Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 43262
Vorher
TKP Krächan Gesellschaft mit beschrankter Haftung
Eingetragen
14.5.1979
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Die Ausführung von Arbeiten im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, insbesondere von Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonarbeiten, ferner die Führung sämtlicher Geschäfte, die das Unternehmen zu fördern geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Joachim Puls
seit 6.2.2023
Geschäftsführer
Lars Reetz
seit 11.7.2022
Prokura
Claus Swienty
seit 11.7.2022
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Weitzel
seit 14.8.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
VINCI Construction GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TKP GmbH

Illingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

l. Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der französischen Vinci S.A., 1973, Boulevard de Défense, 92500 Nanterre / Frankreich.

Die Anteile an der TKP GmbH werden zu 100 % von der VINCI Construction GmbH gehalten. Das operative Geschäft der TKP GmbH fließt über die Muttergesellschaft VINCI Construction GmbH, Berlin, in den Konzernabschluss des französischen Baukonzerns VINCI S.A. ein, der sämtliche Verkehrswegebauaktivitäten weltweit in der VINCI Construction zusammenfasst. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer vertreten.

Gegenstand des Unternehmens ist die Ausführung von Arbeiten im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau, insbesondere von Beton, Stahlbeton- und Spannbetonarbeiten. Die Arbeitsschwerpunkte liegen im Neubau sowie in der Instandsetzung und Verstärkung von Ingenieurbauwerken wie Brücken und Stützwänden und in der Instandsetzung von Industrie- und Gewerbebauten, Regenrückhaltebecken und Wehranlagen.

Die TKP GmbH mit Sitz in Illingen erbringt Ihre Leistungen vorwiegend im Saarland.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß den Ausführungen des ifo Institutes tritt die deutsche Wirtschaft seit über zwei Jahren auf der Stelle. So dürfte im laufenden Jahr 2025 eine langsame Erholung einsetzen, aber an den Trend von vor der Corona-Pandemie wird das Wirtschaftswachstum auf absehbare Zeit nicht mehr anknüpfen können. Die sich überlagernden Wirkungen von Strukturwandel und konjunktureller Flaute zeigen sich insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe. Betroffen sind vor allem die Investitionsgüterhersteller und energieintensive Industriezweige. Ihre Wettbewerbsfähigkeit leidet unter den gestiegenen Energiekosten und der zunehmenden Konkurrenz durch hochwertige Industriegüter aus China, die deutsche Exporte auf den Weltmärkten verdrängen. Konjunkturell macht aber auch die schwächelnde globale Industrie und der damit verbundene Mangel an neuen Aufträgen zu schaffen.
Quelle: Pressemitteilung - 26. September 2024 des ifo Institut

Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gefallen. Die konjunkturelle Lage war insbesondere durch hohe Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen gedämpft.
Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 des Statistisches Bundesamtes

Nach Meinung des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung setzte in der deutschen Wirtschaft erst Mitte des Jahres 2024 eine Konjunkturerholung ein. Getragen wird die leichte Erholung vor allem vom wieder anziehenden Exportgeschäft infolge einer moderat expandierenden Wirtschaftsleistung in den Abnehmerländern und einem wieder wachsenden Welthandel.
Quelle: IWH Leibniz- Institut für Wirtschaftsforschung Halle; Pressemitteilung 17/2024

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 um ca. 0,2 % im Vorjahresvergleich gesunken. In der aktuellen Jahresprojektion rechnet die Bundesregierung für 2025 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 0,3 % und im Jahr 2026 um 1,1 %.
Quelle: Pressemitteilung 15.01.2025 - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte im Jahr 2023 rund. € 162,6 Mrd. Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,3 %, real verlor er rund 5 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr in Folge mit deutlichen realen Verlusten. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag im Jahr 2023 bei 7 %. Die Beschäftigtenzahlen in der Bauindustrie stagnierten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr.
Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe - Konjunkturprognose 2023
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. - https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/arbeitsmarkt/beschaeftigte

Auch für das Jahr 2024 verzeichnete das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 3,5 %. Die nominalen Umsätze erreichten nach Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie einen Wert von etwa € 159,8 Mrd. (minus 1,7 %). Im laufenden Jahr 2025 wird sich der reale Umsatzrückgang auf 1,4 % abschwächen.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie - Brancheninfo Bau v. 29.01.2025

III. Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 stand weiterhin unter dem Einfluss von schwierigen Rahmenbedingungen mit der auslaufenden Coronakrise und der fortschreitenden Ukrainekrise. Die Auftraggeberschaft im Saarland agierte weiterhin zurückhaltend bei Ausschreibungen von Neuprojekten, vor allem aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen der Rohstoff- und Beschaffungspreise.

