Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 743067
Vorher
Krannich Holding GmbH
Eingetragen
19.11.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Übernahme und Verwaltung von Beteiligungen im eigenen Vermögen an Unternehmen aller Art im In- und Ausland, die Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung für solche Unternehmen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen für die gehaltenen Beteiligungen oder Dienstleistungen für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Eric Epple
seit 14.10.2025
Prokura
Kurt Krannich
seit 19.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kurt Krannich
Hofäckerstraße 19, 71263 Weil der Stadt
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Krannich Group GmbH

Weil der Stadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Der Krannich Unternehmensverbund und Geschäftstätigkeit

Die Krannich Group GmbH mit Sitz in Weil der Stadt bietet Dienstleistungen, wie Tätigkeiten aus den Bereichen Marketing, Controlling, IT, Personalwesen, Legal und Compliance, Tax sowie Buchhaltung für Unternehmen innerhalb der Krannich Gruppe an.

Die Unternehmensgruppe wurde 1995 gegründet und ist inzwischen eines der wenigen weltweit tätigen Systemhäuser im Photovoltaikdistributionsbereich. Der Unternehmensverbund ist derzeit mit über 40 selbständigen Niederlassungen auf allen Kontinenten vertreten. Alle dem Unternehmensverbund zuzurechnenden Unternehmen sind zu 100 % im Familienbesitz und erzielten im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von über EUR 3.400 Mio. (Vorjahr EUR 2.800 Mio.). Die Unternehmen werden alle als selbständige Einheiten geführt.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (EUR 4,2 Bio.) preisbereinigt um 0,3 % gesunken. Laut Statistischem Bundesamt dämpften die nach wie vor hohen Preise die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland standen einer weiteren Erholung der deutschen Wirtschaft entgegen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging vor allem wegen geringerer Produktion im Bereich der Energieversorgung insgesamt um 2,0 % zurück. Während positive Impulse aus dem Bereich der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau kamen, sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen der Chemie- und Metallindustrie. Im Baugewerbe machten sich vor allem die weiterhin hohen Baupreise, der Fachkräftemangel und die Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft. Vor allem der Bereich der Information und Kommunikation konnte preisbereinigt um 2,6 % zulegen.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt erneut um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab, was vor allem auf das starke Sinken der Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %) zurückzuführen ist.

Die gesamtwirtschaftliche Lage war in 2023 erneut durch den Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, die hohe Inflation und das hohe Zinsniveau geprägt. Die Energiepreise für private Verbraucher sind im Geschäftsjahr 2023 zwar wieder deutlich gefallen, bewegen sich aber im Vergleich zum Zeitraum vor dem russischen Überfall nach wie vor auf einem erheblich höheren Niveau. Strom kostete die Verbraucherinnen und Verbraucher im zweiten Halbjahr 2023 durchschnittlich 41,75 Cent je Kilowattstunde, was 27 % höher ist als zum Vergleichszeitraum des 2. Halbjahrs 2021 vor dem russischen Überfall. Das hohe Preisniveau hat nach wie vor positive Auswirkungen auf das Photovoltaiksegment, wird von den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch den Rückgang der Stromkosten aber als weniger dringend wahrgenommen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Exporte zurückgegangen, vor allem aber sind die Importe um 9,3 % gefallen, so dass der Exportüberschuss wieder angestiegen ist. Der Handel mit China ist im Vergleich zum Vorjahr zwar um 15 % auf EUR 254 Mrd. zurückgegangen, trotzdem wurde mit China erneut das größte Handelsdefizit (EUR 60 Mrd.) verbucht. Auf den folgenden Plätzen der wichtigsten Handelspartner folgen die USA (EUR 253 Mrd.), Niederlande (EUR 220 Mrd.), Frankreich (EUR 190 Mrd.) und Polen (EUR 173 Mrd.) mit denen alle ein Handelsüberschuss erzielt werden konnte.

In Europa (EU27) ist im Geschäftsjahr 2023 das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes mit rd. 0,5 % nur noch knapp positiv und seit 2022 (+5,4 %) und 2023 (+3,4 %) kontinuierlich gefallen.

