Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 205865
Eingetragen
20.4.1993
Branche
Allgemeine GebäudereinigungSonstige spezielle Reinigung von Gebäuden und MaschinenSonstige Reinigung a. n. g.
Gegenstand
Ausführung von Dienstleistungen aller Art auf dem Gebiet des Facility-Managements (Gebäudemanagement) - gesamtheitliche Bewirtschaftung von Gebäuden und Grundstücken und der Industrie-, Gebäude- , Raum- und Glasreinigung sowie alle weiteren damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katja Stoyke
seit 3.1.2019
Prokura
Mario Swientek
seit 9.7.2009
Geschäftsführer
Martin May
seit 12.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
81.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mario Swientek
04420 Markranstädt
137.700 €
81.00%
D***** H********
17.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Clean up GmbH

Merseburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Clean up GmbH, Gebäudereinigung

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

2.4 Gesamtaussage

3. Prognosebericht

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancen

4.2 Risiken

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Clean up GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag am 27.01.1992 gegründet. Es handelt sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sitz der Gesellschaft ist Merseburg. Die Clean up GmbH ist unter HRB 205865 beim Amtsgericht Stendal ins Handelsregister eingetragen.

è Unternehmensgegenstand

Die Clean up GmbH ist als Dienstleister im Bereich des Facility- und Gebäudemanagements mit den Schwerpunkten Gebäudereinigung und Gebäudebewirtschaftung bundesweit im Einsatz.

Das Unternehmen erbringt die Gebäudemanagementleistungen vornehmlich für öffentliche Auftraggeber. Das Unternehmen ist zertifiziert nach den Normen DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement und dem Arbeitssicherheitsmanagement OHSAS18001.

Zu den bewirtschafteten Gebäuden gehören neben Industriegebäude, Krankenhäuser, Pflegeheime, Rehazentren, Kasernen, Bundes- und Landesministerien, Verwaltungsgebäude von Land und Bund, Schulen, Kindergärten, Sport- und Veranstaltungshallen sowie sonstige öffentliche Gebäude.

è Organisatorische Strukturen

Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Merseburg. Hier ist der Sitz der Zentralverwaltung und des Lagers. Auswärtige Standorte sind ausschließlich Projektstandorte im Objekt des Auftraggebers bzw. in der Nähe.

Die Projektstandorte verfügen über kein Lager oder eigene Verwaltungsstrukturen.

Die Projektstandorte unterstehen den Bereichsleitern (mittleres Management) unter denen die Objektleiter (unteres Management) arbeiten.

Organisationsstruktur Clean up GmbH

è Rechtliche Strukturen

Die Rechtsform des Unternehmens ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Das Stammkapital beträgt 170.000 €. Es besteht keine Konzernzugehörigkeit.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche in Deutschland in 2023

Die nachfolgenden Ausführungen und Fakten wurden vom Bundesinnungsverband des Gebäudereinigerhandwerks veröffentlicht. Quelle: Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks - Dottendorfer Straße 86 - 53129 Bonn Email: presse@die-gebaeudedienstleister.de - Internet: www.die-gebaeudedienstleister.de

Der Gebäudereinigungsmarkt in Deutschland ist - wie in anderen europäischen Ländern - vorwiegend klein- und mittelständisch strukturiert. Das Betriebsspektrum reicht von kleinen Spezialanbietern, die Nischen auf dem Reinigungs- und Dienstleistungsmarkt ausfüllen, bis zu großen Dienstleistungsunternehmen, die sämtliche Leistungen in und an Gebäuden anbieten und in Einzelfällen bis zu mehrere zehntausend Beschäftigte haben. Kleinbetriebe mit weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz stellen bei weitem die größte Zahl der Unternehmen dar (rund 80 Prozent), sie realisieren aber nur rund 13 Prozent des Branchenumsatzes. In der obersten Größenklasse ab fünf Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaften rund zwei Prozent der Unternehmen über 54 Prozent des Branchenumsatzes. In der mittleren Umsatzgrößenklasse zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro Jahresumsatz entfallen auf knapp 17 Prozent der Unternehmen knapp 33 Prozent Umsatzanteil.