Dennoch wurden über das Jahr verteilt Submissionen gewonnen, durch die der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr entsprechend ausgebaut werden konnte. Bis zur betrieblichen Winterpause herrschte in unserem Unternehmen Vollbeschäftigung.

Aufgrund der schwierigen Marktlage im Saarland hat sich der Aktivitätsradius der TKP GmbH auf überregionale Projekte in Südwestdeutschland erweitert. Weiterhin wurde die Zusammenarbeit im Unternehmensverbund der VINCI-Gruppe verstärkt und es konnten erfolgreich Projekte akquiriert werden.

Die TKP GmbH plante für 2023 nach der Konsolidierung im Vorjahr mit einer höheren Bauleistung und einem leichten Anstieg der handelsrechtlichen Gesamtleistung (bestehend aus den Umsatzerlösen sowie der Bestandsveränderung). Die Ergebnisprognose des EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) für das Geschäftsjahr 2023 war mit einem ausgeglichenen leicht positiven Niveau geplant, deutlich oberhalb des im Geschäftsjahr 2022 realisierten EBIT.

Die Gesamtleistung belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 10.564 nach T€ 10.344 im Vorjahr. Das EBIT belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 73 nach T€ 1.823 im Vorjahr. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 konnte damit erreicht werden.

IV. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die TKP GmbH realisierte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von T€ 11.223 (Vorjahr T€ 18.706). Der Rückgang war insbesondere bedingt durch die im Vorjahr erfolgten höheren Abrechnungen unfertiger Bauten, mit der größten Einzelmaßnahme Ortsumgehung Hochstetten mit einem Anteil von T€ 12.185. Die Gesamtleistung hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr nur leicht von T€ 10.344 auf T€ 10.564 erhöht. Aufgrund von Einmaleffekten des Vorjahres reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 440 auf T€ 63. Im Vorjahr waren insbesondere Erträge aus Schadenersatz in Höhe von T€ 247 realisiert worden.

Der Materialaufwand reduzierte sich von T€ 7.492 auf T€ 5.245. Die Materialaufwandsquote, d.h. der Materialaufwand im Verhältnis zur handelsrechtlichen Gesamtleistung der TKP GmbH hat sich damit von 72,4 % auf 49,6 % verringert. Bei einem vergleichbaren Personalbestand stieg der Personalaufwand leicht von T€ 3.758 auf T€ 3.878. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenso leicht von T€ 1.259 auf T€ 1.335 gestiegen und stellen sich insgesamt kostenstabil dar. Die Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 66 und betreffen insbesondere den Konzern-Cash-Pool.

Das EBIT belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 73 (nach einem Verlust vor Zinsen und Steuern in Höhe von T€ 1.823 im Vorjahr). Das positive EBIT ist insbesondere auf einen gestiegenen Rohertrag aus dem laufenden Projektgeschäft begründet. Nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 128 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 1.623).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich bei der TKP GmbH gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 von € 7,9 Mio auf € 6,3 Mio. verringert. Diese Reduzierung resultiert auf der Aktivseite insbesondere aus einem stichtagsbedingt geringeren Bestand an unfertigen Bauleistungen. Gegenläufig stiegen die Forderungen aus Lieferungen Leistungen von T€ 787 auf T€ 1.698 durch Projektabrechnungen zum Jahresende.

Das Anlagevermögen verzeichnet demgegenüber einen leichten Zuwachs. Die TKP GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt T€ 185 (Vorjahr T€ 42) in Sachanlagen investiert.

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen aufgrund der Projektabrechnungen verringert. Gleichwohl haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von T€ 2.407 auf T€ 2.206 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sowohl durch geringere Liefer- und Leistungsverpflichtungen sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus der steuerlichen Organschaft von T€ 807 auf T€ 341 gesunken.

Die Eigenkapitalquote stieg vor dem Hintergrund des Jahresüberschusses und der gesunkenen Bilanzsumme von 25 % auf 33,8 %.

