Mentum Replicas GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Boris Alexander Bachmeier seit 12.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Marco Weicherding seit 14.1.2021 | Prokura |
Wolfgang Diller seit 6.11.2018 | Prokura |
Marcel Glapski seit 23.10.2017 | Prokura |
Gerardo Arcuri seit 23.10.2017 | Prokura |
Gabriela Rogowski seit 8.9.2010 | Prokura |
Joachim Ricker seit 17.2.2010 | Prokura |
Michael Grimm seit 8.8.2003 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arnold AGFriedrichsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI) Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Arnold AG hat das Ziel die führende Marke zu sein, die Erlebnisse aus, mit und durch Metall schafft. Dafür haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feine Antennen und interessieren sich bevorzugt für den Menschen und seiner Interaktion mit dem metallischen Produkt. Das Familienunternehmen bietet seit 1924 Leistungen in der Metallverarbeitung an. Die Erhaltung und Weiterentwicklung der handwerklichen Grundlagen wird ebenso gepflegt, wie der Einsatz und die Nutzung von etablierter Spitzentechnologie. Der dauerhafte Unternehmensbestand ist seit jeher wichtiger als kurzfristige Finanzerfolge. Die Leitung des Unternehmens handelt geprägt von langfristiger Orientierung sowie dem Willen, den notwendigen Wandel aktiv zu gestalten. Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Empfindungen - der Menschen auf Kundenseite genauso wie der späteren Verwender, Weiterverarbeiter, Betrachter und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Metall intelligent verarbeiten, ist die Basis des "Tun". Dies wird durch die Marke metalligent® repräsentiert. Rationale Faktoren wie Verarbeitungsqualität, Verwendungssicherheit, Langlebigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind für Arnold ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass Arnold sich als langfristiger, partnerschaftlicher und zuverlässiger Geschäftspartner versteht. Was Arnold aus und mit Metall fertigt, vereint die gesamte Kompetenz der Arnoldianer und der Partner. Die Wertschöpfung beschränkt sich nicht auf die Phasen Konstruktion und Produktion, stattdessen werden darüber hinaus Dienstleistungen erbracht, die die gesamte Prozesskette eines Produktes mit dem Fokus auf Alternativen bezüglich Attraktivität, Kundennutzen und Wirtschaftlichkeit abdecken. Innerhalb der beiden Business Units Industry und Project/Art haben sich spezielle Kernkompetenzen in spezifischen Geschäftssegmenten entwickelt. Innerhalb der Business Unit Industry werden Industriekunden von der Baugruppe bis zur getesteten Maschine in den Branchen Medizintechnik, Sicherheitstechnik, zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, Transportation und Lebensmittelanlagen beliefert. In der Business Unit Project/Art produzieren wir für Hersteller von Megayachten exklusive und luxuriöse Produkte aus und mit Metall. Unser Leistungsportfolio deckt von der Beratung, über die Planung, Konstruktion, Fertigung und weltweite Installation den Bedarf der Kunden vollumfänglich ab. Innerhalb des Kunstmarktes setzen wir künstlerische Visionen und Ideen in die Realität um, dabei fokussieren wir uns auf Skulpturen, Restaurierungen und Werterhaltung, internationale Montagen und die Begleitung im Engineering u.a. durch Machbarkeitsstudien. Diese Segmente innerhalb der Business Units werden kontinuierlich an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet und bei Bedarf angepasst. Unabhängig davon wird der Wissensaustausch innerhalb der Unternehmung unter der Marke metalligent® gefördert und praktiziert. Bei allen Aktivitäten haben die Sicherheit des Menschen und der Schutz der Umwelt höchste Priorität. 2. Forschung und Entwicklung Bei der Arnold AG werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte primär innerhalb der Abteilung TA (Technologie/Ausbildung) geplant und durchgeführt. Die Beauftragung von solchen Projekten erfolgt durch die Business Units oder den Vorstand. Wir beschäftigen aktuell 4 Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt Automatisierung/Digitalisierung, innovative Bearbeitung von Metall und neuartige Lackierprozesse. Optimierungen entlang der gesamten Prozesskette sind ein selbstverständlicher Bestandteil der täglichen Arbeit in allen Abteilungen. Darüber hinaus werden alle Bereiche bei Bedarf durch Grundlagenarbeit der Abteilung TA unterstützt und die Zusammenarbeit mit externen Forschungseinrichtungen und/ oder Spezialisten gefördert. I) Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag der Zuwachs der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 preisbereinigt bei 3,1%, nach 3,4% im Vorjahr. Ein wichtiger Grund für das schwächere Wachstum lag in der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken, die mit einer Erhöhung der Zinsen die Inflation senkten. Dies wirkte sich erwartungsgemäß negativ auf das Investitionsklima aus. Die globale Inflation ist angesichts der günstigen Entwicklung des weltweiten Angebots schneller als erwartet von 6,6% im Jahr 2022 auf 5,8% im Jahr 2023 gesunken. Der Rückgang der Inflation spiegelt das Abklingen relativer Preisschocks, insbesondere bei den Energiepreisen, sowie eine nachlassende Anspannung auf dem Arbeitsmarkt wider. (IWF - World Economic Outlook Update Jan. 2024) In Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken und liegt damit unter dem Wachstum aus 2022 mit 1,8%. Die auf allen Wirtschaftsstufen trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise, die durch den Zinsanstieg ungünstigen Finanzierungsbedingungen, sowie eine niedrigere Nachfrage aus dem In- und Ausland wirkten sich im Jahr 2023 negativ auf die Konjunktur aus. Die Inflationsrate betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 5,9% in 2023 gegenüber 7,9% in 2022. (Destatis PM Nr. 019 vom 15. Januar 2024) Die Produktionsentwicklung in der Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2023 war von einem Anstieg um 2,6% gegenüber dem Vorjahr geprägt. Dieser Anstieg war jedoch hauptsächlich auf Nachholeffekte in der ersten Hälfte des Jahres zurückzuführen, die auf einer verbesserten Materialversorgung und dem Abarbeiten der aufgestauten Aufträge basierten. Ab der zweiten Jahreshälfte sank jedoch die Produktion sowohl im dritten als auch im vierten Quartal. Das Produktionsniveau lag im Jahr 2023 somit wieder um etwa 10% unter dem Vorkrisenniveau von 2018. (Gesamtmetall PM vom 16.02.2024) Laut dem Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektro-Industrie "Gesamtmetall" Lars Kroemer war neben der Produktion auch der Umsatz und der Absatz im vierten Quartal rückläufig, wobei zusätzlich zum Inlandsgeschäft, vor allem die Erlöse außerhalb der Eurozone sanken. Das Auftragsvolumen lag hierbei im Jahr 2023 laut des Konjunkturberichts von Gesamtmetall um 5,1% unter dem Vorjahr. In der Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie, die mit knapp 4 Millionen Beschäftigen die größte deutsche Industriebranche ist, spiegeln sich laut Lars Kroemer die strukturellen Probleme des Standortes Deutschlands wider. (Gesamtmetall PM vom 16.02.2024) In 2023 lag der Umsatz auf dem internationalen Kunstmarkt unter dem des Vorjahres. Die Kunstmärkte haben nach einem starken Jahr 2022 eine Abkühlung erlebt. Obwohl es im ersten Halbjahr 2023 noch einige bemerkenswerte Verkäufe gab, zeigte sich nach dem Sommer eine Tendenz zur Zurückhaltung. Die Höchstpreiserwartungen wurden gedämpft, und es gab weniger Spekulationen. Obwohl es bei einigen Auktionen immer noch beeindruckende Verkäufe gab, war insgesamt eine moderatere Gebotstätigkeit zu beobachten. Darüber hinaus wurden viele Werke aufgrund von Absatzängsten oder unterschiedlichen Preisvorstellungen zurückgezogen, was auf eine insgesamt gedämpfte Stimmung am Markt hinweist. Die Verkäufer von Spitzenwerken sind aufgrund der wirtschaftlichen Unvorhersehbarkeit verunsichert, wobei hohe Zinsen und eine abgekühlte Weltwirtschaft eine Hauptrolle spielen. (Handelsblatt Artikel vom 20.12.2023 "Gedämpfter Kunstmarkt: Sammler lernen wieder Maßhalten") 2. Geschäftsverlauf In diesem vorgenannten weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld musste sich die Arnold AG im Jahr 2023 behaupten. Durch die Internationalität der Geschäfte der Arnold AG können weltweite Entwicklungen grundsätzlich immer einen Einfluss auf das Unternehmen haben. Im Jahr 2023 gab es weiterhin Einflüsse durch die gesamtwirtschaftlich unsichere Situation, hervorgerufen unter anderem durch die hohe Inflation sowie den Krieg in der Ukraine. Auch die branchenbezogene Entwicklung in der Metallindustrie hatte einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung in der Business Unit Industry. Die volatile Kostensituation der Lieferanten wirken sich noch immer auf die Gesamtkosten entlang der gesamten Supply Chain aus. Aufsichtsrat und Vorstand beobachten sehr aufmerksam und permanent die aktuellen Entwicklungen und stimmen sich regelmäßig über Aktivitäten ab. Die Unternehmensleistung sank um 13,6% auf 57,65 Mio. Euro zum Vorjahr und liegt damit unter der Planung, die von einem Wachstum von 2,7% ausging. Die Unternehmensleistung wird ermittelt aus der Summe der Umsatzerlöse sowie der Bestandsveränderung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die bereits oben beschriebene branchenbezogene schwierige Entwicklung in der Metallindustrie führte insbesondere dazu, dass Kundenaufträge in der Business Unit Industry nicht wie erwartet abgerufen wurden. Hinzu kommt, dass es in der Business Unit Project/Art zu massiven Projektverschiebungen gekommen ist. Darüber hinaus konnten in einer ersten Preisanpassung die Mehrkostenbelastung für Rohmaterialien und die Personalkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. In der Business Unit Project/Art konnten wir Großprojekte erfolgreich abschließen, mussten jedoch einen Leistungsabfall von 11% verzeichnen. Bestehende Fertigungsengpässe wurden erkannt, analysiert und mit der Erweiterung von Fertigungskapazitäten in speziellen Fertigungsbereichen begonnen. Das Gewährleistungsrisiko ist weiterhin vorhanden und muss in diesem Geschäftsfeld weiterhin einen Fokus haben. Dem überproportionalen Leistungsanteil eines Kunden wird durch die systematische Entwicklung neuer Märkte begegnet. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um 27,9% gesunken. Die Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer haben sich gegenüber dem Vorjahr um 46,3% deutlich reduziert. Der Personalaufwand reduzierte sich um 2,3%. Hier spielten insbesondere die geringere Beschäftigungszahl von im Jahresdurchschnitt -13 Personen sowie der Abbau von Überstunden eine Rolle. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigerten sich um 5,1% auf 10,77 Mio. Euro. Erhebliche Aufwandsrückgänge für Gas, Strom und Wasser wurden durch erhöhte Reisekosten, Gewährleistungsaufwendungen sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen überkompensiert. Das Jahresergebnis bleibt mit 1,34 Mio. Euro hinter dem Vorjahr zurück. Das EBITDA liegt um über 25% unter dem Niveau des Vorjahres und liegt ebenso wie das Jahresergebnis weit unterhalb der Planung. 