Der US-Dollar notierte mit 1,11 USD/EUR zum Jahresende rund 4 % schwächer als am Vorjahresstichtag (1,07 USD/EUR) und steht aktuell bei 1,11 USD/EUR (Stand 29. August 2024) auf ähnlichem Niveau wie zum Jahresende. Der US-Dollar hat nur geringe Auswirkungen auf die Beschaffungspreise, da die überwiegende Menge der erworbenen Produkte in den jeweiligen Hauswährungen bezahlt und verhandelt wird.

Der Leitzins steht mit 3,75 % (Stand 12. Juli 2024) nach wie vor auf einem im Vergleich mit den letzten Jahren vergleichsweise hohen Niveau. Die Inflation bewegt sich langsam aber kontinuierlich auf das EZB-Ziel von 2,0 % zu, und befand sich im Juli 2023 nur noch bei 2,6 %, eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr.

1.3 Entwicklung der Photovoltaikbranche

In der EU ist der Photovoltaikmarkt zum dritten Mal in Folge um mehr als 40 % auf inzwischen 56 Gigawatt (GW) Zubau angewachsen, davon 14 GW allein in Deutschland. Weltweit wurden aber 398 GW zugebaut, ein Wachstum von 68 % gegenüber dem Vorjahr. Der Großteil des Zubaus entfällt erneut auf China mit 248 GW (Vorjahr: 106 GW) bzw. über 60 % des weltweiten Zubaus. China ist und bleibt der weltweit größte und am stärksten wachsende Photovoltaikmarkt mit inzwischen über 40 % der weltweit installierten Photovoltaikleistung.

Damit verliert die EU als zweitgrößter Markt mit einem Anteil von 14 % nicht nur Anteile beim Zubau (- 5 %) sondern fällt auch bei der installierten Leistung (17 %) weiter zurück. Die USA behauptet sich mit 7 % Anteil am Zubau und 11 % installierter Leistung als drittgrößter Markt, gefolgt von Indien und Japan.

Das weitere, wenn auch abgeschwächte Marktwachstum ist auf eine sich stabilisierende und grundsätzlich positive Einstellung zur Photovoltaik, günstige Stromgestehungskosten und die sich immer weiter durchsetzende umweltpolitische Überzeugung, die sich inzwischen auch im Finanzsektor durchsetzt hat, zurückzuführen. Nicht zuletzt ist seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine, dem dortigen schrecklichen Krieg und den richtigerweise folgenden, immer noch nicht ausreichenden Sanktionen, auch dem Letzten bewusst geworden, dass Photovoltaik nicht nur sinnvoll, günstig und einfach zu installieren ist, sondern dass es sich bei den erneuerbaren Energien auch um "Freiheitsenergie" (Bundesfinanzminister Christian Lindner) handelt.

Das zunehmende Interesse an Photovoltaik zeigt sich auch darin, dass Energiekonzerne in Europa ihr Geschäftsmodell zugunsten der erneuerbaren Energie anpassen und somit den Weg zur 100 % erneuerbaren Energie ebnen und es inzwischen, nicht zuletzt durch die derzeitige Regierung, auch breite Unterstützung der Politik gibt.

Nach den Boomjahren hat sich das Marktwachstum Mitte des Jahres 2023 allerdings stark abgeschwächt. Zum einen durch einen sich wieder normalisierenden geringeren Strompreis, zuletzt aber auch durch insgesamt mehr, aber kleinere Anlagengrößen, bedingt durch eine starke Installation im Bereich der Balkonsolarkraftwerke. Die derzeitige Schwächephase am Markt wurde aber auch durch marktbedingte Übertreubungen und damit extrem fallende Preise für Photovoltaikprodukte hervorgerufen. Zum einen haben viele Marktteilnehmer weiterhin ein Marktwachstum wie in der Vergangenheit erwartet und sich entsprechend mit Produkten eingedeckt, die jetzt zu stark reduzierten Preisen auf den Markt geworfen werden, zum anderen wurden Kapazitäten deutlich über dem Marktwachstum zugebaut, was ebenfalls zu einer Überversorgung und somit zu zusätzlich fallenden Preisen führt.

