Gargiulo GmbH
Daimlerstraße 21, 72147 Nehren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Fischer seit 3.5.2024 | Prokura |
Luisa Gargiulo seit 23.5.2016 | Geschäftsführer |
Fabio Gargiulo seit 23.5.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gargiulo GmbHOfterdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des UnternehmensGeschäftsmodellDie GARGIULO GmbH ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Ofterdingen, das seit seiner Gründung 1989 stetig aus eigener Kraft gewachsen und im Bereich Kunststoffverarbeitung (Schwerpunkt Kunststoff Be- und Weiterverarbeitung) tätig ist. Dabei versteht sich die GARGIULO GmbH als Spezialist in diesem Bereich und ist damit Wertschöpfungspartner für die Hersteller von Fenster- und Fassadensystemen. Der Tätigkeitsbereich reicht von der Entwicklung von neuen Materialien, neuen Verfahren und neuen Systemen über die Herstellung der für diese Verfahren notwendigen Werkzeuge und Produktionsvorrichtungen bis hin zur Durchführung der Aufträge im Serienbetrieb unter laufender Optimierung der hierfür notwendigen Prozesse. Unser Ziel ist es, mit unserem Verfahrens-Know-how und den von uns entwickelten oder weiterentwickelten Kunststoff Be- und Weiterverarbeitungsverfahren die Produkte im Bereich Gebäudetechnik so zu verbessern, dass Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit laufend erhöht werden. Dies betrifft sowohl eigene Produktideen, als auch die unserer Kunden. Deshalb setzen wir zunehmend auf mehr Ökologie durch den Einsatz von recycelfähigen Materialien und neuen nachwachsenden Rohstoffen. Die Umsetzung unseres Geschäftsmodells setzt neben hocheffizienten Kunststoff Be- und Weiterverarbeitungsverfahren entsprechende Fähigkeiten bei der Herstellung und Weiterentwicklung der Werkzeuge und Produktionsvorrichtungen sowie dem Fertigungsablauf voraus. Deshalb gehört es zu unserem Selbstverständnis, die von uns verwendeten Verfahren und Werkzeuge weitestgehend selbst zu entwickeln und damit in der Lage zu sein, die gesamten Abläufe bis zur Serienreife komplett inhouse zu beherrschen. Die Bündelung dieser gesamten Kompetenzen ist notwendig, um unsere Leitidee (Vision) der laufenden Verbesserung der Endprodukte im Bereich Gebäudetechnik im Sinne von Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und somit Innovation zur Marktreife zu entwickeln. Im Rahmen dieses Geschäftsmodells beliefern wir unter Einsatz unterschiedlichster Verfahrenstechniken in Serienproduktion weltweit führende Unternehmen im Bereich Gebäudetechnik mit Halbzeugen. Durch die Zusammenarbeit bei der kundenorientierten Ent- und Weiterentwicklung von Endprodukten ist über die Jahre eine bewährte Partnerschaft entstanden. Wir entwickeln von der Rezeptur der eingesetzten Rohstoffe, bis hin zu der maßgeschneiderten Verfahrenstechnik (Maschinen und Werkzeuge). Darüber hinaus entwickeln wir den Prozessablauf über alle für das Endprodukt maßgeblichen Einflussfaktoren. Wir haben uns in diesem Bereich zu einem der führenden Extrudeure in Europa entwickelt. Soweit aus unseren Entwicklungen eigene Produktideen entstehen und sich für diese entsprechende Marktchancen abzeichnen, ist es unser Ziel mit diesen Produkten und entsprechenden Partnern, Märkte zu erschließen. Zu unserem Selbstverständnis als Folge dieser Ausrichtung gehört es, dass wir sowohl junge, innovative Entwickler, als auch erfahrene Tüftler für unser Unternehmen dauerhaft begeistern wollen. Gemeinsam mit ihnen und den Erfahrungen unserer langjährigen Produktionsmitarbeiter sowie der Unterstützung durch unsere Verwaltungsspezialisten fühlen wir uns gerüstet, diese Geschäftsidee weiter erfolgreich fortzusetzen. Ziele und StrategienUnsere Strategie als "Spezialist" setzt voraus, dass wir in allen Bereichen von der Frage der einsetzbaren Rohstoffmischung, der einzelnen Verfahrenstechniken sowie den gesamten Produktionsbedingungen und -abläufen für den Serienbetrieb, alle notwendigen Fertigkeiten vorhalten. Nur damit können wir sicherstellen, dass