Der Reinigungsmarkt in Europa

Beim Umsatz und der Beschäftigung liegt der deutsche Reinigungsmarkt in Europa klar an der Spitze vor Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Der aktuelle Trend-Report über den europäischen Reinigungsmarkt des Dachverbandes der Reinigungsindustrie, EFCI, weist nahezu 300.000 Betriebe mit mehr als 4 Millionen Beschäftigten aus. Der Umsatz dieser Betriebe in Europa liegt bei fast 130 Milliarden Euro.

Europa wird nicht nur für die deutschen Gebäudereinigungsunternehmen immer wichtiger. Rund 80 Prozent aller nationalen Gesetze und Verordnungen gehen auf Brüsseler Beschlüsse zurück. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks ist aus diesem Grund seit langem Mitglied der Dachverbände European Federation of Cleaning Industries (EFCI), der Féderation International des Entreprises de Nettoyage (FIDEN), sowie des Weltverbandes World Federation of Building Service Contractors (WFBSC).

Die nachfolgenden Zahlen wurden veröffentlicht durch das Statistisches Bundesamt [Quelle: Statistisches Bundesamt, Hochrechnung auf Basis von Indexzahlen, * Nr. der Klass. B133, Ergebnisse der Handwerkszählung des Statistischen Bundesamtes stehen als absolute Zahlen nur bis 2019 zur Verfügung. Danach erfolgen Hochrechnungen auf Basis von Indexzahlen, soweit vorhanden.]

Die Gebäudereinigung ist die beschäftigungsstärkste Handwerksbranche Deutschlands mit nahezu 700.000 Beschäftigten. Die Anzahl der Betriebe wächst seit Jahren konstant, bei den Umsätzen bewegen sich die Zahlen mittlerweile um die 26-Milliarden-Euro-Marke.

Unternehmen Beschäftigte Umsatz
in Tsd. €
2012 19.460 616.894 13.673.070
2013 19.823 623.761 14.110.166
2014 21.309 641.681 14.872.961
2015 21.400 652.379 15.286.066
2016 21.400 664.774 16.342.430
2017 22.729 682.074 17.743.856
2018 24.176 693.513 19.090.429
2019 25.706 694.605 19.454.938
2020 27.545 664.737 19.338.208
2021 27.120 677.340 21.512.100
2022 29.262 665.148 24.007.504
2023 30.199 686.446 26.264.209

Nachdem im Jahr 2022 die Tariflöhne erheblich gestiegen sind wurden die Tariflöhne im Jahr 2023 nicht angepasst.

Die Personalsituation hat sich jedoch weiter zugespitzt. Es wird immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden. In den Ballungsgebieten und Großstädten können Aufträge zu den üblichen Konditionen personell kaum untersetzt werden, da zu den tariflichen Entgelten keine Mitarbeiter zu rekrutieren sind. Hier müssen übertarifliche Lösungen und entsprechend eine höhere Preisgestaltung vorgenommen werden. Das betrifft nach wie vor nicht nur die Ebene der gewerblichen Arbeitnehmer, sondern auch die operativen Führungskräfte, die Verwaltungskräfte und die Mitarbeiter der Betriebsleitung.

Hinsichtlich der Ausschreibungs-Aktivität von Auftraggebern ist zu verzeichnen, dass die Pandemie nur noch wenig bis keinen Einfluss mehr auf das operative Geschäft haben. Zusätzlich gewonnene Aufträge aus den Pandemiejahren sind mittlerweile beendet.

Die massiven Branchenlohnerhöhungen in 2022 von mehr als 15%, die zeitgleich zu der extrem hohen Mindestlohnerhöhung in 2022 erfolgte, führte erwartungsgemäß in 2023 sowohl bei privaten als auch öffentlichen Auftraggebern zu einer gestiegenen Ausschreibungsverfahrensaktivität.

Die gestiegenen Kosten für Materialien und Energie stellen für die Reinigungsunternehmen generell ein Problem dar, weil diese entgegen der lohngebundenen Kosten oftmals vertraglich nicht auf den Kunden umgelegt werden können. Dadurch bleiben die Unternehmen auf diesen Kosten sitzen.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Die Clean up GmbH konnte auch in 2023 trotz der unveränderten, zum Teil schwierigen konjunkturellen und branchebedingten, Rahmenbedingungen im Rahmen von Ausschreibungsverfahren Neuaufträge gewinnen und bestehende Aufträge teils verlängern oder im Zuge von Neuausschreibungen wiedergewinnen. Neben der Auftragsgewinnung gelang es ebenso, die Aufträge trotz der schwierigen Personalsituation meist mit eigenen Kräften personell zu untersetzen. Der Anteil an Nachunternehmerleistungen im Bereich der Gebäudeinnenreinigung ist nahezu unverändert. Allerdings erfolgte ein stark erhöhter Zukauf von Fremdleistungen im Bereich der Wischtextilreinigung, Logistik, Objektbetreuung, Lagerwirtschaft und Instandhaltung.

