Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 120259
Eingetragen
16.4.1998
Branche
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
An- und Verkauf von Immobilien und Vermittlung des Abschlusses sowie des Nachweises der Gelegenheit zum Abschluß von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Wohnräume, gewerbliche Räume und Darlehen, ferner Vorbereitung oder Durchführung von Bauvorhaben als Bauherr in eigenem Namen für eigene oder fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechte, sowie wirtschaftliche Vorbereitung oder Durchführung von Bauvorhaben als Baubetreuer in fremden Namen für fremde Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Riedel
seit 11.6.2018
Prokura
Ralf Heidemann
seit 7.4.2015
Prokura
Markus Riedel
seit 23.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 5 angezeigt

München
20.000 DM
40.00%
München
12.600 DM
25.20%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Riedel Immobilien GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

RIEDEL Immobilien GmbH, München

1. Grundlagen des Unternehmens

Die RIEDEL Immobilien GmbH mit Sitz in München ist ein nach § 34c GewO zugelassenes Maklerunternehmen. Die Geschäftstätigkeit der RIEDEL Immobilien GmbH umfasst insbesondere den Verkauf und die Vermietung von Immobilien im Premiumsegment sowie den Vertrieb von Bauträgermaßnahmen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt dabei in der Vermittlung von Immobilien in und um München. Persönliche Beratungsleistungen wie Wertermittlungen und die Erstellung von Marktberichten runden das Dienstleistungsportfolio ab.

Die RIEDEL Immobilien GmbH betreibt Niederlassungen in den Münchener Stadtteilen Nymphenburg, Schwabing und Bogenhausen sowie in der Gemeinde Gräfelfing. An den fünf Standorten decken rund 50 Immobilienexperten das umfassende Leistungsspektrum aus Verkauf, Vermietung, Beratung und Bewertung von Häusern, Wohnungen, Grundstücken sowie von Wohn- und Geschäftshäusern und Gewerbeimmobilien ab. Alle Standorte werden von Mitgliedern der Geschäftsleitung oder leitenden Mitarbeitern geführt.

Der auf den süddeutschen Markt gerichtete Fokus wurde in den letzten Jahren um hochwertige internationale Immobilienangebote u.a. in Spanien, Italien, Frankreich und Kroatien erweitert. Aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus des Kerngeschäfts und der Erschließung neuer Märkte wurde auch die personelle und technische Infrastruktur aller Standorte regelmäßig gestärkt. Zur effizienten Abwicklung des damit einhergehenden administrativen Aufwands und zur Sicherstellung der Beratungsqualität wird die RIEDEL Immobilien GmbH Ihre Investitionen in die Digitalisierung der Infrastruktur weiter intensivieren.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent. Die durchschnittliche Inflation blieb mit 5,9 % hoch, getrieben von anhaltenden Lieferkettenproblemen und steigenden Energiekosten. Die Europäische Zentralbank reagierte darauf mit mehrfachen Zinserhöhungen, was die Kreditkosten erhöhte und die Investitionsbereitschaft bremste. Das Wirtschaftswachstum stagnierte weitgehend, insbesondere in der Industrie, während der Dienstleistungssektor eine moderate Erholung verzeichnete. Die gestiegenen Zinsen führten jedoch zu einer geringeren Nachfrage nach Krediten, was den Immobilienmarkt und die Investitionen in neue Projekte beeinträchtigte. Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung von Unsicherheiten und einem Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsförderung geprägt.

Folgen für den Immobiliensektor

Die erheblich gestiegenen Zinsen hatten negative Folgen für den gesamten deutschen Immobilienmarkt. Die Preise für Wohnimmobilien gaben in 2023 bundesweit im Durchschnitt um 8,4 Prozent nach. Zahlreiche Projektentwickler mussten Insolvenz anmelden.

Der Münchner Wohnimmobilienmarkt verzeichnete 2023 einen signifikanten Rückgang sowohl in der Anzahl der Transaktionen als auch im Geldumsatz. Dieser sank auf etwa 7,5 Milliarden Euro, was eine Abnahme um 37 % im Vergleich zum Vorjahr und einen Rückgang um 60% vom Rekordjahr 2021 bedeutet. Im Segment der unbebauten Grundstücke für den Geschosswohnungsbau sank der Geldumsatz um 90 % und die Vertragsanzahl um 48 %. Der Markt für unbebaute Grundstücke für Einfamilienhäuser verzeichnete ebenfalls deutliche Rückgänge mit einem Umsatzminus von 55 %. Auch bei bebauten Grundstücken des individuellen Wohnungsbaus gingen die Vertragszahlen um 12 % und der Umsatz um 19 % zurück. Die Preise für Wohnimmobilien sanken im Allgemeinen, mit Rückgängen von bis zu 18 % für Baugrundstücke und bis zu 13 % für wiederverkaufte Eigentumswohnungen. Der Rückgang der Preise zeigte sich besonders im zweiten Halbjahr 2023, wobei die Preise für Neubauwohnungen um 9 % und für wiederverkaufte Wohnungen um 3,5 % niedriger lagen als im ersten Halbjahr.

