Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 732429
Eingetragen
13.8.2015
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb (Groß- und Einzelhandel) von Elektrogeräten aller Art, elektrische Anlagen, Schaltschränken und Motoren.

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Freund
seit 2.6.2022
Geschäftsführer
Tobias Möhring
seit 2.6.2022
Prokura
Rene Kraus-Erlebach
seit 12.11.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brigitte Speidel
Göppingen
1.030.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Speidel GmbH

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31.12.2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.215,00 58.667,00
Geleistete Anzahlungen 717.268,27 423.771,28
746.483,27 482.438,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.499.615,86 2.564.516,86
Technische Anlagen und Maschinen 189.815,00 213.288,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 905.934,00 910.205,00
3.595.364,86 3.688.009,86
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 20.025,84 20.025,84
4.361.873,97 4.190.473,98
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 463.060,79 358.805,91
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.965.863,98 26.371.491,46
Fertige Erzeugnisse und Waren 153.934,35 243.406,44
abzüglich erhaltene Anzahlungen -24.315.418,85 -23.378.735,13
2.267.440,27 3.594.968,68
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.208.919,43 7.962.786,19
Sonstige Vermögensgegenstände 427.533,70 678.992,66
6.636.453,13 8.641.778,85
Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 619.108,31 4.435.948,81
619.108,31 4.435.948,81
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.574.258,83 2.134.034,88
15.097.260,54 18.806.731,22
Rechnungsabgrenzungsposten 34.300,00 57.419,88
19.493.434,51 23.054.625,08

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 1.030.000,00 1.030.000,00
Kapitalrücklage 511.291,88 511.291,88
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 4.188.708,12 4.188.708,12
Gewinnvortrag 9.113.772,39 10.039.661,22
Jahresfehlbetrag -4.768.363,66 -895.888,83
10.075.408,73 14.873.772,39
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 21.773,35 20.068,35
Steuerrückstellungen 0,00 26.470,00
Sonstige Rückstellungen 3.953.335,00 3.763.119,00
3.975.108,35 3.809.657,35
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.661.526,21 3.144.110,80
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.439,55 637.441,99
Sonstige Verbindlichkeiten 1.772.951,67 589.642,55
5.442.917,43 4.371.195,34
19.493.434,51 23.054.625,08

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2019

2019 2018
Umsatzerlöse 57.654.404,49 71.179.337,40
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -405.627,48 -2.526.115,74
Sonstige betriebliche Erträge 126.128,41 136.188,38
Materialaufwand:
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.558.327,89 -26.395.308,67
Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.011.690,54 -36.570.018,43 -18.880.019,69
Personalaufwand:
Löhne und Gehälter -17.313.717,91 -16.634.298,23
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.306.557,16 -20.620.275,07 -3.052.490,40
(davon für Altersversorgung: € 42.714,86; Vorjahr: €44.552,95)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -397.661,26 -480.119,06
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.379.419,45 -4.197.148,89
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00 15,00
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.593,83 120.940,79
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.450,00 -118.144,59
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -108.352,61 -130.340,50
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -60.919,29 127.013,22
Ergebnis nach Steuern -4.724.581,86 -850.490,98
Sonstige Steuern -43.781,80 -45.397,85
Jahresfehlbetrag -4.768.363,66 -895.888,83

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Speidel GmbH (im Folgenden auch Gesellschaft genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 732429 eingetragen und hat ihren Firmensitz Im Autohof 1,73037 Göppingen, Deutschland.

Der Jahresabschluss der Speidel GmbH für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Soweit nicht anders angegeben, erfolgten Zahlenangaben im Anhang in Euro (€).

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Jahresabschluss sind sämtliche ausweispflichtigen Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge und Aufwendungen enthalten.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem gesetzlichen Gliederungsschema.

Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB durchgeführt worden.

2.1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren bewertet. Im Zugangsjahr werden Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen, angesetzt.

Die beweglichen Anlagegüter werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 3 bis 14 Jahre abgeschrieben. Im Zugangsjahr werden Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen.