3. Lage Als Lösungsanbieter für unterschiedliche Geschäftssegmente innerhalb der Business Units konnte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr seine Position in allen Bereichen trotz des Rückgangs unserer Unternehmensleistung behaupten. a) Ertragslage Der Auftragseingang lag im gesamten Geschäftsjahr 2023 mit insgesamt 34,88 Mio. Euro bei einem Minus von 34,1% signifikant unter dem Wert des Vorjahres. Der Auftragsbestand zum Jahresende liegt mit 69,96 Mio. Euro deutlich niedriger gegenüber dem Jahresende 2022 (-16%). Die Umsatzerlöse liegen mit 54,45 Mio. Euro rund 9,2% unter dem Niveau des Vorjahres. Es konnte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,23 Mio. Euro erreicht werden (Vorjahr 4,31 Mio. Euro). Die Eigenkapitalrentabilität hat sich aufgrund des geringeren Jahresüberschusses bei gleichzeitiger Steigerung des Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr negativ entwickelt und beträgt 8,3% (Vorjahr 14,9%). Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls verringert und liegt bei 6,6% (Vorjahr 9,2%). b) Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist nach wie vor als solide und stabil zu bezeichnen. Die Arnold AG war und ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Ziele beglichen und lieferantenseitig wird die Skontierung soweit möglich genutzt. Forderungen werden im Allgemeinen innerhalb der Zahlungsziele ausgeglichen. Das durchschnittliche Zahlungsverhalten der Kunden lag im Jahresdurchschnitt mit ca. 39 Tagen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 und damit um 2 Tage höher gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere hat sich das schleppende Zahlungsverhalten eines Kunden innerhalb der Business Unit Project/Art negativ auf die Zahlungsstatistik ausgewirkt. Dies führte sogar so weit, dass kurzfristig Kontokorrentlinien in Anspruch genommen werden mussten. Die lang- und mittelfristigen Verbindlichkeiten bewegen sich auf niedrigem Niveau und konnten leicht reduziert werden. Die Eigenkapitalquote konnte im Wesentlichen begründet durch eine niedrigere Bilanzsumme auf 50,6% (Vorjahr 44,2%) gesteigert werden. Wie in den vergangenen Geschäftsjahren wurden die erhaltenen Anzahlungen für Projekte offen unter dem Vorratsvermögen mit den dazugehörigen Beständen des "work in progress" abgesetzt. Darüber hinaus sorgen zusätzliche Anzahlungen in Höhe von 7,3 Mio. Euro für eine angemessene Liquiditätssituation. Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,78 Mio. Euro verringert. Die Veränderung ist auf einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,31 Mio. Euro (Vorjahr 1,48 Mio. Euro), aus Investitionstätigkeit in Höhe von -1,15 Mio. Euro (Vorjahr -0,62 Mio. Euro) sowie aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -0,93 Mio. Euro (Vorjahr -65 TEuro) zurückzuführen. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien der Finanzpartner wurden phasenweise in Anspruch genommen. Die Investitionen des Jahres 2023 wurden laufzeitkongruent finanziert. c) Vermögenslage Der Rückgang der Bilanzsumme zeigt sich auch in einem Rückgang der Vermögenslage. Die Entwicklung der Vermögenslage der Gesellschaft ist dennoch als stabil zu bezeichnen. Der Vorratsbestand ohne Berücksichtigung von erhaltenen oder geleisteten Anzahlungen ist mit einem Wert von 27,71 Mio. Euro (Vorjahr 23,84 Mio. €) erneut stark gestiegen. Der Grund liegt darin, dass zum Stichtag ein hoher Bestand an angearbeiteten Projekten/Produkten vorhanden waren, die bis zum Stichtag nicht veräußert werden konnten. Dies zeigt sich auch an dem Ausweis der hohen Bestandsveränderung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Darüber hinaus wurden die Bestände an Roh-/Hilfs-/Betriebsstoffen angehoben, um auf Änderungen des Marktes schnell reagieren zu können und damit eine Versorgungssicherheit gegenüber den Kunden weiterhin gewährleistet werden kann. Damit entsprechen die Vorräte exklusive der erhaltenen sowie geleisteten Anzahlungen rund 87% der Bilanzsumme (Vorjahr: 68%). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen mit -0,9% gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Der leichte Rückgang folgt damit nicht dem stärkeren Rückgang der Ertragslage, wobei sich aus der Stichtagsbetrachtung keine weiteren Rückschlüsse ziehen lassen. Insgesamt beurteilen wir, dass die Geschäftsentwicklung in 2023 zwar ungünstig verlaufen ist und nicht den Erwartungen entsprochen hat, die Lage der Gesellschaft aber dennoch weiterhin gut ist. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden verschiedene Kennzahlen wie die Unternehmensleistung und das EBITDA genutzt. Auf die einzelnen Kennzahlen wurde bereits in vorhergehenden Abschnitt Bezug genommen. In Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren war das Geschäftsjahr 2023 geprägt durch ein unsicheres Marktumfeld. 5. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren a) Umwelt Gemäß unserer Zertifizierung nach DIN 14001 ist ein Umweltmanagementbeauftragter benannt. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinerlei gesetzlichen Verstößen bzw. umweltschädigenden Vorfällen. Mit dem Geschäftsjahr 2023 haben wir die CO 2 -Bilanzierung an die Vorgaben der DIN 14064-1 angepasst. Hiernach ergibt sich ein CO 2 Ausstoß von 1.281t. Der CO 2 Ausstoß reduzierte sich um 284t zu dem Jahr 2022 mit 1.565t und liegt mit -18% besser als unsere Planung von -10%. Es konnten Einsparungen beim Gas-, Öl- und Stickstoffverbrauch realisieren. Weiterhin verwenden wir Strom aus erneuerbaren Energien. Mit unserer Photovoltaikanlage am Standort Friedrichsdorf wurde im Verhältnis zu unserem Gesamtstromverbrauch der Arnold AG ein Stromanteil von 8% (Vorjahr 8%) selbst erzeugt. b) Gesetzliche Auflagen / Governance Alle gesetzlichen Auflagen wurden erfüllt. Ebenfalls wurden keinerlei Rechtsansprüche aufgrund eines Konflikts mit einer dritten Partei oder einer Verletzung einer gesetzlichen Auflage an die Gesellschaft gestellt. c) Soziales Alle Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit wurden beibehalten. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt aktuell bei 13 Jahren. Die Mitarbeiter haben weiterhin die Möglichkeit sich über Aktien am Unternehmen zu beteiligen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir regionale Organisationen mit einem Spendenbeitrag von 74.950 Euro (Vorjahr 26.850 Euro) unterstützt. II) Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche & branchenbezogene Rahmenbedingungen Der IWF geht für das Jahr 2024 von einem gleichbleibenden Weltwirtschaftswachstum von 3,1% aus, das in 2025 auf 3,2% steigen soll. Gründe für ein schwaches Wachstum sieht der IWF in der restriktiven Geldpolitik, der Rücknahme der fiskalischen Unterstützung sowie einem geringen Produktivitätswachstum. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2024 leicht zurückgeht, bevor es im Jahr 2025 ansteigen wird, wobei sich der Euroraum von seinem niedrigen Wachstum im Jahr 2023 erholen und das Wachstum in den Vereinigten Staaten sich abschwächen wird. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird für 2024 und 2025 mit regionalen Unterschieden ein stabiles Wachstum erwartet. (IWF - World Economic Outlook Update Jan. 2024) Für Deutschland erwartet das ifo Institut mit einem Rückgang von -0,1% keine sofortige Erholung im ersten Quartal 2024. Aktuelle Indikatoren zeigen eine schlechte Auftragslage, einen niedrigen Auftragsbestand, hohe Krankenstände sowie Streiks. Eine signifikante Erholung der deutschen Wirtschaft wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet, mit einem prognostizierten BIP-Anstieg von 0,2% in 2024 und 1,5% in 2025. Die Inflationsrate soll laut ifo Institut voraussichtlich von 5,9% in 2023 auf 2,3% in 2024 und 1,6% in 2025 zurückgehen. (ifo Konjunkturprognose vom 06.03.2024) Die Bundesregierung sieht Deutschland trotz der Stärkung der Binnenwirtschaft durch steigende Reallöhne weiterhin in schwierigem Fahrwasser, da der Außenhandel sich unter anderem durch die vielfältigen geopolitischen Krisen und die restriktive Geldpolitik bei wichtigen Handelspartnern verhalten entwickelt. Hinzu kommt die aufgrund der Haushaltskrise notwendig gewordene Anpassung der Finanzplanung des Bundes. (Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung) Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall geht für die Metall- und Elektroindustrie für 2024 von einem Rückgang der Industrieproduktion aus. Die Erwartungen und Produktionspläne der Branche befinden sich mit Blick auf die schwache Auftragslage und den anhaltenden Pessimismus im Abwärtstrend. Arbeitskräfteengpässe und teils Auftragsmangel stellen für die Branche die größten Produktionshindernisse dar. (Gesamtmetall Konjunkturbericht vom 26.02.2024) Gemäß der aktuellen Einschätzung des Vorstands sehen wir die aktuellen politischen Rahmenbedingungen aufgrund gesetzlicher Auflagen erschwerend für eine positive Unternehmensentwicklung. 2. Ausblick 2024 Für die Arnold AG werden die rückläufige Auftragssituation und die deutlich steigenden Lohnkosten Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2024 haben. Die Energiekosten haben sich hingegen auf einem Niveau leicht über dem Niveau von 2021 eingependelt, deren weitere Entwicklung dennoch nicht leicht vorhersehbar ist. Der Vorstand sieht das wirtschaftliche Umfeld für 2024 unter einem starken Kostendruck in Bezug auf Ausgaben für Lohn/Gehalt. In diesem Umfeld muss mit unseren Kunden für diese Kostentreiber eine Lösung gefunden werden, sowohl in der Business Unit Industry, als auch in der Business Unit Project/Art. Des Weiteren rechnen wir mit einem Kostendruck aufgrund steigender Finanzierungskosten, der das Unternehmen beim Abschluss neuer Leasingverträge und bei der möglichen Inanspruchnahme von Kreditlinien belasten wird. Die anhaltenden globalen Krisen sowie die Stagnation im Wirtschaftsraum Deutschland sorgen sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite weiterhin für Unstetigkeit. Daher wird im Geschäftsjahr 2024 die Fokussierung auf definierte Geschäftssegmente und deren vertriebliche Ausgestaltung innerhalb der Business Units fortgeführt, sowie der Steigerung der Produktivität zur Sicherstellung unseres Produktionsdurchsatzes große Aufmerksamkeit gewidmet. Der Auftragsbestand in der Business Unit Industry ist auf stabilem Niveau. Die Business Unit Project/Art befindet sich in einem Transformationsprozess und einem agilen Marktumfeld und arbeitet konsequent an den sich bietenden Auftragseingangschancen. Durch die Fokussierung in beiden Business Units werden neue Kundenpotentiale gezielt erschlossen und ausgebaut. Auf der Beschaffungsseite werden für das neue Geschäftsjahr leichte Unwägbarkeiten für ausgewählte Rohstoffe und Weiterverarbeitungen hinsichtlich der Preisentwicklung und Verfügbarkeit erwartet. Die rückläufigen Preise für Strom und Gas werden sich positiv auf die Kosten auswirken. Negativ werden sich die deutlich steigenden Lohnkosten (Tarifabschluss im 1. Quartal 2024 erwartet) auswirken. Der Fokus beider Business Units liegt auf einer weiteren Risikostreuung. Die Unternehmensleistung der beider Business Units wird gegenüber 2023 gesteigert werden. Beide Business Units streben an, ihre Positionen in den etablierten Märkten weiter auszubauen. Für das kommende Geschäftsjahr plant der Vorstand auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes mit einer Unternehmensleistung von 66,87 Mio. Euro (+16,0% gegenüber dem Vorjahr) sowie einem ähnlichen Anstieg des EBITDA. Die Grundlage für diese Annahme sind die in 2023 eingeführten Vertriebssegmente in beiden Business Units. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren und Kostenpositionen sind im Fokus. und erwarten dadurch ein verbessertes Ergebnis gegenüber 2023. Die volatile gesamtwirtschaftliche Situation mit unvorhersehbaren weltpolitischen Ereignissen erschwert diese Planung. Während des Geschäftsjahres 2024 befindet sich die Arnold AG in der Einführungsphase eines neuen ERP Systems, welche die bisher verwendete Softwarelösung im 2. Quartal 2025 ablösen wird. Dieses Projekt bindet im kompletten Geschäftsjahr 2024 personelle Ressourcen aus allen Fachabteilungen. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die Arnold AG Beklagte in einem Verfahren ist, dessen Streitwert von einem Privatgutachter auf TEUR 1.823 festgelegt wurde. Nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Grundlage der Einschätzung unserer Anwälte, erwarten wir eine Abweisung der Klage, daher haben wir für diesen Sachverhalt zum Stichtag keine Gewährleistungsrückstellung berücksichtigt. Sollte jedoch anders entschieden werden, so beliefe sich der tatsächliche wirtschaftliche Schaden für die Arnold AG weit unterhalb des vom Privatgutachter ermittelten Wertes. Die Geschäftsbetriebe der Tochtergesellschaften Mentum Replicas GmbH und Lasery GmbH werden ruhen. Es sind aktuell keine weiteren Aktivitäten geplant. Die Lage der Arnold AG beurteilen wir als stabil und planen keine wesentlichen Änderungen der Geschäftsaktivitäten. Wir erwarten hinsichtlich der Liquiditätssituation für 2024 ein stabiles Niveau. Aufgrund der geplanten Transformation in der Business Unit Project/Art ist eine Veränderung des Finanzierungmodells absehbar. Dies bedeutet eine Veränderung von erhaltenen Anzahlungen zur herkömmlichen Projektfinanzierungen, unter anderem wird sich dies auf das Bilanzbild auswirken. Alle geplanten Investitionen werden laufzeitkongruent finanziert. Wir werden auch weiterhin in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen pünktlich unter Ausnutzung von Skonto nachzukommen. Zusammenfassend erwarten wir nach einem eher mäßigen Geschäftsverlauf 2023, dass das Geschäftsjahr 2024 leicht günstiger verlaufen wird und sich die Lage verbessert. 3. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wir halten weiterhin an unserem Ziel fest in 2030 CO 2 neutral zu produzieren, dabei geht es uns in erster Linie um den eigenen Ausstoß. Wir setzen dabei auf neue technologische Möglichkeiten, das eigene Verbrauchsverhalten und wenn nötig auf Kompensationsprojekte. Konkret werden wir die Fahrzeugflotte weiter auf Elektroantriebe umstellen und Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs vorantreiben. Dabei gehen wir von einer weiteren CO 2 -Senkung um ca. 15% im nächsten Jahr aus. III) Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Die Einflüsse internationaler Ereignisse und der Ausgang des Ukrainekriegs bleiben weiterhin aus unserer Sicht nicht einschätzbar. Aus diesem Grund geben wir keinerlei Prognosen für die Entwicklungen auf den einzelnen Märkten. Die Aktivitäten konzentrieren sich weiterhin auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Dies bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb die Festigung der vorhandenen Kundenbeziehungen im gleichen Maße wie auch die Schaffung gezielter neuer Kundenpotentiale. Die langfristigen Ziele im Blick, jedoch stark fokussiert auf die aktuellen globalen Einflüsse werden die Planungen schrittweise umgesetzt. Bei der Entwicklung neuer Kunden achten wir darauf, in etablierte Märkte zu investieren. Wir sehen unsere Geschäftssegmente in einem stabilen Umfeld und schätzen diese als zukunftsorientiert ein. Das Netzwerk in der Business Unit Project/Art soll weiterhin mit ausgewählten Kunden wachsen. Ertragsorientierte Risiken: Die weiteren negativen Auswirkungen auf das Ergebnis aufgrund einer Lohn/Preis Spirale oder einer Verknappung von benötigten Ressourcen bzw. eine massive Kostensteigerung können wir nicht ausschließen, halten wir aber für weniger wahrscheinlich. Identifizierte Risiken werden nach dem Potential auf den Ergebnisbeitrag und der Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind wir bezüglich potentieller Liquiditätsrisiken gut gerüstet. Liquiditätsrisiken können insbesondere aufgrund eines schleppenden oder ausbleibenden Zahlungsverhaltens von Großkunden entstehen. Dieses Risiko versuchen wir durch ein enges Monitoring der fälligen Forderungen sowie durch einen engen Austausch mit dem Kunden zu begrenzen. Potentielle Währungsrisiken bestehen keine, da zum größten Teil die Geschäfte mit Fremdwährungen durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Damit sind Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vernachlässigen. Die Liquiditätslage ist als gut zu bezeichnen. Personelle Risiken: Durch unsere intensive Ausbildungsarbeit in beiden Standorten wollen wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich mittelfristig Einschnitte durch den Weggang bzw. die Verrentung von Mitarbeitern ergeben. Durch die Analyse der demographischen Entwicklung unseres Unternehmens steuern wir den Prozess der Wissensübermittlung und sichern somit das Fortbestehen unserer Expertise. 