MySolity Two Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Adrian seit 30.3.2026 | Prokura |
Marius Dr. Mölders seit 5.2.2026 | Prokura |
Jessica Chiara Blank seit 28.3.2025 | Prokura |
Markus Friedrich Bach seit 9.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 65.00% | |
| 35.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
chargecloud GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht der Geschäftsführungchargecloud GmbHA. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland gemäß einer Pressemitteilung der Bundesregierung vom 15.01.2024 einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Dieser Rückgang, der kalenderbereinigt bei 0,1 % lag, deutet auf eine stockende gesamtwirtschaftliche Entwicklung im krisengeprägten Umfeld hin, wie Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin erläuterte. Die Ursachen für diese Entwicklung waren die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, steigende Zinsen und eine nachlassende Nachfrage im In- und Ausland. Trotz dieser Rückgänge lag das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, um 0,7 % höher.1 Die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft Im Jahr 2023 betrug der Anteil des Dienstleistungssektors an der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland 68,5 %. Dieser Sektor trägt wesentlich zur Wirtschaftsleistung bei. „Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.“ 2 Weiterhin hohe Inflationsrate 2023 Die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland betrug im Jahr 2023 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr, wie vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate bei 3,7 %, nachdem sie in den vorangegangenen Monaten rückläufig war. Die Preise für Energieprodukte stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 5,3 %. Die Teuerung wurde maßgeblich von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Im Laufe des Jahres 2023 zeigten sich zudem Sondereffekte in den monatlichen Inflationsraten auf Verbraucherebene, teilweise aufgrund umgesetzter Entlastungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 ähnlich wie im Vorjahr 2022 teilweise ab.3 2. Branchenspezifische Entwicklung Allgemein In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr 2023 wieder signifikant mehr Neuwagen zugelassen worden als noch 2022. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen im Gesamtjahr um 7,3 % auf 2,84 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1 %.4 Wie hoch ist der Anteil an Elektroautos in Deutschland? Das Absatzwachstum bei Elektroautos hat sich in Deutschland im vergangenen Jahr verlangsamt. Insgesamt kamen 524.219 neue E-Autos auf die Straße und damit 11,4 % mehr als im Vorjahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Im vergangenen Jahr hingegen war die Zahl der Neuzulassungen noch um 30 % gestiegen.5 Anzahl der öffentlichen Ladepunkte in Deutschland und Europa In den vergangenen Jahren hat die Anzahl der Ladesäulen in Deutschland kontinuierlich zugenommen. Gemäß Angaben der Nationalen Leitstelle stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 um knapp 17.000 auf etwa 97.500 an. Zum Jahresabschluss 2023 waren in Deutschland über 106.000 öffentliche Ladepunkte verfügbar, wovon 17 % Schnellladepunkte waren. Fast 63 % der deutschen Schnellladepunkte erreichen eine maximale Ladeleistung von mindestens 150 kW, während 30 % aller Ladepunkte eine maximale Leistung von mindestens 300 kW aufweisen. Die Gesamtladeleistung in Deutschland beläuft sich auf etwa 4.500 MW, wobei 64 % der Ladepunkte Schnellladepunkte sind. Der Durchschnittsladestrom pro Ladepunkt liegt bei 44 kW.6 Ladepunkte im EU-Ländervergleich Die Zahl der Ladepunkte in der Europäischen Union stieg auch im Jahr 2023 weiter auf insgesamt rund 632.400. Der Anteil der mit Gleichstrom betriebenen Ladepunkte lag bei etwa 12,9 %. Bei den Ladepunkten in Europa nach Ländern verzeichneten Anfang 2024 die Niederlande die höchste Zahl.7 3. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Weiterentwicklung der chargecloud Die chargecloud GmbH ist ein im Jahr 2016 gegründetes Startup und im Bereich der E-Mobilität tätig. Die flexible Software-Lösung auf Cloudbasis („Software-as-a-Service“) ermöglicht den erfolgreichen Betrieb von Ladeinfrastruktur. Mit einer Reihe an zusätzlichen Dienstleistungen rund um die E-Mobilität wird das Produktportfolio ergänzt. Die Marktposition der chargecloud GmbH konnte im Jahr 2023 innerhalb Deutschlands gezielt weiter ausgebaut werden, sodass die Anzahl der angebundenen Ladepunkte um über 70 % gesteigert und der Umsatz mehr als verdoppelt werden konnte. Ermöglicht wurde dies durch einen stringenten Fokus auf Scale-up Prozesse innerhalb der Organisation. Um den Anforderungen am Markt gerecht zu werden, musste chargecloud sich strukturell neu organisieren, um die Masse an Software- & Service-Anforderungen stemmen zu können. Nach Neuorganisation und Prozesseinführungen wurde ein Qualitätsmanagement aufgesetzt, sodass Ende 2023 eine erfolgreiche Zertifizierung gemäß ISO 9001 erfolgen konnte. Der Schwerpunkt auf interner Organisationsentwicklung ist durchaus begründet. Angesichts schwächerer Marktbedingungen - wie dem Fehlen neuer Förderprogramme, zunehmender Insolvenzen und einer schwächeren Zahlungsbereitschaft - war es notwendig, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, um chargecloud kontinuierlich und sicher zum Erfolg zu führen: 1. Im Jahr 2023 wurden keine bundesweiten neuen Förderprogramme im Bereich der Elektromobilität aufgelegt bzw. bestehende Förderprogramme plötzlich beendet (z. B. der „Umweltbonus“). Dies steht im Gegensatz zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern und bremst das Wachstum in Deutschland. 2. Insolvenzen von Unternehmen wie „ABL“ und „elvah“ verdeutlichen das bestehende wirtschaftliche Risiko im Markt. Dank einer stabilen Finanzierung durch langfristig planende Gesellschafter, dem Fokus auf nachhaltiges Wachstum und zufriedene Bestandskund:innen konnte chargecloud sich trotz des unsicheren Marktes positiv weiterentwickeln. 3. Die Zahlungsbereitschaft der Kund:innen hat direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft. Finanziell musste ein größeres Risiko in Bezug auf die Liquidität berücksichtigt werden. Es ist jedoch positiv anzumerken, dass gegen Ende 2023 die Zahlungen wieder pünktlicher eingegangen sind. Zusammenfassend konnte chargecloud seine Position als Marktführer im Bereich E-Mobility Software-as-a-Service in Deutschland erfolgreich verteidigen. Der Fokus auf den deutschen Markt, die eigene Roadmap und die Stärkung der internen Organisation waren eine Reaktion auf die instabile Marktsituation, in der Risiken adressiert werden mussten. Auch in Zukunft wird chargecloud sorgfältig die verschiedenen Risiken abwägen, die von Marktbedingungen, der Organisationsstruktur und dem Wettbewerb abhängen, um eine maßgeschneiderte Geschäftsstrategie zu entwickeln, die weiterhin zum Erfolg des Unternehmens führt. Personalentwicklung chargecloud Im Jahr 2023 wurde chargecloud zum dritten Mal in Folge als Top-Unternehmen auf der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu ausgezeichnet. Dies ist hauptsächlich auf die Remote-First-Strategie, die attraktiven Tätigkeitsfelder in der E-Mobilität, die Unternehmenskultur und das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens zurückzuführen. Das rasante Firmenwachstum schafft ein Umfeld mit vielfältigen Karrieremöglichkeiten, das sowohl intern als auch extern positiv wahrgenommen wird. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl an Bewerbungen wider, da über 2.000 Bewerbungen für offene Stellen bei chargecloud eingegangen sind. Trotz eines Anstiegs der Ladepunkte um 70 % und des Umsatzes um 143 % konnte dies mit einem Personalwachstum von nur 43 % bewältigt werden., welches die Skalierbarkeit des Geschäfts belegt. Zum Ende des Jahres 2023 beschäftigte chargecloud insgesamt 115 Vollzeitmitarbeitende. Umsatzerlöse und vertriebliche Aktivitäten Im Jahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft einen Anstieg der Ladepunkte um etwa 70 %, wobei sowohl erfolgreiche Neukundenakquisitionen als auch die bestehenden Kund:innen, insbesondere die Gruppe der "Multiplikatoren", dazu beigetragen haben. Das Wachstum der Ladepunkte bei bestehenden Kunden bildet eine solide Basis, um die Präsenz von chargecloud im Markt zu festigen (Bruttoanzahl der Ladepunkte). Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Jahr 2023 um rund 143 % und übertrafen damit deutlich die Wirtschaftsplanung. Neben dem Wachstum der Ladepunkte ist dies vor allem auf eine verstärkte Auslastung der Ladeinfrastruktur zurückzuführen. Früher führten individuelle Anforderungen von Großkund:innen zu Verzögerungen bei der Umsetzung der eigenen Produkt-Roadmap von chargecloud. Im Jahr 2023 wurde als Teil des neuen „chargecloud-Ökosystems“ eine B2B-Community für Mandant:innen eingeführt, sowie ein Marktplatz angeboten. Beide Angebote zielen darauf ab, die Bedürfnisse der Kund:innen zu erfüllen, ohne die hausinterne Software-Entwicklung zu beeinträchtigen. In der Community können Mandant:innen neue Ideen und