Die Umstellung von der degressiven Abschreibung auf die gleichmäßige Verteilung des Restbuchwertes auf die Restnutzungsdauer erfolgt in dem Jahr, in dem der Übergang zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt als die Fortsetzung der degressiven Abschreibung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden bis zu einem Wert von € 800,00 im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt.

2.2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Wertabschläge für Bestände mit langer Lagerdauer sowie für Altbestände werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten angesetzt. Dem Wertminderungsrisiko bei Beständen, deren Selbstkosten nicht durch die Verkaufspreise gedeckt sind, ist gegebenenfalls durch angemessene Abschläge zur verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird Gebrauch gemacht. Der den Betrag der Vorräte übersteigende Anteil an erhaltenen Anzahlungen wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Fremdwährungsforderungen existieren nicht.

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Ausgewiesen werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

2.3. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen zum 31.12.2019 Rentenverpflichtungen auf Grund von Individualvereinbarungen. Die Rückstellungen werden zum 31.12.2019 unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Den nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G (Generationentafeln) von Prof. Dr. Klaus Heubeck durchgeführten Berechnungen liegen im Berichtsjahr ein Abzinsungsfaktor von 2,71 % sowie ein Gehaltstrend von 0,00 %, da es sich um Festzusagen handelt, zugrunde. Weiterhin wird ein Rententrend von 1,00 % berücksichtigt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden auf Grund der geringen Anzahl und der langen Betriebszugehörigkeit der Anspruchsberechtigten nicht angesetzt.

Bei der Festlegung der Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen wird pauschal von einer Laufzeit von 15 Jahren ausgegangen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen und der Bestand eines Wertpapierdepots werden, da sie dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, als qualifiziertes Planvermögen mit den beizulegenden Zeitwerten (Aktivwert) in Höhe von insgesamt T€ 682 bewertet und mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte liegen Gutachten zur Aktivwertermittlung zu den Rückdeckungsversicherungen zu Grunde. Der Wert des Wertpapierdepots ergibt sich aus dem Depotauszug zum 31.12.2019. Da sich die Höhe der Altersversorgungsverpflichtungen ausschließlich nach den beizulegenden Zeitwerten der Rückdeckungsversicherungen bestimmen, werden diese analog § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem Wert des Planvermögens bewertet, soweit der Wert des Planvermögens den berechneten Rückstellungsbetrag gemäß Anwartschaftsbarwertverfahren übersteigt. Der Ertrag aus dem Planvermögen wurde dementsprechend mit dem Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsverpflichtung in gleicher Höhe verrechnet.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2019 € 35.639,00 (§ 253 Abs. 6 Satz 1 HGB).

Unter Berücksichtigung der Aktivwerte und des Depots haben die Pensionsrückstellungen in 2019 um € 1.705,00 zugenommen. Die entsprechenden Aufwendungen sind unter den Aufwendungen für Altersversorgung erfasst. Der Zinsanteil der Pensionsrückstellungen für 2019 beträgt € 14.748,00 und ist unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst.

Die Pensionsrückstellungen betreffen mit € 21.773,35 Geschäftsführer der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet.

Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüche wurden auf der Grundlage individueller Tagessätze je Mitarbeiter ermittelt.

Die Rückstellungen für Garantieleistungen berücksichtigen das pauschale Gewährleistungsrisiko auf der Grundlage von vergangenheitsorientierten Erfahrungswerten.

2.4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten existieren nicht.

2.5. Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten temporaryKonzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31.12.2019: rd. 29 %).

Die latenten Steuerabgrenzungen betreffen aktive latente Steuern aus der Bewertung der Bilanzposten Vorräte, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen.

3. Angaben zur Bilanz

3.1. Aktiva

3.1.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich.

3.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von jeweils weniger als einem Jahr.

3.2. Passiva

3.2.1. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB.

Der Gesellschaftsvertrag der Speidel GmbH bestimmt ein als gezeichnetes Kapital ausgewiesenes Stammkapital in Höhe von T€ 1.030, das auch im Handelsregister eingetragen ist.

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 35.639,00 (Vorjahr: € 42.699,00).

3.2.2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen, Restrukturierungskosten und Nachlaufkosten sowie Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft.