Trotz der erfreulichen Nachrichten eines vergleichsweise hohen Installationsvolumens in Deutschland, sind wir noch weit von einer klimaneutralen Energieversorgung entfernt. Auch die Bundesregierung agiert nach wie vor mit angezogener Handbremse und schafft trotz extremer Dringlichkeit die weiterhin komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen für private und institutionelle Investoren nur in Tippelschritten ab. Das Wachstum im Geschäftsjahr 2023 hat sich auf einem hohen Installationsniveau trotz bestehender einschränkender Regulierungen, Beschränkungen und Vorschriften stabilisiert, und könnte, sofern auch die politische Umsetzung besteht, aber noch weiter beschleunigt werden.

Als rohstoffarmes Land ist Deutschland laut AGEB (AG Energiebilanzen e.V.) zu fast 70 % von Importen zur Deckung seines Energiebedarfs abhängig. Die Abhängigkeit (Stand 2022) von Uran (100 %), Steinkohle (100 %), Mineralöl (98 %) und Erdgas (94 %) ist noch wesentlich höher und wird nur durch die mögliche vollständige Eigenversorgung mit der umweltzerstörenden und umweltschädlichen Braunkohle sowie den erneuerbaren Energien reduziert.

Auch wenn die Abhängigkeit von Russland bei Erdgas seit September 2022 auf null verringert wurde, da seither kein Pipelinegas aus Russland mehr nach Deutschland fließt, so bleibt die Importabhängigkeit bei Energie von wenigen, teilweise politisch auch sehr problematischen und unzuverlässigen Ländern bestehen. Diese Versorgungsrisiken und die Folgeschäden durch Transporte und nach wie vor hohe bestehende CO 2 -Emissionen für die Umwelt können längerfristig nur durch die Erneuerbaren Energien reduziert werden, die zudem ohne jedes Geopolitische- oder Transportrisiko und mit einer unendlichen Reichweite ausgestattet sind.

Der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung konnte trotz hoher Installationszahlen nur leicht auf 11,9 % gesteigert werden. Aufgrund des in Kraft getretenen Atomausstiegs durch Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke im Frühjahr 2023 hat sich der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern leicht gesteigert (auf ca. 77 %), dennoch erwarten wir einen stetigen Rückgang des Anteils der fossilen Energieträgern an der Stromerzeugung in den Folgejahren. Des Weiteren gab es jedoch nach zahlreichen Jahren des Energieexportüberschusses wieder einen Importüberschuss, so dass diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind.

Auf den Primärenergieverbrauch gerechnet ist der Anteil der Erneuerbaren Energien im Geschäftsjahr 2023 um 2,1 % auf 19,6 % angestiegen. Trotz des nur geringen Anstiegs von absolut 3,1 % bei den erneuerbaren Energien ist der Anstieg am Gesamtanteil am Primärenergieverbrauch vor allem auf einen erneuten starken Rückgang des Gesamtenergieverbrauchs von 8,1 % zurückzuführen, was laut AGEB aber weniger auf Stromeffizienz, als vielmehr auf die wirtschaftliche Leistung in Deutschland zurückzuführen sei. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, so die AGEB.

Einerseits ist es erfreulich, dass der Anteil der erneuerbaren Energien und auch die absolute Energieerzeugung kontinuierlich zunimmt. Andererseits zeigen diese Zahlen aber auch, dass noch über 80 % des Gesamtenergieverbrauchs und dies bei zu erwartendem zusätzlichen Energieverbrauchs bei steigender Wirtschaftsleistung, durch erneuerbare Energien ersetzt werden müssen und somit das Geschäftsfeld von Krannich Solar, sowohl in Deutschland wie auch International, weiterhin fast unbegrenzt ist. Und auch die politische Unterstützung, zumindest in Deutschland, ist vorhanden. So hat die Bundesregierung in Ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 den schnellen Ausbau einer möglichst unabhängigen Energieversorgung angekündigt, und auch im Jahreswirtschaftsbericht 2024 erwähnt sie, dass "der Ausbau der erneuerbaren Energien [...] entscheidend für die wirtschaftliche Prosperität und Wachstum im Einklang mit den Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen [ist] und [...] über die Dezentralisierung regionale Wertschöpfung [ermöglicht]" [Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024, Seite 61]. Es bleibt somit zu hoffen, dass endlich die Rahmenbedingungen auf allen Ebenen für einen noch stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen werden und diesen Aussagen auch aktiv Taten folgen.

