Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 109322
Eingetragen
19.6.1996
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb einschließlich Export von Bauspezialartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinhard Schindler
seit 23.10.2024
Geschäftsführer
Stefan Wittek
seit 8.11.2018
Geschäftsführer
Felix von Limburg
seit 21.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

von Limburg GmbH & Co. KG
Germany
201.130 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B.T. innovation GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die B.T. innovation GmbH ("BT") konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und den Handel von Ausrüstungsgegenständen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien für den Hoch- und Tiefbau sowie für die Herstellung von Betonfertigteilen. Das Unternehmen bedient zwei Hauptkundensegmente:

Baustellen

BT vertreibt Bauspezialartikel an regionale und überregionale Kunden im Hoch- und Tiefbau sowie im Bauhandwerk.

Betonfertigteilwerke

Das Unternehmen erbringt Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Aufbau oder der Erweiterung solcher Werke. Dies beinhaltet die Vermarktung innovativer Produktionssysteme und die Optimierung betrieblicher Abläufe. Die Kundenbasis erstreckt sich national und international auf Unternehmen, die in den Ausbau eigener Fertigungsanlagen investieren und dabei u.a. auf BT Produkte wie z.B. Magnet und Schalung zurückgreifen.

Zur Sicherstellung einer effizienten Markterschließung und Pflege von Kundenbeziehungen betreut BT seinen Kernmarkt im Inland intensiv. Dabei spielen eigene Vertriebsmitarbeiter eine zentrale Rolle, um die spezifischen Anforderungen der Kunden in den Fertigteilwerken sowie im Hoch- und Tiefbau umfassend zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Die internationale Präsenz von BT wird durch die Zusammenarbeit mit regionalen Händlern im EU-Raum, Nord- und Südamerika sowie im Nahen Osten gestärkt. Diese Partnerschaften ermöglichen eine effektive Distribution der Produkte und gewährleisten eine zeitnahe Versorgung der Kunden weltweit.

Der Standort in Magdeburg fungiert nicht nur als Hauptquartier, sondern beherbergt auch die essenziellen Abteilungen für Forschung & Entwicklung, Produktion und Lager. Diese räumliche Nähe ermöglicht eine reibungslose Koordination der verschiedenen Geschäftsbereiche und trägt zur kontinuierlichen Innovationskraft des Unternehmens bei.

Im Rahmen der internationalen Geschäftsanbahnung setzt BT gerade nach Beendigung der COVID-19 Maßnahmen wieder verstärkt auf die Teilnahme an weltweiten (Präsenz) Messen und Kongressen. Dies waren im Jahr 2022 die Leitmesse BAUMA in München sowie u.a. Big 5 Heavy Dubai, KazBuild oder ICCX Central Europe. Diese Plattformen bieten nicht nur die Möglichkeit zur Präsentation innovativer Produkte, sondern fördern auch den direkten Austausch mit potenziellen Kunden und Geschäftspartnern, was entscheidend für den Aufbau langfristiger Beziehungen ist.

Ziele und Strategien

Zentrales Element unseres Geschäftsmodells ist das Streben nach Technologieführerschaft. Diese Führungsposition erreichen wir durch fortlaufende Innovationen und die Entwicklung von Produkten, die nicht nur innovativ, sondern auch produktivitätssteigernd sind. Die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit als Systemlieferant in der Bauindustrie ist nur durch anhaltende Investitionen in die Produktentwicklung möglich.

Unsere engagierte Partnerschaft mit Kunden bildet dabei einen fundamentalen Pfeiler unseres Erfolgs. Wir verstehen die Bedürfnisse unserer Kunden genau und arbeiten in enger Abstimmung mit ihnen zusammen, um maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Dabei nutzen wir die Breite unseres umfassenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios, um den individuellen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Der Kern unseres Handelns liegt in einer proaktiven Herangehensweise an die Herausforderungen der Branche. Wir setzen nicht nur auf bewährte Lösungen, sondern streben ständig nach neuen Möglichkeiten, um die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen.

Durch diesen kontinuierlichen Verbesserungsprozess bleiben wir nicht nur relevant, sondern tragen auch dazu bei, den Fortschritt in der Bauindustrie insgesamt voranzutreiben.

Unsere Mission ist es, nicht nur Produkte anzubieten, sondern umfassende Lösungen zu liefern, die den sich ständig wandelnden Anforderungen der Branche gerecht werden. Mit einem klaren Fokus auf Technologieführerschaft, Partnerschaft und kontinuierlicher Innovation positionieren wir unser Unternehmen als zuverlässigen und zukunftsorientierten Akteur in der Bauindustrie.

