HANSA Schifffahrtlinien GmbH

Lange Straße 1A, 18055 Rostock, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 9176
Vorher
H. STINNES LINIEN GmbHHUGO STINNES LINIEN GmbH
Eingetragen
1.4.1999
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der BinnenschifffahrtBetrieb von Häfen
Gegenstand
Der Betrieb von Linienverkehr zwischen dem europäischen Kontinent und US-Golf, Mexiko, Zentralamerika, Panama, Kolumbien, Venezuela, Guayana und allen Ländern der Karibik und Süd Afrika.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
767.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

HANSA Schifffahrtlinien GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HUGO STINNES LINIEN GmbH, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 24. Februar 2009

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grummer, Wirtschaftsprüfer

Klimmer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2008

HUGO STINNES LINIEN GmbH, Rostock

AKTIVA

  EUR EUR 31.12.2007
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Software   0,00 209
II. Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   0,00 146
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00 25
    0 380
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Betriebsstoffe 0,00   503
2. Unfertige Leistungen 0,00   1.020
    0,00 1.523
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00   1.013
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 667.171,85   904
davon gegen Gesellschafter EUR 667.171,85 (Vj. TEUR 904)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.244.370,10   276
    1.911.541,95 2.193
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   45.469,92 1.289
    1.957.011,87 5.005
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   0,00 42
    1.957.011,87 5.427

PASSIVA

     
  EUR EUR 31.12.2007
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital   767.000,00 767
II. Gewinnvortrag   461.362,63 461
  1.228.362,63 1.228
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00   96
2. Sonstige Rückstellungen 724.742,86   3.217
    724.742,86 3.313
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30,94   271
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00   578
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vj. TEUR 578)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.875,44   37
davon aus Steuern EUR 3.875,44 (Vj. TEUR 0)      
    3.906,38 886
    1.957.011,87 5.427

Gewinn- und Verlustrechnung für 2008

HUGO STINNES LINIEN GmbH, Rostock

  EUR EUR 2007
TEUR
1. Umsatzerlöse   27.055.656,48 30.598
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an unfertigen Leistungen   192.418,40 *1 -205
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.957.367,63 2.026
    29.205.442,51 32.419
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Betriebsstoffe 5.914.926,14   4.128
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.464.210,02   25.024
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 1.021.616,66   1.444
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 166.920,67   248
davon für Altersversorgung EUR 5.073,00 (Vj. TEUR 11)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 50.841,77   117
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.145.549,83   919
    28.764.065,09 31.880
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.244,71   115
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.000,00 (Vj. TEUR 41)      
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00   76
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.497,13   0
    55.747,58 39
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   497.125,00 578
12. Außerordentliches Ergebnis   -2.627.436,28 0
13. Erträge aus Verlustübernahme   2.130.311,28 0,00
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   0,00 578
15. Jahresüberschuss   0,00 0

*1 Die Erhöhung betrifft den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Oktober 2008.
Im Rahmen des Asset Deals wurden die Vorräte ausgebucht. Die Bestandsminderung ist im außerordentlichen Ergebnis erfasst.

Anhang zum Jahresabschluss 2008

HUGO STINNES LINIEN GmbH

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt erstmals die Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft. Gemäß § 267 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft weiterhin die für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden gesetzlichen Vorschriften zu beachten, da die Größenkriterien nicht an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschritten wurden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der aktive Geschäftsbetrieb der HUGO STINNES LINIEN GmbH (HSL GmbH), Rostock, wurde zum 31. Oktober 2008, 24.00 Uhr, eingestellt und im Zuge eines Unternehmenskaufvertrages (Asset Deal) zum 1. November 2008, 0.00 Uhr, an die STINNES HOLDING GmbH, Rostock, verkauft.

Laut Vertrag erfolgte im Rahmen des Asset Deals die Veräußerung und Übertragung sämtlicher vorhandener Vermögensgegenstände und Schulden mit Ausnahme insbesondere der bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbund sowie der steuerlichen Verpflichtungen. Die Ausbuchung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte im laufenden Geschäftsjahr gegen das außerordentliche Ergebnis.