Anforderungen direkt einbringen, bewerten lassen und vom Produkt-Team der chargecloud aufgreifen lassen. Gleichzeitig ermöglicht die Community den Mandant:innen den Austausch untereinander sowie das Erhalten von Feedback von unserem chargecloud Community-Team. Etwa ein Drittel der Mandant:innen hat sich bereits über diese Plattform angemeldet. Der chargecloud Marktplatz schließt die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Durch unsere erfolgreiche Partnervermittlung können Kund:innen ihre weiteren Bedürfnisse innerhalb unseres chargecloud-Ökosystems erfüllen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden, wie auch in den Vorjahren, Aufwendungen für externe Entwickler:innen als auch selbst erstellte Entwicklungsleistungen in einem niedrigen 7-stelligen Wert aktiviert. Hierbei handelt es sich um die gebotene und geplante Weiterentwicklung der Softwaremodule. B. Lage der Gesellschaft zum 31.12.2023 Das Vermögen der Gesellschaft besteht hauptsächlich aus den im Jahr 2016 erworbenen Software-Lizenzen sowie Software-Modulen, die über Lizenzverträge an zukünftige Kund:innen vermarktet werden sollen, um die Überwachung und Abrechnung von E-Mobility-Ladepunkten zu ermöglichen. Zum 31.12.2023 weist die Gesellschaft ein Bankguthaben von etwa 3,5 Mio. € aus, welches sich aus der Kapitalausstattung der Gesellschafter im Gründungszeitraum sowie Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschafter in den Jahren 2018 bis 2023 in Höhe von 12,4 Mio. € und einem Gesellschafterdarlehen von 1 Mio. € ergibt. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 12,6 Mio. €, während die Rückstellungen T€ 385 betragen. Das Eigenkapital beträgt 6,4 Mio. €. Das gesamte Anlagevermögen ist somit durch Eigenkapital abgedeckt, was auf eine gute bis sehr gute Vermögenslage hinweist. Die Eigenkapitalquote beträgt 33,1 %. Die Finanzlage ist ebenfalls positiv. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung ist die Liquidität ersten und zweiten Grades positiv. Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft anhand von Leistungsindikatoren die regelmäßig aus den Fachbereichen erhoben werden. Die wichtigsten Kennzahlen werden monatlich mit den Planwerten verglichen und mindestens quartalsweise den Gesellschafter in einem Quartalsbericht vorgestellt. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, zählen: • die Umsatzerlöse sowie • das Ergebnis nach Steuern. Als nichtfinanzieller Indikator wird die Anzahl der Ladepunkte für die Steuerung des Unternehmens herangezogen. Die Ertragslage übertrifft die Planungen der Geschäftsführung und der Gesellschafter. Nach der aktualisierten Planung für die Jahre 2024-2028 wird erstmals für das Geschäftsjahr 2025 ein deutlich positives Jahresergebnis erwartet. Die erhöhte Ausstattung mit Personalkapazitäten hat zu einem Aufwand von 7,2 Mio. € geführt, der um 0,5 Mio. € niedriger als geplant war. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 99 T€, der um 2.003 T€ niedriger ist als geplant. Die Hauptgründe für diesen niedrigeren Verlust als geplant waren geringere Aufwendungen im Personalbereich und bei den Abschreibungen sowie stark gestiegene Umsatzerlöse. Das Wachstum im Roaming-Bereich übertrifft weiterhin deutlich die Erwartungen. Im Geschäftsjahr konnte die Anzahl der Ladepunkte auf 49.798 Stück gesteigert werden und liegt damit um 7.127 Stück über den erwarteten Planzahlen von 42.671 Stück. Stellungnahme zur öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Gesellschaft nach § 108 Abs. 2 Nr. 2 GO NRW Die Gesellschaft erbringt ihren öffentlichen Zweck durch die Erbringung von IT-basierten E-Mobilitätslösungen, die zur Sicherung einer krisenfesten Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft zu wettbewerbsfähigen Preisen beitragen. C. Voraussichtliche zukünftige Entwicklung Die Annahmen und Erwartungen über die zukünftige Entwicklung erfolgen basierend auf der Grundlage des aktuellen Informationsstandes. Prognosen zur wirtschaftlichen Situation sind bereits grundsätzlich, im aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeld weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Dies gilt gleichermaßen für die gesamtwirtschaftliche sowie für die branchenspezifische Situation. Generell zeichnen sich leicht abgekühlte Aussichten für den Markt und den Sektor ab. Der Ausfall bundesweiter Fördermittel für das Jahr 2024, die bestehenden politischen Unsicherheiten und eine Absatzschwäche der deutschen Autoindustrie im E-Auto-Bereich bedeuten, dass das Marktwachstum der nächsten Jahre schwerer zu prognostizieren ist als in den