Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 21485
Vorher
Nordmann Beteiligungs GmbH
Eingetragen
18.12.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenUnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Halten von Beteiligungen, Erwerb, Verwaltung und Vermietung / Verpachtung von Vermögensgegenständen jeder Art sowie Beratung und sonstige Unterstützungsleistungen von Unternehmen und deren Mitarbeiter in allen betriebswirtschaftlichen Bereichen einschließlich der Strategie- und Unternehmensentwicklung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Nordmann
seit 9.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BevComp GmbHEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Nordmann Unternehmensgruppe GmbH
Germany
50.00%
Oliver Nordmann
Altefähr
25.10%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nordmann Beteiligungs GmbH

Stralsund

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht

A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Nordmann-Gruppe ist ein führender Anbieter in der norddeutschen Getränkebranche, wobei der Schwerpunkt auf der Belieferung von sogenannten HORECA (Hotel/ Gastronomie/ Catering) Kunden sowie der Eventbranche liegt. Die Nordmann-Gruppe ist im norddeutschen Raum mit eigenen Marken, Gastronomiebetrieben bzw. Getränkefachgroßhandlungen vertreten und wird durch die Geschäftsführer der Nordmann Unternehmensgruppe GmbH gesteuert.

Neben Getränkefachgroßhandlungen an den Standorten Hamburg, Stralsund und Wildeshausen gehören die Ratsherrn Brauerei, drei Gastronomiebetriebe (Berlin, Hamburg und Stralsund) sowie eine Getränkeabholmarktgesellschaft zu den wesentlichen Unternehmen der Nordmann-Gruppe. Die Getränkefachgroßhandlungen beliefern im Wesentlichen HORECA- und Event-Kunden in den Regionen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Die Produkte der Ratsherrn Brauerei sind vor allem in ihrem Heimatmarkt Hamburg insbesondere in der Gastronomie zu finden. Die drei gastronomischen Betriebe mit ihrem Brauhauscharakter zählen mit zu den Großen in ihren Regionen.

Zur Steuerung der vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Nordmann-Gruppe gibt es ein Management-Informationssystem, das die Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzierung aller Unternehmensbereiche im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan im Detail darstellt. Auf Abweichungen wird zügig mit Gegenmaßnahmen reagiert. Darüber hinaus wird einmal jährlich eine detaillierte operative Unternehmensplanung erstellt und rollierend im Rahmen von Forecasts aktualisiert. Im Zusammenhang mit dieser operativen Unternehmensplanung werden mit allen Führungskräften der Unternehmensgruppe Ziele und Maßnahmen vereinbart und diese aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus erstellt die Treasury Abteilung der Gruppe kurz-, mittel- und langfristige Liquiditätspläne, welche täglich aktualisiert werden. Wesentliche Veränderungen bei den Leistungsindikatoren gibt es nicht. Im Rahmen einer rollierenden Mehrjahresplanung werden die Strategie der Unternehmensgruppe verabschiedet, die Schwerpunkte der weiteren Marktentwicklung, die wesentlichen Investitionen sowie die Risikostrategie festgelegt.

Zur Beurteilung der geschäftlichen Entwicklung verwendet die Nordmann-Gruppe als wichtigste finanziellen Leistungsindikatoren das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) und vor Zinsen und Steuern (EBIT). Darüber hinaus steuert der Konzern unverändert zum Vorjahr nach den Indikatoren Umsatzerlöse und Free Cashflow.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft und dabei insbesondere das Gastgewerbe sowie der klassische Einzelhandel, haben sich nach den Jahren 2020 bis 2022, welche zum Teil stark durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst waren, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland (nach einem Ende der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen zum Ende des 1. Quartals 2022) im Geschäftsjahr 2023 zum Teil erholen können. Bei der Entwicklung des BIP in 2023 standen sich jedoch zwei gegenläufige Effekte gegenüber. Auf der einen Seite wirkte sich das Ende der Pandemie positiv aus und auf der anderen Seite bremsten hohe Inflationsraten die Konjunktur. Insbesondere die hohen Inflationsraten schwächten im abgelaufenen Geschäftsjahr die positiven Erwartungen der Branche deutlich ab. So war der Gastgewerbeumsatz laut statistischem Bundesamt in 2023 real zwar 1,1% höher als in 2022, jedoch um 11,3% niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019.[1]

Nach einem vorübergehenden Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts (BIP) nach dem Ende der COVID-19-Pandemie im Jahr 2022 um 1,8%, sank das BIP im Jahr 2023 um 0,3%. Auf der einen Seite konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Hierbei standen sich ein Anstieg im Bereich Information und Kommunikation (+2,6%) und ein Rückgang im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) gegenüber. Auf der anderen Seite waren für den Rückgang des BIP aber vor allem die Baubranche (-2,1%) sowie die rückläufigen Konsumausgaben des Staates (-1,7%) verantwortlich. Die privaten Konsumausgaben, als weitere wesentliche Säule der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sanken im Jahr 2023 um 0,8% und liegen somit mit 1,5% unter dem Vorkrisenniveau.[2] Auch das allgemeine Zinsniveau ist im Zuge der Inflation weiter angestiegen, sodass beispielsweise der monatsdurchschnittliche 3-Monats-EURIBOR im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rd. 1,88% auf rd. 3,94% angestiegen ist.[3]

Wie eingangs beschrieben, sind diese Entwicklungen im Wesentlichen auf die anhaltende hohe Inflation zurückzuführen. Die Jahresteuerungsrate betrug in 2023 5,9% und lag damit nur geringfügig unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (6,9%). Die Inflationsrate wurde dabei, wie im Vorjahr durch krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte beeinflusst. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen auf Preisanstiegen für Energieprodukte (+5,3%; Vorjahr: +29,7%) und Nahrungsmittel (+12,4%, Vorjahr: +13,4%). Der Anstieg im Bereich der Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 8,1%.[4]

Mit 45,9 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland stieg die Zahl der Erwerbstätigen in 2023 um 0,3 Millionen und erreicht damit, wie im Vorjahr, den höchsten bisher für Deutschland ermittelten Wert. Allerdings erreichte dabei die Anzahl der Beschäftigten im Gastgewerbe, nach deutlichen Rückgängen in den Jahren 2020 und 2021 und einem Anstieg in 2022 (+ 0,1 Millionen) mit einem Zuwachs von 0,1 Millionen in 2023 noch nicht das Niveau vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie.[5]

Die reale Umsatzentwicklung der Getränkefachgroßhandelsbranche im Jahr 2023 konnte die positive Entwicklung der vergangenen beiden Jahre (2022: +7,7%, 2021: +2,7%) nicht fortsetzen und sank um 4,15% im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der belieferten Objekte im Out of Home-Markt stieg nach 2022 weiterhin an und liegt in 2023 nach 2022 (88,4) und 2021 (63,3) bei einem Index von nunmehr 88,7 Punkten (2019=100). Dabei stiegen die Umsätze des Gastgewerbes gemäß Destatis im Vergleich zu 2022 preisbereinigt zwar um 1,1%, lagen aber immer noch 11,3% unterhalb des Umsatzes im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sanken nach einem pandemiebedingten Anstieg der Umsätze in 2020 +5,4% im dritten Jahr in Folge (2021 -1,6%, 2022 -4,6%) in 2023 real um 3,9%.[6]

Nach Rückgängen des Inlandbierabsatzes im Vergleich zum Vorkrisenniveau in den Jahren 2020 und 2021 um insgesamt 8,6% und einem Anstieg in 2022 um 2,7% sank der Absatz in der Bierbranche im Jahre 2023 erneut um real 4,5%. Laut des Geschäftsführers des Deutschen Brauerbundes schlägt sich die Konsumzurückhaltung der Verbraucher auch in der Braubranche nieder und die anhaltende Inflation setzt sowohl die Verbraucher als auch die Brauereien unter Druck.[7] Gegenläufig ist weiterhin die Entwicklung des Absatzes von alkoholfreien Bieren. Das Wachstum dieses vergleichsweisen kleinen Bereichs der Bierproduktion betrug im Vergleich zum Vorjahr 17,3% auf 5,6 Millionen Hektoliter. Die Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren in der Braubranche übersteigen zudem die allgemeinen Teuerungsraten deutlich. Die anhaltend hohen Kosten seien neben der Konsumzurückhaltung und dem Preisdruck des Handels die größte Herausforderung für die Brauwirtschaft in den kommenden Jahren. Hohe Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte sowie Personal und Logistik belasten die Brauereien.

Im Bereich der Erfrischungsgetränke waren im Jahr 2023 ähnliche Umsatz- und Kostenentwicklungen zu verzeichnen. Gemäß Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, wafg, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch nach 121,6 Litern im Vorjahr, in 2023 auf 124,9 Liter an.[8]

Insgesamt haben sich die im Vergleich zu 2022 rückläufigen Umsatzzahlen in der Getränkefachgroßhandels-, Bau- sowie Lebensmitteleinzelhandelsbranche sowie das angestiegene Zins- und Preisniveau negativ auf den Konzern ausgewirkt. Lediglich im Gastgewerbe waren Zuwächse zu verzeichnen.

Zukünftig muss wegen der schwierigen Rahmenbedingungen die Professionalität des Getränkefachgroß- sowie -einzelhandels weiter zunehmen. So geht der Bundesverband des deutschen Getränkefachgroßhandels e. V. davon aus, dass zwischenbetriebliche Kooperationen im Getränkefachgroßhandel, wie die der Team Beverage AG, weiter systematisch vorangetrieben werden und es einen steigenden Trend zu Konzentrationen in der Getränkefachgroßhandelsbranche geben wird. Insofern ist der Getränkegroß- und -einzelhandel gefordert, Stärken aus- und Schwächen abzubauen. Nur so verbessert sich die Chance des Getränkefachgroßhandels, sich dauerhaft am Markt zu behaupten. Auch im abgelaufenen Jahr reduzierte sich die Anzahl der Getränkefachgroßhandlungen durch Übernahmen bzw. Fusionen und freiwillige Betriebsaufgaben sowie Insolvenzen.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

2.1 Geschäftsverlauf des Jahres 2023

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 hat sich in Anbetracht der Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie der weiterhin hohen Inflation unterhalb unserer Erwartungen entwickelt. Die Geschäftsbereiche der Nordmann Unternehmensgruppe waren insbesondere weiterhin stark von den Auswirkungen der Inflation, dem Personalkräftemangel und den insgesamt rückläufigen Branchenzahlen betroffen. Unter den gegebenen Bedingungen hat sich das operative Geschäft, ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren, gegenüber dem Vorjahr gleichwohl deutlich verbessert.