Die wichtigsten Mitbewerber kommen nach wie vor aus anderen Branchen wie beispielsweise aus dem Elektrogroßhandel oder als Portfolioergänzung großer Unternehmensgruppen. Große, unabhängige und weltweit tätige, auf die Photovoltaikdistribution fokussierte Unternehmen wie die Krannich Solar scheinen die Ausnahme zu sein. Nach wie vor wählen aber auch viele Hersteller den direkten Distributionsweg und versuchen, so am Marktgeschehen teilzunehmen.

Krannich Solar ist trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in der Lage, durch langjährige, internationale Präsenz und anhaltende Expansion große Volumina am Markt einzukaufen, um auch in Deutschland profitabel arbeiten zu können. Kosten werden schnell und konsequent angepasst, wenn sich die Marktbedingungen negativ verändern. Gleichzeitig ist Krannich Solar auch in der Lage, schnell und flexibel auf sich ändernde Marktgegebenheiten zu reagieren und davon zu profitieren. So war es der Krannich Solar im Geschäftsjahr aufgrund des Ausbaus der Lagerflächen und der Optimierung der Logistikprozesse in den Vorjahren möglich, den Umsatz erneut erheblich zu steigern.

1.4 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurden aus den Dienstleistungen Umsatzerlöse von rd. TEUR 26.971 (Vorjahr: rd. TEUR 16.718) erzielt. Dies entspricht einem Anstieg von 61,3 % zum Vorjahr. Hauptgrund hierfür ist, unverändert zum Vorjahr, neben dem weiter stark zunehmenden Geschäftsvolumen innerhalb der Krannich Unternehmensgruppe, die weitere Expansion in neue Märkte sowie weitere Investitionen in das bestehende operative Geschäft, insbesondere im Digitalen Bereich. Die Investitionen der Krannich Group GmbH betreffen weiterhin überwiegend Investitionen in die weitere digitale Entwicklung der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe. Weiterhin wurden die Finanzierungstätigkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2023 betragsmäßig deutlich ausgeweitet.

Der Geschäftsverlauf der Krannich Group GmbH hängt unverändert von den Aktivitäten der Krannich Unternehmensgruppe ab.

Als Vergütung der erbrachten Leistungen wird neben den verrechenbaren Kosten ein angemessener Gewinnaufschlag berechnet, welche nach Anpassung an die Feststellungen der letzten steuerlichen Außenprüfung in der Regel 5 % (bis 2022: 2 %)beträgt. Somit liegt das Jahresergebnis der Krannich Group GmbH - vor währungsbedingten Effekten, Zinsen sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - durchschnittlich bei 5 % des Umsatzes.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegt somit innerhalb unserer Erwartungen.

1.5 Personal- und Sozialbereich

Ende des Geschäftsjahres 2023 waren bei der Krannich Group GmbH 202 aktive feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies ist im Vergleich zu Ende 2022 eine weitere Erhöhung um 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit 78 Personen im Bereich der Administration tätig, welche folgende Abteilungen umfasst: Controlling, Rechtswesen, Buchhaltung, IT-Support, Personal und Zentrale. Im Bereich Sales Support sind die Abteilungen International Business und Marketing mit insgesamt 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angesiedelt. Im Bereich der Digitalisierung sind die Abteilungen E-Commerce, Digital Development sowie Sage Development mit insgesamt 38 Personen vertreten. Der Bereich Supply Chain beinhaltet die Abteilung Einkauf in der 23 Personen tätig sind.

Die Anzahl der Auszubildenden war Ende Dezember 2022 bei 21 Personen (Vorjahr: 17 Pers.) und macht somit rd. 10 % der Gesamtbelegschaft aus.

Es finden regelmäßig Schulungen statt zu allen relevanten Themenbereichen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch gezielte und qualifizierte externe Trainings und Weiterbildungen gefördert. Es finden auch regelmäßig, in Absprache mit den betroffenen Personen, interne Umbesetzungen und Umstrukturierungen statt, um die jeweilige Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst effizient einsetzen und weiterentwickeln zu können. Ebenso unterstützen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der berufsbegleitenden Ausbildung oder einem berufsbegleitenden Studium.

2. Lage des Unternehmens

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen zum 31. Dezember 2023 hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 49.744 auf TEUR 81.161 um mehr als das eineinhalbfache erhöht.