Die Gesamtumsätze der Gebäudereinigung im Jahr 2023 konnten trotz Auftragsrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 stabilisiert bzw. geringfügig gesteigert werden. Die Gesamtleistung hat sich auf 19,63 Mio. € insgesamt erhöht. Die Kosten für Wareneinsatz, Materialaufwand und Nachunternehmer sind durch den Zukauf von Fremdleistungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit ist der Ertrag nach Wareneinsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Die Kosten sind im Vorjahresvergleich gestiegen. Sie betragen in 2023 78,10% bezogen auf den Umsatz.

Bei weitgehend unveränderten Abschreibungen und vergleichsweise konstanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich das Betriebsergebnis durch erhöhten Zukauf von Fremdleistungen, den witterungsbedingten Ausbleiben von gewinnträchtigen Winterdienstaufträgen in 2023 und die generelle Kostenentwicklung aber auch durch die Kostensteigerung im Bereich Material und Energie, die zum Großteil nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten, stark verringert. Das Unternehmen erwirtschaftet ein geringeres Ergebnis im Vorjahresvergleich von 5,43 % bezogen auf den Umsatz.

Finanzlage

Die Clean up GmbH führt wie in den vergangenen Jahren auch im Jahr 2023 alle Geschäftskonten im Haben und finanziert alle notwendigen Investitionen, Projektanläufe sowie alle notwendigen Vorfinanzierungen aus eigener Kraft und der Ansparung von Gewinnen. Das Unternehmen hat im Jahr 2023 die in 2019 eingerichtete KK-Linie in Höhe von 500.000 € aufgrund der guten Konditionen weiterhin aufrechterhalten, um eine notwendige Umlaufvermögensreserve gegen bspw. Zahlungsausfall oder Zahlungsverzögerungen abzusichern. Im Rahmen der vereinbarten Kreditlinie können unterjährige Barsonderkredite in Anspruch genommen werden. Hiervon hat die Clean up im Jahr 2023 keinen Gebrauch gemacht. Das Unternehmen hat zwischenzeitlich weitere Bankverbindungen eingerichtet.

Eine Inanspruchnahme sonstiger Fremdfinanzierungsinstrumente erfolgte im Jahr 2023 nicht. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen insbesondere gegenüber Materiallieferanten, Fremddienstleistungen und Nachunternehmerleistungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 15,8 %. Die Entwicklung der Vermögenslage entnehmen Sie der nachfolgenden Übersicht:

Aktiva

Geschäftsjahr
in T€
Vorjahr
in T€
Veränderung
in T€
%
Anlagevermögen 52,8 30,4 22,4 73,7%
Forderungen 2.604,5 2.907,3 152,5 5,2%
liquide Mittel 1.492,5 766,6 725,9 94,7%

Passiva

Eigenkapital 2.022,8 1.456,4 566,4 38,9%
Verbindlichkeiten 1.392,1 1.298,8 93,3 7,2%
Bilanzsumme 4.705,3 4.061,7 643,6 15,8%

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinerlei Einfluss.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der sehr unterschiedlichen personellen Struktur der gewerblichen Arbeitnehmer in Bezug auf Stunden und Leistungstage, dient als Leistungsindikator des Unternehmens die Gesamtleistung der gewerblichen Arbeitnehmer gemessen in Leistungsstunden. Als Leistungsindikator setzt die Geschäftsleitung des Unternehmens die Produktivstunden der gewerblichen Arbeitnehmer zum Umsatzerlös ins Verhältnis. Die Auswertung des Indikators berücksichtigt dadurch auch etwaige Schwankungen im Bereich der Soziallöhne und deren Folgekosten durch Urlaub und Lohnfortzahlung bei Feiertagen, Krankheitsausfall und/oder tariflichen Ausfallzeiten. Unberücksichtigt bleibt allerdings das Outsourcing von Leistungen.