Zur besseren Vergleichbarkeit werden die folgenden Ergebniserläuterungen - abweichend zur Gewinn- und Verlustrechnung - um Sondereffekte (vgl. neutrales Ergebnis) bereinigt dargestellt.

Das der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 zugrunde gelegte EBITDA in Höhe von € 3,4 Mio. ging im Vergleich zu den Vorjahren von einem wieder normalisierten Geschäftsverlauf, besseren Branchenzahlen, steigenden privaten Konsumausgaben und von moderaten inflationsbedingten Kostensteigerungen aus. Entgegen unserer Planung war die Entwicklung der Personal-, Material- und Sachkosten von einer insgesamt noch höher als erwartet ausgefallenen Teuerungsrate beeinflusst, die wir zum Teil nur zeitversetzt durch entsprechende Preisanpassungen an unsere Kunden weitergeben konnten. Das EBITDA liegt mit € 0,9 Mio. im Geschäftsjahr 2023 unterhalb des prognostizierten Wertes, aber mit € 1,8 Mio. über dem Vorjahres EBITDA des Vorjahres in Höhe von € -0,9 Mio.

Dabei ist die Abweichung zur Prognose im Wesentlichen auf ein unterhalb der Erwartungen gebliebenes Ergebnis im Brauereibereich sowie eine kostenintensivere Anlaufphase der ECHT Gastro Partner Verbundgruppe zurückzuführen. Daneben haben geringere als geplante Ergebnisbeiträge der übrigen Bereiche zu den Planabweichungen geführt.

Die Bereiche Getränkefachgroßhandel und Braugasthäuser haben sich weitestgehend plangemäß entwickelt und zeigen auf, wie sich der Gastronomiebereich zukünftig entwickeln kann.

Das operative Ergebnis nach Abschreibungen (EBIT) schließt im Geschäftsjahr 2023 mit € -3,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahrergebnis in Höhe von € -5,4 Mio., um € 1,6 Mio. besser ab. Unter Berücksichtigung von Finanzergebnis und neutralen Ergebnis ergibt sich ein um € 5,4 Mio. verbessertes EBT von € -2,1 Mio. gegenüber einem EBT von € -7,5 Mio. im Vorjahr. Das Geschäftsjahr schließt bei einem im Vergleich zum Vorjahr um € 0,9 Mio. gestiegenen Steueraufwand insgesamt mit einem Konzernjahresergebnis von € -3,0 Mio. gegenüber € -7,5 Mio. im Vorjahr, um € 4,5 Mio. besser ab. Im Vorjahr wirkte sich dabei die zusätzliche Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge i.H.v. € 0,7 Mio. positiv auf das Jahresergebnis aus. In 2023 wurden die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge - im Wesentlichen bedingt durch die Umstrukturierung - um € 0,2 Mio. reduziert. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Darstellung zur Ertragslage (B.2.4) verwiesen.

2.2 Vermögenslage

in € Mio. 2023 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 4,6 10
Sachanlagen 24,8 26,9
Finanzanlagen 6,8 7,2
Anlagevermögen 36,2 44,1
Vorräte 11,4 11,4
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27,4 20,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5,5 5,2
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 2,6
Forderungen gegen Gesellschafter 3,6 0,7
Sonstige Vermögensgegenstände 15,3 11,8
Liquide Mittel 0,9 1,8
Umlaufvermögen 39,7 33,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,1
Aktive latente Steuern 2,8 3
Aktiva 78,9 80,7
in € Mio. 2023 2022
Eigenkapital 13,3 14,5
Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,7 1,1
Rückstellungen 11,6 10,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37,1 38,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10,7 10,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,1 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,2 0,2
Sonstige Verbindlichkeiten 5,2 5,6
Verbindlichkeiten 53,3 54,7
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,1
Passiva 78,9 80,7

Die Bilanzsumme des Konzerns reduzierte sich im Jahr 2023 um € 1,8 Mio. auf € 78,9 Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 einschließlich des Sonderpostens, der den Eigenmitteln zuzurechnen ist (70 %) rd. € 13,8 Mio. Die Eigenmittelquote beträgt dabei rd. 17,4 %.

Neben dem Anlagevermögen mit € 36,2 Mio. und dem Vorratsvermögen mit € 11,4 Mio. bilden die insbesondere aufgrund des Verkaufs der Anteile an der ECHT Gastro Partner GmbH auf € 15,3 Mio. gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände die wesentlichen Aktivposten. Die Passivseite ist neben dem um € 1,2 Mio. gesunkenen Eigenkapital durch die um € 1,6 Mio. gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geprägt.

2.3 Finanzlage

Finanzierung

Die Gesellschaften der Nordmann-Gruppe sind durch Ergebnisabführungsverträge, durch das Cash-Pooling sowie durch die gemeinschaftliche Haftung von Gesellschaften der Nordmann-Gruppe miteinander verbunden. Hierbei agiert im Wesentlichen die Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund, als Finanzkoordinator.

Der Konzern finanziert sich hauptsächlich über abgeschlossene Rahmenkreditverträge und Darlehen. Daneben bestehen KfW-Kredite, die im Rahmen der Corona Finanzierungshilfen der Bundesregierung, zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie aufgenommen worden sind. Außerdem haben in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 erhaltene Corona-Finanzhilfen zur Finanzierung beigetragen.

Die Kapitaldienste bei den Kreditinstituten werden planmäßig geleistet. Die Kreditlinie bei den langfristig abgeschlossenen Kreditverträgen beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt € 18,1 Mio. Hiervon wurden zum Stichtag insgesamt € 17,9 Mio. in Anspruch genommen.

Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 € 0,9 Mio. (Vorjahr: € 1,8 Mio.) und sind in Höhe von € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) verfügungsbeschränkt.

Die Finanzlage ist gekennzeichnet durch einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 1,6 Mio., einen Cashflow aus Investitionstätigkeit von € 1,2 Mio. sowie einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von € -6,5 Mio.

Der Finanzmittelfonds hat sich unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelfonds von € -13,3 Mio. in 2022 auf € -17,0 Mio. in 2023 entwickelt.

Der Konzern weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Free Cash-Flow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + Cashflow aus der Investitionstätigkeit) von € +2,8 Mio. auf.

Im Rahmen der Neustrukturierung der Gruppe und der planmäßigen Vorbereitung der Generationsnachfolge, wurden im Januar 2024 bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt € 33,6 Mio. durch Neufinanzierungen der neu entstandenen Unternehmensstrukturen abgelöst. Die unter dem Konzern der Nordmann Beteiligungs GmbH verbleibenden Tochtergesellschaften werden sich künftig über mittel- bis langfristige Darlehen i.H.v. € 16,3 Mio. und einen Kontokorrentrahmen i.H.v. € 0,4 Mio. finanzieren. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Darstellung zur Neuausrichtung der Nordmann Gruppe (E. Neuausrichtung der Nordmann Gruppe) verwiesen.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres in immaterielle Vermögensgegenstände (€ 2,0 Mio.) betrafen im Wesentlichen mit € 0,8 Mio. Investitionen in unsere Digitalisierungslösungen für die HORECA Branche (ECHT Gastro Partner Verbundgruppe), mit € 0,8 Mio. den Erwerb von Lieferrechten sowie mit € 0,2 Mio. einen durch die Erstkonsolidierung der Möwenherz GmbH, Wildeshausen, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf insgesamt € 2,4 Mio. und betreffen zum Großteil unseren Fuhrpark (€ 1,1 Mio.), den Brauereibereich (€ 0,4 Mio.) und den Bereich Braugasthäuser (€ 0,2 Mio.).

2.4 Ertragslage

Unsere Ertragslage endet im abgelaufenen Jahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von € 3,0 Mio. (im Vj. Konzernjahresfehlbetrag von € 7,5 Mio.).

in € Mio. 2023 2022
Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderungen) 124,7 117,1
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,5 1,0
Gesamtleistung 125,2 118,1
Materialaufwand -87,4 -83,9
Rohergebnis 37,8 34,2
Sonstige betriebliche Erträge 0,7 0,9
Personalaufwand -22,2 -20,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -15,4 -15,4
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 0,9 -0,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -4,7 -4,5
Betriebsergebnis (EBIT) -3,8 -5,4
Finanzergebnis -1,4 -1,1
Neutrales Ergebnis 3,1 -1,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) -2,1 -7,5
Steuern -0,9 0,0
Konzernjahresergebnis -3,0 -7,5

Nach wie vor wird unser Betrieb im Wesentlichen von vier Umsatzsäulen getragen:

1. Großhandel von Getränken

2. Herstellung von Bier

3. Betreiben von Gastronomiebetrieben

4. Einzelhandel mit Getränken

Die Umsätze unseres Konzerns betrugen im abgelaufenen Jahr € 124,7 Mio. Sie betreffen mit 76,2 % den Großhandel, mit 8,3 % die Herstellung von Bier, mit 8,0 % den Betrieb von Gastronomiebetrieben und mit 3,6 % den Einzelhandel. Die verbleibenden 3,9 % entfallen auf übrige Umsätze.

Im Einzelnen ist die Umsatz- und Materialaufwandsentwicklung 2023 bei einem um € 7,6 Mio. (+6,4%) auf € 124,7 Mio. gestiegenen Umsatz und einer insgesamt um 1,2 % verbesserten Materialaufwandsquote positiv zu sehen.

Der Anstieg der Gesamtleistung ist dabei insbesondere auf margenstarke HORECA Umsätze sowie den inflationsbedingt höheren Verkaufspreisen zurückzuführen. Darüber hinaus sorgte eine konsequente Bereinigung unserer Artikelsortimente zu einem deutlich verbesserten Wareneinsatz. Dem gegenüber waren inflationsbedingt gestiegene Einkaufspreise, welche wir nur zum Teil bzw. zeitversetzt an unsere Kunden weitergeben konnten, Margen reduzierend. Trotz dieser schwierigen äußeren Rahmenbedingungen stieg bei einer verbesserten Materialaufwandquote (-1,2 %) der Rohertrag überproportional um € 3,6 Mio.