Aufgrund des Verkaufs des operativen Geschäftsbetriebes mit Wirkung zum 1. November 2008 ist eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 € 410,00), werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Leistungen werden auf der Basis von Schiffsreisekalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei auch Gemeinkosten und Verwaltungskosten berücksichtigt werden.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge im laufenden Geschäftsjahr betreffen insbesondere nachträgliche Anschaffungskosten an der Beteiligung Interstowage Services GmbH, Rostock, in Höhe von TEUR 1.500.

Sämtliche im Anlagenspiegel ausgewiesenen Abgänge der historischen Anschaffungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit der Übertragung des Anlagevermögens im Rahmen des Asset Deals.

2. Angaben zum Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2007 wies die HSL GmbH in ihrem Anteilsbesitz den 50 %igen Anteil an der LOGMAR Logistics & Maritime Services GmbH i.L., Hamburg, aus. Die Beteiligung wurde aufgrund der geplanten Liquidation der Gesellschaft im Vorjahr auf einen Buchwert von € 0,00 abgeschrieben. Weiterhin war im Finanzanlagevermögen der 100 %ige Anteil an der Interstowage Services GmbH, Rostock, mit einem Buchwert von TEUR 25 ausgewiesen.

Im Rahmen des Asset Deals sind sämtliche im Anteilsbesitz befindlichen Anteile auf die STINNES HOLDING GmbH, Rostock, übertragen worden.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Es werden Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 667 ausgewiesen. Der Saldo setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Forderung aus Ergebnisabführung des laufenden Jahres (EUR 2,1 Mio.) und aus den zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus unterjährigen, kurzfristig gewährten, Liquiditätszuschüssen in Höhe von EUR 1,5 Mio.

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen zum Stichtag im Wesentlichen eine Forderung aus Kompensationszahlungen (TEUR 1.244) gegen die Interhansa Limited, Zypern, aus. Die Kompensationsforderung basiert auf der im Geschäftsjahr 2006 gegebenen Zustimmung seitens der HSL GmbH zu den Kündigungen sämtlicher damals gültigen Charterverträge über 4 MPC-Schiffe.

Alle übrigen Forderungen wurden im Zuge des Asset Deals zum 1. November 2008 erfolgswirksam ausgebucht.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen ausschließlich sonstige Rückstellungen. Diese enthalten insbesondere eine Rückstellung in Höhe von TEUR 620 im Zusammenhang mit der Auflösung eines Chartervertrages, der im Rahmen des Asset Deals nicht mit übergehen konnte. Weiterhin werden Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 73 sowie Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung und Steuererklärungen in Höhe von TEUR 32 ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.244 aus Kompensationsforderungen für bereits in 2006 gekündigte Charterverträge gegen die Eigner der MPC-Schiffe. Weiterhin werden Erträge aus der Auflösung von nicht verbrauchten Rückstellungen (TEUR 591, Vj. TEUR 1.848) ausgewiesen.

7. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet insbesondere Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.007, die im Zusammenhang mit der Ausbuchung der im Rahmen des Asset Deal zum 1. November 2008, 0.00 Uhr, übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden stehen.

Weiterhin werden außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 620 ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Auflösung eines Chartervertrages stehen, der im Rahmen des Asset Deals nicht mit übergehen konnte.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 757 aus einem Chartervertrag, der im Rahmen des Asset Deals nicht mit übergegangen ist. In gleicher Höhe bestehen Eventualforderungen gegenüber dem Erwerber der Vermögensgegenstände und Schulden.

Ferner bestehen Haftungsverhältnisse aus der Übertragung von Pensionsverpflichtungen im Rahmen des Asset Deals.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 37, die aus einem Vertrag über eine Bürogemeinschaft resultieren. Der Vertrag endet 2011.

Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 21 (Vj.: 26) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde 2008 vertreten durch den Geschäftsführer

 

Dr. Karl-Ludwig Zerbin, Rostock.

3. Bezüge der Geschäftsführung

Die gesetzlichen Vertreter schränken die Berichterstattung über die Bezüge der Geschäftsführung unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB ein.

4. Konzernverhältnisse

Die Interhansa Reederei AG, Rostock, als direktes Mutterunternehmen der HUGO STINNES LINIEN GmbH verzichtet im Sinne des § 293 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DSR Schifffahrts-GmbH & Co. KG, Rostock, quotal einbezogen, dessen Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger erfolgt.

 

Rostock, 24. Februar 2009

Dr. Karl-Ludwig Zerbin

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 464.822,63 19.460,00 484.282,63 0,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.323,27 5.781,47 486.104,74 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 1.500.000,00 1.525.000,00 0,00
2. Beteiligungen 75.500,00 0,00 75.500,00 0,00
  100.500,00 1.500.000,00 1.600.500,00 0,00
  1.045.645,90 1.525.241,47 2.570.887,37 0,00
  Kumulierte Abschreibungen
1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 255.606,57 29.257,98 284.864,55 0,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.080,26 21.583,79 355.664,05 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 75.500,00 0,00 75.500,00 0,00
  75.500,00 0,00 75.500,00 0,00
  665.186,83 50.841,77 716.028,60 0,00
  Buchwerte
31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 0,00 209
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 146
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25
2. Beteiligungen 0,00 0
  0,00 25
  0,00 380

Lagebericht Geschäftsjahr 2008

HUGO STINNES LINIEN GmbH

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die internationale Schifffahrt ging mit dem Schwung des Vorjahres optimistisch in das Geschäftsjahr 2008 und musste erleben, wie die langjährige Konjunktur plötzlich kollabierte.

In den ersten drei Quartalen war das Ladungsangebot in nahezu allen Verkehren und für alle Betriebsformen der Seefahrt sehr gut. In der Konsequenz wurde die Auslastung der Tonnage umfassend gesichert. Dies führte folglich dazu, dass Reeder in allen Bereichen der Schifffahrt Charterraten in nie zuvor erreichter Höhe erzielen konnten. Schiffe, die in normalen Zeiten kaum Beschäftigungschancen gehabt hätten, wurden nachgefragt und entgingen zeitverzögert der Abwrackung.

Im Sog der weltweiten Finanzkrise, ausgelöst im Jahre 2008, änderten sich auch die Rahmenbedingungen für die Seetransporte. Die Boomphase endete abrupt und schmerzhafte Einbußen mussten hingenommen werden. Die Entwicklung von Weltwirtschaft und Welthandel wurden durch die Auswirkungen der Finanzkrise, die drastischen Verteuerungen von Rohstoffen im ersten Halbjahr 2008, dem damit einhergehenden Inflationsschub und der negativen Entwicklung an Immobilienmärkten belastet. In der Folge wurde das Wachstumstempo der großen Volkswirtschaften und damit auch des Welthandels abgebremst; Entwicklungen, die sich unmittelbar negativ auf den weltweiten Güteraustausch auswirkten. Insbesondere die bezüglich Wachstumsraten verwöhnte Containerschifffahrt musste im Berichtsjahr Rückgänge in den Beförderungsmengen hinnehmen. Über die Dauer des Abschwungs gibt es in Fachkreisen -wie gewohnt -unterschiedliche Auffassungen. Die zwischen Konjunktur- und Strukturkrise schwankenden Meinungen gehen folglich weit auseinander. Zu beobachten waren Aktivitäten von Linienreedern, die durch Umgestaltung von Routenführungen und Kapazitätsreduzierungen auf die Marktschwankungen reagierten.

Entspannung war zum Jahresende bei der Bunkerpreisentwicklung zu verzeichnen. Nachdem Spitzenpreise von über 700 $/ton im Juli 2008 zu zahlen waren, sanken die Kosten im Dezember 2008 auf unter 200 $/ton.