Die Zunahme begründet sich innerhalb des Vermögens der Gesellschaft im Wesentlichen aus ansteigenden Finanzierungsmaßnahmen und lfd. Forderungen innerhalb der Unternehmensgruppe. So erhöhten sich die Ausleihungen zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 41.079. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen sind zum Bilanzstichtag um TEUR 2.051 aufgrund ausstehenden Umlageforderungen gestiegen. Refinanzierungsbedingt haben sich auch die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um TEUR 5.824 auf TEUR 6.098 erhöht.

Der Anstieg innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände und auch der Rechnungsabgrenzungsposten ist dem unveränderten Ausbau der IT-Infrastruktur und der notwendigen Lizenzierung der Arbeitsplätze innerhalb der Unternehmensgruppe geschuldet. Im Übrigen zeigt sich die absolute Veränderung innerhalb der einzelnen Positionen und Vermögensbereiche wenig verändert und innerhalb den stichtagsbedingten Schwankungsbreiten.

Die Gesellschaft finanziert sich unverändert in hohem Maße über das vorhandene Eigenkapital sowie den Unternehmensverbund. Die Eigenkapitalquote hat sich durch den erneut starken Anstieg der Bilanzsumme von 26,8 % auf 11,4 % vermindert, was aber wiederum nahezu ausschließlich durch die angestiegenen Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmensverbund begründet ist. Das vorhandene Eigenkapital nebst der Fremdfinanzierung über unsere Schwestergesellschaft gewährleistet damit unverändert eine entsprechend hohe Bestandsfestigkeit der Gesellschaft.

Das übrige Fremdkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr einerseits stark durch die Rückführung der kurzfristigen Krediten von Kreditinstituten vermindert. Demgegenüber stiegen geschäftsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 974 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit einer Schuldübernahmen (TEUR 2.910) für eine nahestehende Gesellschaftaften um TEUR 3.238 an.

Bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen nahmen auch die sonstigen Rückstellungen, insbesondere im Personalbereich, zu, während die Zunahme der Steuerrückstellungen sich mit den sich ergebenden Nachzahlungen aus dem gestiegenen Jahresergebnis begründet.

Insgesamt ist die Gesellschaft aufgrund ihrer Bestände an liquiden Mitteln und der vertraglich abgesicherten Refinanzierungsmöglichkeiten jederzeit zahlungsfähig und in der Lage, kurzfristige Liquiditätsschwankungen auszugleichen. Alle externen Leistungsbezüge werden fristgerecht bedient und, soweit möglich, Skontoabzug in Anspruch genommen.

2.2 Ertragslage

Die Ertragslage 2023 zeigt einen weiteren signifikanten Anstieg der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich dem Materialaufwand) um TEUR 9.355 (Vorjahr: plus TEUR 3.544) auf nunmehr TEUR 21.693. Dieser Anstieg begründet sich in dem weiteren Anstieg der Serviceleistungen, inkl. einer einmaligen Weiterbelastung aus der Übernahme von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.910, und auch der Abnehmer im Rahmen unseres Geschäftsmodells innerhalb unserer Unternehmensgruppe. Dem folgend zeigt sich auch im Geschäftsjahr ein weiterer kräftiger Personalaufbau. Dieser ließ den Personalaufwand, verbunden mit den allgemeinen Gehaltserhöhungen, um rd. TEUR 3.721 (Vorjahr: plus TEUR 2.699) ansteigen.

Investitionsbedingt nahmen die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens weiter kräftig zu.

Ebenso nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rd. TEUR 4.160 zu (Vorjahr: plus TEUR 395), was sich im Wesentlichen in der o.g. Belastung für eine unserer nahestehende Gesellschaft sowie erhöhten Raum- und allgemeinen Verwaltungskosten aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und wieder angestiegenen Währungsverlusten begründet.

Insgesamt ergab sich somit im Berichtsjahr ein EBIT von TEUR 1.288 (Vorjahr: TEUR 504).

Entgegen der Entwicklung im Vorjahr zeigt sich aufgrund der risikoadjustierten Anpassung der Zinsverrechnung im Unternehmensverbund insgesamt ein im Saldo positives Finanzergebnis.