Ebenso ergab sich ein Rückgang der Cashpool-Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft, die sich zum Bilanzstichtag auf T€ 2.196 (Vorjahr T€ 4.562) belaufen. Die TKP GmbH ist über ihre Muttergesellschaften, die VINCI Construction GmbH, Berlin, sowie deren 100 %igen Gesellschafter, die VINCI Deutschland GmbH, Berlin, in den Konzernverbund der VINCI S.A., Frankreich, einbezogen. Die Gesellschaft ist von der Verfügbarkeit der bereits in den Cashpool eingespeisten finanziellen Mittel abhängig. Die Geschäftsführung, die regelmäßig in Form von Besprechungen über die Situation der VINCI-Gruppe informiert wird, geht unter anderem auf Basis des letzten veröffentlichten Konzernabschlusses davon aus, dass die VINCI-Gruppe über die finanziellen Mittel verfügt, die die ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin sichern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Mittel auch zukünftig den deutschen Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Die Gesellschaft hat von ihrer Muttergesellschaft, der VINCI Construction GmbH, Berlin, mit Datum vom 14. März 2025 eine Erklärung zur finanziellen Ausstattung erhalten. Die Erklärung enthält eine Verpflichtung zur finanziellen Ausstattung bis zu einem Betrag von € 1,5 Mio. und ist bis zum 31. Dezember 2026 gültig.

Gesamtaussage zu der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Insgesamt konnten die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023, dass sowohl die Gesamtleistung als auch das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden kann, erreicht werden. Insgesamt wird die Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der TKP GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld weiterhin positiv beurteilt.

V. Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 waren bei der TKP GmbH 36 (Vorjahr 36) gewerbliche Arbeitnehmer, keine (Vorjahr 2) Auszubildende, sowie 20 (Vorjahr 19) Angestellte beschäftigt.

Um die Qualifikation unserer Mitarbeiter den gestiegenen Anforderungen anzupassen, haben wir interne und externe Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen durchgeführt.

VI. Risikomanagement

Das bestehende Überwachungssystem zur Früherkennung möglicher bestandsgefährdender Risiken wird anforderungsgerecht angewendet.

Der informationstechnologische Ausbau sowie die geplante Verknüpfung bereits vorhandener Überwachungs- und Kontrollinstrumente zu einem integrierten Risikomanagementsystem und die Aufnahme in das bestehende Berichtswesen der VINCI Construction GmbH sollen der TKP GmbH eine rechtzeitige Identifizierung von Frühwarnindikatoren ermöglichen. Die Dokumentation und Einbindung dieser in das Managementinformationssystem (InfoView) für die Geschäftsführung gewährleisten somit eine strategische und operative Steuerung von Risiken.

Den betrieblichen Risiken (Risiken der Auftragsauswahl und der Auftragsabwicklung) wird durch die Überprüfung der Auftragsauswahl im Rahmen der Akquisition begegnet. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle werden von unseren Regionalleitern, der Geschäftsführung bzw. gruppeninternen Gremien entsprechend den internen Anforderungen analysiert und genehmigt. Die Auftragsabwicklung wird durch das Baustellenpersonal vor Ort gesteuert. Hierzu bedienen sie sich unserer Controlling-Instrumente, wie z.B. der Arbeitskalkulation, der Nachtragskalkulation und der Mengen-, Stunden- und Kosten-Soll-Ist-Vergleiche. Wesentliche Abweichungen werden in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Regionalcontrollern sowie Regionalleitern besprochen und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Zur Identifikation und Abwehr von möglichen Risiken nutzen wir unsere Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Dabei unterstützen uns insbesondere die strategische Unternehmensplanung sowie das interne Berichtswesen. Unsere Regionalcontroller sowie die interne Revision der VINCI Construction Shared Services GmbH überprüfen regelmäßig die Angemessenheit sowie die Effektivität des Risikomanagementsystems sowie die Umsetzung gruppenweiter Vorschriften zur Sicherung der Ergebnissituation sowie der vorhandenen Liquidität der jeweiligen Niederlassung sowie der Gesellschaft im Ganzen.

Die Information des Aufsichtsrates der VINCI Construction GmbH über mögliche Geschäftsrisiken und hier insbesondere über Projektrisiken, Risiken bei der Auftragsauswahl sowie der Auftragsabwicklung erfolgt im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats.

VII. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Das Geschäft der TKP GmbH und somit der Fortbestand der Gesellschaft unterliegt ständig wechselnden Anforderungen und Möglichkeiten.