wir alle Entwicklungsschritte für diesen Prozess beherrschen und somit unsere Leitidee (Vision) der laufenden Verbesserung der Endprodukte im Bereich Gebäudetechnik im Sinne von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewinnbringend umsetzen können. Wir setzen deshalb auf Erfahrung und Innovation. Die Entwicklung neuer Systeme, Verfahren und Materialien ist nach wie vor eine wichtige Säule unseres Geschäftsmodells, in den letzten Jahren ist es uns gelungen, Entwicklungsprojekte durch eine Fokussierung auf unsere Kernbereiche gezielter anzugehen, betriebswirtschaftlich zu analysieren und somit auch erfolgreicher abzuschließen. Bereich 'Entwicklung' Der Bereich Tüfteln galt als Geburtsstätte unserer Innovationen. Um neue Produktideen oder Produktoptimierungen unserer Mitarbeiter oder Kunden gezielt voran zu bringen, haben wir aus dem Tüfteln eine Profession gemacht und den Bereich als Entwicklung strukturiert und in 'Materialentwicklung', 'neue Verfahren' und 'Systementwicklung' gegliedert. Unsere Ziele in diesen Bereichen sind: • Im Bereich Materialentwicklung ist es unser Ziel, Profile aus neuen Materialien oder neuen Materialzusammensetzungen zu entwickeln, die zum einen die Isolationswerte verbessern und zum anderen verbesserte Eigenschaften im Bereich Nachhaltigkeit aufweisen. • Mit den neuen Verfahren verfolgen wir das Ziel, verschiedenste Kunststoffe durch Extrusion so zu verarbeiten, dass wir nachhaltig handeln, unsere Kunden die Produkte optimal einsetzen können und sich die Energieeffizienz bei den Endprodukten verbessert. • Im Bereich Systementwicklung ist es unser Ziel, Materialien, Fertigungsverfahren und spezielle Werkzeuge so zu kombinieren, dass alle für ein Endprodukt notwendigen Komponenten mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden können. Immer mit dem Ziel für unsere Kunden als Systemgeber das Optimum an Energieeffizienz und Fortschritt bereitzustellen. In den einzelnen Bereichen arbeiten wir derzeit u.a. an folgenden Projekten: Im Bereich 'Materialentwicklung' beschäftigen wir uns aktuell mit den weiterführenden Eigenschaften von Schäumen. Hierzu gehört unter anderem die Entwicklung von hochtemperaturbeständigen Schäumen, die der Isolation bei gleichzeitig hohen mechanischen Eigenschaften dienen. (Energieeffizienz, Nachhaltigkeit) Weiterhin verfolgen wir das Ziel, die Herstellung von thermischen Trennungen mit Hilfe von neuen Materialien weiterhin so zu verbessern, dass sich diese noch nachhaltiger und effizienter gestalten. (Energieeffizienz, Nachhaltigkeit) Eine Bestätigung für unsere nachhaltige und ressourcenschonende Denkweise sowie die hohe Qualität der eingesetzten Materialbestandteile in unseren Compounds und Additiven, ist das vom Cradle to Cradle Products Innovation Institute verliehene "Material Health Certificate" in Gold für unseren Werkstoff PA66 GF25 für Verbundleisten und unseren wingo HFPE Schaum. Die Grundlage von "Cradle to Cradle" besteht in der Verwendung unbedenklicher Rohstoffe, die am Ende ihrer Lebenszyklen wieder in den natürlichen oder den technischen Kreislauf zurückgeführt werden, indem sie kompostiert oder recycelt werden. Wir verpflichten uns dabei, die Inhaltsstoffe zu erfassen und toxikologisch zu bewerten, Grenzwerte und Stoffverbote zu beachten und Problemstoffe zu substituieren. Im Bereich 'neue Verfahren' ist es uns gelungen unsere Dämmschäume konturgenau zu fertigen, so dass im Nachgang mittels neuer Frästechnik ressourcenschonender scharfe Konturen bei hoher Geschwindigkeit abgebildet werden können. (Energieeffizienz, Nachhaltigkeit) Außerdem werden durch 'neue Verfahren' sowohl Extrusionsüberschüsse regranuliert und wieder dem Materialkreislauf zugefügt als auch mittels Konturschaumextrusion Materialien direkt eingespart. Alles mit dem Ziel ressourcenschonend zu produzieren. Im Bereich "Systementwicklung" befassen wir uns aktuell mit der Entwicklung eines neuen Hebe-Schiebesystem und generieren so durch unser Know-how und unsere Erfahrung für unsere