Geschäftsverlauf

Trotz der negativen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt konnten die Riedel Immobilien GmbH den Umsatz zum Vorjahr leicht erhöhen und im Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis erzielen. Der Umsatz aus Provisionen aus Immobilienverkäufen beliefen sich auf TEUR 12.619 (Vorjahr: TEUR 11.800). Die Provisionen aus Vermietungen betrugen TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 620). Im Vergleich zum Vorjahr sind die auf den Kernbereich der RIEDEL Immobilien GmbH entfallenden Umsatzerlöse - gegen den Markttrend - um insgesamt 7,48 Prozent gestiegen.

Der Jahresüberschuss betrug TEUR 2.547 nach einem Vorjahreswert i.H.v. EUR 2.583. Das EBITDA belief sich in 2023 auf TEUR 4.326 (Vorjahr: TEUR 4.208). Die Eigenkapitalrendite betrug 27,31 Prozent (Vorjahr: 36,70 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite des Jahres 2023 belief sich auf 19,07 Prozent (Vorjahr: 22,36 Prozent). Der Rückgang beider Kennzahlen begründet sich durch die Steigerung des Eigenkapitals aufgrund von - aus Vorsichtsgründen - im Betrieb belassenen Reserven.

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 52 (im Vorjahr 48) Personen bei der RIEDEL Immobilien GmbH beschäftigt.

Der im letzten Jahr prognostizierte Umsatzrückgang um 10 - 20 Prozent traf nicht ein, fiel mit 7,48 Prozent Steigerung positiver aus als erwartet. Es trat nicht wie erwartet ein EBITDA-Rückgang im erwarteten zweistelligen Bereich ein.

3. Darstellung und Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Gesamtumsätze im Jahr 2023 stiegen von TEUR 12.645 auf TEUR 13.591 an. Der Anstieg ist primär auf steigende Provisionsumsätze aus Immobilienverkäufen zurückzuführen.

Der Materialaufwand umfasst die Leistungen von Dienstleistern, die für die Präsentation und Vertrieb der angebotenen Immobilien in Anspruch genommen werden. Um Veränderungen dieser relevanten und steuerbaren Kosten künftig besser zu erkennen, wurde der Materialaufwand in 2022 erstmalig separat ausgewiesen.

Der Anstieg des Personalaufwands von TEUR 5.245 auf TEUR 6.040 war insbesondere auf erhöhte Gehälter, getrieben durch Inflationsanpassungen und gestiegene erfolgsabhängige Vergütungen durch höhere Umsätze zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter beliefen sich auf TEUR 421 und sind damit leicht erhöht zum Vorjahreswert i.H.v. TEUR 357. Zudem mussten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens i.H.v. TEUR 187 vorgenommen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von TEUR 2.716 auf TEUR 2.628. Im Wesentlichen kommt diese Ersparnis aus der geringeren Höhe an zusätzlicher Einzelwertberichtigungen zweifelhafter Forderungen sowie gesunkenen Vertriebskosten im Sinne von Vermittlungsprovisionen.

Aufgrund des leichten Aufschwungs der Ertragslage erhöhte sich der Steueraufwand von TEUR 1.248 auf TEUR 1.318.

Der Jahresüberschuss belief sich insgesamt auf TEUR 2.547 (Vorjahreswert: TEUR 2.583).

Finanz- und Vermögenslage

Das langfristige Vermögen verringerte sich von TEUR 1.824 auf TEUR 1.762 in 2023. Die Veränderung war insbesondere auf Abschreibungen zurückzuführen.

Das Finanzanlagevermögen umfasst die Beteiligung am gesamten Nennkapital der RIEDEL Vermittlungs GmbH, die im Geschäftsjahr von TEUR 25 auf TEUR 0 abgeschrieben wurde.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von TEUR 9.389 auf TEUR 11.604. Die Veränderung resultierte primär aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung um TEUR 667, der Eröffnung eines Depots i.H.v. TEUR 1.690 und einer Erhöhung der Zahlungsmittel um TEUR 331.

Das Eigenkapital ist insbesondere aufgrund des positiven Jahresüberschusses von TEUR 7.040 auf TEUR 9.327 gestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich leicht von TEUR 482 auf TEUR 649.

