VK Immobilien GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Wörle seit 7.10.2025 | Prokura |
Indra Schulz seit 7.10.2025 | Prokura |
Bernd Wilming seit 10.2.2025 | Prokura |
Volker Hermann Krämer seit 10.2.2025 | Geschäftsführer |
Manuela Aldenhoff seit 10.2.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
agathon GmbHBottropJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023der agathon GmbH, Bottrop, (vormals: Agathon GmbH & Co. KG, Bottrop)I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft wurde mit Beschluss vom 23. Februar 2023 mit steuerlicher Rückwirkung zum 1. Juli 2022 formgewechselt. Die Gesellschaft ist nun die agathon GmbH nach zuvor Agathon GmbH & Co. KG. Durch Beschluss vom 23. Februar 2023 wurde die ehemalige Komplementärin, die Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH auf die agathon GmbH verschmolzen. Die agathon GmbH beschäftigte sich analog der Vorjahre, primär mit der Herstellung von Schokoladeformen aus Kunststoff für die Großindustrie der internationalen Süßwarenbranche. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Stellung als globaler Markt- und Qualitätsführer erneut durch Innovationen und Service im Marktsegment behauptet. Die Führungsposition ist seit Jahren durch vertrauensvolle Kundenbeziehungen und Serviceorientierung auf höchstem Niveau geprägt. Die agathon GmbH sieht sich als Systempartner der globalen Klientel und unterstützt diese mit innovativen Produkten bei deren Effizienzsteigerung und Produktionssicherheit. Seit 2009 wird das Dienstleistungspaket der agathon GmbH um ein Chocolate Design Center (CDC) ergänzt. Hier erhält der Kunde die Möglichkeit, mit qualifizierten Designern der agathon GmbH produktionsorientiert und kreativ neue Artikel zu entwickeln. Bei der agathon GmbH wurde das sogenannte ChocoVisions-Team als Innovationsbereich mit den Schwerpunkten Material-, Produkt- und Prozessinnovation ins Leben gerufen und mit hochqualifizierten, teils promovierten Wissenschaftlern besetzt. Ferner betreibt die agathon GmbH gezielte Nachwuchsförderung im Hinblick auf die Vergabe von Bachelor- bzw. Master-Thesen gepaart mit einem Angebot von dualen Studiengängen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Unternehmen befindet sich in einem Wachstumsmarkt, der allerdings durch die Umstände (Pandemie, Ukraine-Krieg) gerade gelähmt ist. Das hergestellte Kunststoffprodukt ist "High Tech", da Kriterien wie Präzision, Oberflächenbeschaffenheit, "food safety" und Produkt-Design, Produktionsprozess und Materialbelastbarkeit wirtschaftlich kostengünstig und effizient zusammengeführt werden müssen. Deshalb gibt es in diesem Marktumfeld nur wenige, leistungsstarke Wettbewerber, die überwiegend in Deutschland bzw. Westeuropa angesiedelt sind. Andererseits sind nicht alle Schokoladenprodukte "geformt". Die wichtigsten Kunden sind global agierende Großkonzerne, die gerade in den Bereichen TCO, Qualität, R&D und Nachhaltigkeit viel von ihren Lieferanten erwarten. Deshalb handelt es sich für die agathon GmbH - als Marktführer - um einen anspruchsvollen Nischenmarkt mit weiterhin attraktiven Perspektiven, auch im Bereich der Erweiterung der Produktpalette bzw. des Systemgedankens "Schokoladeform". Auch im Marktsegment der agathon GmbH schreitet die Konzentration auf weniger Unternehmen durch Übernahmen ganzer Schokoladehersteller bzw. einzelner Fabriken voran. Das führt zu intensiverem Preiswettbewerb, dem mit Innovation durch einzigartigen Zusatznutzen wie z.B. Datenlogging-Systeme oder patentierte Prozess-Innovationen Rechnung getragen wird. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt handelt es sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um ein abermals erfolgreiches Jahr in der Firmengeschichte. Der Rohertrag liegt zwar leicht unter dem des Vorjahres, jedoch führt das konsequente Kostenmanagement im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die Geschäftsergebnisse sind nach Steuern durch den Formwechsel beeinflusst. Durch das Hinzukommen der gesellschaftsformbedingten Körperschaftsteuer steigt die Steuerquote und belastet das Ergebnis. In diesem Jahr hat die agathon GmbH stark in die Marktentwicklung, insbesondere die Erschließung neuer Zielgruppen im Lebensmittelbereich investiert. Die agathon GmbH verspricht sich davon eine weitere internationale und kundenspezifische Diversifizierung. Die Positionierung am Markt und das von den Kunden in der ganzen Breite angenommene Leistungsangebot bestätigen diese erfolgreiche Geschäftspolitik. Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie haben wir bisher nicht nennenswert spürbar erfahren, wobei sich aber durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs Preissteigerungen und erweiterte Lieferzeiten für Rohstoffe bereits im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres ergeben haben. 3. Lage a) Ertragslage Die Ertragslage ist durch Fokussierung auf weitere Qualitäts- und Effizienzsteigerung gekennzeichnet. Niedrigpreisprodukte mit erheblichen Qualitätskompromissen werden nicht angeboten und würden die Unternehmensphilosophie in Frage stellen. Der hohe Exportanteil der Gesellschaft hat auch in der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu einer hohen Stabilität geführt. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 557 gesunken. Die Materialaufwandsquote sinkt damit spürbar. Der Personalaufwand vermindert sich von T€ 8.063 im Vorjahr auf T€ 7.769 im Berichtsjahr. Die Personalaufwandsquote ist hingegen leicht gestiegen. Der Jahresüberschuss verringerte sich um T€ 139 von T€ 986 im Vorjahr auf T€ 847 im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Kernprozesse Entwicklung und Produktion stehen vor neuen Aufgaben: Sei es neue Technologien und Entwicklungstools einzuführen und zu nutzen oder auch eine "Operational excellence" zu erreichen. Hier hat die Gesellschaft im Bereich F&E deutlich investiert. Im Mittelpunkt stehen die konsequente Weiterentwicklung des CDC, die Simulation von Produktionseinflüssen auf unsere Formen, die Messbarkeit thermischer und mechanischer Produktionsparameter via Daten-Logging sowie die Förderung von Spezialistentum zur Evaluierung von Materialalternativen. Im Hinblick auf Industrie 4.0 ist die Weiterentwicklung zusätzlicher Produkte im Zusammenhang mit Schokoladeformen ein entscheidender Schritt zur Sicherung der Ertragslage. Hier ist insbesondere die Entwicklung eines WiFi-gebundenen Datenlogging-Systems zu nennen, welches es erlaubt, Prozessdaten im Rahmen der Schokoladeherstellung aufzunehmen bzw. zu messen und via WiFi zu transferieren. In der Produktion stehen deutlich Themen, wie Automatisierung, Robotik und optimierte Spritzgusswerkzeugtechnologie sowie Prozessoptimierung und -verschlankung im Vordergrund. Ebenso erfolgt der Einsatz von KI zur Effizienzsteigerung im Produktionsprozess. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist von 174 im Vorjahr auf 160 im Berichtsjahr gesunken. Die agathon GmbH sieht zudem die langjährigen Mitarbeiter als eine wichtige Ressource im Hinblick auf Erfahrung und somit als einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. b) Finanzlage Die Finanzlage ist als sehr solide zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Skontofrist beglichen und Forderungen seitens der Kunden im Wesentlichen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Durch eine hohe Finanzierungsreserve bestünde die Möglichkeit neben Bevorratung bei anstehenden Preissteigerungen auch kurzfristigen Liquiditätsbedarf problemlos zu begegnen. Zur Entwicklung der finanziellen Lage werden im Folgenden die verschiedenen Cashflow-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.296 auf T€ 13.317 gesunken. Das Anlagevermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 268 bei Investitionen in Höhe von T€ 648 und Abschreibungen in Höhe von T€ 765. Unsere Anlagenintensität steigt durch die gesunkene Bilanzsumme von 33,0 % auf 34,2 %. Das Vorratsvermögen sinkt um T€ 153 gegenüber dem Vorjahr. Die hohe Bevorratung ist aufgrund von langen Lieferfristen und Bereitstellung von Spezialmaterial erforderlich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach T€ 4.939 im Vorjahr um T€ 1.343 auf T€ 3.596 verringert. Stichtagsbedingt und insbesondere durch ausgeweitete Zahlungsziele unserer Kunden befinden sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dennoch auf hohem Niveau. Unsere Bilanzsumme vermindert sich gegenüber dem Vorjahr. Durch Anstieg unseres nominellen Eigenkapitals auf T€ 5.507 ergibt sich eine deutlich bessere Eigenkapitalquote von 41,4 % nach 32,7 % im Vorjahr. Unsere Kapitalstruktur kann als ausgewogen bezeichnet werden. Die Intensität des langfristigen Fremdkapitals liegt bei 12,2 %. Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden diverse Kennzahlen verwendet: • Liquiditätssteuerung: Finanzreserve & Forderungsentwicklung • Rentabilitätssteuerung: Umsatz-, Rohertrags- und Betriebsergebniskennzahlen • Qualitäts- und Produktionssteuerung: Spezifische KPI (Kennzahlen) o Im Rahmen von täglichen und wöchentlichen (größeren) Produktionsbesprechungen sitzen die Abteilungsleiter bzw. deren Stellvertreter mit der Geschäftsleitung zusammen und vergleichen die Maschinenauslastung (im Schwerpunkt Spritzgussmaschinen und Fräsen) in Plan- und Ist-Effizienz. In diesem Zuge werden Abweichungen analysiert und operative, wie strategische Maßnahmen abgeleitet bzw. entsprechende Aufgaben verteilt. Zusätzlich werden Beanstandungen der QS täglich besprochen, um die weitere auftragsbezogene Vorgehensweise festzulegen. • Auslastungskennzahlen: Auftragseingang und Design- sowie Entwicklungsprojekte im Vorlauf Die weitere Steuerung erfolgt über Zeit- und Planvergleiche des Umsatzes und der Aufwendungen. Die Planung leitet sich - aufgrund der kapazitativen Grenzen und der stabilen Auftragslage - aus der linearen Fortschreibung der vergangenen Ergebnisrechnungen ab. Einstellige Steigerungen in Umsatz und Ergebnis ergeben sich folglich aus erreichten Effizienzsteigerungen bzw. möglichen Margenverbesserungen. Das genutzte Kennzahlenset ist homogen und dient auch der Verprobung bzw. Plausibilitätsprüfung der Werte der Vorjahre. Die kurz- und mittelfristigen Zahlungsströme werden über einen Liquiditätsplan bzw. die täglich erfasste Finanzreserve gesteuert. III. Prognosebericht Entsprechend unserer Vorjahresprognose konnte ein Umsatz in vergleichbarer Größenordnung erreicht werden. Zwar ergibt sich somit eine Seitwärtsbewegung beim Umsatz, aber dies kapazitativ limitiert auf hohem Niveau. Die ergriffenen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung haben im Wesentlichen Wirkung gezeigt. Entgegen unserer Vorjahresprognose konnten wir das Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern. Unter Außerachtlassung steuerlicher Effekte konnte jedoch ein leicht verbessertes Ergebnis erreicht werden. Ein effektives Kostenmanagement bei einer gewissen Bestellzurückhaltung unserer Kunden hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird mit einer weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens im Hinblick auf das Ergebnis gerechnet. Wir erwarten weiterhin, dass unser Rohertrag stabil hoch bleiben und eventuell durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs schwach rückläufig sein könnte. Die agathon GmbH wird auch zukünftig in der Lage sein, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Durch die vollzogene ISO-Zertifizierung sind Prozesse in der Gesellschaft klar definiert und werden regelmäßig überprüft. Die agathon GmbH wird diese Prozesse mittelfristig durch das neue ERP-System ebenfalls verbessert abbilden können. Die Kontrollsysteme sind auf die Größe und die speziellen Anforderungen der Geschäftstätigkeit abgestimmt. Zusätzlich wird die Gesellschaft teilweise von den großen Kunden zertifiziert. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Die Marktposition ist gefestigt bzw. weiter ausbaufähig in Verbindung mit Kapazitätserweiterung. Unsere Prognose erfolgt unter Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Auswirkungen des Ukraine-Krieg. Weltweite gesundheitlich motivierte politische Maßnahmen könnten den Warenverkehr einschränken bzw. die gesamtwirtschaftliche Lage weiter destabilisieren. Durch den Ukraine-Krieg sind weitreichende wirtschaftliche Folgen erkennbar. Steigende Preise für Energie und Material sowie inflationsbedingte allgemeine Preissteigerungen sind in ihrer Entwicklung derzeit schwer abschätzbar. Gegenwärtig verläuft unsere wirtschaftliche Entwicklung planmäßig. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Der Konzentrationsprozess der großen Kunden geht weiter. Die resultierende zentrale Einkaufsmacht führt zu einem steigenden Preiswettbewerb. Diesem tritt die agathon GmbH durch Qualität, F&E und erweiterte Service-Angebote entgegen. Ertragsorientierte Risiken: Aus den branchenspezifischen Risiken folgen ertragsorientierte Risiken. Das neue ERP-System schafft im internen Rechnungswesen die Transparenz, die erforderlich ist, um Kostensenkungspotentiale zu heben und den einzelnen Auftrag besser abbilden zu können. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Gesellschaft hat nahezu keine Währungsrisiken. Selbst bei Auslandskunden wird als Währung stets der Euro vereinbart, was auch in der jetzigen Finanz- und Wirtschaftskrise ohne Probleme durchsetzbar ist. Die seltene Abwicklung in Auslandswährung ist von untergeordneter Bedeutung. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite greift die Gesellschaft auf solide, qualitätsbewusste Rohstofflieferanten zurück, mit denen die agathon GmbH langfristige Lieferverträge anstrebt bzw. hat. Konkurrenz aus "Niedriglohnländern" ist aufgrund des erheblichen spezialisierten Know-how in der Schokoladenindustrie aktuell nicht nennenswert spürbar. Weitere Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung und gestiegene Transparenz (z.B. durch das eingeführte leistungsstarke ERP-System) verbessern weiterhin die Leistungsfähigkeit für die Kunden. 