2. Chancenbericht Das Unternehmen wurde im vergangenen Jahr in den Business Units weiter gefestigt. Die Business Unit Industry beinhaltet zwei Kundenteams mit Ausrichtung auf unterschiedliche Marktsegmente. Diese werden auch standortbezogen so weit wie möglich getrennt werden. Die Business Unit Project/Art fokussiert sich in drei Marktsegmenten, sie werden weiterhin auf eine gemeinsame Fertigung zurückgreifen. Wir werden das Kundenportfolio quer über alle Units hinweg erweitern, um somit die Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Branchen zu reduzieren. Der Kunstmarkt wie auch der Bereich des Strahlenschutzes bleiben auch im neuen Geschäftsjahr die wichtigsten Einzelmärkte. Die Ertragschancen in allen Business Units sehen wir als vorhanden. Sie bewegen sich auf einem akzeptablen Niveau. Es ist das primäre Ziel, das Ergebnis auf einem soliden Niveau weiter zu entwickeln und die Rentabilität zu verbessern. Im nationalen und internationalen Geschäft stehen die jeweiligen Business Units im Wettbewerb zu ganz unterschiedlichen Anbietern. In Summe ist das Leistungsangebot der Arnold AG abseits der meisten anderen Metallverarbeiter breit aufgestellt. Wir bekennen uns zu unseren Werten und pflegen diese in allen Kontaktebenen. Die Arnoldianer zeichnen sich durch eine hohe emotionale Bindung zum Produkt/Projekt und der Aufgabe aus. Darüber hinaus sind sie überdurchschnittlich eigeninitiativ, verfügen über eine breite Qualifikation und ein hohes Verantwortungsgefühl für die Wünsche der Kunden. Als Anbieter in ausgesuchten Nischenmärkten bestehen weiterhin gute Chancen, unsere Leistungen zu vertreiben. Langfristige und partnerschaftliche Kundenbeziehungen sind das Ergebnis der kontinuierlichen Aktivitäten. Es wird uns auch in Zukunft gelingen, sich den wechselnden Anforderungen anzupassen. Darüber hinaus haben wir den Blick nach allen Seiten, um mögliche Chancen zur Stärkung der Positionierung des Unternehmens zu nutzen. 3. Gesamtaussage Das Geschäft der Gesellschaft ist auf verschiedene Branchen verteilt und kann damit aus der Erfahrung der vergangenen Jahre als widerstandsfähig bezeichnet werden. Konsequent richten wir unsere Politik an der Markenpersönlichkeit aus und stärken damit die Unternehmung. Die kontinuierliche Stärkung der Eigenkapitalstruktur des Unternehmens bleibt unser langfristiges Ziel. Im neuen Geschäftsjahr gilt es, den Auftragseingang und die Ertragskraft zu steigern bzw. zu stabilisieren. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten sind kontrollierbar. IV) Risikoberichterstattungen über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und seriösen Kundenstamm. Neue Kunden werden vor Vertragsabschluss auf ihre Bonität überprüft. Die Forderungen der Gesellschaft sind mit wenigen Ausnahmen gegen Ausfall abgesichert. Die Risikoaufschläge und die vertraglich vereinbarten Zahlungsmodalitäten für Kunden orientieren sich an deren Bonität. Ebenfalls werden Bestandskunden regelmäßig überprüft. Grundsätzlich wird angestrebt, Geschäfte in Euro abzuwickeln. Fremdwährungsgeschäfte -aktuell ausschließlich in US$- werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert. Damit stellen wir unser Angebot von jeglichen Währungsrisiken frei. Die Kreditlinien sind auf derzeit sechs Banken verteilt, ebenso wie die Einzelabschlüsse für Leasinggeschäfte auf verschiedene Gesellschaften verteilt werden. Durch die gute Liquiditätslage werden Verbindlichkeiten zügig unter Ausnutzung von Skonto beglichen. Die Überprüfung von ausstehenden Zahlungen wird monatlich vorgenommen und bei Zahlungsschwierigkeiten werden Lieferungen an unsere Kunden ausgesetzt. Für das Geschäftsjahr gibt es einen Liquiditätsplan, der monatlich aktualisiert wird. V) Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft verfügt neben der Zentrale in Friedrichsdorf über eine Niederlassung in Steinbach-Hallenberg in Thüringen. In der Zentrale in Friedrichsdorf befinden sich alle wesentlichen kaufmännischen wie technischen Bereiche. Die Niederlassung ist sehr schlank organisiert und wird von der Zentrale in allen Funktionsbereichen geführt. Es waren im Durchschnitt 213 Mitarbeiter dort beschäftigt. Die Einheiten in Fertigung und Logistik arbeiten in beiden Standorten getrennt, für die jeweiligen Business Units. Die Tochtergesellschaften sind am Standort in Friedrichsdorf ansässig. VI) Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Der Vorstand der Arnold AG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat." Unterschrift des Vorstandes
Friedrichsdorf, den 22. März 2024 gez. Ingo Stemmer gez. Christoph Ebert HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Arnold AG hat ihren Sitz in Friedrichsdorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg unter HR B 7393 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurde von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung für Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis netto EUR 800,00 Gebrauch gemacht. Es wurde deren Abgang im Jahr des Zugangs unterstellt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zum gewogenen Durchschnitt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden können. Die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen werden auf der Passivseite mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) bewertet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: 1. pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren 2. durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83% (Vj.: 1,79%), der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde 3. Einkommenstrend: 0,0% (Vj.: 0,0%), Rententrend: 2,2% (Vj.: 2,0%) 4. Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Erfolgswirkungen aus einer Änderung des verwendeten Rechnungszinssatzes werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage eines nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 I 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Gem. dem Wahlrecht nach § 274 I 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung und dem Personalaufwand aus der Zuführung zur Rückstellung saldiert. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Da sich zum Bilanzstichtag ein Verpflichtungsüberhang ergibt, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Währungsumrechnung/ Bewertungseinheit Unsere Gesellschaft sichert Währungsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten ab und bildet zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" nicht ausgewiesen.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem an diesem Tag gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Vorgaben nach § 256a Satz 2 HGB. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Einzelnen:
Die Buchwerte der Anteile sowie der Ausleihungen an der Lasery GmbH wurden zum 31.12.2022 auf den niedrigeren beizulegenden Wert von jeweils einem Euro aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden weitere gegebene Ausleihungen in Höhe von EUR 40.000 vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Für sämtliche Ausleihungen an die Lasery GmbH hat die Arnold AG den Rangrücktritt erklärt. Die Anteile an der Mentum Replicas GmbH wurden bereits zum 31.12.2017 auf den niedrigeren beizulegenden Wert von einem Euro aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung abgeschrieben. Bruttoanlagenspiegel: Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände sind im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten vermerkt.
Eigenkapital Die Gesellschaft hat ein Gezeichnetes Kapital von 7.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 7.000.000 Namensaktien im Nennbetrag von je 1,00 Euro. Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren alleine aus der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen. Es wird auf die untenstehenden Ausführungen zu den Pensionsrückstellungen verwiesen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zur Bewertungsmethode sowie zu den grundlegenden Annahmen der Berechnung wird auf die Ausführungen unter Abschnitt II verwiesen. Auf Basis der genannten Daten betrug der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 1.711.273,00 Euro. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 19 TEuro (Vj.: 87 TEuro). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung nach Maßgabe des § 253 VI 2 HGB gesperrt. Die Pensionszusagen sind durch Versicherungen rückgedeckt. Der Teil der Rückdeckungsversicherungen, der nur der Deckung der Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, - mit einem beizulegenden Wert von 377.582,95 Euro (Vj.: 363.360,66 Euro) (Anschaffungskosten: 377.582,95 Euro) - wurde mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen, bei denen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Es wurden 8.585,49 Euro an Erträgen aus dem Deckungsvermögen mit den Pensionsaufwendungen verrechnet. Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Angabe der Sicherungsrechte
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch die Sicherungsübereignung einer Photovoltaikanlage gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Latente Steuern Es bestehen aktive latente Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung von personalbezogenen Rückstellungen, Pensionsrückstellungen, Gewährleistungsrückstellungen sowie des Vorratsvermögens. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 29%. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Die Export-Quote beträgt rd. 28% (Vj.: 38%). Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge werden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 19 TEuro (Vj.: 5 TEuro) ausgewiesen. Daneben werden darin auch periodenfremde Erträge aus der Auflösung einer Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 225 TEuro ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgten aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen gegen die Lasery GmbH in Höhe von insgesamt 40 TEuro (Vj.: 45 TEuro). Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 191 TEuro (Vj.: 1 TEuro) ausgewiesen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 19 TEuro (Vj.: 31 TEuro) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. Überleitung von Jahresüberschuss/ -fehlbetrag zu Bilanzgewinn
IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag sowie aus Verträgen, die bis zum Abschluss der Jahresabschlusserstellung abgeschlossen wurden, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 4.211 TEuro und aus Mietverträgen in Höhe von 1.966 TEuro, davon 1.181 TEuro gegenüber verbundenen Unternehmen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug 406 Mitarbeiter, davon 122 Angestellte und 284 Lohnempfänger. Angaben zu Beteiligungen am Kapital der Arnold AG Es besteht eine Beteiligung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Der nach § 20 Abs. 6 AktG im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichte Inhalt der Mitteilung lautet wie folgt: "Die Entrée Holding GmbH hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung der Arnold AG unmittelbar gehört." Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an: • Herr Ingo Stemmer, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, COO Business Unit Project/Art, Leipzig • Herr Christoph Ebert, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, COO Business Unit Industry, Dreieich Herr Ingo Stemmer und Herr Christoph Ebert vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Die Angabe der Bezüge des Vorstands unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: • Herr Dieter Stemmer, Kaufmann, Ortenberg (Hessen) (Vorsitzender) (bis 11.05.2023) • Herr Prof. Dr.-Ing. Holger Techen, Bauingenieur, Darmstadt (bis 11.05.2023) • Herr Uwe Arnold, Geschäftsführer & Berater, Oberursel (Vorsitzender) (ab 11.05.2023) • Herr Dr. Ulrich Albrecht-Früh, Vorstandsmitglied & Berater, Krefeld (ab 11.05.2023) • Herr Pekka Paasivaara, Verwaltungsratsmitglied & Berater, Hösbach (ab 11.05.2023) • Herr Detlef Walter, Geschäftsführer & Berater, Langenhagen (stellvertretender Vorsitzender) Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 157 TEuro. Die Angabe der Bezüge für frühere Organmitglieder nach § 285 Nr. 9b) HGB unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn der Arnold AG von 4.148.054,92 Euro wie folgt zu verwenden:
Unterschrift des Vorstandes
Friedrichsdorf, den 22. März 2024 gez. Ingo Stemmer gez. Christoph Ebert Bericht des AufsichtsratsBericht des Aufsichtsrates der Arnold AG für das Geschäftsjahr 2023 Sehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2023 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahr. Er Oberwachte dabei die Geschäftsführung der Gesellschaft, beriet den Vorstand in Fragen der Unternehmensleitung und befasste sich intensiv mit den Themenkomplexen: • zu überfälligen Forderungen aus der Business Unit Project-Art (BUPA), • der anhaltenden Ertragsschwäche der Business Unit Industry (BUI) • der Implementierung eines professionellen Controlling, sowie • der langfristigen Strategie der Arnold AG und ob die vom Vorstand vorgestellten mittelfristigen strategischen Ausrichtungen der einzelnen Business Units auf diese Strategie einzahlen. Im Geschäftsjahr 2023 hielt der Aufsichtsrat zwei reguläre Sitzungen sowie sieben außerordentliche Sitzungen ab. Im Nachgang zu den Wahlen zum Aufsichtsrat wurde im Anschluss an die Hauptversammlung am 11. Mai 2023 (in Präsenz) zusätzlich eine konstituierende Sitzung durchgeführt. Die regulären Sitzungen (in Präsenz) fanden im Marz und Dezember statt, die außerordentlichen Sitzungen im Juni, Juli (zwei), August, September, Oktober und Dezember. Die Sitzung im Oktober fand in Präsenz, alle anderen außerordentlichen Sitzungen als Videokonferenz statt. Darüber hinaus gab es fünf Sitzungen des Steuerungsteams. In den regulären Sitzungen des Geschäftsjahres (01.01.2023 bis 31.12.2023) berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über den Verlauf der Geschäfte der Arnold AG und deren Tochtergesellschaften. Er ging dabei insbesondere auf die Geschäftsentwicklung der Business Units, einschließlich Leistung und Ergebnis ein. Der Vorstand informierte umfassend über die Entwicklungen, einschließlich der zum Teil massiven Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von der Planung. Dabei überwachte der Aufsichtsrat regelmäßig auch den Fortschritt der vom Vorstand eingeleiteten Maßnahmen. Darüber hinaus erörterte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat regelmäßig die Aktivitäten des Interimsmanagers in der BUI, sowie die schwierigen und langwierigen Verhandlungen mit den US-Amerikanischen Geschäftspartnern, die auf Seiten der Arnold AG anwaltlich eng begleitet wurden. Der geplante Wechsel im Aufsichtsrat wurde im Zuge eines Onboarding Prozesses ab Oktober 2022 vorbereitet. Ab Dezember 2022 haben die neuen Aufsichtsratsmitglieder Ulrich Albrecht-Früh und Pekka Paasivaara bereits als stille Teilnehmer an den Sitzungen des Aufsichtsrats und des Steuerungsteams teilgenommen. Neben der Fokussierung auf die dringlichen Themen der Business Units wurde eine Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat erarbeitet und im Januar 2024 verabschiedet. Es wurde beschlossen, dass auf Grund der Größe des Gremiums, keine Ausschüsse gebildet werden. Es werden jedoch einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats Sonderaufgaben zugewiesen. Detlef Walter widmet mehr Aufmerksamkeit dem Themenkomplex Controlling, mit dem Ziel die Wirksamkeit der Controllinginstrumente und damit die Transparenz der Zahlen zu verbessern. Damit diese zuverlässig als Basis für unternehmerische Entscheidungen genutzt werden können. Pekka Paasivaara unterstützt auf Anforderung den Vorstand bei Themen der BUI, insbesondere zu Themen der Neuordnung der Produktion in Friedrichsdorf und in der Niederlassung Thüringen In der Oktober Sitzung wurden primär die erforderlichen Maßnahmen diskutiert, um den notwendigen Transformationsprozess der Arnold AG vom gewachsenen Handwerksunternehmen zum professionell geführten kleinen Industrieunternehmen zu vollziehen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der zugehörige Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Arnold AG sind von der HEIM HONERMEIER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hedderichstr. 55-57, 60594 Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. Gemäß § 172 Satz 1 AktG ist der Jahresabschluss damit festgestellt. Auch der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der Arnold AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die HEIM HONERMEIER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hedderichstr. 55-57, 60594 Frankfurt am Main geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte hierzu den folgenden Bestätigungsvermerk: ,,An die Arnold AG Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat unterzog den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung der Ergebnisse des Abschlussprüfers einer eingehenden Prüfung im Hinblick auf Vollständigkeit und Richtigkeit, billigte das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und kam zu dem Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind.
Friedrichsdorf, den 27. Marz 2024 gez. Uwe Arnold, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Arnold AG sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.03.2024 festgestellt. Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns: Die ordentliche Hauptversammlung der Arnold AG hat am 28.05.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 4.148.054,92 Euro wie folgt zu verwenden:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Arnold AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Arnold AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arnold AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. März 2024 HEIM HONERMEIER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Christian Wagner, Wirtschaftsprüfer |
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