Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 42480
Vorher
Retailproject GmbHConstruction Network GmbH
Eingetragen
15.5.2002
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Planung und die Realisierung von Bauund Innenausbauprojekten für gewerbliche Auftraggeber, einschließlich der Revitalisierung und Neubau, in allen Gewerken. Das Unternehmen bietet Architektur- und lngenieurleistungen an, übernimmt das Projektmanagement und die Projektsteuerung und tritt als Generalübernehmer sowie Generalunternehmer auf. Weitere damit verbundene Dienstleistungen zählen ebenfalls zum Unternehmensgegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timon Koch
seit 6.6.2023
Geschäftsführer
Kathrin Kirchhoff
seit 27.7.2021
Prokura
Wolfgang Sigg
seit 21.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schwitzke GmbH
Germany
1.025.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwitzke Project GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Bilanzjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Schwitzke Project GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Schwitzke Project GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Schwitzke GmbH, hat sich auf Generalübernehmerleistungen spezialisiert. Das umfassende Geschäftsmodell erstreckt sich über sämtliche Leistungen im Bau- und Ausbaugewerbe. Dabei reicht das Leistungsspektrum von Steuerungsleistungen über ausgewählte Teilleistungen bis hin zur schlüsselfertigen Umsetzung komplexer Bauvorhaben in den Bereichen Office, Hotel, Retail, Gastronomie, Health Care und Gebäuderevitalisierung.

Die Expertise der Schwitzke Project umfasst sämtliche Um- und Ausbauarbeiten, einschließlich umfassender Eingriffe in bestehende Gebäudestrukturen, die Gestaltung der Gebäudehülle sowie sämtliche technische Gewerke. Zudem werden die Möblierung und Ausstattung von gewerblich genutzten Flächen und Arbeitsplätzen in die Leistungspalette integriert. Auf Kundenwunsch bietet Schwitzke Project auch Beratungsleistungen an, sei es bei der Anmietung von Flächen, der Bewertung von Baukostenbudgets oder der Planung von Bauvorhaben. Schwitzke Project konzentriert sich speziell darauf, Projekte in puncto Zeitmanagement und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Das Unternehmen setzt hierfür auf eigenes qualifiziertes Personal und wählt aus einem umfangreichen Pool an Partnerfirmen die geeigneten Lieferanten, Hersteller und Nachunternehmer für jedes Projekt aus. Dies ermöglicht es, Projekte in Deutschland und benachbarten europäischen Ländern in unterschiedlichen Größenordnungen und Lagen zuverlässig zu realisieren.

Die Flexibilität von Schwitzke Project zeigt sich darin, dass sämtliche Teilleistungen unabhängig am Markt bezogen werden. Dadurch kann das Unternehmen äußerst flexibel auf die individuellen Anforderungen der Bauaufgabe, Veränderungen der Marktsituation oder lokale Besonderheiten reagieren. Schwitzke Project zeichnet sich somit nicht nur durch umfassende Leistungsfähigkeit, sondern auch durch Anpassungsfähigkeit und Kundenorientierung aus.

Im Geschäftsmodell eines Generalübernehmers stellt der Rohertrag neben dem Jahresüberschuss einen wesentlichen Key Performance Indicator dar. Die branchenspezifische Rohertragsquote korreliert direkt mit der Gesamtleistung und dient als maßgeblicher Indikator zur Bewertung des Unternehmenserfolgs.

Das Unternehmen ist an drei Standorten vertreten, neben dem Hauptsitz in Düsseldorf bestehen Niederlassungen in Berlin und in München.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Kalenderjahr 2023 ist das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken. Für 2024 erwarten die Wirtschaftsforscher einen Rückgang von 0,1%. Damit verzeichnet Deutschland unter den großen Industrienationen die schwächste Entwicklung. Wieder sind es die Bauinvestitionen, die größere Bremswirkungen verursachen. Der für uns relevante Wirtschaftshochbau entwickelte sich allerdings im Berichtsjahr nur leicht zurückhaltender, während der Wohnungsbau deutlich nachgelassen und der Wirtschaftstiefbau stark zugelegt hat. Im ersten Halbjahr 2024 zeigt sich zuletzt eine leichte Erholung.