Forschung und Entwicklung

Die Innovationskraft der B.T. innovation GmbH bildet einen integralen Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Im Fokus stehen hierbei Forschungsprojekte, die darauf abzielen, Produkte, Prozesse, Verfahren sowie Bauweisen zu innovieren und zu optimieren. Das übergeordnete Ziel besteht darin, durch diese Bemühungen eine Vereinfachung, Verbesserung und Steigerung der Produktivität bei unseren Geschäftspartnern zu erzielen.

Die Realisierung dieser innovativen Aktivitäten erfolgt durch unsere eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Zudem pflegen wir kooperative Beziehungen zu renommierten Hochschulen, darunter die HTWK Leipzig, Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IFF Magdeburg, sowie führende Unternehmen der Betonfertigteil-, Baustoff- und Maschinenbranche. Diese Partnerschaften ermöglichen es uns, ein breites Spektrum an Fachkenntnissen und Ressourcen zu nutzen, um die Entwicklung und Implementierung wegweisender Innovationen voranzutreiben.

2022 hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung drei neue Patentanmeldungen in den Bereichen Magnet und Schalung sowie Abdichtung erwirken können. Ferner fanden Produktweiterentwicklungen in den genannten Segmenten statt. Dadurch konnten auch die entsprechenden DIBt-Zulassungen erweitert werden. Diese Meilensteine stärken nicht nur das intellektuelle Eigentum des Unternehmens, sondern unterstreichen auch die Positionierung als Branchenvorreiter.

Personal

Zum 31.12.2022 umfasst der Personalbestand 57 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Davon befinden sich 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Ausbildungsverhältnis. Für BT, einen innovativen Systemlieferanten in der Bauindustrie, ist qualifiziertes und motiviertes Personal von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens. Daher setzen wir kontinuierlich Maßnahmen um, um die fachliche und persönliche Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzuentwickeln.

Zusätzlich legen wir großen Wert auf die Förderung der Gesundheit unserer Belegschaft. Im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements bieten wir vielfältige Programme und Maßnahmen an. Weitere Angebote zugunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seitens BT unterstreichen das Engagement für das Wohlbefinden und die nachhaltige Entwicklung im Personalbereich.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen wies die deutsche Wirtschaft im betrachteten Zeitraum eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent auf. Diese Entwicklung erfolgte trotz erschwerender Faktoren wie dem anhaltenden Fachkräftemangel und der Ukrainekrise. Gleichzeitig trug die anhaltende, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie zur Komplexität der wirtschaftlichen Lage bei.

Im Jahr 2022 sah sich die Bauwirtschaft in Deutschland mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die Vielzahl von Hürden, darunter Inflation, Kaufkraftverlust, Lieferengpässe, Energiekrise und eine konjunkturelle Schwächephase, führte zu einer regelrechten Explosion der Baupreise und markanten Einbrüchen bei den Auftragseingängen.

Die Bauunternehmen verzeichneten zwar nominale Umsatzzuwächse aufgrund der starken Preissteigerungen, doch in realen Zahlen waren die Umsätze rückläufig. Der reale, preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe sank kalenderbereinigt um 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der stark gestiegenen Baupreise lag der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang bei 99,1 Milliarden Euro und damit um 4,8 % über dem Vorjahresniveau.

Der Jahresumsatz 2022 im Bauhauptgewerbe spiegelt diese aktuelle Situation wider, da er im Vergleich zum Vorjahr real um 5,8 % zurückging. Trotzdem erreichte der nominale Umsatz einen neuen Höchststand von 108,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 9,8 % entspricht. In dieser Gesamtbetrachtung trugen vor allem der Wohnungsbau und der gewerbliche Hochbau zu den Gesamtumsätzen bei. Der Wohnungsbau verzeichnete einen Jahresumsatz von 28,0 Milliarden Euro, gefolgt vom gewerblichen Hochbau mit 25,8 Milliarden Euro.

2022 belief sich die Gesamtanzahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Betriebe auf etwa 82.723, während rund 927.000 Personen in dieser Branche beschäftigt waren. Besonders herausfordernd entwickelte sich der Fachkräftemangel im betrachteten Zeitraum. Knapp zwei Drittel der verfügbaren Positionen blieben unbesetzt. Dies bedeutete, dass der gestiegene Auftragseingang die Personalknappheit im Baugewerbe weiter anheizt.

Ausländische Märkte

Die Unsicherheiten im Welthandel, nicht zuletzt aufgrund geopolitischer Spannungen und Handelskonflikte, haben zu einer spürbaren Verlangsamung der deutschen Exportaktivitäten geführt. Ebenfalls steht die deutsche Industrie vor der Herausforderung, mit den anhaltend hohen Energiepreisen umzugehen. Die steigenden Kosten belasten die Produktionskosten und mindern die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland auf dem globalen Markt. Daher muss die deutsche Wirtschaft ihre Strategien überdenken und sich auf eine diversifiziertere Wirtschaftsstruktur vorbereiten.

Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zu Förderung von Innovationen in Schlüsselindustrien sind unabdingbar, um den wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und das Wachstum nachhaltig zu sichern.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine im Vergleich zum Vorjahr gleiche Betriebsleistung erzielt. Allerdings verzeichneten die Umsatzerlöse eine differenzierte Dynamik. Während die Umsätze in Ost- und Südosteuropa eine positive Entwicklung zeigten, hatten wir einen rückläufigen Trend bei den Kunden aus den USA, West- und Nordeuropa (Skandinavien) zu verzeichneten. Neben den allgemeinen Unsicherheiten des internationalen Handels durch geopolitische Spannungen und die anhaltende Inflation, lagen andere Ursachen für den Umsatzrückgang in der erhöhten Lagerhaltung unserer Kunden, die nun teilweise zurückgeführt wurde.

Im Gegensatz dazu erreichte B.T. innovation GmbH innerhalb Deutschlands einen weiteren Zuwachs des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Besonderen Anteil am Umsatzwachstum in Deutschland hatten dabei die klassischen BT-Produkte aus der Verbindungstechnik und der Abdichtung.

Die Umsatzzuwächse in den o.g. Produktbereichen sorgten für eine gute Auslastung der Kapazitäten in den Bereichen Produktion und Logistik. Unsere Tochtergesellschaft MAX-truder GmbH, hat im Geschäftsjahr 2022 eine Reihe von Projekten in Zentralasien abschließen und neue Aufträge für einzelne Maschinen sowie schlüsselfertige Produktionsanlagen akquirieren können.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die leicht erhöhten Umsatzerlöse des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs von TEUR 10.775 (Vj. TEUR 10.652) führen bei einem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Betriebsaufwand (um außerordentliche und einmalige Effekte bereinigt) von TEUR 11.068 (Vj. TEUR 9.068) zu einem negativen Betriebsergebnis (um außerordentliche und einmalige Effekte bereinigt) von TEUR 257 (Vj. positives Betriebsergebnis TEUR 967), was die aufgestellten Erwartungen für das Geschäftsjahr in keiner Weise erfüllt.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 28,2% auf TEUR 5.897 (Vj. TEUR 4.599), so dass sich bei einer Betriebsleistung (um außerordentliche und einmalige Effekte bereinigt) von TEUR 10.811 eine deutlich gestiegene Materialintensität von 54,5% (Vj. 46%) ergibt. Dies resultiert insbesondere aus der stark erhöhten Lagerhaltung von internationalen Vorprodukten.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 3.285 und liegt damit über dem Vorjahreswert von TEUR 2.711. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen auf TEUR 305 (Vj. TEUR 294). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (um außerordentliche und einmalige Effekte bereinigt) haben sich erhöht und betragen TEUR 1.568 (Vj. TEUR 1.449). Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verändert sich aufgrund von Wertkorrekturen auf Beteiligungen und Finanzanlagen auf TEUR -143 gegenüber einem Vorjahresergebnis von TEUR -68.

Das neutrale Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von plus TEUR 373 (Vj. minus TEUR 143) ergibt sich aus empfangenen Zuschüssen und der Auflösung von Drohverlustrückstellungen (Erträge TEUR 479) einerseits sowie Aufwendungen durch den Verlust aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen und Einstellungen in Wertberichtigungen auf Forderungen andererseits (Aufwendungen TEUR 106).

Insgesamt weist die Gewinn- und Verlustrechnung 2022 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von minus TEUR 27 aus, im Vergleich zu einem Ergebnis in Höhe von TEUR 756 im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist in dem stark erhöhten Betriebsaufwand von TEUR 11.068 begründet (Vj. TEUR 9.068), der sich im Wesentlichen aus der erhöhten Material- und Personalaufwandsquote ergibt.

Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln zum Jahresanfang von TEUR 1.089 hat sich durch einen operativen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR - 867 (Vj. TEUR 311), einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR - 221 (Vj. TEUR - 842) sowie einem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 159 (Vj: TEUR -281) zu einem Finanzmittelbestand zum Jahresende in Höhe von TEUR 160 entwickelt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um TEUR 103 reduziert. Während das Sachanlagevermögen durch Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen saldiert um planmäßige Abschreibungen mit TEUR 3.938 um TEUR 454 über dem Wert des Vorjahres von TEUR 3.484 liegt, hat sich das Finanzanlagevermögen durch Rückführung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf TEUR 824 reduziert, so dass das Anlagevermögen von insgesamt TEUR 4.762 nun 54,2% der Bilanzsumme ausmacht. Dagegen hat sich das Umlaufvermögen auf TEUR 3.941 (Vj. TEUR 3.902) erhöht und entspricht damit 45,0 % der Bilanzsumme. Verantwortlich hierfür ein um TEUR 960 erhöhter Vorratswert, dem eine deutliche Reduzierung der liquiden Mittel auf TEUR 160 (Vj. TEUR 1.089) entgegensteht, während sich der Bestand an Forderungen aus Lieferung und Leistung (ohne verbundene Unternehmen) mit TEUR 158 (Vj. TEUR 221) unter dem Vorjahresniveau befindet.