Die Rückstellungen reduzierten sich von TEUR 4.030 auf TEUR 3.753. Der Rückgang basiert hauptsächlich auf dem Rückgang der Steuerrückstellungen.

Die Riedel Immobilien GmbH war im gesamten Wirtschaftsjahr 2023 in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Gesamtaussage der Geschäftsleitung

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen insbesondere in der anhaltenden ungewissen gesamtwirtschaftlichen Lage sowie in einer Verfestigung des hohen Zinsniveaus. Chancen bieten sich durch das Gewinnen von weiteren Marktanteilen, der Eröffnung weiterer Standorte und Erschließung von weiteren Gebieten im Umland von München.

Aufgrund der führenden Marktposition im Premiumsegment des Münchener Immobiliensektors geht die Geschäftsleitung weiterhin von einer nachhaltig positiven Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage aus. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind aktuell nicht erkennbar.

4. Risiko- und Chancenbericht

Die Anzahl der Immobilientransaktionen wird künftig weiterhin insbesondere vom Zinsniveau, dem Inflationsgeschehen und der allgemeinwirtschaftlichen Lage beeinflusst. Bei anhaltend hohen Zinsen und rezessiven wirtschaftlichen Entwicklungen wäre daher mit geringeren Transaktionsvolumina im gesamten Immobiliensektor zu rechnen. Derartige Entwicklungen würden sich wiederum negativ auf die Höhe der Provisionserlöse auswirken. Die Auswirkungen der anhaltenden Inflation könnten derart negative Entwicklungen verstärken. Zum aktuellen Zeitpunkt ist weder ersichtlich, ob es sich um langfristige Effekte handelt, noch ist das Ausmaß und die Intensität der Entwicklungen absehbar.

Politische oder rechtliche Änderungen, wie das am 23. Dezember 2020 in Kraft getretene Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar.

Gesetzliche Rahmenbedingungen sowie politische und wirtschaftliche Entwicklungen werden im Rahmen eines internen Risikomanagements kontinuierlich erfasst und bewertet. Etwaige erforderliche strategische und strukturelle Anpassungen können dadurch gezielt und kurzfristig umgesetzt werden.

Der Konkurrenz auf dem Münchener Immobilienmarkt begegnet die RIEDEL Immobilien GmbH mit Investitionen in die Digitalisierung und die technische Infrastruktur sowie mit einem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsprogramm für ihre Mitarbeiter.

Wesentliche Chancen bestehenden aufgrund der führenden Position im Premiumsegment des Münchener Immobilienmarktes, z.B. durch das Gewinnen von weiteren Marktanteilen, der Eröffnung weiterer Standorte und Erschließung von weiteren Gebieten im Umland von München. Auch die Vermittlung von ausländischen Immobilien bietet Chancen.

In der Ausrichtung der Unternehmensführung sind keine wesentlichen Änderungen geplant.

5. Prognosebericht

Die Steigerung des Umsatzes von 2022 auf 2023 weist darauf hin, dass der Abschwung in der Immobilienbranche und damit für das Unternehmen gebremst ist. Die Geschäftsleitung sieht die Positionierung des Unternehmens im Markt als sehr gefestigt an und die Auftragslage für das Jahr 2024 wird als sehr gut bewertet. Allerdings geht die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass die höheren Zinsen und die wirtschaftliche Unsicherheit das Transaktionsgeschäft allgemein weiterhin bremsen werden. Entsprechend rechnet die Geschäftsleitung mit Umsatzerlösen in einer ähnlichen Größenordnung wie 2023 mit dem Potential 10% bis maximal 20% mehr zu erzielen.

Bezüglich der Kosten rechnet die Geschäftsleitung aufgrund der Inflation, der aufwändigeren Transaktionsbegleitung und einem weiteren Wachstumsziel mit Steigerungen um ca. 10 Prozent. Bei entsprechenden Entwicklungen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein ähnliches EBITDA wie 2023 erwartet.

Im Jahr 2023 rechnet die Geschäftsleitung mit einer leicht steigenden Anzahl an Angestellten bei gestiegenen Lohnkosten.

Eine abschließende Prognose der Geschäftsentwicklung der RIEDEL Immobilien GmbH stellt sich aufgrund der anhaltenden Unsicherheit bezüglich der Zinsentwicklung und der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung als schwierig dar.