Die nachfolgend dargestellten Chancen und Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger positiver bzw. negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsleitung sieht in dem desolaten Zustand der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland gute Chancen, in den kommenden Jahren weiterhin eine gute Auftragsentwicklung vorzufinden und das Umsatzniveau zu halten und gegebenenfalls auszubauen.

Die Geschäftsführung sieht große Chancen in der Unternehmensgruppe. Die Kooperation mit anderen Unternehmen der Gruppe bietet durch den damit verbundenen Knowhow-Transfer die Möglichkeit einer gezielten und erfolgreichen Marktbearbeitung sowohl in bekannten als auch in unbekannten Regionen, in denen die TKP GmbH bisher nicht tätig ist.

Risiken der künftigen Entwicklung

Gefahren bestehen hauptsächlich dann, wenn die für nachfolgende Geschäftsjahre prognostizierte Leistung der Bauvorhaben durch unvorhersehbare Ereignisse oder durch die multiplen weltwirtschaftlichen Krisen beeinträchtigt werden. Daraus könnten sich negative Konsequenzen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Risiken in der wirtschaftlichen Entwicklung bestehen aus Sicht der Geschäftsführung in der Preisentwicklung der Beschaffungskosten (insbesondere Subunternehmen- bzw. Material-, Energie- und Dieselkosten), weil mögliche Preiserhöhungen nur zeitversetzt und somit erst verzögert am Markt weitergegeben werden können. Das können sich negative Effekte auf die Ertragslage ergeben.

Zusätzlich ist zu befürchten, dass sich die Nachfrage der Kommunen und Gemeinden durch die negative Entwicklung in der Haushaltssituation weiterhin rückläufig entwickeln könnte. Zum Teil fordern kommunale Haushalte vom Bund Zuschüsse, mit denen insbesondere Investitionen für den notwendigen Erhalt und Ausbau von Straßen finanziert werden sollen. Daraus können ebenso negative Effekte auf den Auftragsbestand der Gesellschaft ergeben.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen können negative Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft haben. Diese erkennen wir aber frühzeitig im Rahmen unseres Liquiditätsplanungssystems. Aufgrund des mit der Vinci Construction GmbH geschlossenen Cash-Pool-Vertrags können wir jederzeit auf liquide Mittel zurückgreifen. Es besteht aufgrund der Einbindung in den Konzernverbund eine hohe Abhängigkeit bezüglich Finanzierung und Zentralfunktionen, die sowohl Chance als auch Risiko darstellt. Zur Sicherung der Forderungen gegen private Auftraggeber bedienen wir uns der Instrumente der Bürgschaften und Garantien sowie einer Warenkreditversicherung. Vor dem Hintergrund der zukünftig erwarteten Verluste hat die Gesellschaft zur Vermeidung einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit von ihrer Muttergesellschaft, der VINCI Construction GmbH, Berlin, mit Datum vom 14. März 2025 eine Erklärung zur finanziellen Ausstattung erhalten. Die Erklärung enthält eine Verpflichtung zur finanziellen Ausstattung bis zu einem Betrag von € 1,5 Mio. und ist bis zum 31. Dezember 2026 gültig.

Es ergeben sich Risiken aus möglichen Rechts- oder Gesetzesverletzungen insbesondere auch im Umweltschutz, die im Falle einer Nichteinhaltung die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen könnten. Diese werden durch Compliance-Programme, rechtliche Schulungsmaßnahmen und ein zentrales Vertragsmanagement begrenzt.

Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. Obwohl diese Risiken durch eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen wie Mitarbeiterschulungen, umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Systeme sowie die Aufrechterhaltung von Sicherungs- und Schutzmaßnahmen gemindert werden, bleiben die Mitarbeiter, Systeme, Netzwerke, Produkte, Einrichtungen und Dienstleistungen potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher Informationen sowie Systeme und Netzwerke, zur Manipulation und Zerstörung von Daten, zu fehlerhaften Produkten, Produktionsausfällen und Betriebsunterbrechungen führen. Dieses würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken. Um sich der Herausforderung der zunehmenden Digitalisierung zu stellen, hat die EUROVIA-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neues ERP-System implementiert.