Kunden ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Außerdem konnten wir unser neues Produkt "INSUFOX" für den Unterbau von Türelementen auf den Markt bringen. Unser aus hochdämmendem Konstruktionswerkstoff hergestellter INSUFOX kann durch seine guten Isoliereigenschaften und seiner hohen Druckfestigkeit aber auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Das Baukastensystem mit passgenauen Adapterprofilen passt sich einfach den jeweiligen Profilanforderungen an. Es kann in beliebiger Länge produziert werden und ermöglicht so ein verschnittoptimiertes Arbeiten. Bereich Dienstleistung 'Auftragsfertigung Serienproduktionen' Im Geschäftsbereich der 'Auftragsfertigung Serienproduktionen' werden derzeit im Wesentlichen die Werkstoffe PVC, ASA, ABS, PA und PE verarbeitet. Unser Ziel in diesem Bereich ist es, die Produktionsanlagen für die neuen Materialien aufzubauen und Aufträge für diese Halbzeuge zu generieren. Darüber hinaus werden alle Produktionsabläufe in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess optimiert um den Anforderungen der Kunden in hohem Maße gerecht zu werden und um gleichzeitig Produktionseffizienz, Rentabilität und Anlagenauslastung zu erhöhen. Die laufende Optimierung der Produktionsverfahren, unter Einhaltung der von den Kunden geforderten Qualität unter "best practice" Bedingungen, bietet unseren Kunden damit günstigere Bedingungen als eine Eigenfertigung. Steuerungssystem/OrganisationsgrundsätzeDie GARGIULO GmbH ist ein zu 100 Prozent eigentümergeführtes Unternehmen und beschäftigte im Jahr 2023 im Durchschnitt 182 Mitarbeiter (inkl. 13 Leiharbeitnehmer, ohne Geschäftsführung) an 2 Standorten. Die organisatorische Neuausrichtung wurde in 2017 abgeschlossen. Dabei wurden die Abteilungs- und Verantwortungsstrukturen klar geregelt und somit an die Zielsetzung der GARGIULO GmbH, die Kunden weiterhin auf einem hohen technischen und qualitativen Niveau im Bereich der Serienfertigung zu bedienen, Neu- und Weiterentwicklungen auch zukünftig zur Marktreife zu bringen und somit für ihre Kunden als Wertschöpfungspartner zu fungieren, ausgerichtet. Auch das Planungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem wurde neu aufgesetzt und dient der erfolgreichen Weiterentwicklung in diesen Kernbereichen. Im Rahmen von Regelbesprechungen werden Ziele und Maßnahmen nach Verantwortungsbereich überwacht. In 2018 wurde zur Weiterentwicklung des Planungs-, Überwachungs- und Steuerungssystems entschieden, ein neues ERP-System in 2019 einzuführen mit dem die Bereiche Produktion, Finanzbuchhaltung und Personal von nun an einheitlich gesteuert werden. Die Finanz- und Lohnbuchhaltung befindet sich seit dem 01.01.2020, der Bereich Warenwirtschaft und Logistik seit dem 01.05.2020 im Echtbetrieb. Die Umstellung verlief weitestgehend problemlos. Aktuell befassen wir uns mit der weiteren Optimierung des Systems um unsere Prozesse weiter zu digitalisieren, automatisieren und zu standardisieren, um so dem Preisdruck auch zukünftig kompensieren zu können. Anfang 2022 erfolgte die Einführung eines neuen Programmes für die Zeitwirtschaft, auch hiervon versprechen wir uns zukünftig weitere Prozessverbesserungen. Im Dezember 2020 hat sich Vincenzo Gargiulo aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Er wird dem Unternehmen jedoch im Bereich Vertrieb und zur Umsetzung einzelner Projekte weiterhin erhalten bleiben. WirtschaftsberichtAllgemeine wirtschaftliche Entwicklung 2023Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent gesunken. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war wesentlich geprägt durch die Energiepreiskrise, einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche sowie den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Zusätzlich lag ein außergewöhnlich hoher Krankenstand vor, welcher das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Diese Gründe führten zu einer Verzögerung der wirtschaftlichen Erholung. Für das laufende Jahr gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute weiterhin von einem andauerndem Kriegsgeschehen in der Ukraine aus und auch im Nahen Osten zeichnet sich keine Entspannung der Lage ab. Insgesamt wird erwartet, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,1 % und im Jahr 2025 um 1,4 % steigt. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Herbst 2023 für das laufende Jahr deutlich um 1,2 Prozentpunkte nach unten. Die Inflation wird sich im Prognosezeitraum voraussichtlich dem Inflationsziel der EZB nähern. Die Institute erwarten in diesem Jahr einen Rückgang der Kerninflationsrate auf 2,8% und 2,3% im Jahr 2025. Zu diesem spürbaren Rückgang tragen insbesondere die stark rückläufigen Vorjahresraten bei den Nahrungsmitteln bei, aber auch die sinkenden Einfuhr- und Erzeugerpreise und die Normalisierung der Energie- und Rohstoffpreise, sowie das Abklingen der Lieferengpässe wirken dämpfend. Wirtschaftliche Entwicklung Branche 2023Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) berichtet in seiner Jahrespressekonferenz für das Wirtschaftsjahr 2023 über einen gesunkenen Umsatz der Branche von EUR 72,5 Mrd. (- 6,0 Prozent zum Vorjahr). Als Folge des Auftragsrückgangs waren oder sind viele Branchenunternehmen von Kurzarbeit und Investitionsstopps betroffen. Aufgrund des Umsatzrückgangs und der Unsicherheit über die Rahmenbedingungen im Industrieland Deutschland, haben viele Kunststoffverarbeiter 2023 ihre Investitionen reduziert. 35 Prozent der Unternehmen investieren weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich auch in 2023 fort. Entwicklung GARGIULO 20233 Ertragslage Die Ertragsanalyse der Jahre 2022-2023, abgeleitet aus den Zahlen der internen betriebswirtschaftlichen Auswertung stellen sich wie folgt dar:
1 ** Die nach BilRUG geforderten Umgruppierungen von sonstigen betrieblichen Erträgen in Umsatzerlöse wurden in der internen betriebswirtschaftlichen Auswertung nicht angewandt. Als Folge sind die Umsatzerlöse und die Sonstigen betrieblichen Erträge nicht mit den entsprechenden GuV-Positionen identisch. Darüber hinaus werden die Kennzahlen EBITDA, EBIT und EBT in der Darstellung der Ertragslage und den nachfolgenden Kommentierungen jeweils ohne Berücksichtigung des Neutralen Ergebnisses ausgewiesen. Der Deckungsbeitrag I des Berichtsjahres hat sich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. verschlechtert und liegt bei 41% (VJ 35%) der Betriebsleistung. Ursache hierfür sind die reduzierten Umsatzerlöse (EUR 43,9 Mio. / VJ EUR 54,1 Mio.) bei überproportional reduzierten variablen Produktionskosten. Die im Berichtsjahr deutlich verschlechterte Anlagenauslastung führt zu einer erhöhten Personalquote (21% / VJ 17%) bei absolut gesunkenen Personalkosten (8,9 Mio. / VJ 9,5 Mio.), so dass daraus eine Reduzierung des Deckungsbeitrags II (DB I abzgl. Personalkosten) um EUR 1,0 Mio. auf EUR 8,9 Mio. resultiert. Die Aufwendungen im Bereich der sonstigen Kosten saldiert mit den sonstigen Erträgen liegen in Summe bei EUR 2,6 Mio. (VJ 2,8 Mio.). Die Kostenreduzierung basiert im Wesentlichen auf reduzierten Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen. Als Folge dieser Entwicklung liegt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) bei EUR 6,4 Mio. (VJ 7,1 Mio.). Die Reduzierung von EUR 0,7 Mio. entspricht der o.a. Reduzierung des Deckungsbeitrages II, abzüglich der Kostenreduzierungen. Das Abschreibungsvolumen liegt bei EUR 2,2 Mio. und damit auf dem Vorjahresniveau (EUR 2,2 Mio.). Die Finanzierungskosten, unter Berücksichtigung des Gewinnanteils Stiller Gesellschafter, lagen aufgrund realisierter Sondertilgungen im Berichtsjahr mit -2% leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) des Jahres 2023 liegt bei EUR 3,6 Mio. (VJ EUR 4,3 Mio.). Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Ertragssteuerbelastung, ergibt sich für die Gesellschaft ein positives Betriebsergebnis von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanz der Gesellschaft zum 31.12.2023 mit Vorjahresvergleich 2022 ist in folgender Tabelle dargestellt: AKTIVA