Das Eigenkapital bleibt aufgrund des Ergebnisses mit TEUR 3.594 (Vj. TEUR 3.593) nahezu konstant, was eine Eigenkapitalquote von 41,0% (Vj. 40,5%) bedeutet. Das Fremdkapital sinkt um TEUR 96 auf TEUR 4.795, damit beträgt der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme 54,6%. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten finanziert sich das Unternehmen aus eigenen Mitteln, über Ausleihungen des Gesellschafters in Höhe von TEUR 300 sowie einer stillen Beteiligung der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt in Höhe von TEUR 500.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsentwicklung der B.T. wird durch regelmäßige Reports beobachtet und gesteuert. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Liquidität des Unternehmens gelegt. In den monatlich für die Geschäftsleitung erstellten Berichten und Analysen werden darüber hinaus neben der ausführlichen Ergebnis- und Bilanzentwicklung wichtige Kennzahlen wie Veränderungen im Working Capital sowie die Cash-Flow-Entwicklung beobachtet und ausgewertet.

Das Working Capital (Umlaufvermögen TEUR 3.941 abzüglich kurzfristiges Fremdkapital TEUR 4.207) zum Stichtag beträgt minus TEUR 266 (Vj. TEUR -154).

Dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 867 (Vj. plus TEUR 311) und aus Investitionstätigkeit von TEUR 221 (Vj. TEUR 842) steht ein positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 159 (Vj. minus TEUR 281) gegenüber, sodass sich insgesamt ein Cashflow zum Ende des Geschäftsjahres von minus TEUR 929 ergibt (Vj. minus TEUR 812).

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Prognose

Die hohen Baukosten bei gleichzeitig stark gestiegenen Zinsen haben für einen Konjunktureinbruch in der Baubranche gesorgt. Das Bauhauptgewerbe war davon stärker betroffen, insbesondere der Gebäudebau. Wie das Statistische Bundesamt im September 2023 mitteilt, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im 2. Quartal 2023 um 3,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gesellschaft aufgrund dieser Situation eine sich abschwächende Nachfrage insbesondere im Bauhauptgewerbe in Deutschland. Auch der internationale Absatz ist gleichfalls von steigenden Inflationsraten und Materialkosten betroffen. Nach einem erwarteten Verlauf des ersten Halbjahres 2023 hat die Geschäftsführung als Reaktion auf die weiter nachlassende Bautätigkeit ihre Erwartungshaltung weiter korrigiert. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen des Bausektors, gehen wir heute davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund der bekannten und realisierten Auftragssituation mit einem deutlich geringeren Umsatzniveau gerechnet werden muss.

Wir erwarten, dass der Absatz in den Bereichen Verbindungstechnik und Abdichtung auch in diesem Jahr aufgrund der bislang anhaltend starken Nachfrage auf Vorjahresniveau bleibt, es allerdings zu einer weiteren Abschwächung bei Investitionsgütern (insbesondere Magnet & Schalung) kommt und auch die Aktivitäten in den Auslandsmärkten aufgrund des beschriebenen Marktumfeldes unter den Vorjahreswerten liegen werden. Im Sonderschalungsbau sowie dem Consulting für Betonfertigteilwerke ist die Nachfragesituation weiterhin gut, allerdings haben die Entscheidungszeiträume bei den Kunden für eine Auftragsvergabe zugenommen.

Für das Geschäftsjahr 2024 kann mit dem Erreichen der Talsohle gerechnet werden. Laut einem Prognosebericht von EY Parthenon (Hochbauprognose 2023, Juli 2023) soll der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 weiter zurückgehen, bevor für das Jahr 2025 mit einer Verbesserung der Lage gerechnet wird.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse zwischen TEUR 8.200 - 8.500 bei einem Ergebnis vor Steuern von rund TEUR 200 verbucht werden können. Dagegen erwarten wir aufgrund geringer Investitionstätigkeit sowie dem Abbau des Lagerbestandes ein positives Working Capital von ca. TEUR 200 - 300 und bei einem positiven Cash-Flow von ca. TEUR 400 - 500 eine zunehmende Liquidität. Aufgrund des erwarteten weiteren Rückganges in der Branche plant die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen von TEUR 8.000 und einer "schwarzen Null" als Ergebnis vor Steuern.

Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagementsystem der BT zielt darauf ab, Signale einer drohenden Gefahr für die Unternehmensentwicklung frühzeitig zu erkennen und diese Risiken messbar und damit steuerbar zu machen.