Gegenwärtig sind über die oben genannten und unter anderem durch Rückstellungen abgesicherten Risiken hinaus keine Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Aus den aufgeführten Risiken ist für die TKP GmbH im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung in der Risikolandschaft eingetreten. Es sind keine Risiken identifiziert worden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir sind der festen Überzeugung, dass auch zukünftig die bestehenden Risiken bzw. ggf. neue Risiken keine existentielle Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

Vlll. Prognosebericht

Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland hielt auch im Geschäftsjahr 2024 weiterhin an. So ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 % im Vorjahresvergleich gesunken. In der aktuellen Jahresprojektion rechnet die Bundesregierung für 2025 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 0,3 % und in 2026 um 1,1 %.
Quelle: Pressemitteilung 15.01.2025 - Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Auch für das Jahr 2024 verzeichnete das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 3,5 %. Die nominalen Umsätze erreichten nach Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie einen Wert von etwa € 159,8 Mrd. (minus 1,7 %). Für das Jahr 2025 wird ebenso ein realer Umsatzrückgäng erwartet.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie - Brancheninfo Bau v. 29.01.2025

Die aktuelle Situation der Infrastruktur mit einem hohen Substanzverlust in Deutschland erfordert trotz ausgeweiteter Instandhaltungsvolumen einen hohen Investitionsbedarf in den deutschen Straßenbau und die Schieneninfrastruktur.

Bei der derzeitigen politischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zukünftig steigen werden oder auf dem Niveau bleiben, wenngleich die Umsetzungen der Maßnahmen sowie ein daraus resultierendes erhöhtes Investitionsvolumen weiter ungewiss sind. Insbesondere ist fraglich, in welcher Form die weiterhin haushaltsschwachen Kommunen Investitionszuschüsse erhalten und innerhalb welchen Zeitraums die beschlossenen Maßnahmen ausschreibungswirksam werden.

Maßgeblich für den Straßenbau wird sein, dass die Nachfrage nach Verkehrsinfrastrukturprojekten durch öffentliche Auftraggeber weiter ansteigt, damit zumindest der Erhalt der deutschen Infrastruktur nicht gefährdet wird. Die Deutsche Bahn setzt verstärkt bei der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LuFV III) auf sogenannte Korridor-Projekte. Dabei handelt es sich um Großprojekte, bei denen in kürzester Zeit alle auf dem Streckenabschnitt befindlichen Bauleistungen umgesetzt werden müssen. Kleinere bis mittlere Bauprojekte sind mit LuFV II abgearbeitet. Es gilt nun auch für unsere Gesellschaft, sich dieser Herausforderung zu stellen. Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmenseinheiten des Gesellschafters der VINCI Construction GmbH sollten die Möglichkeit bieten, diese Art von Projekten zu bearbeiten und Aufträge zu generieren.

Die aktuelle Auftragslage bietet die Chance, den Markt weiter zu selektieren und Aufträge zu generieren. Ziel ist dabei eine Verbesserung des Unternehmensergebnisses und der Liquidität.

Mit Unterstützung durch die EUROVIA-Akademie sind für die Folgejahre wieder umfangreichere Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen geplant. Nach Umstellung auf ein digitales Schulungsportal sollen, basierend auf den Ergebnissen der durchgeführten Mitarbeitergespräche, die Schulungsinhalte auch weiterhin als Präsenz- oder als Distanzveranstaltung vermittelt werden. Hierbei handelt es sich zum einen um Instrumente für eine effizientere Baustellenvorbereitung, Projektabwicklung und Controlling, sowie zum anderen um Instrumente zur Sicherung der Unternehmenswerte.

Zusätzlich steht die Gesundheit aller unserer Mitarbeiter im Vordergrund. Daher misst die Geschäftsführung der weiteren Senkung der Unfallhäufigkeit sowie des Schweregrads der Unfälle, die schon weit unter dem Branchendurchschnitt liegen, eine herausragende Bedeutung bei.

Insgesamt ist für das laufende Geschäftsjahr 2024 eine handelsrechtliche Gesamtleistung von T€ 10.500 realisiert worden (vor Jahresabschlussprüfung). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem negativen Ergebnis in Höhe von T€ 1.100 erwartet (vor Jahresabschlussprüfung).

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft eine handelsrechtliche Gesamtleistung von T€ 9.500 und ein negatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen von rund T€ 700.

Wir rechnen im Jahr 2025 insgesamt mit einer Auftragsakquise leicht über Vorjahresniveau.