3.2.3. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Vom Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten entfallen € 1.354.643,79 (Vorjahr: € 386.929,45) auf Steuern.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden mit 98,7 % fast ausschließlich im Inland erzielt. Die Aufgliederung auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche ergibt sich wie folgt:

%
Installationen 75,0
Schaltanlagen 18,8
Erneuerbare Energien 0,1
Sonstige 6,1
100,0

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 50) und aus Schadensersatz (T€ 65).

4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungs-, Betriebs- und Vertriebsaufwendungen. Sie enthalten mit T€ 126 periodenfremde Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen. Darüber hinaus enthält der Posten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 580, die im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Unternehmens stehen.

4.4. Finanzergebnis

Von den Zinsaufwendungen entfallen € 5.224,62 auf die Aufzinsung von Rückstellungen.

4.5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Gewerbe- sowie die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag hierauf.

5. Sonstige Angaben

5.1. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Miete und Operate Leasing

Gesamt bis 1 Jahr
T€ T€
Leasingverpflichtungen 946 389
Immobilienmiete 197 72
Sonstige 55 18
1-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€
Leasingverpflichtungen 557 0
Immobilienmiete 125 0
Sonstige 37 0

Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Miete und Operate Leasing handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten und Kfz-Leasingverträge. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Eventuelle Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden künftigen Zahlungsabflüssen ergeben sowie dass über die übernommenen Gegenstände insbesondere im Falle mangelnder Auslastung nicht frei verfügt werden kann.

5.2. Honorare des Abschlussprüfers

2019
T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 30
b) Steuerberatungsleistungen 27
c) Beratungsleistungen 36
93

5.3. Mitarbeiteranzahl

Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich Beschäftigten setzt sich wie folgt zusammen:

Angestellte 136
Arbeiter 154
290
Zur Information:
Azubi etc. 54
344

5.4. Angaben zu Organen der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2019 bestellt:

Brigitte Speidel, Göppingen

Konrad Hommel, Salach bis 31.3.2020

Frank Prokopf, Dammbach vom 1.10.2019 bis zum 7.7.2020

Gunther Steinhilper, Göppingen seit 1.1.2020

Uwe Hinske, Grabfeld seit 1.7.2020

5.5. Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 4.345.408,73, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von € 4.768.363,66 und dem Gewinnvortrag von € 9.113.772,39 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsberichterstattung gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Für die Festigung und korrekte Ableitung der teilweise bereits eingeleiteten und noch umzusetzenden Maßnahmen sowie weitergehenden Analysen, wurde von der Geschäftsführung zusätzlich eine Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Analyse der Unternehmenssituation und der Erstellung eines Sanierungskonzeptes nebst der Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Verbesserung der operativen Tätigkeiten beauftragt. Mit Datum vom 31.8.2020 hat die beauftragte Unternehmensberatungsgesellschaft das Sanierungskonzept mit einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose und den hierfür erforderlichen Maßnahmen erstellt.

Auf dieser Grundlage haben die Finanzierungspartner am 31.8.2020 eine Stillhaltevereinbarung unterzeichnet, wonach die ausgereichten Kredit- und Avallinien während des Sanierungszeitraums bis zum 31.12.2022 aufrechterhalten werden. Ein Avalliniengeber hält seine Linie nur bis zum 31.12.2021 aufrecht und prüft anschließend die Verlängerung bis zum 31.12.2022.

Am 14.8.2020 hat die Gesellschafterin zusätzlich zur Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätssituation eine Einzahlung in die Kapitalrücklage von TEUR 800 geleistet.

Zur Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft müssen wieder nachhaltig positive Jahresergebnisse und positive Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt werden, um die Ertragslage zu verbessern und eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten.