In einem fortlaufenden Prozess erfolgt eine umfassende und systematische Analyse möglicher Risiken und ihrer Einflussfaktoren. Dabei sollen alle potenziellen Risiken identifiziert und nach den Auswirkungen auf die Gesellschaft und im Hinblick auf die Einstellung zur Risikoannahme beurteilt werden.

Externe Chancen und Risiken

Die derzeitigen Absatzmärkte der BT unterliegen einem anhaltenden Wandel der wirtschaftlichen, finanziellen und technologischen Einflussfaktoren. Die Organisation der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Das Management reagiert durch strategische Entscheidungen in Bezug auf Organisation, Marktpräsenz, technische Entwicklungen, Veränderungen des Produktportfolios und dem Angebot von Dienstleistungen auf die Entwicklungen am Markt.

Insbesondere vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken hat die Geschäftsführung den aktuellen Maßnahmenplan zur Sicherung der Fortführung der Geschäftstätigkeit dahingehend angepasst, dass die Bezüge von unseren Vorlieferanten für "kritische Vorprodukte" aufgrund der hohen Lagerhaltung reduziert und alternative Lieferanten aufgebaut werden.

Gleichwohl bietet jede Krise auch Chancen, insbesondere in notwendigen technologischen Veränderungen unter anderem auch auf internationalen Märkten, die wir mit einer Ausweitung unserer Consultingaktivitäten sowie kundenspezifischen Lösungen im Bereich von innovativen Produktionssystemen für die Herstellung von Betonfertigteilen adressieren. Dazu haben wir unsere Kundenkommunikation auf den digitalen Kanälen angepasst und weitere Initiativen in eine Markterweiterung in Richtung Türkei und Afrika ergriffen.

Unsere Gesellschaft ist, aufgrund der in weiten Teilen ausgelagerten Produktion, in hohem Maße abhängig von funktionierenden Lieferketten, um die Nachfrage unserer Kunden bedienen zu können. Durch die ansteigende CO 2 Besteuerung und eine Verteuerung der Maut in Deutschland werden die Transportkosten zu einem erfolgskritischen Preisbestandteil, der die Preiswürdigkeit unserer Produkte stärker beeinträchtigen wird.

Mit dem anhaltenden Nachfragerückgang im Wohnungsbau sehen wir eine steigende Wahrscheinlichkeit für Preisrisiken beim Absatz eines Teils unserer Produkte, was im schlimmsten Fall zu einem Verdrängungswettbewerb zwischen Herstellern und Händlern führen kann. Während auf der Beschaffungsseite die Preisrisiken, unabhängig von den Währungsrisiken für die Waren, die in US-Dollar beschafft werden, als beherrschbar angesehen werden können.

Betriebliche Chancen und Risiken

Das Unternehmen sieht weiterhin erhebliches Chancenpotential in der Entwicklung innovativer Produkte gemeinsam mit Kunden, durch die sich das Unternehmen als innovativer Systemlöser für die Bauindustrie positionieren möchte. Unsere hohe Ingenieurquote im Mitarbeiterstamm in Verbindung mit den umfangreichen Anwendungskenntnissen in der Industrie, führt in zunehmendem Maße zu gemeinsamen (geförderten) Entwicklungsprojekten, die für die Zukunft entscheidend sein können.

Das Jahr 2022 hat eine weiter verbesserte Kundenkommunikation und Absatz über die digitalen Kanäle unseres Unternehmens gebracht. Insbesondere die durch COVID-19 beförderte Nutzung von Online-Meetings, ermöglicht es uns effizienter mit den Kunden zu kommunizieren und die Vermarktung unserer Produkte mithilfe von "Videos mit Anwendungsbeispielen" zu unterstützen. Hier sehen wir für die Zukunft weiteres Potential unter anderem in der Anwenderschulung von zertifizierten Produkten bei den Kunden. Im Vertrieb von Sonderschalungen liegt der Fokus weiterhin auf Kunden in Deutschland, Skandinavien und Osteuropa, da hier Investitionen in effizientere Produktionsanlagen erfolgen.

Unsere Beteiligung an der MAX-truder GmbH mit ihrem Produktportfolio von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von vorgespannten Betonfertigteilen hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt. Wir sehen die Gesellschaft auf einem guten Weg, weitere Märkte für die Lieferung von kompletten Anlagen zur Herstellung von (vorgespannten) Betonfertigteilen zu erschließen.