Diese Entwicklung spiegelt sich in unserer Geschäftstätigkeit wider. Zwar blieb die geplante Leistung im ersten Halbjahr aufgrund herausfordernder Rahmenbedingungen noch hinter den Erwartungen zurück, jedoch zeigte sich im zweiten Halbjahr eine erfreuliche Verbesserung der Auftragslage. Dadurch starten wir mit einer soliden und positiven Auftragslage in das Bilanzjahr 24/25.

Im Zuge eines Rechtsstreits mit einem renommierten Luxus-Kaufhaus aus Berlin, der mit erheblichen Forderungen verbunden war, kam es entgegen unseren Erwartungen zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Im weiteren Verlauf wurde das Unternehmen vom Mehrheitseigner vollständig übernommen. In diesem Zusammenhang mussten wir unsere Forderung in Höhe von 6.958 T€ vollständig abschreiben. Dies führte zu einem deutlich negativen Ergebnis, wodurch das Unternehmen bilanziell überschuldet ist. Um der damit verbundenen Gefährdung der Unternehmensfortführung zu begegnen, wurde das im Vorjahr entwickelte und in großen Teilen erfolgreich umgesetzte IDW S6-Gutachten aktualisiert.

Ein zentraler Fokus lag auf der weiteren Optimierung unserer Prozesse sowie der Sicherung einer stabilen finanziellen Basis. Dabei konnten wir das Vertrauen unserer Finanzierungspartner stärken, die ihre bestehenden Kreditlinien verlängert haben. Da die abgeschriebene Forderung bereits zuvor nicht in die Liquiditätsplanung eingeflossen war, entstehen daraus keine zusätzlichen negativen Auswirkungen auf unsere finanzielle Situation.

Die derzeitige positive Entwicklung der Auftragslage ist ein positiver Schritt in die richtige Richtung. Dennoch bleibt der Weg zum nachhaltigen Aufbau des Eigenkapitals herausfordernd. Um die Stabilität des Unternehmens weiter zu sichern, ist ein reibungsloser Geschäftsablauf von entscheidender Bedeutung.

Die Entwicklung der Leistung entspricht nicht vollständig den Planwerten. Vor allem das erste Halbjahr blieb unter den Erwartungen. Die positive Entwicklung der Auftragslage im Jahresverlauf 2024, verbunden mit positiven Ergebnissen aus abgeschlossenen Projekten und einer insgesamt steigenden Rohertragsmarge, lässt aber das Geschäftsjahr versöhnlich enden.

2.1 Ertragslage

Im abgelaufenen Bilanzjahr erreichte die Gesamtleistung ein Niveau von ca. 27.700 T€, das 19,6 % unter dem Vorjahreswert liegt (ca. 34.500 T€), jedoch durch einen höheren Anteil an Eigenleistungen - bedingt durch Planungs- und Projektvorlauf für neu gewonnene Projekte - ein positives Signal für das Folgejahr zeigt. Damit verbunden ist die im Bilanzjahr außergewöhnlich deutliche Steigerung der Rohertragsquote um 7,1 Prozentpunkte.

Auf der Kostenseite sind die Personalkosten der größte Posten, mit einem Anteil von 60,6 % an den Gesamtkosten. Trotz einer leichten Steigerung der Personenzahl um 1,7 % sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr nur moderat um 3,5 % gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr um 23,8 % gesenkt werden, was vor allem auf den Wegfall hoher Aufwendungen für Beratungsleistungen und Umzugskosten zurückzuführen ist. Insgesamt konnten die Gemeinkosten um 9,3 % gesenkt werden.