Im Wesentlichen ergebnisbedingt erhöhte sich der Ertragssteueraufwand gegenüber dem Vorjahr und leitet über auf den im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss von TEUR 859.

3. Chancen und Risikobericht

Die Krannich Group GmbH selbst hat im Allgemeinen keine wesentlichen Chancen und Risiken. Sie ist im Wesentlichen als Dienstleistungsgesellschaft von der wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppengesellschaften abhängig und somit indirekt deren Chancen und Risiken ausgesetzt.

3.1 Risikomanagement

Die Überwachung der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts erfolgt durch ein zeitnahes Controlling- und Berichtssystem, das sicherstellt, dass die Unternehmensführung alle relevanten Informationen erlangt, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen können. Darüber hinaus sind in den Prozessabläufen der zentralen betrieblichen Funktionen Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen integriert, die wesentlichen Geschäftsrisiken vorbeugen.

Nachfolgend sind die wesentlichen Risikofelder beschrieben, die unsere Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Dies sind nicht die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als weniger signifikant erachten, könnten sich bei veränderter Sachlage gegebenenfalls nachteilig auf unser Unternehmen auswirken.

3.2 Compliance

Rechtliche Risiken der Krannich Group, aber auch der von uns betreuten Gruppengesellschaften betreffen im Wesentlichen Sachverhalte des Zoll- und Steuerrechts, des Arbeitsrechts, des Gewerbe- und Markenrechts, des Vertragsrechts, des Produkthaftungsrechts, des Datenschutzgesetzes, sowie Fälle von Änderungen relevanter bestehender Gesetze und deren Interpretationen. Die Verletzung einer bestehenden Vorschrift kann dabei durch Unkenntnis oder Fahrlässigkeit erfolgen. Zur Minimierung der meisten dieser Risiken involviert Krannich externe Dienstleister sowie Experten und schließt Versicherungen ab. Zudem hat die Krannich Group seit geraumer Zeit eine interne Rechts- und Steuerabteilung mit eigenen Rechts- und Steuerexperten, auf die sie zusammen mit externen Rechts-/Steuerexperten zurückgreift. Im Berichtsjahr ist Krannich dazu übergegangen, Compliance Risiken separat zu erfassen und zu bewerten. Rechtliche Auseinandersetzungen könnten selbst bei einer positiv beurteilten Rechtsposition von Krannich zu hohen Kosten und Imageschäden führen. Krannich Group sieht sich im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Klagen und Gerichtsverfahren konfrontiert. Wesentliche rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

3.3 IT-Risiken

Im IT-Bereich arbeiten wir mit Standardsoftware, welche wir auch für Planungs- und Überwachungszwecke der gesamten Unternehmensgruppe einsetzen.

Um den Risiken, die sich aus stets komplexer werdenden Geschäftsvorfällen sowie vor dem Hintergrund globaler Gesetzesänderungen notwendiger Anpassungen ergeben, zu begegnen, setzen wir auf eine jahrelange enge Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern in diesem Bereich.

Dem Risiko eines unberechtigten Zugriffs auf unsere IT-Systeme begegnen wir mit einem umfassenden Cyber-Security-Konzept, welches wir ebenfalls in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern laufend an die aktuellen Anforderungen anpassen. Des Weiteren findet in regelmäßigen Abständen verpflichtend Cyber-Security-Schulungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt um Bewusstsein zu schaffen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren.

3.4 Währungsrisiken

Aus der Finanzierungstätigkeit anderer Gesellschaften der Unternehmensgruppe in fremder Währung resultieren Währungsrisiken. Diesen Risiken begegnen wir, in dem Fremdwährungsbestände bei Kursverlusten, soweit möglich, an andere Gesellschaften innerhalb der Unternehmensgruppe weitergereicht werden und diese erst bei Erholung des Wechselkurses in die Landeswährung getauscht werden.

3.5 Personal

Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, eine attraktive Arbeitsumgebung mit Perspektiven zu schaffen, welche eine langfristige und vertrauensvolle Bindung zwischen Menschen und Unternehmen mit Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten ermöglicht. Um dies zu erreichen, haben wir verschiedene Einzelmaßnahmen implementiert, die wir fortlaufend weiterentwickeln.