Die seit Januar 2020 weltweit eingetretene Ausbreitung des Coronavirus ist zwischenzeitlich mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für Unternehmen aller Branchen verbunden. Aufgrund der vollständigen Schließung von Unternehmen sind auch im Tätigkeitsbereich unserer Gesellschaft Lieferketten und Kundenbeziehungen teilweise unterbrochen oder beeinträchtigt worden. Sollten sich die Umstände weiter auf die bislang stabile Baubranche ausweiten, drohen auch unserem Unternehmen gravierende wirtschaftliche Beeinträchtigungen, insbesondere aufgrund von Umsatzrückgang, Unterauslastung der Produktionskapazitäten und möglichen Forderungsausfällen. Das finanzielle Ausmaß der Beeinträchtigungen können wir aus heutiger Sicht und wegen der nicht vorhersehbaren Dauer des Zustands nicht einschätzen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich trotz der aktuellen Entwicklung für das Geschäftsjahr 2020 keine weitere Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage über den zuvor dargestellten Umfang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 ergeben wird. Wir verweisen im Übrigen auf die Erläuterungen im Lagebericht (Risikobericht/Prognosebericht).

 

Göppingen, 2.9.2020

Speidel GmbH

gez. Brigitte Speidel, Geschäftsführerin

gez. Gunther Steinhilper, Geschäftsführer

gez. Uwe Hinske, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575.453,43 2.394,66 0,00 577.848,09
Geleistete Anzahlungen 423.771,28 293.496,99 0,00 717.268,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 999.224,71 295.891,65 0,00 1.295.116,36
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.976.251,62 0,00 0,00 4.976.251,62
Technische Anlagen und Maschinen 487.989,55 0,00 0,00 487.989,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.227.121,95 274.071,60 -68.457,39 2.432.736,16
Summe Sachanlagen 7.691.363,12 274.071,60 -68.457,39 7.896.977,33
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 20.025,84 0,00 0,00 20.025,84
Summe Finanzanlagen 20.025,84 0,00 0,00 20.025,84
Insgesamt 8.710.613,67 569.963,25 -68.457,39 9.212.119,53
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 516.786,43 31.846,66 0,00 548.633,09
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 516.786,43 31.846,66 0,00 548.633,09
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.411.734,76 64.901,00 0,00 2.476.635,76
Technische Anlagen und Maschinen 274.701,55 23.473,00 0,00 298.174,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.316.916,95 277.440,60 -67.555,39 1.526.802,16
Summe Sachanlagen 4.003.353,26 365.814,60 -67.555,39 4.301.612,47
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 4.520.139,69 397.661,26 -67.555,39 4.850.245,56
Buchwerte
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.215,00 58.667,00
Geleistete Anzahlungen 717.268,27 423.771,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 746.483,27 482.438,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.499.615,86 2.564.516,86
Technische Anlagen und Maschinen 189.815,00 213.288,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 905.934,00 910.205,00
Summe Sachanlagen 3.595.364,86 3.688.009,86
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 20.025,84 20.025,84
Summe Finanzanlagen 20.025,84 20.025,84
Insgesamt 4.361.873,97 4.190.473,98

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Firma Speidel GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen mit den wesentlichen Produktbereichen Gebäudetechnik mit Gebäudeautomation, Gefahrenmelde-, Medien-, Kommunikations-, Datennetztechnik, Steuerungs- und Verteilerbau und Automation. Die regionalen Tätigkeitsschwerpunkte lagen im Berichtszeitraum neben Göppingen in den Großräumen Stuttgart, Frankfurt am Main und Berlin.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Baugewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2019 um 3,8 % gegenüber 2018 angestiegen. Gesamtwirtschaftlich ergab sich demgegenüber ein Zuwachs von 0,6 % für das Jahr 2019.

2.2. Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

In Berlin und Frankfurt am Main werden Niederlassungen unterhalten. In Berlin wurde im Berichtszeitraum mit insgesamt 16 Mitarbeitern ein Umsatz von rd. 6.688 T€ und in Frankfurt am Main mit insgesamt 8 Mitarbeitern ein Umsatz von rd. 4.774 T€ erzielt.

Das Jahr 2019 war für die Firma Speidel ein in allen Bereichen schwieriges Jahr. Zudem prägten das Jahr diverse Sondereffekte (z.B. in 2020 erwartete Risiken aus dem Projektgeschäft), welche aufgrund handelsrechtlicher Vorgaben bereits im Geschäftsjahr 2019 erfolgswirksam antizipiert werden mussten.