Trotz dieser positiven Gesamtentwicklung beeinflusste der Forderungsverlust das Ergebnis negativ. Der Finanzaufwand stieg aufgrund der höheren Inanspruchnahme der Kreditlinien und gestiegener Zinsen um 41,2 %. Der Jahresüberschuss für das Bilanzjahr 2023/2024 liegt mit -6.821,8 T€ im negativen Bereich (Vorjahr -889,8 T€), was jedoch ausschließlich auf die Forderungsabschreibung zurückzuführen ist. Ohne diese Abschreibung wäre das Ergebnis leicht positiv ausgefallen.

2.2 Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Aktiva auf 12.875,8 T€, was einem Rückgang von 30,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Großteil der Aktiva setzt sich aus Forderungen (4.101,1 T€, deutlicher Rückgang um -73,7% aufgrund der Forderungsabschreibung) und dem nicht gedeckten EK-Fehlbetrag (6.403,7 T€) zusammen.

Die um erhaltene Anzahlungen bereinigten Vorräte stiegen auf 1.203 T€ und sind damit zum Bilanzstichtag im Gegensatz zum Vorjahr nicht vollständig durch Anzahlungen gedeckt.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 24,5% gestiegen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 65,5%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (L&L), sind dagegen um 40,9 %, die sonstigen Verbindlichkeiten um 61,8 % gesunken. Aufgrund des Jahresfehlbetrags ist das Eigenkapital derzeit negativ. Im Einklang mit dem IDW S6-Gutachten verfolgen wir das Ziel, das Eigenkapital mittelfristig wieder in den positiven Bereich zu führen.

Die Bilanzstruktur wird durch das negative Eigenkapital maßgeblich geprägt. Die Finanzierung erfolgt momentan durch die Inanspruchnahme des verfügbaren Kreditrahmens.

2.3 Finanzlage

Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über Barmittel in Höhe von 724,8 T€. Die kurzfristigen Bankdarlehen belaufen sich auf 5.511 T€. Der Cash-Flow, der im Vorjahr noch bei +2.212 T€ lag, zeigt dieses Jahr einen negativen Wert von -2.477 T€.

Die finanzielle Lage zum Bilanzstichtag 2022/23 war durch außergewöhnlich hohe Anzahlungen auf Projekte besonders positiv. Die Bilanz zum aktuellen Bilanzstichtag weist den Abbau der flüssigen Mittel und die höhere Inanspruchnahme des Kreditrahmens aus. Die Gesellschaft bewegt sich damit wieder innerhalb des geplanten Liquiditätsrahmens. Während des Jahres konnten Forderungen von Nachunternehmer häufig unter Ausnutzung von Skonto beglichen werden, was die erfolgreiche Steuerung der Liquidität und die proaktive Finanzplanung verdeutlicht.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 23/24 jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen vollkommen nachzukommen.

3. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die wirtschaftliche Situation der Schwitzke Project GmbH bleibt aufgrund des vollständigen Forderungsausfalls der Klageforderung gegenüber einem mittlerweile insolventen Großkunden (siehe auch die Ausführungen im Geschäftsverlauf) herausfordernd. Durch die Insolvenz des Vertragspartners ist von einer Vereinnahmung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auszugehen

Dies hat zur Beeinträchtigung der Vermögenslage geführt, zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft daher bilanziell überschuldet, hieraus resultiert eine weiterhin herausfordernde Finanzlage, die insgesamt ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

Wir haben ein IDW-S6 Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft bestätigt. In enger Zusammenarbeit mit unseren Finanzierungspartnern konnten wir den aktuellen Status Quo halten und werden - wie unsere kontinuierlichen Liquiditätsprognosen verdeutlichen - die Liquidität durchweg sichern können.

Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführung aus. Um nachhaltig positive Jahresergebnisse zu erzielen und damit das Eigenkapital wieder aufzubauen, ist jedoch eine gute Auftragslage und eine effiziente Projektabwicklung entscheidend.

Um die Effizienz des Unternehmens zu erhöhen, werden die im Gutachten definierten Maßnahmen konsequent umgesetzt. Dazu gehört der Einsatz von moderner Software und die weitere Qualifizierung unseres wachsenden Teams. Organisatorisch werden die Standorte gestärkt und entlasten damit die Geschäftsführung. Die Mitarbeiterbindung ist hoch, das Unternehmen weist eine nur sehr geringe Fluktuation auf, was Einarbeitungszeit- und kosten erspart und die Wissensbasis erweitert.