Betriebliche Risiken sehen wir aktuell vor dem Hintergrund der anhaltenden Ukrainekrise und dem stark gestiegenen Zinsniveau in der anhaltenden Abkühlung der Weltwirtschaft und dem damit Nachlassen der Investitionsbereitschaft für unsere Kernprodukte in der Magnet- und Schalungstechnik. Wir erwarten eine anhaltend guten Nachfrage nach Produkten in der Verbindungstechnik und für Abdichtungsprodukte insbesondere im Agrarbereich, während wir bei den von uns angebotenen Verbrauchsartikeln in einem intensiven Preiswettbewerb mit Vollsortimentern für den Baustellenbedarf und zum Teil mit Herstellern bei Produkten für die Betonfertigteilwerke stehen, so das letztendlich ein starker Margendruck entstehen kann.

Die sich verändernde Geschäftstätigkeit des Unternehmens stellt auch im Geschäftsjahr 2022 große Anforderungen an die Mitarbeiter, die durch regelmäßige Schulungen über neue Produkte und Vertriebsformen informiert und weitergebildet werden. Für die Gewinnung von qualifiziertem Personal wird neben unserem eigenen Recruiting auch die eigene Ausbildung forciert, um so dem derzeitigen Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Aufgrund zunehmender Bedrohungen durch IT-Risiken werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Hierzu zählen neben mehrstufigen Sicherheits- und Antivirenkonzepten, Vergaben von Zugriffsrechten, Zugangskontrollsysteme mit Passwort-Policy (insbesondere Zweifaktor-Authentifizierung bei Zugriffen von außen), eine zweckmäßige Datensicherung und eine unabhängige Energieversorgung, auch die regelmäßige Sensibilisierung der Belegschaft durch geeignete Schulungsmaßnahmen und Berücksichtigung der Empfehlungen des BSI.

Insbesondere für den internationalen Vertrieb stellt die aktuelle Arbeitsmarktsituation eine große Herausforderung dar, da zu dem schon vorhanden Fachkräftemangel, die geringe Reisebereitschaft der "jungen Generation" hinzukommt. Von daher wird dem "Online-Marktplatz" von BT eine wachsende Bedeutung zu kommen.

Insgesamt haben wir keine Risiken identifiziert, die langfristig zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens führen.

 

Magdeburg, den 11. Januar 2024

Felix von Limburg, Geschäftsführer

Stefan Wittek, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.762.486,77 4.920.511,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.068,14 78.286,83
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.068,14 76.586,83
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.700,00
II. Sachanlagen 3.881.064,36 3.406.412,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.848.006,57 2.955.034,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 84.862,00 81.361,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.665,04 350.752,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 564.530,75 19.265,00
III. Finanzanlagen 824.354,27 1.435.811,99
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 273.615,41 260.811,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 550.738,86 1.175.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.940.310,50 3.902.017,40
I. Vorräte 3.073.257,75 2.112.633,04
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.358,00 825,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.001.150,82 1.635.226,71
3. Geleistete Anzahlungen 69.748,93 476.581,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 706.596,18 700.589,59
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.747,40 220.780,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87.993,84 254.347,97
3. Sonstige Vermögensgegenstände 460.854,94 225.461,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 160.456,57 1.088.794,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 70.009,42 54.212,93
8.772.806,69 8.876.741,79

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.594.348,65 3.593.009,85
I. Gezeichnetes Kapital 201.130,00 201.130,00
II. Gewinnvortrag 3.391.879,85 2.970.581,94
III. Jahresüberschuss 1.338,80 421.297,91
B. RÜCKSTELLUNGEN 348.375,42 1.062.069,32
1. Steuerrückstellungen 136.757,16 628.839,72
2. Sonstige Rückstellungen 211.618,26 433.229,60
C. VERBINDLICHKEITEN 4.445.936,07 3.829.892,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.999.187,30 1.770.357,35
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.789,49 600.362,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 263.793,43 199.853,22
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.229.859,14 137.992,16
5. Sonstige Verbindlichkeiten 940.306,71 1.121.327,29
- davon aus Steuern: EUR 111.957,80 (Vorjahr: EUR 284.820,44)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.084,18 (Vorjahr: EUR 441,20)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 384.146,55 391.770,45
8.772.806,69 8.876.741,79

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 5.384.119,08 5.637.554,49
2. Personalaufwand -3.284.833,64 -2.710.971,47
a) Löhne und Gehälter -2.753.203,49 -2.263.789,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -531.630,15 -447.182,07
- davon für Altersversorgung: EUR 41.341,02 (Vorjahr: EUR 37.696,38)
3. Abschreibungen -305.226,43 -294.014,95
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -305.226,43 -294.014,95
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.672.367,15 -1.804.011,50
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.206,89 16.461,60
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -77.525,52 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -69.869,11 -74.940,31
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.892,40 -323.469,63
9. Ergebnis nach Steuern 24.396,52 446.608,23
10. Sonstige Steuern -13.057,72 -15.310,32
11. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -10.000,00 -10.000,00
12. Jahresüberschuss 1.338,80 421.297,91

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Allqemeine Anqaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: B.T. innovation GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Magdeburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Register-Nr.: HRB 109322

Weitere Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss der B.T. innovation GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Der Jahresabschluss der B.T. innovation GmbH ist unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften der §§ 242 - 256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB in Euro aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 266, 274a, 276 und 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die für die Gesellschaft geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nachfolgenden Grundsätzen:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden entsprechend der vertraglichen Laufzeit oder einer voraussichtlich kürzeren Nutzungsdauer der erworbenen Rechte vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind zu ihrem Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen waren nicht vorzunehmen.