vergangenen Jahren. Während in den vergangenen Jahren noch häufig neue Start-ups im Bereich E-Mobilität gegründet wurden, hat sich dieser Trend im Jahr 2023 verlangsamt, nachdem bis Mitte 2022 noch einige Neueintritte verzeichnet wurden. Für die kommende Jahre wird eine weitere Konsolidierung im Markt erwartet. Um in diesem Markt zu bestehen, muss chargecloud eine kritische Masse erreichen und hierfür u. a. vermehrt Ladepunkte im Ausland akquirieren. Diese Internationalisierung ist in der Wirtschaftsplanung bereits berücksichtigt. Die schwache Jahresendphase 2023 mit einem Rückgang des realen BIP um 0,3 % deutet darauf hin, dass zum Jahresbeginn 2024 keine Belebung in Sicht ist. Die Stimmung sowohl bei Verbraucher:innen als auch in Unternehmen hat sich zuletzt eingetrübt. Faktoren wie die schwache Nachfrage im Ausland, Streiks im öffentlichen Verkehr, hohe Krankenstände und geopolitische Spannungen können dazu führen, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung weiter verzögert.8 Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2024 vorrausichtlich stagnieren bzw. nur leichtzunehmen. „Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP laut Regierung um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen.“ „Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.“ 9 Umweltbonus kurzfristig Ende 2023 beendet „Im Zuge der Verhandlungen zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) ist am 13. Dezember 2023 beschlossen worden, die Förderung durch den Umweltbonus zeitnah zu beenden. Mit Ablauf des 17. Dezember 2023 können daher keine neuen Anträge mehr für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Hintergrund ist die Umsetzung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, in dessen Folge dem KTF 60 Milliarden Euro entzogen werden. Daher muss der Wirtschaftsplan des KTF für 2024 neu aufgestellt werden und ihm stehen weniger Mittel zur Verfügung.“ 10 Nach aktueller Planung der chargecloud wird auch für das Jahr 2024 mit einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse gerechnet und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,8 Mio. € erwartet. Der Jahresfehlbetrag resultiert aus geplanten höheren Investitionen in neue Länder, Marketing, Fortbildung und externe Entwicklung zur Modernisierung. Dabei geht die Gesellschaft von rund 90.000 angebundenen Ladepunkten bis Ende 2024 aus, was einem Wachstum von etwa 80% entspricht. Aufgrund der guten Entwicklung im Jahr 2023 und trotz des aktuell schwierigen Umfelds erwartet die Geschäftsführung ein erstmals positives Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2025. Bei guter gesamtwirtschaftlicher Entwicklung könnte dies schon 2024 erreicht werden, was durch die politischen Umstände derzeit jedoch erschwert wird. D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Elektromobilität hat sich in den letzten Jahren als entscheidender Bestandteil der deutschen Politik und Gesellschaft etabliert. Sowohl Privatkund:innen als auch Flottenbetreiber, die Wohnungswirtschaft und LKW-Betreiber setzen vermehrt auf Elektromobilität. Dieser Trend wird sowohl von der EU als auch von der Bundesregierung grundsätzlich unterstützt, die strenge Grenzwerte bis 2035 planen, um den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebe zu beschleunigen. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen es chargecloud, zumindest auf europäischer Ebene, weiterhin hohe Wachstumsraten im Bereich Elektromobilität zu realisieren. Das Unternehmen plant, seine bisherigen Erfolge als Sprungbrett zu nutzen, um Erfahrungen auf Auslandsmärkten wie Spanien und Italien zu sammeln und dort erste Kund:innen zu gewinnen. Dennoch bleibt Deutschland der Hauptmarkt, und die bestehende Kundenbasis bildet die Grundlage für den weiteren Erfolg. Als Risiken stehen vor allem das sich schnell verändernde Marktumfeld und mögliche regulatorische Eingriffe im Sektor im Vordergrund, die zu Anpassungen der Unternehmensstrategie führen könnten. Zudem bleibt unklar, ob Deutschland in absehbarer Zeit ein Ende der Rezession erleben wird. Planungssicherheit und Klarheit für das Ende der Verbrenner und gewährte Fördermittel - insbesondere auf politischer Ebene - würde sich positiv auf die verschiedenen Akteure im Markt auswirken. Die Europawahl 2024 bietet diesbezüglich einige Risiken für strategische Richtungswechsel auf EU-Ebene nach der Wahl. Um im komplexen und sich noch entwickelnden Markt ihre Position zu stärken, setzen viele Unternehmen auf Wachstum anstelle von unmittelbarer Profitabilität. Konsolidierungen wie zwischen ChargePoint