Das Unternehmen arbeitete im Jahr 2023 mit einer Leistung von

Leistungsfähigkeit 2022 2023 Veränderung
Produktivstunden der gewerblichen Arbeitnehmer 672.366 622.118 -7,47%
Unproduktivstunden der gewerblichen Arbeitnehmer 120.968 126.555 4,62%
Gesamtleistung (Summe Produktiv + Unproduktiv) 793.334 748.673 -5,63%
Prämien und Zulagen in € 177.231 121.039 -31,71%
Umsatzerlöse in Mio. € 18,66 19,63 5,41%
Indikator (Umsatz : Produktivstunde) in € 27,73 31,56 13,81%

2.4 Gesamtaussage

Trotz der geänderten Rahmenbedingungen, der anhaltend schwierigen Personalsituation zur Untersetzung der vorhandenen Auftragspotenziale ist es Clean up auch in 2023 gelungen, sich auf die geänderten Marktbedingungen einzustellen.

Personelle Schwierigkeiten entstanden auch durch Einflüsse der Gesetzgebung im Bereich des Bürgergeldes. Die gestiegenen Regelsätze und die Übernahme von Mieten und den Energie- und Heizkosten durch das Amt führte dazu, dass wir langjährige Arbeitskräfte verloren haben, weil sich ein Bezug von Sozialleistungen in einigen Fällen mehr rentiert als der Verdienst durch Arbeit (trotz der hohen Lohnsteigerungen).

Der Krieg in der Ukraine hat keinen mittelbaren Einfluss auf unser Geschäft. Die Vorhersagen, dass ukrainische Geflüchtete verstärkt in den Arbeitsmarkt vordringen und eine Arbeit bei uns aufnehmen, hat sich nicht bewahrheitet. Trotz unserer mehrsprachigen Flyer und Dolmetschereinsatz konnte keine Rekrutierung von ukrainischen Geflüchteten erfolgen.

Die öffentlichen Auftraggeber haben im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen Russland den Einsatz von russisch-stämmigen Arbeitskräften und Nachunternehmen, russischen Gesellschaften und Produkten verboten. Es kann eingeschätzt werden, dass dies und das Kriegsgeschehen nebst Folgen (abgesehen von den gestiegenen Energiekosten für Gas, Strom, Mobilität, Logistik usw.) auf unsere Unternehmensentwicklung keinen Einfluss haben.

Die Auftraggeber der Clean up tragen die gesetzlich festgelegten Tariflohnentwicklung mit. Durch einen fairen Führungsstil und Leistungsanreize an den bestehenden Mitarbeiterstamm, konnte eine Kontinuität der personellen Auftragsuntersetzung stabil realisiert werden. Die Entwicklung des Unternehmens aus finanzieller Sicht ist solide zu bewerten.

Bei um über 5 % gestiegenen Umsatzerlösen konnten die Gesamtkosten reduziert werden. Das Umlaufvermögen des Unternehmens ist gestiegen. Das Betriebsergebnis konnte stabilisiert werden. Der Indikator (Umsatz : Produktivstunden) ist im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich um 13,81% gestiegen. Das Verhältnis von produktiv- und Unproduktivstunden ist verschlechtert. Trotz geringerer Produktivstunden stiegen die Kosten für Soziallöhne. Durch die Möglichkeit von steuer- und sozialversicherungsfreien Corona - und Inflationsprämienzahlungen konnten finanzielle Motivationsanreize gegeben werden. Die Prämienzahlungen waren dennoch um über ein Drittel geringer als im Vorjahr.

3. Prognosebericht

Der zufriedenstellende Auftragsbestand zum 31.12.2023 und die erwartete Vertragspreisanpassung zum 01.01.2024 weisen auf eine Umsatzstabilität im Folgejahr 2024 hin. Durch den massiven Anstieg der Vertragspreise um bis zu 20% in den Vorjahren nimmt die Ausschreibungsaktivität unserer Auftraggeber zu. Die Auftraggeber versuchen durch Herabsetzung der Intervalle in der Reinigung Kosten zu sparen. Weiterhin wurde für 2024 angekündigt, dass Sonderreinigung und Grundreinigungen reduziert werden sollen. Es ist bereits jetzt schon bei der öffentlichen Vergabe zu beobachten, dass sich ein Preisdumpingwettbewerb einstellt, der zu Lasten der Gewinnmargen ausfällt, da anderweitig aus unserer Sicht keine Spielräume bestehen. Andererseits beobachten wir, dass insbesondere kleinere Unternehmen den Betrieb mangels Nachfolgelösung oder Arbeitskräften aufgeben.