Das Rohergebnis erhöhte sich insbesondere durch die weitere Normalisierung des Gastronomiegeschäftes, welches sich positiv auf die Bereiche Fachgroßhandel, Brauerei und Braugasthäuser ausgewirkt hat. Im Gegensatz zur Verbesserung der Materialaufwandsquote erhöhte sich die Personalaufwandsquote, bei um € 1,6 Mio. gestiegenen Personalkosten, von 17,4 % auf 17,8 %. Der Personalkostenanstieg um 8,0 % ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere im Zusammenhang mit der hohen Inflation, in allen Unternehmensbereichen die Löhne und Gehälter am Anfang des Geschäftsjahres erhöht wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht verändert. Dabei wirkten sich die Kosteneinsparungen in den Bereichen Verwaltung, Werbung, Instandhaltung und Vertrieb aufgrund einem allgemeinen Anstieg des Preisniveaus sowie der Erhöhung der Mietaufwendungen (durch die Wertsicherungsklauseln der langfristigen Mietverträge unter Berücksichtigung des Inflationsanstiegs) nicht aus. Bei im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderten sonstigen betrieblichen Erträgen hat sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) insgesamt um € 1,8 Mio. auf € 0,9 Mio. verbessert.

Das Finanzergebnis beläuft sich, insbesondere durch das gestiegene Zinsniveau, auf € -1,4 Mio. gegenüber € -1,1 Mio. im Vorjahr. Dabei standen tilgungsbedingt geringer zu verzinsende Verbindlichkeiten einem allgemeinen deutlichen Anstieg des Zinsniveaus gegenüber.

Das neutrale Ergebnis betrifft im Wesentlichen mit € 3,1 Mio. das Ergebnis aus der Entkonsolidierung der ECHT Gastro Partner GmbH, mit € 1,7 Mio. Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, mit € 0,3 Mio. Erträge aus der Veränderung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen, mit € 1,7 Mio. Erträge aus Forderungsverzichten der Gesellschafter im Zusammenhang mit der im Januar 2024 umgesetzten Generationsnachfolge/ Neustrukturierung der Gruppe, mit € 0,2 Mio. Schadensersatz und Versicherungsentschädigungen, mit € 0,4 Mio. Erträge aus der Auflösung und Herabsetzung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten, mit € -1,2 Mio. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Konzerns, mit € -1,1 Mio. Aufwendungen aus möglichen Rückzahlungsforderungen von Corona Finanzhilfen, mit € -0,7 Mio. Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie mit € -0,4 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen auf unser Anlagevermögen.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023

Die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2023 beurteilen wir unter den gegebenen Rahmenbedingungen als insgesamt nicht zufriedenstellend. Das Geschäftsjahr war durch die starke Inflation und deutlich gestiegenen Zinsen, verbunden mit einer Konsumzurückhaltung der Verbraucher geprägt. Mit der länger als erwarteten anhaltenden Inflation und den damit einhergehenden kontinuierlichen Erhöhungen der Einkaufspreise bzw. Personalkosten sowie den unterhalb der Erwartungen gebliebenen Umsätzen der Brauereibranche, konnten wir unsere Ergebnisziele für das Geschäftsjahr nicht mehr erreichen. Preiserhöhungen konnten erst zeitversetzt im Berichtsjahr umgesetzt werden und haben sich demzufolge noch nicht in Gänze auf unser Ergebnis 2023 auswirken können. Darüber hinaus war ein wesentlicher Teil der Managementkapazitäten hinsichtlich der Neustrukturierung und der damit verbundenen Neufinanzierung gebunden. Nach drei Jahren COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden massiven Einschränkungen in unserer Branche, konnte der Konzern mit € 0,9 Mio. erstmalig wieder ein positives EBITDA erwirtschaften. Darüber hinaus ist es gelungen das EBT um € 5,4 Mio. auf € -2,1 Mio. zu verbessern. Nach erfolgreicher Umsetzung der Neustrukturierung bzw. Neufinanzierung im Januar 2024 gehen wir von einem deutlich positiven Einfluss auf die zukünftigen Geschäftsjahre aus.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung definiert Risiken als mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Planabweichung führen können, während Chancen künftige Entwicklungen oder Ereignisse sind, die in einer positiven Planabweichung resultieren. Bei den Risiken wird dabei je nach Risikokategorie die Auswirkung auf das EBIT (Ertragslage), den Free Cash Flow (Finanzlage) bzw. das Eigenkapital (Vermögenslage) betrachtet.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Unser internes Berichtswesen ist darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu liefern. In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart.

1. Risiken und Maßnahmen zu deren Begrenzung

1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Aktuelle Konjunkturprognosen aus Juni 2024 zeigen, dass der Ausblick für die Konjunktur in Deutschland optimistischer wird. So geht man inzwischen von einem BIP-Wachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent in 2024 und 1,5 Prozent in 2025 aus. Hintergrund für diese positiven Aussichten sind zuletzt steigende Realeinkommen, zunehmende Exporte und sinkende Zinsen. Positiv ist darüber hinaus, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin stabil ist. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter erstmals seit Jahren wieder stärker als die Preise. Die Kaufkraft der Einkommen nimmt zu. Das wird den Konsum und damit die Konjunktur stützen. Nachdem die Inflation zuletzt deutlich gesunken ist, senkte die EZB im Juni erstmals wieder die Zinsen. Auch das sollte der Konjunktur helfen. Aufgrund des anhaltenden Ukraine Krieges sind dessen Folgen, insbesondere bezüglich deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, aber weiterhin spürbar. Dies könnte weitere Preissteigerungen in den für uns relevanten Märkten zur Folge haben.

Um diesen Risiken auf der Beschaffungsseite entgegenzuwirken, können wir in der Regel in den Bereichen Großhandel und Einzelhandel mit Getränken Preiserhöhungen unserer Zulieferer wie z.B. der Brauereien und Brunnen zeitnah an unsere Kunden weitergeben, da wir keine Preisbindung mit unseren Kunden vereinbart haben. So geben wir beispielsweise mit unserem sogenannten "Dieselfloater-Model" in Abhängigkeit von der Entwicklung der Kraftstoffpreise seit März 2022 diese Kosten an unsere Kunden weiter.

Dem gegenüber konnten Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite im Brauereibereich und unseren Braugasthäusern nicht sofort und vollständig an unsere Kunden bzw. Endverbraucher weitergegeben werden.

Als Reaktion auf die Preiserhöhungen haben wir seit Beginn der Inflation in 2022 im Brauereibereich und in unseren Braugasthäusern mehrere Preiserhöhungen vorgenommen. Insbesondere beim Einkauf der Braugasthäuser waren wir dabei mit Preiserhöhungen von bis zu 400% konfrontiert. Im Rahmen unserer digitalen Warenkorbanalyse wurden uns diese Preisanpassungen unmittelbar angezeigt, sodass wir hierauf unmittelbar mit einer Optimierung unserer Speisekarten reagieren konnten. Gerade hier hat sich die bereits in den Vorjahren begonnene Digitalisierung unserer Braugasthäuser als vorteilhaft herausgestellt.

1.2 Branchenrisiken

Der Deutsche Getränkemarkt entwickelt sich zunehmend in eine stärker oligopolistisch geprägte Richtung. Hierdurch werden die Marktteilnehmer außerhalb der Vertriebswege "TOP-LEH" & Discount gezwungen, über ihre "Route to Market" neu nachzudenken und nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. Der Konsolidierungsdruck auf kleine und mittlere Marktteilnehmer im Einzel- wie Großhandel nimmt zu. Durch weiter zunehmende Marktmacht der "TOP-LEH" und die damit verbundene Forderung nach wachsenden Vermarktungszuwendungen drohen den Herstellern signifikante wirtschaftliche Nachteile, ohne hierfür adäquate Gegenleistungen zu erhalten. Diese Entwicklung könnte sich negativ auf den Brauereibereich auswirken.

Die Entwicklung in der Getränkebranche ist nach wie vor von einem kontinuierlichen Trend hin zu weniger Unternehmen gekennzeichnet. Die Abhängigkeiten zwischen den Marktpartnern werden komplexer. Sowohl die Industriepartner als auch der Getränkefachgroßhandel selbst bündeln ihre Aktivitäten zunehmend in immer größeren Konglomeraten. Mit dieser Konzentration sind auch eine Abnahme der Verhandlungspartner und gleichzeitig eine Einengung der Wirkungsmöglichkeiten verbunden, womit der Druck auf der Ertragsseite kontinuierlich zunimmt. Verbunden mit diesem Druck erwarten wir für die Branche des Getränkefachgroßhandels (GFGH) auch weiterhin einen steigenden Liquiditätsbedarf. Forciert wird dies auf der einen Seite durch eine zurückhaltende Finanzierung der Brauereien, womit zunehmend diese Rolle auf den Getränkefachgroßhandel zukommen wird. Auf der anderen Seite führt die sich immer mehr etablierende "Aktionitis" der Brau- und Brunnenindustrie bezogen auf die Angebotspolitik zu deutlich höheren Saisonspitzen und forderungs- sowie bestandserhöhenden Effekten ohne nennenswerte Wertschöpfung für den Getränkefachgroßhandel.

1.3 Beschaffungsmarktrisiken

Im Getränkemarkt können Lieferengpässe bzw. Preissteigerungen bei den Herstellern, steigende Energiekosten sowie Betriebsstörungen mit den daraus resultierenden verspäteten Warenlieferungen grundsätzlich zu Risiken führen. Die Risiken der Warenverfügbarkeit haben wir in den letzten Jahren reduzieren können. Durch eine flexible Disposition, eine detaillierte Absatzplanung, eine kontinuierliche Abstimmung des Bedarfs mit unseren Lieferanten sowie einem punktuellen Aufbau der Warenbestände, werden die Risiken auf ein wirtschaftlich akzeptables Niveau reduziert. Darüber hinaus werden wir die Partnerschaften mit unseren Lieferanten weiter intensivieren, um die bestmögliche Lieferperformance zu gewährleisten. Aufgrund unseres kontinuierlichen Beschaffungs- und Qualitätsmanagements sehen wir keine wesentlichen Risiken in diesem Bereich. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen Kooperationen, sei es im Bereich der Verbesserung von Warenbezugsbedingungen oder im Bereich der Belieferung zentral organisierter Absatzkanäle, die nur über zentrale Regulierungsstellen bedient werden wollen, bleibt dabei unbenommen bestehen.