3. Gesamtaussage Es handelt sich insgesamt um beherrschbare Risiken in einem Unternehmen mit sehr guter Liquiditätssituation. Insoweit ist die agathon GmbH immer in der Lage notwendige Maßnahmen zu ergreifen und unverhältnismäßigen Risiken auszuweichen. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht die Gesellschaft sich für die Bewältigung der künftigen Risiken sehr gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Liquiditätslage ist sehr gut; die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme, da lediglich an Kunden mit bester Bonität geliefert wird. Bei Neukunden oder Kunden in "schwierigen" Ländern wird die Geschäftstätigkeit mit Vorkasse abgewickelt. Rechtsstreite über Forderungen kommen in der Regel nicht vor. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen, hier regelmäßig in der Skontofrist, gezahlt. Zur Planung der Liquidität und zur transparenten Dokumentation der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und Zahlungsströme wird täglich ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Bottrop, den 9. Oktober 2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023der agathon GmbH, Bottrop (vormals: Agathon GmbH & Co. KG, Bottrop)I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Handelsregisternummer HRB 17604. Sitz der Gesellschaft ist in Bottrop, Am Kruppwald 3. Die Gesellschaft wurde durch Beschluss vom 23. Februar 2023 im Wege eines Formwechsels geändert. Zuvor wurde die Agathon GmbH & Co. KG, Bottrop, im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Handelsregisternummer HRA 2292 geführt. Durch Beschluss vom 23. Februar 2023 wurde die ehemalige Komplementärin, die Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH auf die agathon GmbH verschmolzen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der agathon GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsvorschriften gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB beachtet. Die Vorschriften des § 264a HGB sowie des § 264c HGB wurden im Vorjahr beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen bzw. degressiven Methode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer beträgt:
Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Im Rahmen der Darstellung des Anlagenspiegels wird im Berichtsjahr unterstellt, dass die Zugänge des Geschäftsjahres im laufenden Jahr abgehen. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten größer EUR 800,00 werden unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet, so dass entsprechende Abschläge vorgenommen worden sind. Für folgende Vorräte wurde ein Festwert gebildet: - Schrauben Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% wurde entsprechend vorgenommen. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 2.808,00 ausgewiesen. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitverlauf. Die im Handelsregister eingetragenen gezeichnete Kapital beträgt EUR 250.000,00. Auf das gezeichnete Kapital wurden EUR 100.000,00 als Hafteinlage des Kommanditisten eingezahlt. Im Übrigen wurden Kapitalanteile des Kommanditisten gewandelt. Die Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Die erhaltenen Anzahlungen betragen insgesamt EUR 62.698,05. In Höhe von EUR 62.698,05 wurden die erhaltenen Anzahlungen entsprechend § 268 Abs. 5 S. 2 HGB aktivisch offen von den Vorräten abgesetzt. Sicherheiten Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten und Objektfinanzierungsgesellschaften wurden wie folgt besichert: - Sicherungsübereignung diverser kreditfinanzierter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens - Mithaft der Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop - Bürgschaft der Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop, über TEUR 4.000 Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet worden. Die Bewertungsansätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern betreffen die handelsrechtliche Aufdeckung stiller Reserven aus den Anwachsungen der ABOVA GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2012 sowie der agathon services GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2015. Über den Zeitraum der Abschreibung der jeweils erworbenen bzw. aufgenommenen Vermögensgegenstände ergeben sich temporäre Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz. Zur Abgrenzung wurde bisher ein Steuersatz von 