Das Anlagevermögen hat sich zum Vorjahr um EUR 0,6 Mio. reduziert. Der Saldo setzt sich aus Abschreibungen von EUR 2,2 Mio., Buchwertabgängen von EUR 0,1 Mio. und Investitionen von EUR 1,7 Mio. zusammen. Das Umlaufvermögen hat sich im gleichen Zeitraum um EUR 0,2 Mio. reduziert, dabei entfallen 2,0 Mio. auf Bestandsminderungen des Vorratsvermögens und der Forderungen, EUR 1,8 Mio. auf die Erhöhung der Bankguthaben. Im Bereich der Rechnungsabgrenzung sind jahresübergreifenden Zahlungen von Versicherungsprämien, IT-Sicherheit und KFZ-Steuern enthalten. Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Entwicklung der Gesellschaft wie folgt:
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr durch Gewinne aus der laufenden Geschäftstätigkeit um EUR 2,4 Mio. erhöht. Unter Berücksichtigung der realisierten Bilanzsummenminderung von EUR 0,8 Mio. ergibt sich damit ein Eigenkapitalanteil von 56% der Bilanzsumme (VJ 46%). Die Rückstellungen liegen bei 1,5 Mio. (VJ 1,5 Mio.). Die Verbindlichkeiten betragen in Summe EUR 10,4 Mio. Die Reduzierung zum Vorjahr um EUR 3,3 Mio. betrifft überwiegend die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Rechnungsabgrenzung resultiert aus passivierten Zuschüssen für Elektromobilität, die auf 24 Monate bzw. die Leasinglaufzeit der Fahrzeuge abgeschrieben werden. Cash-Flow und finanzielle Leistungsindikatoren
Der operative Cash-Flow liegt im Berichtsjahr mit EUR 7,0 Mio. um EUR 3,3 Mio. (+90%) über dem Vorjahreswert und damit bei 16,2% Gesamtleistung (VJ 6,7%). Das Nettoinvestitionsvolumen (nach Erlösen aus Anlagenabgängen ohne aktivierte Eigenleistungen) lag im Berichtsjahr mit EUR 1,5 Mio. rund 77% unter dem Vorjahresniveau von EUR 6,5 Mio. Den Investitionen des Berichtsjahres stehen Erträge aus Anlagenabgängen von EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 0,3 Mio.) entgegen, so dass der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr einen Saldo von EUR -1,4 Mio. (VJ -6,2 Mio.) aufweist. Im Jahr 2023 wurden Restauszahlungen von Finanzierungsdarlehen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (VJ EUR 4,0 Mio.) in Anspruch genommen. Die vertraglich vereinbarte Tilgungsleistung der Bestandsdarlehen (Kreditinstitute und Sonstige) betrug EUR 1,8 Mio. (VJ EUR 1,4 Mio.), es wurden darüber hinaus Sondertilgungen von EUR 0,8 Mio. geleistet. Die Zinsaufwendungen betrugen EUR 0,6 Mio. (VJ EUR 0,6 Mio.). Der Nettoabfluss aus der Finanzierungstätigkeit nach Gesellschafterfinanzierung, Zinsen sowie erhaltenen Zuschüssen lag bei EUR 3,1 Mio. (VJ EUR -2,1 Mio.) In Summe hat sich damit der kurzfristige Finanzbedarf des Berichtsjahres um EUR 2,5 Mio. (VJ EUR -0,4) reduziert. Unter Berücksichtigung der bestehenden Kontokorrentlinien (EUR 6,3 Mio., VJ EUR 6,3 Mio.) beläuft sich die freie Liquidität auf EUR 8,1 Mio. (VJ EUR 5,6 Mio.). Ausblick, Prognose, Chancen, RisikenAufgrund von Kostenreduzierungen, konnten im Berichtsjahr trotz erheblicher negativer Abweichungen der Betriebsleistung (-9%) ein zur Jahresplanung deutlich verbessertes Betriebsergebnis (+68%) realisiert werden. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren wurde mit einem Gesamtcashflow von EUR 2,5 Mio. eine positive Planabweichung von EUR 2,2 Mio. realisiert. Positiv wirkend ist neben der o.g. positiven Ergebnisabweichung die durch Verzögerungen im externen Genehmigungsprozess (PV-Anlagen) reduzierte Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wirkt aufgrund von Sondertilgungen im Bereich der variabel verzinsten Darlehen hingegen negativ. Die Gesellschaft plant für das Wirtschaftsjahr 2024 eine leichte Betriebsleistungssteigerung von 4%. Das Betriebsergebnis reduziert sich aufgrund gestiegener Personalkosten und deutlich erhöhten Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen, bei erwartend konstantem Waren- und Energieeinsatz voraussichtlich um 41%. Die Abnehmerindustrie ist vor dem Hintergrund einer Gesamtnachfragereduzierung einem wieder verstärkten Wettbewerbs- und