Investitionsentscheidungen der Kunden hängen stark von verschiedenen Faktoren ab, wie der Konjunkturentwicklung, den Zinssätzen, dem Immobilienmarkt sowie der Kaufkraftentwicklung in den Bereichen Hotel, Gastronomie und Retail, in denen wir tätig sind. Die Marktlage zeigt derzeit eine leichte Entspannung im Vergleich zum Vorjahr, auch wenn die Prognosen für 2024/2025 auf einen leichten Rückgang des BIP hindeuten. Die Zinsen wurden zuletzt etwas gesenkt, und die Inflationsrate liegt nur knapp über der 2%-Marke.

Im ersten Halbjahr 2024 liegt die Order im Wirtschaftshochbau insgesamt um nominal drei Prozent niedriger. Positiv hervorzuheben ist die steigende Nachfrage nach Büroimmobilien. Auch die Zahl der Baugenehmigungen stieg in den ersten elf Monaten 2024 um 4,3%. Zudem belebt sich die Nachfrage nach Hotel- und Gastronomieprojekten, während der stationäre Handel noch keine größeren Impulse zeigt.

Die Konjunktur kann durch die derzeitigen Unsicherheiten weltweit - von der Entwicklung im Nahen Osten bis Osteuropa - und vor allem durch die vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland beeinflusst werden, die Gesellschaft erwartet dadurch jedoch mittelfristig keine signifikante Eintrübung der Geschäftslage.

Nach Einschätzung von Schwitzke Project wird der Bereich „Umbau im Bestand“ in Deutschland zunehmend wachsen und dies entspricht damit der Kernkompetenz des Unternehmens. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck, da Unternehmen, die bisher vorwiegend im Neubau tätig waren, verstärkt Projekte im Bestand übernehmen. Schwitzke Project GmbH sieht sich jedoch dank umfassender Referenzen und eines gut ausgebauten Netzwerks in einer starken Position.

Mit einem breiten Kundenstamm und einer vielfältigen Branchenpräsenz kann Schwitzke Project flexibel auf Marktchancen reagieren und von den Potenzialen innerhalb der Firmengruppe profitieren. Das Unternehmen ist daher gut aufgestellt, um die kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit verfolgt Schwitzke Project eine Strategie der Dezentralisierung, um die regionale Präsenz zu stärken und noch gezielter Marktchancen anzusprechen. Neben den bestehenden Standorten in Düsseldorf, München und Berlin werden derzeit weitere Standorte geprüft.

4. Prognosebericht

Für das Bilanzjahr 2024/25 erwarten wir eine Gesamtleistung von rund 35.000 T€, wovon bereits über 40 % zum 30. Juni 2024 beauftragt wurden. Die Rohertragsquote wird sich voraussichtlich wieder auf den langjährigen Durchschnitt um ca. 4-6 % reduzieren, da mehrere größere Projekte unter Vertrag stehen, deren Erlöse erst im kommenden Jahr realisiert werden. Für das Bilanzjahr wird mit einem wieder positiven Jahresüberschuss von etwa 1,5 % gerechnet (Vorjahr - 24,6 %).

Für die Folgejahre ist geplant. das Wachstum an den Standorten in Düsseldorf, Berlin und München weiter voranzutreiben. Die Belegschaft wird flexibel an das Auftragsvolumen angepasst. Besonders der Standort München verzeichnet derzeit ein starkes Wachstum, sodass Anfang 2025 neue Büroräume bezogen werden.

Die Liquidität bleibt bis zur Rückkehr in die Gewinnzone weiterhin herausfordernd. Durch das bereits umgesetzte Finanzierungs- und Sanierungskonzept ist die Schwitzke Project GmbH jedoch gut aufgestellt, um allen Verpflichtungen zuverlässig nachzukommen.