1.4 Absatzmarktrisiken

Die Absatzmarktrisiken werden wie folgt gesehen:

o Erhöhte Insolvenzrisiken unserer Kunden aufgrund der Folgen der COVID-19-Pandemie sowie der Inflation

o Wesentliche Risiken aus verspäteten Zahlungen oder Zahlungsausfällen oder eine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Großkunden sehen wir aufgrund der Kundenstruktur und unserem Forderungsmanagement nicht

o Sinkende Nachfrage

o Rückläufige Einkaufsfahrten

o Steigende Bedeutung des E-Commerce

o Demografische Entwicklung mit kleineren Haushalten und Landflucht

o Einkaufsunlust (empfundener steigender Stress)

o Kaufkraftverlust der Privathaushalte durch Inflation

1.5 Risiken im Bereich Human Resources

Die Bindung und Gewinnung von Fachkräften in den Bereichen IT, Logistik und Service stellt insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Abwanderung von Fachkräften ins Ausland oder in andere Fachbereiche, dem frühen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben eine Herausforderung dar. Daneben führt der Fachkräftemangel zu einem allgemeinen Anstieg des Lohnniveaus. Hier sind wir jedoch gut aufgestellt.

1.6 Rechtliche Risiken

Mögliche rechtliche Risiken (Schadenersatzansprüche, Rechtsstreitigkeiten) oder Regulierungs- und Umweltrisiken sehen wir zurzeit nicht.

1.7 Haftungs- und Gewährleistungsrisiken

Hinsichtlich möglicher Haftungs- und Gewährleistungsrisiken verweisen wir auf die Angaben hierzu im Anhang.

1.8 IT- und Informationssicherheitsrisiken

IT- und Informationsrisiken ergeben sich aus der Gefährdung der Integrität, Vertraulichkeit und/oder Verfügbarkeit von Daten. Sie gehen im Wesentlichen aus Prozessen, Informationstechnik (IT) -Systemen, physischen Informationsträgern, technischen Einrichtungen oder Gebäuden hervor, die für die Aufbewahrung und Verarbeitung der Daten relevant sind.

Die Nordmann Gruppe ist abhängig von IT-Systemen, womit zugleich Informationssicherheitsrisiken hinsichtlich der Schutzziele, Verfügbarkeit von Anwendungen, Vertraulichkeit und Integrität von Daten sowie Cybergefahren verbunden sind. Zudem verfolgt die Nordmann Gruppe zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des weiteren Ausbaus der Digitalisierung (z. B. digitale Geschäftsmodelle), aus welchen sich weitere Informationssicherheitsrisiken ergeben können. Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs besteht eine erhöhte Gefahr von Cyberattacken in Deutschland, denen sich auch die Nordmann Gruppe nicht entziehen kann. Für die Stärkung der IT- und Informationssicherheit wurden Maßnahmen zur proaktiven Steuerung potenziell steigender Gefährdungen aufgrund von Cyber-Attacken durch unseren Dienstleister, der Team Business IT GmbH, weiter ausgebaut. Der Aufbau eines Cyber-Resilienz-Centers, welches sich permanent an die Cyber-Bedrohungslage anpasst, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor, um ein ausgewogenes Zusammenspiel aus präventiven und reaktiven Maßnahmen zur Erkennung und Abwehr von Cyber-Angriffen sicherzustellen. Zur Festlegung des Schutzbedarfs von Daten und der Einrichtung angemessener Schutzmaßnahmen werden regelmäßig Schutzbedarfsanalysen durchgeführt. Der Versicherungsschutz zur Absicherung bei Systemausfällen aber auch der Zugang zu Experten zur Beseitigung der Folgen in einem möglichen Schadenfall konnte noch einmal ausgebaut und verbessert werden.

1.9 Liquiditätsrisiken

Zur Überwachung und Steuerung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan mit einem vierwöchigen Horizont auf Tagessicht bzw. mit einem 13-wöchigen Horizont (Wochensicht) auf rollierender Basis erstellt. Dieser wird täglich auf Basis der Ist-Situation aktualisiert. Die Überwachung und Steuerung des kurz- und mittelfristigen Liquiditätsrisikos erfolgt anhand einer rollierenden 24-Monats-Liquiditätsplanung.

Durch die Anfang 2024 erfolgte Umstrukturierung und Neufinanzierung des Konzerns ist der Kapitalbedarf des Konzerns grundsätzlich in Form von Kontokorrent- und Tilgungsdarlehen gedeckt. Zur weiteren Stabilisierung der Liquiditätslage sind in 2024 weitere Maßnahmen, beispielsweise die Veräußerung von nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen, geplant.

Schlussabrechnung der Corona Finanzhilfen

Der Konzern hat in den Jahren 2020, 2021 und 2022 Unterstützungsleistungen des Bundes in Form von Corona Soforthilfen, Überbrückungshilfe 3, Überbrückungshilfe 3+ sowie Überbrückungshilfe 4 in Anspruch genommen. Dabei basierte die konkrete Antragshöhe zum Teil auf Prognosen, Ermessensentscheidungen der Landesförderinstitute sowie regulatorischen Unsicherheiten. Dies hat im Fall des Konzerns aufgrund aktueller Berechnungen zu einer Überzahlung in Höhe von insgesamt € 6,9 Mio. geführt, die in voller Höhe zum 31. Dezember 2023 zurückgestellt wurde. Dennoch besteht das Risiko, dass die ermittelte Rückstellung - bedingt durch Auslegungs- und Ermessensspielräume - von der final festgesetzten Förderhöhe abweichen kann. Eine kurzfristige Rückzahlung ist unter den derzeit bestehenden Regularien nicht zu erwarten.

Unsere Liquiditätsplanung geht dabei von einem Einreichen der Schlussabrechnung zum 30. September 2024 und - entsprechend den Eckpunkten der Rückzahlungsbedingungen der Länder - von einer mittelfristigen Ratenzahlung ab Anfang 2026 aus.

Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse des Konzerns im Förderzeitraum wirkt sich stark nachteilig auf die Berechnung der Fördersumme der Corona Überbrückungshilfe aus. Dies soll im Rahmen der Schlussabrechnung nochmal erörtert werden.

Kapitaldienst- und Zinsänderungsrisiken

Der hohe Kapitaldienst - bedingt durch die vormals gewährten Corona-Kredite - stellte bis zur Neufinanzierung ein Liquiditätsrisiko des Konzerns dar. Diese Kredite wiesen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben kurze Restlaufzeiten und dementsprechend hohe Annuitäten aus. Durch die Anfang 2024 realisierte Neufinanzierung wurden diese Kredite vorzeitig abgelöst und durch neue mittel- bis langfristig abgeschlossene Kreditverträge ersetzt. Dies hat zu einer deutlichen Entspannung der Liquiditätslage des Konzerns geführt. Außerdem wurden im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart, sodass nunmehr eine langfristige Planung der Finanzierungskosten - ohne nennenswerte Zinsänderungsrisiken - möglich ist.

2. Chancen

Als Spezialist in unseren Geschäftsfeldern haben wir unsere Stärken in den Bereichen Vertrieb, Vermarktung und Sortimentsvielfalt. Durch unsere regionale und überregionale Vertriebs- und Distributionsexpertise und durch die Vernetzung mit unseren GFGH-Partnerunternehmen bieten wir flächendeckenden Route to Market in vier lukrativen Geschäftsfeldern der Getränkebranche.

Der Konzern hat sich seit Jahrzehnten an den Anforderungen des Getränkemarktes ausgerichtet. Er ist insgesamt gut aufgestellt, um die sich auf dem Getränkemarkt bietenden Chancen frühzeitig zu erkennen und durch entsprechende Maßnahmen zu nutzen. Durch die Verzahnung von Kundengruppen und Vertriebswegen einerseits und speziell entwickelten Leistungsmodulen kann eine effiziente Marktbearbeitung gewährleistet werden.

Wir sehen im Einzelnen unsere Chancen in den folgenden Bereichen:

2.1 Digitalisierung

Unsere IT-Landschaft ist aufgrund der Verzahnung der Leistungsmodule auf alle Kundendivisionen anwendbar und skalierbar. In diesem Kontext haben wir frühzeitig mit der Entwicklung und Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie begonnen. So ist beispielsweise das durch die ECHT Gastro Partner GmbH in Zusammenarbeit mit diversen IT-Dienstleistern entwickelte Digitalisierungskonzept bereits erfolgreich in unserem Gastronomiebereich implementiert worden. Aber auch die Bereiche Brauerei und Getränkefachgroßhandel profitieren bereits durch unser voll digitalisiertes Customer Relationship Management. Wir gehen davon aus, dass die im Rahmen unserer Entwicklung der Digitalisierungsstrategie entwickelten Tools und gewonnenen Erfahrungen Schritt für Schritt in alle Geschäftsbereiche und auf alle Prozesse der Nordmann Gruppe übertragen werden können. Durch diese Transformation bleiben wir wettbewerbsfähig in einem zunehmend digitaler werdenden Umfeld. Gleichzeitig hilft uns die Digitalisierung durch verfügbare Echtzeitdaten Risiken frühzeitig zu erkennen und diese entsprechend einzugrenzen bzw. zu reduzieren.

Unsere digitalen Lösungen werden aber auch unser Produktportfolio erweitern. Neben den Bereichen Getränkehandel und Brauerei wollen wir unsere Kunden mit zusätzlichen Dienstleistungsangeboten stützen und stärken. So wird der NZD Management GmbH im Rahmen des Ausbaus unseres Digitalisierungsgeschäfts zukünftig eine wichtige Rolle zukommen.