 

Illingen, den 24. April 2025

Markus Kiefer
Geschäftsführer

Joachim Puls
Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 267.935,30 148.982,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.424,17 215.363,00
  454.359,47 364.345,00
  454.359,47 364.345,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 111.440,03 98.957,37
2. Unfertige Bauleistungen 11.899.156,67 12.558.309,52
3. Erhaltene Anzahlungen -11.045.915,92 -11.288.722,07
  964.680,78 1.368.544,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.698.401,65 786.857,96
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 17.845,68 17.845,68
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 68.523,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 2.195.619,79 4.561.521,79
5. Sonstige Vermögensgegenstände 844.763,39 661.469,37
  4.756.630,51 6.096.217,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 79.318,72 107.478,90
  5.800.630,01 7.572.241,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.174,03
  6.254.989,48 7.938.760,55

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnrücklagen 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag 1.525.007,35 3.147.689,55
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 127.794,44 -1.622.682,20
2.112.801,79 1.985.007,35
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 8.586,35 8.586,35
2. Sonstige Rückstellungen 758.105,36 683.429,13
  766.691,71 692.015,48
C. Verbindlichkeiten  
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 403.284,03 1.655.752,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.206.122,21 2.406.524,51
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 340.469,90 806.825,62
4. Sonstige Verbindlichkeiten 425.619,84 392.634,98
davon aus Steuern: T€ 38 (Vorjahr: T€ 31)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
T€ 194 (Vorjahr: T€ 190)
3.375.495,98 5.261.737,72
  6.254.989,48 7.938.760,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 11.223.494,20 18.706.012,64
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Bauleistungen -659.152,85 -8.361.931,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 63.323,55 440.146,50
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.127.943,08 2.361.584,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.117.003,63 5.130.127,00
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.806.418,86 2.725.121,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.072.516,40 1.033.023,70
davon für Altersversorgung: T€ 0 (Vorjahr: T€ 0)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
95.518,03 98.072,49
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.335.446,94 1.258.840,01
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.840,00 7.389,90
davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 66 (Vorjahr: T€ 0)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 200.671,08
10. Ergebnis nach Steuern 138.657,96 -1.614.479,58
11. Sonstige Steuern 10.863,52 8.202,62
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 127.794,44 -1.622.682,20

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist unter der Firma TKP GmbH beim Amtsgericht Saarbrücken mit der Handelsregisternummer HRB 43262 eingetragen.

Die TKP GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag waren nicht zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Wie in der Bauwirtschaft üblich, sind bei den Vorräten die erhaltenen Anzahlungen offen von den unfertigen Bauleistungen abgesetzt sowie die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften gesondert ausgewiesen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-kosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Bewegliche Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Bei den Sachanlagen werden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, soweit am Bilanzstichtag der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert liegt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von jeweils bis zu € 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag.

Unfertige Bauleistungen werden zu Herstellungskosten oder niedrigeren anteiligen Leistungswerten am Bilanzstichtag bewertet; für Verluste aus der Auftragsabwicklung ist erforderlichenfalls eine weitere Abwertung vorgenommen worden. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene notwendige Baustellengemeinkosten sowie Teile der allgemeinen Verwaltungskosten einschließlich anteiliger Abschreibungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind nicht in den Herstellkosten enthalten. Bei den Lohn- und Gerätekosten sowie Gemeinkosten handelt es sich um Standardkosten, im Übrigen um Ist-Kosten.

Im Rahmen der verlustfreien Bewertung sind auch die Verluste, die sich aus der Fortführung der zum Bilanzstichtag noch nicht fertig gestellten Baumaßnahmen voraussichtlich ergeben werden, aktivisch abgesetzt, soweit diese über bereits entstandene Bauaufwendungen abgedeckt sind.

Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden je Einzelauftrag bis zur Höhe der Mittelbindung von den unfertigen Bauleistungen offen abgesetzt; darüberhinausgehende Anzahlungen sind unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen und s onstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Gesellschaft verzichtet auf die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da nach ihrer Auffassung die zum Bilanzstichtag vorgenommenen Einzelwertberichtigungen den Ausfallrisiken im Forderungsbereich in angemessener Höhe Rechnung tragen.