2. Sachanlagen

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Sachanlagen linear vorgenommen.

Für die im Geschäftsjahr aktivierten Vermögensgegenstände wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten mit einbezogen (§ 284 Abs. 3 Satz 4 HGB).

Im Berichtsjahr angeschaffte abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von mehr als 250,00 EUR bis zu 800,00 EUR werden analog dem steuerlichen Wahlrecht (§ 6 Abs. 2 EStG) im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen sind zu ihrem Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen waren nicht vorzunehmen.

3. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden zu Nennwerten oder niedrigeren Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet.

4. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Warenbestände wurden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Für das Lagerqualitäts- bzw. Lagerwertrisiko wurden abgestufte Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet, Wertberichtigungen waren nicht vorzunehmen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind zu Nominalwerten bewertet. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst.

Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Bestand an Netto-Inlandsforderungen berücksichtigt.

Für den Bestand an Netto-Auslandsforderungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % vorgenommen worden.

6. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Soweit Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen vorliegen, wurden diese zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.

7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

werden gem. § 250 Abs. 1 HGB ausgewiesen.

8. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Bei der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte der Branche berücksichtigt.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

10. Passive latente Steuern

Der Ansatz entspricht der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung aus dem Unterschied der Handelsbilanz und Steuerbilanzwerte. Es ergeben sich ausschließlich passiv latente Steuern.

Die Bewertung der passiv latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von insgesamt 31,575 %, davon für Körperschaftsteuer/SoliZ 15,825 % sowie für Gewerbesteuer 15,750 %.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Ertrag erfasst wurden.

Im Einzelnen ist folgender antizipativer Sachverhalt zu berücksichtigen:

Beantragte Fördermittel in Höhe von 146.438,96 EUR bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, die in den Folgejahren abgefordert und teilweise ausgezahlt worden sind.

3. Sonstige Rückstellungen

Im Wesentlichen wurden Rückstellungen für Urlaubsrückstellungen (36 TEUR) für Mitarbeiterprovisionen (85 TEUR) und Jahresabschlusskosten (24 TEUR) gebildet.

4. Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:

gesammt RLZ bis 1. J. RLZ > 1 J. RLZ > 5 J.
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.999.187,30 € 418.455,54 € 1.580.731,76 € 555.169,21 €
Vorjahr 1.770.357,35 € 302.386,85 € 1.467.970,50 € 634.651,00 €
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.789,49 € 12.789,49 € - € - €
Vorjahr 600.362,15 € 600.362,15 € - € - €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 263.793,43 € 263.793,43 € - € - €
Vorjahr 199.853,22 € 199.853,22 € - € - €
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.229.859,14 € 1.229.859,14 € - € - €
Vorjahr 137.992,16 € 137.992,16 € - € - €
Sonstige Verbindlichkeiten 940.306,71 € 440.306,71 € 500.000,00 € 33.333,33 €
Vorjahr 1.121.327,29 € 621.327,29 € 500.000,00 € 200.000,00 €
Summe 4.445.936,07 € 2.365.204,31 € 2.080.731,76 € 588.502,55 €
Summe Vorjahr 3.829.892,17 € 1.861.921,67 € 1.967.970,50 € 834.651,00 €

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausleihungen in Höhe von 1.229.859,14 EUR (Vorjahr 137.692,16 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.528.539,80 EUR.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und -formen sind mit den gewährten Sicherheiten verbunden:

Grundpfandrechte an eigenen Grundstücken sowie Pfandrechte an Wertpapieren, Sachen und Ansprüchen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: 1.528.539,80 EUR.

Die Geschäftsführung geht von einem sehr geringen Risiko der Inanspruchnahme aufgrund der soliden Vermögens- Finanz- und Ertragslage aus.

5. Passive latente Steuern

Am Ende des Geschäftsjahres ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von 384.146,55 EUR. Daraus ergab sich im Laufe des Geschäftsjahres eine gewinnerhöhende Auflösung in Höhe von 7.623,90 EUR.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf Bewertungsabweichungen im Anlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von 1.275.912,00 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind in Höhe von 31.355,91 EUR Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten.

2. In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind in Höhe von 96.993,30 EUR Erträge aus empfangenen Zuschüssen enthalten.

