InterContinental Berlin Service Company GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Maxeiner seit 27.6.2019 | Geschäftsführer |
Aernout de Jong seit 8.3.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
IHG Hotels Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
InterContinental Hotel Berlin GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie InterContinental Hotel Berlin GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 5. Mai 2011 gegründet und betreibt seit dem 1. Juni 2011 das Hotel InterContinental Berlin ("Hotel"), ein nicht klassifiziertes Konferenz- und Luxus-Hotel, welches in der Budapester Straße 2 in Berlin liegt. Das Hotel verfügt über 558 Zimmer, zwei Restaurants, eine Bar, 42 Tagungsräume, 29 Ladengeschäfte zur langfristigen Vermietung sowie einen Fitness- und SPA-Bereich. Das Hotel wurde im Jahr 1958 eröffnet und ist im Jahr 1979 um einen Anbau (Ostflügel) erweitert worden. Die letzte große Renovierung fand in den Jahren 2009 - 2010 statt (193 Zimmer im Westflügel). Seit dem 1. Juni 2011 hat die InterContinental Hotel Berlin GmbH das Hotel und die Hotelausstattung in einem langfristigen Pachtvertrag von der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg, gepachtet und betreibt es unter dem Namen "InterContinental Berlin". Am 27. Februar 2019 hat sich die Gesellschaft mit dem Verpächter auf eine Verlängerung des Pachtvertrages um 30 Jahre bei gleichzeitiger Renovierung des Hotels durch den Verpächter geeinigt. An den geplanten Renovierungskosten von insgesamt EUR 61,3 Mio. beteiligt sich die Gesellschaft mit einem Kostenbeitrag von insgesamt ca. EUR 14,1 Mio. Davon wurden im Jahr 2023 weitere EUR 1,9 Mio. überwiesen. Die Renovierung umfasst die Modernisierung der 558 Gästezimmer sowie der öffentlichen Bereiche des Hotels und wird bei laufendem Hotelbetrieb bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, und der InterContinental Hotel Berlin GmbH. B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Dynamik in Deutschland war im Jahr 2023 noch deutlich von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen geprägt. Der massive Energiepreisanstieg, der sich mit Verzögerung auch in nachgelagerten Wertschöpfungsstufen niederschlug, mündete in einem starken Verbraucherpreisanstieg auf breiter Front. Insbesondere die dadurch auftretenden erheblichen Kaufkraftverluste dämpften die binnenwirtschaftliche Nachfrage spürbar. Die geldpolitischen Reaktionen der Zentralbanken auf die hohe Inflation schwächten die wirtschaftliche Dynamik auch bei wichtigen Handelspartnern, was die außenwirtschaftliche Nachfrage spürbar belastete. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr, der sich über ein verringertes Arbeitsvolumen auch negativ auf die Wertschöpfung ausgewirkt haben dürfte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 1 Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. 2 Das Gastgewerbeträgt maßgeblich zur Lebensqualität und Standortattraktivität in Deutschland bei. Die Branche ist ein unverzichtbarer Teil des öffentlichen Lebens. Ihre Bedeutung speist sich nicht nur aus ihrer Wirtschaftskraft und Dynamik. Sie leistet darüber hinaus wertvolle Beiträge zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Trotz Umsatzzuwächsen im Jahr 2023 hat das Gastgewerbe in Deutschland das Vor-Corona-Niveau noch immer nicht erreicht. Im Jahr 2023 hat das Gastgewerbe in Deutschland real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 8,5 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 allerdings um 11,3 % niedriger, wohingegen der nominale Umsatz um 8,8 % höher ausfiel. Das Gastgewerbe war im Jahresverlauf 2023 starken Preisanstiegen ausgesetzt, sodass die nominalen Umsätze deutlich gegenüber dem Vorjahr stiegen. Die realen Umsätze entwickelten sich nach hohen Zuwächsen zu Jahresbeginn vor allem in der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Die teilweise hohen Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen spiegeln das stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider, zu dem unter anderem die gestiegenen Preise für Lebensmittel, Personal und Energie beigetragen haben. 