Unter den angesetzten liquiden Mitteln sind Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten zum Nennwert ausgewiesen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Diese werden zum Nennbetrag bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungs-abgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs wird unter Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das g ezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrags auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden gegebenenfalls Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Abzinsung längerfristiger Rückstellungen erfolgte mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben worden sind.

Für mögliche Inanspruchnahmen der Gesellschaft aus den gegenüber ihren Kunden übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen hat die Gesellschaft eine pauschale Rückstellung von 0,3 % des garantiebehafteten Leistung der vergangenen zwei Jahre gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind Vorauszahlungen für von uns noch zu erbringende Leistungen passiviert. Daneben werden hier erhaltene Anzahlungen ausgewiesen, soweit sie im Einzelfall die aktivierten Herstellungskosten der nicht abgerechneten Bauleistungen übersteigen.

Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht.

Umsatzerlöse und Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften werden zum Zeitpunkt der (Teil-) Abnahme / Verkehrsfreigabe des jeweiligen Bauvorhabens vereinnahmt. Drohende Verluste aus nicht abgerechneten Arbeitsgemeinschaften werden durch Wertberichtigungen auf Forderungen, Verbindlichkeiten oder Rückstellungen berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz der TKP GmbH ausgewiesenen Anlageposten und ihre Veränderung im Geschäftsjahr 2023 sind diesem Anhang in der beigefügten "Entwicklung des Anlagevermögens" (Anlagenspiegel) dargestellt.

(2) Vorräte

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen setzt sich aus Roh- und Baustoffen (T€ 111; Vorjahr T€ 99) zusammen.

Die erhaltenen Anzahlungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.698; Vorjahr T€ 787) handelt es sich um Ansprüche aus teilschluss- und schlussgerechneten Projekten.

Die Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften (T€18; Vorjahr T€ 18), gegebenenfalls abzüglich drohender Verlustübernahmen, setzen sich wie im Vorjahr zusammen aus erbrachten Gesellschafterleistungen, entstandenen Gewinnansprüchen und aus laufender Verrechnung mit Gemeinschaftsbaustellen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 0; Vorjahr T€ 69) betreffen im Vorjahr vollumfänglich Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 2.196 (Vorjahr T€ 4.562) betreffen vollumfänglich Forderungen aus dem Cashpooling.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 845; Vorjahr T€ 661), enthalten Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit, Forderungen an die Finanzverwaltung sowie Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital (gezeichnetes Kapital) der TKP GmbH beträgt unverändert T€ 260 und wird zu 100,0 % von der VINCI Construction GmbH, Berlin, gehalten.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
Personalbezogene Verpflichtungen 387 566
Gewährleistungen 63 76
Prozesskosten 27 16
Sonstige 281 25
758 683

Bei der Rückstellung für Gewährleistungen handelt es sich um eine pauschal ermittelte Gewährleistungsrückstellung. Die Ermittlung der pauschalen Abgrenzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert; aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre wird als Basis ein Ansatz von 0,3 % der von der Gesellschaft erbrachten Leistung der letzten beiden Jahre zugrunde gelegt.

(6) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 340; Vorjahr T€ 807) betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (T€ 68; Vorjahr T€ 255) sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der VINCI Deutschland GmbH (T€ 272; Vorjahr T€ 552).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben Steuerschulden (T€ 38; Vorjahr T€ 31) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 194; Vorjahr T€ 190), Verpflichtungen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie andere kurzfristig fällige Beträge.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt unbesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(7) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Als Gesellschafter von Arbeitsgemeinschaften haften wir gesamtschuldnerisch. Aus diesen Haftungsverhältnissen werden wir aufgrund des uns gewährten Einblicks in die wirtschaftliche Situation der Arbeitsgemeinschaften mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
Verpflichtungen aus Leasing, Miet- und Pachtverträgen
Restlaufzeit unter einem Jahr 246 232
Restlaufzeit über einem Jahr 331 611
davon über fünf Jahre 0 0
497 843

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietverträge. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zum Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

Teile des Managements und der Verwaltung sind aus Effizienzgründen auf den Gesellschafter und auf verbundene Unternehmen ausgelagert. Dafür besteht die Verpflichtung 2,3 % der Jahresleistung nach IFRS an die VINCI Construction GmbH und 1,3 % der Jahresleistung an die VINCI Construction Shared Services GmbH zu leisten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Aufwand hieraus auf T€ 498.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erbracht und gliedern sich wie folgt:

2023 Vorjahr
T€ T€
Abgerechnete Bauaufträge 11.212 18.674
Umsatzerlöse aus Arbeitsgemeinschaften 3 0
Erlöse aus Lieferungen 8 32
11.223 18.706

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge des Vorjahres beliefen sich auf T€ 273 und betrafen im wesentlichen Erträge aus Schadensersatzleistungen.