damit Kostendruck durch Ostimporte ausgesetzt, welcher sich immer auch in den Preisverhandlungen im Bereich der Serienproduktion niederschlägt. Der zusätzlich erhöhte Bedarf an sozialem Wohnraum, u.a. für Geflüchtete, sowie die energetische Sanierung von Gebäuden gewinnt durch stark gestiegene Energiekosten mittelfristig immer mehr an Bedeutung, so dass nach wie vor von einer Stabilisierung der Gesamtnachfrage in Europa mittelfristig ausgegangen wird. Im ersten Quartal 2024 liegt der Bestelleingang rund 5% über dem erwarteten Wert. Neue Programme der Bundesregierung tragen mit der Förderung von sowohl energieeffizienten Neubauten als auch der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden hoffentlich in Zukunft weiter zu einem Nachfragezuwachs bei. Aufgrund der Innovationskraft und des Know-hows der GARGIULO GmbH und dem frühzeitigen Bau und weiteren Ausbau von Anlagen für erneuerbare Energie ist es uns bisher gelungen, den Marktdruck im Wesentlichen durch Effizienzsteigerung zu kompensieren. Bedingt durch den weiterhin bestehenden Rückgang im Bausektor ist der Preisdruck auf verbleibende Produzenten nach wie vor hoch. Soweit die Innovationskraft durch unser Personal und unsere strategische Ausrichtung erhalten bleibt, d.h. wir verstärkt in Energiesparmaßnahmen investieren und wir Prozesse mit Hilfe des neuen ERP-Systems durch weitere Standardisierung, Automatisierung und Digitalisierung effizienter gestalten können, bietet sich dadurch auch die Chance weiterhin am Marktwachstum erfolgreich teilzuhaben. Andernfalls ergeben sich hieraus Preis- und damit auch Rentabilitätsrisiken. Um dieses Geschäftsmodell der GARGIULO GmbH umzusetzen, müssen qualifizierte Personalkapazitäten und Produktionsanlagen auf technisch hohem Niveau vorgehalten und weiterentwickelt werden. Die Bestandssicherung gut ausgebildeter Fachkräfte wird daher in den nächsten Jahren zur zentralen Herausforderung des Personalmanagements, so dass Wachstums- und Entwicklungsprozesse künftig stark von diesen Parametern abhängig sein werden. Nicht zuletzt aufgrund der mittelständischen Prägung des Unternehmens in Verbindung mit anspruchsvollen Arbeitsplätzen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten ist die GARGIULO GmbH nach wie vor ein attraktiver Arbeitgeber in einem regional stark konkurrierenden und begrenzten Arbeitsmarkt. Wir sehen es als Chance an, weitere Fachkräfte, die durch die Corona-Pandemie ihren Arbeitsplatz leider verloren haben, oder durch Zuwanderung zu uns kommen nun für unser Unternehmen zu gewinnen. Um Effizienzsteigerungen und Neuentwicklungen realisieren zu können, muss die GARGIULO GmbH Produktionsanlagen und Werkzeuge auf technisch hohem Niveau vorhalten. Hinzu kommt, dass wir durch das Umsatzwachstum der vergangenen Jahre ein größeres Warenlager und mehr Produktionskapazitäten für unsere Kunden vorhalten müssen. Dies macht eine Erweiterung der Lager- und Produktionsfläche notwendig, welche wir sukzessive realisieren werden. Dies alles setzt eine entsprechende Finanzkraft voraus. Aufgrund der bestehenden Eigenkapitalsituation und Eigenfinanzierungskraft, insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren realisierten Wachstumsdynamik der Gesellschaft, können diese Investitionen trotz der guten Eigenkapitalsituation nicht vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden. Um die sich bietenden Geschäftschancen nutzen zu können, muss der Bereich der Produktionskosten, der wesentlich von den Entwicklungen der Rohstoff-, Personal- und Energiekosten beeinflusst wird, ständig überwacht werden um ggf. Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Gelingt uns dies nicht besteht das Risiko darin, trotz realisierter Effizienzsteigerungen in der Produktion die Ertragsziele nicht erreichen zu können. Als Risiko ist ebenfalls die Situation zu werten, dass Kunststoff immer noch ein schlechtes Image anhaftet, was durch die Berichterstattung der Medien noch weiter verstärkt wird. Mit einem ressourcenschonenden Produktionskreislauf möchten wir unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten und durch den Einsatz von recyclingfähigen Materialien, energieeffizienten Maschinen oder Photovoltaikanlagen zu einer besseren Wahrnehmung der Branche beitragen. Mit der letzten Maßnahme können wir neben der CO 2 -Einsparung, auch das Risiko minimieren, ausschließlich Strompreiserhöhungen externer Anbieter ausgesetzt zu sein. Eine Grundlage unseres Erfolgs, ist das Erkennen und der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken. Die neu ausgerichtete Organisation und Steuerung analysiert und überwacht die Unternehmensentwicklung, die Chancen und Risiken nach Geschäftsbereichen und damit auch die jeweiligen Reaktionsmöglichkeiten. Durch die laufende Auseinandersetzung mit den Anforderungen unserer Kunden einerseits, und dem technisch Machbaren andererseits, sind damit auch die Voraussetzungen für eine effektive Bewertung von Risikostrukturen gelegt. Die Gesamtrisikolage der GARGIULO GmbH für 2024 ist aus heutiger Sicht aufgrund der weiterhin bestehenden geopolitischen Krisen und der weiterhin stagnierenden wirtschaftlichen Entwicklung nur schwer einzuschätzen. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch davon aus, dass unser geplantes Betriebsergebnis erreicht wird. Für die Jahre 2025ff sind wesentliche Weichen gestellt und soweit die Herausforderung der Weiterentwicklung und Verbesserung erreicht wird, gilt das auch für die Folgejahre.
Nehren, im April 2024 GARGIULO GmbH L. Gargiulo F. Gargiulo BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft
Allgemeine Angaben Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden bei einem bestehenden Ausweiswahlrecht ausschließlich im Anhang aufgeführt. Soweit Positionen inhaltlich verändert wurden, gilt dies auch für die Darstellung der entsprechenden Vorjahreswerte. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Gliederung/Ausweis/Stetigkeit Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. §§ 266 Abs. 2 und 3, 275 Abs. 2 HGB. Änderungen im Ausweis wurden im Bereich der Betriebsvorrichtungen sowohl im laufenden Jahr als auch bei den Vorjahreswerten in Höhe von 581 TEUR (VJ 448 TEUR) vorgenommen. Der Anlagenbereich "Technische Anlagen und Maschinen" erhöhte sich, der Bereich "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" reduzierte sich entsprechend. Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Immaterielle, Sachanlagen und Finanzanlagen) sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten gem. § 255 HGB abzüglich linearer Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. In 2015 wurde erstmals das Wahlrecht §255 (Abs. 2a) HGB für einen Teil der entwickelten Verfahren angewendet und es wurden entsprechend latente Steuern mit 27,8% hierfür berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden im Bereich Entwicklung der laufenden Entwicklungsprojekte Aufwendungen in Höhe von TEUR 62 (VJ TEUR 57) getätigt. Verfahrensaktivierungen wurden diesbezüglich nicht vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB auf den "beizulegenden Wert" wurden nicht durchgeführt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,- und EUR 1.000,- wurde bis 2010 ein Sammelposten gebildet und linear über fünf Jahre bis 2014 abgeschrieben. Ab 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter im Intervall zwischen EUR 150,- und EUR 410,- im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Der Interwall wurde im Berichtsjahr 2018 auf EUR 250,- bzw. EUR 800,- angepasst. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten, Fertige- und Unfertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr 2020 wurde das bisher verwendete retrograde Bewertungsverfahren im Bereich der fertigen Erzeugnisse durch ERP-systembasierte Herstellkostenbewertungen ersetzt. Der Wertansatz für die unfertigen und fertigen Leistungen erfolgt gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Materialkosten, Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung, einschließlich der angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. In den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 und 3 HGB sind keine Zinsen für Fremdkapital des zur Herstellung verwendeten produktiven Anlagevermögens berücksichtigt. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag bewertet. Angaben / Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel zum 31.12.2023
