten. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus der Umsatzsteuer Erstattung in Höhe von TEUR 1.919 (Vj.: TEUR 2.301) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 815 (TEUR Vj .: 208).
5. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 25 (Vj.: TEUR 25). Es wird vollständig von der Fuyao Europe GmbH, Heilbronn, gehalten. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft insgesamt ein negatives Eigenkapital und einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 193.406 (Vj.: TEUR 158.231) aus. 6. Rückstellungen Die wesentlichen nicht gesondert ausgewiesenen Rückstellungen unter dem Bilanzposten "sonstige Rückstellungen" sind:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.997 (Vj.: TEUR 3.469)) und Verbindlichkeiten aus Darlehen nebst aufgelaufenen Zinsen (TEUR 318.700 (Vj.: TEUR 282.204)).
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Fuyao Europe GmbH betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 760. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Lieferverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert. 8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen dem Werkzeugumsatz. Der berechnete Umsatz wird über 5 Jahre ab dem Rechnungsdatum aufgelöst. Die Kosten der Werkzeuge werden als Anlagevermögen gebucht und auf 5 Jahre abgeschrieben. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf 5.627 TEUR (Vorjahr: 1.067 TEUR), davon entfallen im Wesentlichen 3.643 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf Zuschreibungen von Forderungen von FYSAM Auto Decorative de Mexico. 3. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 311 (Vj.: TEUR 739). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Gebäudemieten handelt es sich um Geschäftsgrundstücke. Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich sonstige Mieten und Leasinggebühren handelt es sich um Operating-Leasingverträge für Kraftfahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (wie Gabelstapler, EDV-Geräte). Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit vereinbarten Mietbzw. Leasingkonditionen. Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden künftigen Zahlungsabflüssen ergeben. Zusätzlich bestehen weder Verpflichtungen aus Altersversorgung noch Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen. 2. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar beträgt (einschließlich geschätzter Auslagen) TEUR 170 (Vj.: TEUR 190) und ist ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen. 3. Anzahl der Beschäftigten Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:
4. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung der FYSAM Auto Decorative GmbH erfolgte durch die Geschäftsführer. Im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Datum dieses Berichts waren zu Geschäftsführern bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Angaben zum Mutterunternehmen gem. § 285 Nr. 14 HGB Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis an einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, ist die Fuyao Glass Industry Group Co., Ltd., Fuqing/China. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasst das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Fuyao Glass Industry Group Co., Ltd., und sämtliche Tochtergesellschaften dieses obersten Mutterunternehmens. Der nach den Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss der Fuyao Glass Industry Group Co., Ltd., ist am Sitz dieser Gesellschaft (Fuyao Industrial Area 2, Fuqing, Fujian, 350301 China) erhältlich und wird bei der Hong Kong-Börse (Aktiencode 03606) unter der Registernummer 91350100611300758B hinterlegt. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR -35.174.823,12 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -162.277.501,15 auf neue Rechnung vorzutragen.
Steinheim am Albuch, den 16. August 2024 Die Geschäftsführung Jun Sun AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FYSAM Auto Decorative GmbH, Heilbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FYSAM Auto Decorative GmbH, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FYSAM Auto Decorative GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "II.1. Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "5.1 Risiken der zukünftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Risiken der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft unverändert in einer Verlustsituation befindet. Wie im Abschnitt "II.1. Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang und Abschnitt "5.1 Risiken der zukünftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Risiken der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 16. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin ppa. Hans-Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer |
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