3. In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind in Höhe von 301.250,00 EUR Erträge aus der Auflösung der Drohverlustrückstellung enthalten.

4. In der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind in Höhe von 15.479,10 EUR Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten.

5. In der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus Einstellung in die Einzelwertberichtung auf Forderungen in Höhe von 71.697,00 EUR enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr.3a HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftiqten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 60 (davon 16 teilzeitbeschäftigt).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Felix von Limburg, Ausgeübter Beruf: Fischwirt

Zweiter Geschäftsführer: Stefan Wittek, Ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann

Dritter Geschäftsführer: Jochen Bauer, Ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann (bis 10.02.2023)

Bei Gesellschaften, die keine börsennotierten Aktiengesellschaften sind, können die in § 285 Nr.9 Buchstabea und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeichneten Personen unterbleiben, wenn sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieser Organe feststellen lassen. Von dieser Regelung wird im vorliegenden Anhang nach S 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss von 1.338,80 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Gewinnvortrag auf neu Rechnung würde danach insgesamt 3.393.218,65 EUR betragen.

Angaben zu Gesellschaftsorganen

Zugunsten der Geschäftsführer ist die Gesellschaft zum Abschluss-Stichtag keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Patronatserklärungen, der Gestellung von Sicherheiten eingegangen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Bis zum Datum der Bilanzaufstellung kam es vor dem Hintergrund der anhaltenden Ukrainekrise und dem stark gestiegenen Zinsniveau zu einer anhaltenden Abkühlung der Weltwirtschaft. Dies führt direkt zu einem Nachlassen der Investitionsbereitschaft für unsere Kernprodukte in der Magnet- und Schalungstechnik.

Zur Absicherung gegen mögliche geopolitische Risiken hat die Geschäftsführung den aktuellen Maßnahmenplan zur Sicherung der Fortführung der Geschäftstätigkeit dahingehend angepasst, dass die Bezüge von unseren Vorlieferanten für "kritische Vorprodukte" aufgrund der hohen Lagerhaltung reduziert und alternative Lieferanten aufgebaut werden. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Berichterstattung im Lagebericht.

In 2023 profitiert das Unternehmen von seinem breiten Produktportfolio. Wir erwarten eine anhaltend gute Nachfrage nach Produkten in der Verbindungstechnik und für Abdichtungsprodukte insbesondere im Agrarbereich, die aber einen marktbedingten Umsatzrückgang mit Kunden aus dem Wohnungsbau nicht ausgleichen werden können.

Herr Diplom-Kaufmann Jochen Bauer wurde mit Wirkung zum 10. Februar 2023 als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen.

 

Magdeburg, 11. Januar 2024

Felix von Limburg

Stefan Wittek

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.353,72 30.167,32 0,00 1.700,00 340.221,04
2. Geleistete Anzahlungen 1.700,00 0,00 0,00 -1.700,00 0,00
310.053,72 30.167,32 0,00 0,00 340.221,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.827.904,39 0,00 0,00 0,00 3.827.904,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 367.510,55 22.200,00 0,00 0,00 389.710,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.187.893,52 179.894,46 116.980,86 37.299,93 1.288.107,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.265,00 582.565,68 0,00 -37.299,93 564.530,75
5.402.573,46 784.660,14 116.980,86 0,00 6.070.252,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 343.457,57 40.329,94 0,00 0,00 383.787,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.175.000,00 335.737,86 910.000,00 0,00 600.737,86
1.518.457,57 376.067,80 910.000,00 0,00 984.525,37
7.231.084,75 1.190.895,26 1.026.980,86 0,00 7.394.999,15
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 231.766,89 51.386,01 0,00 283.152,90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
231.766,89 51.386,01 0,00 283.152,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 872.869,82 107.028,00 0,00 979.897,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.149,55 18.699,00 0,00 304.848,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 837.141,45 128.113,42 60.812,86 904.442,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.996.160,82 253.840,42 60.812,86 2.189.188,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 82.645,58 27.526,52 0,00 110.172,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 49.999,00 0,00 49.999,00
82.645,58 77.525,52 0,00 160.171,10
2.310.573,29 382.751,95 60.812,86 2.632.512,38
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.068,14 76.586,83
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.700,00
57.068,14 78.286,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.848.006,57 2.955.034,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 84.862,00 81.361,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.665,04 350.752,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 564.530,75 19.265,00
3.881.064,36 3.406.412,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 273.615,41 260.811,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 550.738,86 1.175.000,00
824.354,27 1.435.811,99
4.762.486,77 4.920.511,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

An die B.T. innovation GmbH, Magdeburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der B.T. innovation GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B.T. innovation GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 11. Januar 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Fehlauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Fischl, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 26. Februar 2024 festgestellt.

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