 

München, den 19.07.2024

RIEDEL Immobilien GmbH

Markus Riedel

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.762.450,16 1.823.680,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.829,00 59.878,00
II. Sachanlagen 1.723.612,16 1.738.794,58
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 719.644,16 725.321,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 956.162,00 1.012.857,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.806,00 616,42
III. Finanzanlagen 9,00 25.008,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 25.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 8,00 8,00
B. Umlaufvermögen 11.604.461,68 9.389.062,16
I. Vorräte 6.565,21 1.029,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.490.475,07 4.302.466,60
1. Forderungen gegen Gesellschafter 79.887,53 81.611,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 79.611,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.068.130,47 857.825,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.342.457,07 3.363.030,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 337.482,53 334.179,43
III. Wertpapiere 1.690.480,10
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.416.941,30 5.085.566,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.633,82 44.768,43
D. Aktive latente Steuern 316.061,85 296.115,31
Aktiva 13.731.607,51 11.553.626,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.327.266,31 7.039.575,80
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 9.301.701,72 7.014.011,21
davon Gewinnvortrag 7.014.011,21 4.895.881,65
B. Rückstellungen 3.752.650,46 4.030.201,89
C. Verbindlichkeiten 649.356,74 481.848,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 576,83 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 576,83 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.466,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.466,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 648.779,91 479.381,98
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 648.779,91 479.381,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.334,00 2.000,00
Passiva 13.731.607,51 11.553.626,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.181.211,56 12.168.274,67
2. Personalaufwand 6.040.036,32 5.244.732,64
a) Löhne und Gehälter 5.248.576,38 4.755.636,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 791.459,94 489.096,57
davon für Altersversorgung 91.705,16 -129.208,84
3. Abschreibungen 608.268,75 356.911,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 421.072,69 356.911,50
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 187.196,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.627.508,07 2.715.587,37
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 873,47
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.709,92 33.475,15
davon aus verbundenen Unternehmen 8.709,23 5.069,20
davon Erträge aus Abzinsung 22.520,96
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 24.999,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 24.999,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.546,96 49.987,72
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 71.546,96 48.252,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.317.693,17 1.247.822,86
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 19.946,54
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.021,09
10. Ergebnis nach Steuern 2.550.742,68 2.586.707,73
11. sonstige Steuern 3.625,17 3.242,17
12. Jahresüberschuss 2.547.117,51 2.583.465,56
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.014.011,21 4.895.881,65
14. Ausschüttung 259.427,00 465.336,00
15. Bilanzgewinn 9.301.701,72 7.014.011,21

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Riedel Immobilien GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 120259

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern ergeben sich durch unterschiedliche Bewertungsansätze in Handels- und Steuerbilanz. Aktive latente Steuern ergeben sich daraus, dass die Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz höher als in der Steuerbilanz bewertet werden. Passive latente Steuern ergeben sich daraus, dass die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Handelsbilanz höher als in der Steuerbilanz bewertet werden. Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern verrechnet.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist in voller Höhe eingezahlt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 2.783.606,88 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie die Gewerbesteuer des Jahres 2023.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 79.887,53 EUR (Vorjahr: 81.611,20 EUR).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 316.061,85 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung latenter Steuern 316.061,85
Gesamtbetrag 316.061,85

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen alle 3 Jahre 6,12 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck-Richttafeln 2018G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 19.097 EUR.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 408.000,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 340.000,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 336.319,12

Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: Der Zeitwert wurde aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um ungewisse Verbindlichkeiten. Sie stellen voraussichtliche Auszahlungen dar, die bereits am Bilanzstichtag als Aufwand erfasst worden sind.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellung für Tantiemen der Gesellschafter-Geschäftsführer und Arbeitnehmer 551.258,37 EUR
- Urlaubsrückstellungen 110.793,17 EUR
- Rückstellung für die Archivierung von Geschäftsunterlagen 55.638,88 EUR
- Rückstellung für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 65.000,00 EUR

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 316.061,85 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 19.946,54 EUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.240.149,48 EUR (Vj. 724.924,17) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mehrjährige Verpflichtungen aus Mietverträgen. Die Mietverträge haben Laufzeiten bis maximal 2028.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 52
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 34
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 18

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Markus Riedel
ausgeübter Beruf: Betriebswirt, Immobilienmakler
Weiterer Geschäftsführer: Heiner Riedel
ausgeübter Beruf: Immobilienmakler

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an: Markus Riedel und Heiner Riedel (bis 16.2.2023), jeweils einzelvertretungsberechtigt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.547.117,51 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags 7.014.011,21 EUR und der bereits vorgenommenen Vorabausschüttung in Höhe von 259.427,00 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 9.301.701,72 EUR, der zu verwenden ist.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0 EUR vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 9.301.701,72 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München

Markus Riedel

sonstige Berichtsbestandteile

 

Markus Riedel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Riedel Immobilien GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Riedel Immobilien GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Riedel Immobilien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 19. Juli 2024

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