Die Umsatzentwicklung ist um TEUR 13.525 bzw. 19% auf TEUR 57.654 im Geschäftsjahr gesunken. Im Wesentlichen führten die Verluste innerhalb einiger Großprojekte sowie die bereits eingeleiteten Maßnahmen in Summe zum Ausweis eines deutlich negativen Jahresergebnisses. Speidel weist für 2019 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 4.768 gegenüber einem Jahresfehlbetrag von TEUR 896 im Jahr 2018 aus.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag von rd. 64,1 Mio. € sichert eine rechnerische Auslastung von rd. einem dreiviertel Jahr. Darin enthalten sind langfristige Projekte mit einer Abwicklungsdauer von bis zu drei Jahren.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

2019
T€ %
Gesamtleistung 57.248 100,0
Materialaufwand 36.570 63,9
Personalaufwand 20.620 36,1
Deckungsbeitrag 58 0,1
EBIT -4.592 -8,0
Jahresergebnis -4.768 -8,3
2018 2017
T€ % T€ %
Gesamtleistung 68.653 100,0 54.341 100,0
Materialaufwand 45.275 65,9 32.449 59,7
Personalaufwand 19.687 28,7 17.176 31,6
Deckungsbeitrag 3.691 5,4 4.716 8,7
EBIT -850 -1,2 1.097 2,0
Jahresergebnis -896 -1,3 694 1,3

Hauptumsatzträger sind die klassische Installation, bestehend aus der Gebäudetechnik, Automation, Kommunikation und Sicherheit sowie Mittelspannungsbau. Die Umsatzanteile im Einzelnen:

Installationen 75,0 % Inland 98,7 %
Schaltanlagen 18,8 % Ausland 1,3 %
Erneuerbare Energien 0,1 %
Sonstige 6,1 %

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können wir mit dieser Entwicklung nicht zufrieden sein. Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf einem qualitativen Wachstum.

2.3.2. Finanzlage

2019 2018 2017
T€ T€ T€
Verfügbare Liquidität 6.193 6.570 10.276
Verb. gg. Kreditinstituten 0 0 0
Cash-Flow (DVFA/SG) -4.295 -366 977

Das operative Geschäft wird eigenfinanziert. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtszeitraum stabil und der Jahresfehlbetrag konnte aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das Investitionsvolumen von 570 T€ betrifft im Wesentlichen Investitionen in das neue ERP-System sowie Ersatzbeschaffungen.

2.3.3. Vermögenslage

2019
T€ %
Bilanzsumme 19.493 100,0
Eigenkapital 10.075 51,7
Rückstellungen 3.975 20,4
Anlagevermögen 4.362 22,4
Vorräte 2.267 11,6
2018 2017
T€ % T€ %
Bilanzsumme 23.055 100,0 23.470 100,0
Eigenkapital 14.874 64,5 15.770 67,2
Rückstellungen 3.810 16,5 2.928 12,5
Anlagevermögen 4.190 18,2 3.946 16,8
Vorräte 3.595 15,6 3.269 13,9

Allen erkennbaren Risiken wurde in ausreichendem Maße durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen Rechnung getragen.

2.3.4. Weitere Kennzahlen der Gesellschaft

2019 2018 2017
Umsatzrentabilität (%) -8,3 -1,4 1,9
Gesamtkapitalverz. (%) -23,6 -3,7 4,7
Mitarbeiter 345 343 310
Dynamischer Verschuldungsgrad (Jahre) n/a n/a 6,6
Statischer Verschuldungsgrad (%) 93 51 41
Anlagendeckung (%) 240,6 370,2 430,6

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB) gibt eine erste vorsichtige Trendaussage wieder, dieser geht von einer nominalen Stagnation des baugewerblichen Umsatzes gegenüber dem Vorjahr aus, ein Wachstum sei allerdings außer Reichweite.

Auf Basis unserer angearbeiteten Projekte, der abgeschlossenen Aufträge und unserer Konjunkturerwartung planen wir konservativ mit einer Gesamtleistung von rd. 55 Mio. € für das Jahr 2020.