(10) Materialaufwand

Im Materialaufwand sind die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten. Unter den bezogenen Leistungen werden insbesondere Gerätemieten und Nachunternehmer- sowie Hilfsleistungen ausgewiesen.

(11) Personalaufwand/ Mitarbeiter

Der jahresdurchschnittliche Personalbestand gliedert sich wie folgt:

2023 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 36 37
Angestellte 19 18
55 55
Auszubildende 1 2
56 57

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Dienstleistungen der VINCI Construction Shared Services GmbH (T€ 363; Vorjahr T€ 322), Aufwendungen für Mieten, Pachten und Nutzungsentgelte (T€ 243; Vorjahr T€ 172), Aufwendungen für sonstige Gemeinkosten (T€ 352; Vorjahr T€ 330) sowie Aufwendungen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (T€ 0; Vorjahr T€ 2). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen.

(13) Zinserträge

Die Zinserträge resultieren mit T€ 66 (Vorjahr T€ 7) aus verbundenen Unternehmen.

(14) Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten die Kraftfahrzeugsteuer und eine Lohnsteuernachzahlung.

Nachtragsbericht

Im Berichtsjahr 2024 wurden Abwertungen auf laufende Projektaufträge in Höhe von T€ 881 vorgenommen. Insgesamt ist für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein negatives Ergebnis in Höhe von T€ 1.100 realisiert worden (vor Jahresabschlussprüfung).

Aufgrund der prognostizierten Verluste hat die Muttergesellschaft, die VINCI Construction GmbH, Berlin, mit Datum vom 14. März 2025 eine Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten, die betraglich auf € 1,5 Mio begrenzt und zeitlich bis zum 31. Dezember 2026 befristet ist.

Eingetretene globale Krisen in Europa und dem Nahen Osten haben das gesamtwirtschaftliche Umfeld verändert, auf das wir angemessen reagiert haben. Die unkalkulierbaren Entwicklungen im Energiesektor erlauben keine längerfristigen Prognosen für die Zukunft. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht absehbar, inwieweit die weitere Entwicklung einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben wird. Jedoch besteht das Risiko, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten unserer Gesellschaft kurzfristig oder auch mittelfristig beeinträchtigt werden können.

Gegenwärtig sind über die oben genannten und die durch Rückstellungen abgesicherten Risiken hinaus keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2023 ausgeübt durch die Herren

Markus Kiefer, Operativer Geschäftsführer der TKP GmbH

Joachim Puls, Geschäftsführer der VIA Structure GmbH, (ab 1. Januar 2023)

Es wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von T€ 128 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der TKP GmbH einbezogen wird, ist die VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich. Der nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellte Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister (VINCI Deutschland GmbH, HRB 2995, Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein) veröffentlicht.

Der Ort der Offenlegung ist:

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre
4, rue Pablo Neruda
92020 Nanterre Cedex - Frankreich
RCS B 552 037 806 Nanterre

 

Illingen-Uchtelfangen, den 24. April 2025

TKP GmbH

Die Geschäftsführung

Markus Kiefer

Joachim Puls

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 20.932,89 0,00 0,00 20.932,89
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 972.295,23 185.711,50 109.132,27 1.048.874,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.038,63 0,00 54.411,53 367.627,10
  1.394.333,86 185.711,50 163.543,80 1.416.501,56
  1.415.266,75 185.711,50 163.543,80 1.437.434,45
  kumulierte Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 20.932,89 0,00 0,00 20.932,89
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 823.313,23 66.579,20 108.953,27 780.939,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 206.675,63 28.938,83 54.411,53 181.202,93
  1.029.988,86 95.518,03 163.364,80 962.142,09
  1.050.921,75 95.518,03 163.364,80 983.074,98
  Nettobuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 267.935,30 148.982,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.424,17 215.363,00
  454.359,47 364.345,00
  454.359,47 364.345,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TKP GmbH, Illingen

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der TKP GmbH, Illingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TKP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 24. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dennis Heering, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. April 2025 festgestellt.

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