Weitergehende Lohnforderungen der Beschäftigten aufgrund von Inflation aber auch durch das Abwerben von Mitarbeitern innerhalb der Branche und auch branchenübergreifend führt zu weiteren Personalkostensteigerung und verschlechtert die Personalsituation generell, abgesehen von der fortschreitenden Alterung des Bestandspersonals.

Durch Neuausschreibung besteht auch die Chance auf Neugewinnung von Auftragspotenzialen. Die gewachsene Struktur der Clean up und die vorhandenen Aufträge nebst infrastruktureller, technische und personeller im Vergleich zum regional angesiedelten Wettbewerb hat für unser Unternehmen marktstabilisieren Wirkung. Viele kleinere Mitbewerber sind dem Kostendruck und dem gestiegenen Verwaltungs- und Bürokratieaufwand noch viel stärker ausgesetzt und verlieren dadurch im größeren Verhältnis Aufträge und Personal an die Clean up.

Clean up muss sich mit diesen neuen Marktgegebenheiten arrangieren. Das Unternehmen bemüht sich auch in 2024 in bereits erschlossenen Auftragsgebieten, den Unternehmensfortbestand zu sichern und sich weiter zu etablieren.

Durch die am Arbeitsmarkt herrschende knappe Arbeitskräftesituation sind auch etablierte Unternehmen zunehmend abgeschreckt, sich in neue Auftragsbereiche vorzuwagen. Dies wirkt dem befürchteten Trend einer generellen Preissenkung bzw. eine Gewinnabsenkung innerhalb des Wettbewerbs trotz dem Willen der Auftraggeber zur Kostenreduzierung entgegen, da die Risiken hierdurch entsprechend größer werden.

Auch im Folgejahr rechnen wir mit einem Anstieg der Kosten, die wir um einer Ergebnisschmälerung entgegenzuwirken durch Zuwachs an Aufträgen ausgleichen müssen.

Die Auftragsgewinne werden sich durch Neuausschreibungen und aggressiveren Wettbewerb perspektivisch verringern. Die durch Lohnänderungen neugewonnenen Preisanpassungen aus dem Jahren 2020-2022 gehen dadurch verloren, weil der Kunde bei einer Neuausschreibung (insbesondere im öffentlichen Bereich) mehr als bislang den preislichen Aspekt anstatt der Qualität als Zuschlagskriterium in den Vordergrund stellen wird.

Die Aufwendungen für die Personalbeschaffung und auch die Lohnkosten im Bereich des unteren und mittleren Managements und die administrativen Lohnkosten stiegen in den letzten Jahren erheblich. Wir versuchen auch in dem kommenden Jahr durch möglichst Beibehaltung der Gesamtkostenstruktur und sparsamen Ressourcenumgang das Vorjahresergebnis soweit möglich aufrecht zu erhalten.

Unsere weitere Unternehmensentwicklung und die Marktplatzierung in den Folgejahren wird davon abhängig sein, wie viele Aufträge (wenn auch zu geringeren Margen) gewonnen werden können. Die Personalentwicklung und Rekrutierung aber auch die Motivation und die Zufriedenstellung der Mitarbeiter muss weiter vorangetrieben werden um Personal und die Wettbewerbsfähigkeit zu halten.

Eine weitere Zuspitzung der Personalsituation für 2024 wird erwartet und stellt das Unternehmen auch weiterhin vor neue Herausforderungen, einerseits Bestandsaufträge durch das älterwerdende Personal weiter aufrecht zu erhalten aber auch neue gewonnene Auftragspotenziale mit Stammkräften zu untersetzen.