2.2 Entwicklung der Absatzmärkte

o Die Kaufkraft in Deutschland ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg unseres Unternehmens und für weitere Wachstumschancen. Das gewachsene Bewusstsein für Qualität und die positive Grundstimmung der Verbraucher wird sich auch auf unseren Konzern weiterhin positiv auswirken.

o Sollte sich die Konjunktur besser als erwartet entwickeln, hätte dies positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage des Konzerns.

o Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie einzelne relevante Märkte könnten sich insbesondere witterungsbedingt besser entwickeln als erwartet.

2.3 Wachstumschancen

Gute Chancen für weiteres Wachstum sehen wir auch durch folgende Bedingungen/ Maßnahmen:

o Steigerung der Besucherfrequenz

o Erweiterung unseres Produktportfolios

o Neukundengewinnung

o Forcierung Online-Verkauf (E-Commerce)

o Belieferung von Großevents

o Fokussierung auf Produkte im Premiumbereich

o Ausbau der Kundenorientierung und des Kundenservice

2.4 Umstrukturierung

Wir haben unsere, in 2020 begonnene, Vereinfachung der Gruppenstruktur im Januar 2024 umgesetzt, um insbesondere kürzere Entscheidungswege sowie eine individuelle Marktbearbeitung und maßgeschneiderte Servicelösungen anbieten zu können. Außerdem sehen wir in der Auflösung der gestiegenen Komplexität, der Ausgliederung von nicht profitablen Gesellschaften, der Aufteilung in regionale und an den Umsatzquellen ausgerichtete Gesellschaftsstrukturen, welche selbständige Finanzierungseinheiten bilden zusätzliche Chancen. Bestehende Synergien insbesondere in den Bereichen Einkauf, Vermarktung und Dienstleistung im IT- und Administrationsbereich sollen durch langfristige Verträge abgesichert werden.

Mit der Neuausrichtung unserer Gesellschaftsstrukturen verfolgen wir, neben der Einleitung der Unternehmensnachfolge, die nachhaltige Optimierung unserer Ergebnis- und Liquiditätssituation als oberstes Ziel. Zur Durchführung des Umsetzungskonzeptes wurde unter anderen mit den kreditgebenden Banken zeitgleich eine Neufinanzierung im Januar 2024 umgesetzt.

2.5 Umweltmanagement

Zum Schutze unserer Umwelt und im Zuge gestiegener Erwartungen innerhalb des gesamten Wirtschaftskreislaufs sind wir in der Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern gemeinsam mit unseren Lieferanten bemüht, die angebotenen Waren, Produkte und Dienstleistungen immer umweltschonender zu gestalten. Wir gehen davon aus, dass sich dies positiv in der Außendarstellung und in der Nachfrage auswirkt.

3. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation des Konzerns

Die Risikosituation des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der im Januar 2024 umgesetzten Neufinanzierung deutlich verbessert. Darüber hinaus haben sich auch die Chancen, insbesondere durch den Bereich Digitalisierung und die Umstrukturierung, erhöht. Wir werden weiterhin versuchen unsere Chancen frühzeitig zu nutzen, um auch zukünftig unsere Wettbewerbsfähigkeit ausbauen zu können.

D. Prognosebericht

1. Erwartete Entwicklung der Konjunktur und der Branche

Erst für das Jahr 2025 rechnen die führenden Wirtschaftsinstitute nach einem Abflauen der Inflation wieder mit einer größeren Erholung der deutschen Wirtschaft. Nach einem Rückgang des BIP in 2023 um 0,3 %, einem voraussichtlich leichten Anstieg für 2024 von 0,2 % wird für das Jahr 2025 wieder ein verhaltenes Wachstum von 1,5 % vorhergesagt. Wobei diese Entwicklung stark vom Verlauf und der Dauer des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland sowie dem weiteren Abflauen der Inflation abhängig ist. Nach einer Inflationsrate von 6,9 % im Jahr 2022 und 5,9 Prozent in 2023, soll diese in 2024 auf 2,2 % bzw. in 2025 auf 1,7 % fallen und damit unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen.9

Nach der Beendigung des Krieges in der Ukraine, dem Rückgang der Inflation auf ein Normalniveau, der weiteren Senkung des Leitzinses durch die EZB sowie der sich daran anschließenden Erholung der Wirtschaft ist für die kommenden Jahre von einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auszugehen. Gleichwohl ist in der deutschen Getränkebranche insgesamt mit einer im Vergleich zum Jahr 2019 (vor Corona-Pandemie) rückläufigen Tendenz aufgrund der demografischen Entwicklung und des sich weiter verändernden Verbraucherverhaltens zu rechnen.

Abzuwarten bleibt, inwieweit sich die allgemeine Wirtschaftslage nachhaltig auf das Reiseverhalten in Deutschland auswirken wird. Zumindest für 2024 gehen wir innerhalb unserer Prognose davon aus, dass wie in den Jahren nach Ausbruch der Pandemie und des Ukraine Krieges vermehrt im Inland Urlaub gemacht wird, was wiederum für die norddeutsche Region, in der wir vorwiegend wirtschaftlich tätig sind, positive Auswirkungen auf unser Geschäft hat.

Des Weiteren zeichnet sich ab, dass der Getränkefachgroßhandel als reiner Zwischenhändler zwischen Lieferanten und Kunden, wie im organisierten Lebensmitteleinzelhandel zunehmend an Bedeutung verlieren wird. Diesen Entwicklungen werden wir durch die Erbringung von zusätzlichen bzw. anlagengestützten Dienstleistungen für Kunden und Lieferanten entgegenwirken. Wir werden auch zukünftig bei unseren Kunden Vertrauen gewinnen, unser wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis demonstrieren und uns noch stärker als Dienstleister für unsere Kunden und Lieferanten profilieren.

Das Geschäftsjahr 2024 wird durch die weiter zunehmende Digitalisierung unserer Prozesse geprägt sein. Die Umsetzung der Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen wird so in der Zukunft zur Hebung von weiteren Kostenersparnispotentialen führen und unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Die Ausrichtung unseres Konzerns erlaubt uns zuversichtlich in das verbleibende Jahr 2024 zu blicken.

2. Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Die Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2024 ist gekennzeichnet durch die im Januar 2024 umgesetzte Neustrukturierung der Nordmann Gruppe im Zusammenhang mit der Generationsnachfolge sowie der damit verbundenen Neufinanzierung. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Darstellung zur Neuausrichtung der Nordmann Gruppe (E. Neuausrichtung der Nordmann Gruppe) verwiesen.

Die im Januar 2024 erfolgte Neustrukturierung hat sich bedeutend auf den zukünftig verbleibenden Konsolidierungskreis des Konzerns ausgewirkt. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises werden sich wesentlich auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Auf Grund der Veränderungen des Konsolidierungskreises ist eine vergangenheitsorientierte Vergleichbarkeit mit den Prognosedaten 2024 für den zukünftig verbleibenden Konzern der Nordmann Beteiligungs GmbH nicht gegeben.

Darüber hinaus ist unser Geschäft im Geschäftsjahr 2024 auf der einen Seite durch ein sinkendes Inflations- und Zinsniveau und auf der anderen Seite von einem erheblichen Fachkräftemangel und damit steigenden Personalkosten beeinflusst. Bezüglich der in Deutschland im Juni 2024 ausgetragenen Fußball-Europameisterschaft, als einer der stärksten Konsumanlässe für den Getränkemarkt, konnten wir bereits einen positiven Impuls bezüglich unserer Umsatzentwicklung verzeichnen.

Unter den gegebenen Bedingungen und unter Berücksichtigung der Neustrukturierung der Nordmann Gruppe plant der Konzern mit den in diesem Konzern verbleibenden Tochtergesellschaften insgesamt Umsatzerlöse im Jahr 2024 in Höhe von € 43,0 Mio. erzielen zu können. Im Zuge weiterer Kosteneinsparungsmaßnahmen, gehen wir für 2024, von einem EBITDA von rund € 0,7 Mio. und einem ausgeglichenen EBIT aus. Ohne die Berücksichtigung von Entkonsolidierungseffekten gehen wir außerdem von einem Konzernjahresergebnis in Höhe von € 0,2 Mio. aus. Ab 2025 planen wir mit einem EBITDA von rund € + 3,9 Mio. und einem Konzernjahresüberschuss von rund € + 1,5 Mio.

E. Neuausrichtung der Nordmann Gruppe

Die geschäftsführenden Gesellschafter hatten bereits im Jahr 2023 die Weichen für die Unternehmensnachfolge und den Eintritt der neuen Generation gestellt. Das Ziel, den bestehenden Konzern, einschließlich der bestehenden Gruppen-Finanzierungen, neu zu ordnen und aufzuteilen, wurde durch die erfolgte Umsetzung der Neufinanzierung im Januar 2024 realisiert. Die Neufinanzierung der entstandenen Teilbereiche hat dabei durch individuell abgestimmte Finanzierungsbedingungen zu einer deutlichen Verbesserung und Komfortabilität des Liquiditätsbereiches geführt. Durch entsprechend lange Laufzeiten mit tilgungsfreien Zeiten und Sondertilgungsmöglichkeiten ist eine gute Planbarkeit gegeben. Entsprechend der Ausrichtung der Teilbereiche weisen die Finanzierungen auf langfristiger Basis Konditionen, bedarfsgerechte Investitionslinien und einen angemessenen Spielraum auf, um so auf Sensitivitäten zu reagieren bzw. Chancen ergreifen zu können.