Aufgrund von Szenariorechnungen mit unterschiedlichen Annahmen zur Höhe des Umsatzrückgangs und daraus resultierenden Kostenentwicklungen gehen wir davon aus, dass bei Erreichung der prognostizierten Gesamtleistung, ein geplantes, gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziertes negatives Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich eintritt, sodass in der Zukunft durch eine effiziente Unternehmensführung die Erfolge der Vorjahre wieder erreicht werden sollen.

Für die Festigung und korrekte Ableitung der teilweise bereits eingeleiteten und noch umzusetzenden Maßnahmen sowie weitergehenden Analysen, wurde von der Geschäftsführung zusätzlich eine Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Analyse der Unternehmenssituation und der Erstellung eines Sanierungskonzeptes nebst der Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Verbesserung der operativen Tätigkeiten beauftragt.

Auf dieser Grundlage haben die Finanzierungspartner am 31.8.2020 eine Stillhaltevereinbarung unterzeichnet, wonach die ausgereichten Kredit- und Avallinien während des Sanierungszeitraums weitestgehend aufrechterhalten werden.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat bereits sowohl organisatorische als auch operative Maßnahmen eingeleitet, um die Ertrags- und Liquiditätssituation wieder nachhaltig zu verbessern. Ergänzend achtet die Geschäftsführung darauf, durch Anforderung entsprechender Kundenanzahlungen und die Anforderung projektfortschrittsbezogener Abschlagszahlungen, die Finanzierung des notwendigen Working Capitals sicherzustellen.

Aufgrund der zwischenzeitlich bereits eingeleiteten und der noch geplanten Maßnahmen zur Kostenreduktion und der Verbesserung von operativen Abläufen geht die Geschäftsführung davon aus, dass ab 2022 eine Rückkehr zu nachhaltig positiver Ertragskraft möglich ist. Diese Einschätzung steht jedoch unter dem Vorbehalt einer stabilen Baukonjunktur.

Zur Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft müssen wieder nachhaltig positive Jahresergebnisse und positive Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt werden, um die Ertragslage zu verbessern und eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten.

Unter den Voraussetzungen, dass einerseits die im Sanierungskonzept geplanten Restrukturierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt und die darüber hinaus zur Umsatz- und Ergebnisplanung getroffenen Planungsannahmen realisiert werden können sowie andererseits die zur Durchführung der Maßnahmen und zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs sowie der Investitionen erforderlichen Finanzmittel und benötigten Avallinien durch die kreditgewährenden Banken und/oder die Gesellschafterin sichergestellt werden, ist die Entwicklung der Gesellschaft zwar kurzfristig beeinträchtigt, eine Bestandsgefährdung jedoch nicht gegeben.

3.2. Chancen- und Risikobericht

Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat die Gesellschaft - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen.

Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen (beispielsweise Rohstoffpreisentwicklungen und branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, Projektcontrolling, monatliche Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Finanzplan) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein.

Der Kostendruck ist nach wie vor sehr hoch. Die kostenoptimierte Finanzierung und Abwicklung des Projektgeschäftes hat deshalb unverändert höchste Priorität.

Daneben steht die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter als ein wichtiges Thema im Fokus der Geschäftsleitung.

Den vorhandenen Risiken, wie sie sich aus dem Projektgeschäft ergeben, begegnen wir mit geeigneten Sicherungsmaßnahmen, insbesondere mit Materialsicherungsgeschäften und einer breiten Streuung der Angebots- und Produktpalette. Das Forderungsausfallrisiko ist durch eine bestehende Warenkreditversicherung minimiert. Risiken in der Durchsetzbarkeit von Gewährleistungsansprüchen gegenüber Vorlieferanten begegnen wir durch die Bildung ausreichender Rückstellungen.

Preisrisiken aus der Beschaffung von Rohstoffen und Materialien wird durch den Abschluss von Terminkontrakten begegnet.