Bestehende Verwaltungs- und Supportprozesse zur Umsetzung des Kerngeschäfts müssen noch stärker auf Effektivität und Vereinfachung überprüft werden, um Synergien zu finden und letztlich Zeit und Kosten zu senken.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancen

Durch die Geschäftsaufgabe insbesondere kleinerer Mitbewerber bestehen gute Chancen insbesondere in den Regionen mit bestehenden Auftragspotenzialen sich weiterhin durch Auftragsübernahmen auf dem Markt zu etablieren. Die vorhandene Kundenzufriedenheit und auch die Mitarbeitermotivation ist als gut einzuschätzen und führt dazu, dass auch immer wieder durch solide Referenzen und Empfehlungen neue Aufträge gewonnen werden können.

4.2 Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen und im haushaltspolitisch geprägten Auftragsvergabeverhalten der öffentlichen Hand sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen.

Aufgrund unserer Liquidität innerhalb des Unternehmens aber auch zu sondierende alternative Finanzierungsvarianten für mittel- und langfristigen Finanzierungen des Umlaufvermögens sehen wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.

 

Merseburg, 13.11.2024

Mario Swientek

Martin May

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 52.853,25 30.442,00
I. Sachanlagen 52.853,25 30.442,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.143,00 5.602,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.710,25 24.840,00
B. Umlaufvermögen 4.652.178,99 4.027.869,47
I. Vorräte 99.887,94 85.932,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.059.832,83 3.175.301,21
1. Forderungen gegen Gesellschafter 34,98 157,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.059.797,85 3.175.143,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.080,95 2.080,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.492.458,22 766.636,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 196,38 3.358,99
Summe Aktiva 4.705.228,62 4.061.670,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.022.865,71 1.456.432,22
I. Gezeichnetes Kapital 170.000,00 170.000,00
II. Bilanzgewinn 1.852.865,71 1.286.432,22
davon Gewinnvortrag 1.286.432,22 1.376.822,49
B. Rückstellungen 1.290.293,15 1.306.380,15
C. Verbindlichkeiten 1.392.069,76 1.298.858,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.121,22 1.925,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.121,22 1.925,97
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.389.948,54 1.296.932,12
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.389.948,54 1.296.932,12
Summe Passiva 4.705.228,62 4.061.670,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.825.413,59 16.526.675,24
2. Personalaufwand 13.825.203,43 13.647.107,06
a) Löhne und Gehälter 11.105.420,40 11.014.100,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.719.783,03 2.633.006,79
davon für Altersversorgung 15.395,88 14.837,90
3. Abschreibungen 2.715,71 3.329,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.715,71 3.329,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.475.548,71 1.341.555,55
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.696,54 19.465,32
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 450.799,71 454.536,45
7. Ergebnis nach Steuern 1.066.449,49 1.060.681,24
8. sonstige Steuern 16,00 1.071,51
9. Jahresüberschuss 1.066.433,49 1.059.609,73
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.286.432,22 1.376.822,49
11. Ausschüttung 500.000,00 1.150.000,00
12. Bilanzgewinn 1.852.865,71 1.286.432,22

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Clean up GmbH, Merseburg

1 ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Clean up GmbH hat ihren Sitz in Merseburg. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter HRB 205865 eingetragen.

2 ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) und sind an den handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet. Sie werden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewandt.

Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 bis 274a, 277 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB erstellt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Abschreibungen für Sachanlagen wurden planmäßig linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs erfasst und sofort abgeschrieben.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren beinhalten den Warenbestand und wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit Nominalwerten abzüglich einer Einzel- und Pauschalwertberichtigung angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit Nominalwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projected unit credit-Methode (PUC-Methode) bewertet. Es liegt ein Gutachten über die Berechnungen von Pensionsverpflichtungen der Clever Software GmbH, Altenmünster vom 13. Juni 2024 vor, dem ein Zinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%, die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und eine pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 13 Jahren zugrunde liegen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Erfüllungsbetrag T€ 605) wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Forderungen aus der Rückdeckungsversicherung (T€ 116) unter Anwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises vom 30. April 2021 (IDW RH FAB 1.021) verrechnet. Der sich nach Anwendung dieser Vorschrift ergebende beizulegende Zeitwert wurde als geschäftsplanmäßiges Deckungskapital angesetzt.

Des Weiteren wurden Zinserträge aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1 mit den Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6 saldiert.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 9. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Von dem Wahlrecht zum Bilanzansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

4 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN BILANZPOSITIONEN

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen, bis auf die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Kaution in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 2), haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Berichtsjahr sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine gegen Gesellschafter enthalten.