Die allgemeinen Bedingungen des internationalen Schifffahrtsmarktes spiegelten weitestgehend auch die Lage in den Märkten wieder, in denen die HUGO STINNES LINIEN GmbH (HSL) tätig war. Grundsätzlich wurde die Geschäftsstrategie des Jahres 2007 fortgesetzt, wonach der SANMEX-Verkehr mit drei Schiffseinheiten der Größe 20.000 tdw zu betreiben war und somit das langjährige Tonnagekonzept einer unveränderten Realisierung zugeführt werden sollte. Trotz intensiver Bemühungen gelang dies auch im Jahre 2008 nicht. Es war kaum Tonnage im Markt und für die wenigen verfügbaren Schiffe wurden Charterraten gefordert, die keinen wirtschaftlichen Betrieb im angestammten Fahrtgebiet erlaubten. HSL GmbH war somit gezwungen, das im Budget vorgesehene 3-Schiffskonzept (Budgetergebnis -372.000 €) auf ein 2-Schiffskonzept (Budgetergebnis -943.000 €) umzustellen. Im Berichtszeitraum standen somit nur die Schiffe OLMECA und TOLTECA permanent zur Verfügung. Zur Befriedigung der Nachfrage wurden Schiffe auf Basis Single Trip out eingephast.

Bedingt durch die beschriebene Situation waren diese Aktivitäten im Vergleich zum Jahre 2007 rudimentär. Total konnten lediglich drei zusätzliche Abfahrten im SANMEX-Dienst gestellt werden. Zwangsläufig konnte die Servicequalität des Dienstes im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert werden. Damit gelang es ebenfalls nicht, die Marktstellung des Unternehmens zu festigen und auszubauen. Vorteile verzeichneten die Linienbetreiber im Trade, die eigene Tonnage bzw. langfristig eingecharterte Schiffe in Betrieb hatten. Über beide Voraussetzungen verfügte HSL nicht und war damit den turbulenten Marktwirren ungeschützt ausgesetzt.

Im Berichtszeitraum wurde schon sehr frühzeitig deutlich, dass das Budget 2008 im SANMEX-Verkehr nicht zu erfüllen war. Diese negativen Aussichten und die Position der LIMRO Shipping GmbH, Rostock, (Hauptaktionärin der Interhansa Reederei AG (IHR), Rostock,) bewirkten, Investitionsmittel für Schiffsneubauten erst dann zur Verfügung zu stellen, wenn das eingeleitete "Squeeze-out-Verfahren" der Minderheitsaktionäre erfolgreich beendet wird. Dies erforderte -in Ermangelung alternativer Produktionskonzepte -den Verkauf des Unternehmens in Betracht zu ziehen. Tatsächlich wurden die Geschäftsaktivitäten der HSL im Laufe des Geschäftsjahres 2008 veräußert (vgl. auch Punkt 2.).

Der Vollcontainerdienst von Europa nach Südafrika wurde bis zur Veräußerung des operativen Geschäftes unverändert als Slotcharterer bei der Mediterranean Shipping Company festgesetzt. Die Kooperation erwies sich erneut als gut.

Die gesellschaftsrechtliche Eingliederung der HSL in die IHR blieb im Berichtsjahr unverändert bestehen. IHR war auch im Jahre 2008 die alleinige Gesellschafterin der HSL.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Aufgrund der Veräußerung nahezu sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden der HSL mit Wirkung zum 1. November 2008, 0.00 Uhr, ist eine Vergleichbarkeit zum vorherigen Geschäftsjahr in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Die im Jahre 2007 einsetzende Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens setzte sich im Berichtszeitraum fort. Diese Entwicklung ist logisch und folgerichtig, da interne und externe Rahmenbedingungen unverändert fortbestanden.