Aktuell sind keine größeren Investitionen geplant, da eine vorsichtige Finanzstrategie verfolgt wird und sich die Gesellschaft auf die effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen konzentriert, um die finanzielle Stabilität zu sichern. Der Umzug in München wird ohne nennenswerte Investitionskosten erfolgen. Dieser vorausschauende Ansatz gibt uns die Flexibilität, auf die sich verändernde wirtschaftliche Lage zu reagieren und gleichzeitig die langfristige Nachhaltigkeit unseres Unternehmens zu gewährleisten.

 

Düsseldorf, den 18.12.2024

gez.:

Wolfgang Sigg

Timon P. Koch

Bilanz

Aktiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Anlagevermögen 71.364,00 98.455,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.566,00 10.399,00
II. Sachanlagen 63.798,00 88.056,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.798,00 88.056,00
B. Umlaufvermögen 6.245.937,31 18.274.352,64
I. Vorräte 1.203.161,36 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.962.499,25 3.464.241,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.317.960,42 16.157.469,49
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 80.568,28 196.907,60
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.237.392,14 15.960.561,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 40.000,00 40.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 724.815,53 2.116.883,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 154.823,62 113.594,21
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.403.713,89
Summe Aktiva 12.875.838,82 18.486.401,85

Passiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Eigenkapital 0,00 418.104,23
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 1.350.000,00 1.350.000,00
III. Verlustvortrag 1.956.895,77 1.067.085,82
IV. Jahresfehlbetrag 6.821.818,12 889.809,95
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 6.403.713,89
B. Rückstellungen 1.209.016,19 3.328.437,51
C. Verbindlichkeiten 11.666.822,63 14.739.860,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.511.007,35 4.425.876,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.511.007,35 4.425.876,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.004.008,33 606.665,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.004.008,33 606.665,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.151.806,95 9.707.318,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.178.481,07 7.952.363,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 973.325,88 1.754.955,29
Summe Passiva 12.875.838,82 18.486.401,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2023 - 30.6.2024
EUR
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1. Rohergebnis 8.541.516,31 8.169.914,85
2. Personalaufwand 4.775.902,02 4.614.159,88
a) Löhne und Gehälter 4.055.607,24 3.927.152,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 720.294,78 687.007,09
davon für Altersversorgung 5.312,86 5.620,35
3. Abschreibungen 7.022.283,35 86.079,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 63.792,12 86.079,78
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 6.958.491,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.038.866,22 3.989.497,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 32,51 79,90
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,06 3.716,02
davon Erträge aus Abzinsung 3.716,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 526.299,92 372.777,81
davon an verbundene Unternehmen 63.274,67 13.164,33
7. Ergebnis nach Steuern -6.821.819,14 -888.884,37
8. sonstige Steuern -1,02 925,58
9. Jahresfehlbetrag 6.821.818,12 889.809,95

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Schwitzke Project GmbH, Düsseldorf

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Schwitzke Project GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, verweisen wir auf den Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schwitzke Project GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 42480

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Es werden keine Fremdkapitalzinsen in die Bewertung einbezogen.

Die unfertigen Leistungen wurden auf der Grundlage der vorliegenden Auftragsbearbeitungsstände ermittelt. Sie betreffen die in Arbeit befindlichen Aufträge. Sie sind mit den Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. In den Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie angemessene Teile herstellungsbezogener Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Im Rahmen der sogenannten retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag erfolgte eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert.

