August Ottensmeyer GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Hartsieker seit 7.9.2011 | Prokura |
Peter Michael Ruprecht seit 24.7.2007 | Geschäftsführer |
Jan Dipl. Wirtschaftsing. Ottensmeyer seit 24.7.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AGOFORM GmbHLöhneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 1. Allgemeine Entwicklung Im Januar 2023 erwartete die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2023 ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 %. Bis zum Schluss des Jahres 2023 sank das preisbereinigte BIP um 0,3 % [Vorjahr: +1,8 %]. Die Inflation (Verbraucherpreisindex für Deutschland) lag bei 5,9 % [6,9 %]. AGOFORM hat nach dem Umsatzrückgang von 5,6 % im Jahr 2022 im vergangenen Jahr trotz eines geplanten Wachstums von 2,1 % einen erneuten Umsatzrückgang von 1,9 % zu verzeichnen. Das Umsatzwachstum von 6 % in Drittländern konnte den Rückgang von 3,5 % in Deutschland und 5 % im EU-Wirtschaftsraum nicht kompensieren. Lt. statistischem Bundesamt verzeichnet die wesentliche Inlands-Zielbranche "Küchenmöbelindustrie Deutschland" einen Rückgang von 3,3 %. Für 2024 erwartet die Bundesregierung gemäß des im Februar 2024 veröffentlichten Jahreswirtschaftsberichts (S. 155) eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % und eine Inflation von 2,8 %. 2. Leistungen Die Gesellschaft produziert und vertreibt Kunststoffteile an die Küchenmöbel-, Möbel-, Werbemittel-, Fahrzeug-, Umwelttechnik- und sonstigen Industrien sowie deren Zulieferer. Im Jahr 2023 wurden 445 [458] Kunden in 63 [64] Ländern beliefert (ohne Kunden des Einkaufs). Mit dem Großteil dieser Kunden bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Kontinuierliche Produktinnovationen, verbunden mit einem umfangreichen Leistungsspektrum der Gesellschaft und Kundenfokussierung sollen eine hohe Zufriedenheit und Bindung der Kunden gewährleisten und sind die Grundlage für die Etablierung neuer Kundenbeziehungen. 3. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 1.019 [T€ 1.113] getätigt. Die Erweiterungsinvestitionen waren u.a. Sonderentwicklungen, die bei vorhandenen Maschinen installiert wurden und dadurch die Gesellschaft in die Lage versetzten, wiederum Sonderprodukte - größtenteils Nischenprodukte - herzustellen. Die kontinuierliche Entwicklung neuer Designs und Produkte erforderte Investitionen in neue Formen und Werkzeuge. 4. Finanzierung Der laufende Finanzbedarf der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr aus dem Cash-flow, in Höhe von T€ 600 durch Darlehen und aus dem laufenden Kontokorrentkonto finanziert werden. Die Gesellschaft hat im Jahre 2023 alle Rechnungen - soweit sie skontierfähig waren - unter Ausnutzung von Skonto reguliert. Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten dienten ausschließlich der Abwicklung laufender Geschäfte. 5. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (jeweils zum Quartalsende) inkl. Auszubildenden und Geschäftsführern betrug 158 Personen [164]. Die Personalkosten inkl. der Aufwendungen für Leiharbeiter in Höhe von insgesamt T€ 8.069 [T€ 8.123] sanken - bei einem Umsatzrückgang von 1,9 % - nur um T€ 54 = 0,7 %, da die Gesellschaft ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten entsprechend die Löhne und Gehälter in Anlehnung an die hohe Inflation spürbar erhöht und auch 2023 um eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie ergänzt hat sowie, weil Personalanpassungsmaßnahmen der Umsatzentwicklung nachlaufen. II. Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Der für die Gesellschaft wichtigste Rohstoff Polystyrol hatte im Geschäftsjahr einen gesunkenen Jahresdurchschnittspreis, der um 22 % unter dem im Zweijahresvergleich zu 2020 um 98 % angestiegenen Vorjahrespreis lag. Weiterhin bestehen eine hohe Volatilität der Materialpreise - mit Schwankungen in einzelnen Monaten von über 10 % - und eine nur verzögert durchführbare Anpassung der Verkaufspreise an veränderte Rohstoffpreise. Die sonstigen Erträge waren im Vorjahr aufgrund der Auflösung einer Rückstellung höher und haben dadurch das Ergebnis verbessert. Im Berichtsjahr liegen sie wieder auf normalisiertem Niveau. Trotz weiterer Energieeffizienzmaßnahmen stiegen die Aufwendungen für elektrische Energie um T€ 139 = 31 %, da die Strombezugskosten inkl. der Netzentgelte um 35 % zum Vorjahr gestiegen sind. Mit T€ 17.756 wurde ein im Vergleich zum Vorjahr [T€ 17.599] um 0,9 % erhöhtes Rohergebnis erzielt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgten in vollem Umfang planmäßig und haben sich im Berichtsjahr auf T€ 562 [T€ 479] erhöht. Die Gesellschaft verfolgt generell die Strategie, zur Verringerung von Investitionsrisiken Produktionsanlagen und -einrichtungen zu mieten. Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen sind im Berichtsjahr in Höhe von T€ 1.286 [T€ 687] aufgrund mehrerer geplanter, umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen (Retrofit) an einzelnen Maschinen deutlich erhöht angefallen. Durch weiter verbesserte vorbeugende Wartung und Instandhaltung sowie Ausnutzung des sich dabei ergebenden Modernisierungspotentials erhält und verbessert die Gesellschaft die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit ihres Maschinenparks. Diese strategische Ausrichtung hat sich bereits in den Vorjahren als erfolgreich erwiesen. Die Werbe- und Reisekosten in Höhe von T€ 327 [T€ 174] schwanken wie auch in den Vor-Corona-Jahren jährlich im Wesentlichen aufgrund der Teilnahme als Aussteller auf nicht jährlich stattfindenden Messen. Nach dem Anstieg im Vorjahr konnten die Kosten der Warenabgabe um 16,2 % auf T€ 2.459 [T€ 2.935] gesenkt werden, da sowohl die Kosten für Verpackungsmaterial als auch im Übersee-Transport die Frachtraten gesunken sind. Die Zinsaufwendungen sind durch den Anstieg des Zinsniveaus und erhöhter Inanspruchnahme der unveränderten Kontokorrentlinien auf T€ 58 [T€ 23] gestiegen Trotz eines niedrigen, im Vergleich zum Vorjahr aber verbesserten Rohergebnisses liegt der Jahresüberschuss unter dem durch insbesondere dem Sondereffekt bei den sonstigen betrieblichen Erträgen beeinflussten Vorjahresergebnis. 2. Finanzlage Aufgrund des erzielten Cash-flows (Jahresergebnis vor Abschreibungen und vor Veränderung der langfristigen Rückstellungen) in Höhe von T€ 864 [T€ 1.248] sowie der eingeräumten Kreditlinien und Darlehen war die Liquiditätslage des Unternehmens im Berichtsjahr ausnahmslos gut. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand an flüssigen Mitteln T€ 252 [T€ 367]. Somit war im Berichtsjahr die Finanzlage jederzeit als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf fokussiert, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen, sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. 3. Vermögenslage Der Gesamtwert der Vorräte am Ende des Berichtsjahres betrug T€ 4.570 [T€ 4.954]. Das entspricht einer Senkung um T€ 384 = 7,8 %. Bei den Rohstoffen standen insbesondere niedrige Rohstoffpreise des Hauptrohstoffs Polystyrol höheren Beständen gegenüber, so dass sich der Bestandswert auf Vorjahresniveau bewegt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 1.901 [T€ 2.099]. Diese Veränderung liegt innerhalb der üblichen Schwankungsbreite zum Jahresabschlussstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen T€ 219 [T€ 5]. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Berichtsjahresstichtag im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite zum Jahresabschlussstichtag auf T€ 899 [T€ 1.330]. Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag ist mit 69,1 % [63,3 %] durch eine erneut gestiegene, hohe Eigenkapitalquote gekennzeichnet. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Chancen- und Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen erfolgreich eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein kontinuierlicher Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Anforderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Aufgrund der volatilen Rohstoffmärkte auch im Kunststoffsektor - in Verbindung mit nicht vorhersehbaren Verknappungen einzelner Rohstoffe - kann zum heutigen Zeitpunkt nicht völlig ausgeschlossen werden, dass der Unternehmenserfolg von nicht prognostizierbaren Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wird. Das Jahr 2024 ist bislang geprägt von Rohstoffpreisen mit einer Schwankungsbreite von fast 30%, erneut erhöhten Energiebezugsumlagen, Kurzarbeitsphasen bei vielen unserer deutschen Kunden, spürbarer Inflation, in Kombination mit Fachkräftemangel erhöhten Entgeltforderungen von Mitarbeitern und Bewerbern sowie einer - auch politisch induzierter - erkennbaren Verunsicherung der Verbraucher. Die innerhalb der EU vorgegebenen Klimaschutzmaßnahmen und Dokumentationspflichten bringen neben zusätzlichem Verwaltungsaufwand und spürbar erhöhten Transportkosten im Inland Anforderungen an einen erhöhten Rezyklateinsatz in unseren Produkten. Zusammen mit vielen unserer europäischen Kunden können wir diese Rezepturumstellung aufgrund unserer sehr guten technischen und organisatorischen Vorbereitung als Chance nutzen, sowohl unseren CO 2 -Fußabdruck zu senken als auch unsere Marktposition zu stärken. Durch organisatorische Maßnahmen - verbunden mit einer unserer Meinung nach exzellenten IT-Ausstattung - war und ist AGOFORM jederzeit uneingeschränkt handlungsfähig. Durch ein gutes Netz leistungsfähiger Lieferanten, verbunden mit der Mehrlieferantenstrategie für wichtige Materialien, sowie den über mehrere Gebäude und redundante Maschinen abgesicherten Produktionseinrichtungen war AGOFORM immer uneingeschränkt handlungs- und lieferfähig. Chancen ergeben sich aus unserer wirtschaftlichen Stärke auch in unsicheren Zeiten, der bewiesenen Zuverlässigkeit und der Nutzung unserer Ressourcen zur Optimierung vorhandener Produkte und Fertigungsverfahren, der Vermarktung von Produktinnovationen sowie der Erschließung neuer Marktsegmente. Unsere Kundenbeziehungen sind stabil, so dass wir das Risiko als gering einschätzen, dass erneut eingeschränkte internationale Reisemöglichkeiten oder Besuchsverbote unserer Kunden negative Auswirkungen auf die Intensität und damit Stabilität unserer Kundenbeziehungen haben würden. Die Gesellschaft treibt auch dieses Jahr die Digitalisierung der Verwaltung und des Kundenkontakts mit verschiedenen Projekten weiter voran und wird die sich im Zuge der Verhaltensänderung von Konsumenten und B2B-Kontakten ergebenden Chancen nutzen. Die Gesellschaft ist Anfang 2022 der Klimainitiative der örtlichen IHK beigetreten, deren Teilnehmer sich dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 verpflichtet haben. Als Teilnehmer dieser Initiative nutzen wir zur Ermittlung des CO 2 -Fußabdrucks ein von der IHK entwickeltes, nicht zertifiziertes THG-Emissions-Berechnungstool. Für 2023/2024 wurden u.a. nachfolgende Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sowie zur Reduktion der Energiekosten projektiert: Zusätzlich zur bereits vorhandenen PV-Anlage mit 320 kWp wurde 2024 der Ausbau auf die maximal bautechnisch möglichen 619 kWp abgeschlossen. Seit Anfang 2024 erfolgt ein Teil der Warenauslieferungen in OWL mit einem elektrischen 42t-LKW. Gemäß eigener Berechnung mit dem CO 2 -Berechnungstool konnten die Gesamtemissionen gemäß Scope 1+2 um 7 % gegenüber dem Vorjahr [-14 %] auf 215 to CO 2 reduziert werden. Mit weiteren Investitionen und Optimierungen sollen die Emissionen auch im laufenden Jahr noch weiter reduziert werden. Im Einklang mit dem Bestreben vieler unserer Kunden, vermehrt Sekundärrohstoffe einzusetzen, werden wir fokussiert unsere Projekte zur Reduktion des spezifischen Materialverbrauchs sowie zur Senkung des Primärrohstoffverbrauchs fortsetzen und erwarten von diesen einen signifikanten Ergebnisbeitrag einen reduzierten CO 2 -Fußabdruck inkl. Scope 3. II. Prognosebericht Die von der Geschäftsleitung zu Vorjahresbeginn aufgestellte Prognose ging von einem Umsatzwachstum von 2,1 % aus. Im Lagebericht des Vorjahres wurde die weitere Umsatzentwicklung in Abhängigkeit von der hohen konjunkturellen Unsicherheit sowie