Nach der im Januar 2024 vorgenommenen Neustrukturierung der Gruppe verbleiben, neben der Konzernmuttergesellschaft und zwei Gesellschaften aus deren Angabe erhebliche Nachteile i.S.d. § 313 Abs. 3 S.1 HGB drohen, folgende Gesellschaften im Konsolidierungskreis:

Konsolidierte verbundene Unternehmen nach Neustrukturierung Januar 2024 lfd. Nr. Name, Sitz Anteil
in %
1. BGH Kreuzberg GmbH, Berlin 60
2. ECHT Gastro Partner Regio, Berlin 100
3. Getränke Nordmann GmbH, Stralsund 100
4. Gut Stahlbrode GmbH & Co. KG, Sundhagen 94
5. Landwerthof Stahlbrode Beteiligungs GmbH, Sundhagen 94
6. meerSinn Hotel und Gastronomie GmbH, Binz/Rügen 100
7. Nordische Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stralsund 100
8. Nordmann Food & Beverage GmbH, Stralsund 100
9. Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund 100
10. LandWert Feinkost GmbH, Sundhagen 100
11. NZD Management GmbH, Stralsund 100
12. FON Verwaltungs-GmbH, Stralsund 100

 

Stralsund, den 16. September 2024

gez. Oliver Nordmann

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, 20. Februar 2024

2 Quelle: Statistisches Bundesamt, 15. Januar 2024

3 Quelle: Bundesbank

4 Quelle: Statistisches Bundesamt, 16. Januar 2024

5 Quelle: Statistisches Bundesamt

6 Quelle: GEDAT-Zahlen zur Entwicklung des Getränkefachgroßhandels im Außer-Haus-Markt 2023, 20. Februar 2024

7 Quelle: Deutscher Brauerbund, 1. Februar 2024

8 Quelle: Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), 15. Mai 2024

9 Quelle: ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024, 06. März 2024

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 36.182.455,23 44.077.243,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.589.100,78 9.966.111,47
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 523.653,29 3.055.871,29
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.174.485,81 1.200.560,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.783.964,34 3.345.965,48
4. geleistete Anzahlungen 106.997,34 2.363.713,78
II. Sachanlagen 24.754.235,92 26.913.032,74
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.231.009,96 14.941.210,10
2. technische Anlagen und Maschinen 6.485.935,93 5.953.675,28
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.989.793,78 4.513.628,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.496,25 1.504.518,74
III. Finanzanlagen 6.839.118,53 7.198.099,57
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 195.663,45 114.376,37
2. Beteiligungen 2.701.752,00 2.701.751,00
3. sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 3.941.703,08 4.381.972,20
B. Umlaufvermögen 39.728.234,68 33.520.520,16
I. Vorräte 11.426.627,15 11.397.103,54
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 793.429,11 787.615,91
2. unfertige Erzeugnisse 339.516,66 597.521,09
3. fertige Erzeugnisse und Waren 10.278.493,38 9.965.214,14
4. geleistete Anzahlungen 15.188,00 46.752,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.421.784,89 20.359.007,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.460.941,52 5.243.929,65
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.046.959,80 2.626.634,26
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.605.458,23 674.946,01
4. sonstige Vermögensgegenstände 15.308.425,34 11.813.497,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 879.822,64 1.764.408,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 266.889,77 163.489,65
D. Aktive latente Steuern 2.751.137,39 2.973.577,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 78.928.717,07 80.734.830,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.265.802,60 14.521.307,04
I. gezeichnetes Kapital 57.500,00 57.500,00
II. Kapitalrücklage 6.356.877,68 6.356.877,68
III. Gewinnrücklagen 17.296.528,90 17.296.528,90
IV. Bilanzverlust -15.882.513,18 -12.390.062,85
V. Nicht beherrschende Anteile 5.437.409,20 3.200.463,31
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 667.669,09 1.080.550,85
C. Rückstellungen 11.624.376,67 10.291.532,57
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 569.651,00 589.821,00
2. Steuerrückstellungen 400.834,28 279.337,80
3. sonstige Rückstellungen 10.653.891,39 9.422.373,77
D. Verbindlichkeiten 53.365.191,40 54.728.725,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.115.037,75 38.680.987,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.650.298,18 10.121.948,62
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 131.762,64 141.671,73
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 205.093,64 186.188,32
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.262.999,19 5.597.929,72
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.677,31 112.714,56
Bilanzsumme, Summe Passiva 78.928.717,07 80.734.830,98

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 124.921.610,70 117.155.188,84
2. Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -258.004,43 -49.571,46
3. andere aktivierte Eigenleistungen 464.180,54 1.046.922,98
4. sonstige betriebliche Erträge 9.714.224,79 7.196.831,16
5. Materialaufwand -87.442.012,58 -83.912.360,49
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -80.084.187,87 -77.386.445,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.357.824,71 -6.525.914,89
6. Personalaufwand -22.353.760,41 -21.128.879,27
a) Löhne und Gehälter -18.511.932,46 -17.527.157,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.841.827,95 -3.601.721,58
davon für Altersversorgung -36.116,19 -39.320,62
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.850.561,98 -5.021.982,61
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.761.782,52 -21.511.211,48
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 69.039,08 -21.324,61
10. Erträge aus Beteiligungen 62.505,89 5,89
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 63.630,17 62.683,98
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 575.451,58 142.005,36
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -65.600,99 -188.292,46
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.196.254,75 -1.295.338,77
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -513.572,55 442.990,96
16. sonstige Steuern -422.236,81 -413.000,23
17. Konzernjahresfehlbetrag -2.993.144,27 -7.495.332,21

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Konzernjahresfehlbetrag -2.993.144,27 -7.495.332,21
2. Nicht beherrschende Anteile -426.945,89 -125.157,96
3. Ausgleichzahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
4. Verlustvortrag -12.390.062,85 -4.697.212,51
5. Konzernbilanzverlust -15.882.513,18 -12.390.062,85

Konzernkapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung 2023
T€
2022
T€
Konzernjahresergebnis -2.993 -7.495
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.916 5.210
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge -1.581 193
+/- Zinsaufwendungen/ Zinserträge 1.495 1.091
+/- Ertragsteueraufwand/ -ertrag 307 213
-/+ Ertragsteuerzahlungen -525 -150
-/+ Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.646 18
+ Zunahme der Rückstellungen 1.096 572
-/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.536 -2.998
-/+ Erträge/ Aufwendungen aus außerordentlichen Posten (Corona-Finanzierungshilfen) 1.109 -1.240
+/- Einzahlungen/ Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Corona-Finanzierungshilfen) 0 7.121
+/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.933 1.450
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.575 3.985
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.217 -1.855
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.409 -1.560
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -466 -554
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen- und Sachanlagevermögens 2.115 49
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.033 786
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 1.463 0
+ Erhaltene Zinsen 701 205
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1.220 -2.929
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 300 0
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -112 -99
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und ähnlichen Verbindlichkeiten 447 181
+ Einzahlungen aus unbedingt rückzahlbaren Zuschüssen 0 3.076
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -4.962 -3.380
- Gezahlte Zinsen -2.196 -1.192
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.523 -1.414
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.728 -358
+ Zahlungsunwirksame Umschuldung eines Kontokorrentdarlehns in ein Tilgungsdarlehen 0 2.500
+ Zahlungsmittelfonds am Anfang der Periode -13.292 -15.434
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -17.020 -13.292
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 2023
T€
2022
T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 880 1.764
- Kontokorrentverbindlichkeiten -17.900 -15.056
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -17.020 -13.292

Konzerneigenkapitalspiegel

Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
EUR Kapitalrücklage
EUR
Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
Stand 31.12.2021 57.500,00 6.356.877,68 17.293.393,28 23.650.270,96
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 3.135,62 3.135,62
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 57.500,00 6.356.877,68 17.296.528,90 23.653.406,58
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einlage in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2023 57.500,00 6.356.877,68 17.296.528,90 23.653.406,58
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Differenzbetrag für den gegenüber dem MU geringeren Konzernbilanzverlust, soweit durch Eigenkapital gedeckt Summe
EUR EUR
Stand 31.12.2021 -4.697.212,51 19.010.558,45
Ausschüttung 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 3.135,62
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -7.620.490,17 -7.620.490,17
Stand 31.12.2022 -12.390.062,85 11.320.843,73
Ausschüttung 0,00 0,00
Einlage in Rücklagen 0,00 0,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -3.420.090,16 -3.420.090,16
Stand 31.12.2023 -15.882.513,18 7.828.393,40
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
Stand 31.12.2021 3.150.422,71 -45.181,74 3.105.240,97 22.115.799,42
Ausschüttung -26.800,00 0,00 -26.800,00 -26.800,00
Sonstige Veränderungen -3.135,62 0,00 -3.135,62 0,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 125.157,96 125.157,96 -7.495.332,21
Stand 31.12.2022 3.075.305,35 125.157,96 3.200.463,31 14.521.307,04
Ausschüttung -40.000,00 0,00 -40.000,00 -40.000,00
Einlage in Rücklagen 1.850.000,00 0,00 1.850.000,00 1.850.000,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 426.945,89 426.945,89 -2.993.144,27
Stand 31.12.2023 5.010.463,31 426.945,89 5.437.409,20 13.265.802,60

Konzernanhang 2023

Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Die Nordmann Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Stralsund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stralsund (HRB Reg. Nr. 21485). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz ist um die Posten Genossenschaftsanteile, Sonderposten für Investitionszuschüsse, Forderungen gegen Gesellschafter sowie Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erweitert worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Die Nordmann Beteiligungs GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Nordmann Beteiligungs GmbH wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

Der Konzernabschluss wird nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

II. Angaben zum Anteilsbesitz

Konsolidierungskreis

Im Rahmen der Vollkonsolidierung wurden neben dem Mutterunternehmen insgesamt 33 (Vorjahr 34) Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Mit Wirkung zum 29. Dezember 2023 wurden 100% der Anteile an der ECHT Gastro Partner GmbH, Hamburg, und somit auch an dem Tochterunternehmen, der ECHT Gastro Partner Zentralregulierung GmbH, Hamburg, veräußert und aus Vereinfachungsgründen zum 31. Dezember 2023 entkonsolidiert.

Aufgrund des Erwerbs der übrigen 60% der Anteile an der Möwenherz GmbH, Wildeshausen, am 29. Dezember 2023, durch die Getränke Nordmann GmbH, Wildeshausen, wurde dieses vormals assoziierte Unternehmen im Wege der Übergangskonsolidierung aus Vereinfachungsgründen zum 31. Dezember 2023 vollkonsolidiert.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Bilanzstichtag.

In den folgenden Beteiligungslisten wurden gem. § 313 Abs. 3 S. 1 HGB zu drei Gesellschaften (Vorjahr: drei Gesellschaften) keine Angaben gemacht, da aus diesen Angaben erhebliche Nachteile drohen.