3 Die insgesamt positive Bilanz im Gastgewerbe im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf die vergleichsweise hohen Zuwächse im Beherbergungsgewerbe (Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen) zurückzuführen. Das Beherbergungsgewerbe verzeichnete im Jahr 2023 einen realen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von 4,5 % und einen nominalen Anstieg von 10,8 %. Dennoch waren die realen Umsätze der Beherbergungsbranche 5,2 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen die nominalen Umsätze 12,0 % höher ausfielen. Innerhalb der Beherbergungsbranche erwirtschafteten Hotels, Gasthöfe und Pensionen 2023 real 5,2 % mehr Umsatz als 2022. Trotz der seit 2021 fortschreitenden Erholung lag der Umsatz der Branche damit real aber immer noch 4,7 % unter dem Niveau von 2019. 4 Deutschlandweit erreichte die Hotellerie im Jahr 2023 eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 65,1 %. Das entspricht einem Plus von 12,8 % gegenüber dem Jahr 2022, jedoch immer noch einem Minus von 9,8 % gegenüber dem Jahr 2019, in dem die durchschnittliche Zimmerauslastung bei 72,1 % lag. 5 Die durchschnittlich erzielten Netto-Zimmerpreise in Deutschland erreichten im Jahr 2023 einen Wert von EUR 113,00. Dies bedeutet eine Steigerung um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr und eine Steigerung um 15,3 % im Vergleich zum Jahr 2019. Nachdem die Netto-Zimmerpreise im ersten Corona-Jahr 2020 deutschlandweit um 11,3 % und im Jahr 2021 nochmals um 4,3 % auf EUR 83,00 fielen, war eine Anhebung der Zimmerpreise dringend notwendig, auch um die sprunghaft gestiegenen Gas- und Stromkosten, die Kostensteigerungen bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs sowie bei den Mitarbeiterkosten zumindest teilweise zu decken. 6 Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) lag im Jahr 2023 deutschlandweit bei EUR 74,00 und stieg damit um 21,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 stieg der RevPAR um 4,0 % (2019: EUR 71,00). 7 Im Jahr 2023 verzeichneten alle Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 487,1 Mio. Gästeübernachtungen. Das waren 8,1 % mehr als im Jahr 2022 und noch 1,7 % weniger als 2019. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % auf 406,2 Millionen. Damit lag die Zahl der Übernachtungen von inländischen Gästen 0,1% über den Werten von 2019 (405,7 Mio. Übernachtungen). Die Zahl der Übernachtungen in der klassischen Hotellerie verzeichnete mit 294,0 Mio. Übernachtungen ein Plus von 9,5 % gegenüber 2022 und ein Minus von noch 4,2 % gegenüber 2019 (2019: 306,8 Mio.). 8 Die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine löste neben unsagbarem menschlichem Leid, eine Energiekrise und damit verbunden einen enormen Inflationsschub aus, der die positive Entwicklung hemmte. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 machten die sprunghaft gestiegenen Gas- und Stromrechnungen in vielen Betrieben sämtliche Budgets zur Makulatur, dazu kamen enorme Kostensteigerungen bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs sowie bei den Personalkosten. So war das Gastgewerbe in Deutschland auch im Jahresverlauf 2023 starken Preisanstiegen ausgesetzt, sodass die nominalen Umsätze deutlich gegenüber dem Vorjahr stiegen. Die realen Umsätze entwickelten sich nach Zuwächsen zu Jahresbeginn vor allem in der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Die teilweise hohen Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen spiegeln das stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 % niedriger, während der nominale Umsatz um 8,8 % höher ausfiel. 9 Insgesamt konnte in Berlin lediglich eine durchschnittliche Belegung von 71,6 % (Vorjahr: 65,5 %) mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von EUR 120,96 (Vorjahr: EUR 112,41) und einem Zimmerertrag (RevPar) von EUR 86,62 (Vorjahr: EUR 73,68) erreicht werden. 