Ein direkter Vergleich der Entwicklung von beförderten Gutarten und Gütermengen in den Jahren 2007 und 2008 ist nur bedingt möglich, da 2008 der aktive Geschäftsbetrieb bei der HSL nur 10 Monate andauerte. Damit lässt sich ebenfalls die Umsatzentwicklung nur bedingt vergleichen.

Die Eincharterung eines dritten Schiffes der Größenordnung 20.000 tdw war trotz intensivster Bemühungen nicht zu realisieren. Die Verlängerung der Charter von OLMECA ab April 2008 war nur mit dem Akzept einer exorbitanten Ratenerhöhung von 12.400 $/Tag auf 20.600 $/Tag möglich. Darüber hinaus lief die Zeitcharter der TOLTECA (11.950 $/Tag) im Oktober 2008 aus. Eine Verlängerung dieses Schiffes wäre ebenfalls nur zu 20.600 $/Tag wahrscheinlich gewesen. Tatsächlich verkauften die Eigner das Schiff im Oktober 2008 und die Verfügbarkeit von Schiffen spitzte sich für HSL weiter zu. Bis August 2008 konnten die Budgetwerte noch weitestgehend realisiert werden. Dies änderte sich im September 2008 grundlegend. Neben stark gestiegenen Schiffssystemkosten brach das traditionelle ostgehende Ladungsaufkommen ein. Um die verlustige Ladung zu substituieren war HSL gezwungen, way-ports zu bedienen, was zwangsläufig wieder operative und finanzielle Belastungen nach sich zog. Die Verschlechterung der Ertragslage von HSL war ab September nicht mehr aufzuhalten.

Eine Trendwende konnte auch mit dem Businessplan 2009/2010 nicht nachgewiesen werden. Nach Unternehmensberechnungen stellte sich die negative Entwicklung im Oktober 2008 wie folgt dar:

  worst case best case
2008 -1.370 TEUR -1.370 TEUR
2009 -4.015 TEUR -2.400 TEUR
2010 -3.150 TEUR -1.330 TEUR
Total -8.535 TEUR -5.100 TEUR

Unter Berücksichtigung der Marktsituation und der Konzernstrategie, wonach HSL keine Investitionsmittel für Schiffsneubauten zur Verfügung gestellt werden, konnte die mittelfristige Rückkehr von HSL in die Gewinnzone nicht nachgewiesen werden. Diese Situation hat, bedingt durch den zwischen IHR und HSL geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag, direkten negativen Einfluss auf die IHR und ihre Aktionäre. Der bestehende Ergebnisabführungsvertrag ist frühestens zum 31. Dezember 2010 kündbar.

Zur Abwendung der drohenden Verluste von den Aktionären beschloss der Vorstand der IHR, den operativen Geschäftsbetrieb der HSL zu verkaufen. Nach Eingang und Analyse der diesbezüglich eingegangenen Kaufofferten erfolgte im Rahmen des Asset Deals die Veräußerung und Übertragung sämtlicher vorhandener Vermögensgegenstände und Schulden mit Ausnahme insbesondere der bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbund sowie der steuerlichen Verpflichtungen mit Wirkung zum 1. November 2008 an die STINNES HOLDING GmbH, Rostock.

In Anbetracht der Gesamtumstände entwickelte sich die Vermögenslage der HSL zum Stichtag wie folgt:

Aktiva in TEUR 2008 2007 Absolute Abweichung Prozentuale Abweichung
Anlagevermögen 0 380 -380 -100%
Umlaufvermögen 1.957 5.005 -3.048 -60,9%

Das Anlagevermögen ist durch den Verkauf des Geschäftsbetriebes zum 1. November 2008 vollständig auf den Käufer übergegangen.

Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert insbesondere aus der Übertragung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Guthaben bei den Kreditinstituten im Rahmen des Asset Deals. Weiterhin sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR -237 gesunken. Der Saldo zum Stichtag ergibt sich aus der Forderung aus der Ergebnisabführung (TEUR 2.130) und der steuerlichen Organschaft (TEUR 104) sowie den Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten (TEUR 1.567).