und has-to-be oder Compleo, Innogy und Wallbe sowie hohe Firmenbewertungen wie bei Monta und Virta sind Beispiele dafür. Die Stabilität und Neutralität von chargecloud wird jedoch weiterhin als Chance betrachtet. Ein weiterer Risikofaktor für die interne Organisation ist der Mangel an Fachkräften insbesondere in Deutschland, was den effizienten Ausbau des Unternehmens verlangsamt. Es sollte langfristig überlegt werden, ob chargecloud internationales Recruiting einführen sollte, um Stellen schneller besetzen zu können. Alle genannten Risikofaktoren sind in der mittel- und langfristigen Finanzplanung angemessen berücksichtigt. F & E Bericht Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Softwareprodukte. Hierzu werden analog zum Ladepunkt- und Umsatzwachstum die entsprechenden Ressourcen weiter ausgebaut. Diese Entwicklung wird im kommenden Geschäftsjahr weiter forciert. Versicherung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung versichert, dass die Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wurde. Die wesentlichen Chancen und Risiken wurden beschrieben.
Köln, den 19.04.2024 gez. Markus Bach, Geschäftsführer chargecloud GmbH 1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/255082/umfrage/struktur-des-bruttoinlandsprodukts-in-deutschland/ 3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html 4 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/kba-neuzulassungen-2023-pkw-auto-100.html 5 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/autos-zulassungszahlen-100.html 6 https://nationale-leitstelle.de/wp-content/uploads/2024/02/oeLIS_Report_2023_Dez_2024_Feb.pdf 7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1265922/umfrage/oeffentliche-ladepunkte-fuer-e-autos-in-europa-nach-laendern/ 8 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/08-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html 9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/ 10 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2023/12/20231216-umweltbonus-endet-mit-ablauf-des-17-dezember-2023.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Der Jahresabschluss wird, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze, gemäß § 12 Gesellschaftsvertrag nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt. § 6b EnWG enthält besondere Vorschriften zur Buchführung und Rechnungslegung von Energieversorgungsunternehmen. Die Gesellschaft übt keine der einschlägig in § 6b Abs. 3 Nr. 1 bis 7 EnWG genannten Tätigkeiten aus. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind, soweit sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, im Anhang aufgeführt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungs- bzw. Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bilanziert. Die liquiden Mittel werden nominal bewertet. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss darstellen. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften angemessen und ausreichend berücksichtigt. Sie werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss darstellen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (als Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Zinsen für Fremdkapital werden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 5.605,96 EUR (Vorjahr: 32.623,97 EUR) ausgewiesen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere im Folgejahr abziehbare Vorsteuern in Höhe von 885.010,50 EUR (Vorjahr: 409.547,14 EUR) und im Folgejahr ausgezahlte Guthaben aus Umsatzsteuervoranmeldungen in Höhe von 538.342,50 EUR (Vorjahr: 294.790,73 EUR) ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 30.000,00 EUR, die Kapitalrücklage 12.437.000,00 EUR. Der Jahresfehlbetrag beträgt 98.961,49 EUR (Jahresfehlbetrag Vorjahr: 978.676,06 EUR). Es besteht eine Ausschüttungssperre auf Grund der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 2.013 TEUR. Rückstellungen Unter den Rückstellungen werden insbesondere für Personalkosten 306.500,00 EUR (Vorjahr: 240.500,00 EUR), für Jahresabschlusserstellung und Jahresabschlussprüfung 27.500,00 EUR (Vorjahr: 18.750,00 EUR) und für sonstige Sachverhalte 9.700,00 EUR (Vorjahr: 4.700,00 EUR) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmern, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Verbindlichkeiten aus der Überlassung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1.000.000,00 EUR zzgl. daraus resultierender Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 35.630,14 EUR ausgewiesen. Bei den im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesenen Verbindlichkeiten handelte es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 124.769,82 EUR. Latente Steuern Aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgütern resultieren passive latente Steuern in Höhe von 967 TEUR, welche durch die Saldierung mit aus steuerlichen Verlustvorträgen der vorhergehenden Geschäftsjahre in Höhe von 8.916 TEUR her ruhenden aktiven latenten Steuer (2.894 TEUR) nicht ausweispflichtig sind. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Steuersatzes in Höhe von 32,46 Prozent. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von 45.349.355,87 EUR (Vorjahr: 18.636.611,55 EUR) verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt: Erlöse aus dem SaaS-Betrieb (Software-as-a-Service) inkl. entsprechender Sonderleistungen, Schulungen, Zertifizierungen und Beratungsleistungen 5.083.169,32 EUR (Vorjahr: 3.331.805,56 EUR), Erlöse aus der Weiterbelastung von Gebühren (insbesondere Roaming) und Waren (Aufkleber) 40.256.634,35 EUR (Vorjahr: 15.303.955,99 EUR), sonstige Erlöse 9.552,20 EUR (Vorjahr: 850,00 EUR). Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten umfasst insbesondere Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz, Investitionszuschüsse und Schadensersatzforderungen. Materialaufwand Abweichend zum Vorjahr werden die Fremdleistungen im Geschäftsjahr 2023 im Bereich der Softwareentwicklung in Höhe von 744.997,58 EUR (Vj.: 493.660,95 EUR) sowie die Fremdarbeiten für den laufenden SaaS-Betrieb in Höhe von 410.652,75 EUR (Vj.: 410.686,70 EUR) im Materialaufwand - Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis dieser Aufwendungen in Höhe von insgesamt 904.347,65 EUR unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst insbesondere Werbekosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen sowie Mietaufwendungen. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 256.062,45 EUR (Vorjahr: 88.043,93 EUR) enthalten. Im Geschäftsjahr hat ein nicht durch einen entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckter Schadensfall zu Aufwendungen in Höhe von 154.110,15 EUR geführt. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht eine sonstige finanzielle Verpflichtung aus Büromiete in Höhe von 216 TEUR. Bei einer Fortführung des abgeschlossenen Vertrags entstehen in den Folgejahren finanzielle Verpflichtungen in ähnlicher Größenordnung. Nahestehende Unternehmen und Personen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben im Geschäftsjahr 2023 nicht stattgefunden. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Geschäftsführer: Herr Markus Bach, Köln Herr Markus Bach erhielt im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von 184.087,90 EUR. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für Leistungen der Abschlussprüfung beträgt im Geschäftsjahr 13,5 TEUR. Nachtragsbericht Folgen für die Gesellschaft, die sich aus derzeit herrschenden oder zukünftig auftretenden politischen Verwerfungen und militärischen Konflikten und daraus resultierenden wirtschaftlichen Beeinträchtigungen ergeben können, lassen sich aktuell nicht verlässlich abschätzen. Die Gesellschaft erwartet aber, dass sich das starke Wachstum sowohl bei elektrobetriebenen Fahrzeugen als auch bei der Ladeinfrastruktur fortsetzen und die chargecloud GmbH daran weiter teilhaben wird. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind. Unterschrift der Geschäftsführung
Köln, 26.03.2024 Markus Bach, Geschäftsführer chargecloud GmbH sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die chargecloud GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der chargecloud GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der chargecloud GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar und • hat die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, zu keinen Einwendungen geführt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Pflichten zur Entflechtung zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungenauf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste unsere Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über die Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Prüfung zielte darauf ab, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG wurden überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Es erfolgte eine Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs.3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Krefeld, 8. Mai 2024 BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH S. Venkitasseril, Wirtschaftsprüfer D. Bottermann, Wirtschaftsprüfer |
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