der weiteren Rohstoffpreisentwicklung und den dadurch notwendigen Preisanpassungen gesehen. Im Lagebericht des Vorjahres wurde zudem ein Ergebniskorridor zwischen T€ 0 und T€ +300 prognostiziert. Tatsächlich verringerten sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um 1,9 % und der Jahresüberschuss beträgt T€ 325 nach T€ 789 im Jahr 2022. Wie jedes Jahr, wird auch der Erfolg des Jahres 2024 stark vom Granulatpreis der verschiedenen Kunststoffe (Rohstoffe) beeinflusst. Der Granulatpreis hängt wiederum von den internationalen Spotmarktpreisen für Benzol, Styrol, Butadien, Ethen usw. ab. Die Preisentwicklung dieser weltweit auf Monatskontraktbasis verhandelten Rohstoffe ist für die Gesellschaft weder verlässlich prognostizier- noch beeinflussbar. Aktuell liegt der Granulatpreis nur noch leicht über dem Jahresdurchschnittspreis 2023. Die weitere Preisentwicklung kann ähnlich volatil wie im Vorjahr sein. Trotz weltweiten Einkaufs kann auch die Versorgungssicherheit nicht zwingend antizipiert werden, wenn auch das Risiko aktuell deutlich verringert zu sein scheint. Angesichts der weltweit eingetrübten konjunkturellen Aussichten, verbunden mit Spannungen auf den Energiemärkten, der Inflation mit entsprechenden Verteilungskämpfen und einem immer noch unvorhersehbaren Kriegsgeschehen in Europa ist die Entwicklung der europäischen und weltweiten Wirtschaftsräume für uns nur in Szenarien prognostizierbar, da die wirtschaftlichen Verwerfungen ganzer Branchen und Volkswirtschaften erst mit mehreren Monaten bis Jahren Verzögerung offenbar werden. Die am 04.03.24 verabschiedete Planung der Gesellschaft entstand unter den Annahmen hoher konjunktureller Unsicherheiten insbesondere in der deutschen Küchenmöbelindustrie mit einem prognostizierten Umsatzrückgang von 3,6 %. Die geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft haben sich seit dem Bilanzstichtag verhalten entwickelt. Zum Stichtag 31.05.2024 liegen die Fakturierungserlöse um 10,2 % unter den Vorjahreswerten. Der EBIT liegt um T€ 750 unter dem Vorjahreswert, da sowohl höhere Personal- und Transportkosten als auch die aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung relativ gestiegenen Fixkosten das Ergebnis belasten. Die Gesellschaft erwartet für 2024 - ausgehend von den bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bekannten Daten - für das Restjahr tendenziell eine Belebung des Geschäfts, jedoch mit nennenswerten, bislang nicht verlässlich prognostizierbaren Risiken aufgrund von Insolvenzen, steigendem Konkurrenzdruck durch schlecht ausgelastete Marktbegleiter sowie Marktveränderungen aufgrund von Regulierung. Die Umsatzentwicklung wird zusätzlich von den Personalkosten- und Rohstoffpreiseffekten und den dadurch notwendigen Preisanpassungen unserer Produkte in einem wettbewerbsintensiven internationalen Marktumfeld abhängen, gleiches gilt für die Ertragsentwicklung. Aus dem rollierenden Forecast sowie prognostizierbaren Szenarien resultiert aktuell ein Ergebniskorridor EBIT zwischen T€ -650 und T€ -300. III. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von gravierender Bedeutung eingetreten. IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Optimierung vorhandener Produkte sowie Neueinführung von Produktinnovationen, die auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Löhne, den 12. Juni 2024 gez. Jan Ottensmeyer, Geschäftsführer gez. Michael Ruprecht, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder soweit erforderlich, mit dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert, bewertet worden. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten auch die notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen (§ 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 375.318,00 €. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr bzw. Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