Einen gegenläufigen Effekt hat der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände. Dieser resultiert insbesondere aus einer Forderung aus Kompensationszahlungen gegen die Interhansa Limited, Zypern, in Höhe von TEUR 1.244.

Passiva in TEUR 2008 2007 Absolute Abweichung Prozentuale Abweichung
Eigenkapital 1.228 1.228 0 0,00%
Rückstellungen 725 3.313 -2.588 -78,12%
Verbindlichkeiten 4 886 -882 -99,55%

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Der Rückgang der Rückstellungen ist insbesondere auf die Übertragung im Rahmen des Asset Deals zu erläutern.

Geringere Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten im Verbundbereich (TEUR -578) sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -271). Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich ausschließlich aus dem Asset Deal zum 1. November 2008.

Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR 2008 2007 Absolute Abweichung Prozentuale Abweichung
Betriebsergebnis 441 539 -98 -18,18%
Finanzergebnis 56 39 17 43,59%
Ordentliches Ergebnis 497 578 -81 -14,01%
Außerordentliches Ergebnis -2.627 0 -2.627 >-100,00%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2.130 578 -2.708 >-100,00%

Das ordentliche Ergebnis ist im Wesentlichen durch die ertragswirksame Erfassung des Kompensationsanspruches in Höhe von TEUR 1.244 in den sonstigen betrieblichen Erträgen beeinflusst. Nach Herausrechnung dieses periodenfremden Ertrages erwirtschaftete die Gesellschaft im aktuellen Geschäftsjahr wie erwartet einen Verlust in Höhe von TEUR 747. Bis zum Übertragungszeitpunkt am 1. November 2008 war ein Verlust von TEUR 663 entstanden.

Das außerordentliche Ergebnis ergibt sich insbesondere aus der Ausbuchung der Vermögensgegenstände und Schulden im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des Asset Deals.

Kapitalflussrechnung in TEUR 2008 2007
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.289 1.717
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.491 2.524
Cashflow aus Investitionen -25 -88
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 272 -2.864
Zahlungswirksame Veränderungen -1.244 -428
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 45 1.289

Die Aussagekraft des Cashflows ist aufgrund der Veräußerung und Übertragung nahezu sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden im Vergleich zum Vorjahr stark eingeschränkt.

In 2008 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -1.491 realisiert.

Da die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen zahlungswirksamen Investitionen getätigt hat, ergibt sich ein Cashflow aus Investitionen in Höhe von TEUR -25.

Der Cashflow aus Finanzierung von TEUR 272 resultiert insbesondere aus der Rückzahlung eines Darlehens (TEUR 800) an HSL und der Auszahlung eines neuen Darlehens durch die IHR (TEUR 50). Einen gegenläufigen Effekt hatte die Zahlung der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung für 2007 (TEUR 578).

3. Nachtragsbericht

Die HSL hat in den Jahren 2003/2004 die Schiffe AZTECA (14. September 2003), TULA (30. Juni 2003) und ZAPOTECA (4. März 2004) von der Interhansa Limited, Zypern, gechartert. Die Vertragslaufdauer war bis 2013 vereinbart.