In densonstigen Vermögensgegenständen sind die Verrechnungskonten der Gesellschafter in Höhe von € 34,98 enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält sonstige Abgrenzungen in Höhe von T€ 0,1.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn enthält neben dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€ 1.066 sowie einer Vorab-Ausschüttung in Höhe von T€ 500 den Gewinnvortrag in Höhe von T€ 1.286.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen T€ 490. Der Aufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen (T€ 5) ist unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten: 2023
T€
Vorjahr
T€
Gewährleistungsverpflichtungen 20 19
Jahresabschluss-/Prüfungskosten 30 38
Berufsgenossenschaft 30 10
Urlaub 244 242
Schwerbehindertenabgabe 15 15
Tantieme 332 368
Prozesskosten 23 30
Aufbewahrung 32 32
Ausstehende Rechnungen / Übrige 70 67
800 821

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung aller gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Warenlieferung und Leistungen gegen alle Schuldner der Clean up GmbH besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 2) enthalten.

5 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von insgesamt T€ 19.633 (Vorjahr T€ 18.655) betreffen überwiegend Gebäudereinigung (T€ 16.709), Unterhaltung (T€ 2.004), Grund-/Abschlussreinigung (T€ 408) sowie Glasreinigung (T€ 106).

Die gewährten Skonti betragen insgesamt T€ 144.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten: 2023
T€
Vorjahr
T€
Erträge aus Auflösung Rückstellungen 20 50
Sachbezug Pkw-Nutzung 23 23
Versicherungsentschädigung 4 11
Erträge aus Herabsetzung Wertberichtigung 3 90
Erstattung Krankenkassen und Landesbehörden Lohnfortzahlung (u.a. Quarantäne) 62 106
Einarbeitungszuschüsse Arbeitsamt 37 35
Erlöse Sachanlagenverkauf 4 0
Sonstige 0 1
153 316
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten: 2023
T€
Vorjahr
T€
Raumkosten 110 46
Versicherungen, Beiträge, und Abgaben 65 62
Instandhaltung 12 16
Fahrzeugkosten 345 323
Werbe-/Reisekosten 20 15
Kosten der Warenabgabe 11 35
Buchführungskosten 375 301
Mieten für Einrichtungen 109 105
Werkzeuge/Kleinteile 84 120
Schnellverschleißteile/Arbeitsmittel 21 24
Forderungsverluste 48 115
Einstellung Wertberichtigung 119 3
Periodenfremde Aufwendungen 7 5
Übrige 150 127
1.476 1.342

6 SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2024
T€
2025-2028
T€
ab 2028
T€
Nutzungsverträge 477 1.909 477
Dienstleistungsverträge 280 1.123 280
Mietverträge Maschinen 9 5 0
766 3.037 757

Daneben bestehen noch diverse objektbezogene Mietverträge für Maschinen, welche kurzfristig angemietet werden.

Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (gemäß § 267 Abs. 5 HGB)

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 957 Arbeitnehmer beschäftigt.

Hinzu kommen im Berichtsjahr zwei Geschäftsführer.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer

Herr Martin May, Kaufmann, Kabelsketal

Herr Mario Swientek, Kaufmann, Markranstädt

sind einzelvertretungsberechtigt.

Betreffend der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

7 ERGEBNISVERWENDUNG

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 1.852.865,71, der sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von € 1.286.432,22, dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 1.066.433,49 abzüglich der Vorab-Ausschüttung in Höhe von € 500.000,00 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

8 ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das Honorar des Abschlussprüfers betraf im Geschäftsjahr 2023 die Jahresabschlussprüfung.

9 VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Der seit Februar 2022 andauernde Ukraine-Krieg und die im Folgenden eingetretene Energiekrise und Inflation haben voraussichtlich auch in Zukunft nicht abschätzbare Folgen auf die Wirtschaft.

10 UNTERSCHRIFTEN GESCHÄFTSFÜHRER

 

Merseburg, den 20.11.2024

Martin May, Geschäftsführer

Mario Swientek, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. M. Swientek, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Clean up GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Clean up GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Clean up GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Plauen, den 06. Dezember 2024

HKMS Treuhand GmbH Plauen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Köbrich, Wirtschaftsprüfer

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