10 Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie hat den Berliner Reisemarkt auch im Jahr 2023 beeinflusst und wirkte sich insbesondere im 1. Halbjahr auf die Hotels aus. In der Gruppe der Wettbewerber erhöhte sich der durchschnittliche Zimmerpreis nur marginal um 0,3 % zum Vorjahr auf EUR 187,51 und auch die Belegung stieg um 41,4%-Punkte auf 53,6 % für das Jahr 2023. Daraus resultiert ein durchschnittlicher Zimmerertrag von EUR 100,52 (+41,8 % zum Vorjahr). 11 Das Hotel InterContinental Berlin steht im direkten Wettbewerb zu folgenden Mitbewerbern: Grand Hyatt Berlin, JW Marriott Hotel Berlin, Hilton Hotel Berlin, Pullmann Schweizer Hof, Sheraton Grand Hotel Berlin Esplanade und dem Marriott Hotel Berlin. C. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage und GeschäftsverlaufDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Gesamtumsätze des Hotels, die Zimmererlöse, der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPar) und das Ergebnis vor Ergebnisübernahme. Nicht finanzieller Leistungsindikator ist die durchschnittliche Zimmerbelegung (Auslastung) des Hotels. Ertragslage Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft trotz aller Nachwirkungen der Corona-Krise, der Auswirkungen des Energiepreisanstiegs, sowie der gestiegenen Inflation eine Steigerung in den Umsatzerlösen von +34,7 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Umsatzerlöse für das Jahr 2023 liegen nun bei EUR 42,7 Mio. (EUR +11,0 Mio. zum Vorjahr, EUR -0,3 Mio. zur Prognose). Dabei sind die Zimmererlöse um EUR 6,0 Mio. auf EUR 20,5 Mio. (EUR -0,4 Mio. zur Prognose) gestiegen. Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPar) liegt bei EUR 100,52 (Vorjahr: EUR 70,89, Steigerung: +41,8 %, Prognose: EUR 102,74) und die Zimmerbelegung auf 53,6 % (Vorjahr: 37,9 %, Steigerung: +41,4 %, Prognose: 53,4 %). Gemäß des Hotel Benchmark Berichtes von STR Global Limited beträgt der durchschnittliche Zimmerertrag der direkten Wettbewerber EUR 112,70 (Vorjahr: EUR 92,23, Steigerung: +22,2 % zum Vorjahr) und die Zimmerbelegung 63,5 % (Vorjahr: 53,2 %, Steigerung: 19,4 %). Die Erlöse aus Restauration stiegen zum Vorjahr um EUR 3,6 Mio. auf EUR 14,0 Mio. und die sonstigen Hotelerlöse stiegen um EUR 1,4 Mio. auf 8,3 Mio., was hauptsächlich auf vermehrte Veranstaltungen und Kongresse zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen einer Betriebsunterbrechungsversicherung in Höhe von EUR 1,8 Mio. für das Jahr 2020. Der Materialaufwand stieg um EUR 1,9 Mio. auf EUR 9,9 Mio. Ursächlich sind vor allem die Kosten für die Zimmerreinigung, die Kosten für die Reinigung der öffentlichen- und der Veranstaltungsbereiche und die Kosten für Aushilfen im F&B-Bereich. Der Personalaufwand stieg um EUR 2,8 Mio. auf EUR 13,5 Mio. und ist vor allem durch die Erhöhung des Personalbestandes (2023: durchschnittlich 300 Mitarbeiter; Vorjahr: 252 Mitarbeiter) und die erstmals für das Jahr 2023 wieder gewährten Mitarbeiter-Boni beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 24,2 % auf EUR 26,7 Mio. (Vorjahr: EUR 21,5 Mio.). Hauptsächlich resultiert der Anstieg zum einen aus den um EUR 2,4 Mio. auf EUR 12,7 Mio. höheren Pachtaufwendungen (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.). Zum anderen wurde für das Risiko der möglichen Rückzahlung von Corona-Hilfen aufgrund der Erstattungen der Betriebsunterbrechungsversicherung eine Rückstellung in Höhe von EUR 1,6 Mio. aufwandswirksam gebildet. Das Ergebnis vor Verlustübernahme liegt mit EUR 6,6 Mio. auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr und wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags von der Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, ausgeglichen. Zum prognostizierten Ergebnis vor Verlustübernahme beträgt die Abweichung EUR 3,2 Mio. Diese resultiert aus EUR 1,2 Mio. höheren betrieblichen Kosten, EUR 1,0 Mio. höherem Zinsaufwand und EUR 0,6 Mio. höherem Pachtaufwand. Zudem waren EUR 0,4 Mio. aus der Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens für die Hotelrenovierung im Prognoseergebnis nicht enthalten. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich um EUR 0,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 27,0 Mio. erhöht. Wesentliche Veränderungen bei den Aktiva ergaben sich bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -4,8 Mio.), den sonstigen Vermögensgegenständen (EUR +2,0 Mio), den Bankguthaben (EUR +1,6 Mio.) und Rechnungsabgrenzungsposten (EUR +1,6 Mio.). Ursächlich für die Veränderung bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen der Ausgleich der Forderungen aus Verlustausgleich für die Jahre 2021 und 2022 (EUR -11,0 Mio.) und die Forderung aus Verlustausgleich für das Jahr 2023 (EUR +6,6 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen vor allem aus Forderungen gegenüber dem Verpächter aus Pachtüberzahlungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) und der Forderung aus Betriebsunterbrechungsversicherung für das Jahr 2020 (EUR 1,6 Mio.). Die Veränderung des Rechnungsabgrenzungspostens resultiert zum größten Teil aus weiteren Zahlungen von EUR 1,9 Mio., die die Gesellschaft an den Verpächter für die Hotelrenovierung geleistet hat. Die Auflösung erfolgt aufwandswirksam über die Restlaufzeit des Pachtvertrages. Wesentliche Posten der Passiva sind mit EUR 14,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,5 Mio.) die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, mit EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.) die sonstigen Rückstellungen, mit EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.) die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.) die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Verbundverbindlichkeiten bestehen mit EUR 13,7 Mio. (Vorjahr: EUR 12,7 Mio.) aus einem kurzfristigen Darlehen mit der Muttergesellschaft Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH. Der Darlehensrahmen beträgt unverändert EUR 20,0 Mio. Die Gesellschaft hat eine unveränderte Eigenkapitalquote von 0,1 %. Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (EUR +0,5 Mio.) und die weitere Inanspruchnahme des kurzfristigen Darlehens mit der Muttergesellschaft führt zum Anstieg des Finanzmittelfonds auf EUR 3,4 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres. Aufgrund der laufenden Kreditlinie mit der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 20,0 Mio. konnte die Gesellschaft auf ausreichende Mittel zur Finanzierung des laufenden Geschäfts im Geschäftsjahr 2023 zurückgreifen. Die nicht genutzte Kreditlinie beträgt EUR 8,9 Mio. (Stand Juni 2024). Insgesamt ist die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hinsichtlich der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage in folgender Situation: Kurzfristig wird weder mit einer positiven Ertrags- noch Finanzlage gerechnet. Die Finanzlage und die Eigenkapitalquote werden durch die erforderliche Konzernfinanzierung beeinflusst. Durch den bestehenden und ungekündigten Ergebnisabführungsvertrag mit der Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH und durch die von der InterContinental Hotels Group PLC, Denham, Großbritannien, abgegebene Patronatserklärung wird dem damit verbundenen Risiko für die Unternehmensfortführung begegnet. Hierzu wird auf den Abschnitt "Risikobericht" verwiesen. D. MitarbeiterDas Hotel benötigt hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die mit persönlichem Engagement und Dienstleistungsbereitschaft die gesetzten Standards eines internationalen Luxus Hotels erreichen, um den Erfolgsfaktor hinsichtlich der Gästezufriedenheit und Entwicklung der eigenen Mitarbeiter zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 300 Mitarbeiter (Vorjahr: 252). Die Zahl der Auszubildenden wurde von 30 im Vorjahr auf 52 erhöht. Ab März bis Ende des Jahres wurden nach längerer Rekrutierungspause für das Jahr 2023 insgesamt 35 neue Mitarbeiter eingestellt, davon ab August 19 neue Auszubildende, um die Gästezufriedenheit und Qualitätsstandards gewährleisten zu können. E. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancenbericht Die Gesellschaft hat sich am 27. Februar 2019 mit dem Verpächter auf eine Verlängerung des Pachtvertrages um 30 Jahre bei gleichzeitiger Renovierung des Hotels durch den Verpächter geeinigt. Die Gesellschaft beteiligt sich an den geplanten Renovierungskosten von EUR 61,3 Mio. mit einem Kostenbeitrag von insgesamt ca. EUR 14,1 Mio. Die Finanzierung erfolgt konzernintern. Durch die Aufwertung der Zimmer wird in Zukunft ein steigender Umsatz durch die Erhöhung der durchschnittlichen Zimmerrate und Zimmerauslastung sowie des Tagungs- und Konferenzgeschäftes erwartet. Risikobericht Die Gesellschaft ist durch das monatliche Berichtswesen und Konzernreporting in das Risikomanagement und die Liquiditätsplanung des IHG-Konzerns eingebunden. Im Jahr 2024 sind die Preise im Energiebereich wieder auf ein normales Maß zurückgegangen. Die Entwicklung der Preise wird von der Gesellschaft beobachtet, um bei Preissteigerungen entsprechende Maßnahmen treffen zu können. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatten gravierende Folgen für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe. Die Zahl der Beschäftigten in der Hotellerie und im gesamten Gastgewerbe brach in den Jahren 2020 und 2021 massiv ein. Im Jahr 2022 und 2023 nahm die Zahl der Beschäftigten zwar wieder zu, lag aber noch deutlich unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. In der klassischen Hotellerie waren nach Hochrechnungen des Hotelverbandes Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 394.647 Beschäftigte zu verzeichnen. Dies bedeutet ein Plus von 10,5% gegenüber dem Vorjahr, aber noch einem Minus von 18,8% gegenüber 2019 (2019: 485.990). 12 Diesem Druck auf dem Hotellerie-Arbeitsmarkt ist auch die Gesellschaft bei der Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften ausgesetzt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden nun vermehrt auch Personalagenturen und Rekrutierungsportale beauftragt, um Vakanzen zu besetzen. Die Gesellschaft hat aufgrund der gegenwärtigen und auch zukünftig zu erwartenden negativen Ertragslage erhebliche Liquiditätsrisiken. Grundsätzlich wird diesen durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft begegnet. Die Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH kann wiederum auf die Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb des IHG-Konzerns zurückgreifen. Zusätzlich hat die InterContinental Hotels Group PLC, Denham, Großbritannien, als oberste Muttergesellschaft des IHG-Konzerns am 7. August 2020 eine Patronatserklärung zugunsten der InterContinental Hotel Berlin GmbH ausgesprochen, um die Zahlungsfähigkeit (§ 17 InsO) der Gesellschaft aufrechtzuerhalten und eine Überschuldung (§ 19 InsO) zu vermeiden oder zu beseitigen. Danach wird die InterContinental Hotels Group PLC alle angeforderten finanziellen Beiträge durch Einbringung von Eigenkapital oder durch Gewährung von verzinslichen Darlehen erbringen, deren Rückzahlung dem Nachrang unterworfen sind. Die Rangrücktrittsvereinbarung unterliegt keiner Befristung. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 30. September 2021 und ist unlimitiert. Am 22. Februar 2021, am 6. August 2021, am 22. Februar 2022, 10. August 2022, am 7. August 2023 und am 20. Februar 2024 wurde die Patronatserklärung zu den gleichen Konditionen erneuert. Sie ist nun befristet auf den 30. Juni 2025. Die Geschäftsführung hat sich anhand des IHG-Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 von der Werthaltigkeit der Patronatserklärung überzeugt. Die Kapitalausstattung und die liquiden Mittel des IHG-Konzerns sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts ausreichend, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der InterContinental Hotel Berlin GmbH im Prognosezeitraum bis zum 30. Juni 2025 zu unterstützen und die Unternehmensfortführung zu ermöglichen. Prognosebericht Die Wirtschaft in Deutschland ist im Jahr 2024 von geopolitischen Unruhen beeinträchtigt und zeigt einen verhaltenen Ausblick in die Zukunft mit einem geringen BIP-Wachstum von 0,2% bzw. 1,5% in den Jahren 2024 und 2025. Nach den zahlreichen Erhöhungen des Leitzinssatzes auf mittlerweile 4,5% im September 2023, um damit die stark angestiegene Inflation einzudämmen, ist aufgrund des rückläufigen Inflationsniveaus zu erwarten, dass die EZB von weiteren Erhöhungen absieht und die Zinsen vorerst stabil bleiben. 