Im Jahre 2006 stellte sich heraus, dass die o.g. Tonnage den Marktanforderungen nicht mehr ausreichend entsprach. Benötigt wurden von HSL größere Schiffe, um der wachsenden Nachfrage zu entsprechen und gleichzeitig zu verhindern, dass die Konkurrenz im Trade des SANMEX weiter expandieren konnte. Diese strategische Neuausrichtung des Unternehmens koinzidierte mit dem Anliegen von Interhansa Limited, Zypern, die Schiffe charterfrei zu verkaufen. Dem folglichen Antrag der Interhansa Limited, Zypern, nach vorzeitiger Auflösung der Charter wurde von HSL entsprochen, jedoch unter der Bedingung einer Kompensationszahlung. Die Höhe der Kompensation sollte nach der Tonnageumstellung und der Etablierung des neuen Konzeptes ermittelt werden. Der absolute Ausgleich sollte aus der ertragswirksamen Aufrechnung der Vor- und Nachteile des Tonnagewechsels ermittelt werden. Durch den zum 1. November 2008 erfolgten Verkauf aller Geschäftsaktivitäten der HSL und der somit nicht mehr vollendbaren Umsetzung des Tonnagekonzeptes ergab sich die kurzfristige Notwendigkeit, die Kompensation zu determinieren. Eine Aufrechnung aller Vor- und Nachteile war unter den beschriebenen Umständen nicht möglich. Im Ergebnis der Verhandlungen einigten sich die Parteien auf die Zahlung einer Kompensation in Höhe von TEUR 1.244.

4. Risikobericht

Bedingt durch die Einstellung der Geschäftsaktivität ergeben sich für HSL im kommenden Jahr keine Risiken aus operativer, kommerzieller eigenständiger Schifffahrtstätigkeit. Derartige Aktivitäten sind gegenwärtig für HSL auch nicht geplant. Eine fortlaufende Verantwortung und damit einhergehende Risiken ergeben sich teilweise für HSL aus dem "Asset Deal". Dieser sieht den Übergang aller durch die HSL geschlossenen Verträge auf die Hugo Stinnes Schiffahrt GmbH, Rostock, vor. Sollte dies nicht möglich sein, wird HSL den jeweiligen Vertrag in eigenem Namen für Rechnung von Hugo Stinnes Schiffahrt GmbH, Rostock, durchführen und Hugo Stinnes Schiffahrt GmbH, Rostock, zur Abgabe und zum Empfang aller Erklärungen bevollmächtigen, die im Zusammenhang mit der ordnungsgemäßen Abwicklung des jeweiligen Vertragsverhältnisses im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erforderlich sind.

Zur Zeit der Berichterstattung sind die Charterverträge für die Schiffe OLMECA und FEDERAL PATRIOT nicht übergegangen. Während die Vertragserfüllung bei FEDERAL PATRIOT läuft, stellt sich die Situation bei OLMECA schwierig dar. Basierend auf einer bilateralen Vereinbarung lieferte Hugo Stinnes Schiffahrt GmbH, Rostock, das Schiff am 9. Januar 2009 (24:00 Uhr) an HSL zurück. Zum gleichen Zeitpunkt kündigte HSL einseitig die Charter mit dem Eigner des Schiffes. Eigner und HSL haben sich auf einen Schadensausgleich in Höhe von USD 800.000 (TEUR 620) geeinigt. Die Zahlung der Schadenssumme erfolgte durch HSL am 10. Februar 2009 an den Schiffseigner. Die finanziellen Mittel werden auf Basis eines Darlehensvertrages durch die IHR zur Verfügung gestellt.

5. Prognosebericht

HSL hat seine aktiven kommerziellen Aktivitäten mit dem "Asset Deal" zum 1. November 2008 eingestellt und wird diese in absehbarer Zeit nicht wieder aufnehmen. Mit dem Unternehmenskaufvertrag wurden auch die gewerblichen Schutzrechte, einschließlich der Markenrechte an der HSL, veräußert und übertragen. Gleichzeitig hat sich HSL verpflichtet, den Firmenbestandteil "STINNES" nach Ablauf eines Jahres nach dem Vollzugsdatum nicht mehr zu verwenden.

Die Reaktivierung des aktiven Geschäftes wird mit dem erfolgreichen "Squezze-out" der Minderheitsaktionäre bei der IHR und der dann avisierten Bereitschaft des Hauptaktionärs, Mittel für weitere Investitionen zur Verfügung zu stellen, angestrebt.

 

Rostock, 24. Februar 2009

Dr. Karl-Ludwig Zerbin

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