Konsolidierte verbundene Unternehmen
lfd. Nr. Name, Sitz Anteil
in %
Befreiung nach § 264 III/§ 264 b HGB
1. Braugasthaus Schanzenhöfe GmbH, Hamburg *3 51 Nein
2. BGH Kreuzberg GmbH, Berlin *6 60 Nein
3. Haus Nordmann Gruppe GmbH & Co. KG, Wildeshausen (vormals: FON Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stralsund) *4 100 Ja
4. FON Verwaltungs GmbH, Stralsund *4 100 Nein
5. Getränke Nordmann GmbH & Co. KG, Hamburg *4 100 Ja
6. ECHT Gastro Partner Regio GmbH, Berlin *2 100 Ja
7. Getränke Nordmann GmbH, Stralsund *4 100 Ja
8. Getränke-Nordmann GmbH, Wildeshausen *4 74 Nein
9. Getränke Rehker Beteiligungsgesellschaft mbH, Wildeshausen *4 100 Nein
10. Getränke Rehker GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
11. Handelsgesellschaft Plumhoff & Düker mbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
12. Heinrich Nagel GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
13. Heinz Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Wildeshausen *4 100 Nein
14. Gut Stahlbrode GmbH & Co. KG, Sundhagen *2 94 Ja
15. Landwerthof Stahlbrode Beteiligungs GmbH, Sundhagen *2 94 Nein
16. meerSinn Hotel und Gastronomie GmbH, Ostseebad Binz *2 100 Nein
17. Möwenherz GmbH, Wildeshausen *7 100 Nein
18. NaLo Immobilien Zwei GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
19. NDL Nordmann Dienstleistungen und Lizenzen GmbH, Wildeshausen *4 100 Nein
20. Norddeutsche Inventar Verleih GmbH (NIV), Wildeshausen *4 100 Nein
21. Nordische Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stralsund *1 100 Ja
22. Nordmann Fachgroßhandels Holding GmbH, Wildeshausen *4 100 Nein
23. Nordmann Food & Beverage GmbH, Stralsund *2 100 Ja
24. Nordmann Hamburg Beteiligungs GmbH, Hamburg *4 100 Nein
25. Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund 100 Ja
26. NZD Management GmbH, Stralsund (vormals: Wildeshausen) *1 100 Ja
27. Ratsherrn Brauerei GmbH, Hamburg 100 Ja
28. LandWert Feinkost GmbH, Sundhagen *4 100 Ja
29. SCHANZENHÖFE Braumanufaktur GmbH, Hamburg *2 100 Ja
30. ECHT Gastro Partner Nord-West GmbH, Wildeshausen *4 100 Nein
31. Zisch GmbH, Wildeshausen *2 100 Ja
Konsolidierte assoziierte Unternehmen
lfd. Nr. Name, Sitz Anteil
in %
1. BGH Doldenmädel GmbH, Binz *6 30
2. Braugasthaus Oldenburg GmbH, Oldenburg *6 49

*1 Gesellschaft wurde erstmals im Dezember 2013 konsolidiert

*2 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2014 konsolidiert

*3 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2016 konsolidiert

*4 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2018 konsolidiert

*5 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr zum 5. August 2019 konsolidiert

*6 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2021 konsolidiert

*7 Gesellschaft wurde erstmals zum 31. Dezember 2023 konsolidiert

Anteile

Name Sitz Anteil *8 Eigenkapital *8 Ergebnis *9
Kron-Lastadie Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG Stralsund 16% -79.243,76 € -535.970,50 €

*8 Aufgrund erbrachter disquotaler Einlagen in das Eigenkapital der Gesellschaft, eines in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens, entspricht der rechnerische Anteil am Eigenkapital nicht dem jeweiligen Anteil am Gesamthandsvermögen

*9 Die Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die nach § 301 HGB vorzunehmende Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet worden. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind darüber hinaus die Innenumsatzerlöse mit den verursachten Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden. Darüberhinausgehende Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden ebenso wie Zwischenergebnisse eliminiert.

Hinzuerwerbe von Anteilen an Tochterunternehmen (Aufstockung) werden als Kapitalvorgang abgebildet. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Bislang nach § 296 HGB nicht voll konsolidierte Tochterunternehmen werden erstmalig jeweils zu Beginn des Konzerngeschäftsjahres einbezogen, in dem die Voraussetzungen des Einbeziehungswahlrechtes weggefallen sind. Grundsätzlich erfolgt die Erst-, Übergangs- und Entkonsolidierung eines Tochterunternehmens zu dem Zeitpunkt an dem erstmals die Voraussetzungen des § 290 HGB erfüllt sind oder die Möglichkeit des beherrschenden Einflusses endet. Sollte dieser Zeitpunkt nur unwesentlich vom Bilanzstichtag abweichen wird auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses verzichtet.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen werden in den Folgejahren im Verhältnis der Veränderung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen fortgeschrieben. Ein sich bei der Erstkonsolidierung aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts ergebener technischer Unterschiedsbetrag wird entsprechend seiner Entstehung erfolgsneutral mit der Konzerngewinnrücklage verrechnet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

V. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen innerhalb einer Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren bilanziert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener Immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird Gebrauch gemacht. Diese werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben.

Im Rahmen von Asset Deals entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Soweit sich bei der Erstkonsolidierung ein Unterschiedsbetrag ergeben hat, wurde dieser als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, sofern er auf der Aktivseite entstanden ist. Diese Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 5 beziehungsweise im Fall des aus der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2018 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwertes über 10 Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter über € 250,00 und bis zu € 1.000,00 werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, wird Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen werden mit Ausnahme der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige angemessene Gemeinkosten und Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Beim Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich insbesondere um Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Verbindung mit Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" sowie um Zuschüsse im Zusammenhang mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz - FZulG). Der Sonderposten hat überwiegend Eigenkapitalcharakter und wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %). Aufgrund der Festbetragswertvereinbarung werden jährliche Rentenerhöhungen nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen und Genossenschaftsanteile in Höhe von € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.) betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an Kunden der Nordmann Gruppe in Höhe von € 3,7 Mio. (Vorjahr € 3,6 Mio.) sowie Ausleihungen an nahestehende Unternehmen in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Forderungen gegen Gesellschafter und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. PASSIVA

Eigenkapital

Der in den Bilanzverlust einbezogene Verlustvortrag beträgt T€ 12.390 (Vorjahr Verlustvortrag T€ 4.697).

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Eingestellt wurden Zuwendungen aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie im Zusammenhang mit dem Forschungszulagengesetz. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagegegenstände.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 10,7 Mio. (Vorjahr € 9,4 Mio.) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Corona Zuschüssen € 6,9 Mio. (Vorjahr € 5,8 Mio.), für Rückvergütungsverpflichtungen € 1,0 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.), für Pfandgelder € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.), für ausstehende Rechnungen € 0,8 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.) und Personalkosten € 1,1 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre - der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) - in Höhe von 1,83% (Vorjahr: 1,78%) abgezinst.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 0,0 % zugrunde gelegt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des 7-Jährigen und 10-Jährigen Durchschnittzinssatzes beläuft sich auf € 4.499,00 (Vorjahr: € 20.993,00). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben stichtagsbezogen in Höhe von € 23,3 Mio. (Vorjahr € 20,1 Mio.) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von € 13,8 Mio. (Vorjahr € 18,6 Mio.) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von € 1,6 Mio. (Vorjahr € 2,6 Mio.) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 3,7 Mio. (Vorjahr € 3,5 Mio.) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von € 1,5 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, jedoch weniger als fünf Jahren.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen € 0,5 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.) Steuerverbindlichkeiten sowie Nebenleistungen auf Steuern. Ferner entfallen T€ 9 (Vorjahr T€ 9) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf den steuerlichen Verlustvorträgen der Nordmann Unternehmensgruppe GmbH und wurden mit dem Steuersatz 30,88 % berücksichtigt.

Weiterhin bestehen aktive latente Steuern, die auf unterschiedlichen Bewertungsansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich des Finanzanlagevermögens aus dem Einzelabschluss einbezogener Gesellschaften resultieren. Dabei wurde der Berechnung ein Steuersatz von 15,58 % zu Grunde gelegt.

Die verrechneten passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven auf Gebäuden. Dabei wurde der Berechnung ein Steuersatz von 15,75 % zu Grunde gelegt.

Art und Form der Sicherheiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 4,5 Mio. durch Abtretung von Versicherungsansprüchen besichert. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 14,4 Mio. durch Grundschulden auf Betriebsimmobilien, die Abtretung von Rückgewähransprüchen vorrangiger Grundschulden, die Sicherungsübereignung von beweglichem Anlagevermögen, Fuhrpark und Vorratsvermögen sowie einer Globalzession, der Abtretung von Marken - und Patentrechten und der Abtretung von Ausleihungen und Darlehensforderungen besichert.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf die Herstellung und den Handel mit Bier, Wein, Spirituosen und alkoholfreien Getränken in Norddeutschland.

Die Umsätze unseres Konzerns betrugen im abgelaufenen Jahr € 124,9 Mio. Sie betreffen mit 76,2 % den Getränkegroßhandel, mit 8,3 % die Herstellung von Bier, mit 8,0 % den Betrieb von Gastronomiebetrieben und mit 3,6 % den Einzelhandel. Die verbleibenden 3,9 % entfallen auf übrige Umsätze.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von € 0,0 Mio. Erträge (Vorjahr € 2,7 Mio.) aus Corona-Finanzhilfen des Bundes, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.), den Entkonsolidierungsgewinn aus der Veräußerung der Anteile an der ECHT Gastro Partner GmbH, Hamburg, in Höhe von € 3,1 Mio. sowie periodenfremde Erträge in Höhe von € 4,7 Mio. (Vorjahr € 3,8 Mio.). Die periodenfremden Erträge betreffen neben den Erträgen aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten in Höhe von € 1,9 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.), Erträge aus Abgängen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von € 1,6 Mio. (Vorjahr € 1,5 Mio.) sowie hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 39) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr € 0,7 Mio.) Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung des Konzerns sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 3,1 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.). Diese betreffen im Wesentlichen mit € 1,1 Mio. (Vorjahr € 1,4 Mio.) mögliche Rückzahlungsansprüche aus Corona-Finanzhilfen des Bundes sowie Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von € 1,3 Mio. (Vorjahr € 2,7 Mio.).