Aufgrund der weltweit negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus drohen auch für unser Unternehmen erhebliche Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit. Unterbrochene Lieferketten und Kundenbeziehungen, die Unterauslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten sowie eventuell bevorstehende Betriebsschließungen führen aus heutiger Sicht zu gravierenden negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die finanzielle Situation unseres Unternehmens. Im schlechtesten Fall sind zusätzliche entwicklungsbeeinträchtigende Risiken aus der Coronakrise nicht auszuschließen. Aufgrund der durch die Bundesregierung beschlossenen Unterstützungsmaßnahmen gehen wir jedoch davon aus, dass ggf. aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus entstehende Finanzierungsfehlbeträge durch staatlich unterstützte Finanzierungshilfen abgedeckt werden können. Weiterhin reagieren wir durch gezielte operative Maßnahmen (Präventive Anmeldung von Kurzarbeit, flexibler Disposition von gewerblichen Mitarbeitern etc.) auf unmittelbar eintretende Unterauslastungen. Wir gehen daher - vorbehaltlich aller bestehenden Unwägbarkeiten - davon aus, dass die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens auch unter Berücksichtigung der erheblichen negativen Auswirkungen des Coronavirus gegeben ist. Mit fortlaufenden Szenariorechnungen reagieren wir auf sich kurzfristig verändernde Rahmenbedingungen und versuchen, die Steuerung des Unternehmens sicherzustellen.

Das Ausgliedern von defizitären und die Neuaufnahme potenziell ertragskräftiger Geschäftsfelder zur Vergrößerung der Geschäftsbasis und Risikominimierung kommt nicht nur in unsicheren Zeiten eine besondere Bedeutung zu, durch geeignete Maßnahmen und schlanke Strukturen sind wir in der Lage kurzfristig im Markt zu agieren. Wir beobachten zeitnah alle technischen Entwicklungen, um sie gegebenenfalls kurzfristig zur qualitativen Ausweitung des Umsatzvolumens verfügbar zu machen.

Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft ist trotz der eingetretenen negativen Ergebnisentwicklung stabil. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht aufgrund der mit den kreditgewährenden Banken und den mit den weiteren Finanzierungspartnern getroffenen Vereinbarungen und der eingeleiteten bzw. noch geplanten Maßnahmen zur Kostenreduktion davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gesichert und der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist.

Zwar ist die Entwicklung der Gesellschaft kurzfristig beeinträchtigt, allerdings sind bestandsgefährdende Risiken unter der Voraussetzung, dass die geplante positive Entwicklung der Gesellschaft realisiert werden kann und die Finanzierung durch die kreditgewährenden Banken bzw. die weiteren Finanzierungspartner sichergestellt ist, nicht gegeben.

4. Nichtfinanzieller Leistungsindikator "Personal" (Personalbericht)

4.1. Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung

Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind grundlegende Voraussetzungen für das Handeln der Speidel GmbH als künden- und leistungsorientiertes Unternehmen in der Region. Sie auf hohem Niveau zu halten und auszubauen, ist die zentrale Aufgabe des Personalmanagements. Die Speidel GmbH ist bestrebt, zukunftsorientierte Qualifikationsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt anzubieten und die Anstrengungen zur Führungskräfteentwicklung weiter zu intensivieren. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Managementteams der Speidel GmbH wurde verstärkt im Bereich der Personalentwicklung und -gewinnung investiert.

4.2. Ausbildung in der Speidel GmbH

Die Speidel GmbH ist ihrer gesellschaftspolitischen Verpflichtung zur Schaffung von Ausbildungsplätzen auch im Jahr 2019 nachgekommen. Die Speidel GmbH ist der Auffassung, dass die Ausbildung eine Investition in die Zukunft junger Menschen und damit in die Zukunft der Speidel GmbH ist. Insgesamt erhielten im Jahresdurchschnitt 54 (Vorjahr: 50) Auszubildende in der Speidel GmbH eine fundierte Ausbildung. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 15,7 % (Vorjahr: 14,7 %). Die Speidel GmbH führt im Wesentlichen Ausbildungen in den Bereichen Installation und Schaltschrankbau sowie im kaufmännischen Bereich durch.