In der hohen Qualifikation und dem zum Teil auch sehr marktspezifischen Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - kombiniert mit unserer Unternehmensphilosophie - sehen wir eine ganz entscheidende Chance, uns von unseren Mitbewerbern, aber auch von anderen Unternehmen, die um dieselben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkurrieren, abzuheben. Die Vergangenheit hat dieses Erfolgskonzept eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

3.6 Gesamtrisiko

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der Betrachtung aller Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.

4. Prognosebericht

Das Wachstum des Jahres 2023 war vor allem bedingt durch ein außergewöhnlich gutes erstes Halbjahr, während die Märkte bereits im zweiten Halbjahr stagniert sind und die Preise begannen, erheblich zu fallen. Die Verfügbarkeit bei allen Produktgruppen ist gegeben, die Preise sind allerdings nach wie vor unter Druck, so dass dem Management des Lagerbestandes eine erhebliche Bedeutung zukommt. Wir gehen davon aus, dass die Zurückhaltung unserer Kunden aufgrund nach wie vor hoher Lagerbestände noch bis mindestens Mitte des Jahres 2025 anhalten wird.

Im Beschaffungsbereich ist die Unternehmensgruppe nach wie vor weltweit aktiv, um uns entsprechende Produktklassen zu marktfähigen Preisen zu sichern. Hier arbeiten wir sehr eng mit unseren Stammlieferanten, aber auch mit neuen Lieferanten zusammen, um plötzliche Produktionsausfälle sowie die knappen Transportkapazitäten zu managen und bestmöglich abzufedern.

Die Unternehmensgruppe geht davon aus, auch in 2024 profitabel arbeiten zu können. Maßnahmen zur Kostenreduzierung wurden begonnen und werden intensiv fortgeführt. Somit beurteilen wir die Entwicklung der Krannich Group GmbH weiterhin als zuversichtlich.

Da in 2023 erheblich Personal aufgebaut wurde, welches mit Gewinnzuschlag an Gruppenunternehmen weiterbelastet wurde, rechnen wir insgesamt mit einer weiteren mäßigen Umsatzsteigerung und leicht höheren Gewinnen in 2024. Die bisherige Entwicklung in 2024 liegt ergebnismäßig etwas hinter unseren Erwartungen, wobei allerdings zu beachten ist, dass die in Rechnung gestellten Umlagen in einem ersten Schritt auf Planzahlen beruhen und im anschließenden Quartal nochmals mit den Ist-Zahlen abgeglichen werden. Vor dem Hintergrund des Abrechnungsprozesses gehen wir von einer Ergebnisaufholung im III. Quartal 2024 aus.

Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft und auch der Krannich Gruppe ergaben sich bislang nicht. Unverändert gehen wir davon aus, dass sich für die Krannich Group GmbH keine signifikanten wirtschaftlichen Beeinträchtigungen oder negative Entwicklungen ergeben.

 

Weil der Stadt, 20. September 2024

Krannich Group GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.160.109,51 2.552.487,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 746.108,00 766.832,00
III. Finanzanlagen 60.906.336,69 19.827.234,31
64.812.554,20 23.146.553,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 0,00 243.040,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.203.098,43 6.375.256,18
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.097.526,57 273.232,86
14.300.625,00 6.891.529,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.048.090,43 1.378.907,24
81.161.269,63 31.416.989,89

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.870.000,00 6.870.000,00
III. Gewinnvortrag 1.511.299,11 1.492.702,18
IV. Jahresüberschuss 859.003,84 18.596,93
9.265.302,95 8.406.299,11
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.722.900,00 1.374.990,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 11.606.595,61
2. übrige und sonstige Verbindlichkeiten 70.173.066,68 10.029.105,17
81.161.269,63 31.416.989,89
2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 21.693.227,67 12.338.495,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (10.836.905,75) (7.824.938,02)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2.151.891,13) (1.442.831,82)
- davon für Altersversorgung: EUR 27.513,77 (Vj.: EUR 20.104,80)
(12.988.796,88) (9.267.769,84)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (1.592.386,37) (903.387,44)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen (5.823.689,69) (1.663.707,37)
(20.404.872,94) (11.834.864,65)
1.288.354,73 503.630,41
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.957.134,99 237.484,15
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 570.094,41 109.384,85
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (2.294.881,94) (358.600,30)
232.347,46 (11.731,30)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (660.885,79) (472.668,18)
9. Ergebnis nach Steuern 859.816,40 19.230,93
10. sonstige Steuern (812,56) (634,00)
11. Jahresüberschuss 859.003,84 18.596,93