Abschreibungen

Im Jahr 2023 wurde der im Rahmen von Kapitalkonsolidierungsvorgängen entstandene Geschäfts- und Firmenwert mit € 0,5 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.) planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 0,7 Mio. berücksichtigt. Hiervon entfallen € 0,2 Mio. auf einen im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erstkonsolidierung der Möwenherz GmbH, Wildeshausen, entstandenen Geschäfts- und Firmenwert. Dabei wurde der Buchwert des am Bilanzstichtag ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwertes dem zu diesem Zeitpunkt ermittelten beizulegenden Wert des Geschäfts- oder Firmenwertes der Gesellschaft gegenübergestellt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit T€ 1 (Vorjahr T€ 32) Zinsen auf Steuern.

D. Sonstige Angaben

I. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds in Höhe von € -17,0 Mio. (Vorjahr € -13,3 Mio.) entspricht der Summe aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und der Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.

II. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus bestehenden Bürgschaften aus Darlehensverbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.), welche in Höhe von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.) über ein verpfändetes Bankkonto besichert sind.

Weiterhin bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von € 7,1 Mio. Hierunter fällt eine zu Gunsten eines Unternehmens mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht gegenüber einem Kreditinstitut abgegebene Kapitaldienstgarantie, welche im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Immobilie steht. Dabei sind die betreffenden Darlehen neben dieser Garantie auch durch erstrangige Grundschulden auf diese Immobilie besichert. Die Kapitaldienstgarantie beläuft sich lt. Vereinbarung auf maximal T€ 565 p.a. und gilt bis zur vollständigen Tilgung dieser Darlehen. Zum 31. Dezember 2023 valutieren die Darlehen mit T€ 6.232.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet und eine Rückstellung insoweit nicht gebildet.

Im Hinblick auf die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB hat die Nordmann Beteiligungs GmbH für diverse Tochtergesellschaften Einstandserklärungen abgegeben.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt € 10,9 Mio. (Vorjahr € 8,9 Mio.) sowie aus befristeten Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von € 3,2 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.).

Weiterhin existieren unbefristete Miet- und Pachtverträge mit einem Jahresaufwand in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 2,2 Mio.) sowie unbefristete Leasing- bzw. Serviceverträge mit einem Jahresaufwand in Höhe von € 1,3 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.).

Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind auch wesentliche Vorteile des Geschäfts. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Leasingobjekte bei eintretendem technischem Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten.

IV. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 286 (Vorjahr 272) Arbeiter und 231 (Vorjahr 240) Angestellte für den Konzern tätig.

V. Verwendung des Jahresergebnisses der Muttergesellschaft

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von € -83.891,05 auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von T€ 222 berechnet, welches in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

VII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Mit Vereinbarungen vom 24. Januar 2024 wurde der zum 31. Dezember 2023 bestehende Konzern durch Umstrukturierungen in drei selbständige Bereiche - von denen einer unter der Nordmann Beteiligungs GmbH verbleibt - aufgeteilt. Grundsätzliches Ziel ist es die Generationsnachfolge zu ermöglichen, die Gruppenstruktur zu vereinfachen sowie die Finanzsituation erheblich zu verbessern.

Im Zuge der Umstrukturierungen wurde mit den kreditgebenden Banken im Rahmen einer Neufinanzierung ein Großteil der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Altfinanzierungen (insbesondere Corona-Kredite) abgelöst und durch neue, den jeweiligen Bereichen zugeordneten, Darlehens- und Kontokorrentfinanzierungen ersetzt.

Die Neufinanzierung wirkt sich dabei positiv auf die zukünftige Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns aus, da die neu abgeschlossenen Darlehensverträge des verbleibenden Teils des Konzerns längere Laufzeiten, tilgungsfreie Zeiten und Sondertilgungsmöglichkeiten vorsehen. Insbesondere die kurze Laufzeit und die hohen Tilgungsraten der Corona-Kredite hatten die Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2023 erheblich belastet. Im Geschäftsjahr 2024 wird von einer deutlichen Reduzierung des negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgegangen.

Nach der vorgenommenen Neustrukturierung des Konzerns verbleiben, neben der Konzernmuttergesellschaft und zwei Gesellschaften aus deren Angabe erhebliche Nachteile i.S.d. § 313 Abs. 3 S. 1 HGB drohen, folgende Gesellschaften im Konsolidierungskreis:

Konsolidierte verbundene Unternehmen nach Neustrukturierung Januar 2024
lfd. Nr. Name, Sitz Anteil
in %
1. BGH Kreuzberg GmbH, Berlin 60
2. ECHT Gastro Partner Regio, Berlin 100
3. Getränke Nordmann GmbH, Stralsund 100
4. Gut Stahlbrode GmbH & Co. KG, Sundhagen 94
5. Landwerthof Stahlbrode Beteiligungs GmbH, Sundhagen 94
6. meerSinn Hotel und Gastronomie GmbH, Binz/Rügen 100
7. Nordische Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stralsund 100
8. Nordmann Food & Beverage GmbH, Stralsund 100
9. Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund 100
10. LandWert Feinkost GmbH, Sundhagen 100
11. NZD Management GmbH, Stralsund 100
12. FON Verwaltungs-GmbH, Stralsund 100

Da zum 31. Dezember 2023 33 Gesellschaften vollkonsolidiert wurden und zum 24. Januar 2024 hiervon 18 Gesellschaften ent- oder übergangskonsolidiert werden, wird dies wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben.

VIII. Organe

Geschäftsführer sind die Herren

• Fritz-Dieter Nordmann, Wildeshausen, bis 30.04.2024

• Oliver Nordmann, Altefähr.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie sind hauptberuflich für diese und andere Gesellschaften der Nordmann-Gruppe tätig. Auf § 286 Absatz 4 HGB wird verwiesen. Die Angabe über die Summe der Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2023 aktiven Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleibt gemäß der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB.

 

Stralsund, den 16. September 2024

Nordmann Beteiligungs GmbH

gez. Oliver Nordmann

Konzernanlagespiegel

Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.916.675,74 0,00 246.656,24 1.965.911,24 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.671.381,37 2.160,00 922.233,26 35.189,40 45.296,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 48.992.345,71 0,00 204.140,36 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.363.713,78 0,00 644.399,98 -2.001.100,64 12.372,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 70.944.116,60 2.160,00 2.017.429,84 0,00 57.668,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.462.035,50 0,00 85.837,86 0,00 1.758.746,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.045.597,74 0,00 281.401,23 1.504.518,74 4.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.673.980,84 21.220,78 1.993.897,18 0,00 679.660,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.504.518,74 0,00 47.496,25 -1.504.518,74 0,00
Summe Sachanlagen 65.686.132,82 21.220,78 2.408.632,52 0,00 2.442.406,75
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 114.376,37 0,00 81.287,08 0,00 0,00 *)
2. Beteiligungen 2.732.443,92 5.000,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 5.905.539,56 0,00 1.405.337,24 0,00 1.861.039,67
Summe Finanzanlagen 8.752.359,85 5.000,00 1.486.624,32 0,00 1.861.039,67
Summe Anlagevermögen 145.382.609,27 28.380,78 5.912.686,68 0,00 4.361.114,91

*) Davon in voller Höhe aus Konsolidierungsvorgängen (Equity-Methode)

Abgang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.658.600,34 2.470.642,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.035,20 14.181.632,34
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 49.196.486,07
4. Geleistete Anzahlungen 887.643,78 106.997,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.950.279,32 65.955.758,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.695,40 24.756.431,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 15.827.517,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 200.882,80 24.808.555,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 47.496,25
Summe Sachanlagen 233.578,20 65.440.001,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 195.663,45
2. Beteiligungen 0,00 2.737.443,92
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 158.571,40 5.291.265,73
Summe Finanzanlagen 158.571,40 8.224.373,10
Summe Anlagevermögen 7.342.428,92 139.620.132,90
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.860.804,45 0,00 826.501,36 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.470.820,45 997,09 748.145,89 45.296,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 45.646.380,23 0,00 766.141,51 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 60.978.005,13 997,09 2.340.788,76 45.296,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.520.825,40 0,00 832.237,14 825.246,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.091.922,46 0,00 1.252.730,77 3.071,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.160.352,22 14.123,69 1.424.805,31 657.165,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 38.773.100,08 14.123,69 3.509.773,22 1.485.483,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 30.692,92 4.999,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 1.523.567,36 0,00 65.600,99 0,00
Summe Finanzanlagen 1.554.260,28 4.999,00 65.600,99 0,00
Summe Anlagevermögen 101.305.365,49 20.119,78 5.916.162,97 1.530.779,66
Abschreibungen
Abgang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.740.316,22 1.946.989,59
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 167.520,41 13.007.146,53
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 46.412.521,74
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 61.366.657,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.394,36 11.525.421,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.341.581,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.354,21 19.818.761,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 125.748,57 40.685.765,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 35.691,92
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 239.605,70 1.349.562,65
Summe Finanzanlagen 239.605,70 1.385.254,57
Summe Anlagevermögen 365.354,27 103.437.677,68
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 523.653,29 3.055.871,29
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.174.485,81 1.200.560,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.783.964,33 3.345.965,48
4. Geleistete Anzahlungen 106.997,34 2.363.713,78
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.589.100,77 9.966.111,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.231.009,96 14.941.210,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.485.935,93 5.953.675,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.989.793,78 4.513.628,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.496,25 1.504.518,74
Summe Sachanlagen 24.754.235,92 26.913.032,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 195.663,45 114.376,37
2. Beteiligungen 2.701.752,00 2.701.751,00
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 3.941.703,08 4.381.972,20
Summe Finanzanlagen 6.839.118,53 7.198.099,57
Summe Anlagevermögen 36.182.455,22 44.077.243,78

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 30.09.2024 gebilligt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des unabhängigen Abschlussprüfers:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN Abschlussprüfers

An die Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Nordmann Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nordmann Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bremen, den 16. September 2024

NORDDEUTSCHE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fruggel, Wirtschaftsprüfer

Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin

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