17,15% für die Gewerbesteuer herangezogen. Die Einstellung der passiven latenten Steuern erfolgte erfolgsneutral über die Rücklagen. Durch den Formwechsel ermittelt sich ein kombinierter Steuersatz für Steuerabgrenzung aus Gewerbesteuer von 17,15 % und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag von 15,83 % mithin insgesamt 32,98 %. Die Aufholung der passiven latenten Steuern für Körperschaftsteuer wurde im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst. Aufgrund linearer Abschreibung aufgedeckter stiller Reserven, wurden im Geschäftsjahr EUR 13.000,00 passive latente Steuern ertragswirksam aufgelöst sowie für Zwecke der Aufholung für Körperschaftssteuer EUR 33.000,00 eingestellt. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Sonstige betriebliche Erträge beinhalten TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 2) periodenfremde Erträge. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten TEUR 13 Erträge aus der Auflösung sowie TEUR 33 aus der Einstellung passiver latenter Steuern. Formwechselbedingt waren im Berichtsjahr Anpassungen der passiven latenten Steuern aufgrund der konzeptionellen Besteuerung vorzunehmen. V. Sonstige Angaben 1. Zahl der Mitarbeiter Im Durchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) waren während des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 56 kaufmännische und technische Angestellte (Vorjahr 46) sowie 104 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 128), insgesamt 160 (Vorjahr: 174) neben der Geschäftsführung beschäftigt. 2. Geschäftsführung Bis Formwechsel: Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop, vertreten durch ihre Geschäftsführer Herrn Volker Krämer, Kaufmann, Ratingen, sowie Herrn Jens Niebuhr, Kaufmann, Rosendahl. Ab Formwechsel: Herr Volker Krämer, Kaufmann, Ratingen, sowie Herr Jens Niebuhr, Kaufmann, Rosendahl. Herr Volker Krämer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen nach § 181 BGB befreit, 3. Finanzinstrumente Mit der HypoVereinsbank wurde ein Zinssicherungsgeschäft über nominal EUR 281.250,00 als CapFloor abgeschlossen. Das Geschäft endete am 30. September 2022. 4. Haftungsverhältnisse Mit der HypoVereinsbank besteht eine Rahmenkreditvereinbarung in Höhe von TEUR 1.687. Neben der Gesellschaft haftet als Gesamtschuldner hierfür die Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop. Eine Inanspruchnahme der Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop, lag nicht vor. Die Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH haftet ebenfalls mit für den Firmen-Rahmenkredit (TEUR 4.000) bei der Sparkasse Köln/Bonn sowie für Darlehen der Commerzbank AG (Ursprung: TEUR 2.000). Die agathon GmbH hat eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 275 bezüglich des Darlehens der Krämer Immobilien GmbH bei der HypoVereinsbank mit jährlicher Reduzierung um TEUR 20 zum 1. Juli eines Jahres beginnend ab dem 1. Juli 2013 gegeben. Daneben bürgt die agathon GmbH in Höhe von TEUR 560 mit jährlicher Reduzierung um TEUR 20 zum 1. Juli eines Jahres für ein Darlehen der VK Holding GmbH & Co. KG (vormals: 1. VK RenergySol GmbH & Co. KG) bei der HypoVereinsbank. Die Reduktion der Bürgschaft begann mit dem 1. Juli 2013. Mit einer Inanspruchnahme dieser Haftungsverhältnisse ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Schuldner nicht zu rechnen. 5. Finanzielle Verpflichtungen
6. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin war bis zum 18. April 2023 die Krämer Verwaltungsgesellschaft mbH, Bottrop, mit einem Stammkapital von TEUR 25. 7. Sonstiges Vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB, Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung zu unterlassen, wurde Gebrauch gemacht. Prokura besteht gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem andere Prokuristen zugunsten Frau Lisa Victoria Schiesser, Bottrop, Frau Jana Rumi, Bottrop, Frau Manuela Aldenhoff, Schermbeck sowie Herrn Bernd Wilming, Datteln.
Bottrop, den 9. Oktober 2023 agathon GmbH, Bottrop Herr Volker Krämer Herr Jens Niebuhr Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023agathon GmbH, Bottrop
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die agathon GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der agathon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der agathon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Osnabrück, 10. Oktober 2023 HERDEN
BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH
gez. M. Fischer, Wirtschaftsprüfer gez. T. Hellwig, Wirtschaftsprüfer |
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