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Krannich Group GmbH hat ihren Sitz in Weil der Stadt und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Registernummer HRB 743067 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Satzung, unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke und Erläuterungen weitgehend im Anhang dargestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechen hinsichtlich Abschreibungsmethoden und Abschreibungsgrundsätzen den steuerlichen Vorschriften, soweit diese auch den handelsrechtlichen Grundsätzen entsprechen.

Finanzanlagen

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Darlehensforderungen gegen nahestehende Unternehmen, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihrem Nominalwert oder Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung ist zu den Ausgabebeträgen ausgewiesen, wie sie für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken.

VERBINDLICHKEITEN

sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird gem. § 256a Satz 2 HGB das Realisationsprinzip und das Höchstwertprinzip bei Anschaffungskosten nicht angewandt.

Angaben zu latenten Steuern

Latente Steuern werden nach Maßgabe des § 274 HGB ermittelt. Es wird von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, eine sich daraus insgesamt ergebende zukünftige Steuerentlastung in der Bilanz nicht zu aktivieren.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens, aufgeschlüsselt nach Anlagepositionen, ist aus dem beigefügten Anlagespiegel, der integraler Bestandteil dieses Anhangs ist, ersichtlich.

Sonstige Ausleihungen und Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

In den sonstigen Ausleihungen sind Darlehensforderungen gegen Schwestergesellschaften der Krannich Group GmbH bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 0 (iVj.: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Erläuterungen der antizipativen Aktiva

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 21 (iVj.: TEUR 4) enthalten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1b HGB wurden von der Gesellschaft neben dem üblichen Eigentumsvorbehalt nicht gewährt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

In den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 43 168
Sonstige betriebliche Aufwendungen 276 140

E. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 30.563 57.806

Nach unserer Einschätzung ist eine Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen auf Grund der positiven Bonität der Schuldner unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig 2024 (iVj.: 2023) 330 319
fällig 2025 - 2028 (iVj.: 2024 - 2027) 1.275 1.208
fällig nach 2028 (jährlich) (iVj.: 2027) 320 302
1.925 1.829

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entsprechen den Verpflichtungen zum Nominalwert.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 210 kaufmännische Arbeitnehmer (iVj.: 145 kaufmännische Arbeitnehmer) beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird von

 

Kurt Krannich, Dipl. Ingenieur, Weil der Stadt

ausgeübt.

Geschäftsführerbezüge

wurden im Berichtsjahr nicht gewährt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es ergaben sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 2.370.302,95 (Jahresüberschuss in Höhe von EUR 859.003,84 zuzüglich Gewinnvortrag in Höhe EUR 1.511.299,11) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weil der Stadt, den 20. September 2024

Krannich Group GmbH

Kurt Krannich, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. Oktober 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.295.596,01 1.652.894,82 0,00 0,00 5.948.490,83
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.933.353,43 526.390,06 -62.095,96 0,00 2.397.647,53
Finanzanlagen 19.827.234,31 44.256.791,52 -3.177.689,14 0,00 60.906.336,69
26.056.183,75 46.436.076,40 -3.239.785,10 0,00 69.252.475,05
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.743.109,01 1.045.272,31 0,00 2.788.381,32
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.521,43 547.114,06 -62.095,96 1.651.539,53
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.909.630,44 1.592.386,37 -62.095,96 4.439.920,85
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.160.109,51 2.552.487,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 746.108,00 766.832,00
Finanzanlagen 60.906.336,69 19.827.234,31
64.812.554,20 23.146.553,31

Bestätigungsvermerk

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss, wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Krannich Group GmbH, Weil der Stadt, mit einer Bilanzsumme von EUR 81.161.269,63 und einem Jahresüberschuss von EUR 859.003,84 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Krannich Group GmbH, Weil der Stadt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Krannich Group GmbH, Weil der Stadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Krannich Group GmbH, Weil der Stadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 20. September 2024

Rödl & Partner GmbH
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