Die erhaltenen Anzahlungen sind, soweit diese den unfertigen Leistungen entsprechen, offen aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% der um die einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währungen lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichstag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr wurde § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.131,64 3.750,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.131,64 3.750,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 487.699,86 37.693,12 139.687,56
Summe Sachanlagen 487.699,86 37.693,12 139.687,56
Summe Anlagevermögen 521.831,50 41.443,12 139.687,56
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 37.881,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 37.881,64
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 385.705,42
Summe Sachanlagen 0,00 385.705,42
Summe Anlagevermögen 0,00 423.587,06
kumulierte Abschreibung 01.07.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 30.06.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.732,64 6.583,00 0,00 0,00 30.315,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.732,64 6.583,00 0,00 0,00 30.315,64
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.643,86 57.209,12 134.945,56 0,00 321.907,42
Summe Sachanlagen 399.643,86 57.209,12 134.945,56 0,00 321.907,42
Summe Anlagevermögen 423.376,50 63.792,12 134.945,56 0,00 352.223,06
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 30.06.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 30.06.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.566,00 10.399,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.566,00 10.399,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 63.798,00 88.056,00
Summe Sachanlagen 0,00 63.798,00 88.056,00
Summe Anlagevermögen 0,00 71.364,00 98.455,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 386 (Vorjahr T€ 962), Rückstellung für Resturlaubstage und Rückstellungen für Überstunden in Höhe von T€ 231 (Vorjahr T€ 282), Nachlaufkosten in Höhe von T€ 199 (Vorjahr T€ 209), Prozesskostenrückstellung, Rückzahlungsverpflichtung Kunde und Selbstbehalte Versicherungen in Höhe von T€ 100 (Vorjahr T€ 245), Rückzahlungsverpflichtung Corona-Hilfen T€ 100 (Vorjahr T€ 0,00), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr T€ 123), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 40), Boni und Tantiemen in Höhe von T€ 38 (Vorjahr T€ 54), Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 20) sowie Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 2).

Verbindlichkeitenspiegel und Sicherungsrechte

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 103 (Vorjahr T€ 201) Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.000 enthalten. In Höhe dieser Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Schwitzke GmbH besteht gemäß der Pratonatserklärung eine Nachrangigkeit.

In Höhe von T€ 4 handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Zinsen.

Angaben zu außergewöhnlichen Aufwendungen

Im Geschäftsjahr wurde eine Abschreibung auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von € 6.958.491,23 vorgenommen. Es handelt es sich um die Abschreibung der vollständigen Forderungen gegen einen Kunden aus einem Großprojekt. Die Abschreibung überschreitet das bei der Gesellschaft übliche Volumen deutlich und stellt eine Aufwendung außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Geschäftsjahr dar.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

liegen in folgender Höhe vor:

Art Gesamtverpflichtung Gesamtverpflichtung Vorjahr
Dienstleistungsvertrag T€ 1.264 T€ 1.038
davon gegenüber Gesellschaftern T€ 1.264 T€ 1.038
Mieten Gebäude T€ 671 T€ 296
davon gegenüber Gesellschaftern T€ 2 T€ 2
Mietleasing T€ 82 T€ 92
Zinsaufwendungen T€ 188 T€ 230
davon gegenüber Gesellschaftern T€ 94 T€ 55

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Mit Verpfändungsvereinbarung vom 07.07.2021 mit der Commerzbank AG sind die zum Bilanzstichtag bestehenden Avale in Höhe von T€ 662 durch Barhinterlegung zugunsten der Commerzbank AG verpfändet.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf T€73 (Vorjahr: T€ 192).

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf T€ 1.004 (Vorjahr: T€ 602).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 60 (Vorjahr 59).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Wolfgang Sigg ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing. Architekt
Geschäftsführer: Karl-Heinz Schwoll ausgeübter Beruf: Dipl.- Ing. Innenarchitekt
Geschäftsführer: Timon Koch ausgeübter Beruf: Master of Engineering

Herr Schwoll war Geschäftsführer bis zum 27.02.2024.

Hinsichtlich der Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Düsseldorf, 18. Dezember 2024

gez.:

Wolfgang Sigg

Timon Koch

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Schwitzke Project GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schwitzke Project GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwitzke Project GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang zu den „Allgemeinen Angaben zum Jahresabschluss“ sowie die Angaben im Abschnitt 3. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zum Abschlussstichtag bilanziell überschuldet ist. Wie im Anhang und Abschnitt 3. des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leverkusen, 18. Dezember 2024

DIPL.-KFM. GUIDO BÄUMERICH, WIRTSCHAFTSPRÜFER

FELIX BÄUMERICH, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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