13 Für das Jahr 2024 sieht die Geschäftsführung eine weitere Erholung des Hotelmarktes in Deutschland, auch durch die im Juni und Juli stattfindende Fußball-Europameisterschaft. Durch den Konflikt in der Ukraine und den Nahostkonflikt sind weiterhin keine Auswirkungen auf die allgemeine Geschäftsentwicklung bei Umsatz- und Gästenachfrage erkennbar. Für das Gesamtjahr wird mit einem Gesamtumsatz von EUR 49,3 Mio. gerechnet. Dabei entfallen auf den Zimmerumsatz EUR 24,9 Mio. bei einer Zimmerbelegung von 62,6 % und einem Zimmerertrag (RevPar) von EUR 121,93. Es wird ein Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich von EUR 4,0 Mio. erwartet. Die Geschäftsführung rechnet nicht mit einer Kündigung des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft im Prognosezeitraum.
Frankfurt am Main, 28. Juni 2024 Mario Maxeiner Aernout de Jong
1 Quelle: IHA Hotelmarkt Deutschland 2024, Seite
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Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. RegisterinformationenDie Gesellschaft ist unter der Firma InterContinental Hotel Berlin GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 90954 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenNach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird der Abschluss unter der Annahme aufgestellt, dass das Unternehmen für die absehbare Zukunft die Geschäftstätigkeit fortführt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Vorräte an Getränken werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Vorräte an Speisen und Lebensmitteln werden aufgrund der kurzen Haltbarkeit im Aufwand erfasst. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Zinseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen sowie aus geänderten Restlaufzeiten werden im jeweiligen Aufwandsposten ausgewiesen. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Instandhaltung und Ersatzbeschaffung wird hinsichtlich der Inanspruchnahme der Teilrückstellungen bis zum Ablauf der Restlaufzeit die Annahme getroffen, dass dieser Verbrauch zu Beginn der jeweiligen Periode in voller Höhe erfolgt. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 6,0 % (Vorjahr: 3,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 30,00 % (Vorjahr: 26,00 %) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert; erhaltene Anzahlungen zum Nennbetrag. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem geltenden Devisenkurs umgerechnet. Zum Abschlussstichtag findet eine Folgebewertung mit dem Devisenkassamittelkurs statt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzForderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen keine auf fremde Währung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände zum Stichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus EUR 6,6 Mio. Forderung aus dem Verlustausgleich für das Jahr 2023 gegenüber der Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Gesellschaft hat bisher Zahlungen von EUR 11,0 Mio. zur Hotelrenovierung an den Verpächter geleistet. Diese werden als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert. Die Auflösung erfolgt aufwandswirksam über die Restlaufzeit des Pachtvertrages. Im Jahr 2023 wurden somit EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 0,3 Mio.) aufgelöst. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 25.000,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für die pachtvertragliche Instandhaltungs- und Ersatzbeschaffungsverpflichtung (EUR 2,2 Mio.; Vj. EUR 2,1 Mio.), ausstehende Rechnungen (EUR 0,9 Mio.; Vj. EUR 1,7 Mio.); für Pacht- und Pachtnebenkosten (EUR 1,9 Mio.; Vj. EUR 1,5 Mio.), und für den Personalbereich (EUR 0,9 Mio.; Vj. EUR 1,1 Mio.) gebildet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit EUR 13,7 Mio. (Vj. EUR 12,7 Mio.) aus einem Darlehen gegenüber der Intercontinental Hotels Managementgesellschaft mbH. Das Darlehen ist jederzeit mit einer Frist von zehn Tagen kündbar. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von EUR 1,8 Mio. aus Erstattungen einer Betriebsunterbrechungsversicherung für das Jahr 2020. Im Vorjahr waren staatliche Corona-Hilfen in Höhe von EUR 2,1 Mio. enthalten. Zudem sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 68 (Vj. TEUR 181) ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen von EUR 1,6 Mio. enthalten. Diese resultieren aus der Bildung einer Rückstellung für die mögliche Rückzahlung von November- und Dezember Corona-Hilfen im Zusammenhang mit dem Erhalt der Erstattungen einer Betriebsunterbrechungsversicherung. Außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat einen langlaufenden Pachtvertrag über das Hotelgebäude inklusive der Hotelausstattung abgeschlossen, um das Hotel InterContinental Berlin zu betreiben. Neue Hotels vergrößern den Angebotsdruck auf dem Berliner Hotelmarkt. Dies kann bei einer etwaigen Unterauslastung des Hotels zum Risiko führen, dass die Pacht nicht bezahlt werden kann. Chancen bestehen aufgrund der Reputation des Hotels im Premium Segment, der zentralen Lage der Hotelimmobilie und der Stärke der IHG-Hotelmarke. Zusätzlich ist zu beachten, dass laufend Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen zu machen sind, um die Hotelimmobilien in einem guten Zustand zu erhalten, um damit Marktanteile zu halten bzw. auszubauen. Im Pachtvertrag ist grundsätzlich eine jährliche indexierte Mindestpacht von EUR 12,7 Mio. vereinbart. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2049. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 431,5 Mio., die im Wesentlichen aus dem langfristigen Pachtverhältnis (bis zum Jahr 2049) resultieren. Aufgeführt sind die Verpflichtungen aus der umsatzabhängigen Mindestpacht. Zusätzlich können sich in Abhängigkeit zum Umsatz und Ergebnis variable Pachtzahlungen ergeben. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Lizenzen und Marketingverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen, die umsatzabhängig zu entrichten sind. Sonstige AngabenGeschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Konsolidierungskreises getätigt und sind damit von der Angabepflicht befreit. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der InterContinental Hotels Group PLC, Denham, Großbritannien, einbezogen, die für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Denham, Großbritannien, oder im Internet unter www.ihgplc.com erhältlich. Prüfungs- und Beratungsgebühren Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 98 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nachtragsbericht Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind die folgenden Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Die InterContinental Hotels Group PLC, Denham, Großbritannien, hat als oberste Muttergesellschaft des IHG-Konzerns am 7. August 2020 eine Patronatserklärung zugunsten der InterContinental Hotel Berlin GmbH ausgesprochen, um die Zahlungsfähigkeit (§ 17 InsO) der Gesellschaft aufrechtzuerhalten und eine Überschuldung (§ 19 InsO) zu vermeiden oder zu beseitigen. Danach wird die InterContinental Hotels Group PLC alle angeforderten finanziellen Beiträge durch Einbringung von Eigenkapital oder durch Gewährung von verzinslichen Darlehen erbringen, deren Rückzahlung dem Nachrang unterworfen ist. Die Rangrücktrittsvereinbarung unterliegt keiner Befristung. Die Patronatserklärung war befristet bis zum 30. September 2021 und ist unlimitiert. Am 22. Februar 2021, am 6. August 2021, am 22. Februar 2022, 10. August 2022, am 7. August 2023 und am 20. Februar 2024 wurde die Patronatserklärung zu den gleichen Konditionen erneuert. Sie ist nun befristet auf den 30. Juni 2025.
Frankfurt am Main, 28. Juni 2024 Mario Maxeiner Aernout de Jong BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die InterContinental Hotel Berlin GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der InterContinental Hotel Berlin GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InterContinental Hotel Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 28. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Paul Meisenheimer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. August 2024 festgestellt. |
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