3.2 Eigenkapital Die Kapitalrücklage gemäß §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr € 500.000,00. 3.3 Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der projected-unit-credit-Methode (PUC-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,82 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Rentendynamik von 0,00 % • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck " Richttafeln 2018 G" Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung beträgt € 7.073,00 (Vorjahr: T€ 7) und ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten. Bei den Rückstellungen für Alterversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 1.878,00. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. 3.4 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellung für Urlaubsansprüche T€ 94 (Vorjahr: T€ 143), für Ergebnisbeteiligungen und Prämien T€ 25 (Vorjahr: T€ 323), für Tantiemen T€ 39 (Vorjahr: T€ 95), sowie für Prüfungs- und Abschlusskosten T€ 41 (Vorjahr: T€ 41). Alle weiteren sonstigen Rückstellungen betragen jeweils nicht mehr als T€ 30. 3.5 Angaben zu Verbindlichkeiten und Sicherungsrechten Die Gesellschaft hat den angestellten Führungskräften die Möglichkeit gegeben, sich durch die Einlage von Genussrechtskapital am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Zum Abschlussstichtag bestanden zwei Genussrechte in Höhe von € 38.121,99. Gewinnbezugsberechtigt waren im Berichtsjahr zwei Genussrechte von geleisteten Einzahlungen in Höhe von insgesamt € 34.965,51.
3.6 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Bei der Gesellschaft bestanden zur Verringerung von Investitionsrisiken am Bilanzstichtag 16 Leasingverträge über bewegliche Anlagegüter mit Restlaufzeiten bis zu 31 Monaten. Die Leasingverpflichtungen betragen jährlich netto € 31.068,84. Für unbewegliche Anlagegüter bestanden am Bilanzstichtag 8 Mietverträge mit Restlaufzeiten bis zu 26 Monaten. Die Mietverpflichtungen betragen monatlich € 77.041,00 bzw. jährlich € 924.492,00. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden am Bilanzstichtag in Form von 10 Mietverträgen über bewegliche Anlagegüter - Maschinen - mit Restlaufzeiten bis zu 55 Monaten sowie weiteren 53 unbefristeten Mietverträgen. Die Mietverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen monatlich € 97.580,41 bzw. jährlich € 1.005.704,92. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Vergütung für Genussrechtskapital Vergütungen für die Überlassung von Genussrechtskapital ohne Eigenkapitalcharakter wurden in Höhe von € 1.772,45 vorgenommen. 4.2 Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rückgewährungsansprüche von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 654.000,00) enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
5.2 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 5.3 Vergütungen der Geschäftsführer und gewährte Bezüge für Hinterbliebene früherer Geschäftsführer Gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung. 5.4 Vorgänge von besonderer Bedeutung Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. 5.5 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt € 324.775,74 und wird insgesamt auf neue Rechnung vorgetragen. 5.6 Nachtragsbericht Der Geschäftsverlauf 2024 wird durch die ungewohnt hohe Inflation und einem immer noch unvorhersehbaren Kriegsgeschehen in Europa geprägt sein. Nähere Erläuterungen zu den Folgen sind dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 zu entnehmen. Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 keine weiteren Vorgänge von gravierender Bedeutung eingetreten. 5.7 Unterschrift der Geschäftsführung
Löhne, 16. Mai 2024 AGOFORM GmbH Jan Ottensmeyer, Geschäftsführer Michael Ruprecht, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die AGOFORM GmbH, Löhne Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AGOFORM GmbH, Löhne, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGOFORM GmbH, Löhne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Halle in Westfalen, den 11. Juli 2024 Tomik
+ Partner mbB
gez. Dr. Roland Tomik, Wirtschaftsprüfer gez. Carsten Hüttemann, Wirtschaftsprüfer |
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