Fristigkeit Forderungen/Ausleihungen und Forderungen gegenüber Gesellschaftern der GmbH
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände/rechtlicher Bestand In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen (Vorsteuer Folgejahr) in Höhe von insgesamt EUR 35.313,19 (VJ 47.458,78) enthalten. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von EUR 30.172,00 (VJ 25.699,84) beinhaltet kein Disagio. Eigenkapital
Der Bilanzgewinn von 3.155.671,38 setzt sich aus einem Jahresüberschuss von EUR 2.628.425,71 und einem Gewinnvortrag von EUR 527.245,67 zusammen. Der Bilanzgewinn wird gemäß der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung zu 100% in die Gewinnrücklagen eingestellt. Veränderung der Kapital- und Gewinnrücklagen Im laufenden Wirtschaftsjahr wurde entsprechend dem Gewinnverwendungsbeschluss 2022 den Gewinnrücklagen EUR 2.260.000,00 zugeführt. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf EUR 825.043,20 (VJ 507.646,40). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Rückstellungen sind keine Aufwandsrückstellungen gem. § 249 Abs. 2 HGB a.F. enthalten. Verbindlichkeiten/Verbindlichkeitsspiegel
In der Position Sonstige Verbindlichkeiten wird eine typisch stille Beteiligung der s Capital Tübingen GmbH in Höhe von EUR 250.000,00 mit Nachrangabrede, ausgewiesen. In der Position Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zwei stille Beteiligungen in Höhe von EUR 4.000,00 enthalten. Latente Steuern Latente Steuern wurden mit einem Volumen von EUR 400,00 (VJ 0,00) in der Position Passive latente Steuern und mit einem Volumen von EUR 0,00 (VJ 0,00) in der Position Aktive latente Steuern unter Anwendung eines Steuersatzes von 27,8% ausgewiesen. Sicherheiten Die Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 8.212.119,20 (VJ 8.046.909,73) gegenüber Kreditinstituten wurden mit - Grundschulden - Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungen - Sicherungsübereignungen von sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung - Globalzession (Abtretung der Forderungen A-Z) - Abtretung der Vorräte gesichert. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Sie resultieren ausschließlich aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden und entfielen auf:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige AngabenDie Anzahl der Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:
Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB n.F. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen zum Berichtszeitpunkt nicht vor. Honorar des Wirtschaftsprüfers Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar beträgt TEUR 14. Organe/Organbezüge sowie gewährte Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse Organmitglieder sind: - Vorstand/Geschäftsführung Fabio Gargiulo B. ENG. Kunststofftechnik Luisa Gargiulo Multilingual Management Assistant Die Geschäftsführer waren jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Angaben über Unternehmensbeteiligungen nach § 285 Nr. 11 HGB Fehlanzeige Unterzeichnung des Jahresabschlusses 2023
Nehren, im April 2024 L. Gargiulo F. Gargiulo BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GARGIULO GmbH, Nehren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GARGIULO GmbH, Nehren, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gargiulo GmbH, Nehren für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft, führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. April 2024 BLRP
Treuhand GmbH
Armin Lau, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.4.2024. |
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