5. Nichtfinanzieller Leistungsindikator "Umweltschutz"

Die Speidel GmbH versteht sich als ein Unternehmen, welches mit und von den Ressourcen lebt und darum eine Verantwortung für den jeweiligen Standort trägt. Verlässlichkeit, Kompetenz und Nachhaltigkeit sind tragende Prinzipien der Geschäftstätigkeit. Daraus abgeleitet verfolgt die Speidel GmbH auf dem Gebiet des Umweltschutzes folgende strategische Ziele:

Wir wollen einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Entlastung der Umwelt durch Emissionsminderung leisten. Ressourcen setzen wir dabei gleichermaßen wirtschaftlich und umweltgerecht ein. Im Umgang mit ökologischen Themen demonstrieren wir Kompetenz und kooperieren mit den jeweiligen regionalen Behörden. Unsere Aktivitäten und unser Image im Bereich Umweltschutz stützen das Kerngeschäft und neue Produkte. Zur Umsetzung dieser Strategie setzen wir ein breites Spektrum produktions- und kundenorientierter Maßnahmen ein, deren konkrete Ausgestaltung zu einem wesentlichen Teil in der Verantwortung der Speidel GmbH liegt.

 

Göppingen, 2. September 2020

gez. Brigitte Speidel, Geschäftsführerin

gez. Gunther Steinhilper, Geschäftsführer

gez. Uwe Hinske, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Speidel GmbH, Göppingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Speidel GmbH, Göppingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Speidel GmbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Fortbestehensprognose

Die Gesellschaft hat einen Jahresfehlbetrag von TEUR 4.768 erzielt. Dadurch hat sich das Eigenkapital von TEUR 14.874 im Vorjahr auf TEUR 10.075 reduziert, die Eigenkapitalquote beträgt immer noch 51,7 %.

Zur Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft müssen wieder nachhaltig positive Jahresergebnisse und positive Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt werden, um die Ertragslage zu verbessern und eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten.

Für die Festigung und korrekte Ableitung der teilweise bereits eingeleiteten und noch umzusetzenden Maßnahmen sowie weitergehenden Analysen, wurde von der Geschäftsführung der Gesellschaft zusätzlich eine Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Analyse der Unternehmenssituation und der Erstellung eines Sanierungskonzeptes nebst der Entwicklung eines Maßnahmenplans zur Verbesserung der operativen Tätigkeiten beauftragt. Mit Datum vom 31.8.2020 hat die Unternehmensberatungsgesellschaft das Sanierungskonzept mit einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose und den hierfür erforderlichen Maßnahmen erstellt.

Auf dieser Grundlage haben die Finanzierungspartner am 31.8.2020 eine Stillhaltevereinbarung unterzeichnet, wonach die ausgereichten Kredit- und Avallinien während des Sanierungszeitraums bis zum 31.12.2022 aufrechterhalten werden. Ein Avalliniengeber hält seine Linie nur bis zum 31.12.2021 aufrecht und prüft anschließend die Verlängerung bis zum 31.12.2022.

Am 14.8.2020 hat zusätzlich die Gesellschafterin zur Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätssituation eine Einzahlung in die Kapitalrücklage von TEUR 800 geleistet.

Aufgrund der zwischenzeitlich bereits eingeleiteten und der noch geplanten Maßnahmen zur Kostenreduktion und der Verbesserung von operativen Abläufen geht die Geschäftsführung davon aus, dass ab 2022 eine Rückkehr zu nachhaltig positiver Ertragskraft möglich ist. Diese Einschätzung steht jedoch unter dem Vorbehalt einer stabilen Baukonjunktur.

Unter den Voraussetzungen, dass einerseits die im Sanierungskonzept geplanten Restrukturierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt und die darüber hinaus zur Umsatz- und Ergebnisplanung getroffenen Planungsannahmen realisiert werden können sowie andererseits die zur Durchführung der Maßnahmen und zur Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs sowie der Investitionen erforderlichen Finanzmittel und benötigten Avallinien durch die kreditgewährenden Banken und/oder die Gesellschafterin sichergestellt werden, ist die Entwicklung der Gesellschaft zwar kurzfristig beeinträchtigt, eine Bestandsgefährdung jedoch nicht gegeben.

Wir verweisen hierzu auch auf die Angaben in Abschnitt "3.1. Prognosebericht" und "3.2. Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts der Gesellschaft.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 2.9.2020

MENOLD BEZLER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Beuttler, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmeisky, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 9.9.2020 wie vorgeschlagen festgestellt.

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